Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Der Psalm 114 op. 51 – „Da Israel aus Ägypten zog“

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Der Psalm 114 op. 51 – „Da Israel aus Ägypten zog“

Der 114. Psalm, für achtstimmigen Chor und Orchester, Tonart: G-Dur
Psalm 114, nach der Übersetzung von Martin Luther (1483-1546)

Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy (* 3. Februar 1809 in Hamburg; † 4. November 1847 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Pianist und Organist. Er gilt als einer der bedeutendsten Musiker der Romantik und setzte als Dirigent neue Standards, die das Selbstverständnis des Dirigierens bis heute maßgeblich mitprägen.

Daneben setzte sich Felix Mendelssohn Bartholdy für die Aufführung von Werken Händels und Johann Sebastian Bachs ein. Damit trug er wesentlich zu ihrer Wiederentdeckung und zur Herausbildung eines Verständnisses für die „klassische“ Epoche der deutschen Musik bei. Er gilt als Mitbegründer der historischen Musikpflege und gründete das erste Konservatorium in Deutschland.

Mendelssohn gründete einen Chor zum Studium der Chorwerke Johann Sebastian Bachs (der große Thomaskantor war damals der Öffentlichkeit nahezu unbekannt); bereits 1823 hatte er von seiner Großmutter Bella Salomon eine Abschrift der Matthäus-Passion nach dem Autograph Pölchaus geschenkt bekommen. Vor allem Carl Friedrich Zelter hatte Mendelssohn das bachsche Opus mit seinem Unterricht und der Probenarbeit in der Sing-Akademie zu Berlin nahegebracht. Gemeinsam mit Eduard Devrient setzte Mendelssohn gegen Zelters anfänglichen Widerstand 1829 bei der Sing-Akademie eine öffentliche Aufführung der gekürzten und für diesen Anlass bearbeiteten Matthäus-Passion unter seiner Leitung durch, mit einem 158-köpfigen Sing-Akademie-Chor. Es war die erste Wiederaufführung der Passion seit Bachs Tod. Zelter hatte früher schon mit der Sing-Akademie einzelne Teile der Passion einstudiert, hatte eine Gesamtaufführung jedoch für undurchführbar gehalten. Die Aufführung war so erfolgreich, dass sie noch zweimal wiederholt werden musste.

Im August 1835 ging Mendelssohn nach Leipzig und gab am 4. Oktober – offiziell als Kapellmeister, aber erstmals schon im Stil eines modernen Dirigenten – das erste Konzert im Gewandhaus mit seiner Ouvertüre Meeresstille und glückliche Fahrt, die verglichen mit seinen anderen Ouvertüren heute weniger oft aufgeführt wird. Mendelssohns Gewandhauskonzerte wurden begeistert aufgenommen.

Im August 1835 ging Mendelssohn nach Leipzig und gab am 4. Oktober – offiziell als Kapellmeister, aber erstmals schon im Stil eines modernen Dirigenten – das erste Konzert im Gewandhaus mit seiner Ouvertüre Meeresstille und glückliche Fahrt, die verglichen mit seinen anderen Ouvertüren heute weniger oft aufgeführt wird. Mendelssohns Gewandhauskonzerte wurden begeistert aufgenommen.

1843 gründete Mendelssohn in Leipzig das Conservatorium – die erste Musikhochschule Deutschlands – und eröffnete es am 3. April in den Gebäuden des Gewandhauses. Im selben Jahr wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Leipzig ernannt.

Wie ein Schock wirkte nach der Rückkehr die Nachricht vom Tod seiner Schwester Fanny am 14. Mai 1847. Er zog sich aus dem öffentlichen Leben zurück und machte mehrere Monate Urlaub in der Schweiz und in Süddeutschland. In Leipzig erlitt er am 9. Oktober 1847 einen ersten Schlaganfall. Nach weiteren Schlaganfällen am 25. Oktober und 3. November verlor er das Bewusstsein und verstarb am 4. November 1847 um 21:24 Uhr.

Bei Klassikliebhabern waren Werke wie sein: Sommernachtstraum, die Italienische Sinfonie sowie Schottische Sinfonie, das Violinkonzert – Konzert für Violine & Orchester e Moll op.64, oder die Lieder ohne Worte immer sehr populär.

Zum Werk:

Mendelssohns 114. Psalm „Da Israel aus Ägypten zog“

Entstehungszeit: Ende Juli 1839 bis 9. August 1839, Revision 1840
Widmung: Widmung des deutschen Erstdrucks: Johann Wilhelm Schirmer
Erste bekannte Aufführung: 1. Januar 1840 Leipzig, Gewandhaus
Leitung: Felix Mendelssohn Bartholdy

„Mir war das Stück gerade besonders ans Herz gewachsen, obwohl es schwerlich für das sogenannte Publikum was ist; aber mir war’s lieb …“ schrieb Mendelssohn über seine Vertonung des 114. Psalms.

Mendelssohns 114. Psalm „Da Israel aus Ägypten zog“ beeindruckte durch den achtstimmigen Chorgesang, den die MDR-Sängerinnen und Sänger in gewohnter Klangqualität zum MDR-Musikfest 2018 im Dom zu Magedburg darboten.

4 Sätze:

1. Da Israel aus Aegypten zog
2. Das Meer sah und floh
3. Was war dir, du Meer
4. Vor dem Herrn bebte die Erde

Jahr der Komposition: 1839

Besetzung: SS AA TT BB Chor, 2 Flöten, 2 Oboen, 2 Klarinetten in C, 2 Fagotte, 4 Hörner in C, G, 2 Trompeten in C, 3 Posaunen, Pauken, 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass

Link: https://www.mendelssohn-stiftung.de/digitale-bibliothek/mwv/opera/17/MWV-A-17

Ausführende:

MDR RUNDFUNKCHOR

MDR SINFONIEORCHESTER

Dirigent: Kristjan Järvi

Ausführungsort: Magedburger Dom  – MDR Musiksommer 2018 am 30. Juni 2018

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