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Nemanja Radulovic (Violine) spielt von Johann Sebastian Bach – Violinwerke für Orchester – BWV 1041 – BWV 1043 und BWV 565 „Toccata und Fuge d-Moll“

Nemanja Radulovic (Violine) spielt von Johann Sebastian Bach – Violinwerke für Orchester BWV 1041 – BWV 1043 und BWV 565 „Toccata und Fuge d-Moll“

                                                     Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Johann Sebastian Bach (* 21. März jul. / 31. März 1685 greg. in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Kantor sowie Orgel- und Cembalovirtuose des Barocks. In seiner Hauptschaffensperiode war er Thomaskantor zu Leipzig. Er ist der prominenteste Vertreter der Musikerfamilie Bach und gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker überhaupt. Insbesondere von Berufsmusikern wird er oft als der größte Komponist der Musikgeschichte angesehen. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.

Das Programm des französisch-serbischen Violinisten Nemanja Radulovic steht ganz im Zeichen von Bach. Mit seiner schwarzen Mähne und Lederstiefeln fällt der temperamentvolle Geiger auf. Doch hinter der wilden Erscheinung verbirgt sich eine wahre Leidenschaft für die großen klassischen Komponisten, wie sein Konzert im Pariser Théâtre des Champs-Élysées“ eindrucksvoll beweist.

Er fühlt sich im virtuosen Repertoire Paganinis ebenso zu Hause wie bei den großen Romantikern Beethoven oder Mendelssohn sowie in der Kammermusik. Auf dem Programm seines Konzertes im November 2016 im Pariser Théâtre des Champs-Elysées steht Johann Sebastian Bach. Radulovic beschäftigt sich schon lange mit dem Werk des Leipziger Thomaskantors. Präzise und scheinbar mühelos wechselt er zwischen vibrierenden Adagios und lebhaften Allegros.

Unter Johann Sebastian Bachs Namen sind zwei Konzerte für Violine, Streicher und Continuo überliefert sowie ein Doppelkonzert für zwei Violinen (ebenfalls mit Streichern und Continuo). Sie tragen die Nummern BWV 1041 und BWV 1043. Möglicherweise schrieb Bach die Konzerte für Johann Georg Pisendel oder Jean-Baptiste Volumier in Dresden – vielleicht auch für sich selbst, denn sein Sohn Carl Philipp Emanuel Bach   bescheinigt ihm im Nekrolog, bis ins hohe Alter die Violine „rein und durchdringend“ gespielt zu haben.

Die Konzerte sind unabhängig voneinander überliefert; ihre genaue Entstehungszeit steht nicht fest. Bach begann etwa 1713, sich mit den Konzerten Antonio Vivaldis auseinanderzusetzen, wobei er zunächst mehrere davon für Cembalo solo oder Orgel bearbeitete. Anschließend oder schon gleichzeitig dürfte er mit der Konzeption eigener Konzerte begonnen haben. Bei Bachs Vorbildern folgen die Ecksätze noch einem etwas starren Aufbau, bei dem die Ritornelle den Satzaufbau gliedern und das Erreichen neuer Tonarten markieren und dazwischenliegende begleitete Solopassagen der Modulation in andere Tonarten dienen. Bach erreichte demgegenüber eine engere Verzahnung und Integration der Formabschnitte durch einen differenzierteren und variierenden Umgang mit den Rollen des Solisten und Orchesters.

In den letzten Jahrzehnten wurden vermehrt Zweifel an Bachs Urheberschaft zum BWV 565 Toccata und Fuge in d-Moll geäußert. Vor allem Peter Williams (Musikwissenschaftler) und später Rolf Dietrich Claus zeigen, dass die stilistischen Eigenarten stark den zweifelsfrei unter Bachs Namen überlieferten Werken widersprechen. So wurde auch vermutet, dass Bach hier ein fremdes Werk abschrieb oder bearbeitete, als dessen möglicher Autor Johann Peter Kellner vorgeschlagen worden ist.[5] Andere Theorien gehen davon aus, dass wir hier eine niedergeschriebene Improvisation Bachs vor uns haben oder dass das Werk eine Orgelbearbeitung einer Violinkomposition Bachs darstellen könnte.[6] Allerdings fehlen Hinweise auf eine Originalversion in dieser Besetzung und grundsätzlich stellt sich die Frage nach der Gattung von Toccata und Fuge für Violine.

Darsteller :

Nemanja Radulovic

Tijana Milosevic

Orchester :

Ensemble Double Sens

Jahr 2016
Herkunft: ARTE

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