Ein internationaler Vorschlag: in der Superintendentur am Thomaskirchhof in Leipzig die Teil-Wohnung von J. S. Bach für Besucher sichtbar zu gestalten!

Ein internationaler Vorschlag: In der Superintendentur am Thomaskirchhof in Leipzig die Teil-Wohnung von J. S. Bach für Besucher sichtbar zu gestalten!

Herr Professor Marc Boss ist ein neues Mitglied in der Bach-Gruppe auf Facebook:
„The German Music-Genius: Johynn Sebastian Bach“
und hat der Allgemeinheit diesen interessanten Vorschlag unterbreitet.

Wo war J.S. Bachs Haus? in der Thomasschule in Leipzig?

Ein Bericht über die Forschung, die durchgeführt wurde, um den genauen Standort von J. S. Bachs Haus in der ehemaligen St. Thomas-Schule in der Nähe der Thomaskirche in Leipzig ausfindig zu machen.

In Deutschland gibt es keine Wohnungen mehr, in denen Johann Sebastian gelebt und gearbeitet hat. Wenn man die Städte und in manchen Fällen auch die Orte kennt, an denen ihre Wohnorte standen, gibt es keine Spur mehr, während in London das Haus sechsunddreißig Jahre lang gelebt hat sein Zeitgenosse Georg Friedrich Händel und wo er starb, existiert noch. Sie wurde ein Museum. In Deutschland ist leider keine einzige Mauer eines vom Meister bewohnten Hauses heute ein Erinnerungsort für die vielen Pilger, die Liebhaber und Bewunderer seiner Arbeit sind.

Ein Bach-Enthusiast, der mit dieser Lücke unzufrieden war, ein Mitglied des Fördervereins Bach-Archiv und der Neuen Bachgesellschaft Leipzig, hatte die Idee, mit Hilfe der Katasterkarten der Stadt den genauen Standort seines Hauses zu ermitteln. Diese St.-Thomas-Schule, in der der Musiker 27 Jahre lang lebte und starb, wurde 1902 abgebrochen. Etwa an der gleichen Stelle wurde ein neues Gebäude für die Pfarrer (Superintendentur) errichtet. Bach residierte am südlichen Ende der Schule; er besetzte den Keller, das Erdgeschoss und die oberen Stockwerke. Sein Büro, Küche und Wohnzimmer befanden sich im ersten Stock.

In Leipzig wurde im 20. Jahrhundert lange überlegt, dass sich die Wohnung von Cantor im heutigen Gebäude befand. Folglich war es weder für Pilger noch für Pilger zugänglich.

Gereizt, den Ort des Hauses Bach nicht genau zu kennen, habe ich von den zuständigen Abteilungen des Leipziger Rathauses die Katasterpläne der Schule vor ihrer Zerstörung und die aktuellen Katasterpläne erhalten. Nachdem ich ihre Bewertungen homogenisiert hatte, überlagerte ich die Katasterkarten der ehemaligen Thomasschule und des rekonstruierten Gebäudes. Ich war erstaunt, jenen Teil der Oberfläche von Cantors Haus am südlichen Ende der Schule zu entdecken, dessen Arbeitszimmer, seine Komponirstube, außerhalb der Peripherie des jetzigen Gebäudes lag ein kleiner Bereich der Fußgängerzone, die vor der Thomaskirche (Thomas Pforte) und im Garten der Superintendentur vorbeiführt!

Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Gebäude zerstört wurde und am selben Ort kein Wiederaufbau stattfand, gab es keinen Grund, die unterirdischen Fundamente auszugraben. Die Fundamente der alten Mauer und des Untergeschosses von Bachs Wohnung sind daher höchstwahrscheinlich nicht entfernt worden. Die westliche Kellerwand der St. Thomas School war 1,20 m dick und für eine sehr lange Zeit war die Außenmauer der Stadt. Man kann sich leicht vorstellen, dass man bei einer kleinen archäologischen Arbeit durch das Graben von weniger als einem Meter Tiefe die Überreste der Mauer einer der ältesten und ehrwürdigsten Schulen Deutschlands finden würde. Ein Teil dieser Mauer befindet sich unter dem irdenen Garten der Superintendentur (Pastorenhaus); in der nahe gelegenen Fußgängerzone, unter dem Bürgersteig, vor der Superintendentur, muss man auch die gleiche Mauer finden.

Bachs Wohnung bestand aus einem Keller und dem Erdgeschoß sowie mehreren Stockwerken. Wenn man also beim Graben die Mauer in der Straße unter dem Bürgersteig findet, so ist es die des Kellers der Wohnung des Kantors. Und dort muss man unbedingt auch den Boden des Kellers seiner Wohnung finden.

Die beigefügten Fotos und Pläne zeigen die Standorte, die zerstörte Schule, die Fenster von Cantors Haus in der Schule, Ansichten von Westen und Osten, die zu graben Orte, sowie verschiedene Zeichnungen und entsprechende Katasterkarten. in Schule und Wohnung.

Wenn es in Leipzig den Willen gibt, jetzt oder später diesen Ort zu materialisieren, könnten wir mit wenig Aufwand die Fundamente der Schule an diesem Ort ans Licht bringen, die die Wände des Hauses von Cantor sind.

Der Bürgersteig in der Fußgängerzone könnte durch ein transparentes Schild ersetzt werden, so dass Sie unter der Wand und dem Boden des Kellers sehen können. Und auf dieser Platte könnte man leicht die Konturen der Räume im ersten Stock des Hauses nachzeichnen. An der Wand der Superintendentur, würden wir erklärende Platten anbringen. Alle Pläne existieren!

Für die vielen Pilger, die auf den Spuren von J.S. Bach nach Leipzig kommen, wäre das eine gute Gelegenheit eine Teilwohnung von J.S. Bach besichtigen zu können.

Eine Spendenaktion von Musikliebhabern aus aller Welt sollte die Kosten für die Arbeit, die das Leipziger Rathaus bestellen würde, einfacher zu finanzieren sein.

Verfasser: Professor Marc Boss (Präsident des Versailles Kammerorchesters)

Das Original-Word-Dokument in Englisch von Herrn Marc Boss ist hier zum Download möglich!

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2 Gedanken zu „Ein internationaler Vorschlag: in der Superintendentur am Thomaskirchhof in Leipzig die Teil-Wohnung von J. S. Bach für Besucher sichtbar zu gestalten!

  1. wallschu

    Das wäre eine großartige Möglichkeit in Leipzig, eine Teilwohnung von J.S. Bach in der ehemaligen Thomasschule und jetzigen Superintendentur, an der Thomaskirche zu verwirklichen.

    Ein wunderbares Objekt für alle Bachfreunde und Besucher von Leipzig, eine Teilwohnung von Bach in Augenschein nehmen zu können. Ich würde mich an einer Finanzierung gerne beteiligen um dieses Objekt Wirklichkeit werden zu lassen.

    Gruß
    wallschue

    Antworten
  2. Volker Beitragsautor

    Lieber Herr Hege,

    vielen Dank für die Nachricht und die Bilder. Wir haben in der Sache von einem anderen Follower auch schon einen Link zur Bach-Gruppe übersandt bekommen. Interessante „Einblicke“, die wir sicher bei Gelegenheit weitergeben werden.
    Ihnen schon einmal ein schönes Wochenende und herzliche Grüße aus Leipzig.

    Ihr facebook-Team des Bach-Archivs

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