Archiv der Kategorie: Konzert in OWL-Ostwestfalen-Lippe

Sonntag, 3. Juni 2018 um 16:30 Uhr -Termin in der Kirche Bergkirchen (Lippe) – Konzert mit Bach und Tango!

Sonntag, 3. Juni 2018 um 16:30 Uhr -Termin in der Kirche Bergkirchen (Lippe) – Konzert mit Bach und Tango!

                                                    Kirche zu Bergkirchen (Ostwestfalen-Lippe)

Am Sonntag, 3. Juni, setzt sich um 16.30 Uhr die Reihe „Musik für Spaziergänger“ mit einem Konzert von Mishela Steiner in der Kirche zu Bergkirchen fort. Das anspruchsvolle Repertoire von Mishela Steiner zeigt die Möglichkeiten des Akkordeonspiels außerhalb der gängigen Unterhaltungsmusik auf. Es umfasst den Tango Nuevo mit Kompositionen von Astor Piazzolla in ihrer großen Spannbreite über die stilgebenden Werke Richard Gallianos, bis hin zu den komplexen Interpretationen eines Franck Angelis.

Dieser moderne französische Akkordeonkomponist ist gerade dabei, aus der Tradition der Musette kommend, mit seiner atemberaubenden Rhythmizität in Anlehnung an Elemente des Jazz, wieder etwas völlig Neues zu schaffen. In einem ersten Teil sind barocke Werke von Johann Sebastian Bach und Domenico Scarlatti (1685-1757) zu hören. Von Bach spielt Steiner eine Auswahl aus den Goldberg – Variationen BWV 988, eines der berühmtesten Klavierzyklen.

Anstelle von Eintrittskarten wird eine Kollekte gesammelt.
Ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus.
Weitere Informationen erhält man unter: www.bergkirchen.net

Biographie Mishela Steiner wurde 1984 in Zagreb, Kroatien geboren. Mit neun Jahren begann sie mit dem Akkordeonspiel. Ihre intensive elementare musikalische Ausbildung erhielt sie an kroatischen Musikgymnasien in Split, Zagreb und Pula. Von 2002 – 2008 studierte sie in Hannover an der Hochschule für Musik und Theater das Fach Akkordeon bei Prof. Elsbeth Moser. Mishela Steiner nahm schon früh an nationalen und internationalen Aufführungen (u.a. in Venedig, Castelfidardo, Paris, Antwerpen) teil, trat im kroatischen Fernsehen auf und wurde mehrfach bei Wettbewerben ausgezeichnet. Seit 2007 unterrichtet sie Akkordeon und Klavier.

                                                            Mishela Steiner (Arkodeon)

Die Goldberg-Variationen BWV 988 stellen einen Höhepunkt barocker Variationskunst dar. Jeder Einzelsatz besitzt seinen ganz eigenen Charakter. Der Zusammenhang der Variationen untereinander ergibt sich durch das gemeinsame Bassthema und durch einen planvollen Gesamtaufbau des Werkes mit regelmäßig eingefügten, in den Oberstimmen streng kanonischen Sätzen. Die genaue Entstehungszeit des Werkes ist unbekannt. Es wurde im Herbst 1741 in Nürnberg verlegt.

Der Name Goldberg-Variationen etablierte sich erst im Laufe des 19. Jahrhunderts. Er wurde nach einem anekdotischen Bericht in Johann Nikolaus Forkels „Über Johann Sebastian Bachs Lebens, Kunst und Kunstwerke“ von 1802 gebildet. Laut Forkel sind die Variationen für den russischen Gesandten am Dresdner Hof, den mit der Familie Bach befreundeten Grafen Hermann Carl von Keyserlingk verfasst worden. Der in dessen Diensten stehende Cembalist Johann Gottlieb Goldberg, ein hochbegabter Schüler Wilhelm Friedemann Bachs und Johann Sebastian Bachs, sollte dem Grafen daraus vorspielen, damit dieser in seinen schlaflosen Nächten ein wenig aufgeheitert wurde.

Aufgrund der Wünsche zahlreicher Konzertbesucher gibt es für die Konzerte am Nachmittag eine Reservierungsmöglichkeit! Manche Besucher möchten nicht so früh kommen und möchten im Vorfeld einen guten Platz sicher haben! Deshalb bieten wir für diejenigen Platzkarten an! Die ersten Reihen werden durchnummeriert und man kann die Platzreservierungen für 15,- € von 15-16.30 Uhr in der Kirche bekommen.

Durch eine Rückantwort mit einer Mail: (musik@bergkirchen.net kann man diese Plätze kostenpflichtig bestellen! Auf den anderen Plätzen bleibt es  bei der Kollekte am Ausgang.  Bitte nutzen Sie keine anderen E-Mail-Adressen der Gemeinde oder Kartenformulare. Platzwünsche sind bei den Vorbestellungen nicht möglich! Bezahlen kann man nur an dem Konzerttag in der Kirche und der Kaufzeitpunkt bestimmt die Reihenfolge der Platzwahl, wobei Wünsche beim Kauf möglich sind.

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Am Sonntag, 3. Advent, 17. Dezember 2017 findet um 16.30 Uhr ein Adventskonzert in der Kirche zu Bergkirchen statt.

„Ein Adventskonzert des Posaunenchores Bergkirchen“

Kirche BergkirchenZu den bekannten Adventsliedern wie „Die Nacht ist vorgedrungen“, „Wie soll ich dich empfangen“, „Tochter Zion“, und „Nun komm der Heiden Heiland“ sind Choralbearbeitungen u. a. von Ludwig van Beethoven, Christian Sprenger, Traugott Fünfgeld, Ingo Bredenbach, Matthias Nagel und Anne Weckeßer zu hören.

Poppige Weihnachtsliedbearbeitungen u. a. zu „Mary’s Boy Child“, „Engel bringen frohe Kunde“ oder die „Pop Serenade“ von Michael Schütz stehen ebenfalls auf dem Programm.

Ein Vokalquartett führt von Heinrich Schütz eines seiner Magnificate auf. Ergänzt wird das Programm von Barbara Jansen-Ittig an der Orgel mit Werken von Robert Jones, Alexandre Guilmant und Ernst Pepping. Sie studierte an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford (B-Examen) und an der Folkwang-Hochschule in Essen (A-Examen) evangelische Kirchenmusik.

Ab 1995 war sie als hauptamtliche Kirchenmusikerin an der Marienkirche Stift Berg in Herford angestellt und ist seit 1997 Kantorin an der Stiftskirche in Bielefeld-Schildesche. Unter der Leitung von Rainer Begemann spielen die Jungbläser und Bläser des Posaunenchores Bergkirchen und ein Bläserensemble.

Am Ausgang wird eine Kollekte gesammelt. Bei Eis und Schnee bitten wir Sie den Hauptweg über Istorf/Richtung Kirchheide zu nutzen.

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Konzert Kirche Bergkirchen (Lippe): „Gedenkkonzert für Prof. Friedrich Wilhelm Schnurr“ am 10.09.2017

Konzert Kirche Bergkirchen (Lippe): „Gedenkkonzert für Prof. Friedrich Wilhelm Schnurr“ am 10.09.2017

Am Sonntag, 10. September 2017 setzt sich um 16.30 Uhr die Reihe „Musik für Spaziergänger“ nach den Sommerferien in der Kirche zu Bergkirchen fort. Dieses Konzert war mit Prof. Friedrich Wilhelm Schnurr, Rektor der Musikhochschule Detmold von 1982 – 1993 geplant.

Am 14. Juni 2017 verstarb Prof. Schnurr ganz unerwartet.

Nun werden einige seiner Schüler das Konzert für ihn spielen und mit einem großen Teil des Programms, welches er für dieses Konzert ausgewählt hat.

Fünf Ausnahmepianisten werden dann in Bergkirchen zu Gast sein, die selber inzwischen als Professoren und Dozenten tätig und auf den internationalen Konzertbühnen zu Hause sind. Es spielen Piotr Oczkowski (Prof. der Musikhochschule Detmold), Yasko Linnartz (Dozentin der Musikhochschulen Bremen und Hannover), Yoshiko Iwai (Konzertpianistin, Dozentin der Musikhochschule Zürich), Rieko Yoshizumi (Professorin an der Hochschule für Musik Dresden) und Mark Hohn (Konzertpianist, Tonmeister beim WDR).

Schön ist auch, dass sie das Konzert auf dem Flügel von Prof. Schnurr spielen werden, den der Förderkreis Kirchenmusik für die Konzerte in Bergkirchen erwerben konnte. Auf dem Programm steht von Beethoven die Sonate für Klavier Nr. 22 op. 54 und das Klavierstück „Für Elise“.

Von Mozart ist die Sonate F-Dur, KV 332 zu hören und von Mendelssohn zwei „Lieder ohne Worte“, op. 19 Nr. 1 und op. 67 Nr. 4. Das Konzert schließt mit den Kinderszenen op. 15 von Schumann und dem Intermezzo op. 117 Nr. 1 von Brahms.

Anstelle von Eintrittskarten wird eine Kollekte gesammelt.

                                                            Kirche Bergkirchen (Lippe)

 

Ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus.

Weitere Informationen erhält man unter: www.bergkirchen.net

Das Konzert wird auch im Rahmen des Tages des Denkmals stattfinden. Die Kirche ist von 12-20 Uhr zur Besichtigung geöffnet und von 18-20 Uhr finden Führungen statt.

Besucher kommen von weither und möchten nicht umsonst kommen. Deshalb bieten wir für diejenigen Platzkarten an! Die ersten Reihen werden durchnummeriert und man kann die Platzreservierungen für 15,- € von 15.00 – 16.30 Uhr in der Kirche bekommen. Auf den anderen Plätzen ist eine Reservierung mit Kleidung weiterhin möglich.

Zwei Tage vor den Konzerten (ab 8.9.2017), kann man sich Karten durch eine Rückantwort per Mail auch reservieren lassen, damit man einen guten Platz sicher hat.

E-Mail: musik@bergkirchen.net

(Bitte nur an diesen Tagen, damit wir den Überblick behalten! Bitte nutzen Sie keine anderen E-Mail-Adressen der Gemeinde oder Kartenformulare. Platzwünsche sind bei den Vorbestellungen nicht möglich!)

Bezahlen kann man nur an dem Konzerttag in der Kirche und der Kaufzeitpunkt bestimmt die Reihenfolge der Platzwahl, wobei Wünsche beim Kauf möglich sind.

Bitte holen Sie die bestellten Karten bis 16.15 Uhr ab. Danach werden sie verkauft!

Zum Konzert-Inhalt:

Das kurze Albumblatt „Für Elise“, entstanden vermutlich um 1810 (das Autograph ist verschollen) ist heute Ludwig van Beethoven wohl bekanntestes Klavierstück weltweit – wenn es denn in der überlieferten Form überhaupt von Beethoven selbst stammt, was unter Musikforschern bis heute ebenso wenig zweifelsfrei geklärt ist wie die Frage, wer denn diese „Elise“ überhaupt war.

Bei der Sonate in F-Dur KV 332 war dagegen nur die Entstehungszeit zu korrigieren: Bis hin zu dem bedeutenden Mozart-Biographen Alfred Einstein („Mozart. Sein Charakter. Sein Werk“, Stockholm 1947) glaubte man, Mozart habe sie zusammen mit zwei weiteren Sonaten (C-Dur und A-Dur) 1778 in Paris komponiert. Heute weiß man aufgrund bestimmter Indizien, dass sie kaum vor 1783 entstanden sein kann. Da war Mozart schon in Wien, in der vielleicht glücklichsten Phase seines kurzen Lebens.

Auch Felix Mendelssohn-Bartholdy gehörte zu den Frühvollendeten. Seine zahlreichen „Lieder ohne Worte“ erfreuten sich besonders im musikalischen Bildungsbürgertum des 19. Jahrhunderts außerordentlicher Beliebtheit. Sein Verleger veröffentlichte sie in acht Gruppen von je sechs Stücken. Das Andante Es-Dur und das Presto C-Dur aus op. 67 gehören zu der sechsten und letzten Gruppe, die der Komponist noch selbst zusammengestellt hat.

Biographien der Pianisten:

Prof. Wilhelm Schnurr, Mark Hohn, Rieko Yoshizumi, Yoshiko Iwai, Yasko Linnartz, 

Piotr Oczkowski.

Prof. Friedrich Wilhelm Schnurr †

Wilhelm Schnurr, 1929 in Göttingen geboren, erhielt seinen ersten Klavierunterricht im Alter von 7 Jahren. Nach dem Abitur studierte er bei Hans Richter-Haaser an der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold und absolvierte dort 1951 die Musiklehrerprüfung, 1952 die Künstlerische Reifeprüfung und 1953 das Konzertexamen mit Auszeichnung. Meisterkurse führten ihn 1953 zu Alfred Cortot in Lausanne und 1961 zu Wilhelm Kempff in Positano.

Zwischen 1954 und 1959 erhielt er Preise beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München, u. a. 1959 den 1. Preis. Von 1958 – 1997 war Friedrich Wilhelm Schnurr Lehrer an der NWD Musikakademie Detmold, ab 1965 als Professor, von 1971-76 in der Funktion als Leiter des Seminars für Musikerziehung, von 1972 – 1982 als stellvertretender Direktor und von 1982 – 1993 als Rektor der Hochschule. Seine Konzerttätigkeit führte ihn weit über Deutschland und Europa hinaus in Länder Nord- und Südamerikas, in den Nahen, Mittleren und Fernen Osten sowie nach Afrika. Außerdem gab Friedrich Wilhelm Schnurr zahlreiche Meisterkurse. Im Laufe der Zeit entstanden viele Rundfunkaufnahmen, CDs und DVDs.

Mark Hohn

Mark Hohn, 1961 in Mönchengladbach geboren, wurde in Klavierwettbewerben immer wieder mit Preisen ausgezeichnet.

An der Hochschule für Musik Detmold studierte er von 1981 bis 1987 die Fachrichtungen Tonmeister, Klavier und Oboe und schloss sein Studium mit dem Diplom-Tonmeisterexamen sowie der Künstlerischen Reifeprüfung im Fach Klavier bei Prof. Friedrich-Wilhelm Schnurr ab.

Aus dem breitgefächerten Repertoire seiner Klavierabende entstanden CDs mit Werken von Schubert, Schumann, Chopin, Ravel und Bartók. Er machte auch Rundfunkaufnahmen beim NDR, WDR, HR und BR.

Konzerte führten ihn u.a. nach Spanien, Belgien, in die Schweiz und Japan. Neben seiner solistischen Tätigkeit als Pianist ist Mark Hohn ein gefragter Kammermusikpartner und Liedbegleiter.

Seit 1989 arbeitet er als Tonmeister beim Westdeutschen Rundfunk Köln und wurde für seine Aufnahmen mit zahlreichen Preisen wie u.a. dem Diapason d’Or (zuletzt 2017 für Brahms Streichquintette) ausgezeichnet.

Mark Hohn ist darüber hinaus seit 2000 an der ARD.ZDF-Medienakademie Nürnberg als Dozent für Technisches Hören sowie Mehrkanalton- und Mikrofon-Aufnahmetechnik tätig.

Rieko Yoshizumi

Rieko Yoshizumi

Die gebürtige Japanerin erhielt mit vier Jahren ihren ersten Klavierunterricht. Nach dem Besuch des Musikgymnasiums („Geiko“) studierte sie an der Staatlichen Hochschule für Kunst und Musik in Tokio bei Prof. Akiko Iguchi. Während ihres Studiums lernte sie außerdem Cembalo, studierte Liedbegleitung. Zum Aufbaustudium wechselte Rieko Yoshizumi nach Deutschland, wo sie an der Hochschule für Musik Detmold bei Prof. Friedrich Wilhelm Schnurr ihr Klavierstudium mit dem Konzertexamen (Solistenklasse) abschloss. Weitere Einflüsse bekam sie von Prof. Robert Szidon.

Sowohl als Solistin als auch Kammermusikerin hat sie zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionen (u. a. Genuin, Crescendi, Kaleidos) veröffentlicht, die hervorragende Rezensionen erhalten haben. Ihre Konzerttätigkeit umfasst Einladungen zu renommierten Konzertreihen und Festivals in Europa, Asien und Südamerika. Sie wird regelmäßig als Jurorin zum Internationalen Klavierwettbewerb nach Tschechien eingeladen und gibt Meisterkurse für Klavier und Kammermusik in Spanien, Japan und Peru.

Rieko Yoshizumi unterrichtete an der Hochschule für Musik Detmold, dann an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden, wo sie seit 1994 lehrt. Im Jahr 2000 wurde sie dort zur Honorar-Professorin ernannt.

Yoshiko Iwai wurde in Nagoya (Japan) geboren. Im Alter von 13 Jahren gewann sie den West Japan Jugend-Musikwettbewerb. 1983 nahm sie ihr Studium bei Prof. Hitoshi Kobayashi an der Staatlichen Musikhochschule Tokio (Tokyo Geijutsu Daigaku) auf. Während ihres Studiums wurde sie mit weiteren Preisen wie beispielsweise dem 2. Preis des 52. Japan Musikwettbewerbs ausgezeichnet.

Yoshiko Iwai

Yoshiko Iwai wechselte 1987 nach Deutschland, wo sie bei Prof. Friedrich Wilhelm Schnurr an der Hochschule für Musik Detmold studierte und 1993 ihr Konzertexamen „mit Auszeichnung“ ablegte. Anschließend hatte sie bis 1996 einen Lehrauftrag an der Hochschule für Musik Detmold und erhielt entscheidende Impulse durch  Meisterkurse bei Prof. György Sebök. Viele bedeutende Preise wurden ihr in dieser Zeit verliehen, so z.B. der 2. Preis und mehrere Zusatzpreise beim 3. Europäischen Chopin-Klavierwettbewerb in Darmstadt 1989 und der 1. Preis (Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preis) beim Mendelssohn-Wettbewerb in Berlin 1991. Desweiteren war sie Finalistin im 14. Internationalen Klavierwettbewerb „Clara Haskil“ in Vevey-Montreux. Beim Internationalen Klavierwettbewerb „Géza Anda“ 1994 in Zürich wurde sie mit dem 2. Preis ausgezeichnet.

Auf Einladung mehrerer Sender und Schallplattenfirmen folgten verschiedene Rundfunk- und CD-Produktionen. Bisher erschienen CDs mit Werken von Mozart (Meister Music/Japan), Clara Schumann (Naxos) und Paul Juon (Musiques suisses).

Yoshiko Iwai lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Zürich und übt eine internationale Konzerttätigkeit als Solistin aus. Rezitale und Auftritte mit verschiedenen Orchestern führen sie in zahlreiche Länder Europas und in ihr Heimatland Japan. Außerdem ist sie eine gefragte Kammermusikpartnerin. Seit 2000 ist sie an der Zürcher Hochschule der Künste tätig.

Yasko Linnartz

Yasko Linnartz studierte bei Prof. Hideo Abe und Prof. Yuko Fujimura in Japan. Sie war Stipendiatin zur Begabtenförderung und beendete dies als Jahrgangsbeste an der Musikhochschule Sakuyo.

Ihr Aufbaustudium absolvierte sie anschließend an der Hochschule für Musik Detmold in der Klasse von Prof. Friedlich Wilhelm Schnurr und beendete dies mit dem Konzertexamen.

Meisterkurse unter anderem bei Konrad Hansen, Prof. Konrad Richter und Prof. Hans Leygraf ergänzen ihre musikalische Ausbildung.

Sie konzertierte als Solistin mit diversen Orchestern, unter anderem mit der Wiener Kammerphilharmonie, dem Staatstheater Kassel, der Bielefeld Philharmonie, dem Detmolder Kammerorchester und den Berliner Symphonikern, außerdem liegen Rundfunkaufnahmen beim WDR vor.

Zu ihren Kammermusikpartnern zählen unter anderen Bruno Schneider, Isabelle Faust, Ulf Schneider, Markus Schön, Gernot Schmalfuß und Latica Honda-Rosenberg.

Yasko Linnartz war in der Zeit von 1995 bis 2005 Dozentin an der Hochschule für Musik Detmold. Des Weiteren ist sie seit 2001 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und seit 2011 an der Hochschule für Künste Bremen tätig.

Piotr Oczkowski

Piotr Oczkowski entstammt einer Musikerfamilie und wurde in Krakau, Polen, geboren. Im Alter von sechs Jahren emigriert er nach Maracaibo, Venezuela. Eine größere Gruppe polnischer Musiker wird zur Gründung des Symphonischen Orchesters Maracaibo von der venezolanischen Regierung angestellt, darunter auch die Eltern. Seinen ersten Klavierunterricht erhält er mit acht Jahren bei der Konzertpianistin Elzbieta Sobkowicz, die auch mit übersiedelte. Schon mit 11 Jahren debütierte er als Solist mit Joseph Haydns D-Dur Klavierkonzert mit dem Symphonischen Orchester Maracaibo. Bald darauf folgten Aufnahmen im venezolanischen Rundfunk und Fernsehen als auch weitere Auftritte mit diversen venezolanischen Orchestern. Mit 15 Jahren ging Oczkowski nach Bloomington, USA, als „Special Student“ an die Indiana University und wurde in die Klavierklasse des chilenischen Pianisten und Komponisten Alfonso Montesino aufgenommen. In Bloomington legte er sein High-School-Diplom ab.

Im Alter von 17 Jahren kam er mit einem Stipendium des DAAD Bonn nach Deutschland und beginnt ein Hochschulstudium an der Nordwestdeutschen Musikhochschule in Detmold bei Prof. Friedrich Wilhelm Schnurr. Dort absolvierte er 1990 seine Reifeprüfung im Fach Klavier.

Seine Ausbildung setzte er als Stipendiat des venezolanischen Kultusministeriums CONAC mit einem Aufbaustudium am Richard-Strauss-Konservatorium, München, bei dem russischen Pianisten Vadim Suchanov fort. Er nahm an den internationalen Meisterkursen mit dem russischen Professor Dimitri Bashkirov am Mozarteum Salzburg und dem Ruhr-Klavierfestival in Recklinghausen teil.

Sein weiterer musikalischer Weg führte ihn zu Prof. Elgin Roth, Hamburg und zu Prof. Dr. Marco Antonio de Almeida, der ihn zur Aufnahme des Studiums im Fach „Musikpädagogik und Aufführungspraxis“ an der Martin-Luther-Universität Halle/Saale führte. Dieses Studium schloß Oczkowski im Herbst 2000 mit Auszeichnung ab.

1995 nahm er an den „Polnischen Kulturtagen in Bayern“ mit mehreren Konzerten teil. 1999 spielte er das Eröffnungskonzert des Festivals „Von Chopin bis Penderecki“ im Prinzregententheater München. Im Mai 2000 absolvierte er die von der Schmidt-Bank organisierte Konzerttournee „Musik in der Bank“ durch Bayern und Sachsen. Weitere Konzerte fanden in der Meistersingerhalle Nürnberg, in der Musikhalle Hamburg, in „Jameos del Agua“ auf Lanzarote und in Sao Paulo, Brasilien statt. 2005 und 2006 nahm er am Festival de Música de Londrina in Brasilien als Pianist und Dozent teil. Auch 2007 ist seine Teilnahme vorgesehen.

Oczkowski spielte als Solist mit dem Warren Symphony Orchestra, Detroit, USA, dem Orquesta Sinfónica de Maracaibo, Venezuela, dem Orquesta Filarmónica de Venezuela, dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode, der Westsächsischen Philharmonie und dem Philharmonischen Staatsorchester Halle.

Neben seiner pianistischen Karriere ist er auch in seiner pädagogischen Arbeit sehr produktiv: 1998 wurde er Lehrbeauftragter an der Martin-Luther-Universität, Halle/Saale im Fach Korepetition und Liedbegleitung. Seit November 2000 war er dort als Dozent für das Hauptfach Klavier und Liedgestaltung tätig. Im Oktober 2006 übernahm er eine Professur als Leiter des Hochbegabtenzentrums an der Hochschule für Musik Detmold.

Piotr Oczkowski ist Preisträger folgender Wettbewerbe:

1983 Indianapolis Concert Competition, Indiana, USA

1983 Grand Rapids International Piano Competition, Michigan, USA

1989 I. Nationaler Chopin-Wettbewerb in Caracas, Venezuela

1991 VIII. Lateinamerikanischer Klavierwettbewerb „Teresa Carreño“, Caracas, Venezuela


Herzliche Grüße

Volker

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Konzert in der Kirche Bergkirchen-Bad Salzuflen am Sonntag 23. Juli 2017

Konzert in der Kirche Bergkirchen-Bad Salzuflen am Sonntag 23. Juli 2017

Lippischer Orgelsommer in Bergkirchen

Am Sonntag, 23. Juli, ist um 16.30 Uhr der Lippische Orgelsommer in der Kirche zu Bergkirchen zu Gast.

An der Oestreich-Schuke-Orgel spielt die lettische Organistin Līga Auguste. Sie hat in Riga und Herford Orgel, Musiktheorie und Kirchenmusik studiert. Im Moment studiert sie an der Kirchenmusikhochschule Herford das Fach künstlerisches Orgelspiel auf Konzertexamen. Sie ist Kantorin des Kirchenkreises Vlotho und der St. Stephans-Kirchengemeinde in Vlotho.

Auf dem Programm stehen von Johann Sebastian Bach die Sinfonia aus der Kantate

„Wir danken dir” BWV 29 und die Triosonate G-Dur BWV 530.

Vom norddeutschen barocken Komponisten Matthias Weckmann ist die Choralfantasie über Luthers Lied „Nun freut euch, lieben Christen gmein” zu hören und von den beiden französischen Romantikern Louis Vierne und Gabriel Fauré „Clair de lune“ aus „Piéces de Fantasie” und die Pavane op. 50 von Fauré.

Werke aus dem Bereich der deutschen Romantik kommen von Josef Rheinberger mit 2. Sätzen aus der 20. Orgelsonate F-Dur op. 196 und

mit der Fuge über BACH op. 60, Nr. 2 von Robert Schumann zur Aufführung!

Anstelle von Eintrittskarten wird eine Kollekte gesammelt. Bei diesem Konzert und den nachfolgenden Mondscheinkonzerten bieten wir keine Reservierungen an.

Ab 15 Uhr finden Führungen zur Kirche statt.

Ebenfalls ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen

im Gemeindehaus.


Weitere Informationen erhält man unter www.bergkirchen.net

                                                Līga Auguste (Organistin)

Die Organistin und Kirchenmusikerin Līga Auguste kam über die Musiktheorie und die Orgel zur Kirchenmusik. Sie studierte zunächst an der Akademie der evangelisch-lutherischen Kirche Lettlands und an der Nationalen Musikakademie Jāzeps Vītols in Rīga.

Derzeit bildet sie sich an der Hochschule für Kirchenmusik Herford fort (Studiengang Künstlerisches Orgelspiel bei KMD Wolfgang Lüschen), wo sie bereits einen Masterabschluss erworben hat. Sie ist hauptamtliche Kirchenmusikerin der ev.-luth. St. Stephans-Kirchengemeinde in Vlotho.

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In der Münsterkirche Herford – erklang eine bewegende Matthäus-Passion von J.S. Bach

In der Münsterkirche Herford – erklang eine bewegende Matthäus-Passion von J. S. Bach

Neue Westfälische – Anna Mönks

Gelungene Aufführung der Matthäus-Passion in der Münsterkirche!

Der Münsterchor und der Kinder- und Jugendchor laden unterStefan Kagl zum Höhepunkt der Passionszeit und hinterlassen ein sichtlich berührtes Publikum.

Münsterkantor Stefan Kagl lud zu Bachs Matthäuspassion in die Münsterkirche. Der große Chor – eigentlich drei Chöre – entwickelte einen beeindruckenden Klang. Links oben im Bild verbirgt sich der Kinderchor, der seine anspruchsvolle Partie souverän und klangschön darbot. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Die Matthäus-Passion von Johann Sebastian Bach gehört zu den bewegendsten Werken der Musikgeschichte. Münsterkantor Stefan Kagl hat sie am Sonntagnachmittag in der Münsterkirche zur Aufführung gebracht. Möglich war dies durch die Zusammenarbeit des Herforder Münsterchores und des Kinder- und Jugendchores mit der Lemgoer Kirche St. Marien und den dortigen Chören unter der Leitung des Kantors Volker Jänig. Ergänzt durch das Ensemble für alte Musik „arcipelago“ und fünf hervorragende Solisten war es ein beeindruckendes Aufgebot, das im Altarraum und auf der Seitenempore der Münsterkirche Platz genommen hatte.

Mit fluffigem Tempo ging Kagl das Werk um das Leiden Christi an. Das brachte das kunstvolle Ineinandergreifen der drei Chöre (Doppelchor plus Kinderchor) besonders zur Geltung, zumal Kagl bei allem Tempo stets dem Nachhall Raum gab. Dem üppigen und vollen Chorklang gegenüber stand der fragile, silbrige Klang der historischen Instrumente. Eine reizvolle, wenngleich nicht ganz unproblematische Kombination.

Es war großartig, mit wie viel Verve der Chor diese Musik anging. Die Herausforderung der schnellen, kurzen Einwürfe („Herr, bin ich?s?“ „Lass ihn kreuzigen!“) darf nicht unterschätzt werden. Es bedarf einer gehörigen Portion Chuzpe, mit voller Stimme einzusetzen und nicht den Nachbarn singen zu lassen um sich dann unauffällig dranzuhängen. Stefan Kagl bereitete diese Einwürfe sorgfältig vor und nahm seine Sänger auf diese Weise mit. Sie dankten es ihm mit großem Klang. Wenn eine solche Menge „Barrabam!“ in das Kirchenschiff gellt, dann ist das beeindruckend.

Ergreifend: Evangelist Florian Feth (links) und Bassist (Jesus) Jörn Dopfner nahmen die Zuhörer mit. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Abgerundet wurde die Aufführung durch die Gesangssolisten: Sopranistin Uta Singer, (mit klarer Stimme), Altistin Vera Alkemade (wundervoll zentriert und warm im Klang) und Bassist Dieter Goffing (starke und volle Stimme). Tenor Florian Feth, überzeugte als Evangelist mit klaren und volltönenden Höhen und gab einen wunderbaren Erzähler,Jörn Dopfer, sang mit wohlig rundem Bass den Jesus und vermochte es, seine Partie derart lebendig zu gestalten, dass die Zuhörer das Leid beklemmend unmittelbar mitempfanden. Angst, Zweifel und Enttäuschung wie im Garten Gethsemane wurden auf diese Weise greifbar.

Der Klang der historischen Instrumente des Orchesters war eine faszinierende Ergänzung.

Am Taktstock: Stefan Kagl führte die Akteure mit Umsicht durch das Werk. | © Frank-Michael Kiel-Steinkamp

Am Ende schenkte Stefan Kagl dem Publikum die Stille. Nach dem Tod Jesu schien die Zeit anzuhalten, und auch der letzte Chor rührte mit seiner ruhigen Klarheit und dem schmerzlichen Vorhalt im Innersten. Der Schlusston verklang, die Münsterglocken läuteten, das Publikum erhob sich schweigend und ließ die Passion nachhallen. Ein bewegender Moment.

Zum ganzen Artikel der Neuen Westfälischen Zeitung!


Eine weitere Rezension von der Matthäus-Passion in St. Marien, Lemgo!

St. Marien Lemgo Matthäus Passion.jpg

Großaufgebot mit mehr als 200 Mitwirkenden: Zwei Chöre, zwei Orchester und fünf Solisten brillieren unter Leitung von Volker Jänig. Uta Singer und Vera Alkemade harmonieren in schwebender Transzendenz (vorn von links). (© Thomas Krügler)

Lemgo. Zu lang, zu opulent, zu theatralisch!“ – diesen Eindruck hatte in Lemgo niemand. So lautete jedoch die Kritik am Karfreitag 1727 in der Thomaskirche zu Leipzig, als Bachs Matthäus-Passion erstmals aufgeführt wurde.

Nach 100 Jahren Dornröschenschlaf wurde sie von Mendelssohn erneut wachgeküsst. Fast 300 Jahre nach ihrer Entstehung zählt Bachs Klangdichtung heute zum Wunder abendländischer Musik und berührt die Seelen weltweit.

In 68 Sätzen wird der Leidensweg Christi vom Abendmahl bis zur Kreuzigung vertont. Tod und Schmerz verschmelzen in getragener Melancholie und paaren sich mit tänzerischer Freude. Geradezu swingend kamen die rund 200 Musiker bei der Aufführung in St. Marien Lemgo daher: „Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen.“ Das vitale Dirigat von Kantor Volker Jänig motivierte den tänzerischen Gestus und erzielte große Transparenz…..

Link zum Artikel:

http://www.lz.de/lippe/kultur/21738556_Getragene-Melancholie-und-taenzerische-Freude-vereinen-sich.html

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Herzliche Bach-Grüße

Volker

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