J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos und Kantaten-Beschreibungen für den “5. Sonntag nach Trinitatis”


J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos und Kantaten-Beschreibungen für den “5. Sonntag nach Trinitatis”

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

Volkers Klassikseiten J.S. Bach

eine Hör- oder Sehprobe, mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 21.07.2019 begehen wir den 5. Sonntag nach „Trinitatis

5. So. n. Trinitatis

Kernaussage:
„Fahre hinaus, wo es tief ist“: Es erfordert Mut und Vertrauen, etwas zu wagen, auch wenn die Erfahrung dagegenspricht. Auch der Glaube ist ein Wagnis – richtet er sich doch auf das Kreuz, das eine Torheit ist in den Augen der Welt.

Predigttext: Mt 9,35–10,1(2–4)5–10

Mit Gott neue Wege gehen
„Kommt und seht!“ Diese Einladung Jesu gilt uns heute wie den Jüngern vor 2000 Jahren. Von Menschen, die sich in Gottes Dienst rufen ließen, erzählt der 5. Sonntag nach Trinitatis.

Der Nomade Abraham, der auf Gottes Wort hin auszieht, und die Fischer, die ihre Netze zurücklassen, Paulus, der durch die Botschaft des Auferstandenen zum Apostel wird, – sie alle sind ganz normale Menschen. Aber sie sind bereit, Altes aufzugeben und mit Gott neue Wege zu gehen.

Selbst wenn es unvernünftig scheint. Das ist riskant, denn oft müssen sie Unverständnis und Spott ihrer Umgebung und den Widerspruch ihrer eigenen Familien ertragen. Doch sie dürfen sehen: Die übervollen Netze sind erst der Anfang unzähliger wunderbarer Erfahrungen. Wer Jesus folgt, entdeckt immer tiefer, wo Gott auf Erden Wohnung nimmt.

Videos: 

Bach-Kantaten zum 5. Sonntag nach Trinitatis

 

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/YouTube: BW 88 –  Siehe, ich will viel Fischer aussenden”  – (Interpret: J.S. Bach-Stiftung )

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/YouTube: BWV 93 –  Wer nur den lieben Gott läßt walten”   –  (Interpret:  J.S. Bach-Stiftung )

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/YouTube: BWV 167  –  Ihr Menschen, rühmet Gottes Liebe”   –  (Interpret: Rilling)

BWV 167 Kantate zum Johannistag.

Der Johannistag (auch Johanni,  Johannestag) ist der Gedenktag der Geburt Johannes des Täufers am 24. Juni.

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Kantaten-Beschreibungen von J.E. Gardiner

Kantaten-Beschreibungenzum 4. und 5. Sonntag nach Trinitatis

        enthalten in  Gardiner Reisetagebuch SDG 141 zum Download als PDF

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Modell: Thomasschule und Thomaskirche LeipzigVideo vom Thomanerchor

Ludwig Güttler (Trompete) – Thomanerchor Leipzig – Werke von J.S. Bach

1. Cantata No.148, Bringet dem Herrn Ehre seines Namens, BWV 148
2. Weihnachtsoratorium (Christmas Oratorio), in six parts, BWV 248
3. Easter Oratorio Kommt, eilet und laufet, BWV 249
4. Cantata No.19, „Es erhub sich ein Streit,“ BWV 19
5. Cantata No.31, Der Himmel lacht! die Erde jubilieret, BWV 31
6. Cantata No.19, Preise, Jerusalem, den Herrn, BWV 119
7. Cantata No.214, Tönet, ihr Pauken! Erchallet, Trompeten! BWV 214
8. Cantata No.103, Ihr werdet weinen und heulen, BWV 103
9. Ascension Oratorio, Lobet Gott in seinen Reichen, BWV 11
10. Cantata No.77, Du sollt Gott, deinen Herren, lieben, BWV 77
11. Cantata No.12 Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen, BWV 12
12. Cantata No.130, Herr Gott, dich loben alle wir, BWV 130
13. Christmas Oratorio, in six parts, BWV 248

Ausführende:

Heidi Riess Contra-Alto
Peter Schreier Tenor
Siegfried Lorenz Baritone
Hermann-Christian Polster Bass

Thomanerchor Leipzig
Conductor: Thomaskantor Hans-Joachim Rotzsch

Neues Bachisches Collegium Musicum Leipzig

Max Pommer Conductor

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Herzliche Grüße 

Volker

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Eine aktuelle Pressemitteilung der Berliner Morgenpost: Johann Sebastian Bachs Spuren führen ins Berliner Schloss


Eine aktuelle Pressemitteilung der Berliner Morgenpost: Johann Sebastian Bachs Spuren führen ins Berliner Schloss

Johann Sebastian Bachs Spuren führen ins Berliner Schloss

                                           Das neue Berliner Schloss nach dem Wiederaufbau!

Fast wäre Johann Sebastian Bach nach Berlin verpflichtet worden. Dann hätte er uns Opern hinterlassen, sagt Bach-Forscher Jörg Hansen.

Es war Johann Sebastian Bachs erste Reise nach Berlin. Anfang 1719 kam der 34-jährige Orgel- und Cembalovirtuose im Auftrag seines damaligen Dienstherrn Fürst Leopold von Anhalt-Köthen angereist, um ein beim Clavierbauer Michael Mietke bestelltes Cembalo zu prüfen und abzuholen. Vor allem aber führte Bachs Weg geradewegs ins Berliner Schloss.

Der Komponist, den man heute zuerst als den großen Leipziger Thomaskantor wahrnimmt, hat reichlich Spuren rund ums Berliner Schloss hinterlassen. „Im Schloss gab es den Anstoß zu einem der berühmtesten Werke von Bach“, sagt Jörg Hansen und meint die Brandenburgischen Konzerte. Hansen ist Leiter des Bachhauses in Eisenach, dem Geburtsort des Komponisten, aber am Wochenende lebt er in Schöneberg und erzählt leidenschaftlich gerne über Bach und Berlin.

Berliner Schloss ist ein originärer Bachort“, sagt Hansen: „Bach hat hier musiziert, wahrscheinlich auch geschlafen und einen der folgenreichsten Kontakte seines Lebens geknüpft. 1719 lernte der Komponist den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg kennen. Ihm hat Bach zwei Jahre später die Brandenburgischen Konzerte geschickt, die dann wohl auch schon 1721 im Stadtschloss aufgeführt wurden.“ Unser erster Weg führt jetzt, drei Jahrhunderte später, im gegenüber liegenden Berliner Dom hinunter in die Hohenzollerngruft. Es dauert etwas, den Sarkophag des musikverständigen Markgrafen zu finden. Es ist Sarg Nummer 95.

      J.S. Bach – Foto: Mary Evans Picture Library

Schnaufend geht es dann viele Stufen hinauf: Der Blick von der Domkuppel auf das wieder aufgebaute Schloss ist imposant. Derzeit fragen viele eher missmutig danach, wann das Humboldt-Forum endlich fertig und eröffnet wird. Andere schauen auf den wieder belebten historischen Ort und entdecken alte Geschichten wieder. Wer hätte gedacht, dass dazu auch die Bach-Forscher gehören. „In Thüringen bekommen gerade alle Bach-Orte neue Ortseingangsschilder“, sagt Hansen und fügt lächelnd hinzu: „Vielleicht sollte sich auch Berlin als Bach-Stadt schmücken?“

In Berlin hätte Bach wohl Opern komponiert
Die Lebenswege des Komponisten hätten ganz anders verlaufen können, erklärt der Museumschef, wenn man in Berlin damals zugegriffen hätte. „Die Brandenburgischen Konzerte entstanden 1721, als Bach am überlegen war, ob er von Köthen woanders hingeht. Man kann die Konzerte als Bewerbungsschreiben an den Markgrafen ansehen. 1722 folgte er dann dem Ruf nach Leipzig und trat im Jahr darauf die Stelle als Thomaskantor an.“ Die Position übte er bis zu seinem Lebensende aus.

Beiläufig lernt man, wie eine verpasste Chance die Musikgeschichte beeinflussen kann. In Leipzig war Bach als Kantor und Musikdirektor für den religiösen Musikbetrieb in den vier Hauptkirchen der Stadt verantwortlich. Dazu zählte die Vorbereitung von Kantatenaufführungen an den Sonn- und Feiertagen. „Wenn er 1721 die Stelle in Berlin bekommen hätte, gäbe es heute ein paar Opern von Bach“, sagt Hansen: „Er hat ja in Leipzig als Opernersatz seine Dramma per musica aufgeführt, das sind ja kleine Opern. Aber in Leipzig gab es kein Opernhaus mehr, das war kurz vor seinem Amtsantritt geschlossen worden.“

Ein Opernhaus stand Bach an keinem seiner Wirkungsstätten zur Verfügung. Da hätte ihm Berlin mehr bieten können, bereits 1684 hatte die Hofkapelle erste Opernaufführungen in einem Saal des Stadtschlosses gespielt. Unter Friedrich II. wurde 1742 die Hofoper eröffnet. Die Hofkapelle bezog das neue Opernhaus Unter den Linden, heute residiert sie dort als Staatskapelle unter Leitung Daniel Barenboims. Zu Gründungszeiten hieß einer der berühmtesten Musiker Carl Philipp Emanuel Bach. Der Sohn hat auch überliefert, was Vater Johann Sebastian Bach bei einem späteren Berlin-Besuch über die neue Hofoper gesagt hat. Demnach sei der besonders vom Flüsterbogen in der Galerie des Speisesaals beeindruckt gewesen, „ein sehr rares und bewundertes Kunststück der Baukunst“.

Sein Sohn wurde Hofcembalist in Berlin

                          Adolph Menzel – Das Flötenkonzert Friedrich des Großen in Sanssouci

Die Stadt besuchte J.S. Bach nachweislich drei Mal. „Es gibt einen Hinweis, dass er mindestens noch ein weiteres Mal hier war“, sagt Hansen: „Berlin war in den 1740er-Jahren der Ort, zu dem es die Musiker zog.“ Der Bachhaus-Direktor verweist auf einen Vermerk des Leipziger Privatsekretärs Johann Elias Bach von 1741. „Darin schreibt er, Bach sei leider schon wieder nach Berlin abgereist. Das ist eine krumme Entschuldigung. Aber man denkt sofort, Bach ist also häufiger nach Berlin gereist als wir wissen.“

Sohn Carl Philipp Emanuel war 1741 zum Hofcembalisten Friedrichs des Großen ernannt worden. Am 5. August des Jahres war Johann Sebastian Bach wieder in Berlin, er wohnte Unter den Linden beim Hofrat Dr. Stahl, einem Arzt und mit 28 Jahren fast gleichaltrigen Freund seines Sohnes. Für Stahls Hochzeit am 19. September hatte Bach ein bereits bestehendes Werk zur Hochzeitskantate „O holder Tag, erwünschte Zeit“ (BWV 210) umgearbeitet. „Bach sollte die Hochzeitsmusik für die Nikolaikirche nicht nur komponieren, sondern dort auch dirigieren. Aber er musste vorzeitig abreisen, weil seine Ehefrau Anna Magdalena erkrankt war.“ Aus den geplanten sieben Wochen Aufenthalt wurden elf Tage.

Vier Jahre später wird Bachs erster Enkel Johann August in Berlin geboren, der Großvater war als Taufpate am 10. Dezember in der alten Friedrichswerderschen Kirche vorgesehen. Lange Zeit glaubte man, er sei in Berlin gewesen. „Das wurde vor ein paar Jahren widerlegt, weil er am Tag der Abfahrt der letztmöglichen Postkutsche das Abendmahl in Leipzig eingenommen hatte“, sagt Hansen. „Die Anwesenheit wurde immer schriftlich vermerkt.“ Bach mag sein Patenkind ein andermal besucht haben.

1747 ist Bach erneut in Berlin. Es ist sein populärster Besuch, aber die Nachwelt hat in Film und Buch das Ereignis in Potsdam verortet. Im dortigen Stadtschloss bat der König am 7. Mai den alten Bach um eine Improvisation, aus der später dasMusikalische Opferhervorging. Tags darauf gab Bach in der Potsdamer Heiliggeistkirche ein Orgelkonzert. Und damit führt eine wichtige Spur wieder zurück ins Berliner Schloss, wo sich die jüngste Schwester des Königs eine riesige Orgel einrichten ließ. „Prinzessin Anna Amalia von Preußen wohnte hier im Stadtschloss, sie war höchstwahrscheinlich 1747 bei den Orgelkonzerten Bachs in Potsdam infiziert worden“, sagt Hansen: „Sie nahm Unterricht beim Bachschüler Kirnberger, begann im Bachschen Stil zu komponieren und hat alles von Bach gesammelt, was sie bekommen konnte.“ Ihre Bach-Sammlung wurde zum Kern der heutigen Bach-Musikaliensammlung in der Staatsbibliothek zu Berlin, wo 90 Prozent aller Bach-Autographen liegen. „Ohne Anna Amalias Sammelleidenschaft wäre das Bach-Werke-Verzeichnis heute vielleicht nur halb so dick.“

                                 J.S. Bachs Originalpartitur der Matthäus-Passion

Musikalisch geriet der alte Bach nach seinem Tod schnell in Vergessenheit. Aber die nächste Generation wirkte weiter. Drei seiner Söhne wirkten zeitweilig in Berlin, drei Bach-Schüler haben sich hier niedergelassen. Jahrzehnte später schenkte eine andere Klavierschülerin von Kirnberger ihrem musikalisch hochbegabten Enkel die Partitur von Bachs Matthäus-Passion. Am Karfreitag 1829 führte der 20-jährige Felix Mendelssohn Bartholdy die Passion in der kurz zuvor eröffneten Sing-Akademie zu Berlin wieder auf. Die Aufführung gilt als Beginn der weltweiten Bach-Renaissance.

Es mag sein, dass mit dem Humboldt-Forum die Berliner Erinnerungen an Bach wieder stärker aufleben werden. „Ich würde mir wünschen, dass man zur Wiedereröffnung etwas von Johann Sebastian Bach und Anna Amalia von Preußen spielt“, sagt Hansen: „Für die Bach-Forschung gibt es nichts Neues, aber die Bach-Liebhaber können sich freuen. Es bedeutet, dass wir den dritten Bachort in und um Berlin im Wiederaufbau haben. Das Potsdamer Stadtschloss und demnächst die Garnisonkirche und das Berliner Schloss sind Orte, in denen Bach leibhaftig gewirkt hat.“

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Quelle: Berliner Morgenpost, 16.07.2019

Zum Text der Berliner Morgenpost:

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MDR-Musiksommer 2019 folgt mit acht Konzerten J.S.Bach`s Lebensstationen!


MDR-Musiksommer 2019 folgt mit acht Konzerten J.S.Bach`s Lebensstationen!

In der Reihe „Bachorte“ reist der MDR-Musiksommer vom 19. bis 28. Juli 2019 entlang  J.S.  Bachs Leben und Wirkungsstätten durch Mitteldeutschland.

                                                         MDR-Musiksommer 2019 Bachorte !

Nach dem Auftakt in seiner Geburtsstadt Eisenach geht es über Arnstadt, Mühlhausen, Dornheim, Erfurt, Weimar und Köthen bis an sein Grab in der Leipziger Thomaskirche, wo die Reihe an Bachs Todestag endet. Bei den Konzerten mit Spezialensembles für Alte Musik und internationalen Künstlerinnen und Künstlern stehen Werke von Bach und seinen Familienmitgliedern im Mittelpunkt.

Neben Ragna Schirmer und Martin Stadtfeld sind in den Konzerten u. a. Dorothee Mields, die Academy of St Martin in the Fields, Simone Rubino und Thomaskantor Gotthold Schwarz zu erleben.

Tickets sind erhältlich unter (0341) 94 67 66 99 und unter mdr‑tickets.de sowie bei ausgewählten Vorverkaufsstellen vor Ort.

Weitere Informationen:  mdr-musiksommer.de

Die Konzerte in der MDR-Musiksommer-Reihe „Bachorte“:

Kaum ein anderer Komponist hat in Mitteldeutschland so deutliche Spuren hinterlassen wie Johann Sebastian Bach. Die Konzertreihe folgt dieser Fährte mit acht Konzerten in zehn Tagen und sucht ein weiteres Mal Bachs zentrale Wirkungsstätten auf. In seinem Geburtsort Eisenach nimmt die Spurensuche ihren Ausgang und endet am 269. Todestag in der Leipziger Thomaskirche. Bachs Werke werden dabei zu Dreh- und Angelpunkten der jeweiligen Programme, die Sichtweisen auf seine künstlerische Herkunft, seine Einflüsse auf spätere Komponisten und die Rezeptionsgeschichte bieten.

Einige Konzerte dieser Reihe können Sie auch im Rahmen einer geführten Fahrradtour mit „Bach by Bike“ erleben. Informationen erhalten Sie unter bachbybike.com.

Freitag, 19. Juli, 19.30 Uhr, Eisenach: Georgenkirche – Programm
Best Of Bach

Zum Auftakt der Konzertreihe „Bachorte“ holt der MDR-Musiksommer Michi Gaigg und ihre Originalklangspezialisten vom L’Orfeo Barockorchester nach Eisenach in Bachs Taufkirche. Gemeinsam mit Sopranistin Dorothee Mields widmen sie sich dort ganz dem musikalischen Schaffen Johann Sebastian Bachs. Auf dem Programm steht u. a. das Konzert für Oboe d’amore BWV 1055, die Orchestersuite Nr. 2 h-Moll BWV 1067 und die Kantate „Mein Herze schwimmt im Blut“ BWV 199.
Eintritt: 37/29/19 Euro

Samstag, 20. Juli, 18 Uhr, Arnstadt: Bachkirche – Programm
Clara 200

Schon seit über 30 Jahren beschäftigt sich die Pianistin Ragna Schirmer intensiv mit der in Leipzig geborenen Komponistin und Pianistin Clara Schumann. In Arnstadt, wo Bach einst als Organist tätig war, lässt sie deren Bach-Begeisterung freien Lauf: Clara Schumann setzte sich unter anderem kompositorisch mit ihm auseinander, was heute ebenso wenig bekannt ist wie ihr hochromantisches Klavierkonzert, komponiert im Alter von nur 16 Jahren. Dieses steht anlässlich Claras 200. Geburtstags beim Konzert mit dem Neuen Mendelssohn Kammerorchester neben drei Präludien und Fugen genauso auf dem Programm wie Bachs Konzert für Klavier und Orchester f-Moll BWV 1056.
Eintritt: 37/29 Euro, Führung zubuchbar

Sonntag, 21. Juli, 17 Uhr, Mühlhausen: Divi Blasii – Programm
Musik für die Ewigkeit

Gregor Meyer und sein Alte-Musik-Ensemble 1684 holt der MDR-Musiksommer an Bachs ehemalige Wirkungsstätte in Mühlhausen. Die Sänger und Instrumentalisten zeigen in den Werken Johann Rosenmüllers eine erstaunlich lebendige Choralkunst, der selbst Johann Sebastian Bach Tribut zollte. Auch Musik vom großen Thomaskantor selbst sowie von seinen Amtsvorgängern wie etwa Johann Kuhnau stellt das Ensemble vor.
Eintritt: 29/21 Euro

Mittwoch, 24. Juli, 19.30 Uhr, Dornheim: Bartholomäuskirche – Programm
Hommage an Bach

Mit dem 1. Preis beim Internationalen Bach-Wettbewerb Leipzig startete Pianist Martin Stadtfeld 2002 in seine steile Karriere. Musik seines Lieblingskomponisten Bach bringt er auch mit nach Dornheim: die Englische Suite Nr. 3 in g-Moll BWV 808 sowie die Partita Nr. 1 B-Dur BWV 825. Eine Entdeckungsreise sind Martin Stadtfelds Improvisationen über Bach-Themen und seine Auseinandersetzung mit dem Spätwerk Bachs, woraus die „Hommage an Bach“ entstand – ein 12-teiliges Klavierwerk, das beim Solorezital ebenfalls auf dem Programm steht.
Eintritt: 35/27 Euro

Donnerstag, 25. Juli, 19.30 Uhr, Erfurt: Predigerkirche – Programm
Czech Bach

Mit einem ausdrucksstarken Kantatenprogramm gibt das Prager Collegium Marianum sein MDR-Musiksommer-Debüt. Mit dabei: die tschechische Sopranistin Hana Blažíková, die mit ihrer Natürlichkeit und Vielseitigkeit zu den Stars der Alte-Musik-Szene zählt. Traversflötistin Jana Semerádová leitet das Ensemble in den Werken von Bach, Telemann und Johann-Ernst von Sachsen-Weimar.
Eintritt: 37/29 Euro

Freitag, 26. Juli, 19.30 Uhr, Weimar: Herderkirche – Programm
English Sound

Eines der renommiertesten Kammerorchester, die Londoner Academy of St Martin in the Fields, holt der MDR-Musiksommer nach Thüringen. Auf modernen Instrumenten interpretieren die Musiker Werke vom Barock über die Wiener Klassik bis zum 20. Jahrhundert. Nicht nur Mozart steht dabei auf dem Programm, sondern auch Bach und seine beiden Söhne Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann, die am Konzertort – der Weimarer Herderkirche – getauft wurden.
Eintritt: 39/29 Euro

Samstag, 27. Juli, 17 Uhr, Köthen: Bachsaal – Programm
Immortal Bach

Seit einiger Zeit mischt der ARD-Preisträger Simone Rubino die Schlagzeugszene mit seinen musikalischen Grenzgängen auf. Beim Solorezital in Köthen taucht der Italiener Bachs dritte Suite für Violoncello in eine ganz neue Farbigkeit, indem er zwischen die barocken Tanzsätze zeitgenössische Schlagzeugkompositionen von Cage, Nystedt u. a. setzt. So zaubert er an Marimba, Trommeln und verschiedene Percussioninstrumenten mal aufregende Klanginseln, mal zeitentrückte Ruhepunkte.
Eintritt: 29/21 Euro

                                                            Thomaskantor Gotthold Schwarz

Sonntag, 28. Juli, 20 Uhr, Leipzig: Thomaskirche – Programm
In Memoriam

Das traditionelle Konzert zu Bachs Todestag führt jedes Jahr an die bedeutendste Wirkungsstätte des großen Thomaskantors, die Leipziger Thomaskirche. Bachs Amtsnachfolger Gotthold Schwarz dirigiert dort eine Rarität des Barockmeisters: die Kyrie-Gloria-Messe BWV 236 sowie die musikalisch verwandte Kantate BWV 79. Anlässlich des inzwischen 269. Todestages Bachs unterstützen ihn dabei die Leipziger Cantorey und das Sächsische Barockorchester.
Eintritt: 35/25/14 Euro

Konzert zum 269. Todestag von Johann Sebastian Bach in Kooperation mit dem Bach-Archiv und der Thomaskirche

Das Konzert wird mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt von MDR KULTUR und MDR KLASSIK gesendet.

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C P E Bach Oboe Concerto in B flat major, Wq 164 Allegretto Il Gardellino


Carl Philipp Emanuel Bach – Oboe Concerto in B flat major,
Wq 164 Allegretto Il Gardellino

Link zum Video:

https://rumijaleleddine.wordpress.com/2019/04/15/c-p-e-bach-oboe-concerto-in-b-flat-major-wq-164-allegretto-il-gardellino/

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LUMIÈRE

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Bach – Sonata For Viola da Gamba And Keyboard In G Minor BWV 1029


Eine wunderbare Aufnahme!
J.S. Bach – BWV 1029 Sonate in G minior für Viola da Gamba und Cembalo

Link zum Video:

https://rumijaleleddine.wordpress.com/2019/07/15/bach-sonata-for-viola-da-gamba-and-keyboard-in-g-minor-bwv-1029/

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LUMIÈRE

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J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos und Kantaten-Beschreibungen für den “4. Sonntag nach Trinitatis”


J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos und Kantaten-Beschreibungen für den “4. Sonntag nach Trinitatis”

                                            Bachwoche Ansbach – 26. Juli bis 04. August 2019

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 14.07.2019 begehen wir den 4. Sonntag nach „Trinitatis

4. So. n. Trinitatis

Kernaussage:
Wie kann ein friedliches Zusammenleben gelingen? Am Ende der neutestamentlichen Briefe werden oft Ratschläge gegeben, die nichts von ihrer Aktualität verloren haben. So auch heute: „Ist’s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“

Predigttext: Lk 6,36–42

Seid barmherzig!
Sympathisch oder unsympathisch? Innerhalb weniger Sekunden ist die Entscheidung gefällt. Auch mit dem moralischen Urteil geht es sehr schnell.

Wir „wissen“ meist sehr gut, was verwerflich ist, und tun lautstark oder subtil unsere Verachtung kund. „Vorsicht vor solchen Urteilen!“, warnt der 4. Sonntag nach Trinitatis. Denn es gibt niemanden, der ohne Fehler ist, der nicht immer wieder der Großzügigkeit und der Nachsicht bedarf. Einzig Gott ist es, der richten kann. Darum ermutigt Jesus zum Vergeben: Wer aus dem Bewusstsein lebt, dass Gott ihm barmherzig entgegenkommt, der kann versuchen, versöhnt zu leben – wie Josef, der seinen Brüdern nach langer Zeit das Unrecht verzeiht, das sie ihm angetan haben, und David, der Saul, der ihn töten will, verschont. „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“, sagt Paulus.

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Videos: 

Bach-Kantaten zum 4. Sonntag nach Trinitatis

BWV 185 – Barmherziges Herze der ewigen Liebe 

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YouTube: BW 24 –  Ein ungefärbt Gemüte   –  (Interpret: Koopman  )

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YouTube: BWV 177 –  Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ”   –  (Interpret: iI Gardellino )

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YouTube: BWV 185  –  Barmherziges Herze der ewigen Liebe ”   –  (Interpret:  ALL OF BACH )

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Kantaten-Beschreibungen von J.E. Gardiner

Kantaten-Beschreibungen zum “4. und 5. Sonntag nach Trinitatis”

        enthalten in  Gardiner Reisetagebuch SDG 141 zum Download als PDF

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                                                                           Thomaner im Bach-Archiv

Video vom Thomanerchor

J. S. Bach Kantate BWV 31 „Der Himmel lacht! Die Erde jubilieret“

Das Werk wurde für den 21. April 1715, den ersten Ostertag, in Weimar komponiert und später in Leipzig in veränderter Form mehrfach wiederaufgeführt.

Johannes Hildebrandt, boy soprano
Tobias Hunger, tenor
Andreas Scheibner, bass

Thomanerchor Leipzig Gewandhausorchester
Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Rondeau Production 2014

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Herzliche Grüße 

Volker

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Bachfest Leipzig „Bach, Court Compositeur“ 14. Juni – 23. Juni 2019 – Rezensionen


Bachfest Leipzig „Bach, Court Compositeur“ 14. Juni – 23. Juni 2019 – Rezensionen

Von MICHAEL MORAN (’THE REVIEWER’S NOTEPAD’ AUTHOR) WordPress-Blog!

Diese Rezensionen vom Bachfest 2019 Leipzig sind großartig verfasst und stelle einen Auszug hier zur Verfügung. Alle Rezensionen können auf der Originalseite von MICHAEL MORGAN  weiter gelesen werden.

https://michael-moran.org/2019/06/16/bach-court-composer-bach-festival-leipzig-14-june-23-june-2019/?fbclid=IwAR2vHdvG6_F9M_h8S1aR-eTwf4-Nlt69uVULo2UiHRpzQk

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Bach, Hofkomponist
Obwohl Bach 15 Jahre lang Kantor der Thomaskirche war, war er auch als Hofkomponist tätig. In solch einem aristokratischen Umfeld produzierte er großartige Musik in nahezu allen erdenklichen Stilrichtungen und Genres sowie bahnbrechende Kirchenmusik. In diesem Festival wird der gesamte Zyklus der von ihm komponierten Kantaten in der prächtigen Stadt Weimar aufgeführt, die übrigens eine meiner Lieblingsstädte aller Zeiten ist. Im vergangenen Jahr war der Kantaten-Ring-Zyklus für viele von uns eine der größten musikalischen Erfahrungen unseres Lebens. Ich kann natürlich nicht an allen 158 Veranstaltungen und über 3.000 Teilnehmern (25 Chöre, 34 Orchester, 39 Dirigenten, 81 Soloinstrumentalisten) teilnehmen, aber Sie können meine Wahl hoffentlich zumindest für den begrenzten Zeitraum von einer Woche genießen konnte teilnehmen.


Eröffnungskonzert 14. Juni 2019
Thomaskirche 17.00 Uhr

J. S. Bach: Fantasie G-Dur, BWV 572 (Orgel)

M.A. Charpentier: Te Deum D-Dur, H. 146

J. S. Bach: Ouvertüre D-Dur, BWV 1068

J. S. Bach: Unser Mund sei voll Lachens, BWV 110

Thomasorganist Ullrich Böhme, Gesine Adler (Sopran), Cornelia Samuelis (Sopran), Elvira Bill (Alt), Patrick Grahl (Tenor), Tobias Berndt (Bass), Thomanerchor Leipzig, Freiburger Barockorchester, Regie: Thomaskantor Gotthold Schwarz.

Der Leipziger Oberbürgermeister, der rumänische Botschafter und der Exekutiv- und Künstlerische Leiter Dr. Michael Maul hielten zahlreiche Einführungsreden zu dem Festival, die sowohl unbeschwert als auch ernsthaft waren. Das Konzert wurde mit einer Demonstration der vielfältigen musikalischen Fantasie und der farbenfrohen französischen Klanglandschaften eröffnet, die in Bachs fruchtbarer Vorstellungskraft enthalten sind. Dies wurde in der eher selten gespielten G-Dur-Fantasy BWV 572 für Orgel deutlich. Ein spannender Auftritt von Ullrich Böhme, dem heutigen Organisten der Thomaskirche.

Es folgte eine herrlich edle und prunkvolle Aufführung der großen polyphonen Motette von Charpentier Te Deum (1688-1698). Es wurde in D-Dur geschrieben, dem barocken „Schlüssel des Ruhms“ – wie einzigartig angemessen. Es ist jedoch unbekannt, ob Bach von der Musik Charpentiers wusste.

Bachfest

Man darf niemals den immensen musikalischen und sogar sozialen Einfluss des „Sonnenkönigs“ vergessen. Der französische und der italienische Stil standen oft im Wettbewerb und hatten großen Einfluss auf deutsche Musiker und das Verhalten des Hoflebens. Es beeinflusste eindeutig das „Piece d´Orgue“, mit dem das Konzert des jungen Bach um 1712 in Weimar eröffnet wurde. Der große Flötist am Hof ​​Friedrichs des Großen, Joachim Quantz, beschrieb auch dieses Phänomen des „gemischten Geschmacks“. Die Arbeit wurde vom hervorragenden Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz gegeben. Die kraftvollen, militaristischen und dramatischen Eröffnungsschläge auf der Pauke haben unsere Aufmerksamkeit von Anfang an auf das Hofthema dieses Festivals gelenkt. Der Chor und die Sänger, die oben katalogisiert wurden, hatten eine vollkommene Beherrschung der Barocksprache und der Aufführungspraxis.

Die Komposition besteht aus folgenden Teilen:

Vorspiel (Marche en rondeau)
Te Deum laudamus (Bass Solo)
Te aeternum Patrem (Chor und SSAT solo)
Pleni sunt caeli et terra (Refrain)
Das Orbem Terrarum (Trio, ATB)
Tu devicto mortis aculeo (Chor, Bass solo)
Te ergo quaesumus (Sopran solo)
Aeterna fac cum sanctis tuis (Refrain)
Dignare, Domine (Duo, SB)
Fiat misericordia tua (Trio, SSB)
In te, Domine, speravi (Chor mit ATB-Trio)
Bachfest

Die nächste Arbeit des Programms illustrierte auch den französischen Einfluss auf Bach – eine freudige und erhebende Darbietung von ungeheurem Rhythmusdrang und Orchesteropulenz, die große Lebensfreude der berühmten Orchestersuite in D-Dur, BWV 1068. Dr. dazu als „enorm sprudelnder musikalischer Champagner!“ Das feine Freiburger Barockorchester unter Gotthold Schwarz gab uns eine anregend energiegeladene Darbietung, gesegnet mit Anmut, Schönheit, Charme und Optimismus im Leben.

Was für ein wundervoller Titel für die religiöse Kantate, die dieses Konzert beendete: „Unser Mund sei voll Lachens“ BWV 110 – ein Ausdruck der Freude über die Geburt des Sohnes Gottes. Die onomatopoetische Wiedergabe des Lachens war eine überaus gelungene Herausforderung, die der St. Thomas-Knabenchor hervorragend erfüllte.

Eröffnung Bachfest Leipzig 2019

Ich habe es so genossen, in der Freude des Eröffnungskonzerts zu baden, das von allen Beteiligten so großartig aufgeführt wurde. „Energie ist ewige Freude“, so William Blake. Dieses Konzert war eine solche Wiedergeburt des Vertrauens in die schöpferischen Kräfte der menschlichen Natur, die 2019 unter den Wellen des Kults zu gleiten schien……

Zum ganzen Beitrag…!!

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