Archiv der Kategorie: Orgel-Disposition

All of Bach – Video: Kantate – BWV 83 „Erfreute Zeit im neuen Bunde!“


All of Bach – Video: Kantate – BWV 83 „Erfreute Zeit im neuen Bunde!“

„Erfreute Zeit im neuen Bunde“ (BWV 83) ist eine Kirchenkantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für das Fest Mariae Reinigung und führte sie erstmals am 2. Februar 1724 auf.

In seinem ersten Jahr als Kantor der Thomaskirche in Leipzig schrieb Johann Sebastian Bach relativ einfache Violinstimmen in seine Kantaten. Am 2. Februar 1724, dem Fest von Maria Lichtmis, änderte sich dies drastisch: Die Kantate „Erfreute Zeit im neuen Bunde“ beginnt mit einer triumphalen Altarie, in der Bach ein bemerkenswert reiches Orchesterensemble mit zwei Oboen neben dem Streichensemble zwei wählt Hörner und eine Solo-Violine, die eine extrem mobile Party zum Versteifen bringt. Welcher Geiger könnte diese anspruchsvolle Musik gespielt haben?

Der niederländische Musikwissenschaftler Pieter Dirksen hat Forschungen vorgenommen und die Hypothese aufgestellt, dass es sich möglicherweise um Johann Georg Pisendel (1687-1755) handelte. Dirksen findet den Geiger Shunske Sato, an seiner Seite: „Es ist ein Bauchgefühl, da man eine gute Pastasauce erkennt.“ Pisendel arbeitete den größten Teil seines Lebens als Kapellmeister am Dresdner Hof und galt als Violinvirtuose Deutschland

Zum Video von All of Bach:  http://allofbach.com/nl/bwv/bwv-83/

Die Eröffnungsarie klingt fast wie eine instrumentale Sinfonie mit zusätzlicher Singstimme; wer das Alt denkt, wird ein Konzert der ‚Brandenburgs‘ veranstalten. In seinen späteren Kantaten für Maria Lichtmis, wie Ich habe genung, BWV 82, schlug Bach einen milderen Ton an. Die Evangeliumslesung dieses Tages konzentrierte sich mehr auf die Reinigung Marias als die Darstellung von Jesus im Tempel und des alten Simeon, der bereit ist zu sterben, nachdem er das göttliche Kind in seine Arme genommen hat (Lukas 2). Die lutherischen Gläubigen mochten die Bereitschaft, isoliert zu sterben.

In der dritten Arie, Eile, Herz, volle Freudigkeit für Tenor, spielt die Solovioline erneut eine herausragende Rolle, mit einem Vorwärtspassagespiel, das den Text auf sehr feine Weise veranschaulicht. Richtschnur, die Blazer schweigen hier. Die Solovioline spielt eine Version der ersten Violine, die mit Sprungtrophäen verziert ist, mit anderen Worten: Die ersten Violinen spielen nur die Hauptnoten der Solovioline (jedes Mal die erste Note des Trioletts).

Die mittlere Bassarie ist in Bachs Oeuvre ungewöhnlich. Der Solist singt Verse aus dem Hymnus von Simeon und wechselt zu einem Rezitativ. Die Begleitung ist für Streicher unisono und basso continuo. Ein kurzes Rezitativ und ein Choral schließen die Kantate ab.

Ort und Orgel
Diese Aufnahme wurde in der Wallonische Kirche, Amsterdam gemacht. Diese Kirche hat nicht nur eine gute Akustik, sondern ist dank der Müller-Orgel von 1739 auch ein Wallfahrtsort für Organisten.

Organist Leo van Doeselaar „Dies ist eine der schönsten kleinen Barockorgeln der Niederlande. Gustav Leonhardt war von 1959 bis 1982 Organist in der Wallonischen Kirche. In den sechziger Jahren ließ er die Orgel historisch verantwortungsvoll restaurieren. Es ist wirklich eine wegweisende Orgel. „In dieser Version verwenden wir eigentlich diese“ große „Orgel. Ein Orgelpositiv ist ein Anachronismus, der zu Bachs Zeiten niemals benutzt wurde.

„In Bachs Kirchenmusik spielte die große Kirchenorgel immer die Continuo – Parts.“ Bei im Wesentlichen der gleichen sanften Ausrichtung wie bei einem Orgelpositiv sind nur die viel breiteren Flöten der Kirchenorgel ein wesentlicher Bestandteil der Klangfarbe eines Barockensembles. Orgel und bei Chöre verwendete man im Barock auch stärkere Register und spielten die Basslinie auf dem Pedal. Mit einem 16-Fuß-Register in der Position des Kontrabasses. Die Tatsache, dass dies noch nie zuvor gemacht wurde, ist eine der unerwünschten Fälschungen der Herangehensweise an historische Klänge „, sagt der Organist Leo van Doeselaar.

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ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk BWV 629 „Erschienen ist der herrliche Tag“


ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk BWV 629 „Erschienen ist der herrliche Tag“

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Neues Leben

„Das Alte ist immer noch im Neuen zu hören.“

Ostern ist die Feier des neuen Lebens. In diesem Arrangement von „Erschienen ist der herrliche Tag“, einem bekannten Osterhymnus von Nikolaus Herman, haucht Bach dem Alten neues Leben ein. Die Melodie von „Erschienen ist der herrliche Tag“ basiert auf dem gregorianischen Choral Ad monumentum venimus gemementes (traurig nähern wir uns dem Grab). Dies ergibt sich aus der visitatio sepulchri in der Osterliturgie; das inszenierte und gesungene Osterdrama, in dem die drei Marien das leere Grab finden. Alles, was Bach dann zu tun hat, ist ein paar kleine harmonische Tricks, um den Choral als Kanon zu verwenden. Vom Gregorianischen Choral über Choral bis zur kanonischen Orgelanordnung: Immer wieder wird aus dem alten Material etwas Neues geschaffen.

                                                                  Organist Bart Jacobs

Ähnliches geschah oft mit Organen. Zu der Zeit, als Bach am Orgelbüchlein in Weimar arbeitete, beherbergte die St.-Bavo-Kirche in Haarlem noch die alte Orgel aus dem 15. Jahrhundert, die in den 30er Jahren des 16. Jahrhunderts komplett renoviert wurde. Als Christian Müller 1735 mit dem Bau einer neuen Orgel beauftragt wurde, plante er zunächst, die Register und Pfeifen der alten Orgel wiederzuverwenden, „weil sie repariert werden, um sie so gut wie neu zu machen“. Wie in Hermans Choral und Bachs Arrangement wäre dann auch das Alte im Neuen gehört worden. Die Renovierung kann jedoch noch radikaler sein. Später wurde beschlossen, nur neue Rohre zu verwenden, damit Müller „die alten Rohre schmelzen konnte, um den Zweck zu erfüllen“.

Orgelbüchlein, BWV 599-644


Während seiner Zeit als Hoforganist in Weimar (1708-1714) begann Bach bereits mit der Zusammenstellung seiner ersten Sammlung von Chorarrangements lutherischer Hymnen. Laut Inhaltsangabe sollte es eine Sammlung von 164 Kompositionen gewesen sein, aber am Ende nicht mehr als 46. Die Reihenfolge, kombiniert mit der begrenzten Länge der Stücke, deutet darauf hin, dass Bach vorhatte, ein komplettes zu komponieren Zyklus der Choralvorspiele für die Kirche. Später, in seiner Zeit in Köthen, gab er der Sammlung eine Titelseite, auf der steht: Orgel-Büchlein, Worinne ein anfahender Organistation Organisation gegeben, auff allerhand Arth eines Chors durchzuführen … (Kleines Orgelbuch, in dem ein Anfängerorganist unterrichtet wird) einen Choral auf verschiedene Arten zu arrangieren …). Zu dieser Zeit beabsichtigte er die Sammlung als Lehrbuch, vielleicht um auf seiner Bewerbung im Jahre 1722 für den Posten des Kantors an der Thomasschule in Leipzig, die eine wichtige Lehrstelle war, zu präsentieren. Die Schüler mussten es schwer haben, denn die Preludes enthalten die gesamte Palette der barocken Keyboardtechniken auf den Punkt gebracht.

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BWV 629

Titel
Erschienen ist der herrliche Tag

Genre
Orgelarbeit (Choral-Arrangement)

Serie
Orgelbüchlein

Jahr
1708-1717

Stadt
Weimar

Veröffentlichungsdatum
6. April 2018

Aufnahmedatum
22. September 2016

Ort
St-Bavokerk, Haarlem

Organ
Müllerorgel 1738

Organist
Bart Jacobs

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Language English

New life

„The old is still heard in the new.“

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Easter is the celebration of new life. So in this arrangement of Erschienen ist der herrliche Tag, a well-known Easter hymn by Nikolaus Herman, Bach breathes new life into the old. The melody of Erschienen ist der herrliche Tag is based on the Gregorian chant Ad monumentum venimus gementes (sorrowfully, we approach the tomb). This is derived from the visitatio sepulchri in the Easter liturgy; the staged and sung Easter drama in which the three Marys find the empty sepulchre. All Bach has to do then is perform a couple of small harmonic tricks in order to use the chorale as a canon. From Gregorian chant to chorale to canonic organ arrangement: time and again the old material is used to create something new.

Something similar often took place with organs. At the time Bach was working on the Orgelbüchlein in Weimar, the St Bavo’s Church in Haarlem still housed the old organ built in the fifteenth century and completely renovated in the 1630’s. When Christian Müller was commissioned in 1735 to build a new organ, he initially planned to reuse the registers and pipes from the old organ, “since they will be repaired to make them as good as new”. Just as in Herman’s chorale and Bach’s arrangement, the old would then still have been heard in the new. However, renovation can be even more radical. Later on, it was decided to use only new pipes, so Müller could “melt down the old pipes to serve the purpose”.

Orgelbüchlein, BWV 599-644

                                                                              Organist Bart Jacobs

During his time as court organist at Weimar (1708-1714), Bach already started compiling his first collection of chorale arrangements of Lutheran hymns. According to the list of contents, it was supposed to have been a collection of 164 compositions, but in the end it did not exceed 46. The order, combined with the limited length of the pieces, indicates that Bach was planning to compile a complete cycle of chorale preludes for the church. Later, in his period at Cöthen, he gave the collection a title page, which reads: Orgel-Büchlein, Worinne einem anfahenden Organisten Anleitung gegeben wird, auff allerhand Arth einen Choral durchzuführen… (Little organ book, in which a beginner organist is taught to arrange a chorale in all sorts of ways…). So at the time, he intended the collection just as a teaching manual, maybe to present on his application in 1722 for the post of cantor at the Thomasschule in Leipzig, which was an important teaching position. The pupils must have had a hard time of it, as the preludes contain the complete range of Baroque keyboard techniques in a nutshell.

BWV
629

Title
Erschienen ist der herrliche Tag

Genre
organ work (chorale arrangement)

Series
Orgelbüchlein

Year
1708-1717

City
Weimar

Release date
6 April 2018

Recording date
22 September 2016

Location
St-Bavokerk, Haarlem

Organ
Müllerorgan, 1738

Organist
Bart Jacobs


Ich wünsche allen Besuchern ein viel Freude mit dem BWV 629

I wish all visitors a lot of fun with the BWV 629

Herzliche Grüße – Best regards

Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht die Ratswahl-Kantate BWV 69 „Lobe den Herrn, meine Seele“


ALL OF BACH veröffentlicht die Ratswahl-Kantate BWV 69 „Lobe den Herrn, meine Seele“

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„Theater und triumphierend“

                Dirigent: Dirk Peter Dijkstra

Der jubelnde Charakter dieser Kantate bedeutete, dass sie leicht transformiert werden konnte.

J.S. Bach spielte die erste Version dieser Kantate, als er am zwölften Sonntag nach Trinitatis nur ein halbes Jahr in Leipzig gearbeitet hatte. Viele der gläubigen Stadträte wären während des Eröffnungsteils besorgt gewesen. Rede über Theater! Die triumphalen Worte von Psalm 103 werden begleitet von einer reichen Orchesterfassung, die neben den Streichern drei Trompeten, Pauken, drei Oboen und ein Fagott enthält. Die Stimmung ist ekstatisch, mit aufwendigen Zirkulationen in fast allen Teilen. Eine circulatio ist eine Reihe schneller Noten, die um eine zentrale Tonhöhe „zirkulieren“. Barocke Komponisten verwendeten diese musikalisch-rhetorische Figur, um einen Zustand der Freude und Glückseligkeit auszudrücken. Später gibt es einen ausdrucksstarken Seufzer auf das Wort „vergiss“: Die Gemeinde wird aufgefordert, sich an all das Gute zu erinnern, das Gott für sie getan hat.

                       Ensemble All of Bach

Die Lesung des Evangeliums für diesen Sonntag war Markus 7, Vers 31-37, der berichtet, wie Jesus einen tauben Mann heilte. Die erste Arie lobt dieses Wunder. In der zweiten Arie, für Bass, tritt eine Oboe d’amore auf. Hier bittet der Gläubige in Zeiten von Leid und Tod um Gottes Segen. Die Schlusszeile zitiert den Text des Evangeliums mit Worten, die sich auch mit dem Psalmtext des Eröffnungschors verbinden: „Gott hat alles wohlgemacht“.

Gesangs-Solisten von links: Bass: Peter Kooij, Tenor: Thomas Hobbs, Altus: Alex Potter, Sopran: Miriam Feuersinger

Diese erste Version der Kantate erhielt die Nummer 69a in der Liste von Bachs Werken. Irgendwann in den letzten Jahren seines Lebens sollte Bach die Komposition in eine „Ratswahlkantate“ umwandeln. Diese Kantate – Version, BWV 69, ist die, die wir hier durchführen. Der Ortswechsel wurde traditionell von einem Festgottesdienst begleitet, für den Bach die Musik schreiben musste. „Lobe den Herrn, meine Seele“ war dank seines jubelnden Charakters leicht zu verändern. Bach verließ den Eröffnungschor und die beiden Arien wie sie waren. Ursprünglich, 1723, war die erste Arie für Tenor, aber bei einer zweiten Aufführung von BWV 69a hatte Bach sie bereits 1727 für Alt geschrieben.

                         Christian Müller-Orgel von 1733

Bach änderte jedoch die Rezitative und den letzten Choral. Er hat die Rezitative basierend auf einem neu geschriebenen Text komplett neu zusammengesetzt. Bach hat es gründlich gemacht. Zum Beispiel drückt der Tenor im zweiten Rezitativ die Hoffnung aus, dass Gott dem neuen Stadtrat von Leipzig „den Geist der Weisheit“ verleihen wird. In diesem Moment kommen die Streicher hinzu und verleihen der Botschaft mehr Ernsthaftigkeit.

BWV 69

Titel
„Lobe den Herrn, meine Seele“

Genre
Kantate (Ratswahl-Kantate)

Jahr
1723 (BWV 69a), 1727 wiederbelebt, nach 1740 als Ratswahlkate überarbeitet

Stadt
Leipzig

Texter
unbekannt, Psalm 103: 2 und Choral von Martin Luther

Gelegenheit
Einweihung der Ratswahl

Erster Auftritt
unbekannte

               Instrumental-Gruppe, Bc – von All of Bach

Besondere Hinweise
Es gibt eine frühere, heilige Version dieser Kantate mit dem gleichen Titel, BWV 69a, die Bach 1723 für den zwölften Sonntag nach Trinitatis schrieb.

Veröffentlichungsdatum
19. Januar 2018

Aufnahmedatum
18. Februar 2017

Ort
Waalse Kerk in Amsterdam!

Dirigent
Dirk Peter Dijkstra

Sopran
Miriam Feuersinger

Altus
Alex Potter

Tenor
Thomas Hobbs

Bass
Peter Kooij

Chor:

Sopran:
Lauren Armishaw, Marjon Strijk

Alt:
Marine Fribourg, Barnabás Hegyi

Tenor:
Yves Van Handenhove, João Moreira

Bass:
Michiel Meijer, Pierre-Guy Le Gall Weiß

VIOLINE 1
Sayuri Yamagata, Annelies van der Vegt, Annabelle Ferdinand

Violine 2
Pieter Affourtit, Paulien Kostense, Lucia Giraudo

Viola
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

Cello
Lucia Swarts, Richte van der Meer

Kontrabass
Robert Franenberg

Oboe
Martin Stadler, Peter Frankenberg, Sarah Aßman

Fagott
Benny Aghassi

Trompete
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen, Dave Hendry

Pauke:
Koen Plaetink

Organ
Leo van Doeselaar

Cembalo
Siebe Henstra


„Theatrical and triumphant“

The jubilant character of this cantata meant it could be easily transformed.

Bach performed the first version of this cantata when he had been working for just half a year in Leipzig, on the twelfth Sunday after Trinity. Many of the devout town councillors would have been concerned during the opening section. Talk about theatrical! The triumphant words of Psalm 103 are accompanied by a rich orchestral setting that includes three trumpets, timpani, three oboes and a bassoon, besides the strings. The mood is ecstatic, with elaborate circulatios in nearly all the parts. A circulatio is a series of fast notes that ‘circulate’ around a central pitch. Baroque composers used this musical-rhetorical figure to express a state of joy and bliss. Later on, there is an expressive Seufzer on the word ‘vergiss’: the congregation is urged to remember all the good that God has done for them.

The gospel reading for this Sunday was St Mark 7:31-37, which tells how Jesus healed a deaf man. The first aria praises this miracle. In the second aria, for bass, an oboe d’amore makes its appearance. Here, the believer asks for God’s blessing in times of suffering and death. The closing line cites the gospel text, with words that also link up to the psalm text of the opening chorus: ‘Gott hat alles wohlgemacht’.

This first version of the cantata was given the number 69a in the list of Bach’s works. Sometime in the latter years of his life, Bach was to transform the composition into a ‘Ratswahlkantate’ (a town council inauguration cantata). This version, BWV 69, is the one we are performing here. The change of town council was traditionally accompanied by a festive service for which Bach had to write the music. „Lobe den Herrn, meine Seele“ was easy to transform, thanks to its jubilant character. Bach left the opening chorus and the two arias as they were. Originally, in 1723, the first aria was for tenor, but at a second performance of BWV 69a, in 1727, Bach had already rewritten it for alto.

However, Bach did change the recitatives and the final chorale. He completely recomposed the recitatives, based on a newly written text. Bach made a thorough job of it. For instance, in the second recitative the tenor expresses the hope that God will bestow ‘the spirit of wisdom’ on the new town council of Leipzig. At that moment, the strings join in, lending more solemnity to the message.

BWV 69

title
„Lobe den Herrn, meine Seele“

genre
cantata (Ratswahl-Kantate)

year
1723 (BWV 69a), revived in 1727, reworked as Ratswahlkantate after 1740

city
Leipzig

Lyricist
unknown, psalm 103:2 and chorale by Martin Luther

Occasion
inauguration of the town council (Ratswahl)

First performance
unknown

Special Notes
There is an earlier, sacred version of this cantata with the same title, BWV 69a, which Bach wrote in 1723 for the twelfth Sunday after Trinity.

Release date
19 January 2018

Recording date
18 February 2017

Location
Waalse Kerk, Amsterdam

Conductor
Peter Dijkstra

Soprano
Miriam Feuersinger

alto
Alex Potter

tenor
Thomas Hobbs

bass
Peter Kooij

Chor:

Sopran:
Lauren Armishaw, Marjon Strijk

Alt:
Marine Fribourg, Barnabás Hegyi

Tenor:
Yves Van Handenhove, João Moreira

Bass:
Michiel Meijer, Pierre-Guy Le Gall White

VIOLIN 1
Sayuri Yamagata, Annelies van der Vegt, Annabelle Ferdinand

violin 2
Pieter Affourtit, Paulien Kostense, Lucia Giraudo

viola
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

cello
Lucia Swarts, Richte van der Meer

Double Bass
Robert Franenberg

oboe
Martin Stadler, Peter Frankenberg, Sarah Aßman

bassoon
Benny Aghassi

trumpet
Robert Vanryne, Fruzsina Hara, Mark Geelen, Dave Hendry

timpani
Koen Plaetink

organ
Leo van Doeselaar

harpsichord
Siebe Henstra

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Ich wünsche allen ein wunderbares Erlebnis mit dieser wünderschönen Kantate!

Herzliche Grüße

Karin

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All OF BACH veröffentlicht das BWV 733 „Meine Seele erhebt den Herren“ (Fuge über das Magnificat)


All OF BACH veröffentlicht das BWV 733 „Meine Seele erhebt den Herren“ (Fuge über das Magnificat)

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„Meine Seele erhebt den Herren“ (Fuge über das Magnificat)

„Eine schwierige Melodie“

Bach täuscht seinen Zuhörer mit einer Quasi-Fuge.

Angesichts des Titels Fuga sopra il Magnificat erwartet man bei diesem kompakten Orgelauftakt eine prominentere Funktion für die Melodie. Aber die gregorianische Magnificat-Melodie, die Bach hier verwendet, ist hartnäckig. Es stammt offensichtlich aus einer anderen musikalischen Ära, die immer noch von den alten Kirchenmode beherrscht wurde.

                                                          Organist Matthias Havinga

Wir können sogar hinterfragen, ob das eigentlich eine Fuge ist oder nicht. Sicher ist jedoch, dass das „Sopra“ im Titel wörtlich zu nehmen ist. Hier bedeutet es „obendrauf“ oder sogar „dazwischen“, anstatt seine übliche Definition von „basierend auf“. Bach schneidet die Melodie des Magnificat in zwei Teile und beschränkt sich dann bewusst auf Aussagen der ersten Hälfte. Erst im letzten Moment beendet er den Satz im Pedal, der plötzlich in Aktion tritt. Tatsache ist, dass die zweite Hälfte der Melodie eine harmonische Herausforderung darstellt: fünf Mal die gleiche Note, für die Bach in den oberen Teilen eine kreative Lösung finden muss.

Praktisch wie immer stellt er eine Fülle kleiner Motive der einfachen Melodie gegenüber. Zum Beispiel hören wir im ganzen Stück den wiederkehrenden Lauf von Takt 2, genau wie die Sprungnoten von Takt 3, die invertiert, erweitert, halbiert und verdoppelt werden können usw. Aber kleine Motive machen keine Fuge, oder zumindest nicht sind alleine. Hier verhalten sich die Themen nicht so, wie sie sollten, und sobald die fugale Trickkiste geöffnet ist, ist es mehr für den Effekt, als den Regeln der Kunst zu folgen. Und dennoch fallen wir mit weit geöffneten Augen auf diese „Fuge“ herein. Nicht schlecht komponiert für einen jungen Komponisten!

                                                                          St-Bavokerk, Haarlem

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BWV 733

Titel
Fuga sopra il Magnificat

Genre
Orgelarbeit (Choral-Arrangement)

Jahr
1708-1717

Stadt
Weimar

Besondere Hinweise
Dieses Choral Arrangement wurde ebenfalls als Werk von Johann Ludwig Krebs (1713-1780)  überliefert.

Veröffentlichungsdatum
12. Januar 2018

Aufnahmedatum
21. September 2016

Ort
St-Bavokerk, Haarlem

Organist
Matthias Havinga

Organ
Müllerorgel  (mit Disposition)

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 733“

Grüße Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 614 – Orgelchoral: „Das alte Jahr vergangen ist“


„Beschütze uns!“

„Wie die Neujahrshymne einen langwierigen Konflikt provozierte.“

                                    All of Bach BWV 614 – Videooben klicken in das Foto!

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Ein Neujahrslied ist relativ harmlos und fröhlich, würde man meinen. Doch hier hat Bach eine ziemlich chromatische und melancholische Anordnung von „Das alte Jahr vergangen ist“ komponiert. Er war sich zweifellos der Tatsache bewusst, dass dieser Hymnus nicht harmlos war.

J.S. Bach schrieb dieses Werk BWV 614 während seiner Weimarer Jahre zwischen 1708 und 1717. Nicht weit von Weimar entfernt liegt Erfurt, das damals dem katholischen Mainzer Kurfürsten gehörte. Obwohl die Lutheraner Religionsfreiheit hatten, zeichneten sich immer wieder Konflikte ab. Und 1712 flammte ein Konflikt um diese Hymne: „Das alte Jahr vergangen ist“ -auf. Eine Gruppe von Schuljungen sang in den Straßen diese Hymne. Gerade als sie das Haus eines katholischen Geistlichen passierten, sangen sie die dritte Strophe, mit den Worten: .. ‚schütze uns, Herr, vor der päpstlichen Lehre und Abgötterei‘ (Vor der Papsts Lehr ‚und Abgötterei bewahr diejenigen, Herr). War es Zufall oder schelmische Absicht? Wie dem auch sei, es ging schlecht aus und führte zu einem langen Konflikt um die Religionsfreiheit, Beleidigungen und dieses Lied.

                                                  Müller-Orgel in St-Bavokerk, Haarlem

In Haarlem wurde die Situation im achtzehnten Jahrhundert umgekehrt, wo die Protestanten verantwortlich waren und die Katholiken toleriert wurden, vorausgesetzt, sie hielten sich zurück. Die imposante Orgel in der evangelischen St-Bavokerk, Haarlem  war ein deutliches Symbol für die akustische Dominanz, besonders wenn alle Register gezogen wurden. Zum Glück hat sich Bart Jacobs für eine versöhnlichere Registrierung und Klang-Sound entschieden.

Orgelbüchlein, BWV 599-644

Das Orgelbüchlein von Johann Sebastian Bach ist eine Sammlung choralgebundener Orgelstücke (Choralvorspiele), die er vor allem während seiner Amtszeit in den Jahren 1712 bis 1717 in Weimar komponierte (BWV 599–644).

Die Einzelsätze der Sammlung verbindet ein hoher künstlerischer Anspruch und der Gedanke der Verwendbarkeit sowohl im Gottesdienst als auch im Instrumental- und Kompositionsunterricht. Kennzeichnend für Bachs Choralsätze im Orgelbüchlein sind laut Christoph Wolff: „Dichte motivische Struktur und kontrapunktisches Raffinement (bis hin zum strengen Kanon) in Verbindung mit einer kühnen und ausdrucksstarken musikalischen Sprache sowie subtiler musikalisch-theologischer Textausdeutung. Jeder Satz erzielt proportionales Gleichgewicht, indem sich Manual- und Pedalstimmen elegant zu einer mustergültigen Orgelpartitur verbinden.“

Während seiner Zeit als Hoforganist in Weimar (1708-1714) begann Bach bereits mit der Zusammenstellung seiner ersten Sammlung von Chorarrangements lutherischer Hymnen. Nach der Liste der Inhalte, sollte es eine Sammlung von 164 Kompositionen gewesen sein, aber am Ende existieren nur 46 Werke davon. Die Reihenfolge, mit der begrenzten Länge der Stücke kombiniert, zeigt Bach, dass sie vollständig kompiliert wurden als eine Planung für ein Zyklus der Choralvorspiele für die Kirche.

                                                                              Organist Bart Jacobs

Später in seiner Zeit in Köthen gab er seiner Sammlung als Titelseite, in dem es heißt: „Orgel-Büchlein.“ Es ist eine für erfahrene Organisten eine Anleitung auff allerhand Arth EINES Chor durchzuführen … (Kleines Orgelbuch, bei dem der Organist unterrichtet die Anfänger – einen Choral auf verschiedene Arten zu arrangieren …). Die Schüler mussten es schwer gehabt haben, denn die Preludes enthalten die gesamte Palette der barocken Orgeltechniken.

BWV 614

Titel
„Das alte Jahr vergangen ist“

Genre
Orgelarbeit

Jahr
ca. 1708-1717

Stadt
Weimar

Anlass
Neujahrslied

Veröffentlichungsdatum
29. Dezember 2017

Aufnahmedatum
22. September 2016

Ort
St-Bavokerk, Haarlem


Organist
Bart Jacobs


Organ
Müllerorgel


Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 614 sowie ein glückliches und frohes „Neues Jahr“

Grüße Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 151 „Süßer Trost, mein Jesus kömmt“


ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate BWV 151 „Süßer Trost, mein Jesus kömmt“

„Klein und voller Wunder“

Intime Musik mit einer der schönsten Arien für Sopran!

                                                           Grote Kerk Naarden in Holland

Die innigste seiner Weihnachtskantaten schuf Bach 1725 auf einen Text des Darmstädter Hofpoeten Georg Christian Lehms: “Süßer Trost, mein Jesus kömmt”. Für sein drittes Leipziger Weihnachtsfest hatte er sich – wie später im Weihnachtsoratorium – einen Kantatenzyklus auf einheitlicher Textgrundlage vorgenommen. Dazu griff er auf die 1712 gedruckte Sammlung “Gottgefälliges Kirchen-Opffer” des Darmstädter Hofdichters zurück. In diesem Zyklus bildet der Text zu BWV 151 die Nachmittags-Andacht auf den Dritten Weyhnacht-Feiertag. Bach vertonte diese Vorlage als wahrhaft andächtige Krippenmusik, und zwar für einen ganz außerwöhnlichen Knabensopran, der ihm an Weihnachten 1725 zur Verfügung stand. Außer der ersten Arie in BWV 151 hat er demselben Sänger auch die Sopranpartien der beiden Dialogkantaten BWV 57 und 32 auf den Leib geschrieben, außerdem die großen Sopranarien in den Kantaten BWV 28 und 72 sowie das Duett “Ehre sei Gott in der Höhe” in BWV 110.

Die Sopranarie zu Beginn von BWV 151 zählt zu Bachs lieblichsten Weihnachtspastoralen, ein Stück von so zart schmelzendem Klang, dass sie jeden Zuhörer sofort bezaubert und im Geiste gleichsam vor die Krippe in Bethlehem führt. In sein kleines Orchester legte Bach hier die zartesten Pastoralklänge hinein, die ihm zu Gebote standen: Die Streicher und eine Oboe d’amore spielen in tiefer Lage eine Hirtenmusik im ruhig schwingenden Zwölfachteltakt und in der Pastoraltonart G-Dur. Darüber streut eine hohe Traversflöte ihre Fiorituren aus, die immer wieder in lange Haltetöne münden. Mitten hinein singt der Sopran die innigen Worte:

„Süßer Trost, mein Jesus kömmt,
Jesus wird anitzt geboren.“

Der Dialog zwischen dem ruhigen Gesang und den Ornamenten der Flöte ist an Anmut kaum zu übertreffen. Der Mittelteil lässt dagegen der Freude über die Geburt des Erlösers freien Lauf. Im munteren Tanzrhythmus einer Gavotte werfen Sopran und Flöte einander virtuose Triolen zu:

„Herz und Seele freuet sich,
Denn mein liebster Gott hat mich
Nun zum Himmel auserkoren.“

Die Weihnachtsfreude lässt auch den Bass im ersten Rezitativ förmlich jubilieren. Am Ende freilich lenkt der Sänger den Blick auf die Armut, in der das Jesuskind zur Welt kam. Sie ist das Thema der folgenden Altarie:

„In Jesu Demut kann ich Trost,
In seiner Armut Reichtum finden.“

Oboe d’amore und Violinen zeichnen die Demut Jesu in ihrem Thema nach, das sich in dauernden Verneigungen nach unten wendet. Dazu spielen die Bassinstrumente merkwürdige Staccato-Töne, eine Art „Volksmusik-Bass“, der im Laufe des Satzes immer härtere Dissonanzen annimmt – als Sinnbild für den „schlechten Stand“, in den Jesus hineingeboren wurde. Der Sänger löst das Thema in Zweierbindungen auf und folgt den seltsamen harmonischen Wendungen, bis er im Mittelteil versöhnlichere Töne anstimmt:

„Mir macht desselben schlechter Stand
Nur lauter Heyl und Wohl bekannt.“

Im zweiten Rezitativ dankt der Tenor dem „teuren Gottessohn“ dafür, dass er durch seine Menschwerdung die Pforten des Paradieses wieder aufgeschlossen habe. Nahtlos mündet diese Betrachtung in die letzte Strophe des Weihnachtsliedes Lobt Gott, ihr Christen, allzugleich:

„Heut schleußt er wieder auf die Tür
Zum schönen Paradeis,
Der Cherub steht nicht mehr dafür,
Gott sei Lob, Ehr und Preis.“

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BWV
151

Titel
„Süßer Trost, mein Jesus kömmt“

Genre
Kantate

Jahr
1725

Stadt
Leipzig

Texter
Georg Christian Lehms

Gelegenheit
Der dritte Weihnachtstag

Erster Auftritt
27. Dezember 1725

Besetzung & Crew:

Veröffentlichungsdatum
1. Januar 2018

Aufnahmedatum
17. Dezember 2015

Ort
Grote Kerk Naarden

Dirigent
Jos van Veldhoven

Sopran
Maria Keohane

Alt
Alex Potter

Tenor
Charles Daniels

Bass
Matthias Winckler

Violine 1
Shunske Sato, Annelies van der Vegt, Anneke van Haaften und Lidewij van der Voort

Violine 2
Sayuri Yamagata, Pieter Affourtit, Paulien Kostense

Viola
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

Cello
Lucia Swarts, Richte van der Meer

Kontrabass
Robert Franenberg

Travers
Frank Theuns

Oboe
Martin Stadler

Cembalo
Siebe Henstra

Organ
Pieter-Jan Belder


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„Ich wünsche allen ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest!“

Grüße Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht aus der Neumeister-Sammlung das BWV 1092 „Herr Gott, nun schleuss den Himmel auf“


„Schwankend, springend und fröhlich verabschiedet sich Simeon von der Welt.“

                                                                        St. Bavo-Kirche von Haarlem

Die Neumeister-Sammlung ist eine Zusammenstellung von 82 Choralvorspielen, die in einer von Johann Gottfried Neumeister (1757-1840) entstandenen Handschrift gefunden wurden. Als das Manuskript in den 1980er Jahren an der Yale University wiederentdeckt wurde, enthielt es 31 bisher unbekannte frühe Choralvertonungen von Johann Sebastian Bach , die als Nr. 1090-1120 in den BWV – Katalog aufgenommen und 1985 veröffentlicht wurden.

Einige Zeit nach 1807 ging das Manuskript an Christian Heinrich Rinck (1770-1846), dessen Bibliothek von Lowell Mason im Jahr 1852 gekauft wurde. Nach Masons Tod im Jahr 1873 wurde seine Sammlung von der Yale University in New Haven, Connecticut (USA) erworben. Dort lag der Neumeister-Band als Handschrift LM 4708, bis er Anfang 1984 von den Musikwissenschaftlern Christoph Wolff ( Harvard-Universität ) und Hans-Joachim Schulze ( Bach-Archiv Leipzig ) und Bibliothekar Harold E. Samuel (Yale) entdeckt wurden. Nachdem sie sich davon überzeugt hatten, dass das Manuskript echt sei, gaben sie die Entdeckung im Dezember 1984 bekannt.

‚Lass fahren, war auf Erde, wird lieber selig Werden‘ Mit einem langen, absteigenden Kranz von Noten am Ende des Choral, Illustriert Bach den Refrain des Textes: das Motto ‚wenn das Leben hart war, Heil erwartet im Himmel‘ (in Dur!). Der Priester Simeon, der hier spricht, steht für alle treuen Christen, wenn er erkennt, dass das Kommen Jesu einen entscheidenden Kurswechsel bedeutet. Doch bevor er diesen Punkt erreicht, kombiniert Bach alle möglichen Motive, die er als junger Organist von ihm aufgenommen hat – mit faszinierenden Ergebnissen. Es gibt statische Akkorde, die durch Pausen unterbrochen werden, eine einfache Harmonisierung der ersten Choralphrase und dann eine Wiederholung dieser Phrase, die jetzt von gebrochenen Akkorden begleitet wird. Die Läufe wie Intermezzi erzeugen ein verwirrendes Hörerlebnis. Wenn Bach im Orgelbüchlein, BWV 617, Jahre später wieder dieselbe Melodie verwendet, ist der Effekt viel zusammenhängender – aber vielleicht auch weniger abenteuerlich?

Neumeister-Sammlung, BWV 1090-1120

                                                                       Organist: Bart Jacobs

Neumeister kopierte den größeren Teil seiner Sammlung 1790 aus einem viel älteren, verlorenen Manuskript. Ich habe eine Vielzahl von populären Orgelchorälen ausgewählt, die er für gewöhnliche Gottesdienste selbst spielen könnte. Die Mehrzahl sind Werke von zwei von Bachs Cousins ​​Johann Michael Bach (1648-1694) und Johann Christoph Bach (1642-1703) sowie von J.S. Bach selbst.

Unter anderem gibt es Arrangements von Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712) und Johann Pachelbell (1653-1706). So gibt Neumeister in seiner Sammlung eine Vorstellung von dem Repertoire, das J.S. Bach in jungen Jahren kannte. Bachs eigene Kompositionen in der Neumeister-Sammlung sind sehr alt und stammen meist aus der Zeit vor 1708 und wahrscheinlich sogar aus der Zeit um 1700, als Bach etwa fünfzehn Jahre alt war. Später fügte Neumeister weitere fünf Choräle hinzu, die viel jünger waren, geschrieben von seinem eigenen Lehrer Georg Andreas Sorge.

BWV 1092

Titel
„Herr Gott, Nun schleuss den Himmel auf“

Genre Orgelwerk

Jahr um 1700

Stadt Ohrdruf? Arnstadt?

Veröffentlichungsdatum
8. Dezember 2017

Aufnahmedatum
22. September 2016

Ort

St. Bavo-Kirche von Haarlem

Organist

Bart Jacobs

Orgel mit Disposition

Müller Orgel

                                    Video: Orgelchoral: „Herr Gott, nun schleuss den Himmel auf“

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 1092″

Grüße Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 650 – Orgelchoral: „Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter“


ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 650 – Orgelchoral: „Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter“

Bearbeitung für eine Orgel: zweiten Arie aus der Kantate BWV 137

                 Der große Markt in Harleem (1698) im Hintergrund die St. Bavo-Kirche von Haarlem

In der Geschichte der sechs Schübler Choräle steht dieser Schlusschoral für Advent. Um diese Struktur zu erreichen, musste Bach (oder der anonyme Arrangeur) einen Trick mit dem Text ausführen, da die Kantate, aus der er diese Arie nahm – und besonders der Choral, den er verwendete, Lobe den Herren – nichts mit dem zu tun haben. Geburt von Jesus. Die Worte des BWV 137 jubeln allgemeiner und wurden außerdem mitten im kirchlichen Jahr gesungen. Der Weihnachtsakzent wird hinzugefügt, indem ein alternativer Choraltext auf die Musik geklebt wird, auch wenn wir es uns selbst in diesem rein instrumentalen Setting vorstellen müssen.

Die Anordnung folgt quasi dem Buchstaben nach der ursprünglichen Altarie, mit dem hochfliegenden Violinsolo in der rechten Hand. Bei der Transposition zur Orgel verliert das Solo etwas von seiner Bravour, was dem „neuen“ Choral gut entspricht. Anders als die Kantate, die von Trost und Schutz spricht, bittet sie dringend um die Errettung durch das Kommen Christi. Es gibt Zweifel, wie man die anderen Teile spielt. Entweder der Choral geht zur linken Hand und der Continuo zum Pedal, oder umgekehrt mit dem Choral an den Füßen. Wenn der Spieler sich für letzteres entscheidet, wie es der Organist Bart Jacobs hier tut, dann ist es der einzige ornamentierte Cantus firmus in Bachs bekanntem Oeuvre.

Schübler Choräle, BWV 645-650

Sie können eine Nummer und einen Beinamen haben, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass Bach die sechs bezaubernden Schübler-Choräle selbst geschrieben hat. Fünf von ihnen sind Arrangements bekannter Kantatenbewegungen – und das sechste kann durchaus auch ein Arrangement aus einem verlorenen Werk sein. Während einige Leute die Hand des Meisters nicht bezweifeln und eine wohlüberlegte Konstruktion darin identifizieren, sehen andere Spezialisten eine große Lücke zwischen Bachs eigenen verfeinerten Transkriptionen und diesen Werken, die oft ziemlich wörtlich auf die Orgel übertragen wurden.

                            Organist Bart Jacobs an der Müller-Orgel, St-Bavokerk, Haarlem

Hat der Meister diese Aufgabe zum Beispiel seinem Sohn Wilhelm Friedemann Bach  übertragen? Wollte er Spielern populärer Musik in der Clavier-Übung III sowie den virtuosesten Organisten die Möglichkeit geben? Waren diese Hits auch Bestseller wenn arrangiert? Obwohl wir die Antworten nicht kennen, ist es eine Tatsache, dass Bach selbst eine Kopie von Schüblers Publikation besaß, was sehr interessant ist für seine Fülle an Verbesserungen und Veränderungen durch einen Komponisten in den letzten Jahren seines Lebens.

BWV 650

Titel

„Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter“

Genre

Orgelarbeit

Jahr

1748-49

Stadt

Leipzig

Besondere Hinweise

Bearbeitung für eine Orgel – entnommen aus der zweiten Arie der Kantate BWV 137.

Veröffentlichungsdatum

17. November 2017

Aufnahmedatum

22. September 2016

Ort

St. Bavo-Kirche von Haarlem

Organist

Bart Jacobs

Orgel mit Disposition

Müller Orgel

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 650″

Grüße Karin

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Die Orgel in Ostönnen bei Soest, (Westfalen, Germany), – eine der ältesten der Welt!


Die Orgel in Ostönnen bei Soest – eine der ältesten der Welt

Von Claudia Beleman

In der Dorfkirche St. Andreas in Ostönnen – zwischen Werl und Soest – in Westfalen, steht eine der ältesten Orgeln der Welt. Organisten kommen von weit her, um das Instrument kennenzulernen. Gerade ist ein neuer Titularorganist ernannt worden.

Orgel in Osttönnen

Orgel in Osttönnen

Der westfälische Hellweg ist eine Wegeverbindung mit großer Geschichte. Schon die Germanen haben diese Ost-Westverbindung vom heutigen Aachen Richtung Paderborn genutzt. Die Römer sind hier langmarschiert, später auch Napoleons Truppen.

Die Kirche in Ostönnen.

Die Dorfkirche St. Andreas in Ostönnen

Alte Heerstraße – so heißt auch das Sträßchen, über das man im Dörfchen Ostönnen zur Kirche gelangt: zu einer hell strahlenden, romanischen Dorfkirche inmitten von alten Höfen und Fachwerkhäusern. Sie ist rund 900 Jahre alt, baulich nie verändert worden – und beherbergt eine der ältesten Orgeln der Welt.

Die Orgel in Ostönnen und der Christian Michel.

Organist Christian Michel

Über lange Zeit hat man geahnt: Diese Orgel ist sehr, sehr alt – etwas Besonderes. Aber man hatte nichts Greifbares, bis die Orgel zwischen 2000 und 2003 restauriert wurde„, erzählt Organist Christian Michel, der regelmäßig die Gottesdienste in Ostönnen begleitet. Er hat die Restaurierung des Instruments damals mit Spannung verfolgt.

Das Geheimnis der Orgel versteckte sich in der Windlade

Das Geheimnis der Orgel wurde auf dem Balgboden hinter der Orgel gelüftet. Dort lässt sich die Rückwand öffnen, damit man das Pfeifenwerk für Stimm- und Wartungsarbeiten erreichen kann. Und dort ist das Herzstück der Orgel: die sogenannte Windlade. Von hier aus wird die Luft aus den Bälgen über Ventile in das Pfeifenwerk gelenkt. Die Windlade gehört zum gotischen Originalbestand der Orgel.

Der Balgboden und die Pfeifen der Orgel in Ostönnen.

Der Balgboden und die Pfeifen der Orgel in Ostönnen

Ihr Holz wurde untersucht – und anhand der Jahresringe konnte die Experten feststellen, dass das Holz um 1410 eingeschlagen wurde. Damals war es üblich, das Holz rund 15 Jahre lang zu lagern. Daher wird die Entstehung der Orgel – unter Einberechnung der Trocknungs-, Lager- und Verarbeitungszeiten – auf den Zeitraum um 1430 datiert. Auch die Grundsubstanz der Pfeifen stammt aus dieser Zeit: aus dem frühen 15. Jahrhundert.

Eine Rechnung aus dem 16. Jahrhundert ist der erste Beleg

Die Verzierungen der Orgel in Ostönnen.

Detail der Orgel in Ostönnen

Man weiß nicht, wer die Orgel eigentlich gebaut hat. Fest steht nur, derjenige hat die Orgel nicht für Ostönnen, sondern für eine Stadtkirche in Soest konstruiert. Eine Rechnung aus dem 16. Jahrhundert ist das erste Dokument, das einen Orgelbauer nennt: Meister Bartholdus hat 1586 die Orgel repariert und erweitert. Er hat Gedacktregister eingebaut – das heißt, Pfeifen, die einen Deckel haben – und auch das Trompetenregister, das heute noch in Teilen von ihm stammt.

Die Wirbelrosette der Orgel in Ostönnen.

Original gotische Wirbelrosette

Acht Register besitzt die Orgel – und eine Manualklaviatur mit angehängtem Pedal. Das bedeutet, es gibt keine Basspfeifen, die mit den Füßen gespielt werden, sondern die Manualtasten sind mit dem Fußpedal mechanisch verbunden. Unterhalb der Register befindet sich eine original gotische Wirbelrosette. Das Brett mit dem eindrucksvollen Ornament dient heute als Ablage der Noten.

Gerade ist der neue Titularorganist ernannt worden

Knapp 300 Jahre lang stand die Orgel in Soest, in der Kirche Alt St. Thomae. Dann ist sie nach Ostönnen umgezogen. Da die Orgel ursprünglich für eine größere Kirche konstruiert wurde, hat sie einen opulenten, kräftigen Klang. Bei den lebendigen und gut besuchten Gottesdiensten in der St. Andreas Gemeinde von Ostönnen bei Soest – muss Organist Christian Michel aufpassen, nicht zu laut zu spielen. Als Konzertorganist wird man künftig Leon Berben in Ostönnen erleben können. Der renommierte Organist und Spezialist für Alte Musik ist zum Titularorganisten von Ostönnen ernannt worden. Kollegen aus dem In- und Ausland pilgern inzwischen nach Ostönnen, um das alte Instrument kennenzulernen.

Die Kirche in Ostönnen von innen.

Auch die Kirche selbst ist sehenswert

Und sie werden auch von der romanischen Dorfkirche nicht enttäuscht. Sie wurde im vergangenen Jahr renoviert, und dabei wurden die mittelalterlichen Malereien gesichert, gereinigt und ganz vorsichtig restauriert. Sie sind um 1200 entstanden, also etwas später als die Kirche selbst. Sie zeigen das Bildprogramm des Mittelalters: Der Pantokrator, der herrschende Christus, sitzt über dem Altar in der Apsis, von Anbetungsfiguren umgeben. Pfarrer Volker Kluft ist voller Stolz: „Das ist schon etwas besonderes, neben unserer alten Orgel auch diese Malereien hier in der Kirche zu haben„.

Orgel-Schatz in Ostönnen

WDR 3 TonArt | Sendung vom 02.11.2017 | 06:18 Min.


Film – Der gotische Klang

Dokumentation über die Orgel der St. Andreaskirche Ostönnen

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Link zum Restaurationsbericht!

Link:  Info-Termine St. Andreaskirche in Ostönnen!

Gemeindebüro:
Nadine Teiner
Im Schloot 10
59494 Soest-Ostönnen
Tel.: 02928/239
Fax: 02928/297

Öffnungszeiten:
Montag und Mittwoch 17:00 – 18:30 Uhr
jeden 1. Samstag im Monat 09:00 – 12:00 Uhr


Grüße

Volker

Namhafte Barock-Komponisten zu J.S. Bach und seiner Zeit – mit besonderen Kompositionen – Johann Michael Bach (1648-1694)


Namhafte Barock-Komponisten zu J.S. Bach und seiner Zeit – mit besonderen Kompositionen –

Johann Michael Bach (1648-1694)

Barock-Komponisten

Ein neuer Beitrag über den folgenden Barock-Komponisten:

Johann Michael Bach (1648-1694)

Heinrich Bach (1615-1692) ist der Stammvater der so genannten Arnstädter Linie der Musikerfamilie Bach.

                                    Denkmal von Johann Michael Bach (1648-1694) in Gehren!

Johann Michael Bach (1648-1694)   (getauft 9. August-jul./ 19. August 1648greg. in Arnstadt; † 17. Mai-jul./ 27. Mai 1694greg. in Gehren), auch „Gehrener Bach“ genannt, war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach.

Johann Michael Bach war ein Sohn von Heinrich Bach (1615-1692) und Großonkel von Johann Sebastian Bach und wirkte zunächst als Kantor in Arnstadt, ab 1673 dann als Organist und Stadtschreiber in Gehren. Seine dort 1684 geborene Tochter Maria Barbara Bach (1684-1720) war die erste Frau von Johann Sebastian Bach.

Er war der Bruder von Johann Christoph Bach (1642-1703) und Schwiegervater von Johann Sebastian Bach (er war der Vater von J. S. Bachs erster Ehefrau Maria Barbara Bach (1684-1720) . Er wird auch als „Gehrener Bach“ bezeichnet, um ihn vom „Wuppertaler Bach“, Johann Michael Bach (1745-1820) abgrenzen zu können.

Von Johann Michael Bach sind im Altbachischen Archiv Kantaten und Motetten sowie Orgelchoräle erhalten.

Sein meistaufgeführtes Werk ist ein kleines Choralvorspiel für Orgel, „In Dulci Jubilo“, der seit vielen Jahren J. S. Bach zugeschrieben wurde.

Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Kantaten:

„Ach, Bleib bei uns, Herr Jesu Christ“ (für Chor, Streicher und Continuo),

„Liebster Jesu, Hör mein Flehen“ (für Sopran, Alt, zwei Tenöre , Bass, Streicher und Continuo)

 „Ach, wie sehnlich wart ‚ich der Zeit“ (für Sopran, Streicher und Continuo).

Weitere Vokalwerke von Johann Michael Bach (1648-1694)

„Das Blut Christi“
„Ach wie sehnlich“
„Auf, lasst uns den Herren loben“
„Halt war du hast“
„Fürchtet euch nicht“
„Sei lieber Tag willkommen“
„Ich weiss, dass mein Erlöser lebt“
„Herr, ich warte auf dein Heil“
„Herr, wenn ich dich nur habe“
„Unser Leben währet siebenzig Jahre“

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Johann Michael Bach (1648-1694)

„Ach wie sehnlich wart´ ich der Zeit“

Gérad Lesne, (alto) Il Seminario Musicale. Gérard Lesne.

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JOHANN MICHAEL BACH 1648-1694)

Motette: „Das Blut Jesu Christi“ (SATB)

 

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J.M.Bach (1648-1694):

„Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ.““

 

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Johann Michael Bach [1648-1694] –

Motetten – „VOX LUMINIS

 

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Johann Michael Bach (1648-1694)

Orgelchoral: „Der du bist drei in Einigkeit“

Organist: Thorsten Pirkl

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Johann Michael Bach (1648-1694)

Orgelchoral „Allein Gott in der Höh sey Ehr“ G-Dur

Frederik Kranemann, (Organist) – Orgel von Franciscus Volckland, 1757-1767, St.

Bonifatiuskirche Tröchtelborn, Thüringen

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Ich wünsche viel Freude mit dieser neuen Veröffentlichung über

Johann Michael Bach (1648-1694)

Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht den Orgelchoral: BWV 624 „Hilf Gott, dass mir´s gelinge“


ALL OF BACH veröffentlicht den Orgelchoral: BWV 624 „Hilf Gott, dass mir´s gelinge“

„Gefängnisgesang“

                                          St-Bavokerk, Haarlem – Müller-Orgel (Holland)

Warum Bach wahrscheinlich ein bewusst peinliches Ganzes geschaffen hat.

Die hier von Bach arrangierten Worte der Hymne wurden in einem Gefängnis aus dem 16. Jahrhundert von Heinrich Müller geschrieben, der sonst praktisch unbekannt war. Sein Name erscheint an zwei Stellen im Text. Die ersten Buchstaben der dreizehn Verse bilden seinen Namen („HEINRICH MÜLER“) und die letzte Strophe schließt mit der Ankündigung: „Hat Heinrich Müller gesungen, in dem Gefängnis sein“ (so sang Heinrich Müller während seiner Inhaftierung). Dieser Heinrich aus Nürnberg wurde 1526 wegen seiner lutherischen Sympathien vom Herzog von Sachsen inhaftiert und erst 1539 freigelassen.

Müllers Hymne – vielleicht aufgrund seiner Entstehung – war sehr erfolgreich. Luther selbst hat es 1545 in ein Gesangbuch aufgenommen und nur wenige Jahre später in einer niederländischen Übersetzung veröffentlicht. Zu Bachs Zeiten gehörte es zu den bekannteren Kirchenliedern.

Wie es der Organist Bart Jacobs bemerkt, war Bachs Orgelversion wohl ein bewusst peinliches harmonisches und kanonisches Ganzes, mit einer linken Hand, die kapriziös von oben nach unten sucht. Vielleicht dachte Bach auch, dass es nicht so einfach wäre, konstanten Glauben zu wahren, wenn man seit über zehn Jahren für Ihre religiösen Überzeugungen inhaftiert war.

                        Organist Bart Jacobs an der Müller-Orgel, St-Bavokerk, Haarlem

Orgelbüchlein, BWV 599-644

Während seiner Zeit als Hoforganist in Weimar (1708-1714) begann Bach bereits mit der Zusammenstellung seiner ersten Sammlung von Choral-Arrangements lutherischer Kirchenlieder. Laut Inhaltsverzeichnis sollte es sich um eine Sammlung von 164 Kompositionen handeln, am Ende aber nicht mehr als 46. Die Reihenfolge, in Verbindung mit der begrenzten Länge der Stücke, weist darauf hin, dass Bach die Kompilierung eines kompletten Zyklus der Choralvorspiele für die Kirche. Später, in seiner Zeit in Köthen, gab er der Sammlung eine Titelseite, in der es heißt: Orgel-Büchlein, Worinne einen anfahenden Organisten Anleitung gegeben wird, auff Allerhand Arth einen Choral führen … (Kleines Orgelbuch, in dem ein Anfängerorganist gelehrt wird einen Choral auf alle möglichen Arten zu arrangieren …). Er beabsichtigte damals, die Sammlung nur als Lehrbuch zu behandeln, vielleicht um 1722 seine Bewerbung als Kantor an der Thomasschule in Leipzig vorzustellen, die eine wichtige Lehrposition darstellte. Die Schüler mussten es schwer haben, denn die Präludien enthalten die gesamte Palette der barocken Tastaturtechniken.

BWV 624

Das Orgelbüchlein von Johann Sebastian Bach ist eine Sammlung choralgebundener Orgelstücke (Choralvorspiele), die er vor allem während seiner Amtszeit in den Jahren 1712 bis 1717 in Weimar komponierte (BWV 599–644).

Die Einzelsätze der Sammlung verbindet ein hoher künstlerischer Anspruch und der Gedanke der Verwendbarkeit sowohl im Gottesdienst als auch im Instrumental- und Kompositionsunterricht. Kennzeichnend für Bachs Choralsätze im Orgelbüchlein sind laut Christoph Wolff: „Dichte motivische Struktur und kontrapunktisches Raffinement (bis hin zum strengen Kanon) in Verbindung mit einer kühnen und ausdrucksstarken musikalischen Sprache sowie subtiler musikalisch-theologischer Textausdeutung. Jeder Satz erzielt proportionales Gleichgewicht, indem sich Manual- und Pedalstimmen elegant zu einer mustergültigen Orgelpartitur verbinden.“

Titel
„Hilf Gott, dass mir’s gelinge“

Genre
Orgel (Choral-Arrangement)

Serie
Orgelbüchlein

Jahr
ca. 1708-1717

Stadt
Weimar

Veröffentlichungsdatum
20. Oktober 2017

Aufnahmedatum
22. September 2016

Ort:

St-Bavokerk, Haarlem

Organist
Bart Jacobs

Organ
Müllerorgel

Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 624“

Grüße Karin

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Namhafte Barock-Komponisten zu J.S. Bach und seiner Zeit – mit besonderen Kompositionen – Heinrich Bach (1615-1692)


Namhafte Barock-Komponisten zu J.S. Bach und seiner Zeit – mit besonderen Kompositionen 

Heinrich Bach  (1615-1692)

Ein Beitrag über den folgenden Barock-Komponisten:

Heinrich Bach  (1615-1692)

Heinrich Bach (* 16. Septemberjul./ 26. September 1615 in Wechmar; † 10. Juli 1692greg. in Arnstadt) war ein deutscher Organist aus der Familie Bach.

Heinrich Bach ist der Stammvater der so genannten Arnstädter Linie der Musikerfamilie Bach. Nach dem Tod seines Vaters Johannes Bach  (1550 oder 1580 bis 1626) übernahm sein ältester Bruder Johann Bach (1604-1673)  die weitere Erziehung und unterwies Heinrich Bach im Orgelspiel. Sie sind zeitweilig nach Suhl und Schweinfurt gezogen.

1635 trat Heinrich Bach in die von Johann Bach (1604-1673) geleitete Erfurter Ratsmusikanten-Compagnie ein und war von 1635 bis 1641 Ratsmusikant in Erfurt. Im Jahre 1641 erhielt er das Organistenamt an der Arnstädter Liebfrauen- und Oberkirche, das er bis zu seinem Tode versah. 1642 heiratete er Eva, die jüngere Tochter des Suhler Stadtpfeifers Hoffmann, deren ältere Schwester Barbara die erste Frau Johann Bachs war. Aus der Ehe gingen sechs Kinder, darunter drei musikalisch hoch begabte Söhne, hervor.

Drei seiner Söhne, Johann Christoph Bach (1642-1703), Johann Michael Bach (1648-1694)

und Johann Günther Bach (1653-1683), waren hervorragende Musiker.

Von Heinrich Bach sind nur wenige Kompositionen erhalten geblieben!

                  Johann Christoph Bach (1642-1703)

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Heinrich Bach (1615-1692) „Sonata a cinque II en fa mayor“

 

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Video:  Heinrich Bach

Orgelwerk „Erbarm dich mein“

Die Aufnahme erfolgte an der Arp-Schnitger-Orgel in Steinkirchen.

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Heinrich Bach : Vokalwerk: „Ich danke dir, Gott“

Reinhard Goebel,  /  Cologne Musica Antiqua

 

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Ich wünsche viel Freude mit dieser neuen Veröffentlichung!

Herzliche Grüße

Volker

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Namhafte Barock-Komponisten zu J.S. Bach und seiner Zeit – mit besonderen Kompositionen – Nicolaus Bruhns (1655-1697)


Namhafte Barock-Komponisten zu J.S. Bach und seiner Zeit – mit besonderen Kompositionen

Nicolaus Bruhns (1665-1697)

                                  Barock-Komponisten

Mein neuer Beitrag für den folgenden Barock-Komponisten:

Nicolaus Bruhns (1665-1697)

Nicolaus (auch: Nikolaus) Bruhns (manchmal Bruhn oder Bruns; * Dezember 1665 in Schwabstedt; † 29. März-jul./ 8. April 1697-greg. in Husum) war ein Komponist der norddeutschen Orgelschule und ein Orgel- und Geigenvirtuose. Sein überliefertes Werk umfasst vier vollständige Orgelwerke sowie zwölf geistliche Kantaten und enthält einige außergewöhnlich originelle Stücke.

Bruhns entstammte einer schleswig-holsteinischen Musikerfamilie. Sein Großvater Paul war Lautenist und Musikmeister in der Kapelle des Gottorper Herzogs. Nicolaus’ Onkel Friedrich Nicolaus Bruhns war Direktor der Hamburger Ratsmusik. Nicolaus’ Vater Paul – möglicherweise ein Schüler von Franz Tunder (1614-1667) – war Organist in Schwabstedt, wo er die Tochter des Vorgängers heiratete.

Der Werdegang von Nicolaus Bruhns ist nur bruchstückhaft überliefert.

Nicolaus erhielt ersten Unterricht vermutlich von seinem Vater. Wie Ernst Ludwig Gerber später in seinem Lexikon der Tonkünstler schrieb, beherrschte er bereits in frühem Alter das Orgelspiel und fertigte „gute“ Kompositionen für Klavier und Stimme an. Wahrscheinlich wirkten auch musikalische Eindrücke aus dem benachbarten Husum, der wohl reichsten Stadt der nordfriesischen Küste, auf ihn ein. Nicolaus bewies genügend Talent, um auf Anraten seines Vaters mit 16 Jahren bei seinem Onkel Peter, Ratsmusiker in Lübeck, Geige und Gambe zu erlernen. Auf diesen Instrumenten erwarb er „eine solche Fähigkeit, dass ihn jeder, wer ihn nur hörte und kennen lernte, bewundern und schätzen musste“ (Gerber). Von allen Lübecker Violinisten – deren Kunstfertigkeit im In- und Ausland bestaunt wurde – war Bruhns der jüngste Vertreter. Außerdem war er der Lieblingsschüler Dietrich Buxtehudes, bei dem er Komposition studierte und sein Orgelspiel vervollkommnete. Laut Matthesons Musiklexikon war Buxtehude Bruhns’ größtes Vorbild.

Bis zu seinem frühen Tod im Alter von 31 Jahren blieb Bruhns weiterhin in Husum. Am 2. April 1697 wurde er zu Grabe getragen, „von jedermann bedauert, dass ein solcher trefflicher Meister in seiner Profession, auch vertragsamer Mann nicht länger hat leben sollen“. Laut dem Kirchenarchiv der Stadt starb Bruhns an der „Schwindsucht“.

Bruhns vereinte Stilelemente zweier entgegengesetzter Musikgattungen, nämlich des von Schütz geprägten geistlichen Konzerts und des bis dahin weitgehend der weltlichen Musik vorbehaltenen Madrigals. Ebenso wie die Kompositionen für Orgel zeugen die Vokalwerke von einem großen Gespür für die Affektwirkung.

Weitere ausführliche Informationen zu Nicolaus Bruhns auf Wikipedia

Ein geistliches Werk von Nicolaus Bruns

Kantate: „Hemmt eure Tränenflut“

Vierstimmiger Chor (Sopran, Alt, Tenor, Bass), vier Einzelstimmen, Streicher und Generalbass.

Textquelle unbekannt

Dieses möglicherweise letzte Werk des Meisters zelebriert das Osterfest. Instrumentale Ritornellos und im Sologesang vorgetragene Strophen wechseln ab. Am Schluss steht ein Amen, das auf dem Choral Christ lag in Todes Banden basiert.

Aufführende:

Collegium Vocale der Salzburger Bachgesellschaft:

Katharina Gutschi, Birgit Kuchlmaier, Mayumi Shibata, sopran
Marcus Blöchl, Waltraud Grabherr-Hartinger, alt
Ernst Lachinger, Taro Takagi, tenor
Albert Hartinger, Christoph Schöffmann, bass

La Divina Armonia:
Stefano Barneschi, Mayumi Hirasaki, viool
Chiara Zanisi, altviool
Noelia Reverte, viola da gamba
Marco Tesori, cello
Vanni Moretto, violone
Benoît Laurent, hobo
Lorenzo Ghielmi, orgel

Aufführungsstätte August 2012: Domkerk te Utrecht

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Video:

Kantate: „Hemmt eure Tränenflut“

https://youtu.be/CYa6LHVXSpo


Nicolaus Bruhns (1665-1697) – Orgelwerke

Organist: Friedhelm Flamme

Nicolaus Bruhns galt weit über die Stadtgrenzen Husums hinaus als Orgel- und Violinvirtuose. Wie Mattheson berichtet, habe er dann und wann gleichzeitig Geige und an der Orgel mit dem Pedal den Bass gespielt.

Die Orgelwerke weisen typische Merkmale des norddeutschen Orgelstils auf: Kontrast von homophonen und fugierten Abschnitten, Arpeggio und virtuose Pedalpassagen mit Trillern. Auffallend sind die kühne Harmonik und verschachtelte Rhythmik. Bruhns schöpfte alle Freiheiten des Stylus Phantasticus aus, um affektreiche, zuweilen herb und fast „modern“ anmutende Kompositionen zu schaffen. Da die schnellen Läufe der Praeludien klare und präzise Rhythmik – teilweise unter Einsatz des Doppelpedals – erfordern, stellen sie hohe Anforderungen an den Interpreten.

Video:

https://youtu.be/nq9nl4IN_us

Die Einspielung erfolgte an der Christian-Vater-Orgel, St. Petri-Kirche in Melle (Niedersachsen) Aufnahme in 2004.


Organist: Friedhelm Flamme

Friedhelm Flamme (* 1963 in Volkmarsen) ist ein deutscher Organist, Chorleiter, Musikwissenschaftler, Musikpädagogeund Hochschullehrer.

Seit seiner Jugend der Kirchenmusik verbunden, war Friedhelm Flamme schon als Jugendlicher als Organist tätig. Er studierte an der Hochschule für Musik Detmold und an der Universität/Gesamthochschule Paderborn Schulmusik, Kirchenmusik, Orgel (Konzertexamen mit Auszeichnung bei Gerhard Weinberger), Dirigieren, Tonsatz, Erziehungswissenschaft und Theologie. Weitere Studien führten ihn zu Guy Bovet, Ewald Kooiman, Jon Laukvik, Thierry Mechler, Josef Mertin, Harald Vogel, Herbert Wulf und Wolfgang Zehrer.

Seit 1991 arbeitet er als Kirchen- und Schulmusiker im Sprengel Göttingen und an der Paul-Gerhardt-Schule Dassel in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. 1991–2004 war er Kantor an der Laurentiuskirche Dassel, von 1991 bis 2007 hatte er die kirchenmusikalische Fachaufsicht im Sprengel Göttingen Nord inne.

1993 wurde er zum Kirchenmusikdirektor ernannt. Seit 2002 ist er Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik Detmold. Er leitete eine Vielzahl von Vokalkonzerten, vor allem zyklische Aufführungen der Bachschen Oratorien mit dem Vokalensemble Südniedersachsen.


Ich wünsche viel Freude mit dieser neuen Veröffentlichung!

Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk – BWV 607 „Von Himmel kam der Engel Schar!“


ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk – BWV 607 „Von Himmel kam der Engel Schar!“

„Schnelle Engel und langsame Engel“

                                          St-Bavokerk, Haarlem – Müller-Orgel (Holland)

„Eine Weihnachtshymne in Moll verleiht dem Werk einen vorsichtigen Klang.“

„Vom Himmel kam der Engel Schar“ ist ein von Martin Luther im Jahr 1543 veröffentlichtes Weihnachtslied.

Die musikalische Symbolik hier ist unverwechselbar; Schwärme von Engeln fliessen durch die Alt- und Tenorstimmen, während die himmlische Annoucement in der Sopranistin darüber steigt. In einer inspirierten Komposition verfolgt die Bassstimme die Engel in der Augmentation in (Viertelnoten gegen die Engelsexzehnte). Die Stimme hier beinhaltet Streicher und Chor in die Sopranistin, Orgelflöte stoppt in den inneren Stimmen und Orgelpedal mit akustischem Bass, der im Bass spielt.

                        Organist Bart Jacobs an der Müller-Orgel, St-Bavokerk, Haarlem

Bei der Erstellung seines Orgelbüchleins folgte Bach dem Kirchenkalender. Obwohl für den Organisten nützlich, behaftet sie das Risiko der Monotonie – immer fröhlich zu Weihnachten und immer traurig in der Passionswoche zu sein. So hat Bach gelegentlich einen anderen Klang in den „Weihnachtscluster“ komponiert. Diese Anordnung von „Vom Himmel kam der Engel Schaar“ ist wegen seines freudigen Themas nur gering, um den Ernst des Geheimnisses des Glaubens zu betonen.

Die Worte der von Luther geschriebenen Hymne erzählen von den Verkündigungen an die Hirten Jesu in der Krippe. Die Hymne versichert uns, dass jeder, der an den wahren Gott glaubt, vor Sünde und Tod sicher ist. Bach drückt die Engel aus dem Himmel mit schnellen Läufen in den Alt- und Tenor-Parts und langsam im Bass-Part. Übrigens zeigt Bachs Manuskript eine weitere Überraschung: Die ständig wachsenden Koloraturen, die das Werk charakterisieren, scheinen eine spätere Ergänzung zu sein wie man an den Notizen feststellen kann!

BWV
607

Titel
„Von Himmel kam der Engel Schar“

Genre
Orgelarbeit

Serie
Orgelbüchlein

Jahr
ca. 1708-1717

Stadt
Weimar

Veröffentlichungsdatum
29. September 2017

Aufnahmedatum
22. September 2016

St-Bavokerk, Haarlem

Organist
Bart Jacobs

Organ
Müllerorgel


Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 607“

Grüße Karin

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J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “14. Sonntag nach Trinitatis”


J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “14. Sonntag nach Trinitatis”

                                        Die Trost-Orgel in der Stadtkirche von Waltershausen

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder SehprobeRadio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 28.08.2016 begehen wir den 14. Sonntag nach „Trinitatis

Der 14. Sonntag nach Trinitatis redet von der heilenden Kraft Gottes. Das Thema dieses Sonntags ist diesmal von der Epistel her abgeleitet. Die anderen Texte haben wenig mit dem Thema zu tun. Es wird schwierig sein, die Thematik durchzuziehen, man sollte es aber versuchen. Von daher ist eine Vertiefung in die Epistel bei der Studie des aktuellen Predigttextes ratsam.

Wir hören am 14. Sonntag nach Trinitatis die Erzählung von der Heilung der zehn Aussätzigen. Wir erfahren die Kraft Gottes, durch die Menschen, die Außenseiter waren, wieder zu Gliedern der Gemeinde werden. Die lebendige Kraft des Geistes Gottes hat auch uns zur Gemeinde hinzugetan; in ihr bringen wir unseren Dank gegen Gott zum Ausdruck dafür, dass wir seine Kinder sein dürfen, indem wir einander achten und lieben.

Wochenspruch:  

Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. (Ps 103, 2)

Wochenlied:

„Von Gott will ich nicht lassen“ (EG 365)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den “ 14. Sonntag nach Trinitatis 

BWV  17 – „Wer Dank opfert, der preiset mich

BWV  25 – „Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“

BWV  78 – „Jesu, der du meine Seele“

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszug aus dem Programm

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate ca. ab 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach 

BWV 25 “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“

Kantate für den 14. Sonntag nach Trinitatis

Hana Blazíková, Sopran / Thomas Hobbs, Tenor

Peter Kooy, Bass

Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Auszug aus dem Programm

Johann Sebastian Bach

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele“

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Julia Neumann, Sopran / Margot Oitzinger, Alt

Bernhard Berchtold, Tenor / Markus Volpert, Bass

Chor und Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen /

Leitung: Rolf Lutz

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm:

Sendung: Sonntag 06:05 – 07:30 Uhr

Kantate: ca. ab  07:05 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele“

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Julia Neumann, Sopran / Margot Oitzinger, Alt

Bernhard Berchtold, Tenor / Markus Volpert, Bass

Chor und Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen /

Leitung: Rolf Lutz

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm

Sonntag 06:04 – 08:00 Uhr

Bach-Kantate ab ca. 07:04 Uhr

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Kantate am 14. Sonntag nach Trinitatis

Ingrid Schmithüsen, Sopran; Charles Brett, Countertenor;

Howard Crook, Tenor;  Peter Kooij, Bass

Chor und Orchester der Chapelle Royale

Leitung:  Philippe Herreweghe

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszug aus dem Programm

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

BWV 25 “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“

Kantate für den 14. Sonntag nach Trinitatis

Hana Blazíková, Sopran / Thomas Hobbs, Tenor

Peter Kooy, Bass

Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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rbb Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszug aus dem Programm

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 25 Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe

Kantate am 14. Sonntag nach Trinitatis

Malin Hartelius, Sopran; James Gilchrist, Tenor;

Peter Harvey, Bass

Monteverdi Choir;  / English Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-figaro–100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

Johann Friedrich Fasch (1688-1758)

Kantate: „Lobe den Herrn, meine Seele“

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Sandra Schilling (Mezzosopran)  Andreas Post (Tenor)

Olaf Plassa (Baß)

Kammerchor Michaelstein 

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis,

Malin Hartelius, Sopran;  Robin Tyson, Countertenor;

James Gilchrist, Tenor;   Peter Harvey, Bass

Monteverdi Choir;  / English Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Programm:

http://www.deutschlandfunk.de/programmvorschau.281.de.html?cal:month=5&drbm:date=06.07.2016

PODCAST:
http://www.deutschlandradio.de/podcasts.226.de.html

Live-Stream:  

http://www.deutschlandfunk.de/unsere-live-streams.2396.de.html

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Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 25 “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Lisa Larsson, Sopran / Gerd Türk, Tenor

Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Francis Poulenc (1899-1963)

Poulencs Stabat mater-Vertonung in der Vorstellung
Subtiler Schmerz

Das Stabat mater ist ein mittelalterliches Gedicht, das die Gottesmutter Maria in ihrem Schmerz um den gekreuzigten Jesus besingt.

Dieser Text wird vor allem am Passionssonntag – also dem Sonntag vor dem Palmsonntag – und am 15. September – dem Fest „Gedächtnis der Schmerzen Mariens“- gebetet.

Der Beter des Stabat Mater fühlt mit Maria, teilt ihren Schmerz um Jesus Christus. Francis Poulenc, der in anderen Werken durchaus auch harte, atonale Klänge komponierte, fühlt dem Schmerz hier sehr behutsam nach. Zehn Strophen umfasst das Gedicht über die Gottesmutter Maria. Poulenc vertonte es für Solo-Sopran. Chor und Orchester.

Vor allem am 15. September wird der Text gebetet, das ist das Fest Gedächtnis der Schmerzen Mariens. Dieser Tag steht im Zusammenhang mit dem Fest Kreuzerhöhung am 14. September. Das bezieht sich auf die Grabeskirche in Jerusalem. Über dem leeren Grab von Jesus Christus wurde im 4. Jahrhundert die besagte Grabeskirche errichtet und am 13. September 335 geweiht. Und am 14. September, dem Tag nach der Kirchweihe, wurde in der neuen Kirche dem Volk zum ersten Mal zur Verehrung das Kreuz gezeigt. Dabei wurde es in die Höhe gehalten, also erhöht, und somit verehrt……

weiter zum Text von Domradio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV  17 „Wer Dank opfert, der preiset mich“ 

Kantate zum 14. Sonntag nach Trinitatis

Es sind keine weiteren Angaben zur Sendung enthalten!

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Videos: 

mit Bach-Kantaten für den 14. Sonntag nach Trinitatis

BWV  17 – „Wer Dank opfert, der preiset mich

BWV  25 – „Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe

BWV  78 – Jesu, der du meine Seele“

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/ YouTube: BW 17 –  Wer Dank opfert, der preiset mich“ (Interpret: Koopman )

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/YouTube: BWV 25 –  Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe   –  (Interpret:  S D G  )

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/YouTube: BWV 78  –  Jesu, der du meine Seele    (Interpret:  Herreweghe ) 

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Kantaten-Beschreibungen von„Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir GardinersKantaten-Beschreibungenzum “14. Sonntag nach Trinitatis”

                   Gardiner  Reisetagebuch SDG 124  zum Download als PDF

  Künstler-Beitrag: James Gilchrist, Tenor – zum Download  als PDF 

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CDs – Bach-Kantaten: für den 11. Sonntag nach Trinitatis

veröffentlicht von der DGG (Deutsche Grammophon Gesellschaft)

Cover: DGG Kantaten - BWV 113 BWV 179 und BWV 199

Link: Inhalt eine CD

BWV 113  – “Herr Jesu Christ, du höchstes Gut”

BWV 179 –  ”Sieh zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei”

BWV 199 – “Mein Herze schwimmt in Blut”

Link zur CD-Bestellung der DGG

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CD’s vom Label SDG  

für den  14. Sonntag nach Trinitatis und das Michaelisfest 

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Cover:  SDG 124 –  Vol. 7

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CD-Bestellung    

Link:   CD  Bach-Kantaten – 

SDG 124 – Vol. 7

Aufführungsorte:Kantaten für den

“14. Sonntag nach Trinitatis und Michaelisfest” 

CD 1 – Abbaye d’ Ambronay, am 24. September 2000

CD 2 – Unser Lieben Frauen, Bremen am 29. September 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte:Kantaten für den “14. Sonntag nach Trinitatis”

 
BWV 25  “Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe“ 
.

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 124 – Vol.  7 – CD  1

BWV 78 “Jesu, der du meine Seele

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 124 – Vol.  7 – CD  1

BWV 17 Wer Dank opfert, der preiset mich

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 124–  Vol. 7 – CD 1

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CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für das “Michaelisfest” 

BWV  50 – “Nun ist das Heil und die Kraft”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7  – CD 2

BWV 130 – “Herr Gott, dich loben alle wir”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7 – CD 2

BWV 19 – “Es erhub sich ein Streit”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7 – CD 2

BWV 149 – “Man singet mit Freuden vom Sieg”

Gardiner Pilgrimage CD 124 Vol. 7 – CD 2

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2018 – vom 08.06. bis 17.06.2018

Bachs Vorliebe für Zyklen ist für uns Grund genug, das Bachfest 2018 unter das

Motto »Zyklen«

zu stellen. in – selbst- verständlich – sechs Reihen erklingen Bachs zyklische Werke bzw.werden seine

Werke zyklisch aufgeführt.

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Link:  Informationen zu den Kantaten-Zyklen:

Für weitere Informationen und Reservierungen wenden sie sich bitte an:

Bachfest Leipzig, Ticketbüro / Groß-Kundenbetreuung: Frau Peggy Reinboth,

Herr Wolfhard Henze, 04013 Leipzig, Postfach 10 13 49

Telefon: +49 341 9137 333

E-Mail: ticket@bach-leipzig.de

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Der allgemeine Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2018 

beginnt am: 20. November 2017

Bachfest-Programm als PDF  zum Download 

Flyer „Der Leipziger-Kantaten-Ring als PDF zum Download 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen und Gewandhaus als PDF:

Sitzplan der ThomaskircheLeipzig als  PDF zum Download 

Sitzplan der NikolaikircheLeipzig als  PDF zum Download  

Sitzplan Großer Saal im Gewandhaus Leipzig  PDF zum Download

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35


Video: Thomanerchor

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

J. S. Bach Cantata BWV 59 „Wer mich liebet“  (Thomanerchor)

„Wer mich liebet, der wird mein Wort halten“ (BWV 59) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie für den 1. Pfingsttag in Leipzig und führte sie wahrscheinlich am 28. Mai 1724 erstmals auf, doch ist auch eine erste Aufführung bereits am 16. Mai 1723 in der Paulinerkirche möglich.

Dirigent: Thomas-Kantor Prof. Kurt Thomas

Recording: Thomaskirche Leipzig, 6.12/1959

℗1956-1984 VEB Deutche Schallplatten Berlin ©2005 edel Classics


Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” – stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und Musikdirektor der JS Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und Musikdirektor der JS Bach-Stiftung St. Gallen

J.S. Bach Cantata – BWV 78 „Jesu, der du meine Seele“

Kantate BWV 78 zum 14. Sonntag nach Trinitatis für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Flauto Traverso, Oboe I+II, Corno, Fagott, Streicher und Continuo

Musikalischer Leiter:  Rudolf Lutz

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YouTube – Video 

BWV 78 – J. S. Bach Cantata  –  „Jesu, der du meine Seele

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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Link:  mp3 – herunterladen  –

J.S. Bach-Stiftung – 

bei Amazon – Hörproben

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

Bezugsquelle: j p c

Link :    bei jpc


Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Sonntag !

Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1114 – Orgelchoral: „Herr Jesu Christus, du höchstes Gut“


ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1114 – Orgelchoral: „Herr Jesu Christus, du höchstes Gut“

                 Der große Markt in Harleem (1698) im Hintergrund die St.-Bavo-Kirche

„Von Schmerzen, Pfeilen und Barmherzigkeit!“

Hilflose Melancholie verwandelt sich kaum in Hoffnung.

Der Sünder taumelt langsam in Richtung Jesu, der „Brunnquell aller Gnaden“, mit Schmerzen in seinem Kopf und „ziellosen Pfeilen“ in seiner Seele. Für diesen Flehen wählte Bach den Schlüssel von f-moll – melancholisch, deprimierend und schwarz. Der letzte Akkord klingt fast so, als ob sein Schöpfer kaum Hoffnung auf Erlösung gibt. Es ist ein Chorale Arrangement für die dunkleren Tage.

Die Neumeister-Sammlung, in der diese Arbeit eingeschlossen ist, zeigt Bach in seinen jugendlichen Jahren, experimentiert mit Formen und Techniken, von denen er sich entwickelt hat und andere, die er allein gelassen hat. „Herr Jesu Christus, du höchstes Gut“, zum Beispiel, hat zwei Stimmungen, die eine Seltenheit für den meist konsequenten Komponisten ist. Die dur Melodie geht mit Mühe, schwebt wie eine Arie auf ihrer eigenen Tastatur über den unteren Teilen. Tenor und Bass geben eine Begleitung von „Vorimitation“: eine alte Technik, bei der das Choral-Material ein eigenes Leben einnimmt. Nach vier Zeilen verbindet die Melodie die Tutti, jetzt ohne Verzierung, und Läufe von sechzehnteln übernehmen die Bewegung. Die Spannung steigt also in die letzte Linie des Chorals, noch einmal in der dissonanten Stimmung der Eröffnung und zum überraschenden Ende.

                                                  St. Bavo-Kirche von Haarlem

Es ist genau diese Spannung, die dieses von Bart Jacobs Lieblingsstücken in der Neumeister-Sammlung macht. Obwohl es experimentell ist, zeigt es immer noch mehr von dem ernsten Komponisten als der junge, wilde Bach.

Neumeister Sammlung, BWV 1090-1120

Ende 1984 wurde die Bach-Welt auf den Kopf gestellt. In diesem Jahr erschienen in der Bibliothek der Yale University nicht weniger als 31 unentdeckte Orgelwerke von Bach. Sie sind in einem Manuskript des Organisten Johann Gottfried Neumeister (1756-1840) enthalten, der in den Vereinigten Staaten über Christian Heinrich Rinck und Lowell Mason landete. Daher werden diese Kompositonen als „Neumeister-Sammlung“ bezeichnet.

                            Organist Bart Jacobs an der Müller-Orgel, St-Bavokerk, Haarlem

Neumeister kopierte den größeren Teil seiner Sammlung im Jahre 1790 von einem viel älteren Manuskript, das verloren gegangen war. Ich habe eine Vielzahl von populären Orgelchoräen ausgewählt, die er für gewöhnliche Gottesdienste spielen könnte. Die Mehrheit sind Werke von zwei Bachs Cousinen, Johann Michael Bach (1648-1694) und Johann Christoph Bach (1645-1693), sowie von J.S. Bach selbst. Es gibt auch Arrangements von Friedrich Wilhelm Zachow (1663-1712) und Johann Pachelbell (1653-1706) u.a. So in seiner Sammlung gibt Neumeister eine Vorstellung von dem Repertoire, das Bach in seinen jüngeren Jahren vertraut gemacht hätte. J.S. Bachs eigene Kompositionen in der Neumeister-Sammlung sind sehr alt, meist vor 1708 und vermutlich sogar ab 1700, als Bach etwa fünfzehn Jahre alt war. Später fügte Neumeister weitere fünf Choräle hinzu, die neuer waren, geschrieben von seinem eigenen Lehrer Georg Andreas Sorge (1703-1778).

BWV
1114

Titel
„Herr Jesu Christus, du höchstes Gut“

Genre
Orgelarbeit (Chorale Arrangement)

Serie
Neumeister Kollektion

Jahr
um 1700

Stadt
Ohrdruf Arnstadt

Freigabedatum
8. September 2017

Aufnahmedatum
22. September 2016

Ort
St-Bavokerk, Haarlem

Organist
Bart Jacobs

Orgel mit Disposition
Müller Orgel

Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 1114“

Grüße Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht von J. S. Bach das Orgelwerk BWV 550 – „Präludium und Fuge in G-Dur“


ALL OF BACH veröffentlicht von J. S. Bach das Orgelwerk BWV 550 – „Präludium und Fuge in G-Dur“

Dieses Werk benötigt Pedal – und in keinem kleinen Maß!

                  Der große Markt in Harleem (1698) im Hintergrund die St.-Bavo-Kirche.

In einigen der frühesten Quellen für dieses üppige Präludium und Fuge wird der erste Teil als „praeludio in G-dur con pedal“ oder als „praeludio pedaliter“ bezeichnet. In sich selbst gibt es nichts Ungewöhnliches über die Verwendung von Pedalen in einem Orgelstück in Bachs Zeit. Also auf den ersten Blick scheint die Beschreibung nur eine nützliche Indikation des achtzehnten Jahrhunderts zu sein (NB: kann nur auf einer Orgel mit Pedalen gespielt werden). Aber zwölf Pedale enthält das Werk, da ist ein aha-erlebnis; Sie hören ein langes, lebhaftes Pedal solo, das nicht ein zweitklassiger Dorforganist spielen kann, sondern es benötigt eine spezielle Orgel und einen geschulten Organisten. Die Reichweite des Solos deckt mehr als zwei Oktaven ab (von niedrigem C zu hohem D), das war definitiv nicht die Norm zu der Zeit! Die Orgel der Kathedrale von Saint Bavo, in Haarlem, hat ein Pedal mit diesem Sortiment. Es hat zwei „Pedaltürme“, mit Rohren, die fast 11 Meter lang sind. So war es logisch, dass der Organist Matthias Havinga dieses Instrument wählen wollte, um das Stück zu spielen.

                                 St. Bavo-Kirche von Haarlem mit der Müller-Orgel.

In dem Rest des Stückes, sowohl im Vorspiel als auch in der Fuge, spielen die Füße eine Rolle, die den Händen gleich ist. Das Pedal wird in vollem Umfang im ganzen Stück verwendet. Es gibt sogar eine Note, die höher ist als die höchste Note des Solos. Das Thema der Fuge ist so üppig wie das des Vorspiels und basiert auf ähnlichen Motiven. Ohne überkomplizierte Ausflüge zu weit entfernten Schlüsseln geht die Fuge wie ein lebendiges barockes Perpetuum-Handy zum Ende. Und kurz vor dem Ende gehen die Füße (mit den Händen in ihrem Gefolge) ein letztes Mal von niedrig nach hoch und wieder über die Pedale.

BWV
550

Titel
„Präludium und Fuge in G-Dur“

Genre
Orgelarbeit

Jahr
1708-1717

Stadt
Weimar?

Veröffentlichungsdatum
25. August 2017

Aufnahmedatum
21. September 2016

Ort
St. Bavos Kirche, Haarlem

Organist
Matthias Havinga

Organ mit Disposition!
Müller Orgel


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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 550“

Grüße Karin

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 714 – Orgel-Choral: „Ach, Gott und Herr“


ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 714 – Orgel-Choral: „Ach, Gott und Herr“

Mystisch italienisch

                                           St-Bavokerk, Haarlem – Müller-Orgel

Von wem konnte Bach das kopiert haben?

Bach hat regelmäßig Stile und Formen aus der italienischen Musik in seinem Oeuvre verwendet. Doch der erste Satz von BWV 714 ist etwas Besonderes, wie praktisch nirgendwo sonst Bach diese rein italienische Orgelmusik schreibt. Als Organist Bart Jacobs bemerkt: Das ist definitiv der italienische Stil der Durezze e Legature, was buchstäblich „Härte und Suspensionen“ bedeutet. Hier schreibt Bach lange, anhaltende Notizen, löst Dissonanten auf und macht Platz für neue Dissonanten in einer Kette, die erst am Ende wirklich gelöst ist. In Italien begleitete diese Art von mystischer Musik oft die Erhebung: die Anzeige des Gastgebers während der Messe.

                        Organist Bart Jacobs an der Müller-Orgel, St-Bavokerk, Haarlem

Es ist eher ähnlich wie Girolamo Frescobaldi, aber trägt eine noch stärkere Ähnlichkeit mit den Improvisationen der italienischen Kirchenorganisten. Man hört noch Organisten, die in diesem Stil heute in Italien improvisieren. Also, wem konnte Bach das abholen? Vielleicht indirekt vom italienischen Organisten und Komponisten Vincenzo Albrici. Albrici arbeitete in Dresden und sogar an der St. Thomas-Kirche in Leipzig für ein Jahr im Jahre 1681, danach ging er nach Prag. Albricis Schüler Johann Kuhnau könnte auch in diesem italienischen Stil improvisiert haben. Ein italienischer Organist, den Bach vielleicht gehört hat, war Giovanni Alberto Ristori, der 1715 in Dresden ankam. Neben Zelenka und Heinichen war er für die Kirchenmusik am sächsischen Hof verantwortlich. Er war sicher ein ausgezeichneter Organist, als er 1733 einen vorübergehenden Termin als Kammerorganist erhielt.

Für den zweiten Satz dieser Chorale-Arrangement wählt Bach einen strengen Kanon. Es ist, als ob er sich durch seinen Ausflug in die italienische Mystik beunruhigte und ihn mit einer streng protestantischen Variation kontrastieren wollte.

BWV
714

Titel
Ach, Gott und Herr / Ach, Gott und Herr je Kanonismus

Genre
Orgelarbeit (Chorale Arrangement)

Jahr
unbekannt

Stadt
Weimar

Veröffentlichungsdatum
18. August 2017

Aufnahmedatum
22. September 2016

Ort
St-Bavokerk, Haarlem

Organist
Bart Jacobs

Organ
Müllerorgel


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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 714“

Grüße Karin

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Die neue, futuristisch anmutende Rieger-Orgel in der Kasseler Martinskirche lädt zum Experimentieren und Staunen ein!


Die neue, futuristisch anmutende Rieger-Orgel in der Kasseler St. Martinskirche lädt zum Experimentieren und Staunen ein!

                                                          Eine neue Ära im Orgelbau hat begonnen.

Mit der Orgel verhalte es sich wie im wirklichen Leben: „Die größten Pfeifen stehen immer vorne“, scherzt Wendelin Eberle, seit 2003 Geschäftsführer der österreichischen Firma Rieger-Orgelbau. Besagte Pfeifen erstrecken sich über die ganze Westwand der Kirche. Zwar findet man derart in die Breite gestreckte Prospekte auch andernorts, etwa in der 2015 eröffneten Pariser Philharmonie, deren Orgel ebenfalls aus dem Hause Rieger stammt. In einem überschaubar großen Raum wie dem der Kirche St. Martin ist ein solch mächtiges Instrument mit über 5.700 Pfeifen jedoch eine absolute Ausnahmeerscheinung. Zum Vergleich: Die Konzertorgel der im Januar eröffneten Elbphilharmonie bringt es gerade mal auf 4.765 Pfeifen.

          Die neue Rieger-Orgel in der St. Martinskirche zu Kassel, Weihe der Orgel Pfingsten 2017

Dass diese große Anzahl an Klangkörpern nicht vorrangig der Lautstärke dient, sondern vor allem eine immense Klangfarbenvielfalt hervorbringt, demonstriert Landeskirchenmusikdirektor Uwe Maibaum am Spieltisch auf der Empore in der fast bis zum letzten Platz gefüllten Kirche. Neben dem immensen Arsenal an Streicher- und Bläserstimmen bietet das Instrument auch drei Harmonikastimmen, ein Glockenspiel, perkussive Effekte und eine weltenrückt singende „Voix celeste“. Besonders wichtig für die flexible Gestaltung des Orgelklangs sind die Obertöne, die durch sogenannte Aliquotregister hinzugeschaltet werden können, von denen die Martinsorgel besonders viele besitzt. Die kleinste der Pfeifen könnte man locker in einem Fingerhut verstauen: Sie misst gerade einmal acht Millimeter, die größte bringt es auf über neun Meter und versetzt mit ihrer tiefen 34-Hertz-Stimmung die Luft in mehr fühl- als hörbare Schwingungen.

„Diese Orgel wird man niemals ganz begreifen”

                       Spieltisch der Orgel in St. Martin, Kassel © Stefan Korte/Galerie Neu, Berlin

„Wer meint, man könne diese Orgel jemals ganz begreifen – keine Chance. Hier hat man als Organist viele Jahre Entdeckerfreude“, schwärmt Maibaum und spielt damit auf die schier unerschöpflichen Möglichkeiten des Instruments an.

Ein Novum im Orgelbau sind nicht nur die in jeder Position elektronisch speicherbaren Registerzüge und die veränderbare Windstärke der einzelnen Systeme, sondern auch die vier in Vierteltönen spielbaren Register, die über das oberste der vier Manuale angesteuert werden können.

Hier hat der Organist – eine echte spieltechnische Herausforderung – 122 statt der üblichen 61 Tasten zur Verfügung. Vierteltöne werden in der zeitgenössischen Musik häufig verwendet – allerdings kaum in Orgelkompositionen – das könnte sich mit dem neuen musikalischen Flaggschiff in St. Martin nun ändern.

Schon lange ist St. Martin ein Podium für Neue Musik

Schon lange ist das Gotteshaus am Martinsplatz ein überregional bedeutsames Zentrum für „Neue Musik in der Kirche“, der hier seit über 40 Jahren ein gleichnamiges Festival gewidmet ist. Daher gab es schon vor 25 Jahren Überlegungen, die 1964 erbaute alte Orgel gegen ein neues Instrument auszutauschen, das neben der Pflege der musikalischen Tradition insbesondere den Ansprüchen zeitgenössischer Partituren entgegenkäme. 2012 war es endlich soweit: Die Firma Rieger-Orgelbau erhielt den Zuschlag. Nach einer fünfjährigen Planungsphase wurden die Einzelteile des Instruments von rund 40 Mitarbeitern in neun Monaten hergestellt. Weitere drei Monate benötigte das zehnköpfige Team für den technischen Aufbau in der Kirche, während die Intonation der Pfeifen fast ein halbes Jahr in Anspruch nahm.

                                       Die neue Rieger-Orgel in der St. Martins-Kirche Kassel

Der große Zeit- und Arbeitsaufwand spiegelt sich im Preis wider: Stolze 2,5 Millionen Euro hat das Projekt verschlungen, erfahren die Besucher des „Orgelforums“ am Nachmittag, an dem Pfarrer Willi Temme, Kirchenmusikdirektor Eckhard Manz, Rieger-Orgelbau-Chef Wendelin Eberle und Kuratorin Susanne Pfeffer den „Weg zur neuen Orgel“ mit Fakten, Hintergrundinformationen und Kommentaren untermauern. Zur Hälfte wurden die Kosten des Instruments von der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck beglichen, 800.000 Euro stammen aus privaten Spenden, den Rest trägt die Kasseler Kirchengemeinde. Abgeschlossen ist das Großprojekt mithin noch nicht, denn die Hauptorgel mit ihren 86 Registern, vier schwellbaren Werken und zehn unabhängig voneinander steuerbaren Windsystemen soll im nächsten Jahr noch durch ein fahrbares Modul auf dem Boden des Kirchenschiffs ergänzt werden. Hierzu hofft man auf weitere 120.000 Euro, die über Pfeifenpatenschaften eingesammelt werden sollen.

Wehende Haare machen den „Atem” der Orgel sichtbar

Außerdem gibt es Überlegungen, die Südwand der Kirche zu durchbrechen und im Außenbereich eine Freiluftorgel nach dem Vorbild der berühmten „Heldenorgel“ der Festung Kufstein zu errichten, verrät Eberle nach dem Podiumsgespräch bei Kaffee und Kuchen auf dem sonnigen Kirchplatz.

Orgel in St. Martin, Kassel

Orgel in St. Martin, Kassel © Stefan Korte/Galerie Neu, Berlin

Gar kein sonniges Gesicht macht Yngve Holen, der 1982 in Braunschweig geborene norwegisch-deutsche Künstler, der gemeinsam mit dem Architekten Ivar Heggheim für die Gestaltung des Instruments verantwortlich zeichnet. Seine Idee war es, vor den Pfeifenlabien über die gesamte Orgelbreite einen Vorhang aus langem Kunsthaar anzubringen. 71 programmgesteuerte Ventilatoren sollen daür sorgen, dass die dunkle ähne sich bewegt, um – abgestimmt auf das Spiel des Organisten – die Luftstöme, den Atem des Instruments sichtbar zu machen. Nur leider vergaß man bei der ersten Vorührung am fühen Nachmittag, die Ventilatoren einzuschalten.

Für das abendliche Eröffnungskonzert des achtwöchigen Orgelfestivals hat KMD Eckhard Manz ein klug austariertes Programm zusammengestellt. Es reicht von Bach, Liszt und Franck über Ligetis „Volumina” und Messiaens „Apparition de l’église éternelle” bis hin zu Uraufführungen von Christian Wolff und Sergeji Newski. Der Klangeindruck ist überwältigend. Neben der beeindruckenden Bandbreite an Registern, dem Spiel mit Obertönen, die zuweilen wie Schwärme silberner Glöckchen durch den Raum schwirren und den Vierteltonläufen, die den Eindruck eines nahtlosen Glissandos erwecken, überzeugt das Instrument vor allem durch sein ausgewogenes, unaufdringliches und sehr transparentes Klangbild. Besonders in J.S. Bachs „Passacaglia“ staunt man über die transparente Auffächerung der einzelnen Stimmen, die in dem auf Wandbreite gestreckten Prospekt quasi wie in einem Orchester räumlich angeordnet sind

„Die Orgel hat viel Poesie und unendlich viele Farben. Wir wollen mit ihr nicht auftrumpfen, sondern verzaubern“, sagt Manz. Das gelingt schon an diesem ersten Abend. Und auch die Haare spielten diesmal mit.

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Disposition der Orgel als PDF-Datei

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Ein erster Klangeindruck der neuen Orgel:

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Die Festival-Daten im Überblick:

Orgelfestival St. Martin

Zeitraum: 4.6. – 27.8.2017

Mitwirkende: Felix Ponizy, Hans Christian Martin, Franz Gerhardt, Eckard Manz, Daniel Glaus u. a. Ort: Kassel


In eigener Sache:

Im Blog: Volkers Klassikseiten J.S. Bach habe ich vor Jahren eine Artikelserie verfasst mit dem

Titel: 

Auf den Orgelspuren von J.S. Bach, seine Wirkungsstätten und Orgelabnahmen!

Einen inhaltsreichen Artikel habe ich über die St. Martinskirche in Kassel verfasst.

Ein Textauszug:

Am 21. September 1732 reiste J.S. Bach mit Anna Magdalena nach Kassel. Nach der Orgelprüfung erfolgte am 28. September 1732 durch J.S. Bach das Einweihungskonzert in der St. Martins-Kirche.

Es erklang höchst-wahrscheinlich J.S. Bachs „Dorische Toccata und Fuge in d-moll“, BWV 538, ein ungemein virtuoses Stück aus seiner Weimarer Zeit.

                                    Foto: Bach-Inschrift an der St. Martinskirche Kassel

Der zwölfjährige Erbprinz Friedrich von Hessen-Cassel schenkte Bach aus Begeisterung einen edelsteingeschmückten Ring, da er die Kunst der Füße Bachs bewunderte, die so beflügelt über die Pedale eilten, dass die wuchtigsten Klänge wie Blitz und Donner in den Ohren der Hörer widerhallten…….


Herzliche Grüße

Volker

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 957 „Orgelfuge Fuge in G-Dur“ – „Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt“


ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 957 „Orgelfuge Fuge in G-Dur“ – „Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt“

Ein Geheimnis wird gelöst!

Nach 250 Jahren zeigt eine kurze Fuge für Cembalo ihre wahren Farben.

            Orgel-Partitur: BWV 957 Fuge in G-Dur / „Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt“

Das ist nicht die einzige Arbeit von Bach ohne einen klaren Kontext. Es gibt Dutzende von ihnen, sicherlich im Orgelrepertoire. Jedoch, wenige Stücke unterzog sich einer so dramatischen Torsion wie diese. Ohne handschriftliche Quelle von Bach, „Machs mit mir Gott, nach deiner Güte“ wurde für viele Jahre als Fuge betrachtet. Es war sogar unentschieden, ob es eine Fuge für Cembalo oder Orgel war. Das ist bis zur Entdeckung in New York, 1985, der Neumeister-Sammlung, die eine extra lange Version von BWV 957 unter allen möglichen anderen bisher unbekannten Werken von Bach (und anderen Komponisten) enthielt.

Noch spannender ist, dass in dieser Quelle die Fuge nahtlos durch eine Einstellung des Chorals „Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt“ verfolgt wird. Die Experten versprachen es bald, sie zu verwirren und was wissen Sie – die Choralmelodie ist während der ganzen Arbeit präsent, obwohl sie im dekorativen Fugenthema gut verborgen ist. Obwohl die Augen in diesem Fall nützlicher sind als die Ohren, hören Sie genau auf jeden „schweren“ Beat der Bar. Das ist wirklich ein Choral. Es ist ein einzigartiges Stück – oder hat Bach mit dieser Technik mehr Fugen geschrieben?

In den Worten der von Bach arrangierten Hymne dachte Johann Schein (einer von Bachs Vorgängern in Leipzig) an das Ende des Lebens. Für uns scheint dies ein melancholisches Thema zu sein, aber für die barocken Gemeinden war der Tod eine Tür zum Himmel, die Sie mit Gott an Ihrer Seite zuversichtlich öffnen konnten. Fröhliche Musik war also sehr geeignet, sicherlich für eine Schlußlinie wie ‚Herr, in deine Händ‘, ist alles gut, wenn gut das Ende ‚.

                                                                   Organist Bart Jacobs

BWV
957

Titel
Fuge in G-Dur / „Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt“

Genre
Orgelarbeit (Chorale Arrangement)

Jahr
Vor 1720

Veröffentlichungsdatum
4. August 2017


Aufnahmedatum
22. September 2016


Ort
St-Bavokerk, Haarlem


Organist
Bart Jacobs


Organ
Müllerorgel


Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 957“

Grüße Karin

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