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J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung zum Reformationstag!


J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung zum Reformationstag!

                                         Denkmal: Martin Luther vor der Frauenkirche Dresden


Vorbemerkung zum Reformationstag!

ARD – Festgottesdienst zum Reformationsjubiläum
Übertragung aus der Schlosskirche in Wittenberg am Dienstag, 31.10.2017 um 15:00 Uhr

Die Predigt hält der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Der Leipziger Thomanerchor wird bei der musikalischen Gestaltung mitwirken.

In diesem Jahr ist der Reformationstag bundesweit ein arbeitsfreier Feiertag. Mit Blick auf die welthistorische Bedeutung der Reformation, die sich weit über religiöse Fragen erstreckt, haben die Bundesländer dies so beschlossen. Normalerweise ist der Reformationstag nur in den östlichen Bundesländern arbeitsfrei.

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder SehprobeRadio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 31.10.2017 begehen wir einmalig für alle in Deutschland das Reformationsfest!

Am Reformationstag müssen wir uns auch daran erinnern lassen, dass Martin Luther nie eine Kirchenspaltung im Sinn gehabt hat. Die Veröffentlichung der Thesen (in lateinischer Sprache, also nur für Gelehrte lesbar) diente dazu, eine Disputation (= Lehrgespräch) einzuleiten. Dabei ging es ihm zunächst nur um den Ablasshandel. Luther wollte die Wahrheit des Evangeliums an das Licht bringen. Das soll auch unser Anliegen sein.

Am Reformationstag hören wir die Seligpreisungen und werden daran erinnert, dass allein der Gaube an Jesus Christus uns vor Gott gerecht machen kann. Dies zu bekennen, sind wir bereit, auch wenn wir dadurch in Gefahr geraten. Aber wir wissen, dass wir das Wort Gottes nicht zu unserem Werkzeug machen können. Gottes Wort wirkt vielmehr in und durch uns.

Wochenspruch:

Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. (1. Kor 3, 11)

Wochenlied:

Nun freut euch, lieben Christen g’mein (EG 341)ll

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

EG 341 „Nun freut Euch lieben Christen g’mein“ – Gemeinde Chor Instrumental

Das Lied “Nun freut euch lieben Christen g’mein” (EG 341) schildert Luthers Weg zu seiner Rechtfertigungslehre. Es ist eins der vier Lutherlieder, die im ersten lutherischen Liederbuch, dem Achtliederbuch abgedruckt wurden.

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für das Reformationsfest

BWV 79  – Gott der Herr ist Sonn und Schild

BWV 80 – Ein feste Burg ist unser Gott

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszug aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate   ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 80 “Ein feste Burg ist unser Gott

Kantate zum Reformationsfest

Hannah Morrison, Sopran;  Sophie Harmsen, Alt;

Manuel König, Tenor; Tobias Berndt, Bass;

Chorus Musicus Köln;  Das Neue Orchester;

Leitung: Christoph Spering

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach – Auszug aus dem Programm:

BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“

Kantate zum Reformationsfest

Hannah Morrison, Sopran;  Sophie Harmsen, Alt;

Manuel König, Tenor; Tobias Berndt, Bass;

Chorus Musicus Köln;  Das Neue Orchester;

Leitung: Christoph Spering

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:04 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Sendung: Sonntag 06:04 – 07:30 Uhr

Kantate: ca. ab  07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“

Kantate zum Reformationsfest

Hannah Morrison, Sopran;  Sophie Harmsen, Alt;

Manuel König, Tenor; Tobias Berndt, Bass;

Chorus Musicus Köln;  Das Neue Orchester;

Leitung: Christoph Spering

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm

Sonntag 06:04 – 08:00 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 07:04 Uhr

BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“

Kantate zum Reformationsfest

Hannah Morrison, Sopran;  Sophie Harmsen, Alt;

Manuel König, Tenor; Tobias Berndt, Bass;

Chorus Musicus Köln;  Das Neue Orchester;

Leitung: Christoph Spering

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszug aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 79 “Gott der Herr ist Sonn und Schild

Kantate zum Reformationsfest

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rbb-Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszug aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 80 “Ein fest Burg ist unser Gott

Kantate zum Reformationsfest

Es wurden keine Ausführenden angegeben!

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-figaro–100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 79 „Gott, der Herr, ist Sonn‘ und Schild“ 

Kantate zum Reformationsfest

Joanne Lunn, Sopran: William Towers, Alt;

Peter Harvey, Baß

Monteverdi Choir, English Baroque Soloists,

Leitung: John Eliot Gardiner

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:31 Uhr

Programm:  

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm:

Sonntag  um 08:05 Uhr bis 08:31 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 80 “Ein feste Burg ist unser Gott

Kantate zum Reformationsfest

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:05 Uhr bis 07:00 Uhr

Programm:

http://www.deutschlandfunk.de/programmvorschau.281.de.html?cal:month=5&drbm:date=06.07.2016

PODCAST:
http://www.deutschlandradio.de/podcasts.226.de.html

Live-Stream:  

http://www.deutschlandfunk.de/unsere-live-streams.2396.de.html

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Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:05 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 80 „Ein feste Burg ist unser Gott“

Kantate zum Reformationsfest

Barbara Schlick, Sopran  Gerard Lesne, Countertenor

Howard Crook, Tenor  Peter Kooy, Bass

Collegium Vocale  La Chapelle Royale

Leitung: Philippe Herreweghe

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Reformationstag
Feiertag – 31. Oktober

Der Reformationstag wird von evangelischen Christen in Deutschland und Österreich am 31. Oktober im Gedenken an die Reformation der Kirche durch Martin Luther gefeiert. Anlässlich des 500. Jahrestages des Thesenanschlages ist der 31. Oktober 2017 ein deutschlandweiter Feiertag.

Sendezeit von Dom Radio Köln
Dienstag, 31.10.2017 von  7 – 14 Uhr 

Keine Programm-Angaben vorhanden!

weiter zum Text von Domradio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate
BWV 80 „Ein fest Burg ist unser Gott“

Kantate zum Reformationsfest!

Es sind keine weiteren Angaben zur Sendung vorhanden!

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Videos: 

Bach-Kantaten für das Reformationsfest

BWV 79  – Gott der Herr ist Sonn und Schild

BWV 80 – Ein feste Burg ist unser Gott

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/ YouTube: BW 79  –  „Gott der Herr ist Sonn und Schild“  (Interpret: S D G )

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/YouTube: BWV 80  –  „Ein feste Burg ist unser Gott“ –  ( Herreweghe )

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Kantaten-Beschreibungen von„Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

 Sir Gardiner Kantaten-Beschreibungen zum “19. Sonntag nach Trinitatis”

                   Gardiner   Reisetagebuch SDG 110  zum Download als PDF

 Künstler-Beitrag: Anne Schumann, Violine – zum Download  als PDF 

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CD’s vom Label SDG  

Cover:  SDG 110 –  Vol. 10

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CD-Bestellung  – CDs “SDG 110 – Vol. 10″

Link:   CD  Bach-Kantaten – 

Aufführungsorte:Kantaten für den “19. Sonntag nach Trinitatis

und das „Reformationsfest” 

Veranstaltungsorte:

CD 1 – Erlöserkirche, Potsdam am 20. Oktober 2000

CD 2 – Schlosskirche, Wittenberg am 31. Oktober 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte:Kantaten für den “19. Sonntag nach Trinitatis”

 .
BWV  5 “Wo soll ich fliehen hin“ 
Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  1
.

BWV 48 “Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  1

BWV 56 “Ich will den Kreuzstab gern tragen

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  1

BWV 90 “Es reißet euch ein schrecklich Ende”  – (Für den 25. Sonntag nach Trinitatis)
.
Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  1

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CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für das “Reformationsfest” 

BWV  79  – “Gott der Herr ist Sonn und Schild”

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  2

BWV 80 – “Ein feste Burg ist unser Gott”

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  2

BWV 192 – “Nun danket alle Gott” (Kantate für verschiedene Bestimmungen, wahrscheinlich für das Reformationsfest ?)

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  2

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2018 – vom 08.06. bis 17.06.2018

Bachs Vorliebe für Zyklen ist für uns Grund genug, das Bachfest 2018 unter das

Motto »Zyklen«

zu stellen in – selbst- verständlich – sechs Reihen erklingen Bachs zyklische Werke bzw. werden seine

Werke zyklisch aufgeführt.

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Link:  Informationen zu den Kantaten-Zyklen:

Für weitere Informationen und Reservierungen wenden sie sich bitte an:

Bachfest Leipzig, Ticketbüro / Groß-Kundenbetreuung: Frau Peggy Reinboth,

Herr Wolfhard Henze, 04013 Leipzig, Postfach 10 13 49

Telefon: +49 341 9137 333

E-Mail: ticket@bach-leipzig.de

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Der allgemeine Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2018 

beginnt am: 20. November 2017

Bachfest-Programm als PDF  zum Download 

Flyer „Der Leipziger-Kantaten-Ring als PDF zum Download 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen und Gewandhaus als PDF:

Sitzplan der ThomaskircheLeipzig als  PDF zum Download 

Sitzplan der NikolaikircheLeipzig als  PDF zum Download  

Sitzplan Großer Saal im Gewandhaus Leipzig  PDF zum Download

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video: Thomanerchor

J.S. Bach Kantate – BWV 79 „Der Herr ist Sonn und Schild“

Festgottesdienst in der Thomaskirche Leipzig am Reformationsfest – 800 Jahre Thomaner am 31. Oktober 2012

Ausführende:
Thomanerchor
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Georg Christoph Biller

Aufnahme zum Reformationsfest am Mittwoch 31. Oktober 2012 in der Thomaskirche Leipzig.

 

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” – stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und Musikdirektor der JS Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und Musikdirektor der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

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Johann Sebastian Bach

Kantate: J.S. Bach Kantate BWV 79 – „Gott der Herr ist Sonn und Schild“
Kantate zum Reformationsfest!

Aufnahme vom 6. Mai 2017 auf der Wartburg-Eisenach (500 Jahre Reformation)

Solisten:

Sopran: Miriam Feuersinger / Altus: Markus Forster 

Tenor: Daniel Johannsen / Bass: Matthias Helm

Orchester der J. S. Bach-Stiftung

Leitung: Rudolf Lutz 

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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Link:  mp3 – herunterladen  –

J.S. Bach-Stiftung – 

bei Amazon – mit Hörproben!

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Bezugsquelle: j p c

Link : bei  j p c


Ich wünsche allen Besuchern ein besinnliches Reformationsfest!

Herzliche Grüße

Volker

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J. S. Bach-Kantaten zum Reformationsfest am 31. Oktober 2015


Martin Luther - Denkmal

                                                          Martin Luther – Denkmal

Reformationstag – 31. Oktober 2015

Gesetzlicher Feiertag (arbeitsfrei) / kirchlich (evangelisch)
in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen (Germany)

Bedeutung Reformationstag:
Dieser Feiertag soll an den Beginn der Reformation der Kirche durch Martin Luthers „Wittenberger Thesenanschlag“ am 31.10. 1517, bei dem er seine 95 Thesen erstmalig veröffentlichte, erinnern. Luther gilt damit letztendlich als der „Vater“ der protestantischen/evangelischen Religion (wenngleich auch andere „Reformatoren“ wie Zwingli und Calvin ihre Beiträge dazu geleistet haben), da seine Anschauungen und Tätigkeit die weitreichendsten Folgen für die damalige römisch-katholische Kirche hatten. Luther wollte weder die Kirche spalten, noch eine neue Kirche/Religion stiften, sondern sie lediglich reformieren. Dieser Feiertag soll daher auch nicht in erster Linie an die Spaltung erinnern, sondern vielmehr an Luthers Ideen.

Thomaner J.S.Bach Kantate BWV 79 „Gott der Herr ist Sonn und Schild“ – Festgottesdienst in der Thomaskirche Leipzig am Reformationsfest – 800 Jahre Thomaner am 31. Oktober 2012

Ausführende:
Thomanerchor
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Georg Christoph Biller

Aufnahme zum Reformationsfest am Mittwoch 31. Oktober 2012 in der Thomaskirche Leipzig.

Johann Sebastian Bach. Ein feste Burg ist unser Gott, BWV 80

Coral: Ein feste Burg ist unser Gott
Aria Bajo + Coral: Alles, was von Gott geboren
Recitativo Bajo: Erwäge doch, Kind Gottes
Aria Soprano: Komm in mein Herzenshaus
Coral: Und wenn die Welt voll Teufel wär
Recitativo Tenor: So stehe dann
Duetto Alto y Tenor: Wie selig sind doch die
Coral: Das Wort sie sollen lassen stahn

Barbara Schlick, soprano
Gérard Lesne, alto (contratenor)
Howard Crook, tenor
Peter Kooy, bajo

La Chapelle Royale
Collegium Vocale
Philippe Herreweghe

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Martin Luther Jubiläumsjahr in 2017 Informationen !

                                  Martin Luther Jubiläumsjahr in 2017 Informationen !

Link zur Information

http://Martin Luther Jubiläumsjahr in 2017

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Herzliche Grüße

Volker

 

Verschollen geglaubte J.S. Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 wird zum Bachfest Leipzig erstmals öffentlich gezeigt


Artikel der Leipziger Internet Zeitung

http://www.l-iz.de/bildung/zeitreise/2015/02/verschollen-geglaubte-bach-quittung-aus-dem-jahr-1750-77678

Zeugnis aus Bachs letzten Lebenstagen

Verschollen geglaubte Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 wird zum Bachfest Leipzig erstmals öffentlich gezeigt

Die Unterschrift von Johann Christian Bach stellvertretend für seinen Vater auf der Quittung für das Lobwasser-Legat. Foto: Sammlung Bach-Archiv Leipzig

Verschollen geglaubte J. S. Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 vom Bach Archiv erworben.

Verschollen geglaubte J. S. Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 vom Bach Archiv erworben.

Ein ganz besonderes Dokument wird zum Bachfest 2015 erstmals wieder seit über 100 Jahren der Öffentlichkeit präsentiert. Es erzählt – auch wenn es Johann Sebastian Bach nicht selbst unterschrieben hat – von seinen letzten Lebenstagen. Und das waren keine guten. Denn eigentlich hatte sich der vom Grauen Star geplagte Thomaskantor vom berühmten reisenden Augenheiler John Taylor eine Besserung versprochen.

 Doch der reisende Okulist John Taylor (1703–1772) steht für jene Übergangszeit der Medizin, in der man zwar schon versuchte, den menschlichen Gebrechen mit chirurgischem Können zu Leibe zu rücken – aber die heute selbstverständliche Präzision und Hygiene noch nicht kannte. Bachs großer Zeitgenosse Händel geriet ja ebenfalls in die Hände des Wunderdoktors – büßte aber, anders als Bach, nur sein Augenlicht ein.

Bach aber starb an den Folgen des Eingriffs, der im April 1750 erfolgte. Was folgte, waren drei Monate Siechtum. Im Juli muss er so geschwächt gewesen sein, dass er keine Quittung mehr selbst unterschreiben konnte.

Das ist der Vorgang, der jetzt in der lang verschollenen Quittung “zu Bachs letzter Amtshandlung” sichtbar wird.

Es ist das einzige Dokument, das heute noch indirekt Auskunft über den Zustand Johann Sebastian Bachs nach der Augenoperation durch John Taylor, der damals am Brühl logierte, gibt. Johann Sebastian Bach muss Anfang Juli 1750 seinen jüngsten Sohn, den knapp 15-jährigen Johann Christian, beauftragt haben, die jährlich anfallende Auszahlung aus dem “Legatum Lobwasserianum” in Empfang zu nehmen und zu quittieren.

Der Umstand, dass die Unterschrift bei Empfang der Legatszahlung nicht von Bach selbst, sondern von seinem jüngsten Sohn Johann Christian geleistet wurde, deutet darauf hin, dass Bach möglicherweise damals schon außer Stande war, die Kantorenwohnung am Thomaskirchhof zu verlassen. Da die Verwaltung und Auszahlung des Lobwasserschen Kapitals durch einen Diakon der Thomaskirche erfolgt ist, hätte Bach seine Wohnung vielleicht noch nicht einmal verlassen müssen, um die Zinsgelder in Empfang zu nehmen.

Das “Legatum Lobwasserianum” geht auf eine Stiftung der frommen Leipziger Juristenwitwe Maria Lobwasser (gestorben am 28. 4. 1610) in Höhe von 1.000 Gulden zurück. Die jährlich anfallenden Zinserträge dieses Kapitals von 50 Gulden waren zur Unterstützung der Kirchen- und Schuldiener zu St. Thomas bestimmt, wobei dem Kantor, dem Konrektor und dem Tertius der Thomasschule jeweils 2 Gulden zustanden. Dies entspricht etwa der Größenordnung des durchschnittlichen Wochenlohns eines Organisten der Bach-Zeit. Die Auszahlung erfolgte auf Wunsch der Verstorbenen am Tag Mariae Verkündigung, dem 2. Juli.

Gesehen wurde die Quittung zur Auszahlung aus dem “Legatum Lobwasserianum” zuletzt 1908 bei einer Versteigerung des Leipziger Auktionshauses C. G. Boerner. Und wie so manches, was die Lebensgeschichte Johann Sebastian Bachs direkt und indirekt dokumentiert, tauchte auch ein Teil der Quittung nun wieder in einem Auktionshaus auf.

Im Dezember 2014 tauchte die untere Hälfte des Blattes (mit der Quittung von 1750) auf einer Auktion der Firma Swann’s in New York auf. Der Dokumentation war zu entnehmen, dass sich zumindest dieses Fragment vormals im Besitz der berühmten Cembalistin Wanda Landowska (1879–1959) befunden hatte.

Und wie das so ist, wenn man im Bach-Archiv so einen Fund mitbekommt: man setzt alle Hebel in Bewegung und nutzt seine Beziehungen zu Förderern und Unterstützern, um das Fundstück für das Leipziger Haus zu sichern.

Diesmal waren es drei Kuratoriumsmitglieder des Bach-Archivs Leipzig – Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Elias N. Kulukundis und Arend Oetker – die dabei Unterstützung gaben, das Dokument wieder nach Leipzig zurückzuholen und ihm im Bach-Archiv Leipzig eine dauerhafte Bleibe zu geben.

Und weil die Bachfreunde in Leipzig eine Chance bekommen sollen, das Neuerworbne auch selbst einmal zu sehen, wird die Quittung während des Bachfestes Leipzig, das vom 12. bis 21. Juni 2015 stattfindet, in der Schatzkammer des Bach-Museums Leipzig erstmals öffentlich gezeigt.

Radio-Sendungen mit Klassischer Musik vom 04.03.2015. bis 06.03.2015


Hallo zusammen,

sprechen kann ich immer noch nicht, aber wenigstens wieder kurz am Computer sitzen. Deshalb kommen auch wieder ein paar wenige Radiotipps.

Eine schöne Woche

Barbara

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Radio-Sendungen Klassische Musik

     Radio-Sendungen Klassische Musik

Mitwoch, 4.3.2015

rbb kulturradio

20.04 – 21.00

ALTE MUSIK SPEZIAL

William Byrd
Katholische Kirchenmusik im Geheimen

William Byrd war einer der bedeutendsten englischen Komponisten des elisabethanischen Zeitalters. Als bekennender Katholik allerdings sah er sich im streng anglikanischen Umfeld dazu gezwungen, seine Kirchenmusik im Geheimen aufzuführen. Diese Undercover-Messen und -Motetten weisen eine ganz eigene Faszination auf.

Donnerstag5.3.2015

Ö1 kulturradio 

19.30 – 21.00 Uhr

Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel.

„Wie die Alten sungen“ – Johann Sebastian Bach unter der Leitung von Karl Ristenpart, Karl Münchinger und Karl Richter

„Karl Richter und Johann Sebastian Bach“ – das ist eine „Marke“ bis heute. Der Organist, Chorleiter, Dirigent, mit Stützpunkt München – Instrumentalspiel: noch nicht auf „Originalinstrumenten“, Gesang: noch nicht vibratolos, ein Musizieren aus großer Tradition und vollem Herzen.

Nicht, dass sich die Moden plötzlich ändern würden und Harnoncourt, Leonhardt, Gardiner oder Herreweghe nicht mehr zählten: Aber aus dem Archiv des Senders RIAS Berlin wurde soeben ein Karl Richters Aufnahmen noch vorangegangener Bach-Kantaten-Zyklus unter der Leitung von Karl Ristenpart entrissen – mit zeittypisch-prominenter Sängerbesetzung: Agnes Giebel, Dietrich Fischer-Dieskau, Helmut Krebs … und in erster Abkehr vom romantisch verdickten „symphonischen“ Bach-Klang.

Zur 100. Wiederkehr seines Geburtstags wäre außerdem an den (auch mit den Wiener Philharmonikern dokumentierten) Gründer und Leiter des Stuttgarter Kammerorchesters, Karl Münchinger, zu erinnern. Karl Münchingers Einspielungen etwa der Bach-Passionen (mit Wunderlich und Prey, Ameling und Pears) hatten rund um 1960 Vorbildwirkung: mit reduziertem Instrumental-Korpus, Knabenstimmen im Chor, historisch korrekter Verteilung der Mitwirkenden im Raum.

Freitag, 6.3.2015

rbb kulturradio

18.04 – 18.50 Uhr

ALTE MUSIK

„Freitagsoratorium“ (3/6)
Heinrich Schütz

Bernhard Schrammek

Drei Passionen sowie eine Vertonung der „Sieben Worte Jesu Christi am Kreuz“ hat Heinrich Schütz hinterlassen. Diese Werke geben einen Einblick in die tiefe Religiosität des Dresdner Hofkapellmeisters und sind Musterbeispiele für die zeitgemäße Musikalisierung biblischer Texte.

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Radio-Sendungen mit Klassischer Musik vom 01.12.2014. bis 05.12.2014


Hallo zusammen,

ein wenig Bach, zwei junge Sopranistinnen mit schönen Programmen (je nach persönlichem Geschmack), ein Konzert, welches ich live gehört hatte, auch schon im Sommer gesendet wurde, wo ich aber die Aufnahme, die einen Tag später in London mit dem gleichen Programm, aber anderer Sopranistin entstand, vorziehe, eine erste Einstimmung auf das Weihnachtsoratorium mit einer „Blindverkostung“ und zum Schluss einen wirklichen Leckerbissen – ich denke, das wird eine schöne erste Adventswoche.

Die ich Euch hiermit wünsche

Barbara

Radio-Sendungen Klassische Musik

Radio-Sendungen Klassische Musik

01.12.2014

NDR – Link

20.05 – 22.00 Uhr

Von Bach zu Brahms

Johann Sebastian Bach: Wachet auf, ruft uns die Stimme, Kantate BWV 140 Gloria in excelsis Deo, Kantate BWV 191 Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 4 e-Moll op. 98 Johannette Zomer, Sopran Maximilian Schmitt, Tenor Thomas E. Bauer, Bariton NDR Chor Ltg.: Thomas Hengelbrock Aufzeichnung vom 13. Oktober 2011 in der Laeiszhalle Hamburg

Archiv zum Nachhören: http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html ————————————————————————————-

02.12.2014

Musiq3 (Belgien – Link)

19.00 – 22.00 Uhr

Georg Philipp TELEMANN – Concerto grosso „per il Sigr Pisendel“ en sib majeur. Georg Friedrich HAENDEL – Pugneran con noi le stelle (Rodrigo) – Per dar pregio (Rodrigo). Antonio VIVALDI – Concerto pour luth et cordes RV 93. Georg Friedrich HAENDEL – Salve Regina HWV 241. Antonio VIVALDI – Concerto pour violon et cordes en ré mineur RV 242. Antonio VIVALDI – Zefiri, che sussurrate (Ercole). Georg Friedrich HAENDEL – Un pensiero nemico di pace (Il Trionfo del tempo e del Disinganno) Georg Friedrich HAENDEL – Felicissima quest’alma (Apollo e Daphne). Arcangelo CORELLI – Concerto grosso op. 6/11. Il Pomo d’Oro. Georg Friedrich HAENDEL – Tu del ciel ministro eletto (Il Trionfo del tempo e del Disinganno)

Julia Lezhneva, soprano Luca Pianca, luth Il Pomo d’Oro dir. et violon: Dmitry Sinkovski Théâtre Royal de La Monnaie, 3/11/2014

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MDR figaro – Link

20.05 – 22.00 Uhr

Georg Friedrich Händel: „Let God arise“, Anthem, HWV 256a William Boyce: Solomon, Serenata – u. a. (Lucy Crowe, Sopran) James Gilchrist, Tenor Choir of the Enlightenment, Orchestra of the Age of Enlightenment, Leitung: Steven Devine Aufnahme vom 10.6.2014, Dom zu Halle

Das berühmte Londoner Orchestra of the Age of Enlightenment (OAE), das auf historischen Instrumenten musiziert, arbeitet seit seiner Gründung Mitte der 1980er Jahre ohne festen Dirigenten. In der Presse wird das Ensemble hoch gelobt. So schrieb ein britischer Kritiker: „Das OAE ist ganz einfach eines der feinsten Ensembles, das auf historischen Instrumenten spielt (.) Das Spiel war herrlich raffiniert und übersprudelnd“. Das viel gelobte Orchester tritt gemeinsam mit der jungen Sopranistin Lucy Crowe und dem Tenor James Gilchrist unter der Leitung von Steven Devine, der sich auch als Cembalist einen Namen gemacht hat, auf. Es erklingt u.a. die in Deutschland selten aufgeführte Serenata „Solomon“ von William Boyce, der 1737 von König Georg II zum „Master of the King’s Musick“ berufen wurde.

Anstatt der kurzfristig erkrankten Lucy Crowe singen 2 junge Chorsängerinnen die Sopran-Soli.

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Freitag, 05.12.2014

Radio clásica (Spanien Link)

15.00 – 16:30 Uhr

DOWLAND:

Grand Auditorium
Konzert in der Kirche von San Carlos Borromeo von Antwerpen, 24. August 2013 gehalten Aufnahme der VRT, Belgien.

Flow my tears, Lachrimae Antiquae, Lachrimae Antiquae Novae, The King of Denmark, his Galliard, Can she excuse my wrongs The Earle of Essex, his Galliard. Lachrimae gementes, Forlorn hope fancy. My thoughts are winged with hopes. Sorrow, stay. Sir John Langton’s Pavan. Come again. Lachrimae tristes. In darkness let me dwell. Time stands still. If my complaints. Lachrimae amantis. I saw my lady weep. Mr. Henry Noell his Galliard. Shall I strive with words. Mow o now, I needs must part.

Elin Manahan Thomas (sop.)

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rbb kulturradio – Link

20.03 – 22.00 Uhr

BLINDVERKOSTUNG

Johann Sebastian Bach:

Weihnachtsoratorium BWV 248

Mit Christian Detig und seinem Rateteam: Christine Lemke-Matwey, Kai Luehrs-Kaiser und Andreas Göbel

Im Mittelpunkt steht das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, das Gastgeber Christian Detig in verschiedenen Interpretationen vorstellen wird – allerdings ohne zu verraten, wer da spielt. Das müssen Christine Lemke-Matwey, Kai Luehrs-Kaiser und Andreas Göbel diskutierend und ratend selbst herausfinden.

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Freitag, 05.12.2014

MDR figaro – Link

20.05 – 22.30 Uhr

Johannes Brahms:

Begräbnisgesang op. 13

Felix Mendelssohn Bartholdy:

Choral „Mitten wir im Leben sind“ op. 23/3 MWV B 21

Johannes Brahms:

– Schicksalslied op. 54 – Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

The Monteverdi Choir, Gewandhausorchester Leipzig,

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

Aufnahme vom 28.11.2014, Gewandhaus, Leipzig Ausstrahlung in Stereo und Surround

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Radio-Sendungen mit Klassischer Musik vom 26.8. bis 31.8.2014


Hallo zusammen,

es ist wieder etwas später geworden, dafür gibt es morgen aber auch ein Highlight-Konzert.
Eine schöne Woche

Barbara

 Konzert zum Bachfest 2008 unter der Bach-Büste im Spiegelsaal Schloss Köthen (Sachsen-Anhalt) Germany

    Konzert zum Bachfest 2008 unter der Bach-Büste im Spiegelsaal Schloss Köthen (Sachsen-Anhalt) Germany

26.8.2014

SRF2

22.35 – 24.00 Uhr

Menuhin Festival Gstaad: Bach pur

Mit ihrer «Dornröschen»-Geige (einer hell klingenden Stradivari) widmet sich Isabelle Faust erfolgreich der Musik Johann Sebastian Bachs. Auch wenn, wie sie sagt, man sich als Geiger für dieses Repertoire nie bereit fühlt. Ein Zeichen von Fausts hohen Ansprüchen.

Die CD-Aufnahme auf jeden Fall von Bachs Werken für Violine solo ist Isabelle Faust geglückt. So haben es weitherum die Kritiker beurteilt. Historisch bewusst geht die deutsche Geigerin an ihren Bach heran, mit Barockbogen, aber ohne Darmsaiten. Was Isabelle Faust ein präzises, waches und aus dem Moment heraus entstehendes Spiel ermöglicht.

In diesem Gstaader Konzert widmet sich die Geigerin nun nur einer einzigen Solo-Sonate, entdeckt dafür aber die Welt der (weniger oft aufgeführten) Duo-Sonaten von Bach. Dies zusammen mit Kristian Bezuidenhout am Cembalo, der im Moment einer der aufregendsten Tasten-Musiker der Alten Musik ist.

Isabelle Faust, Violine

Kristian Bezuidenhout, Cembalo

J.S. Bach:

Sonate für Violine und Cembalo Nr. 1 h-Moll BWV 1014

Sonate für Violine solo Nr. 2 a-Moll BWV 1003

Sonate für Violine und Cembalo Nr. 3 E-Dur BWV 1016

Toccata für Cembalo d-Moll BWV 913

Sonate für Violine und Cembalo Nr. 6 G-Dur BWV 1019

Konzert vom 29. Juli 2014, Kirche Lauenen

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BBC Radio 3

10.15 pm – 11.35 pm ( bei uns 23.15 h– 00.35 h)

und die nächsten 7 Tage bei BBCProm 54: Beethoven – Missa solemnis

Duration: 1 hour, 30 minutes

Live from the Royal Albert Hall, London

The Monteverdi Choir and Sir John Eliot Gardiner live at the BBC Proms in a performance of Beethoven’s great Missa solemnis.

Presented by Martin Handley

Beethoven: Missa solemnis
Lucy Crowe (soprano)
Jennifer Johnston (mezzo-soprano)
Michael Spyres (tenor)
Matthew Rose (bass)
Monteverdi Choir
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Sir John Eliot Gardiner (conductor)

The Monteverdi Choir and Sir John Eliot Gardiner live at the BBC Proms. Celebrating its 50th anniversary this year, the Monteverdi Choir returns to the Proms with its founder-conductor Sir John Eliot Gardiner for one of the greatest of all choral works – Beethoven’s mighty setting of the Mass. It’s a work the choir has performed throughout its history, and has made two acclaimed recordings of. The unique atmosphere of a Late Night Prom is the perfect setting for this tumultuous spiritual journey, in which we are invited to acknowledge doubt and search for redemption.

This Prom will be repeated on Wednesday 3rd September at 2pm

http://www.bbc.co.uk/programmes/b04f8vlq

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27.8.2014

NPO Radio 4 (Niederlande)

20.00 – 22.30 Uhr

English Baroque Soloists en Monteverdi Choir, vocale solisten o.l.v. Sir John Eliot Gardiner Beethoven – Missa Solemnis Opname van 26 augustus 2014, Royal Albert Hall, London i.h.k.v. BBC Proms

Wiederholung der Sendung von BBC von gestern

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31.8.2014

SRF2

10.03 – 11.00 Uhr

Eine Art «Messe» von Felix Mendelssohn Bartholdy

Felix Mendelssohn: Kyrie d-Moll
Felix Mendelssohn: Gloria Es-Dur
Felix Mendelssohn: Kantate «Wir glauben all an einen Gott»
Felix Mendelssohn: Heilig aus «Die deutsche Liturgie»
Felix Mendelssohn: Kantate «Christe, du Lamm Gottes»

Kammerchor Stuttgart
Leitung: Frieder Bernius

SRF2

16.03 – 18.00 Uhr

Parlando

O Weh! Von der lustvollen Allianz zwischen Musik und Schmerz

Musik und Schmerzen passt das zusammen? Der schöne Schein und die Pein? Und ob! Und zwar auf vielfältige Art und Weise. Musik kann schliesslich nicht nur schmerzlich schön sein, sie kann auch unabsichtlich oder bewusst Schmerzen bereiten, sei es durch falsches Üben oder als Foltermethode.

Musik kann Schmerzen übertönen oder konnte. Damals, als fahrende Musiker die Ärzte, Operateure und Zahnbrecher auf den Märkten lautstark unterstützten und dafür sorgten, dass die Schreie der Patienten nicht allzu viele weitere potentielle Kunden abschreckten. Musik kann seelische und körperliche Schmerzen natürlich aber auch lindern, oder sie kann sie darstellen. Chiffren des Schmerzes in der Musik gibt es seit Hunderten von Jahren. Eine Spurensuche von Florian Hauser.

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Radio-Sendungen mit „Klassischer Musik“ für den Zeitraum vom 24. Juni bis 29. Juni 2014


Hallo zusammen,

noch einmal, oder besser zweimal, Bachfest Leipzig und 2 Sendungen abseits des Mainstreams. Den Knabenchor habe ich mit dem Programm live in Hannover gehört, das war schon klasse.

Eine schöne Woche

Barbara

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Konzerte im Radio I

24.6.2014

MDR figaro

MDR-Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

20.05 – 22.00 Uhr

Bachfest Leipzig

Johann Sebastian Bach:

„Lobe den Herrn, meine Seele“, Kantate BWV 69

Carl Philipp Emanuel Bach:

– „Gnädig und barmherzig ist der Herr“, Wq 250
– „Wer ist so würdig als du“, Wq 222
Johann Sebastian Bach: „Wir danken dir, Gott, wir danken dir, BWV 29

Jolanta Kowalska, Sopran;
Kai Wessel, Altus;
Karol Kozlowski, Tenor;
Peter Harvey, Bass
Capella Cracoviensis (Chor und Orchester)
Leitung: Jan Tomasz Adamus
Aufnahme vom 19.06.2014, Nikolaikirche Leipzig

27.6.2014

SRF2

15.03 – 17.00 Uhr

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

Parlando

Barockmusik im Urwald Eine musikalische Reise durch Bolivien

Vor fast dreihundert Jahren kam der Jesuitenpater Martin Schmid aus Baar als Missionar ins Amazonas-Tiefland des heutigen Boliviens. Er liess nicht nur Kirchen bauen, sondern gründete auch Musikschulen, lehrte die Chiquitos-Indios, Musikinstrumente zu bauen und komponierte.

Das musikalische und architektonische Erbe von Martin Schmid und der Jesuiten lebt in den Dörfern und Kleinstädten am Rande des bolivianischen Urwalds bis heute fort. In vielen Gemeinden gibt es Musikschulen. Jugendensembles führen in den Gottesdiensten und an Konzerten Musik aus jener Zeit auf und jedes zweite Jahr findet zudem ein internationales Festival der lateinamerikanischen Barockmusik statt.

Entscheidend für das Fortleben der Musik aus der Barockzeit in Bolivien erwies sich die Wiederentdeckung von mehr als 3000 Partituren aus dem 18. Jahrhundert bei der Restauration der Missionskirchen zwischen 1972 und 1999 durch den Schweizer Architekten Hans Roth. Die stark lädierten Partituren konnten gerettet und gesichert werden, editiert und rekonstruiert sind jedoch erst 15 bis 20 Prozent aller Werke.

Eine Sendung von Peter W. Frey mit Barockmusik aus Bolivien und Interviews mit jungen Musikerinnen und Musikern, ihren Lehrern und Musikwissenschaftlern.

29.6.2014

NDR

11..00 – 13.00 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

God save King George – Musik und Texte zur Krönung von König Georg I. aus dem Jahr 1714
Kompositionen von Henry Purcell, William Turner, Thomas Tallis, William Croft, Henry Lawes, John Blow, Jeremiah Clarke und William Child
Henning Voss, Countertenor / Stefan Wiefel, Sprecher
Knabenchor Hannover / Göttinger Knabenchor
Musica Alta Ripa / Ltg.: Jörg Breiding
Aufzeichnung vom 30. Mai in der St. Jacobikirche

Internationale Händel-Festspiele Göttingen 2014

29.06.2014

MDR figaro

19.30 – 22.00 Uhr

MDR-Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

BACHFEST LEIPZIG
Joseph Haydn: „Die Schöpfung“, Oratorium Hob. XXI:2

Carolyn Sampson, Sopran; James Gilchrist, Tenor; Christopher Purves, Bariton
MDR Rundfunkchor, Gewandhausorchester Leipzig, Leitung: Masaaki Suzuki
Aufnahme vom 20.6.2014, Gewandhaus, Leipzig

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Rundfunk Sendungen mit klassischer Musik für den Zeitraum vom 6. Juni bis 13. Juni 2014 mit Bach und Händel


Hallo zusammen,

J.S. Bach, Georg Friedrich Händel – die großen Festivals beginnen jetzt. Das schlägt sich auch im Radioprogramm nieder. Die Radiotipps sind diesmal für 2 Wochen mit richtigen Highlights.

Dom in Halle a.d.Saale. Ort der Händel-Festspiele 2014

       Dom in Halle a.d.Saale. Ort der Händel-Festspiele 2014                                                                

6. Juni 2014

BR klassik

20.03 – 22.00 Uhr

Tage Alter Musik Johann Sebastian Bach: „h-Moll-Messe“, BWV 232

Collegium Vocale 1704 & Collegium 1704

Leitung: Václav Luks

Solisten: Hana Blažíková, Sopran; Kamila Mazalová, Alt; Václav Čížek, Tenor; Tobias Berndt, Bass

Eröffnungskonzert mit Bachs „h-Moll-Messe“

„Das größte Kunstwerk, das die Welt je gesehen hat“ so beschrieb Carl Friedrich Zelter 1811 die Messe in h-Moll. Sie ist das letzte große Chorwerk Johann Sebastian Bachs und fraglos auch ein Höhepunkt in seinem Gesamtwerk.

Über ein Vierteljahrhundert, von 1724 bis 1749 erstreckte sich der Schaffensprozess, und umfasste somit beinahe Bachs gesamte Zeit als Leipziger Thomaskantor. Entstanden zunächst einzelne Sätze, so begann Bach in den späten 1740er Jahren damit, diese Einzelsätze mit weiterem Material zu einer vollständigen Messe auszubauen. Die Komplexität der einzelnen Sätze, ihre Vielgestaltigkeit – bei gleichzeitiger Wahrung des Gesamtwerk-Charakters -, dazu die äußerst sorgfältige Ausarbeitung: dies alles zeugt vom scheinbar unerschöpflichen Ideenreichtum des Komponisten.

Die Tage Alter Musik Regensburg eröffnen mit dieser »großen catholischen Messe« die 30. Ausgabe des Festivals am Pfingstwochenende vom 6. bis 9. Juni 2014. Ausführende sind das Prager Vokalensemble Collegium Vocale 1704 und das Prager Barockorchester Collegium 1704 unter ihrem Gründer und Leiter Václav Luks. Beide Ensembles zählen sicherlich zu den gegenwärtig aufregendsten Ensembles im Bereich historischer Aufführungspraxis.

Live aus Regensburg

7. Juni 2014

BR klassik

15.05 – 16.00 Uhr

Link: Internet-Radio BR Klassik:

http://mediathek-audio.br.de/index.html?playeronly=true&channelId=brk

Das Musik-Feature

Warum wir hören was wir hören

Oder: Wie musikalischer Geschmack entsteht

Von Monika Kursawe

Für die einen ist es der Gipfel des Genusses, für die anderen nur quälendes Getöse. Musik kann Glücksgefühle auslösen oder wahre Folter sein. Doch so unterschiedlich das Urteil ausfallen mag – über musikalischen Geschmack lässt sich angeblich nicht streiten. Aber woran liegt es, dass wir alle irgendwann eine spezielle musikalische Präferenz haben? Woran liegt es, dass wir Jazz, Oper, Pop oder Techno bevorzugen? Liegt unser Musikgeschmack in uns, wie unser Charakter? Wird er uns anerzogen oder benutzen wir ihn gar um uns von anderen abzugrenzen? Verändert sich unser Geschmack mit der Zeit oder hört die Generation Loveparade auch im Altersheim noch Techno statt Schlager? Eine Spurensuche.

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10. Juni 2014

MDR figaro

19:35 – 22.00 Uhr

mdr-Figaro Radio live im Internet: 

http://www.mdr.de/mdr-figaro

HÄNDELFESTSPIELE HALLE

Live aus dem Dom, Halle

George Frideric Handel: Overture, Solomon

George Frideric Handel: Arrival of the Queen of Sheba from Solomon

George Frideric Handel: Let God arise (Chandos Anthem No.11)

William Boyce: Solomon, a serenata for soprano, tenor, chorus & orchestra

Lucy Crowe, Sopran; James Gilchrist, Tenor

Choir of the Enlightenment, Orchestra of the Age of Enlightenment

Leitung: Steven Devine

Das berühmte Londoner Orchestra of the Age of Enlightenment (OAE), das auf historischen Instrumenten musiziert, arbeitet seit seiner Gründung Mitte der 1980er- Jahre ohne festen Dirigenten. In der Presse wird das Ensemble hoch gelobt. So schrieb ein britischer Kritiker: „Das OAE ist ganz einfach eines der feinsten Ensembles, das auf historischen Instrumenten spielt (.) Das Spiel war herrlich raffiniert und übersprudelnd“. Das viel gelobte Orchester tritt gemeinsam mit der jungen Sopranistin Lucy Crowe und dem Tenor James Gilchrist unter der Leitung von Steven Devine, der sich auch als Cembalist einen Namen gemacht hat, auf. Es erklingt u.a. die in Deutschland selten aufgeführte Serenata „Solomon“ von William Boyce, der 1737 von König Georg II zum „Master of the King’sMusick“ berufen wurde

Das Konzert wird am 12.6.2014 um 7pm in London ein zweites Mal aufgeführt und auch

von BBC Radio3 live übertragen.

Link: BBC Radio3

http://www.bbc.co.uk/radio3

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13. Juni 2014

MDR figaro

20.05 – 22.30 Uhr

mdr-Figaro Radio live im Internet: 

http://www.mdr.de/mdr-figaro

Bachfest Leipzig – Eröffnungskonzert

Zeitversetzt aus der Thomaskirche, Leipzig

Werke:

•           Johann Sebastian Bach: „Meine Seele erhebt den Herren“, Fuga sopra il Magnificat (für Orgel), BWV 733, Magnificat D-Dur, BWV 243

•           Carl Philipp Emanuel Bach: Magnificat D-Dur, Wq 215, „Heilig“, Wq 217

•           Johann Sebastian Bach: Sanctus D-Dur, BWV 232 III

Interpreten:

•           Ullrich Böhme, Orgel

•           Julia Sophie Wagner, Sopran

•           Susanne Krumbiegel, Mezzosopran

•           Benno Schachtner, Altus

•           Martin Petzold, Tenor

•           Andreas Scheibner, Bass

•           Thomanerchor Leipzig

•           Tafelmusik Baroque Orchestra

•           Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

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Grüße

Barbara

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Radio-Sendungen mit Klassischer Musik vom 12.5.2014 bis 17.5.2014


Radio-Sendungen mit Klassischer Musik !

Internet Radio Klassische Musik
   Web- Radios Klassische Musik

Weiter geht es mit den Thüringer Bachwochen in Weimar. Am meisten freue ich mich auf die Diskothek-Sendung des SRF über Pergolesis Stabat Mater – ein unter die Haut gehendes Stück. Mit CPE Bachs Magnificat kommt eine neue, von der Presse hochgelobte Aufnahme und Rachel Podger ist Energie pur.
Eine schöne Woche
Barbara

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Link zu den Web- Radios Klassische Musik

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Montag, 12.5.2014

SRF2

20.00 – 22.00 h

Diskothek im Zweiten

Giovanni Battista Pergolesi: „Stabat Mater“

Was für ein kurzes Leben, was für ein Megahit! Giovanni Battista Pergolesi wurde nur 26 Jahre alt, aber mit seinem «Stabat Mater» hat er sich unsterblich gemacht.

Sogar Bach war davon so beeindruckt, dass er es mit einem neuen Text unterlegte, und auch sonst lässt dieses einfach scheinende Stück für Sopran, Alt und Streicher niemanden kalt, schon gar nicht das Publikum.

Das Stabat mater ist ursprünglich ein mittelalterliches Gedicht, das die Mutter Jesu in ihrem Schmerz um den gekreuzigten Sohn besingt. Die anrührende Szene hat viele Komponisten zur Vertonung inspiriert, aber Pergolesis Version schlägt alle, vielleicht gerade weil sie so schlicht ist. Die Melodien bleiben hängen, der Zusammenklang von Sopran und Alt kann Magie entwickeln.

Das Stück bleibt nachhaltig populär, zur Zeit schiessen neue Aufnahmen gerade wieder einmal wie Pilze aus dem Boden. Heute weitgehend durchgesetzt hat sich die Version mit Solostimmen, wobei die Besetzung mit weiblichem oder männlichem Alt sehr unterschiedliche Resultate bringen kann. Selten geworden sind Fassungen, in denen sich Chor und Soli abwechseln.

Bei Gastgeberin Lislot Frei diskutieren der Sänger und Chorleiter Florian Cramer sowie der Cembalist und Komponist Thomas Leininger sechs Aufnahmen des Werks.

Dienstag, 13.5.2014

Dkultur

20.03 – 22.00 h

Thüringer Bachwochen 
Weimarhalle Weimar
Aufzeichnung vom 01.05.2014

Johann Sebastian Bach
Cembalokonzert d-Moll BWV 1052
Brandenburgisches Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048

Carl Philipp Emanuel Bach
Sinfonie C-Dur Wq 174

ca. 20.50 Konzertpause mit Nachrichten

Carl Philipp Emanuel Bach
Cembalokonzert c-Moll Wq 43,4

Wilhelm Friedemann Bach
Sinfonie F-Dur
Sinfonie d-Moll Falck 65

Andreas Staier, Cembalo
Petra Müllejans, Violine
Freiburger Barockorchester
Leitung: Petra Müllejans

Deutschlands bekanntes Ensemble für Alte Musik trifft den führenden Cembalisten des Landes: Wenn Andreas Staier und das Freiburger Barockorchester zusammen musizieren, ist musikalischer Hochgenuss programmiert. Für das Thüringer Bachfest hat Staier die interessantesten Konzerte von Vater und Sohn Bach zusammengestellt. Und mit dem berühmten dritten „Brandenburgischen“ und Friedemanns ‚F-Dur-Sinfonie‘ erklingen zwei echte Meisterwerke zwischen Barock und Frühklassik. Die „Freiburger“ werden angeführt von der ebenso virtuosen wie stilsicheren Geigerin Petra Müllejans.

Samstag, 17.5.2014

SWR2

19.05 – 20.00 h

Carl Philipp Emanuel Bach:
Magnificat Wq 215
Elizabeth Watts (Sopran)
Wiebke Lehmkuhl (Alt)
Lothar Odinius (Tenor)
Markus Eiche (Bass)
RIAS Kammerchor
Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: Hans-Christoph Rademann

BBC

19.30 – 22.00 h (bei uns: 20.30 23.00 h)

Handel, Vivaldi and Corelli from Rachel Podger and Arte dei Suonatori, celebrating the year 1714

Live from St. John’s Smith Square as part of the Lufthansa Festival of Baroque Music 2014

Presented by Ian Skelly

Handel: Overture and Suite from Rinaldo
Veracini: Violin Sonata in E minor, Op.1 No.6
Geminiani: Concerto grosso in D major (after Corelli’s Op.5 No.1)
Interval
Corelli: Concerto grosso in F major, Op.6 No.6
Handel: Concerto grosso in B flat, Op.6 No.7
Vivaldi: Violin Concerto in D minor, Op.4 No.8, RV 249

Rachel Podger (violin)
Arte dei Suonatori, Aureliusz Golinski (violin & director)

Polish ensemble Arte dei Suonatori and violinist Rachel Podger perform a specially devised programme of orchestral and instrumental works by five leading European composers, including concertos by Vivaldi and Corelli published in 1714, music from Handel’s first London opera (revived that same year), and a ’sequel‘ to Corelli’s Op.6 ingeniously fashioned in London by his pupil Geminiani.

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Ein Bericht vom Werkstatt-Wochenende mit zwei Bach-Kantaten in der Marienkirche Höxter vom 12.4.-14.4.2013


 

Aufführungsstätte Mitsing-Projekt Bach-Kantaten Marienkirche in Höxter a.d. Weser am 14. April 2013

Aufführungsstätte Mitsing-Projekt Bach-Kantaten Marienkirche in Höxter a.d. Weser am 14. April 2013

 Ein Werkstatt-Wochenende mit zwei Bach-Kantaten in Höxter (12.4.-14.4.13), die den

‚OFFENEN HIMMEL‘ und das sich ‚SICH-FREUEN‘  besingen.

K o n z e r t

Bachkantaten zum Mitsingen in Höxter an der Weser (OWL) – am Sonntag, 14. April 2013 um 19:30 Uhr in der Marienkirche Höxter

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Programm:

Programm: Bach-Kantaten zum Mitsingen Marienkirche Höxter 14. April 2013

                                          Programm: Bach-Kantaten zum Mitsingen Marienkirche Höxter 14. April 2013

Mitwirkende:

Sopran: Claudia Ehmann – (Berlin) Alt: Lena Sutor-Wernich – (Stuttgart) Tenor: Stefan Sbonnik (Münster) Bass: Mathis Koch (Detmold)

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Gesangs-Solisten Marienkirche Höxter

 Gesangs-Solisten Marienkirche Höxter- von Links:  Mathis Koch (Bariton) – Stefan Sbonnik (Tenor) –   Lena Sutor-Wernich (Alt)  -Claudia Ehmann (Sopran).

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Ausführende:

Kammerorchester „Sinfonietta Detmold

Konzertmeisterin: Christiane Muntschick

"Kammerorchester Sinfonetta Detmold" Bach-Kantaten in der  Marienkirche Höxter am 14. April 2013

 „Kammerorchester Sinfonietta Detmold“ Bach-Kantaten in der Marienkirche Höxter am 14. April 2013 – vorne links im Bild: Konzertmeisterin Chrstiane Mundschick. 

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Der Chor der Workshop-Teilnehmerinnen und – Teilnehmer Orgel und Basso Continuo: 

Kai Koch

Leitung: Jost Schmithals

Worlshop-Chor Marienkirche Höxter 14 April 2013

                    Workshop-Chor mit Bach-Kantaten in der Marienkirche Höxter am 14 .April 2013

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1.)   Ja-, da kamen sie wieder zusammen, die Chorfreunde und -freundinnen aus Berlin, dem Kreis Höxter und auch ich aus Herford, um diese zwei Kantaten BWV 11 ‚Lobet Gott in seinen Reichen‘ und BWV 30 ‚Freue die erlöste Schar‘ in der hochgotischen Werkstatt St.Marien in Höxter zusammen zu zimmern und zur Aufführungsreife zu polieren. Die beiden Kantoren Jost Schmithals (Höxter) und Kai Koch (Münster) meisterten die Stimmproben und Tutti-Versammlungen wieder in bewährter Weise. Man merkte, daß sehr viel organisatorische Vorarbeit geleistet wurde, damit die in Online-Lehrgängen vorpräparierten Kenntnisse der SängerINNEN sich der Partitur gemäß rechtwinklig zusammensetzen Die Bretter und Pfeiler lagen bereit. Jetzt musste alles nur noch zum haltbaren, klingendem Bau sich  auftürmen.

Workshop-Chor mit Bach-Kantaten Marienkirche Höxter am 14. April 2013

Kammerorchester „Sinfonietta Detmold“ und Workshop-Chor mit Bach-Kantaten Marienkirche Höxter am 14. April 2013

2.)  Der Begriff ‚Oratorium‘ ist ja vom WO ziemlich bekannt und belegt. Während das WO sich aber in seinen einzelnen Kantaten über mehrere Festtage erstreckt, erzählt das Himmelfahrts-Oratorium (HF) nur von einem Tag. Ist also mit seinen 9 Nummern entsprechend kürzer. Beide Kantaten gehen auf weltliche Vorlagen zurück. Die erste, eine Schulkantate von 1732 (vgl.Dürr, I, 288ff) und die zweite, die Wiederau-Kantate von 1737 (vgl.Dürr, II, 565). III.  Ist doch in Ordnung, dachte ich, dass J. S. Bach seine früheren situationsgebundenen Kompositionen ins geistliche recycelt-, also seine Werke im Notenschrank nicht versacken läßt, sondern aufarbeitet.  So finden sie im jährlichen Kirchenjahr-Zyklus bei uns regelmäßig Wiederverwendung. In genialer Weise bleibt dabei Bach ‚im Affektbereich der komponierten Musik‘ (so Dürr) und stellt nur passende Beziehungen zu den Lesungen des Sonntags her.

Meine Familie und ich waren im direkt an der Weser gelegenem Kloster Corvey gut untergebracht und über die Weser-Promenade konnte ich mit dem Fahrrad die Chorproben in der gotischen St.Marienkirche gut erreichen. Die längere Nachhause-Radtour hatte ich mir ja für den Montag aufgehoben. Denn am Sonntag und auch Montag nach dem Konzert sollte das Wetter ja besser werden. So geschah es dann. Dem Radler war ein blauer  Himmel beschert. Davon und den duftigen Wölkchen da oben inspiriert, will ich mich in meinem Bericht über Werkstatt und Aufführung nur auf die Schilderung des BLAUEN HIMMELS  und des SICH-FREUENS beschränken.

3.)  Es ist ja ein offenes Geheimnis, das Bach’s Kantaten in ihren musikalischen Motiven wahre Bilder malen: So die bewegten Wellen des Sees Genezareth, der Höllen Abgrund, Jagen und Tanzen, die Abendstimmung, die Gemeinschaft am Tisch und vieles mehr. Gerade wegen dieser Bildlichkeit sind Bach’s Kantaten auch so gut zu verstehen und im wirklichen Leben zu gebrauchen. Gilt gerade jetzt. Denn seit Jahresbeginn sehnen wir uns nach blauem, offenen Himmel. Wenn solch ein Himmel auf sich warten läßt, können wir ihn mit Bach in seinen Kantaten finden !!!       

Orchester und Workshop-Chor

Kammerorchester „Sinfonietta Detmold“ und Workshop-Chor Marienkirche Höxter  mit Bach-Kantaten am 14. April 2013                  

4.)  Jesus wird als Christus in den offenen Himmel aufgenommen. Die Tenor-Rezitative berichten dies und die Jünger und wir da unten STARREN STAUNEND nach oben. Was bleibt uns da übrig?  im BWV 11 – ‚Lobet Gott in seinen Reichen‘ -, ein reicher Raum, umgreifend von oben nach unten, umfassend die himmelstürmenden Phantasien und leider auch unsere erdgebundenen Realitäten. Aber immerhin mit drei Trompeten, Flöten, Oboen rühmen wir da unten ihn in seiner Pracht!  Wie Perlen tropfen die verschiedenen ‚Lobet-Rufe‘ der einzelnen Chorstimmen herunter,  reihen sich auf. Die Alt-Arie (Nr.4) trauert noch etwas dem Abschied-Nehmen hinterher. Die Sopran-Arie (Nr.8) in ihrer erlesenen Instrumentation (2 Traversflöten+Oboe) entwirft einen BETÖRENDEN Klang, als ob Christus wieder ins Irdische ‚heruntergezaubert‘ werden soll.

Der Schlusschor (Nr.9) fragt dann zunächst ein bißchen schläfrig nach dem ‚Wann es geschehen soll, das wir ihn in seiner Herrlichkeit wiedersehen‘. Dabei dominiert der Sopran  mit seinem lang ausgedehntem Cantus-Firmus (punktierte Halbe).                                                                                                                                        Doch plötzlich (ab Takt 41) kommen atemlose und ekstatische Töne, auch Tempowechsel:  angeführt vom Bass fragen drängend die Sänger: Du TAG, WANN WIRST DU ENDLICH DA SEIN. Da der starke Cantus-Firmus auch diese Passage (Takte 41-46) überdeckt, bekommen eigentlich nur wir Sänger dieses ‚etwas ungeduldige, fast unverschämte Fragen‘ mit. Damit wurde mir wieder einmal  deutlich, daß die Chorsätze in ihren verborgenen Motiven nur vom aktiven Sänger/IN entdeckt werden können. Denn innerhalb des Chorgewebes gibt es so viele musikalische z.Teil abgedeckte Motive und Strukturen, dass nur angeführt vom fachlich versierten Kantor  der interessierte Sänger/IN  die  Tiefe des Bach’schen Sinngehalts findet. Dass sich die einzelnen Stimmen (STAB) oft die Bälle zuwerfen, daß es auch ‚chorische Fugen‘ mit ihren festen Ablauffolgen gibt, dass Bilder im Kopf entstehen, kann der Hörer beim CD-Hören des HF oft heraushören. Daß  aber auch so etwas wie ‚GEHEIMBOTSCHAFTEN‘  im Ablauf und Zusammenklang der Stimmen herausgelesen werden können, wird nur der aktive Mitsänger aufspüren. Oder?

5.)  Wenn somit im Bach’schen Bild des OFFENEN HIMMELS solche untrügerischen Signale der Hoffnung und des Aufgehoben-Seins ausgesendet werden, dann bleibt nur noch ein überschwängliche SICH-FREUEN übrig. Diese Freude war dann in der zweiten Kantate BWV 30 ‚Freue dich, erlöste Schar‘ angesagt. Natürlich merkte man dieser Kantate auf Grund ihrer Inhomogenität ihren Parodiecharakter an.

6.)  Besonders  eindrücklich war für mich die Alt-Arie Nr.5  ‚….eilt und lauft ihr Adamskinder‘. Als ich bei der Zurück-Radfahrt am Montag nach dem Konzert mal besonders ‚abgeschlafft‘ war, ging mir genau diese Arie durch den Kopf. Na-,  was geschah dann? Bach’s Arie wirkte wie ein Energie-Riegel. ‚Eilen und Laufen‘ bekamen in mir wieder lust..

7.)   Was nicht vergessen werden sollte:

Kai Koch an der Orgel mit dem Präludium in e-moll von  Nicolaus Bruhns (1664-1694)

                 Kai Koch an der Orgel mit dem „Präludium in e-moll “ von Nicolaus Bruhns (1664-1694)

Nikolaus Bruhns (1665-1697)  und sein „Präludium in e-moll“ wurde von Kantor Kai Koch bravurös gemeistert.

– Zu den Solisten kann ich nicht viel sagen, da ihre Stimmen von uns hinten in der Choraufstellung nur reduziert wahrgenommen wurden. – Das Orchester und besonders die Continuo-Instrumente fand ich zu prägnant und laut. Dies war aber aufgrund der akustischen Verhältnisse nicht anders zu erwarten. Außerdem macht es mir immer Spaß, die Instrumente prägnant zu hören und zu sehen.

Kai Koch und Gesans-Solisten

Von links im Foto: Organist: Kai Koch und Gesangs-Solisten: Mathis Koch (Bariton) Stefan Sbonnik (Tenor) Lena Sutor-Wernich (Alt) Claudia Ehmann (Sopran) 

– Dankbar bin ich Kantor Jost Schmitthals und Kai Koch, dass beide zusammen diese Werkstatt-Arbeit jetzt zum drittenmal angeboten habe.

  • Schön-, dass unser Webmaster Volker und seine Frau zum Konzert anreisten. So gibt es jetzt noch eine weitere Sicht auf das Konzert und gewiss schöne Bilder davon.

– Herzlich danken will ich auch den Gastgebern, welche die weitgereisten Gäste aus Berlin und Herford im Anschluss an das Konzert mit Quiche Lorraine und Vin rouge verwöhnten.

Foto von links:  Konzertmeisterin Christiane Mundschick und Jost Schmithals, Leiter des Mitsing-Projektes in Höxter 14. April 2013

Foto von links: Konzertmeisterin Christiane Mundschick und Jost Schmithals, Leiter des Mitsing-Projektes in Höxter 14. April 2013

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Mit der Hoffnung , dass in diesem Frühling der OFFENE HIMMEL uns erhalten bleibt….

grüßt

ADAMO

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Eine Rezension der NW vom 17.4.2013 kann als PDF mit dem unteren Link aufgerufen werden.

https://meinhardo.files.wordpress.com/2013/04/nw-rezension-bach-kantaten-hc3b6xter-17-04-20131.pdf

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Fotoalbum anliegend  –  das Bild zur Vergrößerung a n k l i c k e n –  die Bilder

stehen den Konzert-Teilnehmern zur freien Verfügung !

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Ein Video als Zusatz-Bon-Bon live der Eingangschor aus der

Kantate BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen“

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Die zweite Etappe des Kölner Teils “Bach Marathon” – Die Johannes-Passion von J.E. Gardiner in der Philharmonie Köln


J.E. Gardiner - Johannes-Passion BWV 245 in der Philharmonie Köln (Bildrechte: Leen Roetman).

   J.E. Gardiner – Johannes-Passion BWV 245 in der Philharmonie Köln (Bildrechte: Leen Roetman).

Hallo zusammen,

nachdem ich die Johannes-Passion nun schon vier Mal mit John Eliot Gardiner erlebt habe, hatte ich ein schönes Konzert am Karfreitag, 29. März 2013 in der Philharmonie Köln, aber nicht viele neue Interpretationsansätze erwartet. Zumal die vorigen Versionen sich eigentlich immer glichen. Und doch: Gardiner scheint das Werk völlig neu durchdacht zu haben.

Programm - Johannes-Passion BWV 245 in der Philharmonie Köln (Bildrechte: Leen Roetman).

Programm – Johannes-Passion BWV 245 in der Philharmonie Köln (Bildrechte: Leen Roetman).

In der ausverkauften Kölner Philharmonie gab es eine  Johannes-Passion, BWV 245 zu hören, die derart filigran durchdacht und musiziert wurde, dass man immer wieder dachte, die Welt müsse kurz still stehen bleiben. Und das meine ich nicht als eine der üblichen Gardiner-Fan-Superlativen.

J.E. Gardiner - Johannes-Passion BWV 245 in der Philharmonie Köln (Bildrechte: Leen Roetman).

               J.E. Gardiner – Johannes-Passion BWV 245 in der Philharmonie Köln (Bildrechte: Leen Roetman).

War man bisher gewohnt, dass der Eingangschor dramatisch laut und eindringlich den Herrn anrief, ihn manchmal regelrecht anbrüllte, ließ Gardiner nun feierlich und ehrfürchtig „rufen“. Immer wieder reduzierte er deutlich das Volumen und erzielte schon nach wenigen Takten, dass man auch als geübter Konzertbesucher (auch als Gardiner-Kenner) dachte, dass jetzt mal etwas ganz Neues kommt. Der Monteverdi Choir brillierte hier und im gesamten Werk durch selbst für den Monteverdi Choir selten gestochen scharfe Artikulation und besonders in den Chorälen immer wieder durch unerwartete kleine Absetzer, die den Text plastisch in den Vordergrund rückten. Am Ende des Eingangschors war man bisher gewöhnt, dass Chor und Orchester alles geben. Diesmal kamen die Schlusstakte in einem Piano daher, dass den Raum durch Ausdruck, nicht durch Lautstärke einnahm. Die kleine Atempause zwischen den zwei letzten Worten „herrlich“ und „ist“ mit einem zurückhaltenden brutal-sanft-dramatisch-harmonischen Schlussakkord ließ hörbar allen etwa 2000 Zuhörern den Atem stillstehen.

Der Evangelist Andrew Tortise sang seine Rolle im Gegensatz zu dem bisher als Evangelist omnipräsenten Mark Padmore recht sportlich, was erstaunlicherweise aber weder auf Kosten von Tiefgang, noch auf Kosten von Stimmästhetik ging. Im Gegenteil hat Gardiner mit dieser Wahl wieder einmal bewiesen, dass er es versteht, auch seinen eigenen Interpretationen hin und wieder mal gehörig den Staub auszuschütteln. Was um Himmels Willen keine Kritik an Mark Padmores Evangelist sein soll. Der hat seinen Stern im Bach-Himmel sicher.

Auch die Tenor-Arien sang Andrew Tortise absolut überzeugend. Seine Stimme werden wir nun sicher des Öfteren hören. Gut so.

Zu Peter Harvey (Bass-Pilatus, Arien) – braucht man nicht viel zu schreiben. Egal, was er singt, er macht routiniert das Beste draus. Ebenso Dietrich Henschel (Bass), der als Jesus als Einziger auf der Bühne im dunklen Anzug erschien und nicht im Frack. Im Gegensatz zu vorigen Aufführungen sang diesmal auch „Jesus“ im Chor mit.

The Monteverdi Choir mit der Johannes Passion in der Philharmonie Köln (Fotorechte: Leen Roetman)

 Monteverdi Choir und English Baroque Soloists in der Philharmonie Köln  am 29.3.2013 (Fotorechte: Leen Roetman)

Hannah Morrison sang ihre Sopranarien mit der in Gardiners Bach nicht mehr wegzudenkenden kristallklaren schlanken Stimme, die wir so oder so ähnlich auch von anderen Sopranistinnen kennen. Vielleicht legt sie in künftigen Konzerten noch etwas an Ausdruck nach.

Meg Bragle (Alt) – verwundert mich immer wieder. Wenn sie einsetzt, habe ich immer Angst, dass sie mit ihrer leisen Stimme untergeht, wenn das Orchester etwas Anderes als Pianissimo spielt. Komischerweise denke ich das aber eben nur, wenn sie einsetzt. Und wenn ich mich hinterher daran erinnere, wie ich das bemerkte. Dazwischen singt sie so enorm hingebungsvoll, so dass man gebannt lauscht.

Was gibt es noch „Neues“? Gardiner hat dem Basso Continuo wieder eine Stelle mehr zugestanden. Anstatt eines Tastenspielers, der ständig zwischen Cembalo und Orgel pendelt, versahen nun Howard Moody und James Johnstone ihren Vollzeitdienst an der Orgel bzw. am Cembalo. Was mich persönlich freute, weil das Cembalo in einigen Passagen einfach noch mehr Dramatik auszudrücken vermag.

Aus dem „Ruhet wohl“ hat der Boss das Tempo auch noch rausgenommen und beim Orchester das Volumen. Dafür wurde mächtig an Ausdruck zugelegt. Phasenweise schwebt der Klang förmlich schwerelos durch den Raum. Würde er den Chorus auf zwanzig Minuten dehnen – ich bin mir nicht sicher, ob das jemand merken würde, so fesselnd wirkte das.

Inzwischen ist es eines von Gardiners Markenzeichen, größere Werke nach oben hin abzuwinken und sodann die Hände sehr langsam sinken zu lassen. Meistens kapiert das Publikum denn Sinn dahinter nicht und klatscht schnell drauflos, weil man ja auch schon an den Stau im Parkhaus denkt. Nicht so diesmal das sonst eher weniger sensible Publikum der Kölner Philharmonie. Selbst als Gardiners Hände dann unten sind, herrscht gebannte Totenstille, bis er mit er einem Kopfnicken und Grinsen Richtung Kati Debretzeni  (Konzertmeisterin) – vermutlich andeutet, dass es diesmal geklappt hat.

Der Applaus kracht herein und nach etwa 15 Sekunden steht die gesamte Philharmonie. Das hab ich da noch nie erlebt.

Schöne Ostern!

Martin

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P. S.

Herzlichen Dank an Leen Roetman, der uns die Bilder zur Verfügung gestellt hat..!!

Auf BBC Radio 3 läuft zur Zeit der Bach-Marathon..!!

Bach-Marathon

You-Tube-Video

Johannes-Passion von Sir John Eliot Gardiner:

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BBC Two – J.E. Gardiner-Video – J.S. Bach: A Passionate Life


Video BBC Two - J.E.Gardiner Leipzig J.S. Bach

                                        Video BBC Two – J.E. Gardiner Leipzig – J.S. Bach

Hallo Gardiner-Liebhaber !

BBC Two sendet vorab ein kleines Video mit Sir John Eliot Gardiner in Leipzig. Die vollständige Sendung gibt es heute Abend auf BBC Two um 20:00 Uhr, englischer Zeit, zu sehen.

Kurz-Video: DURATION: 03:08 Min.

At the end of every working week, Bach unveiled his cantata to the „City of Churches“, in Leipzig, where Bach would hold host to thousands of parishioners.

Bach: A Passionate Life

John Eliot Gardiner goes in search of Bach the man and the musician.

FIRST BROADCAST: 30 Mar 2013

Link: http://www.bbc.co.uk/programmes/p0170hws

Wünsche allen ein schönes Osterfest..!!

Herzliche Grüße

Volker

Himmelskönig sei willkommen – Bachs 328. Geburtstag in Leipzig


„Himmelskönig sei willkommen“ – Bachs 328. Geburtstag in Leipzig !

Ganz kurzfristig hatte ich mir Leipzig verordnet. Bach’s 328. Geburtstag am 21.03.2013 lud dazu ein, und ich brauchte dringend Luftveränderung und gescheite Musik.

J.S. Bach's 328. Geburtstag in Leipzig am 21. März 2013

                                        J.S. Bach’s 328. Geburtstag in Leipzig am 21. März 2013

Mein 1. Weg in Leipzig führte zum Thomasshop und zur Thomaskirche. Für das Geburtstagkonzert gab`s noch Karten. Es war ein außergewöhnliches Konzert. Gespielt wurde auf historischen Instrumenten, die teilweise aus dem Bach-Archiv kamen; die Thomaner haben in bachscher Orginalbesetzung gesungen. Die 16 – 23 Mitglieder des Thomanerchores unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller musizierten zusammen mit Solisten und dem Leipziger Barockorchester. Es war beeindruckend, mit welcher swingenden Leichtigkeit die Thomaner die Kantate BWV 182 anstimmten. Es wirkte einfach ansteckend.

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Begeistert war ich auch vom Orgelspiel des Universitätsorganisten Daniel Beilschmidt, der am 1. Abend an der Bachorgel u. a. einen Reger hingelegt hat (op.46/1), von dessen immer wiederkehrenden B-A-C-H  ich später nachts geträumt habe.

Mit lang anhaltendem Applaus haben wir uns bedankt. Biller konnte nicht umhin, uns mit seinen Thomanern eine Zugabe zu schenken: „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“.

Himmelkönig sei willkommen Chorbesetzung wie zu Bachs Zeiten und historische Instrumente

Kantate BWV 182 „Himmelskönig sei willkommen“ Chorbesetzung wie zu Bachs Zeiten und historische Instrumente

Der nächste Tag brachte die Freitagsmotette, wunderschön gestaltet; diesmal mit einem Universitätschor aus Minsk. Bei den kirchenslavischen Stücken sind wir weggeschmolzen. Aber viel Zeit zum Verweilen blieb nicht. Im Bachmuseum im Sommersaal legten Ute Loeck, Christoph Biller und der Pianist Stephan König „CHANCONettes mit Bach“ auf Parkett. Biller war als Johann Sebastian Bach direkt vom Himmel eingeflogen, hatte Friedemann (den Pianisten) gleich mitgebracht und die beiden waren zusammen mit Ute Loeck fit von Bach bis zu den Beatles. Wir haben uns vor Lachen gebogen und konnten nicht genug bekommen. Samstag ging Bachs Geburtstagfeier bei eisiger Kälte weiter, wir mussten (Carla, Tochter war freitags nachgekommen) wieder gen Heimat. Aber die Motette um 15.00 h in der Thomaskirche haben wir noch „mitgenommen“. Diesmal wieder in der ursprünglichen Besetzung mit Biller, den Thomanern und dem Gewandhausorchester.

Auf der Rückfahrt haben wir nur geschwärmt. Dieses quirlige, lebendige vor Musik überschäumende Leipzig hat es uns angetan. Nur drei Stunden Fahrt – und eine andere Welt. In diese Welt tauchen wir spätestens im Juni wieder ein.

Herzlichen Gruss

Iris

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P.SVideo: Leipziger Schüler feiern J.S. Bach in der Thomaskirche

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Bach-Kantaten als Workshop zum Mitsingen in Höxter (OWL) vom 12. bis 14. April 2013


Marienkirche in Höxter a.d. Weser - OWL

Marienkirche in Höxter a.d. Weser – OWL

Liebe Bach-Freunde/innen des Bach-Mitsing-Projektes in Höxter!

Durch einen freundlichen Hinweis von Wolfgang bin ich auf das Bach-Projekt in Höxter wieder aufmerksam gemacht worden.

Wochenend-Workshop in Höxter
(12.-14. April 2013)

mit Noten-Download und Online-Lehrgang

„Lobet Gott in seinen Reichen“
(Himmelfahrtsoratorium, BWV 11)

„Freue dich, erlöste Schar“
(Kantate BWV 30)

Das anschließende Konzert findet am 14.04.2013 um 19:30 Uhr in der Marienkirche in Höxter statt.

Nähere Informationen für Konzert-Besucher gibt es  – h i e r  – !!!

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Projekt: „Bachkantaten zum Mitsingen“

Höxter Workshop

Dazu heisst es im Internetauftritt aus Höxter wie folgt:

Herzliche Einladung !

Unser nächster Wochenend-Workshop „Bachkantaten zum Mitsingen“, im April 2013, bietet allen, die Freude am Chorsingen und an der großartigen Musik Johann Sebastian Bachs haben, wieder einmal eine besondere Gelegenheit der Mitwirkung:

Sie können bei diesem Chorprojekt zwei herrliche Kompositionen aus dem Kantatenschaffen Bachs an einem einzigen Wochenende in einer großen Chorgemeinschaft erarbeiten und gemeinsam mit professionellen Gesangssolisten und Orchestermusikern im Konzert aufführen, ohne sich für eine bestimmte Dauer an einen festen Chor binden zu müssen.

Auf dem Programm stehen dieses Mal die Kantate „Lobet Gott in seinen Reichen“ (BWV 11) – das sogenannte „Himmelfahrtoratorium“ – und die Kantate „Freue dich, erlöste Schar“ (BWV 30).

In Vorfreude auf unser nächstes Workshop-Wochenende
grüßen Sie herzlich

Jost Schmithals und Kai Koch

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Weitere Infos:

   Aktuelle Informationen für die Mitwirkenden
  Wegbeschreibung
  Verzeichnis der Höxteraner Hotels und Pensionen

Anmeldung und Kontakt:

   Anmeldung
   Infos über die Workshop-Leitung
   Kontakt und Impressum

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K o n z e r t

Bachkantaten in Höxter
am Sonntag, 14. April 2013 um 19:30 Uhr in der Marienkirche Höxter

Die Mitwirkenden sind:

Sopran: Claudia Ehmann – (Berlin)
Alt: Lena Sutor-Wernich – (Stuttgart)
Tenor: Stefan Sbonnik (Münster)
Bass: Mathis Koch (Detmold)

Kammerorchester „Sinfonietta Detmold“
Konzertmeisterin: Christiane Muntschick

Der Chor der Workshop-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer
Orgel und Basso Continuo: Kai Koch

Leitung: Jost Schmithals

Eintrittskarten können Sie bereits im Vorverkauf erwerben oder auch zur Abholung an der Abendkasse reservieren.

Oder ab 1.3.2013 bis 10.4.2013 per E-Mail an die folgende Adresse Karten für die Abendkasse zu reservieren:

email: jost.schmithals@musikalisches-zentrum-hx.de

Die Abendkasse wird um 18.45 Uhr geöffnet.

Infos zu den Eintrittskarten-Modalitäten erhalten Sie unter folgendem Link:

  zu den Eintrittskarten-Infos

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Das Besondere unseres Workshop-Konzepts

Die gemeinsamen Chorproben in Höxter konzentrieren sich auf ein einziges Wochenende. Deshalb sind unsere umfangreichen Workshop-Seiten ein wichtiger Bestandteil unseres Konzepts.

Denn zu Ihrer individuellen Vorbereitung haben Sie hier nicht nur die Möglichkeit des direkten Notenausdrucks, sondern Sie können sich in unserem speziell für diese Chorprojekte entwickelten Online-Lehrgang durch einfaches Klicken in die Bildschirmnoten jede beliebige Stelle aller Stimmen in unterschiedlichen Tempi vorspielen lassen.

So können Sie sich bereits vor dem Workshop-Wochenende zu Hause in Ruhe mit dem Verlauf Ihrer Stimmen, einzeln und im Gesamtklang, vertraut machen.

Bei den vergangenen Bachkantaten-Workshops war es jedes Mal eine große Freude, zu erleben, wie gut vorbereitet und hochmotiviert die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Wochenende anreisten – egal ob sie sich die Stimmenverläufe vorab ganz selbständig erarbeitet hatten oder mit den von uns zur Verfügung gestellten Hilfen

(Online-Lehrgang und/oder Musik-CDs).

So gelang es trotz der technisch anspruchsvollen Musik Bachs am Workshop-Wochenende jeweils problemlos, innerhalb kurzer Zeit die einzelnen musikalischen Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen – so wie es die Illustration auf unseren Workshop-Plakaten symbolisiert.

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BachProjekt Höxter

                                                     BachProjekt  – Chor von Januar 2012 in der Marienkirche Höxter

Hier sind wieder interessierte Bach-Freunde/innen aufgerufen, sich an diesem Bach-Projekt mit fantastischen Bach-Kantaten als aktive Mitsänger(innen) für ein Wochenende im April 2013 zu engagieren.

Ein herzliches Willkommen nach (OWL) Ostwestfalen-Lippe – möchte ich an die ehemaligen Mitwirkenden von Januar 2012 ausrichten und würde mich über ein Wiedersehen freuen…….

Herzliche Bach-Grüße

Volker



Einhundert Jahre Lambarene – In Memoriam: Albert Schweitzer-Jahr 2013 mit Historischen Orgel-Konzerten


Albert Schweitzer (1875-1965)

Albert Schweitzer (1875-1965)

Liebe Orgelfreunde(innen),

unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit

finden im Kalenderjahr 2013 zahlreiche historische Orgel-Konzerte statt aus Anlass zum 100-jährigen Spital-Bestehen von Lambaréné (Gabun, Zentral-Afrika), welches von Albert Schweitzer 1913 als Spital in Lambaréné gegründet worden ist.

Das Jubiläum des Lambaréné-Spitals wurde in 2013 zu einem Albert-Schweitzer-Jahr 2013 der Kirchen- und Orgelmusik ausgerufen. Fast 200 musikalische Andachten, Orgelkonzerte, Gottesdienste und Meditationen finden im Kalenderjahr 2013 in Europa statt. In allen beteiligten Kirchen hatte der spätere Friedensnobelpreisträger (1875-1965) selber öffentlich konzertiert. Die eingehenden Spenden innerhalb der Konzerte gehen an die Albert-Schweitzer-Lambaréné-Stiftung.

Die Sanierungskosten des 1913 von Schweitzer gegründeten Spitals werden auf bis zu fünf Millionen Euro geschätzt. 90 Prozent davon sind nach Angaben des Deutschen Hilfsvereins Albert-Schweitzer-Spital Lambarene noch nicht gedeckt. Der Verein mit Sitz in Frankfurt am Main ist Initiator des Schweitzer-Jahres, das auch das Anliegen des Arztes und Theologen verstärkt wieder in die öffentliche Aufmerksamkeit rücken soll.

Als Theologe, Philosoph sowie als Orgel- und Musikforscher verfasste Albert Schweitzer wegweisende wissenschaftliche Werke. Angesprochen und berührt hat Albert Schweitzer die Menschen ganz ohne Worte als Organist über die Musik von Johann Sebastian Bach.

Albert Schweitzer’s Orgellehrer Charles-Marie Widor regte ein Buch über Johann Sebastian Bach an, durch das die französische Orgelwelt stärker mit der für Bach grundlegenden protestantischen Kirchenmusik und ihrem Wortbezug vertraut gemacht werden sollte (J. S. Bach, le musicien-poète. Paris u. Leipzig 1905). Widor selbst, Schweitzer freundschaftlich zugetan, verfasste dazu das Vorwort. Er riet auch zu einer deutschen Fassung, woraus durch völlige Neubearbeitung Schweitzers große Bach-Monographie (Johann Sebastian Bach. Leipzig 1908) entstand, ebenfalls mit einem Vorwort Widors versehen. Während die biographischen Details und die Datierung insbesondere der Kantaten inzwischen durch die Bachforschung weitgehend überholt beziehungsweise erweitert worden sind, ist die Bach-Monographie in musikästhetischer Hinsicht nach wie vor ein Standardwerk von großer geistes- und wissenschaftsgeschichtlicher Bedeutung.

Lambaréné-Spital in Gabun, Zentral-Afrika

            100 Jahre „Lambaréné-Spital“ in Gabun, Zentral-Afrika. Gegründet 1913 von Albert Schweitzer.

Auf der Orgel zu predigen, war Albert Schweizers erklärtes Ziel. Lassen wir uns ansprechen von der Musik und von den Texten und Gedanken Albert Schweitzers……..

Eine Aussage von Albert Schweitzer:

„Für Bach verhallen die Klänge nicht, sondern steigen als ein unaussprechliches Loben zu Gott empor. In dem Thomaskantor redet einer der größten Mystiker, die es je gegeben hat, zu den Menschen und führt sie aus dem Lärm in die Stille.“

Umfassende Angaben / Termine zu den Albert Schweitzer-Veranstaltungen in 2013

 >>  h i e r  <<

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Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Innerhalb des Albert-Schweitzer-Jubiläumsjahres 2013 fanden zwei beeindruckende Orgelveranstaltungen in OWL – (Ostwestfalen-Lippe) statt, die wir mit Freunden besucht haben und möchte unsere Eindrücke in einem Bericht dazu wiedergeben.

Leider enthielt sich die örtliche Presse mit einer entsprechenden Rezension zu diesen großartigen Konzerten.

Beckerath-Orgel Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Die große Beckerath-Orgel  von 1965 Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Unser erster Besuch galt der Veranstaltung in der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld am 19. Januar 2013 das im Rahmen der „Albert Schweitzer-Tage 2013“  stattgefunden hatte. Die eingehenden Spenden in den Konzerten gehen an die Albert Schweitzer-Stiftung Lambaréné.

Dieses Benefizkonzert wurde von Prof. Daniel Maurer, Straßburg, Titularorganist an St. Thomas und St. Guillaume, durchgeführt. Alle Vortragenden dieser Konzerte verzichten auf ein Honorar und stellen es der Albert Schweizer-Stiftung (für Lambaréné) selbstlos zur Verfügung.

Zu einer vergrößerten Ansicht bitte in die Bilder klicken !

Albert Schweitzer persönlich gastierte zu zwei Orgel-Konzerten in den 20er Jahren in Bielefeld. Schweitzer gab als Bach-Orgel-Sachverständiger Konzeption und Dispositions-Hinweise zum Neuaufbau der Chor-Orgel  – „Kleine Beckeradt-Orgel“  von 1954 – in der Bielefelder Altstädter Nicolaikirche.

Chor-Orgel - Kleine Beckerath-Orgel Altstädter Nicolaikirche Bielefeld von 1954

Chor-Orgel – Kleine Beckerath-Orgel Altstädter Nicolaikirche Bielefeld von 1954

Die Orgel-Werke und drei Lesungen mit Texten von Albert Schweitzer innerhalb der stattfindenden Lesungs-Pausen ergaben einen gelungen  Rahmen innerhalb des Konzertes. Diese Form wurde von Albert Schweitzer in seinen Orgel-Konzerten gerne praktiziert, um dem Hörer nach erklingen der Orgelwerke eine geistlge Vertiefung des Gehörten zu verinnerlichen.

Als ein kongenialer Partner an der großen Beckerath-Orgel fungierte ein Orgelvirtouse der Extra-Klasse aus Frankreich. Prof. Daniel Maurer erwies sich als ein großartiger Bach-Kenner und machte den Orgelabend zu einem wahren Kunstgenuss.

Toccata und Fuge in d-Moll – (BWV 565) ist wohl das mit Abstand bekannteste Orgelwerk europäischer Kunstmusik. Es wird traditionell Johann Sebastian Bach zugeschrieben, auch wenn dessen Autorschaft gelegentlich angezweifelt wurde. Sehr klar und verbindlich ist Maurers Bach-Exegese im BWV 565 zu spüren. Feurig, fast improvisatorisch klingen die Passagen. Kaum je hat man bei der Passacaglia, die hier gleichsam im Mezzoforte anhebt, die Präsenz des Themas intensiver wahrgenommen. Es wurde zu einem Kunstgenuss, diese sehr bekannte Orgel-Literatur einmal so interpretiert zu hören.

Besonders herausstellen möchte ich noch die Transkription von Daniel Maurer „Choral: Meine Seele erhebet den Herrn“ aus den sechs Schübler-Chorälen, BWV 648 und dem Magnificat“ , BWV 243. Das ging ans Herz, die Registrierung und Innigkeit dieser – Maurer-Eigen-Transkription gelang ihm grandios. Kein Räuspern und Husten fand mehr statt, alles lauschte gebannt dem Vortragenden und der Besucher wurde in eine andere Welt entrückt die mit der Wirklichkeit nichts mehr gemein hatte.

Mir vielen spontan Schweizers Worte ein:

In dem Thomaskantor redet einer der größten Mystiker, die es je gegeben hat, zu den Menschen und führt sie aus dem Lärm in die Stille.“

Ein rasender Schlussapplaus der Besucher dankte einem grandiosen Organisten, der sich nur mit einer Händel-Zugabe in die kalte Nacht verabschieden konnte….

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50. Haller Bach-Tage

St. Johanniskirche Halle (Westf.)

St. Johanniskirche Halle (Westf.)

Der nächste Weg auf „Albert Schweitzers Spuren“ führte uns am 2. Februar 2013 in die St. Johanniskirche, nach Halle (Westfalen) zum 50. Haller-Bachfest: 

„TE DEUM LAUDAMUS – Danke und Lob“

Halle in Westfalen gehört nicht eben zu den großen Kulturmetropolen dieser Welt. Aber, einmal im Jahr blickt die Musikwelt dennoch beneidenswert auf das 21.000-Einwohner-Städtchen in der Nähe von Bielefeld so bezaubernd am Teutoburger Wald gelegen. Der Grund: die Haller Bachtage.

WDR3 zum Nachhören Sendung vom 31.01.2013

>> anklicken >>  50 Jahre Haller Bachtage (31.01.2013) [WDR 3 TonArt]

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Heintz-Orgel in St. Johannis Halle (Westf.)

Heintz-Orgel in St. Johannis Halle (Westf.)

HISTORISCHES ORGELKONZERT
Samstag, 2. Februar 2013
18:00 Uhr
St. Johanniskirche, Halle Westfalen

Albert Schweitzer in St.Katharinen
am 28. Oktober 1928
Prof. Martin Lücker (Frankfurt am Main), Orgel

In diesem Historischen Orgelkonzert spielte

Prof. Martin Lücker aus Frankfurt, gebürtig aus OWL

das Programm des Konzertes nach, das Albert Schweitzer am 28.Oktober 1928 in der Evang.St.Katharinenkirche in Frankfurt am Main gab. Ab den 20er Jahren hatten ausgedehnte Konzertreisen Albert Schweitzer in viele europäische Städte geführt; für drei von seinen insgesamt sieben Frankfurter Konzerten kam er in die St.Katharinenkirche: am 28. Oktober und 1. November 1928, dann noch einmal am 19. April 1932. In Scharen lauschten die Menschen seinem Spiel, denn sie erwarteten nicht allein einen hervorragenden Orgelspieler zu hören, sondern wollten auch den Mann erleben können, der als Urwald-Doktor zum Symbol gelebter Nächstenliebe geworden war. 

Original-Programm von 1928 - Erstes Orgelkonzert in Frankfurt von Albert Schweitzer

Original-Programm von 1928 – Erstes Orgelkonzert in Frankfurt von Albert Schweitzer. – Wiederholung am 02.02.2013 in St. Johannis Halle (Westf.)

 Zwar wollte Schweitzer mit seinen Konzerten zunächst einmal Geld für sein Spital in Lambarene einspielen, doch über den guten Zweck hinaus verstand er sein Konzertieren als künstlerische Mission an ein breites Publikum, wie der Aufbau seines Konzertprogramms zeigt. Mit Bachs wohl berühmtestem Orgelwerk, der Toccata und Fuge d-moll BWV 565, eröffnet Schweitzer den Abend. Dann folgen vier Choralbearbeitungen, mit denen er sozusagen ein kleines Leben Jesu vorstellt: Advent, Weihnachten, Passion, Abendmahl. (Mit seiner Geschichte der Leben-Jesu-Forschung hatte Schweitzer bald nach der Jahrhundertwende ein wichtigen Beitrag zu einer zentralen Disziplin der evangelischen Theologie geleistet.)

Stets bat Schweitzer einen orstansässigen Chor, zu den erklingenden Choralvorspielen die passenden Bach’schen Choralsätze zu singen, damit deutlich wird, wie nah am Text Bach komponiert. Doch warum platziert Schweitzer zwischen die Choralvorspiele die Fuge A-Dur BWV 536? Ein Blick in Schweitzers Bach-Biographie lehrt: Das Thema dieser Fuge leitet sich ab aus der Kantate BWV 152 „Tritt auf die Glaubensbahn!“ Mit Präludium und Fuge h-moll BWV 544 setzt Schweitzer den Höhepunkt der Bach-Gruppe, aber für den Schluss des Konzertes wählt er die 6.Orgelsonate von Felix Mendelssohn-Bartholdy (Vater unser im Himmelreich) und endet nicht mit triumphaler virtuoser Geste, sondern ganz verinnerlicht.

Das einzigartige Erlebnis, das Schweitzers Konzerte seinerzeit bedeutet haben müssen, lässt sich nicht rekonstruieren, aber durch das Nachspielen dieses Historischen Orgelkonzertes soll ein Mensch geehrt werden, der Musik, Theologie und Humanität auf beispielhafte Weise verbinden durfte.

(Textangaben Programm Haller Bachtage)

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Für dieses „Historische-Konzert“ von Albert Schweitzer zum Nachspielen von 1928 steht in St. Johannis in Halle (Westf.) die großartige Heintz-Orgel von 1992 zur Verfügung.

Heintz-Orgel von 1992 in St. Johannis Halle Westf.

                                  Heintz-Orgel von 1992 in St. Johannis Halle Westf.

Kurz-Angaben zu der Heintz-Orgel:

Gebaut hat die Orgel die Firma Georges Heintz aus Schiltach im Schwarzwald im elsässischen Stil nach Andreas SilbermannJede Orgel bekommt ihre unverwechselbare äußere Gestalt (Prospekt) und ihr charakteristisches Klangbild (Disposition).

Der Prospekt wurde von Burkhard Goethe entworfen. Die Disposition stammt von KMD Martin Rieker, Georges Heintz (Orgelbau) und Dr. Helmut Fleinghaus. (Dozent HfK Herford) 15 m³ Eichenholz, geschlagen im Kraichgau, 1.200 kg Zinn und 1.500 kg Blei wurden für die Orgel verarbeitet. Insgesamt besitzt sie 2.198 Pfeifen aus Holz und Metall. Die längste Pfeife (Holz) ist 5,10 m lang; die kürzeste (Metall) ist 19 mm lang. 

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Ein Kurz-Ausschnitt als Video von der Heintz-Orgel in St. Johannis, Halle

Link: https://meinhardo.files.wordpress.com/2011/02/84-haller-bachtage-halle-westfalen.mov

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Ausverkauft ist das Konzert nicht. Aber mehr als 250 Musikfreunde sind in die St. Johanniskirche nach Halle gekommen, wo die Organisatoren zwar nicht die Kirchenbänke verrücken können, aber doch die Bestuhlung seitlich am Altarraum auf die Orgel ausgerichtet haben. Wir setzten uns im Mittelgang auf die erste seitliche Stuhlreihe in der Hoffnung, alles gediegen mitzubekommen. Bei der wörtlichen Einleitung zum „Historischen Programm von 1928“ durch Martin Lücker verstanden wir trotz der Nähe zu ihm kein Wort, die Lautsprecher waren auf den Kirchenraum (Mittelschiff) ausgerichtet und das Seitenschiff blieb unbeschallt ein absoluter Fauxpas des Veranstalters hier müsste unbedingt Abhilfe geschaffen werden oder die Stuhlreihen entfallen in Zukunft….!!

Für das eigentliche Orgel-Konzert erwiesen sich die Plätze als gut geeignet. Mit  der Toccata und Fuge d-Moll BWV 565 von Johann Sebastian Bach, das wohl bekannteste Orgelwerk des Komponisten. begann das „Historische-Konzert von 1928“. Martin Lücker bot eine in sich stimmige Interpretation die zu gefallen wusste. Im Unterbewusstsein war mir noch die grandiose Wiedergabe in Bielefeld von Daniel Maurer im Gedächtnis haften geblieben, die unzweifelhaft etwas Einmaliges gewesen war.

Fantastisch erklangen im Anschluss die vier Choral-Vorspiele von J.S. Bach. Hier spürte man es recht deutlich, das war die Welt, wo sich der Organist zuhause fühlt. Wunderschön registriert in ruhiger Manier gespielt, war es ein Hochgenuss, Lücker in seinem innigen Vortrag zu folgen. Als ein zusätzlich bewegender Moment erwiesen sich die gesungenen Choräle zur Verinnerlichung des zuvor Gehörten. Das war ganz im Sinne von Albert Schweitzer und wurde von dem prächtig singenden Chor großartig umgesetzt. Diese Ausführungsform habe ich in einem Orgel-Konzert noch nie erleben dürfen und würde den zukünftigen Aufführenden sehr ans Herz legen, diese Idee von Schweitzer wieder aufleben zu lassen.

Mit Präludium und Fuge h-Moll BWV 544 stand ein weiteres Orgelwerk von Bach auf dem Programm, ehe Felix Mendelssohn-Bartholdys Sonate d-Moll op. 65, Nr 6 den Abschluss bildete. Diesem Werk wurde Lücker ebenso gerecht wie der Musik Bachs. Es strahlt eine große Spiritualität aus, die der Organist wunderbar interpretierte. Sowohl Martin Lücker als auch das Vokalensemble boten eine hervorragende Gesamt-Leistung an diesem außergewöhnlichen Konzert-Abend.

Gerne wären wir dem 50. Haller Bachfest weiter gefolgt, German-Brass, Dorothee Mields, Knabenchor Hannover u,v,a, Interpreten geben sich in Halle die Klinke in die Hand aber der Zuspruch ist so immens, das an Karten so gut wie nicht mehr heranzukommen ist.

Ein Historisches Video mit Albert Schweitzer an der Orgel:

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Grüße

Volker

Die Matthäus-Passion am 16.2.2013 im Live-Stream des BR und ARTE-Live Web


Hallo Bachfreunde(innen) !

st_matthew_passion_bwv_244_in_full_score Im Radio und Fernsehen zu empfangen am:

Samstag, 16. Februar 2013, 20:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Matthäus-Passion“ BWV 244

München, Herkulessaal der Residenz
Konzerteinführung: 19.00 Uhr

Live-Stream auf br-klassik.de und auf ARTE Live Web!

Sonntag, 17. Februar 2013, 17:00 Uhr

Zusatzkonzert wegen großer Nachfrage!
Werk:

Johann Sebastian Bach

„Matthäus-Passion“ BWV 244

für Soli, Knabenchor, Doppelchor
und Doppelorchester,

Mitwirkende:

Karina Gauvin, Sopran
Gerhild Romberger, Mezzosopran
Maximilian Schmitt, Tenor (Arien)
Julian Prégardien, Tenor (Evangelist)
Michael Nagy, Bariton (Arien/Pilatus)
Karl-Magnus Fredriksson, Bariton (Christus)
Regensburger Domspatzen

Chor des Bayerischen Rundfunks

Concerto Köln

Dirigent:
Peter Dijkstra

Das Konzert am 16. Februar kann als Live-Stream auf br-klassik.de und auf ARTE Live Web verfolgt werden!

Ein Zeitungsartikel in DIE ZEIT – Nie war der unermüdliche John Eliot Gardiner besser als heute


Hallo Gardiner-Freunde !

Dirigent Sir J.E. Gardiner Foto: © Bea Kallos/dpa

Dirigent Sir J.E. Gardiner Foto: © Bea Kallos/dpa

Heute erschien ein aussagekräftiger Online-Bericht in DIE ZEIT über Sir John Eliot Gardiner. Nachstehend dazu ein Textauszug aus in „DIE ZEIT“.

Sir John, einer der Dombauherren der historischen Aufführungspraxis, ist jetzt 69 Jahre alt und hat als Dirigent fast alles erreicht. Aufhören will das Brennen trotzdem nicht. Das Jahr 2012 zum Beispiel wird als sein Beethoven-Jahr in Erinnerung bleiben. Während die besagte CD aus New York erschien, startete der Musiker zu einer Tournee mit der Missa solemnis durch Europa und die USA. Zu ihr hat er seit je eine fast innige Beziehung. Während der Sitzungen zu seiner Aufnahme von 1989, die bis heute als Hochfest moderner Beethoven-Exegese mit historischen Instrumenten gilt, hatte sich die Welt über Nacht verändert. Als damals, am 9. November 1989, die Musiker im Londoner Aufnahmesaal erschöpft zu ihrem allerletzten Durchgang schlichen, fiel im fernen Berlin die Mauer. Nie wurde seine Idee vom »äußeren und inneren Frieden«, die Beethoven im Agnus Dei beschwört, so leibhaftig aktuell wie damals – und als der Aufnahmeleiter den Musikern von den Entwicklungen in Berlin berichtete, von denen er im Radio gehört hatte, da wurde es Gardiner sehr weich ums Herz.

Zum ganzen Artikel Link: http://www.zeit.de/2012/49/Dirigent-John-Eliot-Gardiner/seite-1

Ein wunderbarer Lesestoff für den Sonntagabend…

Herzliche Grüße

Volker

Der erfolgreiche Kinofilm „DIE THOMANER“ als DVD veröffentlicht


DVD Film "Die Thomaner "

DVD Film „Die Thomaner „

Liebe Thomaner-Freunde/innen!

Es ist soweit, der großartige Kinoerfolg von März 2012

„DIE THOMANER“

Herz und Mund und Tat und Leben – 

ist bereits als DVD im Handel erhältlich. Kurz nach Bekanntgabe der DVD gehen spontane Bestellungen ein und beweist, dass dieser Film die Bach-Familie und Thomaner-Enthusiasten erreicht hat.

Wir konnten uns den Film in Bielefeld mit einigen Blog-Mitgliedern im März 2012 ansehen und waren von dem Inhalt und der Musik begeistert. Die Zeit verging viel zu schnell und hätten gerne weiter zugesehen und zugehört. Die Kritik fiel sehr positiv aus und können das nur vollauf bestätigen und freuen uns nun über die Veröffentlichung als DVD.

Im Kalenderjahr 2012 feiert der berühmte Thomanerchor Leipzig sein 800-jähriges Bestehen. In altbewährter Tradition haben auch heute noch Jahr und Tag der Internatsschüler strikte Abläufe.

Der Film profitiert von der Erfahrung der beiden Regisseure Günter Atteln und Paul Smaczny mit Musik-Dokus. Sie zeichnen ein umfassendes, einfühlsames Bild des Lebens der begabten Jungen,  in dessen Mittelpunkt ganz klar die Musik steht.

Film "DIE THOMANER"

Film „DIE THOMANER“

Neben dem Gymnasium stehen für die neun bis 19 Jahre alten Knaben Chorproben, Klavierunterricht, Stimmbildung und vieles mehr auf dem Stundenplan. Von den Aufnahmeprüfungen der neuen Sänger bis hin zur Verabschiedung der Abiturienten zeigt diese Dokumentation ein ganzes Jahr im Leben der Thomaner.  Beeindruckend verdeutlichen die Livemitschnitte der Konzerte das hohe musikalische Niveau des Leipziger Traditionschores. Meist begleitet vom Gewandhausorchester Leipzig brillieren die Sänger nicht nur auf ihrer Südamerika-Tournee, die das Filmteam begleitete.

„Ein Film, der durch erstklassige Musik und stimmliche Erlebnisse beeindruckt und die wunderbare Möglichkeit bietet den weltweit erfolgreichen Chor ganz aus der Nähe zu erleben und hinter die Kulissen zu blicken.

Im Rahmen des Bachfestes Leipzig wird der Film am 17. Juni 2012, um 11.30 Uhr in den Passage Kinos Leipzig gezeigt.

DIE THOMANER“ ist ein unterhaltsamer Film, der durch erstklassige Musik und uns durch die stimmliche Präsenz beeindruckt hat. Wunderbar gelungen, den Chor in seiner täglich Arbeit im Alumnat und Konzerten erleben zu können. Günter Atteln und Paul Smaczny ist ein überwältigend schöner Film gelungen der Klassikfreunde und Nichtkenner der Klassik als ein Familienfilm sehr zu empfehlen ist.

Dieser Artikel wird am 13. September 2012 erscheinen.

Preis: EUR 23,99 Kostenlose Lieferung.

Bestellen Sie jetzt
Verkauf und Versand kostenlos durch den nachstehenden Link: >> h i e r  << 

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Film-Trailer YouTube „DIE THOMANER“

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Herzliche Grüße
Volker

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Feiertag: “Himmelfahrt”


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Nikolaikirche Leipzig zu Himmelfahrt erklingt das BWV 11 Himmelfahrts-Oratorium

Nikolaikirche Leipzig zu Himmelfahrt erklingt das BWV 11 „Himmelfahrts-Oratorium“

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Feiertag und Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag/Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 17.05.2012 begehen wir den Feiertag: „Himmelfahrt“

Das Fest Christi Himmelfahrt ist als selbständiges Fest erst im 4. Jahrhundert bezeugt, wurde aber schnell zu einem Fest von großem Ansehen, an dem Prozessionen begangen wurden und die Himmelfahrt durch Hochziehen einer Christusfigur veranschaulicht wurde. Später trat noch eine Vigil hinzu und endlich auch eine Oktav.

Die protestantische Kirche übernahm dieses Fest und behielt teilweise die bildliche Darstellung der Himmelfahrt bei. Erst in der Aufklärung wurde das Fest regelrecht gefährdet, aber es kam höchstens zu Verlegungen auf den Sonntag Exaudi, nicht aber zur Abschaffung des Festtages. Das Wort Jesu: “Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott” (Joh 20, 17) ist nun verwirklicht. Er, der Auferstandene, erfüllt mit seiner Herrschaft Himmel und Erde, er umspannt alles Sichtbare und Unsichtbare.

Christi Himmelfahrt ist das Fest der Thronbesteigung Christi. Er tritt seine Herrschaft an zur rechten Hand Gottes, ist einerseits mitten in seiner Kirche, der er sich in Brot und Wein gibt, und andererseits kann er nicht mit der Größe des Weltalls erfaßt werden. Der Tag wird aber erst vollständig mit der Verheißung in Apg 1, 11: “Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.” – Wir sehen nicht hinter dem fortgehenden Jesus her, sondern können und sollen dem kommenden Jesus entgegensehen!

Im Gottesdienst wird die Osterkerze, die Zeichen für die Gegenwart des Auferstandenen unter den Menschen ist, nach der Verlesung der Himmelfahrtsgeschichte gelöscht. Die Jünger verharren ängstlich und unwissend über das Kommende in ihren Behausungen. Sie warten auf den ihnen verheißenen Geist; diese Erwartung wird auch in den Gebeten dieses Tages und des kommenden Sonntags Exaudi ausgesprochen. Noch 10 Tage dauert es, bis diese Erwartung erfüllt wird. Der Feiertag Christi Himmelfahrt ist die Thronbesteigung Jesu und damit ein äußerst großartiges Fest.

Wochenspruch:  Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, will ich alle zu mir ziehen. (Joh 12, 32)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Feiertag / Sonntag: „Himmelfahrt“

BWV    11 – “Lobet Gott in seinen Reichen” (Himmelfahrts-Oratorium)

BWV   37 – “Wer da gläubet und getauft wird” /

BWV   43 – “Gott fähret auf mit Jauchzen”

BWV 128 – “Auf Christi Himmelfahrt allein”

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.Radio-Sendungen „Bach-Kantate“

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Im Radio Live: „Bach-Kantate“

WDR3 – Geistliche Musik

Himmelfahrt – Donnerstag, 17.05.2012

von 09:05  – 10:00 Uhr

Livestream-Link: http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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Programm-Auszüget WDR3 für  09:05  – 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Gott fähret auf mit Jauchzen, BWV 43,

Kantate zu Christi Himmelfahrt

für Soli, Chor und Orchester;

Johannette Zomer, Sopran; Bogna Bartosz, Alt; Christoph Prégardien, Tenor;

Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir;

Amsterdam Baroque Orchestra,

Leitung: Ton Koopman

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Gott fähret auf mit Jauchzen, Kantate BWV 43
Barbara Schlick, Sopran / Catherine Patriasz, Alt
Christoph Prégardien, Tenor / Peter Kooy, Bass
Collegium Vocale Gent /

Ltg.: Philippe Herreweghe


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

„Gott fähret auf mit Jauchzen“ BWV 43
Barbara Schlick (Sopran)
Catherine Patriasz (Alt)
Christoph Prégardien (Tenor)
Peter Kooy (Bass)
Chor und Orchester des Collegium Vocale
Leitung: Philippe Herreweghe

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 11 am Feste der

Himmelfahrt (Himmelfahrtsoratorium)
Nancy Argenta, Sopran
Michael Chance, Countertenor
Anthony Rolfe Johnson, Tenor
Stephen Varcoe, Bass

Monteverdi Choir, London
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner 

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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

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Johann Sebastian Bach:

„Auf Christi Himmelfahrt allein“ BWV 128

Thomanerchor Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 43 

Arleen Augér, Sopran; Julia Hamari, Alt,

Lutz-Michael Harder, Tenor;

Philippe Huttenlocher, Bass;

Gächinger Kantorei;

Bach-Collegium Stuttgart:

Leitung: Helmuth Rilling

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Videos mit Bach-Kantaten zum Feiertag – ”Himmelfahrt”

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/ YouTube: BWV 11 – „Lobet Gott in seinen Reichen“ 

Himmelfahrts-Oratorium  – (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 37 – „Wer da gläubet und getauft wird“ (Interpret: Harnoncourt)

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/ YouTube: BWV 43 – „Gott fähret auf mit Jauchzen” / (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 128 – „Auf Christ Himmelfahrt allein” / (Interpret: Leonhardt)

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Kantaten-Beschreibung von Sir Gardiner

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen:   – entfällt für Himmelfahrt !

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  Künstler-Beitrag: – entfällt für Himmelfahrt !

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CD – Link: Bach-Kantaten:

Cover DG-Archiv 463 583-2 (1993:99)

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Fantastische Einspielungen auf dieser CD von Sir J.E. Gardiner zu “Himmelfahrt !“
CD’s – DG – Archiv 463 583-2 (von 1993/99)
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BWV 11 – BWV  37  –  BWV 43 – BWV 123

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Fernsehtipp für Himmelfahrt:

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WDR-Fernsehen

Donnerstag, den 17. Mai 2012, 10:00 – 10:29 Uhr

Johann Sebastian Bach:

„Himmelfahrtsoratorium BWV 11″

Aufzeichnung aus dem Altenberger Dom

WDR-Fernsehen (Internet-Fernsehen kostenlos mit Zattoo: )

Link: http://zattoo.com/ 

Programm WDR-Fernsehen:

http://www.wdr.de/programmvorschau/object4Broadcast.jsp?broadcastId=3963420

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Himmelfahrtstag !

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Grüße

Volker

Eine Juwel einer Bach-Kantate erklang am Sonntag „Cantate“ in der Nicolaikirche


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Liebe Bachfreunde !

Selten wird in einem Forum über einen Gottesdienst etwas ausgesagt. Am Sonntag „Cantate“ besuchten wir den Kantaten-Gottesdienst in der Bielefelder Altstädter Nicolaikirche und wurden dort mit einem wunderbaren musikalischen Gottesdienst mehr als reich beschenkt.

Die Bedeutung des Sonntags „Cantate“ in der Evangelischen Kirche:

Zentraler Inhalt des Gottesdienstes an Sonntag Cantate ist der Gesang zum Gotteslob und die Wertschätzung des Gesangs und der Kirchenmusik. Vielerorts wird der Sonntag Cantate als musikalisch besonders gestalteter Gottesdienst begangen.

Zur Einleitung erklang von J.S. Bach das Orgel-Werk BWV 552 Praeludium Es-Dur. Zu unserer Überraschung spielte der uns allen bekannte Pianist vom OWL-Blogtreffen 2011 „Dmitri Grigoriev“ dieses wunderschöne Orgelwerk an der großen Beckerath-Orgel und gestaltete den weiteren liturgischen Gottesdienst.

In seiner Predigt outete sich Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher als ein profunder Bach-Kenner und Liebhaber seiner Musik und sprach über das BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“, welches einleitend mit einem 1. Teil der Kantate vor der Predigt erklungen war. Vortrefflicher kann über eine Bach-Kantate nicht referiert werden und wir erlebten eine Lehrstunde über diese großartige Pfingst-Kantate mit ihren berührenden Rezitativen, Arien und Chorälen.

Leitung: Carsten Briest

Leitung: Carsten Briest

Der nachfolgende zweite Teil der Kantate „Erschallet, ihr Lieder“ ging einem dann doch unter die Haut. Vorab gab es die profunde wörtliche Einleitung zum BWV 172 und nun wurde das praktisch musikalisch zum Klingen gebracht. Das war nur schwer zu verdauen und wir kämpften mit unserer Verfassung. Ein glänzend besetztes Orchester mit hervorragenden Gesangs-Solisten und seinem umsichtigen Leiter: Carsten Briest konnten das so überzeugend umsetzen und vermitteln. Der Altstädter Kammerchor war in den Frauenstimmen eine innere Genugtuung, leider waren die Männerstimmen unterbesetzt und machten trotz dieses Mankos die Kantaten-Wiedergabe zu einem berührenden Ereignis.

Den Schlussteil des Gottesdienstes gestaltete Dmitri Grigoriev mit dem 2. Teil des Orgelwerkes BWV 552 von J.S. Bach. Hier entwickelt sich ein wahrer Jung-Organist von außergewöhnlicher Qualität, dem ich an dieser Stelle ein großes Lob aussprechen kann. Schöner und inniger kann ein Bach-Werk an der wunderbaren Beckerath-Orgel nicht erklingen.

Das Fazit zum Bach-Gottesdienst am Sonntag Cantate:

Bach mit seiner grandiosen Musik und das sonntägliche Wort haben uns alle erreicht und sehr bewegt. Es war ein musikalischer Cantate-Sonntag, der seine Wirkung bei uns bis ins tiefste Seelen-Leben sehr getroffen hat.

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Diese fantastische Pfingst-Kantate BWV 172 ist auf YouTube zu finden und ich möchte sie zur Abrundung dem Leser zur Verfügung stellen.

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P.S. Eine Aktualisierung am Dienstag, 8. Mai 2012 für die Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld.

Am Sonntag „Cantate“ fand an gleicher Stätte abends ein Vokal-Konzert der „Westfälischen Kantorei Herford“ statt, welches wohl von Bog-Lesern besucht wurde. Eine ausgezeichnete Rezension gibt es dazu in der heutigen NW vom 8. Mai 2012 die wie folgt lautet:

Professionelles Niveau

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Westfälische Kantorei Herford in der Nicolaikirche

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Bielefeld (beu). Chor-Besuch aus den Nachbarstädten Gütersloh, Halle oder Detmold ist stets willkommen; besonders wenn er die gewiss reiche Bielefelder Chormusikszene um Gesang in Profi-Qualität bereichert. Auch beim Auftritt der Westfälischen Kantorei Herford war an diesem Sonntag Cantate in der Altstädter Nicolaikirche A-cappella-Chormusik auf Spitzenniveau zu erleben.

Der Schwerpunkt der von Hildebrand Haake ebenso fachmännisch geleiteten wie erläuterten Programmfolge lag auf geistlichen Gesängen der deutschen Romantik. Gleich mit vier von Max Regers asketisch entschlackten Spätwerk-Gesängen op. 138 machte der Chor auf bewundernswerte Weise alles klar: Sein Singen ist von durchweg lupenreiner Tonperfektion und mustergültiger Artikulation, dabei so dynamisch beweglich wie hellhörig ausgefeilt und kontrolliert im Ausdruck.

Was Hugo Wolfs geistliche Lieder auf Eichendorff-Gedichte nicht zuletzt ausweislich seiner eigenen Liedtitel (Aufblick, Einkehr, Resignation, Erhebung) an seelischen Befindlichkeiten spiegeln, erfuhr subtile Auslotung in reicher, geschmeidig-dichter Klangschattierung. Und in Mendelssohns „Deutscher Liturgie“ tat sich nach deklamatorischer Gloria-Eleganz (hier mit Soli) in der in Terzschritten raumgreifenden Achtstimmigkeit des „Heilig, Heilig“ wahrlich das Klangbild herabsteigender Engelschöre auf.

In der denkbar konträren kunstvollen Doppelchörigkeit von J.S Bachs Pfingst-Motette „Der Geist hilft unserer Schwachheit auf“ BWV 226 glänzte Hildebrand Haakes Kantorei nicht minder: Was die knapp drei Dutzend Stimmen darin an ausgewogener Satzbalance und Feinzeichnung, an schier immaterieller Leichtigkeit und Transparenz im ersten Teil und polyphoner Klarheit im fließenden Melos einer Doppelfuge demonstrierten, war faszinierend hochkarätig.

Zum vielgestaltigen Ausklang der Konzertstunde boten die Herforder Gäste noch eine Folge von Spirituals und Madrigalen, der sie stilistisch zwischen frühbarockem Lamento (Monteverdis Klage der Ariadne), der launigen Moderne eines Matyas Seiber und Verliebtem der englischen Spätrenaissance – nebst einer beständig zwischen Balletto-Fröhlichkeit und Wehklage wechselnden Zugabe von Thomas Weelkes – nichts schuldig blieben.

© 2012 Neue Westfälische
01 – Bielefeld West, Dienstag 08. Mai 2012

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