Archiv der Kategorie: Berühmte Trompeter

Johann Adolph Hasse (1699-1783) „Missa ultima in g“

Johann Adolph Hasse (1699-1783) „Missa ultima in g“

Johann Adolph Hasse

Johann Adolph Hasse (italianisiert Giovanni Adolfo; getauft 25. März 1699 in Bergedorf; † 16. Dezember 1783 in Venedig) war ein einflussreicher deutscher Komponist des Spätbarock. Sein Ruhm zu Lebzeiten gründete sich hauptsächlich auf seine Opern im italienischen Stil.

Die „Missa in g“ ist das Opus ultimum, das letzte vollendete Werk des 84-jährigen Johann Adolf Hasse (1699-1783), der für fast drei Jahrzehnte das Musikleben am sächsischen Hof in Dresden prägte und von den Zeitgenossen als das musikalische Idol seiner Epoche galt. Im Mittelpunkt dieser groß besetzten Missa solemnis steht das siebensätzige Gloria mit seinen ausgedehnten, glanzvollen Trompetenpartien.

Die g-Moll-Messe fasziniert durch ihre Klangschönheit, Ausdruckstiefe und harmonischen Ideenreichtum. Das Festkonzert zur Weihe der Dresdner Frauenkirche wurde vom international renommierten Trompeter und Dirigenten Ludwig Güttler geleitet, einem der Initiatoren und Impulsgeber des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche.

                                                            SŠaechsisches Vocalensemble

(Live-Mitschnitt des Konzerts am 21. und 22. November 2005 in der Frauenkirche Dresden)

 Diese Aufnahme ist beschränkt auf das Kyrie und Gloria – Satz 1 bis 11.

Die Sätze 12 – 16 fehlen in dieser Aufnahme.

 1:   Kyrie

2:   Coro: Christe eleison

3:   Kyrie

4:   Coro (Gloria)

5:   Gratias agimus

6:   Domine Deus

7:   Domine Fili

8:   Domine Deus

9:   Qui tollis

10: Quoniam

11: Cum Sancto Spiritu

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Ausführende:

Dirigent

Ludwig Güttler 

Ensemble

Sächsisches Vocalensemble / Virtuosi Saxoniae 

Sopran-Solo

Ulrike Staude 

Barbara Christina Steude 

Alt-Solo

Elisabeth Wilke

Tenor-Solo

Gerald Hupach 

Bass-Solo

Egbert Junghanns 


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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 235 – „Messe in g-moll“ (Lutherische Messe)

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 235 – „Messe in g-moll“ (Lutherische Messe)

JOS VAN VELDHOVENS 10 LIEBLINGSARBEITEN

Diese Woche BWV 235: Bestes von Bach

                                                                Grote Kerk in Naarden (Holland)

Eine Hommage an „unseren“Jos van Veldhoven: Jeden Freitag eines der 10 Lieblingswerke von Jos van Veldhoven, der nach 35 Jahren als künstlerischer Leiter die Niederländische Bachgesellschaft verlässt.

Jos van Veldhoven über seine Lieblingsmesse in g-Moll, BWV 235: „Eine von Johann Sebastian Bachs“ kleinen „Messen. Klein, weil sie nur aus einem Kyrie und einem Gloria bestehen. Aber jeder ist ein kleines Juwel mit feinen Arien und vielen schönen oft virtuose Ensembles: Bach hat nie die große Messe in h-Moll aufgeführt, aber die kleinen Messen wurden oft an großen Festtagen aufgeführt.

Die vier kurzen Messen, die Bach in den 1730er Jahren schrieb, sind geheimnisumwittert. Diese „lutherischen“ oder „kurzen“ Messen sind in Latein geschrieben, was für Bach ungewöhnlich ist, und sie bestehen nur aus Kyrie und Gloria. Darüber hinaus hat Bach diese Messen fast ausschließlich aus Material einer kleinen Anzahl von geistlichen Kantaten zusammengestellt. Die Messe in g-Moll leitet ihre Eröffnung von der Kantate BWV 102 ab, während die anderen zwei Chöre und drei Arien den Kantaten BWV 187 und BWV 72 entnommen werden. Hier und da mussten zwar Anpassungen vorgenommen werden – Passagen werden ausgeschnitten oder hinzugefügt und der Schlüssel oder das Register ist angepasst – der Chor aus der Kantate 102 wurde mehr oder weniger intakt übertragen. Die drei Textzeilen, die von Jeremia abgeleitet wurden, passten erstaunlich gut zur dreigliedrigen Kyrie-Christe-Kyrie-Invokation.

                                               All of Bach-Ensemble in der Grote Kerk in Naarden

Es scheint nicht zu weit hergeholt anzunehmen, dass Bach diese Messen geschrieben hat, um einen sicheren Hafen für einige seiner Lieblingsstücke zu schaffen. Der neutrale Charakter einer lateinischen Messe bedeutet, dass sie zu weit mehr Gelegenheiten verwendet werden kann als der eine spezifische Moment im kirchlichen Jahr, der den Kantaten in deutscher Sprache zugewiesen wurde.

Aber warum wählte Bach Latein für diese Messen? Wollte er seine Bindung zu dem gerade erst auf dem Thron stehenden katholischen König August III. In Dresden verstärken? Jedenfalls wissen wir mit Bestimmtheit, dass 1733 eine andere Messe aus dieser Reihe, die Messe in h-moll BWV 232 (die Bach später erweiterte) dem Augustus geweiht war. Mit etwas Verspätung wurde Bach 1736 tatsächlich zum Komponisten an den Dresdner Hof berufen. Die Stellung verlieh Bach einen Status, der ihm in seinen vielen Auseinandersetzungen mit dem Kirchenvorstand in Leipzig dienlich sein sollte. Und im Hinblick auf die Schaffung eines sicheren Hafens für seine Lieblingsstücke hatte Bach auch gut beurteilt. Seine lutherischen Messen haben dem Zahn der Zeit standgehalten, während viele seiner Kantaten verloren gegangen sind.

BWV 235

TITEL
Messe in g-Moll

BEINAME
„Lutherische“ oder „kurze“ Messe

GENRE
Lateinische Kirchenmusik (Masse)

JAHR
1738/39?

STADT
Leipzig

Besondere Hinweise / Wiederverwertung
Zusammengesetzt aus früher komponierter Musik für die Kantaten 102, 72 und 187.

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
10. April 2015

AUFNAHMEDATUM
11. Oktober 2014

LAGE
Grote Kerk, Naarden

DIRIGENT
Jos van Veldhoven

ALT
Alex Potter

TENOR
Thomas Hobbs

BASS
Peter Kooij

RIPIENO SOPRAN
Lauren Armishaw, Marjon Strijk (allein), Kristen Witmer

RIPIENO ALTO
Marleene Goldstein, Barnabás Hegyi

RIPIENO TENOR
João Moreira, Kevin Skelton

RIPIENO BASS
Matthew Baker, Jelle Draijer

VIOLINE 1
Shunske Sato, Anneke van Haaften und Annelies van der Vegt

VIOLINE 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

CELLO
Lucia Swarts, Richte van der Meer

KONTRABASS
Robert Franenberg

TRAVERSO
Marderwurzel

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

FAGOTT
Benny Aghassi

TROMPETE
Robert Vanryne

CEMBALO
Siebe Henstra

POSITIVE ORGEL
Leo van Doeselaar


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Ich wünsche allen viel Freude mit dieser großartigen Kantate!

Herzliche Grüße

Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate BWV 67 „Halt im Gedächtnis Jesum Christi“

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate BWV 67 „Halt im Gedächtnis Jesum Christi“

JOS VAN VELDHOVENS 10 LIEBLINGSARBEITEN

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Diese Woche BWV 67  Eine Hommage an „unseren“ Jos van Veldhoven:

Jeden Freitag eines der 10 Lieblingswerke von Jos van Veldhoven, der nach 35 Jahren als künstlerischer Leiter die Niederländische Bachgesellschaft verlässt.

Jos van Veldhoven über seine Lieblingskantate „Halt im Gedächtnis“ Jesus Christus, BWV 67: „Eine herrliche Kantate, für einen Sonntag kurz nach Ostern. Die Melodie von“ O Lamm Gottes, unschuldig „(ua aus der Matthäuspassion) ist genial Früher hatte Bach nur eine kurze Zeit in Leipzig gearbeitet und ist voller Ideen und Kreativität. „

Bach musste in seinem ersten Jahr als Kantor in Leipzig eine schwere Zeit gehabt haben. Er wollte nicht nur eine komplette Reihe neuer Kantaten komponieren, sondern auch gleich eine Passion in die Hand nehmen. Es ist verständlich, dass nach der Präsentation seiner Johannespassion am Karfreitag 1724 nicht mehr viel Energie für mehr Kraftentfaltung übrig blieb. Für seine Kantaten in den folgenden Ostertagen griff er zu einigen Änderungen an bestehenden Werken. Aber bei Quasimodogeniti, sieben Tage nach Ostern, war Bach wieder in vollem Gange. Seine Kantate „Halt im Gedächtnis Jesu Christi“ ist ein völlig neues Werk mit einem wunderbar optimistischen Grundton. Das Werk besteht aus sieben Sätzen, ist jedoch keineswegs langatmig und abwechslungsreich, sowohl in Bezug auf die vokalen und instrumentalen Kombinationen als auch auf die Stimmungslage. Es war auch das erste Mal, dass Bach (wenn auch bescheiden) die Querflöte verwendete. Zusammen mit den beiden Oboen d’amore fügt das Instrument den sensiblen Momenten Farbe hinzu, während die Slidetrompete das Fest in den Choralmelodien betont.

Die Lesung für den ersten Sonntag nach Ostern heißt Thomas zweifeln. Die Worte der Kantate sprechen von göttlicher Barmherzigkeit: Alle, die kämpfen, aber den Fehler ihrer Wege sehen, werden Vergebung gezeigt bekommen. Der groß angelegte Chor am Anfang feiert die Auferstehung Christi. Aber dann zeigt der Tenor Anzeichen von Thomas-ähnlichen Zweifeln, die sich nahtlos in die des Altos fortsetzen. Wie stark der zentrale Choral weiter argumentiert, dass der Erlöser unsere Feinde niedergeschlagen hat, lässt sich der Alt nicht leicht besiegen. Nur in der leidenschaftlichen Bass-Arie mit kontrastreichem Refrain wird ein Wendepunkt erreicht. Jesus selbst kommt den Gläubigen in ihrem deutlich hörbaren Kampf mit den wiederholten beruhigenden Worten „Friede sei mit dir“ zu Hilfe. Und im einfachen letzten Choral kehrt der Friede tatsächlich in die Herzen der Gläubigen zurück.

BWV 67

Titel
„Halt im Gedächtnis Jesum Christi“

Genre
Kantate

Jahr
1724

Stadt
Leipzig

Texter
unbekannte

Gelegenheit
Erster Sonntag nach Ostern (Quasimodogeniti)

Erster Auftritt
16. April 1724

Besondere Hinweise
Dies ist die erste Kantate, in der Bach eine Querflöte verwendet. Bach wiederholte den sechsten Satz im Gloria der Messe in a-Moll, BWV 234.

Veröffentlichungsdatum
23. Januar 2015

Aufnahmedatum
11. Oktober 2014

Ort
Grote Kerk, Naarden

Dirigent
Jos van Veldhoven

Alt
Alex Potter

Tenor
Thomas Hobbs

Bass
Peter Kooij

Ripieno Sopran
Lauren Armishaw, Marjon Strijk (allein), Kristen Witmer

ripieno alto
Marleene Goldstein, Barnabás Hegyi

ripieno tenor
João Moreira, Kevin Skelton

Ripieno Bass
Matthew Baker, Jelle Draijer

VIOLINE 1
Shunske Sato, Anneke van Haaften und Annelies van der Vegt

VIOLINE 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

Cello
Lucia Swarts, Richte van der Meer

KONTRABASS
Robert Franenberg

Traverso
Marderwurzel

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

FAGOTT
Benny Aghassi

Trompete
Robert Vanryne

CEMBALO
Siebe Henstra

Organ
Leo van Doeselaar

 


Language: English

ALL OF BACH publica la cantata BWV 67 „Halt im Gedächtnis Jesum Christ“ („Hold in the Memory of Jesus Christ“)

JOS VAN VELDHOVEN’S 10 FAVOURITE WORKS

This week BWV 67 a cantata full of jubilant optimism.

A tribute to “our” Jos van Veldhoven: every Friday one of the 10 favourite works of Jos van Veldhoven, who is leaving the Netherlands Bach Society after 35 years as artistic director.

                                                                         Trompeter Robert Vanryne

Jos van Veldhoven about his favourite cantata Halt im Gedächtnis Jesum Christ, BWV 67: „A magnificent cantata, for a Sunday soon after Easter. The melody of “O Lamm Gottes, unschuldig” (from the St Matthew Passion, among others) is ingeniously used to make a connection. Bach had only been working in Leipzig for a short while and is full of ideas and creativity.“

Bach must have had a difficult time in his first year as cantor in Leipzig. Not only did he want to compose a complete series of new cantatas, but he also wanted to set his hand to a Passion straight away. It is understandable that after the presentation of his St John Passion on Good Friday 1724, there was not much energy left for more tours de force. For his cantatas in the following Easter days, he resorted to making a few changes to existing work. But by Quasimodogeniti, seven days after Easter, Bach was back in full swing again. His cantata ‘Halt im Gedächtnis Jesum Christ’ is a completely new work with a wonderfully optimistic undertone. The work is in seven movements, yet is far from long-winded, and is full of variety, both with regard to vocal and instrumental combinations and to the range of moods. It was also the first time that Bach made use (albeit modestly) of the transverse flute. Along with the two oboes d’amore, the instrument adds colour to the sensitive moments, while the slide trumpet emphasises the festivity in the chorale melodies.

The reading for the first Sunday after Easter is about doubting Thomas. The words of the cantata talk about divine mercy: all those who struggle, yet see the error of their ways, will be shown forgiveness. The large-scale chorus at the beginning celebrates the resurrection of Christ. But then the tenor shows signs of Thomas-like doubt, which run smoothly on into those of the alto. However strongly the central chorale goes on to argue that the redeemer has crushed our enemies, the alto does not admit defeat easily. It is only in the fervent bass aria with chorus, rich in contrast, that a turning point is reached. Jesus himself comes to the aid of the faithful in their clearly audible struggle, with the repeated soothing words ‘Peace be with you’. And in the simple final chorale, peace does indeed return to the hearts of the faithful.

BWV 67

title
„Halt im Gedächtnis Jesum Christ“

genre
cantata

year
1724

city
Leipzig

Lyricist
unknown

Occasion
First Sunday after Easter (Quasimodogeniti)

First performance
16 April 1724

Special notes
This is the first cantata in which Bach uses a transverse flute. Bach reused the sixth movement in the Gloria of the Mass in A minor, BWV 234.

Release date
23 January 2015

Recording date
11 October 2014

Location
Grote Kerk, Naarden

Conductor
Jos van Veldhoven

alto
Alex Potter

tenor
Thomas Hobbs

bass
Peter Kooij

ripieno soprano
Lauren Armishaw, Marjon Strijk (solo), Kristen Witmer

ripieno alto
Marleene Goldstein, Barnabás Hegyi

ripieno tenor
João Moreira, Kevin Skelton

ripieno bass
Matthew Baker, Jelle Draijer

VIOLIN 1
Shunske Sato, Anneke van Haaften, Annelies van der Vegt

VIOLIN 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

cello
Lucia Swarts, Richte van der Meer

DOUBLE BASS
Robert Franenberg

traverso
Marten Root

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

BASSOON
Benny Aghassi

trUmpet
Robert Vanryne

HARPSICHORD
Siebe Henstra

positive organ
Leo van Doeselaar


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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 67

I wish you a lot of fun with the BWV 67

Herzliche Grüße / Best regards

Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 34 „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 34 „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“

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BACH UND DER HEILIGE GEIST

Wie Hochzeitsmusik leicht in eine Pfingstkantate verwandelt werden konnte.

Bis vor kurzem galt diese Pfingstkantate als eine der letzten Kantaten in Johann Sebastian Bach´s  Oeuvre. Das Manuskript der Partitur, größtenteils in Bachs eigener Handschrift, stammt aus ein paar Jahren vor seinem Tod. Ein kürzlich in St. Petersburg entdecktes Libretto zeigt jedoch, dass die Kantate viel älter ist und erstmals am 1. Juni 1727 aufgeführt wurde. Das Werk wurde am Pfingstsonntag in Leipzig, in der Nikolaikirche im Morgengottesdienst und an der Thomaskirche in Leipzig vorgestellt Vesper. Schon damals war die Arbeit nicht völlig neu. Die Chorstimmen und die Altarie, die wichtigsten Teile, verwenden wieder Material aus einer gleichnamigen, aber viel umfangreicheren Hochzeitskantate (BWV 34a), die Bach zu einem früheren Zeitpunkt komponiert hatte.

                                                                    DIRIGENT: Jos van Veldhoven

Obwohl das glückliche Paar nie identifiziert wurde, war der Bräutigam wahrscheinlich ein Prediger. Dies zeigt die Altarie in der Hochzeitsfassung, die auf eine Schafherde (die Gemeinde), den Hirten Jakob (den Prediger) und seine Liebe Rachel (die Braut) verweist. Diese Metapher erklärt auch den süßen pastoralen Charakter der Musik, mit zwei „Hirten“ Pfeifen und Streichern, die con sordino (gedämpft) spielen. Die Hochzeitskantate nimmt Anspielungen auf den Heiligen Geist vor und könnte leicht in eine Pfingstkantate umgewandelt werden. Aus feuriger Liebe ist es nur ein kleiner Schritt zu den Flammen des Heiligen Geistes.

                                                              Orchester ALL OF BACH

„O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“ ist eine der wenigen Kantaten in Bachs Œuvre ohne Choral. In der Hochzeitskantate war der Schlusschor „Friede über Israel“ nicht das Ende, sondern die Einführung in die Ehesamnisierung. Die Feierlichkeit erinnert stilistisch an Bachs Zeitgenosse Georg Friedrich Händel.

BWV 34

TITEL
O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe

GENRE
Kantate

JAHR
1727, ursprünglich eine Hochzeitskantate 1726

STADT
Leipzig

Lyrikerin
unbekannte

GELEGENHEIT
Pfingstsonntag

ERSTER AUFTRITT
1. Juni 1727

Besondere Hinweise
Diese Pfingstkantate ist ein Arrangement einer Hochzeitskantate aus dem Jahr 1726.

                                                         All of Bach – Trompetengruppe:
                                                Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen,

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
18. Mai 2018

AUFNAHMEDATUM
13. Mai 2017

Stadt
Wallonische Kirche, Amsterdam

DIRIGENT
Jos van Veldhoven

SOPRAN
Maria Keohane

ALT
Damien Guillon

TENOR
Thomas Hobbs

BASS
Sebastian Myrus

REPIENO SOPRAN
Marjon Strijk, Kristen Witmer

REPIENO ALTO
Marleene Goldstein, Barnabás Hegyi

REPIENO TENOR
Yves Van Handenhove, David Lee

REPIENO BASS
Drew Santini, Matthew Baker

VIOLINE 1
Shunske Sato, Anneke van Haaften und Annelies van der Vegt

VIOLINE 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

CELLO
Lucia Swarts, Richte van der Meer

KONTRABASS
Hen Goldsobel

TRAVERSO
Martenwurzel, Doretthe Janssens

OBOE
Martin Stadler,, Peter Frankenberg

FAGOTT
Benny Aghassi

TROMPETE
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen,

TIMPANI
Robert Kendell

ORGAN
Leo van Doeselaar

CEMBALO
Siebe Henstra


Language English

ALL OF BACH publishes the cantata – BWV 34 „O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe“ („O Eternal Fire, O Origin of Love“)

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BACH AND THE HOLY SPIRIT

How wedding music was easy to transform into a Whitsun cantata.

Until recently, it was thought that this Whitsun cantata was one of the last cantatas in Johann Sebastian Bach’s oeuvre. The manuscript of the score, largely in Bach’s own handwriting, dates from a few years before his death. However, a libretto discovered recently in St Petersburg shows that the cantata is much older and was performed for the first time on 1 June 1727. The work was presented in Leipzig on Whit Sunday, at the Nikolaikirche during the morning service and at the Thomaskirche during vespers. Even then, the work was not totally new. The chorus sections and the alto aria, the most essential parts, reuse material originating from a wedding cantata of the same name but much more extensive (BWV 34a), which Bach had composed at an earlier stage.

Although the happy couple has never been identified, the bridegroom was probably a preacher. This is indicated by the alto aria in the wedding version, which refers to a flock of sheep (the congregation), the shepherd Jacob (the preacher) and his love Rachel (the bride). This metaphor also explains the sweet pastoral character of the music, with two ‘shepherd’s’ pipes and strings that play con sordino (muted). The wedding cantata makes allusions to the Holy Spirit, so it could easily be transformed into a Whitsun cantata. From fiery love it is just a small step to the flames of the Holy Spirit.

O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe is one of the few cantatas in Bach’s oeuvre without a chorale. In the wedding cantata, the final chorus, ‘Friede über Israel’, was not the ending, but the introduction to the solemnisation of the marriage. The solemnity is stylistically reminiscent of Bach’s contemporary, Georg Friedrich Handel.

BWV 34

TITLE
O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe

GENRE
cantata

YEAR
1727, originally a wedding cantata 1726

CITY
Leipzig

LYRICIST
unknown

OCCASION
Whit Sunday

FIRST PERFORMANCE
1 June 1727

SPECIAL NOTES

                                                       Gesangs-Solisten: von Links im Foto – 
                                                                 Maria Keohane, Sopran
                                                                 Damien Guillon, Altus
                                                                Thomas Hobbs, Tenor
                                                                Sebastian Myrus, Bass

This Whitsun cantata is an arrangement of a wedding cantata written in 1726.

RELEASE DATE
18 May 2018

RECORDING DATE
13 May 2017

LOCATION
Walloon Church, Amsterdam

CONDUCTOR
Jos van Veldhoven

SOPRANO
Maria Keohane

ALTO
Damien Guillon

TENOR
Thomas Hobbs

BASS
Sebastian Myrus

REPIENO SOPRANO
Marjon Strijk, Kristen Witmer

REPIENO ALTO
Marleene Goldstein, Barnabás Hegyi

REPIENO TENOR
Yves Van Handenhove, David Lee

REPIENO BASS
Drew Santini, Matthew Baker

VIOLIN 1
Shunske Sato, Anneke van Haaften, Annelies van der Vegt

VIOLIN 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

CELLO
Lucia Swarts, Richte van der Meer

DOUBLE BASS
Hen Goldsobel

TRAVERSO
Marten Root, Doretthe Janssens

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

BASSOON
Benny Aghassi

TRUMPET
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen

TIMPANI
Robert Kendell

ORGAN
Leo van Doeselaar

HARPSICHORD
Siebe Henstra


Ich wünsche allen Besuchern ein gesegnetes Pfingstfest !
I wish all visitors a blessed Pentecost !

Herzliche Grüße – Best regards

Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 119 „Preise, Jerusalem, den Herrn“ (Ratswahl-Kantate, Leipzig)

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 119 „Preise, Jerusalem, den Herrn“ (Ratswahl-Kantate, Leipzig)

                                                                 All of Bach BWV 119 Video!

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„Bach behandelt den Stadtrat mit majestätischer Musik.“

In dieser überschäumenden Kantate zieht Bach alle Register. Für das Orchester verlangt er nicht weniger als vier Trompeten sowie Pauken, drei Oboen, zwei Blockflöten und Streicher. Der Bassbereich ist ebenfalls reichlich besetzt, mit Celli, Fagotten und Violones (je nach Manuskript ein Vielfaches). Bach, der nur drei Monate in Leipzig gearbeitet hatte, gibt hiermit seine musikalische Visitenkarte ab. Er schrieb diese Musik, eine Ratswahlkantate, für einen festlichen Gottesdienst zu Ehren des jährlichen Stadtratswechsels im Jahr 1723. An einem solchen Gottesdienst hätten alle wichtigen Würdenträger teilgenommen, also war es ein Ein guter Moment für Bach, seine Fähigkeiten als Kantor zu zeigen.

                                                               Alll of Bach Trompeten-Ensemble

Die inbrünstigen Öffnungsbalken geben sofort den Ton an. Bach verwendet den majestätischen punktierten Rhythmus, der seit Lully mit der Pracht des französischen Hofes in Verbindung gebracht wird. Genau in dem Moment, in dem eine schnelle instrumentale Fuge in diese französische Ouvertüre einbrechen sollte, lässt Bach den Chor betreten.

Der anonyme Lyriker stützt sich auf die Verse 12-14 aus Psalm 147, in denen Jerusalem und seine gesegneten Kinder für die Stadt Leipzig und ihre Bewohner stehen; Eine Metapher, die sich in den folgenden Abschnitten fortsetzt. In der tänzerischen ersten Arie wird der Tenor von zwei Oboen da caccia („Jagdoboen“) begleitet. Die Oboe da Caccia ist ein Altinstrument aus der Oboenfamilie, dessen gewölbte Röhre und Messingglocke einem Jagdhorn ähneln, was seinen Namen erklärt. Bach ließ das Instrument selbst entwickeln, wie der Oboist Martin Stadler uns erzählt.

Begleitet von Trompeten, Pauken und den anderen Blasinstrumenten ähnelt das Rezitativ des Basses, das der Tenorarie folgt, einer zeremoniellen Stadt- oder Staatsmusik.

In der Altarie begleitet von zwei Blockflöten geht der Lyriker sehr weit, wenn er den Stadtrat nicht nur als Gottes Geschenk, sondern auch als sein Ebenbild bezeichnet. Ein Rezitativ für Sopran führt zu einem imposanten Chorabschnitt, der die gleiche großflächige Fassung erfordert wie die Ouvertüre, mit der die Kantate begonnen hat. Dieses Loblied scheint das Ende zu sein, ist es aber nicht. In einem Rezitativ verkündet das Alt, dass ein Schlussgebet immer noch dem Herrn gebührt. Dieser Hilferuf und Segen – ein einfacher Choral – leitet sich von Luthers deutscher Übersetzung des Te Deum ab.

Besetzung:

  • Gesangsolisten: Sopran, Alt, Tenor, Bass
  • Chor: Sopran, Alt, Tenor, Bass
  • Orchester: Trompete I–IV, Pauken, Blockflöte I/II, Oboe I–III (zwei davon auch als Oboe da caccia), Violine I/II, Viola, Basso continuo.

BWV 119

Titel
„Preise, Jerusalem, den Herrn“

Genre
Kantate (Ratswahltante)

Jahr
1723

Stadt
Leipzig

Text
unbekannt, Psalm 147: 12-13, Choral von Martin Luther

Gelegenheit
Einweihung der Ratswahl

Erster Auftritt
30. August 1723

Veröffentlichungsdatum
19. Januar 2018

Ausführende:

Aufnahmedatum
18. Februar 2017

Ort
Waalse Kerk in Amsterdam!

Dirigent
Dirk Peter Dijkstra

Sopran
Miriam Feuersinger

Altus
Alex Potter

Tenor
Thomas Hobbs

Bass
Peter Kooij

Sopran
Lauren Armishaw, Marjon Strijk

Alt
Marine Fribourg, Barnabás Hegyi

Tenor
Yves Van Handenhove, João Moreira

Bass
Michiel Meijer, Pierre-Guy Le Gall Weiß

VIOLINE 1
Sayuri Yamagata, Annelies van der Vegt, Annabelle Ferdinand

Violine 2
Pieter Affourtit, Paulien Kostense, Lucia Giraudo

Viola
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

Cello
Lucia Swarts, Richte van der Meer

Kontrabass
Robert Franenberg

Oboe
Martin Stadler, Peter Frankenberg, Sarah Aßman

Fagott
Benny Aghassi

Blokfluit
Heiko ter Schegget, Pieter Jan Belder

Trompete
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen, Dave Hendry

Timpani
Koen Plaetink

Organ
Leo van Doeselaar

Cembalo
Siebe Henstra
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Ich wünsche allen ein wunderbares Erlebnis mit dieser Pracht-Kantate!

Herzliche Grüße

Karin

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