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News aus der Klassikszene: J.S. Bach – die h-Moll-Messe, BWV 232 ist UNESCO-Weltdokumentenerbe


Johann Sebastian Bach

die h-Moll-Messe,

BWV 232 ist UNESCO-Weltdokumentenerbe

Im Oktober 2015 hatten wir  bereits informiert, am 5. Dezember 2015 die wertvolle Partitur (zusammen mit unseren Luther-Weltdokumentenerbeschätzen) in der Öffentlichkeit präsentiert, jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Die Urkunde der UNESCO über die Aufnahme der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach in das Weltdokumentenerbe-Register liegt vor!

UNESCO-Dokument Weltkulturerbe h-;oll Messe BWV 232 von J.S. Bach

              UNESCO-Dokument Weltkulturerbe h-Moll Messe BWV 232 von J.S. Bach

Die Originalhandschrift der h-Moll-Messe, BWV 232, ist Teil der umfassenden Sammlung von Bach-Autographen in der Staatsbibliothek zu Berlin. Sie steht vollständig digitalisiert und offen zugänglich im Internet zur Verfügung: Werkansicht h-Moll-Messe. Die UNESCO würdigt das Werk als einen „Meilenstein der Musikgeschichte in Bezug auf Satztechnik, Wort-Ton-Verhältnis sowie auf ihre ästhetisch und theologisch durchdachte musikalische Gesamtform“, das „in nuce für die Kompositionskunst Bachs in Gänze“ stehe und auch 250 Jahre nach seiner Entstehung weiterhin Einfluss auf die Welt besitze.

Die Urkunde wird künftig im Haus Unter den Linden in Berlin aufbewahrt, und zwar im Tresor direkt neben der Originalhandschrift.

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Aus diesem Anlass füge ich diesem Beitrag ein preisgekröntes Video der h-Moll Messe, BWV 232 bei. Der Interpret ist Karl Richter.

Johann Sebastian Bach „Hohe Messe in h-Moll“
Münchener Bach-Chor
Münchener Bach-Orchester
Conductor: Karl Richter

Gundula Janowitz, Sopran
Hertha Töpper, Alt
Horst Laubenthal, Tenor
Hermann Prey, Bass

Aufnahme von 1969

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Verschollen geglaubte J.S. Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 wird zum Bachfest Leipzig erstmals öffentlich gezeigt


Artikel der Leipziger Internet Zeitung

http://www.l-iz.de/bildung/zeitreise/2015/02/verschollen-geglaubte-bach-quittung-aus-dem-jahr-1750-77678

Zeugnis aus Bachs letzten Lebenstagen

Verschollen geglaubte Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 wird zum Bachfest Leipzig erstmals öffentlich gezeigt

Die Unterschrift von Johann Christian Bach stellvertretend für seinen Vater auf der Quittung für das Lobwasser-Legat. Foto: Sammlung Bach-Archiv Leipzig

Verschollen geglaubte J. S. Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 vom Bach Archiv erworben.

Verschollen geglaubte J. S. Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 vom Bach Archiv erworben.

Ein ganz besonderes Dokument wird zum Bachfest 2015 erstmals wieder seit über 100 Jahren der Öffentlichkeit präsentiert. Es erzählt – auch wenn es Johann Sebastian Bach nicht selbst unterschrieben hat – von seinen letzten Lebenstagen. Und das waren keine guten. Denn eigentlich hatte sich der vom Grauen Star geplagte Thomaskantor vom berühmten reisenden Augenheiler John Taylor eine Besserung versprochen.

 Doch der reisende Okulist John Taylor (1703–1772) steht für jene Übergangszeit der Medizin, in der man zwar schon versuchte, den menschlichen Gebrechen mit chirurgischem Können zu Leibe zu rücken – aber die heute selbstverständliche Präzision und Hygiene noch nicht kannte. Bachs großer Zeitgenosse Händel geriet ja ebenfalls in die Hände des Wunderdoktors – büßte aber, anders als Bach, nur sein Augenlicht ein.

Bach aber starb an den Folgen des Eingriffs, der im April 1750 erfolgte. Was folgte, waren drei Monate Siechtum. Im Juli muss er so geschwächt gewesen sein, dass er keine Quittung mehr selbst unterschreiben konnte.

Das ist der Vorgang, der jetzt in der lang verschollenen Quittung “zu Bachs letzter Amtshandlung” sichtbar wird.

Es ist das einzige Dokument, das heute noch indirekt Auskunft über den Zustand Johann Sebastian Bachs nach der Augenoperation durch John Taylor, der damals am Brühl logierte, gibt. Johann Sebastian Bach muss Anfang Juli 1750 seinen jüngsten Sohn, den knapp 15-jährigen Johann Christian, beauftragt haben, die jährlich anfallende Auszahlung aus dem “Legatum Lobwasserianum” in Empfang zu nehmen und zu quittieren.

Der Umstand, dass die Unterschrift bei Empfang der Legatszahlung nicht von Bach selbst, sondern von seinem jüngsten Sohn Johann Christian geleistet wurde, deutet darauf hin, dass Bach möglicherweise damals schon außer Stande war, die Kantorenwohnung am Thomaskirchhof zu verlassen. Da die Verwaltung und Auszahlung des Lobwasserschen Kapitals durch einen Diakon der Thomaskirche erfolgt ist, hätte Bach seine Wohnung vielleicht noch nicht einmal verlassen müssen, um die Zinsgelder in Empfang zu nehmen.

Das “Legatum Lobwasserianum” geht auf eine Stiftung der frommen Leipziger Juristenwitwe Maria Lobwasser (gestorben am 28. 4. 1610) in Höhe von 1.000 Gulden zurück. Die jährlich anfallenden Zinserträge dieses Kapitals von 50 Gulden waren zur Unterstützung der Kirchen- und Schuldiener zu St. Thomas bestimmt, wobei dem Kantor, dem Konrektor und dem Tertius der Thomasschule jeweils 2 Gulden zustanden. Dies entspricht etwa der Größenordnung des durchschnittlichen Wochenlohns eines Organisten der Bach-Zeit. Die Auszahlung erfolgte auf Wunsch der Verstorbenen am Tag Mariae Verkündigung, dem 2. Juli.

Gesehen wurde die Quittung zur Auszahlung aus dem “Legatum Lobwasserianum” zuletzt 1908 bei einer Versteigerung des Leipziger Auktionshauses C. G. Boerner. Und wie so manches, was die Lebensgeschichte Johann Sebastian Bachs direkt und indirekt dokumentiert, tauchte auch ein Teil der Quittung nun wieder in einem Auktionshaus auf.

Im Dezember 2014 tauchte die untere Hälfte des Blattes (mit der Quittung von 1750) auf einer Auktion der Firma Swann’s in New York auf. Der Dokumentation war zu entnehmen, dass sich zumindest dieses Fragment vormals im Besitz der berühmten Cembalistin Wanda Landowska (1879–1959) befunden hatte.

Und wie das so ist, wenn man im Bach-Archiv so einen Fund mitbekommt: man setzt alle Hebel in Bewegung und nutzt seine Beziehungen zu Förderern und Unterstützern, um das Fundstück für das Leipziger Haus zu sichern.

Diesmal waren es drei Kuratoriumsmitglieder des Bach-Archivs Leipzig – Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Elias N. Kulukundis und Arend Oetker – die dabei Unterstützung gaben, das Dokument wieder nach Leipzig zurückzuholen und ihm im Bach-Archiv Leipzig eine dauerhafte Bleibe zu geben.

Und weil die Bachfreunde in Leipzig eine Chance bekommen sollen, das Neuerworbne auch selbst einmal zu sehen, wird die Quittung während des Bachfestes Leipzig, das vom 12. bis 21. Juni 2015 stattfindet, in der Schatzkammer des Bach-Museums Leipzig erstmals öffentlich gezeigt.

Deutschlandradio Kultur Sendung am 28.02.2015 um 19:05 Uhr J. S. Bach BWV 244 Matthäuspassion aus Jerusalem


Liebe Bachfreunde(innen)

Eine Radio-Sendung die aufhorchen lässt..!!

http://www.deutschlandradiokultur.de/matthaeuspassion-aus-jerusalem-ganz-nah-bei-golgatha.1091.de.html?dram%3Aarticle_id=311786

Deutschlandradio Kultur Sendung am 28.02.2015 um 19:05 Uhr

J.S. Bach MATTHÄUSPASSION AUS JERUSALEM
Ganz nah bei Golgatha
Andres Mustonen beim Jerusalem Symphonie Orchester

Brisant und ergreifend – Johann Sebastian Bachs Opus Summum – die Matthäuspassion –
am authentischen Ort, wenige Kilometer von Golgatha entfernt. In einer estnisch-israelischen
Koproduktion singen Solisten aus beiden Ländern, es spielen Mitglieder des
Jerusalemer Sinfonieorchesters, es singen Chöre aus Tallinn –
der Dirigent ist der estnische Alte-Musik-Spezialist Andres Mustonen.

Die Grabeskirche in Jerusalem / dpa / picture alliance Marius Becke
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Matthäuspassion aus Jerusalem – Ganz nah bei Golgatha
Brisant und ergreifend – Bachs Matthäuspassion am authentischen Ort, unweit von…

DEUTSCHLANDRADIOKULTUR.DE

Es hat durchaus eine lange Tradition – die Passionsoratorien der europäischen Musik erklingen immer mal wieder in der Stadt, in der sich alles vor knapp zweitausend Jahren zugetragen haben soll: Leben und Sterben des Predigers Jesus von Nazareth. Der von einem seiner Jünger verraten, von dem anderen verleugnet worden war und letztlich von den Römern hingerichtet wurde, weil er Unruhe gestiftet und das religiöse Establishment der Juden provoziert haben soll. 

Nicht unumstritten ist heutzutage in der Heiligen Stadt, die mit anderen Problemen kämpft als mit denen einer musikalischen Aufführung, der Rahmen: Konzert mit den Passionen Johann Sebastian Bachs wurden, wenn sie nicht im geschützten Raum einer Kirche stattfanden, mehrfach gestört, weil der Inhalt dieser Werke den Haredim, den orthodoxen Juden, nicht gefiel, die in der Stadt, die ein Zentrum für alle drei Buch-Religionen ist, immer stärker den Ton angeben.

Mit dem Wissen wiederum um das, was zwischen 1933 und 1945 in Europa geschah, lassen sich manche Passagen der Passionen nur dann ohne Skrupel hören, wenn man sich vorher einige Gedanken um Sinn und Inhalt und musikalische Umsetzung gemacht hat. Der Karfreitag war für die europäischen Juden Jahrhunderte lang ein Tag der Angst – nicht wenige Christen beteten in der Kirche ihren Heiland an, weinten um ihn bittere Tränen, um anschließend hinaus zu gehen und ein quasi-Pogrom zu begehen. Dass manche Szenen aus der Passion, wie Bach und andere sie vertont haben, missverständlich oder zweideutig sind, liegt in der Natur der Sache, dieser Geschichte, die so oft erzählt und häufig verdreht und missbraucht wurde.

Spätestens seit die aufgeklärte jüdische Berliner Familie Levy-Mendelssohn die sakrale Musik des Thomaskantors Johann Sebastian Bach für die Nachwelt gerettet und aufbereitet hat, kann insbesondere die Matthäuspassion (die weniger ideologisch und römerfreundlich ist als die Johannespassion) als ein Kunstwerk gelten, das losgelöst von religiöser Rechthaberei und Suche nach Schuldigen am Tod des Heilands alle Ausführenden und Zuhörenden gleichermaßen ergreifen und letztlich beglücken kann. Bach geht es „um meine Schuld“ am Leiden Jesu, also um das allgemein menschliche Versagen, wenn Unschuldige erniedrigt, geschlagen und getötet werden.

Wohin passt das große Kunstwerk Bachs besser als in diese Stadt Jerusalem? Nicht so sehr wegen der authentischen Nähe zum alten Geschehen, sondern wegen der Aktualität der vom Komponisten kongenial behandelten Fragen: Die hier auf Deutsch gesungen werden in der Jerusalemer Henry-Crown-Hall von israelischen (jüdischen) und estnischen (protestantischen) Künstlerinnen und Künstlern: Wie heißt es dort mit den Worten Paul Gerhardts? „Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder, von Missetaten weißt du nicht.“ Wir alle verschließen die Augen vor Hass, Gewalt, Unterdrückung und Krieg. Der Nahe Osten hat sich nicht geändert in den letzten zweitausend Jahren, und die Menschheit insgesamt wohl auch nicht, seit Bach seine Noten aufgeschrieben hat...

Henry-Crown-Saal, Jerusalem

Aufzeichnung vom 25. Februar 2015

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Herzliche Grüße
Volker
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11. Bach-Festival-Arnstadt 2015 findet statt vom 20. bis 29. März 2015


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Das Bach-Festival-Arnstadt 2015 – Ein willkommenes Weihnachtsgeschenk

Das Bach-Festival-Arnstadt ist immer eine Reise wert. Zur 11. Auflage der beliebten Konzertreihe, welche vom 20. bis 29. März 2015 in der Bachstadt Arnstadt stattfindet, hat nun der Kartenvorverkauf begonnen. Nehmen Sie an den über 30 Veranstaltungen rund um das Thema „Bach“ teil und lassen Sie Ihre Reise in die Bachstadt gleich zu einem kleinen Kurzurlaub werden.

 

Pressetexte:

a) Vorverkaufsstart für das Bach-Festival-Arnstadt 2015 – Erfolgreiche Veranstaltungsreihe geht „Modern – Vielseitig – Weltklasse“ in die 11. Auflage

b) Ein unvergesslicher Kurzurlaub mit dem Bach-Festival

 

a) Vorverkaufsstart für das Bach-Festival-Arnstadt 2015 – Erfolgreiche Veranstaltungsreihe geht „Modern – Vielseitig – Weltklasse“ in die 11. Auflage

Tölzer Knabenchor

                   Tölzer Knabenchor

 

Der Tölzer Knabenchor

Für das Bach-Festival-Arnstadt, welches im kommenden Jahr in der 11. Auflage vom 20. bis 29. März 2015 in der Bachstadt Arnstadt stattfindet, hat der Kartenvorverkauf begonnen.

Die Eintrittskarten für die hochkarätig besetzten Konzerte, wie das des Tölzer Knabenchores am Eröffnungswochenende (Programm: „Motetten der Familie Bach und J.S. Bach“ am 20. März 2015 in der Johann-Sebastian-Bach-Kirche), der Johannes-Passion für Solisten, Chor und Orchester (am 21. März 2015 in der Johann-Sebastian-Bach-Kirche), des Ensembles Concerto Melante (Programm: “Musikalisches Opfer“ am 22. März 2015 in der Traukirche Johann Sebastian Bachs in Dornheim bei Arnstadt) sowie für das Abschlusskonzert mit dem Swiss Brass Consort (Programm: „Festlich-Barocke Musik für Blechbläser“ am 29. März 2015 in der Johann-Sebastian-Bach-Kirche) sind ab sofort erhältlich. 

Weiterhin sind alle Eintrittskarten für die 30 weiteren Veranstaltungen des sehr vielfältigen Programms rund um das Thema „Bach in Arnstadt“ ab jetzt zu erwerben. Dazu zählen die Matineen mit dem Duo Travercord (Programm: „Bach goes Bossa“ am 21. März 2015 im historischen Ratssaal) und Markus Burger & Jan von Klewitz (Programm: „Spiritual Standards“ am 28. März 2015 im historischen Ratssaal), die theatralischen Stadtführungen, die Besuche in der multimedialen Bach-Ausstellung, traditionelles Handwerk, Lesungen, Ausflüge in die Thüringer Orgellandschaft und kulinarische Höhepunkte. 

Kartenvorverkauf in der:

Tourist-Information Arnstadt

Markt 1

99310 Arnstadt

Fon: 03628 / 602049

Fax: 03628 / 661847

E-Mail: information@arnstadt.de

sowie über die Homepage des Bach-Festivals-Arnstadts www.bachfestival.arnstadt.de sowie unter www.eventim.de erhältlich.

Weitere ausführliche Informationen zum Programm, den Künstlern, den Spielorten sowie zu den Pauschalangeboten stehen im Internet ebenfalls unter www.bachfestival.arnstadt.de – aktuelle Hinweise stets unter www.facebook.com/BachFestivalArnstadt und twitter.com/Bachfestival – zur Verfügung.

Autor: Stadtmarketing Arnstadt GmbH im Auftrag des Kulturbetriebs der Stadt Arnstadt

Datum: 20.11.2014

b) Ein unvergesslicher Kurzurlaub mit dem Bach-Festival

Machen Sie Ihren Besuch beim Bach-Festival-Arnstadt zu einem unvergesslichen Kurzurlaub. Mit dem „4**** Pauschal-Spezial“ verbinden Sie Ihren Konzertbesuch in der Arnstädter Bachkirche mit zwei Übernachtungen inkl. Frühstück in einem 4-Sterne-Hotel. Außerdem dürfen Sie sich auf einen Besuch im Schloßmuseum Arnstadt, eine Stadtführung und eine Kaffeegedeck in einem Café Ihrer Wahl freuen. Das „4**** Pauschal-Spezial“ gibt es bereits ab 169,- EUR.

Beliebt bei den Gästen des Bach-Festivals ist auch das „3*** Pauschal-Spezial“. Für einen Gesamtpreis von nur 139,- € erhalten Sie zwei Übernachtungen inkl. Frühstück in einem 3-Sterne-Hotel, eine Konzertkarte für ein Konzert in der Bachkirche (PK II), einem Besuch im Schloßmuseum Arnstadt und ein Kaffeegedeck.

Auf Wunsch können Sie für ihre Reise zusätzliche Konzertkarten und Verlängerungsnächte im Hotel buchen. Alle Informationen zu den Pauschalen finden Sie im Internet unter

http://www.bachfestival.arnstadt.de/index.php/pauschal-spezial.html

Buchbar ist das Pauschal-Spezial exklusiv über die:

Tourist-Information Arnstadt

Markt 1

99310 Arnstadt

Tel.: 03628 / 602049

E-Mail: information@arnstadt.de

Übrigens: Eine Reise zum Bach-Festival-Arnstadt ist auch ein willkommenes Weihnachtsgeschenk.

Klassik-News: Der Kammerchor der Hochschule für Musik (HfM) Detmold erlangt den 1. Preis in der Kategorie „Gemischte Chöre „


Gemischter Chor der HfM Detmold (OWL)

                                             Gemischter Chor der HfM Detmold (OWL)

Chor-Olympiade: Detmolder Kammerchor gewinnt 1. Preis

Detmold (wh). Der Kammerchor der Hochschule für Musik (HfM) Detmold wurde beim Deutschen Chorwettbewerb in Weimar mit dem 1. Preis in der Kategorie „Gemischte Chöre über 32 Sänger/innen“ ausgezeichnet.

Der HfM-Chor zählt zu den profiliertesten Ensembles in Deutschland. Dirigiert wird der Studierenden-Chor von Anne Kohler. Die Professorin für Chorleitung ist als Jurorin, Kursleiterin und Dirigentin international gefragt. Am 19. Juni 2014 steht sie gemeinsam mit den Rolling Stones auf der Bühne in Düsseldorf und dirigiert dort das HfM-Vokalensemble.

Der Deutsche Chorwettbewerb gilt als Gipfeltreffen der besten Chöre und Vokalensembles. 4500 Sänger treten in diesem Jahr im Wettbewerb in 14 Kategorien in Weimar an.

Weitere Informationen: http://www.kammerchor-hfm-detmold.de/aktuelles

Pressekontakt: Friedrich von Plettenberg, Pressesprecher Hochschule für Musik,

Telefon: 05231/975740,

E-Mail: plettenberg[at]hfm-detmold.de

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Klassik-News über Sir J. E. Gardiner – August 2013


Liebe Bachfreunde(innen)

Wieder einmal gibt es Neuigkeiten über Sir John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir zu berichten.

Gramophone Classical Music Awards 2013
Kategorie Gewinner „Baroque Vocal“
Monteverdi Chor / John Eliot Gardiner
Bestellung – CD SDG SDG 716(72 ‚• DDD)

Live at St Johns Smith Square, London, Oktober 2011 eingetragen

Motetten – ausgewählte Vergleich:

Gardiner (10/81R) (ERAT) 2292 45979-2

Jacobs (7/97) (HARM) HMC90 1589

Herreweghe (10/11) (PHI) LPH002

Gewinner 2013 Baroque Vocal - Sir J.E. Gardiner und Monteverdi Choir

         Gewinner 2013 Baroque Vocal – Sir J.E. Gardiner und Monteverdi Choir

Text-Fassung im Original, englisch:

Gramophone Classical Music Awards 2013 Category Winners

„Baroque Vocal“

Monteverdi Choir / John Eliot Gardiner

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SDG SDG716

(72 ‚• DDD)

Live at St John’s Smith Square, London, October 2011 entered

Motets – selected comparison:

Gardiner (10/81R) (ERAT) 2292 45979-2

Jacobs (7/97) (HARM) HMC90 1589

Herreweghe (10/11) (PHI) LPH002

Underpinning much Gardiner Sir John Eliot approach to Bach is to determine the origin and nature of dramatic character, ‚mutated Opera „(as Gardiner calls them) found in genres – such as the motet – not prescribed, but depends on perception rhetorical judgment within a web of rolling continuity. Bach’s motets can pay homage to ancestors in scale, tone and technique to pay, but everyone, especially in this vibrant and quests new set reveals is pressing for new meaning with all the virtuosic Bach could muster.

The motets are published as pillars of the Monteverdi Choir existence for more than five decades, interrupted by a remarkable recordings for Erato in the early 1980s and more recently in selected programs during the millennial Cantata Pilgrimage. Been a short motet once thought by large older Bach’s cousin Johann Christoph, but today as – an endlessly fascinating tapestry of discovery, which are undoubtedly continue to develop a body by the addition of improved I’ll let you no t Gardiner, these works the work of the Young Turks.

Together with the Monteverdi Choir, the benefits are over the years their inimitable textual projection, clarity of line, rhythmic rigor and an overriding sense of expectation and atmosphere, only occasionally slipping a little too eager in an exaggerated gesture. Gardiner calls for more precise delicacy, mercury contrast and brightness than ever before and enlightening inside da camera dialogue capability between votes. For all pages sprung bravura and purpose, especially in Praise the Lord Sing to the Lord, there are so many periods of elongated and poignant restraint.

It is no longer a convincing example of the soft, controlled climate of the last contemplative strains do not be afraid, where we. Exceptional figure of the precious secret of belonging to Christ The soprano motif ‚and your blood is going to profit me‘ (‚your life and your blood „), with such sustained and ritualized otherworldliness (track 15, 5’38“) expresses that the risk of disembodiment rebutted only by Monteverdi Choir captivating certainty line drives as a faithful soul heavenward.

One of the most striking features of the new collection, as I mentioned, is how Gardiner’s attention to the individuality of the individual motets. This could be a time-honored ambition appear, yet for all the admirable qualities of, say, the RIAS Chamber Choir conducted by René Jacobs or the more recent reading of Philippe Herreweghe and Collegium Vocale Gent, neither of these takes as ambitious as a kaleidoscope challenge for the audience at the identification renewed character and importance as Gardiner sought. In fact, Herreweghe recently went so far as to say that „is not necessarily a groundbreaking reading.“

Gardiner would disagree. As lucidly The Spirit helps (the brief but compact work for the funeral of Ernestine, the old rector of St. Thomas Church, written in 1729) sets out to reflect gradually permeated with the intercession of the Holy Spirit, the weaknesses of man. Here we have a little more perspicacious than just good stimulation: the Monteverdi singers tell this piece of insecurity and the growing anticipation for the understanding of God’s will with such companies and dynamic purpose that even if the two choirs converge four-part double fugue in an affirming, we never feel quite out of the woods. The tantalizing prospect of recovery is only really satisfied with the final cadence of a chant directed bright.

Some of these interpretive risks may not be for those who have a less articulated, more abstract, soft edges and usually prefer open countryside. Sing to the Lord is usually in their outer ‚Concerti‘ but the unique double-lush chorus juxtaposition of choral and free contrapuntal ‚Rhapsody‘ could have possibly result in more contemplative genuine warmth. Indeed, Gardiner rarely delivers a comfortable ride and something brilliant visions arise most notably in the central work, the five-part Jesus my joy riding – literally – the storm of love of the flesh, Satan, the old dragon, and death.

In this masterpiece, frightening, quasi-„Turba“ (crowd) scenes are viscerally against an ethereal quest for redemption balanced. ‚It IS a nun star condemnation „(“ There is therefore now no condemnation‘) has certainly never been so mesmerizing enjoyed a volley of declamation and rich illusion over a short space as Gardiner summons, while „Despite THE ancient dragon“ („Despite the old Dragons‘) spits his hot-tempered consonances only be disarmingly defied by the increased purity „in secure peace ‚(‚ in confident peace“) – all this in a contrasting color panels always surprising emotional impact if the listener often left gasping, this will not only. singularity by singing purpose, but by the discrete graphics and responsiveness of the instrumental continuo player, under which the bassoon here (and caused Come, Jesus, come on) contributes to the knowledge effect.

As you would imagine, there are surprises galore – some of which take a little getting used to. Gardiner challenges orthodoxy, like this a cappella Holy Grail are always posted and it does so almost always with passion and conviction genuine zeal. High-wire artist Philippe Petit is recommended a suitable cover image for this important milestone in the very high-stakes performances.

Jonathan Freeman-Attwood

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Eine deutsche Fassung von Google übersetzt nur bedingt lesbar..!!

Untermauert so viel von Sir John Eliot Gardiner Ansatz zur Bach ist die Ermittlung der Herkunft und Wesen der dramatischen Charakter, ‚mutierten Oper „(wie Gardiner sie nennt) in Genres gefunden – wie die Motette – die nicht verordnet, sondern hängen von Wahrnehmungs rhetorische Urteil innerhalb ein Gewebe aus rollenden Kontinuität. Bachs Motetten kann Hommage an Vorfahren in der Skala, Ton und Technik zu zahlen, aber jeder, vor allem in dieser lebendigen und Quests neuen Satz offenbart, bedeutet Pressen für neue Bedeutung mit allen virtuosen Bach aufbringen konnte.

Die Motetten sind als Säulen des Monteverdi Choir Existenz mehr als fünf Jahrzehnten erschienen, unterbrochen von einer bemerkenswerten Aufnahmen für Erato in den frühen 1980er Jahren und in jüngster Zeit innerhalb ausgewählter Programme während der tausendjährigen Cantata Pilgrimage. Für Gardiner, diese Werke ein endlos faszinierende Wandteppich der Entdeckung, die zweifellos fortsetzen zu entwickeln darstellen, ein Körper durch die Zugabe von verbessert Ich lasse dich nicht – eine kurze Motette einmal gedacht, durch große ältere Bachs Vetter Johann Christoph gewesen, aber heute als das Werk der Jungtürken.

Gemeinsam mit dem Monteverdi Choir die Leistungen im Laufe der Jahre sind ihre unnachahmliche textlichen Projektion, Klarheit der Linie, rhythmische Strenge und ein überwiegendes Gefühl der Erwartung und Flair, nur gelegentlich rutscht ein wenig zu eifrig in übertriebener Geste. Gardiner fordert mehr punktgenaue Delikatesse, Quecksilber Kontrast und Helligkeit als je zuvor und erhellend innen da camera Dialogfähigkeit zwischen Stimmen. Für alle Seiten entsprungen Bravour und Zweck, insbesondere in Lobet den Herrn und Singet dem Herrn , gibt es so viele Perioden von länglichen und ergreifend Zurückhaltung.

Es ist nicht mehr als überzeugendes Beispiel der weichen, kontrollierten Klima der letzten kontemplativen Stämme Fürchte dich nicht , wo wir eine außergewöhnliche Darstellung des kostbaren Geheimnis der Zugehörigkeit zu Christus. Die Sopranistin Motiv auf ‚und dein Blut, mir zugut‘ (‚dein Leben und dein Blut „) ist mit einer solchen nachhaltigen und ritualisierte Jenseitigkeit (Track 15, 5’38“) geäußert, dass das Risiko von Entkörperlichung nur durch die ausgeräumt Monteverdi Choir fesselnd Gewissheit Linie als treue Seele treibt himmelwärts.

Eines der auffälligsten Merkmale der neuen Kollektion, wie ich bereits erwähnt, ist, wie aufmerksam Gardiner auf die Individualität der einzelnen Motetten ist. Dies könnte eine altehrwürdige Ehrgeiz scheinen und doch für alle bewundernswerten Qualitäten von, sagen wir, dem RIAS Kammerchor unter René Jacobs oder der neueren Lesung von Philippe Herreweghe und Collegium Vocale Gent, weder von diesen bringt so ehrgeizig wie ein Kaleidoskop Herausforderung für die Zuhörer bei der Identifizierung erneuerten Charakter und Bedeutung als Gardiner strebt. Tatsächlich Herreweghe vor kurzem ging so weit zu sagen, dass „eine bahnbrechende Lektüre nicht notwendig ist.“

Gardiner würden dem nicht zustimmen. Wie lucidly Der Geist hilft (die kurze, aber kompakte Arbeit für die Beerdigung von Ernesti, der alte Rektor der Thomaskirche, im Jahre 1729 geschrieben) darlegt, um die Schwächen des Menschen allmählich mit den Fürbitten des Heiligen Geistes durchdrungen reflektieren. Hier haben wir etwas mehr perspicacious als nur gute Stimulation: die Monteverdi Sänger erzählen dieses Stück der Unsicherheit und die wachsende Vorfreude auf das Verständnis Gottes Willen mit solchen Unternehmen und dynamischen Zweck, dass selbst, wenn die beiden Chöre in einer Bekräftigung vierstimmigen Doppelfuge konvergieren, wir nie das Gefühl, ganz aus dem Gröbsten heraus. Die verlockende Aussicht auf Rettung ist nur dann wirklich bei der abschließenden Kadenz eines leuchtend gerichtet Choral zufrieden.

Einige dieser interpretative Risiken vielleicht nicht für diejenigen, die eine weniger artikuliert, mehr abstrakt, weichen Kanten und in der Regel weite Landschaft bevorzugen. Singet dem Herrn ist in der Regel in ihrer äußeren ‚Concerti‘ üppige aber die einzigartige Doppel-Chor Nebeneinander von Choral und kostenlos kontrapunktische ‚Rhapsodie‘ könnte vielleicht mehr echte kontemplative Wärme ergeben haben. Tatsächlich Gardiner selten liefert eine komfortable Fahrt und noch was brillante Visionen entstehen am auffallendsten in die zentrale Arbeit, die fünfteilige Jesu meine Freude , Reiten – buchstäblich – den Sturm der Liebe des Fleisches, Satan, der alte Drache und Tod .

In diesem Meisterwerk, erschreckend, sind quasi-„Turba“ (crowd) Szenen viscerally gegen eine ätherische Streben nach Erlösung ausgeglichen. ‚Es IST Nonne Stern Verdammliches „(“ Es gibt nun keine Verdammnis‘) hat sicherlich noch nie so eine hypnotisierende Salve von Deklamation und reiche Illusion über einen kurzen Raum als Gardiner Vorladung genossen, während „Trotz DEM alten Drachen“ („Trotz dem alten Drachen ‚) spuckt seine jähzornig Konsonanzen nur entwaffnend werden trotzte durch die erhöhte Reinheit „in gar sichrer Ruh‘ (‚in zuversichtlich Ruhe“) – all dies in Kontrastfarbe Tableaus immer überraschend emotionale Wirkung. Wenn der Hörer oft bleibt keuchend, wird dies nicht nur durch Gesang Singularität Zweck, sondern durch die diskrete Grafik und Ansprechbarkeit der instrumental continuo Spieler, unter denen das Fagott hier (und in verursacht Komm, Jesu, komm ) trägt mit dem Wissen, Wirkung.

Wie Sie sich vorstellen würden, gibt es zuhauf Überraschungen – nehmen von denen einige ein wenig gewöhnungsbedürftig. Gardiner Herausforderungen Orthodoxie, wie diese a cappella Heiliger Gral sind grundsätzlich ausgeschildert und er tut dies fast immer mit Leidenschaft und Überzeugungskraft echten Eifer. Hochseilartist Philippe Petit ist ein passendes Cover-Bild zu diesem wichtigen Meilenstein in der sehr zu empfehlen, High-Stakes-Performances.

Text: Jonathan Freeman-Attwood

Textquelle: Grammophon.uk

Herzliche Grüße

Volker

 

Klassik-News über Sir J. E. Gardiner – Juli 2013


Liebe Bachfreunde(innen)

Wieder einmal gibt es große Neuigkeiten aus Leipzig und über Sir John Eliot Gardiner zu melden.

Sir John Eliot Gardiner und P D Dr. Peter Wollny führen ab 2014 das Bach-Archiv Leipzig.

Ab 1. Januar 2014 soll Sir John Eliot Gardiner Präsident der Stiftung Bach-Archiv Leipzig werden. Die Funktion des Stiftungspräsidenten wird neu geschaffen, um die international führende Rolle des Bach-Archivs zu betonen und weiter zu entwickeln. Mit Sir John Eliot Gardiner konnte Oberbürgermeister Burkhard Jung während des Bachfestes Leipzig 2013 einen der weltweit führenden Interpreten der Musik des 18. Jahrhunderts für diese Aufgabe gewinnen. Gardiners profunde und wissenschaftlich gestützte Kenntnis von Leben und Wirken Bachs prädestinieren ihn für die Funktion des Stiftungspräsidenten und die damit verbundene Rolle eines international beachteten Botschafters für die Leipziger Bach-Forschung.

Sir J.E. Gardine und Dr. Peter Wollny übernehmen  ab Januar 2014 das BachArchiv Leipzig.

  Sir J.E. Gardine und Dr. Peter Wollny übernehmen ab Januar 2014 das BachArchiv Leipzig. (Foto: BachArchiv)

PD Dr. Peter Wollny wird Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Christoph Wolff in der Funktion des Direktors nachfolgen. Wolff (73) war seit 2001 Direktor des Bach-Archivs und scheidet Ende 2013 aus persönlichen Gründen aus dem Amt. Wollny, der 1993 bei Wolff an der Harvard University promovierte und sich 2009 an der Universität Leipzig habilitierte, gilt als einer der führenden Bach-Forscher. Als Direktor des Bach-Archivs wird er in den Bereichen Forschung, Bibliothek, Museum sowie in der künstlerischen Ausrichtung der vom Bach-Archiv ausgerichteten Veranstaltungen neue Akzente setzen. Die Wahl der neuen Bach-Archiv Führung ist für Oktober 2013 vorgesehen.

Als Geschäftsführer im nunmehr dreiköpfigen Vorstand des Bach-Archivs wird Dr. Dettloff Schwerdtfeger die Arbeit des Präsidenten und des Direktors weiterhin gleichberechtigt begleiten. Schwerdtfeger wird im Zuge der Vorstandserweiterung die Aufgabe des geschäftsführenden Intendanten für das Leipziger Bachfest übernehmen. Der geschäftsführende Intendant leitet die Sitzungen des künstlerischen Direktoriums, welches wie bisher durch den Thomaskantor Georg Christoph Biller, den neuen Direktor des Bach-Archivs Peter Wollny und den Intendanten der Tonhalle Zürich Dr. Elmar Weingarten besetzt bleibt.

Textquelle: Bach-Archiv Leipzig

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Das langersehnte J.S. Bach-Buch von J.E. Gardiner wird im Oktober 2013 veröffentlicht in einer englischen Ausgabe.

J.E. Gardiner Musik im Schloss des Himmels Ein Porträt von Johann Sebastian Bach

J.E. Gardiner Musik im Schloss des Himmels Ein Porträt von Johann Sebastian Bach

Buch-Titel: von Sir  J.E. Gardiner

Musik im Schloss des Himmels Ein Porträt von Johann Sebastian Bach.

Eine Vorbestellung kann >> h i e r  << vorgenommen werden.

Johann Sebastian Bach ist eines der am bekanntesten unergründlichen Komponisten in der Musikgeschichte. Wie kann eine solch erhabene Arbeit von einem Mann,…

  • Veröffentlicht am: 29.10.2013
  • Originalsprache: Englisch
  • Preis: 19,27 £

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Herzliche Bachgrüße

Volker

 

News aus der Klassikszene: Bach-Magazin 2013 – J.S. Bachstiftung St. Gallen – Bergkirchen für OWL Konzert-Termin – Hildesheim Konzerte in St. Michaelis


Bach-Magazin Ausgabe Mai 2013

            Bach-Magazin Ausgabe Mai 2013

Liebe Klassikfreunde(innen) !

Es gibt aus der Klassikszene einiges an interessante Neuigkeiten zu berichten.

Einigen Blog-Mitgliedern wird das neue Bach-Magazin – Ausgabe Mai 2013 bereits erhalten haben.

Hierin wird ausführlich über meine Internet-Tätigkeiten über J.S. Bach berichtet. Ein herzliches Danke an das Bach Archiv Leipzig und an die Autorin des Artikels: Frau Dr. Christiane Schwerdtfeger.

Interessante weitere Artikel über das heutige Internet wie z.B. GEFÄLLT MIR?!

Der Thomaskantor bei Facebook, Twitter & Co.

geben einen ausführlichen Einblick in die neue multimediale Welt.

Ein wunderschön aufgemachtes Bach-Magazin aus Leipzig mit „Aktuellen Neuigkeiten“ zu J.S. Bach und sein Umfeld, CD-Besprechungen, Interviews, etc. jeweils mit zwei Ausgaben im Jahr. Bezugspreis im Jahr 11,80 € zuzüglich Versandkosten von 3,80 €.

Mitglieder der Vereinigung der Freunde des Bach-Archivs Leipzig e.V. erhalten das Bach-Magazin zum Vorzugspreis von 6,00 € im Jahr. Das Bach-Magazin kann unter folgenden Link bestellt werden:

http://www.bach-magazin.de

Wer zur Zeit das Bach-Magazin nicht im Besitz hat, kann einen Auszug zu meinen Tätigkeiten im Internet als PDF  >> h i e r <<  einsehen.

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News von der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen:

Dirigent Rudolf Lutz J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Dirigent Rudolf Lutz J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Schon jetzt vormerken: Im nächsten Jahr 2014 organisieren wir die ersten

Appenzeller Bach-Tage 

vom 13. bis 17. August 2014.

Ein Kleinfestival mit Konzerten, Vorträgen, Kammermusik, Workshops, einer Bach-Nacht und einem Festgottesdienst. Mehr Infos folgen!

Webseite: http://www.bachstiftung.ch

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Konzert-Termin für OWL – Bergkirchen bei Bad Salzuflen:

Dresden-Kreuzorganist Holger Gehring aus Bielefeld

Dresden-Kreuzorganist Holger Gehring aus Bielefeld

Ev.-luth. Kirchengemeinde Bergkirchen

32108 Bad Salzuflen – Tel.: 05266 / 992181

Konzert mit Kreuzorganist Holger Gehring

Am Sonntag, 2. Juni setzt sich um 16.30 Uhr die Reihe

„Musik für Spaziergänger“

in der Kirche zu Bergkirchen fort. Zu Gast ist Kreuzorganist Holger Gehring aus Dresden.

Auf dem Programm stehen Orgelwerke der Klassik. Zu hören sind von Johann Christian Kittel (1732-1809) Praeludium G-Dur und ein Choral mit Variationen, von Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) die Sonata g-Moll Wq 70/6, von Gottfried August Homilius (1714-1785) drei Choralvorspiele und von Johann Christian Heinrich Rinck (1770-1846) das Concertstück Es-Dur op. 33.

Weiterhin spielt Gehring Werke der großen Klassiker, von Joseph Haydn (1732-1809) drei Flötenuhrstücke Hoboken-Verzeichnis XIX, von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Adagio für Glasharmonika C-Dur KV 356 und Ouverture C-Dur aus KV 399 und von Ludwig van Beethoven (1710-1827) drei Flötenuhrstücke WoO 33.

Anstelle von Eintrittskarten wird eine Kollekte gesammelt. Ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus.

Weitere Informationen erhält man unter:

www.bergkirchen.net, E-Mail: musik@bergkirchen.net

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Konzert-Termine für Hildesheim:

St. Michaelis in Hildesheim

                    St. Michaelis in Hildesheim

Kirchenmusik in St. Michaelis

In der Einladung heisst es wie folgt:

Mit dem angehängten Flyer möchte ich Sie zur diesjährigen Sommerlichen Kirchenmusik, der 47. seit Bestehen dieser Konzertreihe, nach St. Michael einladen. Wir haben wieder ein vielfältiges Programm mit namhaften Solistinnen und Solisten aus dem In- und Ausland für Sie zusammengestellt.

Bitte beachten Sie, dass das Abschlusskonzert ausnahmsweise nicht an einem Donnerstag, sondern erst am Sonntag, dem 8. September stattfindet.

Einladen möchte ich bei dieser Gelegenheit auch zum Konzert anlässlich der Wieder-Indienstnahme der großen Woehl-Orgel in unserer Kirche St. Michaelis. Nach den umfassenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen in und an der Michaeliskirche war eine gründliche Reinigung und Nachintonation der Orgel nötig geworden. Nun wird sie klanglich und optisch in neuem Glanz erstrahlen und mit einem Sinfoniekonzert am Samstag, 25. Mai um 20 Uhr festlich wieder eingeweiht.

Auf dem Programm des Konzerts stehen die Suite gothique von Leon Boëllmann, das Violinkonzert in g-moll op. 26 von Max Bruch (Solistin: Louise Wehr) und als Hauptwerk des Abends die Sinfonie Nr. 3 (Orgelsinfonie) op. 78 von Camille Saint-Saëns. Die Hannoversche Orchestervereinigung wird geleitet von Martin Lill, den Orgelpart werde ich spielen.

Für dieses Konzert gibt es einen Internet-Vorverkauf über www.reservix.de und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Programm:

Donnerstag, 06. Juni 2013, 20 Uhr

Joseph Haydn

Die Schöpfung

Karin Gyllenhammar

Wolfgang Klose

Carsten Krüger

Kammersymphonie Hannover

Kantorei St. Michael

Leitung: Hans-Joachim Rolf

Eintritt: 25 € / 15 € / (10 €)

Vorverkauf: www.reservix.de

Donnerstag, 13. Juni 2013, 20 Uhr

„Maranatha“

Jazzinspirierte Orgelmusik

Hans-Martin Limberg

Preiskategorie I

Donnerstag, 20. Juni 2013, 20 Uhr

Bläser, Pauken und Orgel

Bläserkreis St. Michael

Leitung und Orgel: Helmut Langenbruch

Werke von Gigout, Baudach, Gabrieli u.a.

Preiskategorie II

Donnerstag, 27. Juni 2013, 20 Uhr

„Variationen“

DUO FABULA

Jana Langenbruch – Blockflöten, Barockoboe,

traditionelle schwedische Flöten

Nina Grigorjeva – Barockfagott, Harfe, traditionelle schwedische Flöten

Preiskategorie I

Donnerstag, 04. Juli 2013, 20 Uhr

Gitarrenabend Roger Tristao Adao

Werke von Bach, Brescianello, Barrios, Brouwer und Barrios

Preiskategorie I

Donnerstag, 11. Juli 2013, 20 Uhr

Orgelkonzert Johannes Pflüger

Werke von Bach, Franck, Vierne und Pflüger

Preiskategorie I

Donnerstag, 18. Juli 2013, 20 Uhr

Klarinette & Orgel

von Barock bis Klezmer

Christian Wolf – Klarinette

Daniel Wolf – Orgel

Werke von Loeillet, Rheinberger, Buxtehude, Purcell und Improvisationen

Preiskategorie II

Donnerstag, 25. Juli 2013, 20 Uhr

„O sing Joyfully“

The London Quartett

Werke von Josquin, Arcadelt, Tallis, Byrd u.a.

Preiskategorie III

Donnerstag, 01. August 2013, 20 Uhr

„Bach & more“

Jazztrio Kordes-Tetzlaff-Godejohann

Preiskategorie III

Donnerstag, 08. August 2013, 20 Uhr

Orgelkonzert Helmut Freitag (Saarbrücken)

Werke von Bach, Franck, Mendelssohn und Hindemith

Preiskategorie I

Donnerstag, 15. August 2013, 20 Uhr

Oboe trifft Orgel

Ein Streifzug von Barock bis zur Romantik

Frithjof Tergau – Oboe

Jochen Arnold – Orgel

Werke von Bach, Händel, Marcello, Mozart, Mendelssohn, Guilmant und Alain

Preiskategorie I

Donnerstag, 22. August 2013, 20 Uhr

Hebräische Lieder

aus dem alten und neuen Israel

Esther Lorenz – Gesang

Thomas Schmidt – Gitarre

Preiskategorie II

Donnerstag, 29. August 2013, 20 Uhr

„Ewigkeit“

Händel-Trilogie III

Johanna Winkel und Veronika Winter – Sopran

Kai Wessel – Countertenor

Mitglieder des Knabenchores Hannover

MUSICA ALTA RIPA

Faysal Ilhan Schauspiel und Saz (türk. Laute)

Lars Franke – Regie

Philippe Miesch – Kostüme, Bühnenbild

Danya Segal – Produktion, Konzept

Eintritt: 25 € (erm. 18 €)

Vorverkauf: www.reservix.de

Sonntag, 08. September 2013, 17 Uhr

„Toleranz“

Vokalsolistenensemble „Gli Scarlattisti“

Leitung: Jochen M. Arnold

Werke von Schütz, Rossi, Purcell, Rosenmüller, Sweelink, Scarlatti, J.S. Bach, Miriam Gideon Shema Israel, Arnold und Falk

Preiskategorie III

Preiskategorien:

I:          10 € (erm.   7 €)

II:         12 € (erm.   8 €)

III:        15 € (erm. 10 €)

KMD Helmut Langenbruch

Michaelisplatz 2 – 31134 Hildesheim

Tel.:  05121 9990184

Fax:   05121 9990225

e-mail:     Helmut.Langenbruch@evlka.de

Internet:   www.posaunenchor-michaelis.de und www.michaelis-gemeinde.de

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Herzliche Grüße

Volker

Dirigent und Chorleiter – Professor Wolfgang Helbich – überraschend verstorben


Klassik-News:

Mit großer Bestürzung wurde heute bekannt gegeben, dass der Dirigent und ehemalige

Chorleiter „Professor Wolfgang Helbich

am 8. April 2013 aufgrund eines Schlaganfalls an seinem 70. Geburtstag in Kassel verstorben ist.

Chorleiter, Dirigent und Dozent Prof. Wolfgang Helbich am 8.4.2013 in Kassel verstorben

Chorleiter, Dirigent und Dozent Prof. Wolfgang Helbich am 8.4.2013 in Kassel verstorben.

Professeor Wolfgang Helbich studierte Schul- und Kirchenmusik an den Musikhochschulen in Berlin und Detmold. 1969 wurde er Kantor in Alsfeld. Zwei Jahre später gründete er das Alsfelder Vokalensemble, dessen künstlerischer Leiter er bis zu seinem Tode war. 1972 wechselte er an die Grunewaldkirche in Berlin. Mit dieser Stelle war die Leitung der Berliner Kantorei verbunden.

1976 wurde er zum leitenden Kirchenmusiker und Domkantor am Bremer St. Petri Dom sowie zum Leiter des Bremer Domchores ernannt. Diese Tätigkeit hatte er bis zu seiner Pensionierung im Sommer 2008 inne. Schwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit am Bremer Dom lagen in der Aufführung von Oratorien des 18. und 19. Jahrhunderts. Die von ihm konzipierte Idee einer Musiknacht zu Ehren eines ausgewählten Komponisten wurde zu einer jährlich wiederkehrenden festen Einrichtung. Nach seiner Pensionierung war Wolfgang Helbich Leiter des Bremer RathsChores, der 2008 gegründet worden war und an dem sich mehrere ehemalige Mitglieder des Bremer Domchors beteiligten. Er erarbeitete mit dem Bremer RathsChor anspruchsvolle Chorliteratur auf hohem Niveau. Die Aufführungen wurden regelmäßig von Radio Bremen und Deutschlandradio Kultur übertragen. Vorsitzender des Freundeskreises Bremer RathsChor e. V. ist der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf.

Seit 1974 spielte Helbich mit dem Alsfelder Vokalensemble und dem Bremer Domchor zahlreiche preisgekrönte Schallplatten und CDs ein. Gastdirigate und Konzerteinladungen führten ihn durch ganz Europa, die USA sowie nach Japan und Israel. Er war Herausgeber von teils noch unveröffentlichter Chor- und Orgelliteratur. Als Professor für Chorleitung lehrte er an der Hochschule für Künste Bremen sowie im Rahmen einer Gastprofessur an der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken.

Zwölf Jahre lang war Helbich der künstlerische Leiter des Musikverein Bielefeld – ein Amt, das er bis zum Februar dieses Jahres bekleidete. Zuletzt hatte er im 1. Saisonkonzert des Musikvereins am 8. November 2012 von Mozart das Requiem und das „Ave verum corpus“ geleitet. Rückblickend waren diese Aufführungen Helbichs Abschiedskonzert in Bielefeld.

Der Zauber dieser Kompositionen, „dies vollkommene Ineins von Trauer und Seligkeit in Klang und Melos, wie es so nur aus Mozarts Feder fließen konnte, teilte sich in besonderer Weise mit“, hieß es seinerzeit in der Konzertrezension der NW. Konzertbesucher erinnern sich an die starke Ergriffenheit der Zuhörer, die nach dem Verklingen des Requiems erst nach langen Momenten andächtiger Stille applaudierten.

In den zwölf Jahren seines Wirkens in Bielefeld prägte Wolfgang Helbich den Chor des Musikvereins mit seinen außergewöhnlichen musikalischen Interpretationen und Auslegungen entscheidend. Seine Konzerte in der Bielefelder Oetkerhalle gehörten vor allem auch wegen des unverwechselbaren Chorklangs sowie der erlesenen Programmauswahl mit vielen Neuentdeckungen zu den Höhepunkten des Bielefelder Musiklebens.

Zum Gedenken an Wolfgang Helbich wird der Bielefelder Musikverein zu Beginn des Konzertes am 26.04.2013 in der Oetkerhalle Bielefeld Auszüge aus der Motette BWV 227Jesu, meine Freude“ von J. S. Bach singen.

Unvergessen bleiben seine Einspielungen von

Johann Sebastian Bach

I. Missa in G major, BWV Anh. 167
II. Magnificat in C major, BWV Anh. 30
III. Missa in A minor, BWV Anh. 24
IV. Sanctus in G major, BWV 240
V. Sanctus in D minor, BWV 239
VI. Sanctus in C major, BWV 237
VII. Cantata „Nach dir, Herr, verlanget mich“, BWV 150

Gesualdo Consort Amsterdam
Solistenquartett der Musikhochschule Bremen
Alsfelder Vokalensemble
Hannoversche Hofkapelle
Wolfgang Helbich [conductor]

Video von YouTube

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Traurige Bach-Grüsse

Volker

Sendung „Tonart“ auf WDR3 am 27.02.2013 um 15 Uhr CD-Vorstellung – im Gespräch mit Uta Pape, Violonistin


Liebe Bachfreunde(innen)

Es ist zwar kurzfristig vor der Sendung  möchte es aber für Interessierte weitergeben.

Ein interessanter Artikel der NW erschien gestern in Ostwestfalen-Lippe (OWL) über die Violonistin „Uta Pape“ aus Werther.

Ich zitiere aus der NW Bielefeld vom 26.2.2013:

Bachs Wegbereiter

Uta Pape stellt auf ihrer Debüt-CD zwei deutsche Geigen-Pioniere des 17. Jahrhunderts ins Rampenlicht

VON THOMAS KLINGEBIEL

Bielefeld. Wer nicht gerade Barockmusik-Spezialist ist, wird Johann Sebastian Bach’s berühmte Violin-Solowerke für einen sensationellen musikhistorischen Anfang halten. Bachs Solo-Sonaten und -Partiten sind aber eher der geniale Höhepunkt einer Entwicklung. Die erfahrene Barockgeigerin Uta Pape aus Werther macht diese Perspektive auf ihrem CD-Debüt „Johann Jacob Walther, Johann Paul von Westhoff, J.S. Bach“ auf fesselnde Weise hörbar.

Uta Pape Violine

                                                                      Uta Pape Violine

Die Violinistin, seit 2001 bei den Bielefelder Philharmonikern, stammt aus einer Mainzer Musikerfamilie und kam schon früh mit Alter Musik in Berührung. Das geweckte Interesse wuchs zu einer Leidenschaft für historische Instrumente und historische Aufführungspraxis, die Uta Pape bis heute neben dem Spiel der modernen Geige bei dem städtischen Orchester in Bielefeld pflegt. Ihre Diplomarbeit an der Düsseldorfer Musikhochschule schrieb sie über den Komponisten und Violinvirtuosen Johann Jacob Walther.

Auf ihrer Debüt-CD, aufgenommen in der Wuppertaler Immanuelskirche mit ausgewiesenen Alte-Musik-Spezialisten wie Klaus Mader (Theorbe), Olaf Reimers (Violoncello) und Wolf-Eckart Dietrich (Cembalo), wirft Uta Pape ihre langjährige Barockmusik-Erfahrung eindrucksvoll in die Waagschale. Mit ihrem klaren, warmen Ton und dem vibratolosen Ausdrucksreichtum, den sie ihrem mit Darmsaiten bespannten historischen Instrument des Mainzer Violinbauers Pancratius Reber entlockt, wirbt sie nachdrücklich für zwei heute außerhalb von Spezialistenkreisen kaum bekannte deutsche Geigenvirtuosen des 17. Jahrhunderts. Die Geigerin macht deutlich, wie viel Bach’s angeblich aus dem Nichts entstandenes Werk für Violine solo diesen Barockvirtuosen verdankt.

Zur Sendung WDR3 TonArt am 27.02.2013 um 15:05 Uhr

Internet-Link: http://www.wdr3.de/programm/sendungen/wdr3tonart/index.html

Komponisten: „Walther, Westhoff, J.S. Bach“, Uta Pape (Violine), CD, Ars Production. Im Gespräch mit der Geigerin wird die CD am Mittwoch, 27. Februar, ab 15:05 Uhr in der Hörfunksendung „Tonart“ auf WDR3 vorgestellt.

Zum ganzen Artikel der NW  >>  h i e r  <<

Begleittext des WDR3 – Link: http://www.wdr3.de/musik/utapape100.html

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Grüße

Volker

Einhundert Jahre Lambarene – In Memoriam: Albert Schweitzer-Jahr 2013 mit Historischen Orgel-Konzerten


Albert Schweitzer (1875-1965)

Albert Schweitzer (1875-1965)

Liebe Orgelfreunde(innen),

unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit

finden im Kalenderjahr 2013 zahlreiche historische Orgel-Konzerte statt aus Anlass zum 100-jährigen Spital-Bestehen von Lambaréné (Gabun, Zentral-Afrika), welches von Albert Schweitzer 1913 als Spital in Lambaréné gegründet worden ist.

Das Jubiläum des Lambaréné-Spitals wurde in 2013 zu einem Albert-Schweitzer-Jahr 2013 der Kirchen- und Orgelmusik ausgerufen. Fast 200 musikalische Andachten, Orgelkonzerte, Gottesdienste und Meditationen finden im Kalenderjahr 2013 in Europa statt. In allen beteiligten Kirchen hatte der spätere Friedensnobelpreisträger (1875-1965) selber öffentlich konzertiert. Die eingehenden Spenden innerhalb der Konzerte gehen an die Albert-Schweitzer-Lambaréné-Stiftung.

Die Sanierungskosten des 1913 von Schweitzer gegründeten Spitals werden auf bis zu fünf Millionen Euro geschätzt. 90 Prozent davon sind nach Angaben des Deutschen Hilfsvereins Albert-Schweitzer-Spital Lambarene noch nicht gedeckt. Der Verein mit Sitz in Frankfurt am Main ist Initiator des Schweitzer-Jahres, das auch das Anliegen des Arztes und Theologen verstärkt wieder in die öffentliche Aufmerksamkeit rücken soll.

Als Theologe, Philosoph sowie als Orgel- und Musikforscher verfasste Albert Schweitzer wegweisende wissenschaftliche Werke. Angesprochen und berührt hat Albert Schweitzer die Menschen ganz ohne Worte als Organist über die Musik von Johann Sebastian Bach.

Albert Schweitzer’s Orgellehrer Charles-Marie Widor regte ein Buch über Johann Sebastian Bach an, durch das die französische Orgelwelt stärker mit der für Bach grundlegenden protestantischen Kirchenmusik und ihrem Wortbezug vertraut gemacht werden sollte (J. S. Bach, le musicien-poète. Paris u. Leipzig 1905). Widor selbst, Schweitzer freundschaftlich zugetan, verfasste dazu das Vorwort. Er riet auch zu einer deutschen Fassung, woraus durch völlige Neubearbeitung Schweitzers große Bach-Monographie (Johann Sebastian Bach. Leipzig 1908) entstand, ebenfalls mit einem Vorwort Widors versehen. Während die biographischen Details und die Datierung insbesondere der Kantaten inzwischen durch die Bachforschung weitgehend überholt beziehungsweise erweitert worden sind, ist die Bach-Monographie in musikästhetischer Hinsicht nach wie vor ein Standardwerk von großer geistes- und wissenschaftsgeschichtlicher Bedeutung.

Lambaréné-Spital in Gabun, Zentral-Afrika

            100 Jahre „Lambaréné-Spital“ in Gabun, Zentral-Afrika. Gegründet 1913 von Albert Schweitzer.

Auf der Orgel zu predigen, war Albert Schweizers erklärtes Ziel. Lassen wir uns ansprechen von der Musik und von den Texten und Gedanken Albert Schweitzers……..

Eine Aussage von Albert Schweitzer:

„Für Bach verhallen die Klänge nicht, sondern steigen als ein unaussprechliches Loben zu Gott empor. In dem Thomaskantor redet einer der größten Mystiker, die es je gegeben hat, zu den Menschen und führt sie aus dem Lärm in die Stille.“

Umfassende Angaben / Termine zu den Albert Schweitzer-Veranstaltungen in 2013

 >>  h i e r  <<

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Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Innerhalb des Albert-Schweitzer-Jubiläumsjahres 2013 fanden zwei beeindruckende Orgelveranstaltungen in OWL – (Ostwestfalen-Lippe) statt, die wir mit Freunden besucht haben und möchte unsere Eindrücke in einem Bericht dazu wiedergeben.

Leider enthielt sich die örtliche Presse mit einer entsprechenden Rezension zu diesen großartigen Konzerten.

Beckerath-Orgel Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Die große Beckerath-Orgel  von 1965 Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Unser erster Besuch galt der Veranstaltung in der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld am 19. Januar 2013 das im Rahmen der „Albert Schweitzer-Tage 2013“  stattgefunden hatte. Die eingehenden Spenden in den Konzerten gehen an die Albert Schweitzer-Stiftung Lambaréné.

Dieses Benefizkonzert wurde von Prof. Daniel Maurer, Straßburg, Titularorganist an St. Thomas und St. Guillaume, durchgeführt. Alle Vortragenden dieser Konzerte verzichten auf ein Honorar und stellen es der Albert Schweizer-Stiftung (für Lambaréné) selbstlos zur Verfügung.

Zu einer vergrößerten Ansicht bitte in die Bilder klicken !

Albert Schweitzer persönlich gastierte zu zwei Orgel-Konzerten in den 20er Jahren in Bielefeld. Schweitzer gab als Bach-Orgel-Sachverständiger Konzeption und Dispositions-Hinweise zum Neuaufbau der Chor-Orgel  – „Kleine Beckeradt-Orgel“  von 1954 – in der Bielefelder Altstädter Nicolaikirche.

Chor-Orgel - Kleine Beckerath-Orgel Altstädter Nicolaikirche Bielefeld von 1954

Chor-Orgel – Kleine Beckerath-Orgel Altstädter Nicolaikirche Bielefeld von 1954

Die Orgel-Werke und drei Lesungen mit Texten von Albert Schweitzer innerhalb der stattfindenden Lesungs-Pausen ergaben einen gelungen  Rahmen innerhalb des Konzertes. Diese Form wurde von Albert Schweitzer in seinen Orgel-Konzerten gerne praktiziert, um dem Hörer nach erklingen der Orgelwerke eine geistlge Vertiefung des Gehörten zu verinnerlichen.

Als ein kongenialer Partner an der großen Beckerath-Orgel fungierte ein Orgelvirtouse der Extra-Klasse aus Frankreich. Prof. Daniel Maurer erwies sich als ein großartiger Bach-Kenner und machte den Orgelabend zu einem wahren Kunstgenuss.

Toccata und Fuge in d-Moll – (BWV 565) ist wohl das mit Abstand bekannteste Orgelwerk europäischer Kunstmusik. Es wird traditionell Johann Sebastian Bach zugeschrieben, auch wenn dessen Autorschaft gelegentlich angezweifelt wurde. Sehr klar und verbindlich ist Maurers Bach-Exegese im BWV 565 zu spüren. Feurig, fast improvisatorisch klingen die Passagen. Kaum je hat man bei der Passacaglia, die hier gleichsam im Mezzoforte anhebt, die Präsenz des Themas intensiver wahrgenommen. Es wurde zu einem Kunstgenuss, diese sehr bekannte Orgel-Literatur einmal so interpretiert zu hören.

Besonders herausstellen möchte ich noch die Transkription von Daniel Maurer „Choral: Meine Seele erhebet den Herrn“ aus den sechs Schübler-Chorälen, BWV 648 und dem Magnificat“ , BWV 243. Das ging ans Herz, die Registrierung und Innigkeit dieser – Maurer-Eigen-Transkription gelang ihm grandios. Kein Räuspern und Husten fand mehr statt, alles lauschte gebannt dem Vortragenden und der Besucher wurde in eine andere Welt entrückt die mit der Wirklichkeit nichts mehr gemein hatte.

Mir vielen spontan Schweizers Worte ein:

In dem Thomaskantor redet einer der größten Mystiker, die es je gegeben hat, zu den Menschen und führt sie aus dem Lärm in die Stille.“

Ein rasender Schlussapplaus der Besucher dankte einem grandiosen Organisten, der sich nur mit einer Händel-Zugabe in die kalte Nacht verabschieden konnte….

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50. Haller Bach-Tage

St. Johanniskirche Halle (Westf.)

St. Johanniskirche Halle (Westf.)

Der nächste Weg auf „Albert Schweitzers Spuren“ führte uns am 2. Februar 2013 in die St. Johanniskirche, nach Halle (Westfalen) zum 50. Haller-Bachfest: 

„TE DEUM LAUDAMUS – Danke und Lob“

Halle in Westfalen gehört nicht eben zu den großen Kulturmetropolen dieser Welt. Aber, einmal im Jahr blickt die Musikwelt dennoch beneidenswert auf das 21.000-Einwohner-Städtchen in der Nähe von Bielefeld so bezaubernd am Teutoburger Wald gelegen. Der Grund: die Haller Bachtage.

WDR3 zum Nachhören Sendung vom 31.01.2013

>> anklicken >>  50 Jahre Haller Bachtage (31.01.2013) [WDR 3 TonArt]

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Heintz-Orgel in St. Johannis Halle (Westf.)

Heintz-Orgel in St. Johannis Halle (Westf.)

HISTORISCHES ORGELKONZERT
Samstag, 2. Februar 2013
18:00 Uhr
St. Johanniskirche, Halle Westfalen

Albert Schweitzer in St.Katharinen
am 28. Oktober 1928
Prof. Martin Lücker (Frankfurt am Main), Orgel

In diesem Historischen Orgelkonzert spielte

Prof. Martin Lücker aus Frankfurt, gebürtig aus OWL

das Programm des Konzertes nach, das Albert Schweitzer am 28.Oktober 1928 in der Evang.St.Katharinenkirche in Frankfurt am Main gab. Ab den 20er Jahren hatten ausgedehnte Konzertreisen Albert Schweitzer in viele europäische Städte geführt; für drei von seinen insgesamt sieben Frankfurter Konzerten kam er in die St.Katharinenkirche: am 28. Oktober und 1. November 1928, dann noch einmal am 19. April 1932. In Scharen lauschten die Menschen seinem Spiel, denn sie erwarteten nicht allein einen hervorragenden Orgelspieler zu hören, sondern wollten auch den Mann erleben können, der als Urwald-Doktor zum Symbol gelebter Nächstenliebe geworden war. 

Original-Programm von 1928 - Erstes Orgelkonzert in Frankfurt von Albert Schweitzer

Original-Programm von 1928 – Erstes Orgelkonzert in Frankfurt von Albert Schweitzer. – Wiederholung am 02.02.2013 in St. Johannis Halle (Westf.)

 Zwar wollte Schweitzer mit seinen Konzerten zunächst einmal Geld für sein Spital in Lambarene einspielen, doch über den guten Zweck hinaus verstand er sein Konzertieren als künstlerische Mission an ein breites Publikum, wie der Aufbau seines Konzertprogramms zeigt. Mit Bachs wohl berühmtestem Orgelwerk, der Toccata und Fuge d-moll BWV 565, eröffnet Schweitzer den Abend. Dann folgen vier Choralbearbeitungen, mit denen er sozusagen ein kleines Leben Jesu vorstellt: Advent, Weihnachten, Passion, Abendmahl. (Mit seiner Geschichte der Leben-Jesu-Forschung hatte Schweitzer bald nach der Jahrhundertwende ein wichtigen Beitrag zu einer zentralen Disziplin der evangelischen Theologie geleistet.)

Stets bat Schweitzer einen orstansässigen Chor, zu den erklingenden Choralvorspielen die passenden Bach’schen Choralsätze zu singen, damit deutlich wird, wie nah am Text Bach komponiert. Doch warum platziert Schweitzer zwischen die Choralvorspiele die Fuge A-Dur BWV 536? Ein Blick in Schweitzers Bach-Biographie lehrt: Das Thema dieser Fuge leitet sich ab aus der Kantate BWV 152 „Tritt auf die Glaubensbahn!“ Mit Präludium und Fuge h-moll BWV 544 setzt Schweitzer den Höhepunkt der Bach-Gruppe, aber für den Schluss des Konzertes wählt er die 6.Orgelsonate von Felix Mendelssohn-Bartholdy (Vater unser im Himmelreich) und endet nicht mit triumphaler virtuoser Geste, sondern ganz verinnerlicht.

Das einzigartige Erlebnis, das Schweitzers Konzerte seinerzeit bedeutet haben müssen, lässt sich nicht rekonstruieren, aber durch das Nachspielen dieses Historischen Orgelkonzertes soll ein Mensch geehrt werden, der Musik, Theologie und Humanität auf beispielhafte Weise verbinden durfte.

(Textangaben Programm Haller Bachtage)

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Für dieses „Historische-Konzert“ von Albert Schweitzer zum Nachspielen von 1928 steht in St. Johannis in Halle (Westf.) die großartige Heintz-Orgel von 1992 zur Verfügung.

Heintz-Orgel von 1992 in St. Johannis Halle Westf.

                                  Heintz-Orgel von 1992 in St. Johannis Halle Westf.

Kurz-Angaben zu der Heintz-Orgel:

Gebaut hat die Orgel die Firma Georges Heintz aus Schiltach im Schwarzwald im elsässischen Stil nach Andreas SilbermannJede Orgel bekommt ihre unverwechselbare äußere Gestalt (Prospekt) und ihr charakteristisches Klangbild (Disposition).

Der Prospekt wurde von Burkhard Goethe entworfen. Die Disposition stammt von KMD Martin Rieker, Georges Heintz (Orgelbau) und Dr. Helmut Fleinghaus. (Dozent HfK Herford) 15 m³ Eichenholz, geschlagen im Kraichgau, 1.200 kg Zinn und 1.500 kg Blei wurden für die Orgel verarbeitet. Insgesamt besitzt sie 2.198 Pfeifen aus Holz und Metall. Die längste Pfeife (Holz) ist 5,10 m lang; die kürzeste (Metall) ist 19 mm lang. 

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Ein Kurz-Ausschnitt als Video von der Heintz-Orgel in St. Johannis, Halle

Link: https://meinhardo.files.wordpress.com/2011/02/84-haller-bachtage-halle-westfalen.mov

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Ausverkauft ist das Konzert nicht. Aber mehr als 250 Musikfreunde sind in die St. Johanniskirche nach Halle gekommen, wo die Organisatoren zwar nicht die Kirchenbänke verrücken können, aber doch die Bestuhlung seitlich am Altarraum auf die Orgel ausgerichtet haben. Wir setzten uns im Mittelgang auf die erste seitliche Stuhlreihe in der Hoffnung, alles gediegen mitzubekommen. Bei der wörtlichen Einleitung zum „Historischen Programm von 1928“ durch Martin Lücker verstanden wir trotz der Nähe zu ihm kein Wort, die Lautsprecher waren auf den Kirchenraum (Mittelschiff) ausgerichtet und das Seitenschiff blieb unbeschallt ein absoluter Fauxpas des Veranstalters hier müsste unbedingt Abhilfe geschaffen werden oder die Stuhlreihen entfallen in Zukunft….!!

Für das eigentliche Orgel-Konzert erwiesen sich die Plätze als gut geeignet. Mit  der Toccata und Fuge d-Moll BWV 565 von Johann Sebastian Bach, das wohl bekannteste Orgelwerk des Komponisten. begann das „Historische-Konzert von 1928“. Martin Lücker bot eine in sich stimmige Interpretation die zu gefallen wusste. Im Unterbewusstsein war mir noch die grandiose Wiedergabe in Bielefeld von Daniel Maurer im Gedächtnis haften geblieben, die unzweifelhaft etwas Einmaliges gewesen war.

Fantastisch erklangen im Anschluss die vier Choral-Vorspiele von J.S. Bach. Hier spürte man es recht deutlich, das war die Welt, wo sich der Organist zuhause fühlt. Wunderschön registriert in ruhiger Manier gespielt, war es ein Hochgenuss, Lücker in seinem innigen Vortrag zu folgen. Als ein zusätzlich bewegender Moment erwiesen sich die gesungenen Choräle zur Verinnerlichung des zuvor Gehörten. Das war ganz im Sinne von Albert Schweitzer und wurde von dem prächtig singenden Chor großartig umgesetzt. Diese Ausführungsform habe ich in einem Orgel-Konzert noch nie erleben dürfen und würde den zukünftigen Aufführenden sehr ans Herz legen, diese Idee von Schweitzer wieder aufleben zu lassen.

Mit Präludium und Fuge h-Moll BWV 544 stand ein weiteres Orgelwerk von Bach auf dem Programm, ehe Felix Mendelssohn-Bartholdys Sonate d-Moll op. 65, Nr 6 den Abschluss bildete. Diesem Werk wurde Lücker ebenso gerecht wie der Musik Bachs. Es strahlt eine große Spiritualität aus, die der Organist wunderbar interpretierte. Sowohl Martin Lücker als auch das Vokalensemble boten eine hervorragende Gesamt-Leistung an diesem außergewöhnlichen Konzert-Abend.

Gerne wären wir dem 50. Haller Bachfest weiter gefolgt, German-Brass, Dorothee Mields, Knabenchor Hannover u,v,a, Interpreten geben sich in Halle die Klinke in die Hand aber der Zuspruch ist so immens, das an Karten so gut wie nicht mehr heranzukommen ist.

Ein Historisches Video mit Albert Schweitzer an der Orgel:

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Grüße

Volker

Sir John Eliot Gardiner – Konzerte im Kalenderjahr 2013 in Deutschland / Europa


Liebe Gardiner-Freunde/innen !

Es ist wieder soweit, Sir J.E. Gardiner gibt in diesem Jahr zahlreiche Konzerte in Deutschland. Das erste Konzert findet am Donnerstag, 24. Januar 2013, Donnerstag, 25. Januar 2013 und am Sonntag, 27.01.2013 in Leipzig im Gewandhaus mit einem Robert Schumann – Programm statt.

Gardiner im Gewandhaus Leipzig

Programm

ROBERT SCHUMANN
Ouvertüre zu Genoveva , Op.81
Nachtlied, Op. 108
Requiem für Mignon, Op.98b
(Intervall) Manfred , Op.115

Darsteller

Monteverdi Choir
Leipzig Gewandhaus Orchestra
John Eliot Gardiner

Sitzplan Großer Saal Gewandhaus und Online -Tickets für Do. 24.01.2013  >> – h i e r <<

Sitzplan Großer Saal Gewandhaus und Online -Tickets für Fr. 25.01.2013  >> – h i e r <<

Sitzplan Großer Saal Gewandhaus und Online -Tickets für So. 27.01.2013  >> – h i e r <<

Ticket und Telefon: +49 341 1270 280  /  TICKETS: jetzt bis 18 Uhr

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Banner Bachmarathon am 1-04.2013 in London

        Banner Bachmarathon –  12 Stunden Bach am 01.04.2013 in London – Royal Albert Hall

 

 

SIR JOHN ELIOT GARDINER PRESENTS ONE INCREDIBLE DAY OF BACH

01 April 2013 (Easter Monday) London, Royal Albert Hall
Join John Eliot Gardiner, the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists, and guest artists Viktoria Mullova, Alban Gerhardt, Cameron Carpenter, Robert Levin and more for an amazing day of music celebrating the greatness of Bach.

Telefon Buchungen und Anfragen Royal Albert Hall Abendkasse:
Aus Großbritannien: 0845 401 5045 
Aus dem Ausland: +44 20 7589 8212

Klicken Sie hier, um die Sitzordnung der Royal Albert Hall zu sehen

Tickets gibt es für den ganzen Tag, Preise:

Grand Tier – £ 125
Loggia – 100 €
2. Tier – £ 87,50
Stalls – 75 £
Kreis Front – £ 47,50
Choir – £ 35
Rear Circle – £ 32,50
Arena (stehend) – 29 £
Circle (eingeschränkte Sicht ) – 20 £

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Konzert-Termine (J.S. Bach) für EUROPA / Deutschland – mit Link:

Programm

J.S. Bach: Johannes-Passion BWV 245

Darsteller:

Monteverdi Choir 
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner, Dirigent
Nicholas Mulroy, Tenor (Evangelist)
Andrew Tortise, Tenor
Andere Solisten werden noch bekannt gegeben

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Veranstaltungs-Orte Europa / Deutschland:

22.3.2013 Luzern / Schweiz (Johannes-Passion BWV 245 – / – 26.3.2013 Barcelona / Spanien (h-Moll Messe BWV 232) – / 29.3.2013 Köln / Deutschland (Johannes-Passion BWV 245) – / 01.04.2013 London / England (12 Std. Bach-Marathon) – / – 06.04.2013 Paris / Frankreich (Bach-Kantaten) – / – 07.04.2013 Paris / Frankreich (Mass in B minor BWV 232).

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Stravinsky-Programm mi dem LSO und Monteverdi Choir

                                        Stravinsky-Programm mi dem LSO und Monteverdi Choir                                                                

Programm

Igor Strawinsky – Apollon Musagète Oedipus Rex

Darsteller

Monteverdi Choir
London Symphony Orchestra 
John Eliot Gardiner

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Veranstaltungs-Orte – (Strawinsky-Programm) in Europa / Deutschland:

22.04.2013 Brüssel / Belgien – / – 23.04.2013 Paris / Frankreich – / – 25.04.2013 London / England – / – 28.04.2013 Köln / Deutschland.

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The English Baroque Soloists mit Bach-Kantaten

                  The English Baroque Soloists – mit Bach-Kantaten und Johannes Passion in 2013

J.S. Bach: Oster-Kantaten und Himmelfahrts-Oratorium im Juni 2013

Programme variieren für jeden Tag.

Programm I 

Wer da gläubet und getauft wird – Cantata BWV 37
Auf Christi Himmelfahrt allein – Cantata BWV 128 
Konzert für zwei Violinen in d-Moll, BWV 1043 
Gott Fahret auf mit Jauchzen – Cantata BWV 43

Programm II 

Kommt, eilet und laufet – Oster-Oratorium, BWV 249
Lobet Gott in seinen Reichen – Himmelfahrts-Oratoirum, BWV 11 

Programme III

Johannes-Passion BWV 245

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Veranstaltungs-Orte (Programm – Bach-Kantaten-Oratorien) in Europa / Deutschland:

14.06.2013 Aldeburgh / England –

Programm

Wer da glaubet und getauft wird, Cantata BWV 37
Auf Christi Himmelfahrt allein, Cantata BWV 128
Konzert für zwei Violinen in d-Moll, BWV 1043
Gott Fahret auf mit Jauchzen, Cantata BWV 43

Darsteller

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner, Dirigent

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16.06.2013 Aldeburgh / England –

Aldeburgh Music, UK

Programm

Johannes-Passion BWV 245

Darsteller

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner, Dirigent
Mark Padmore, Tenor (Evangelist)
Hannah Morrison, Sopran
Meg Bragle, Alt
Nicholas Mulroy, Tenor
Peter Harvey, Bass (Pilatus)
Soloist wird noch bekannt gegeben (Christus)

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Soli Deo Gloria Braunschweig festival 2013

Monteverdi Choir English Baroque Soloists Foto: © Chris Christodoulou

Monteverdi Choir English Baroque Soloists Foto: © Chris Christodoulou

Königslutter / Deutschland

„Soli Deo Gloria“ – Braunschweig festival

DI 18. Juni 2013, 20.00 Uhr

Königslutter, Kaiserdom

Programm:

Kommt, eilet und laufet – Ostern Oratorium, BWV 249 

Lobet Gott in seinen Reichen – Himmelfahrts- Oratorium, BWV 11

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Ausführende:

Monteverdi Choir, / The English Baroque Soloists,

Leitung: Sir John Eliot Gardiner, Dirigent – Hannah Morrison, Sopran – Meg Bragle, Alt  – 

Nicholas Mulroy, Tenor  – Peter Harvey, Bass

Karten-Vorverkauf: 

http://www.solideogloria.de/index.php/karten/vorverkauf

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20.06.2013 Bachfest Leipzig / Deutschland

Thematik Vita Christi:

Die nachstehenden Termine..!!

Sir J.E. Gardiner mit dem Monteverdi Choir

am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr

 in der Thomaskirche Leipzig:

Johann Sebastian Bach 

Johannes-Passion

Darsteller:

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner, Dirigent
Mark Padmore, Tenor (Evangelist)
Hannah Morrison, Sopran
Meg Bragle, Alt
Nicholas Mulroy, Tenor
Peter Harvey, Bass (Pilatus)
Soloist wird noch bekannt gegeben (Christus)

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Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr

erfolgt dann mit Sir J.E. Gardiner in der Nikolaikirche 

ein Kantatenkonzert

mit den folgenden Bach-Werken:

BWV 249  – (Oster-Oratorium) – “Kommt eilet und laufet”

und

BWV 11   – (Himmelfahrts-Oratorium) – ”Lobet Gott in seinen Reichen.”

Darsteller

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner, Dirigent
Hannah Morrison, Sopran
Meg Bragle, Alt
Nicholas Mulroy, Tenor
Peter Harvey, Bass

Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:

Link:  http://www.bach-leipzig.de/index.php?id=618

Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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27.06.2013 Paris / Frankreich

Darsteller

Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner, Dirigent
Hannah Morrison, Sopran
Meg Bragle, Alt
Nicholas Mulroy, Tenor
Peter Harvey, Bass

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Logo Salzburger Festspiele

                                                                               Logo und Rechte: Salzburger Festspiele

24.08.2013 Salzburg / Österreich (Salzburger Festspiele)

und am 25.08.2013 Salzburg / Österreich

Unter der Leitung von John Eliot Gardiner erklingt von Händel „Das Alexander-Fest“ – eine Ode zu Ehren der Hl. Cäcilie, der Patronin der Kirchenmusik –, und zwar in der Orchestrierung von Mozart.

PROGRAMM

GEORG FRIEDRICH HÄNDEL / WOLFGANG AMADEUS MOZART • Das Alexanderfest oder Die Macht der Musik HWV 75 – Weltliches Oratorium für Soli, Chor und Orchester nach der Cäcilienode von John Dryden in einer Bearbeitung von Wolfgang Amadeus Mozart KV 591

PDF-Programm

INTERPRETEN

John Eliot GardinerDirigent
Hannah MorrisonSopran
Mauro PeterTenor
Thomas E. BauerBass
The Monteverdi Choir
John Eliot Gardiner, Choreinstudierung
Mozarteumorchester Salzburg

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Weitere Termine erfolgen nach Kenntnisstand..!!

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News vom Bach-Archiv Leipzig. Zwei neue Bilder aus der Bach-Familie erstanden, Bach-Archiv auf YouTube


Zwei neue Bilder aus der Bach-Familie

Die Stiftung Bach-Archiv Leipzig hat ihre Sammlung um wichtige Zeitdokumente zur Musikerfamilie erweitert. Das Archiv teilte mit, zwei bedeutende Bach-Bilder seien hinzugekommen. Es handelt sich demnach um ein Pastellbildnis aus der Hand Johann Philipp Bach (1752-1846). Es zeigt Carl Philipp Emmanuel Bach. Das zweite Werk ist ein zuvor unbekanntes Aquarell des Landschaftsmalers Johann Sebastian Bach der Jüngere (1748-1778).

Das Bach-Archiv Leipzig entstand 1950 anlässlich des 200. Todestages Johann Sebastian Bachs und versteht sich nach eigenen Angaben als musikalisches Kompetenzzentrum an dessen Hauptwirkungsort. Ziel ist es, Leben und Wirken des Komponisten und der Musikerfamilie Bach zu erforschen und deren kulturelles Erbe zu bewahren. Zum Archiv gehört ein Museum, das im vergangenen Jahr mehr als 48.000 Besucher anlockte.

Pastellbildnis aus der Hand Johann Philipp Bachs (1752–1846)

Pastellbildnis aus der Hand von Johann Philipp Bach.
Es zeigt Carl Philipp Emmanuel Bach.

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Bach Channel des Bach-Archivs Leipzig geht online

Ab sofort können Videomitschnitte ausgewählter Veranstaltungen im barocken Sommersaal des Bach-Museums Leipzig in einem neu eingerichteten Bach Channel abgerufen werden. Eine Kooperation mit der Hochschule Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) ermöglicht die online-Dokumentation von Konzertveranstaltungen, wissenschaftlichen Konferenzen, Buchvorstellungen und Gesprächsreihen. Studenten des Fachbereichs Medien der HTWK zeichnen sowohl für die Aufnahme als auch für die Nachbearbeitung der Beiträge verantwortlich, die vom hochschuleigenen Fernsehsender »floid TV« produziert werden.

Die Videoclips werden regelmäßig gestreamt und ermöglichen so der internationalen Bachgemeinde eine Teilhabe an den vielfältigen Angeboten vor Ort in Leipzig.

Das BachArchiv auf YouTbe

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Ein neu konzipiertes Bach-Werke-Verzeichnis soll in 2015 erscheinen.

Das durch die Fülle der Neuerkenntnisse und fortlaufende Ergänzung schwer verständliche System der Benennung von Frühfassungen und Varianten einzelner Werke wird auch im Hinblick auf die Nutzbarkeit digitaler Medien von einem alphabetischen auf ein rein numerisches System (in chronologischer Reihenfolge) umgestellt. Der inzwischen durch zahlreiche Verschiebungen unübersichtlich gewordene Anhang wird ebenfalls komplett überarbeitet.

(Textangaben: Bach-Archiv Leipzig)

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Grüße

Volker

Sir Simon Rattle verlängert nicht seinen Vertrag mit den Berliner Philharmoniker


Klassik-News..!!

Sir Simon Rattle. Dirigent der Berliner Philharmoniker

Sir Simon Rattle. Dirigent der Berliner Philharmoniker

 

Wie heute bekannt gegeben wurde, verlängert der Dirigent:

Sir Simon Rattle

seinen Vertrag mit den Berliner Philharmoniker  n i c h t  und wird einem Nachfolger Platz machen. Ein bedauerlicher Schritt.

Weitere Informationen dazu:

http://www.welt.de/kultur/musik/article112671491/Simon-Rattle-verlaesst-die-Berliner-Philharmoniker.html?wtmc=nl.rstkultur

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Das lang ersehnte J.S. Bach-Buch von Sir John Eliot Gardiner erscheint in einer englischen Version im September 2013


Liebe Gardiner-Freunde(innen) !

Sir J.E. Gardiner Interview The Wall Street Journal - Fotorechte: © Kenn Fallin

Sir J.E. Gardiner Interview The Wall Street Journal – Fotorechte: © Kenn Fallin

In einem Interview mit der Zeitung

THE WALL STREET JOURNAL

vom 13.11.2012 kündigt Sir J. E. Gardiner die Veröffentlichung seines J.S. Bach Buches für den Monat September 2013 an. Diese Veröffentlichung wir es vorerst nur in einer englischen Version geben. Wir würden uns in Deutschland sehr darüber freuen, wenn eine deutsche Übersetzung schnellstens zur Veröffentlichung gebracht würde.

Ich zitiere aus der englischen Zeitung:

Our conversation touches on Mr. Gardiner’s forthcoming book on Bach, scheduled for British publication next September. „It’s less a conventional biography,“ he explains, „than a series of 14 contextualizing approaches to Bach through the music.“ For instance, one chapter explores „the family ramifications and what it meant to be a Bach, while comparing Europe’s parallel musical dynasties at the time: the Bachs in Germany, the Scarlattis in Italy, the Bendas of Bohemia and the Couperins in France. Another chapter . . . investigates Bach’s relationship to Martin Luther and the complexity of the religious element in Bach’s music. And on it goes.“

Lucas Cranach the Elder (1472-1553), Luther’s close friend and portraitist, is a painter Mr. Gardiner identifies with Bach. „Cranach is so much part of Lutheran iconography that he’s an inescapable part of Bach’s heritage, and Bach must have been introduced to his work during his years in Weimar, where Cranach’s house still stands……………….“

Zum ganzen Interview >> h i e r <<

Eine Deutsche Fassung wird im Herbst 2016 veröffentlicht werden..!!

Herzliche Grüße

Volker

Dirigent und Musiker Helmuth Rilling übergibt die Leitung der Internationalen Bachakademie in 2013 an Hans-Christoph Rademann


News aus der Klassikszene!

Rilling geht nach 30 Jahren Foto: Bachakademie

Rilling geht nach 30 Jahren Foto: Bachakademie

Mehr als drei Jahrzehnte leitete Helmuth Rilling die von ihm gegründete Internationale Bachakademie in Stuttgart und erarbeitete sich in der Musikszene den Namen „Bach-Papst“. Zum Abschied von seinem Lebenswerk hat sich Bundespräsident Joachim Gauck angekündigt. Mit einem Festkonzert im Stuttgarter Beethoven-Saal am 24. August 2013 will Rilling symbolisch sein Amt an das neue Führungsduo, Hans-Christoph Rademann als künstlerischen Leiter und Gernot Rehrl als neuen Intendanten, übergeben.

»Musik darf nie bequem sein, nicht museal, nicht beschwichtigend. Sie muss aufrütteln, die Menschen persönlich erreichen, sie zum Nachdenken bringen.«

Dies ist das persönliche Leitbild Helmuth Rillings, des Dirigenten, Lehrers und Botschafter Bachs in der ganzen Welt.

1954 gründete Helmuth Rilling die Gächinger Kantorei, 1965 kam das Bach-Collegium Stuttgart als instrumentaler Partner dazu. Ab dieser Zeit datiert die intensive Beschäftigung Helmuth Rillings mit dem Werk Johann Sebastian Bachs. Er hat außerdem zur Wiederentdeckung der romantischen Chormusik beigetragen und fördert durch regelmäßige Kompositionsaufträge die zeitgenössische Musik. Mit seinen Ensembles gibt Rilling international Konzerte und ist gefragter Gastdirigent bei führenden Orchestern in aller Welt – darunter die Wiener Philharmoniker, das New York Philharmonic, das japanische NHK Symphony Orchestra und andere namhafte Klangkörper. Eine besondere Freundschaft bindet ihn seit über dreißig Jahren an das Israel Philharmonic Orchestra, das er zusammen mit der Gächinger Kantorei in über 100 Konzerten dirigierte. Die nächste gemeinsame Konzertserie ist für 2013 geplant.

Schallplatten-, Hörfunk- und Fernsehproduktionen dokumentieren das Schaffen Helmuth Rillings. Als erster Dirigent spielte er sämtliche Kantaten J. S. Bachs ein; zum Bach-Jahr 2000 erschien unter seiner künstlerischen Gesamtleitung mit der EDITION BACHAKADEMIE die Gesamtaufnahme des Bachschen Werkes auf 172 CDs. Mit der Einspielung von Krzysztof Pendereckis »Credo« gewann er den Grammy 2000 für die beste Chor-Darbietung und wurde erneut 2001 für die Einspielung von DEUS PASSUS von Wolfgang Rihm nominiert. Auf CD sind zuletzt Werke von Haydn, Händel, Gubaidulina (»Passion und Auferstehung Jesu Christi nach Johannes«, ausgezeichnet mit dem Echo Klassik 2008) sowie Brittens »War Requiem«, der von Rilling initiierte Messiah von Sven-David Sandström und das Verdi-Requiem erschienen. Rillings jüngste Aufnahme, Honeggers »Jeanne d’Arc«, erscheint 2012.

Eine Video mit Helmuth Rilling

Bach-Kantate – BWV 148 „Bringet dem Hern Ehre seines Namens“ (1 bis 3)

1. Bringet dem Hern Ehre seines Namens
2. Ich eile, die Lehren des Lebens zu hören (at 3:54)
3. So, wie der Hirsch nach frischem Wasser schreit (at 9:06)

Gächinger Kantorei Stuttgart
Bach-Collegium Stuttgart
Helmuth Rilling, Director

Soprano: Arleen Augér;
Altos: Gabriele Schreckenbach, Helen Watts;
Tenors: Kurt Equiluz, Lutz-Michael Harder;
Bass: Philippe Huttenlocher

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(Textauszüge: Rilling-Homepage und  – Von Marcel Mund – dapd, KIZ)

Grüße

Volker

 

Fernsehsendungen mit „Klassischer Musik“ und einem Gottesdienst zum Reformationstag


Liebe Klassikfreunde/innen !

Einige interessante Fernseh-Sendungen sind zum Reformationstfest, 31.10.2012 und an den Folgetagen von mir aufgeführt worden.

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Thomaskirche Leipzig

Thomaskirche Leipzig

Am Mittwoch, 31. Oktober 2012

ARD-Fernsehen 1. Programm um 10:00 Uhr

eine Live-Übertragung des „Festgottesdienstes aus der Thomaskirche Leipzig.“

Das 800jährige Bestehen der Thomaner wird in einem festlichen Gottesdienst gefeiert, der am Reformationstag live aus der Leipziger Thomaskirche im Ersten übertragen wird.

Die Predigt hält der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Galater 5,1-6).

Im Anschluss an den Gottesdienst Verleihung der Martin-Luther-Medaille der Evangelischen Kirche in Deutschland durch den Vorsitzenden des Rates der EKD, Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider.

In dem Festgottesdienst erklingt die Bach-Kantate

BWV 79 “Gott, der Herr, ist Sonn und Schild”

Ausführende Solisten,

THOMANERCHOR Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung:
Thomaskantor Georg Christoph Biller

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Martin Luther

MDR – Fernsehen – Mittwoch, 31. Oktober 2012 

08:00 Uhr Martin Luther Der Protest

Fernsehfilm aus dem Filmzyklus über Martin Luther 1983

Martin Luther, Doktor an der Universität Wittenberg, bringt 1517 in seinen Thesen wider die Missbräuche des Ablasshandels den aufkeimenden Unmut des deutschen Volkes gegen die Ausplünderung durch die römische Geistlichkeit zum Ausdruck. Seine Ideen betrachtet Kurfürst Friedrich von Sachsen als Mittel, die eigene Machtstellung in Abgrenzung zur päpstlichen Kirche zu festigen. Er verwehrt dem Dominikaner Tetzel, oberster Händler der Gnadenerweise, den Zutritt ins Land. Mit der Universitätsreform wird Wittenberg Zentrum des geistigen Lebens und der Auseinandersetzung um die ursprüngliche Wahrheit des Evangeliums.

Aber die Luthers Gedanken innewohnende Sprengkraft erschreckt selbst seine Anhänger, wie Professor Karlstadt und den Maler Lucas Cranach. Als Luther seine Thesen trotz der Mahnungen von Staupitz, Generalvikar des Augustinerordens, öffentlich macht, sammeln sich seine Feinde zum Angriff. Tetzel formuliert Gegenthesen, in denen er Luther Ketzerei vorwirft. Schlamann, Dekan der Universität, und Pater Ludwig, Beichtvater der Barbara Cranach, bezichtigen Luther, mit der Waisen Kristina eine Hexe in die Stadt gebracht zu haben.

Musik: Karl-Ernst Sasse

Kamera: Erich Gusko

Buch: Kurt Veth

Regie: Kurt Veth

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Heinrich Schütz

Heinrich Schütz

MDR FERNSEHEN – Mittwoch, 31.10.2012

um 23:30 Uhr bis 00:30 Uhr

„Wovon ich sing‘ und sagen will….“

Eine musikalisch-religiöse Reise durch „Mitteldeutschland“

Von Augsburg bis Zwickau schmettern in diesem Jahr die Posaunen, Chöre singen, Orgeln klingen – alle spielen auf zum Themenjahr der EKD: „Reformation und Musik“.

Martin Luther hat nicht nur die Kirche reformiert, er hat auch die Kraft der Musik für den Glauben erkannt. Die Musik sei ein Instrument, das die Seelen der Gläubigen beflügelt. Musik bringt Gebete zum Klingen. Gefühle wie Leid und Hoffnung, Liebe und Trauer werden in Melodien nachfühlbar. Melodien bewegen die Herzen und die Gemüter. Martin Luther hat die emotionale Kraft der Musik nicht nur für den Gottesdienst erkannt, sondern auch jedem Menschen zugänglich gemacht. Sein Anstoß, Gemeindegesang im Gottesdienst als zentrales Element festzuschreiben, war der Anfang für eine neue Epoche europäischer Musikkultur.

So kann man also mit Fug und Recht behaupten: Die Wiege der Kirchenmusik, wie wir sie heute kennen, steht in Mitteldeutschland. Große Namen wie Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach und Paul Gerhardt stehen dafür. Chöre wie die Leipziger Thomaner, der Dresdner Kreuzchor, die Dresdner Kapellknaben und die Saalfelder Sängerknaben bürgen dafür. Musik und Kirche, das gehört zusammen. So wie ein Gottesdienst ohne Lieder nicht denkbar ist, so ist unser Leben ohne Musik nicht vorstellbar. Getreu dem Sprichwort „Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen kennen keine Lieder“ lädt Anja Koebel zu einem musikalischen, informativen und unterhaltsamen Ausflug in die Geschichte der Kirchenmusik ein – von Psalmen und Kantaten bis zum Gospel.

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J.S. Bach

MDR-Fernsehen – Donnerstag, 01. November 2012

um 00:30 Uhr bis 01:15 Uhr

Johann Sebastian Bach – Der liebe Gott der Musik

Film von Lew Hohmann und Winifred König

„Nicht Bach, Meer sollte er heißen“, sagte Beethoven. „Wir sind alle Stümper gegen ihn“, meinte Robert Schumann und Claude Debussy nannte Bach gar den „lieben Gott der Musik“. Wer war dieser Mann, „von dem alle musikalische Weisheit ausging“ und der heute unbestritten als „das Musikgenie“, als der wohl größte Musiker aller Zeiten gilt?

Sein riesiges Werk – fast 1.200 Kompositionen hat er uns hinterlassen, künstlerisch wie technisch vollkommen – berührt tief. Das 18. Jahrhundert aber versagte dem Genie Bach seine Anerkennung. Sein Leben, so überraschend wenig gesichertes Wissen wir darüber auch haben, war ein Leben in vielleicht selbst gewählter provinzieller Enge, ein Kampf um die ihm gebührende Achtung, um Auskommen und nötige Arbeitsbedingungen mit kleinlichen Obrigkeiten, ein ständiges und all zu oft erfolgloses Ringen um Anerkennung seiner Arbeit; ein Dasein, das von frühester Jugend an von ständiger Konfrontation mit Verlust und Tod geliebter Menschen begleitet war; ein Leben aber auch, das er unbeirrt seiner Idee unterwarf: musikalische Vollkommenheit zu erreichen und die Grundlagen aller Musik zu schaffen.

Es gibt nur wenige Dokumente, die etwas über Bachs Leben aussagen, nicht einmal ein wirklich verifizierbares Porträt. Das wohl authentischste Zeugnis ist der Nekrolog, den sein Sohn Carl Philipp Emanuel Bach für seinen Vater verfasste. Das Übrige, worauf die Nachwelt angewiesen ist, sind amtliche Texte, Eingaben, Gutachten, Konzeptionen, Rechnungen, Ratsprotokolle, Schullisten.

Und es gibt noch weniger Zeugnisse von Bachs eigener Hand, die etwas über den Menschen Bach aussagen, über seine Freuden, seinen Kummer, seine Gedanken, seine Seele. Wenig ist überliefert und dennoch unermesslich viel: seine Musik und das, was sie über sein Empfinden und Fühlen erzählt.

Der Film betrachtet Bachs Biografie, auch manche weniger bekannten Episoden und Charakterzüge in einer Mischung von Dokumentarischem, Authentischem und Fiktionalem, betrachtet den Menschen Bach, um seinem Geheimnis näherzukommen.

(MDR 14.11.2004)

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Thomas Hengelbrock Dirigent

Thomas Hengelbrock Dirigent

Südwest-Fernsehen – Sonntag, 4. November 2012 

um 08:55 Uhr bis 09:45 Uhr

Thomas Hengelbrock – Musik, ein Fest fürs Leben

Auch sich selbst sieht er als Architekt:

„Ich bin der alten Renaissance-Idee doch sehr verhaftet, dass der Mensch ein Baumeister ist, dass er sein Leben zur Verfügung gestellt bekommt, um dann auch etwas zu schaffen, zu erschaffen im Rahmen seiner Möglichkeiten.“Der Film dokumentiert in vielen Proben und Konzert-Ausschnitten die Vielseitigkeit des „Baumeisters“ Hengelbrock: von Bach, Mozart, Mendelssohn, Rossini über Schumann, Wagner bis hin zum Musical.

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Thomanerchor Leipzig

BR-Fernsehen (Bayerisches Fernsehen) – Sonntag, 4. November 2012

um 12:45 bis 13:30 Uhr

800 Jahre Thomaner

„Einmal Thomaner, immer Thomaner“, sagen die Mitglieder des Chores, ganz gleich, ob sie es gerade sind oder einmal waren. Bis sie 18 sind, leben sie für die Musik: Proben, Singen in Kirchen und Konzertsälen, Reisen in die ganze Welt, Medienauftritte, CD-Aufnahmen. Dabei sind sie aber auch „ganz normale“ Schüler, Kinder, Jugendliche. Sie spielen Fußball, tummeln sich bei Facebook, verlieben sich. Sie leben im Internat, das bei ihnen „Alumnat“ heißt, so wie es schon die Thomaner vor 800 Jahren taten, als die Thomasschule als erste öffentliche Schule Deutschlands gegründet wurde.

Leben, Lernen und Singen, das war und ist das Konzept bis heute. Mit Johann Sebastian Bach ist der Thomanerchor nachhaltig in die Geschichte eingegangen. Der zwölfjährige Paul Vogel ist einer der drei Jungen, die im Mittelpunkt des Films zum Jubiläum des Chores stehen. Mit ihnen wird der Alltag der Thomaner erlebbar: ihr Leben im sogenannten „Kasten“, der eine Welt für sich ist und nun umgebaut wird, damit er den heutigen Bedürfnissen entspricht; die Probenarbeit mit Thomaskantor Georg Christoph Biller, dem der große Name seines Vorgängers Bach nicht immer nur Ansporn und Freude war; gemeinsame Mahlzeiten, Unterricht.

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Zum Reformationsfest passt dieser Alt-Beitrag recht gut mit Angaben zu den Reformations-Kantaten:

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2009/10/30/j-s-bach-reformations-kantaten/

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Ich wünsche viel Spaß mit den Fernseh-Sendungen..!!

Grüße

Volker

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Neuigkeiten vom Label monteverdi und ein Interview mit Sir John Eliot Gardiner


Liebe Gardiner-Freunde/innen,

Sir John Eliot Gardiner

Sir John Eliot Gardiner

es gibt wieder Neuigkeiten vom Label „Monteverdi“ und  J.E. Gardiner im Interview.

Auf der Webseite von Monteverdi können die nächsten Konzert-Termine mit dem Monteverdi Choir eingesehen werden…

Linkhttp://www.monteverdi.co.uk/concerts

Weiterhin werden für Weihnachten  CD’s mit Bach-Kantaten zum Weihnachtsfest und Neujahr veröffentlicht.

Cover CDs SDG 178

Cover CDs SDG 178

Diese CD-Box ( 6 CDs) ist eine Sammlung von Bach-Kantaten für den gesamten Weihnachtszeitraum aus der preisgekrönten Serie von Aufnahmen aus dem Jahr 2000 „Bach Cantata Pilgrimage.“

Link: http://www.monteverdi.org.uk/shop/albums/cantatas/bach-cantatas-for-christmas

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Weiterhin kann das Requiem von Berlioz vom 28.06.2012 „Festival de St Denis“ (Frankreich) auf der Mediathek-Seite von Monteverdi angesehen werden.

Link: http://www.monteverdi.co.uk/multimedia

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Ein Interview mit Sir John Eliot Gardiner erschien in der BZ Berner Zeitung mit der Überschrift:

„Manche Orchester sind wie Wurstmaschinen“

Sir John Eliot Gardiner, Dirigent und Biobauer, gilt als kaltschnäuziger Revolutionär des Musikbetriebs. Bei einer Privataudienz in London ging er in die Knie vor Beethovens bestem Werk, das er nun in Bern aufführt……

Zum gesamten Interview über den nachstehenden Link:

Link:  http://www.bernerzeitung.ch/kultur/klassik/Manche–Orchester-sind-wie-Wurstmaschinen/story/27651468

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Wünsche allen ein schönes Wochenende

Grüße

Volker

Das Projekt vom Dirigenten Karl Richter kommt zum Abschluss und sucht Sponsoren


Bach-Interpret Karl Richter (1926-1981)

Liebe Bach-Freunde/innen !

Das Projekt „Karl Richter“ geht nun in die letzte Runde. Der sechste Band der „Zeitdokumente“ ist schon in Arbeit, und anschließend steht noch ein Zusatzband an, in dem viele bisher in den Archiven von Dresden und Leipzig schlummernden Dokumente aus Richters Kindheit und Jugend veröffentlicht werden.

Die beiden ausstehenden Bände erfordern – abgesehen von meiner Arbeit – insgesamt noch einmal etwa 10.000,- Euro an vorausschaubaren Kosten für Materialien, Druck etc. Es wäre daher sehr willkommen, wenn sich möglichst

viele Karl Richter-Freunde mit einer großzügigen Spende an der Restfinanzierung des Projekts beteiligen könnten.

Zu diesem Zweck haben wir ein Sonderkonto eingerichtet, das wir Ihnen gerne mitteilen.

 Alle „Sponsoren“ erhalten den Zusatzband gratis zugeschickt.

Link zum Karl Richter-Projekt:

http://karlrichtermunich.blogspot.de/2012/09/karl-richter-projekt.html

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Gerne möchte ich als ein „Karl Richter-Freund“ diesen Aufruf mit unterstützen und bitte um eine finanzielle Beteiligung für das letzte anstehende Karl-Richter-Projekt.

Karl Richter kam im Jahr 1951 als Thomas-Organist von der Thomaskirche in Leipzig in das katholische München und eroberte mit seinen spektakulären Bach-Aufführungen nicht nur das Münchener Publikum sondern war in den 60er bis 70er Jahren der ungekrönte Meister-Interpret für die barocke Wiedergabe der alten Meister.

Anerkennung fand er im In- und Ausland für seine Interpretationen und gründete den Münchener Bach-Chor und sein Münchener-Bach-Orchester.

Wer mehr über Karl Richter in Erfahrung bringen möchte, empfehle ich folgende Link:

Link: http://karlrichtermunich.blogspot.com/

Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Richter_(Musiker)

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Videos über Karl Richter – eine  Trilogie – Zeitzeugen berichten…!!

Videos von Karl Richter auf  YouTube:

http://www.youtube.com/watch?v=fugN11srdG0

http://www.youtube.com/watch?v=pqdauo-kqJI

http://www.youtube.com/watch?v=2GaS1rwSQ-c

http://www.youtube.com/watch?v=Lggf6nRcM3U

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Herzliche Grüße Volker

News aus der Klassikszene: März 2012


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Klassik-News Stand:  14.03.2012

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Leipzigs berühmter Knabenchor, die Thomaner, feiern am 20. März 800. Geburtstag! Anlass für ein Aufgefallen-Spezial.

Im Gespräch ist der Thomaskantor, Georg Christoph Biller.

 

Zum mdr „Das Gespräch“ in den obigen Flyer klicken..!!

Oder als Link: http://www.mdr.de/mdr1-radio-sachsen/audio199636.html

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Am 10. März 2012 ist der bedeutende Organist, Kirchenmusiker und Pädagoge

Heinz Wunderlich im Alter von 92 Jahren verstorben. 
Von 1959 bis 1989 lehrte er an der Hamburger Hochschule für Musik und Theater als Professor für Orgelspiel und Improvisation.

Weitere umfangreiche Informationen über den nachstehenden Link:

http://www.hfmt-hamburg.de/aktuelles/detailansicht/article/zum-tode-von-heinz-wunderlich/

Foto Heinz Wunderlich (1919-2012)

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Mangel an Musikalität in der Gesellschaft bedroht Thomanerchor..!!

Es gebe nur noch wenige, die sich mit Musik beschäftigten, erklärte Biller. „Die Allgemeinheit macht weniger Musik als früher“, fügte der Thomaskantor hinzu. Der Thomanerchor sei aber angesichts des Alters, in dem er die Kinder für eine Ausbildung gewinnen wolle, auf ein allgemeines musisches Interesse in Familien und der Schule angewiesen. „Und darauf wirken wir hin, dass da wieder ein anderes Klima entsteht, aus dem heraus es eine größere Selbstverständlichkeit gibt, sich mit Musik zu befassen und auch die Anlagen schon früher zu wecken“, sagte Biller.

Um dies umzusetzen, wurde das „forum thomanum“ als Informations- und Förderinstitution für Kinder und Jugendliche eingerichtet. „Das Forum meint eine Zukunftsperspektive, die wir vor allem in unserem Jubiläumsjahr deutlich machen wollen“, erläuterte der 16. Thomaskantor seit Johann Sebastian Bach. Es gehe nicht nur darum, die Geschichte des Chores zu feiern, sondern auch darum, auf die Zukunft hinwirken, fügte er hinzu. Biller feiert im November den 20. Jahrestag seiner Amtsübernahme.

Weitere Information dazu << h i e r >>

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 07.03.12 –

Das verloren geglaubte Schülerverzeichnis der Leipziger Thomasschule aus der Bach-Ära wurde von einem Forscher des Bach-Archivs Leipzig wiederentdeckt. Der Band, welcher eigenhändig eingetragene Kurzlebensläufe aller 650 neuaufgenommenen Alumnen der Thomasschule für den Zeitraum 1729 bis 1800 enthält, ist die wichtigste biographische Quelle zu Bachs Thomanern und liefert neue Hinweise zur Datierung seiner Werke.

Eine erste öffentliche Präsentation erfolgt im Rahmen der Ausstellung »Netzwerk Thomanerchor« des Bach-Museums Leipzig, die ab dem 16. März 2012 zu sehen ist.

Der fast 700seitige Band »Album Alumnorum Thomanorum« wurde in den 1960er Jahren zusammen mit anderen Unterlagen von der Thomasschule an das Stadtarchiv Leipzig übergeben und dem Bestand Thomasschule zugeordnet. Bei Recherchen zur Thomana entdeckte ein Forscher des Bach-Archivs Leipzig den bislang unbeachteten Band. Im Zuge des Forschungsprojektes »Johann Sebastian Bachs Thomaner«, das von der Gerda Henkel Stiftung maßgeblich gefördert wird, soll der Fund nun im Bach-Archiv Leipzig wissenschaftlich ausgewertet werden.

»Wir haben hier gewissermaßen das Stammbuch von Bachs Sängern wiedergefunden. Da wir aus Anlass des 800jährigen Thomana-Jubiläums gerade damit begonnen haben, in einem Sonderprojekt systematisch die Lebensläufe der Bach-Thomaner zu erkunden, wird uns die Matrikel vielfältige Dienste leisten und uns gewiss auf ganz neue Spuren bei der Suche nach weiteren Bach-Dokumenten führen«, so Dr. Michael Maul. Der wissenschaftliche Mitarbeiter des Bach-Archivs Leipzig nimmt seit zwei Jahren eine systematische Sichtung der historischen Schulmaterialien vor, im Rahmen derer ihm auch die Wiederentdeckung der Matrikel gelang.

Weitere Info: nmz

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