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ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk: BWV 565 „Toccata und Fuge in d-Moll“

ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk: BWV 565 „Toccata und Fuge in d-Moll“

„BACHS WELTBERÜHMTE JUGEND“

             Die Orgel in der St. Martins Kirche, Groningen Holland. Im Foto: Organist Leo van Doeselaar

Es gibt keine Komposition von Johann Sebastian Bach, die in unserer Zeit so häufig und für so unterschiedliche Zwecke wie die Toccata und Fuge in d-Moll, BWV 565, wiederverwendet wurde.

Von Disneys Fantasia bis zum Phantom der Oper sorgte der Beginn dieser Komposition für unvergessliche Momente. Das Geheimnis Ein heftiger, mit einem sogenannten Mordent-Akzent versehener erster Ton, mit dem folgenden aufregenden kurzen Stille-Moment und dann dieser überwältigenden absteigenden Tonfolge (oder Variationen darauf, wie bei Pirates of the Caribbean). Bachs eigene Partitur wird leider nicht aufgegeben, was zu vielen Spekulationen über die Ursprünge dieser wilden, originellen und eigentlich kleinen „Bach-ähnlichen“ Komposition geführt hat.

Es wäre viel zu klären, ob diese Toccata und Fuge in Bachs jüngeren Jahren in Arnstadt liegen könnte. Der Orgel fehlte ein 16-Fuß-Register auf der Klaviatur, das Bach zu Oktaven verdoppeln konnte, um den donnernden Effekt dieser Eröffnungsmaßnahmen fortzusetzen. Oktav-Doppel sind in Bachs späteren Orgelwerken nirgends zu sehen. Nach der Gewalt der „improvisierten“ Toccata klingt die straff gerichtete Fuge mit ihrer fortlaufenden Reihe schneller Töne nicht weniger heftig. Vielleicht schämte sich Bach später für seinen unhöflich jugendlichen „Keyboard-Stil“, wie sein Biograph Johann Nikolaus Forkel (1749-1818) nannte, und ließ das Werk weiter links liegen. Viele andere frühe Orgelwerke sind definitiv verloren gegangen. Glücklicherweise ist diese „Jugendsünde“ von Bach dank des Kopisten Johannes Ringk (1717-1778) für die Nachwelt erhalten geblieben.

Die Toccata ist wie das Vorspiel eine unstrukturierte Form, in der der Keyboarder seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Während Johann Gottfried Walther (1684-1748) in seinem Musikalischen Lexikon von 1732 das Vorspiel kurz ein Vorspiel nennt, bezeichnet er die Toccata als ein langes Stück, in dem sich beide Hände mit der Passagenarbeit abwechseln, unabhängig davon, ob sie von langen Pedaltönen begleitet werden. Diese ausgeprägte Freiheit der Toccata hängt mit dem seit dem 17. Jahrhundert in Norddeutschland beliebten Stylus phantasticus zusammen. Dieser erratische Kompositionsstil, der aus Südeuropa stammte, wird von demselben Walther als „frei von Zwang“ beschrieben. Es ist daher bemerkenswert, dass sowohl die Toccata als auch der Auftakt oft ein Paar bilden, wobei die Fuge strengen Kompositionsregeln unterliegt. Teilweise, weil die Fuge ihr thematisches Material aus dem vorherigen Teil bezieht, wird die Struktur in ihrer Gesamtheit angewendet.

BWV 565 Toccata und Fuge in d-Moll

GENRE
Orgelarbeit

STADT Arnstadt

AUTOGRAPH
Undatierte Kopie von Johannes Ringk (1717-1778), Preussischer Kulturbesitz

SPEZIAL
Diese Arbeit kann eine Adaption eines verlorenen Violinstücks sein.

PUBLIKATIONSDATUM
2. Mai 2014

AUFNAHMEDATUM
8. Oktober 2013

STANDORT
Martinikerk, Groningen

ORGEL
Leo van Doeselaar

Schnittger-Orgel von 1692  Martinikerk in Groningen (Holland)

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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 565

Herzliche Grüße

Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 228 – Motette: „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 228 – Motette: „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“

DAS KANN ICH BESSER
Prüft Bach hier seinen Schwiegervater?

                                                 Grote Kerk Naarden in Holland

Es wäre natürlich schön, wenn wir bestätigen könnten, dass Johann Sebastian Bach diese Motette BWV 228 – 1726 für das Begräbnis der Frau von Stadthauptmann Winckler komponiert hat. Dann könnte dieses Werk für den Doppelchor zu den anderen Motetten hinzugefügt werden, die Bach in Leipzig komponierte, oft im Auftrag von Privatpersonen. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Fürchte dich nicht viel früher geschrieben wurde. Es erinnert stark an eine andere Motette von Bach, Ich lasse dich nicht, BWV Anh159, die von 1712-13 datiert.

Darüber hinaus weist die Struktur von Fürchte dich nicht starke Ähnlichkeiten mit einer Motette von Johann Michael Bach auf, dem Vater von Bachs erster Frau und dem führenden Motetten-Spezialisten seiner Zeit. Seine Weihnachtsmotette für Doppelchor mit dem Titel Fürchtet euch nicht, ist in zwei Teile gegliedert, genau wie Bachs „Fürchte dich nicht.“ Jeder Teil beginnt mit einem Doppelchor und einem Text aus der Bibel. Auf halbem Weg durch beide Motetten kommen die Chöre zusammen, worauf die Sopranistin zu einem ganz anderen Text wechselt, der auf einer fugenartigen Basis schwingt, die über die drei Unterstimmen verteilt ist und die biblischen Worte fortsetzt.

                                                                          Grote Kerk Naarden in Holland

Der große Unterschied ist, dass Johann Michael Bach in seiner ruhigen Motette (die Worte an die Hirten aus dem Lukas-Evangelium sind: „Fürchte nicht, denn ich bringe große Freude!“) Die jubelnde Weihnachtsbotschaft mit dem ebenso heiteren lutherischen Choral verbindet „Gelobet seis du, Jesus Christus“. Johann Sebastian dagegen entscheidet sich für eine viel größere Komplexität in seiner Fürchte dich nicht. Im biblischen Text, der Jesaja entnommen ist, betont er die Zweifel und Ängste des Gläubigen. Demgegenüber stehen die tröstlichen Worte des von der Sopransängerin gesungenen Paul-Gerhardt-Chors „Warum soll ich mich denn grämen“ noch deutlicher hervor.

Ende 1707 heiratete Bach Johann Michael Bachs Tochter Maria Barbara . In dieser Zeit war er immer noch stark von dem geleitet, was seine Vorgänger geschrieben hatten – am liebsten mit einem kompositorischen Meisterwerk. Natürlich können wir es nicht genau wissen, aber es wäre genauso wie der junge Bach, eine so wunderbare Motette als etwas zweifelhafte Hommage an seinen neuen Schwiegervater zu schreiben.

Motetten, BWV 225-231, 118 und Anh159

Kantaten waren Bachs tägliches Brot und regelmäßiger Teil seiner wöchentlichen Aufgaben als Thomaskantor. Seine Motetten waren ein ganz anderer Fall. Außer der Kantate wurde in Leipzig kaum neue Musik gespielt (Musik wurde stattdessen aus der Motettensammlung Florilegium Portense ausgewählt). Dies gab Bach Spielraum für das Schreiben von Auftragsarbeiten für private Anlässe, oft Beerdigungen. Leider sind wahrscheinlich Dutzende dieser Werke verloren gegangen. Die Stücke, die überlebten, sind seit ihrer Komposition im Repertoire geblieben, im Gegensatz zu Bachs anderen Vokalwerken.

Die überlebenden authentischen Motetten – neun Werke, obwohl die Forschung weitergeht – bauen auf einem Genre mit einem eindrucksvollen Stammbaum auf. Vor dem Hintergrund der strengen Polyphonie der Renaissance entlehnte die Generation von Schütz (1585-1672) Elemente aus den opulenten, vielschichtigen Werken Giovanni Gabrielis und verlieh ihnen eine mitteldeutsche, lutherische Note. Auch bei Bachs Inhalt standen Choräle und biblische Passagen im Vordergrund, wobei der weltliche Madrigalismus (oder vereinfacht ausgedrückt: die Darstellung der Worte) nur dazu diente, den Ausdruck des religiösen Genres zu verstärken.

BWV 228

TITEL
„Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“

GENRE
Motette

JAHR
ca. 1707? / 1726

STADT
Mühlhausen / Weimar / Leipzig

Lyrikerin
„Verse 1 und 2 aus Jesaja 41:10 und 43: 1; Verse 3 und 4 aus Paul Gerhardts Choral“ Warum soll ich mich denn grämen „(1653)

GELEGENHEIT
unbekannte

ERSTER AUFTRITT
unbekannte

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
2. Dezember 2016

AUFNAHMEDATUM
14. Mai 2016

STANDORT
Grote Kerk, Naarden in Holland

Dirigent

Stephan MacLeod

SOPRAN
Orlanda Velez Isidro, Klaartje van Veldhoven, Griet de Geyter, Aleksandra Lewandowska, Marjon Strijk, Hilde van Ruymbeke, Stephanie Pfeffer, Marta Paklar

ALT
Barnabás Hegyi, Gemma Jansen, Elena Pozhidaeva, Bernadett Nagy, Marine Fribourg, Victoria Cassano McDonald

TENOR
Adriaan de Koster, Wolfgang Frisch, Guy Schneiden, Diederik Rooker, Immo Schröder, Ronald Threels

BASS
Matthew Baker, Sebastian Myrus, Pierre-Guy Le Gall Weiß, Martijn de Graaf Bierbräuwer, Michiel Meijer, Jelle Draijer

VIOLINE 
Shunske Sato  Sayuri Yamagata

VIOLA
Staas Swierstra

CELLO
Lucia Swarts, 

VIOLONE
Robert Franenberg

OBOE 
Martin Stadler

OBOE 
Peter Frankenberg

FAGOTT
Benny Aghassi

Organ
Pieter-Jan Belder

Cembalo
Siebe Henstra


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Ich wünsche allen Besuchern viel Freude mit der Motette !

Herzliche Grüße

Karin

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Johann Wilhelm Hertel (1727-1789) Orgelwerk Sonate A-Dur op.1; Nr.5

Johann Wilhelm Hertel (1727-1789) Orgelwerk Sonate A-Dur op.1; Nr.5

Organist: Martin Rost an der Kindten-Orgel in der Evangelischen  Jacobi-Kirche in Ginst / Rügen.

Johann Wilhelm Hertel (* 9. Oktober 1727 in Eisenach; † 14. Juni 1789 in Schwerin) war ein deutscher Komponist.

Hertel stammte aus einer Eisenacher Musikerfamilie, erhielt Unterricht in Violine und Klavier durch seinen Vater Johann Christian Hertel. Im Jahr 1742 kam er mit diesem nach Mecklenburg-Strelitz, wo er 1744 als Geiger und Cembalist tätig war.

Nach Studien in Zerbst und Berlin kam er 1754 zunächst als Konzertmeister, dann als „Hof- und Capell-Compositeur“ nach Mecklenburg-Schwerin. Unter Herzog Christian Ludwig II. schrieb Hertel insbesondere repräsentative Instrumentalmusik, unter dessen Nachfolger Friedrich (genannt „der Fromme“) verlagerte sich der Schwerpunkt seines Schaffens auf geistliche Musik.

Von 1759 bis 1760 war er Organist an der Stralsunder Marienkirche. 1770 wurde er zum Hofrat ernannt; er war Privatsekretär von Prinzessin Ulrike Sophie und gab Musikunterricht in Kreisen des Schweriner Hofes.

Hertel schrieb eine größere Anzahl Sinfonien, Solokonzerte (darunter zwei Cellokonzerte und drei Harfen- oder Cembalokonzerte), Cembalosonaten, Lieder, Psalmen, Kantaten und Oratorien. Er gilt als wichtiger Vertreter des „empfindsamen Stils“ der deutschen Vorklassik. Besonders beliebt waren seine Sinfonien in D-Dur und G-Dur, das Fagottkonzert in a-Moll, sowie seine Cembalosonate in d-Moll.

Kindten-Orgel in der Ev. Jacobi-Kirche in Ginst / Rügen.

Orgelbauer: Christian Kindten
Baujahr: 1790
Geschichte der Orgel: 1790 Orgelneubau durch Christian Kindten (fälschlicherweise auch Kindt genannt), 1957 Restaurierung durch Orgelbau Hermann Eule (Bautzen)
Gehäuse: 1790 Prospekt von C.N. Freese aus Stralsund, verziert mit Zopfstildekor, Posaunen-Engeln (beweglich), zwei Amphoren und Schrifttafeln
Stimmtonhöhe: 440 HZ ungleichstufig, 1 Halbton höher
Windladen: Schleifladen
Spieltraktur: Mechanisch
Registertraktur: Mechanisch
Registeranzahl: 22 Zugregister
Manuale: C,D – d3
Pedal: C – c1
Spielhilfen, Koppeln: Sperrventile für jedes Werk, Tremulant für das ganze Werk, Evacuant, Calcant, Cymbelstern, II/I (keine Pedalkoppeln)Fusstritt zur Betätigung der Posaunenengel (lautlos ziehen die Figuren die Instrumente an sich)

                                              Kindten-Orgel Evangelische Kirche Gingst-Rügen

Hauptwerk I Oberwerk II Pedal
Quintatön 16’Principal 8′

Gedackt 8′

Rohrflöte 8′

Oktav 4′

Quinte 2 2/3′

Oktav 2′

Mixtur 4-fach

Trompete 8′[1]

Gedackt 8’Gamba 8′

Prinzipal 4′

Gemshorn 4′

Gedackt 4′

Oktave 2′

Scharff 2-fach

Vox humana 8′[2]

Subbass 16’Violon 8′

Gedackt 8′

Oktave 4′

Posaune 16′

Anmerkungen
  1. Hochspringen ursprünglich II. Manual
  2. Hochspringen ursprünglich I. Manual

Video: Johann Wilhelm Hertel (1727-1789) Orgelwerk Sonate A-Dur op.1 Nr.5

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J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “18. Sonntag nach Trinitatis“

J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “18. Sonntag nach Trinitatis“

                         Kall-Steinfeld Basilika St. Potentinus – Balthasar König-Orgel von 1727

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J. S. Bach“

eine Hör- oder SehprobeRadio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 30.09.2018 begehen wir den 18. Sonntag nach „Trinitatisund Erntedankfest !

Der 18. Sonntag nach Trinitatis ist bestimmt vom Evangelium über das „höchste Gebot“, das sowohl von der Gottesliebe als auch der Nächstenliebe redet. Dies gibt uns erneut Gelegenheit, über das Verhältnis der Christen zum jüdischen Volk nachzudenken, denn dieses höchste Gebot stammt in seiner zweifachen Ausrichtung vollständig aus der jüdischen Tradition. Allerdings haben die anderen Texte nicht immer das „höchste Gebot“ im Sinn, sondern reden auch von der Nachfolge im Allgemeinen. Der alttestamentliche Text ist die Perikope mit den „10 Geboten“.

Am 18. Sonntag nach Trinitatis hören wir die Antwort Jesu auf die Frage, was das höchste Gebot sei, als das Gebot, nach dem wir unser Leben ausrichten sollen. Es ist nicht leicht, diesem Gebot in jeder Situation zu folgen, und wir erfahren oft, dass wir an Gott und unserem Nächsten schuldig werden. Um so wichtiger ist für uns, dass einer dieses Gebot vollständig erfüllt hat: Jesus Christus.

Wochenspruch:  

Dies Gebot haben wir von ihm, dass, wer Gott liebt, dass der auch seinen Bruder liebe. (1. Joh 4, 21)

Wochenlied:

„Herzlich lieb hab ich dich, o Herr“ (EG 397)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den “18. Sonntag nach Trinitatis 

BWV 96   –  Herr Christ, der einge Gottessohn“

BWV 169  –  Gott soll allein mein Herze haben“

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate  ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 149 „Man singet mit Freuden vom Sieg“

Kantate für das Fest Michaelis

Monika Mauch, Sopran;  David DQ Lee, Altus;

Jan Kobow, Tenor;  Stephan MacLeod, Bass;

Montréal Baroque,

Leitung: Eric Milnes

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach – Auszug aus dem Programm!

BWV 130Herr Gott, dich loben alle wir“

Kantate für das Fest Michaelis

Johanette Zomer, Sopran / Bogna Bartosz, Alt

James Gilchrist, Tenor / Peter Harvey, Bass

NDR Chor / NDR Radiophilharmonie

Leitung: Roy Goodman

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm!

Sendung: Sonntag 06:05 – 07:30 Uhr

Kantate: ca. ab  07:10 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 149 Man singet mit Freuden vom Sieg

Kantate für das Fest Michaelis

Sandrine Piau, Sopran / Bogna Bartosz, Alt

Christoph Prégardien, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir& Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm!

Sonntag 06:04 – 08:00 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 07:04 Uhr

BWV 169 „Gott soll allein mein Herze haben“

Kantate zum 18. Sonntag nach Trinitatis,

Bernarda Fink, Mezzosopran

Vocalconsort Berlin;  Freiburger Barockorchester

Leitung:  Petra Müllejans

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Kantate – Auszug aus dem Programm!

Johann Sebastian Bach

BWV 96  „Herr Christ, der einge Gottessohn“

La Petite Bande

Leitung: Sigiswald Kuijken

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rbb-Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszug aus dem Programm!

Sonntag 09:30 – 10:00 Uhr

Bach-Kantate 

Johann Sebastian Bach

BWV 96  „Herr Christ, der einge Gottessohn

Kantate am 18. Sonntag nach Trinitatis

Noëmi Sohn Nad, Sopran; Jan Börner, Altus;

Hans Jörg Mammel, Tenor;  Wolf Matthias Friedrich, Bass;

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen,

Leitung: Rudolf Lutz

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-figaro–100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm!

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

Emanuel Kegel  (1655-1724)

„Nichts ist süßer, als die Liebe“

Klaus Mertens, Baß-Bariton

Accademia Daniel

Leitung: Shalev Ad-El

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 09:00 Uhr

Programm:  

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm!

Sonntag  um 08:05 Uhr bis 09:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 169 Gott soll allein mein Herze haben

Kantate zum 18. Sonntag nach Trinitatis,

Monica Groop, Mezzosopran

Ostrobothnian Chamber Orchestra:

Leitung: Juha Kangas

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Programm:

http://www.deutschlandfunk.de/programmvorschau.281.de.html?drbm:date=30.09.2018

PODCAST:
http://www.deutschlandradio.de/podcasts.226.de.html

Live-Stream:  

http://www.deutschlandfunk.de/unsere-live-streams.2396.de.html

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Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 169 Gott soll allein mein Herze haben“

Kantate zum 18. Sonntag nach Trinitatis,

Claude Eichenberger, Alt

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung

Leitung: Rudolf Lutz, Orgel

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Domradio Köln

Sendung: Musica

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

Link zur Sendung Musica:

https://www.domradio.de/radio/sendungen/domradio-musica

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Domradio Köln

Sendung: Musica

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Zum Ausklang der Sonn- und Feiertage der besondere Klang. Platz für klassische und geistliche Musik im DOMRADIO.

Mitschnitt eines Gesprächskonzerts aus Berlin

„Alte Musik für Neugierige“

Was ist eine Fuge? Warum klingen heutige Instrumente lauter als alte? Warum wurde zu Bachs Zeiten so ganz anders musiziert als heute? In „Musica“ gibt es einen Mitschnitt eines Gesprächskonzertes mit vier Kölner Hochschulprofessoren, die darauf Antworten geben.

Das Konzert wurde vom Verein „westwind“ in Berlin am 25. Juni 2011 in der Auenkirche unter dem Motto „Alte Musik für Neugierige“ veranstaltet.

Link: https://www.domradio.de/radio/sendungen/domradio-musica

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Bach-Kantate

BWV 169 „Gott allein soll mein Herze haben“

Kantate zum 18. Sonntag nach Trinitatis

Zu dieser Sendung liegen aktuell keine weiteren Informationen vor.

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Videos: 

mit Bach-Kantaten für den 18. Sonntag nach Trinitatis 

BWV  96   –  Herr Christ, der einge Gottessohn

BWV 169  –   Gott soll allein mein Herze haben

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/YouTube: BW 96  –  Herr Christ, der einge Gottessohn“ (Interpret: J.S. Bach-Stiftung )

/YouTube: BW 169 –  „Gott soll allein mein Herze haben(Interpret: Koopman )

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CD’s vom Label monteverdi.uk J.E. Gardiner!

CDs – Bach-Kantaten

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Bachfest Leipzig vom 14. – 23. Juni 2019

zum Programm als PDF

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Video vom Thomanerchor

J. S. Bach – Kantate BWV 33 „Allein zu dir, Herr Jesu Christ“

(Thomanerchor in Stuttgart beim Musikfest 2018 )

Ausführende:

STEFAN KAHLE  (Countertenor)
WOLFRAM LATTKE (Tenor)
TOBIAS BERNDT  (Bass)
THOMANERCHOR
SÄCHSISCHES BAROCKORCHESTER
Leitung: THOMASKANTOR GOTTHOLD SCHWARZ

Eine Aufnahme des SWR2 aus der Stiftskirche in Stuttgart am 5.9.2018

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Ich wünsche allen Besuchern ein schönes Wochenende!

Herzliche Grüße 

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“

Bach entfesselt das Theater in der Kirche.

                                                      Wallonische Kirche, Amsterdam 

Bei seiner Ernennung zum Kantor an der Thomasschule im Jahre 1723 wurde Johann Sebastian Bach gesagt, dass seine Kirchenmusik nicht zu opernhaft sein dürfe. Könnten sich die Herren des Leipziger Rates am vorletzten Tag im Januar 1724 auf diesen Zustand besinnen? Die Kantate an diesem vierten Sonntag nach dem Dreikönigstag war Jesus schläft, war soll ich hoffen. Die Worte nehmen Matthäus 8: 23-27 zum Thema und erzählen von den Jüngern am See, die Angst vor dem Sturm haben, während Jesus friedlich schläft. Sie wecken ihn und er beruhigt die Wellen. Bach und sein Lyriker haben eine expressive Szene mit einer Opernqualität geschaffen. „Bach ist hier extrem theatralisch“, sagt der Bass: Stephan MacLeod.

                                                                   Robin Blaze (Counter)

Es gibt keinen Anfangschor, also kommt das Alto direkt auf die Frage: „Jesus schläft, worauf kann ich hoffen?“ In dieser ersten Arie ergänzt Bach das Streicherensemble mit zwei Altblockflöten, die kaum eine eigenständige Rolle spielen. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Violinstimmen eine Oktave höher zu verdoppeln. Es ist hier eindeutig eine Frage des Timbres. Im Barock wird die Blockflöte oft verwendet, um Schlaf oder Tod vorzuschlagen, und beides ist in diesem Fall der Fall! Dies ist nicht nur ein Wiegenlied, sondern auch eine Klage wegen des angeblichen Mangels an Hilfe angesichts des Todes.

Der Sturm bricht in der zweiten Arie aus, wo der Tenor von einem Strom schneller Noten aus den Streichern begleitet wird. Inmitten der Gewalt gibt es drei kurze Ruhepausen (Adagio): eine vorbildliche Darstellung von Christen mit Glauben an Gott. Aber die Stürme des Lebens hängen ebenso oft wieder in ihren Köpfen, um diesen Glauben zu unterminieren.

                                                                         Leo van Doeselaar (Orgel)

Die Worte, die der erweckte Jesus spricht, werden dem Bass gegeben, der ein kurzes Arioso mit der entscheidenden Frage singt: „Du kleinen Glaubens, warum hast du solche Angst?“ Dieses Arioso ist der vierte Satz der Sieben in der Kantate und bildet so sein wörtliches Herz. In der folgenden Arie beruhigt Jesus den Sturm und den See mit dem Befehl, sich zu beruhigen. Stephan MacLeod hört dieses Kommando hauptsächlich in den Teilen der beiden Oboen d’amore. Die Lektion folgt im folgenden Rezitativ und dem abschließenden Choral: „Glaube immer an Jesus.“ Der abschließende Choral ist die zweite Strophe des Choral: „Jesu, meine Freude“, den wir auch in Motettenform von Bach kennen.

BWV 81

TITEL
Jesus schläft, war soll ich hoffen“

GENRE
Kantate

JAHR
1724

STADT
Leipzig

Lyrikerin
unbekannt, Psalm 10: 1 und Matthäus 8:26, Choral von Johann Franck (1653)

GELEGENHEIT
vierter Sonntag nach dem Dreikönigsfest

ERSTER AUFTRITT
30. Januar 1724

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
27. Oktober 2017

AUFNAHMEDATUM
21. Januar 2017

LAGE
Wallonische Kirche, Amsterdam 

Dirigent und Violine
Shunske Sato

SOPRAN
Marjon Strijk

ALT
Robin Blaze

TENOR
Daniel Johannsen

BASS
Stephan MacLeod

VIOLINE 1

Sayuri Yamagata, Lidewij van der Voort

VIOLINE 2
Annelies van der Vegt, Paulien Kostense, Anneke van Haaften

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

CELLO
Lucia Swarts, Ruth Verona

KONTRABASS
Robert Franenberg

RECORDER
Martin Stadler, Benny Aghassi

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

FAGOTT
Benny Aghassi

ORGAN
Leo van Doeselaar

CEMBALO
Siebe Henstra


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Ich wünsche allen Besuchern ein wunderbares Erlebnis mit der Kantate BWV 81

Herzliche Grüße

Karin

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J.S. Bach – Kantate BWV 33 „Allein zu Dir Herr Jesu Christ“ Ausführung: Karl Richter

J.S. Bach – Kantate BWV 33 „Allein zu Dir Herr Jesu Christ“ Ausführung: Karl Richter

Ausführungen zu der Kantate BWV 33:

„Allein zu dir, Herr Jesu Christ“ (BWV 33) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er schrieb die Choralkantate 1724 für den 13. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 3. September 1724 erstmals auf. Sie beruht auf dem gleichnamigen Kirchenlied von Konrad Hubert (1540).

J.S. Bach komponierte die Kantate in seinem zweiten Jahr in Leipzig für den 13. Sonntag nach Trinitatis. In diesem Jahr schrieb er eine Folge von Choral-Kantaten. Die vorgeschriebenen Lesungen für den Sonntag waren Gal. 3,15–22 LUT, Paulus über „Gesetz und Verheißung“, und Lk 10,23–37 LUT, das Gleichnis vom barmherzigen Samariter.

Der Text eines unbekannten Dichters beruht auf dem Lied von Konrad Hubert, das in Nürnberg 1540 mit einer zusätzlichen vierten Strophe gedruckt wurde. Jede Strophe besteht aus neun Zeilen. Der Dichter behielt die erste und die letzte Strophe im Wortlaut bei, die beiden inneren Strophen dichtete er jeweils zu einer Folge von Rezitativ und Arie um. Das Lied, dessen Thema der reuige Sünder ist, bezieht sich nur allgemein auf das Evangelium. Der Dichter vertieft den Bezug in Satz 4, „Gib mir nur aus Barmherzigkeit / den wahren Christenglauben“ sowie in Satz 5, „Gib, daß ich aus reinem Triebe / als mich selbst den Nächsten liebe“, das den Kernsatz des Evangeliums aufnimmt.

Eine anonyme Liedmelodie zu „Allein zu dir, Herr Jesu Christ“ wurde 1541 in Wittenberg gedruckt. Sie wurde oft musikalisch verarbeitet, zuerst von Sethus Calvisius, später von Michael Praetorius und anderen. Nach Klaus Hofmann wurde sie 1512 von Paul Hofhaimer für ein weltliches Lied geschrieben. In der Kantate benutzt Bach sie wie üblich in der Choralphantasie zu Beginn und einem vierstimmigen Satz am Schluss, außerdem spielt er im Duett (Satz 5) auf sie an.

Die Kantate ist besetzt mit drei Gesangssolisten (Alt, Tenor und Bass), vierstimmigem Chor, zwei Oboen, zwei Violinen, Viola und Basso continuo

1. Coro: Allein zu dir, Herr Jesu Christ
2. Recitativo (Bass): Mein Gott und Richter
3. Aria (Alt): Wie furchtsam wankten meine Schritte
4. Recitativo (Tenor): Mein Gott, verwirf mich nicht
5. Aria (Tenor, Bass): Gott, der du die Liebe heißt
6. Choral: Ehr sei Gott in dem höchsten Thron

In seinem ersten Jahr in Leipzig hatte Bach zum gleichen Anlass Du sollt Gott, deinen Herren, lieben (BWV 77) komponiert, beginnend mit einem Chorsatz über das entscheidende Gebot, Gott und den Nächsten zu lieben, an dem, entsprechend der Parallelstelle zum Evangelium Mt 22,34–40 LUT, das Gesetz und die Propheten hängen.

Der Eingangschor von „Allein zu dir, Herr Jesu Christ“ ist eine Choralphantasie, mit dem cantus firmus im Sopran, den Unterstimmen meist homophon, manchmal polyphon, und ausgedehnten Ritornellen und Zwischenspielen, die alle neun Liedzeilen rahmen.

In der Alt-Arie (Satz 3) „Wie furchtsam wankten meine Schritte“, spielen die ersten Violinen mit Dämpfer und die anderen Streicher pizzicato, um die Furcht auszudrücken. Die schwankenden Schritte erscheinen in Figuren voller Synkopen. Satz 5, ein Duett von Tenor und Bass „Gott, der du die Liebe heißt“), stellt Gottes Liebe dar in den Konsonanzen von Sext- und Terz-Parallelen. Der Schlusschoral ist ein vierstimmiger Satz, der die Unterstimmen in ausdrucksvolle Linien verwebt.

Das Autograph der Kantate war im 19. Jahrhundert im Besitz von Julius Schubring und war ihm wahrscheinlich von seinem Freund Felix Mendelssohn Bartholdy geschenkt worden. Später von Walther Schubring geerbt, wurde es 1965 über das Auktionshaus Stargardt verkauft. Es befindet sich heute in der Scheide Library der Princeton University und ist digitalisiert

Kurz-Biographie: Karl Richter (1926-1981)

      Karl Richter (1926-1981)

Karl Richter (* 15. Oktober 1926 in Plauen; † 15. Februar 1981 in München) war ein deutscher Dirigent, Chorleiter, Organist und Cembalist.

Karl Richter kam 1926 als viertes von fünf Kindern des evangelischen Pfarrers Christian Johannes Richter und der Clara Hedwig Richter in Plauen zur Welt. Seine Familie ging zwei Jahre später nach Marienberg im Erzgebirge. Nach dem frühen Tod seines Vaters 1935 zog die Mutter mit den Kindern nach Freiberg, Sachsen, wo der junge Karl die Gelegenheit erhielt, auf der großen Silbermann-Orgel im Freiberger Dom zu üben. Ab 1937 besuchte er das Kreuzgymnasium in Dresden und war Mitglied des Dresdner Kreuzchores. 1940 nahm ihn Karl Straube nach seinem Ruhestand als letzten Schüler an.

Nach dem Krieg studierte Karl Richter am Konservatorium Leipzig und am Kirchenmusikalischen Institut bei Karl Straube und Günther Ramin. 1949 wurde er Thomasorganist. Die gute Ausbildung bei seinen Lehrern und sein hervorragendes Staatsexamen kamen ihm bei der Bewerbung zu Hilfe.

1950 reiste Richter mit dem Thomanerchor unter der Leitung Ramins nach Süddeutschland und Zürich, wo er seine spätere Frau Gladys kennenlernte. 1951 kehrte er – nur mit einem kleinen Koffer ausgestattet – der DDR den Rücken und ging zunächst nach Zürich, um sich von dort nach einer Stelle umzusehen. Nach einem Probespiel erhielt er die Stelle als Kantor an der Markus-Kirche in München. Im gleichen Jahr übernahm er den Heinrich-Schütz-Kreis, den späteren Münchener Bach-Chor und zwei Jahre später das Münchener Bach-Orchester

Von 1953 bis zu seinem Tod war Karl Richter einer der weltweit bekanntesten Interpreten der Musik Johann Sebastian Bachs und Georg Friedrich Händels. Als Solist auf dem Cembalo und an der Orgel setzte Karl Richter Maßstäbe. Karl Richter war zu seiner Zeit neben Helmut Walcha der bedeutendste Interpret der Orgelmusik Johann Sebastian Bachs.

Schon im Alter von 30 Jahren wurde Karl Richter das Amt als Thomaskantor in Leipzig angeboten. Doch Richter lehnte ab. Er sagte dazu später: „Es wäre die Krönung meiner Karriere gewesen. Aber ich habe in München etwas aufgebaut, was ich nicht mehr aufgeben kann.

Karl Richter starb 1981 im Alter von 54 Jahren an Herzversagen in einem Hotel in München. Er wurde auf dem Friedhof Enzenbühl (FG 81163) in Zürich, beerdigt. Im Gedächtniskonzert für Karl Richter am 3. Mai 1981 dirigierte sein Freund Leonard Bernstein den Münchener Bach-Chor und das Bach-Orchester im Herkulessaal der Münchner Residenz.

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Siehe ein Memoriam von Karl Richter auf Volkers Klassikeiten: 

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ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk BWV 572 „Fantasie in G-Dur“ – Pièce d’Orgue!

ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk BWV 572 „Fantasie in G-Dur“ – Pièce d’Orgue!

                                                        Evangelische St. Katharinenkirche Hamburg

JOS VAN VELDHOVENS 10 LIEBLINGSARBEITEN

Diese Woche BWV 572 „Veni, vidi, vici“

Eine Hommage an „unseren“ Jos van Veldhoven: Jeden Freitag eines der 10 Lieblingswerke von Jos van Veldhoven, der nach 35 Jahren als künstlerischer Leiter die Niederländische Bachgesellschaft verlässt.

Jos van Veldhoven über sein Lieblings-Orgelwerk Fantasia in G-Dur, BWV 572: „Welchen besseren Performer könnte man sich für diese majestätische Fantasie wünschen als Leo van Doeselaar? Und er spielt die wunderbare neue Bach-Orgel der St. Katharinenkirche Hamburg, die gebaut wurde von dem holländischen Orgelbauer Flentrop. Die alte Orgel, auf der Bach 1720 gespielt hat, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Hören Sie nur auf die glorreiche Auferstehung! “

                     St. Katharinenkirche in Hamburg – Restaurierung: Orgelbauer Flentrop in 2013.

Diese majestätische Übung im französischen Stil entstand vor 1717. In dieser Zeit kopierte Johann Sebastian Bach das Livre d’Orgue von 1700 durch den französischen Organisten und Komponisten Nicolas de Grigny, der den französischen Stil beherrschen wollte. Die Art und Weise, wie er diesen Stil in der Pièce d’Orgue prägte, ist gleichermaßen bewundernswert und schillernd. Ganz im Stil, werden die drei Sätze nacheinander Très virtement, Gravement und Lentement genannt, aber sie geben dem Stück nur den Anschein, als seien es drei Teile. Sie sind auch nicht alle so französisch, wie Sie vielleicht erwarten.

Tatsächlich dreht sich das Stück um den überwältigenden Zentralsatz, der mit allen erledigten Stopps (Grand Plein Jeu) gespielt werden soll, wie es in ähnlichen Stücken von französischen Organisten üblich war. Ihm geht ein kurzes, nervös klingendes Vorspiel voraus, dem eine fast neurotische Coda folgt. Zusammen könnten die drei Sätze ebenso gut als freie Fantasie interpretiert werden, und eine der Versionen des Stücks hat unter diesem Titel tatsächlich überlebt.

Die Pièce d’Orgue ist in Bachs Oeuvre einzigartig. Obwohl es sich um eine Übung im französischen Stil handelt, könnte sie durchaus mit dem im Herbst 1717 in Dresden stattfindenden Klavierwettbewerb in Verbindung stehen, in dem Bach sich gegen den eingebildeten französischen Virtuosen Louis Marchand (1669-1732) durchsetzen sollte zu dieser Zeit durch Deutschland reisen. Der Wettbewerb fand jedoch nie statt, da der französische Keyboard-Zauberer gehört haben soll, dass Bach sich darauf vorbereitet hat und in Eile auf den Fersen war.

Also fuhr J.S. Bach fort, einem perplexen Publikum eine Soloperformance zu geben. Es gibt keine Details darüber, was er aufgeführt hat, aber J.S. Bachs Nachruf bezieht sich auf ein Improvisationsduell und nennt einen Salon als Ort. Das Cembalo wäre daher eine wahrscheinlichere Waffe des Kampfes als das Organ. Aber ist es wirklich so undenkbar, dass Bach in Vorbereitung auf seinen Showdown einen französischen „Tribut“ an seinen Gegner komponiert hat? Auf jeden Fall kann es keinen Zweifel geben, wenn Marchand dieses Stück tatsächlich gehört hätte, hätte es ihm Angst gemacht.

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BWV 572

TITEL
Fantasie in G-Dur

BEINAME
Pièce d’Orgue

GENRE
Orgelarbeit

JAHR
Vor 1717

STADT (J.S. Bach in Weimar)
Weimar

Besondere Hinweise
Bach überarbeitete das Stück in Leipzig.

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
18. Dezember 2015

AUFNAHMEDATUM
21. Oktober 2014

LAGE
St. Katharinenkirche in Hamburg

ORGANIST
Leo van Doeselaar

ORGAN
Verschiedene Erbauer zw. dem 15. und 19. Jahrh. Restaurierung: Orgelbauer Flentrop in 2013.

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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 572!

Herzliche Grüße

Karin

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