Archiv der Kategorie: Barockmusik

J.S. Bach – Kantate BWV 140 „Wachet auf ruft uns die Stimme“ Kantate für den 27. Sonntag nach Trinitatis!

 J.S. Bach – Kantate BWV 140 „Wachet auf ruft uns die Stimme“ Kantate für den 27. Sonntag nach Trinitatis!

„Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (BWV 140) ist eine der bekanntesten Kantaten Johann Sebastian Bachs. Das Werk basiert auf dem bekannten gleichnamigen Choral von Philipp Nicolai aus dem Jahre 1599. Diese Choralkantate wurde für den im Kirchenjahr nur selten vorkommenden 27. Sonntag nach Trinitatis komponiert. Uraufführung war am 25. November 1731.

                                      Thomanerchor mit Thomaskantor Hans-Joachim Rotzsch

Der unbekannte Textdichter übernahm alle drei Strophen des Chorals wörtlich für die Sätze 1, 4 und 7; dazwischen fügte er frei gedichtete Rezitative und Arien ein, die auf biblische Motive des Hohelieds Salomons zurückgreifen. Grundgedanke des Textes ist die bildliche Gleichsetzung der Verbindung zwischen Jesus und der menschlichen Seele mit einer Hochzeit. Wie bei antiken orientalischen Hochzeiten der Bräutigam anscheinend zu einem nicht genau festgesetzten Zeitpunkt erschien, dann aber ein ordentliches Fest erwartete, so soll die Seele ständig bereit sein, Gott zu begegnen.

1. (Chor) – Choral: Wachet auf, ruft uns die Stimme

2. (Tenor) – Rezitativ: Er kommt, der Bräutgam kommt

3. (Sopran) – Bass) Arie: Wenn kömmst du, mein Heil?

4. (Tenor) – Choral: Zion hört die Wächter singen

5. (Bass)- Rezitativ: So geh herein zu mir

6. (Sopran, Bass) – Arie: Mein Freund ist mein! Und ich bin sein!

7. (Chor) – Choral: Gloria sei dir gesungen

Besetzung:

Erzähler (Tenor)

Die Seele (Sopran)

Jesus (Bass)

Chor (SATB)

Orchester mit 2 Oboen, Taille (Partiturbezeichnung der Oboe da caccia), Horn (als Melodieverstärkung), Violino piccolo, 2 Violinen, Bratsche, Basso continuo

Ausführende:

Arleen Augér  (Sopran)  Peter Schreier, (Tenor)

Siegfried Lorenz  (Bass)

Thomanerchor Leipzig

Neues Bachisches Collegium Musicum Leipzig

Leitung: Thomaskantor Hans-Joachim Rotzsch

Aufnahme von 1981 aus der Paul-Gerhardt-Kirche in Leipzig!

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Die Paul-Gerhardt-Kirche in Leipzig hat durch ihre Bauweise – Holzfußboden auf Balkenlage, Holztonne – eine ausgezeichnete Akustik. Deswegen ist sie zu DDR-Zeiten eines der drei Kirchengebäude gewesen, in denen die Plattenfirma „Amiga klassische Musik aufgenommen hat.

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Georg Philipp Telemann  (1681-1767) – Kantate „Es sind schon die letzten Zeiten“, TWV1:529 (Thomanerchor)

Georg Philipp Telemann  (1681-1767) – Kantate „Es sind schon die letzten Zeiten“, TWV1:529

Kantate für den 25. Sonntag nach Trinitatis, für Bariton, Oboe, Streicher und Basso continuo

Georg Philipp Telemann (* 14. März jul./ 24. März 1681greg. in Magdeburg; † 25. Juni 1767 in Hamburg) war ein deutscher Komponist des Barock. Er prägte durch neue Impulse, sowohl in der Komposition als auch in der Musikanschauung, maßgeblich die Musikwelt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Georg Philipp Telemann hat mehr als 1.600 Kirchenkantaten komponiert. Sie machen fast die Hälfte seines musikalischen Nachlasses aus. Beim Abschied von seinen Dienstherren wie dem Herzog Johann Wilhelm von Sachsen-Eisenach oder der Stadt Frankfurt am Main verpflichtete er sich, jeweils noch einige Kantatenjahrgänge abzuliefern. Telemanns Kantaten wurden seinerzeit von evangelischen Kantoren vieler, auch kleinerer Kirchen aufgeführt.


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Ausführende:

Gotthold Schwarz (Bariton)

Thomanerchor Leipzig ,  Sächsisches Barockorchester

Leitung: Thomaskantor Gotthold Schwarz

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Jan Dismas Zelenka (1679-1745) – „Missa Votiva, e-Moll“ ZWV 18

Jan Dismas Zelenka (1679-1745) – „Missa Votiva, e-Moll“ ZWV 18

Die großen Messvertonungen des 18. Jahrhundert führen ausgerechnet eine Musikgattung in Gipfelhöhen, bei der es immer auch um Praktikabilität ging. Komponisten wie J.S. Bach, Jan Dismas Zelenka oder Wolfgang Amadeus Mozart schufen wahre Kunstwerke, die den damals üblichen Rahmen deutlich sprengten.

Es erklingt erklingt die Missa Votiva von Jan Dismas Zelenka. Die Messvertonungen der Jahre 1739 bis 1741 des Dresdner Hofmusikers entstanden allesamt ohne offizielle Kompositionsaufträge.

                                                  Kammerchor & Barockorchester Stuttgart.

Zelenkas Messvertonungen der Jahre 1739 bis 1741 entstanden ohne offizielle Kompositionsaufträge und stellen autonome Kunstwerke dar, die nicht mehr an liturgische Beschränkungen gebunden sind. In dieser Zeit entstand die umfangreiche Missa votiva ZWV 18 als Erfüllung eines Gelübdes, nachdem der Komponist von einer ernsthaften Erkrankung genesen war.

Vor 279 Jahren entwarf der Dresdner Hofmusiker das Werk, das mit rund 70 Minuten Länge eine der längsten Messvertonungen der damaligen Zeit war. Bachs h-moll-Messe entstand erst 10 Jahre später. Das Komponieren von Messvertonungen ohne konkreten Auftrag und Vorgaben oder ohne Chance auf Aufführung war aber im 18. Jahrhundert eigentlich unüblich. Noch zu Mozarts Zeiten gab es Vorgaben vom jeweiligen Bischof, wie lang eine Messvertonung zu sein habe, wie umfangreich die Besetzung sein sollte und vieles mehr.

Das kirchenmusikalische Werk Zelenkas wird seit seiner Entstehungszeit nahezu ununterbrochen an der Dresdner Hofkirche gepflegt, dem Ort, für den die meisten Werke Zelenkas komponiert wurden. Die Dresdner Kapellknaben führen gemeinsam mit Mitgliedern der Staatskapelle Dresden, der Nachfolgeinstitution der sächsischen Hofkapelle, Mess- und Psalmvertonungen Zelenkas eingebunden in den liturgischen Kontext auf.

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Ausführende:

Joanne Lunn (Sopran) Daniel Taylor (Altus)

Johannes Kaleschke (Tenor)  Thomas E. Bauer (Bass)

Kammerchor & Barockorchester Stuttgart.

Leitung: Frieder Bernius 

CD bei Amazon zu beziehen!

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ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 106 „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ (Actus Tragicus)

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 106 „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“ (Actus Tragicus)

MUSIKALISCHE UND THEOLOGISCHE TOUR DE FORCE

Eine ungewöhnliche Instrumentierung erzeugt unheimliche Klänge.

                                                                     Ensemble All of Bach

Die Kombination der Instrumente, die Johann Sebastian Bach hier verwendet, kann auf viele Arten beschrieben werden – berühmt, eigenwillig, außergewöhnlich schön und bedeutungsvoll. In jedem Fall ist die Instrumentierung ungewöhnlich. Die Violinen fallen durch ihre Abwesenheit auf, aber es gibt zwei Blockflöten und zwei Viola da Gambas, die einen weichen, beruhigenden und manchmal fast himmlischen Klang erzeugen. Die Blockflöten scheinen mit ihren scharfen Sekunden und Unisono irdisches Leid zu symbolisieren, was Blockflötenspieler Heiko ter Schegget nicht zu schön sein sollte. Er erklärt warum im Interview.

Das ewige Leben liegt im Herzen der genialen Konstruktion dieser Kantate. Bach macht einen starken Kontrast zwischen dem irdischen Tod des Alten Testaments (jeder muss sterben) und der Erlösung des Neuen Testaments. Der Text zitiert verschiedene Bücher der Bibel in Übereinstimmung mit der lutherischen Ansicht, dass Gottes Plan für unsere Erlösung die gesamte Bibel umfasst. Der Chor „Es ist der alte Bund“ fungiert als dramatischer Höhepunkt und Symmetrieachse, in der Bach die bekannte Warnung Memento Mori (denken Sie daran, dass Sie sterben müssen) spektakulär mit der Proklamation der Sopranistin Jesu Christi kombiniert.

Diese Diskussion entwickelt sich zu einem musikalischen und theologischen Kraftakt, wenn Bach die beiden Ideen am Ende des Satzes nicht mehr nebeneinander stellt, sondern über- und untereinander stellt.

                                  Blockflöte: von Links –  Heiko ter Schegget, Benny Aghassi

Dies ist eine der ersten Kantaten Bachs, und die Musik war zweifellos für eine Beerdigung gedacht. Die Historiker haben natürlich nach einem passenden Anlass dafür gesucht, wie zum Beispiel dem Begräbnis des Bruders von Bachs Mutter Tobias Lämmerhirt, der am 10. August 1707 in Erfurt starb. Das Begräbnis fand vier Tage später statt. Da Erfurt etwa 60 Kilometer von Mühlhausen entfernt ist, sollte diese Hypothese mit einer Prise Salz aufgenommen werden, es sei denn, Bach hätte natürlich früher mit der Komposition beginnen können. Übrigens ist nicht klar, wer sich den Beinamen „Actus Tragicus“ ausgedacht hat, der erstmals in einer Handschrift nach Bachs Tod erschien.

                                                  Oostkerk_Middelburg (Holland)

BWV 106

TITEL
Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit“

BEINAME
„Actus Tragicus“

GENRE
Kantate

JAHR
1707?

STADT
Mühlhausen

LYRICIST
unbekannte

GELEGENHEIT
Begräbnismusik

ERSTER AUFTRITT
unbekannte

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
4. März 2016

AUFNAHMEDATUM
16. Mai 2015

STANDORT
Oostkerk, Middelburg

DIRIGENT
Jos van Veldhoven

SOPRAN
Dorothee Mields

ALT
Alex Potter

TENOR
Charles Daniels

BASS
Tobias Berndt

RIPIENO SOPRANO
Marjon Strijk

RIPIENO ALTO
Barnabás Hegyi

RIPIENO TENOR
Immo Schröder

RIPIENO BASS
Jelle Draijer

Blockflöte
Heiko ter Schegget, Benny Aghassi

VIOLA DA GAMBA
Mieneke van der Velden,  Ricardo Rodriguez Miranda

CELLO
Lucia Swarts

KONTRABASS
James Munro

ORGAN
Siebe Henstra

THEORBE
Mike Fentross


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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 106

Herzliche Grüße 

Karin

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Georg Philipp Telemann (1681-1767) Kantate „Wo soll ich fliehen hin“ TWV 1: 1724 – Kantate für den 22. Sonntag nach Trinitatis.

Georg Philipp Telemann (1681-1767) Kantate „Wo soll ich fliehen hin“ TWV 1: 1724 – Kantate für den 22. Sonntag nach Trinitatis.

Georg Philipp Telemann (* 14. März jul. / 24. März 1681 greg. in Magdeburg; † 25. Juni 1767 in Hamburg) war ein deutscher Komponist des Barock. Er prägte durch neue Impulse, sowohl in der Komposition als auch in der Musikanschauung, maßgeblich die Musikwelt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Georg Philipp Telemann verbrachte seine Jugendzeit ab 1697 in Hildesheim. Hier erhielt er eine maßgebliche Förderung, die seine musikalische Entwicklung entscheidend prägte.

Ab 1721 besetzte er als Cantor Johannei und Director Musices der Stadt Hamburg eines der angesehensten musikalischen Ämter Deutschlands, wenig später übernahm er die Leitung der Oper. Auch hier stand er weiterhin mit auswärtigen Höfen in Verbindung und veranstaltete für die städtische Oberschicht regelmäßige öffentliche Konzerte.

Mit einem achtmonatigen Aufenthalt in Paris 1737/38 erlangte Telemann endgültig internationalen Ruhm. Telemanns musikalischer Nachlass ist außerordentlich umfangreich und umfasst alle zu seiner Zeit üblichen Musikgattungen. Typisch für Telemann sind gesangliche Melodien, einfallsreich eingesetzte Klangfarben, vor allem im Spätwerk auch ungewöhnliche harmonische Effekte.

Die Instrumentalwerke sind oftmals stark von französischen und italienischen, gelegentlich auch folkloristischen polnischen Einflüssen geprägt. Im Zuge des gewandelten kulturgeschichtlichen Ideals wurde Telemanns Schaffen im 19. Jahrhundert kritisch betrachtet. Die systematische Erforschung des Gesamtwerks begann erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dauert aufgrund seines großen Umfangs an.



Ausführende:

Mitglieder Thomanerchor Leipzig   Sächsisches Barockorchester

Bass und Leitung: Thomaskantor Gotthold Schwarz 

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 228 – Motette: „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 228 – Motette: „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“

DAS KANN ICH BESSER
Prüft Bach hier seinen Schwiegervater?

                                                 Grote Kerk Naarden in Holland

Es wäre natürlich schön, wenn wir bestätigen könnten, dass Johann Sebastian Bach diese Motette BWV 228 – 1726 für das Begräbnis der Frau von Stadthauptmann Winckler komponiert hat. Dann könnte dieses Werk für den Doppelchor zu den anderen Motetten hinzugefügt werden, die Bach in Leipzig komponierte, oft im Auftrag von Privatpersonen. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Fürchte dich nicht viel früher geschrieben wurde. Es erinnert stark an eine andere Motette von Bach, Ich lasse dich nicht, BWV Anh159, die von 1712-13 datiert.

Darüber hinaus weist die Struktur von Fürchte dich nicht starke Ähnlichkeiten mit einer Motette von Johann Michael Bach auf, dem Vater von Bachs erster Frau und dem führenden Motetten-Spezialisten seiner Zeit. Seine Weihnachtsmotette für Doppelchor mit dem Titel Fürchtet euch nicht, ist in zwei Teile gegliedert, genau wie Bachs „Fürchte dich nicht.“ Jeder Teil beginnt mit einem Doppelchor und einem Text aus der Bibel. Auf halbem Weg durch beide Motetten kommen die Chöre zusammen, worauf die Sopranistin zu einem ganz anderen Text wechselt, der auf einer fugenartigen Basis schwingt, die über die drei Unterstimmen verteilt ist und die biblischen Worte fortsetzt.

                                                                          Grote Kerk Naarden in Holland

Der große Unterschied ist, dass Johann Michael Bach in seiner ruhigen Motette (die Worte an die Hirten aus dem Lukas-Evangelium sind: „Fürchte nicht, denn ich bringe große Freude!“) Die jubelnde Weihnachtsbotschaft mit dem ebenso heiteren lutherischen Choral verbindet „Gelobet seis du, Jesus Christus“. Johann Sebastian dagegen entscheidet sich für eine viel größere Komplexität in seiner Fürchte dich nicht. Im biblischen Text, der Jesaja entnommen ist, betont er die Zweifel und Ängste des Gläubigen. Demgegenüber stehen die tröstlichen Worte des von der Sopransängerin gesungenen Paul-Gerhardt-Chors „Warum soll ich mich denn grämen“ noch deutlicher hervor.

Ende 1707 heiratete Bach Johann Michael Bachs Tochter Maria Barbara . In dieser Zeit war er immer noch stark von dem geleitet, was seine Vorgänger geschrieben hatten – am liebsten mit einem kompositorischen Meisterwerk. Natürlich können wir es nicht genau wissen, aber es wäre genauso wie der junge Bach, eine so wunderbare Motette als etwas zweifelhafte Hommage an seinen neuen Schwiegervater zu schreiben.

Motetten, BWV 225-231, 118 und Anh159

Kantaten waren Bachs tägliches Brot und regelmäßiger Teil seiner wöchentlichen Aufgaben als Thomaskantor. Seine Motetten waren ein ganz anderer Fall. Außer der Kantate wurde in Leipzig kaum neue Musik gespielt (Musik wurde stattdessen aus der Motettensammlung Florilegium Portense ausgewählt). Dies gab Bach Spielraum für das Schreiben von Auftragsarbeiten für private Anlässe, oft Beerdigungen. Leider sind wahrscheinlich Dutzende dieser Werke verloren gegangen. Die Stücke, die überlebten, sind seit ihrer Komposition im Repertoire geblieben, im Gegensatz zu Bachs anderen Vokalwerken.

Die überlebenden authentischen Motetten – neun Werke, obwohl die Forschung weitergeht – bauen auf einem Genre mit einem eindrucksvollen Stammbaum auf. Vor dem Hintergrund der strengen Polyphonie der Renaissance entlehnte die Generation von Schütz (1585-1672) Elemente aus den opulenten, vielschichtigen Werken Giovanni Gabrielis und verlieh ihnen eine mitteldeutsche, lutherische Note. Auch bei Bachs Inhalt standen Choräle und biblische Passagen im Vordergrund, wobei der weltliche Madrigalismus (oder vereinfacht ausgedrückt: die Darstellung der Worte) nur dazu diente, den Ausdruck des religiösen Genres zu verstärken.

BWV 228

TITEL
„Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“

GENRE
Motette

JAHR
ca. 1707? / 1726

STADT
Mühlhausen / Weimar / Leipzig

Lyrikerin
„Verse 1 und 2 aus Jesaja 41:10 und 43: 1; Verse 3 und 4 aus Paul Gerhardts Choral“ Warum soll ich mich denn grämen „(1653)

GELEGENHEIT
unbekannte

ERSTER AUFTRITT
unbekannte

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
2. Dezember 2016

AUFNAHMEDATUM
14. Mai 2016

STANDORT
Grote Kerk, Naarden in Holland

Dirigent

Stephan MacLeod

SOPRAN
Orlanda Velez Isidro, Klaartje van Veldhoven, Griet de Geyter, Aleksandra Lewandowska, Marjon Strijk, Hilde van Ruymbeke, Stephanie Pfeffer, Marta Paklar

ALT
Barnabás Hegyi, Gemma Jansen, Elena Pozhidaeva, Bernadett Nagy, Marine Fribourg, Victoria Cassano McDonald

TENOR
Adriaan de Koster, Wolfgang Frisch, Guy Schneiden, Diederik Rooker, Immo Schröder, Ronald Threels

BASS
Matthew Baker, Sebastian Myrus, Pierre-Guy Le Gall Weiß, Martijn de Graaf Bierbräuwer, Michiel Meijer, Jelle Draijer

VIOLINE 
Shunske Sato  Sayuri Yamagata

VIOLA
Staas Swierstra

CELLO
Lucia Swarts, 

VIOLONE
Robert Franenberg

OBOE 
Martin Stadler

OBOE 
Peter Frankenberg

FAGOTT
Benny Aghassi

Organ
Pieter-Jan Belder

Cembalo
Siebe Henstra


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Ich wünsche allen Besuchern viel Freude mit der Motette !

Herzliche Grüße

Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1008 „Cello-Suite Nr. 2 in d-Moll“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1008 „Cello-Suite Nr. 2 in d-Moll“

Immer suchen!

Die Courante ist blitzschnell.

                                                                 Het Concertgebouw, Amsterdam

Cello Suite Nr. 2 in d-Moll ist eines der Lieblingsstücke des Cellisten Steuart Pincombe. So freute er sich, als wir ihn baten, diese Suite in der Haupthalle des Concertgebouw in Amsterdam aufzunehmen. Der suchende Charakter des Stückes entspricht Pincombes Outlook. Beim Musizieren versucht er immer etwas Neues zu schaffen, anstatt das Gleiche neu zu schaffen, wie er in seinem Interview erklärt.

Sechs Cello-Suiten

Die Sechs Cellosuiten von Johann Sebastian Bach gehören zum Alten Testament der Cello-Literatur. Jeder Cellist, der die Musik betrachtet, spürt sofort, wie natürlich die Noten um die Saiten des Instruments gelegt sind. Dennoch gibt es viele Fragen und Diskussionen über diese Suiten a Violoncello Solo senza Basso. Hat Bach wirklich die Musik für Cello geschrieben, oder zumindest für Cello allein? Und wann hat er es geschrieben? Am Hof ​​Köthen oder früher?

                                                       Steuart Pincombe – Cellist

Die Suiten folgen einem Weg von Einfachheit zu zunehmender Virtuosität. Wenn Sie die sechs Cellosuiten in zwei gleiche Sätze aufteilen würden, dann würden die Suiten Nr. 2 und nein. 5 bilden jeweils einen feierlichen Mittelteil in Moll. Obwohl es technisch nicht anspruchsvoll ist, ist Bachs Suite No. 2 evoziert eine Welt voller schattiger Räume und melancholischer Tanzabende, die weit entfernt von den sonnigen Landschaften der Suite Nr. 1.

Suite Nr. 2

Das Präludium der Suite Nr. 2 öffnet sich mit einem Triadensignal aus drei aufsteigenden Noten, das deutlich die Tonart d-moll angibt. Erwartungen für das, was direkt folgt, werden ebenfalls sofort festgelegt. Trotz der scheinbar plätschernden Bewegung der Sechzehntel arbeitet Bach fast unmerklich auf einen Höhepunkt um den Goldenen Schnitt, gefolgt von einer kurzen und dramatischen Stille. Auf einen Epilog folgen einige lange Schlussakkorde, die der Cellist wahlweise als Arpeggio oder Doppelstopp spielen kann.

Während der Fortschritt der Allemande durch harte Doppelstopps erschwert wird, ist die Courante blitzschnell, als ob der Teufel ihnen auf den Fersen ist. Steuart Pincombe spielt das Stück gerne sehr schnell, als Gegenstück zur eleganten und stattlichen Sarabande, die dem Darsteller einen Moment der Eleganz bietet, mit nachdenklichen Trillern und Seufzern, die auf fortwährende Sorgen hinweisen.

Das Menuet II bringt eine kurze Atempause, und die abschließende Gigue, die in einem fliessenden 12/8-Takt hätte komponiert werden können, ist stattdessen in einem festeren 3/8 geschrieben, als ob Bach versucht, die heroischen großen Sprünge in Schach zu halten. Der Cellist bricht sich immer wieder mit diabolischen kleinen Tänzen auf und endet auf einem lebhaften hohen D.

BWV 1008

Titel
Suite Nr. 2 in d-Moll

Genre
Kammermusik (Soloarbeit)

Serie
Sechs Cello-Suiten

Jahr
Zwischen 1717 und 1723

Stadt
Köthen

Veröffentlichungsdatum
19. Oktober 2018

Aufnahmedatum
12. Februar 2018

Ort
Het Concertgebouw, Amsterdam

Cellist
Steuart Pincombe


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Ich wünsche allen Besuchern viel Freude mit der Cello-Suite Nr. 2

Herzliche Grüße

Karin

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