Archiv der Kategorie: Berühmte Pianisten

ALL OF BACH veröffentlicht das Konzert a-Moll für vier Cembali BWV 1065

ALL OF BACH veröffentlicht das Konzert a-Moll für vier Cembali BWV 1065

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JOS VAN VELDHOVENS 10 LIEBLINGSARBEITEN

Diese Woche BWV 1065 Mehr und besser

Eine Hommage an „unseren“ Jos van Veldhoven: Jeden Freitag eines der 10 Lieblingswerke von Jos van Veldhoven, der nach 35 Jahren als künstlerischer Leiter die Niederländische Bachgesellschaft verlässt.

Jos van Veldhoven über seine Lieblings Konzert für vier Cembali in a-Moll, BWV 1065: „Als ob vier Violinstimmen waren nicht genug, angeordnet Bach Vivaldis Musik für acht Hände auf vier Cembali Es strahlt die Freude am Spielen zu seiner Zeit Bach.. Vielleicht hat er dieses Stück mit seinen Söhnen oder Schülern gespielt. Es wird von vier wunderbaren holländischen Cembalisten für die Netherlands Bach Society aufgeführt. „

Jeder hat seine eigene Spezialität. Während Bach auf der Klaviatur glänzte, herrschte Antonio Vivaldi (1678-1741) auf der Geige. Noch wichtiger ist, Vivaldi war der Komponist par excellence des Solokonzerts. Seine Musik reiste durch ganz Europa und bis nach Bachs Heimat. Johann Sebastian Bach arrangierte verschiedene Vivaldi-Konzerte (teilweise gründlich) aus Opus 3, 4 und 7 für Orgel und Cembalo. Er benutzte eines von ihnen – das Concerto in h-Moll von L’estro armonico (opus 3) für vier Violinen und Orchester – mehr oder weniger in seiner Gesamtheit. Aber natürlich gab er ihr eine aufregende Wendung, denn in Bachs Version spielen die Solisten Cembali und h-moll in a-Moll.

Leider wissen wir nicht, wie das Konzert für vier Cembali in A-Moll entstanden ist, obwohl wir eine Vermutung wagen können. Wenn es um 1730 „geboren“ wurde, hätte Bach das Konzert für das Zimmermannsche Kaffeehaus arrangieren (oder improvisieren können), wo er das Leipziger Collegium Musicum leitete. Und mit nicht weniger als fünf Cembali zu Hause könnte es auch eine Familienangelegenheit gewesen sein, denn Vater Bach teilte die Bühne mit drei seiner Kinder.

Es war höchstwahrscheinlich eine spannende Herausforderung, vier einzelne Solozeilen in vier komplette Keyboardparts für zwei Hände zu erweitern; von vier Saiten zu Dutzenden von ihnen. Bachs Zusatznoten ergänzen oft die von Vivaldi, aber wo es die Begleitung zulässt, verwendet er sie gerne im Dialog. Dies ist in der Schlussphase des ersten Satzes sehr deutlich, da wiederholte Akkorde in Bachs Händen in einem Kreuz von melodischen Motiven explodieren. Der eindrucksvollste Satz – und der originalgetreueste – ist der zweite, der voll von gebrochenen Akkorden ist, die von Violine zu Cembalo eine unglaubliche Kraft und Fülle erhalten.

BWV 1065

Titel
Konzert in a-Moll

Genre
Orchesterwerk (Cembalokonzert)

Jahr
um 1730

Stadt
Leipzig

Besondere Hinweise
Bearbeitung von Vivaldis Konzert in h-Moll, Opus 3 No. 10

Veröffentlichungsdatum

7. Oktober 2016

 

Aufnahmedatum
16. April 2016

Aufführungs-Ort:
Ottone, Utrecht

Cembalo:
Siebe Henstra, Menno van Delft, Pieter Jan Belder, Tineke Steenbrink

Violine 1
Shunske Sato

Violine 2
Sayuri Yamagata

Viola
Staas Swierstra

Cello
Lucia Swarts

Kontrabass
Margaret Urquhart

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Language: English

 

ALL OF BACH releases the Concerto in A minor for four harpsichords BWV 1065

JOS VAN VELDHOVEN’S 10 FAVOURITE WORKS

This week BWV 1065: More and better

A tribute to “our” Jos van Veldhoven: every Friday one of the 10 favourite works of Jos van Veldhoven, who is leaving the Netherlands Bach Society after 35 years as artistic director.

Jos van Veldhoven about his favourite Concerto for four harpsichords in A minor, BWV 1065: „As if four violin parts were not enough, Bach arranged Vivaldi’s music for eight hands on four harpsichords. It exudes the joy of playing. In his day, Bach may have played this piece with his sons or pupils. It is performed for the Netherlands Bach Society by four wonderful Dutch harpsichordists.“

Everyone has their own specialism. Whereas Bach excelled on the keyboard, Vivaldi ruled on the violin. Even more importantly, Vivaldi was the composer par excellence of the solo concerto. His music travelled throughout Europe and all the way to Bach’s home. Johann Sebastian Bach arranged various Vivaldi concertos (sometimes thoroughly) from opus 3, 4 and 7, for organ and harpsichord. He used one of them – the Concerto in B minor from L’estro armonico (opus 3) for four violins and orchestra – more or less in its entirety. But of course he gave it an exciting twist, as in Bach’s version the soloists play harpsichords and B minor changed to A minor.

Unfortunately, we do not know how the Concert for four harpsichords in A minor originated, although we can hazard a guess. If it was ‘born’ around 1730, Bach could have arranged the concerto for (or improvised it in) the Zimmermannsches Kaffeehaus, where he led the Leipziger Collegium Musicum. And with no fewer than five harpsichords at home, it could also have been a family affair, with father Bach sharing the stage with three of his children.

It was most probably an exciting challenge to expand four single solo lines into four complete keyboard parts for two hands; from four strings to dozens of them. Bach’s extra notes often supplement those of Vivaldi, but where the accompaniment permits, he likes to use them in dialogue. This is very clear in the closing phase of the first movement, as repeated chords explode in Bach’s hands in a crisscross of melodic motifs. The most impressive movement – and the most faithful to the original – is the second, which is full of broken chords that gain incredible power and richness when transposed from violin to harpsichord.

BWV  1065

Title
Concerto in A Minor

Genre
orchestral work (harpsichord concerto)

Year
around 1730

City
Leipzig

Special notes
Arrangement of Vivaldi’s Concerto in B minor, opus 3 no. 10.

Release date
7 October 2016

Recording date
16 April 2016

Location
Ottone, Utrecht

Haprsichordists
Siebe Henstra, Menno van Delft, Pieter-Jan Belder, Tineke Steenbrink

Violin 1
Shunske Sato

Violin 2
Sayuri Yamagata

Viola
Staas Swierstra

Cello
Lucia Swarts

Double Bass
Margaret Urquhart

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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 1065

I wish you a lot of fun with the BWV 1065

Herzliche Grüße / Best regards

Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate BWV 67 „Halt im Gedächtnis Jesum Christi“

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate BWV 67 „Halt im Gedächtnis Jesum Christi“

JOS VAN VELDHOVENS 10 LIEBLINGSARBEITEN

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Diese Woche BWV 67  Eine Hommage an „unseren“ Jos van Veldhoven:

Jeden Freitag eines der 10 Lieblingswerke von Jos van Veldhoven, der nach 35 Jahren als künstlerischer Leiter die Niederländische Bachgesellschaft verlässt.

Jos van Veldhoven über seine Lieblingskantate „Halt im Gedächtnis“ Jesus Christus, BWV 67: „Eine herrliche Kantate, für einen Sonntag kurz nach Ostern. Die Melodie von“ O Lamm Gottes, unschuldig „(ua aus der Matthäuspassion) ist genial Früher hatte Bach nur eine kurze Zeit in Leipzig gearbeitet und ist voller Ideen und Kreativität. „

Bach musste in seinem ersten Jahr als Kantor in Leipzig eine schwere Zeit gehabt haben. Er wollte nicht nur eine komplette Reihe neuer Kantaten komponieren, sondern auch gleich eine Passion in die Hand nehmen. Es ist verständlich, dass nach der Präsentation seiner Johannespassion am Karfreitag 1724 nicht mehr viel Energie für mehr Kraftentfaltung übrig blieb. Für seine Kantaten in den folgenden Ostertagen griff er zu einigen Änderungen an bestehenden Werken. Aber bei Quasimodogeniti, sieben Tage nach Ostern, war Bach wieder in vollem Gange. Seine Kantate „Halt im Gedächtnis Jesu Christi“ ist ein völlig neues Werk mit einem wunderbar optimistischen Grundton. Das Werk besteht aus sieben Sätzen, ist jedoch keineswegs langatmig und abwechslungsreich, sowohl in Bezug auf die vokalen und instrumentalen Kombinationen als auch auf die Stimmungslage. Es war auch das erste Mal, dass Bach (wenn auch bescheiden) die Querflöte verwendete. Zusammen mit den beiden Oboen d’amore fügt das Instrument den sensiblen Momenten Farbe hinzu, während die Slidetrompete das Fest in den Choralmelodien betont.

Die Lesung für den ersten Sonntag nach Ostern heißt Thomas zweifeln. Die Worte der Kantate sprechen von göttlicher Barmherzigkeit: Alle, die kämpfen, aber den Fehler ihrer Wege sehen, werden Vergebung gezeigt bekommen. Der groß angelegte Chor am Anfang feiert die Auferstehung Christi. Aber dann zeigt der Tenor Anzeichen von Thomas-ähnlichen Zweifeln, die sich nahtlos in die des Altos fortsetzen. Wie stark der zentrale Choral weiter argumentiert, dass der Erlöser unsere Feinde niedergeschlagen hat, lässt sich der Alt nicht leicht besiegen. Nur in der leidenschaftlichen Bass-Arie mit kontrastreichem Refrain wird ein Wendepunkt erreicht. Jesus selbst kommt den Gläubigen in ihrem deutlich hörbaren Kampf mit den wiederholten beruhigenden Worten „Friede sei mit dir“ zu Hilfe. Und im einfachen letzten Choral kehrt der Friede tatsächlich in die Herzen der Gläubigen zurück.

BWV 67

Titel
„Halt im Gedächtnis Jesum Christi“

Genre
Kantate

Jahr
1724

Stadt
Leipzig

Texter
unbekannte

Gelegenheit
Erster Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti)

Erster Auftritt
16. April 1724

Besondere Hinweise
Dies ist die erste Kantate, in der Bach eine Querflöte verwendet. Bach wiederholte den sechsten Satz im Gloria der Messe in a-Moll, BWV 234.

Veröffentlichungsdatum
23. Januar 2015

Aufnahmedatum
11. Oktober 2014

Ort
Grote Kerk, Naarden

Dirigent
Jos van Veldhoven

Alt
Alex Potter

Tenor
Thomas Hobbs

Bass
Peter Kooij

Ripieno Sopran
Lauren Armishaw, Marjon Strijk (allein), Kristen Witmer

ripieno alto
Marleene Goldstein, Barnabás Hegyi

ripieno tenor
João Moreira, Kevin Skelton

Ripieno Bass
Matthew Baker, Jelle Draijer

VIOLINE 1
Shunske Sato, Anneke van Haaften und Annelies van der Vegt

VIOLINE 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

Cello
Lucia Swarts, Richte van der Meer

KONTRABASS
Robert Franenberg

Traverso
Marderwurzel

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

FAGOTT
Benny Aghassi

Trompete
Robert Vanryne

CEMBALO
Siebe Henstra

Organ
Leo van Doeselaar

 


Language: English

ALL OF BACH publica la cantata BWV 67 „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“ („Hold in the Memory of Jesus Christ“)

JOS VAN VELDHOVEN’S 10 FAVOURITE WORKS

This week BWV 67 a cantata full of jubilant optimism.

A tribute to “our” Jos van Veldhoven: every Friday one of the 10 favourite works of Jos van Veldhoven, who is leaving the Netherlands Bach Society after 35 years as artistic director.

                                                                         Trompeter Robert Vanryne

Jos van Veldhoven about his favourite cantata Halt im Gedächtnis Jesum Christ, BWV 67: „A magnificent cantata, for a Sunday soon after Easter. The melody of “O Lamm Gottes, unschuldig” (from the St Matthew Passion, among others) is ingeniously used to make a connection. Bach had only been working in Leipzig for a short while and is full of ideas and creativity.“

Bach must have had a difficult time in his first year as cantor in Leipzig. Not only did he want to compose a complete series of new cantatas, but he also wanted to set his hand to a Passion straight away. It is understandable that after the presentation of his St John Passion on Good Friday 1724, there was not much energy left for more tours de force. For his cantatas in the following Easter days, he resorted to making a few changes to existing work. But by Quasimodogeniti, seven days after Easter, Bach was back in full swing again. His cantata ‘Halt im Gedächtnis Jesum Christ’ is a completely new work with a wonderfully optimistic undertone. The work is in seven movements, yet is far from long-winded, and is full of variety, both with regard to vocal and instrumental combinations and to the range of moods. It was also the first time that Bach made use (albeit modestly) of the transverse flute. Along with the two oboes d’amore, the instrument adds colour to the sensitive moments, while the slide trumpet emphasises the festivity in the chorale melodies.

The reading for the first Sunday after Easter is about doubting Thomas. The words of the cantata talk about divine mercy: all those who struggle, yet see the error of their ways, will be shown forgiveness. The large-scale chorus at the beginning celebrates the resurrection of Christ. But then the tenor shows signs of Thomas-like doubt, which run smoothly on into those of the alto. However strongly the central chorale goes on to argue that the redeemer has crushed our enemies, the alto does not admit defeat easily. It is only in the fervent bass aria with chorus, rich in contrast, that a turning point is reached. Jesus himself comes to the aid of the faithful in their clearly audible struggle, with the repeated soothing words ‘Peace be with you’. And in the simple final chorale, peace does indeed return to the hearts of the faithful.

BWV 67

title
„Halt im Gedächtnis Jesum Christ“

genre
cantata

year
1724

city
Leipzig

Lyricist
unknown

Occasion
First Sunday after Easter (Quasimodogeniti)

First performance
16 April 1724

Special notes
This is the first cantata in which Bach uses a transverse flute. Bach reused the sixth movement in the Gloria of the Mass in A minor, BWV 234.

Release date
23 January 2015

Recording date
11 October 2014

Location
Grote Kerk, Naarden

Conductor
Jos van Veldhoven

alto
Alex Potter

tenor
Thomas Hobbs

bass
Peter Kooij

ripieno soprano
Lauren Armishaw, Marjon Strijk (solo), Kristen Witmer

ripieno alto
Marleene Goldstein, Barnabás Hegyi

ripieno tenor
João Moreira, Kevin Skelton

ripieno bass
Matthew Baker, Jelle Draijer

VIOLIN 1
Shunske Sato, Anneke van Haaften, Annelies van der Vegt

VIOLIN 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

cello
Lucia Swarts, Richte van der Meer

DOUBLE BASS
Robert Franenberg

traverso
Marten Root

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

BASSOON
Benny Aghassi

trUmpet
Robert Vanryne

HARPSICHORD
Siebe Henstra

positive organ
Leo van Doeselaar


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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 67

I wish you a lot of fun with the BWV 67

Herzliche Grüße / Best regards

Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1064 – „Konzert für drei Cembali in C-Dur“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1064 – „Konzert für drei Cembali in C-Dur“

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BACHS INTERESSANTES KONZERT

Mit diesem Konzert machte Bach auf sich und seine Söhne aufmerksam.

Das Konzert in C-Dur BWV 1064 für drei Cembali ist Bachs interessantestes Konzert, meint der Cembalist Lars Ulrik Mortensen. „Es ist so ein reichhaltiges Stück, dass ich ewig daran arbeiten kann. Es ist mehr integriert und enthält mehr Konversation als jedes von Bachs anderen Konzerten. “ Die Cembalisten operieren fast immer als Ganzes, spielen sogar große Teile in einer Hand oder sogar in beiden.

Kurze Solo-Passagen dienen eher als Effekt. Erst in der Schlussbewegung ist Raum für wahre Soli: erste Arpeggien, wie im Brandenburgischen Konzert Nr. 5, dann eine kontinuierliche Basslinie mit jumpy Begleitung und schließlich einige dramatische Chromatik in der ersten Tastatur. Eine Rückkehr der frivolen Triolen bringt diese virtuose Party zu einem eher abrupten Ende. Es ist bemerkenswert, dass es im ersten und dritten Satz kein Continuo gibt; nur eine „nackte“ Basslinie – was eigentlich ziemlich modern ist.

Aufführungsmaterial für Vater und Söhne

Wie fast alle anderen Klavierkonzerte J.S. Bach´s entstand dieses Konzert nicht als Tasteninstrument, sondern war ursprünglich als Konzert für drei Violinen gedacht. Vorurteile gegen das Arrangieren ignorieren die Tatsache, dass Bach absichtlich neue Versionen existierender Musik geschaffen hat.

Dieses Konzert entstand wahrscheinlich in den 1740er Jahren im Zimmermannschen Kaffeehaus, wo das Leipziger Collegium Musicum viele musikalische Stars der Zeit zu Konzerten auf höchstem Niveau zusammenführte. Alle Augen waren auf Bach gerichtet, als er das Collegium neben seiner Kantorei in der Thomaskirche zweimal für einige Jahre leitete. Und er wusste auch, dass ein umwerfendes Konzert für drei Cembali positive Aufmerksamkeit auf sich und seine zwei Söhne, Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann, lenken würde, die noch nicht ganz zuhause waren. Da sein Alter ihn daran hinderte, so viel Geige zu spielen, konnte Bachs Keyboard-Karriere einen Schub bekommen.

BWV
1064

TITEL
Konzert für drei Cembali in C-Dur

GENRE
Orchesterwerk (Konzert)

JAHR
um 1735-1745

STADT
Leipzig

Besondere Hinweise
Wahrscheinlich ein Arrangement eines Konzerts für 3 Violinen (BWV 1064R)

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
22. Juni 2018

AUFNAHMEDATUM
15. Oktober 2017

Aufführungsort:
Muziekgebouw aan ‚t IJ, Amsterdam

Leitung:
Lars Ulrik Mortensen

Cembalisten:
Siebe Henstra, Menno van Delft, Lars Ulrik Mortensen

VIOLINE 1
Shunske Sato

VIOLINE 2
Anneke van der Haaften

VIOLA
Deirdre Dowling

CELLO
Lucia Swarts

KONTRABASS
James Munro

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Language: English

BACH’S MOST INTERESTING CONCERTO

Bach attracted attention to himself and his sons with this concerto.

The Concert in C major for three harpsichords is Bach’s most interesting concerto, thinks harpsichordist Lars Ulrik Mortensen. “It’s such a rich piece that I can work on it for ages. It’s more integrated and contains more conversation than any of Bach’s other concertos”. The harpsichordists nearly always operate as a whole, even playing large parts the same in one hand or even both. Brief solo passages serve more as an effect. It is only in the closing movement that there is scope for true solos: first arpeggios, like in the ‘Brandenburg’ concerto no. 5, then a continuous bass line with jumpy accompaniment, and finally some dramatic chromaticism in the first keyboard. A return of the frivolous triplets brings this virtuoso party to a rather abrupt end. It is remarkable that there is no continuo in the first and third movement; only a ‘bare’ bass line – which is actually quite modern.

Performance material for father and sons

ike nearly all of Bach’s other keyboard concertos, this concerto did not originate as a keyboard work, but was probably originally intended as a concerto for three violins. Prejudices against arranging ignore the fact that Bach deliberately created new versions of existing music. This concerto was probably created in the 1740’s to be played at the Zimmermannsches Kaffeehaus, where the Leipziger Collegium Musicum brought together many musical stars of the day to play concerts of the very highest standard. All eyes were on Bach when he twice led the Collegium for a few years, alongside his cantorship at St Thomas Church. And he also knew that a dazzling concerto for three harpsichords would attract positive attention to himself and his two sons, Carl Philipp Emanuel and Wilhelm Friedemann, who had not quite left home yet. As his age was preventing him from playing so much violin, Bach’s keyboard career could do with a boost.

BWV
1064

TITLE
Concerto for three harpsichords in C major

GENRE
orchestral work (concerto)

YEAR
around 1735-1745

CITY
Leipzig

SPECIAL NOTES
Probably an arrangement of a concerto for 3 violins (BWV 1064R)

RELEASE DATE
22 June 2018

RECORDING DATE
15 October 2017

LOCATION
Muziekgebouw aan ‚t IJ, Amsterdam

DIRECTION
Lars Ulrik Mortensen

HAPRSICHORDISTS
Siebe Henstra, Menno van Delft, Lars Ulrik Mortensen

VIOLIN 1
Shunske Sato

VIOLIN 2
Anneke van der Haaften

VIOLA
Deirdre Dowling

CELLO
Lucia Swarts

DOUBLE BASS
James Munro

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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 1064

I wish you a lot of fun with the BWV 1064

Herzliche Grüße / Best regards

Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 816 „Französische Suite Nr. 5 in G-Dur“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 816 „Französische Suite Nr. 5 in G-Dur“

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Italienische Lyrik in einer französischen Zwangsjacke

Auch in der Sarabande gewinnt die Melodie die Oberhand.

Die fünfte „französische“ Suite ist die klangvollste und eleganteste der sechs. Es ist auch der Italiener, sagt der Cembalist Francesco Corti. Das hört man sofort in der Allemande, aber auch in der Sarabande – einem Stück, in dem Bach meist nach harmonischem Ausdruck sucht – gewinnt die Melodie die Oberhand. Diese Sarabande könnte leicht ein Adagio einer italienischen Sonate sein. Die rechte Hand spielt eine wunderschön ornamentierte Melodie und die linke Hand die Begleitung. Das Ornament ist in zwei Varianten in verschiedenen Manuskripten ausgeschrieben. Francesco Corti ist glücklich, beides zu verwenden und die überschwänglichste Variante für den Da Capo beizubehalten.

Der relativ unkomplizierte Gavotte mit seiner eingängigen Melodie ist ein großer Publikumsliebling. In der Bourrée geht Bach in eine höhere Gangart mit einer extrem aktiven linken Hand, die unter dem einfachen Rhythmus der rechten Hand rast.
In dieser Suite fügt Bach einen zusätzlichen Tanz hinzu, eine Loure, die Corti erklärt, ist eine Art langsames Menuett. Bach hat diese Tanzform selten benutzt. Nur ein anderes Beispiel überlebt in der Violinen Partita Nr. 3, BWV 1006. Später, Bach hat vielleicht die Loure herausgenommen, wie es in späteren Kopien der Suite nicht mehr erscheint.

Die Gigue, die die Suite schließt, ist eine der umfangreichsten von Bach geschrieben. Die Taktart (12/16) erfordert ein schnelles Tempo. Aber es ist nicht nur hart und schnell. Das Stück ist eigentlich eine ziemlich vollständige zweiteilige Fuge. Im zweiten Abschnitt wird das Thema gespiegelt und von Bach in eine atemberaubend harmonische Achterbahn versetzt.

Französische Suiten, BWV 812-817

                                                                        Francesco Corti (Cembalo)

Bach komponierte seine „französischen“ Suiten als junger Mann von dreißig Jahren, als er am Köthener Hof arbeitete. Die Suiten haben jedoch nichts mit dem Gericht zu tun. Bach schrieb sie für Unterrichtszwecke in seinem eigenen privaten Kreis. Die ersten fünf erscheinen in ihrer ursprünglichen Form in dem kleinen Musikbuch, das er 1722 für seine zweite Frau Anna Magdalena Bach zusammengestellt hat, möglicherweise als Hochzeitsgeschenk. Aber Bach überarbeitete die Stücke weiter. Die späteren Versionen, mit der Hinzufügung einer sechsten Suite, haben dank der vielen Kopien seiner Schüler überlebt. Es sind lohnende Übungsstücke, die trotz einer gewissen kompositorischen Komplexität (es ist immerhin Bach) keine extremen Anforderungen an den Spieler stellen.

Der Beiname „Französisch“ wurde von Bach nicht gegeben und erscheint erstmals in einem Text von 1762, zwölf Jahre nach Bachs Tod. Die Stücke sind nicht französischer als seine anderen Keyboard-Suiten, genauso wie die zuvor komponierten „englischen“ Suiten auch nicht besonders englisch sind. In der Tat folgen die „englischen“ Suiten mit ihren umfangreichen Präludien tatsächlich zu einem gewissen Grad dem französischen Vorbild. Aber wie immer benutzt Bach hier eine kosmopolitische Sprache; eine geniale Synthese verschiedener europäischer Stile.

Die „französischen“ Suiten haben kein Vorspiel, sondern starten direkt in den ersten Tanz: eine Allemande. Es folgt die klassische Abfolge von Courante, Sarabande und Gigue mit einer etwas freieren Auswahl von Tänzen zwischen Sarabande und Gigue, die vom Menuett über die Gavotte bis zur Bourrée und dem weniger geläufigen Loure reichen.

Das Bartolotti-Haus

Wir haben diese Aufnahme im Bartolotti-Haus, in der Herengracht 170 und 172 gemacht. Das Haus auf der Rückseite von Nr. 170 wurde von Cembalist, Organist und Dirigent Gustav Leonhardt von 1974 bis zu seinem Tod im Jahr 2012 besetzt.

Leonhardt war einer der Pioniere der Alten Musik in den Niederlanden. Als Lehrer und Interpret war er eine Quelle der Inspiration für viele Cembalisten auf der ganzen Welt.

Es ist eines der beeindruckendsten Gebäude in der Altstadt von Amsterdam. Es wurde um 1620 als Residenz im Auftrag des wohlhabenden Geschäftsmannes Willem van den Heuvel erbaut, der von einem kinderlosen Onkel, Giovanni Battista Bartolotti, der aus Bologna stammte, viel Geld geerbt hatte. Das Design im holländischen Renaissancestil stammt wahrscheinlich von dem Amsterdamer Stadtarchitekten Hendrick de Keyser. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Haus aufgeteilt und mehrmals modernisiert. Von den verschiedenen Renovierungen können Sie noch viele schöne historische dekorative Merkmale sehen. Die beiden Teile des Bartolotti-Hauses kamen in den Besitz von Vereniging Hendrick de Keyser, die dort ihren Sitz hat.

BWV  816

Titel
Suite in G-Dur

Beiname
Französische Suite Nr. 5

Genre
Tastaturarbeit

Serie
‚Französische‘ Suiten / Klavierbüchlein Anna Magdalena Bach

Jahr
ca. 1722

Stadt
Köthen

Veröffentlichungsdatum
15. Juni 2018

Aufnahmedatum
28. Januar 2017

Ort
 Bartolotti Haus Amsterdam

Cembalist
Francesco Corti

Cembalo
Bruce Kennedy nach Michael Mietke, 1989

Link: ALLE BACH
http://allofbach.com/de/bwv/bwv-816/

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Language English

Italian lyricism in a French straitjacket

Even in the Sarabande, the melody gains the upper hand.

The fifth ‘French’ suite is the most tuneful and elegant of the six. It is also the most Italian, says harpsichordist Francesco Corti. You can hear that straight away in the Allemande, but even in the Sarabande – a piece where Bach usually searches for harmonic expression – the melody gains the upper hand. This Sarabande could easily be an adagio from an Italian sonata. The right hand plays a beautifully ornamented melody and the left hand provides the accompaniment. The ornamentation is written out in two variations in various manuscripts. Francesco Corti is happy to use both, keeping the most exuberant variation for the da capo.

The relatively uncomplicated Gavotte with its catchy melody is a great audience favourite. In the Bourrée, Bach goes into a higher gear with an extremely active left hand, which races along below the simple rhythm of the right hand.
In this suite, Bach adds an extra dance, a Loure, which Corti explains is a sort of slow minuet. Bach rarely used this dance form. Only one other example survives, in the Violin Partita No. 3, BWV 1006. Later on, Bach may have taken out the Loure, as it no longer appears in later copies of the suite.

The Gigue that closes the suite is one of the most extensive written by Bach. The time signature (12/16) demands a fast tempo. But it is not just hard and fast. The piece is actually a reasonably complete two-part fugue. In the second section, the theme is mirrored and Bach places it in a breathtakingly harmonic rollercoaster.

„French“ suites, BWV 812-817

Bach composed his ‘French’ suites as a young man of thirty, when he was working at the court of Köthen. However, the suites have nothing to do with the court. Bach wrote them for teaching purposes in his own private circle. The first five appear in their original form in the little music book he compiled in 1722 for his second wife Anna Magdalena, possibly as a wedding present. But Bach continued to rework the pieces. The later versions, with the addition of a sixth suite, have survived thanks to the many copies made by his pupils. They are rewarding practice pieces that despite a certain compositional complexity (it is Bach, after all), do not make extreme demands on the player.

The epithet ‘French’ was not given by Bach himself and appears for the first time in a text from 1762, twelve years after Bach’s death. The pieces are no more French than his other keyboard suites, just as the previously composed ‘English’ suites are not particularly English either. Indeed, the ‘English’ suites, with their extensive preludes, actually follow the French model to a certain extent. But as usual, here Bach is using a cosmopolitan language; an ingenious synthesis of various European styles.

The ‘French’ suites do not have a prelude, but launch straight into the first dance: an allemande. This is followed by the classical sequence of courante, sarabande and gigue, with a somewhat freer selection of dances in between the sarabande and gigue, ranging from the minuet and the gavotte to the bourrée and the less common loure.

The Bartolotti House

We made this recording at The Bartolotti House, at Herengracht 170 and 172. The house at the back of no. 170 was occupied by harpsichordist, organist and conductor Gustav Leonhardt from 1974 to his death in 2012.

Leonhardt was one of the pioneers of early music in the Netherlands. As a teacher and performer, he was a source of inspiration to many harpsichord players around the world.

It is one of the most impressive buildings in the old centre of Amsterdam. It was built around 1620 as a residence, on commission from the wealthy businessman Willem van den Heuvel, who had inherited a lot of money from a childless uncle by marriage, called Giovanni Battista Bartolotti, who came from Bologna. The Dutch Renaissance-style design was probably done by the Amsterdam city architect Hendrick de Keyser. Over the centuries, the house has been split up and has undergone several modernisations. You can still see many wonderful historical decorative features from the various renovations. The two parts of the Bartolotti House came into the possession of Vereniging Hendrick de Keyser, which now has its office there.

BWV 816

Title
Suite in G major

epithet
‚French‘ suite no. 5

Genre
keyboard work

Series
‚French‘ suites / Klavierbüchlein Anna Magdalena Bach

Year
ca. 1722

City
Köthen

Release date
15 June 2018

recording date
28 January 2017

Location
The Bartolotti House

Harpsichordist
Francesco Corti

Harpsichord
Bruce Kennedy after Michael Mietke, 1989

Link: ALL OF BACH
http://allofbach.com/en/bwv/bwv-816/

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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 816/

I wish you a lot of fun with the BWV 816

Herzliche Grüße / Best regards

Karin

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Video: J.S. Bach – BWV 1055 „Konzert für Tasteninstrumente A-Dur“

Video: J.S. Bach – BWV 1055 „Konzert für Tasteninstrumente A-Dur“ – Pianist: David Fray

Konzert A-Dur BWV 1055

Von Johann Sebastian Bach sind sieben Konzerte für ein Cembalo, Streicher und Basso Continuo in einer gemeinsamen Sammelhandschrift erhalten – eins davon setzt zusätzlich zwei Blockflöten ein. Darüber hinaus existieren drei Konzerte für zwei Cembali, zwei für drei und ein Konzert für vier Cembali, jeweils mit Streichern und Basso Continuo.

Die Cembalokonzerte entstanden in Leipzig etwa zwischen 1729 und 1740, als Bach das von Georg Philipp Telemann gegründete Collegium Musicum leitete und Konzerte im „Zimmermannischen Caffee-Hauß“ veranstaltete. Nach einem ersten Experiment 1720/21 im fünften Brandenburgischen Konzert setzte Bach hier erstmals in größerem Umfang das Cembalo als Soloinstrument ein. Die Biographen nehmen an, dass Bach in den Konzerten mit mehreren Solocembali auch seinen beiden ältesten Söhnen Gelegenheit geben wollte, solistisch aufzutreten und entsprechende Erfahrungen zu sammeln.

Sätze:

Allegro  A-Dur
Larghetto 12/8 fis-Moll
Allegro ma non tanto 3/8 A-Dur

Werk:

Der Tonumfang (bis auf die einleitenden Arpeggien während des Tuttithemas) legt ein ursprüngliches Konzert für Oboe d’amore nahe. In dieser Form wird das Konzert häufig aufgeführt; es könnte allerdings auch ursprünglich für Viola d’amore entstanden sein[9]. In allen drei Sätzen heben sich Tutti- und Solothema deutlich voneinander ab. Die großen Intervalle der ersten Violine und die stark dissonanz- und vorhaltgeprägte Harmonik lassen den Mittelsatz ungewöhnlich ausdrucksstark wirken. Der Schlusssatz stellt eine Art bäuerlichen Tanz mit behäbig fortschreitender Harmonik den glitzernden Zweiunddreißigsteln in Streichern und Soloinstrument gegenüber.

Pianist: David Fray

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