Archiv der Kategorie: Thomas-Kantoren in Leipzig

J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den 24. Sonntag nach Trinitatis!

J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den 24. Sonntag nach Trinitatis!

                                                                                Konzerthaus Berlin

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am Sonntag, 11.11.2018 begehen wir den 24. Sonntag nach Trinitatis

Die Erzählung von der Auferweckung der Tochter des Jairus zeigt uns am 24. Sonntag nach trinitatis die Macht Jesu über den Tod. Er ist der Erstgeborene von den Toten, und so können wir zuversichtlich leben, auch wenn wir wissen, dass alles, was wir tun, vergehen wird. Die Taten Gottes aber haben ewigen bestand; durch Jesus Christus haben wir Teil an diesem großen Werk Gottes.

Wochenspruch: 

Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tüchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht. (Kol 1, 12)

Wochenlied: 

„Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen“ (EG 518)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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Bach-Kantaten für den 24. Sonntag  nach ”Trinitatis“

BWV 26 – Ach wie flüchtig, ach wie nichtig

BWV 60 – O Ewigkeit, du Donnerwort“

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:04 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/


WDR3 Klassik

Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik – Sonntag:  07:04 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate   ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 60 O Ewigkeit, du Donnerwort“ 

Kantate am 24. Sonntag nach Trinitatis

Robin Blaze, Countertenor  Gerd Türk, Tenor;

Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur 

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur

Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 60 „O Ewigkeit, du Donnerwort“ 

Kantate am 24. Sonntag nach Trinitatis

Robin Blaze, Countertenor  Gerd Türk, (Tenor)

Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki


Eine weitere Bach-Kantate im Programm!

BWV 26 „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig

Kantate zum 24. Sonntag nach Trinitatis,

Lisa Larsson, Sopran; Annette Markert, Alt;

Christoph Prégardien, Tenor;  Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm!

Kantate etwa ab 7.10 Uhr:

Johann Sebastian Bach

BWV 52 „Falsche Welt, dir trau ich nicht“

Kantate zum 23. Sonntag nach Trinitatis

Siri Thornhill (Sopran)

Bach Vocalensemble KölnKölner Kammerorchester

Leitung: Helmut Müller-Brühl

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm!

Sonntag 06:04 – 09:00 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Kantate ab 07:04

BWV 26 „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig

Kantate zum 24. Sonntag nach Trinitatis,

Lisa Larsson, Sopran; Annette Markert, Alt;

Christoph Prégardien, Tenor;  Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html..

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SWR2 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Christoph Graupner  (1683-1760)

Kantate „Diese Zeit ist ein Spiel der Eitelkeit“

Marie Luise Werneburg (Sopran)

Kirchheimer BachConsort

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RBB-Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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RBB-kulturradio  

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Bach-Kantate:

BWV 26 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig,“

Kantate für den 24. Sonntag nach Trinitatis

Regina Werner, Sopran  Rosemarie Lang, Alt

Peter Schreier, Tenor   Hermann-Christian Polster, Bass

Thomanerchor Leipzig  Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Hans-Joachim Rotzsch

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

https://www.mdr.de/kultur/radio/index.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm!

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 60  „O Ewigkeit, du Donnerwort“

Kantate für den 24. Sonntag nach Trinitatis

Bogna Bartosz, Alt  Jörg Dürmüller, Tenor

Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 09:00 Uhr

Programm:  

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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.Bayern-Klassik

Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 09:00 Uhr

Die Bach-Kantate:

Johann Sebastian Bach:

BWV 60  „O Ewigkeit, du Donnerwort“

Kantate für den 24. Sonntag nach Trinitatis

Bogna Bartosz, Alt  Jörg Dürmüller, Tenor

Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Programm:

http://www.deutschlandfunk.de/programmvorschau.281.de.html?drbm:date=11.11.2018

PODCAST:
http://www.deutschlandradio.de/podcasts.226.de.html

Live-Stream:  

http://www.deutschlandfunk.de/unsere-live-streams.2396.de.html

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Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 26  „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“

Kantate zum 24. Sonntag nach Trinitatis

Antonia Frey, Sopran / Daniel Johannsen, Tenor

Klaus Häger, Bass / Norbert Zeilberger, Orgel

Chor und Orchester der J.S.Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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Domradio Köln

Sendung: „Musica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Musica

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Zum Ausklang der Sonn- und Feiertage der besondere Klang. Platz für klassische und geistliche Musik im DOMRADIO.

Sterben und Auferstehung in der Klassischen Musik

„Lux aeterna“

Die Zeit zwischen Ende Oktober bis Mitte November ist durch christliche Feste wie Allerseelen oder dem weltlichen Volkstrauertag besonders dem Gedenken der Toten gewidmet. In der Klassischen Musik gibt es zahlreiche, ganz unterschiedliche Werke, die Sterben und Tod thematisieren.

Sehr oft wurde die lateinische Totenmesse, das Requiem, in Musik gesetzt. Die bekannteste – wenn auch unvollendet – Vertonung dürfte die Komposition von Wolfgang Amadeus Mozart sein….

Programm u. a.:

Cherubini: Requiem in c
„Totentanz“ – sinfonische Dichtung von Franzs Liszt
Tomas Luis de Victoria: Vertonung „Salve Regina“

Link:  https://www.domradio.de/radio/sendungen/domradio-musica

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Bach-Kantate 

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Bach-Kantate

BWV 26  „Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“

Kantate zum 24. Sonntag nach Trinitatis

Zu dieser Sendung liegen aktuell keine weiteren Informationen vor!

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Videos mit Bach-Kantaten zum 24. Sonntag nach Trinitatis

BWV 26 – Ach wie flüchtig, ach wie nichtig

BWV 60 – O Ewigkeit, du Donnerwort“

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/ YouTube: BWV 26 –   Ach wie flüchtig, ach wie nichtig“  -(Interpret: Harnoncourt )

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  / YouTube: BWV 60 –  O Ewigkeit, du Donnerwort –  (Interpret:   J.S. Bach-Stiftung St. Gallen )

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“  als PDF-Download 

  Kantaten-Beschreibungen zum 24. Sonntag nach Trinitatis

                  Enthalten in Gardiners – Reisetagebuch  >>  h i e r  zum Download als PDF .

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CD’s vom Label monteverdi.uk J.E. Gardiner!

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Bachfest Leipzig vom 14. – 23. Juni 2019

zum Programm als PDF

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Video vom Thomas-Kantor: Georg Christoph Biller 

J.S. Bach Kantate BWV 107 Was willst du dich betrüben“ für den 7. Sonntag nach Trinitatis!

Mitwirkende:

Ulrike Fulde (Sopran ) – Nico Eckert (Tenor) – Markus Krause (Bariton)

Leipziger VocalensembleKölner Kammerensemble

Leitung: Thomas-Kantor Georg Christoph Biller

Aufnahme von 2009 live aus der Thomaskirche zu Leipzig

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag!

Herzliche Grüße

Volker

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Georg Philipp Telemann (1681-1767) Kantate „Wo soll ich fliehen hin“ TWV 1: 1724 – Kantate für den 22. Sonntag nach Trinitatis.

Georg Philipp Telemann (1681-1767) Kantate „Wo soll ich fliehen hin“ TWV 1: 1724 – Kantate für den 22. Sonntag nach Trinitatis.

Georg Philipp Telemann (* 14. März jul. / 24. März 1681 greg. in Magdeburg; † 25. Juni 1767 in Hamburg) war ein deutscher Komponist des Barock. Er prägte durch neue Impulse, sowohl in der Komposition als auch in der Musikanschauung, maßgeblich die Musikwelt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Georg Philipp Telemann verbrachte seine Jugendzeit ab 1697 in Hildesheim. Hier erhielt er eine maßgebliche Förderung, die seine musikalische Entwicklung entscheidend prägte.

Ab 1721 besetzte er als Cantor Johannei und Director Musices der Stadt Hamburg eines der angesehensten musikalischen Ämter Deutschlands, wenig später übernahm er die Leitung der Oper. Auch hier stand er weiterhin mit auswärtigen Höfen in Verbindung und veranstaltete für die städtische Oberschicht regelmäßige öffentliche Konzerte.

Mit einem achtmonatigen Aufenthalt in Paris 1737/38 erlangte Telemann endgültig internationalen Ruhm. Telemanns musikalischer Nachlass ist außerordentlich umfangreich und umfasst alle zu seiner Zeit üblichen Musikgattungen. Typisch für Telemann sind gesangliche Melodien, einfallsreich eingesetzte Klangfarben, vor allem im Spätwerk auch ungewöhnliche harmonische Effekte.

Die Instrumentalwerke sind oftmals stark von französischen und italienischen, gelegentlich auch folkloristischen polnischen Einflüssen geprägt. Im Zuge des gewandelten kulturgeschichtlichen Ideals wurde Telemanns Schaffen im 19. Jahrhundert kritisch betrachtet. Die systematische Erforschung des Gesamtwerks begann erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dauert aufgrund seines großen Umfangs an.



Ausführende:

Mitglieder Thomanerchor Leipzig   Sächsisches Barockorchester

Bass und Leitung: Thomaskantor Gotthold Schwarz 

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Zum Reformationstag – J.S. Bach – Kantate BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ (Thomanerchor)

Zum Reformationstag – J.S. Bach – Kantate BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“ (Thomanerchor)

J.S. BachKantate BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“

                                                                        Thomanerchor Leipzig

„Ein feste Burg ist unser Gott (BWV 80) ist eine Kantate von Johann Sebastian Bach, die auf dem gleichnamigen bekannten Choral Ein feste Burg ist unser Gott von Martin Luther basiert.“

Die Entstehungsgeschichte dieses Werkes ist in weiten Teilen ungesichert. Die Grundlage bildet die Kantate 80a Alles, was von Gott geboren, BWV 80a, die Bach 1715 oder 1716 in Weimar komponierte und deren Musik verschollen ist. Überliefert sind jedoch die ursprünglichen Textdichtungen von Salomon Franck.

Zum Reformationsfest wurde von Bach in Leipzig vermutlich zwischen 1728 und 1731, möglicherweise aber auch schon 1723, eine einfache Fassung der Kantate komponiert, BWV 80b, die in den folgenden Jahren mehrfache Bearbeitung erfahren hat. Die in einer der überlieferten Fassungen vorgeschriebenen Trompeten in Satz 1 und 5 wurde nach dem Tode Bachs von seinem Sohn Wilhelm Friedemann Bach hinzugefügt.

                      Martin Luther (1483-1546)

Die Choralkantate enthält als primäre Textquelle alle vier Strophen des Lutherliedes, das in Anlehnung an Psalm 46 das Gottvertrauen thematisiert. Gemäß der ursprünglichen Bestimmung der zweiten Textquelle zum 3. Fastensonntag handelt die Dichtung Francks vom Krieg Satans gegen Gott.

Der kunstvoll komponierte Eingangschoral wird als einer der Höhepunkte der Bachschen Choralbearbeitungskunst angesehen. Er trägt die erste Strophe in Form einer colla parte begleiteten Choralmotette vor, in der die Singstimmen jede einzelne Liedzeile fugiert vortragen. Insbesondere fängt das Stück mit einer Doppelfuge an: Nachdem der beginnende Tenor die erste Choralzeile zum ersten Mal abgeschlossen hat, folgt der Alt mit dem Comes, während der Tenor die zweite Choralzeile dagegen setzt. Nach den Durchführungen der einzelnen Liedzeilen taucht jeweils die Choralmelodie als doppelter, kanonisch zeitversetzter Cantus firmus in den Oboen (bzw. in der Fassung des Sohnes in den Trompeten) und im Orchesterbass auf.
Es fällt auf, dass im Gegensatz zu sonst geschriebenen Chor-Eingangssätzen kein Ritornell am Anfang steht, sondern direkt mit dem Chor-Vortrag begonnen wird.

Im zweiten Satz wird die martialische Thematik durch von den Streichern gespielte Sechzehntelnoten unterstrichen. Zwischen den Choralstrophen ist die Dichtung von Salomon Franck der Weimarer Urfassung in Form von Arien und Rezitativen eingearbeitet, wobei im 2. Satz parallel zum Arien-Text Francks vom Sopran des Chors die 2. Strophe des Kirchenliedes als Cantus Firmus vorgetragen wird. Allgemein ist bei dieser Bachkantate die musikalische Symbolik von herausragender Bedeutung, mit welcher der Komponist die selbstbewusste Siegessicherheit im Kampf von Gut gegen Böse im Sinne dieser „Hymne“ des protestantischen Luthertums zum Ausdruck bringt.

Satz 5 bringt über bewegtem Orchesterspiel, das die Schlacht zwischen den himmlischen und teuflischen Kräften versinnbildlicht, die Choralmelodie als Cantus firmus im Chor, und zwar im Unisono, was die Geschlossenheit der Gemeinde symbolisiert.

Ausführende:

Katja Stuber (Sopran)  Marie-Claude Chappuis (Mezzosopran)

Martin Petzold (Tenor)  Henryk Böhm (Bass)

Thomanerchor Leipzig,   ThomasSchulChor Leipzig

Händelfestspielorchester Halle,

Leitung: Gotthold Schwarz

Eine Aufnahme von 2017

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Ein internationaler Vorschlag: in der Superintendentur am Thomaskirchhof in Leipzig die Teil-Wohnung von J. S. Bach für Besucher sichtbar zu gestalten!

Ein internationaler Vorschlag: In der Superintendentur am Thomaskirchhof in Leipzig die Teil-Wohnung von J. S. Bach für Besucher sichtbar zu gestalten!

Herr Professor Marc Boss ist ein neues Mitglied in der Bach-Gruppe auf Facebook:
„The German Music-Genius: Johynn Sebastian Bach“
und hat der Allgemeinheit diesen interessanten Vorschlag unterbreitet.

Wo war J.S. Bachs Haus? in der Thomasschule in Leipzig?

Ein Bericht über die Forschung, die durchgeführt wurde, um den genauen Standort von J. S. Bachs Haus in der ehemaligen St. Thomas-Schule in der Nähe der Thomaskirche in Leipzig ausfindig zu machen.

In Deutschland gibt es keine Wohnungen mehr, in denen Johann Sebastian gelebt und gearbeitet hat. Wenn man die Städte und in manchen Fällen auch die Orte kennt, an denen ihre Wohnorte standen, gibt es keine Spur mehr, während in London das Haus sechsunddreißig Jahre lang gelebt hat sein Zeitgenosse Georg Friedrich Händel und wo er starb, existiert noch. Sie wurde ein Museum. In Deutschland ist leider keine einzige Mauer eines vom Meister bewohnten Hauses heute ein Erinnerungsort für die vielen Pilger, die Liebhaber und Bewunderer seiner Arbeit sind.

Ein Bach-Enthusiast, der mit dieser Lücke unzufrieden war, ein Mitglied des Fördervereins Bach-Archiv und der Neuen Bachgesellschaft Leipzig, hatte die Idee, mit Hilfe der Katasterkarten der Stadt den genauen Standort seines Hauses zu ermitteln. Diese St.-Thomas-Schule, in der der Musiker 27 Jahre lang lebte und starb, wurde 1902 abgebrochen. Etwa an der gleichen Stelle wurde ein neues Gebäude für die Pfarrer (Superintendentur) errichtet. Bach residierte am südlichen Ende der Schule; er besetzte den Keller, das Erdgeschoss und die oberen Stockwerke. Sein Büro, Küche und Wohnzimmer befanden sich im ersten Stock.

In Leipzig wurde im 20. Jahrhundert lange überlegt, dass sich die Wohnung von Cantor im heutigen Gebäude befand. Folglich war es weder für Pilger noch für Pilger zugänglich.

Gereizt, den Ort des Hauses Bach nicht genau zu kennen, habe ich von den zuständigen Abteilungen des Leipziger Rathauses die Katasterpläne der Schule vor ihrer Zerstörung und die aktuellen Katasterpläne erhalten. Nachdem ich ihre Bewertungen homogenisiert hatte, überlagerte ich die Katasterkarten der ehemaligen Thomasschule und des rekonstruierten Gebäudes. Ich war erstaunt, jenen Teil der Oberfläche von Cantors Haus am südlichen Ende der Schule zu entdecken, dessen Arbeitszimmer, seine Komponirstube, außerhalb der Peripherie des jetzigen Gebäudes lag ein kleiner Bereich der Fußgängerzone, die vor der Thomaskirche (Thomas Pforte) und im Garten der Superintendentur vorbeiführt!

Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Gebäude zerstört wurde und am selben Ort kein Wiederaufbau stattfand, gab es keinen Grund, die unterirdischen Fundamente auszugraben. Die Fundamente der alten Mauer und des Untergeschosses von Bachs Wohnung sind daher höchstwahrscheinlich nicht entfernt worden. Die westliche Kellerwand der St. Thomas School war 1,20 m dick und für eine sehr lange Zeit war die Außenmauer der Stadt. Man kann sich leicht vorstellen, dass man bei einer kleinen archäologischen Arbeit durch das Graben von weniger als einem Meter Tiefe die Überreste der Mauer einer der ältesten und ehrwürdigsten Schulen Deutschlands finden würde. Ein Teil dieser Mauer befindet sich unter dem irdenen Garten der Superintendentur (Pastorenhaus); in der nahe gelegenen Fußgängerzone, unter dem Bürgersteig, vor der Superintendentur, muss man auch die gleiche Mauer finden.

Bachs Wohnung bestand aus einem Keller und dem Erdgeschoß sowie mehreren Stockwerken. Wenn man also beim Graben die Mauer in der Straße unter dem Bürgersteig findet, so ist es die des Kellers der Wohnung des Kantors. Und dort muss man unbedingt auch den Boden des Kellers seiner Wohnung finden.

Die beigefügten Fotos und Pläne zeigen die Standorte, die zerstörte Schule, die Fenster von Cantors Haus in der Schule, Ansichten von Westen und Osten, die zu graben Orte, sowie verschiedene Zeichnungen und entsprechende Katasterkarten. in Schule und Wohnung.

Wenn es in Leipzig den Willen gibt, jetzt oder später diesen Ort zu materialisieren, könnten wir mit wenig Aufwand die Fundamente der Schule an diesem Ort ans Licht bringen, die die Wände des Hauses von Cantor sind.

Der Bürgersteig in der Fußgängerzone könnte durch ein transparentes Schild ersetzt werden, so dass Sie unter der Wand und dem Boden des Kellers sehen können. Und auf dieser Platte könnte man leicht die Konturen der Räume im ersten Stock des Hauses nachzeichnen. An der Wand der Superintendentur, würden wir erklärende Platten anbringen. Alle Pläne existieren!

Für die vielen Pilger, die auf den Spuren von J.S. Bach nach Leipzig kommen, wäre das eine gute Gelegenheit eine Teilwohnung von J.S. Bach besichtigen zu können.

Eine Spendenaktion von Musikliebhabern aus aller Welt sollte die Kosten für die Arbeit, die das Leipziger Rathaus bestellen würde, einfacher zu finanzieren sein.

Verfasser: Professor Marc Boss (Präsident des Versailles Kammerorchesters)

Das Original-Word-Dokument in Englisch von Herrn Marc Boss ist hier zum Download möglich!

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ARTE-Film – Bach, eine deutsche Passion – STADT LAND KUNST !

ARTE-Film – Bach, eine deutsche Passion – STADT LAND KUNST !

Auf ARTE ist ein neuer Film über Johann Sebastian Bach veröffentlicht worden. Dieser Film ist in der ARTE-Mediathek verfügbar von 12/10/2018 bis 12/10/2020.

Mitten in Deutschland liegt der majestätische Thüringer Wald. In dieser Landschaft, Wiege des Protestantismus, kam Johann Sebastian Bach zur Welt. Die Musik des genialen Komponisten verkörpert die Qualen seiner deutschen Heimat im 18. Jahrhundert und das Aufkommen der Barockzeit.

Michael Maul (Intendant des Bachfestes Leipzig.)

BACH AND MAUL IN JAIL – AND BEYOND Fortsetzung unserer kleinen Reihe zu Bach auf ARTE. Danke an den großartigen Regisseur Heinz Cadera, mit dem ich nun zum ersten Mal auch die – angebliche – Gefängniszelle Bachs in Weimar besuchen konnte, und an The-New-Arnstadt-Bach Jörg Reddin für’s mitmachen. Hat wieder viel Spaß gemacht, und ich hoffe, die Bilder machen (noch mehr) Lust auf das Bachland zwischen Eisenach und Leipzig!


 

Language English

ARTE has released a new film about Johann Sebastian Bach. This film is available in the ARTE library from 12/10/2018 to 12/10/2020.

In the middle of Germany lies the majestic Thuringian Forest. In this landscape, cradle of Protestantism, Johann Sebastian Bach was born. The music of the ingenious composer embodies the torments of his German homeland in the 18th century and the advent of the Baroque era.

Michael Maul (Director of Bachfest Leipzig)

BACH AND MAUL IN JAIL – AND BEYOND Continuation of our small series to Bach on ARTE. Thanks to the great director Heinz Cadera, with whom I was able to visit the – alleged – prison cell of Bach in Weimar for the first time, and join Jörg Reddin for the-New-Arnstadt-Bach. Have fun again, and I hope the pictures make (even more) feel like the Bachland between Eisenach and Leipzig!

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