Archiv der Kategorie: Barockmusik

Konzert am 16. Februar 2020 in Bad Salzuflen-Bergkirchen – Barockkonzert mit dem Landestheater Detmold


Konzert am 16. Februar 2020 in Bad Salzuflen-Bergkirchen – Barockkonzert mit dem Landestheater Detmold

Barockkonzert mit dem Landestheater Detmold
»Die musikalische Reise des Charles Burney«

Am Sonntag, 16. Februar 2020, findet um 16.30 Uhr ein Konzert in Kooperation mit dem Landestheater Detmold in der Kirche zu Bergkirchen statt. Zu Gast ist das Detmolder Barockensemble »Il Discorso Musicale« mit Mechthild Braun (Traversflöte), Zhechao Xie (Barockbratsche), Hermann Hickethier (Gambe), Zsuzsanna Reibach (Cembalo) und Henning Bormann (Rezitation).

Auf dem Programm stehen u. a. Werke von J.S. Bach und Telemann.
18. Jahrhundert:

Ein Engländer, Charles Burney, begibt sich auf eine außergewöhnliche Reise; er möchte sich über die unterschiedlichen nationalen Musikstile in Europa eine eigene Meinung bilden. Seine Eindrücke hält er in einem Tagebuch fest, das für die nachfolgenden Musikergenerationen ein wertvolles Zeitdokument darstellt.

Das Detmolder Barockensemble »Il Discorso Musicale« widmet sich ausgesuchten Werken aus dieser Zeit von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann bis Marin Marais und Joseph Bodin de Boismortier. Gemeinsam mit Charles Burney begibt sich das Ensemble auf eine spannende Zeitreise in die Welt der Alten Musik.

Eintrittskarten gibt es an der Tageskasse ab 15 Uhr in der Kirche! Karten für 15,- € mit Platzreservierung kann man im Vorverkauf unter musik@bergkirchen.net erwerben.

Karten für 10,- € auf allen Plätzen ohne Reservierung gibt es nur an der Tageskasse.
Weitere Informationen erhält man unter: www.bergkirchen.net


Vita der Ensemblemitglieder

                              Detmolder Barockensemble »Il Discorso Musicale«

Mechthild Braun, Traversflöte

Mechthild Braun war Preisträgerin des Landeswettbewerbes bei „Jugend musiziert“. Sie begann das Musikstudium zunächst in Stuttgart mit einem Schwerpunkt auf alter Musik, um später nach Detmold zu wechseln. In dieser Zeit war sie Preisträgerin des deutschen Hochschulwettbewerbes als Mitglied eines Bläserquintetts. Seit 1992 ist sie Mitglied des Orchesters des Landestheaters Detmold. Es folgte in den nächsten Jahren eine rege Konzerttätigkeit mit verschiedenen Kammermusik Besetzungen. 1994 schloss sie ihr Studium in Detmold mit der „künstlerischen Reifeprüfung“ ab.
Neben ihrem Flötenstudium nahm sie teil an Meisterkursen bei Prof. Paul Meisen, Prof. Jean-Claude Gerard, Gaby Pas van Riet und Barthold Kuijken, Traversflöte. Die Kunst des Traversflötenspiels erlernte sie in Bremen bei Dorothee Kunst.

Zsuzsanna Reibach, Cembalo

Die gebürtige Ungarin, Zsuzsanna Reibach lernte mit sechs Jahren Klavier zu spielen. Schon früh zeigte sie auch Interesse für das Orgelspiel, und studierte beide Instrumente als Hauptfach an dem Béla Bartók Konservatorium in Budapest. Ab 2003 studierte sie Konzertfach Orgel (Guido Mayer) und Cembalo (Prof. Gordon Murray) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, und an dem Konservatorium Wien (Cembalo: Norbert Zeilberger; Orgel: Prof. Michael Gailit). Ergänzend zu ihrem Studium besuchte sie zahlreiche Meisterklassen, u.a. bei Sally Sargent in Wien (Klavier), Miklós Spányi in Szombathely/Ungarn (Cembalo), David Titterington in Budapest (Orgel) und Peter van Heyghen in Wien (Historische Aufführungspraxis).

In 2003 gewann sie den ersten Preis bei dem 1. Zoltán Kodály Orgelwettbewerb in Budapest.
Als Organistin gab sie Solokonzerte in den wichtigsten Kirchen in Wien, in dem Radio Kulturhaus Wien, sowie in Linz, Villach, Bayreuth, Braunschweig, Detmold und Budapest. 2011-2012 war sie Vertreterin des Domorganisten an dem Braunschweiger Dom. Als Cembalistin wirkte sie bei vielen Aufführungen und Konzerten mit, u.a. mit dem Divertimento Viennese, mit dem Akademischen Symphonie Orchester Wien, und an dem Theater Regensburg. Die Leitung des Belcanto-Chores in Regensburg, Klavierunterricht an Braunschweiger Musikschule, sowie Beschäftigungen als Kirchenorganistin in Ungarn, in Wien und in Braunschweig rundeten ihre Tätigkeiten ab

Zhechao Xie, Barockbratsche

Die Bratschistin Zhechao Xie wurde in China geboren und begann im Alter von 5 Jahren zunächst mit Geige und Gesang. Mit 14 Jahren wechselte sie zur Bratsche und begann ihr Bachelor Studium am Konservatorium in Shanghai. Nach ihrem Studium in China, kam sie 2011 nach Deutschland, wo sie ihr Studium bei Tabea Zimmermann an der Hanns Eisler Berlin und bei Hartmud Rohde an der Universität der Künste Berlin fortsetzte. Neben dem modernen Bratschespiel spezialisierte sie sich auf die historische Aufführungspraxis und studierte historische Bratsche bei Irmgard Huntgeburth an der Universität der Künste Berlin und im Rahmen eines Erasmus Studiums bei Enrico Gatti am Königlichen Konservatorium in Den Haag.

Im Bereich der historischen Aufführungspraxis tritt sie regelmäßig mit renommierten Alte Musik Ensembles, wie der Academia Montis Regalis in Italien, Les Arts Florissants und Ambronay European Baroque Academy in Frankreich, dem Ensemble-Akademie Freiburger Barockorchester und dem Dresdner Festspielorchester auf. Als zeitgenössische Bratschistin ist Zhechao Xie regelmäßig zu Gast bei bedeutenden Musikfestspielen und Kammermusikensembles. Sie war Akademistin beim Deutschen-Symphonie Orchester Berlin. Seit 2016 ist sie als Stellvertretende Solo-Bratschistin am Landestheater Detmold tätig.

Hermann Hickethier, Gambe

Hermann Hickethier wurde 1961 in Essen geboren. Dem Tonmeisterstudium in Detmold folgte ein Aufbaustudium Alte Musik an der Schola Cantorum Basiliensis. Seine Gambenstudien vervollständigte er mit dem Solistendiplom am Koninklijk Conservatorium in Den Haag bei Wieland Kuijken. Darauf beschäftigte er sich intensiv mit dem Spiel des barocken Kontrabasses und begleitete u.a. Concerto Köln auf Konzertreisen. Zurzeit arbeitet er mit verschiedenen Ensembles, z.B. als Mitglied im Marais Consort, einem der führenden Gamben-Consorts weltweit. Hermann Hickethier ist ein international begehrter Kursleiter und Gambenlehrer an der Musikhochschule Münster.

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*Stichwort: Eintrittskarten

Die Karten für 10 Euro richten sich ganz nach dem Besuch! Manchmal beginnen sie schon ab der 5. Reihe, Mittelschiff und bei den ausverkauften Konzerten sind sie vorwiegend im Vorraum! Diese Karten bekommt man nur an der Tageskasse!

Die Karten für 15,- (20,- €) mit Platzreservierung kann man im Vorverkauf unter musik@bergkirchen.net erwerben. Sie bekommen dann eine Bestätigung, die Sie bitte ebenfalls nochmal bestätigen. Dann sind die Karten gekauft und wir können sie dann nicht mehr zurücknehmen!

Bitte geben Sie die Karten im Verhinderungsfall an andere weiter! Sie können die Karten 2 Monate im Voraus bestellen, sitzen damit auch weiter vorne, gehen aber auch das Risiko ein, dass sie im Verhinderungsfall die Karten bezahlen müssen!

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Konzert-Tipp für Herford: Examenskonzert in der Münsterkirche Herford am Sonntag, 26.01.2020 um 18:00 Uhr


Konzert-Tipp für Herford: Examenskonzert in der Münsterkirche Herford am Sonntag, 26.01.2020 um 18:00 Uhr

Im Rahmen ihres öffentlichen Examenskonzertes am Sonntag, 26.01.2019,um 18 Uhr, in der Herforder Münsterkirche präsentieren zwei Studierende der Hochschule für Kirchenmusik Herford einen spannenden Dialog zwischen zwei Werken des 17. Jahrhundert und einer zeitgenössischen Komposition.

Das Programm wird eröffnet mit „Kyrie und Gloria“ aus der Missa Dei Patris ZWV 19 für Soli, Chor und Orchester von Jan Dismas Zelenka (1679-1745).

Der tschechische Barockkomponist Jam Dismas Zelenka erhielt seine Ausbildung in Prag und Wien und wirkte später in Dresden; diese Städte waren damals Teil eines zusammengehörigen mitteleuropäischen Kulturraumes. Zelenkas wichtiger kompositorischer Beitrag an der Schwelle vom Barock zur Frühklassik wurde erst in jüngerer Zeit durch Erschließung von Quellen erkannt.

Es folgt die Motette zu 5 Stimmen a cappella „Lehre uns bedenken“ aus der Sammlung „Israelsbrünnlein“ Johann Hermann Schein (1586-1630).

Schein, mit Schütz und Scheidt eine der prägenden kompositorischen Stimmen des deutschen Frühbarock, veröffentlichte seine ausdrucksstarke Sammlung „Israelsbrünnlein“ mit der Vertonung von Bibeltexten in seinem Todesjahr.

Zum 500. Reformationsjubiläum im Jahre 2017 beauftragte die Evangelische Kirche von Westfalen vier Komponisten, unter Bezugnahme auf je eine Kantate von Johann Sebastian Bach ein eigenes Werk in zeitgemäßer Klangsprache zu verfassen.

Dieses sollte sich inhaltlich auf die jeweilige Kantate beziehen und deren Besetzung aufnehmen. Der in Düsseldorf lebende Komponist Martin Wistinghausen (geb. 1979) komponierte „Schlaf worden“,

Eine Reflexion auf die Kantate BWV 125 „Mit Fried und Freud ich fahr dahin“ von J. S. Bach (1685-1750).

Die Kompositionen von Bach und Wistinghausen sind miteinander verschränkt, so dass ein spannungsreiches Ganzes entsteht.Wistinghausen ergänzt das Bach‘sche Instrumentarium um Schlagwerk.

                                                                 Hochschulorchester Herford

Ausführende sind: 

Chor der Hochschule für Kirchenmusik, das Orchester der Hochschulkonzerte,

bestehend aus Mitgliedern der Nordwestdeutschen Philharmonie und des Landestheaters Detmold),

Līga Auguste an der Orgel, sowie Kirsten Höner zu Siederdissen (Sopran), Anna Padalko (Alt),
Simon Jass (Tenor) und Gottfried Meyer (Bass).

Zwei Studierende übernehmen im Rahmen ihrer Examina die Leitung:

David Ludewig (Master-Examen)
die Aufführung des Kyrie und Gloria aus Zelenkas Missa und Tim Gärtner (Künstlerische Reifeprüfung im Fach Choralleitung) die Darbietung der Werke von Johann Hermann Schein, Martin Wistinghausen und Johann Sebastian Bach.

Die künstlerische Gesamtleitung liegt bei
Professor Hildebrand Haake.

David Ludewig legte in Herford sein Bachelor-Examen ab und absolviert mit diesem Konzert einen Teil seiner Prüfung zum Master-Examen der Evangelischen Kirchenmusik.

Tim Gärtner legte ebenfalls in Herford zunächst die Examina Bachelor und Master der Evangeᆳliᆳschen Kirchenmusik ab und war während dieser Zeit Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung. Mit diesem Konzert schließt er sein Aufbaustudium zur Künstlerischen Reifeprüfung im Fach Chorleitung ab.

Link: https://www.hochschule-kirchenmusik.de/veranstaltungen/26-januar-2020-ma-examenskonzert-herford/

Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche von Westfalen
Sabine Bennecke M.A. | Referentin
Parkstraße 6
32049 Herford – Tel. 05221-9914-60

Mail: sabine.bennecke@hochschule-kirchenmusik.de

Eintrittskarten an der Abendkasse  15 € ermäßigt 10 €

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Ferienkurs:

Einführung in das Studium der Kirchenmusik (Klassisch) Mi-Sa, 15.-18. April 2020 in Herford

Mehr Informationen:

Link: https://www.hochschule-kirchenmusik.de/veranstaltungen/15-18-april-2020-ferienkurs-herford/)

Link: www.hochschule-kirchenmusik.de

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(Text: Hochschule für Kirchenmusik Herford)

Kirchenmusikdirektor „Rudolf Kelber“ veranstaltet an vier verschiedenen Konzertorten – J.S. Bach`s Clavir Ubung I – IV


Kirchenmusikdirektor „Rudolf Kelber“ veranstaltet an vier verschiedenen Konzertorten –

J. S. Bach`s Clavir Ubung I – IV

In dieser Ankündigung möchte ich auf ein besonderes Konzert-Ereignis vom 7. Juni 2020 bis zum 21. Juni 2020 hinweisen, die an vier verschiedenen Veranstaltungsorten durchgeführt werden.

 

Der ehemalige Kirchenmusikdirektor der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg 

Rudolf Kelber

wird an vier verschiedenen Konzertorten –

J. S. Bach`s Clavir Ubung I – IV

an verschiedenen  Instrumenten wie Cembalo & Orgel vorführen.


               Kirchenmusikdirektor Rudolf Kelber

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Die Termine wie folgt:

            Blankenese Gosslerhaus

Sonntag, 7.6.2020, 16:00 Uhr: Goßler-Haus, Blankenese

J. S. Bach: Clavir Ubung I
Partita 1 – 5

(Tickets für dieses Konzert: 20 EUR / erm. 15 EUR (inkl. kleinem Imbiss)

E-Mail:  tickets@gosslerhaus.de

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Hauptkirche St. Jacobi Hamburg

Dienstag, 9.6.2020, 20:00 Uhr: Hauptkirche St. Jacobi

J. S. Bach: Clavir Ubung III

Die großen Bearbeitungen 

Orgelmesse

Katechismuschoräle 

Vier Duette

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           Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

Donnerstag, 18.6.2020, 20:00 Uhr: Spiegelsaal Museum für Kunst und Gewerbe

J. S. Bach: Clavir Ubung I/IV

Partita 6 

Goldberg-Variationen

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Sonntag, 21.6.2020, 16:30 Uhr:

St. Pankratius, Neuenfelde

(Dort befindet sich die Grabstätte des weltberühmten Orgelbauers  Arp Schnitger,)

J. S. Bach: Clavir Ubung II/III

    Französische Ouverture

Italienisches Konzert  Kleine Bearbeitungen 

    Orgelmesse und Katechismuschoräle

Ausführung:

                                                   Kirchenmusikdirektor Rudolf Kelber – Cembalo und Orgel


Alle Veranstaltungs-Orte sind mit einem Link versehen und aufrufbar..!!

Sofern nicht anders angegeben gibt es Karten zu 12 EUR an der Abendkasse und /

oder im Vorverkauf bei der Konzertkasse Gerdes, Rothenbaumchaussee 77, Tel 040/45 33 26.

Dort ist auch ein Abonnement für 36,00 EUR erhältlich.

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Kurz-Vita von Rudolf Kelber

Von 1982 bis 2015 war Rudolf Kelber Organist und Kirchenmusikdirektor der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg.

Kelber hatte als Schüler des Nürnberger Konservatoriums bereits Klavier, Cello, Orgel und Tonsatz erlernt. Nach dem Abitur studierte er in München Kirchenmusik und Orchester dirigieren. Seine ersten Berufsjahre verbrachte er an mehreren deutschen Theatern als Kapellmeister, bevor er in der Hamburger Hauptkirche mit der weltbekannten

historischen Arp-Schnitger-Orgel seine Heimat fand.

Rudolf Kelber war bis 2015 Kirchenmusikdirektor in der Hauptkirche St. Jacobi in Hamburg. Rudolf Kelber gibt Orgelkonzerte im In- und Ausland und ist als Cembalist und Continuo-Spieler gefragt.

Rudolf Kelber gibt auch nach der Beendigung seiner Lehrtätigkeiten an den Hochschulen in Bremen und Hamburg gern sein Fachwissen an die junge Generation weiter.

Nachstehend finden Sie weitere biografische Informationen sowie Lebensläufe in anderen Sprachen.

V I T A 

Lebenslauf (deutsch)
curriculum vitae (short version, english)
curriculum vitae (version courte, français)
curriculum vitae (versione corta, italiano)

Kontakt:

Sie können über diese Email-Adresse Kontakt zu Rudolf Kelber aufnehmen:

Link zu: Medien und Downloads

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Die Konzert-Daten stehen als PDFClavir Ubung zum Download zur Verfügung !

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Christmette am Mittwoch, 25. Dezember 2019 (1. Weihnachtstag) in Bad Salzuflen-Bergkirchen


Christmette am Mittwoch, 25. Dezember 2019 (1. Weihnachtstag) in Bad Salzuflen-Bergkirchen !

Christmette bei Kerzenschein

Am Mittwoch, 25. Dezember 2019 (1. Weihnachtstag) findet traditionell um 6 Uhr in der Früh die musikalische Christmette bei Kerzenschein in der Kirche zu Bergkirchen bei Bad Salzuflen in Ostwestfalen – Lippe statt.

Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr das Oratorium „Der Messias“ HWV 56 von Georg Friedrich Händel. Aus dem Weihnachtsteil sind Chöre wie „Denn die Herrlichkeit Gottes“, „Denn es ist uns ein Kind geboren“ oder „Ehre sei Gott in der Höhe“ zu hören. Von Dietrich Buxtehude wird die Weihnachtskantate „Das neugeborne Kindelein“ aufgeführt. Von Matthias Nagel, Professor für den Bereich Popularmusik an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford ist ein Arrangement über „Lobt Gott ihr Christen alle gleich“ im Programm. Nagel hat in den vergangenen Jahren in zahlreichen Kompositionen und Bearbeitungen unter Beweis gestellt, wie Einflüsse aus Pop und Jazz mit alten Melodien und Klängen zu etwas Neuem verschmelzen können. Choralbearbeitungen für Posaunenchor, u. a. von Johann Sebastian Bach, Anne Weckeßer oder Michael Schütz sind ebenfalls zu hören.

Mitwirkende sind die Kantorei und der Posaunenchor Bergkirchen, ein Orchester u. a. mit Andreas Wendel und Hella Happe (Violine), Hannes Niedernolte (Viola), Rüdiger Sperling (Fagott), Lachezara Valchanova (Kontrabass) und Burkhard Schmidt (Orgel/Klavier). Die Leitung hat Rainer Begemann. Es wird um eine Kollekte gebeten.

Weitere Informationen erhält man unter: www.bergkirchen.net

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Ein Spendenaufruf für Volkers Klassikseiten J.S. Bach

Ich bitte wieder um eine Spende

über PayPal !

Der finanzielle Aufwand für diese Klassikseite ist sehr hoch und würde mich über eine Spende sehr freuen !

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„Der Fürst als Jäger“ eine neue Sichtweise von Stefan Gottfried zu den 6 Brandenburgischen Konzerten – BWV 1046-1051 von J.S. Bach


„Der Fürst als Jäger“ eine neue Sichtweise von Stefan Gottfried zu den 6 Brandenburgischen Konzerten – BWV 1046-1051 von J.S. Bach

                                                           Ensemble: Concentus Musicus Wien

Der Titel Brandenburgische Konzerte wurde von Philipp Spitta in seiner 1873–1879 verfassten Bach-Biografie geprägt und hat sich heute allgemein durchgesetzt. Bachs Originaltitel lautet „Sechs Konzerte mit mehreren Instrumenten“, auf Französisch:

Six Concerts Avec plusieurs Instruments.
Dediées A Son Altesse Royalle Monsigneur
CRETIEN LOUIS. Marggraf de Brandenbourg &c:&c:&c:
par Son tres-humble & tres obeissant Serviteur
Jean Sebastien Bach, Maitre de Chapelle de S. A. S.
Prince regnant d‘Anhalt-Coethen.

Auf der Rückseite des Titelblatts folgt eine Widmung an den Markgrafen, ebenfalls in französischer Sprache.

Die sechs Konzerte weisen eine hohe stilistische und strukturelle Vielfalt auf. In ihrer Mischung der verschiedenen historischen und zukunftsweisenden Elemente bilden sie eine persönliche und trotzdem allgemeingültige Ausdrucksform.

Als Bach 1721 die Partitur der sechs Konzerte an den Markgrafen von Brandenburg-Schwedt schickte, hatte er die Werke zu diesem Anlass nicht eigens komponiert. Vielmehr hatte Bach die Sammlung aus Kompositionen zusammengestellt, die nicht alle erst in Köthen, sondern zum Teil wohl bereits in seiner Weimarer Amtszeit (1708–1717) entstanden waren.

Die Konzerte bilden also nur eine lose Sammlung ohne jeden Versuch einer weiteren Gestaltung als eine Gesamtheit – J.S. Bach wäre es wohl nicht in den Sinn gekommen, die Konzerte zusammen aufzuführen.

Dass Bach in diesem Zyklus die Tugenden barocker Fürsten im Gewand der Mythologie verherrlicht haben könnte, ist keine neue, aber eine ausgesprochen reizende Idee. Die Jagdhörner der Diana, die Flöten des Pan, die Geige des Apollo und die neun Musen mit ihren Streichinstrumenten sind ja offensichtliche Anspielungen. Stefan Gottfried schöpft aus diesem Schatz antiker Symbolik, wenn er die „Brandenburgischen“ bei der Styriarte neu interpretiert. Mit dem Konzert aus der Helmut List-Halle wird die Styriarte Klangwolke heuer Graz beschallen. Am Dirigentenpult des Concentus Musicus Wien steht Stefan Gottfried, der auch den Cembalo-Part bestreitet.

Dass Bach in diesem Zyklus die Tugenden barocker Fürsten im Gewand der Mythologie verherrlicht haben könnte, ist keine neue, aber eine ausgesprochen reizende Idee: Der Fürst als Jäger (1), Krieger (2), Musenfürst (3), der Fürst als Hirte seines Volkes (4), Liebhaber (5) und Gelehrter (6). Die Jagdhörner der Diana, die Flöten des Pan, die Geige des Apollo und die neun Musen mit ihren Streichinstrumenten sind ja offensichtliche Anspielungen.

                                                                          Grazer Helmut List-Halle

Video vom Festspielsommer Styriarte 2019 in Graz

J.S. Bach Brandenburgische Konzerte 1 bis 6 – BWV 1046-1051

Ausführende:

Concentus Musicus Wien

Leitung Stefan Gottfried

Aufnahme vom 10. & 11.08.2019 aus der Grazer Helmut List-Halle

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 904 „Fantasie und Fuge a-Moll,“ für Tasteninstrumente!


ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 904 „Fantasie und Fuge a-Moll,“ für Tasteninstrumente!

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Absteigende Linien

Bescheidener Luxus, nicht geschickte Virtuosität.

                                                       Muziekgebouw aan ‚t IJ in Amsterdam

Der Cembalist Francesco Corti beschreibt diese Fantasie und Fuge in a-Moll als „ungewöhnlich“. Wie es bei Johann Sebastian Bach oft der Fall ist, ist wenig über die Ursprünge des Stückes bekannt. Es ist nicht einmal klar, ob er es für Orgel, Clavichord oder Cembalo vorgesehen hat. In seinem Interview erklärt Francesco Corti, warum er das Cembalo für besser geeignet hält als das Organ.

 

                                                                      Francesco Corti (Cembalo)

Die Fantasie beginnt mit einer Reihe von absteigenden Noten im Bass, und absteigende Linien dominieren weiterhin den Rest des Stücks. Die Fuge baut sich stetig zu einem vierteiligen Netz von Harmonien auf. Auf halbem Weg gibt es als zweites Thema eine chromatisch absteigende Linie, die die Idee des absteigenden Basses in der Fantasie noch einen Schritt weiterführt. Und dann verwebt Bach beide Themen zu einem reichen harmonischen Ganzen. Statt geschickter Virtuosität ist das bescheidener Luxus – eher wie Mahagoni-Schnitzereien aus dem 18. Jahrhundert.

BWV 904

Titel
Fantasie und Fuge in a-Moll

Genre
Tastaturarbeit

Jahr
unbekannte

Stadt
Köthen oder Leipzig

Veröffentlichungsdatum
25. Mai 2018

Aufnahmedatum
3. Februar 2017

Ort
Muziekgebouw aan ‚t IJ, Amsterdam

Cembalist
Francesco Corti

Cembalo
Bruce Kennedy  nach Michael Mietke, 1989


Language English

ALL OF BACH releases the BWV 904 „Fantasia and Fugue in A Minor,“ for keyboard instruments!

Descending lines

Modest luxury, rather than dexterous virtuosity.

Harpsichordist Francesco Corti describes this Fantasy and Fugue in A minor as ‘unusual’. As is often the case with Johann Sebastian Bach, little is known about the origins of the piece. It is not even clear whether he intended it for organ, clavichord or harpsichord. In his interview about the work, Francesco Corti explains why he thinks the harpsichord is more suitable than the organ.

The Fantasy begins with a series of descending notes in the bass, and descending lines continue to dominate the rest of the piece. The Fugue builds up steadily to a four-part web of harmonies. Then halfway through, there is a chromatically descending line as a second theme, which takes the idea of the descending bass in the Fantasy one step further. And then Bach weaves both themes together to form a rich harmonic whole. Rather than dexterous virtuosity, this is modest luxury – rather like eighteenth-century, ungilded, mahogany carving.

BWV 904

title
Fantasia and Fugue in A minor

genre
keyboard work

Year
unknown

City
Köthen or Leipzig

release date
25 May 2018

recording date
3 February 2017

location
Muziekgebouw aan ‚t IJ, Amsterdam

harpsichordist
Francesco Corti

harpsichord
Bruce Kennedy after Michael Mietke, 1989


Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 904 /

I wish you a lot of fun with the BWV 904

Herzliche Grüße / Best regards

Karin

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J.S. Bach – Kantate zu Pfingsten – BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“ – Tölzer-Knabenchor!


J.S. Bach – Kantate zu Pfingsten – BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“ – Tölzer-Knabenchor!


Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten! (BWV 172) ist eine geistliche Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1714 in Weimar für Pfingsten und führte sie dort in der Schlosskapelle am 20. Mai 1714 zum ersten Mal auf.

Die Kantate ist gesetzt für vier Solisten, Chor und ein festliches Orchester: drei Trompeten, Pauken, Oboe (in späteren Fassungen Oboe d’amore oder Orgel), Streicher, Violoncello, Fagott und Basso continuo.

  1. Coro: Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten
  2. Recitativo (Bass): Wer mich liebet, der wird mein Wort halten
  3. Aria (Bass, Trompeten und Pauken): Heiligste Dreieinigkeit
  4. Aria (Tenor, Streicher): O Seelenparadies
  5. Aria (Sopran – Seele, Alt – Geist, Oboe, Violoncello): Komm, laß mich nicht länger warten
  6. Choral (Violine): Von Gott kömmt mir ein Freudenschein
    (in der ersten Fassung:) Wiederholung des Eingangschores
  7. (in der ersten Fassung:) Wiederholung des Eingangschores

Der Eingangschor ist ein festlicher Konzertsatz, dessen Worte und Musik möglicherweise auf einer früheren verlorenen Glückwunschkantate basieren. Eine Ausgabe von Francks Werken enthält eine Kantate zu Neujahr Erschallet nun wieder, glückwünschende Lieder, die als Modell gedient haben mag. Der Satz ist in da capo-Form. Der erste Teil wird von Trompetenfanfaren eröffnet, die mit Koloraturen der Streicher abwechseln. Die Singstimmen setzen homophon ein und wiederholen sowohl die Fanfarenmotive als auch die Streicherfiguren.

Der Höhepunkt wird erreicht in langgehaltenen Akkorden auf der ersten Silbe von „seligste Zeiten“, während die Instrumente die Fanfaren fortsetzen. Im Mittelteil pausieren die Trompeten, die Stimmen drücken in polyphoner Imitation den Gedanken aus „Gott will sich die Seelen zum Tempel bereiten“. In einer ersten Folge von der tiefsten zur höchsten Stimme setzt die nächste Stimme nach drei oder vier Takten ein, in einer zweiten Folge von den höchsten zu den tiefsten Stimme erfolgen die Einsätze noch dichter bereits nach einem oder zwei Takten.

Das Rezitativ bezieht sich auf die Lesung des Tages und betont die Idee „Wohnung bei ihm halten“ in melismatischen Linien, begleitet von Motiven im Cello, die denen von Satz fünf ähneln. Bach beschreibt das endgültige Ruhen in Gott durch eine lange Schlussnote C auf dem tiefsten Ton, den er einem Solisten abverlangte.

Die Aria über die Dreieinigkeit wird nur von den drei Trompeten, Pauken und basso continuo begleitet, eine seltene Kombination, die dem Inhalt entspricht. Das Thema ist aus den drei Tönen des Dur-Dreiklangs gebildet.
In großem Kontrast illustrieren fließende Streicherlinien in der Tenoraria O Seelenparadies den Geist, „der bei der Schöpfung blies“.

Der letzte Solosatz, von Bach als Aria bezeichnet, vereint vier Stimmen: zwei Singstimmen, Oboe und Violoncello solo. Sopran und Alt besingen ihre Einheit („Ich vergeh, wenn ich dich misse“ die eine, „Ich bin dein, und du bist mein!“ die andere), die Oboe spielt den reich verzierten Pfingstchoral, und das Cello spielt durchgehend eine figurenreiche Melodie.

Der angesprochene Freudenschein wird durch eine lebhafte Violinstimme zum vierstimmigen Chor veranschaulicht.

In der ersten Aufführung verlangte Bach danach die Wiederholung des Eingangschores durch die Angabe „chorus repetatur ab initio“ im Manuskript.

Besetzung:

Concentus Musicus Wien
Musikalische Leitung: Stefan Gottfried
Mitwirkende: Michael Schade (Tenor)
Günther Groissböck (Bass)
Solisten des Tölzer Knabenchors
Tölzer Knabenchor

Aufführungsort Stift Melk, (Österreich) zu Pfingsten 2017


Language English

J.S. Bach – Kantate zu Pfingsten – BWV 172 „Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“

„Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten“! (BWV 172) is a sacred cantata by Johann Sebastian Bach. He composed it for Pentecost in Weimar in 1714 and performed it there for the first time in the castle chapel on May 20, 1714.

The cantata is set for four soloists, choir and a festive orchestra: three trumpets, timpani, oboe (in later versions oboe d’amore or organ), strings, violoncello, bassoon and basso continuo.

  1. Coro: Erschallet, ihr Lieder, erklinget, ihr Saiten
  2. Recitativo (Bass): Wer mich liebet, der wird mein Wort halten
  3. Aria (Bass, Trompeten und Pauken): Heiligste Dreieinigkeit
  4. Aria (Tenor, Streicher): O Seelenparadies
  5. Aria (Sopran – Seele, Alt – Geist, Oboe, Violoncello): Komm, laß mich nicht länger warten
  6. Choral (Violine): Von Gott kömmt mir ein Freudenschein
    (in the first version 🙂 Repeat of the entrance choir
  7. (in the first version 🙂 repetition of the entrance choir

The introductory choir is a festive concert set whose words and music may be based on a previous lost congratulatory cantata. An edition of Franck’s works contains a cantata to New Year. Now, again, congratulatory songs that may have served as a model. The sentence is in da capo form. The first part is opened by trumpet fanfares that alternate with coloratura of the strings. The vocal parts are homophonic and repeat both the fanfare motifs and the string figures.

The climax is reached in long-held chords on the first syllable of „blessed times“ while the instruments continue the fanfares. In the middle section the trumpets pause, the voices express in polyphonic imitation the thought „God wants to prepare the souls for the temple“. In a first episode from the lowest to the highest voice, the next voice begins after three or four bars, in a second episode from the highest to the lowest voice the missions are even closer after one or two bars.

The recitative refers to the reading of the day and emphasizes the idea of ​​“keeping a flat with him“ in melismatic lines, accompanied by motifs in the cello that are similar to those of the fifth movement. Bach describes the final resting in God by a long final note C on the deepest note he demanded of a soloist.

The Aria on the Trinity is only accompanied by the three trumpets, timpani and basso continuo, a rare combination that corresponds to the content. The theme is made up of the three tones of the major triad.
In stark contrast, flowing string lines in the Tenoraria O soul paradise illustrate the spirit that „blew at creation“.

The last solo movement, which Bach calls Aria, brings together four voices: two voices, oboe and violoncello solo. The soprano and the alto sing about their unity („I miss when I miss you“, one, „I am yours, and you are mine!“ The other), the oboe plays the ornate Pentecostal, and the cello plays a figure-rich melody throughout ,

The mentioned sparkle is illustrated by a lively violin part to the four-part choir.

In the first performance, Bach then demanded the repetition of the entrance choir by stating „chorus repetatur ab initio“ in the manuscript.


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Occupation:

Concentus Musicus Vienna
Musical direction: Stefan Gottfried
Contributors: Michael Schade (Tenor)
Günther Groissböck (Bass)
Soloists of the Tölzer Knabenchor
Tölzer Knabenchor

Performance Location Stift Melk (Austria) at Pentecost 2017

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Dem Himmel so nahe ! Musik von J.S. Bach aus dem Stift Melk in Österreich!


Dem Himmel so nahe ! Musik von Johann Sebastian Bach aus dem Stift Melk in Österreich!


Von den Internationalen Barocktagen zu Pfingsten Juni 2017 aus dem Stift Melk, Österreich

Seit ihrer Gründung 1992 avancierten die jährlich zu Pfingsten stattfindenden Internationalen Barocktage Stift Melk zu einem der renommiertesten Festivals für Alte Musik. Eingebettet im atemberaubenden Ambiente des Barockstifts lag es nahe, den programmatischen Schwerpunkt auf die Pflege der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts zu fokussieren.
Auch aufstrebende und junge Talente sowie selten gespielte Werke sind Jahr für Jahr Teil des Programms.

Die „matinee“ am Pfingstsonntag bringt mit „Dem Himmel so nah: Johann Sebastian Bach“ eine Konzertaufzeichnung der letztjährigen Barocktage von 2017. Unter dem Motto „Ewiges Feuer, Ursprung der Liebe“ interpretierten Michael Schade, Günther Groissböck, der Tölzer Knabenchor und der Concentus Musicus Wien unter der musikalischen Leitung von Stefan Gottfried in der Stiftskirche Melk Johann Sebastian Bachs Kantaten zum Pfingstfest.

In der Stiftskirche Melk wähnt sich auch das Publikum dem Himmel so nah… Die Musik des Barocks ist gekennzeichnet durch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Verlauf des Kirchenjahres. Vertonungen rund um das Pfingstfest stellen dabei einen musikalischen Höhepunkt dar.

So hat etwa der Großmeister jener Zeit, Johann Sebastian Bach, eine Vielzahl an Kantaten für kirchliche Feste komponiert, von denen sich an die 200 heute noch im Repertoire erhalten haben. Einige davon sind dem Fest des Heiligen Geistes gewidmet und wurden als finaler Höhepunkt der Internationalen Barocktage Stift Melk 2017 in Kombination mit einer Auswahl an Instrumentalwerken von Bach zum Erklingen gebracht.

Programm:

Eingangspoem: Das Stundenbuch, Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen

(Rainer Maria Rilke)

„Singet dem Herrn ein neues Lied“, Motette, BWV 225
„Ich hatte viel Bekümmernis“, Sinfonia, BWV 21
„O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“, Kantate, BWV 34
„Am Abend aber desselbigen Sabbats“, Sinfonia, BWV 42
„Also hat Gott die Welt geliebt“, Kantate, BWV 68
„Nach dir, Herr verlangt mich“, Sinfonia, BWV 150
„Erschallet, ihr Lieder“, Kantate, BWV 172

Besetzung:

Concentus Musicus Wien
Musikalische Leitung: Stefan Gottfried
Mitwirkende: Michael Schade (Tenor)
Günther Groissböck (Bass)
Solisten des Tölzer Knabenchors
Tölzer Knabenchor

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Language English

So close to heaven: Johann Sebastian Bach

From the International Baroque Days to Pentecost 2017 from Melk Abbey, Austria

Since its founding in 1992, the International Baroque Days Melk, held annually at Pentecost, have become one of the most prestigious early music festivals. Embedded in the breathtaking ambience of the baroque convent, it was natural to focus on the programmatic focus on the care of the music of the 17th and 18th centuries.
Also emerging and young talents as well as rarely played works are part of the program year after year.

The „matinee“ on Whitsunday brings with „The Sky so near: Johann Sebastian Bach“ a concert recording of last year’s Baroque Days of 2017. Under the motto „Eternal Fire, Origin of Love“ interpreted Michael Schade, Günther Groissböck, the Tölzer Knabenchor and the Concentus Musicus Wien under the musical direction of Stefan Gottfried in the Collegiate Church Melk Johann Sebastian Bach’s Cantatas for Pentecost.

In the collegiate church of Melk, the audience also imagines the sky so close … The music of the Baroque is characterized by an intensive examination of the course of the church year. Settings around Pentecost are a musical highlight.

For example, the great master of that time, Johann Sebastian Bach, composed a large number of cantatas for religious festivals, of which some 200 have survived in the repertoire. Some of them are dedicated to the Feast of the Holy Spirit and were brought to life as the final highlight of the International Baroque Days Stift Melk 2017 in combination with a selection of instrumental works by Bach.

Program:

Eingangspoem: The Book of Hours, I live my life in growing rings

(Rainer Maria Rilke)

„Singet dem Herrn ein neues Lied“, Motet, BWV 225
„Ich hatte viel Bekümmernis“ Sinfonia, BWV 21
„O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“, Cantata, BWV 34
„Am Abend aber desselbigen Sabbats“, Sinfonia, BWV 42
„Also hat Gott die Welt geliebt“, cantata, BWV 68
„Nach dir, Herr verlangt mich“, Sinfonia, BWV 150
„Erschallet, ihr Lieder“, cantata, BWV 172

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Occupation:

Concentus Musicus Vienna
Musical direction: Stefan Gottfried
Contributors: Michael Schade (Tenor)
Günther Groissböck (Bass)
Soloists of the Tölzer Knabenchor
Tölzer Knabenchor

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Gottfried August Homilius (1714-1785) Kantate zu Exaudi „Selig seid ihr wenn ihr geschmähet werdet“


Gottfried August Homilius (1714-1785) Kantate zu Exaudi
„Selig seid ihr wenn ihr geschmähet werdet“ (Weltersteinspielung!)

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Gottfried August Homilius (* 2. Februar 1714 in Rosenthal; † 2. Juni 1785 in Dresden) war ein deutscher Komponist, Kantor und Organist.

Nach dem Besuch der Annenschule in Dresden studierte Homilius Jura in Leipzig. Schon dort war er musikalisch aktiv und vertrat zeitweise den Organisten der Nikolaikirche Johann Schneider. Er zählte vermutlich zum unmittelbaren Schülerkreis von Johann Sebastian Bach.

Ab 1742 war Homilius Organist an der Dresdner Frauenkirche und ab 1755 in der Nachfolge von Theodor Christlieb Reinhold (1682-1755) bis zu seinem Tod Kreuzkantor und Musikdirektor an den drei Hauptkirchen Dresdens; Hauptwirkungsort Homilius’ war die Dresdner Frauenkirche, nachdem die Kreuzkirche Dresden 1760 durch preußische Truppen zerstört und ihr Neubau erst 1792 geweiht wurde. Homilius starb 1785 in Dresden und wurde auf dem Johanniskirchhof beigesetzt. Sein Grab ist nicht erhalten.

Ausführende:

Vasiljka Jezovsek  (Sopran)  Anne Buter  (Alt)

Hubert Nettinger (Tenor)  Christian Hilz  (Bass)

Dresdner Kreuzchor,  Dresdner Barockorchester

Leitung: Kreuzkantor Roderich Kreile


Language English

Gottfried August Homilius (1714-1785) Cantata to Exaudi
„Selig seid ihr wenn ihr geschmähet werdet“ („Blessed are you when you are abused“)
(Dresdner Kreuzchor – Kreuzkantor: Roderich Kreile)
World Premiere!

Gottfried August Homilius (born February 2, 1714 in Rosenthal, † June 2, 1785 in Dresden) was a German composer, cantor and organist.

After attending Annenschule in Dresden, Homilius studied law in Leipzig. Already there he was musically active and at times represented the organist of the Nikolaikirche Johann Schneider. He probably counted to the immediate circle of students of Johann Sebastian Bach.

From 1742 Homilius was organist at the Dresden Frauenkirche and from 1755 succeeding Theodor Christlieb Reinhold until his death Kreuzkantor and music director at the three main churches in Dresden; Homilius‘ main location was the Dresden Frauenkirche, after the Kreuzkirche was destroyed in 1760 by Prussian troops and its new building was consecrated in 1792. Homilius died in Dresden in 1785 and was buried in the Johanniskirchhof. His grave is not preserved.

Performed by:

Vasiljka Jezovsek, soprano – Anne Buter, alt
Hubert Nettinger (tenor) – Christian Hilz, bass
Dresdner Kreuzchor, Dresden Baroque Orchestra

Conductor: Kreuzkantor: Roderich Kreile
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Gottfried August Homilius (1714-1785) Kantate zu Himmelfahrt „Gott fähret auf mit Jauchzen“


Gottfried August Homilius (1714-1785) Kantate zu Himmelfahrt „Gott fähret auf mit Jauchzen“

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Gottfried August Homilius (* 2. Februar 1714 in Rosenthal; † 2. Juni 1785 in Dresden) war ein deutscher Komponist, Kantor und Organist.

Nach dem Besuch der Annenschule in Dresden studierte Homilius Jura in Leipzig. Schon dort war er musikalisch aktiv und vertrat zeitweise den Organisten der Nikolaikirche Johann Schneider. Er zählte vermutlich zum unmittelbaren Schülerkreis von Johann Sebastian Bach.

Ab 1742 war Homilius Organist an der Dresdner Frauenkirche und ab 1755 in der Nachfolge von Theodor Christlieb Reinhold (1682-1755) bis zu seinem Tod Kreuzkantor und Musikdirektor an den drei Hauptkirchen Dresdens; Hauptwirkungsort Homilius’ war die Dresdner Frauenkirche, nachdem die Kreuzkirche Dresden 1760 durch preußische Truppen zerstört und ihr Neubau erst 1792 geweiht wurde. Homilius starb 1785 in Dresden und wurde auf dem Johanniskirchhof beigesetzt. Sein Grab ist nicht erhalten.

Ausführende:

Vasiljka Jezovsek  (Sopran)  Anne Buter  (Alt)

Christian Hilz  (Bass)

Dresdner Kreuzchor,  Dresdner Barockorchester

Leitung: Kreuzkantor Roderich Kreile

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Language English

Gottfried August Homilius (1714-1785) „Gott fähret auf mit Jauchzen“ („God ascends with exultation“) – cantata to Ascension

Gottfried August Homilius (born February 2, 1714 in Rosenthal, † June 2, 1785 in Dresden) was a German composer, cantor and organist.

After attending Annenschule in Dresden, Homilius studied law in Leipzig. Already there he was musically active and at times represented the organist of the Nikolaikirche Johann Schneider. He probably counted to the immediate circle of students of Johann Sebastian Bach.

From 1742 Homilius was organist at the Dresden Frauenkirche and from 1755 succeeding Theodor Christlieb Reinhold until his death Kreuzkantor and music director at the three main churches in Dresden; Homilius‘ main location was the Dresden Frauenkirche, after the Kreuzkirche was destroyed in 1760 by Prussian troops and its new building was consecrated in 1792. Homilius died in Dresden in 1785 and was buried in the Johanniskirchhof. His grave is not preserved.

Performed by:

Vasiljka Jezovsek, soprano Anne Buter, alt
Christian Hilz, bass
Dresdner Kreuzchor, Dresden Baroque Orchestra

Conductor: Kreuzkantor: Roderich Kreile
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All of Bach veröffentlicht das BWV 866 – „Präludium und Fuge B-Dur“ des Wohltemperierten Klaviers!


All of Bach veröffentlicht das BWV 866 – „Präludium und Fuge B-Dur“ des Wohltemperierten Klaviers!

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KURZ UND UNKOMPLIZIERT

„Manchmal spürt man schon im Prelude ein Hauch von Fuge.“

Im Barock wurde der Schlüssel zu B-Dur mit großen, erhabenen Qualitäten sowie bescheidenen und sogar dunklen, melancholischen Qualitäten assoziiert. Wie üblich sind sich die Autoren über das Thema nicht einig. Hier entscheidet sich J.S. Bach eindeutig für die etwas leichtere Seite von B-Dur. Dieses BWV 866 „Präludium und Fuge in B-dur“ ist eines der kürzesten und am wenigsten komplizierten Stücke, die in der Wohltemperoper Clavier enthalten sind.

Das Prelude ist wirklich ein Vorspiel. Es beginnt mit einer Folge charakteristischer Keyboardfiguren – mehr Passagenwerk als echtes melodisches Material – gefolgt von einer extrem freien Passage, die stark an eine improvisierte Kadenz erinnert. Das Präludium endet mit einem aufsteigenden Notenfond, der endgültig den Ton B-Dur bestimmt.

„Manchmal spürt man bereits im Präludium das Thema Fuge“, sagt der belgische Cembalist, Organist und Ensembleleiter Bart Naessens, dessen Haus wir für diese Aufnahme besucht haben. Dieses scheinbar improvisierte Prelude fügt sich nahtlos und organisch in eine der strengsten Fugen der gesamten Sammlung ein, die auf den ersten Blick eher akademisch ist. Aber Bach wäre nicht Bach, wenn er nicht auch in diesem relativ strengen Rahmen die harmonischen Grenzen sucht.

Das Wohltemperirte Clavier

Das Komponieren von 48 Keyboard-Stücken in allen 24 Tasten war eine Art Herausforderung, die Bach genoss. In jedem der beiden Teile der Wohltemperoper Clavier brachte er das musikalische Paar Präludium und Fuge 24 Mal zusammen; zwölf in Moll und zwölf in Dur. In den Präludien ließ er seiner Phantasie freien Lauf und demonstrierte in den Fugen mathematische Kraftentfaltungen. Im Gegensatz zu der eisernen Disziplin, die Bach auf seine kirchlichen Kompositionen anzuwenden hatte, konnte er sich hier ohne Rücksicht auf Deadlines der intellektuellen Spielerei überlassen.

Der erste Teil der Wohltemperoper Clavier stammt aus dem Jahr 1722, enthält jedoch einige Musik, die in den vorangegangenen fünf Jahren geschrieben wurde. Es gibt weniger Klarheit über die Geschichte des zweiten Teils. Bach hat dieses zweite Manuskript erst um 1740 zusammengestellt, obwohl einige der darin enthaltenen Präludien und Fugen noch viel älter sind. Bach beschrieb die Zielgruppe für diese Sammlung von Stücken wie folgt: (Sowohl für die Erziehung des fleißigen Musical-Jünglings als auch für den Genuss von denen, die in diesem Material versiert sind „).

BWV 866

TITEL
Präludium und Fuge in B-Dur

BEINAME
Nr. 21 aus Das Wohltemperirte Clavier I

GENRE
Tastaturarbeit

SERIE
Das Wohltemperirte Clavier I

JAHR
1722 oder früher

STADT
Köthen (oder Weimar?)

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
11. Mai 2018

AUFNAHMEDATUM
22. März 2017

LAGE
Brügge, Belgien

Harpsichordist – Cembalo
Bart Naessens

CEMBALO
Geert Karman nach Henri Hemsch

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Language English

SHORT AND UNCOMPLICATED

“Sometimes you already catch a whiff of the Fugue theme in the Prelude.”

In the Baroque, the key of B-flat major was associated with grand, elevated qualities as well as modest and even dark, melancholy ones. As usual, authors are not in agreement on the subject. Here, Bach clearly opts for the somewhat lighter side of B-flat major. This Prelude and fugue in B-flat major is one of the shorter and least complicated pieces included in the Wohltemperirte Clavier.

The Prelude is a truly ‘preluding’ one. It opens with a sequence of characteristic keyboard figures – more passage work than real melodic material – followed by an extremely free passage that is strongly reminiscent of an improvised cadenza. The Prelude ends with a rising festoon of notes that definitively sets the key of B-flat major.

“Sometimes you already catch a whiff of the Fugue theme in the Prelude,” says the Belgian harpsichordist, organist and ensemble conductor Bart Naessens, whose home we visited for this recording. This seemingly improvised Prelude flows quite seamlessly and organically into one of the most rigid fugues of the whole collection, which is even rather academic at first sight. But Bach would not be Bach if he did not also seek out the harmonic limits within this relatively strict framework.

Das Wohltemperirte Clavier

Composing 48 keyboard pieces in all 24 keys was the sort of challenge Bach enjoyed. In each of the two parts of the Wohltemperirte Clavier, he brought together the musical couple prelude and fugue 24 times; twelve in minor keys and twelve in major. In the preludes, he gave free rein to his imagination, and demonstrated mathematical tours de force in the fugues. In contrast to the iron discipline Bach had to apply to his church compositions, here he could abandon himself to intellectual Spielerei without worrying about deadlines.

The first part of the Wohltemperirte Clavier dates from 1722, although it contains some music that was written in the preceding five years. There is less clarity about the history of part two. Bach compiled this second manuscript only around 1740, although once again some of the preludes and fugues it contains date from a much earlier period. Bach described the target group for this collection of pieces as follows: ‘Zum Nutzen und Gebrauch der Lehr-begierigen Musicalischen Jugend, als auch dere in diesem studio schon habil seyenden besonderem ZeitVertreib’ (For both the education of the industrious musical youngster and the enjoyment of those well-versed in this material’).

BWV 866

TITLE
Prelude and fugue in B-flat major

EPITHET
No. 21 from Das Wohltemperirte Clavier I

GENRE
Keyboard work

SERIES
Das Wohltemperirte Clavier I

YEAR
1722 or earlier

CITY
Köthen (or Weimar?)

RELEASE DATE
11 May 2018

RECORDING DATE
22 March 2017

LOCATION
Bruges, Belgium

HARPSICHORDIST
Bart Naessens

HARPSICHORD
Geert Karman after Henri Hemsch

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Ich wünsche allen ein wunderbares Erlebnis mit dem BWV 866 

I wish everyone a wonderful experience with this BWV 866

Herzliche Grüße – Best wishes

Karin

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Johann Ludwig Bach (1677-1731) Kantate zum Sonntag Jubilate: „Die mit Tränen säen“


Johann Ludwig Bach (1677-1731) Kantate zum Sonntag Jubilate: „Die mit Tränen säen“


Johann Ludwig Bach (* 4. Februar jul. / 14. Februar 1677 greg. in Thal bei Eisenach; beerdigt 1. Mai 1731 in Meiningen), genannt der „Meininger Bach“, war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach.

Sein Vater war der Organist und Kantor Jacob Bach (1655–1718). Johann Ludwig hatte zwei Söhne, Samuel Anton und Gottlieb Friedrich, die als Organisten und Pastell-Maler in Meiningen tätig waren. Ihre Nachkommen leben heute noch. Mit Johann Sebastian Bach (1685–1750) war er entfernt verwandt und wurde von diesem als Künstler sehr geschätzt.

1688 bis 1693 besuchte Johann Ludwig das Gymnasium in Gotha, ab 1699 war er als „Hoboist und Laquay“ am Meininger Hof tätig, hier hat er wahrscheinlich weiteren Kompositionsunterricht vom Kapellmeister Georg Caspar Schürmann erhalten. Ab 1703 diente er als Kantor und Pagenlehrer.

Im Oktober 1706 bewarb sich Bach vergeblich um die Kantorenstelle an der Georgenkirche in Eisenach, die vorher Andreas Christian Dedekind († 1706) innehatte. Ab 1711 stand er der Meininger Hofkapelle als Kapellmeister vor, nachdem er bereits ab 1709 „Capell Inspector“ war, als solcher oblag ihm die Verwaltung der Instrumente, sowie die Komposition von weltlichen Werken.

Von seinen Werken ist nur wenig erhalten. Dass zwei Messen und noch 24 Kantaten überliefert sind, ist Johann Sebastian Bach zu verdanken, der 1726 in Leipzig 18 Kantaten seines Meininger Vetters aufgeführt hat und sieben weitere Texte des Meininger Kantatenjahrgangs von 1719 neu komponierte. Die Kantate Denn du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen, die als BWV 15 aufgeführt ist, galt früher als Werk Johann Sebastian Bachs, wird aber heute allgemein Johann Ludwig Bach zugeschrieben.

Von den Instrumentalmusikstücken, die Johann Ludwig als Kapellmeister in großer Zahl komponiert haben musste, ist nur noch die Ouvertüre a 4 in G-Dur von 1715 und ein Concerto für 2 Violinen und Streicher in D-Dur überliefert.

Von den heute bekannten 22 Kirchenkantaten Johann Ludwig Bachs hat Johann Sebastian Bach 18 zwischen Februar und September 1726 in Leipzig aufgeführt.

Ausführende:

Susanne Gorzny, Sopran / Steve Wächter, Altus
Michael Zabanoff, Tenor / Matthias Vieweg, Bass
Kammerchor der Biederitzer Kantorei
Telemann-Consort Magdeburg
Dirigent: Michael Scholl


Language English

Johann Ludwig Bach (1677-1731)
Cantata for Sunday Jubilate: „Die mit Tränen säen“ („Sow with tears“)

Johann Ludwig Bach (born February 4, 1677 in Thal bei Eisenach, buried May 1, 1731 in Meiningen), called the „Meininger Bach“, was a German composer from the Bach family.

His father was the organist and cantor Jacob Bach (1655-1718). Johann Ludwig had two sons, Samuel Anton and Gottlieb Friedrich, who worked as organists and pastel painters in Meiningen. Their descendants are still alive today. He was distantly related to Johann Sebastian Bach (1685-1750) and was highly esteemed by him as an artist.

1688-1693 Johann Ludwig attended high school in Gotha, from 1699 he worked as „Hoboist and Laquay“ at the Meininger court, here he probably received further composition lessons from the Kapellmeister Georg Caspar Schürmann. From 1703 he served as cantor and page teacher.

In October 1706 Bach applied in vain for the cantor position at the George Church in Eisenach, who previously held Andreas Christian Dedekind († 1706). From 1711 he was the Meiningen court orchestra Kapellmeister before, after he was „Capell Inspector“ from 1709, as such was responsible for the management of the instruments, as well as the composition of secular works.

Of his works, little is preserved. The fact that two masses and 24 cantatas have survived is due to Johann Sebastian Bach, who performed 18 cantatas of his Meininger cousin in Leipzig in 1726 and re-composed seven further texts from Meininger’s Cantatas of 1719. The Cantata Because you will not leave my soul in hell, which is listed as BWV 15, was once considered the work of Johann Sebastian Bach, but today is generally attributed to Johann Ludwig Bach.

Of the instrumental pieces of music that Johann Ludwig must have composed in great numbers as Kapellmeister, only the overture a 4 in G major of 1715 and a concerto for 2 violins and strings in D major have survived.

Johann Sebastian Bach 18 has performed 18 of the 22 church cantatas of Johann Ludwig Bach known today between February and September 1726 in Leipzig.

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Performed by:

Susanne Gorzny, soprano Steve Wächter, Altus
Michael Zabanoff, tenor Matthias Vieweg, bass
Chamber Choir of the Biederitzer Kantorei
Telemann Consort Magdeburg

Conductor: Michael Scholl

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ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk BWV 912 „Toccata in D-Dur“


ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk BWV 912 „Toccata in D-Dur“

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„J. S. Bach experimentiert mit der italienischen Tastaturtradition“

Diese Toccata in D-dur ist die beliebteste von Bachs sieben Toccaten. Auch Bertrand Cuiller hat es in der Vergangenheit sehr oft gespielt. „Das Stück ist sehr theatralisch“, sagt er. „Es ist extrem ‚elektrisch'“. Der kraftvollen Eröffnung, die sich sehr improvisiert anfühlt, folgt ein durchdachterer Abschnitt, in dem verschiedene Themen in Dialog treten. Ein expressives Rezitativ bildet den Übergang zu einem Adagio in der ungewöhnlichen Tonart fis-Moll. Das Adagio ist als eine Fuge konzipiert, aber laut Cuiller ist es auch ein bisschen wie ein Lamento.

J. S. Bach baut die dramatische Spannung in einem zweiten Rezitativ wieder auf und lässt sich schließlich mit „Feuerwerk“ zerreißen. Die Toccata schließt mit einem wilden Tanz, der stark an eine Gigue erinnert. Basierend auf einer ziemlich einfachen Idee verwendet Bach jede mögliche Taste im schnellen Tempo. Diese Art von Stück zeigt wirklich die stürmische Seite von Bach, denkt Cuiller. „Es war nicht nur in seinem Kopf“.

In solchen Werken aus seiner Jugend überschreitet Bach jede erdenkliche Obergrenze. Da es kein überliefertes Manuskript von Bach gibt, müssen die Ausgaben auf späteren Quellen basieren, und wir wissen, dass Bachs Musik von einigen Verlegern „gesäubert“ wurde. Partwriting und Chromatik, die nicht den „Regeln“ entsprachen (denen Bach selbst nicht folgte), wurden regelmäßig korrigiert – auch bei Versionen dieser Toccata. Wer weiß, welche Perlen des Erfindungsreichtums irgendwo in einem weit entfernten Archiv liegen?

Toccaten, BWV 910-916

Die sieben Toccaten von Bach können als Abschluss seiner frühen Periode als Keyboardkomponist angesehen werden. Er hat sie nicht selbst als Sammlung begriffen; das geschah erst nach seinem Tod. Dennoch zeigen sie eine klare Beziehung, sowohl in Bezug auf Form als auch auf Stil. Sie sind umfangreiche Arbeiten mit mehreren Abschnitten. Im Gegensatz zu den späteren Suiten und Partiten fließen die Abschnitte mehr oder weniger nahtlos ineinander. Hier hat Bach im 17. Jahrhundert noch einen festen Fuß.

BWV 912

Titel
Toccata in D-Dur

Genre
Tastaturarbeit

Serie
Zeven Toccata

Jahr
1705-1708

Stadt
Weimar?

Instrument
Cembalo

Besondere Hinweise
BWV 912a ist eine frühe Version, wahrscheinlich für Orgel gedacht

Veröffentlichungsdatum
13. April 2018

Aufnahmedatum
27. Mai 2017

Ort
 Bartolotti Haus Amsterdam

Cembalo
Bruce Kennedy nach Michael Mietke, 1989

Cembalist
Bertrand Cuiller


Language English

ALL OF BACH releases the organ work BWV 912 „Toccata in D Major“

„J.S. Bach experiments with the Italian keyboard tradition“

This Toccata in D major is the most popular of Bach’s seven toccatas. Bertrand Cuiller, too, has played it very often in the past. “The piece is very theatrical”, he says. “It is extremely ‘electric’”. The powerful opening, which feels very improvised, is followed by a more well-thought-out section, in which various themes enter into dialogue. An expressive recitative forms the transition to an adagio in the unusual key of F-sharp minor. The adagio is conceived as a fugue, but according to Cuiller it is also a bit like a lamento.

                                                                        Cembalist: Bertrand Cuiller

J.S. Bach builds the dramatic tension up again in a second recitative and eventually lets rip with ‘fireworks’. The toccata closes with a wild dance that is strongly reminiscent of a gigue. Based on a fairly simple idea, Bach uses every possible key in rapid tempo. This sort of piece really shows the tempestuous side of Bach, thinks Cuiller. “It was not only in his mind”.

In such works from his youth, Bach transgresses every harmonic limit imaginable. As there is no surviving manuscript by Bach, editions must be based on later sources, and we know that Bach’s music was ‘cleaned up’ by some publishers. Partwriting and chromaticism that did not comply with the ‘rules’ (which Bach himself did not follow) were regularly corrected – also among versions of this Toccata. Who knows what gems of inventiveness lie in wait somewhere in a faraway archive?

Toccatas, BWV 910-916

The seven toccatas by Bach can be regarded as a conclusion to his early period as a keyboard composer. He did not conceive of them as a collection himself; that only happened after his death. Yet they do show a clear relationship, with regard to both form and style. They are extensive works with multiple sections. But unlike the later suites and partitas, the sections flow more or less seamlessly into one another. Here, Bach still has one foot firmly in the seventeenth century.

BWV 912

Title
Toccata in D major

Genre
keyboard work

Serie
Zeven toccata’s

Year
1705-1708

City
Weimar?

Instrument
harpsichord

Special notes
BWV 912a is an early version, probably intended for organ

Release date
13 April 2018

Recording date
27 May 2017

Location
Bartolotti Haus

Harpsichord
Bruce Kennedy nach Michael Mietke, 1989

Harpsichordist
Bertrand Cuiller

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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 912 /

I wish you a lot of fun with the BWV 912

Herzliche Grüße / Best regards

Karin

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Antonio Vivaldi – Konzert in C-Dur für Oboe, Streicher und Basso continuo RV 450


Antonio Vivaldi – Konzert in C-Dur für Oboe, Streicher und Basso continuo RV 450


Antonio Lucio Vivaldi (* 4. März 1678 in Venedig; † 28. Juli 1741 in Wien) war ein venezianischer Komponist und Violinist des Barocks.

Vivaldi brachte das Solokonzert als eine Hauptform des Hochbarock auf, und er verhalf dreisätzigen Werken zum Durchbruch. In den schnellen Ecksätzen setzte er erstmals systematisch die RitornellForm ein, in der das Orchester eine musikalische Passage mehrmals wiederholt und sich abwechselt mit solistischen Abschnitten, die einen freieren, mehr episodischen Charakter haben und modulierende Passagen enthalten. Seine langsamen Mittelsätze sind gekennzeichnet durch Kantilenen des Soloinstruments.

Vivaldi war nicht nur in Norditalien sehr einflussreich, sondern auch im deutschen Raum. Johann Georg Pisendel verbreitete nach seiner Italienreise Vivaldis Techniken am Dresdner Hof. Johann Sebastian Bachs Stil machte unter dem Einfluss Vivaldis eine tiefgreifende Weiterentwicklung durch; unter anderem transkribierte Bach mehrere Konzerte für Cembalo und für Orgel.

Solist: Benoit Laurent (Solo-Oboe)
Aufnahme von den Schwetzinger Festspielen


Language English

Antonio Vivaldi – Concerto in C major for oboe, strings and basso continuo RV 450

Antonio Lucio Vivaldi (born March 4, 1678 in Venice, † July 28, 1741 in Vienna) was a Venetian composer and violinist of the Baroque.

Vivaldi brought the solo concert as a major form of the high baroque, and he helped three-movement works for breakthrough. In the fast corner sets, he systematically introduced the ritornello form for the first time, in which the orchestra repeats a musical passage several times and alternates with solo sections, which have a freer, more episodic character and contain modulating passages. His slow middle movements are characterized by cantilenas of the solo instrument.

Vivaldi was not only very influential in northern Italy, but also in the German area. Johann Georg Pisendel spread Vivaldi’s techniques at the Dresdner Hof after his trip to Italy. Johann Sebastian Bach’s style underwent a profound development under the influence of Vivaldi; Among other transcribed Bach several concerts for harpsichord and organ.

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Soloist: Benoit Laurent (solo oboe)
Recording from the Schwetzinger Festspiele

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Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784) – Kantate zum Ostersonntag für Soli, Chor und Orchester „Erzittert und fallet“


Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784) – Kantate zum Ostersonntag für Soli, Chor und Orchester „Erzittert und fallet“


Wilhelm Friedemann Bach (* 22. November 1710 in Weimar; † 1. Juli 1784 in Berlin) war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach, der zuweilen auch als Hallescher Bach bezeichnet wird.

Wilhelm Friedemann war der älteste Sohn Johann Sebastian Bach`s. Aus seinem Geburtsort Weimar kam er 1717 mit seiner Familie nach Köthen, wo er die Lateinschule besuchte. Ab Juni 1723 besuchte er die Leipziger Thomasschule, nahm 1727 in Merseburg Violinunterricht bei Johann Gottlieb Graun, wurde 1729 als Jurastudent an der Universität Leipzig immatrikuliert und studierte außer den Rechten auch Philosophie und Mathematik. 1733 wurde er Organist an der Sophienkirche in Dresden. Hier gehörte Johann Gottlieb Goldberg zu seinen Schülern, und er pflegte die Bekanntschaft mit Dresdner Hofmusikern wie Johann Adolph Hasse,  Johann Georg Pisendel und Silvius Leopold Weiss. Im April 1746 wurde er Musikdirektor und Organist an der Marienkirche in Halle (Saale).

Als Organist und Klavierspieler war Bach wegen seiner Kunst der Improvisation berühmt. „Unstrittig der größte Organist der Welt! Er ist ein Sohn des weltberühmten Sebastian Bachs, und hat seinen Vater im Orgelspiel erreicht, wo nicht übertroffen“, schwärmte Christian Friedrich Daniel Schubart in seinen 1806 postum veröffentlichten „Ideen zu einer Ästhetik der Tonkunst“. Und von seinem Bruder Carl Philipp Emanuel ist durch Johann Nikolaus Forkel der Satz überliefert: „Er konnte unsern Vater eher ersetzen, als wir alle zusammengenommen.“

Ausführende:

Barbara Schlick (Sopran) Claudia Schubert (Alt)

Wilfried Jochens (Tenor) Stephan Schreckenberger (Bass)

Rheinische Kantorei Das Kleine Konzert

Dirigent: Hermann Max


Language: English

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Cantata for Easter Sunday for soloists, choir and orchestra „Erzittert und fallet“ („Tremble and fall“)

Wilhelm Friedemann Bach (born November 22, 1710 in Weimar, † July 1, 1784 in Berlin) was a German composer from the Bach family, which is sometimes referred to as Hallescher Bach.

Wilhelm Friedemann was the eldest son of Johann Sebastian Bach. From his birthplace Weimar he came 1717 with his family to Köthen, where he attended the Latin School. From June 1723 he attended the Leipzig Thomas School, took violin lessons in 1727 in Merseburg  Johann Gottlieb Graun, was enrolled in 1729 as a law student at the University of Leipzig and studied in addition to the right and philosophy and mathematics. In 1733 he became organist at the Sophienkirche in Dresden. Here Johann Gottlieb Goldberg belonged to his pupils, and he cultivated the acquaintance of Dresden court musicians such as Johann Adolph Hasse, Johann Georg Pisendel and Silvius Leopold Weiss. In April 1746 he became music director and organist at the Marienkirche in Halle (Saale).

As an organist and pianist Bach was famous for his art of improvisation. „Unquestionably the greatest organist in the world! He is a son of the world-famous Sebastian Bach, and has reached his father in organ playing, where not surpassed, „Christian Friedrich enthused Daniel Schubart in his 1806 posthumously published“ Ideas for an Aesthetics of Tonkunst „. And by his brother Carl Philipp Emanuel Bach is through Johann Nikolaus Forkel the sentence handed down: „He could replace our father rather than we all together.“

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Performed by:

Barbara Schlick (soprano) Claudia Schubert (alto)

Wilfried Jochens (tenor) Stephan Schreckenberger (bass)

Rheinische KantoreiDas Kleine Konzert

Conductor: Hermann Max

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Unbekannte Johannes-Passion – ist sie von Georg Friedrich Händel oder nicht?


Unbekannte Johannes-Passion – ist sie von Georg Friedrich Händel (1685-1759) oder nicht?

Johannes-Passion von Georg Friedrich Händel von 1704?

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Georg Friedrich Händel oder nicht? WDR 3 präsentiert eine Johannes-Passion aus dem Jahr 1704, von der man vielleicht nie sicher wissen wird, wer sie komponiert hat – aber „weltberühmt“ soll der Mann gewesen sein…

Im 19. Jahrhundert wird in der Königlichen Bibliothek zu Berlin das Manuskript einer Johannes-Passion entdeckt. Damals vermutet man, dass es jene ist, die Johann Mattheson 1724 in einer seiner Schriften kritisch unter die Lupe genommen hatte – ohne allerdings den Namen des Komponisten zu nennen. Mattheson verrät lediglich, dass das Werk 20 Jahre zuvor von einem „weltberühmten Mann“ komponiert wurde.

Die Musikforscher des 19. Jahrhunderts sind sich einig, dass damit nur Georg Friedrich Händel gemeint sein kann. Im 20. Jahrhundert kommen dann allerdings Zweifel an Händels Urheberschaft auf. Und so stellt sich heute wieder die Frage: Händel oder nicht Händel? WDR 3 hat das Werk im vergangenen Jahr aufgenommen.

Ausführende:

Hans Jörg Mammel (Evangelist); Matthias Vieweg (Christus);
Alexander Schneider (Pilatus);

Ulrike Hofbauer (Sopran); Tobias Hunger (Tenor); Wolf Matthias Friedrich (Bass);

La Capella Ducale;   Musica Fiata Köln,

Leitung: Roland Wilson

Aufnahme des WDR von 2017
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Language English

Unknown St. John Passion – is it from George Frideric Handel (1685-1759) or not?

Johannes-Passion von Georg Friedrich Händel von 1704?

Handel or not? WDR 3 presents a St. John Passion from the year 1704, of which one may never know for sure who composed them – but the man is said to have been „world famous“ …

In the 19th century, the manuscript of a St. John Passion was discovered in the Royal Library in Berlin. At the time, it was believed that it was the one that Johann Mattheson had scrutinized in one of his writings in 1724 – without, however, mentioning the name of the composer. Mattheson merely reveals that the work was composed 20 years earlier by a „world famous man“.

The musicologists of the 19th century agree that only George Frideric Handel can be meant. In the 20th century, however, doubts arise about Handel’s authorship. And so the question arises again today: Handel or not Handel? WDR 3 started the work last year.

Performed by:

Hans Jörg Mammel (Evangelist); Matthias Vieweg (Christ);
Alexander Schneider (Pilate);

Ulrike Hofbauer (soprano); Tobias Hunger (tenor); Wolf Matthias Friedrich (bass);

La Capella Ducale;  Musica Fiata Cologne,

Conductor: Roland Wilson

Recording of the WDR of 2017
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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1056 „Cembalo-Konzert in f-Moll“


ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1056 „Cembalo-Konzert in f-Moll“

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Mit einer Prise Telemann

„Raffiniertes Spiel zwischen Cembalo und Orchester!“

                                                   Muziekgebouw aan ’t IJ in Amsterdam

Von Johann Sebastian Bach sind sieben Konzerte für ein Cembalo, Streicher und Basso Continuo in einer gemeinsamen Sammelhandschrift erhalten – eins davon setzt zusätzlich zwei Blockflöten ein. Darüber hinaus existieren drei Konzerte für zwei Cembali, zwei für drei und ein Konzert für vier Cembali, jeweils mit Streichern und Basso Continuo.

Dieses Konzert für Cembalo ist in der melancholischen Tonart F-Moll. Obwohl der klagende Charakter sofort spürbar ist, scheint die Sonne an mehreren Stellen durch. „Das ganze Konzert passt perfekt zusammen“, sagt Solistin Siebe Henstra. Im ersten Satz bringt Johann Sebastian Bach das Orchester und den Cembalisten dazu, ein raffiniertes Spiel zu spielen, mit einer Art „gebündeltem“ Echoeffekt. Sie spielen zusammen und dann wiederholt das Cembalo die letzte Figur. Im dritten Satz geht Bach darauf zurück – aber dann umgekehrt, wobei sich das Orchester wiederholt, während das Cembalo still ist.

                                                                         Siebe Henstra – Cembalo

Wie bei allen Bach-Konzerten ist der Mittelsatz besonders. Und eigentlich ist es nicht einmal Bach, denn die Melodie verweist auf das Andante aus dem Flötenkonzert G-Dur TWV 51: G2 von Telemann. Bach nimmt Telemanns Thema und entwickelt es auf seine Weise weiter. Und er war offensichtlich zufrieden mit dem Ergebnis, als er diesen Mittelsatz in seiner Kantate BWB 156  „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ wieder verwendete, obwohl dort das Solo eher von einer Oboe als von einem Cembalo gespielt wird.

BWV
1056

Titel
Cembalokonzert in f-Moll

Genre
Orchesterwerk (Konzert)

Jahr
zwischen 1733 und 1746

Stadt
Leipzig

Besondere Hinweise
Bach verwendete den zweiten Satz als Einführung in die Kantate BWB 156  „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“.

Veröffentlichungsdatum
16. März 2018

Aufnahmedatum
3. Februar 2017

Lage
Muziekgebouw aan ’t IJ in Amsterdam

Cembalo
Bruce Kennedy (1994) Frankreich, nach Michael Mietke

Cembalist
Siebe Henstra

Geige
Shunske Sato, Noyuri Hazama

Viola
Pieter Affourtit

Cello Lucia Swarts

Kontrabass
Hen Goldsobel

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Language English

With a dash of Telemann

Refined game between harpsichord and orchestra.

Johann Sebastian Bach has received seven concertos for a harpsichord, strings and basso continuo in a joint manuscript – one of which also uses two recorders. In addition, there are three concerts for two harpsichords, two for three and a concert for four harpsichords, each with strings and basso continuo.

This concerto for harpsichord is in the melancholy key of F minor. Although the plaintive character is noticeable straight away, the sun does shine through in several places. “The whole concerto hangs together perfectly”, says soloist Siebe Henstra. In the first movement, Bach gets the orchestra and the harpsichordist to play a refined game, with a sort of ‘bunged-up-nose’ echo effect. They play together and then the harpsichord repeats the last figure. In the third movement, Bach harks back to this – but then the other way round, with the orchestra repeating while the harpsichord is silent.

As with all Bach concertos, the middle movement is special. And actually, it isn’t even Bach, as the melody refers back to the Andante from the Flute Concerto in G major, TWV 51:G2 by Telemann. Bach takes Telemann’s theme and develops it in his own way. And he was obviously pleased with the result, as he used this middle movement again in his cantata Ich steh mit einem Fuß im Grabe, although there the solo is played by an oboe rather than a harpsichord.

BWV
1056

title
Harpsichord Concerto in F Minor

genre
orchestral work (concerto)

Year
between 1733 and 1746

City
Leipzig

Special Notes
Bach used the second movement as the introduction to cantata BWV 156, „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“

release date
16 March 2018

recording date
3 February 2017

location
Muziekgebouw aan ’t IJ in Amsterdam

harpsichord
Bruce Kennedy (1994) Frankreich, nach Michael Mietke

harpsichordist
Siebe Henstra

violin
Shunske Sato, Noyuri Hazama

viola
Pieter Affourtit

Cello
Lucia Swarts

double bass
Hen Goldsobel

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Ich wünsche allen ein wunderbares Erlebnis mit diesem Instrumentalwerk !

I wish you all a wonderful experience with this instrumental work!

Herzliche Grüße – Best wishes

Karin

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Accentus Music veröffentlicht mit Herbert Blomstedt von J. S. Bach: BWV 232 „Messe in h-moll“ – DVD & Blu-ray!


Accentus Music veröffentlicht mit Herbert Blomstedt von J. S. Bach – BWV 232 „Messe in h-moll“ – DVD & Blu-ray!


Programmvorschau auf YouTube:

„Nichts anderes, was er schrieb, ist so umfassend wie die h-Moll-Messe, nicht einmal die großen Passionen“, sagt Herbert Blomstedt über Johann Sebastian Bach`s „Opus summum“. Der Dresdner Kammerchor und das Gewandhausorchester Leipzig unter der musikalischen Leitung von Herbert Blomstedt haben sich im Juni 2017 mit diesem unvergleichlichen Werk zu einem gelungenen Abschluss des Bachfestes Leipzig zusammengeschlossen – ein Werk, das sowohl für Dresden als auch für Leipzig als Chor und Orchester enge Verbindungen unterhält wie auch Herbert Blomstedt selbst.

„Ich würde alles geben, um Bach zu treffen. Vielleicht wird das irgendwann möglich sein; wir beide glauben an die Auferstehung, aber bis dahin dürfte es eine Weile dauern „, erklärt Herbert Blomstedt seine besondere Beziehung zum großen Thomaskantor. Für Blomstedt ist Bachs letzte vollständige Vokalarbeit und Höhepunkt seiner Kreativität eines der zentralen Werke in seinem Leben: „Es ist wie eine Widerspiegelung des Zweifels. Es ist enorm kraftvolle Musik, genauso wie ein Keil enorm mächtig ist. “

Herbert Blomstedt gibt eine großartige, meditative Gesamtdarstellung von Bachs h-Moll-Messe mit viel Sanftheit, Gelassenheit und hingebungsvoller Qualität. Pizzicato

Johann Sebastian Bach

Messe in h-moll, BWV 232

Herbert Blomstedt
Dresdner Kammerchor
Gewandhausorchester Leipzig

Christina Landshamer, Sopran
Elisabeth Kulman, Alt
Wolfram Lattke, Tenor
Luca Pisaroni, Bass

Aufgenommen in der Thomaskirche, Leipzig im Juni 2017

Dauer der DVD:  1’53’42

Eine Produktion von Accentus Music in Koproduktion mit NHK.

Bestellungen: Buy the DVD and Blu-ray:

Amazonhttp://amzn.to/2IqXKgy

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Language English

Accentusmusic published with Herbert Blomstedt by J. S. Bach – BWV 232 „Mass in b minor“ – DVD & Blu-ray!

„Nothing else that he wrote is as all-encompassing as the Mass in B minor, not even the great Passions,” says Herbert Blomstedt about Johann Sebastian Bach’s “Opus summum”. In June 2017, the Dresdner Kammerchor and the Gewandhausorchester Leipzig under the musical direction of Herbert Blomstedt have merged ingeniously to conclude the Bachfest Leipzig with this unrivaled work – a work that, written for both Dresden and Leipzig, bears close connections to choir and orchestra as well as to Herbert Blomstedt himself.

“I would give everything to meet Bach. Maybe that will be possible someday; we both believe on the resurrection but it might be a while until then,” Herbert Blomstedt explains regarding his special relationship to the great Thomaskantor. For Blomstedt, Bach’s last complete vocal work and climax of his creativity is one of the central works in his life: “It is like a reflection of doubt. It is enormously powerful music in the same way that a wedge is enormously powerful.”

Herbert Blomstedt gives a magnificent, overall meditative account of Bach’s B minor Mass, with a lot of smoothness, serenity and devotional quality. Pizzicato

Program Preview on YouTube

Johann Sebastian Bach

Mass in B minor, BWV 232

Herbert Blomstedt

Dresdner Kammerchor

Gewandhausorchester Leipzig

Christina Landshamer, soprano

Elisabeth Kulman, alto

Wolfram Lattke, tenor

Luca Pisaroni, bass

Recorded at the St. Thomas Church, Leipzig  June 2017

Duration of the DVD: 1’53’42

Orders at: A production of accentus Music in coproduction with NHK.

*** Buy the DVD and Blu-ray:

Amazon:  http://amzn.to/2IqXKgy

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J.S. Bach – BWV 236 „Missa Brewis in G-Dur“


J.S. Bach – BWV 236 „Missa Brewis in G-Dur“

Johann Sebastian Bach´s die Lutherische Messen oder Kleine Messen bezeichnet man seine vier Kyrie-Gloria-Messen in F-Dur, A-Dur, g-Moll und G-Dur, BWV 233 bis 236. Sie vertonen das Kyrie und Gloria der Lateinischen Messe und werden daher auch Missa brevis genannt. Zur selben Gattung zählt auch die Missa aus Kyrie und Gloria, die Bach 1733 komponierte und die er später zur h-Moll-Messe erweiterte.


Die vollständige Vertonung aller Teile der Messe („Missa tota“) besteht aus fünf Teilen: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus mit Hosanna und Benedictus sowie Agnus Dei. Demgegenüber wird die Komposition von Kyrie und Gloria als „Missa brevis“ (Plural: Missae breves) und in der protestantischen Kirchenmusik auch als „lutherische Messe“ bezeichnet. Eine einheitliche Deutsche Messe konnte sich im Protestantismus nicht durchsetzen; weder war die Sprache noch der genaue Umfang festgelegt.

Der Name „Lutherische Messen“ knüpft zum einen an diese protestantische Tradition an, vorzugsweise Kyrie und Gloria zu vertonen. Kyrie-Gloria-Messen waren im 18. Jahrhundert „in Italien wie auch in Deutschland durchaus gebräuchlich“ und wurden „choraliter oder still zu Ende geführt“. In der protestantischen Kirchenmusik ist bereits früh eine Beschränkung auf die Vertonung von Kyrie und Gloria zu verzeichnen. Zum anderen bringt der Name zum Ausdruck, dass Bachs lateinische Messkompositionen für den lutherischen Gottesdienst konzipiert worden sind. Dem Bachforscher Christoph Wolff zufolge hat J.S. Bach die Figuralmessen für hohe kirchliche Feiertage in den Leipziger Gottesdiensten komponiert, möglicherweise auch für den protestantischen Hofgottesdienst in Dresden.

Die Lutherischen Messen sind wahrscheinlich einige Jahre nach der Missa für den Hof zu Dresden (1733), später Kyrie und Gloria der h-Moll-Messe, entstanden und werden heute spätestens um 1738/39 datiert.

Ausführende:

Collegium Vocale Gent

Sopran: Dorothea Mields
Altus: Alex Potter
Tenor: Thomas Hobbs
Bass: Peter Kooij

Conductor: Philippe Herreweghe

Aufnahme aus dem Concertgebouw Brügge 2017
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Language English

J.S. Bach BWV 236 „Missa Brewis in G Major“ 

As Johann Sebastian Bach’s Lutheran Mass or Small Mass is called his four Kyrie Gloria Masses in F major, A major, G minor and G major, BWV 233 to 236. They set the Kyrie and Gloria of the Latin Mass and are therefore also called Missa brevis. The same genus also includes the Missa from Kyrie and Gloria, which Bach composed in 1733 and later expanded to the Mass in B minor.

The complete setting of all parts of the mass („Missa tota“) consists of five parts: Kyrie, Gloria, Creed, Sanctus with Hosanna and Benedictus and Agnus Dei. In contrast, the composition of Kyrie and Gloria is called „Missa brevis“ (plural: Missae breves) and in Protestant church music also called „Lutheran Mass“. A uniform German trade fair could not prevail in Protestantism; neither was the language nor the exact scope fixed.

On the one hand, the name „Lutheran Masses“ builds on this Protestant tradition, preferably setting the tone to Kyrie and Gloria. Kyrie Gloria Masses were „in use in Italy as well as in Germany in the 18th century“ and were „choraliter or quietly led to end“. In Protestant church music is early on a restriction to the setting of Kyrie and Gloria recorded. On the other hand, the name expresses that Bach’s Latin mass compositions were conceived for Lutheran worship. According to the Bach researcher Christoph Wolff, J.S. Bach composed the figural masses for high church holidays in the Leipzig church services, possibly also for the Protestant court service in Dresden.

The Lutheran Masses probably arose a few years after the Missa for the court of Dresden (1733), later Kyrie and Gloria of the B minor Mass, and are dated today at the latest around 1738/39.

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Performed by:

Collegium Vocale Gent

Soprano: Dorothea Mields
Altus: Alex Potter
Tenor: Thomas Hobbs
Bass: Peter Kooij

Conductor: Philippe Herreweghe

Recording from the Concertgebouw Bruges 2017
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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1045 „Violinkonzert in D-Dur“


ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1045 „Violinkonzert in D-Dur“

„Diese langgezogene Bewegung ähnelt fast minimaler Musik!“

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Sinfonia D-Dur, BWV 1045 , speziell bekannt als Violinkonzert BWV 1045 , ist ein Orchesterwerk für Solovioline , drei Trompeten , Pauken , zwei Oboen , Streicher und Continuo von Johann Sebastian Bach . Ein in Leipzig entstandenes Spätwerk zwischen c. 1742 und 1746 nur als Fragment überlebend,  das Konzert wird als Sinfonia einer verlorenen Kantate betrachtet .

                                           Waalse Kerk (Wallonien-Kirche in Amsterdam)

Diese Sinfonia ist möglicherweise eine von Bachs überraschendsten Kompositionen. Laut Manuskript handelt es sich um eine Intrada, eine instrumentale Einführung in eine vermutlich festliche Kantate. Von den Gesangsparts gibt es jedoch keinerlei Spuren. Diese Sinfonia in D-Dur ist daher dazu verurteilt, eine unabhängige Instrumentalbewegung zu bleiben. Die überschwängliche Instrumentierung des Werkes umfasst drei Trompeten und Pauken sowie einen speziellen Teil für eine Solovioline.

Die ständigen Figurationen im lebhaften Geigenpart verleihen der Musik einen fast hypnotischen Charakter. Man könnte es vielleicht sogar als frühen Vorläufer der Minimal Music klassifizieren. Bach bringt den harmonischen Verlauf regelmäßig zum Stillstand. Der Violinist Shunske Sato nennt es sogar „schamlose Virtuosität“. Die Art und Weise, in der Bach die Violine mit Arpeggios notierte – Akkorde, die nicht vollständig ausgeschrieben sind – bietet große Freiräume. „Es ist, als ob du beim Geigenspielen maltest“, sagt Shunske Sato.

BWV
1045

TITEL
Sinfonia in D-Dur

GENRE
Kantate (Kantatenbewegung)

JAHR
Datierung des Autographs ca. 1735-1746

STADT
Leipzig

ERSTER AUFTRITT
unbekannt!

Besondere Hinweise:
Diese Arbeit ist in einem Manuskript erhalten geblieben, in dem es Intrada o Concerto genannt wird. Die komplette Partitur wird beschrieben als: Concerto, a 4 Voci. 3 Trombe, Tamburi, 2 Hautb, Violino Con [certato], 2 Violine, Viola und Coni. Dies scheint darauf hinzuweisen, dass es sich um die Einführung in eine Kantate handelt.

                                                                 All of Bach Instrumental-Gruppe

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
9. März 2018

AUFNAHMEDATUM
13. Mai 2017

Aufführungsort:
Wallonische Kirche, Amsterdam

SOLO-VIOLINE & Leitung:
Shunske Sato

VIOLINE 1
Anneke van Haaften, Annelies van der Vegt

VIOLINE 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

CELLO
Lucia Swarts, Richte van der Meer

KONTRABASS
Hen Goldsobel

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

TROMPETE
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen,

PAUKE
Robert Kendell

ORGAN
Leo van Doeselaar

CEMBALO
Siebe Henstra


Language English

PAINTING WHILE PLAYING THE VIOLIN

„This long-drawn-out movement almost resembles minimal music.“

This sinfonia is possibly one of Bach’s most surprising compositions. According to the manuscript, it is an ‘Intrada’, an instrumental introduction to what was probably a festive cantata. However, there is no trace whatsoever of the vocal parts. This Sinfonia in D major is therefore doomed to remain an independent instrumental movement. The work’s exuberant instrumentation includes three trumpets and timpani, as well as a special part for a solo violin. The continual figurations in the lively violin part lend the music an almost hypnotic character. You could maybe even class it as an early forerunner of minimal music. Bach regularly brings the harmonic progression to a halt. Violinist Shunske Sato even calls it “shameless virtuosity”. The way in which Bach notated the violin part with arpeggios – chords that are not written out in full – offers great scope for freedom. “It’s as if you’re painting while playing the violin”, says Shunske Sato.

                                                       All of Bach – Organist Leo van Doeselaar

RELEASE DATE
9 March 2018

RECORDING DATE
13 May 2017

LOCATION
Walloon Church, Amsterdam

VIOLIN AND DIRECTION
Shunske Sato

VIOLIN 1
Anneke van Haaften, Annelies van der Vegt

VIOLIN 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

CELLO
Lucia Swarts, Richte van der Meer

DOUBLE BASS
Hen Goldsobel

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

TRUMPET
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen,

TIMPANI
Robert Kendell

ORGAN
Leo van Doeselaar

HARPSICHORD
Siebe Henstra


Ich wünsche allen ein wunderbares Erlebnis mit diesem Instrumentalwerk !

I wish you all a wonderful experience with this instrumental work!

Herzliche Grüße – Best wishes

Karin

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