Haydns Schoepfung – Simon Rattle dirigiert die Berliner Philharmoniker in Luzern 2017

Joseph Haydn (1732-1809) – Oratorium „Die Schöpfung“ Berliner Philharmoniker, Leitung: Simon Rattle

Die Schöpfung ist ein Oratorium von Joseph Haydn (Hob. XXI:2). Das Werk entstand ab 1796 bis 1798 und thematisiert die Erschaffung der Welt, wie sie in der Genesis (1. Buch Mose) der Bibel erzählt wird.

Haydn wurde bei seinen England-Besuchen 1791–92 und 1794–95 zur Komposition eines großen Oratoriums angeregt, als er die Oratorien von Georg Friedrich Händel in großer Besetzung hörte. Es ist wahrscheinlich, dass er versuchen wollte, durch den Einsatz der Musiksprache der reifen Wiener Klassik ähnlich gewichtige Resultate zu erreichen.

Die Arbeit am Oratorium dauerte vom Oktober 1796 bis zum April 1798. Haydn fand sein Thema inspirativ, und seiner eigenen Aussage nach war die Komposition für ihn eine grundlegende religiöse Erfahrung. So äußerte er gegenüber seinem Biographen Georg August von Griesinger (1769–1845): „Ich war auch nie so fromm, als während der Zeit, da ich an der Schöpfung arbeitete; täglich fiel ich auf meine Knie nieder und bat Gott, daß er mir Kraft zur glücklichen Ausführung dieses Werkes verleihen möchte.“ Er arbeitete an dem Projekt bis zur Erschöpfung, und tatsächlich erkrankte er nach der Uraufführung für längere Zeit. Die Kosten, einschließlich einer üppigen Gage für den Komponisten, wurden von einer aristokratischen Vereinigung getragen, deren künstlerischer Leiter Gottfried van Swieten war.

Die Schöpfung besteht aus drei Teilen. Wie in anderen Oratorien, gehen auch hier den größeren Arien und Chorsätzen oft kurze Rezitative voran. Das Rezitativ folgt dabei meist dem Wortlaut der Genesis, während die folgende Musik die biblische Erzählung in Versen aufnimmt.

Die Schöpfung wurde erstmals am 29. und 30. April 1798 unter der Leitung des 66-jährigen Haydn im heute nicht mehr existierenden Stadtpalais Schwarzenberg am Neuen Markt in Wien aufgeführt.

Language English

Joseph Haydn (1732-1809) – Oratorio „The Creation“ Berliner Philharmoniker, conductor: Simon Rattle

The Creation is an oratorio by Joseph Haydn (Hob. XXI: 2). The work was written from 1796 to 1798 and thematizes the creation of the world, as it is told in Genesis (Genesis 1) of the Bible.

Haydn was inspired during his visits to England in 1791-92 and 1794-95 to compose a great oratorio when he heard the oratorios of George Frideric Handel in large cast. It is likely that he wanted to try to achieve similarly weighty results by using the musical language of the mature Viennese classics.

The work on the oratorio lasted from October 1796 to April 1798. Haydn found his subject inspirational, and according to him, the composition was a fundamental religious experience for him. He commented to his biographer Georg August von Griesinger (1769-1845): „I have never been so pious as when I was working on creation; Every day I fell down on my knees and asked God to give me strength for the happy execution of this work. „He worked on the project to the point of exhaustion, and in fact he fell ill after the premiere for a long time. The costs, including a lavish fee for the composer, were borne by an aristocratic association whose artistic director was Gottfried van Swieten.

The creation consists of three parts. As in other oratorios, the larger arias and choral movements are often preceded by short recitatives. The recitative usually follows the wording of Genesis, while the following music takes the biblical narrative in verse.

The creation was first performed on April 29 and 30, 1798, under the direction of 66-year-old Haydn in the now-defunct Schwarzenberg Palace on the Neuer Markt in Vienna.

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