Schlagwort-Archive: Cembalo Siebe Henstra

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 228 – Motette: „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 228 – Motette: „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“

DAS KANN ICH BESSER
Prüft Bach hier seinen Schwiegervater?

                                                 Grote Kerk Naarden in Holland

Es wäre natürlich schön, wenn wir bestätigen könnten, dass Johann Sebastian Bach diese Motette BWV 228 – 1726 für das Begräbnis der Frau von Stadthauptmann Winckler komponiert hat. Dann könnte dieses Werk für den Doppelchor zu den anderen Motetten hinzugefügt werden, die Bach in Leipzig komponierte, oft im Auftrag von Privatpersonen. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass Fürchte dich nicht viel früher geschrieben wurde. Es erinnert stark an eine andere Motette von Bach, Ich lasse dich nicht, BWV Anh159, die von 1712-13 datiert.

Darüber hinaus weist die Struktur von Fürchte dich nicht starke Ähnlichkeiten mit einer Motette von Johann Michael Bach auf, dem Vater von Bachs erster Frau und dem führenden Motetten-Spezialisten seiner Zeit. Seine Weihnachtsmotette für Doppelchor mit dem Titel Fürchtet euch nicht, ist in zwei Teile gegliedert, genau wie Bachs „Fürchte dich nicht.“ Jeder Teil beginnt mit einem Doppelchor und einem Text aus der Bibel. Auf halbem Weg durch beide Motetten kommen die Chöre zusammen, worauf die Sopranistin zu einem ganz anderen Text wechselt, der auf einer fugenartigen Basis schwingt, die über die drei Unterstimmen verteilt ist und die biblischen Worte fortsetzt.

                                                                          Grote Kerk Naarden in Holland

Der große Unterschied ist, dass Johann Michael Bach in seiner ruhigen Motette (die Worte an die Hirten aus dem Lukas-Evangelium sind: „Fürchte nicht, denn ich bringe große Freude!“) Die jubelnde Weihnachtsbotschaft mit dem ebenso heiteren lutherischen Choral verbindet „Gelobet seis du, Jesus Christus“. Johann Sebastian dagegen entscheidet sich für eine viel größere Komplexität in seiner Fürchte dich nicht. Im biblischen Text, der Jesaja entnommen ist, betont er die Zweifel und Ängste des Gläubigen. Demgegenüber stehen die tröstlichen Worte des von der Sopransängerin gesungenen Paul-Gerhardt-Chors „Warum soll ich mich denn grämen“ noch deutlicher hervor.

Ende 1707 heiratete Bach Johann Michael Bachs Tochter Maria Barbara . In dieser Zeit war er immer noch stark von dem geleitet, was seine Vorgänger geschrieben hatten – am liebsten mit einem kompositorischen Meisterwerk. Natürlich können wir es nicht genau wissen, aber es wäre genauso wie der junge Bach, eine so wunderbare Motette als etwas zweifelhafte Hommage an seinen neuen Schwiegervater zu schreiben.

Motetten, BWV 225-231, 118 und Anh159

Kantaten waren Bachs tägliches Brot und regelmäßiger Teil seiner wöchentlichen Aufgaben als Thomaskantor. Seine Motetten waren ein ganz anderer Fall. Außer der Kantate wurde in Leipzig kaum neue Musik gespielt (Musik wurde stattdessen aus der Motettensammlung Florilegium Portense ausgewählt). Dies gab Bach Spielraum für das Schreiben von Auftragsarbeiten für private Anlässe, oft Beerdigungen. Leider sind wahrscheinlich Dutzende dieser Werke verloren gegangen. Die Stücke, die überlebten, sind seit ihrer Komposition im Repertoire geblieben, im Gegensatz zu Bachs anderen Vokalwerken.

Die überlebenden authentischen Motetten – neun Werke, obwohl die Forschung weitergeht – bauen auf einem Genre mit einem eindrucksvollen Stammbaum auf. Vor dem Hintergrund der strengen Polyphonie der Renaissance entlehnte die Generation von Schütz (1585-1672) Elemente aus den opulenten, vielschichtigen Werken Giovanni Gabrielis und verlieh ihnen eine mitteldeutsche, lutherische Note. Auch bei Bachs Inhalt standen Choräle und biblische Passagen im Vordergrund, wobei der weltliche Madrigalismus (oder vereinfacht ausgedrückt: die Darstellung der Worte) nur dazu diente, den Ausdruck des religiösen Genres zu verstärken.

BWV 228

TITEL
„Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“

GENRE
Motette

JAHR
ca. 1707? / 1726

STADT
Mühlhausen / Weimar / Leipzig

Lyrikerin
„Verse 1 und 2 aus Jesaja 41:10 und 43: 1; Verse 3 und 4 aus Paul Gerhardts Choral“ Warum soll ich mich denn grämen „(1653)

GELEGENHEIT
unbekannte

ERSTER AUFTRITT
unbekannte

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
2. Dezember 2016

AUFNAHMEDATUM
14. Mai 2016

STANDORT
Grote Kerk, Naarden in Holland

Dirigent

Stephan MacLeod

SOPRAN
Orlanda Velez Isidro, Klaartje van Veldhoven, Griet de Geyter, Aleksandra Lewandowska, Marjon Strijk, Hilde van Ruymbeke, Stephanie Pfeffer, Marta Paklar

ALT
Barnabás Hegyi, Gemma Jansen, Elena Pozhidaeva, Bernadett Nagy, Marine Fribourg, Victoria Cassano McDonald

TENOR
Adriaan de Koster, Wolfgang Frisch, Guy Schneiden, Diederik Rooker, Immo Schröder, Ronald Threels

BASS
Matthew Baker, Sebastian Myrus, Pierre-Guy Le Gall Weiß, Martijn de Graaf Bierbräuwer, Michiel Meijer, Jelle Draijer

VIOLINE 
Shunske Sato  Sayuri Yamagata

VIOLA
Staas Swierstra

CELLO
Lucia Swarts, 

VIOLONE
Robert Franenberg

OBOE 
Martin Stadler

OBOE 
Peter Frankenberg

FAGOTT
Benny Aghassi

Organ
Pieter-Jan Belder

Cembalo
Siebe Henstra


Video:  Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

Video:  To start in the photo or click this text !

——————————–

Ich wünsche allen Besuchern viel Freude mit der Motette !

Herzliche Grüße

Karin

—————————————–

Werbeanzeigen

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1067 „Suite Nr. 2 h-Moll“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1067 „Suite Nr. 2 h-Moll

Reise durch die Zeit

Ein köstlicher Querschnitt des europäischen Barock für einen virtuosen Flötisten.

                                                       Instrumental-Ensemble ALL OF BACH

Von den pompösen Auftaktbars bis zum frivolen Finale, Bachs Suite Nr. 2 ist ein köstliches Stück Musik. Und das gilt wörtlich für den Flötisten, der seinen Wert ohne jede Atempause beweisen muss. Die Reihe der höfischen Tänze – Rondeau, Sarabande, Bourrée, Polonaise und Menuett – wird von einer Ouvertüre aus typisch langsamen gepunkteten Figuren begleitet und ist durchdrungen von französischem Esprit. Der brilliante Flötenpart markiert das Stück jedoch nicht weniger als ein extravagantes italienisches Solokonzert, unter dem Bach ein solides deutsches Fundament aufgebaut hat. Die Arbeit ist auch eine Reise durch die Zeit, die im Lully-Stil des 17. Jahrhunderts beginnt und mit dem extrem galanten Schlussabschnitt endet.

Es ist fraglich, ob Johann Sebastian Bach diese „Badinerie“ eigentlich dazu bestimmt hatte, sich über die vorangegangene Musik lustig zu machen. Aber eins ist sicher – der Flötist (höchstwahrscheinlich der französische Virtuose Pierre-Gabriel Buffardin) muss sich prächtig amüsiert haben. Immerhin hatte der berühmte Flötist Johann Joachim Quantz, der kurzzeitig ein Schüler von Buffardin war, ziemlich böswillig gesagt, dass sein Meister nur schnelle Stücke spielte, so wie er darin glänzte.

Orchestersuiten, BWV 1066-1069

Obwohl es verlockend ist, von den vier Orchestersuiten zu sprechen, könnte es gut sein, dass Bach ein oder zwei oder sogar zehn davon schrieb. Denn im Gegensatz zu den Brandenburgischen Konzerten sind diese vier Orchestersuiten nicht miteinander verwandt. Spezialisten wie Joshua Rifkin betrachten sie sogar als Arrangements für Stücke aus anderen Genres. Bach schrieb einfach vorzeigbare festliche Musik für die wohlhabenden Höfe von Weimar und Köthen; gelegentliche Musik, die später im Repertoire des Collegium Musicum eine neue Heimat fand.

                                                                          TRAVERSO: Marderwurzel

Bachs Suiten (Reihe stilisierter Tänze) strahlen den Stil und die Atmosphäre der Tanzmusik aus, die Lully am Hof ​​Ludwigs des Vierzehnten komponiert hat. Heutzutage nennen wir das eine Suite, aber zu dieser Zeit war es als Ouvertüre oder Eröffnungsstück bekannt. Als eine Hommage an den König begann eine solche Abfolge von Tänzen mit einer stattlichen Eröffnung, die einen bemerkenswert stakkatoiden Rhythmus hatte – zu dem der König Zugang hatte -, gefolgt von einem etwas schnelleren, fugierten Mittelteil.

Eine interessante Hypothese über den relativen Mangel an Suiten von Bach ist, dass er das Genre nicht ausreichend beherrschen konnte. Das Modell kam direkt aus dem Pariser Lully und würde keine Konkurrenz dulden. Besonders die pompöse Ouvertüre – mit langsam-schnell-langsam, fugalem Mittelteil und „französischen“ Rhythmen – ist typisch … und vielleicht zu restriktiv für unseren jungen deutschen Kapellmeister.

Video:  Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

Video:  To start in the photo or click this text!

——————————–

BWV
1067

TITEL
Ouvertüre in h-Moll

BEINAME
Orchestersuite Nr. 2

GENRE
Orchesterwerk (Suite)

JAHR
1738-39

STADT
Leipzig

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
27. November 2015

AUFNAHMEDATUM
30. November 2014

STANDORT
TivoliVredenburg, Utrecht

TRAVERSO
Marderwurzel

VIOLINE 1
Shunske Sato (Leitung), Annabelle Ferdinand, Lucia Giraudo

VIOLINE 2
Anneke van Haaften, Paulien Kostense, Hanneke Wierenga

VIOLA
Bernadette Verhagen, Jan Willem Vis, Femke Huizinga

CELLO
Lucia Swarts, Barbara Kernig

KONTRABASS
Joshua Cheatham

CEMBALO
Siebe Henstra


Ich wünsche allen Besuchern ein wunderbares Erlebnis mit der Orchestersuite Nr. 2

Herzliche Grüße

Karin

——————————–

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen“

Bach entfesselt das Theater in der Kirche.

                                                      Wallonische Kirche, Amsterdam 

Bei seiner Ernennung zum Kantor an der Thomasschule im Jahre 1723 wurde Johann Sebastian Bach gesagt, dass seine Kirchenmusik nicht zu opernhaft sein dürfe. Könnten sich die Herren des Leipziger Rates am vorletzten Tag im Januar 1724 auf diesen Zustand besinnen? Die Kantate an diesem vierten Sonntag nach dem Dreikönigstag war Jesus schläft, war soll ich hoffen. Die Worte nehmen Matthäus 8: 23-27 zum Thema und erzählen von den Jüngern am See, die Angst vor dem Sturm haben, während Jesus friedlich schläft. Sie wecken ihn und er beruhigt die Wellen. Bach und sein Lyriker haben eine expressive Szene mit einer Opernqualität geschaffen. „Bach ist hier extrem theatralisch“, sagt der Bass: Stephan MacLeod.

                                                                   Robin Blaze (Counter)

Es gibt keinen Anfangschor, also kommt das Alto direkt auf die Frage: „Jesus schläft, worauf kann ich hoffen?“ In dieser ersten Arie ergänzt Bach das Streicherensemble mit zwei Altblockflöten, die kaum eine eigenständige Rolle spielen. Ihre Hauptfunktion besteht darin, die Violinstimmen eine Oktave höher zu verdoppeln. Es ist hier eindeutig eine Frage des Timbres. Im Barock wird die Blockflöte oft verwendet, um Schlaf oder Tod vorzuschlagen, und beides ist in diesem Fall der Fall! Dies ist nicht nur ein Wiegenlied, sondern auch eine Klage wegen des angeblichen Mangels an Hilfe angesichts des Todes.

Der Sturm bricht in der zweiten Arie aus, wo der Tenor von einem Strom schneller Noten aus den Streichern begleitet wird. Inmitten der Gewalt gibt es drei kurze Ruhepausen (Adagio): eine vorbildliche Darstellung von Christen mit Glauben an Gott. Aber die Stürme des Lebens hängen ebenso oft wieder in ihren Köpfen, um diesen Glauben zu unterminieren.

                                                                         Leo van Doeselaar (Orgel)

Die Worte, die der erweckte Jesus spricht, werden dem Bass gegeben, der ein kurzes Arioso mit der entscheidenden Frage singt: „Du kleinen Glaubens, warum hast du solche Angst?“ Dieses Arioso ist der vierte Satz der Sieben in der Kantate und bildet so sein wörtliches Herz. In der folgenden Arie beruhigt Jesus den Sturm und den See mit dem Befehl, sich zu beruhigen. Stephan MacLeod hört dieses Kommando hauptsächlich in den Teilen der beiden Oboen d’amore. Die Lektion folgt im folgenden Rezitativ und dem abschließenden Choral: „Glaube immer an Jesus.“ Der abschließende Choral ist die zweite Strophe des Choral: „Jesu, meine Freude“, den wir auch in Motettenform von Bach kennen.

BWV 81

TITEL
Jesus schläft, war soll ich hoffen“

GENRE
Kantate

JAHR
1724

STADT
Leipzig

Lyrikerin
unbekannt, Psalm 10: 1 und Matthäus 8:26, Choral von Johann Franck (1653)

GELEGENHEIT
vierter Sonntag nach dem Dreikönigsfest

ERSTER AUFTRITT
30. Januar 1724

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
27. Oktober 2017

AUFNAHMEDATUM
21. Januar 2017

LAGE
Wallonische Kirche, Amsterdam 

Dirigent und Violine
Shunske Sato

SOPRAN
Marjon Strijk

ALT
Robin Blaze

TENOR
Daniel Johannsen

BASS
Stephan MacLeod

VIOLINE 1

Sayuri Yamagata, Lidewij van der Voort

VIOLINE 2
Annelies van der Vegt, Paulien Kostense, Anneke van Haaften

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

CELLO
Lucia Swarts, Ruth Verona

KONTRABASS
Robert Franenberg

RECORDER
Martin Stadler, Benny Aghassi

OBOE
Martin Stadler, Peter Frankenberg

FAGOTT
Benny Aghassi

ORGAN
Leo van Doeselaar

CEMBALO
Siebe Henstra


Video:  Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

Video:  To start in the photo or click this text!

——————————–

Ich wünsche allen Besuchern ein wunderbares Erlebnis mit der Kantate BWV 81

Herzliche Grüße

Karin

———————————————-

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1049 – „Brandenburgische Konzert Nr.4 G-Dur“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1049 – „Brandenburgische Konzert Nr.4 G-Dur“

VERRÜCKT DIE GRENZEN

Wie Bach die traditionelle Konzertform absichtlich verdunkelt.

                                       Felix Meritis in Amsterdam an der Keizersgracht 324

In diesem Konzert führt Bach uns immer wieder in die Irre. Welche Instrumente sind die echten Solisten? Zu Beginn wird die Hauptrolle den beiden Blockflöten entnommen, doch nach dem einleitenden Refrain scheint die Geige der Solist zu sein. Die beiden Blockflöten übernehmen wieder, werden aber bald von der Geige übertrumpft, die die Show in einem Wirbelwind schwindelerregender Töne stiehlt. Und so geht es weiter. Die Rollen sind immer mehrdeutig, besonders als die Recorder betroffen sind.

Im feierlichen zweiten Satz sind sie eindeutig die Solisten, aber im dritten Satz werden von beiden regelmäßig die gleichen Noten gespielt. Absichtlich verdeckt Bach den meist klaren Kontrast zwischen Solisten und Ensemble. Der erste Satz als Fuge, eine Form, in der alle Teile per Definition gleich sind. Aber gerade wenn wir denken, dass es sich in eine echte Fuge verwandelt, hören wir nur eine andere Geige. Bach setzt dann fort, den traditionellen Wechsel zwischen allen Refrains und Solopassagen mit fugenähnlichen Imitationen zu durchkreuzen. Ein Konzert in einer subversiven und grenzverschwindenden Weise.

Brandenburgische Konzerte, BWV 1046-1051

                                                  Instrumental-Ensemble All of Bach

Im März 1721 sandte Bach ein Manuskript von Köthen nach Berlin mit dem Titel „Sechs Konzerte mit mehreren Instrumenten“, gewidmet Christian Ludwig (1677-1734), Markgraf von Brandenburg-Schwedt. Im Vorwort erklärte Bach, er habe für den Markgrafen gespielt und versprochen, ihm einige seiner Kompositionen zu schicken. Als er im März 1719 nach Berlin gereist war, hatte Bach den Hof in Köthen besucht. Die Musik, die er gehört hat, ist ein paar Jahre später (Bachelor of Music) war ein großartiges Stück Musik aus dem wichtigsten großangelegten instrumentalen Genre seiner Zeit: das Konzert.

Ein Konzert beinhaltet fast immer ein Soloinstrument (oder eine Kombination von Soloinstrumenten) und ein Ensemble. Die Schlüsselidee ist der Wechsel zwischen einem oder mehreren Solisten und dem gesamten Ensemble in einer Art heiteren Wettkampf. In den sechs Brandenburgischen Konzerten erkundet Bach jede Facette dieses Genres, sowohl in Bezug auf die Instrumentierung als auch auf die Art und Weise, wie er mit der Form umgeht. Alle traditionell verwendeten Streich- und Blasinstrumente und das Cembalo erscheinen als Solisten, die musikalischen Formen reichen von höfischen Tänzen bis zu Nahfugen, und die Beziehung zwischen den Soli und allen Instrumenten verändert sich ständig. Zusammen bilden die sechs Konzerte somit ein virtuoses Musterbeispiel des Barockkonzertes.

BWV 1049

TITEL
Konzert in G-Dur

Epitheton
„Brandenburg“ Konzert Nr. 4

GENRE
Orchesterwerk (Konzert)

SERIE
Brandenburgische Konzerte

YEAR
1719-1720

CITY
Köthen

OCCASION
1721 dem Markgraf Christian Ludwig von Brandenburg gewidmet

Besondere Hinweise
Zwischen 1735 und 1746 arrangierte Bach dieses Brandenburger Konzert Nr. 4 als Cembalokonzert (BWV 1057).

Veröffentlichungsdatum
2. Oktober 2015

AUFNAHME DATUM
19. Mai 2015

LAGE
Felix Meritis, Amsterdam

VIOLIN UND LEITUNG
Shunske Sato

RECORDER
Heiko ter Schegget, Benny Aghassi

VIOLINE 1
Lucia Giraudo

VIOLINE 2
Pieter Affourtit

VIOLA
Anneke van Haaften

CELLO
Lucia Swarts

Doppelter Baß
James Munro

CEMBALO
Siebe Henstra


Video:  Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

Video:  To start in the photo or click this text!

——————————–

Ich wünsche allen Besuchern ein wunderbares Erlebnis mit dem BWV 1049

Herzliche Grüße

Karin

———————————————-

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate BWV 86 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch!“

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate BWV 86 „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch!“

WAGEN ZU LEBEN!

Bachs Geige pflückt Rosen und erträgt die Dornen.

                                                       Wallonische Kirche, Amsterdam 

Johann Sebastian Bach komponierte 1724 die Kantate „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch“ für den Sonntag Rogate (Gebetssonntag, der fünfte Sonntag nach Ostern), der am 14. Mai dieses Jahres fiel. Das Evangelium ist Johannes 16: 23-30. Im ersten Satz spricht Jesus im Arioso-Stil durch die Stimme des Solobasses und sagt Worte aus seinem Abschiedsspruch: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, was auch immer ihr den Vater in meinem Namen fragen werdet, er wird es euch geben.“ . Die Gesangslinien und die begleitenden Instrumentalstimmen sind in Polyphonie als fugale Stimmen einer Motette geschrieben. In dieser „Consort-Musik“ scheint das 17. Jahrhundert kurz wieder zurückgekehrt zu sein.

Dann folgt eine Arie für Alt, Solovioline und Basso continuo. Die Violine streut virtuose Figurationen so extrem, dass sie direkt mit dem Text in Verbindung gebracht werden muss: das Pflücken von Rosen und das Stechen der Dornen. Es ist jedoch nicht klar, was Bach damit meinte. „Für mich ist es eher das Vertrauen, Rosen zu pflücken“, sagt der Countertenor Robin Blaze. Ich mache es trotz der Dornen. Ich nehme das Leben so wie es ist „. Die Violinkonstellationen bestehen aus harmonischen gebrochenen Akkorden, die Bach in Kurzschrift als lange Noten übereinander mit jeweils eigenem Stamm notierte. „Sie brechen sie buchstäblich“, erklärt Geiger und Anführer Shunske Sato. „Und wenn du es aufschreibst, sieht es wirklich dornig aus.“ Es ist also ein Beispiel für Augenmusik; Musik, deren Bedeutung durch ihre visuelle Erscheinung verraten wird.

                                                                   Ensemble ALL OF BACH

Im dritten Satz singt die Sopranistin eine Choralstrophe, während zwei Oboen d’amore und der Basso continuo aus einer Triosonate einen schnellen Satz zu spielen scheinen. Durch ein kurzes Rezitativ geht es in sorgloser Feier des Glaubens an Gott in eine lebhafte Arie für Tenor. Der vierteilige Choral bekräftigt, dass, obwohl der allmächtige Gott keine Garantie dafür gibt, wann er weiß, was das Beste für uns ist.

BWV 86

TITEL
Wahrlich, wahrlich, ich sage Euch

GENRE
Kantate

JAHR
1724

STADT
Leipzig

Lyrikerin
unbekannt, Johannes 16:23, Choräle von Georg Grünwald (1530) und Paul Speratus (1523)

GELEGENHEIT
Sonntag Rogate  (5. Sonntag nach Ostern, d. H. Der letzte vor dem Himmelfahrtstag, auch Gebetsonntag genannt)

ERSTER AUFTRITT
14. Mai 1724

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
7. September 2018

AUFNAHMEDATUM
21. Januar 2017

LAGE
Wallonische Kirche, Amsterdam

Conductor und 1. Violine Shunske Sato

SOPRAN
Marjon Strijk

ALT
Robin Blaze

TENOR
Daniel Johannsen

BASS
Stephan MacLeod

VIOLINE 1
Sayuri Yamagata, Lidewij van der Voort

VIOLINE 2
Annelies van der Vegt, Paulien Kostense, Anneke van Haaften

VIOLA
Staas Swierstra, Jan Willem Vis

CELLO
Lucia Swarts, Ruth Verona

KONTRABASS
Robert Franenberg

OBOE
Martin Stadler,, Peter Frankenberg

FAGOTT
Benny Aghassi

ORGAN
Leo van Doeselaar

CEMBALO
Siebe Henstra

——————————————————

Video:  Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

Video:  To start in the photo or click this text!

——————————–

Ich wünsche allen Besuchern ein wunderbares Erlebnis mit der Kantate BWV 86

Herzliche Grüße

Karin

———————————————-