J.S. Bach BWV 232 „h-moll Messe“ Herbert Blomstedt von 2005 aus der Thomaskirche Leipzig

J.S. Bach BWV 232 „h-moll Messe“ Herbert Blomstedt von 2005 aus der Thomaskirche Leipzig

Die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach, BWV 232, ist eine der bedeutendsten geistlichen Kompositionen. Es handelt sich um J.S. Bachs letztes großes Vokalwerk und seine einzige Komposition, der das vollständige Ordinarium des lateinischen Messetextes zugrunde liegt.

                                          Dirigent Herbert Blomstedt  –  (Foto: Gert Mothes)

Gelegentlich wird sie infolge einer Zuschreibung der Romantik auch Hohe Messe in h-Moll genannt. Dem Typus nach handelt es sich um eine Missa solemnis, die aus 18 Chorsätzen und 9 Arien besteht. Bach komponierte 1733 zunächst eine Missa aus Kyrie und Gloria. Gegen Ende seines Lebens stellte er die übrigen Sätze aus Bearbeitungen früher komponierter Sätze, überwiegend aus seinen Kantaten, und neuen Kompositionen zusammen. Das Manuskript von 1748/1749 gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Die hohe Wertschätzung der Messe spiegelt sich seit dem 19. Jahrhundert in zahlreichen superlativischen Beschreibungen und der Bezeichnung als „Hohe Messe“ wider. Der Bach-Biograph Philipp Spitta urteilte 1880: „Von Bachs Compositionen könnte alles verloren gehen, die H moll-Messe allein würde bis in unabsehbare Zeit von diesem Künstler zeugen, wie mit der Kraft einer göttlichen Offenbarung.“

Im Gegensatz zu anderen Vokalwerken Bachs, den Kantaten, Oratorien und Passionen, die nach seinem Tod für fast 100 Jahre weitgehend in Vergessenheit gerieten, stand die h-Moll-Messe in hohem Ansehen und genoss einen legendären Ruf. Der Musikwissenschaftler Friedrich Blume hielt sie für „eines der eindrucksvollsten Zeugnisse, das die Geschichte kennt, für jenen überkonfessionellen und gesamteuropäischen Geist, der die Musik am Ausgang des Barockzeitalters durchdrungen hat“. Heute gehört die etwa zweistündige, anspruchsvolle Messe zum Standard-Repertoire professioneller Chöre und wird von den großen Bachwerken weltweit am häufigsten aufgeführt.

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Video:  Zum Starten in das Foto oder diesen Text anklicken !

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J.S. Bach BWV 232 „h-moll Messe“ mit Herbert Blomstedt

„Nichts, was J.S. Bach geschrieben hat, ist so umfassend wie die h-moll-Messe – nicht einmal die großen Passionen.“ – In diesen Worten spürt man eine besondere Beziehung Herbert Blomstedts zu Bachs Monumentalwerk. Eine Live-Aufnahme vom Bachfest Leipzig am 8. Mai 2005 aus der Thomaskirche Leipzig.

Mit seiner „Missa tota“ – einer voll durchkomponierten fünfsätzigen Messe gemäß dem katholischen Ritus, abweichend von der im protestantischen Raum verwendeten Kurzform – beschäftigte sich J.S. Bach fast 30 Jahre lang; das „Et incarnatus est“ aus dem „Credo“- Abschnitt wurde zu seiner letzten vollendeten Komposition. So erscheint die h-moll-Messe als klingendes Vermächtnis, über das Herbert Blomstedt in einem Gespräch mit der Journalistin Julia Spinola bewundernd sagte: „Schon der Reichtum an Formen ist erstaunlich und der innere Reichtum ist es umso mehr.“

Ausführende:

Ruth Ziesak, Sopran;  Anna Larsson, Alt

Christoph Genz, Tenor Dietrich Henschel, Bass

Gewandhaus-Orchester Leipzig  &  Gewandhaus-Kammerchor Leipzig

Dirigent: Herbert Blomstedt

Eine Live-Aufnahme vom Bachfest Leipzig am 8. Mai 2005 aus der Thomaskirche Leipzig.

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J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “12. Sonntag nach Trinitatis”

J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “12. Sonntag nach Trinitatis”

        Abschluss Thüringer Bach-Projekt mit Helmuth Rilling in der Thomaskirche zu Leipzig August 2018

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder SehprobeRadio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 19.08.2018 begehen wir den 12. Sonntag nach „Trinitatis

Am 12. Sonntag nach Trinitatis denken wir nach über die Veränderungen,die mit Jesus in diese Welt gekommen sind. Es wird uns deutlich, dass eine neue Zeit angebrochen ist, die aber noch nicht ihre Erfüllung gefunden hat. Darum leben wir in einer Spannung, die uns antreibt, alles zu tun, was dem Kommen des Reiches Gottes dient.

Am 12. Sonntag nach Trinitatis hören wir die Geschichten von der Heilung eines Taubstummen und von der Bekehrung des Paulus. Beides macht uns deutlich, dass mit dem Kommen Jesu eine grundlegende Verwandlung geschehen ist, deren Früchte wir aber nur begrenzt erfahren; denn der Tag, an dem der Herr kommen und alles ans Licht bringen wird, ist noch nicht angebrochen. Solange wir auf diesen Tag warten, bauen wir aber mit am Reich Gottes mit den Gaben, die Gott uns gegeben hat.

Wochenspruch:  

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen.(Jes 42, 3)

Wochenlied:

„Nun lob mein Seel den Herren“ (EG 289)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den “ 12. Sonntag nach Trinitatis 

BWV 35 – „Geist und Seele wird verwirret

BWV 69a – „Lobe den Herrn, meine Seele“

BWV 137 – „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach 

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

BWV 137 “Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“

Kantate zum 12. Sonntag nach Trinitatis

Yukari Nonoshita, Sopran; Robin Blaze, Countertenor

Peter Kooij, Bass

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Auszug aus dem Programm!

Johann Sebastian Bach

BWV 137 Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren

Johannette Zomer, Sopran / Christoph Prégardien, Tenor

Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung:  Ton Koopman

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

https://www.hr2.de/programm/sendezeiten/index.html

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm!

Sendung: Sonntag 06:05 – 07:30 Uhr

Kantate: ca. ab 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 35  „Geist und Seele wird verwirret“

Kantate am 12. Sonntag nach Trinitatis

Claude Eichenberger, Alt;

Norbert Zeilberger, Orgel

Orchester der J. S. Bach-Stiftung

Leitung: Rudolf Lutz

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm!

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate ab 07:04 Uhr

BWV 69 „Lobe den Herrn, meine Seele

Kantate beim Ratswechsel zu Leipzig

Ruth Ziesak, Sopran / Elisabeth von Magnus, Alt

Paul Agnew, Tenor  Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung:  Ton Koopman

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 (Kulturradio)

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Auszug aus dem Programm!

Johann Sebastian Bach 

BWV 137 “Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren

Kantate zum 12. Sonntag nach Trinitatis

Johannette Zomer (Sopran)  Christoph Pregardién (Tenor)

Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung:  Ton Koopman

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rbb-kulturradio  

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 69a „Lobe den Herrn, meine Seele

Kantate für den 12. Sonntag nach Trinitatis

Ruth Ziesak, Sopran / Elisabeth von Magnus, Alt

Paul Agnew, Tenor  Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung:  Ton Koopman

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm!

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 35 „Geist und Seele wird verwirret“

Kantate am 12. Sonntag nach Trinitatis

Robin Blaze, Countertenor 

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki 

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 09:00 Uhr

Programm:  

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm!

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 09:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 35 „Geist und Seele wird verwirret“

Kantate zum 12. Sonntag nach Trinitatis

Bernarda Fink, Mezzosopran;

Freiburger Barockorchester

Leitung: Petra Müllejans

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Programm:

http://www.deutschlandfunk.de/programmvorschau.281.de.html?drbm:date=19.08.2018

PODCAST:
http://www.deutschlandradio.de/podcasts.226.de.html

Live-Stream:  

http://www.deutschlandfunk.de/unsere-live-streams.2396.de.html

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Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 35  „Geist und Seele wird verwirret“

Kantate am 12. Sonntag nach Trinitatis

Damien Guillon, Countertenor

Le Banquet Céleste

Leitung: Damien Guillon

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Domradio Köln

Sendung: „Musica

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

Link zur Sendung Musica:

https://www.domradio.de/radio/sendungen/domradio-musica

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Domradio Köln

Sendung: „Musica“  

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Zum Ausklang der Sonn- und Feiertage der besondere Klang. Platz für klassische und geistliche Musik im DOMRADIO.

Ostfriesland hat eine einmalige Orgellandschaft
Ein kulturhistorischer Schatz

Die älteste Orgel stammt aus der Spätgotik, rund 100 historische Instrumente haben sich erhalten. Bei einem „Orgelspaziergang“ stellen Orgelspezialist Henning Schon und Musica-Moderator Mathias Peter ausgewählte Orgeln in Ostfriesland vor.
Die Region an der Nordsee war vor Jahrhunderten durch Handel und einer gewissen Unabhängigkeit recht wohlhabend gewesen – entsprechend hochwertige Orgeln wurden auch in kleinen Orten im Laufe der Jahrhunderte gebaut.

Als im 18./19. Jahrhundert der Wohlstand sank, wurden die vorhandenen Orgeln nicht ersetzt, sondern weiterbenutzt. Dadurch hat sich ein nahezu einmaliger Bestand an Originalsubstanz erhalten, der vielfältige klangliche Möglichkeiten und Instrumente bereithält.

Folgende Orgeln werden in der Sendung besprochen:

Spätgotische Orgel in Rysum; spätbarocke Orgel von Johann Adam Berner in Sillenstede, historische Orgel in Weener, St. Georg und die Arp Schnitger-Orgel in Norden in der Ludgeri-Kirche.

Gast in der Sendung:

Henning Schoon, Redakteur bei der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln, Organist und in Friesland aufgewachsen – seit seiner Jugend beschäftigt sich der Journalist mit den historischen Orgeln in Ostfriesland.

Link zur Sendung:  https://www.domradio.de/radio/sendungen/domradio-musica/ostfriesland-hat-eine-einmalige-orgellandschaft

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung: Bach-Kantate

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 69Lobe den Herrn, meine Seele

Kantate beim Ratswechsel zu Leipzig

Zu dieser Sendung liegen aktuell keine weiteren Informationen vor.

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Videos: 

mit Bach-Kantaten für den 12. Sonntag nach Trinitatis

BWV 35 –  Geist und Seele wird verwirret

BWV 69a – Lobe den Herrn, meine Seele

BWV 137 – Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren

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/ YouTube: BW 35 –  Geist und Seele wird verwirret (Interpret: ALL OF BACH )

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/YouTube: Kantate – BWV 69a –  Lobe den Herrn, meine Seele   –  (Interpret: S D G )

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/YouTube: BWV 137  –  Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren   

(Interpret:   Koopman) 

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Kantaten-Beschreibungen von„Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten – Beschreibungen zum “12. und 13. Sonntag nach Trinitatis”

                   Gardiner Reisetagebuch SDG 134  zum Download als PDF

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CD’s vom Label monteverdi.uk J.E. Gardiner!

CDs – Bach-Kantaten

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Bachfest Leipzig vom 14. – 23. Juni 2019

zum Programm als PDF

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Video vom Thomanerchor

J.S. Bach – Kantate BWV 137 „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“

Kantate für den 12. Sonntag nach Trinitatis

Ausführende:

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Ich wünsche allen Besuchern ein schönes Wochenende!

Herzliche Grüße 

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk BWV 572 „Fantasie in G-Dur“ – Pièce d’Orgue!

ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk BWV 572 „Fantasie in G-Dur“ – Pièce d’Orgue!

                                                        Evangelische St. Katharinenkirche Hamburg

JOS VAN VELDHOVENS 10 LIEBLINGSARBEITEN

Diese Woche BWV 572 „Veni, vidi, vici“

Eine Hommage an „unseren“ Jos van Veldhoven: Jeden Freitag eines der 10 Lieblingswerke von Jos van Veldhoven, der nach 35 Jahren als künstlerischer Leiter die Niederländische Bachgesellschaft verlässt.

Jos van Veldhoven über sein Lieblings-Orgelwerk Fantasia in G-Dur, BWV 572: „Welchen besseren Performer könnte man sich für diese majestätische Fantasie wünschen als Leo van Doeselaar? Und er spielt die wunderbare neue Bach-Orgel der St. Katharinenkirche Hamburg, die gebaut wurde von dem holländischen Orgelbauer Flentrop. Die alte Orgel, auf der Bach 1720 gespielt hat, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Hören Sie nur auf die glorreiche Auferstehung! “

                     St. Katharinenkirche in Hamburg – Restaurierung: Orgelbauer Flentrop in 2013.

Diese majestätische Übung im französischen Stil entstand vor 1717. In dieser Zeit kopierte Johann Sebastian Bach das Livre d’Orgue von 1700 durch den französischen Organisten und Komponisten Nicolas de Grigny, der den französischen Stil beherrschen wollte. Die Art und Weise, wie er diesen Stil in der Pièce d’Orgue prägte, ist gleichermaßen bewundernswert und schillernd. Ganz im Stil, werden die drei Sätze nacheinander Très virtement, Gravement und Lentement genannt, aber sie geben dem Stück nur den Anschein, als seien es drei Teile. Sie sind auch nicht alle so französisch, wie Sie vielleicht erwarten.

Tatsächlich dreht sich das Stück um den überwältigenden Zentralsatz, der mit allen erledigten Stopps (Grand Plein Jeu) gespielt werden soll, wie es in ähnlichen Stücken von französischen Organisten üblich war. Ihm geht ein kurzes, nervös klingendes Vorspiel voraus, dem eine fast neurotische Coda folgt. Zusammen könnten die drei Sätze ebenso gut als freie Fantasie interpretiert werden, und eine der Versionen des Stücks hat unter diesem Titel tatsächlich überlebt.

Die Pièce d’Orgue ist in Bachs Oeuvre einzigartig. Obwohl es sich um eine Übung im französischen Stil handelt, könnte sie durchaus mit dem im Herbst 1717 in Dresden stattfindenden Klavierwettbewerb in Verbindung stehen, in dem Bach sich gegen den eingebildeten französischen Virtuosen Louis Marchand (1669-1732) durchsetzen sollte zu dieser Zeit durch Deutschland reisen. Der Wettbewerb fand jedoch nie statt, da der französische Keyboard-Zauberer gehört haben soll, dass Bach sich darauf vorbereitet hat und in Eile auf den Fersen war.

Also fuhr J.S. Bach fort, einem perplexen Publikum eine Soloperformance zu geben. Es gibt keine Details darüber, was er aufgeführt hat, aber J.S. Bachs Nachruf bezieht sich auf ein Improvisationsduell und nennt einen Salon als Ort. Das Cembalo wäre daher eine wahrscheinlichere Waffe des Kampfes als das Organ. Aber ist es wirklich so undenkbar, dass Bach in Vorbereitung auf seinen Showdown einen französischen „Tribut“ an seinen Gegner komponiert hat? Auf jeden Fall kann es keinen Zweifel geben, wenn Marchand dieses Stück tatsächlich gehört hätte, hätte es ihm Angst gemacht.

Video:  Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken!

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BWV 572

TITEL
Fantasie in G-Dur

BEINAME
Pièce d’Orgue

GENRE
Orgelarbeit

JAHR
Vor 1717

STADT (J.S. Bach in Weimar)
Weimar

Besondere Hinweise
Bach überarbeitete das Stück in Leipzig.

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
18. Dezember 2015

AUFNAHMEDATUM
21. Oktober 2014

LAGE
St. Katharinenkirche in Hamburg

ORGANIST
Leo van Doeselaar

ORGAN
Verschiedene Erbauer zw. dem 15. und 19. Jahrh. Restaurierung: Orgelbauer Flentrop in 2013.

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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 572!

Herzliche Grüße

Karin

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Sommernachts-Musik – Jonas Kaufmann (Tenor) in der Waldbühne von Berlin

Sommernachts-Musik – Jonas Kaufmann (Tenor) in der Waldbühne von Berlin am 15.07.2018

                                                                          Die Waldbühne in Berlin

Jonas Kaufmann ist zu Gast in der Berliner Waldbühne. Wenn der beliebte Tenor im Flair einer Open-Air-Sommernacht italienische Arien und Canzonen singt, sind große Gefühle garantiert.

An der Seite von Italien-Fan Jonas Kaufmann wird als Gast die Mezzosopranistin Anita Rachvelishvili auftreten. Es spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, geleitet von Jochen Rieder. Die Sommernachtsmusik in der Waldbühne Berlin wird von Désirée Nosbusch präsentiert.

Musik ist ein unglaublicher Schlüssel zur Seele – mit ihr wollen wir einen Zauber über die Arena legen!

Jonas Kaufmann:

Italien ist das Mutterland der Oper und die Heimat stimmungsvoller Canzonen, von Klassikern wie „Torna a Surriento“ bis hin zu dem Welthit „Volare„. Mit dem breiten Repertoire dieser italienischen Nacht befindet sich Jonas Kaufmann auf den Spuren von Enrico Caruso und Luciano Pavarotti, setzt aber mit dem Timbre seiner brillanten Stimme ganz eigene Akzente.

Als Gast wird ihn dabei Anita Rachvelishvili unterstützen. Die in Tiflis geborene Mezzosopranistin feierte 2009 ihren internationalen Durchbruch, als sie an der Seite von Jonas Kaufmann die Carmen an der Mailänder Scala sang. Die Presse schwärmt von ihrer Bühnenpräsenz und schreibt: „Eine Stimme wie ein Vulkan!“

Video:  Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken!

Seine große Liebe zu Italien umschreibt Jonas Kaufmann mit folgenden Worten: „Italien ist für mich gelebte Leidenschaft auf höchstem Niveau! Ob das Liebesbeziehungen oder Dramen sind, ob Kunst, Essen oder das süße Nichtstun am Strand: Man hat plötzlich das Gefühl, man muss ständig lächeln …“.

Das Programm des Abends 

Guiseppe Verdi
„Ouvertüre“ aus I Vespri Siciliani

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

Amilcare Ponchielli
„Cielo e mar!“ aus La Gioconda
Jonas Kaufmann

Pietro Mascagni
„Voi lo sapete, o mamma“ aus Cavalleria Rusticana
Anita Rachvelishvili

„Tu qui Santuzza… No, no, Turiddu“ aus Cavalleria Rusticana
Anita Rachvelishvili, Jonas Kaufmann

„Intermezzo“ aus Cavalleria Rusticana
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin

„Mamma! Mamma, quel vino e generoso“ aus Cavalleria Rusticana
Jonas Kaufmann

Ernesto de Curtis
„Ti voglio tanto bene“
Jonas Kaufmann

Ruggero Leoncavallo
„Mattinata“
Jonas Kaufmann

Lucio Dalla
„Caruso“
Anita Rachvelishvili

Ernesto de Curtis
„Torna a Surriento“
Jonas Kaufmann

Romano Musumarra
„Il Canto“
Anita Rachvelishvili, Jonas Kaufmann

Ernesto de Curtis
„Non ti scordar di me“
Jonas Kaufmann

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Ludwig van Beethoven (1770-1827) – Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61 – Sergey Khachatryan (Violine)

Ludwig van Beethoven (1770-1827) – Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61 – Sergey Khachatryan (Violine)

Ludwig van Beethoven (1770–1827) Gemälde von Joseph Karl Stieler von 1820.

Ludwig van Beethoven (getauft 17. Dezember 1770 in Bonn, Kurköln; † 26. März 1827 in Wien, Kaisertum Österreich) war ein deutscher Komponist und Pianist. Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg.

Zu Beginn seiner musikalischen Karriere machte sich Beethoven zunächst als Klaviervirtuose einen Namen. Zu seinen Stärken gehörte das freie Improvisieren und Fantasieren auf dem Instrument. Nach dem Umzug von Bonn nach Wien führte ihn sein Talent bald in die höchsten gesellschaftlichen Kreise der habsburgischen Metropole.

Mit der Verschlechterung seines Gehörs konzentrierte sich Beethoven mehr und mehr aufs Komponieren. Während andere Komponisten ihre Werke oft schnell zu Papier brachten, rang Beethoven um jede Note. Immer wieder wurde nachgearbeitet und verbessert. Aus seinem umfangreichen konzertanten Werk stechen insbesondere seine neun Sinfonien hervor. Daneben schuf er u. a. fünf Klavierkonzerte, ein Violinkonzert, mehrere Ouvertüren, die Oper Fidelio, die Missa solemnis sowie eine Vielzahl kammermusikalischer Werke. Beethoven ist seinem Anspruch, ein bleibendes musikalisches Werk für die Nachwelt zu hinterlassen, gerecht geworden. Seine Popularität ist ungebrochen, und heute gehört er zu den meistgespielten Komponisten der Welt.

Lorenzo Viotti und Sergey Khachatryan mit der Camerata Salzburg bei den Salzburger Festspielen

Die Salzburger Festspiele sind seit jeher nicht nur der Treffpunkt der prägendsten Künstler ihres Fachs, sondern bieten auch ein Forum für solche, die es werden wollen und können.

Mit gerade mal 25 Jahren gewann der Dirigent Lorenzo Viotti den Young Conductors Award bei den Salzburger Festspielen. „Ich konnte mit der Camerata Salzburg vom ersten Moment weg eine spezielle Beziehung erleben“, so Viotti über das Orchester, das die Wettbewerbsteilnehmer dirigieren dürfen. Der gebürtige Schweizer tritt in die Fußstapfen seines Vaters Marcello Viotti und zählt zu den talentiertesten Dirigenten seiner Generation.

Nach Debüts u. a. beim Königlichen Concertgebouw-Orchester, bei den Wiener Symphonikern und beim Verbier Festival Chamber Orchestra kehrt er als Gastdirigent zur Camerata Salzburg zurück. Auf dem Programm steht Beethovens Violinkonzert D-Dur op. 61. Gemeinsam mit dem technisch exzellenten und erzählerisch begabten Geiger Sergey Khachatryan aus Armenien, schlüpfen Orchester, Dirigent und Solist – getreu der Partitur des Violinkonzerts – dramaturgisch gekonnt in wechselseitige Hauptrollen.

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Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken!

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Beethoven komponierte das Werk für den befreundeten Geigenvirtuosen Franz Clement (1780–1842), der es am 23. Dezember 1806 in einem seiner Konzerte im Theater an der Wien zur Uraufführung

Anfänglich hatte das einzige Violinkonzert Beethovens genau deswegen Schwierigkeiten beim Publikum: Für zu wenig exponiert und virtuos befand man die Rolle des Solisten, für zu stark den symphonischen Charakter des Orchesters. Erst 1844, 17 Jahre nach Beethovens Tod, kam es zu einem Durchbruch, als der damals 12-jährige Joseph Joachim das Konzert als Solist zur Neuaufführung brachte, mit einem Londoner Orchester unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy. Seither gehört es zu den wichtigsten Werken der Konzertliteratur für Violine.

Ausführende:

Sergey Khachatryan (Violine)
Camerata Salzburg
Musikalische Leitung: Lorenzo Viotti

Salzburger Festspiele 2017
Aus dem Großen Saal der Stiftung Mozarteum

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