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A Tribute to Leonard Bernstein – zum 100. Geburtstag des Dirigenten und Komponisten (1918-1990)

A Tribute to Leonard Bernstein – zum 100. Geburtstag des Dirigenten und Komponisten (1918-1990)

                  Leonard Bernstein (1918-1990)

Leonard „Lenny“ Bernstein (ˈbɜːrnstaɪn; geboren als Louis Bernstein am 25. August 1918 in Lawrence, Massachusetts; gestorben am 14. Oktober 1990 in New York City, New York) war ein US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Pianist.

Zum 100. Geburtstag des großen Künstlers gestaltet der Chor des Bayerischen Rundfunks, zu dem Leonard Bernstein eine enge künstlerische Beziehung pflegte, ein Programm mit Musik amerikanischer Komponisten, von Weggefährten, Freunden und „Erben“ – und mit zwei Werken von Leonard Bernstein selbst.

                                   Klaus Stok (Dirigent)

Die musikalische Leitung des Konzerts übernimmt der renommierte niederländische Dirigent und Organist Klaas Stok, der gleichzeitig sein Debüt beim BR-Chor gibt und der seit der Spielzeit 2018/19 künstlerischer Leiter des NDR Chores ist.

Es erklingen Werke von:

Leonard Bernstein
Aaron Copland
Charles Ives
Samuel Barber
Eric Whitacre
Wolfgang Amadeus Mozart

MITWIRKENDE

Chor des Bayerischen Rundfunks
Vater Sabadus (Countertenor)
Yannick Rittner (Solist Regensburger Domspatzen)
Masako Goda (Sopran)
Gabriele Weinfurter (Alt)
Q-Won Han (Tenor)
Timo Janzen (Bass)
Max Hanft (Orgel)
Andreas Moser & Thomas Hastreiter (Percussion)
Christina Bianchi (Harfe)

Dirigent Klaas Stok

Aufnahme des Bayerischen Rundfunks aus dem Prinzregententheater München 2018


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Sebastian Knüpfer (1633-1676) Geistliches Werk „Herr Christ, der einig Gottes Sohn“

Sebastian Knüpfer (1633-1676) Geistliches Werk „Herr Christ, der einig Gottes Sohn“ – Geistliches Konzert für 5 Sänger, Bläser, Streicher und Basso continuo.

Sebastian Knüpfer (Thomaskantor)

Sebastian Knüpfer, auch Knüpffer, (getauft am 6. September 1633 in Asch; † 10. Oktober 1676 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Kirchenmusiker.

Der Sohn des Ascher Kantors und Organisten Johann Knüpfer erhielt die erste Ausbildung bei seinem Vater. Es ist überliefert, dass er bereits mit zehn Jahren in seinem Heimatort den Organistendienst versah. Von 1646 bis 1654 besuchte er das Gymnasium in Regensburg, wo zu seinen wichtigsten Lehrern der dortige Ephorus Balthasar Balduin, der Sohn Friedrich Balduins wurde. Später ging er nach Leipzig, wo er unter anderem unter Johann Adam Scherzer Philosophie studierte. Hier konnte er 1657 mit Unterstützung Johann Philippis die Nachfolge Tobias Michaels im Amt des Thomaskantors der Thomasschule antreten.

Um Knüpfer bildete sich ein Kreis angesehener Musiker (u. a. der Nikolaikantor Elias Nathusius, die Thomasorganisten Gerhard Preisensin und Jakob Weckmann und der Arzt Johann Kaspar Horn), der Leipzig den Ruf eines bedeutenden Musikzentrums einbrachte. In der Laudatio zum Tode Knüpfers hieß es: „Die Wahl Knüpfers gereichte dem Musikleben Leipzigs zum Heile und dem Thomaskantorat zum Segen.“ Neben seiner musikalischen Tätigkeit machte er sich auch als Philologe einen guten Namen.

Die meisten Werke Knüpfers sind nie gedruckt worden. Er schrieb Motetten, Geistliche Konzerte, Kantaten und Messen. Er komponierte für die Kaiserkrönung Leopolds I. 1658 und für den Aachener Frieden von 1668. 1663 erschien eine Sammlung von Madrigalen und Kanzonetten im Druck.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts gibt es einige CD-Aufnahmen mit Werken Knüpfers, so mit dem Johann-Rosenmüller-Ensemble unter Leitung von Arno Paduch (Auswahl „Geistliche Konzerte“) und mit dem King’s Consort (Auswahl „Geistliche Werke“).

Ausführende:

Johann-Rosenmüller-Ensemble

Leitung: Arno Paduch

Das Johann Rosenmüller Ensemble wurde 1995 von dem Zinkenisten Arno Paduch in Leipzig gegründet.

Seit dem hat das Ensemble zahlreiche Konzerte in ganz Deutschland, z. B. beim Rheingau Musikfestival, bei der Ansbacher Bachwoche, den Mitteldeutschen Heinrich- Schütz- Tagen in Bad Köstritz und Weißenfels, den Händelfestspielen in Halle/Saale, dem MDR Musiksommer, dem Rheinisch- Westfälischen Musikfest, dem Hohenloher Kultursommer, der Ansbacher Bachwoche, den Leipziger Bachtagen, den Aschaffenburger- Bachtagen, den Arolser Barockfestspielen sowie in Italien, Tschechien, Polen, Österreich und in der Schweiz gegeben und zählt mittlerweile zu den führenden deutschen Ensembles für Alte Musik.

Namensgeber des Ensembles ist Johann Rosenmüller, bedeutendster deutscher Komponist der Generation zwischen Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach, von seinen Zeitgenossen gerühmt als “alpha et omega musicorum”. (Alpha und Omega der Musik).

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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Vesperae solennes de confessore KV 339

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Vesperae solennes de confessore KV 339

                Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Wolfgang Amadeus Mozart, mit vollständigem Taufnamen: Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart * 27. Jänner 1756 in Salzburg, Fürsterzbistum Salzburg, † 5. Dezember 1791 in Wien, Erzherzogtum Österreich, war ein Salzburger Musiker und Komponist der Wiener Klassik. Sein umfangreiches Werk genießt weltweite Popularität und gehört zum Bedeutendsten im Repertoire klassischer Musik. Er selbst nannte sich meist Wolfgang Amadé Mozart.

Zum Werk: „Vesperae solennes de confessore KV 339

Die Vesperae solennes de Confessore KV 339 wurden 1780 von Wolfgang Amadeus Mozart komponiert. Sie folgen der katholischen Liturgie für eine Vesper und umfassen sechs Sätze, darunter fünf Psalmen aus dem Alten Testament und das Magnificat aus dem Lukasevangelium. Der Name de Confessore weist darauf hin, dass die Vesperae für den liturgischen Festtag eines heiligen Bekenners, z. B. eines heiligen Bischofs, verfasst wurden, solennes bedeutet „feierlich“ und weist auf eine Orchesterbesetzung mit Pauken und Trompeten hin.

                                                   Kölner Kammerchor und Collegium Cartusianum

Die Vesperae sind für Solisten (Sopran, Alt, Tenor und Bass), vierstimmigen Chor, 2 Trompeten, Pauken, 3 Posaunen, 2 Violinen und Generalbass (Violoncello, Kontrabass, Fagott und Orgel) komponiert. Besonders bemerkenswert ist die Sopranarie in Laudate Dominum. Alle Sätze enden mit der Doxologie Gloria Patri.

Die Sätze sind:

1. Dixit (Psalm 110 (109)
2. Confitebor (Psalm 111 (110) VULGATA – Vers)
3. Beatus vir (Psalm 112 (111) VULGATA)
4. Laudate pueri (Psalm 113 (112) VULGATA)
5. Laudate Dominum (Psalm 117 (116) VULGATA)
6. Magnificat (Lukas 1,46-55 VULGATA)

Mozart komponierte das Werk während seiner Tätigkeit als Hofkomponist für den Erzbischof von Salzburg Hieronymus von Colloredo.

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Ausführende:

Cornelia Samuelis (Sopran) Ursula Eittinger (Alt)
Benoît Haller (Tenor) Markus Flaig (Bass)
Kölner Kammerchor / Collegium Cartusianum /
Dirigent: Peter Neumann

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Antonio Vivaldi (1678-1741) – Motette „Lauda Jerusalem – Psalm 147“ – RV 609

Antonio Vivaldi (1678-1741) – Motette „Lauda Jerusalem – Psalm 147“ – RV 609

Antonio Lucio Vivaldi (* 4. März 1678 in Venedig; † 28. Juli 1741 in Wien) war ein venezianischer Komponist und Violinist des Barocks.

                                             Antonio Vivaldi (1678-1741)

Antonio Vivaldi hat auf den Text von Psalm 147 Bezug genommen.

Der Psalm 147 ist Bestandteil des Psuke desimra aus dem jüdischen Morgengebet und wird dabei täglich rezitiert. Im christlichen Stundengebet ist Psalm 147 Bestandteil der Laudes am Freitag der zweiten und vierten Woche. Der Psalm 147 wurde vielfach vertont von verschiedenen Barock-Komponisten.

                                Dirigent: Claudio Astronio

Erst in jüngsten Jahren findet auch Antonio Vivaldis umfangreiches geistliches Werk wieder Beachtung. Häufig findet sich hier der gleiche schwungvolle, virtuose Stil und eine ähnliche Experimentierfreudigkeit wie in seinen Solokonzerten.

Vivaldi war nicht nur in Norditalien sehr einflussreich, sondern auch im deutschen Raum. Johann Georg Pisendel verbreitete nach seiner Italienreise Vivaldis Techniken am Dresdner Hof. Johann Sebastian Bachs Stil machte unter dem Einfluss Vivaldis eine tiefgreifende Weiterentwicklung durch; unter anderem transkribierte Bach mehrere Konzerte für Cembalo und für Orgel.

                                                                  BOZEN BAROQUE ORCHESTRA 

Das BOZEN BAROQUE ORCHESTRA wurde 2006 vom Dirigenten Claudio Astronio gegründet. In der internationalen Szene seit 1996 hieß die Gruppe früher „Harmonices Mundi“. Die Mitglieder des Orchesters mit Sitz in Bozen leben in Norditalien und spielen regelmäßig in den führenden europäischen Ensembles für Alte Musik. Bekannt für sein innovatives und bahnbrechendes Programm, führt das BBO die selten gespielten Motetten für Doppelchor und Orchester von Antonio Vivaldi auf.

Ausführende:

Susanne Ryden und Gemma Bertagnolli, Sopran
Bozen Baroque Orchestra / Harmonices Mundi
Bozen Baroque Choir

Dirigent: Claudio Astronio


Jelenia_G._Church_ascending Kopie

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Leonard Bernstein (1918-1990) „Waltz“ aus Divertiemento for Orchestra

Leonard Bernstein (1918-1990) „Waltz“ aus Divertiemento for Orchestra

Leonard „Lenny“ Bernstein (ˈbɜːrnstaɪn; geboren als Louis Bernstein am 25. August 1918 in Lawrence, Massachusetts; gestorben am 14. Oktober 1990 in New York City, New York) war ein US-amerikanischer Komponist, Dirigent und Pianist.

Leonard Bernstein entstammte einer jüdischen Einwandererfamilie aus Riwne (Równo) in der heutigen Ukraine. Er wurde als Louis Bernstein geboren. Im Alter von 16 Jahren änderte er seinen Vornamen in Leonard, der bis dahin sein Rufname gewesen war.

Er studierte an der Harvard-Universität Klavier und Komposition. Bereits 1943 wurde er Assistant Conductor (2. Dirigent) des New York Philharmonic Orchestra unter Artur Rodziński, der ihn in Tanglewood als Assistenten von Serge Koussevitzky erlebt hatte. In ebendiesem Jahr konnte Bernstein seine Begabung unter Beweis stellen, als er kurzfristig für den erkrankten Bruno Walter einspringen musste. Die eindrucksvolle Aufführung von Schumanns Manfred-Ouvertüre und Strauss’ Don Quixote, welche über den Rundfunk landesweit übertragen wurde, verhalf ihm zum Durchbruch und war so Beginn einer beispiellosen Karriere.

Bernstein war hoch angesehen als Dirigent zahlreicher Konzerte weltbekannter Orchester, vor allem als (erster US-amerikanischer) Musikdirektor des New York Philharmonic Orchestra (1958–1969) und als regelmäßiger Gastdirigent der Wiener Philharmoniker sowie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks bis zu seinem Tod 1990. Sein Repertoire umfasste klassische wie avantgardistische Werke; vor allem das Werk Gustav Mahlers fand seine Beachtung und Bewunderung.

Angaben zum Werk: „Divertimento for Orchestra“

„Divertimento for Orchestra“ ist eine Komposition für großes Symphonieorchester von Leonard Bernstein und entstand 1980 als Auftragskomposition für die 100-Jahr-Feier des Boston Symphony Orchestra. Bernstein hatte zuvor an der Orchesterakademie in Tanglewood teilgenommen und dem damaligen Dirigenten Sergei Kussewizki assistiert. Das Stück ist gleichsam eine Hommage an das Orchester und an die Stadt Boston, in der Bernstein aufgewachsen war.

Das Werk besteht aus acht äußerst kurzen Sätzen, durch die sich die Tonfolge H-C, auf Englisch „B-C“ für Boston Centenary (Hundertjahrfeier) zieht. Die einzelnen Sätze beinhalten eine Vielzahl von Stilen von amerikanischer Popularmusik bis zu sinfonischem Repertoire verschiedener Epochen und sind mit zahlreichen Einzel- und Gruppensoli durchsetzt. Eine Aufführung des Werks dauert etwa 15 Minuten, die Uraufführung fand am 25. September 1980 in der Boston Symphony Hall unter Seiji Ozawa statt. 1983, 1987 und 1988 nahm der Komponist noch Korrekturen an dem Werk vor.

In Satz II II. ist der besonders bekannte „Waltz“ – Allegretto, con grazia steht, sehr unüblich für einen Walzer, im 7/8-Takt. Die Idee entstammt dem Walzer in Tschaikowskis 6. Sinfonie, der im 5/4-Takt steht. Die schöne, ruhige Melodie wird nur von den Streichern, angeführt von einem Solo-Streichquartett vorgetragen.

Ausführende:

MDR RUNDFUNKCHOR   MDR SINFONIEORCHESTER

Dirigent: Kristjan Järvi

Ausführungsort: Magedburger Dom  – MDR Musiksommer 2018 – am 30. Juni 2018

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