Archiv der Kategorie: Videos aus der Klassikszene

Emanuele d’Astorga (1680-1757) „Stabat Mater“ für Chor und Orchester

Emanuele d’Astorga (1680-1757) „Stabat Mater“ für Chor und Orchester

Emanuele d’Astorga (1680-1757) Italienischer Komponist

Emanuele d’Astorga (eigentlich: Emanuele Gioacchino Cesare Baron Rincón d’Astorga; * 20. März 1680 in Augusta (Sizilien); † 1757 [?] in Madrid [?]) war ein italienischer Komponist.

Emanuele d’Astorga war Mitglied der ursprünglich aus Spanien stammenden Adelsfamilie Rincón d’Astorga, die seit Anfang des 17. Jahrhunderts in Sizilien ansässig war. Nach einem Erdbeben übersiedelte die Familie 1693 nach Palermo.

Emanuele d’Astorga trat als Komponist erstmals 1698 in Erscheinung, als seine Oper „La moglie nemica“ in einer privaten Aufführung im Haus der Adelsfamilie Lucchese erklang. Astorga wirkte dabei selbst als Sänger mit.

1708 verließ er Palermo wegen Streitigkeiten mit der Familie und führte seitdem ein unstetes Wanderleben. Zunächst ging Astorga nach Rom, wo er sich im Umkreis des spanischen Botschafters Baron Uceda aufhielt. In dieser Gesellschaft lernte er den Dichter Nicolò Sebastiano Biancardi kennen, der unter dem Pseudonym Domenico Lalli arbeitete und zahlreiche Kantatentexte für Astorga schrieb.

Ende 1709 und Anfang 1710 ging Astorga nach Spanien, da ihn der Thronfolger Karl (später als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Karl VI.), der sich von der Oper „Dafni“ beeindruckt zeigte, ihn dazu eingeladen hatte.

1712 ist Astorga in Wien nachweisbar, wo er von Kaiser Joseph I. einen Ehrensold ausgezahlt bekam. Dennoch verschuldete er sich und floh deswegen 1714 aus der Stadt.

1715 ging er wieder nach Palermo zurück, wo er 1717 Emanuela Guzzardi (* um 1702) heiratete. 1717/18 war Astorga Senator von Palermo, von 1718 bis 1720 bekleidete er das Amt des Governatore des Ospedale degli Incussabili.

Gegen Zahlung einer Leibrente überließ er 1721 die Nutznießung an seinen Ländereien seiner Frau und verließ Sizilien. 1723 hielt er sich in Lissabon auf, wo er 1726 eine Kantatensammlung drucken ließ. Über sein späteres Leben existieren keine gesicherten Angaben mehr. Ein Manuskript der Sammlung Santini in Münster gibt an, Emanuele d’Astorga sei 1757 in Madrid gestorben.

Das Werk: Stabat Mater

                                                                  Freiburger Barockorchester

„Auch heute noch vermag Astorgas Hauptwerk, das Stabat Mater, die tiefgehendste Wirkung auf den Hörer auszuüben. Es bildet unter den Kirchenkompositionen der italienischen Schule des be ginnenden 18. Jahrhunderts eine Einzelerscheinung, welche die verwandten Schöpfungen dieser Epoche an religiöser Innigkeit, an Ernst der Auffassung des Gegenstandes und herber Kraft des Stimmungsausdruckes bei weitem überbietet, ohne deshalb der sinnlichen Schönheit, die den meisten italienischen Werken jener Zeit eigen ist, zu ermangeln. Diese Vorzüge weisen der Vertonung des Stabat Mater durch Astorga unter den zahlreichen Kompositionen dieses kirchlichen Textes einen Ehrenplatz an.

Das Stabat Mater gründete Astorgas Ruhm bei der Nachwelt. Zu des Meisters Lebzeiten dürften es nur wenige gekannt haben. Und dennoch war auch schon damals Astorga ein Komponistenname von gutem Klang. Jedermann kannte ihn als den des großen Meisters der Kammerkantate. Auf diesem Gebiete hatte sich Astorga fleißig und mit Glück betätigt, so daß er als Kantaten- Komponist nicht nur in Italien, sondern in ganz Europa in hohem Ansehen stand. Dieser Ruhm mußte mit dem Verschwinden der Kunstgattung der Kammerkantate wieder erlöschen.

Astorga hat nicht nur als weltlicher Komponist den Besten seiner Zeit genug getan, sondern auch als kirchlicher Tondichter Unvergängliches geschaffen. Er verdient daher, daß auch von seiner Person und seinen Lebensschicksalen Notiz genommen werde, er verdient, daß der Wust von Lügen und Märchen, der sich mit der Zeit um seine Erscheinung aufgetürmt hat, entfernt, daß das romantisch-phantastische Bild seiner Persönlichkeit durch ein historisch treues ersetzt werde.“

Ausführende:

Balthasar-Neumann-Chor

Freiburger Barockorchester

Dirigent: Thomas Hengelbrock

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Nach siebenjähriger Restaurierung ist der Spiegelsaal im Köthener Schloss wieder eröffnet worden!

Nach siebenjähriger Restaurierung ist der Spiegelsaal im Köthener Schloss am 19.09.2018 wiedereröffnet worden!

                     Der Spiegelsaal nach der Renovierung im Schloss Köthen (Sachsen-Anhalt)

Nach siebenjähriger Restaurierung ist der Spiegelsaal im Köthener Schloss wieder für alle geöffnet. Der einstige Thronsaal beeindruckt nicht nur wegen seiner Ausstattung. Auch die Akustik im Saal ist einzigartig.

Siebenjährige Puzzlearbeit

Vom heutigen Prunk war in dem Raum in den vergangenen Jahren wenig zu sehen. Sieben Jahre lang wurde der Spiegelsaal restauriert. Für Besucher war er daher seit 2011 gesperrt. Stattdessen bestimmten die Restauratoren das Bild. Bei der Generalsanierung wurde der ursprüngliche Parkettboden wieder eingezogen, die Wände sind mit farbigem Marmor gestaltet worden.

Mit dem Brandenburgisches Konzert Nr.5 D-Dur, BWV 1050 von J.S. Bach wurde nach der Renovierung am 19.9.2018 der Spiegelsaal im Schloss Köthen wieder eröffnet!

Im Video: Die Ouverture (1. Satz) der Orchestersuite Nr. 2 mit Soloflöte h-moll BWV 1067

Besonders aufwändig war die Sanierung der Stuckdecke. Sie besteht aus 1.050 kleinen Stuckkassetten, die jeweils noch einmal aus 72 Einzelteilen bestehen. Sechs Farbschichten mussten die Restauratoren von jedem einzelnen Element entfernen, bevor die ursprünglichen Farben weiß, grün und ocker wieder zum Vorschein kamen. Die Anbringung der Spiegel war ebenfalls eine Puzzlearbeit. Denn alle Originalspiegel sind Unikate und mussten wieder an die richtige Stelle. Auch die Kronleuchter wurden restauriert, die Messingteile gereinigt und die Leuchter mit moderner LED-Technik neu bestückt.

                        Die Aussenrenovierung am Schloss Köthen wird bald abgeschlossen sein!

Die Restauratoren sind stolz darauf, fast ausschließlich Originalmaterial verwendet zu haben. Für die Sanierung wurden rund 1,3 Millionen Euro ausgegeben. Dem Vernehmen nach waren die Kosten geringer als ursprünglich erwartet.

Ein weiteres Projekt ist die Dachsanierung des Schlosses. Dafür stellen Bund und Land insgesamt 1,8 Millionen Euro bereit.

Übrigens: Auch wenn Johann Sebastian Bach eng mit dem Köthener Schloss verknüpft ist, hat er nie den Spiegelsaal kennengelernt. Zwischen 1717 und 1723 war J.S. Bach in Köthen Hofkapellmeister und musizierte sogar in jenem Raum. Die Spiegel wurden aber erst etwa hundert Jahre später angebracht.

Video von der Eröffnung vom Spiegelsaal im Schloss Köthen!

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J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “16. Sonntag nach Trinitatis”

J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “16. Sonntag nach Trinitatis”

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder SehprobeRadio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 16.09.2018 begehen wir den 16. Sonntag nach „Trinitatis“ 

Der 16. Sonntag nach Trinitatis ist geprägt vom Evangelium von der Auferweckung des Lazarus. In dieser Geschichte sowie in den Epistellesungen wird deutlich, dass mit Jesus weit mehr gekommen ist als nur ein großer Prediger. Er hat das Leben in diese Welt gebracht und den Tod besiegt. Dieser Sieg wird schon durch sein Handeln auf Erden sichtbar.

Am 16. Sonntag nach Trinitatis hören wir das Evangelium von der Auferweckung des Lazarus und wir staunen über die Worte Jesu. Diese Worte sprechen in keine alltägliche Situation, sondern sind Trauernden und bedrückten zugesprochen. Wir können getrost sein darüber, dass Gott alles Geschehen in userem Leben kennt und weiß, wann wir seiner besonderen tröstenden Hilfe bedürfen. Es ist gut zu wissen, dass nichts ohne seinen Willen geschieht.

Wochenspruch:  

Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. (2. Tim 1, 10b)

Wochenlied:

„Was mein Gott will, gescheh allzeit“ (EG 364)“ (EG 369)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den “ 16. Sonntag nach Trinitatis 

BWV 8   –  Liebster Gott, wenn werd ich sterben

BWV 27  –   Wer weiß, wie nahe mir mein Ende

BWV 95  –  Christus, der ist mein Leben”

BWV 161  –  Komm, du süße Todesstunde

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 161 “Komm, du süße Todesstunde

Kantate zum 16. Sonntag nach Trinitatis

Pascal Bertin, Countertenor; Thomas Hobbs, Tenor;

Ensemble Alia Mens

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 NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Auszug aus dem Programm!

Johann Sebastian Bach

BWV 27 “Wer weiß, wie nahe mir mein Ende

Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis,

Markus Schäfer, Tenor / Harry van der Kamp, Bass

Tölzer Knabenchor / Baroque Orchestra

Leitung:  Gustav Leonhardt

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:04 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm!

Sendung: Sonntag 06:04 – 07:30 Uhr

Kantate: ca. ab  07:15 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 27 “Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“

Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis,

Malin Hartelius, Sopran / William Towers,  Countertenor

James Gilchrist, Tenor / Peter Harvey, Bass

Monteverdi Choir  /  English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm!

Sonntag 06:04 – 08:00 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 07:04 Uhr

BWV 95  „Christus, der ist mein Leben“ 

Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis

Julia Sophie Wagner  (Sopran)  Charles Daniels  (Tenor)

Matthias Helm  (Bass)

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 161  „Komm, du süße Todesstunde“

Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis,

Elisabeth von Magnus  (Alt)  Paul Agnew  (Tenor)

Amsterdam Baroque Choir und Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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rbb-Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 161 “Komm, du süße Todesstunde

Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis,

Yoshikazu Mera, Countertenor  Makoto Sakurada, Tenor

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

https://www.mdr.de/kultur/radio/index.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm!

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 95  „Christus, der ist mein Leben“ 

Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis

Julia Sophie Wagner  (Sopran)  Charles Daniels  (Tenor)

Matthias Helm  (Bass)

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 09:00 Uhr

Programm:  

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm!

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 09:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 114  “Ach, lieben Christen, seid getrost“

Kantate zum 17. Sonntag nach Trinitatis,

Lisa Larsson, Sopran; Annette Markert, Alt;

Christoph Prégardien, Tenor;  Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir und Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Programm:

http://www.deutschlandfunk.de/programmvorschau.281.de.html?drbm:date=16.09.2018

PODCAST:
http://www.deutschlandradio.de/podcasts.226.de.html

Live-Stream:  

http://www.deutschlandfunk.de/unsere-live-streams.2396.de.html

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Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 161 Komm, du süße Todesstunde

Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis

Matthew White, Altus  Hans Jörg Mammel,Tenor

Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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Domradio Köln

Sendung: „Musica

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

Link zur Sendung Musica:

https://www.domradio.de/radio/sendungen/domradio-musica

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Domradio Köln

Sendung: „Musica  

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Zum Ausklang der Sonn- und Feiertage der besondere Klang. Platz für klassische und geistliche Musik im DOMRADIO.

Musik zum Fest „Gedächtnis der Schmerzen Mariens“

„Stabat mater dolorosa“

Das mittelalterliche Gedicht „Stabat mater“ ist eng mit dem Fest am 15. September verbunden – im Laufe der Musikgeschichte entstanden ergreifende Vertonungen.
Der Beter des Textes identifiziert sich im „Stabat mater“ mit der Gottesmutter Maria, die unter dem Kreuz steht und um ihren Sohn trauert.

Im Laufe der Kirchengeschichte hat sich ergeben, dass dieser Text vor allem am 15. September – dem Fest „Gedächtnis der Schmerzen Mariens“ und am Passionssonntag – also dem Sonntag vor dem Palmsonntag – gesungen und gebetet wird.

Weltberühmt ist die Vertonung durch Giovanni Battista Pergolesi, doch wurde das mittelalterliche Gedicht in dieser Zeit sehr oft in Musik gesetzt. Auch Pergolesis Zeitgenossen Emanuele d’Astorga schuf eine Vertonung des Gedichtes – in Form und Gestaltung ganz anders und doch sehr beeindruckend…..

Aus Wikipedia über Emanuele d’Astorga

Erst im 20. Jahrhundert räumte Hans Volkmanns sachlich fundierte zweibändige Monographie mit den Legenden auf, die sich bis dahin um Astorga rankten. Volkmann schrieb in der Einleitung seines ersten Bandes:

„Auch heute noch vermag Astorgas Hauptwerk, das „Stabat Mater“, die tiefgehendste Wirkung auf den Hörer auszuüben. Es bildet unter den Kirchenkompositionen der italienischen Schule des be ginnenden 18. Jahrhunderts eine Einzelerscheinung, welche die verwandten Schöpfungen dieser Epoche an religiöser Innigkeit……..

Link: https://www.domradio.de/radio/sendungen/domradio-musica

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Bach-Kantate
BWV  8  „Liebster Gott, wann werd ich sterben“
Kantate zum 16. Sonntag nach Trinitatis
Zu dieser Sendung liegen aktuell keine weiteren Informationen vor.

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Videos: 

Bach-Kantaten für den “16. Sonntag nach Trinitati 

BWV 8   –  Liebster Gott, wenn werd ich sterben

BWV 27  –   Wer weiß, wie nahe mir mein Ende

BWV 95  –  Christus, der ist mein Leben

BWV 161  –  Komm, du süße Todesstunde

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/ YouTube: BW  8 –  Liebster Gott, wenn werd ich sterben“ (Interpret: Bach Society of Minnesota )

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/YouTube: BWV 27 –  Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“   –  (Sigiswald Kuijken )

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/YouTube: BWV 95  –  Christus, der ist mein Leben    (Interpret: Herreweghe ) 

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/YouTube: BWV 161  –  Komm, du süße Todesstunde    (Interpret: Bach-Consort ) 

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum “16. Sonntag nach Trinitatis”

                   Gardiner  Reisetagebuch SDG 104  zum Download als PDF

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CD’s vom Label monteverdi.uk J.E. Gardiner!

CDs – Bach-Kantaten

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Bachfest Leipzig vom 14. – 23. Juni 2019

zum Programm als PDF

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Video vom Thomanerchor

Johann Sebastian Bach

BWV 78 Jesu, der du meine Seele

Kantate am 14. Sonntag nach Trinitatis

Adele Stolte, Sopran;  Annelies Burmeister, Alt;

Peter Schreier, Tenor; Theo Adam, Bass

Thomanerchor Leipzig / Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Thomaskantor Erhard Mauersberger



Ich wünsche allen Besuchern ein schönes Wochenende!

Herzliche Grüße 

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1049 – „Brandenburgische Konzert Nr.4 G-Dur“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1049 – „Brandenburgische Konzert Nr.4 G-Dur“

VERRÜCKT DIE GRENZEN

Wie Bach die traditionelle Konzertform absichtlich verdunkelt.

                                       Felix Meritis in Amsterdam an der Keizersgracht 324

In diesem Konzert führt Bach uns immer wieder in die Irre. Welche Instrumente sind die echten Solisten? Zu Beginn wird die Hauptrolle den beiden Blockflöten entnommen, doch nach dem einleitenden Refrain scheint die Geige der Solist zu sein. Die beiden Blockflöten übernehmen wieder, werden aber bald von der Geige übertrumpft, die die Show in einem Wirbelwind schwindelerregender Töne stiehlt. Und so geht es weiter. Die Rollen sind immer mehrdeutig, besonders als die Recorder betroffen sind.

Im feierlichen zweiten Satz sind sie eindeutig die Solisten, aber im dritten Satz werden von beiden regelmäßig die gleichen Noten gespielt. Absichtlich verdeckt Bach den meist klaren Kontrast zwischen Solisten und Ensemble. Der erste Satz als Fuge, eine Form, in der alle Teile per Definition gleich sind. Aber gerade wenn wir denken, dass es sich in eine echte Fuge verwandelt, hören wir nur eine andere Geige. Bach setzt dann fort, den traditionellen Wechsel zwischen allen Refrains und Solopassagen mit fugenähnlichen Imitationen zu durchkreuzen. Ein Konzert in einer subversiven und grenzverschwindenden Weise.

Brandenburgische Konzerte, BWV 1046-1051

                                                  Instrumental-Ensemble All of Bach

Im März 1721 sandte Bach ein Manuskript von Köthen nach Berlin mit dem Titel „Sechs Konzerte mit mehreren Instrumenten“, gewidmet Christian Ludwig (1677-1734), Markgraf von Brandenburg-Schwedt. Im Vorwort erklärte Bach, er habe für den Markgrafen gespielt und versprochen, ihm einige seiner Kompositionen zu schicken. Als er im März 1719 nach Berlin gereist war, hatte Bach den Hof in Köthen besucht. Die Musik, die er gehört hat, ist ein paar Jahre später (Bachelor of Music) war ein großartiges Stück Musik aus dem wichtigsten großangelegten instrumentalen Genre seiner Zeit: das Konzert.

Ein Konzert beinhaltet fast immer ein Soloinstrument (oder eine Kombination von Soloinstrumenten) und ein Ensemble. Die Schlüsselidee ist der Wechsel zwischen einem oder mehreren Solisten und dem gesamten Ensemble in einer Art heiteren Wettkampf. In den sechs Brandenburgischen Konzerten erkundet Bach jede Facette dieses Genres, sowohl in Bezug auf die Instrumentierung als auch auf die Art und Weise, wie er mit der Form umgeht. Alle traditionell verwendeten Streich- und Blasinstrumente und das Cembalo erscheinen als Solisten, die musikalischen Formen reichen von höfischen Tänzen bis zu Nahfugen, und die Beziehung zwischen den Soli und allen Instrumenten verändert sich ständig. Zusammen bilden die sechs Konzerte somit ein virtuoses Musterbeispiel des Barockkonzertes.

BWV 1049

TITEL
Konzert in G-Dur

Epitheton
„Brandenburg“ Konzert Nr. 4

GENRE
Orchesterwerk (Konzert)

SERIE
Brandenburgische Konzerte

YEAR
1719-1720

CITY
Köthen

OCCASION
1721 dem Markgraf Christian Ludwig von Brandenburg gewidmet

Besondere Hinweise
Zwischen 1735 und 1746 arrangierte Bach dieses Brandenburger Konzert Nr. 4 als Cembalokonzert (BWV 1057).

Veröffentlichungsdatum
2. Oktober 2015

AUFNAHME DATUM
19. Mai 2015

LAGE
Felix Meritis, Amsterdam

VIOLIN UND LEITUNG
Shunske Sato

RECORDER
Heiko ter Schegget, Benny Aghassi

VIOLINE 1
Lucia Giraudo

VIOLINE 2
Pieter Affourtit

VIOLA
Anneke van Haaften

CELLO
Lucia Swarts

Doppelter Baß
James Munro

CEMBALO
Siebe Henstra


Video:  Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

Video:  To start in the photo or click this text!

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Ich wünsche allen Besuchern ein wunderbares Erlebnis mit dem BWV 1049

Herzliche Grüße

Karin

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Johann Adolph Hasse (1699 1783) „Der Traum des Scipio“

Johann Adolph Hasse (1699 1783) „Der Traum des Scipio“

Johann Adolph Hasse wurde 1699 in Bergedorf bei Hamburg geboren und ging nach Studienaufenthalten in Hamburg und Braunschweig 1722/23 nach Neapel, um bei Alessandro Scarlatti die zeitgenössische Oper zu lernen. Reisen des schon bald zu musikalischem Ansehen gelangten Komponisten führten ihn unter anderem nach Venedig. Dort heiratete er 1730 die berühmte Mezzosopranistin Faustina Bordoni. 1731 führte sich das Ehepaar Hasse in Dresden mit der überaus erfolgreichen Oper Cleofide ein.

Johann Adolph Hasse (1699-1783)

Darauf erhielt Hasse die frei gewordene Stelle des Hofkapellmeisters, um die sich auch J.S. Bach beworben hatte. In den folgenden knapp 30 Jahren, bis 1760 brachte Hasse das höfische Musikleben zu höchster Blüte. Die Dresdner Hofkapelle wurde zu einem der besten Orchester Europas. Hasses Opern, Intermezzi, Messen und Oratorien wurden in ganz Europa aufgeführt.

Er war Lieblingskomponist der Kaiserin Maria Theresia und häufiger Gast in Wien. In Italien nannten sie ihn „Il Caro Sassone“. Zusammen mit dem Librettisten Pietro Metastasio hat Hasse fast 40 Jahre europäische Musikgeschichte geschrieben. Er starb 1783 in Venedig; er fand in der Kirche San Marcuola seine letzte Ruhestätte.

Angaben zum Werk:

Johann Adolf Hasse (1699-1783)

„Il sogno di Scipione“ Serenata, Zum Geburtstag von August III – Kurfürst von Sachsen und König von Polen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Il_sogno_di_Scipione_(Metastasio)

Die Serenata von Johann Adolf Hasse wurde erst vor wenigen Jahren in Warschau wiederentdeckt, wo sie vor genau 360 Jahren auch uraufgeführt wurde. Grund genug, die erfolgreiche sächsisch-polnische Zusammenarbeit des Musikfestes Erzgebirge mit dem aufstrebenden Barockorchester Wroclaw 2018 fortzusetzen.

                                                                Barockorchester Wroclaw

Im Zeitalter des Absolutismus wurde man noch als Herrscher geboren. Entsprechend wichtig war die Fürstenerziehung, denn eine ungnädige und unweise Herrschaft hatte natürlich verheerende Konsequenzen für die Bevölkerung. Auch die Opernkomponisten versuchten, ihren Beitrag dazu zu leisten, die Staatsmänner in die richtige Richtung zu lenken.

Im Jahr 1758 im Oktober, wurde Johann Adolf Hasses Oper „Il sogno die Scipione“ (Der Traum des Scipio) in Warschau uraufgeführt. Das Werk war August dem III. gewidmet, dem Kurfürsten von Sachsen und König von Polen. Für seine Musik hatte er auf einen Text von Pietro Metastasio zurückgegriffen, den 1771 auch Mozart vertonen sollte. Die Handlung erzählt davon, dass der römische Feldherr Scipio im Schlaf zwischen Beständigkeit und Glück als Lebensratgeber wählen soll. Beide sind als Allegorien verkörpert und erzählen von ihren Eigenschaften.

Die Oper weiß zu vermitteln, dass die Glücksgöttin launisch und wechselhaft ist. Die Beständigkeit indessen treu und in der Lage, ihren Schützlingen dabei zu helfen, Schicksalsschläge besser zu ertragen. Scipio entscheidet weise und nimmt dafür einen kurzlebigen Wutausbruch Fortunas in Kauf.

              Musikfest Erzgebirge 2018 Eröffnungskonzert aus der St. Martinskirche, Zschopau

Johann Adolf Hasse ist ein unterschätzter Komponist, dessen Vermächtnis erfreulicherweise gerade wiederentdeckt wird.

Ausführende:

Barockorchester Wroclaw

Lydia Teuscher (Sopran); Isabel Jantschek (Sopran)

Franziska Gottwald (Alt); Julia Böhme (Alt)

Sebastian Kohlhepp (Tenor)

Martin Schicketanz (Bass)

Leitung: Jaroslav Thiel

(Liveübertragung am 7.9.2018 – Eröffnungskonzert vom Musikfest Erzgebirge aus der St. Martinskirche, Zschopau)

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