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GEBURTSTAGSFEIER FÜR JOHANN SEBASTIAN BACH – Das Programm für den 21. März bis zum 24. März 2019


GEBURTSTAGSFEIER FÜR JOHANN SEBASTIAN BACH – Das Programm für den 21. März bis zum 24. März 2019

Zwei Tage der offenen Tür, Führungen, Kreativangebote und Konzerte am Leipziger Thomaskirchhof

                                                                     Bach-Museum in Leipzig

Am 21. März 2019 feiert Leipzig Johann Sebastian Bachs 334. Geburtstag. Thomaskirche und Bach-Museum Leipzig bieten bis einschließlich 24. März ein umfangreiches Festprogramm mit zwei Tagen der offenen Tür im Bach-Museum, Führungen, Konzerten und vielem mehr. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der von Leipziger Schülerinnen und Schülern musikalisch umrahmte Anschnitt der Geburtstagstorte am 21. März mit Bürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, den Thomaskirche und Bach-Museum traditionsgemäß um 12 Uhr auf dem Thomaskirchhof gemeinsam veranstalten.

Das Bach-Museum Leipzig lädt am 21. März von 10 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein: ab 15.00 Uhr bringen Chöre der Anna-Magdalena-Bach-Grundschule im Foyer des Bach-Museums dem Jubilar ein Ständchen, später folgt ein Ständchen des ThomanerNachwuchsChores im historischen Sommersaal (begrenzte Kapazität, kostenfreie Zählkarten ab 15 Uhr erhältlich). Eine Sonderführung durch die Dauerausstellung findet um 13 Uhr statt. Zwei Sondertouren führen zudem 12.30 Uhr und 16 Uhr auf den Turm der Thomaskirche: Lohn des Aufstiegs ist ein faszinierender Ausblick über den Thomaskirchhof und die Leipziger Innenstadt. Die Anmeldung für beide Turmführungen erfolgt im Thomasshop.

Leipziger Schülerinnen und Schüler gestalten ab 11 Uhr ein musikalisches Geburtstagsprogramm für den Komponisten in der Thomaskirche. Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler am Bach-Geburtstag wird im Rahmen des Projekts »Singt Euch Ein!« von MusiklehrerInnen Leipziger Schulen in Zusammenarbeit mit der Thomaskirche und der Sächsischen Bildungsagentur organisiert und von der Neuen Bachgesellschaft e. V. finanziell unterstützt. Um 12 Uhr wird von den Schülerinnen und Schülern am Fuß des Bachdenkmals ein Geburtstagskanon angestimmt. Im Anschluss schneiden die Leipziger Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, Pfarrerin Britta Taddiken und die Geschäftsführerin des Bach-Archivs Leipzig, Franziska Grimm, die Geburtstagstorte an – eine fantasievolle Kreation und ein Geschenk des Leipziger Konditormeisters René Kandler.

Ein Thomaskonzert unter Leitung von Universitätsmusikdirektor David Timm beschließt den Tag: Ab 19.30 Uhr musizieren Mitglieder des Leipziger Universitätschores und des Pauliner Barockensembles sowie Universitätsorganist Daniel Beilschmidt und die LeipzigBigBand in der Thomaskirche.

Tickets für dieses Konzert sind sowohl im Thomasshop als auch unter www.thomaskirche.org erhältlich.

Eine Orgelvesper mit Organist Haemi Oh aus Halle (Saale) bildet am Freitag, dem 22. März, 18 Uhr, den Auftakt zu weiteren Geburtstags-Überraschungen.

Unter dem Motto »L’Italiano è la lingua della musica!« feiert das Bach-Museum am 23. März 2019 von 10 bis 18 Uhr einen eintrittsfreien Familientag. In Kooperation mit Italiani a Lipsia (IAL) e. V. und der Designschule Leipzig wird ein italienisch-buntes Programm geboten: 11 Uhr musiziert Gianmario Strappati auf der Tuba Bachs Cello-Suite Nr. 2 in d-Moll, ein kleines Buffet mit italienischen Köstlichkeiten umrahmt dieses außergewöhnliche Konzert. Führungen durch die aktuelle Kabinettausstellung »Hof-Compositeur Bach« schließen sich um 12 Uhr sowie um 15 Uhr an. In einer Papier-Fashion-Show mit dem Titel »Esperimenti di moda« präsentieren Schüler der Designschule Leipzig um 16 Uhr barocke Kostüme aus Papier. »Accessori« und ein deutsch/italienisches Memory zur Sprache der Musik können Besucher von 10 bis 18 Uhr in der Museumswerkstatt gestalten.

In der Motette der Thomaskirche erklingt am 23. März 2019 um 15 Uhr, Johann Sebastian Bachs Kantate »Widerstehe doch der Sünde« BWV 54. Es musizieren die Altistin Britta Schwarz, der Organist Nicolas Berndt, die Leipziger Cantorey und das Sächsische Barockorchester unter Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz (Eintrittsprogramm: 2 Euro).

Mit einer Überblicksführung im Bach-Museum, die ab 11 Uhr auch einen Blick in den barocken Sommersaal mit seinem beweglichen Deckengemälde ermöglicht, endet am 24. März 2019 das Festprogramm.

www.bachmuseumleipzig.de / www.thomakirche.org

                                                                           Thomaskirche Leipzig

Programm zum Bach-Geburtstag:

DONNERSTAG, 21. MÄRZ 2019
10.00–18.00 h / Bach-Museum

Tag der offenen Tür zu Bachs 334. Geburtstag
13.00 h: Überblicksführung durch die Dauerausstellung
ab 15.00 h: Ständchen der Chöre der Anna-Magdalena-Bach-Grundschule im Foyer des Bach-Museums, später Ständchen des ThomanerNachwuchsChores im historischen Sommersaal des Bach-Museums (begrenzte Kapazität, Zählkarten ab 15 Uhr erhältlich)
Eintritt frei

11.00 h / Thomaskirche
»Singt Euch Ein!«

Leipziger Schülerinnen und Schüler singen in der Thomaskirche
Nicolas Berndt, Orgel

12.00 h / Thomaskirchhof
Anschnitt der Geburtstags-Torte

Geburtstagsständchen der Leipziger Schülerinnen und Schüler
Grußwort von Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin für Kultur der Stadt Leipzig

12.30 und 16.00 h / Thomaskirchhof
Sonderturmführungen
Anmeldung im Thomasshop erforderlich!

19.30 h / Thomaskirche
Thomaskonzert

»Tobe, Welt, und springe«
Universitätsorganist Daniel Beilschmidt, Mitglieder des Leipziger Universitätschores, Mitglieder des Pauliner Barockensembles, LeipzigBigBand
Leitung: Universitätsmusikdirektor David Timm

Karten zu € 25,00/20,00/15,00, ermäßigt zu € 20,00/15,00/10,00
Schüler, Studenten und Leipzig-Pass-Inhaber € 5,00

FREITAG, 22. MÄRZ 2019
18.00 h / Thomaskirche
Motette
Orgelvesper mit Haemi Oh, Halle (Saale)
Eintrittsprogramm: € 2,00

                         Grabstätte von Johann Sebastian Bach in der Thomaskirche Leipzig

SAMSTAG, 23. MÄRZ 2019
10.00–18.00 h / Bach-Museum
Familientag zu Bachs Geburtstag Tag der offenen Tür

Erleben Sie unter dem Motto »L’Italiano è la lingua della musica!« in Kooperation mit Italiani a Lipsia (IAL) e. V. und der Designschule Leipzig ein italienisch-buntes Programm mit Führungen und Kreativangeboten.

10.00–18.00 h: »Gioca e armeggia con noi«. Spielt mit uns ein deutsch/italienisches Memory zur Sprache der Musik und gestaltet »accessori« aus Papier!

11.00 h: »Buon compleanno, signor Bach! « Cello-Suite Nr. 2 in d-moll, BWV 1008, arrangiert für Tuba, gespielt von Gianmario Strappati.

12.00 & 15.00 h: Führungen durch die Sonderausstellung »Hof-Compositeur Bach«

16.00 h: »Esperimenti di moda«. PapierFashionShow! Schüler der Designschule Leipzig präsentieren barocke Experimente in Papier.
Eintritt frei

15.00 h / Thomaskirche
Motette

Johann Sebastian Bach: Kantate »Widerstehe doch der Sünde« BWV 54.

Organist Nicolas Berndt; Britta Schwarz, Alt; Leipziger Cantorey
Sächsische Barockorchester
Leitung: Thomaskantor Gotthold Schwarz
Eintrittsprogramm: € 2,00

SONNTAG, 24. MÄRZ 2019
11.00 h / Bach-Museum

Überblicksführung mit Besichtigung des Sommersaales!
Eintritt: € 8,00 / ermäßigt: € 6,00 /
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: frei

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Leipziger Musikstätten erhalten europäisches Kulturerbe-Siegel im März 2018


Leipziger Musikstätten erhalten europäisches Kulturerbe-Siegel im März 2018

                                                                           Thomaskirche Leipzig

Die EU-Kommission verleiht neun Leipziger Musik-Institutionen das europäische Kulturerbe-Siegel. Die Auszeichnung wird im März 2018 verliehen, wie das sächsische Kunstministerium am Dienstag in Dresden mitteilte. Demnach zählen »Leipzigs Musikerbe-Stätten« zu insgesamt neun neuen Trägern des Siegels, die von einer von der EU-Kommission eingesetzten Jury ausgewählt wurden. Die EU verleiht das Siegel seit 2014. Die Mitgliedsländer können alle zwei Jahre Vorschläge einreichen.

                                                                       Nikolaikirche Leipzig

Unter die Sammelauszeichnung »Leipzigs Musikerbe-Stätten« fallen demnach Thomaskirche und Nikolaikirche, Gewandhaus, Bach-Archiv, Alte Nikolaischule. Auch Schumann-Haus, Mendelssohn-Haus, das Musikverlagshaus C.F. Peters mit Grieg-Begegnungsstätte und die Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« gehören dazu.

                                                                             Gewandhaus Leipzig

Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) sagte, die Verleihung des Kulturerbe-Siegels würdige »eine Musik- und Kulturstadt, die seit dem Mittelalter für ganz Europa bedeutsam ist«. Mit seinen Chören, Komponisten, Orchestern und Verlagen sei Leipzig eine »tragende Säule der deutschen und europäischen Kunst- und Musikgeschichte«, fügte sie hinzu. »Das Kulturerbe-Siegel wird auch die über Europa hinausgehende Sichtbarkeit der Stadt unterstützen«, so die Ministerin.

                                                                  Alte Nikolaischule Leipzig

In Leipzig lebten und wirkten mehrere weltberühmte Komponisten. Zu ihnen zählen unter anderem Johann Sebastian Bach (1685-1750), Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) und Richard Wagner (1813–1883). Der über 800 Jahre alte Thomanerchor gilt als älteste kulturelle Einrichtung der Stadt Leipzig.


Language English

Leipziger Musikstätten receive European Heritage Seal in March 2018

The EU Commission awards nine Leipzig music institutions the European Heritage Label. The award will be presented in March 2018, as the Saxon Ministry of Arts announced on Tuesday in Dresden. Accordingly, „Leipzig’s heritage sites“ include nine new bearers of the seal, which were selected by a jury appointed by the EU Commission. The EU has been awarding the seal since 2014. Member States can submit proposals every two years.

The collective award „Leipzig’s Music Heritage Sites“ therefore includes St. Thomas and St. Nicholas Church, Gewandhaus, Bach Archive, Alte Nikolaischule. Also Schumann House, Mendelssohn House, the music publishing house C.F. Peters with Grieg-Begegnungsstätte and the College of Music and Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ are among them.

Saxony’s Minister of the Arts, Eva-Maria Stange (SPD), said the awarding of the Heritage Seal worthy of „a music and culture city that has been significant for the whole of Europe since the Middle Ages.“ With its choirs, composers, orchestras and publishers, Leipzig is a „pillar of German and European art and music history,“ she added. „The Heritage Label will also help to enhance the city’s visibility beyond Europe,“ said the Minister.

In Leipzig lived and worked several world-famous composers. Among them are Johann Sebastian Bach (1685-1750), Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) and Richard Wagner (1813-1883). The more than 800-year-old Thomanerchor is considered the oldest cultural institution in the city.

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1045 „Violinkonzert in D-Dur“


ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1045 „Violinkonzert in D-Dur“

„Diese langgezogene Bewegung ähnelt fast minimaler Musik!“

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Sinfonia D-Dur, BWV 1045 , speziell bekannt als Violinkonzert BWV 1045 , ist ein Orchesterwerk für Solovioline , drei Trompeten , Pauken , zwei Oboen , Streicher und Continuo von Johann Sebastian Bach . Ein in Leipzig entstandenes Spätwerk zwischen c. 1742 und 1746 nur als Fragment überlebend,  das Konzert wird als Sinfonia einer verlorenen Kantate betrachtet .

                                           Waalse Kerk (Wallonien-Kirche in Amsterdam)

Diese Sinfonia ist möglicherweise eine von Bachs überraschendsten Kompositionen. Laut Manuskript handelt es sich um eine Intrada, eine instrumentale Einführung in eine vermutlich festliche Kantate. Von den Gesangsparts gibt es jedoch keinerlei Spuren. Diese Sinfonia in D-Dur ist daher dazu verurteilt, eine unabhängige Instrumentalbewegung zu bleiben. Die überschwängliche Instrumentierung des Werkes umfasst drei Trompeten und Pauken sowie einen speziellen Teil für eine Solovioline.

Die ständigen Figurationen im lebhaften Geigenpart verleihen der Musik einen fast hypnotischen Charakter. Man könnte es vielleicht sogar als frühen Vorläufer der Minimal Music klassifizieren. Bach bringt den harmonischen Verlauf regelmäßig zum Stillstand. Der Violinist Shunske Sato nennt es sogar „schamlose Virtuosität“. Die Art und Weise, in der Bach die Violine mit Arpeggios notierte – Akkorde, die nicht vollständig ausgeschrieben sind – bietet große Freiräume. „Es ist, als ob du beim Geigenspielen maltest“, sagt Shunske Sato.

BWV
1045

TITEL
Sinfonia in D-Dur

GENRE
Kantate (Kantatenbewegung)

JAHR
Datierung des Autographs ca. 1735-1746

STADT
Leipzig

ERSTER AUFTRITT
unbekannt!

Besondere Hinweise:
Diese Arbeit ist in einem Manuskript erhalten geblieben, in dem es Intrada o Concerto genannt wird. Die komplette Partitur wird beschrieben als: Concerto, a 4 Voci. 3 Trombe, Tamburi, 2 Hautb, Violino Con [certato], 2 Violine, Viola und Coni. Dies scheint darauf hinzuweisen, dass es sich um die Einführung in eine Kantate handelt.

                                                                 All of Bach Instrumental-Gruppe

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
9. März 2018

AUFNAHMEDATUM
13. Mai 2017

Aufführungsort:
Wallonische Kirche, Amsterdam

SOLO-VIOLINE & Leitung:
Shunske Sato

VIOLINE 1
Anneke van Haaften, Annelies van der Vegt

VIOLINE 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

CELLO
Lucia Swarts, Richte van der Meer

KONTRABASS
Hen Goldsobel

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

TROMPETE
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen,

PAUKE
Robert Kendell

ORGAN
Leo van Doeselaar

CEMBALO
Siebe Henstra


Language English

PAINTING WHILE PLAYING THE VIOLIN

„This long-drawn-out movement almost resembles minimal music.“

This sinfonia is possibly one of Bach’s most surprising compositions. According to the manuscript, it is an ‘Intrada’, an instrumental introduction to what was probably a festive cantata. However, there is no trace whatsoever of the vocal parts. This Sinfonia in D major is therefore doomed to remain an independent instrumental movement. The work’s exuberant instrumentation includes three trumpets and timpani, as well as a special part for a solo violin. The continual figurations in the lively violin part lend the music an almost hypnotic character. You could maybe even class it as an early forerunner of minimal music. Bach regularly brings the harmonic progression to a halt. Violinist Shunske Sato even calls it “shameless virtuosity”. The way in which Bach notated the violin part with arpeggios – chords that are not written out in full – offers great scope for freedom. “It’s as if you’re painting while playing the violin”, says Shunske Sato.

                                                       All of Bach – Organist Leo van Doeselaar

RELEASE DATE
9 March 2018

RECORDING DATE
13 May 2017

LOCATION
Walloon Church, Amsterdam

VIOLIN AND DIRECTION
Shunske Sato

VIOLIN 1
Anneke van Haaften, Annelies van der Vegt

VIOLIN 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

CELLO
Lucia Swarts, Richte van der Meer

DOUBLE BASS
Hen Goldsobel

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

TRUMPET
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen,

TIMPANI
Robert Kendell

ORGAN
Leo van Doeselaar

HARPSICHORD
Siebe Henstra


Ich wünsche allen ein wunderbares Erlebnis mit diesem Instrumentalwerk !

I wish you all a wonderful experience with this instrumental work!

Herzliche Grüße – Best wishes

Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1055 – Cembalokonzert in A-Dur!


ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1055Cembalokonzert in A-Dur!

„Reflexion eines Ideals“

„Der zweite Satz dieses Konzerts ist ein Opernlamento.“

                                                   Muziekgebouw aan ’t IJ in Amsterdam

Es ist tatsächlich bemerkenswert, dass Forscher wissen oder vermuten, dass Bach frühere Versionen von fast allen seinen Cembalokonzerten für ein anderes Soloinstrument schrieb. Es ist fast so, als hätte sich Bach bewusst dafür entschieden, kein Konzert für Cembalo direkt zu schreiben. Vielleicht betrachtete Bach eine Komposition eher als ein abstraktes Ideal, dessen verschiedene Versionen konkrete Überlegungen waren, die jeweils einen anderen Aspekt hervorhoben. Eine Komposition war daher eine nahezu unendliche Quelle musikalischen Potenzials.

                                                       All of Bach Cembalokonzert BWV 1055

Die Grundlage für dieses Cembalokonzert in A-Dur, BWV 1055, war wahrscheinlich ein Konzert für Oboe d’amore, wie es der Schlüssel suggeriert, und die Tatsache, dass nur die rechte Hand des Cembalos konzertant spielt. Abgesehen von Bach selbst hätten die Hörer zu der Zeit, als sie geschrieben wurde, wahrscheinlich nicht gewusst, dass das Soloinstrument ursprünglich eine Oboe war. Und wenn Sie das nicht gelesen hätten, hätten Sie es vielleicht auch nicht vermutet.

Bach spielte jedoch gerne mit dem musikalischen Wissen seines Publikums. Obwohl wir nicht wissen, ob er gelegentlich in die Oper ging (zum Beispiel in Dresden), hätten es einige seiner Zuhörer sicherlich gewusst. Im zweiten Satz dieses Konzerts ähneln die chromatisch absteigende Basslinie und der langsame, rockende Rhythmus der Streicher einem Lamento einer italienischen Oper. Der Cembalostück ist fast vokal im Charakter. Hier verwendet Bach strategische musikalische Stilmerkmale, um den Eindruck zu wecken, den der Zuhörer auf eine andere Version hat.

Das Ungewöhnliche an diesem Konzert, sagt Cembalist Francesco Corti, ist, dass es das einzige Cembalokonzert von Bach ist, das einen zweiten Continuo-Part hat, also wäre es sicher auch von einem zweiten Cembalo gespielt worden.

 BWV 1055

Titel
„Cembalokonzert in A-Dur“

Genre
Orchesterwerk (Konzert)

Jahr
zwischen 1733 und 1746

Stadt
Leipzig

Besondere Hinweise
Vermutlich ein Arrangement eines früher von Bach geschriebenen Konzertes für Oboe d’amore

Veröffentlichungsdatum
3. November 2017

Aufnahmedatum
3. Februar 2017

Ort
Muziekgebouw aan ’t IJ in Amsterdam

Dirigent und Cembalo
Francesco Corti

Geige

1. Violine

Shunske Sato , Noyuri Hazama

Viola
Pieter Affourtit

Cello
Lucia Swarts

Kontrabass
Henne Goldsobel

Cembalo
Siebe Henstra

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Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 1055“

Grüße Karin

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Erschreckende Horror-Preise und neue Entwicklungen für das kommende Bachfest 2018 in Leipzig!


Erschreckende Horror-Preise und neue Entwicklungen für das kommende Bachfest 2018 in Leipzig!

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Am Samstag, 10. juni 2017 kündigte das Bach-Archiv schließlich einen Knüller an. Zum Auftakt der nächsten Auflage 2018 werden an drei Tagen die 30 besten Bach-Kantaten zyklisch zu hören sein. Für den Leipziger Kantaten-Ring verpflichteten die Organisatoren einige der profiliertesten Bach-Ensembles unserer Zeit.

Die Karten kosten im Abonnement zwischen 100 und 500 Euro. Ohnehin wird sich das bislang kirchenlastige Bachfest im kommenden Jahr noch stärker in Richtung eines Musikfestivals entwickeln.

Davon zeugen die Aufführungen beider großer Bach-Passionen ebenso wie eine stärkere Einbindung des Gewandhauses als Spielstätte. Passionen, Klavierübung und Wohltemperiertes Klavier werden als Aufführungszyklen angeboten.

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Mitteilung vom Bach-Archiv Leipzig vom 10. Juni 2017

Vorschau auf das Bachfest 2 0 1 8
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Auch wenn das Bachfest Leipzig gerade erst begonnen hat, die Pläne für nächstes Jahr 2018 stehen schon fest.

„Wir haben mit Sir John Eliot Gardiner die Idee gehabt, die besten Bachkantaten mit den besten Interpreten in einem Kantatenring aufzuführen“, erläutert Alexander Steinhilber.

An zwei Tagen werden in zehn Konzerten 30 Bachkantaten als „Kantatenring“ aufgeführt.

Bachfest Leipzig 2017: Sir John Eliot Gardiner, Praesident des Bach-Archivs Leipzig, spricht zur Eroeffnung in der Leipziger Thomaskirche.  (Foto: Jens Schlueter/Bachfest Leipzig 2017)

Damit knüpfen die Veranstalter an den großen Erfolg des Kantatentages im vergangenen Jahr und in diesem Jahr an. „Wir werden als Zyklus ein komplettes Kirchenjahr simulieren vom 1. Advent, bis zum 27. Sonntag nach Trinitatis.“ Ein Kantatenmarathon der Durchhaltevermögen erfordert. Doch besonders Besucher aus dem Ausland interessierten sich für diese kompakten Angebote, sagt Alexander Steinhilber. „Die Menschen kommen nach Leipzig, um Bach an den Original Spielstätten zu erleben und da darf es dann auch gerne mal ein bisschen mehr sein.“

Eroeffnung Bachfest Leipzig 2017: Der Thomanerchor Leipzig, der ThomasSchulChor und das Haendelfestspielorchester Halle musizieren unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz. Foto: Jens Schlueter/Bachfest Leipzig 2017

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Veröffentlicht am 08.06.2017

Leipzig Ring of Cantatas at Bachfest Leipzig 2018
/ Leipziger Kantatenring im Bachfest Leipzig 2018
8-10 June 2018

The 30 best Bach Cantatas in one Weekend
10 Concerts in Bach’s Leipzig Churches
The Best Artists:

Sir John Eliot Gardiner
Ton Koopman
Hans-Christoph Rademann
Masaaki Suzuki
and St. Thomas‘ Boys Choir with Gotthold Schwarz

Information and tickets:

www.ringofcantatas.com
www.kantatenring.de

(c) Bach-Archiv Leipzig


Weitere Angaben können unter dem nachstehenden Link nachgelesen werden.

http://www.bachfestleipzig.de/de/bachfest/der-leipziger-kantaten-ring-das-bach-ereignis-2018

Es werden die 30 Bach-Kantaten genannt, die zur Aufführung ausgewählt wurden. Die Aufführungs-Termine, Interpreten und Orte/Kirchen sind einsehbar.

Kartenpreise
Kantaten-Ring-Gesamtpaket

Kaufen Sie das Gesamtpaket für alle Konzerte 1 bis 10 und erhalten Sie einen Rabatt von 30 % gegenüber den Einzelpreisen.

voll: € 500,00 | € 400,00 | 250,00 | 100,00
ermäßigt: € 450,00 | 350,00 | 200,00 | –

Kaufen Sie hier Ihr Gesamtpaket.

Einzelkarten

Kantaten-Ring 1, 5 und 10
Kartenpreise: € 105,00 | 80,00 | 52,00 | 21,00
ermäßigt: € 89,00 | 67,00 | 42,00 | 16,00

Kantaten-Ring 2, 4, 7, 8 und 9
Kartenpreise: € 82,00 | 65,00 | 42,00 | 21,00
ermäßigt: € 72,00 | 55,00 | 36,00 | 16,00

Kantaten-Ring Plus
Kartenpreise: € 44,00 | 37,00
ermäßigt: € 38,00 | 32,00

Kantaten-Ring 3 (Motette)
Eintrittsprogramm: € 2,00

Kantaten-Ring 6 (Gottesdienst)
Eintritt frei

Karten für die einzelnen Konzerte können ab dem Vorverkaufsstart des Bachfestes 2018 am 20. November 2017 erworben werden.

Hier können Sie den Flyer zum Kantaten-Ring herunterladen.

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Video: vom Bach Archiv zum Bachfest 2018 Leipzig

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Eine offene Kritik zu Sir J.E. Gardiners Eröffnungsrede zum Bachfest 2017 in Leipzig!


Offener Brief an den Präsidenten des Bach-Archivs Leipzig Sir John Eliot Gardiner

Nach seiner Ansprache beim Eröffnungskonzert des Bachfestes Leipzig am 9. Juni 2017 in der Thomaskirche habe ich mich in einem

„Offenen Brief“ an den Präsidenten des Bach-Archivs Leipzig, Sir John Eliot Gardiner, gewandt.

Sie sind ein in aller Welt hoch geschätzter und gern gehörter Interpret insbesondere des umfangreichen geistlichen Werkes von Johann Sebastian Bach. Viele Menschen freuen sich, Ihre Konzerte beim Leipziger Bachfest miterleben zu können. Ihre internationale Reputation hat dazu geführt, dass Ihnen die Stadt Leipzig angetragen hat, Präsident des Bach-Archivs zu werden. In dieser Eigenschaft tragen Sie ein hohes Maß an Verantwortung für die Pflege des Bach‘schen Werkes in der Stadt, in der der große Thomaskantor im 18. Jahrhundert über 27 Jahre gewirkt hat.

Sir John Eliot Gardiner beim Bachfest 2017 im Gewandhaus

Am vergangenen Freitag haben Sie als Präsident des Bach-Archives beim Eröffnungskonzert des Bachfest in der Thomaskirche gesprochen. Im Programm war dazu ausgewiesen „Einführung“. Mit Spannung haben viele Menschen erwartet, was Sie auf dem Hintergrund ihres profunden Wissens und ihres reichen musikalischen Erfahrungsschatzes zum diesjährigen Bachfestmotto „Ein schön new Lied – Musik und Reformation“ und zu den beiden Hauptwerken des Eröffnungskonzertes sagen werden. Doch dazu war leider nichts zu vernehmen. Stattdessen haben Sie – aus welchen Gründen auch immer – auf Ihre Zusammenarbeit mit dem Gewandhaus verwiesen und Ihr eigenes Konzertprogramm im Detail dargestellt. Nach der englischen Übersetzung Ihrer Ansprache haben Sie dann die Thomaskirche mit der Bemerkung verlassen, dass Sie die Werke, die jetzt zu hören sein werden, schon kennen und schließlich selbst im Gewandhaus aufführen werden – nach dem Motto: Ich besuche nur die Konzerte, die ich selbst dirigiere. Kein Wort war aus Ihrem Mund zu hören zur reformatorischen Musiktradition und zur Bachkantate „Ein feste Burg ist unser Gott“ (BWV 80) und zu Mendelssohns „Lobgesang“; kein Wort der Wertschätzung zum Thomanerchor oder zu Thomaskantor Gotthold Schwarz. Nun liegt es mir fern, Ihnen zu unterstellen, dass dies ein unbeabsichtigter Fauxpas war. Dafür sind Sie viel zu versiert.

Also muss jeder davon ausgehen, dass dieser Auftritt so von Ihnen geplant und gewollt war. Das aber macht die Sache zu einem Affront und Politikum. Sie haben damit der Würde des Anlasses wie dem ganzen Bachfest einen Bärendienst erwiesen. Mehr noch: Sie haben die aktiven Musiker/innen schnöde missachtet und sich eitel selbst in den Mittelpunkt gestellt. Man fragt sich: Haben Sie das nötig? Doch frage ich mich auch: Wieso diese Lobhudelei für das Gewandhaus(orchester), die dieses gar nicht nötig haben? Wollten Sie damit dem Ansinnen Tür und Tor öffnen, das Bachfest in Zukunft im Gewandhaus zu eröffnen, möglichst mit einem Ensemble Ihrer Wahl und natürlich unter Ihrer musikalischen Leitung? Wollten Sie zum Ausdruck bringen, dass Sie sich mit einem „Provinzorchester“ aus Halle und einem „Kinderchor“ (Thomaner) nicht abgeben?

Offensichtlich haben Sie immer noch nicht verstanden, dass viele Menschen, vor allem aus dem Ausland, das Leipziger Bachfest deswegen besuchen, weil sie hier die Musik Johann Sebastian Bachs an den Originalspielstätten im Originalformat erleben können, nämlich in der Nikolai- und Thomaskirche in den Gottesdiensten, Metten und Motetten und natürlich auch in den Konzerten. Natürlich: Das allein reicht nicht für ein umfassendes Bachfest. Darum werden auch Sie mit Ihren Ensembles oder Ton Koopman oder Masaaki Suzuki zum Bachfest eingeladen – und viele Menschen freuen sich darauf. Darum auch die umfassende musikalische Darstellung der Traditionen, auf die Bach aufbaute, und der Wirkungen, die seine Musik hatte und hat.

Aber ohne die intensive Pflege der Leipziger Musiktradition geht es nicht. Diese zeichnet sich vor allem durch eine glückliche Verbindung von Professionalität und Demut vor dem Werk und seinem Inhalt aus. Davon aber war bei Ihrem Auf- und Abtritt am Freitagabend in der Thomaskirche nichts zu spüren. Gott sei Dank war dann die Darbietung des Thomanerchores, des ThomasSchulChores, des Händelfestspielorchesters Halle und der Solisten unter Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz so stark, dass zum einen die Peinlichkeit Ihrer Ansprache noch deutlicher zu Tage trat, sie aber nichts an der Großartigkeit des Musikerlebnisses schmälern konnte.

Dieses Ihnen in aller Offenheit zu schreiben, ist mir ein großes Anliegen. Denn mir ist sehr wohl bewusst, dass diejenigen, die in Ihrer Nähe sind, Ihnen die Unmöglichkeit des Auftritts kaum vermitteln werden, und viele Menschen, die Ihre Ansprache miterlebt haben, wünschen, dass Sie dies erfahren.

Zitat Ende!

Zum Thema siehe auch den Blog-Beitrag:  http://wolff-christian.de/haende-weg-vom-bachfest/

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J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den Sonntag “Oculi”


     Lutherische Kirche, Den Haag (Holland) – Johann Heinrich Hartmann Bätz-Orgel von 1762.

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 19.02.2017 begehen wir den Sonntag “Oculi”

Der Name des Sonntags Okuli leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: “Okuli mei semper ad Dominum, quoniam ipse evellet de laqueo pedes meos” (Ps 25, 15;) Der Sonntag Okuli hat das Thema “Konsequente Nachfolge”. In diesem Thema klingt alles mit, was zum Thema Nachfolge von Bedeutung ist. Nicht unbedeutend ist in manchen Perikopen auch die Bereitschaft zum Verzicht auf weltliche Güter.

Der Sonntag Okuli steht im Mittelpunkt der Fastenzeit (die Heilige Woche ist hier ausgenommen), und als solcher sollte er auch begangen werden: es sollte eine Bekräftigung der Entscheidung zur Nachfolge stattfinden, und im Rahmen der Fastenzeit kann man vielleicht auch generell noch einmal auf verschiedene Möglichkeiten des Verzichtes eingehen. Die Stellung des Sonntags als Mittelpunkt der Fastenzeit vor der Heiligen Woche lädt auch dazu ein, das Leiden und Sterben Jesu, wodurch wir gerecht werden, vorweg zu erahnen. Denn dadurch ist ja auch unser Versuch, an diesem Leiden durch Verzicht auf etwas liebgewonnenes teilzuhaben, ohne Verpflichtung möglich. Der von uns geleistete Verzicht erfolgt aus freien Stücken und bringt uns keinen Gewinn bei Gott, aber für uns selbst.

Am Sonntag Okuli hören wir, dass die Nachfolge Jesu auch Verzicht auf die Reichtümer bedeutet, deren Gebrauch uns so selbstverständlich ist. Nachfolge bedeutet auch Einsamkeit, wenn das Wort, das wir befolgen, uns zwingt, gegen den Strom zu schwimmen. Das Blut Jesu Christi aber macht es uns leicht, auch diese Bürden der Nachfolge zu tragen.

Wochenspruch: 

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lk 9, 62)

Wochenlied: 

“Wenn meine Sünd mich kränken” (EG 82)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Sonntag „Oculi“ BWV 54 *)  BWV 80a *)

 Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit.!!

Weitere Kantaten für sonstige Anlässe!

  BWV 54 – “Widerstehe doch der Sünde(Für den Sonntag Oculi)

 BWV 69 „Lobe den Herrn, meine Seele

  BWV 80a Alles, was von Gott geboren(Sonntag Oculi) – (Eine Rekonstruktion zum BWV 80)

 BWV 97 „In allen meinen Taten

 BWV 157 Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:04 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link:

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link:

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link:

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag: 07:04 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

Kantate zum Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo

Maarten Engeltjes, Countertenor;

Concerto d’Amsterdam

Leitung: Klaas Stok

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Auszug aus dem Programm

Johann Sebastian Bach:

Choralbearbeitung: BWV 639 “Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ”

Albrecht Mayer, Oboe

Cappella Istropolitana

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Kantate etwa ab  07:10 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 157 “Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn”

Beerdigungskantate für Johann Christian von Ponickau (1652-1726)

James Gilchrist, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdamer Barockorchester

Leitung:  Ton Koopman

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag 06:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate ab 07:04 Uhr

Kantate BWV 106 “Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit” (Actus tragicus)

Anlass des Todes des Bürgermeisters Strecker oder zur Trauerfeier von

Bachs Onkel Tobias Lämmerhirt (gest. 10. August 1707 in Erfurt).

Nancy Argenta, Sopran / Michael Chance, Countertenor

Anthony Rolfe Johnson, Tenor / Stephen Varcoe, Bass

Monteverdi ChoirEnglish Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 54 Widerstehe doch der Sünde

Kantate am Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo;

Petra Noskaiová (Alt)

La Petite Bande

Leitung: Sigiswald Kuijken

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Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 150 „Nach dir, Herr, verlanget mich“

Kantate für einen unbestimmten Anlass!

Katharine Fuge (Sopran) Carlos Mena (Countertenor)

Jan Kobow (Tenor)  Stephan MacLeod (Bass)

Ricercar Consort

Leitung: Philippe Pierlot

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 54  “Widerstehe doch der Sünde”

Nathalie Stutzmann, Alt;

The English Baroque Soloists:

Leitung: John Eliot Gardiner

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-kultur-radio-100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

06:30 Uhr Kantate

Christoph Graupner (1683 – 1760)

“Freund, warum bist Du kommen?” GWV 1122/41

Gunhild Lang-Alsvik, Sopran; / Barbara Ostertag, Alt

Michael Feyfar, Tenor;  Markus Flaig, Bass

Anton-Webern-Chor Freiburg,

Ensemble Concerto Grosso

Leitung: Hans Michael Beuerle

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

Kantate am Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo;

Markus Forster, Altus;

Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung:  Rudolf Lutz

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 199 „Mein Herze schwimmt im Blut“

Kantate am 11. Sonntag nach Trinitatis

Natalie Dessay, Sopran

Le Concert d’Astrée

Leitung: Emmanuelle Haïm

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

https://www.domradio.de/radio

Web-Radio:

https://www.domradio.de/radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Nikolaus Bruns (1665-1697)

Trauerkantate  „Ich liege und schlafe“

Nikolaus Bruhns gehört zu einer Komponistengeneration in Deutschland, die zeitlich zwischen der Renaissance und dem Frühbarock im 17. Jahrhundert wirkte.

In diesem Spannungsfeld entstand eine Musik, die alt und neu sehr reizvoll zu verschmelzen wusste.

Die Kantate entstand als Trauermusik, wobei der genaue Anlass und die Entstehungszeit unklar sind. Textliche Basis sind die alttestamentlichen Psalmen 4 und 9. Besetzt ist die Kantate für Chor, Orchester und vier Solisten. Immer wieder taucht das musikalische Thema des ersten Satzes im Verlauf der gesamten Kantate auf.

Im ersten Satz wird zunächst der Tod als Schlaf dargestellt, doch die Todesruhe wird hoffnungsvoll aufgebrochen durch den Satz „Denn du allein, Herr, hilfest mir“ – der Chorpart ist an dieser Stelle viel lebendiger gestaltet. Der zentrale Gedanke der Kantate ist die Erlösung des Menschen….

weiter zum Text von Dom-Radio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 54  „Widerstehe doch der Sünde“ 

(Es wurden keine weiteren Programm-Angaben veröffentlicht !)

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Videos mit Bach-Kantaten

Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit.!!

Weitere Kantaten für sonstige Anlässe!

  BWV 54 – “Widerstehe doch der Sünde” (Für den Sonntag Oculi)

 BWV 69 „Lobe den Herrn, meine Seele

 BWV 80a Alles, was von Gott geboren(Sonntag Oculi) – (Eine Rekonstruktion zum BWV 80)

 BWV 97 „In allen meinen Taten

BWV 157 Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn

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/ YouTube: BWV 54 –  

Widerstehe doch der Sünde”  (Interpret: Herreweghe )

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/ YouTube: u.a. das BWV 69 –  

Lobe den Herrn, meine Seele(Interpret: Koopman )

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/ YouTube BWV 80a („Rekonstruierte Fassung“ nach BWV 80)

Alles, was von Gott geboren“ (Interpret: Renato Negri )

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/ YouTube: BWV 97 –  

In allen meinen Taten(Interpret: Koopman)

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/ YouTube: BWV 157 –  

Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn (Interpret: Koopman)

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/ YouTube: 

Komponisten der Barockzeit:

 Johann Christoph Graupner (1683-1760)

Kantate GWV 1155 / 09a:Wo willst du hin betrübte Seele

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/ YouTube: 

 Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Kantate F 89Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

Aufführungsort: Walpole St. Peter, Norfolk am 05.03.2000

BWV 54 – “Widerstehe doch der Sünde”

Kantaten für den Sonntag Oculi

Als nächstes folgte BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”, eine Solokantate mit zwei Arien für tiefe Altstimme (der wunderbaren Nathalie Stutzmann geradezu auf den Leib geschrieben), vermutlich wie Himmelskönig im selben Jahr – oder ein Jahr später – für den Dritten Fastensonntag (Oculi) komponiert. Das Werk sieht ein fünfstimmiges Streicherensemble mit geteilten Bratschen vor und legt einen Text von Georg Christian Lehms zugrunde, der auf dem Brief an Jakobus basiert: ‚So seid nun Gott untertänig, widerstehet dem Teufel, so fliehet er vor euch’.

Die erste Arie ist überwältigend. Zweimal im Laufe eines Jahres beginnt Bach einen Satz mit einer schroffen Dissonanz, einem Dominantseptakkord über einem Orgelpunkt auf der Tonika (das zweite Mal in der Adventskantate BWV 61 Nun komm, der Heiden Heiland). Es ist ein Schocktaktik, die den Hörer aufhorchen lassen und warnen soll: ‚Widerstehe doch der Sünde, sonst ergreifet dich ihr Gift’. War das auch, so fragt man sich, seine Art, sich zwei Tage nach seiner Ernennung zum Concertmeister am Weimarer Hof einzuführen? Bach schafft eine Atmosphäre dringlichen, unbeirrbaren Widerstands gegen die verführerischen, beharrlichen Mächte des Bösen. Diese beschwört er in lyrischen Violinlinien herauf, die sich drehen und winden und ineinander 12verflechten, dann einen ganzen Takt lang in taumelnder Spannung verharren, bevor sie in eine scheinbare Ruhe taumeln, ein deutliches Symbol für die Gnadenfrist, die jenen gewährt wird, die sich der Sünde standhaft widersetzen.

Ein tödlicher Fluch (dargestellt durch zwei abrupte Neueinsätze der Bratschen auf der gleichen Dominantseptime) erwartet jene, die den Willen zum Widerstand verlieren. Und für den Fall, dass jemand nicht richtig aufgepasst hat, behält Bach das mächtige, hartnäckige Pulsieren des Akkords unverändert bei. Von den zweiunddreißig Achteln der vier Anfangstakte sind nur vier Konsonanzen, alle übrigen sind Dissonanzen, zwölf davon Akkorde aus fünf Noten!Das sich anschließende Rezitativ reißt der Sünde die Maske vom Gesicht, sie erweist sich bei näherem Hinsehen als ‚leerer Schatten’. Sie ist auch ‚als wie ein scharfes Schwert, das uns durch Leib und Seele fährt’.

Die zweite Arie ist als vierstimmige Fuge angelegt, deren einschmeichelndes chromatisches Thema und ein langes, verzerrtes Gegenthema die listigen Fesseln des Bösen beschreiben. War das wirklich der Schluss des Stückes oder haben wir irgendwo unterwegs einen Choral verloren, wenn nicht ganz am Ende, dann vielleicht als Cantus firmus, als musikalische Überschrift der Fuge? Mir fällt auf, dass Bach genau einen solchen Kunstgriff (Strophen von Paul Gerhardts Choral ‚Warum sollt’ ich mich denn grämen’) in seiner doppelchörigen Motette BWV 228 Fürchte dich nicht einsetzt, die offensichtlich auch um diese Zeit entstanden ist. Beide Fugen überraschen mit einer absteigenden chromatischen Figur zu Beginn. Noch erstaunlicher ist die Ähnlichkeit des Gegenthemas mit dem Thema im letzten Satz von BWV 63 Christen, ätzet diesen Tag, das für Weihnachten 1714 in Weimar geschrieben wurde. Nehmen wir einen Augenblick an (und hier will sich selbst der große Alfred Dürr nicht festlegen), Widerstehe sei im folgenden Jahr entstanden; könnte es sein, dass Bach sein weihnachtliches Flehen um Gnade (‚Höchster, schau in Gnaden an diese Glut gebückter Seelen!’ ) in der Kantate der Fastenzeit wiederholt, um die verführerische Schönheit der Sünde (‚von außen wunderschön’), die eine Erfindung des Teufels ist, für null und nichtig zu erklären?

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Sonntag Oculi

               Link:    h i e r  zum Download  als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Nathalie Stutzmann, Alt

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CDs vom Label SDG  

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B000E1P3B6 Cover:  CD – SDG 118 – Vol. 21

CD 2 zum Sonntag Oculi

Link: 

CD – Bestellung 

CD  – Inhalt:

BWV 1 “Wie schön leuchtet der Morgenstern”

BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

BWV 182 “Himmelskönig, sei willkommen”

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt seit dem 14. Oktober 2016.

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Bachfest-Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen und Gewandhaus als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

Sitzplan Großer Saal im Gewandhaus PDF zum Download

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Ein  Video vom Bach Archiv

Johann Bach (1604-1673) • Weint nicht um meinen TodNun ist alles überwunden

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach Cantata – BWV  54  “Widerstehe doch der Sünde” zum Sonntag Okuli für Altus, Sreicher und Continuo.

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

Markus Forster  – Altus

Leitung und Orgel: Rudolf Lutz

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:  http://www.bachstiftung.ch/shop/widerstehe-doch-der-suende-bwv-54-dvd.html

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mp3 – Download 

J.S. Bach-Stiftung – bei –

Amazon – mit Hörproben

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Link zum Bachstiftung-Shop

mp3-CDs-DVDs bei der J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Bezugsquelle bei jpc –

Link:   bei   j p c

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Video –  BWV 54 –  “Widerstehe doch der Sünde”

Dritter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 54 aufgeführt durch die  J. S. Bach-Stiftung 

Solist: Markus Forste (Altus).

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

ALL OF BACH 

Info: Leipziger-Orgelchoral BWV 651  “Komm, Heiliger Geist, Herre Gott” 

Die Achtzehn Choräle von verschiedener Art, auch Leipziger Choräle stellte Johann Sebastian Bach in seinen letzten Lebensjahren zusammen mit der Absicht, sie zu drucken. Diese Sammlung enthält Choralbearbeitungen für Orgel mit zwei Manualen und Pedal.

Bach wählte Sätze aus ganz verschiedenen Lebensperioden aus – die meisten dürften bereits in Weimar entstanden sein. In vielen Fällen gibt es mehrere ältere Lesarten, beispielsweise sind die beiden letzten Sätze auch im Orgelbüchlein enthalten; nicht immer weichen diese Frühformen so weit von der Endfassung ab, dass sie eigene BWV-Nummern erhielten.

Wie immer schrieb Bach nicht nur ab, sondern nutzte die Gelegenheit zu zahllosen Detailverbesserungen. Das Manuskript beginnt in fester, sicherer Schrift, die aber – wohl wegen Bachs Augenleiden – zunehmend unsicher und zittrig wird. Die letzten drei Sätze wurden von Bachs Schwiegersohn Johann Christoph Altnikolgeschrieben; laut der Vorrede der Kunst der Fuge nach Diktat.

Der letzte Choral, Vor deinen Thron tret’ ich hiermit ist wohl am bekanntesten; er wurde unter dem Namen Wenn wir in höchsten Nöten sein von den Herausgebern in die Kunst der Fuge integriert und wird bis heute manchmal als deren Abschluss gespielt.

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J.S. Bach BWV 651 Orgelchoral: “Komm, Heiliger Geist, Herre Gott” 

ALL OF BACH BWV 651

Zum Anhören in das Foto klicken 

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J. S. Bach BWV 656 Orgel-Choral „O Lamm Gottes, unschuldig“ 

Diese Orgelanordnung ist ein Spiel der Wiederholung und Unterbrechung, für die die Struktur des Chorals selbst hervorragend geeignet ist. „O Lamm Gottes, unschuldig“ ist eine deutsche Paraphrase des Agnus Dei, der letzte Abschnitt der lateinischen Messe. In drei Strophen erzählen die Worte, wie Christus am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist.

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J. S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach:vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach –  Kantate BWV 2 „Ach Gott, vom Himmel sieh darein“

ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er schrieb sie in Leipzig für den zweiten Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 18. Juni 1724 zum ersten Mal auf.

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“Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag”

Herzliche Grüße

Volker

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J.S. Bachs Welt: Die Familiengeschichte eines Genies (Kindle Edition)


J. S. Bachs Welt: Die Familiengeschichte eines Genies (Kindle Edition)

Autor: Volker Hagedorn

Es ist nun mal so: nur wenige biografische Details sind von Bach überliefert. Daher muß man andere historische und musiklogische Fakten heranziehen und als Quellen auswerten, gewürzt mit eigenen Erlebnissen an den Bach-Orten vor Ort-, kenntnisgenau und nachprüfbar (vgl Quellenangaben im Anhang),. Bach in’s Heute geholt !!.

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Witzig und spritzig ist dies dem praktizierenden Musiker Volker Hagedorn gelungen. Pressburg, Wechmar, Ohrdruf, Arnstadt,Dornheim, Mühlhausen, Erfurt , Weimar, Schweinfurt u.a.werden als Bach-Orte lebendig. Und die Entdeckung des Alt-Bachisches Archiv kann keiner besser bewerten, als ein Praktiker. Auch für mich, der alle Bach-Orte ‚abgeradelt‘ hat (Bach by bike) und die Bach Werke gut kennt, war die Lektüre erfrischend. Begleitend kann man über Facebook die passende Musik hören. So wird das Familienbild der ‚Bache‘ abgerundet.

Bild: Adamo vor Schloß Wiederau.vgl.BWV 30a

adamo ruft:

5.0 von 5 Amazon Sternen –Spritzig, witzig, kenntnisgenau-, eben authentisch

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Video BWV 30a Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Cantate – Kantate –
BWV 30a – Angenehmes Wiederau, freue dich in deinen Auen!

Dramma per musica
Hommage (Johann Christian von Hennicke)

Première audition – Uraufführung – First perfomance
Wiederau – 28.09.1737

00:00 1. Chœur
Angenehmes Wiederau, freue dich in deinen Auen!
03:30 2. Récitatif (Basse, Soprano, Alto, Ténor)
So ziehen wir in diesem Hause hier
04:25 3. Aria (Basse)
Willkommen im Heil, willkommen in Freuden
09:05 4. Récitatif (Alto)
Da heute dir, gepriesner Hennicke
09:41 5. Aria (Alto)
Was die Seele kann ergötzen
14:10 6. Récitatif (Basse)
Und wie ich jederzeit bedacht
14:45 7. Aria (Basse)
Ich will dich halten und mit dir walten
20:13 8. Récitatif (Soprano)
Und obwohl sonst der Unbestand
21:04 9. Aria (Soprano)
Eilt, ihr Stunden, wie ihr wollt
25:08 10. Récitatif (Ténor)
So recht! ihr seid mir werte Gäste
25:50 11. Aria (Ténor)
So, wie ich die Tropfen zolle
28:18 12. Récitatif (Soprano, Basse, Alto)
Drum, angenehmes Wiederau
29:24 13. Chœur
Angenehmes Wiederau, prange nun in deinen Auen!

Soprano – Sopran – Soprano
Sandrine Piau

Alto – Alt – Alto
Bogna Bartosz

Ténor – Tenor – Tenor
Christoph Prégardien

Basse – Baß – Bass
Klaus Mertens

Amsterdam Baroque Orchestra & Choir – Ton Koopman

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Grüße

Adamo

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J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den Sonntag “Oculi”


Alumnat Leipzig - neuer Konzertsaal - mit den Thomaskantoren.

                              Alumnat Leipzig – neuer Konzertsaal – mit den Thomaskantoren.

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 28.02.2016 begehen wir den Sonntag “Oculi”

Der Name des Sonntags Okuli leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: “Okuli mei semper ad Dominum, quoniam ipse evellet de laqueo pedes meos” (Ps 25, 15;) Der Sonntag Okuli hat das Thema “Konsequente Nachfolge”. In diesem Thema klingt alles mit, was zum Thema Nachfolge von Bedeutung ist. Nicht unbedeutend ist in manchen Perikopen auch die Bereitschaft zum Verzicht auf weltliche Güter.

Der Sonntag Okuli steht im Mittelpunkt der Fastenzeit (die Heilige Woche ist hier ausgenommen), und als solcher sollte er auch begangen werden: es sollte eine Bekräftigung der Entscheidung zur Nachfolge stattfinden, und im Rahmen der Fastenzeit kann man vielleicht auch generell noch einmal auf verschiedene Möglichkeiten des Verzichtes eingehen. Die Stellung des Sonntags als Mittelpunkt der Fastenzeit vor der Heiligen Woche lädt auch dazu ein, das Leiden und Sterben Jesu, wodurch wir gerecht werden, vorweg zu erahnen. Denn dadurch ist ja auch unser Versuch, an diesem Leiden durch Verzicht auf etwas liebgewonnenes teilzuhaben, ohne Verpflichtung möglich. Der von uns geleistete Verzicht erfolgt aus freien Stücken und bringt uns keinen Gewinn bei Gott, aber für uns selbst.

Am Sonntag Okuli hören wir, dass die Nachfolge Jesu auch Verzicht auf die Reichtümer bedeutet, deren Gebrauch uns so selbstverständlich ist. Nachfolge bedeutet auch Einsamkeit, wenn das Wort, das wir befolgen, uns zwingt, gegen den Strom zu schwimmen. Das Blut Jesu Christi aber macht es uns leicht, auch diese Bürden der Nachfolge zu tragen.

Wochenspruch: 

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lk 9, 62)

Wochenlied: 

“Wenn meine Sünd mich kränken” (EG 82)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten:

*) Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit..!!

Kantaten für den Sonntag “Oculi“

 BWV 54 – “Widerstehe doch der Sünde

*) BWV 69 „Lobe den Herrn, meine Seele

*) BWV 97 „In allen meinen Taten

*) BWV 106 Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: Achtung ! – Neue Sende-Zeiten –

07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/2016-02-28/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Sendung: Achtung ! – Neue Sende-Zeiten –

07:05 bis 08:30 Uhr

Geistliche Musik 

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

Kantate zum Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo

Yoshikazu Mera, Countertenor;

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

Kantate am Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo;

Andreas Scholl, Altus

Amsterdamer Barockorchester

Leitung:  Ton Koopman

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Etwa ab  07:01 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

Kantate am Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo;

Andreas Scholl, Altus

Amsterdamer Barockorchester

Leitung:  Ton Koopman

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

Kantate zum Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo

Yoshikazu Mera, Countertenor;

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:31 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

Kantate am Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo;

Markus Forster, Altus;

Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung:  Rudolf Lutz

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

 

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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06:30 Uhr Kantate

Christoph Graupner (1683 – 1760)

“Freund, warum bist Du kommen?” GWV 1122/41

Gunhild Lang-Alsvik, Sopran; / Barbara Ostertag, Alt

Michael Feyfar, Tenor;  Markus Flaig, Bass

Anton-Webern-Chor Freiburg,

Ensemble Concerto Grosso

Leitung: Hans Michael Beuerle

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 54  “Widerstehe doch der Sünde”

Nathalie Stutzmann, Alt;

The English Baroque Soloists:

Leitung: John Eliot Gardiner

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Videos mit Bach-Kantaten

*) Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit..!!

Kantaten für den Sonntag “Oculi”

BWV 54 – “Widerstehe doch der Sünde

*) BWV 69 „Lobe den Herrn, meine Seele

*) BWV 97 „In allen meinen Taten

*) BWV 106 Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit

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/ YouTube: BWV 54 –  

Widerstehe doch der Sünde”  (Interpret: Herreweghe )

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/ YouTube: BWV 69 –  

Lobe den Herrn, meine Seele(Interpret: Suzuki)

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/ YouTube: BWV 97 –  

In allen meinen Taten(Interpret: Koopman)

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/ YouTube: BWV 106 –  

Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit (Interpret: Koopman)

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/ YouTube: 

Komponisten der Barockzeit:

 Johann Christoph Graupner (1683-1760)

Kantate GWV 1155 / 09a:Wo willst du hin betrübte Seele

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/ YouTube: 

 Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Kantate F 89Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J. S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Ludwig Krebs (1713-1780)

Johann Ludwig Krebs (1713-1780)

Der Bach-Schüler und spätere Schlossorganist in Zeitz und Altenburg, war nicht nur Komponist von Orgelmusik, er schrieb interessante Instrumentalkonzerte und Chor- und Kammermusik.

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Johann Ludwig Krebs wurde vermutlich zwischen dem 10. und dem 12. Oktober 1713 in Buttelstedt bei Weimar geboren. Er war einer der drei Söhne von Johann Tobias Krebs. Ersten Musikunterricht erhielt er vermutlich von seinem Vater, der seit 1710 Kantor und Organist in Weimar war. Nach dem Tod seiner Mutter zog Johann Ludwig zusammen mit seinem Vater nach Buttstädt, wo dieser eine Organistenstelle annahm.

Im Juli 1726 wurde Johann Ludwig Schüler an der Thomasschule in  wo er neun Jahre lang Freund, Privatschüler und Notenkopist von Johann Sebastian Bach, dem damaligen Kantor, war.

„Das hervorragendste musikalische Talent aber besaß Johann Ludwig […] Das Verhältnis Bachs zu diesem Lieblingsschüler war ein besonders vertrautes. Er bewunderte seine musikalischen Leistungen und schätzte seine gelehrten Kenntnisse [… Er] ließ sich sogar herbei, seine Kompositionen zu vertreiben […] Unzweifelhaft war er als Orgelkünstler Bachs würdigster Schüler, und einer der größten, welche überhaupt nach Bach gelebt haben.“ (Philipp Spitta, Bachbiograph, 1916)

Verschiedene Quellen belegen sein hervorragendes Orgelspiel. Zusätzlich spielte Krebs auch Laute, Cembalo und Violine. Ab 1730 sang er auch im Chor.

„Er war nicht nur ein sehr guter Orgelspieler, sondern auch ein fruchtbarer Componist für Orgel, Clavier und Kirchenmusik. […] Zur Bezeichnung seiner Vortrefflichkeit sagten zu seiner Zeit die witzigen Kunstliebhaber: es sey in einem Bach nur ein Krebs gefangen worden.“ (Johann Nikolaus Forkel, Bachbiograph, 1802)

Bach erteilte Krebs schließlich am 24. August 1735 ein lobendes Zeugnis. Nach seinem Studium an der Thomasschule studierte Krebs noch zwei Jahre lang Philosophie an der Leipziger Universität.

Am 4. Mai 1737 wurde Krebs, nachdem er sich für diesen Posten erfolgreich beworben hatte, Domorganist an der Zwickauer Marienkirche. Drei Jahre später heiratete er die älteste Tochter Johann Sophie des kurfürstlichen Steuereinnehmers Nacke.

1742 bewarb sich Krebs um die Organistenstelle der Dresdner Frauenkirche mit ihrer prunkvollen Silbermann-Orgel, lehnte die Zusage jedoch – vermutlich aufgrund des unzureichenden Gehaltes – ab. Ein Jahr später bewarb er sich um die Stelle als Schlossorganist in Zeitz, zu der er nach einem Probespiel am 2. Januar 1743 schließlich berufen wurde. Dort stand ihm allerdings nur eine schadhafte Orgel zur Verfügung.

Nach dem Tode Johann Sebastian Bachs im Jahr 1750 bewarb sich Krebs vergeblich um Bach’s Nachfolge als Thomaskantor. Erfolglos blieb auch eine Bewerbung als Organist an der St.-Johannis-Kirche zu Zittau, die ebenfalls eine Silbermann-Orgel beherbergte.

Am 20. Oktober 1756 wurde Krebs Organist am Hofe Friedrichs III. von Altenburg, wo er in den Genuss einer prächtigen, 1739 fertiggestellten Trost-Orgel gelangte. Diese Stelle hatte er bis zu seinem Tod am Neujahrstag 1780 inne.

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Video: Der heutige Altenburger Schlossorganist Felix Friedrich erzählt über seinen bedeutenden Amtsvorgänger aus dem 18. Jahrhundert, den Bachschüler Johann Ludwig Krebs (1713 — 1780). Ein Beitrag zum mitteldeutschen Projekt „Krebs300″ aus Anlass des 300. Geburtstages des Organisten und Komponisten.

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Das gesamte Orgelwerk von J.L. Krebs wurde von Beatrice-Maria Weinberger und ihrem Ehemann Prof. Gerhard Weinberger eingespielt.

Video von Gerhard Weinberger an der Holzhey-Orgel der Klosterkirche Weißenau

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Video von Beatrice-Maria Weinberger an der Gabler-Orgel in der Basilica Weingarten.

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Die Johann Ludwig KrebsOrgelwerke als Gesamteinspielungen vom Ehepaar Weinberger

sind   >>  h i e r <<   zu erhalten..!!

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

Aufführungsort: Walpole St. Peter, Norfolk am 05.03.2000

BWV 54 – “Widerstehe doch der Sünde”

Kantaten für den Sonntag Oculi

Als nächstes folgte BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”,

eine Solokantate mit zwei Arien für tiefe Altstimme (der wunderbaren Nathalie Stutzmann geradezu auf den Leib geschrieben), vermutlich wie Himmelskönig im selben Jahr – oder ein Jahr später – für den Dritten Fastensonntag (Oculi) komponiert. Das Werk sieht ein fünfstimmiges Streicherensemble mit geteilten Bratschen vor und legt einen Text von Georg Christian Lehms zugrunde, der auf dem Brief an Jakobus basiert: ‚So seid nun Gott untertänig, widerstehet dem Teufel, so fliehet er vor euch’.

Die erste Arie ist überwältigend. Zweimal im Laufe eines Jahres beginnt Bach einen Satz mit einer schroffen Dissonanz, einem Dominantseptakkord über einem Orgelpunkt auf der Tonika (das zweite Mal in der Adventskantate BWV 61 Nun komm, der Heiden Heiland). Es ist ein Schocktaktik, die den Hörer aufhorchen lassen und warnen soll: ‚Widerstehe doch der Sünde, sonst ergreifet dich ihr Gift’. War das auch, so fragt man sich, seine Art, sich zwei Tage nach seiner Ernennung zum Concertmeister am Weimarer Hof einzuführen? Bach schafft eine Atmosphäre dringlichen, unbeirrbaren Widerstands gegen die verführerischen, beharrlichen Mächte des Bösen. Diese beschwört er in lyrischen Violinlinien herauf, die sich drehen und winden und ineinander 12verflechten, dann einen ganzen Takt lang in taumelnder Spannung verharren, bevor sie in eine scheinbare Ruhe taumeln, ein deutliches Symbol für die Gnadenfrist, die jenen gewährt wird, die sich der Sünde standhaft widersetzen.

Ein tödlicher Fluch (dargestellt durch zwei abrupte Neueinsätze der Bratschen auf der gleichen Dominantseptime) erwartet jene, die den Willen zum Widerstand verlieren. Und für den Fall, dass jemand nicht richtig aufgepasst hat, behält Bach das mächtige, hartnäckige Pulsieren des Akkords unverändert bei. Von den zweiunddreißig Achteln der vier Anfangstakte sind nur vier Konsonanzen, alle übrigen sind Dissonanzen, zwölf davon Akkorde aus fünf Noten!Das sich anschließende Rezitativ reißt der Sünde die Maske vom Gesicht, sie erweist sich bei näherem Hinsehen als ‚leerer Schatten’. Sie ist auch ‚als wie ein scharfes Schwert, das uns durch Leib und Seele fährt’.

Die zweite Arie ist als vierstimmige Fuge angelegt, deren einschmeichelndes chromatisches Thema und ein langes, verzerrtes Gegenthema die listigen Fesseln des Bösen beschreiben. War das wirklich der Schluss des Stückes oder haben wir irgendwo unterwegs einen Choral verloren, wenn nicht ganz am Ende, dann vielleicht als Cantus firmus, als musikalische Überschrift der Fuge? Mir fällt auf, dass Bach genau einen solchen Kunstgriff (Strophen von Paul Gerhardts Choral ‚Warum sollt’ ich mich denn grämen’) in seiner doppelchörigen Motette BWV 228 Fürchte dich nicht einsetzt, die offensichtlich auch um diese Zeit entstanden ist. Beide Fugen überraschen mit einer absteigenden chromatischen Figur zu Beginn. Noch erstaunlicher ist die Ähnlichkeit des Gegenthemas mit dem Thema im letzten Satz von BWV 63 Christen, ätzet diesen Tag, das für Weihnachten 1714 in Weimar geschrieben wurde. Nehmen wir einen Augenblick an (und hier will sich selbst der große Alfred Dürr nicht festlegen), Widerstehe sei im folgenden Jahr entstanden; könnte es sein, dass Bach sein weihnachtliches Flehen um Gnade (‚Höchster, schau in Gnaden an diese Glut gebückter Seelen!’ ) in der Kantate der Fastenzeit wiederholt, um die verführerische Schönheit der Sünde (‚von außen wunderschön’), die eine Erfindung des Teufels ist, für null und nichtig zu erklären?

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Sonntag Oculi

               Link:    h i e r  zum Download  als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Nathalie Stutzmann, Alt

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CDs vom Label SDG  

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B000E1P3B6 Cover:  CD – SDG 118 – Vol. 21

CD 2 zum Sonntag Oculi

Link: 

CD – Bestellung 

CD  – Inhalt:

BWV 1 “Wie schön leuchtet der Morgenstern”

BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

BWV 182 “Himmelskönig, sei willkommen”

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2016 – vom 10.06. bis 19.06.2016

»Geheimnisse der Harmonie«

”Das Bachfest 2016 steht unter dem Motto» Geheimnisse der Harmonie «

Freuen Sie sich auf prominente Interpreten:

Thomanerchor, das Gewandhausorchester, dirigiert von Riccardo Chailly,

Monteverdi Choir Leitung­  Sir John Eliot Gardiner – (Matthäuspassion BWV 244

am 16.06.2016 um 20 Uhr Thomaskirche Leipzig)

Les Arts Florissants unter William Christie, den RIAS Kammerchor und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, dirigiert von Roger Norrington, sowie Balthasar-Neumann–Chor und – Ensemble

Christian Tetzlaff, Martin Stadtfeld und das Klenke-Quartett werden das Programm mit außergewöhnlichen Kammermusikbeiträgen bereichern. Unter dem Motto »nichts als Meisterstücke« erklingen,besonders am »Kantatentag«, zahlreiche Kantaten aus Bachs erstem Leipziger Kantatenjahrgang in chronologischer Abfolge.

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2016 beginnt am 15. Oktober 2015.

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Programm Bachfest 2016 Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Ein  Video vom Bach Archiv

Alt-Bachische Archiv,Spiritual music of Bach Family before J.S. Bach

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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J.S. Bach Cantata – BWV  54  “Widerstehe doch der Sünde” zum Sonntag Okuli für Altus, Sreicher und Continuo.

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

Markus Forster  – Altus

Leitung und Orgel: Rudolf Lutz

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link:  http://www.bachstiftung.ch/shop/widerstehe-doch-der-suende-bwv-54-dvd.html

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mp3 – Download 

J.S. Bach-Stiftung – bei – 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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Video –  BWV 54 –  “Widerstehe doch der Sünde”

Dritter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 54 aufgeführt durch die  J. S. Bach-Stiftung       St. Gallen.

Solist: Markus Forste (Altus).

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

Neu: ALL OF BACH vom 26.02.2016

J.S. Bach BWV 740 – Orgel-Choralvorspiel: „Wir glauben all´an einen Gott, Vater“

Wir glauben all ‚an EINEN Gott, Vater in F – Dur; (Herkunft unbekannt)

ALL OF BACH BWV 740

Zum Anhören in das Foto klicken 

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Info: BWV 651

Die Achtzehn Choräle von verschiedener Art, auch Leipziger Choräle stellte Johann Sebastian Bach in seinen letzten Lebensjahren zusammen mit der Absicht, sie zu drucken. Diese Sammlung enthält Choralbearbeitungen für Orgel mit zwei Manualen und Pedal.

Bach wählte Sätze aus ganz verschiedenen Lebensperioden aus – die meisten dürften bereits in Weimar entstanden sein. In vielen Fällen gibt es mehrere ältere Lesarten, beispielsweise sind die beiden letzten Sätze auch im Orgelbüchlein enthalten; nicht immer weichen diese Frühformen so weit von der Endfassung ab, dass sie eigene BWV-Nummern erhielten.

Wie immer schrieb Bach nicht nur ab, sondern nutzte die Gelegenheit zu zahllosen Detailverbesserungen. Das Manuskript beginnt in fester, sicherer Schrift, die aber – wohl wegen Bachs Augenleiden – zunehmend unsicher und zittrig wird. Die letzten drei Sätze wurden von Bachs Schwiegersohn Johann Christoph Altnikolgeschrieben; laut der Vorrede der Kunst der Fuge nach Diktat.

Erstdruck der Kunst der Fuge 1751: Anfang des Chorals „Wenn wir in hoechsten Noethen“

Der letzte Choral, Vor deinen Thron tret’ ich hiermit ist wohl am bekanntesten; er wurde unter dem Namen Wenn wir in höchsten Nöten sein von den Herausgebern in die Kunst der Fuge integriert und wird bis heute manchmal als deren Abschluss gespielt.

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J.S. Bach BWV 651 Orgelchoral: “Komm, Heiliger Geist, Herre Gott” 

ALL OF BACH BWV 651

Zum Anhören in das Foto klicken 

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J.S. Bach BWV 861 “Präludium und Fuge g-Moll”

Anmerkungen zum BWV 861

Präludium und Fuge g-Moll, BWV 861, bilden ein Werkpaar im 1. Teil des Wohltemperierten Klaviers, einer Sammlung von Präludien und Fugen für Tasteninstrumente von Johann Sebastian Bach.

Das Präludium ist in dreistimmigem Satz geschrieben, wobei man sich den mit einem langen Triller einsetzenden Sopran als Violinstimme vorstellen kann. Eine rhythmische Verdichtung erfolgt dadurch, dass die 32tel-Figuren im zweiten Teil des Stücks ab Takt 12 zunehmen. Ein ähnlicher Effekt findet sich in der zweistimmigen Invention in B-Dur BWV 785. Zwei neapolitanische Akkorde auf c, in Takt 13 und 17, fügen einen reizvollen harmonischen Farbwert hinzu.

Das Thema umfasst zwei Motive, die durch eine Achtelpause getrennt sind. Der originelle Gedanke besteht darin, dass das zweite Motiv genau den Tonraum ausfüllt, den das erste ausspart. Aus der Umkehrung des zweiten Motivs entsteht ab Takt 3 der Kontrapunkt. Durch das ganze Stück hindurch werden entweder Teile des Themas oder des Kontrapunkts beibehalten. Auch wenn ab der zweiten Hälfte von Takt 24 im Sopran und Alt ein neues Thema in durchgehender 16tel-Bewegung eingeführt wird, erklingt dazu im Bass das ursprüngliche zweite Motiv als Begleitung.

Die Fugenmitte in Takt 17 ist durch die erste Engführung gekennzeichnet. In der zweiten Engführung in Takt 28 erklingt der dritte Themeneinsatz unvollständig. In Takt 33 wird mit unterschiedlichen Mitteln eine abschließende Steigerung erreicht: paralleler Abstieg von Sopran und Bass, Erweiterung der ursprünglichen Vierstimmigkeit zur Fünfstimmigkeit zur harmonischen Verdichtung. Zudem ist dies – abgesehen vom Beginn – der einzige Takt ohne 16tel-Noten, was ein Ritardando in diesem vorletzten Takt überflüssig macht.

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J.S. Bach BWV 861 “Präludium und Fuge g-Moll”

ALL OF BACH BWV 861 Wohltemp.Klavier

Zum Anhören in das Foto klicken 

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 J. S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach:vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

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J.S. Bach –  Kantate

J.S. Bach, Kantate BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar”: Nr. 1 Coro „Freue dich, erlöste Schar” | Stuttgarter Kantorei | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busch) | Leitung: Kay Johannsen

Aufführung im Rahmen des Zyklus Bach:vokal, Stiftskirche Stuttgart, 21.6.2013

J.S. Bach, Kantate BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar”: Nr. 2 Recitativo „Wir haben Rast” & Nr. 3 Aria„Gelobet sei Gott” | Benjamin Appl (Bass) |

J.S. Bach, Kantate BWV 30 „Freue dich, erlöste Schar”: Nr. 4 Recitativo „Der Herold kömmt” & Nr. 5 Aria „Kommt, ihr angefochtnen Sünder” | Sophie Harmsen (Alt) | Julie Stewart-Lafin (Flöte)

J.S. Bach, Kantate BWV 30  „Freue dich, erlöste Schar”: Nr. 6 Choral „Eine Stimme lässt sich hören” | Stuttgarter Kantorei | Stiftsbarock Stuttgart

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“Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag”

Herzliche Grüße

Volker

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News – J. S. Bach-Stiftung St. Gallen (Schweiz)


News der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen (Schweiz)

Thomaskirche Leipzig

                                                             Thomaskirche Leipzig

Im Oktober 2015 ist das Ensemble der J.S. Bach-Stiftung unter der Leitung von Rudolf Lutz wieder in der Bach-Stadt Leipzig par excellence zu hören.

Der erste Auftritt unserer Künstler findet im Rahmen der traditionellen Samstagsmotette der Thomaskirche statt, am 17.10.2015 und zwar in Form eines Kantatenkonzerts in Anlehnung an unsere Trogener Abende — mit Werkeinführung (Karl Graf, Rudolf Lutz), Reflexion und doppelter Aufführung. Das Ensemble der J.S. Bach-Stiftung wird auch am Sonntagsgottesdienst vom 18. Oktober 2015 unter der Leitung von Rudolf Lutz mitwirken. Teile des Konzertprogramms vom Samstag werden erneut aufgeführt.

Samstag, 17. Oktober 2015
14:00 Uhr, Gemeindesaal Matthäi-Haus, Dittrichring 12:
Werkeinführung mit Karl Graf und Rudolf Lutz

15:00 Uhr, Thomaskirche. „Motette“:
„Mein Herze schwimmt im Blut“. Kantate BWV 199 von Johann Sebastian Bach
Reflexion n. A.
„Mein Herze schwimmt im Blut“. Kantate GWV 1152/12b von Johann Christoph Graupner

Sonntag, 18. Oktober 2015
9:30 Uhr, Thomaskirche. Gottesdienst:
Musikalische Teile aus dem Samstagsprogramm

Orchester der J.S. Bach-Stiftung
Rudolf Lutz, Leitung
Nuria Rial, Sopran
Plamena Nikitassova, Violine
Lenka Torgersen, Violine

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Bis zum 30. September 2015, gibt es für  24 h ein kostenfreies Streaming-Angebot der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen (Schweiz)

Link: http://www.bach-streaming.com/?SID=itm0d3fg1np974lolr9on6qij6

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Gibt es ein Wiedersehen in Leipzig im Oktober 2015 mit Mitgliedern vom Blog?

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Herzliche Grüße

Volker

Glaubenssachen – Vita Christi: J. S. Bach – Der fünfte Evangelist


Liebe Bachfreunde(innen)

Frieder Bernius mit der Stuttgarter Hofkapelle in der Nikolaikirche zum Bachfest 2013 Leipzig

              Frieder Bernius mit der Stuttgarter Hofkapelle in der Nikolaikirche zum Bachfest 2013 Leipzig

Eine wunderbares Video über Johann Sebastian Bach wurde im Internet veröffentlicht !

Veröffentlicht am 18.07.2015

Glaubenssachen – Vita Christi: Bach – Der fünfte Evangelist

Das Motto des Bachfestes in Leipzig 2013 ist „Vita Christi“. Diesmal findet also Weihnachten und Ostern gleichzeitig und im Sommer statt. Die Lebensgeschichte Christi ist normalerweise über das ganze Kirchenjahr verteilt. Hier werden in 10 Tagen die Geburt Christi, sein Leben und Leiden bis hin zu Auferstehung und Himmelfahrt musikalisch aufgeführt. Es ist der Nachhall eines der anerkannt größten Musikers aller Zeiten. In Leipzig hat Johann Sebastian Bach die wichtigsten Werke der Sakralmusik komponiert. Außerdem hat er den Thomanerchor geleitet, der letztes Jahr 800-jähriges Bestehen feierte. Mit der Musik Bachs ist auch der Chor zu Weltruhm gelangt. In Leipzig präsentieren die besten Interpreten der Welt die Werke des Ausnahmemusikers. Im Film ist ein Querschnitt davon zu sehen und zu hören. Musik, die religiöse und nicht religiöse Menschen gleichermaßen berührt.

Ich wünsche allen viel Freude mit dem großartigen Video.

Herzliche Grüße

Volker

J. S. Bach-Kantaten im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen – Videos und Kantaten-Beschreibungen für den Sonntag “Oculi”


Die Trauungskirche von Johann Sebastian Bach - St. Bartholomäi-Kirche  in Dornheim. Am 17. Oktober 1707 heiratete Johann Sebastian Bach in der Dornheimer Kirche seine Cousine 2.Grades Maria Barbara Bach.

Die Trauungskirche von Johann Sebastian Bach – St. Bartholomäi-Kirche in Dornheim. Am 17. Oktober 1707 heiratete Johann Sebastian Bach in der Dornheimer Kirche seine Cousine 2.Grades Maria Barbara Bach.

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe, Radio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 08.03.2015 begehen wir den Sonntag “Oculi”

Der Name des Sonntags Okuli leitet sich vom Beginn der lateinischen Antiphon ab: “Okuli mei semper ad Dominum, quoniam ipse evellet de laqueo pedes meos” (Ps 25, 15;) Der Sonntag Okuli hat das Thema “Konsequente Nachfolge”. In diesem Thema klingt alles mit, was zum Thema Nachfolge von Bedeutung ist. Nicht unbedeutend ist in manchen Perikopen auch die Bereitschaft zum Verzicht auf weltliche Güter.

Der Sonntag Okuli steht im Mittelpunkt der Fastenzeit (die Heilige Woche ist hier ausgenommen), und als solcher sollte er auch begangen werden: es sollte eine Bekräftigung der Entscheidung zur Nachfolge stattfinden, und im Rahmen der Fastenzeit kann man vielleicht auch generell noch einmal auf verschiedene Möglichkeiten des Verzichtes eingehen. Die Stellung des Sonntags als Mittelpunkt der Fastenzeit vor der Heiligen Woche lädt auch dazu ein, das Leiden und Sterben Jesu, wodurch wir gerecht werden, vorweg zu erahnen. Denn dadurch ist ja auch unser Versuch, an diesem Leiden durch Verzicht auf etwas liebgewonnenes teilzuhaben, ohne Verpflichtung möglich. Der von uns geleistete Verzicht erfolgt aus freien Stücken und bringt uns keinen Gewinn bei Gott, aber für uns selbst.

Am Sonntag Okuli hören wir, dass die Nachfolge Jesu auch Verzicht auf die Reichtümer bedeutet, deren Gebrauch uns so selbstverständlich ist. Nachfolge bedeutet auch Einsamkeit, wenn das Wort, das wir befolgen, uns zwingt, gegen den Strom zu schwimmen. Das Blut Jesu Christi aber macht es uns leicht, auch diese Bürden der Nachfolge zu tragen.

Wochenspruch: 

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes. (Lk 9, 62)

Wochenlied: 

“Wenn meine Sünd mich kränken” (EG 82)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten:

*) Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit..!!

Kantaten für den Sonntag “Oculi“

*) BWV 54 – “Widerstehe doch der Sünde

*)  Johann Christoph Graupner (1683-1760)

Graupner: Geistlichen Vocal-Werke:

http://creator.zoho.com/floxoip/graupner_gwv/#View:cantata_rel

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/suche.html?medium=R&sender=3

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

Kantate zum Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo

Kai Wessel, Altus;

Musica Antiqua Köln,

Leitung: Reinhard Goebel

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

Kantate am Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo;

Markus Forster, Altus;

Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung:  Rudolf Lutz

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate

Kantate BWV 106 “Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit („Actus tragicus“)

Cantus Cölln

Leitung: Konrad Junghänel

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:31 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 54 „Widerstehe doch der Sünde“ 

Andreas Scholl (Countertenor)

Orchester des Collegium Vocale

Leitung: Philippe Herreweghe

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

06:25 Uhr – Einführung zur Kantate

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06:30 Uhr Kantate

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

Kantate am Sonntag Oculi für Alt, Streicher und Basso continuo;

Markus Forster, Altus;

Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung:  Rudolf Lutz

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

http://www.br.de/radio/br-klassik/programmkalender/br-klassik120.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag um  08:05 Uhr bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 117  “Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut””

Mechthild Georg, Alt; Adalbert Kraus, Tenor; A

ndreas Schmidt, Bass;

Gächinger Kantorei Stuttgart;

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn:

Leitung: Helmuth Rilling

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Videos mit Bach-Kantaten

*) Musik in Leipzig schweigt in der Fastenzeit..!!

Kantaten für den Sonntag “Oculi”

*) BWV    54 – “Widerstehe doch der Sünde

*) BWV 80a – “Alles, was von Gott geboren” (Die Musik ist verschollen) Alternative – BWV 80

Johann Christoph Graupner (1683-1760)

*) Kantate:Wo willst du hin betrübte Seele

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/ YouTube: BWV 54 –  

Widerstehe doch der Sünde”  (Interpret: Herreweghe )

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/ YouTube: BWV 106 –  

Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit (Actus tragicus) (Interpret:Koopman)

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/ YouTube: 

Zusätzliche Komponisten der Barockzeit:

 Johann Christoph Graupner (1683-1760)

Kantate GWV 1155 / 09a:Wo willst du hin betrübte Seele

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/ YouTube: 

 Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Kantate F 89Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wüste

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J. S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Ludwig Krebs (1713-1780)

Johann Ludwig Krebs (1713-1780)

Der Bach-Schüler und spätere Schlossorganist in Zeitz und Altenburg, war nicht nur Komponist von Orgelmusik, er schrieb interessante Instrumentalkonzerte und Chor- und Kammermusik.

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Johann Ludwig Krebs wurde vermutlich zwischen dem 10. und dem 12. Oktober 1713 in Buttelstedt bei Weimar geboren. Er war einer der drei Söhne von Johann Tobias Krebs. Ersten Musikunterricht erhielt er vermutlich von seinem Vater, der seit 1710 Kantor und Organist in Weimar war. Nach dem Tod seiner Mutter zog Johann Ludwig zusammen mit seinem Vater nach Buttstädt, wo dieser eine Organistenstelle annahm.

Im Juli 1726 wurde Johann Ludwig Schüler an der Thomasschule in  wo er neun Jahre lang Freund, Privatschüler und Notenkopist von Johann Sebastian Bach, dem damaligen Kantor, war.

„Das hervorragendste musikalische Talent aber besaß Johann Ludwig […] Das Verhältnis Bachs zu diesem Lieblingsschüler war ein besonders vertrautes. Er bewunderte seine musikalischen Leistungen und schätzte seine gelehrten Kenntnisse [… Er] ließ sich sogar herbei, seine Kompositionen zu vertreiben […] Unzweifelhaft war er als Orgelkünstler Bachs würdigster Schüler, und einer der größten, welche überhaupt nach Bach gelebt haben.“ (Philipp Spitta, Bachbiograph, 1916)

Verschiedene Quellen belegen sein hervorragendes Orgelspiel. Zusätzlich spielte Krebs auch Laute, Cembalo und Violine. Ab 1730 sang er auch im Chor.

„Er war nicht nur ein sehr guter Orgelspieler, sondern auch ein fruchtbarer Componist für Orgel, Clavier und Kirchenmusik. […] Zur Bezeichnung seiner Vortrefflichkeit sagten zu seiner Zeit die witzigen Kunstliebhaber: es sey in einem Bach nur ein Krebs gefangen worden.“ (Johann Nikolaus Forkel, Bachbiograph, 1802)

Bach erteilte Krebs schließlich am 24. August 1735 ein lobendes Zeugnis. Nach seinem Studium an der Thomasschule studierte Krebs noch zwei Jahre lang Philosophie an der Leipziger Universität.

Am 4. Mai 1737 wurde Krebs, nachdem er sich für diesen Posten erfolgreich beworben hatte, Domorganist an der Zwickauer Marienkirche. Drei Jahre später heiratete er die älteste Tochter Johann Sophie des kurfürstlichen Steuereinnehmers Nacke.

1742 bewarb sich Krebs um die Organistenstelle der Dresdner Frauenkirche mit ihrer prunkvollen Silbermann-Orgel, lehnte die Zusage jedoch – vermutlich aufgrund des unzureichenden Gehaltes – ab. Ein Jahr später bewarb er sich um die Stelle als Schlossorganist in Zeitz, zu der er nach einem Probespiel am 2. Januar 1743 schließlich berufen wurde. Dort stand ihm allerdings nur eine schadhafte Orgel zur Verfügung.

Nach dem Tode Johann Sebastian Bachs im Jahr 1750 bewarb sich Krebs vergeblich um Bach’s Nachfolge als Thomaskantor. Erfolglos blieb auch eine Bewerbung als Organist an der St.-Johannis-Kirche zu Zittau, die ebenfalls eine Silbermann-Orgel beherbergte.

Am 20. Oktober 1756 wurde Krebs Organist am Hofe Friedrichs III. von Altenburg, wo er in den Genuss einer prächtigen, 1739 fertiggestellten Trost-Orgel gelangte. Diese Stelle hatte er bis zu seinem Tod am Neujahrstag 1780 inne.

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Video: Der heutige Altenburger Schlossorganist Felix Friedrich erzählt über seinen bedeutenden Amtsvorgänger aus dem 18. Jahrhundert, den Bachschüler Johann Ludwig Krebs (1713 — 1780). Ein Beitrag zum mitteldeutschen Projekt „Krebs300″ aus Anlass des 300. Geburtstages des Organisten und Komponisten.

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Das gesamte Orgelwerk von J.L. Krebs wurde von Beatrice-Maria Weinberger und ihrem Ehemann Prof. Gerhard Weinberger eingespielt.

Video von Gerhard Weinberger an der Holzhey-Orgel der Klosterkirche Weißenau

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Video von Beatrice-Maria Weinberger an der Gabler-Orgel in der Basilica Weingarten.

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Die Johann Ludwig KrebsOrgelwerke als Gesamteinspielungen vom Ehepaar Weinberger

sind   >>  h i e r <<   zu erhalten..!!

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Sir John Eliot Gardiner – Kantaten-Beschreibung

Aufführungsort: Walpole St. Peter, Norfolk am 05.03.2000

BWV 54 – “Widerstehe doch der Sünde”

Kantaten für den Sonntag Oculi

Als nächstes folgte BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”,

eine Solokantate mit zwei Arien für tiefe Altstimme (der wunderbaren Nathalie Stutzmann geradezu auf den Leib geschrieben), vermutlich wie Himmelskönig im selben Jahr – oder ein Jahr später – für den Dritten Fastensonntag (Oculi) komponiert. Das Werk sieht ein fünfstimmiges Streicherensemble mit geteilten Bratschen vor und legt einen Text von Georg Christian Lehms zugrunde, der auf dem Brief an Jakobus basiert: ‚So seid nun Gott untertänig, widerstehet dem Teufel, so fliehet er vor euch’.

Die erste Arie ist überwältigend. Zweimal im Laufe eines Jahres beginnt Bach einen Satz mit einer schroffen Dissonanz, einem Dominantseptakkord über einem Orgelpunkt auf der Tonika (das zweite Mal in der Adventskantate BWV 61 Nun komm, der Heiden Heiland). Es ist ein Schocktaktik, die den Hörer aufhorchen lassen und warnen soll: ‚Widerstehe doch der Sünde, sonst ergreifet dich ihr Gift’. War das auch, so fragt man sich, seine Art, sich zwei Tage nach seiner Ernennung zum Concertmeister am Weimarer Hof einzuführen? Bach schafft eine Atmosphäre dringlichen, unbeirrbaren Widerstands gegen die verführerischen, beharrlichen Mächte des Bösen. Diese beschwört er in lyrischen Violinlinien herauf, die sich drehen und winden und ineinander 12verflechten, dann einen ganzen Takt lang in taumelnder Spannung verharren, bevor sie in eine scheinbare Ruhe taumeln, ein deutliches Symbol für die Gnadenfrist, die jenen gewährt wird, die sich der Sünde standhaft widersetzen.

Ein tödlicher Fluch (dargestellt durch zwei abrupte Neueinsätze der Bratschen auf der gleichen Dominantseptime) erwartet jene, die den Willen zum Widerstand verlieren. Und für den Fall, dass jemand nicht richtig aufgepasst hat, behält Bach das mächtige, hartnäckige Pulsieren des Akkords unverändert bei. Von den zweiunddreißig Achteln der vier Anfangstakte sind nur vier Konsonanzen, alle übrigen sind Dissonanzen, zwölf davon Akkorde aus fünf Noten!Das sich anschließende Rezitativ reißt der Sünde die Maske vom Gesicht, sie erweist sich bei näherem Hinsehen als ‚leerer Schatten’. Sie ist auch ‚als wie ein scharfes Schwert, das uns durch Leib und Seele fährt’.

Die zweite Arie ist als vierstimmige Fuge angelegt, deren einschmeichelndes chromatisches Thema und ein langes, verzerrtes Gegenthema die listigen Fesseln des Bösen beschreiben. War das wirklich der Schluss des Stückes oder haben wir irgendwo unterwegs einen Choral verloren, wenn nicht ganz am Ende, dann vielleicht als Cantus firmus, als musikalische Überschrift der Fuge? Mir fällt auf, dass Bach genau einen solchen Kunstgriff (Strophen von Paul Gerhardts Choral ‚Warum sollt’ ich mich denn grämen’) in seiner doppelchörigen Motette BWV 228 Fürchte dich nicht einsetzt, die offensichtlich auch um diese Zeit entstanden ist. Beide Fugen überraschen mit einer absteigenden chromatischen Figur zu Beginn. Noch erstaunlicher ist die Ähnlichkeit des Gegenthemas mit dem Thema im letzten Satz von BWV 63 Christen, ätzet diesen Tag, das für Weihnachten 1714 in Weimar geschrieben wurde. Nehmen wir einen Augenblick an (und hier will sich selbst der große Alfred Dürr nicht festlegen), Widerstehe sei im folgenden Jahr entstanden; könnte es sein, dass Bach sein weihnachtliches Flehen um Gnade (‚Höchster, schau in Gnaden an diese Glut gebückter Seelen!’ ) in der Kantate der Fastenzeit wiederholt, um die verführerische Schönheit der Sünde (‚von außen wunderschön’), die eine Erfindung des Teufels ist, für null und nichtig zu erklären?

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für Sonntag Oculi

               Link:    h i e r  zum Download  als PDF   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen:  Nathalie Stutzmann, Alt

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CDs vom Label SDG  

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B000E1P3B6 Cover:  CD – SDG 118 – Vol. 21

CD 2 zum Sonntag Oculi

Link: 

CD – Bestellung 

CD  – Inhalt:

BWV 1 “Wie schön leuchtet der Morgenstern”

BWV 54 “Widerstehe doch der Sünde”

BWV 182 “Himmelskönig, sei willkommen”

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bachfest-leipzig-2013 Bachfest Leipzig vom 12.06. bis 21.06.2015

“So herrlich stehst du, liebe Stadt!”

Das Bachfest 2015 steht unter dem Motto “So herrlich stehst Du, liebe Stadt!”. Zum Jubiläum der Ersterwähnung Leipzigs vor 1.000 Jahren werden musikalische Werke aufgeführt, die in der sächsischen Metropole entstanden oder mit ihrem Musikleben unmittelbar verbunden sind.

Vom 12. bis 21. Juni 2015 sind namhafte Künstler und Ensembles eingeladen, darunter Sir J. E. Gardiner, Philippe Herreweghe und das Collegium Vocale Gent, Masaaki Suzuki und als “Ensemble in residence” das Ensemble 1704 unter Leitung von Vaclav Luks.

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2015 beginnt am 15. Oktober 2014.

 www.bachfestleipzig.de 

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Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts

Thomaskirchhof 16 04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2014

nachstehend:

Programm zum Download als PDF –

Programm_Bachfest_Leipzig_2014

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

 Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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L.I.S.A. – Das Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung

J. S. Bach’s Thomaner – Gerda Henkel-Stiftung

EPISODE 8 | Bachs Aufführungen

Die Leipziger Thomaskirche ist voll, wenn der Thomanerchor gemeinsam mit Musikern des Gewandhausorchesters Werke Johann Sebastian Bachs aufführen. Der Klang und die Atmosphäre an historischer Stätte bieten der Phantasie breiten Raum, und viele Zuhörer wähnen sich um gut 300 Jahre zurückversetzt. Aber klang Bach 1730 auch schon so wie heute? Wurde das Konzert auch damals so aufgeführt? Den Fragen geht im Bach-Archiv Dr. Andreas Glöckner, Dramaturg des alljährlichen Bach-Fests, nach. Wie? Mit Klangexperimenten.

Link zum Video oder in das Foto klicken..!!

http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bachs_auffuehrungen?nav_id=5370

J.S. Bach seine Thomaner

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Video von Sir J. E Gardiner im Rahmen der Gerda Henkel-Stiftung

EPISODE 11 | Sir John Eliot Gardiner über Johann Sebastian Bach

Bach schützte seine Privatsphäre und achtete sehr darauf, was an die Öffentlichkeit gelangen durfte. Das macht bis heute eine Rekonstruktion seines Lebens und seiner Persönlichkeit äußerst schwierig. Der Präsident des Bach-Archivs, Sir John Eliot Gardiner, vergleicht die mühsame Forschungsarbeit mit der Rekonstruktion einer Statue aus vielen kleinen Einzelteilen. Ziel ist es, das verzerrte Bild des perfekten Komponisten, das frühere Biographien hervorgerufen haben, zu korrigieren. Denn Bach war alles andere als perfekt.

Zum Video über den nachstehenden Link oder in das Bild klicken..!!

http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/sir_john_eliot_gardiner_ueber_johann_sebastian_bach?nav_id=5373&language=de

Gardiner Henkel-Stiftung

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Foto: Rudolf Lutz Dirigent

J.S. Bach Cantata – BWV  54  “Widerstehe doch der Sünde” zum Sonntag Okuli für Altus, Sreicher und Continuo.

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

Markus Forster  – Altus

Leitung und Orgel: Rudolf Lutz

Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-54/


Icon  Abendprogramm BWV 54 (100.8 KB)

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mp3 – Download 

J.S. Bach-Stiftung – bei – 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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Video –  BWV 54 –  “Widerstehe doch der Sünde”

Dritter Satz (aria alto) aus der Kantate BWV 54 aufgeführt durch die  J. S. Bach-Stiftung              St. Gallen.

Solist: Markus Forster (Altus).

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

Die neueste Bach-Kantate wurde am 20.2.2015 im Internet veröffentlicht !

J.S. Bach Kantate BWV 185

Barmherziges Herze der ewigen Liebe”

Link zum Video: 

http://allofbach.com/nl/bwv/bwv-185/detail/

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J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach: vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

J.S. Bach –  Kantate

J.S. Bach, Kantate BWV 38 „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“: Nr. 1 Coro „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“ | solistenensemble stimmkunst | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busch) | Leitung: Kay Johannsen

J.S. Bach, Kantate BWV 38 „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“: Nr. 5 Aria (Terzetto) „Wenn meine Trübsal als mit Ketten“ | Fanie Antonelou (Sopran), Lidia Vinyes Curtis (Alt), Thomas Scharr (Bass)

J.S. Bach, Kantate BWV 38 „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“: Nr. 6 Choral „Ob bei uns ist der Sünden viel“ | solistenensemble stimmkunst | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busch) | Leitung: Kay Johannsen

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Herzliche Sonntagsgrüße an alle Besucher !

Volker

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Fernsehsendungen in der Karwoche – Ostern 2013 – Oratorien von J.S. Bach – Matthäus- Johannes- und Markus-Passion


Fernsehsendungen in 2013 mit Oratorien zur Passionszeit von J.S. Bach !

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rbb Fernsehen

Donnerstag, 28.03.13 | 23:45 – 01:45 

Film (120 Min.)

„Es wäre gut, dass ein Mensch würde umbracht für das Volk“

Die Johannespassion von Johann Sebastian Bach –

Spielfilm Deutschland 1991

Hugo Niebeling hat die Johannespassion von Bach dramatisiert: Musik, Schauspiel, Sprache, Gesang, Tanz und Architektur vereinen sich zu einem Gesamtkunstwerk nach dem Vorbild der griechischen Tragödie. Die Darsteller sind Schauspieler, sie gestalten die Charaktere, sie sprechen ihre Texte, sie flüstern und schreien, treiben die Handlung auch optisch voran. Die Musik von Bach bleibt unangetastet, überlagert die Szenen wie auf einer zweiten mystischen Ebene.

Ort des Geschehens ist der Dom zu Speyer mit seiner tausendjährigen Krypta: Hier hat Niebeling die Bachsche Passion in Szene gesetzt und in den Mittelpunkt die Konfrontation von Jesus und Pilatus gestellt.

Spielfilm von Hugo Niebeling

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Bayerischer Rundfunk, Karfreitag, 29.03.2013

BR-alpha und

ARTE-Fernsehen Live-Web (im Internet weiterhin zu sehen)

J.S. Bach’s „Matthäus-Passion“ in Radio, TV und Internet

Im Februar dieses Jahres fand im Herkulessaal in München die Aufführung von J.S. Bach’s „Matthäus-Passion“ BWV 244 statt. Peter Dijkstra leitete den Chor des BR, die Regensburger Domspatzen und Concerto Köln.

Am Karfreitag, 29.3.2013 können Sie das Werk noch einmal erleben: im Hörfunk, im TV sowie als Video on demand im Internet.

Aufführung der "Matthäus-Passion" am 16. Februar 2013 im Herkulessal der Münchner Residenz | Bild: Klaus Fleckenstein
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Johann Sebastian Bach’s „Matthäus-Passion“ BWV 244 ist ein Gipfelwerk der Musikgeschichte. Als das Oratorium 1727 in der Karfreitagsvesper der Leipziger Thomaskirche erstmals erklang, übertraf es mit seiner berührenden und überwältigenden Ausdruckskraft alles bisher Dagewesene. Die Klanggewalt der Doppelchöre und die kontemplative Schönheit der Rezitative und Arien machen dieses Werk so einzigartig.

Heute ist die „Matthäus-Passion“ nicht mehr Bestandteil des liturgischen Ritus‘, sondern wird vielmehr als ein herausragendes Kunstwerk gesehen, das die Kernaussagen des christlichen Glaubens, ihren religiösen Gehalt und die Dramatik des Passionsgeschehens zu einem musikalisch-theologischen Ganzen formt.

Am 16. Februar präsentierte der Chor des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung seines Künstlerischen Leiters Peter Dijkstra diesen Meilenstein der Passionsmusik. Unterstützt wurde der Chor vom renomierten Alte-Musik-Ensemble „Concerto Köln“, den Regensburger Domspatzen sowie von einem formidablen Solistensextett um Julian Prégardien (Tenor) in der Partie des Evangelisten, Karl-Magnus Fredriksson (Bariton) als Jesus, Karina Gauvin (Sopran), Gerhild Romberger (Alt), Maximilian Schmitt (Tenor) und Michael Nagy (Bariton, Pilatus). Sämtliche weitere Rollen der Passion wurden aus dem Chor besetzt.

Das Bayerische Fernsehen war live dabei und produzierte mit den Aufnahmen der Matthäus-Passion zusätzliche einen Fernsehfilm, der zugleich auch einen Rundgang durch die Alte Pinakothek in München bietet. Die verschiedenen Stationen der Passionsgeschichte werden mit den entsprechenden Gemälden großer Künstler wie zum Beispiel Albrecht Dürer, Hans Holbein d . Ä., Matthias Grünewald und Rogier van der Weyden verdeutlicht. Ausdruckstarke Einzelmotive aus den Bildern intensivieren die Wahrnehmung von Auge und Ohr und betonen die Spiritualität der Musiksprache von Johann Sebastian Bach.

 Sendedaten am Karfreitag, 29. März 2013 um 10.40 Uhr Bayerisches Fernsehen
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15.05 Uhr BR-KLASSIK (Rundfunk)

20.15 Uhr BR-alpha (Fernsehen)

Klassik-Liebhaber, die nicht vor Ort im Herkulessaal dabei sein konnten, hatten erstmals die Möglichkeit, das Konzert per Live-Stream auf br-klassik.de und dem

ARTE Live Web miterleben zu können. Die Sendung ist weiterhin im Internet aufrufbar:

Link: Die „Matthäus-Passion“ im Arte Live Web [ARTE Live Web]

Im Spätherbst wird diese Gesamtaufnahme der „Matthäus-Passion“ beim Label BR-KLASSIK auf CD und DVD erscheinen.

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3sat-Fernsehen am 29.03.2013

J.S. Bach Matthäus-Passion BWV 244

Freitag, 29. März 2013, um 09.20 Uhr 

Lugano - Kirche Santa Maria degli Angioli gehört zu einem 1490 gegründeten Franziskanerkloster

Lugano (Schweiz) – Kirche „Santa Maria degli Angioli“ gehört zu einem in 1490 gegründeten Franziskanerkloster

 Grandios, feierlich, mystisch: Die Matthäus-Passion ist Johann Sebastian Bachs umfangreichstes und am stärksten besetztes Werk und stellt einen Höhepunkt protestantischer Kirchenmusik dar. 2012 wurde sie wiederbelebt in der Kirche Santa Maria degli Angeli in Lugano. Der Chor „Radiotelevisione Svizzera“, das in Lugano ansässige Ensemble „I Barocchisti“ und das „L’Orquesta Barroca de Sevilla“ bieten unter der Leitung von Diego Fasolis eine seltene Interpretation von Weltklasse dar.
Die Aufführung zeichnet sich durch eine musikalische Vielfalt, große Flexibilität und eine starken Ausdruck aus. Der Schweizer Radio Chor wurde 1936 von Edwin Loehrer gegründet. Der Schwerpunkt ihres Repertoires liegt zwischen dem sechzehnten und achtzehnten Jahrhundert. Es ist heute als eines der besten Vokalensembles weltweit angesehen. Das Ensemble „I Barocchisti“ wurde 1998 von Diego Fasolis formiert. Sie haben sich der Wiederentdeckung von Vokal- und Instrumentalwerken aus der Renaissance- und der Barockzeit verschrieben. Das „L’Orquesta Barroca de Sevilla“ wurde 1995 von Barry Sargant und Ventura Rico gegründet. Das Orchester widmet sich der Interpretation Alter Musik.
Das 3sat-Fernsehen zeigt eine Aufzeichnung der „Matthäus-Passion“ aus der Kirche Santa Maria degli Angeli in Lugano von 2012. 
Chor: Radiotelevisione Svizzera
Orchester: I Barocchisti, L’Orquesta Barroca de Sevilla
Musikalische Leitung: Diego Fasolis

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Thomanerchor Matthäuspassion Thomaskirche Leipzig Fotorechte: © MDR Accentus Music Matthias Knoch

      2012 – 800 Jahre Thomanerchor – Matthäus-Passion Thomaskirche Leipzig Fotorechte: © MDR Accentus Music Matthias Knoch

ARTE-Fernsehen Donnerstag, 28.03.2013 um 06:00 Uhr (Teil 1 ) 70 Minuten..!!

(Aufz. vom 06.04.2012 Thomaskirche Leipzig)

ARTE-Fernsehen Karfreitag, 29.03.2013 um 06:00 Uhr (Teil 2 ) 97 Minuten..!!

(Aufz. vom 06.04.2012 Thomaskirche Leipzig)

Teil 2 der Konzertaufzeichnung. Folgende Solisten sind zu hören und zu sehen: CHRISTINA LANDSHAMER (Sopran), MATTHIAS REXROTH (Altus), WOLFRAM LATTKE (Tenor – Evangelist), MARTIN LATTKE (Tenor – Arien), KLAUS MERTENS (Bass – Christus), GOTTHOLD SCHWARZ (Bass – Arien).

 Johann Sebastian Bach: Matthäus-Passion BWV 244

Aufzeichnung aus der Thomaskirche zu Leipzig von April 2012.

Matthäus-Passion“ von J. S. Bach mit dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester Leipzig – ARTE Fernsehen

800 Jahre Thomanerchor – Leipzigs berühmtester Knabenchor feierte im Jahr 2012 sein großes Jubiläum. Ohne Unterbrechung und über die Zeiten hinweg haben Generationen von Chorschülern den Dreiklang Glauben, Singen und Lernen weitergetragen. Bedeutende Kantoren standen dem Thomanerchor vor. Der Berühmteste von ihnen, Johann Sebastian Bach, trat 1723 sein Amt in Leipzig an. Zu seinen Aufgaben gehörte eine alljährliche Passionsaufführung am Karfreitag. 1727 erlebten die Besucher der Thomaskirche dann erstmals die Matthäus-Passion – ohne vorher zu wissen, welche wahrhaft „passionierte“ Musik von nahezu drei Stunden Dauer sie hören würden. Der Thomaskantor und sein Autor Christian Friedrich Henrici erzählen darin die Geschichte der Kreuzigung Christi, wie sie im Evangelium des Matthäus steht. Zum ersten Mal komponiert Bach ein großes Werk für zwei gleichberechtigte Chöre.

Gleichzeitig erschafft er aber auch Arien und Rezitative voll unglaublich musikalischer Vielfalt. Die Matthäus-Passion ist einer der Höhepunkte protestantischer Kirchenmusik und erfreut sich weltweiter Beliebtheit. Mit der Bach-Renaissance im 19. Jahrhundert setzten die regelmäßigen Aufführungen der Johannes- und der Matthäus-Passionen im jährlichen Wechsel ein. Und so ist es geblieben, bis heute. Mit der Matthäus-Passion waren Gewandhausorchester und Thomaner auch in Japan, Korea und England zu Gast. Thomaskantor Georg Christoph Biller, der Chor und Orchester leitet, war einst selbst Thomaner und hat danach in Leipzig Gesang, Dirigat und Kirchenmusik studiert. 1992 wurde er in dieses bedeutende kirchenmusikalische Amt berufen und ist damit 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach, aber auch Nachfolger so bedeutender Thomaskantoren wie Karl Straube, Günther Ramin, Erhard Mauersberger und Hans-Joachim Rotzsch.

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MDR-Fernsehen am Samstag, 30.03.2013 um 00:00 Uhr

J.S. BachKlassische Musik

30.03.13, 00.00, (165 min.)

J.S. Bach Matthäus-Passion BWV 244

Aufzeichnung vom 06.04.2012 aus der Thomaskirche Leipzig.

Es singt der Thomanerchor Leipzig und es spielt das Gewandhausorchester Leipzig.
Die musikalische Leitung hat Thomaskantor Georg Christoph Biller

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WDR-FernsehenSamstag, 30.032013 um 07:15 Uhr

Klassische Musik

Johann Sebastian Bach. Matthäus-Passion

Aufzeichnung aus der Kölner Philharmonie vom 28.03.2010

WDR3 FernsehenDie Matthäus-Passion für Soli, zwei Chöre und Orchester ist neben der h-Moll-Messe das bedeutendste Werk Johann Sebastian Bachs und eines der größten Werke der barocken Musikgeschichte. Sie schildert die Leidensgeschichte Jesu auf der Grundlage von Worten aus dem 26. und 27. Kapitel des Matthäus-Evangeliums. Der Dirigent Philippe Herreweghe, für seine Aufnahmen der Werke Bachs mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, interpretierte das monumentale Werk in einem Konzert in der Kölner Philharmonie. Unter seiner Leitung musizierten das Collegium Vocale Gent und das Collegium Vocale Orchestra,

Solisten: 

Christoph Prégardien (Evangelist);  Tobias Berndt  (Christusworte); Dorothée Mields (Sopran); Hana Blaziková (Sopran); Damien Guillon (Alt); Robin Blaze (Alt); Colin Balzer (Tenor); Hans Jörg Mammel (Tenor); Matthew Brook (Bass); Stephan MacLeod (Bass); Collegium Vocale Gent; Collegium Vocale Orchestra

Leitung: Philippe Herreweghe

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Wer eine Fernseh-Sendung aufzuzeichnen möchte könnte es mit Save-TV ermöglichen:

Link: http://www.save.tv/

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Auf YouTube ist eine Playlist aufrufbar mit verschiedenen Interpreten.

Matthäus-  Johannes- und Markus-Passion..!!

Link:

http://www.youtube.com/playlist?list=PLkAbsJTXicUtTuPfaY2mRhETqg7nDaRVK

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Konzert in OWL – Das Leipziger Streichquartett spielt mit der Harfenistin Hanna Rabe. – Radio-Fernsehtipps


Hallo Klassikliebhaber!

Hanna Rabe - Harfe

                       Hanna Rabe – Harfe

Ein Konzert zum krönenden Abschluss des Meisterkurses für Laien im „Gräflicher Park Hotel & Spa“ in Bad Driburg am Sonntag, den 24. Februar 2013 um 19:30 Uhr im „Gräflicher Park Hotel & Spa“ in Bad Driburg.

Fast schon zur Tradition geworden ist der Auftritt des Spitzenensembles

Leipziger Streichquartett (LSQ) im Gräflichen Park in Bad Driburg (OWL).

Stefan Arzberger 1. Violine, / Tilman Brüning 2. Violine, / Ivo Bauer – Viola, Matthias Moosdorf – Violoncello).

Dieses Mal wird das Ensemble noch ergänzt durch die mehrfach ausgezeichnete Harfinistin Hanna Rabe. Auf Einladung der Diotima Gesellschaft und der Musikgesellschaft Bad Driburg wird das auf internationalen Bühnen arbeitende Quartett auch in diesem Jahr einen Meisterkurs für Laien anbieten. Nach drei Tagen intensiver Arbeit folgt dann zum krönenden Abschluss das Konzert.

Die Bielefelderin Hanna Rabe studiert momentan Konzertexamen an der Hochschule für Musik in Detmold. Der Harfenistin Hanna Rabe ist eine besondere Ehrung zuteil geworden: Die junge Studentin der HfM Detmold aus der Klasse Prof. Godelieve Schrama ist mit dem „Märkischen Stipendium für Musik“ ausgezeichnet worden. Das mit 12.000 € dotierte Stipendium… | Erfahren Sie mehr – www.hfm-detmold.de

Das LSQ hat sich mittlerweile als „bestes deutsches Quartett“ (Gramophone) und zu den bekanntesten und vielseitigsten Ensembles profiliert. Im Oktober 2012 gewann es zum wiederholten Male den Echo-Preis als bestes Ensemble. Um an das READ Festival 01 zu erinnern, spielen dieses Mal die vier Leipziger mit der jungen Harfenistin Hanna Rabe unter anderem ein Quintett von E.T.A. Hoffmann. Was viele nicht wissen: Hoffmann war nicht nur ein Dichter, sondern auch ein Komponist der Romantik. Auch das restliche Programm steht im Zeichen seiner Zeit:

PROGRAMM

N.W. Gade Quartett über „Willkommen und Abschied” von Goethe…
Mendelssohn op.13 „Ist es wahr…?“
Robert Schumann, Streichquartett A-Dur op. 41 Nr. 3

E.T.A. Hoffmann Quintett für Harfe und Streichquartett

Franz Schubert, „Willkommen und Abschied“ D 767

MEISTERKURS FÜR LAIEN

So wie in den letzten Jahren wird das LSQ wieder für interessierte Laien einen Meisterkurs im „Gräflicher Park Hotel & Spa“ in Bad Driburg anbieten. Nähere Informationen unter www.leipzigquartet.com . 

Interessenten wenden sich bitte an:info(at)leipzigquartet.com

VORVERKAUF

Im Vorverkauf ist der Eintrittspreis 25 € (in der Kat. A) und 20 € (n der Kategorie B). Schüler haben freien Eintritt.

Der Vorverkauf findet an den bekannten Vorverkaufsstellen statt:

● Buchhandlung Saabel, Lange Str. 86, Bad Driburg, Tel. 05253 4596

● Bad Driburger Touristik GmbH, Lange Str. 140, Bad Driburg, Tel. 05253 9894-0

● Gästeservice Center im Gräflichen Park, Bad Driburg, Tel. 05253 95 23700

● Buchhandlung Halbig, Kamp 5, 33098 Paderborn, Tel.: 05251-22624

Oder schicken Sie ein Email an info(at)diotima-gesellschaft.de

oder Tel. 05253 / 9523700  

Über ein Konzert mit Hanna Rabe – Harfe, wurde ein Artikel bereits von mir verfasst. Nachstehend der Link zum Nachlesen…

Link:  https://meinhardo.wordpress.com/2010/05/02/ung-instrumentalisten-begeisterten-mit-einem-vivaldi-bach-programm-in-detmold/

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Rundfunk: BR-Klassik-PlusInterpretationen im Vergleich

Johann Sebastian Bach | Bild: picture-alliance/dpa

Samstag, 23.02.2013 
21:03 bis 22:30 Uhr

Rundfunk – BR-KLASSIK

Mehr zur Sendung

 Johann Sebastian Bach: Orgelpassacaglia c-Moll, BWV 582

Aufnahmen mit Helmut Walcha, Karl Richter, Marie-Claire Alain, Edward Power Biggs, Simon Preston, Ton Koopman und anderen
Von Matthias Keller

Johann Sebastian Bach: Passacaglia c-Moll BWV 582
Wenngleich sie kein Spätwerk ist, sondern vermutlich zwischen 1706 und 1713 entstanden, gilt sie doch bis heute als „Summa“ der Gattung Passacaglia. Deutlich wahrnehmbar ist der Einfluss der norddeutschen Schule, namentlich Dietrich Buxtehudes, den Bach kurz zuvor in Lübeck besuchte. Das acht-taktige Thema selbst wurde allem Anschein nach vom Christe: Trio en passacaille aus Messe du deuxieme ton des französischen Komponisten André Raison angeregt.
In ihrer insgesamt 21-teiligen Anlage mit einer fast viertelstündigen Spieldauer steht diese Passacaglia absolut singulär da, gekrönt durch eine Fuge (thema fugatum) mit gleich zwei Kontrasubjekten, von denen das erstere aus dem Themenverlauf selbst abgeleitet ist. So einzigartig das Werk selbst ist, so strittig ist nach wie vor der Gestaltungsansatz. Die Varianten reichen vom durchgehenden Organo pleno (Marcon) bis zur großangelegten Crescendoform (Hansjörg Albrecht). In seinem Interpretationsvergleich stellt Matthias Keller unter anderem Aufnahmen von Helmut Walcha, Karl Richter, Marie-Clair Alain, Edward Power Biggs, Simon Preston, Ton Koopman einander gegenüber.

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Bayerisches Fernsehen

Frank Peter Zimmermann

„Mein Weg zu Bach“

Frank Peter Zimmermann (Violine). | Bild: Honorarfrei lediglich für Ankündigungen und Veröffentlichungen im Zusammenhang mit obiger BR-Sendung bei Nennung: Bild: BR/Nightfrog. Andere Verwendungen nur nach entsprechender vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit dem BR-Bildarchiv, Tel. 089 / 5900 10580, Fax 089 / 5900 10585, Mail Pressestelle.foto@br.de

Donnerstag, 21.02.2013 
23:15 bis 00:15 Uhr

Bayerisches Fernsehen

Wiederholung am Sonntag, 24.2.2013 um 10:20 Uhr

Im Jahr 1995 war Frank Peter Zimmermann im Kloster Andechs. Dort spielte der gebürtige Duisburger unter anderem Bachs beeindruckende Partita d-Moll für Violine solo.

Leitfaden ist dabei sowohl das Thema Bach, dem sich der Film von verschiedenen Seiten nähert. Im Zentrum steht ein Konzertmitschnitt mit dem Pianisten Enrico Pace aus dem Kloster Polling mit den Sonaten für Violine und Piano (BWV 1014-1019).
In einem intensiven und berührenden Interview beschreibt Frank Peter Zimmermann seine Auseinandersetzung mit Bach und seiner Musik. Und er erlaubt auch einen Blick auf den Lehrer und Vater Frank Peter Zimmermann, der mit seinem Sohn Serge eine Solo Partita von Bach einstudiert – mit ebenso viel Anspruch wie Humor.

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TV-Sender mit Klassischer Musik u.a. Weihnachtsoratorium BWV 248 zu Weihnachten 2012 – Neujahr 2013


Advent und Weihnachtskonzerte

         Im Fernsehen Advent und Weihnachtskonzerte

Wie bereits in den Vorjahren von mir praktiziert sind wieder Angaben zu TV-Sender mit „Klassischen Musik“ zur Weihnachtszeit und zu Neujahr von mir hier angeführt worden

Ob alle Fernsehsendungen von mir dazu feststellbar waren, ist nicht gesichert, es ist eine Auswahl überwiegend mit dem BWV 248 von

J.S. Bach Weihnachts-Oratorium.“

Zu den einzelnen Sendungen:

Freitag, 21. Dezember 2012

WDR-Fernsehen 08:30 Uhr bis 10:00 Uhr, (90 Min.)

Mit Werken von

Arcangelo Corelli, / Georg Friedrich Händel,  / Johann Sebastian Bach, / Frederick Delius, Max Reger, / Irving Berlin, / Leroy Anderson, / Arvo Pärt, / John Rutter und anderen Mitwirkende:

  • Volker Lechtenbrink, Erzähler
  • Jeanette Köhn, Sopran
  • Mädchenchor am Kölner Dom, Leitung: Oliver Sperling
  • WDR Rundfunkchor Köln, Leitung: David Marlow
  • WDR Rundfunkorchester Köln,
  • Leitung: Niklas Willén
  • aus der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Köln.

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Sonntag, 23. Dezember 2012

MDR – Fernsehen um 17:00 Uhr bis 18:00 Uhr (60 Min.)

„Weihnachtliche Vesper vor der Frauenkirche“

Als besonderen Auftakt der Weihnachtsfeiertage feiern seit 1993 Jahr für Jahr zehntausende Menschen aus Dresden und Gäste aus dem In- und Ausland an der Dresdner Frauenkirche einen Open-Air-Gottesdienst. Im 20. Jubiläumsjahr der Weihnachtlichen  Vesper wird das Ereignis erstmals live im MDR FERNSEHEN übertragen; es moderiert Anja Koebel.

Neben dem Landesbischof wirken in der Vesper, bei den Lesungen, Ansprachen und in der Liturgie der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, der Superintendent, die Oberbürgermeisterin der Stadt Dresden und die Pfarrer der Frauenkirche mit. Unter der musikalischen Gesamtleitung von Ludwig Güttler sorgen sein Blechbläserensemble sowie exzellente Solisten und Chöre für einen festlichen Rahmen.

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Montag, 24. Dezember 2012

MDR-Fernsehen 23:00 Uhr, (100 Min.)

Johann Sebastian Bach:

BWV 248 Weihnachtsoratorium Teile I – III und VI

Zum 800. Jubiläumsjahr von Thomanerchor, Thomasschule und Thomaskirche zeigt der MDR seinen Zuschauern eine Neuaufzeichnung des Weihnachtsoratoriums. Bach komponierte es in einer glücklichen Phase seines Lebens, in der einer seiner früheren Weggefährten Rektor der Thomasschule geworden war.

Der wiederum verbesserte Bachs Lebens- und Arbeitsbedingungen, die in Leipzig nicht immer zu seiner Zufriedenheit waren. Er schlichtete den Streit mit den Ratsherren, die Bachs Kirchenmusik oft als „zu lang und zu opernhaft“ missbilligten und sorgte für ein höheres Einkommen des Kantors. Pläne, die Stadt zu verlassen, gab Bach deshalb wieder auf.

Und so führte er zum Jahreswechsel 1734/35 abwechselnd in der Thomaskirche und in der Nikolaikirche die sechs Kantaten auf. Ob die Leipziger über das neueste Werk ihres Thomaskantors jauchzten und frohlockten, ist nicht überliefert. Nachdem Bachs Werke im 19. Jahrhundert von Felix Mendelssohn Bartholdy aus seinem Dornröschenschlaf erweckt wurden, ist auch das Weihnachtsoratorium aus den Kirchen und Konzertsälen der Welt nicht mehr wegzudenken.

In sechs Kantaten, die zu Bachs Zeiten niemals hintereinander gegeben wurden, wird die biblische Weihnachtsgeschichte erzählt. Die ersten drei und die sechste Kantate sind in der Aufführung von Gewandhausorchester und Thomanerchor unter der Leitung des 43. Kantors nach Bach, Georg Christoph Biller, am Weihnachtsabend aus der Leipziger Thomaskirche zu sehen.

Solisten:
Johannette Zomer, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
Werner Güra, Tenor (Evangelist)
Martin Petzold, Tenor (Arien)
Klaus Häger, Bass

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Dienstag, 25. Dezember 2012

Bayerisches Fernsehen 11:45 Uhr bis 13:10 Uhr (85 Min.)

Johann Sebastian Bach

BWV 248 Weihnachtsoratorium Kantaten I – III

Der Chor des Bayerischen Rundfunks, einer der besten Chöre der Welt, singt Bachs Weihnachtsoratorium. Im Dezember 2010 führte der Chor mit Solisten und dem Orchester „Akademie für Alte Musik„, Berlin, einem der besten Ensembles mit historischen Instrumenten, Bachs beliebte Weihnachtsmusik in zwei Konzerten im Herkulessaal der Münchner Residenz auf. Johann Sebastian Bach legte es in sechs Kantaten an, von denen jede für einen bestimmten Feiertag zwischen dem ersten Weihnachtstag und Epiphanias (Dreikönigstag) bestimmt ist.

Diese Sendung präsentiert die Kantaten 1 bis 3, die von der Geburt Christi, der Verkündigung an die Hirten und der Bestätigung des eingetroffenen Heils berichten. Die Kantaten 4 bis 6 folgen am 26. Dezember 2012. Eigens für die Fernsehaufnahmen wurde der Herkulessaal mit einem besonderen Lichtkonzept festlich ausgeleuchtet. Die Sendung wird ergänzt durch Aufnahmen von Kunstwerken von Albrecht Dürer und Rembrandt sowie einer neapolitanischen Krippe, die die Ereignisse der Weihnachtszeit darstellen.

Solisten:

Rachel Harnisch; Sopran,  / Anke Vondung; Alt,

Maximilan Schmitt; Tenor, / Christian Immler; Bass

Leitung: Peter Dijkstra

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ARTE – Fernsehen, 25.12.2012 um 18:05 Uhr – 19:10 Uhr (65 Min.)

W.A. Mozart

Große Messe in c-Moll

Mit der Sopranistin Julie Fuchs, der Mezzosopranistin Ann Hallenberg, dem Tenor Benjamin Hulett und dem Bariton Markus Werba hat die gefeierte französische Dirigentin Laurence Equilbey Mozarts Monumentalwerk herausragend besetzt. ARTE zeigt das glanzvolle Konzert aus der Großen Kapelle des Priesterseminars Saint-Sulpice, die der Königskapelle des Versailler Schlosses nachempfunden ist und eigens aus diesem Anlass für das Publikum geöffnet wurde.

Wiederholung auf ARTE am 25.12.2012 um 18:05 Uhr – 19:10 Uhr (65 Min.)

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ARTE – Fernsehen, 25.12.2012 um 20:15 Uhr – 22:10 Uhr (115 Min.)

Die Thomaner

Herz und Mund und Tat und Leben

Im Jahr 2012 feiert der Thomanerchor Leipzig seinen 800. Geburtstag. Heute haben die Thomaner Bewunderer in aller Welt und werden auf Tourneen in Amerika, Japan und Australien wie Rockstars gefeiert. Pünktlich zum Jahrhundert-Jubiläum ist der Chor nun erstmals in einem abendfüllenden Dokumentarfilm zu erleben.

800 Jahre – eine beeindruckende Zeitspanne, wenn man bedenkt, dass der Chor über die Jahrhunderte alle politischen Systeme in ungebrochener Tradition überdauert hat. Heute haben die Thomaner Bewunderer in aller Welt. Diesen Erfolg mussten sich die zehn- bis 18-jährigen Jungen des Thomanerchores schwer erarbeiten, denn ihr Leben wird von einem anstrengenden Proben- und Schulalltag bestimmt und ist geprägt von den Regeln des Internats und dem Gedanken, dass vor allem die Gemeinschaft zählt. Pünktlich zum Jahrhundert-Jubiläum ist der Chor nun erstmals in dem abendfüllenden Dokumentarfilm „Die Thomaner – Herz und Mund und Tat und Leben“ zu erleben.

Die Filmemacher begleiten den Chor und seinen Kantor Georg Christoph Biller – den 43. Thomaskantor nach Bach – über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr. Durch ihre persönlichen Geschichten entsteht ein sensibles Porträt dieses einzigartigen Chores, das der Frage nach der Faszination des Traditionsensembles nachgeht. Der packende und anrührende Film gewährt einen faszinierenden Blick hinter die Kulissen dieses Ausnahmechores und zeigt die Möglichkeiten, die eine intensive Beschäftigung mit Musik für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen leisten kann. Ungewöhnlich offen können die Filmemacher eine einzigartige Welt zwischen Motette, Internat und Fußballplatz zeigen; ein Leben, das geprägt ist von Erfolg und Leistungsdruck, Zweifeln und Stolz, Heimweh und Freundschaft. Und in und über allem: die unsterbliche Musik Johann Sebastian Bachs.

Wiederholungen auf ARTE:

DIE THOMANER

26.12.2012 um 10:25 Uhr

06.01.2013 um 14:25 Uhr

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Mittwoch, 26. DEZEMBER 2012

Bayerisches Fernsehen 11:15 Uhr – 13:00 Uhr, (75 Min.)

Johann Sebastian Bach:

BWV 248 Weihnachtsoratorium Kantaten IV – VI

Der Chor des Bayerischen Rundfunks, einer der besten Chöre der Welt, singt Bachs Weihnachtsoratorium. Im Dezember 2010 führte der Chor mit Solisten und dem Orchester „Akademie für Alte Musik„, Berlin, einem der besten Ensembles mit historischen Instrumenten, Bachs beliebte Weihnachtsmusik in zwei Konzerten im Herkulessaal der Münchner Residenz auf. Johann Sebastian Bach legte es in sechs Kantaten an, von denen jede für einen bestimmten Feiertag zwischen dem ersten Weihnachtstag und Epiphanias (Dreikönigstag) bestimmt ist.

Diese Sendung präsentiert die Kantaten 1 bis 3, die von der Geburt Christi, der Verkündigung an die Hirten und der Bestätigung des eingetroffenen Heils berichten. Die Kantaten 4 bis 6 folgen am 26. Dezember 2012. Eigens für die Fernsehaufnahmen wurde der Herkulessaal mit einem besonderen Lichtkonzept festlich ausgeleuchtet. Die Sendung wird ergänzt durch Aufnahmen von Kunstwerken von Albrecht Dürer und Rembrandt sowie einer neapolitanischen Krippe, die die Ereignisse der Weihnachtszeit darstellen.

Solisten:

Rachel Harnisch; Sopran,  / Anke Vondung; Alt,

Maximilan Schmitt; Tenor, / Christian Immler; Bass

Leitung: Peter Dijkstra

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ARTE – Fernsehen 26.12.2012 um 18:05 Uhr bis 19:10 Uhr (65 Min.)

Cecilia Bartoli, Mission

Agostino Steffani in Versailles

Cecilia Bartoli, die unermüdlich auf der Suche nach originellen Konzepten und musikalischem Neuland ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, den vergessenen italienischen Komponisten Agostino Steffani (1654-1728) ins Bewusstsein der Musikwelt zu rufen. In den Alleen und Gemächern von Versailles bringt ihre wunderbare Stimme Werke dieses faszinierenden Musikers zu Gehör. Begleitet wird sie von dem französischen Countertenor Philippe Jaroussky, der sich ebenfalls mit großer Begeisterung dem in Vergessenheit geratenen Repertoire widmet.

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3sat – Fernsehen 26.12.2012 um 20:15 Uhr – 22:15 Uhr (120 Min.)

Aufzeichnung aus der Stadtkirche St. Martin in Rheinfelden

Johann Sebastian Bach:

BWV 248 Weihnachtsoratorium Kantaten I – II, V und VI

Die barocke Stadtkirche in Rheinfelden bietet die passende Szenerie für ein besinnliches Konzerterlebnis: In der barocken Stadtkirche St. Martin kommt das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach zur Aufführung. Wie keinem anderen ist es dem Komponisten gelungen, die biblische Weihnachtsgeschichte in Musik zu fassen. Mit Pauken und Trompeten wird die Geburt des Christuskindes angekündigt. „Jauchzet, frohlocket“ singt der Chor. Stimmungsvolle Choräle und lyrische Arien prägen das Werk.

Unter der Leitung von Winfried Toll treffen mit der Camerata Vocale Freiburg und dem Kammerorchester Basel zwei renommierte Klassikformationen aufeinander.

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SWR – Fernsehen BW am 26.12.2012 um 20:15 Uhr  – 21:45 Uhr

Musikalische Reise nach Wien

Wien ist eine Weltstadt der Kunst und der Musik. Die Stadt an der Donau verkörpert wie keine andere europäische Metropole Gemütlichkeit, Charme und den berühmten „Wiener Schmäh“. Auf seiner musikalischen Reise trifft Reporter Markus Brock berühmte Repräsentanten dieser einmaligen Stadt – vom Fußballer bis zur kaiserlichen und königlichen Hoheit, vom berühmtesten Schmähkellner bis zur singenden Gräfin Esterhazy. Die Musik ist vom feinsten, dafür sorgen Opernsängerin Eva Lind, Sängerin Dagmar Koller, die Wiener Sängerknaben und Sänger Peter Kraus.

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Sonntag, 30. Dezember 2012 

BR-Fernsehen  um 11:00 Uhr – 12:00 Uhr (60 Min.)

Frank Peter Zimmermann – „Mein Weg zu Bach“

Ein Portrait des 1965 geborenen deutschen Geigers, der indessen zur Weltelite zählt und mit den bedeutenden Orchestern und Dirigenten musiziert. Im Mittelpunkt des Films steht eine Interpretation von Bachs Sonaten für Violine und Klavier. Zimmermanns Instrument ist eine Stradivari aus dem Jahr 1711, auf der bereits Fritz Kreisler spielte. „Es ist für mich das Größte, die Musik von Bach zu spielen, an ihr zu arbeiten! Diese Musik zu durchschreiten, egal ob am Instrument oder am Radio, gibt mir jedes Mal Kraft und Ruhe“, so der Geiger Frank Peter Zimmermann. Fern von Kommerz und Medienrummel gehört er zu den Größten seiner Generation.

In diesem Film gewährt er, das „Kraftwerk aus der Stille“ – wie Heinrich Schiff ihn einmal charakterisierte – einen sehr persönlichen Einblick in sein Leben als Künstler und auch als Mensch. Leitfaden ist dabei sowohl das Thema Bach, dem sich der Film von verschiedenen Seiten nähert.

Im Zentrum steht ein Konzertmitschnitt mit dem Pianisten Enrico Pace aus dem Kloster Polling mit den Sonaten für Violine und Piano(BWV 1014-1019). In einem intensiven und berührenden Interview beschreibt Frank Peter Zimmermann seine Auseinandersetzung mit Bach und seiner Musik.

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Montag, 31. Dezember 2012 

MDR – Fernsehen um 17:00 Uhr Beethoven 9. Sinfonie

Die 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven gehört zu den musikalischen Meisterwerken, die die Menschheit faszinieren. Mit der Uraufführung vor nunmehr 188 Jahren im Wiener Kärntnertor-Theater begann der Siegeslauf dieses gewaltigen Werkes mit seiner humanistischen Botschaft von der Brüderlichkeit aller Menschen. Der völlig ertaubte Komponist konnte den Jubel nach der Aufführung wenigstens noch sehen. Und so erfüllte sich auch sein Wunsch, den Menschen einen „feierlichen Tag“ zu bereiten.

Der Gedanke, Beethovens 9. Sinfonie zum Jahreswechsel aufzuführen, wurde unmittelbar nach dem Inferno des Ersten Weltkrieges in Leipzig geboren. Das Arbeiter-Bildungs-Institut engagierte für seine Jahresabschlussfeier keinen Geringeren als den Gewandhauskapellmeister Arthur Nickisch mit seinem Gewandhausorchester. Das Konzert begann am Silvestertag 1918 gegen 23 Uhr, damit man pünktlich mit dem Schlusschor das neue Jahr begrüßen konnte. Schillers Ode „An die Freude“ mit dem Aufruf „Alle Menschen werden Brüder“ war zu diesem Jahreswechsel aktueller denn je. Nickischs Nachfolger, die Gewandhauskapellmeister Wilhelm Furtwängler und Bruno Walter, übernahmen diese Tradition. Auch im damals noch jungen Rundfunk konnte man bereits Ende der zwanziger Jahre das Werk zu Silvester hören.

Heute ist die festliche Aufführung zum Jahresende im Neuen Gewandhaus Leipzig zu einer guten Tradition geworden, ebenso wie die Live-Übertragung in Fernsehen und Hörfunk des MDR. Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly leitet das „Große Concert zum Jahreswechsel“ mit dem Gewandhausorchester, dem MDR RUNDFUNKCHOR, dem GewandhausChor und dem GewandhausKinderchor.

Solisten: Malin Hartelius (Sopran)- Christa Mayer (Alt) –

Johannes Chum (Tenor) und Matthias Goerne (Bass)

Leitung: Riccardo Chailly

Die Ausstrahlung bei MDR FIGARO ist in stereo und Dolby surround zu erleben.

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ARD – Fernsehen (DAS ERSTE)  am 31.12.2012 um 17:25 Uhr – 18:55 Uhr (90 Min.)

Silvester Konzert der Berliner Philharmoniker 2012

Die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Sir Simon Rattle laden wieder zum traditionellen Silvesterkonzert und begehen den Jahreswechsel tänzerisch-beschwingt mit Musik von Brahms, Dvorak, Ravel, Rameau und Saint-Saens. Star des Abends ist die italienische Mezzosopranistin Cecilia Bartoli, die sich einem ihrer Lieblingskomponisten widmen wird: Georg Friedrich Händel. Durch die Fernsehübertragung führt Rolf Seelmann-Eggebert.

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ARTE – Fernsehen 31.12.2012 um 18:10 Uhr bis 20:00 Uhr (110 Min.)

Silvestergala 2012 

Live aus dem Festspielhaus Baden-Baden – Mit Verdi ins Neue Jahr

Live aus dem Festspielhaus Baden-Baden: Drei großartige Stimmen führen bei der Silvestergala 2012 mit Verdi ins neue Jahr: die Sopranistin Olga Peretyatko, Startenor Rolando Villazón sowie der Bariton Thomas Hampson. Begleitet werden sie vom Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR unter der Leitung von Andrés Orozco-Estrada. Auf dem Programm stehen Arien und Orchesterwerke von Giuseppe Verdi.

Olga Peretyatko ist ein neuer Stern am Sopranhimmel und rettete bei den Pfingstfestspielen 2012 die zweite „Liebestrank“-Aufführung an der Seite von Rolando Villazón. Danach erhofften sich viele Festspielhaus-Besucher ein schnelles Wiedersehen und Wiederhören.

Seit vielen Jahren schon zählt Thomas Hampson zu den edelsten Baritonstimmen – ein Ruf, dem er zuletzt unter anderem mit Mahler-Liedern und davor als Amfortas im „Parsifal“ in Baden-Baden alle Ehre machte. Rolando Villazón schloss das Publikum in Baden-Baden spätestens nach seiner „Liebestrank“-Inszenierung zu Pfingsten vollends in sein Herz.

Das prächtige Festspielhaus im eleganten Baden-Baden bietet die perfekte Kulisse für ein festliches Musikprogramm zum Jahresausklang.

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Dienstag, 1. Januar 2013 

ARTE Fernsehen um 19:15 Uhr – 20:15 Uhr

„Neujahrskonzert aus Venedig“

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

Sir John Eliot Gardiner Foto: Copyrigh  BBC

Sir John Eliot Gardiner Foto: Copyrigh BBC

Am Neujahrstag zeigt ARTE traditionsgemäß auch 2013 wieder den zweiten Teil des Neujahrskonzertes aus dem Teatro La Fenice in Venedig. 2013 feiert die Welt den 200. Geburtstag von Giuseppe Verdi. Desiree Rancatore und Samiri Pirgu singen Arien aus seinen berühmtesten Opern. Und wie in der Vergangenheit schließt das Programm auch in diesem Jahr wieder mit „Va‘ pensiero“ aus „Nabucco“ und „Libiam ne‘ lieti calici“, dem Brindisi aus der „Traviata“.

Sir John Eliot Gardiner ist einer der wichtigsten Dirigenten unserer Zeit und einer der maßgebenden Verfechter der historisch kritischen Aufführungspraxis. Sein Operndebüt feierte er 1969 in London mit der Zauberflöte. Zu dieser Zeit hatte er bereits zwei Ensembles gegründet, die seine Ideen umsetzen konnten, 1964 den Monteverdi Choir und vier Jahre später das Monteverdi Orchestra.

1978 begann die Erfolgsgeschichte der English Baroque Solists. Mitglieder des Monteverdi Orchestras hatten sich zusammengetan, um beim Festival für Alte Musik in Innsbruck Händels Acis und Galatea mit historischen Instrumenten aufzuführen. Von 1980 bis 1983 war Gardiner Chefdirigent des CBC Vancouver Orchestra. 1983 bis 1988 bildete er als Musikalischer Direktor der Opéra National de Lyon wiederum ein neues Orchester, das heute zu den besten in Frankreich zählt. Von 1981 bis 1990 war er künstlerischer Direktor der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen und von 1991 bis 1994 Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters in Hamburg. Als Gast dirigierte Gardiner unter anderem das Philharmonia Orchestra, das Cleveland Orchestra, das Koninklijk Concertgebouworkest in Amsterdam und die Wiener Philharmoniker.

Im Jahr 1990 gründete Gardiner ein weiteres Orchester für historische Instrumente, um klassische und romantische Musik authentisch aufzuführen, das Orchestre Révolutionnaire et Romantique. Im Jahr 1998 wurde John Eliot Gardiner von Königin Elisabeth II anlässlich der June Birthday Honours zum Knight Bachelor geschlagen.

Beim Concerto di capodanno, dem venezianischen Neujahrskonzert ist er bereits zum zweiten Mal. 2010 war er bereits musikalischer Leiter. Auch die in Palermo geborene Desirée Rancatore, die mittlerweile in allen großen Häusern der Welt aufgetreten ist, war schon mehrfach im Teatro La Fenice zu bewundern, so als Gilda in Verdis Rigoletto 2010, eine Oper, die ARTE live ausgestrahlt hat.

Saimir Pirgus internationaler Durchbruch kam 2004, als er von Claudio Abbado eingeladen wurde, die Rolle des Ferrando in „Così fan tutte“ in Ferrara und Modena zu singen. Mittlerweile hat er Engagements in aller Welt. ARTE-Zuschauer hatten Gelegenheit ihn als Rodolfo, Mimis Geliebten in der „Bohème im Hochhaus“, live aus der Berner Hochhaussiedlung Bern-Betlehem zu erleben.

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Diese Angaben sind zur Zeit unvollständig und werden nach neuen Erkenntnissen täglich aktualisiert..!!

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Das BWV 248 Weihnachtsoratorium von Dezember 1999 aus der Herderkirche Weimar von Sir Gardiner, EBS und dem Monteverdi-Choir ist nachstehend als YouTube – Video mit den Kantaten I bis VI zu sehen.

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Ein weiteres Video BWV 248 Weihnachtsoratorium Teile 1 bis 6

Herkulessaal, Residenz München, 2010

Rachel Harnisch, soprano
Sonja Philippin, soprano (echo)
Anke Vondung, mezzo-soprano
Maximilian Schmitt, tenor (Evangelist)
Christian Immler, bass
Chor des Bayerischen Rundfunks
Akademie für Alte Musik Berlin
Peter Dijkstra, conductor

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Fernsehsendungen mit „Klassischer Musik“ und einem Gottesdienst zum Reformationstag


Liebe Klassikfreunde/innen !

Einige interessante Fernseh-Sendungen sind zum Reformationstfest, 31.10.2012 und an den Folgetagen von mir aufgeführt worden.

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Thomaskirche Leipzig

Thomaskirche Leipzig

Am Mittwoch, 31. Oktober 2012

ARD-Fernsehen 1. Programm um 10:00 Uhr

eine Live-Übertragung des „Festgottesdienstes aus der Thomaskirche Leipzig.“

Das 800jährige Bestehen der Thomaner wird in einem festlichen Gottesdienst gefeiert, der am Reformationstag live aus der Leipziger Thomaskirche im Ersten übertragen wird.

Die Predigt hält der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Galater 5,1-6).

Im Anschluss an den Gottesdienst Verleihung der Martin-Luther-Medaille der Evangelischen Kirche in Deutschland durch den Vorsitzenden des Rates der EKD, Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider.

In dem Festgottesdienst erklingt die Bach-Kantate

BWV 79 “Gott, der Herr, ist Sonn und Schild”

Ausführende Solisten,

THOMANERCHOR Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung:
Thomaskantor Georg Christoph Biller

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Martin Luther

MDR – Fernsehen – Mittwoch, 31. Oktober 2012 

08:00 Uhr Martin Luther Der Protest

Fernsehfilm aus dem Filmzyklus über Martin Luther 1983

Martin Luther, Doktor an der Universität Wittenberg, bringt 1517 in seinen Thesen wider die Missbräuche des Ablasshandels den aufkeimenden Unmut des deutschen Volkes gegen die Ausplünderung durch die römische Geistlichkeit zum Ausdruck. Seine Ideen betrachtet Kurfürst Friedrich von Sachsen als Mittel, die eigene Machtstellung in Abgrenzung zur päpstlichen Kirche zu festigen. Er verwehrt dem Dominikaner Tetzel, oberster Händler der Gnadenerweise, den Zutritt ins Land. Mit der Universitätsreform wird Wittenberg Zentrum des geistigen Lebens und der Auseinandersetzung um die ursprüngliche Wahrheit des Evangeliums.

Aber die Luthers Gedanken innewohnende Sprengkraft erschreckt selbst seine Anhänger, wie Professor Karlstadt und den Maler Lucas Cranach. Als Luther seine Thesen trotz der Mahnungen von Staupitz, Generalvikar des Augustinerordens, öffentlich macht, sammeln sich seine Feinde zum Angriff. Tetzel formuliert Gegenthesen, in denen er Luther Ketzerei vorwirft. Schlamann, Dekan der Universität, und Pater Ludwig, Beichtvater der Barbara Cranach, bezichtigen Luther, mit der Waisen Kristina eine Hexe in die Stadt gebracht zu haben.

Musik: Karl-Ernst Sasse

Kamera: Erich Gusko

Buch: Kurt Veth

Regie: Kurt Veth

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Heinrich Schütz

Heinrich Schütz

MDR FERNSEHEN – Mittwoch, 31.10.2012

um 23:30 Uhr bis 00:30 Uhr

„Wovon ich sing‘ und sagen will….“

Eine musikalisch-religiöse Reise durch „Mitteldeutschland“

Von Augsburg bis Zwickau schmettern in diesem Jahr die Posaunen, Chöre singen, Orgeln klingen – alle spielen auf zum Themenjahr der EKD: „Reformation und Musik“.

Martin Luther hat nicht nur die Kirche reformiert, er hat auch die Kraft der Musik für den Glauben erkannt. Die Musik sei ein Instrument, das die Seelen der Gläubigen beflügelt. Musik bringt Gebete zum Klingen. Gefühle wie Leid und Hoffnung, Liebe und Trauer werden in Melodien nachfühlbar. Melodien bewegen die Herzen und die Gemüter. Martin Luther hat die emotionale Kraft der Musik nicht nur für den Gottesdienst erkannt, sondern auch jedem Menschen zugänglich gemacht. Sein Anstoß, Gemeindegesang im Gottesdienst als zentrales Element festzuschreiben, war der Anfang für eine neue Epoche europäischer Musikkultur.

So kann man also mit Fug und Recht behaupten: Die Wiege der Kirchenmusik, wie wir sie heute kennen, steht in Mitteldeutschland. Große Namen wie Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach und Paul Gerhardt stehen dafür. Chöre wie die Leipziger Thomaner, der Dresdner Kreuzchor, die Dresdner Kapellknaben und die Saalfelder Sängerknaben bürgen dafür. Musik und Kirche, das gehört zusammen. So wie ein Gottesdienst ohne Lieder nicht denkbar ist, so ist unser Leben ohne Musik nicht vorstellbar. Getreu dem Sprichwort „Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen kennen keine Lieder“ lädt Anja Koebel zu einem musikalischen, informativen und unterhaltsamen Ausflug in die Geschichte der Kirchenmusik ein – von Psalmen und Kantaten bis zum Gospel.

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J.S. Bach

MDR-Fernsehen – Donnerstag, 01. November 2012

um 00:30 Uhr bis 01:15 Uhr

Johann Sebastian Bach – Der liebe Gott der Musik

Film von Lew Hohmann und Winifred König

„Nicht Bach, Meer sollte er heißen“, sagte Beethoven. „Wir sind alle Stümper gegen ihn“, meinte Robert Schumann und Claude Debussy nannte Bach gar den „lieben Gott der Musik“. Wer war dieser Mann, „von dem alle musikalische Weisheit ausging“ und der heute unbestritten als „das Musikgenie“, als der wohl größte Musiker aller Zeiten gilt?

Sein riesiges Werk – fast 1.200 Kompositionen hat er uns hinterlassen, künstlerisch wie technisch vollkommen – berührt tief. Das 18. Jahrhundert aber versagte dem Genie Bach seine Anerkennung. Sein Leben, so überraschend wenig gesichertes Wissen wir darüber auch haben, war ein Leben in vielleicht selbst gewählter provinzieller Enge, ein Kampf um die ihm gebührende Achtung, um Auskommen und nötige Arbeitsbedingungen mit kleinlichen Obrigkeiten, ein ständiges und all zu oft erfolgloses Ringen um Anerkennung seiner Arbeit; ein Dasein, das von frühester Jugend an von ständiger Konfrontation mit Verlust und Tod geliebter Menschen begleitet war; ein Leben aber auch, das er unbeirrt seiner Idee unterwarf: musikalische Vollkommenheit zu erreichen und die Grundlagen aller Musik zu schaffen.

Es gibt nur wenige Dokumente, die etwas über Bachs Leben aussagen, nicht einmal ein wirklich verifizierbares Porträt. Das wohl authentischste Zeugnis ist der Nekrolog, den sein Sohn Carl Philipp Emanuel Bach für seinen Vater verfasste. Das Übrige, worauf die Nachwelt angewiesen ist, sind amtliche Texte, Eingaben, Gutachten, Konzeptionen, Rechnungen, Ratsprotokolle, Schullisten.

Und es gibt noch weniger Zeugnisse von Bachs eigener Hand, die etwas über den Menschen Bach aussagen, über seine Freuden, seinen Kummer, seine Gedanken, seine Seele. Wenig ist überliefert und dennoch unermesslich viel: seine Musik und das, was sie über sein Empfinden und Fühlen erzählt.

Der Film betrachtet Bachs Biografie, auch manche weniger bekannten Episoden und Charakterzüge in einer Mischung von Dokumentarischem, Authentischem und Fiktionalem, betrachtet den Menschen Bach, um seinem Geheimnis näherzukommen.

(MDR 14.11.2004)

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Thomas Hengelbrock Dirigent

Thomas Hengelbrock Dirigent

Südwest-Fernsehen – Sonntag, 4. November 2012 

um 08:55 Uhr bis 09:45 Uhr

Thomas Hengelbrock – Musik, ein Fest fürs Leben

Auch sich selbst sieht er als Architekt:

„Ich bin der alten Renaissance-Idee doch sehr verhaftet, dass der Mensch ein Baumeister ist, dass er sein Leben zur Verfügung gestellt bekommt, um dann auch etwas zu schaffen, zu erschaffen im Rahmen seiner Möglichkeiten.“Der Film dokumentiert in vielen Proben und Konzert-Ausschnitten die Vielseitigkeit des „Baumeisters“ Hengelbrock: von Bach, Mozart, Mendelssohn, Rossini über Schumann, Wagner bis hin zum Musical.

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Thomanerchor Leipzig

BR-Fernsehen (Bayerisches Fernsehen) – Sonntag, 4. November 2012

um 12:45 bis 13:30 Uhr

800 Jahre Thomaner

„Einmal Thomaner, immer Thomaner“, sagen die Mitglieder des Chores, ganz gleich, ob sie es gerade sind oder einmal waren. Bis sie 18 sind, leben sie für die Musik: Proben, Singen in Kirchen und Konzertsälen, Reisen in die ganze Welt, Medienauftritte, CD-Aufnahmen. Dabei sind sie aber auch „ganz normale“ Schüler, Kinder, Jugendliche. Sie spielen Fußball, tummeln sich bei Facebook, verlieben sich. Sie leben im Internat, das bei ihnen „Alumnat“ heißt, so wie es schon die Thomaner vor 800 Jahren taten, als die Thomasschule als erste öffentliche Schule Deutschlands gegründet wurde.

Leben, Lernen und Singen, das war und ist das Konzept bis heute. Mit Johann Sebastian Bach ist der Thomanerchor nachhaltig in die Geschichte eingegangen. Der zwölfjährige Paul Vogel ist einer der drei Jungen, die im Mittelpunkt des Films zum Jubiläum des Chores stehen. Mit ihnen wird der Alltag der Thomaner erlebbar: ihr Leben im sogenannten „Kasten“, der eine Welt für sich ist und nun umgebaut wird, damit er den heutigen Bedürfnissen entspricht; die Probenarbeit mit Thomaskantor Georg Christoph Biller, dem der große Name seines Vorgängers Bach nicht immer nur Ansporn und Freude war; gemeinsame Mahlzeiten, Unterricht.

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Zum Reformationsfest passt dieser Alt-Beitrag recht gut mit Angaben zu den Reformations-Kantaten:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2009/10/30/j-s-bach-reformations-kantaten/

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Ich wünsche viel Spaß mit den Fernseh-Sendungen..!!

Grüße

Volker

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Reisebericht vom Bachfest Leipzig vom 07.06. -14.06.2012 Teil I und Teil II


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Bachfest 2012 Leipzig

Bachfest 2012 Leipzig

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Kaum in unserer Ferienwohnung in Leipzig angekommen, mussten wir schon wieder los. Koffer blieben unausgepackt; wir durften ja die Übertragung des Eröffnungskonzertes aus der Thomaskirche auf einer Riesen-Leinwand am Marktplatz nicht verpassen und am Abend waren noch die Wandelkonzerte dran.

Wandelkonzerte am Eröffnungsabend des Bachfestes 07.06.2012

Im Specks Hof – Hansahaus sang das Vokalensemble Six Ajoutés.

Vokalensemble Six Ajoutés, Foto: Dirk Knofe

Vokalensemble Six Ajoutés, Foto: Dirk Knofe

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In der Mädler-Passage spielte das Zelenka Trio eine Sonata 5 in F-Dur.

In der Mädler Passage spielte das Zelenka Trio, Foto: Dirk Knofe

In der Mädler Passage spielte das Zelenka Trio, Foto: Dirk Knofe

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Es waren vier Wandelkonzerte, von jeweils ca. ½ Stunde Dauer. Das begeisterte Publikum wanderte (wandelte) dann zum Nächsten. Herrliche Musik, ganz junge Künstler/innen; alle Stipendiaten von der Yeduhi-Menuhin-Stiftung. Wir brauchen uns um Nachwuchs wirklich keine Sorgen zu machen. In Leipzig war er von morgens bis abends in Hülle und Fülle präsent.

Irgendwann konnten wir nicht mehr; ab in die Ferienwohnung. Kofferauspacken war nicht drin – zu müde.

Am 08.06.2012

ging`s gleich morgens um 9.30 h mit der ersten Mette in der Thomaskirche los. Wieder kein Kofferauspacken; nach „Schnuppern“ im Bachmuseum, Thomaskaffee, Bacharchiv und Innenstadt kam um 18.00 h die Motette in der Thomaskirche. Leitung hatte Ludwig Böhme (er singt im Calmus-Ensemble Bass-Bariton) und hat das mit seinem noch relativ jungen Chor ausgezeichnet gemacht.

Abends kam dann der 1. dicke Hammer:

Matthäus-Passion mit Masaaki Suzuki; der nachmittags im Rathaus die Bachmedaille verliehen bekommen hatte.

Die beiden Chöre waren sehr durchsichtig; wurden im Eingangschor von Solisten des Tölzer Knabenchores unterstützt. Suzuki hat diesen Teil spitzenmäßig dirigiert. Einiges war für uns im Laufe des Konzertes sehr gewöhnungsbedürftig – teilweise schleppende Tempi dann wiederum bei Chorälen ein absolut wildes Tempo. Für kühle Nordeuropäer etwas schwierig. Nach drei Stunden MP waren wir fertig wie die Matschbrötchen und sind nur noch nach Hause geschlichen.

Kofferauspacken wieder nix.

Am 09.06.2012

morgens wieder die obligatorische Mette – die musikalische Ausgestaltung war immer beachtlich – die relativ kurzen Ansprachen der Ortspfarrer/in ebenfalls.

Dann natürlich wieder die Motette und abends ging`s in Konzert:

Ton Koopmann mit dem Amsterdamer Barockorchester und Dorothee Mields, die drei Solokantaten gesungen hat, waren für uns der absolute Höhepunkt des Bachfestes.

„Jauchzet Gott in allen Landen“ (BWV 51), „Mein Herze schwimmt im Blute“ (BWV 199), und „Weichet nur, betrübte Schatten“ (BWV 202). Ein ausgelassener Koopmann, eine sprühende, funkelnde Sopranistin (vor allem bei BWV 51 und BWV 202), ein einfühlsames Barockorchester haben uns in eine andere Welt entführt.

Am Schluss gab es 20 Min. stehende Ovationen – wir waren außer Rand und Band, keiner wollte gehen. Auch nach den Zugaben sind wir sitzen geblieben und wären sicherlich auch die ganze Nacht geblieben. Aber irgendwann mussten wir dann doch die Nikolaikirche verlassen und im Fussballgetümmel untertauchen.

An diesem Abend war an Kofferauspacken nicht zu denken.

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YouTube BWV 202 „Weichet nur, betrübte Schatten“ von Concerto Amsterdam

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Teil II

Am 10.06.2012

Sonntagmorgen der obligatorische Gottesdienstbesuch in der Thomaskirche. Wieder wunderschöne Musik, dargeboten von ganz jungen Musikern/Innen. Unsere Allerwertesten  wiesen schon Schwielen auf – soviel Kirchenbänke „drücken“ ist doch ungewohnt.

Über Mittag ging`s dann in die Leipziger Altstadt und um 18.00 h ins Gewandhaus.

„Kunst der Fuge“ mit der Sinfonietta Leipzig unter Stefan Asbury. Die einfachen Fugen, die Umkehrfugen, die mehrthemigen Fugen, die Spiegelfugen und Canons wurden so vielschichtig, einfühlsam aber auch packend dargestellt, dass uns der Atem stockte. Obwohl wir „Die Kunst der Fuge“ alle kennen, ist der abrupte Abbruch in der Schlussfuge, das „Aus“ jedes Mal so endgültig, dass es mich mit Angst und Schrecken erfüllt.

Nach diesem Konzert haben wir erst einmal eine Pause eingelegt.

Am 11. 06.2012

sind wir zu Freunden nach Zwickau gefahren. Andächtig haben wir vorm Schumann-Haus und Schumann-Denkmal gestanden und uns gewundert, dass die Zwickauer ebenfalls vom 07.-17.06.2012 (genau in der Zeit des Bachfestes in Leipzig) ihr Schumannfest organisiert haben. Aber so etwas müssen wir nicht verstehen.

Am 12.06.2012

haben wir uns wieder ins Leipziger Getümmel begeben und gleich zweimal die harten Stühle in der Peterskirche ausprobiert: morgens zur Mette und abends zu den Leipziger Universitätsmusiken. Diese Kaffeehauskonzerte erfreuten sich schon zu Bachs Zeiten größter Beliebtheit. Diese Dramma per Musica wurden zu bestimmten Anlässen komponiert. Ehrentage bekannter Persönlichkeiten, Huldigungsmusiken für Könige usw. Bei der Kantate „Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen“ war`s vom Text her fasst um unsere Fassung geschehen. Ich zitiere:

„Ja, ja, Gott ist uns noch mit seiner Hülfe nah

Und schützt Augustens Thron.

Er macht, dass der gesamte Norden

Durch seine Königswahl befriedigt worden.

…. Das macht, ihm ist es eine Lust,

der Untertanen Brust

durch Liebe mehr denn Zwang zu binden“.

 

Karl-Heinz`jeder 2. Satz ist bis heute: „Preise Dein Glücke gesegnetes Sachsen“ und meine stereotype Antwort: „bin ich froh, dass ich im real existierenden Kapitalismus groß geworden bin und solche Schmarren nicht mitmachen musste“. Dafür habe ich in der Schule noch zu DDR-Zeiten gelernt: „Händchen falten, Köpfchen senken, eine Minute an Väterchen Stalin denken“. Fehlte dann die passende Musik dazu.

Am 13.06.2012

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Evangelisch reformierte Kirche Leipzig

Evangelisch reformierte Kirche in Leipzig, Konzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen mit dem Programm: „Thomas-Kantoren“

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für uns der letzte Leipzigtag, war noch mal ein richtiger Höhepunkt.

Am frühen Abend das Treffen mit Claudia, Rüdiger, Alex, Volker und Rita und dann das sagenhafte „Abschluss-Konzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen.“ Nach einer rasanten Einführung in die Zeit der Thomaskantoren Bach, Moritz Hauptmann (1792-1868) und Johann Schelle (1648 – 1701; Vor-vorgänger J. S. Bachs) lieferten die Schweizer, sprich Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung unter Leitung von Rudolf Lutz ein beeindruckendes Konzert.

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Vokal-Ensemble & Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen; Leitung: Rudolf Lutz

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Wir waren ganz benommen und haben an dem Abend zusammen noch lange erzählt und geschwärmt.

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YouTube BWV 7 „Christ unser Herr zum Jordan kam“  (Interpret: Sir Gardiner)

(Diese Kantate wurde von der J.S. Bach-Stiftung am 13.6.2012 mit aufgeführt!)

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Jetzt hör` ich auf – Volker, Claudia und Co. wollen bestimmt auch noch ihren Kommentar abgeben.

Am 14. 06. ging`s morgens Richtung Löhne. Kofferpacken brauchten wir nicht – wir hatten ja nicht ausgepackt.

Lieben Gruss

Iris und Karl-Heinz

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Im nächsten Jahr findet das Bachfest vom 14.6. – 23.06.2013 statt:

 Thomanerchor Leipzig, G. Ch. Biller

The English Baroque SoloistsSir J. E. Gardiner

The Monteverdi ChoirGewandhausorchester

Helsinki Baroque Orechstra – Reinhard Goebel

Kammerchor Stuttgart – Frieder Bernius

Rheinische Kantorei – Hermann Max

Freiburger Barockorchester – Ensemble in residence

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Unsere Ferienwohnung hab` ich schon reserviert, der Kartenvorverkauf  beginnt im Oktober 2012.

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Der erfolgreiche Kinofilm „DIE THOMANER“ als DVD veröffentlicht


DVD Film "Die Thomaner "

DVD Film „Die Thomaner „

Liebe Thomaner-Freunde/innen!

Es ist soweit, der großartige Kinoerfolg von März 2012

„DIE THOMANER“

Herz und Mund und Tat und Leben – 

ist bereits als DVD im Handel erhältlich. Kurz nach Bekanntgabe der DVD gehen spontane Bestellungen ein und beweist, dass dieser Film die Bach-Familie und Thomaner-Enthusiasten erreicht hat.

Wir konnten uns den Film in Bielefeld mit einigen Blog-Mitgliedern im März 2012 ansehen und waren von dem Inhalt und der Musik begeistert. Die Zeit verging viel zu schnell und hätten gerne weiter zugesehen und zugehört. Die Kritik fiel sehr positiv aus und können das nur vollauf bestätigen und freuen uns nun über die Veröffentlichung als DVD.

Im Kalenderjahr 2012 feiert der berühmte Thomanerchor Leipzig sein 800-jähriges Bestehen. In altbewährter Tradition haben auch heute noch Jahr und Tag der Internatsschüler strikte Abläufe.

Der Film profitiert von der Erfahrung der beiden Regisseure Günter Atteln und Paul Smaczny mit Musik-Dokus. Sie zeichnen ein umfassendes, einfühlsames Bild des Lebens der begabten Jungen,  in dessen Mittelpunkt ganz klar die Musik steht.

Film "DIE THOMANER"

Film „DIE THOMANER“

Neben dem Gymnasium stehen für die neun bis 19 Jahre alten Knaben Chorproben, Klavierunterricht, Stimmbildung und vieles mehr auf dem Stundenplan. Von den Aufnahmeprüfungen der neuen Sänger bis hin zur Verabschiedung der Abiturienten zeigt diese Dokumentation ein ganzes Jahr im Leben der Thomaner.  Beeindruckend verdeutlichen die Livemitschnitte der Konzerte das hohe musikalische Niveau des Leipziger Traditionschores. Meist begleitet vom Gewandhausorchester Leipzig brillieren die Sänger nicht nur auf ihrer Südamerika-Tournee, die das Filmteam begleitete.

„Ein Film, der durch erstklassige Musik und stimmliche Erlebnisse beeindruckt und die wunderbare Möglichkeit bietet den weltweit erfolgreichen Chor ganz aus der Nähe zu erleben und hinter die Kulissen zu blicken.

Im Rahmen des Bachfestes Leipzig wird der Film am 17. Juni 2012, um 11.30 Uhr in den Passage Kinos Leipzig gezeigt.

DIE THOMANER“ ist ein unterhaltsamer Film, der durch erstklassige Musik und uns durch die stimmliche Präsenz beeindruckt hat. Wunderbar gelungen, den Chor in seiner täglich Arbeit im Alumnat und Konzerten erleben zu können. Günter Atteln und Paul Smaczny ist ein überwältigend schöner Film gelungen der Klassikfreunde und Nichtkenner der Klassik als ein Familienfilm sehr zu empfehlen ist.

Dieser Artikel wird am 13. September 2012 erscheinen.

Preis: EUR 23,99 Kostenlose Lieferung.

Bestellen Sie jetzt
Verkauf und Versand kostenlos durch den nachstehenden Link: >> h i e r  << 

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Film-Trailer YouTube „DIE THOMANER“

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Herzliche Grüße
Volker

Sonderkonzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen zum Bachfest Leipzig 2012 am 13.6.2012 in der Ev. ref. Kirche


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Bachfest Leipzig 2012

Bachfest Leipzig 2012

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Liebe Leipziger Bachfest-Besucher/innen !

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Die J.S. Bach-Stiftung St. Gallen (Schweiz) veröffentlicht folgende Zusatzangaben zu ihrem Sonder-Konzert im Rahmen des Bachfestes 2012 in Leipzig.

Am Mittwoch, 13. Juni 2012 findet das Sonder-Konzert um 20:00 Uhr in der Ev. reformierten Kirche in Leipzig statt.

Eine Einführung zum Konzert wird an gleicher Stätte um 19:00 Uhr gegeben. Eine Platz-Reservierung findet zu beiden Veranstaltungen nicht statt so dass ein rechtzeitiges Erscheinen ratsam erscheint..!!

Programm:

Moritz Hauptmann (1792-1868)

 Thomas-Kantor

„Meine Seel‘ ist stille zu Gott“, op. 53 Nr. 1 /

„Herr, höre mein Gebet“, op. 40 Nr. 1

Kyrie, aus: Messe f-Moll, op. 18 /

„Nimm von uns, Herr Gott“, op. 34

Johann Schelle (1648-1701)

Thomas-Kantor

„Christus, der ist mein Leben“ /

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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Kantate: BWV 7 "Christ unser Herr zum Jordan kam"

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen Kantate: BWV 7 „Christ unser Herr zum Jordan kam“

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Thomas-Kantor

Kantate BWV 7 

Christ unser Herr zum Jordan kam

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Solisten:

Leitung:

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 Vorverkauf:

www.bachfestleipzig.de

oder www.eventim.de

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Die J.S. Bach-Stiftung führte im April 2012 in St. Gallen und im Mai 2012 beim Bach-Fest in Schaffhausen die Matthäus-Passion auf. Die nachfolgende Rezension dazu war überwältigend. Ein Download der Rezension – als PDF – der örtlichen Zeitung aus Schaffhausen kann vorgenommen werden.

   Download PDF-Rezenion – Matthäus-Passion 

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Ein neues Video von der J.S. Bach-Stiftung wurde auf  – YouTube – veröffentlicht:

Auszug vom BWV 184 „Erwünschtes Freudenlicht“

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Die Vorfreude auf Leipzig steigt und wünsche uns allen ein wunderbares Konzert-Erlebnis mit der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen.

Ich schlage vor, dass für alle Blog-Teilnehmer ein Treffen um 18:30 Uhr vor der Ev. reformierten Kirche in Leipzig vereinbart werden sollte.

Die Einführung zum Konzert beginnt um 19:00 Uhr.

Link zur Ev. reform. Kirche Leipzig: https://maps.google.de/maps?hl=de

Bis zum Wiedersehen in Leipzig herzliche Bach-Grüße

Volker

Weltberühmte Knabenchöre waren zum Abschluss der Feiern in der Thomaskirche Leipzig zu hören


Liebe Bachfreunde/innen!

Nach dem fantastischen Hinweis von @Barbara auf die zukünftigen Radiosendungen über die Thomaner, etc. fand ich heute einen bemerkenswerten Artikel zum Abschluss der Feierlichkeiten 800 Jahre Thomaner vom Samstag, 24.3.2012.

Eine Sendung über die Thomaner wird es heute um 22:00 Uhr im MDR-Fernsehen geben.

22:10 Uhr Die Thomaner
800 Jahre Thomanerchor – Singen für Gott und die Welt

Hier zum Artikel:

Weltberühmte Knabenchöre waren bei der Feier zum 800-jährigen Bestehen der Thomaner

Auch die Domspatzen sangen mit

Optisch unterschiedlich, aber im Gesang vereint: In Eaton-Suit, Anzug und Kieler Bluse traten die berühmtesten Knabenchöre der Welt am Samstag zum Abschluss der Feierlichkeiten anlässlich 800 Jahren Thomanerchor in Leipzig auf.

Eine Jungsclique von 18- und 19-Jährigen lehnt lässig am Geländer. Die warme Frühlingssonne scheint auf die müden Gesichter, verstohlen führt einer eine Zigarette zum Mund. Die Hemden stehen offen, die Sackoärmel sind hochgekrempelt, die Haare verstrubbelt. Noch deutet nichts daraufhin, dass sie in wenigen Stunden im sogenannten Eton Suit, einem traditionellen Anzug aus schwarzer Jacke und weißem Hemd, als Choir of King“s College Cambridge geschlossen in die Thomaskirche in Leipzig einmarschieren und vor mehreren hundert Besuchern „Illuminare Jerusalem“ singen werden.

Zum Abschluss der Festwoche zum 800-jähigen Bestehen des Leipziger Thomanerchors gaben sich am Samstag die großen Knabenchöre dieser Welt ein Stelldichein: Neben dem britischen Chor traten auch der Dresdner Kreuzchor, die Regensburger Domspatzen und natürlich der Thomanerchor auf. Krönender Abschluss der Motette war ein gemeinsam gesungenes Werk, die italienische Laude „Alta trinità beata“. Rund 250 Knaben- und Männerstimmen waren dabei zu hören. Es war das erste Mal, dass die Chöre in dieser Formation zusammen sangen.

„Wir freuen uns wirklich sehr, hier zu sein“, sagte stellvertretend einer der englischen Jungs. Am Freitagabend waren sie in Leipzig eingetroffen. Nach einer Nacht im Hostel ging es für sie direkt zur Probe in die Thomaskirche. „Den großen Unterschied zwischen uns und den Thomanern sieht man gleich“, meint ein anderer und ergänzt: „Sie sind deutlich jünger.“ Während die Leipziger Chorknaben bereits in der 4. Klasse anfangen und spätestens mit bestandenem Abitur wieder austreten, ist der englische Chor auch mit Männerstimmen von 18- bis 22-Jährigen besetzt, die ihrem zeitaufwändigen Hobby neben ihrem Alltag als Student nachgehen.

„Ich glaube, es ist gut, die Tradition der anderen Chöre mal richtig mitzubekommen“, sagt Leiter Stephen Cleobury. Wie die Thomaner kann auch der Choir of King“s College Cambridge auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblicken. 1441 von König Heinrich VI., dem Gründer des King“s College, ins Leben gerufen, ist er heute vor allem für seine Auftritte an Heiligabend bekannt, die von dem britischen Sender BBC übertragen werden.

Als vor dem eigentlichen Auftritt die Probe in der Kirche beginnt, steht der Choir of King“s College Cambridge vor dem Altar, die anderen Chöre haben sich auf der Empore formiert. Neben Thomaskantor Georg Christoph Biller hat sich ein Thomaner postiert. Mit einem Mikro in der Hand übersetzt der zweisprachig aufgewachsene Junge Wort für Wort die Anweisungen des Chorleiters ins Englische. Immer wieder wird neu angesetzt. „Das ist schön“, ruft der Leiter der Dresdner Kreuzchores, Roderich Kreile, von unten Richtung Biller, der ein skeptisches Gesicht aufgesetzt hat. „Ich glaube nicht, dass man das besser hinkriegt“, meint Kreile.

Während sich die Domspatzen und der Choir of King“s College Cambridge nur alle paar Jahre mit den Thomanern treffen, verbindet die Dresdner und Leipziger eine lockere Freundschaft, die über das Singen hinaus geht. Einmal im Jahr treffen sich die Chorknaben sogar zum gemeinsamen Fußballturnier. „Das ist ein freundschaftliches Konkurrenzverhältnis“, kommentiert Kreile die Beziehung der Chöre untereinander.

Auch für die Regensburger Domspatzen ist Leipzig trotz der weiten Entfernung bereits ganz nah. „Wir haben alle den Film gesehen“, erzählt einer der Jungs nach der Probe. „Es war super interessant zu sehen, wie die so leben“. Der knapp zweistündige Dokumentar-Film der Regisseure Paul Smaczny und Günter Atteln ist zum 800-jährigen Bestehen des Chors in diesem Jahr entstanden und kam vor knapp einem Monat bundesweit in die Kinos. Zwar wurde über die Regensburger Domspatzen, die mit ihrer Gründung 975 die längste Historie vorzuweisen haben und UNICEF-Botschafter sind, auch eine Reportage gedreht. „Aber die war nicht so spannend“, meint einer der Knaben.

( Stephanie Höppner / epd )

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Das Programm der Abschlussfeier am 24.3.2012 in der Thomaskirche

   Programm Motette 24 März 2012

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Thomaner-Video 

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P.S.

Heute erschien in Leipzig ein weiterer interessanter Zeitungsartikel:

LEIPZIG/Thomaskirche/800 Jahre Thomana: FEST DER CHÖRE
Leipzig, 800 Jahre Thomana: Jubel beim „Fest der Knabenchöre“, 24.03.2012

Die Stimmung rund um die Thomaskirche ist an diesem Nachmittag ebenso fröhlich wie der Anlass: das „Fest der Knabenchöre“ als großartiger Abschluss der ersten Festwoche für 800 Jahre Thomana.

Die Sonne strahlt, und so setzt sich Leipzig ins rechte Licht zum Willkommen der drei Gastchöre, die nun mit dem Thomanerchor sein acht Jahrhunderte währendes Bestehen feiern: der Choir of King’s College, Cambridge, der Dresdner Kreuzchor und die Regensburger Domspatzen……

Zum ganzen Artikel:

Link:
http://www.der-neue-merker.eu/leipzigthomaskirche800-jahre-thomana-fest-der-chore

Grüße
Volker

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Ich wünsche allen einen schönen und sonnigen Sonntag.

Grüße

Volker