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Dirigent und Chorleiter – Professor Wolfgang Helbich – überraschend verstorben


Klassik-News:

Mit großer Bestürzung wurde heute bekannt gegeben, dass der Dirigent und ehemalige

Chorleiter „Professor Wolfgang Helbich

am 8. April 2013 aufgrund eines Schlaganfalls an seinem 70. Geburtstag in Kassel verstorben ist.

Chorleiter, Dirigent und Dozent Prof. Wolfgang Helbich am 8.4.2013 in Kassel verstorben

Chorleiter, Dirigent und Dozent Prof. Wolfgang Helbich am 8.4.2013 in Kassel verstorben.

Professeor Wolfgang Helbich studierte Schul- und Kirchenmusik an den Musikhochschulen in Berlin und Detmold. 1969 wurde er Kantor in Alsfeld. Zwei Jahre später gründete er das Alsfelder Vokalensemble, dessen künstlerischer Leiter er bis zu seinem Tode war. 1972 wechselte er an die Grunewaldkirche in Berlin. Mit dieser Stelle war die Leitung der Berliner Kantorei verbunden.

1976 wurde er zum leitenden Kirchenmusiker und Domkantor am Bremer St. Petri Dom sowie zum Leiter des Bremer Domchores ernannt. Diese Tätigkeit hatte er bis zu seiner Pensionierung im Sommer 2008 inne. Schwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit am Bremer Dom lagen in der Aufführung von Oratorien des 18. und 19. Jahrhunderts. Die von ihm konzipierte Idee einer Musiknacht zu Ehren eines ausgewählten Komponisten wurde zu einer jährlich wiederkehrenden festen Einrichtung. Nach seiner Pensionierung war Wolfgang Helbich Leiter des Bremer RathsChores, der 2008 gegründet worden war und an dem sich mehrere ehemalige Mitglieder des Bremer Domchors beteiligten. Er erarbeitete mit dem Bremer RathsChor anspruchsvolle Chorliteratur auf hohem Niveau. Die Aufführungen wurden regelmäßig von Radio Bremen und Deutschlandradio Kultur übertragen. Vorsitzender des Freundeskreises Bremer RathsChor e. V. ist der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf.

Seit 1974 spielte Helbich mit dem Alsfelder Vokalensemble und dem Bremer Domchor zahlreiche preisgekrönte Schallplatten und CDs ein. Gastdirigate und Konzerteinladungen führten ihn durch ganz Europa, die USA sowie nach Japan und Israel. Er war Herausgeber von teils noch unveröffentlichter Chor- und Orgelliteratur. Als Professor für Chorleitung lehrte er an der Hochschule für Künste Bremen sowie im Rahmen einer Gastprofessur an der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken.

Zwölf Jahre lang war Helbich der künstlerische Leiter des Musikverein Bielefeld – ein Amt, das er bis zum Februar dieses Jahres bekleidete. Zuletzt hatte er im 1. Saisonkonzert des Musikvereins am 8. November 2012 von Mozart das Requiem und das „Ave verum corpus“ geleitet. Rückblickend waren diese Aufführungen Helbichs Abschiedskonzert in Bielefeld.

Der Zauber dieser Kompositionen, „dies vollkommene Ineins von Trauer und Seligkeit in Klang und Melos, wie es so nur aus Mozarts Feder fließen konnte, teilte sich in besonderer Weise mit“, hieß es seinerzeit in der Konzertrezension der NW. Konzertbesucher erinnern sich an die starke Ergriffenheit der Zuhörer, die nach dem Verklingen des Requiems erst nach langen Momenten andächtiger Stille applaudierten.

In den zwölf Jahren seines Wirkens in Bielefeld prägte Wolfgang Helbich den Chor des Musikvereins mit seinen außergewöhnlichen musikalischen Interpretationen und Auslegungen entscheidend. Seine Konzerte in der Bielefelder Oetkerhalle gehörten vor allem auch wegen des unverwechselbaren Chorklangs sowie der erlesenen Programmauswahl mit vielen Neuentdeckungen zu den Höhepunkten des Bielefelder Musiklebens.

Zum Gedenken an Wolfgang Helbich wird der Bielefelder Musikverein zu Beginn des Konzertes am 26.04.2013 in der Oetkerhalle Bielefeld Auszüge aus der Motette BWV 227Jesu, meine Freude“ von J. S. Bach singen.

Unvergessen bleiben seine Einspielungen von

Johann Sebastian Bach

I. Missa in G major, BWV Anh. 167
II. Magnificat in C major, BWV Anh. 30
III. Missa in A minor, BWV Anh. 24
IV. Sanctus in G major, BWV 240
V. Sanctus in D minor, BWV 239
VI. Sanctus in C major, BWV 237
VII. Cantata „Nach dir, Herr, verlanget mich“, BWV 150

Gesualdo Consort Amsterdam
Solistenquartett der Musikhochschule Bremen
Alsfelder Vokalensemble
Hannoversche Hofkapelle
Wolfgang Helbich [conductor]

Video von YouTube

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Traurige Bach-Grüsse

Volker

Radiotipps KW44


Hallo zusammen,

ich habe wieder etwas für Euch. Der Vollständigkeit halber auch das Konzert, was schon erwähnt wurde.

25.10.2009

Rbb
7-8 Uhr
Georg Friedrich Händel:
Gloria für Sopran, Streicher und Basso continuo B-Dur
Gillian Keith
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

NDRkultur
11-13 Uhr
Barocke Temperamente
Johann Sebastian Bach:
Violinkonzert a-Moll BWV 1041
Konzert d-Moll für 2 Violinen, Streicher und Basso continuo BWV 1043
Konzert d-Moll für Oboe, Violine, Streicher und Basso continuo BWV 1060 R
Violinkonzert E-Dur BWV 1042
Musiker des Festivalorchesters, Violine
Musiker des Festivalorchesters, Oboe
Schleswig-Holstein Festival Kammerorchester
Violine und Ltg.: Frank Peter Zimmermann
Aufzeichnung vom 22. August in der Konzertscheune Salzau
Der Geiger Frank Peter Zimmermann, selbst ein leidenschaftlicher Interpret von Johann Sebastian Bachs Violinwerken, erarbeitete in diesem Sommer mit den jungen Musikern des Schleswig-Holstein Festival Kammerorchesters Instrumentalkonzerte des Thomaskantors. Frank Peter Zimmermann leitete das von Musikern aus acht Nationen gebildete Orchester der Schleswig-Holstein Musik Festival-Akademie und war bei allen Werken des Abends als Solist zu hören.
Er brillierte im Salzauer Konzert unter dem Motto „Barocke Temperamente“ mit den Bachschen Violinkonzerten E-Dur und a-Moll. Gemeinsam mit dem Oboisten Marc Lachat spielte er das aus dem Doppelkonzert für zwei Cembali BWV 1060 rekonstruierte Doppelkonzert für Violine und Oboe.
Außerdem stand Frank Peter Zimmermann bei dem Doppelkonzert für zwei Violinen BWV 1043 mit seinem Sohn, dem jungen Geiger Serge Zimmermann, auf der Bühne. Frank Peter Zimmermann widmet sich neben seinen zahlreichen Orchesterengagements regelmäßig der Kammermusik und ist weltweit auf den großen Bühnen zu hören. Sein Sohn Serge Zimmermann hatte 2007 beim Kissinger Sommer sowie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern bereits für Aufsehen gesorgt und trat mit dem Münchner Kammerorchester und dem Helsinki Philharmonic Orchestra wiederholte Male auf. Der Franzose Marc Lachat ist ein nicht weniger vielversprechender junger Musiker und zeichnet sich durch einen außergewöhnlich geschmeidigen und weichen, niemals näselnden Oboenton aus.

Dkultur
15-17 Uhr
Interpretationen
»Dialoge im Kaffeehaus«
Johann Sebastian Bachs Konzerte für zwei Klaviere
Gast: Michael Stegemann
Moderation: Olaf Wilhelmer

Dkultur
20-22 Uhr
Konzert
Nachklang Johannische Kirche ,Blankensee/Brandenburg
Aufzeichnung vom 5.9.09
»Mysterium Bach«
Johann Sebastian Bach
Messe in a-moll für Chor und Orchester, BWV Anh. 24
Messe in G-dur für 23 Stimmen in 2 Chören, BWV Anh. 167
Magnificat in C-dur für Soli, 8-stimmigen Doppelchor, Trompeten, Pauken und Streicher, BWV Anh. 30
»Sanctus G-dur, BWV 240 • Sanctus d-moll, BWV 239 • Sanctus C-dur, BWV 237«, drei Sanctus-Vertonungen für Chor und Orchester
ca. 20.50 Konzertpause mit Nachrichten
»Nach dir, Herr, verlanget mich«, Kantate für Soli, Chor undOrchester, BWV 150
»Erschallet, ihr Lieder«, Kantate für Soli, Chor und Orchester, BWV 172
Gesualdo Consort
Alsfelder Vokalensemble
Hannoversche Hofkappelle
Leitung: Wolfgang Helbich

Eine schöne Woche
Barbara

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Generell noch einmal der Link, wo eigentliche ALLE Radiostationen mit Websites und Direktlinks zu Livestreams zu finden sind:

Link:
http://www.listenlive.eu/

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