Archiv der Kategorie: Werkeinführungen Klassische Musik

Antonio Vivaldi (1678-1741) & Jan Dismas Zelenka (1679-1745) – „Psalm 112 Beatus Vir“

Antonio Vivaldi (1678-1741) – „Psalm 112 Beatus Vir“ – Estnischer Philharmonischer Kammerchor und Tallinner Kammerorchester – Leitung Tõnu Kaljuste!

Jan Dismas Zelenka (1679-1745) – „Psalm 112 Beatus Vir“ – tschechisches Ensemble Inégal Leitung: Adam Viktora.

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Antonio Vivaldis farbige Vertonung von Psalm 112

„Beatus vir“

Besonders bekannt ist der alttestamentliche Text durch die lateinischen Anfangsworte „Beatus vir“ (Wohl dem Mann). Thema ist der Segen der Gottesfurcht. Gepriesen wird im Psalm der Mensch, der ein gottgefälliges Leben führt. Den Gottlosen hingegen geht es schlecht.

Antonio Vivaldi vertonte den Text im 18. Jahrhundert. Der Venezianer ist bis heute vor allem für seine schwungvollen Violinkonzerte berühmt.

                                            Antonio Vivaldi (1678-1741)

Daneben schrieb Vivaldi auch einiges an geistlicher Musik. Denn auch wenn wir heute Vivaldi als Komponisten und Virtuosen kennen – von seiner Ausbildung her war er katholischer Priester und Instrumentallehrer am Ospedale della Pieta in Venedig. Das war ein Waisenhaus für Mädchen.

Bei den Gottesdiensten kam auch Gesang zum Einsatz und so gibt es auch einige Werke für Chor von Vivaldi, die aber zahlenmäßig viel geringer sind. Vor allem die Psalmen, die damals in den aufwändigen Vespergottesdiensten vorgesehen waren, vertonte Vivaldi sehr gekonnt. Dabei ging er meistens gleich vor. Er unterteilte den Text aus dem Alten Testament der Bibel in mehrere Abschnitte und änderte von Abschnitt zu Abschnitt die Besetzung. Mal singt der ganze Chor, dann wieder nur einzelne Sänger.

                    Tallinn Chamber Orchestra & Estnischer Philharmonischer Kammerchor

Auffällig bei der Psalmvertonungen Beatus vir von Antonio Vivaldi: das Werk ist für zwei Orchester und zwei Chöre besetzt – als Erinnerung an die große Zeit der Doppelchörigkeit am Ende des 16. hin zum 17. Jahrhundert in Venedig. Speziell an der San Marco-Basilika wurde die Technik oft angewandt. Zwei Chöre sangen sich echoartig zu, bisweilen taten dies auch drei oder vier Chöre, was zu beeindruckenden Effekten führte.

Als gebürtiger Venezianer, der selbst im Orchester an der Kathedrale Geige gespielt hatte, war Vivaldi mit dieser Tradition natürlich bestens vertraut. Sehr geschickt spielt Vivaldi mit der Doppelchörigkeit, die auch die Solisten betrifft. Zwei Bassisten singen zum Beispiel echoartig, der eine dem anderen hinterher, bis sie schließlich einstimmig singen – was für unsere Ohren heute etwas ungewohnt klingt. Typisch für das Werk ist aber noch ein weitere Besonderheit: Immer wieder kommt der erste Vers „Beatus vir“ als Kehrvers zwischen den Versen.

Erst seit einigen Jahrzehnten rückt die geistliche Musik von Vivaldi wieder mehr in den Vordergrund. Allein die Psalmvertonung „Beatus Vir“ zeigt, dass sich die Beschäftigung mit dieser Seite im kompositorischen Schaffen Vivaldis absolut lohnt.

Ausführende:

Estnischer Philharmonischer Kammerchor

Tallinn Chamber Orchestra

Dirigent: Tõnu Kaljuste


Eine weitere Komposition vom „Psalm 112 BeatusVir“ gibt es von Jan Diesmas Zelenka die kürzer verfasst wurde als die Komposition von Antonio Vivaldi. Eine Gegenüberstellung beider Werke ist sehr reizvoll.

Jan Dismas Zelenka (1679-1745) – „Psalm 112 Beatus Vir“ – tschechisches Ensemble Inégal Leitung: Adam Viktora


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Edward Elgar (1857-1934) Cello-Konzert e-Moll op. 85 und Sospiri op. 70 und ein Interview Christoph Eschenbach mit Sol Gabetta!

Edward Elgar (1857-1934) Cello-Konzert e-Moll op. 85 und Sospiri op. 70 und ein Interview Christoph Eschenbach mit Sol Gabetta!

Sir Edward William Elgar, 1. Baronet (* 2. Juni 1857 in Broadheath bei Worcester; † 23. Februar 1934 in Worcester) war ein britischer Komponist.

Edward Elgars erste durchschlagende Erfolge als Komponist stellten sich erst irn Alter von über 40 Jahren ein; der in der Nähe von Worcester in kleinbürgerlichen Verhältnissen als Sohn eines Klavierstimmers und Musikalienhändlers geborene Elgar war kompositorischer Autodidakt, der außer privatem Violinunterricht keine reguläre musikalische Unterweisung genossen hatte.

Der langersehnte erste Erfolg stellte sich endlich 1897 mit einer Gelegenheitskomposition zu Queen Victorias diamantenem Regierungsjubiläum ein: Der „Imperial March“ brachte Elgar äußeren Ruhm und gesellschaftliche Anerkennung, traf er doch ebenso wie seine Märsche „Pomp and Circumstance“ (1901ff) in ihrer mitreißenden orchestralen Brillanz den Ton der Zeit als Ausdruck einer durchaus auch chauvinistischen Huldigung an das britische Weltreich auf dem Höhepunkt seiner Ausdehnung und Macht.

Elgar befand sich zu diesem Zeitpunkt seinerseits nicht nur auf dem Gipfel seiner Popularität, die sich in der Erhebung in den Adelsstand ausdrückte, sondern die folgenden Jahre gelten auch als seine produktivste Zeit. Umso einschneidender war für den nahezu 60-jährigen der Ausbruch des Ersten Weltkriegs: Der durch das kollektive Trauma der kriegerischen Grausamkeiten ausgelöste Verfall des gesellschaftlichen und kulturellen Wertesystems einer ganzen Generation und der Zusammenbruch des britischen Empire als Folge des Kriegsverlaufs trafen den Komponisten an der Wurzel seiner vitalen und produktiven Kräfte. So hat Elgar nach dem Ende des Krieges bis zu seinem Tod 1934 kein wesentliches oder eigenständiges Werk mehr vollendet.

Eines der zahlreichen Paradoxa in Elgars Leben und Werk ist die Tatsache, daß er seine tiefsten Gefühle in Werken virtuosen und solistischen Charakters versteckt: Die beiden Solokonzerte, das für Violine (1910) und Violoncello, sind weitaus persönlicher gehalten als etwa Elgars zwei Sinfonien, und beide Konzerte sind in ihrer Aussage intimer als seine zahlreichen kammermusikalischen Werke.

War das Violinkonzert ein Hymnus an die (laut Elgars vorangestelltem Motto) im Werk „eingeschlossene“ Seele einer geliebten Frau, so ist das Cellokonzert nicht nur ein Abgesang auf die mit dem Ersten Weltkrieg beendete Epoche der viktorianischen Gründerzeit, sondern auch Elgars Lebewohl als Komponist; er schuf dieses Konzert geradezu als seinen Schwanengesang und notierte nach dem Eintrag des Stücks in sein persönliches Werkregister: „Finis. R.I.P.“ Elgar hatte das britische Empire auf seinem imperialen und wirtschaftlichen Höhepunkt während zweier Jahrzehnte musikalisch begleitet und porträtiert: Nun ist das Cellokonzert eine Threnodie auf den Untergang dieses Weltreichs und zugleich eine Klage über den Verlust der eigenen schöpferischen Kraft.

Ausführende:

Sol Gabetta, Violoncello

NDR Elbphilharmonie Orchester

Dirigent: Christoph Eschenbach

Aufnahme vom Schleswig-Holstein Musikfestival 2018 in Lübeck am 01.07.2018


Ein Video mit einem Interview vom Dirigent Christoph Eschenbach mit Sol Gabetta (Violincello) während des Schleswig–Holstein Musikfestival am 1.7.2018 in Lübeck.

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ALL OF BACH veröffentlicht das Konzert a-Moll für vier Cembali BWV 1065

ALL OF BACH veröffentlicht das Konzert a-Moll für vier Cembali BWV 1065

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JOS VAN VELDHOVENS 10 LIEBLINGSARBEITEN

Diese Woche BWV 1065 Mehr und besser

Eine Hommage an „unseren“ Jos van Veldhoven: Jeden Freitag eines der 10 Lieblingswerke von Jos van Veldhoven, der nach 35 Jahren als künstlerischer Leiter die Niederländische Bachgesellschaft verlässt.

Jos van Veldhoven über seine Lieblings Konzert für vier Cembali in a-Moll, BWV 1065: „Als ob vier Violinstimmen waren nicht genug, angeordnet Bach Vivaldis Musik für acht Hände auf vier Cembali Es strahlt die Freude am Spielen zu seiner Zeit Bach.. Vielleicht hat er dieses Stück mit seinen Söhnen oder Schülern gespielt. Es wird von vier wunderbaren holländischen Cembalisten für die Netherlands Bach Society aufgeführt. „

Jeder hat seine eigene Spezialität. Während Bach auf der Klaviatur glänzte, herrschte Antonio Vivaldi (1678-1741) auf der Geige. Noch wichtiger ist, Vivaldi war der Komponist par excellence des Solokonzerts. Seine Musik reiste durch ganz Europa und bis nach Bachs Heimat. Johann Sebastian Bach arrangierte verschiedene Vivaldi-Konzerte (teilweise gründlich) aus Opus 3, 4 und 7 für Orgel und Cembalo. Er benutzte eines von ihnen – das Concerto in h-Moll von L’estro armonico (opus 3) für vier Violinen und Orchester – mehr oder weniger in seiner Gesamtheit. Aber natürlich gab er ihr eine aufregende Wendung, denn in Bachs Version spielen die Solisten Cembali und h-moll in a-Moll.

Leider wissen wir nicht, wie das Konzert für vier Cembali in A-Moll entstanden ist, obwohl wir eine Vermutung wagen können. Wenn es um 1730 „geboren“ wurde, hätte Bach das Konzert für das Zimmermannsche Kaffeehaus arrangieren (oder improvisieren können), wo er das Leipziger Collegium Musicum leitete. Und mit nicht weniger als fünf Cembali zu Hause könnte es auch eine Familienangelegenheit gewesen sein, denn Vater Bach teilte die Bühne mit drei seiner Kinder.

Es war höchstwahrscheinlich eine spannende Herausforderung, vier einzelne Solozeilen in vier komplette Keyboardparts für zwei Hände zu erweitern; von vier Saiten zu Dutzenden von ihnen. Bachs Zusatznoten ergänzen oft die von Vivaldi, aber wo es die Begleitung zulässt, verwendet er sie gerne im Dialog. Dies ist in der Schlussphase des ersten Satzes sehr deutlich, da wiederholte Akkorde in Bachs Händen in einem Kreuz von melodischen Motiven explodieren. Der eindrucksvollste Satz – und der originalgetreueste – ist der zweite, der voll von gebrochenen Akkorden ist, die von Violine zu Cembalo eine unglaubliche Kraft und Fülle erhalten.

BWV 1065

Titel
Konzert in a-Moll

Genre
Orchesterwerk (Cembalokonzert)

Jahr
um 1730

Stadt
Leipzig

Besondere Hinweise
Bearbeitung von Vivaldis Konzert in h-Moll, Opus 3 No. 10

Veröffentlichungsdatum

7. Oktober 2016

 

Aufnahmedatum
16. April 2016

Aufführungs-Ort:
Ottone, Utrecht

Cembalo:
Siebe Henstra, Menno van Delft, Pieter Jan Belder, Tineke Steenbrink

Violine 1
Shunske Sato

Violine 2
Sayuri Yamagata

Viola
Staas Swierstra

Cello
Lucia Swarts

Kontrabass
Margaret Urquhart

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Language: English

 

ALL OF BACH releases the Concerto in A minor for four harpsichords BWV 1065

JOS VAN VELDHOVEN’S 10 FAVOURITE WORKS

This week BWV 1065: More and better

A tribute to “our” Jos van Veldhoven: every Friday one of the 10 favourite works of Jos van Veldhoven, who is leaving the Netherlands Bach Society after 35 years as artistic director.

Jos van Veldhoven about his favourite Concerto for four harpsichords in A minor, BWV 1065: „As if four violin parts were not enough, Bach arranged Vivaldi’s music for eight hands on four harpsichords. It exudes the joy of playing. In his day, Bach may have played this piece with his sons or pupils. It is performed for the Netherlands Bach Society by four wonderful Dutch harpsichordists.“

Everyone has their own specialism. Whereas Bach excelled on the keyboard, Vivaldi ruled on the violin. Even more importantly, Vivaldi was the composer par excellence of the solo concerto. His music travelled throughout Europe and all the way to Bach’s home. Johann Sebastian Bach arranged various Vivaldi concertos (sometimes thoroughly) from opus 3, 4 and 7, for organ and harpsichord. He used one of them – the Concerto in B minor from L’estro armonico (opus 3) for four violins and orchestra – more or less in its entirety. But of course he gave it an exciting twist, as in Bach’s version the soloists play harpsichords and B minor changed to A minor.

Unfortunately, we do not know how the Concert for four harpsichords in A minor originated, although we can hazard a guess. If it was ‘born’ around 1730, Bach could have arranged the concerto for (or improvised it in) the Zimmermannsches Kaffeehaus, where he led the Leipziger Collegium Musicum. And with no fewer than five harpsichords at home, it could also have been a family affair, with father Bach sharing the stage with three of his children.

It was most probably an exciting challenge to expand four single solo lines into four complete keyboard parts for two hands; from four strings to dozens of them. Bach’s extra notes often supplement those of Vivaldi, but where the accompaniment permits, he likes to use them in dialogue. This is very clear in the closing phase of the first movement, as repeated chords explode in Bach’s hands in a crisscross of melodic motifs. The most impressive movement – and the most faithful to the original – is the second, which is full of broken chords that gain incredible power and richness when transposed from violin to harpsichord.

BWV  1065

Title
Concerto in A Minor

Genre
orchestral work (harpsichord concerto)

Year
around 1730

City
Leipzig

Special notes
Arrangement of Vivaldi’s Concerto in B minor, opus 3 no. 10.

Release date
7 October 2016

Recording date
16 April 2016

Location
Ottone, Utrecht

Haprsichordists
Siebe Henstra, Menno van Delft, Pieter-Jan Belder, Tineke Steenbrink

Violin 1
Shunske Sato

Violin 2
Sayuri Yamagata

Viola
Staas Swierstra

Cello
Lucia Swarts

Double Bass
Margaret Urquhart

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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 1065

I wish you a lot of fun with the BWV 1065

Herzliche Grüße / Best regards

Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1064 – „Konzert für drei Cembali in C-Dur“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1064 – „Konzert für drei Cembali in C-Dur“

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BACHS INTERESSANTES KONZERT

Mit diesem Konzert machte Bach auf sich und seine Söhne aufmerksam.

Das Konzert in C-Dur BWV 1064 für drei Cembali ist Bachs interessantestes Konzert, meint der Cembalist Lars Ulrik Mortensen. „Es ist so ein reichhaltiges Stück, dass ich ewig daran arbeiten kann. Es ist mehr integriert und enthält mehr Konversation als jedes von Bachs anderen Konzerten. “ Die Cembalisten operieren fast immer als Ganzes, spielen sogar große Teile in einer Hand oder sogar in beiden.

Kurze Solo-Passagen dienen eher als Effekt. Erst in der Schlussbewegung ist Raum für wahre Soli: erste Arpeggien, wie im Brandenburgischen Konzert Nr. 5, dann eine kontinuierliche Basslinie mit jumpy Begleitung und schließlich einige dramatische Chromatik in der ersten Tastatur. Eine Rückkehr der frivolen Triolen bringt diese virtuose Party zu einem eher abrupten Ende. Es ist bemerkenswert, dass es im ersten und dritten Satz kein Continuo gibt; nur eine „nackte“ Basslinie – was eigentlich ziemlich modern ist.

Aufführungsmaterial für Vater und Söhne

Wie fast alle anderen Klavierkonzerte J.S. Bach´s entstand dieses Konzert nicht als Tasteninstrument, sondern war ursprünglich als Konzert für drei Violinen gedacht. Vorurteile gegen das Arrangieren ignorieren die Tatsache, dass Bach absichtlich neue Versionen existierender Musik geschaffen hat.

Dieses Konzert entstand wahrscheinlich in den 1740er Jahren im Zimmermannschen Kaffeehaus, wo das Leipziger Collegium Musicum viele musikalische Stars der Zeit zu Konzerten auf höchstem Niveau zusammenführte. Alle Augen waren auf Bach gerichtet, als er das Collegium neben seiner Kantorei in der Thomaskirche zweimal für einige Jahre leitete. Und er wusste auch, dass ein umwerfendes Konzert für drei Cembali positive Aufmerksamkeit auf sich und seine zwei Söhne, Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann, lenken würde, die noch nicht ganz zuhause waren. Da sein Alter ihn daran hinderte, so viel Geige zu spielen, konnte Bachs Keyboard-Karriere einen Schub bekommen.

BWV
1064

TITEL
Konzert für drei Cembali in C-Dur

GENRE
Orchesterwerk (Konzert)

JAHR
um 1735-1745

STADT
Leipzig

Besondere Hinweise
Wahrscheinlich ein Arrangement eines Konzerts für 3 Violinen (BWV 1064R)

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
22. Juni 2018

AUFNAHMEDATUM
15. Oktober 2017

Aufführungsort:
Muziekgebouw aan ‚t IJ, Amsterdam

Leitung:
Lars Ulrik Mortensen

Cembalisten:
Siebe Henstra, Menno van Delft, Lars Ulrik Mortensen

VIOLINE 1
Shunske Sato

VIOLINE 2
Anneke van der Haaften

VIOLA
Deirdre Dowling

CELLO
Lucia Swarts

KONTRABASS
James Munro

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Language: English

BACH’S MOST INTERESTING CONCERTO

Bach attracted attention to himself and his sons with this concerto.

The Concert in C major for three harpsichords is Bach’s most interesting concerto, thinks harpsichordist Lars Ulrik Mortensen. “It’s such a rich piece that I can work on it for ages. It’s more integrated and contains more conversation than any of Bach’s other concertos”. The harpsichordists nearly always operate as a whole, even playing large parts the same in one hand or even both. Brief solo passages serve more as an effect. It is only in the closing movement that there is scope for true solos: first arpeggios, like in the ‘Brandenburg’ concerto no. 5, then a continuous bass line with jumpy accompaniment, and finally some dramatic chromaticism in the first keyboard. A return of the frivolous triplets brings this virtuoso party to a rather abrupt end. It is remarkable that there is no continuo in the first and third movement; only a ‘bare’ bass line – which is actually quite modern.

Performance material for father and sons

ike nearly all of Bach’s other keyboard concertos, this concerto did not originate as a keyboard work, but was probably originally intended as a concerto for three violins. Prejudices against arranging ignore the fact that Bach deliberately created new versions of existing music. This concerto was probably created in the 1740’s to be played at the Zimmermannsches Kaffeehaus, where the Leipziger Collegium Musicum brought together many musical stars of the day to play concerts of the very highest standard. All eyes were on Bach when he twice led the Collegium for a few years, alongside his cantorship at St Thomas Church. And he also knew that a dazzling concerto for three harpsichords would attract positive attention to himself and his two sons, Carl Philipp Emanuel and Wilhelm Friedemann, who had not quite left home yet. As his age was preventing him from playing so much violin, Bach’s keyboard career could do with a boost.

BWV
1064

TITLE
Concerto for three harpsichords in C major

GENRE
orchestral work (concerto)

YEAR
around 1735-1745

CITY
Leipzig

SPECIAL NOTES
Probably an arrangement of a concerto for 3 violins (BWV 1064R)

RELEASE DATE
22 June 2018

RECORDING DATE
15 October 2017

LOCATION
Muziekgebouw aan ‚t IJ, Amsterdam

DIRECTION
Lars Ulrik Mortensen

HAPRSICHORDISTS
Siebe Henstra, Menno van Delft, Lars Ulrik Mortensen

VIOLIN 1
Shunske Sato

VIOLIN 2
Anneke van der Haaften

VIOLA
Deirdre Dowling

CELLO
Lucia Swarts

DOUBLE BASS
James Munro

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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 1064

I wish you a lot of fun with the BWV 1064

Herzliche Grüße / Best regards

Karin

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Video: J.S. Bach – BWV 1055 „Konzert für Tasteninstrumente A-Dur“

Video: J.S. Bach – BWV 1055 „Konzert für Tasteninstrumente A-Dur“ – Pianist: David Fray

Konzert A-Dur BWV 1055

Von Johann Sebastian Bach sind sieben Konzerte für ein Cembalo, Streicher und Basso Continuo in einer gemeinsamen Sammelhandschrift erhalten – eins davon setzt zusätzlich zwei Blockflöten ein. Darüber hinaus existieren drei Konzerte für zwei Cembali, zwei für drei und ein Konzert für vier Cembali, jeweils mit Streichern und Basso Continuo.

Die Cembalokonzerte entstanden in Leipzig etwa zwischen 1729 und 1740, als Bach das von Georg Philipp Telemann gegründete Collegium Musicum leitete und Konzerte im „Zimmermannischen Caffee-Hauß“ veranstaltete. Nach einem ersten Experiment 1720/21 im fünften Brandenburgischen Konzert setzte Bach hier erstmals in größerem Umfang das Cembalo als Soloinstrument ein. Die Biographen nehmen an, dass Bach in den Konzerten mit mehreren Solocembali auch seinen beiden ältesten Söhnen Gelegenheit geben wollte, solistisch aufzutreten und entsprechende Erfahrungen zu sammeln.

Sätze:

Allegro  A-Dur
Larghetto 12/8 fis-Moll
Allegro ma non tanto 3/8 A-Dur

Werk:

Der Tonumfang (bis auf die einleitenden Arpeggien während des Tuttithemas) legt ein ursprüngliches Konzert für Oboe d’amore nahe. In dieser Form wird das Konzert häufig aufgeführt; es könnte allerdings auch ursprünglich für Viola d’amore entstanden sein[9]. In allen drei Sätzen heben sich Tutti- und Solothema deutlich voneinander ab. Die großen Intervalle der ersten Violine und die stark dissonanz- und vorhaltgeprägte Harmonik lassen den Mittelsatz ungewöhnlich ausdrucksstark wirken. Der Schlusssatz stellt eine Art bäuerlichen Tanz mit behäbig fortschreitender Harmonik den glitzernden Zweiunddreißigsteln in Streichern und Soloinstrument gegenüber.

Pianist: David Fray

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