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News aus der Klassikszene: J.S. Bach – die h-Moll-Messe, BWV 232 ist UNESCO-Weltdokumentenerbe


Johann Sebastian Bach

die h-Moll-Messe,

BWV 232 ist UNESCO-Weltdokumentenerbe

Im Oktober 2015 hatten wir  bereits informiert, am 5. Dezember 2015 die wertvolle Partitur (zusammen mit unseren Luther-Weltdokumentenerbeschätzen) in der Öffentlichkeit präsentiert, jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Die Urkunde der UNESCO über die Aufnahme der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach in das Weltdokumentenerbe-Register liegt vor!

UNESCO-Dokument Weltkulturerbe h-;oll Messe BWV 232 von J.S. Bach

              UNESCO-Dokument Weltkulturerbe h-Moll Messe BWV 232 von J.S. Bach

Die Originalhandschrift der h-Moll-Messe, BWV 232, ist Teil der umfassenden Sammlung von Bach-Autographen in der Staatsbibliothek zu Berlin. Sie steht vollständig digitalisiert und offen zugänglich im Internet zur Verfügung: Werkansicht h-Moll-Messe. Die UNESCO würdigt das Werk als einen „Meilenstein der Musikgeschichte in Bezug auf Satztechnik, Wort-Ton-Verhältnis sowie auf ihre ästhetisch und theologisch durchdachte musikalische Gesamtform“, das „in nuce für die Kompositionskunst Bachs in Gänze“ stehe und auch 250 Jahre nach seiner Entstehung weiterhin Einfluss auf die Welt besitze.

Die Urkunde wird künftig im Haus Unter den Linden in Berlin aufbewahrt, und zwar im Tresor direkt neben der Originalhandschrift.

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Aus diesem Anlass füge ich diesem Beitrag ein preisgekröntes Video der h-Moll Messe, BWV 232 bei. Der Interpret ist Karl Richter.

Johann Sebastian Bach „Hohe Messe in h-Moll“
Münchener Bach-Chor
Münchener Bach-Orchester
Conductor: Karl Richter

Gundula Janowitz, Sopran
Hertha Töpper, Alt
Horst Laubenthal, Tenor
Hermann Prey, Bass

Aufnahme von 1969

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Verschollen geglaubte J.S. Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 wird zum Bachfest Leipzig erstmals öffentlich gezeigt


Artikel der Leipziger Internet Zeitung

http://www.l-iz.de/bildung/zeitreise/2015/02/verschollen-geglaubte-bach-quittung-aus-dem-jahr-1750-77678

Zeugnis aus Bachs letzten Lebenstagen

Verschollen geglaubte Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 wird zum Bachfest Leipzig erstmals öffentlich gezeigt

Die Unterschrift von Johann Christian Bach stellvertretend für seinen Vater auf der Quittung für das Lobwasser-Legat. Foto: Sammlung Bach-Archiv Leipzig

Verschollen geglaubte J. S. Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 vom Bach Archiv erworben.

Verschollen geglaubte J. S. Bach-Quittung aus dem Jahr 1750 vom Bach Archiv erworben.

Ein ganz besonderes Dokument wird zum Bachfest 2015 erstmals wieder seit über 100 Jahren der Öffentlichkeit präsentiert. Es erzählt – auch wenn es Johann Sebastian Bach nicht selbst unterschrieben hat – von seinen letzten Lebenstagen. Und das waren keine guten. Denn eigentlich hatte sich der vom Grauen Star geplagte Thomaskantor vom berühmten reisenden Augenheiler John Taylor eine Besserung versprochen.

 Doch der reisende Okulist John Taylor (1703–1772) steht für jene Übergangszeit der Medizin, in der man zwar schon versuchte, den menschlichen Gebrechen mit chirurgischem Können zu Leibe zu rücken – aber die heute selbstverständliche Präzision und Hygiene noch nicht kannte. Bachs großer Zeitgenosse Händel geriet ja ebenfalls in die Hände des Wunderdoktors – büßte aber, anders als Bach, nur sein Augenlicht ein.

Bach aber starb an den Folgen des Eingriffs, der im April 1750 erfolgte. Was folgte, waren drei Monate Siechtum. Im Juli muss er so geschwächt gewesen sein, dass er keine Quittung mehr selbst unterschreiben konnte.

Das ist der Vorgang, der jetzt in der lang verschollenen Quittung “zu Bachs letzter Amtshandlung” sichtbar wird.

Es ist das einzige Dokument, das heute noch indirekt Auskunft über den Zustand Johann Sebastian Bachs nach der Augenoperation durch John Taylor, der damals am Brühl logierte, gibt. Johann Sebastian Bach muss Anfang Juli 1750 seinen jüngsten Sohn, den knapp 15-jährigen Johann Christian, beauftragt haben, die jährlich anfallende Auszahlung aus dem “Legatum Lobwasserianum” in Empfang zu nehmen und zu quittieren.

Der Umstand, dass die Unterschrift bei Empfang der Legatszahlung nicht von Bach selbst, sondern von seinem jüngsten Sohn Johann Christian geleistet wurde, deutet darauf hin, dass Bach möglicherweise damals schon außer Stande war, die Kantorenwohnung am Thomaskirchhof zu verlassen. Da die Verwaltung und Auszahlung des Lobwasserschen Kapitals durch einen Diakon der Thomaskirche erfolgt ist, hätte Bach seine Wohnung vielleicht noch nicht einmal verlassen müssen, um die Zinsgelder in Empfang zu nehmen.

Das “Legatum Lobwasserianum” geht auf eine Stiftung der frommen Leipziger Juristenwitwe Maria Lobwasser (gestorben am 28. 4. 1610) in Höhe von 1.000 Gulden zurück. Die jährlich anfallenden Zinserträge dieses Kapitals von 50 Gulden waren zur Unterstützung der Kirchen- und Schuldiener zu St. Thomas bestimmt, wobei dem Kantor, dem Konrektor und dem Tertius der Thomasschule jeweils 2 Gulden zustanden. Dies entspricht etwa der Größenordnung des durchschnittlichen Wochenlohns eines Organisten der Bach-Zeit. Die Auszahlung erfolgte auf Wunsch der Verstorbenen am Tag Mariae Verkündigung, dem 2. Juli.

Gesehen wurde die Quittung zur Auszahlung aus dem “Legatum Lobwasserianum” zuletzt 1908 bei einer Versteigerung des Leipziger Auktionshauses C. G. Boerner. Und wie so manches, was die Lebensgeschichte Johann Sebastian Bachs direkt und indirekt dokumentiert, tauchte auch ein Teil der Quittung nun wieder in einem Auktionshaus auf.

Im Dezember 2014 tauchte die untere Hälfte des Blattes (mit der Quittung von 1750) auf einer Auktion der Firma Swann’s in New York auf. Der Dokumentation war zu entnehmen, dass sich zumindest dieses Fragment vormals im Besitz der berühmten Cembalistin Wanda Landowska (1879–1959) befunden hatte.

Und wie das so ist, wenn man im Bach-Archiv so einen Fund mitbekommt: man setzt alle Hebel in Bewegung und nutzt seine Beziehungen zu Förderern und Unterstützern, um das Fundstück für das Leipziger Haus zu sichern.

Diesmal waren es drei Kuratoriumsmitglieder des Bach-Archivs Leipzig – Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Elias N. Kulukundis und Arend Oetker – die dabei Unterstützung gaben, das Dokument wieder nach Leipzig zurückzuholen und ihm im Bach-Archiv Leipzig eine dauerhafte Bleibe zu geben.

Und weil die Bachfreunde in Leipzig eine Chance bekommen sollen, das Neuerworbne auch selbst einmal zu sehen, wird die Quittung während des Bachfestes Leipzig, das vom 12. bis 21. Juni 2015 stattfindet, in der Schatzkammer des Bach-Museums Leipzig erstmals öffentlich gezeigt.

Deutschlandradio Kultur Sendung am 28.02.2015 um 19:05 Uhr J. S. Bach BWV 244 Matthäuspassion aus Jerusalem


Liebe Bachfreunde(innen)

Eine Radio-Sendung die aufhorchen lässt..!!

http://www.deutschlandradiokultur.de/matthaeuspassion-aus-jerusalem-ganz-nah-bei-golgatha.1091.de.html?dram%3Aarticle_id=311786

Deutschlandradio Kultur Sendung am 28.02.2015 um 19:05 Uhr

J.S. Bach MATTHÄUSPASSION AUS JERUSALEM
Ganz nah bei Golgatha
Andres Mustonen beim Jerusalem Symphonie Orchester

Brisant und ergreifend – Johann Sebastian Bachs Opus Summum – die Matthäuspassion –
am authentischen Ort, wenige Kilometer von Golgatha entfernt. In einer estnisch-israelischen
Koproduktion singen Solisten aus beiden Ländern, es spielen Mitglieder des
Jerusalemer Sinfonieorchesters, es singen Chöre aus Tallinn –
der Dirigent ist der estnische Alte-Musik-Spezialist Andres Mustonen.

Die Grabeskirche in Jerusalem / dpa / picture alliance Marius Becke
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Matthäuspassion aus Jerusalem – Ganz nah bei Golgatha
Brisant und ergreifend – Bachs Matthäuspassion am authentischen Ort, unweit von…

DEUTSCHLANDRADIOKULTUR.DE

Es hat durchaus eine lange Tradition – die Passionsoratorien der europäischen Musik erklingen immer mal wieder in der Stadt, in der sich alles vor knapp zweitausend Jahren zugetragen haben soll: Leben und Sterben des Predigers Jesus von Nazareth. Der von einem seiner Jünger verraten, von dem anderen verleugnet worden war und letztlich von den Römern hingerichtet wurde, weil er Unruhe gestiftet und das religiöse Establishment der Juden provoziert haben soll. 

Nicht unumstritten ist heutzutage in der Heiligen Stadt, die mit anderen Problemen kämpft als mit denen einer musikalischen Aufführung, der Rahmen: Konzert mit den Passionen Johann Sebastian Bachs wurden, wenn sie nicht im geschützten Raum einer Kirche stattfanden, mehrfach gestört, weil der Inhalt dieser Werke den Haredim, den orthodoxen Juden, nicht gefiel, die in der Stadt, die ein Zentrum für alle drei Buch-Religionen ist, immer stärker den Ton angeben.

Mit dem Wissen wiederum um das, was zwischen 1933 und 1945 in Europa geschah, lassen sich manche Passagen der Passionen nur dann ohne Skrupel hören, wenn man sich vorher einige Gedanken um Sinn und Inhalt und musikalische Umsetzung gemacht hat. Der Karfreitag war für die europäischen Juden Jahrhunderte lang ein Tag der Angst – nicht wenige Christen beteten in der Kirche ihren Heiland an, weinten um ihn bittere Tränen, um anschließend hinaus zu gehen und ein quasi-Pogrom zu begehen. Dass manche Szenen aus der Passion, wie Bach und andere sie vertont haben, missverständlich oder zweideutig sind, liegt in der Natur der Sache, dieser Geschichte, die so oft erzählt und häufig verdreht und missbraucht wurde.

Spätestens seit die aufgeklärte jüdische Berliner Familie Levy-Mendelssohn die sakrale Musik des Thomaskantors Johann Sebastian Bach für die Nachwelt gerettet und aufbereitet hat, kann insbesondere die Matthäuspassion (die weniger ideologisch und römerfreundlich ist als die Johannespassion) als ein Kunstwerk gelten, das losgelöst von religiöser Rechthaberei und Suche nach Schuldigen am Tod des Heilands alle Ausführenden und Zuhörenden gleichermaßen ergreifen und letztlich beglücken kann. Bach geht es „um meine Schuld“ am Leiden Jesu, also um das allgemein menschliche Versagen, wenn Unschuldige erniedrigt, geschlagen und getötet werden.

Wohin passt das große Kunstwerk Bachs besser als in diese Stadt Jerusalem? Nicht so sehr wegen der authentischen Nähe zum alten Geschehen, sondern wegen der Aktualität der vom Komponisten kongenial behandelten Fragen: Die hier auf Deutsch gesungen werden in der Jerusalemer Henry-Crown-Hall von israelischen (jüdischen) und estnischen (protestantischen) Künstlerinnen und Künstlern: Wie heißt es dort mit den Worten Paul Gerhardts? „Du bist ja nicht ein Sünder wie wir und unsre Kinder, von Missetaten weißt du nicht.“ Wir alle verschließen die Augen vor Hass, Gewalt, Unterdrückung und Krieg. Der Nahe Osten hat sich nicht geändert in den letzten zweitausend Jahren, und die Menschheit insgesamt wohl auch nicht, seit Bach seine Noten aufgeschrieben hat...

Henry-Crown-Saal, Jerusalem

Aufzeichnung vom 25. Februar 2015

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Herzliche Grüße
Volker
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11. Bach-Festival-Arnstadt 2015 findet statt vom 20. bis 29. März 2015


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Das Bach-Festival-Arnstadt 2015 – Ein willkommenes Weihnachtsgeschenk

Das Bach-Festival-Arnstadt ist immer eine Reise wert. Zur 11. Auflage der beliebten Konzertreihe, welche vom 20. bis 29. März 2015 in der Bachstadt Arnstadt stattfindet, hat nun der Kartenvorverkauf begonnen. Nehmen Sie an den über 30 Veranstaltungen rund um das Thema „Bach“ teil und lassen Sie Ihre Reise in die Bachstadt gleich zu einem kleinen Kurzurlaub werden.

 

Pressetexte:

a) Vorverkaufsstart für das Bach-Festival-Arnstadt 2015 – Erfolgreiche Veranstaltungsreihe geht „Modern – Vielseitig – Weltklasse“ in die 11. Auflage

b) Ein unvergesslicher Kurzurlaub mit dem Bach-Festival

 

a) Vorverkaufsstart für das Bach-Festival-Arnstadt 2015 – Erfolgreiche Veranstaltungsreihe geht „Modern – Vielseitig – Weltklasse“ in die 11. Auflage

Tölzer Knabenchor

                   Tölzer Knabenchor

 

Der Tölzer Knabenchor

Für das Bach-Festival-Arnstadt, welches im kommenden Jahr in der 11. Auflage vom 20. bis 29. März 2015 in der Bachstadt Arnstadt stattfindet, hat der Kartenvorverkauf begonnen.

Die Eintrittskarten für die hochkarätig besetzten Konzerte, wie das des Tölzer Knabenchores am Eröffnungswochenende (Programm: „Motetten der Familie Bach und J.S. Bach“ am 20. März 2015 in der Johann-Sebastian-Bach-Kirche), der Johannes-Passion für Solisten, Chor und Orchester (am 21. März 2015 in der Johann-Sebastian-Bach-Kirche), des Ensembles Concerto Melante (Programm: “Musikalisches Opfer“ am 22. März 2015 in der Traukirche Johann Sebastian Bachs in Dornheim bei Arnstadt) sowie für das Abschlusskonzert mit dem Swiss Brass Consort (Programm: „Festlich-Barocke Musik für Blechbläser“ am 29. März 2015 in der Johann-Sebastian-Bach-Kirche) sind ab sofort erhältlich. 

Weiterhin sind alle Eintrittskarten für die 30 weiteren Veranstaltungen des sehr vielfältigen Programms rund um das Thema „Bach in Arnstadt“ ab jetzt zu erwerben. Dazu zählen die Matineen mit dem Duo Travercord (Programm: „Bach goes Bossa“ am 21. März 2015 im historischen Ratssaal) und Markus Burger & Jan von Klewitz (Programm: „Spiritual Standards“ am 28. März 2015 im historischen Ratssaal), die theatralischen Stadtführungen, die Besuche in der multimedialen Bach-Ausstellung, traditionelles Handwerk, Lesungen, Ausflüge in die Thüringer Orgellandschaft und kulinarische Höhepunkte. 

Kartenvorverkauf in der:

Tourist-Information Arnstadt

Markt 1

99310 Arnstadt

Fon: 03628 / 602049

Fax: 03628 / 661847

E-Mail: information@arnstadt.de

sowie über die Homepage des Bach-Festivals-Arnstadts www.bachfestival.arnstadt.de sowie unter www.eventim.de erhältlich.

Weitere ausführliche Informationen zum Programm, den Künstlern, den Spielorten sowie zu den Pauschalangeboten stehen im Internet ebenfalls unter www.bachfestival.arnstadt.de – aktuelle Hinweise stets unter www.facebook.com/BachFestivalArnstadt und twitter.com/Bachfestival – zur Verfügung.

Autor: Stadtmarketing Arnstadt GmbH im Auftrag des Kulturbetriebs der Stadt Arnstadt

Datum: 20.11.2014

b) Ein unvergesslicher Kurzurlaub mit dem Bach-Festival

Machen Sie Ihren Besuch beim Bach-Festival-Arnstadt zu einem unvergesslichen Kurzurlaub. Mit dem „4**** Pauschal-Spezial“ verbinden Sie Ihren Konzertbesuch in der Arnstädter Bachkirche mit zwei Übernachtungen inkl. Frühstück in einem 4-Sterne-Hotel. Außerdem dürfen Sie sich auf einen Besuch im Schloßmuseum Arnstadt, eine Stadtführung und eine Kaffeegedeck in einem Café Ihrer Wahl freuen. Das „4**** Pauschal-Spezial“ gibt es bereits ab 169,- EUR.

Beliebt bei den Gästen des Bach-Festivals ist auch das „3*** Pauschal-Spezial“. Für einen Gesamtpreis von nur 139,- € erhalten Sie zwei Übernachtungen inkl. Frühstück in einem 3-Sterne-Hotel, eine Konzertkarte für ein Konzert in der Bachkirche (PK II), einem Besuch im Schloßmuseum Arnstadt und ein Kaffeegedeck.

Auf Wunsch können Sie für ihre Reise zusätzliche Konzertkarten und Verlängerungsnächte im Hotel buchen. Alle Informationen zu den Pauschalen finden Sie im Internet unter

http://www.bachfestival.arnstadt.de/index.php/pauschal-spezial.html

Buchbar ist das Pauschal-Spezial exklusiv über die:

Tourist-Information Arnstadt

Markt 1

99310 Arnstadt

Tel.: 03628 / 602049

E-Mail: information@arnstadt.de

Übrigens: Eine Reise zum Bach-Festival-Arnstadt ist auch ein willkommenes Weihnachtsgeschenk.

Klassik-News: Der Kammerchor der Hochschule für Musik (HfM) Detmold erlangt den 1. Preis in der Kategorie „Gemischte Chöre „


Gemischter Chor der HfM Detmold (OWL)

                                             Gemischter Chor der HfM Detmold (OWL)

Chor-Olympiade: Detmolder Kammerchor gewinnt 1. Preis

Detmold (wh). Der Kammerchor der Hochschule für Musik (HfM) Detmold wurde beim Deutschen Chorwettbewerb in Weimar mit dem 1. Preis in der Kategorie „Gemischte Chöre über 32 Sänger/innen“ ausgezeichnet.

Der HfM-Chor zählt zu den profiliertesten Ensembles in Deutschland. Dirigiert wird der Studierenden-Chor von Anne Kohler. Die Professorin für Chorleitung ist als Jurorin, Kursleiterin und Dirigentin international gefragt. Am 19. Juni 2014 steht sie gemeinsam mit den Rolling Stones auf der Bühne in Düsseldorf und dirigiert dort das HfM-Vokalensemble.

Der Deutsche Chorwettbewerb gilt als Gipfeltreffen der besten Chöre und Vokalensembles. 4500 Sänger treten in diesem Jahr im Wettbewerb in 14 Kategorien in Weimar an.

Weitere Informationen: http://www.kammerchor-hfm-detmold.de/aktuelles

Pressekontakt: Friedrich von Plettenberg, Pressesprecher Hochschule für Musik,

Telefon: 05231/975740,

E-Mail: plettenberg[at]hfm-detmold.de

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Klassik-News über Sir J. E. Gardiner – August 2013


Liebe Bachfreunde(innen)

Wieder einmal gibt es Neuigkeiten über Sir John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir zu berichten.

Gramophone Classical Music Awards 2013
Kategorie Gewinner „Baroque Vocal“
Monteverdi Chor / John Eliot Gardiner
Bestellung – CD SDG SDG 716(72 ‚• DDD)

Live at St Johns Smith Square, London, Oktober 2011 eingetragen

Motetten – ausgewählte Vergleich:

Gardiner (10/81R) (ERAT) 2292 45979-2

Jacobs (7/97) (HARM) HMC90 1589

Herreweghe (10/11) (PHI) LPH002

Gewinner 2013 Baroque Vocal - Sir J.E. Gardiner und Monteverdi Choir

         Gewinner 2013 Baroque Vocal – Sir J.E. Gardiner und Monteverdi Choir

Text-Fassung im Original, englisch:

Gramophone Classical Music Awards 2013 Category Winners

„Baroque Vocal“

Monteverdi Choir / John Eliot Gardiner

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SDG SDG716

(72 ‚• DDD)

Live at St John’s Smith Square, London, October 2011 entered

Motets – selected comparison:

Gardiner (10/81R) (ERAT) 2292 45979-2

Jacobs (7/97) (HARM) HMC90 1589

Herreweghe (10/11) (PHI) LPH002

Underpinning much Gardiner Sir John Eliot approach to Bach is to determine the origin and nature of dramatic character, ‚mutated Opera „(as Gardiner calls them) found in genres – such as the motet – not prescribed, but depends on perception rhetorical judgment within a web of rolling continuity. Bach’s motets can pay homage to ancestors in scale, tone and technique to pay, but everyone, especially in this vibrant and quests new set reveals is pressing for new meaning with all the virtuosic Bach could muster.

The motets are published as pillars of the Monteverdi Choir existence for more than five decades, interrupted by a remarkable recordings for Erato in the early 1980s and more recently in selected programs during the millennial Cantata Pilgrimage. Been a short motet once thought by large older Bach’s cousin Johann Christoph, but today as – an endlessly fascinating tapestry of discovery, which are undoubtedly continue to develop a body by the addition of improved I’ll let you no t Gardiner, these works the work of the Young Turks.

Together with the Monteverdi Choir, the benefits are over the years their inimitable textual projection, clarity of line, rhythmic rigor and an overriding sense of expectation and atmosphere, only occasionally slipping a little too eager in an exaggerated gesture. Gardiner calls for more precise delicacy, mercury contrast and brightness than ever before and enlightening inside da camera dialogue capability between votes. For all pages sprung bravura and purpose, especially in Praise the Lord Sing to the Lord, there are so many periods of elongated and poignant restraint.

It is no longer a convincing example of the soft, controlled climate of the last contemplative strains do not be afraid, where we. Exceptional figure of the precious secret of belonging to Christ The soprano motif ‚and your blood is going to profit me‘ (‚your life and your blood „), with such sustained and ritualized otherworldliness (track 15, 5’38“) expresses that the risk of disembodiment rebutted only by Monteverdi Choir captivating certainty line drives as a faithful soul heavenward.

One of the most striking features of the new collection, as I mentioned, is how Gardiner’s attention to the individuality of the individual motets. This could be a time-honored ambition appear, yet for all the admirable qualities of, say, the RIAS Chamber Choir conducted by René Jacobs or the more recent reading of Philippe Herreweghe and Collegium Vocale Gent, neither of these takes as ambitious as a kaleidoscope challenge for the audience at the identification renewed character and importance as Gardiner sought. In fact, Herreweghe recently went so far as to say that „is not necessarily a groundbreaking reading.“

Gardiner would disagree. As lucidly The Spirit helps (the brief but compact work for the funeral of Ernestine, the old rector of St. Thomas Church, written in 1729) sets out to reflect gradually permeated with the intercession of the Holy Spirit, the weaknesses of man. Here we have a little more perspicacious than just good stimulation: the Monteverdi singers tell this piece of insecurity and the growing anticipation for the understanding of God’s will with such companies and dynamic purpose that even if the two choirs converge four-part double fugue in an affirming, we never feel quite out of the woods. The tantalizing prospect of recovery is only really satisfied with the final cadence of a chant directed bright.

Some of these interpretive risks may not be for those who have a less articulated, more abstract, soft edges and usually prefer open countryside. Sing to the Lord is usually in their outer ‚Concerti‘ but the unique double-lush chorus juxtaposition of choral and free contrapuntal ‚Rhapsody‘ could have possibly result in more contemplative genuine warmth. Indeed, Gardiner rarely delivers a comfortable ride and something brilliant visions arise most notably in the central work, the five-part Jesus my joy riding – literally – the storm of love of the flesh, Satan, the old dragon, and death.

In this masterpiece, frightening, quasi-„Turba“ (crowd) scenes are viscerally against an ethereal quest for redemption balanced. ‚It IS a nun star condemnation „(“ There is therefore now no condemnation‘) has certainly never been so mesmerizing enjoyed a volley of declamation and rich illusion over a short space as Gardiner summons, while „Despite THE ancient dragon“ („Despite the old Dragons‘) spits his hot-tempered consonances only be disarmingly defied by the increased purity „in secure peace ‚(‚ in confident peace“) – all this in a contrasting color panels always surprising emotional impact if the listener often left gasping, this will not only. singularity by singing purpose, but by the discrete graphics and responsiveness of the instrumental continuo player, under which the bassoon here (and caused Come, Jesus, come on) contributes to the knowledge effect.

As you would imagine, there are surprises galore – some of which take a little getting used to. Gardiner challenges orthodoxy, like this a cappella Holy Grail are always posted and it does so almost always with passion and conviction genuine zeal. High-wire artist Philippe Petit is recommended a suitable cover image for this important milestone in the very high-stakes performances.

Jonathan Freeman-Attwood

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Eine deutsche Fassung von Google übersetzt nur bedingt lesbar..!!

Untermauert so viel von Sir John Eliot Gardiner Ansatz zur Bach ist die Ermittlung der Herkunft und Wesen der dramatischen Charakter, ‚mutierten Oper „(wie Gardiner sie nennt) in Genres gefunden – wie die Motette – die nicht verordnet, sondern hängen von Wahrnehmungs rhetorische Urteil innerhalb ein Gewebe aus rollenden Kontinuität. Bachs Motetten kann Hommage an Vorfahren in der Skala, Ton und Technik zu zahlen, aber jeder, vor allem in dieser lebendigen und Quests neuen Satz offenbart, bedeutet Pressen für neue Bedeutung mit allen virtuosen Bach aufbringen konnte.

Die Motetten sind als Säulen des Monteverdi Choir Existenz mehr als fünf Jahrzehnten erschienen, unterbrochen von einer bemerkenswerten Aufnahmen für Erato in den frühen 1980er Jahren und in jüngster Zeit innerhalb ausgewählter Programme während der tausendjährigen Cantata Pilgrimage. Für Gardiner, diese Werke ein endlos faszinierende Wandteppich der Entdeckung, die zweifellos fortsetzen zu entwickeln darstellen, ein Körper durch die Zugabe von verbessert Ich lasse dich nicht – eine kurze Motette einmal gedacht, durch große ältere Bachs Vetter Johann Christoph gewesen, aber heute als das Werk der Jungtürken.

Gemeinsam mit dem Monteverdi Choir die Leistungen im Laufe der Jahre sind ihre unnachahmliche textlichen Projektion, Klarheit der Linie, rhythmische Strenge und ein überwiegendes Gefühl der Erwartung und Flair, nur gelegentlich rutscht ein wenig zu eifrig in übertriebener Geste. Gardiner fordert mehr punktgenaue Delikatesse, Quecksilber Kontrast und Helligkeit als je zuvor und erhellend innen da camera Dialogfähigkeit zwischen Stimmen. Für alle Seiten entsprungen Bravour und Zweck, insbesondere in Lobet den Herrn und Singet dem Herrn , gibt es so viele Perioden von länglichen und ergreifend Zurückhaltung.

Es ist nicht mehr als überzeugendes Beispiel der weichen, kontrollierten Klima der letzten kontemplativen Stämme Fürchte dich nicht , wo wir eine außergewöhnliche Darstellung des kostbaren Geheimnis der Zugehörigkeit zu Christus. Die Sopranistin Motiv auf ‚und dein Blut, mir zugut‘ (‚dein Leben und dein Blut „) ist mit einer solchen nachhaltigen und ritualisierte Jenseitigkeit (Track 15, 5’38“) geäußert, dass das Risiko von Entkörperlichung nur durch die ausgeräumt Monteverdi Choir fesselnd Gewissheit Linie als treue Seele treibt himmelwärts.

Eines der auffälligsten Merkmale der neuen Kollektion, wie ich bereits erwähnt, ist, wie aufmerksam Gardiner auf die Individualität der einzelnen Motetten ist. Dies könnte eine altehrwürdige Ehrgeiz scheinen und doch für alle bewundernswerten Qualitäten von, sagen wir, dem RIAS Kammerchor unter René Jacobs oder der neueren Lesung von Philippe Herreweghe und Collegium Vocale Gent, weder von diesen bringt so ehrgeizig wie ein Kaleidoskop Herausforderung für die Zuhörer bei der Identifizierung erneuerten Charakter und Bedeutung als Gardiner strebt. Tatsächlich Herreweghe vor kurzem ging so weit zu sagen, dass „eine bahnbrechende Lektüre nicht notwendig ist.“

Gardiner würden dem nicht zustimmen. Wie lucidly Der Geist hilft (die kurze, aber kompakte Arbeit für die Beerdigung von Ernesti, der alte Rektor der Thomaskirche, im Jahre 1729 geschrieben) darlegt, um die Schwächen des Menschen allmählich mit den Fürbitten des Heiligen Geistes durchdrungen reflektieren. Hier haben wir etwas mehr perspicacious als nur gute Stimulation: die Monteverdi Sänger erzählen dieses Stück der Unsicherheit und die wachsende Vorfreude auf das Verständnis Gottes Willen mit solchen Unternehmen und dynamischen Zweck, dass selbst, wenn die beiden Chöre in einer Bekräftigung vierstimmigen Doppelfuge konvergieren, wir nie das Gefühl, ganz aus dem Gröbsten heraus. Die verlockende Aussicht auf Rettung ist nur dann wirklich bei der abschließenden Kadenz eines leuchtend gerichtet Choral zufrieden.

Einige dieser interpretative Risiken vielleicht nicht für diejenigen, die eine weniger artikuliert, mehr abstrakt, weichen Kanten und in der Regel weite Landschaft bevorzugen. Singet dem Herrn ist in der Regel in ihrer äußeren ‚Concerti‘ üppige aber die einzigartige Doppel-Chor Nebeneinander von Choral und kostenlos kontrapunktische ‚Rhapsodie‘ könnte vielleicht mehr echte kontemplative Wärme ergeben haben. Tatsächlich Gardiner selten liefert eine komfortable Fahrt und noch was brillante Visionen entstehen am auffallendsten in die zentrale Arbeit, die fünfteilige Jesu meine Freude , Reiten – buchstäblich – den Sturm der Liebe des Fleisches, Satan, der alte Drache und Tod .

In diesem Meisterwerk, erschreckend, sind quasi-„Turba“ (crowd) Szenen viscerally gegen eine ätherische Streben nach Erlösung ausgeglichen. ‚Es IST Nonne Stern Verdammliches „(“ Es gibt nun keine Verdammnis‘) hat sicherlich noch nie so eine hypnotisierende Salve von Deklamation und reiche Illusion über einen kurzen Raum als Gardiner Vorladung genossen, während „Trotz DEM alten Drachen“ („Trotz dem alten Drachen ‚) spuckt seine jähzornig Konsonanzen nur entwaffnend werden trotzte durch die erhöhte Reinheit „in gar sichrer Ruh‘ (‚in zuversichtlich Ruhe“) – all dies in Kontrastfarbe Tableaus immer überraschend emotionale Wirkung. Wenn der Hörer oft bleibt keuchend, wird dies nicht nur durch Gesang Singularität Zweck, sondern durch die diskrete Grafik und Ansprechbarkeit der instrumental continuo Spieler, unter denen das Fagott hier (und in verursacht Komm, Jesu, komm ) trägt mit dem Wissen, Wirkung.

Wie Sie sich vorstellen würden, gibt es zuhauf Überraschungen – nehmen von denen einige ein wenig gewöhnungsbedürftig. Gardiner Herausforderungen Orthodoxie, wie diese a cappella Heiliger Gral sind grundsätzlich ausgeschildert und er tut dies fast immer mit Leidenschaft und Überzeugungskraft echten Eifer. Hochseilartist Philippe Petit ist ein passendes Cover-Bild zu diesem wichtigen Meilenstein in der sehr zu empfehlen, High-Stakes-Performances.

Text: Jonathan Freeman-Attwood

Textquelle: Grammophon.uk

Herzliche Grüße

Volker

 

Klassik-News über Sir J. E. Gardiner – Juli 2013


Liebe Bachfreunde(innen)

Wieder einmal gibt es große Neuigkeiten aus Leipzig und über Sir John Eliot Gardiner zu melden.

Sir John Eliot Gardiner und P D Dr. Peter Wollny führen ab 2014 das Bach-Archiv Leipzig.

Ab 1. Januar 2014 soll Sir John Eliot Gardiner Präsident der Stiftung Bach-Archiv Leipzig werden. Die Funktion des Stiftungspräsidenten wird neu geschaffen, um die international führende Rolle des Bach-Archivs zu betonen und weiter zu entwickeln. Mit Sir John Eliot Gardiner konnte Oberbürgermeister Burkhard Jung während des Bachfestes Leipzig 2013 einen der weltweit führenden Interpreten der Musik des 18. Jahrhunderts für diese Aufgabe gewinnen. Gardiners profunde und wissenschaftlich gestützte Kenntnis von Leben und Wirken Bachs prädestinieren ihn für die Funktion des Stiftungspräsidenten und die damit verbundene Rolle eines international beachteten Botschafters für die Leipziger Bach-Forschung.

Sir J.E. Gardine und Dr. Peter Wollny übernehmen  ab Januar 2014 das BachArchiv Leipzig.

  Sir J.E. Gardine und Dr. Peter Wollny übernehmen ab Januar 2014 das BachArchiv Leipzig. (Foto: BachArchiv)

PD Dr. Peter Wollny wird Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Christoph Wolff in der Funktion des Direktors nachfolgen. Wolff (73) war seit 2001 Direktor des Bach-Archivs und scheidet Ende 2013 aus persönlichen Gründen aus dem Amt. Wollny, der 1993 bei Wolff an der Harvard University promovierte und sich 2009 an der Universität Leipzig habilitierte, gilt als einer der führenden Bach-Forscher. Als Direktor des Bach-Archivs wird er in den Bereichen Forschung, Bibliothek, Museum sowie in der künstlerischen Ausrichtung der vom Bach-Archiv ausgerichteten Veranstaltungen neue Akzente setzen. Die Wahl der neuen Bach-Archiv Führung ist für Oktober 2013 vorgesehen.

Als Geschäftsführer im nunmehr dreiköpfigen Vorstand des Bach-Archivs wird Dr. Dettloff Schwerdtfeger die Arbeit des Präsidenten und des Direktors weiterhin gleichberechtigt begleiten. Schwerdtfeger wird im Zuge der Vorstandserweiterung die Aufgabe des geschäftsführenden Intendanten für das Leipziger Bachfest übernehmen. Der geschäftsführende Intendant leitet die Sitzungen des künstlerischen Direktoriums, welches wie bisher durch den Thomaskantor Georg Christoph Biller, den neuen Direktor des Bach-Archivs Peter Wollny und den Intendanten der Tonhalle Zürich Dr. Elmar Weingarten besetzt bleibt.

Textquelle: Bach-Archiv Leipzig

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Das langersehnte J.S. Bach-Buch von J.E. Gardiner wird im Oktober 2013 veröffentlicht in einer englischen Ausgabe.

J.E. Gardiner Musik im Schloss des Himmels Ein Porträt von Johann Sebastian Bach

J.E. Gardiner Musik im Schloss des Himmels Ein Porträt von Johann Sebastian Bach

Buch-Titel: von Sir  J.E. Gardiner

Musik im Schloss des Himmels Ein Porträt von Johann Sebastian Bach.

Eine Vorbestellung kann >> h i e r  << vorgenommen werden.

Johann Sebastian Bach ist eines der am bekanntesten unergründlichen Komponisten in der Musikgeschichte. Wie kann eine solch erhabene Arbeit von einem Mann,…

  • Veröffentlicht am: 29.10.2013
  • Originalsprache: Englisch
  • Preis: 19,27 £

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Herzliche Bachgrüße

Volker