Archiv der Kategorie: Literatur zur Klassischen Musik

J.S. Bach Matthäuspassion, an welcher Stelle lässt sich im Notenbild ein Kreuz erkennen ?


@Iris sagt:

Hallo,

ich hab eine Frage an den Blog:

Seitdem ich die Einführung zur Matthäus-Passion (J.S. Bach) von W. Schmidt auf Bayern 4 gehört habe, beschäftigt mich immer wieder der Satz von ihm (der übrigens auch bei A. Dürr vorkommt):

Aus dem Notenbild bestimmter Passagen aus der Matthäus-Passion läßt
sich das Kreuz erkennen.

Dürr gibt auf S. 322 (BWV 6) und Seite 339 (BWV 44) „Johann Sebastian Bach – Die Kantaten“ – bei zwei kleinen Notenbeispielen auch den Kommentar, dass es sich im Notenbild um Kreuz Jesu handelt.

Ich kann aus dem reinen Notenbild kein Kreuz erkennen. Ich erkenne zwar, dass aus

f, ein fis wird und aus c wird cis (also eine Erhöhung) – aber aus dem Notenbild ersehe ich kein
Kreuz. Könnt Ihr mir auf die Sprünge helfen?

Grüsse
Iris

Neuausgabe: "Kalendarium zur Lebensgeschichte Johann Sebastian Bach’s"


Hallo,

eine Neuausgabe: „Kalendarium zur Lebensgeschichte Johann Sebastian Bach’s“ ist erschienen.

1970 aus Anlass des 20jährigen Bestehens des Bach-Archivs Leipzig erstmals erschienen und 1979 in einer zweiten revidierten Ausgabe aufgelegt: Nun hat Andreas Glöckner eine aktualisierte und beträchtlich erweiterte Neuausgabe des bewährten und lange vergriffenen Kalendariums zur Lebensgeschichte Johann Sebastian Bachs herausgegeben.

Das Kalendarium bietet einen schnell erfassbaren Überblick über alle gesicherten Daten zu Leben und Schaffen Johann Sebastian Bachs. Die Daten mit direktem Bezug auf Person und Werk des Komponisten werden ergänzt durch regelmäßig wiederkehrende Termine oder Vorgänge in Bachs Berufsleben und durch Ereignisse von unmittelbarer Wirkung auf sein Schaffen. Neu sind auch die zahlreichen Abbildungen repräsentativer Originalquellen, welche ebenso wie die klare Sprache und ansprechende Form zur Veranschaulichung der nüchternen Datensammlung beitragen.

Wie sehr sich die Bach- Forschung im Fluss befindet und wie viele Neuerkenntnisse sie gerade in den letzten Jahren hinzugewinnen konnte, zeigt die Tatsache, dass sich das Kalendarium vom schmalen Heft zum respektablen Büchlein entwickeln konnte. Im Vorwort von Christoph Wolff, Direktor des Bach-Archivs, heißt es weiter: „In seiner Zielsetzung und nach Inhalt wie Anlage ist es aufs Engste mit der täglichen Arbeit des Leipziger Forschungsinstituts verknüpft, das sich der Sammlung und Aufarbeitung des dokumentarischen und musikalischen Quellenmaterials zu Bach widmet.“

Das Nachschlagewerk repräsentiert den neuesten Forschungsstand und ist ein bequemer biografischer Wegweiser für alle Bach-Freunde, Musiker und Musikwissenschaftler.

(Angaben von: /www.nmz.de)

Leben und Glauben > J.S. Bach

Andreas Glöckner (Hrsg.)

Kalendarium zur Lebensgeschichte Johann Sebastian Bachs

Edition Bach-Archiv

2008, 120 Seiten, Paperback

Preis: EUR 9.80

ISBN: 978-3-374-02588-6

Zur Bestellung Evangelische Verlagsanstalt Leipzig

Zum Autor:

Andreas Glöckner, Jahrgang 1950, studierte Musikwissenschaften in Leipzig und arbeitet seit 1979 am Bach-Archiv Leipzig. 1988 Promotion. Er ist Autor zahlreicher Bücher und Rundfunksendungen sowie Dramaturg bei den Leipziger Bachfesten.

Eine erfreuliche Neuerscheinung die jeden Bach-Freund beglücken wird.

Grüsse
Volker

Dreibändige Einführung in "Die Welt der Bach-Kantaten" von Christoph Wolff


Hallo,

aufgrund einer Anfrage von @muriel erstelle ich hier einen eigenständigen Beitrag über das dreibändige Nachschlagewerk „Die Welt der Bach Kantaten“ von Christoph Wolff und Ton Koopman.

Buchveröffentlichung: „Die Welt der Bach Kantaten 1-3“

————————————————————

@muriel zu deiner Anfrage kann ich Dich nur ermutigen, das dreibändige Kantaten-Werk von Christoph Wolff zu erwerben, falls Du einen Link zum Bezug brauchst dann findest Du welche nachstehend:

Hier klicken

oder

Hier klicken


Kostenpunkt für das dreibändige Werk: 49,95 € (bei jpc oder amazon)

Ich zitiere einen Original-Auszug zum Inhalt des dreibändigen Werkes:

Die dreibändige Einführung in „Die Welt der Bach-Kantaten“ entfaltet ein weites kulturgeschichtliches Panorama der Bach-Zeit.

Gemeinsam mit dem niederländischen Dirigenten Ton Koopman gelingt es den A u t o r e n *)
und dem Herausgeber Christoph Wolff, Bachs geistige und künstlerische Welt zu erschließen und verständlich zu machen.

Der erste Band – die Kirchenkantaten der Vor-Leipziger Zeit bis 1723 – stellt die Lebensstationen Bachs sowie die lithurgischen und musikalischen Voraussetzungen seines Kantatenwerks dar.

Der zweite Band – die weltlichen Kantaten – erschließt den Werkteil, der heutigen Hörern vielleicht am fremdesten ist. Die Besonderheiten dieses Genres, seine Entstehungsbedingungen und Bachs künstlerische Praxis werden eingehend beleuchtet.

Der dritte Band – die Kirchenkantaten nach 1723 – bringt uns Bach während seiner Zeit als Thomaskantor in Leipzig nahe.

—————————————————

A u t o r e n *) Hier sind nicht nur Wolff und Koopman mit Beiträgen aufzufinden, sondern eine weitere Autorenschaft kommt hier zu Worte, wie z.B. im 1. Band:

Peter Wollny (Gattungen und Stile der Kirchenmusik um 1700); Claus Oefner (Musikleben der Städt und Höfe Mitteldeutschlands um 1700); Andreas Glöckner (Lebens- und Wirkungsstätten Bachs); George B. Stauffer (Bach der Organist); Hans-Joachim Schulze (Bach-Instrumentalvirtuose und Komponist); sowie: (Texte und Textdichter); Martin Petzoldt (Liturgische und Theologische Aspekte zu den Texten der frühesten Kantaten) sowie (Bibel, Gesangtbuch und Gottesdienst); Daniel R. Melamed (Chor- und Choralsätze); Peter Wollny ( Arien und Rezitative); Ulrich Leisinger (Affekte, Rhetorik und musikalischer Ausdruck); Ton Koopman (Aspekte der Aufführungspraxis).

Das Spektrum ist weit ausgelegt und hinterfragt genau die Punkte, die der Bachfreund so gierig in sich aufnehmen möchte, so zieht sich der Faden in den zwei anderen Bänden entsprechend folgend weiter.

Diese dreibändige Veröffentlichung aus 2006 ist für jeden Bach Interessenten eine Dokumentation von unschätzbarem Wert sich umfangreich informieren zu können, es ist eine lohnenswerte Anschaffung..!!

Grüsse
Volker

Interessante Aussagen zu den Passionen: u.a. Historie und Gegenüberstellung der Matthäus- zur Johannes Passion von J.S. Bach


Hallo zusammen,

aufgrund der Passionszeit und Aufführung der entsprechenden Passions-Oratorien, gibt es interessante Hinweise und Aussagen dazu.

Partituren der entsprechenden Passionen von J.S. Bach sind für den Konzertbesucher von unschätzbaren Wert.

Partitur der Johannes Passion bei amazon für 17,95 €

Die interessanten Aussagen zu den Passionen und eine Gegenüberstellung der Matthäus- zur Johannes Passion von J.S. Bach, findest Du nach dem unten angegebenen PDF-Symbol.

H i e r klicken, danach folgt die Verzweigung auf das Schriftstück !!


Ich wünsche viel Spaß beim Lesen.

Grüße
Volker


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Ein Großer in der Bach-Publizistik „Alfred Dürr“ wurde am 03.03.2008; 90 Jahre alt.


Hallo,

seinen 90. Geburtstag feierte am 3. März 2008 der Göttinger Musikwissenschaftler Dr. Alfred Dürr. Er gehört weltweit zu den kenntnisreichsten Bach-Forschern, wofür er unter anderem 1995 mit der seltenen Würde eines Dr. mus. h.c. der Universität Oxford ausgezeichnet wurde. 2007 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät an der Humboldt-Universität Berlin.

Foto: Dr. Alfred Dürr (Fotorechte: Goettinger Tageblatt)

Alfred Dürr wurde am 3. März 1918 in Berlin-Charlottenburg geboren und studierte in Göttingen Musikwissenschaft und Klassische Philologie. Schon in seiner 1950 abgeschlossenen Dissertation („Studien über die frühen Kantaten J. S. Bachs“) befasste er sich mit dem Schaffen des Thomaskantors und wurde 1951 erster und zunächst einziger Mitarbeiter des Johann-Sebastian-Bach-Instituts in Göttingen, dessen stellvertretender Direktor er von 1962 bis 1983 war.

(Textauszug aus dem Goettinger Tageblatt )

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Die nachstehende Ausgabe von Alfred Dürr „Johann Sebastian Bach; Die Kantaten“

Nähere Angaben zu der Werkeinführung der Kantaten h i e r !!
29,50 € bei amazon, Ausgabe von 1999.

ist für mich ein Standard-Werk der außergewöhnlichen Qualität um mich mit den Kantaten vertraut zu machen. Die Hintergründe der lithurgische Fassung oder die musikalische Umsetzung von J.S. Bach wird hier erhellend und beispiellos dem Leser angeboten. Alfred Dürr ist für diese Ausgabe zu danken, der Bach-Freund weiss das zu schätzen, sich mit den Kantaten-Werken auseinandersetzten zu können und sein Hintergrundwissen mit dieser Bach-Veröffentlichung bereichern zu können.

Grüsse
Volker


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Carlos Kleiber "Eine Biographie" Buchveröffentlichung


Hallo,

eine weitere Buchveröffentlichung im Dezember 2007 über einen großen Dirigenten der Zeitgeschichte:

Carlos Kleiber

Eine Biografie
Sprache: deutsch

Autor: Alexander Werner
Sujet: Carlos Kleiber

Verlag: SCHOTT MUSIC GmbH & Co. KG

590 Seiten – Hardcover mit Schutzumschlag

29,95 € bei amazon kostenlose Anlieferung !

Preis inkl. MwSt.

Für viele ist er der bedeutendste Dirigent des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Mit Sicherheit ist er der problematischste. Aufgewachsen mit der Bürde des Übervaters Erich Kleiber, rang er sein Leben lang mit seinem Anspruch auf Perfektion. Als einer der gesuchtesten Dirigenten überhaupt, akzeptierte Carlos Kleiber jahrelang keine feste Position. Die Zahl seiner Auftritte war gering, seine offizielle Diskografie minimal. Sein Charisma aber war legendär, seine Fangemeinde groß. Der Garant musikalischer Sternstunden blieb jedoch dem klassischen Musikbetrieb ein Rätsel. Sein Biograf Alexander Werner versucht, sich dem Menschen und Künstler Kleiber zu nähern, indem er dessen Lebensstationen erkundet und viele Weggefährten nach dem „Geheimnis Kleiber“ befragt.

„Der Mythos lebt“
Der Tagesspiegel (für gegenüberliegende Seite)
„Weltdirigent, ‚Jahrhundert-Maestro’, Götterfunkenträger“
Der Tagesspiegel

• Die erste Biografie der Dirigentenlegende auf dem deutschen Markt
• Ein Bild des Künstlers und Menschen Carlos Kleiber
• Entstanden in jahrelanger Recherchearbeit und unter Einbeziehung vieler Original-Interviews und unveröffentlichter Dokumente

Inhalt

Richard von Weizsäcker: Carlos Kleiber: Fixstern am Dirigierhimmel. Ein Vorwort
Der Spätberufene: Lange Lehrjahre zwischen den Kontinenten
Berlin 1930: Geburt einer Legende
Von Berlin nach Buenos Aires 1935-1947: Zwischen zwei Kontinenten
Buenos Aires 1948–1953: Licht am Horizont
München 1953: Lehrjahre mit Operette
Potsdam 1954-1955: Debüt mit plötzlichem Ende
Zürich 1956: Tod des Vaters
Wien 1956-1957: Kein Platz am Pult
Salzburg und Hamburg 1957– 1960: Zwischenspiele
Düsseldorf und Duisburg 1957– 1960: Endlich Opernerfahrungen

Düsseldorf und Duisburg 1960-1962: Aufstieg zum Kapellmeister
Der Eigenwillige: Das Profil schärft sich
Düsseldorf 1962: Paris am Rhein
Duisburg 1963: Balletterfahrungen mit Ravel
Düsseldorf/Duisburg 1964: Ausklang am Rhein
Stuttgart 1964: Ein Eklat
Düsseldorf/Duisburg 1964: Abschied vom Rhein mit Verdi
Frankfurt 1964: Debüt ohne Folgen
Zürich 1964/65: Erfahrungen mit widerspenstigen Musikern
Stuttgart 1965: »Der beste Dirigent seiner Generation«
Zürich 1965: Abkehr vom Ballett und Studien in Prag
Zürich und Stuttgart 1966: Skandal um Wozzeck
München und Wien 1967: Opernpause im Konzertsaal
Der Unbequeme: Erbittertes Ringen um die Kunst
Stuttgart 1967: Zwei Künstler im Wettstreit
Prag 1968: Erneut auf den Spuren des Vaters
Stuttgart 1968: Beifallsstürme für Carmen
München 1968-1970: Tornados im Nationaltheater
Stuttgart 1969/70: Mit Tristan und Isolde zur Weltklasse

München 1970: C-Dur-Explosion
München 1970/71: Sensation Wozzeck
Stuttgart 1969-1972: Blick in die Werkstatt
Stuttgart 1971: Turbulenzen mit Elektra
Stuttgart 1970: Und immer wieder Rosenkavalier
Stuttgart 1971/72: Zwist um Tristan und Isolde
Der Mustergültige: Interpretationen für die Ewigkeit
München 1972: Rosenkavalier für die Ewigkeit
Köln 1972: Das Erbe des Vaters
Bern 1972: Tristan und Isolde konzertant
Stuttgart 1972-1975: Ende einer Ära
Hamburg 1971-1973: Werben um Carlos Kleiber
Dresden 1973: Die erste Schallplatteneinspielung
Hamburg 1974: Bitterer Abschied für immer
Wien 1973: Begeisterungsstürme in der Heimatstadt des Vaters
Zürich 1974: Noch einmal in die Schweiz
London 1974: Debüt an Covent Garden
Der Wagner-Dirigent: Bayreuth als Herausforderung
Bayreuth 1974: Debüt auf dem Grünen Hügel
München und Tokyo 1974: Faszination Fernost
Bratislava und Göteborg 1974: Konzertdebüt mit den Wiener Philharmonikern
Wien 1974-1978: Schallplattenaufnahmen mit den Wiener Philharmonikern
München 1974/75: Triumph in Champagnerlaune
München 1975: La traviata mit Hindernissen
Bayreuth 1975: Rückkehr auf den Grünen Hügel
Mailand 1976: Endlich Italien
München 1976/77: Im Studio mit Plácido Domingo
München 1976: Duo mit Swjatoslaw Richter
Bayreuth 1976: Abschied vom Grünen Hügel
Der Spitzendirigent der Oper: Mit Verdis Otello endgültig zur Weltklasse
Mailand 1976/77: Kleibers Otello erobert die Scala
London 1977: Zusammenarbeit mit Birgit Nilsson für Elektra
München 1976/77: Ende einer Ära
München 1977: Otello mit John Neumeier
Mailand 1978: Wagner mit Wagner
München 1978: Abschied von Otello
Der Universelle: Gastspiele auf vier Kontinenten
Chicago 1978: Sprung über den eigenen Schatten
Wien 1978: Carmen im Fernsehen
Mailand 1979: La Bohème als Medienereignis
München 1979: Der Rosenkavalier im Film
London 1979: Verewigt in den Annalen

Dresden 1980/81: Stürmische Schallplattenaufnahmen
Mailand und München 1980-1982: Maskeraden
Wien 1979-1981: Wiener Konzerte und Mexiko-Tournee
Mailand 1981: Ärger in London und Glück in Japan
Der Vielumworbene: Ein Star mit Prinzipien
München 1981/82: Werben um den Genialen
Berlin 1982: Streit um Notenmaterial
Wien 1982: Ein spontanes Spitzenkonzert
Wien 1982: Fahrt ins Blaue
Amsterdam 1983: Debüt beim Königlichen Orchester
München 1983/84 und Chicago 1983: Frühlingsgefühle mit Beethovens Sechster
Wien 1985: Rückkehr im Triumph
München 1985/86: Faschingsrausch und Ernüchterung
Der Legendäre: Langsamer Rückzug
München und Hannover 1985: Rückzug auf Raten
München 1986-1988: Triumphe und Rückzug aus München
London, Mailand und New York 1987/88: Abschiede und spätes Debüt
Wien 1988/89: Sensation Neujahrskonzert
Berlin 1989: Gala für den Bundespräsidenten
New York 1989: Violetta hat Sinusitis
London und New York 1989/90: Eroberung der Metropolen

Salzburg 1990/91: Vergebliche Liebesmüh’
Wien 1992: Neues Glück mit den Wiener Philharmonikern
Wien 1991-1993: Kampf ums Heldenleben
Tokyo/München 1992: Konversation mit Sergiu Celibidache
Wien und Tokyo 1994: Noch einmal Rosenkavalier
Der Ferne: Späte Triumphe und stiller Abschied
Berlin 1994: Abschiedsgala für Richard von Weizsäcker
Ingolstadt und München 1996: Pferdestärken und Gefälligkeiten
Kanarische Inseln 1999: Eine Abschiedstournee
Grünwald 1999-2004: Späte Jahre einer Legende

Nachwort
Wenn Schmerz und Glück verschmelzen-das Phänomen Carlos Kleiber
Anhang
Zitatnachweise
Disko- und Videografie
Bibliografie
Bildnachweis
Personenregister

Wer Carlos Kleiber kennt, für den ist es eine wundervolle Autobiographie über einen Dirigenten der Zeitgeschichte.

Gruss
Volker

Archiv-Beitrag: Zweifelhafte Autorenschaft für die Motette: BWV Anhang 159


Hallo zusammen,

@Alex hat eine interessante Anfrage an mich gerichtet, die ich hier wiedergeben möchte, es wird sicherlich auf großes Interesse stoßen, diese Motette von J.S. Bach: BWV Anhang 159; wurde nur teilweise in dem Braunschweiger Konzert vom Monteverdi Chor gesungen.

Die Anfrage lautet:

Hallo Volker,

wer steht denn im Programm als Komponist von Anh. III 159? Schmieder schwankt zwischen Johann Christoph Bach und Johann Christian Bach.
——————

Hierzu möchte ich der Allgemeinheit folgende Hinweise geben:

Im Programheft von Braunschweig sind folgende Angaben:

Johann Sebastian Bach, Motette: BWV Anhang 159

ich habe einmal bei Dürr nachgeschlagen, da ist leider eine Motetten-Angabe nicht aufgeführt, im Blog wird die Kantate BWV 157 “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn” genannt,

was ich für sehr problematisch halte, hier werden wohl Äpfel mit Birnen verglichen, die erste Strophe hat zwar den Text-Inhalt “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn” wie in der 1. Strophe der Motette BWV Anhang 159, aber die Kantate 157 wurde von Bach zu einem ganz anderen Anlass komponiert. Dass Bach auf bestehende Texte zurückgriff und kopierte ist bekannt.

Die Kantate BWV 157 wurde am 6. Februar 1727 in einem feierlichen Gedächtnisgottesdienst in der Pomßener Kirche, aus Anlass des verstorbenen Hof- und Appellationsrat “Johann Christoph von Ponickau”, aufgeführt. Die Texte der Kantate BWV 157 finden sich wieder in Picanders Gedichtsammlung. Ein ausgedehntes Trauergedicht auf (Picanders) eigenen Tod und unmittelbar anschließend den Text der Kantate: “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn…

Im Internet fand ich folgenden Hinweis: Die Apokryphen Motetten BWV Anhang 159-165

hier wird nur die 1. Strophe eingespielt “Ich lass dich nicht….

Die Motette könnte als Autorenschaft: Johann Sebastian Bach oder Johann Christoph Bach: “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn “Motette BWV Anhang 159″ zugeordnet werden können..

Der Autor Klaus Hofmann veröffentlichte in 2003 ein Buch über:

Johann Sebastian Bach. Die Motetten; Kassel , (Bärenreiter-Verlag) 2003

Der Hauptteil des Buches ist der ausführlichen Analyse von acht Motetten Bachs gewidmet. Zu den sechs bekannten zählt der Verfasser noch „Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ (BWV Anh. 159) und „Jauchzet dem Herrn, alle Welt“ (BWV Anh. 160). Diese Einbeziehung begründet er ausführlich und überzeugend.

Das Buch ist bei amazon erhältlich für 17,95 €

Ein PDF-Dokument füge ich zur weiteren Information bei:

Link: Informationen zum_BWV 225_ff

Diese vorgenannten Angaben sind Diskussionswürdig und bitte um Eure Kommentare ….

Grüße

Volker

Bach-Band III (14.3), erscheint in 2009


Hallo,

auf die Anfrage von @Iris reagiere ich und stelle meine Antwort dazu als einen Hauptbeitrag ins Forum.

Bereits erschienen:

Martin Petzoldt: Bach-Kommentar, Band II

Theologisch-musikalische Kommentierung der geistlichen Vokalwerke Johann Sebastian Bachs
Band 2: Die geistlichen Kantaten vom 1. Advent bis zum Trinitatisfest

Zur Bachwoche 2007 erschien endlich Band 2 des »Bach-Kommentars« von Martin Petzoldt. Länger als beabsichtigt ließ dieser zweite Teil von Band 14 der Schriftenreihe auf sich warten. Er behandelt die geistlichen Kantaten vom 1. Advent bis zum Trinitatisfest und folgt damit der Anordnung des Kirchenjahres.

Eingeschlossen sind auch die Oratorien, die in der Funktion von Evangelienmusiken von Bach komponiert und aufgeführt wurden. Insbesondere das Weihnachts-Oratorium BWV 248 wird ausführlich dargestellt und kommentiert, wobei Martin Petzoldt – Professor für Systematische Theologie an der Theologischen Fakultät der Universität Leipzig – den Versuch unternommen hat, die Textgestalt nach der autographen Partitur Bachs vorzulegen.

Der erste Band des Bach-Kommentars hat inzwischen eine große Zahl von Rezensionen und Äußerungen erbracht. Seine Bedeutung wird auch dadurch unterstrichen, dass selbst für die Beteiligten überraschend bereits eine Neuauflage notwendig wurde.

Fadengeheftete Leinenbroschur, 190 x 270 mm, ca. 1100 Seiten, erschienen im Bärenreiter-Verlag Kassel. ISBN 3-7618-1742-8. Preis: 49 €

In Vorbereitung:

Bach-Kommentar, Band III

Die Passionen, Motetten, Messen und Magnificat, geistliche Kantaten für Kasualien und ohne Bestimmung:

Band III (14.3), erscheint in 2009

Grüße
Volker

Bach-Oratorium im Balghäuschen der Naumburger Hildebrandt-Orgel gefunden! Eine literarische Fiktion!


Ein Großteil der Bach-Werke sind noch unentdeckt. Versteckt, verlegt oder verloren. So bleibt J.S.Bach immer wieder für Überraschungen offen. Man denke an den letzten Fund von BWV 1127 ‘Alles mit Gott’.

Mein überraschender Bach-Fund, den ich dem/der Bach-FreundIN weitergeben möchte, spielt sich allerdings als literarische Fiktion ab. Wer sich von meinen 2 Fragen anregen läßt, befindet sich schon mittendrin im neuen Buch von Robert Schneider, Die Offenbarung.

1. Ist es denkbar, dass ein ‘missing link’ zwischen H-Moll-Messe und Bach’s letztem Werk der Kunst der Fuge auftaucht? Denn warum besteht Bach’s H-Moll-Messe überwiegend aus Parodien? War es nur Zeitmangel? Sind Bach die Ideen ausgegangen? Oder war Bach’s schöpferische Kraft in Anspruch genommen von einem großartig bedeutendem Werk, an dem er noch arbeitete?

2. Ist es vorstellbar, dass Bach’s Musik den menschlichen Geist so beflügelt, dass ein Mensch sein Leben vorausschauen kann-, er sich seiner Schuld bewußt wird und er selbst vergeben kann? Im Roman möglich durch das Hören von

Apocalypsis Beati Ioannis Apostoli – Oratorio – Poesia per Domina Ziegler dictus Romanus – Music di J.S.Bach – Lipsiae ao 1746

Vielleicht aber auch in anderen Bach-Werken möglich.

Wolfgang Adam

P.S. von Volker /admin

Ich habe eine neue Kategorie über Literatur geöffnet und den Beitrag von @Wolfgang hier veröffentlicht, Dank an Wolfgang für diesen interessanten Beitrag, nun erwarte ich Eure Kommentare dazu….., ich melde mich später..!!

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Anmerkung:

Es existiert ein weiterer Haupteintrag zu der Buchveröffentlichung im Forum seit dem 28.04.2008

Link: H i e r – k l i c k e n !!

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Beriets abgegebenen Kommentaren:

Eliette von Karajan legt ihre Autobiographie vor !


Autobiographie Eliette von Karajan bei amazon zu erhalten für 22,90 €

Hallo,

nun ist es soweit, zum 100. Geburtstag von Herbert von Karajan im Kalenderjahr 2008, veröffentlicht die Ehefrau: Eliette von Karajan ihre Autobiographie.

Ein Klappentext dazu von amazon:

Eliette Mouet ist achtzehn, als sie Herbert von Karajan kennenlernt. Nach ihrer Hochzeit übernimmt er die künstlerische Leitung der Wiener Staatsoper, zudem ist er bereits Leiter der Salzburger Festspiele und Chefdirigent der Berliner Philharmoniker. Die beiden treffen sich zum ersten Mal auf einer Yacht in Saint-Tropez. Ein Jahr später sehen sie sich in London wieder. Gemeinsam mit einem Freund besucht sie dort ein Konzert, das Karajan dirigiert. Als er zum Dirigentenpult geht, erkennt er die junge Frau in der ersten Reihe. Von da an bis zu seinem Tod 1989 ist sie seine große Liebe. An seiner Seite taucht sie ein in die Welt der Musik. Sie begleitet ihn rund um den Globus, erlebt das Jet-Set-Leben im Kreis seiner Bewunderer und schirmt ihn ab, damit er die nötige Ruhe zum Arbeiten hat. Eliette von Karajan ist heute eine angesehene Kunstmäzenin und Förderin der Musik.

Oder ein weiterer interessanter Link:

http://www.derwesten.de/nachrichten/kultur/2008/1/21/news-17762863/detail.html

Wer solche Geschichten mag, ist mit dem Buch gut bedient, es ist eine persönliche Einstellung und Geschmacksfrage, sich damit auseinanderzusetzen und das Buch zu erwerben…!!

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Dazu passend ist eine DVD erschienen:

Küstlerische Streiflichter einer unvergleichlichen Karriere.
Zu hören und zu sehen sind u. a.Ausschnitte aus dem
legendären Neujahrskonzert 1987 mit den Wiener Philharmonikern und aus den Silvesterkonzerten 1983 und 1985 mit den
Berliner Philharmonikern.
Rossini:Wilhelm Tell-Ouvertüre
+Weber:Der Freischütz-Ouvertüre
+Prokofieff:Symphonie Nr. 1
+Tschaikowsky:Klavierkonzert Nr. 1
+Dvorak:Symphonie Nr. 9
+J. Strauss II:An der schönen blauen Donau;Frühlingsstimmen
+Ravel:Bolero
+Josef Strauss:Sphärenklänge
Evgeny Kissin, Kathleen Battle, Berlin PO, Wien PO, Herbert von
Karajan

Grüße
Volker