Archiv der Kategorie: J.S.Bach-Instrumentalwerke

Nach siebenjähriger Restaurierung ist der Spiegelsaal im Köthener Schloss wieder eröffnet worden!

Nach siebenjähriger Restaurierung ist der Spiegelsaal im Köthener Schloss am 19.09.2018 wiedereröffnet worden!

                     Der Spiegelsaal nach der Renovierung im Schloss Köthen (Sachsen-Anhalt)

Nach siebenjähriger Restaurierung ist der Spiegelsaal im Köthener Schloss wieder für alle geöffnet. Der einstige Thronsaal beeindruckt nicht nur wegen seiner Ausstattung. Auch die Akustik im Saal ist einzigartig.

Siebenjährige Puzzlearbeit

Vom heutigen Prunk war in dem Raum in den vergangenen Jahren wenig zu sehen. Sieben Jahre lang wurde der Spiegelsaal restauriert. Für Besucher war er daher seit 2011 gesperrt. Stattdessen bestimmten die Restauratoren das Bild. Bei der Generalsanierung wurde der ursprüngliche Parkettboden wieder eingezogen, die Wände sind mit farbigem Marmor gestaltet worden.

Mit dem Brandenburgisches Konzert Nr.5 D-Dur, BWV 1050 von J.S. Bach wurde nach der Renovierung am 19.9.2018 der Spiegelsaal im Schloss Köthen wieder eröffnet!

Im Video: Die Ouverture (1. Satz) der Orchestersuite Nr. 2 mit Soloflöte h-moll BWV 1067

Besonders aufwändig war die Sanierung der Stuckdecke. Sie besteht aus 1.050 kleinen Stuckkassetten, die jeweils noch einmal aus 72 Einzelteilen bestehen. Sechs Farbschichten mussten die Restauratoren von jedem einzelnen Element entfernen, bevor die ursprünglichen Farben weiß, grün und ocker wieder zum Vorschein kamen. Die Anbringung der Spiegel war ebenfalls eine Puzzlearbeit. Denn alle Originalspiegel sind Unikate und mussten wieder an die richtige Stelle. Auch die Kronleuchter wurden restauriert, die Messingteile gereinigt und die Leuchter mit moderner LED-Technik neu bestückt.

                        Die Aussenrenovierung am Schloss Köthen wird bald abgeschlossen sein!

Die Restauratoren sind stolz darauf, fast ausschließlich Originalmaterial verwendet zu haben. Für die Sanierung wurden rund 1,3 Millionen Euro ausgegeben. Dem Vernehmen nach waren die Kosten geringer als ursprünglich erwartet.

Ein weiteres Projekt ist die Dachsanierung des Schlosses. Dafür stellen Bund und Land insgesamt 1,8 Millionen Euro bereit.

Übrigens: Auch wenn Johann Sebastian Bach eng mit dem Köthener Schloss verknüpft ist, hat er nie den Spiegelsaal kennengelernt. Zwischen 1717 und 1723 war J.S. Bach in Köthen Hofkapellmeister und musizierte sogar in jenem Raum. Die Spiegel wurden aber erst etwa hundert Jahre später angebracht.

Video von der Eröffnung vom Spiegelsaal im Schloss Köthen!

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1049 – „Brandenburgische Konzert Nr.4 G-Dur“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1049 – „Brandenburgische Konzert Nr.4 G-Dur“

VERRÜCKT DIE GRENZEN

Wie Bach die traditionelle Konzertform absichtlich verdunkelt.

                                       Felix Meritis in Amsterdam an der Keizersgracht 324

In diesem Konzert führt Bach uns immer wieder in die Irre. Welche Instrumente sind die echten Solisten? Zu Beginn wird die Hauptrolle den beiden Blockflöten entnommen, doch nach dem einleitenden Refrain scheint die Geige der Solist zu sein. Die beiden Blockflöten übernehmen wieder, werden aber bald von der Geige übertrumpft, die die Show in einem Wirbelwind schwindelerregender Töne stiehlt. Und so geht es weiter. Die Rollen sind immer mehrdeutig, besonders als die Recorder betroffen sind.

Im feierlichen zweiten Satz sind sie eindeutig die Solisten, aber im dritten Satz werden von beiden regelmäßig die gleichen Noten gespielt. Absichtlich verdeckt Bach den meist klaren Kontrast zwischen Solisten und Ensemble. Der erste Satz als Fuge, eine Form, in der alle Teile per Definition gleich sind. Aber gerade wenn wir denken, dass es sich in eine echte Fuge verwandelt, hören wir nur eine andere Geige. Bach setzt dann fort, den traditionellen Wechsel zwischen allen Refrains und Solopassagen mit fugenähnlichen Imitationen zu durchkreuzen. Ein Konzert in einer subversiven und grenzverschwindenden Weise.

Brandenburgische Konzerte, BWV 1046-1051

                                                  Instrumental-Ensemble All of Bach

Im März 1721 sandte Bach ein Manuskript von Köthen nach Berlin mit dem Titel „Sechs Konzerte mit mehreren Instrumenten“, gewidmet Christian Ludwig (1677-1734), Markgraf von Brandenburg-Schwedt. Im Vorwort erklärte Bach, er habe für den Markgrafen gespielt und versprochen, ihm einige seiner Kompositionen zu schicken. Als er im März 1719 nach Berlin gereist war, hatte Bach den Hof in Köthen besucht. Die Musik, die er gehört hat, ist ein paar Jahre später (Bachelor of Music) war ein großartiges Stück Musik aus dem wichtigsten großangelegten instrumentalen Genre seiner Zeit: das Konzert.

Ein Konzert beinhaltet fast immer ein Soloinstrument (oder eine Kombination von Soloinstrumenten) und ein Ensemble. Die Schlüsselidee ist der Wechsel zwischen einem oder mehreren Solisten und dem gesamten Ensemble in einer Art heiteren Wettkampf. In den sechs Brandenburgischen Konzerten erkundet Bach jede Facette dieses Genres, sowohl in Bezug auf die Instrumentierung als auch auf die Art und Weise, wie er mit der Form umgeht. Alle traditionell verwendeten Streich- und Blasinstrumente und das Cembalo erscheinen als Solisten, die musikalischen Formen reichen von höfischen Tänzen bis zu Nahfugen, und die Beziehung zwischen den Soli und allen Instrumenten verändert sich ständig. Zusammen bilden die sechs Konzerte somit ein virtuoses Musterbeispiel des Barockkonzertes.

BWV 1049

TITEL
Konzert in G-Dur

Epitheton
„Brandenburg“ Konzert Nr. 4

GENRE
Orchesterwerk (Konzert)

SERIE
Brandenburgische Konzerte

YEAR
1719-1720

CITY
Köthen

OCCASION
1721 dem Markgraf Christian Ludwig von Brandenburg gewidmet

Besondere Hinweise
Zwischen 1735 und 1746 arrangierte Bach dieses Brandenburger Konzert Nr. 4 als Cembalokonzert (BWV 1057).

Veröffentlichungsdatum
2. Oktober 2015

AUFNAHME DATUM
19. Mai 2015

LAGE
Felix Meritis, Amsterdam

VIOLIN UND LEITUNG
Shunske Sato

RECORDER
Heiko ter Schegget, Benny Aghassi

VIOLINE 1
Lucia Giraudo

VIOLINE 2
Pieter Affourtit

VIOLA
Anneke van Haaften

CELLO
Lucia Swarts

Doppelter Baß
James Munro

CEMBALO
Siebe Henstra


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Ich wünsche allen Besuchern ein wunderbares Erlebnis mit dem BWV 1049

Herzliche Grüße

Karin

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J.S. Bach & Antonio Vivaldi – Concertos for flute & strings

J.S. Bach & Antonio Vivaldi – Concertos for flute & strings!

                              J.S. Bach

Johann Sebastian Bach (Rufname Sebastian, * 21. März jul./ 31. März 1685 greg. in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Kantor sowie Orgel- und Cembalovirtuose des Barock.

In seiner Hauptschaffensperiode war er Thomaskantor zu Leipzig. Er ist der prominenteste Vertreter der Musikerfamilie Bach und gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker überhaupt. Insbesondere von Berufsmusikern wird er oft als der größte Komponist der Musikgeschichte angesehen. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.

Johann Sebastian Bachs Stil machte unter dem Einfluss Vivaldis eine tiefgreifende Weiterentwicklung durch; unter anderem transkribierte Bach mehrere Konzerte für Cembalo und für Orgel.

                            Antonio Vivaldi

Antonio Lucio Vivaldi (* 4. März 1678 in Venedig; † 28. Juli 1741 in Wien) war ein venezianischer Komponist und Violinist des Barocks.

Vivaldi brachte das Solokonzert als eine Hauptform des Hochbarock auf, und er verhalf dreisätzigen Werken zum Durchbruch. In den schnellen Ecksätzen setzte er erstmals systematisch die Ritornell-Form ein, in der das Orchester eine musikalische Passage mehrmals wiederholt und sich abwechselt mit solistischen Abschnitten, die einen freieren, mehr episodischen Charakter haben und modulierende Passagen enthalten. Seine langsamen Mittelsätze sind gekennzeichnet durch Kantilenen des Soloinstruments.

Daneben dokumentieren rund 55 Ripienokonzerte (Konzerte ohne Solisten) und rund 21 Kammerkonzerte (Konzerte für Solisten ohne Orchester) ein intensives Experimentieren mit der Konzertform.

Die Instrumental-Werke:

Antonio Vivaldi: Concerto for strings & continuo in C major, RV 114
J.S. Bach: Italian Concerto, BWV 971
Antonio Vivaldi: Concerto for Strings in G minor, RV 157
Antonio VivaldiJ.S. Bach: Concerto in g minor RV 316 – BWV 975
J.S. Bach: Concerto for two Violins in D minor, BWV 1043
Anonio Vivaldi: Concerto for flautino in C major RV 443

                                          Anna Fusek (flute) and Capella Anna play Bach & Vivaldi

Ausführende:

Anna Fusek: flute

Capella Anna Conducted by Anna Fusek

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                             Video: J.S. Bach & Antonio Vivaldi – Concertos for flute & strings

 

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Nemanja Radulovic (Violine) spielt von Johann Sebastian Bach – Violinwerke für Orchester – BWV 1041 – BWV 1043 und BWV 565 „Toccata und Fuge d-Moll“

Nemanja Radulovic (Violine) spielt von Johann Sebastian Bach – Violinwerke für Orchester BWV 1041 – BWV 1043 und BWV 565 „Toccata und Fuge d-Moll“

                                                     Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Johann Sebastian Bach (* 21. März jul. / 31. März 1685 greg. in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Kantor sowie Orgel- und Cembalovirtuose des Barocks. In seiner Hauptschaffensperiode war er Thomaskantor zu Leipzig. Er ist der prominenteste Vertreter der Musikerfamilie Bach und gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker überhaupt. Insbesondere von Berufsmusikern wird er oft als der größte Komponist der Musikgeschichte angesehen. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.

Das Programm des französisch-serbischen Violinisten Nemanja Radulovic steht ganz im Zeichen von Bach. Mit seiner schwarzen Mähne und Lederstiefeln fällt der temperamentvolle Geiger auf. Doch hinter der wilden Erscheinung verbirgt sich eine wahre Leidenschaft für die großen klassischen Komponisten, wie sein Konzert im Pariser Théâtre des Champs-Élysées“ eindrucksvoll beweist.

Er fühlt sich im virtuosen Repertoire Paganinis ebenso zu Hause wie bei den großen Romantikern Beethoven oder Mendelssohn sowie in der Kammermusik. Auf dem Programm seines Konzertes im November 2016 im Pariser Théâtre des Champs-Elysées steht Johann Sebastian Bach. Radulovic beschäftigt sich schon lange mit dem Werk des Leipziger Thomaskantors. Präzise und scheinbar mühelos wechselt er zwischen vibrierenden Adagios und lebhaften Allegros.

Unter Johann Sebastian Bachs Namen sind zwei Konzerte für Violine, Streicher und Continuo überliefert sowie ein Doppelkonzert für zwei Violinen (ebenfalls mit Streichern und Continuo). Sie tragen die Nummern BWV 1041 und BWV 1043. Möglicherweise schrieb Bach die Konzerte für Johann Georg Pisendel oder Jean-Baptiste Volumier in Dresden – vielleicht auch für sich selbst, denn sein Sohn Carl Philipp Emanuel Bach   bescheinigt ihm im Nekrolog, bis ins hohe Alter die Violine „rein und durchdringend“ gespielt zu haben.

Die Konzerte sind unabhängig voneinander überliefert; ihre genaue Entstehungszeit steht nicht fest. Bach begann etwa 1713, sich mit den Konzerten Antonio Vivaldis auseinanderzusetzen, wobei er zunächst mehrere davon für Cembalo solo oder Orgel bearbeitete. Anschließend oder schon gleichzeitig dürfte er mit der Konzeption eigener Konzerte begonnen haben. Bei Bachs Vorbildern folgen die Ecksätze noch einem etwas starren Aufbau, bei dem die Ritornelle den Satzaufbau gliedern und das Erreichen neuer Tonarten markieren und dazwischenliegende begleitete Solopassagen der Modulation in andere Tonarten dienen. Bach erreichte demgegenüber eine engere Verzahnung und Integration der Formabschnitte durch einen differenzierteren und variierenden Umgang mit den Rollen des Solisten und Orchesters.

In den letzten Jahrzehnten wurden vermehrt Zweifel an Bachs Urheberschaft zum BWV 565 Toccata und Fuge in d-Moll geäußert. Vor allem Peter Williams (Musikwissenschaftler) und später Rolf Dietrich Claus zeigen, dass die stilistischen Eigenarten stark den zweifelsfrei unter Bachs Namen überlieferten Werken widersprechen. So wurde auch vermutet, dass Bach hier ein fremdes Werk abschrieb oder bearbeitete, als dessen möglicher Autor Johann Peter Kellner vorgeschlagen worden ist.[5] Andere Theorien gehen davon aus, dass wir hier eine niedergeschriebene Improvisation Bachs vor uns haben oder dass das Werk eine Orgelbearbeitung einer Violinkomposition Bachs darstellen könnte.[6] Allerdings fehlen Hinweise auf eine Originalversion in dieser Besetzung und grundsätzlich stellt sich die Frage nach der Gattung von Toccata und Fuge für Violine.

Darsteller :

Nemanja Radulovic

Tijana Milosevic

Orchester :

Ensemble Double Sens

Jahr 2016
Herkunft: ARTE

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Ergänzungen von All OF BACH zum BWV 1048 – 3. Brandenburgische Konzert, Veröffentlichung vom 1.9.2017

Ergänzungen von All OF BACH zum BWV 1048 – 3. Brandenburgische Konzert, Veröffentlichung vom 1.9.2017

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JOS VAN VELDHOVENS 10 LIEBLINGSARBEITEN

Diese Woche BWV 1048: Überraschend

Eine Hommage an „unseren“ Jos van Veldhoven: Jeden Freitag eines der 10 Lieblingswerke von Jos van Veldhoven, der nach 35 Jahren als künstlerischer Leiter die Niederländische Bachgesellschaft verlässt.

Jos van Veldhoven über sein lieblings „Brandenburgs“ Concerto nr. 3 in G-Dur, BWV 1048.“ Unter der Leitung von Shunske Sato stehen die Streicher der Niederländischen Bachgesellschaft im Rampenlicht. Im Brandenburgischen Konzert Nr. 3 ist jeder im Orchester eigentlich auch Solist. Bach hat einen Wettbewerb organisiert voller Action, cleverer Erfindungen, Energie und Spielfreude.“ ………

Link zur Original-Veröffenltichung vom 1.9.2017

https://volkersklassikseitenjsbach.com/2017/09/01/all-of-bach-veroeffentlicht-das-bwv-1048-3-brandenburgische-konzert/

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Video:   Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken !

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„Ich wünsche allen viel Freude mit dem 3. Brandenburgischen Konzert!“

Grüße Karin

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