Archiv der Kategorie: Berliner Philharmoniker

Pianist – Evgeny Kissin – ein Interview mit einer Pianisten-Legende!

Pianist – Evgeny Kissin – ein Interview mit einer Pianisten-Legende!

Filmemacherin Hannah Kristina Friedrich hat ihn in seiner neuen Heimat Prag zu einem seiner seltenen Interviews getroffen.

                                                                     Evgeny Kissin (Pianist) 2011

Er ist das Gegenteil eines Show-Talents wie es etwa Lang Lang ist. Gerade deshalb zieht er das Publikum weltweit in den Bann wie kaum ein anderer Pianist. Einst als Wunderkind aus der damaligen Sowjetunion von Herbert von Karajan gefördert, versetzte er die Musikwelt in Verzückung.

Jewgeni Igorewitsch Kissin (russisch Евгений Игоревич Кисин, transl. nach ISO 9: Evgenij Igorevič Kisin; * 10. Oktober 1971 in Moskau, Sowjetunion) ist ein russischer Pianist und Komponist. Sein Vorname wird im Englischen meist Evgeny geschrieben, im Deutschen meist Jewgenij oder Jewgeni, auf deutschen CD-Veröffentlichungen auch Yevgeny. Seit 2002 besitzt Kissin neben der russischen auch die britische und seit 2013 auch die israelische Staatsangehörigkeit.

Jewgeni Kissin wurde als Sohn einer Klavierlehrerin und eines Ingenieurs geboren. Schon seiner zehn Jahre älteren Schwester Alla hatte die Mutter Klavierunterricht gegeben. Im Alter von zwei Jahren und zwei Monaten begann auch Jewgeni Klavier zu spielen. Mit sechs Jahren besuchte er das Gnessin-Institut in Moskau und nahm Unterricht bei Anna Kantor. Sie ist seine einzige Lehrerin geblieben.

1991 verließ Kissin mit seiner Familie Russland. Er lebte danach zusammen mit seinen Eltern, seiner älteren Schwester und seiner Lehrerin Anna Kantor abwechselnd in London und in New York.

Im Bewusstsein seiner jüdischen Wurzeln hat er sich so weit in jiddische Dichtung eingelesen, dass er die Sprache nahezu perfekt beherrscht. Aus ihrer Poesie hat er 2002 beim Verbier Festival erstmals öffentlich rezitiert. Er hat auch selbst einige Gedichte in jiddischer Sprache geschrieben. In einem dieser Gedichte schwärmt er von den „ungeheuren Schätzen der jiddischen Sprache“: Er habe von ihnen nur einen kleinen Teil gelernt, doch sei jedes Wort für ihn ein Schatz, und er wolle die Wörter „mit allen Sinnen fühlen“.

Im März 2017 heiratete Kissin Karina Arzumanova, die er schon aus seiner Kindheit kannte, in Prag. Arzumanova hatte seit 2002 in Prag gelebt und dort drei Kinder großgezogen.

Sein Debüt als Solist mit Orchester gab Kissin im Alter von zehn Jahren mit dem Orchester von Uljanowsk mit Mozarts Klavierkonzert KV 466. Mit elf Jahren gab er sein erstes Solokonzert mit den Klavierkonzerten Nr. 1 und Nr. 2 von Frédéric Chopin. Dies brachte ihm den Ruf eines Wunderkindes ein. Beim Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker 1988 spielte Kissin unter der Leitung von Herbert von Karajan das b-Moll-Konzert von Tschaikowski und erreichte damit seinen internationalen Durchbruch.

Video: Zum Interview

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Der Pianist Evgeny Kissin gehört zu den überragenden Musikern seiner Generation, von Publikum und Kritikern in der ganzen Welt bewundert für sein virtuoses und ausdrucksvolles Spiel und seine Interpretationen. Die Financial Times (London) bezeichnete ihn kürzlich als »beeindruckend intelligenten Pianisten«, und die New York Times rühmte seine »meisterhafte Technik und künstlerische Ausdruckskraft«.

Evgeny Kissins Konzerte sind weltweit 5-Sterne-Ereignisse. Er war der erste Pianist seit Vladimir Horowitz 1979, der ein Recital-Programm innerhalb einer Woche in der New Yorker Carnegie Hall wiederholte. Weitere Höhepunkte der jüngsten Zeit waren Klavierabende im Londoner Barbican Centre, Théâtre des Champs-Elysées, Wiener Musikverein und in der Berliner Philharmonie sowie die Veröffentlichung seiner Autobiografie Memoirs and Reflections im Juni 2017.

Jetzt hat er sich Beethovens Klavier-Sonaten gewidmet. Und die klingen heute genauso eigenwillig wie makellos. Trotzdem gibt das Klavier-Genie weiter Rätsel auf. Gibt sich neuerdings als großer Brexit-Versteher, als Europa-Kritiker und Israel-Patriot.


Der Pianist Evgeny Kissin spielt 2007 mit dem Verbier Festival Orchestra,

Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 in C-Dur.

Das Orchester wird von der legendären Esa-Pekka Salonen geführt.

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Ein Filmstar: „Der Dirigent Herbert von Karajan!“

Ein Filmstar: „Der Dirigent Herbert von Karajan!“

Herbert von Karajan war nicht nur ein genialer Musiker, sondern auch ein Visionär in der medialen Verbreitung seiner Kunst.

Als erster großer Dirigent erkannte er das gewaltige Potenzial des Fernsehens für die klassischer Musik. Dieser Film von Georg Wübbolt zeichnet nach, wie Karajan bei einer Japan-Tournee 1957 mit der audiovisuellen Konzert-Aufzeichnung in Berührung kam und wie er sich das Medium Schritt für Schritt zu eigen machte. Karajan war Zeit seines Lebens ein Technik-Fan und auch auf dem Gebiet des Fernsehens begierig, neueste Entwicklungen kennen zu lernen.

Sein Ziel war es, möglichst viele Menschen auf möglichst bestem Weg an seinen Konzerten teilhaben zu lassen. Mehr noch als die technische Dimension interessierte er sich allerdings für die optische – und betrat damit ästhetisches Neuland. Denn kaum jemand hatte sich bis dahin die Frage gestellt, wie sich ein Konzert optimal für den Bildschirm einfangen lässt. Karajan hat hier unendlich viele Experimente gewagt, etwa in Zusammenarbeit mit dem französischen Filmemacher Henri-Georges Clouzot und schließlich als sein eigener Bildregisseur. Die Dokumentation zeigt, nach welchen ästhetischen Idealen Karajan die Aufführung klassischer Musik und speziell seine eigene Funktion als Dirigent inszenierte. Zur Illustration sehen wir vielfältiges Bildmaterial aus vielen Jahrzehnten seiner Karriere, und wir begegnen zahlreichen Weggefährten, die sich teils anerkennend, teils kritisch, dabei nie ohne Faszination an die Zusammenarbeit mit Karajan erinnern.

Language English

Movie star Herbert von Karajan!

Herbert von Karajan was not only an ingenious musician, but also a visionary in the media distribution of his art. As the first great conductor, he recognized the enormous potential of television for classical music. This film by Georg Wübbolt traces how Karajan came into contact with the audiovisual concert recording during a tour of Japan in 1957 and how he adopted the medium step by step. Karajan was a tech fanatic all his life and eager to learn about the latest developments in television.

His goal was to get as many people as possible to participate in his concerts as best as possible. More than the technical dimension, however, he was interested in optics – thereby entering new territory in terms of aesthetics. Hardly anyone had until then asked the question of how a concert can be optimally captured for the screen. Karajan has tried so many experiments here, for example in collaboration with French filmmaker Henri-Georges Clouzot, and finally as his own director. The documentary shows the aesthetic ideals by which Karajan staged the performance of classical music and, in particular, his own role as a conductor. To illustrate, we see a variety of footage from many decades of his career, and we encounter numerous companions, some of them appreciative, some critical, never without fascination to remember the collaboration with Karajan.

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Ob wir Richard Wagner lieben oder hassen: Sein Genie kann niemand leugnen.

Ein Artikel für Wagner-Getreue und Klassik-Interessierte !

Englischer Dirigent - Simon Rattle

Englischer Dirigent – Simon Rattle

Aufgerüttelt wurde ich heute durch einen Zeitungsartikel von ZEIT-ONLINE die ein Interview mit den Star-Dirigenten

Simon Rattle“ und „Andris Nelsons

über Richard Wagner geführt haben.

Dieses Interview lege ich allen Klassikfreunden sehr ans Herz, sich 3 Seiten mit prallen Aussagen von den zwei großartigen Dirigenten durch zu lesen….

Ein Auszug aus dem Z-O Interview:

RATTLE UND NELSONS „Man braucht einen Psychiater!“

Lettischer Dirigent - Andris Nelsons

Lettischer Dirigent – Andris Nelsons

Das Chefdirigentenzimmer in der

Berliner Philharmonie,

Simon Rattle, 57, und Andris Nelsons, 34,

sitzen nebeneinander auf dem Sofa und plaudern angeregt. Die beiden Stardirigenten kennen sich zwar gut, treffen sich aber fast nie (was in der Natur des Berufs liegt). Ihre internationalen Erfahrungen mit Wagner könnten unterschiedlicher nicht sein:

Nelsons debütierte 2010 mit »Lohengrin« bei den Bayreuther Festspielen, Rattle dirigierte am Pult der Berliner Philharmoniker in Aix-en-Provence und in Salzburg zwischen 2006 und 2010 seinen ersten »Ring«. Über Richard Strauss und Giacomo Puccini, über Sänger-Flops und Kindererziehung ist das Gespräch im Nu bei Richard Wagner.

 Zum Interview:

http://www.zeit.de/2013/02/Richard-Wagner-Simon-Rattle-Andris-Nelsons/seite-1

Grüße

Volker

Sir Simon Rattle verlängert nicht seinen Vertrag mit den Berliner Philharmoniker

Klassik-News..!!

Sir Simon Rattle. Dirigent der Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle. Dirigent der Berliner Philharmoniker

 

Wie heute bekannt gegeben wurde, verlängert der Dirigent:

Sir Simon Rattle

seinen Vertrag mit den Berliner Philharmoniker  n i c h t  und wird einem Nachfolger Platz machen. Ein bedauerlicher Schritt.

Weitere Informationen dazu:

http://www.welt.de/kultur/musik/article112671491/Simon-Rattle-verlaesst-die-Berliner-Philharmoniker.html?wtmc=nl.rstkultur

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Video-Schätze der „Klassischen Musik“ Albrecht Mayer Transkription für Oboe – Alt-Arie aus dem BWV 244 – Erbarme dich, mein Gott

Liebe Klassik-Freunde!

Mir liegt ein neues Thema sehr auf dem Herzen und beginne heute mit:

„Video-Schätze der Klassischen Musik“

Albrecht Mayer Oboist

Auf BR-Klassik war am Sonntag ein Oboen-Konzert mit Albrecht Mayer zu bewundern. U.a. wurde von Albrecht Mayer – (1. Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker) – von J.S. Bach aus der Matthäus-Passion, BWV 244 aus dem 2. Teil die Alt-Arie: „Erbarme dich, mein Gott“ in einer Fassung ohne Alt-Stimme von ihm als Transkription für eine Oboe da caccia gespielt, was mich total begeistert hat.

Diese Klassik-Sender: BR-Klassik, ARTE, 3sat, EinsFestival und zdfTheater, kann ich jedem nur empfehlen sich in der Programmabfolge einmal zu informieren, da gibt es so manch Neues und Bewährtes aus der Klassik zu entdecken.

Ein Konzertausschnitt aus der Matthäuspassion BWV 244 mit der Alt-Arie als Transkription für Oboe da caccia „Erbarme dich, mein Gott“ nachstehend:

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Ich wünsche mir, dass dieses Thema auf breite Zustimmung stoßen wird und wünsche allen ein schönes Seh- und Hörvergnügen.

Gruß

Volker