Archiv der Kategorie: Bach-Gedenkstätten-Museen

MDR-Musiksommer 2019 folgt mit acht Konzerten J.S.Bach`s Lebensstationen!


MDR-Musiksommer 2019 folgt mit acht Konzerten J.S.Bach`s Lebensstationen!

In der Reihe „Bachorte“ reist der MDR-Musiksommer vom 19. bis 28. Juli 2019 entlang  J.S.  Bachs Leben und Wirkungsstätten durch Mitteldeutschland.

                                                         MDR-Musiksommer 2019 Bachorte !

Nach dem Auftakt in seiner Geburtsstadt Eisenach geht es über Arnstadt, Mühlhausen, Dornheim, Erfurt, Weimar und Köthen bis an sein Grab in der Leipziger Thomaskirche, wo die Reihe an Bachs Todestag endet. Bei den Konzerten mit Spezialensembles für Alte Musik und internationalen Künstlerinnen und Künstlern stehen Werke von Bach und seinen Familienmitgliedern im Mittelpunkt.

Neben Ragna Schirmer und Martin Stadtfeld sind in den Konzerten u. a. Dorothee Mields, die Academy of St Martin in the Fields, Simone Rubino und Thomaskantor Gotthold Schwarz zu erleben.

Tickets sind erhältlich unter (0341) 94 67 66 99 und unter mdr‑tickets.de sowie bei ausgewählten Vorverkaufsstellen vor Ort.

Weitere Informationen:  mdr-musiksommer.de

Die Konzerte in der MDR-Musiksommer-Reihe „Bachorte“:

Kaum ein anderer Komponist hat in Mitteldeutschland so deutliche Spuren hinterlassen wie Johann Sebastian Bach. Die Konzertreihe folgt dieser Fährte mit acht Konzerten in zehn Tagen und sucht ein weiteres Mal Bachs zentrale Wirkungsstätten auf. In seinem Geburtsort Eisenach nimmt die Spurensuche ihren Ausgang und endet am 269. Todestag in der Leipziger Thomaskirche. Bachs Werke werden dabei zu Dreh- und Angelpunkten der jeweiligen Programme, die Sichtweisen auf seine künstlerische Herkunft, seine Einflüsse auf spätere Komponisten und die Rezeptionsgeschichte bieten.

Einige Konzerte dieser Reihe können Sie auch im Rahmen einer geführten Fahrradtour mit „Bach by Bike“ erleben. Informationen erhalten Sie unter bachbybike.com.

Freitag, 19. Juli, 19.30 Uhr, Eisenach: Georgenkirche – Programm
Best Of Bach

Zum Auftakt der Konzertreihe „Bachorte“ holt der MDR-Musiksommer Michi Gaigg und ihre Originalklangspezialisten vom L’Orfeo Barockorchester nach Eisenach in Bachs Taufkirche. Gemeinsam mit Sopranistin Dorothee Mields widmen sie sich dort ganz dem musikalischen Schaffen Johann Sebastian Bachs. Auf dem Programm steht u. a. das Konzert für Oboe d’amore BWV 1055, die Orchestersuite Nr. 2 h-Moll BWV 1067 und die Kantate „Mein Herze schwimmt im Blut“ BWV 199.
Eintritt: 37/29/19 Euro

Samstag, 20. Juli, 18 Uhr, Arnstadt: Bachkirche – Programm
Clara 200

Schon seit über 30 Jahren beschäftigt sich die Pianistin Ragna Schirmer intensiv mit der in Leipzig geborenen Komponistin und Pianistin Clara Schumann. In Arnstadt, wo Bach einst als Organist tätig war, lässt sie deren Bach-Begeisterung freien Lauf: Clara Schumann setzte sich unter anderem kompositorisch mit ihm auseinander, was heute ebenso wenig bekannt ist wie ihr hochromantisches Klavierkonzert, komponiert im Alter von nur 16 Jahren. Dieses steht anlässlich Claras 200. Geburtstags beim Konzert mit dem Neuen Mendelssohn Kammerorchester neben drei Präludien und Fugen genauso auf dem Programm wie Bachs Konzert für Klavier und Orchester f-Moll BWV 1056.
Eintritt: 37/29 Euro, Führung zubuchbar

Sonntag, 21. Juli, 17 Uhr, Mühlhausen: Divi Blasii – Programm
Musik für die Ewigkeit

Gregor Meyer und sein Alte-Musik-Ensemble 1684 holt der MDR-Musiksommer an Bachs ehemalige Wirkungsstätte in Mühlhausen. Die Sänger und Instrumentalisten zeigen in den Werken Johann Rosenmüllers eine erstaunlich lebendige Choralkunst, der selbst Johann Sebastian Bach Tribut zollte. Auch Musik vom großen Thomaskantor selbst sowie von seinen Amtsvorgängern wie etwa Johann Kuhnau stellt das Ensemble vor.
Eintritt: 29/21 Euro

Mittwoch, 24. Juli, 19.30 Uhr, Dornheim: Bartholomäuskirche – Programm
Hommage an Bach

Mit dem 1. Preis beim Internationalen Bach-Wettbewerb Leipzig startete Pianist Martin Stadtfeld 2002 in seine steile Karriere. Musik seines Lieblingskomponisten Bach bringt er auch mit nach Dornheim: die Englische Suite Nr. 3 in g-Moll BWV 808 sowie die Partita Nr. 1 B-Dur BWV 825. Eine Entdeckungsreise sind Martin Stadtfelds Improvisationen über Bach-Themen und seine Auseinandersetzung mit dem Spätwerk Bachs, woraus die „Hommage an Bach“ entstand – ein 12-teiliges Klavierwerk, das beim Solorezital ebenfalls auf dem Programm steht.
Eintritt: 35/27 Euro

Donnerstag, 25. Juli, 19.30 Uhr, Erfurt: Predigerkirche – Programm
Czech Bach

Mit einem ausdrucksstarken Kantatenprogramm gibt das Prager Collegium Marianum sein MDR-Musiksommer-Debüt. Mit dabei: die tschechische Sopranistin Hana Blažíková, die mit ihrer Natürlichkeit und Vielseitigkeit zu den Stars der Alte-Musik-Szene zählt. Traversflötistin Jana Semerádová leitet das Ensemble in den Werken von Bach, Telemann und Johann-Ernst von Sachsen-Weimar.
Eintritt: 37/29 Euro

Freitag, 26. Juli, 19.30 Uhr, Weimar: Herderkirche – Programm
English Sound

Eines der renommiertesten Kammerorchester, die Londoner Academy of St Martin in the Fields, holt der MDR-Musiksommer nach Thüringen. Auf modernen Instrumenten interpretieren die Musiker Werke vom Barock über die Wiener Klassik bis zum 20. Jahrhundert. Nicht nur Mozart steht dabei auf dem Programm, sondern auch Bach und seine beiden Söhne Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann, die am Konzertort – der Weimarer Herderkirche – getauft wurden.
Eintritt: 39/29 Euro

Samstag, 27. Juli, 17 Uhr, Köthen: Bachsaal – Programm
Immortal Bach

Seit einiger Zeit mischt der ARD-Preisträger Simone Rubino die Schlagzeugszene mit seinen musikalischen Grenzgängen auf. Beim Solorezital in Köthen taucht der Italiener Bachs dritte Suite für Violoncello in eine ganz neue Farbigkeit, indem er zwischen die barocken Tanzsätze zeitgenössische Schlagzeugkompositionen von Cage, Nystedt u. a. setzt. So zaubert er an Marimba, Trommeln und verschiedene Percussioninstrumenten mal aufregende Klanginseln, mal zeitentrückte Ruhepunkte.
Eintritt: 29/21 Euro

                                                            Thomaskantor Gotthold Schwarz

Sonntag, 28. Juli, 20 Uhr, Leipzig: Thomaskirche – Programm
In Memoriam

Das traditionelle Konzert zu Bachs Todestag führt jedes Jahr an die bedeutendste Wirkungsstätte des großen Thomaskantors, die Leipziger Thomaskirche. Bachs Amtsnachfolger Gotthold Schwarz dirigiert dort eine Rarität des Barockmeisters: die Kyrie-Gloria-Messe BWV 236 sowie die musikalisch verwandte Kantate BWV 79. Anlässlich des inzwischen 269. Todestages Bachs unterstützen ihn dabei die Leipziger Cantorey und das Sächsische Barockorchester.
Eintritt: 35/25/14 Euro

Konzert zum 269. Todestag von Johann Sebastian Bach in Kooperation mit dem Bach-Archiv und der Thomaskirche

Das Konzert wird mitgeschnitten und zu einem späteren Zeitpunkt von MDR KULTUR und MDR KLASSIK gesendet.

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DAS BACH-ARCHIV LEIPZIG ÜBERNIMMT VOM THOMANERCHOR LEIPZIG WERTVOLLE SAMMLUNG ALS DAUERLEIHGABE !


DAS BACH-ARCHIV LEIPZIG ÜBERNIMMT VOM THOMANERCHOR LEIPZIG WERTVOLLE SAMMLUNG ALS DAUERLEIHGABE !
Darunter 18 Dokumente auch mit Eintragungen von J. S. Bach

Bach-Archiv 29. April 2019

J.S. Bach-Büsten in der Ausstellung im Bachaus von Eisenach!

In Bachs 334. Geburtsjahr 2019 übernimmt das Bach-Archiv Leipzig Zimelien aus dem Bestand des THOMANERCHOR Leipzig in die konservatorische Obhut und zur wissenschaftlichen Auswertung. Unter den zahlreichen handschriftlichen Dokumenten und frühen Drucken sind auch einige von der Hand der Thomaskantoren von Johann Sebastian Bach bis Karl Straube.

»Wir haben diesen Schatz gehütet wie unseren Augapfel«, sagt Dr. Stefan Altner, Geschäftsführer des THOMANERCHOR Leipzig. »Es handelt sich hier um Dokumente aus sechs Jahrhunderten der THOMANA, die einen kaum zu überschätzenden musik- und kulturgeschichtlichen Wert haben.« Das Bach-Archiv Leipzig bietet die besten Voraussetzungen, um die Dauerleihgabe in klimatisierten Magazinräumen sicher zu bewahren und sie zugleich für die wissenschaftliche Erforschung bereitzustellen. Die Sammlung enthält Objekte, die bis ins Jahr 1471 zurückreichen, darunter Lehrmaterial, Matrikeln seit dem 17. Jahrhundert, Quittungsbücher mit den Unterschriften von Johann Sebastian Bach und anderen Kantoren und Rektoren, Handschriften und Erstdrucke aus der Chorbibliothek sowie historische Aufführungsmaterialien ehemaliger Thomaskantoren.

Prof. Dr. Peter Wollny, Direktor des Bach-Archivs Leipzig: »Die Untersuchung der Frage, wie die Thomaskantoren des 19. und frühen 20. Jahrhunderts mit Bachs musikalischem Erbe umgegangen sind, steht noch ganz am Anfang. Die Handschriften aus dem Archiv des THOMANERCHOR Leipzig bieten Wissenschaftlern ganz neue Möglichkeiten zur Beschäftigung mit der Leipziger Bach-Pflege. Wir danken dem THOMANERCHOR Leipzig, dass er uns diese für die Stadt- und Musikgeschichte so wertvolle Sammlung anvertraut.«

Das Bach-Archiv Leipzig versteht sich als musikalisches Kompetenzzentrum am Hauptwirkungsort Johann Sebastian Bachs. Sein Zweck ist, Leben, Werk und Wirkungsgeschichte des Komponisten und der weit verzweigten Musikerfamilie Bach zu erforschen, sein Erbe zu bewahren und als Bildungsgut zu vermitteln.

www.bacharchivleipzig.de


Language English

THE BACH ARCHIVE LEIPZIG TAKES THE VALUABLE COLLECTION FROM THE THOMANERCHOR LEIPZIG AS PERMANENT!

Bach Archive April 29, 2019

Including 18 documents also with entries by J. S. Bach In Bach’s 334th birth year 2019, the Bach-Archiv Leipzig assumes cimelia from the stock of the THOMANERCHOR Leipzig in the conservatory care and for scientific evaluation. Amongst the numerous handwritten documents and early prints are some of the hands of the Thomaskantoren from Johann Sebastian Bach to Karl Straube. „We treasured this treasure like our eyeball,“ says Dr. Stefan Altner,, Managing Director of THOMANERCHOR Leipzig.

„These are documents from six centuries of the THOMANA that have a value that can hardly be overestimated in terms of music and cultural history.“ The Bach Archive in Leipzig offers the best possible conditions for the safekeeping of permanent warehousing in air-conditioned warehouses and at the same time for the to provide scientific research. The collection contains objects dating back to 1471, including teaching materials, matriculation records from the 17th century, receipt books with the signatures of Johann Sebastian Bach and other cantors and rectors, manuscripts and first editions from the choir library, and historical performance materials by former Thomas cantors.

Prof. Dr. Peter Wollny, , director of the Bach Archive Leipzig: »The study of how the Thomaskantors of the 19th and early 20th centuries dealt with Bach’s musical heritage is still in its infancy. The manuscripts from the archives of the THOMANERCHOR Leipzig offer scientists new opportunities to study Leipzig’s Bach care.

We thank the THOMANERCHOR Leipzig for entrusting us with this collection, which is so valuable for the history of the city and music. „The Bach Archive Leipzig sees itself as a center of musical competence at the main site of Johann Sebastian Bach. Its purpose is to explore the life, work and impact of the composer and the extensive musician family Bach, to preserve his heritage and to convey it as education.

www.bacharchivleipzig.de

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GEBURTSTAGSFEIER FÜR JOHANN SEBASTIAN BACH – Das Programm für den 21. März bis zum 24. März 2019


GEBURTSTAGSFEIER FÜR JOHANN SEBASTIAN BACH – Das Programm für den 21. März bis zum 24. März 2019

Zwei Tage der offenen Tür, Führungen, Kreativangebote und Konzerte am Leipziger Thomaskirchhof

                                                                     Bach-Museum in Leipzig

Am 21. März 2019 feiert Leipzig Johann Sebastian Bachs 334. Geburtstag. Thomaskirche und Bach-Museum Leipzig bieten bis einschließlich 24. März ein umfangreiches Festprogramm mit zwei Tagen der offenen Tür im Bach-Museum, Führungen, Konzerten und vielem mehr. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der von Leipziger Schülerinnen und Schülern musikalisch umrahmte Anschnitt der Geburtstagstorte am 21. März mit Bürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, den Thomaskirche und Bach-Museum traditionsgemäß um 12 Uhr auf dem Thomaskirchhof gemeinsam veranstalten.

Das Bach-Museum Leipzig lädt am 21. März von 10 bis 18 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein: ab 15.00 Uhr bringen Chöre der Anna-Magdalena-Bach-Grundschule im Foyer des Bach-Museums dem Jubilar ein Ständchen, später folgt ein Ständchen des ThomanerNachwuchsChores im historischen Sommersaal (begrenzte Kapazität, kostenfreie Zählkarten ab 15 Uhr erhältlich). Eine Sonderführung durch die Dauerausstellung findet um 13 Uhr statt. Zwei Sondertouren führen zudem 12.30 Uhr und 16 Uhr auf den Turm der Thomaskirche: Lohn des Aufstiegs ist ein faszinierender Ausblick über den Thomaskirchhof und die Leipziger Innenstadt. Die Anmeldung für beide Turmführungen erfolgt im Thomasshop.

Leipziger Schülerinnen und Schüler gestalten ab 11 Uhr ein musikalisches Geburtstagsprogramm für den Komponisten in der Thomaskirche. Die Teilnahme der Schülerinnen und Schüler am Bach-Geburtstag wird im Rahmen des Projekts »Singt Euch Ein!« von MusiklehrerInnen Leipziger Schulen in Zusammenarbeit mit der Thomaskirche und der Sächsischen Bildungsagentur organisiert und von der Neuen Bachgesellschaft e. V. finanziell unterstützt. Um 12 Uhr wird von den Schülerinnen und Schülern am Fuß des Bachdenkmals ein Geburtstagskanon angestimmt. Im Anschluss schneiden die Leipziger Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke, Pfarrerin Britta Taddiken und die Geschäftsführerin des Bach-Archivs Leipzig, Franziska Grimm, die Geburtstagstorte an – eine fantasievolle Kreation und ein Geschenk des Leipziger Konditormeisters René Kandler.

Ein Thomaskonzert unter Leitung von Universitätsmusikdirektor David Timm beschließt den Tag: Ab 19.30 Uhr musizieren Mitglieder des Leipziger Universitätschores und des Pauliner Barockensembles sowie Universitätsorganist Daniel Beilschmidt und die LeipzigBigBand in der Thomaskirche.

Tickets für dieses Konzert sind sowohl im Thomasshop als auch unter www.thomaskirche.org erhältlich.

Eine Orgelvesper mit Organist Haemi Oh aus Halle (Saale) bildet am Freitag, dem 22. März, 18 Uhr, den Auftakt zu weiteren Geburtstags-Überraschungen.

Unter dem Motto »L’Italiano è la lingua della musica!« feiert das Bach-Museum am 23. März 2019 von 10 bis 18 Uhr einen eintrittsfreien Familientag. In Kooperation mit Italiani a Lipsia (IAL) e. V. und der Designschule Leipzig wird ein italienisch-buntes Programm geboten: 11 Uhr musiziert Gianmario Strappati auf der Tuba Bachs Cello-Suite Nr. 2 in d-Moll, ein kleines Buffet mit italienischen Köstlichkeiten umrahmt dieses außergewöhnliche Konzert. Führungen durch die aktuelle Kabinettausstellung »Hof-Compositeur Bach« schließen sich um 12 Uhr sowie um 15 Uhr an. In einer Papier-Fashion-Show mit dem Titel »Esperimenti di moda« präsentieren Schüler der Designschule Leipzig um 16 Uhr barocke Kostüme aus Papier. »Accessori« und ein deutsch/italienisches Memory zur Sprache der Musik können Besucher von 10 bis 18 Uhr in der Museumswerkstatt gestalten.

In der Motette der Thomaskirche erklingt am 23. März 2019 um 15 Uhr, Johann Sebastian Bachs Kantate »Widerstehe doch der Sünde« BWV 54. Es musizieren die Altistin Britta Schwarz, der Organist Nicolas Berndt, die Leipziger Cantorey und das Sächsische Barockorchester unter Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz (Eintrittsprogramm: 2 Euro).

Mit einer Überblicksführung im Bach-Museum, die ab 11 Uhr auch einen Blick in den barocken Sommersaal mit seinem beweglichen Deckengemälde ermöglicht, endet am 24. März 2019 das Festprogramm.

www.bachmuseumleipzig.de / www.thomakirche.org

                                                                           Thomaskirche Leipzig

Programm zum Bach-Geburtstag:

DONNERSTAG, 21. MÄRZ 2019
10.00–18.00 h / Bach-Museum

Tag der offenen Tür zu Bachs 334. Geburtstag
13.00 h: Überblicksführung durch die Dauerausstellung
ab 15.00 h: Ständchen der Chöre der Anna-Magdalena-Bach-Grundschule im Foyer des Bach-Museums, später Ständchen des ThomanerNachwuchsChores im historischen Sommersaal des Bach-Museums (begrenzte Kapazität, Zählkarten ab 15 Uhr erhältlich)
Eintritt frei

11.00 h / Thomaskirche
»Singt Euch Ein!«

Leipziger Schülerinnen und Schüler singen in der Thomaskirche
Nicolas Berndt, Orgel

12.00 h / Thomaskirchhof
Anschnitt der Geburtstags-Torte

Geburtstagsständchen der Leipziger Schülerinnen und Schüler
Grußwort von Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin für Kultur der Stadt Leipzig

12.30 und 16.00 h / Thomaskirchhof
Sonderturmführungen
Anmeldung im Thomasshop erforderlich!

19.30 h / Thomaskirche
Thomaskonzert

»Tobe, Welt, und springe«
Universitätsorganist Daniel Beilschmidt, Mitglieder des Leipziger Universitätschores, Mitglieder des Pauliner Barockensembles, LeipzigBigBand
Leitung: Universitätsmusikdirektor David Timm

Karten zu € 25,00/20,00/15,00, ermäßigt zu € 20,00/15,00/10,00
Schüler, Studenten und Leipzig-Pass-Inhaber € 5,00

FREITAG, 22. MÄRZ 2019
18.00 h / Thomaskirche
Motette
Orgelvesper mit Haemi Oh, Halle (Saale)
Eintrittsprogramm: € 2,00

                         Grabstätte von Johann Sebastian Bach in der Thomaskirche Leipzig

SAMSTAG, 23. MÄRZ 2019
10.00–18.00 h / Bach-Museum
Familientag zu Bachs Geburtstag Tag der offenen Tür

Erleben Sie unter dem Motto »L’Italiano è la lingua della musica!« in Kooperation mit Italiani a Lipsia (IAL) e. V. und der Designschule Leipzig ein italienisch-buntes Programm mit Führungen und Kreativangeboten.

10.00–18.00 h: »Gioca e armeggia con noi«. Spielt mit uns ein deutsch/italienisches Memory zur Sprache der Musik und gestaltet »accessori« aus Papier!

11.00 h: »Buon compleanno, signor Bach! « Cello-Suite Nr. 2 in d-moll, BWV 1008, arrangiert für Tuba, gespielt von Gianmario Strappati.

12.00 & 15.00 h: Führungen durch die Sonderausstellung »Hof-Compositeur Bach«

16.00 h: »Esperimenti di moda«. PapierFashionShow! Schüler der Designschule Leipzig präsentieren barocke Experimente in Papier.
Eintritt frei

15.00 h / Thomaskirche
Motette

Johann Sebastian Bach: Kantate »Widerstehe doch der Sünde« BWV 54.

Organist Nicolas Berndt; Britta Schwarz, Alt; Leipziger Cantorey
Sächsische Barockorchester
Leitung: Thomaskantor Gotthold Schwarz
Eintrittsprogramm: € 2,00

SONNTAG, 24. MÄRZ 2019
11.00 h / Bach-Museum

Überblicksführung mit Besichtigung des Sommersaales!
Eintritt: € 8,00 / ermäßigt: € 6,00 /
Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre: frei

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J.S. Bach´s Bruder – „Johann Jacob Bach“(1682-1722) erobert Leipzig!


J.S. Bachs Bruder – „Johann Jacob Bach“ (1682-1722) erobert Leipzig!

Eine musikalische Europareise durch die Zeit des Barocks im Leipziger Bach-Archiv

Schon vor über 300 Jahren hat Johann Sebastian Bach sich einen Namen als Virtuose und Komponist gemacht und zählt bis heute zu den bedeutendsten Musikern. Sein Leben wird erforscht, seine Werke weltweit verbreitet und verehrt. Über seinen Bruder Johann Jacob Bach (1682-1722) dagegen ist nahezu nichts bekannt.

Diesen Umstand hat der Literaturredakteur und Autor Olaf Schmidt genutzt, um einen historischen Roman über den Bruder des berühmten Musikers zu schreiben. »Das Reizvolle, jedenfalls für mich, daran war, eine Figur zu haben, die unmittelbar mit dem berühmten Johann Sebastian Bach zu tun hat, die auch Musiker gelernt hat, deren Geschichte aber so ganz anders ist als das, was wir über Johann Sebastian Bach wissen, der nie über seinen engen Wirkungskreis in Mitteldeutschland hinausgekommen ist. Der Bruder ist in Istanbul gewesen, in der Ukraine, Schweden und sonstwo«, sagt Olaf Schmidt.
In seinem Roman »Der Oboist des Königs« begleitet Johann Jacob Bach, als Oboist der Hofkapelle, den schwedischen König Karl XII. auf dessen Feldzügen durch Nord- und Osteuropa.

© Verlag Galiani Berlin

Der Autor erzählt weiterhin: »Man hat diese dürren, kleinen, biografischen Anhaltspunkte und muss das dann füllen. Das bedeutet, dass man recherchieren muss, über die Bachzeit und die musikalische Kultur, die in der Zeit in Deutschland und Europa herrschte. Das ist immer so eine Balance zwischen historisch korrekt und der fiktionalen Auffüllung. Da muss man sich, finde ich jedenfalls, schon bemühen, die historischen Begebenheiten möglichst authentisch wiederzugeben.«
Welcher Ort könnte für die Veröffentlichung dieses Werkes passender sein als das Leipziger Bach-Museum?

Die Bach-Statue am Thomaskirchhof mit Blick auf das Bosehaus. © Victoria Roth

Folgt man dem Blick der übergroßen Bronzestatue von Bach selbst, die sich stolz auf einem Sockel vor der Thomaskirche präsentiert, wandert das Auge über das Stationsschild Nr. 18 der Leipziger Notenspur mit der Aufschrift »Bosehaus« und »Bachmuseum«. Folgt man dem Pfeil auf dem Schild erkennt man auf der gegenüberliegenden Straßenseite auch das von außen etwas unscheinbar wirkende Bach-Archiv. Doch der erste Eindruck täuscht. Bereits nach dem Übertreten der Türschwelle wirkt das Haus mindestens doppelt so groß und man befindet sich in einem Vorraum mit Gewölbedecke, der sich weit ins Hausinnere erstreckt und viele Türen beherbergt.

Der Eingang zum Bach-Archiv und Bach-Museum. © Victoria Roth

Diese sind auch notwendig, denn die ungewöhnliche Einrichtung ist Forschungsinstitut, Bibliothek und Museum zugleich und beschäftigt sich ausschließlich mit dem Leben, Werk und Wirken Johann Sebastian Bachs und seiner Musikerfamilie. Hier wird geforscht, digitalisiert, Wissen vermittelt und bewahrt, während im Museum wertvolle Originaldokumente ausgestellt sind und Touristen im Souvenirshop nach musikalischen Andenken stöbern.

Der barocke Musenort des Bach-Museums Leipzig: im Sommersaal finden regelmäßig Konzerte statt. © Bach-Museum Leipzig/Martin Klindtworth

In edlem Glanz und barocker Festlichkeit präsentiert sich der Sommersaal des Bach-Museums, der mit seinem beweglichen Deckengemälde eine architektonische Besonderheit darstellt. In diesem wird am 07. März 2019 die Premierenlesung von »Der Oboist des Königs – Das abenteuerliche Leben des Johann Jacob Bach« mit passender musikalischer Untermalung erklingen.
Den Leipzigern dürfte das Bach-Archiv vor allem durch das jährlich veranstaltete Bachfest in Erinnerung sein.

Beitragsbild: © Victoria Roth


Adresse: Bach-Archiv Leipzig, Thomaskirchhof 15/16, 04109 Leipzig, www.bach-leipzig.de


Die Veranstaltung: Olaf Schmidt liest aus »Der Oboist des Königs – Das abenteuerliche Leben des Johann Jacob Bach«, musikalische Begleitung: Caroline Jahn (Traversflöte) und Thomas Stadler (Cembalo), Sommersaal im Bach-Museum, am 07.03.2019, 19.30 Uhr


Das Buch: Olaf Schmidt, Der Oboist des Königs – Das abenteuerliche Leben des Johann Jacob Bach. Galiani, Berlin 2019, 544 Seiten, 25,00 Euro, E-Book 19,99 Euro


Rezensentin:

 

 

Victoria Roth

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(Textquelle: Bach-Archiv)

Mein Abendtagebuch, letzter Tag – J.S. Bach-Festival Arnstadt 16.3.-19.3.18


Mein Abendtagebuch, letzter Tag – J.S. Bach-Festival Arnstadt 16.3.-19.3.18

                                                 III. Sonntag abend (18.3.2018)

                 Der Anstellungsvertrag des Stadtregiments Arnstadt für den 18 jährigen J.S. Bach

Heute morgen (18.03.2018) gab’s den Gottesdienst mit der Bach-Kantate ‘Brich dem Hungrigen dein Brot’ (BWV 39). Die Predigt hielt der Thomas-Kirchen-Pfarrer i.R. Christian Wolff.

Video: J.S. Bach: BWV 39 „Brich dem Hungrigen dein Brot“

Fanie Antonelou, Sopran Lena Sutor-Wernich, Alt

Matthias Horn, Bass Stuttgarter Kantorei Stiftsbarock Stuttgart  Leitung: Kay Johannsen

Diesmal war nur die Kantorei der Bachkirche Arnstadt ausführend. Weniger Chorsänger als gestern, wo die Kantorei aus Suhl dabei war. Dafür aber nicht unbedingt schlechter. Von den Solisten fehlte nur der Tenor-Evangelist von gestern.

Sopranist und der Altistin hatten mir wieder sehr gefallen. Auch der Bass-Solist, – ausdrückliches Lob!-, erfüllte mit einfühlsamen Part sein Rezitativ und seine Arie.

Der Textdichter dieser 1726 in Leipzig entstandenen Kantate David Denicke und ein Anonymus gehen sehr fragend, aber dann auch mutmachend vor. ‚Tue Gutes mit deinen anvertrauten Gütern auf Erden.‘

Das Haus Kohlgasse 7, in Arnstadt das dem Hofmusiker Johann Christoph Bach Zwillingsbruder des Vaters von Joh.Seb. Bach gehörte! Hier wird der junge J.S. Bach oft seinen Aufenthalt gehabt haben.

Und dann kam endlich der schöne sonnen-beschiene Wintertag wieder. ‘Jetzt komme ich doch noch zum Rad-Fahren’, dachte ich. Frohgemut machte ich mich auf den Heimweg.

Nur die Deutsche Bundesbahn kapitulierte mal wieder mit ihren ICE‘s vor dem bisschen Schnee, der doch nur noch die Landschaft verschönerte. Dem Fahrrad machte das nichts aus.

So schließe ich mein Abend-Tagebuch und falle müde in mein eigenes Bett zu Hause.

Euer Adamo

Mein Abendtagebuch – J.S. Bach-Festival Arnstadt 16.3.-19.3.18


Mein Abendtagebuch – J.S. Bach-Festival Arnstadt 16.3.-19.3.18

I. Freitag abend (16.3.)

Durchquerte der junge Heißsporn-, J.S. Bach mit 18 Jahren 1703 in Arnstadt angestellt, eigentlich mal auf dem Fahrrad mit seiner Liebsten Maria Barbara durch die Stadt? Wäre ein schönes Bild gewesen-, die zwei! Gab es um 1700 schon Fahrräder? Ich fürchte, eher nein.

                                                      Mein neues klappbares Fahrrad

Ich probiere bei diesem kleineren Bach-Festival mal mein neues Faltrad aus. Heute fuhr es noch im sonnigen Winter mit mir durch Braunschweig, jetzt steht es‚ zusammen gefaltet‘ im DB-IC.  Arnstadt empfängt uns im Schneegestöber. War wohl nichts mit Pedalo-Erkundungen.

Mich hatte am abend weniger die Eröffnung des Bach-Festival in der Bach-Kirche interessiert. Eher fing mich der GENIUS LOCI ein und ich besuchte die drei Kirchen von Arnstadt und die Stadt-Bibliothek im Prinzenhaus.

Mir kommt gerade das Bach‘sche. ‚Backtrog, – Stockfisch – Spinnrad‘-Lied ‚Quodlibet‘ in den Sinn. Dieses etwas ‚schlüpfrige Lied‘ sang die Großfamilie im Arnstädter Wirtshaus, jeder der ‚Bache‘ erweiterte in volkstümlicher Manier die Strophen. ‚…..was sein das für große Schlösser‘ (BWV 524) in ein: ‚Wie es beliebt‘.

II. Samstag abend (17.3)

Fotos vom Bachfest Arnstadt 2018 der Friedhof mit Mitgliedern der Bache, das Bachdenkmal und Flöten-Konzert mit Cembalo und Viola da Gamba im feinen Rathaus-Saal! Am 17.3.2018. Zur Vergrößerung der Ansicht in das Foto klicken..!!

Mein Weg führt mich am Alten Friedhof vorbei. In Arnstadt kamen allein 17 Bachezur Welt. Viele sind hier auf dem Alten Friedhof begraben. Mittags zuerst ein kleines, intimes Flöten-Konzert mit Cembalo und Viola da Gamba im feinen Rathaus-Saal. Dann um die Ecke Orgelkonzert in der Bachkirche mit Buxtehude Orgelstücken.

Der Arnstädter ‚Wilde Bach‘, im Denkmal vor dem Rathaus als der heute, weltberühmte Lümmel Basti‘ (so der als Kutscher kostümierte Stadtführer) dargestellt, wanderte 1705 zu Dietrich Buxtehude nach Lübeck. Er lernte dort 4 Monate lang rasante Orgel-Passacaglien. Hatte aber nur 4 Wochen vom Stadt-Regiment Arnstadt Urlaub bekommen. Unerhört !!

Szenenwechsel: Eine kleine schön verschneite Waldwanderung (ca 3 km) führte mich nachmittags durch das Ried-Stadttor

                                                   Ried-Stadttor Arnstadt (Thüringen)

zum Walpurgis Kloster. Grundriss-Mauern bezeugen hier einen ganz frühen mittelalterlichen Konvent. Wer Walpurgis hört, denkt natürlich gleich an die ‚Walpurgisnacht’ (1.Mai). Dann wird hier heute burschikos gefeiert.

Dann abends für mich der Höhepunkt des Festivals: Die Johannes-Passion BWV 245

                                                               Bach-Kirche Arnstadt

Die Aufführung hat mir insgesamt gefallen. Die Deklamation des (zu großen) Chores war beachtenswert. Nur ein Beispiel: Chor ‚Wir haben ein Gesetz … konsequente Betonung auf Gesetz-, also etwas Festes, stupid nicht zu Hinterfragendes und beim chorischen ‚Bist du nicht seiner Jünger einer …‘ hörte man wirklich die Zahl 12 des ‚Bist du’.

                      Impressionen aus der Bach-Kirche in Arnstadt Johannes – Passion BWV 245

Zum Solistenquintett habe ich viel zu sagen. Evangelist deutlich, überlegt im Text und klar, Sopran freudig und hell, Alt souverän, markant und konzentriert. Die junge Altistin (Anna-Luise Oppelt vonBach by bike‘) hat mit ihrer reifen, das Tonspektrum einer Altistin treffend und vollständig abdeckenden Qualität gewiss eine große Gesangskarriere vor sich.

Und dann der Christus (Bass). Hoheitsvoll und über den Dingen stehend sollte (!!!) er sich in der Johannes-Passion darstellen. Einige Beispiele in den Christus-Worten: ‚Mein Reich ist nicht von dieser Welt …‘, oder ‚meine Diener würden darob kämpfen‘, oder ,Du sagst, ich bin ein König’, oder ‚ meine Macht ist von oben‘.

                                                    Bach-Kirche Arnstadt Johannes Passion

Dieser Christus sang aber zu ‚zerbrechlich’, zu aspiriert, zu schwach. Gerade im Gegenüber zu dem machtbewussten volltönenden Pilatus (auch Bass), zeigte sich dies Missverhältnis. Pilatus singt: …‘ das ich Macht habe, dich zu kreuzigen und Macht habe, dich loszugeben. Doch Christus zeigt eine Macht ohne Konturen. Sorry! Aber, das muss zur Ehrenrettung betont werden. Seine Arien und Arioso waren in Ordnung.

Die Passion schloss mit dem ergreifenden Choral: ‚Ach Herr, lass dein lieb Engelein. ….‘ Wunderbar, wie der Chor das Crescendo wachsen lies: ….alsdann vom Tod errette mich …. das war ‚Hoffnung pur‘.

Ausführende:
Daniela Gerstenmeyer (Sopran)
Anna-Luise Oppelt (Alt)
Stephan Scherpe (Tenor)
Ralf Grobe (Bass)
Bachchor Arnstadt und Suhler Kantorei
capella arnestati
Jörg Reddin (Leitung)

Ort:
Johann-Sebastian-Bach-Kirche Arnstadt

                                                       Bachkirche Arnstadt Johannes Passion, Schluss-Applaus!

Und jetzt schlafe ich mit guten Gedanken ein. Dieser Schnee-Tag in Stadt, Wald und Kirche hat sich gelohnt.

Grüße

adamo

Ein kleines Bach-Fest in Eisenach und ein großes Luther-Jubiläum in Wittenberg (26.10. -3.11.17) mein 3. Tag!


Ein kleines Bach-Fest in Eisenach und ein großes Luther-Jubiläum in Wittenberg (26.10. – 3.11.17) mein 3. Tag

Mein Abend Tagebuch zum 3.Tag

                                                            Flaschenöffner mit Bachnoten!

Flaschenöffner mit Bach-Noten und auf der Rückseite die geeignete Apparatur!

I. Witzig:
Im Bach-Museum Eisenach  gab es einen Flaschenöffner mit Bach-Noten vorne und auf der Rückseite die geeignete Apperatur für € 4,50 zu kaufen. (Bild1+2). Könnte man doch mit diesem Gerät meine etwas schweren Gedanken von gestern-, ist das Bach-Skelett echt oder nicht echt, knacken?

                          Bach-Konzert in der Nikolaikirche Eisenach! 

II.   Nikolaikirche Eisenach:

Heute morgen gab’s in dieser romanischen Kirche die Kreuzstab-Kantate – BWV 56. Ich denke immer noch an die Wellenbewegungen von Cello und Kontrabass. ‚Mein Wandel auf der Welt, ist einer Schifffahrt gleich …‘ singt der Solo-Bass. Sturm und Flaute muss man ertragen können. Und dann erst der Schluss-Choral: ‚Komm, o Tod, des Schlafes Bruder…‘.

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III. Ausflug:
Genug der Musik. Ich muss mal raus. Zurück nach Gotha (Thüringen) in kurzer DB-Regio-Fahrt. Im Schloss und Museum findet vom Abend an eine Museums-Nacht statt. Da eben huscht mir schon die Herzogin Luise über den Weg. Sie pflegte die Musen auf Schloss Friedenstein. Verrät das Buch in ihrer nach hinten gehenden linken Hand diese ihre Vorliebe?

                         Herzogin Luise von Schloss Friedenstein

Dann zum Höhepunkt: Der Gothaer Tafelaltar zeigt sehr viele ‚Schriftblasen‘: ein monumentales ‪Bilderbuch‬ der Reformation, seine Gelehrsamkeit diente zur Prinzenerziehung, weniger zur Andacht.

                                                                              Gothaer Tafelaltar im Schloß Friedenstein

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                                  Ausschnitt vom Tafelaltar im Schloß Friedenstein in Gotha

IV.Lichterspiel:
Schloß Friedenstein in Gotha gilt als größte Renaissance-Vierflügel-Anlage in Deutschland. Heute Nacht zeigte es sich in märchenhaften Farben.

                                                  Schloß Friedenstein in Gotha (Thüringen)

                                               Schloß Friedenstein in Gotha (Thüringen)

22.42 Uhr geht meine Regionalbahn zurück nach Eisenach. Oh-, ein Bett wartet auf mich. Morgen aber auch die Bach-Kantate BWV 126 „Erhält uns, Herr, bei deinem Wort“ im Festgottesdienst.

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Weiteres Fotos vom 3. Tag!


Gute Nacht

Adamo