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Bachfest Leipzig „Bach, Court Compositeur“ 14. Juni – 23. Juni 2019 – Rezensionen


Bachfest Leipzig „Bach, Court Compositeur“ 14. Juni – 23. Juni 2019 – Rezensionen

Von MICHAEL MORAN (’THE REVIEWER’S NOTEPAD’ AUTHOR) WordPress-Blog!

Diese Rezensionen vom Bachfest 2019 Leipzig sind großartig verfasst und stelle einen Auszug hier zur Verfügung. Alle Rezensionen können auf der Originalseite von MICHAEL MORGAN  weiter gelesen werden.

https://michael-moran.org/2019/06/16/bach-court-composer-bach-festival-leipzig-14-june-23-june-2019/?fbclid=IwAR2vHdvG6_F9M_h8S1aR-eTwf4-Nlt69uVULo2UiHRpzQk

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Bach, Hofkomponist
Obwohl Bach 15 Jahre lang Kantor der Thomaskirche war, war er auch als Hofkomponist tätig. In solch einem aristokratischen Umfeld produzierte er großartige Musik in nahezu allen erdenklichen Stilrichtungen und Genres sowie bahnbrechende Kirchenmusik. In diesem Festival wird der gesamte Zyklus der von ihm komponierten Kantaten in der prächtigen Stadt Weimar aufgeführt, die übrigens eine meiner Lieblingsstädte aller Zeiten ist. Im vergangenen Jahr war der Kantaten-Ring-Zyklus für viele von uns eine der größten musikalischen Erfahrungen unseres Lebens. Ich kann natürlich nicht an allen 158 Veranstaltungen und über 3.000 Teilnehmern (25 Chöre, 34 Orchester, 39 Dirigenten, 81 Soloinstrumentalisten) teilnehmen, aber Sie können meine Wahl hoffentlich zumindest für den begrenzten Zeitraum von einer Woche genießen konnte teilnehmen.


Eröffnungskonzert 14. Juni 2019
Thomaskirche 17.00 Uhr

J. S. Bach: Fantasie G-Dur, BWV 572 (Orgel)

M.A. Charpentier: Te Deum D-Dur, H. 146

J. S. Bach: Ouvertüre D-Dur, BWV 1068

J. S. Bach: Unser Mund sei voll Lachens, BWV 110

Thomasorganist Ullrich Böhme, Gesine Adler (Sopran), Cornelia Samuelis (Sopran), Elvira Bill (Alt), Patrick Grahl (Tenor), Tobias Berndt (Bass), Thomanerchor Leipzig, Freiburger Barockorchester, Regie: Thomaskantor Gotthold Schwarz.

Der Leipziger Oberbürgermeister, der rumänische Botschafter und der Exekutiv- und Künstlerische Leiter Dr. Michael Maul hielten zahlreiche Einführungsreden zu dem Festival, die sowohl unbeschwert als auch ernsthaft waren. Das Konzert wurde mit einer Demonstration der vielfältigen musikalischen Fantasie und der farbenfrohen französischen Klanglandschaften eröffnet, die in Bachs fruchtbarer Vorstellungskraft enthalten sind. Dies wurde in der eher selten gespielten G-Dur-Fantasy BWV 572 für Orgel deutlich. Ein spannender Auftritt von Ullrich Böhme, dem heutigen Organisten der Thomaskirche.

Es folgte eine herrlich edle und prunkvolle Aufführung der großen polyphonen Motette von Charpentier Te Deum (1688-1698). Es wurde in D-Dur geschrieben, dem barocken „Schlüssel des Ruhms“ – wie einzigartig angemessen. Es ist jedoch unbekannt, ob Bach von der Musik Charpentiers wusste.

Bachfest

Man darf niemals den immensen musikalischen und sogar sozialen Einfluss des „Sonnenkönigs“ vergessen. Der französische und der italienische Stil standen oft im Wettbewerb und hatten großen Einfluss auf deutsche Musiker und das Verhalten des Hoflebens. Es beeinflusste eindeutig das „Piece d´Orgue“, mit dem das Konzert des jungen Bach um 1712 in Weimar eröffnet wurde. Der große Flötist am Hof ​​Friedrichs des Großen, Joachim Quantz, beschrieb auch dieses Phänomen des „gemischten Geschmacks“. Die Arbeit wurde vom hervorragenden Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz gegeben. Die kraftvollen, militaristischen und dramatischen Eröffnungsschläge auf der Pauke haben unsere Aufmerksamkeit von Anfang an auf das Hofthema dieses Festivals gelenkt. Der Chor und die Sänger, die oben katalogisiert wurden, hatten eine vollkommene Beherrschung der Barocksprache und der Aufführungspraxis.

Die Komposition besteht aus folgenden Teilen:

Vorspiel (Marche en rondeau)
Te Deum laudamus (Bass Solo)
Te aeternum Patrem (Chor und SSAT solo)
Pleni sunt caeli et terra (Refrain)
Das Orbem Terrarum (Trio, ATB)
Tu devicto mortis aculeo (Chor, Bass solo)
Te ergo quaesumus (Sopran solo)
Aeterna fac cum sanctis tuis (Refrain)
Dignare, Domine (Duo, SB)
Fiat misericordia tua (Trio, SSB)
In te, Domine, speravi (Chor mit ATB-Trio)
Bachfest

Die nächste Arbeit des Programms illustrierte auch den französischen Einfluss auf Bach – eine freudige und erhebende Darbietung von ungeheurem Rhythmusdrang und Orchesteropulenz, die große Lebensfreude der berühmten Orchestersuite in D-Dur, BWV 1068. Dr. dazu als „enorm sprudelnder musikalischer Champagner!“ Das feine Freiburger Barockorchester unter Gotthold Schwarz gab uns eine anregend energiegeladene Darbietung, gesegnet mit Anmut, Schönheit, Charme und Optimismus im Leben.

Was für ein wundervoller Titel für die religiöse Kantate, die dieses Konzert beendete: „Unser Mund sei voll Lachens“ BWV 110 – ein Ausdruck der Freude über die Geburt des Sohnes Gottes. Die onomatopoetische Wiedergabe des Lachens war eine überaus gelungene Herausforderung, die der St. Thomas-Knabenchor hervorragend erfüllte.

Eröffnung Bachfest Leipzig 2019

Ich habe es so genossen, in der Freude des Eröffnungskonzerts zu baden, das von allen Beteiligten so großartig aufgeführt wurde. „Energie ist ewige Freude“, so William Blake. Dieses Konzert war eine solche Wiedergeburt des Vertrauens in die schöpferischen Kräfte der menschlichen Natur, die 2019 unter den Wellen des Kults zu gleiten schien……

Zum ganzen Beitrag…!!

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PASSIÓ SEGONS SANT MATEU, DE BACH JORDI SAVALL – EL SO ORIGINAL L’Auditori de Barcelona, 16. ABRIL 2019


PASSIÓ SEGONS SANT MATEU, DE BACH – JORDI SAVALL – EL SO ORIGINAL – L’Auditori de Barcelona, 16. ABRIL 2019

Wie wunderbar ergab sich für uns die Gelegenheit, die Aufführung der Matthäus Passion, BWV 244 mit Jordi Savall im L’Auditori de Barcelona, besuchen zu können. Unsere große Vorfreude auf diese Passions-Aufführung wurde durch eine grandios Wiedergabe bestätigt.

Ein bewundernswerter Vocal-Chor mit 19 Stimmen besetzt, grandiose Gesangs-Solisten und ein Mädchenchor für den „Cantus firmus“ ergaben dieses Wunder von Barcelona.

Video-Ausschnitt vom Konzert am 16.4.2019 – BWV 244 Schluss-Choral (68) „Wir setzen uns mit Tränen nieder“

Vor acht Tagen wurden wir im Palau de la Mùsica, Barcelona, durch die Aufführung von Paul McCreesh total enttäuscht. Seine Mini-Aufführung der Matthäus Passion, die in vielen Belangen die Anforderungen einer normalen Aufführung nicht erfüllten, weil ein Mini-Chor von 8 Stimmen dem nicht gerecht werden konnte.

Wie anders gelagert die Presentation durch den großartigen Spanischen Dirigenten Jordi Saval. Sein prächtig agierender Vocal-Chor, profunde Gesangs-Solisten, seine LA CAPELLA REIAL DE CATALUNYA erfüllten alle Normen, um diese Bach-Passion in die Herzen der Zuhörer aufzunehmen. Viele Jahre mussten vergehen, um wieder einmal so eine Fabel-Aufführung in Barcelona erleben zu können.

Erwähnenswert, dass Jordi Savall drei Gesangs-Solisten aus Deuschland die großen Gesangs-Passagen anvertraut hat. Als Evangelist wirkte der Tenor – Florian Sievers und überzeugte mit einer großartigen Stimme und Wortverständlichkeit. Hier ist der Bariton Matthias Winckhler als Jesus zu benennen, der die gleichen Voraussetzungen erfüllte und mit seinem warmen Timbre und einem großartigen Stimmvolumen überzeugen konnte.

Vom Dirigenten-Pult an die Gambe begab sich Jordi Savall für die Tenor-Arie (35): Geduld!“ Wenn mich falsche Zungen stechen..

Für mich als die Überraschung des Abends ist der Deutsche Countertenor Nils Wanderer zu benennen. Mit 23 Jahren singt Nils Wanderer international erfolgreich als Countertenor und lässt die Fachwelt aufhorchen. Jordi Savall übernahm auch hier den Part des Gambisten und begleitete Nils Wanderer in der Arie 39): „Erbarme dich, Mein Gott“.


Nicht unerwähnt möchte ich Markus Volpert (Bariton) lassen, der in seinen Bass-Partien eine Glanzdarstellung bot. Markus Volpert ist regelmäßig als Solist im Rahmen der Konzerte und Einspielungen der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen zu hören.

Von der Spanischen Sopranistin Marta Mathéu wird man in Zukunft ebefalls sehr viel Gutes hören können, sie begeisterte uns mit ihrem großartigen Stimmvolumen und Wortverständlichkeit.

Die Choräle wurden von dem Vocal-Chor in einer bewundernswerter intensität und Innigkeit gesungen, die ein weiterer Glanzpunkt in dieser Aufführung waren.

Das Dirigat von dem jetzt 77-jährigen Jordi Savall wurde in einer ruhigen und sachlichen Art umgesetzt. Bewundernswert seine fachliche Kompetenz und sein großartiges Ensemble sowie die gekonnte Auswahl der Gesangs-Solisten, was in einer grandiosen Bach-Passion zu erleben war.

Diese Aufführung der Matthäus Passion, wird lange in uns haften bleiben. Der nicht endend wollende Schluss-Applaus dankte Jordi Savall und seinem wunderbaren Ensemble für einen Konzertabend der absluten Spitzen-Klasse. Frohen Herzens traten wir in die Dunkelheit der späten Nacht und waren erfüllt von der großen Passionsmusik von dem genialen J.S. Bach.

Language English:

How wonderful for us was the opportunity to attend the performance of the St Matthew Passion, BWV 244 with Jordi Savall at L’Auditori de Barcelona. Our great anticipation of this Passion performance was confirmed by a terrific rendering.

An admirable vocal chorus with 19 voices, magnificent vocal soloists and a girls‘ choir for the „Cantus Firmus“ gave this marvel of Barcelona.

Eight days ago, at the Palau de la Mùsica, Barcelona, ​​we were totally disappointed by the performance of Paul McCreesh. His mini-performance of the St. Matthew Passion, which in many respects did not meet the requirements of a normal performance, because a mini-choir of 8 voices could not do it justice.

How differently arranged the presentation by the great Spanish conductor Jordi Saval. His splendid vocal choir, profound vocal soloists, his LA CAPELLA REIAL DE CATALUNYA fulfilled all the norms to bring this Bach passion into the hearts of the audience. Many years had to pass to once again experience such a fabulous performance in Barcelona.

Blick auf das Denkmal des Komponisten Johann Sebastian Bach auf dem Thomaskirchhof in Leipzig. / Picture: alliance dpa / Jan Woitas

Noteworthy that Jordi Savall has entrusted the great vocal passages to three vocal soloists from Germany. As an evangelist, the tenor – Florian Sievers worked and convinced with a great voice and intelligibility. Here is the baritone Matthias Winckhler as Jesus to name, who fulfilled the same conditions and could convince with his warm timbre and a great voice volume.

From the conductor’s podium to the gamba, Jordi Savall went for the tenor aria (35): Patience! „When I’m stung with false tongues ..

For me as the surprise of the evening is to name the German countertenor Nils Wanderer. At the age of 23, Nils Wanderer sang internationally as a countertenor and makes the professional world sit up and take notice. Jordi Savall also took over the role of the Gambist and accompanied Nils Wanderer in Aria 39): „Have mercy, My God“.

Not to mention, I would like to leave Markus Volpert (baritone), who presented a gloss presentation in his bass parts. Markus Volpert is regularly heard as a soloist in the concerts and recordings of the J. S. Bach Foundation St. Gallen.

From the Spanish soprano Marta Mathéu you will also be able to hear a lot of good in the future, they inspired us with their great voice volume and word intelligibility.

The chorales were sung by the vocal choir in an admirable intensity and intimacy, which was another highlight in this performance.

The direction of the now 77-year-old Jordi Savall was implemented in a calm and objective way. Admirable his professional competence and his great ensemble as well as the skilful selection of vocal soloists, which was to experience in a grandiose Bach Passion.

This performance of the St Matthew Passion will be long stuck in us. The never-ending final applause thanked Jordi Savall and his wonderful ensemble for a concert evening of the absolute top class. With a happy heart we stepped into the darkness of the late night and were filled with the great passion music of the ingenious J.S. Bach.

Video excerpt from the concert on April 16, 1919 – BWV 244 Final Chorale (68) „Wir setzen uns mit Tränen nieder“ („We settle down with tears“)

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Aufführung der Matthäus Passion – BWV 244 – im „Palau de la Música Catalana,“ Barcelona, mit Licht und viel Schatten


Aufführung der Matthäus Passion – BWV 244 – im „Palau de la Música Catalana,“ Barcelona, mit Licht und viel Schatten!

                                        Palau de la Musica Catalana in Barcelona

Schon im Eingangschoral fehlten die Knabenstimmen mit dem Cantus firmus: „O Lamm Gottes unschuldig.“ Die schmalen Besetzungen der Chöre mit 8 Gesangs-Solisten gefallen mir absolut nicht. Wie viel Potential geht in den wunderbaren Chorälen verloren die sonst soviel Gehalt an Klangvolumen bieten können. In 27b; „Sind Blitze, sind Donner in Wolken verschwunden“ erlebte der Besucher fast ein Fiasko, es war kein Blitz und Donner zu hören und zu verspüren. In den herrlichen Arien vermisste man das unmittelbare Begleit-Instrument in der Nähe des Gesangs-Solisten, welches in der Ferne des Orchesters platziert ist und kaum zu vernehmen war.

An diesem Abend hat die Routine die Oberhand besessen und die Aufführung stark beeinflusst. Diese moderne Aufführungsform entspricht niemals der Bach´schen Aufführungspraxis, mit 8 Gesangs-Solisten dieses wunderschöne Werk zu Gehör zu bringen. Eine Unsitte, die schleunigst wieder abgestellt werden sollte. Recht sparsam im Dirigat leitete Paul McCreesh sein Orchester und seine Mitwirkenden.

Wie wohltuhend sind dagegen die Referenz-Aufnahmen aus der Vergangenheit zu sehen, die weiterhin uns in ihrer Aufführungsform zu begeistern und berühren vermögen.

Ich stelle mir oft die Frage, ob es an den finanziellen Gegebenheiten der heutigen Zeit liegt, dass ein Orchester und Chor in Mini-Format so ein gewaltiges Bach-Werk interpretiert? Die Eintrittspreise bewegen sich doch wie gewohnt in hohen Eintritts-Gebühren..!!

Anliegend ein Video – Mittschnitt aus Satz 68; mit dem Abschluss-Choral: „Wir setzen uns mit Tränen nieder“

Video recording from 10.04.2019 from the Palau de la Música
Catalana, Barcelona.

Cor I
Anna Dennis (soprano) – Anna Stéphany (mezzosoprano)
Nicholas Mulroy (tenor) – Evangelista  / James Newby (baríton) – Crist

Cor II
Mhairi Lawson (soprano) –  Helen Charlston (mezzosoprano)
Jeremy Budd (tenor) Stephan Loges (baix)

Gabrieli Consort & Players / Paul McCreesh (director)


Als „Isenheimer Altar“ wird der heute im „Musée d’Unterlinden in Colmar“ (Elsass) in drei Teilen getrennt ausgestellte Wandelaltar aus dem Antoniterkloster in Isenheim bezeichnet. Die Gemälde auf zwei festen und vier drehbaren Altar-Flügeln und auf dem Sockel sind das vermutlich in den Jahren 1506 bis 1515 geschaffene Hauptwerk von Matthias Grünewald und zugleich ein Hauptwerk deutscher Malerei.

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Ein großartiger Konzertabend im Palau de la Musica, mit Kompositionen von den Barock-Genies: J.S. Bach und G.F. Händel!


Ein großartiger Konzertabend im Palau de la Musica am 1. Mai 2018, mit Kompositionen von den Barock-Genies: J.S. Bach und G.F. Händel!

                                                    Palau de la Musica Catalana in Barcelona

So ein Programm wird nicht oft angeboten, dass Kompositionen von J.S. Bach (1685-1750)  und G.F. Händel (1685-1759) gegenübergestellt werden. Kantaten von Johann Sebastian Bach und profane Orgelwerke von Georg Friedrich Händel.

                                                                     Juan de la Rubia – Orgel

Ein erster Höhepunkt zu Beginn. Aus der Kantate BWV 35, Satz 1a, wurde die Sinfonia: „Geist und Seele wird verwirret“ gespielt. Das Freiburger Barockorchester und ein großartiger spanischer Organist am Orgel-Positiv, Juan de la Rubia, verzauberten die Besucher mit einer herrlichen Barockmusik.

                                                       Matthias Goerne (Bass) und Katharina Arfken (Oboe)

Nachfolgend erklang die Bach-Kantate BWV 56 „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“. Diese Kantate für Solo-Bass wurde von Matthias Goerne (Bass) stimmlich nicht überzeugend gesungen. Bemängeln muss man bei ihm die kaum verständliche Aussprache und ein fehlendes Stimmvolumen in den tiefen Lagen. Wunderbar die Instrumentale Interpretation durch das Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Gottfried von der Goltz als 1. Violonist.

                           Von links: Katharina Arfken (Oboe) und Matthias Goerne (Bass)

In der Bach-Kantate, BWV 82 „Ich habe genug“ überzeugte Katharina Arfken  mit der Oboe mit einem betörenden Klang. Bach schrieb die Kantate in seinem vierten Jahr in Leipzig für das Fest Mariä Reinigung. Der erste Satz, eine Arie, beginnt mit einer ausdrucksvollen Melodie der obligaten Oboe, die von der Singstimme auf die Worte „Ich habe genug“ übernommen wird. Die zentrale Arie „Schlummert ein, ihr matten Augen“ ist als Schlummerarie bekannt. Diese Kantate erfreut sich großer Beliebtheit und ist von Bachs Kirchenkantaten am häufigsten aufgenommen worden. *) +)

In zwei Orgelwerken von Georg Friedrich Händel, Concerto Grosso HW 330 und im Orgelkonzert (Nr. 13) F-dur HWV 295 „Der Kuckuck und die Nachtigall“ – überzeugte das Freiburger Barockorchester und der Organist Julian de la Rubia mit einer wunderbaren klanglichen Einheit und Wiedergabe des Barock.

Video: G.F. Händel – Orgel-Konzert F-dur Der Kuckuck und die Nachtigall – HWV 295

Es war ein sehr beeindruckendes Konzert, den geistigen Inhalt in den Kantaten von J.S. Bach aufzunehmen und zu genießen. Andererseits verzückten die profanen Orgelwerke von G. F. Händel. Auf jeden Fall war es interessant, die Vielfalt der Stile zwischen zwei schillernden Zeitgenossen zu hören. Es gab viele Momente von großer klanglicher Schönheit die den Hörer an diesem Abend faszinierte.

Ein eigenes Kapitel verdient die Interpretationen von dem spanischen Organisten Juan de la Rubia, Titularorganist der Sagrada Família und ein international anerkannter Organist, der mit seinen virtuosen Auftritten der ersten Sinfonien der Kantate „Geist und Seele, wird verwirrt“ und „Concerto de orgel en F – Dur“ von Händel der große Star des Konzertes wurde,

Riesiger Applaus war der verdiente Lohn für das überragende Freiburger Barockorchester, und für den heimischen Organisten.

*) +) Kunstinstallation – BWV 82 „Ich habe genug“

Im Jahr 2005 schuf Prof. Alexandra Ranner die Installation BWV 82 „Ich habe genug“. Es handelt sich um ein kleines Haus, neben dem eine Peitschenlaterne steht. Durch ein Fenster in dem Gebäude ist ein Videofilm zu sehen, in dem ein in einem Fluss treibender körperloser Kopf die Bach-Kantate „Ich habe genug“ singt.

Die Installation, die zunächst in Berlin zu sehen war, wurde vom Herforder Unternehmer Heiner Wemhöner angekauft und stand seit Oktober 2015 auf seinem Grundstück an der Lockhauser Straße in Herford. Seit Oktober 2017 steht sie in der Herforder Innenstadt an der Petersilienstraße gegenüber vom Frühherrenhaus auf dem Grundstück der Johanniskirche in Herford. Der Videofilm ist dort täglich von 16 Uhr bis 21 Uhr, während der Winterzeit von 15 Uhr bis 20 Uhr zu sehen.


Video:  J.S. Bach – Sinfonia Satz 2 aus dem BWV 35 „Geist und Seele wird verwirret“

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Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre – führten im „Palau de la Musica Catalana“ von J.S. Bach die Matthäus-Passion auf!


Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre – führten im „Palau de la Musica Catalana“ von J.S. Bach die Matthäus-Passion BWV 244 auf!

                                                        Das Vokal-Ensemble von Marc Minkowski

Mittlerweile hat es sich eingebürgert, dass dieses großartige Passions-Oratorium von J.S. Bach in einer kleinen Vokal-Besetzung durchgeführt wird. Marc Minkowski brachte jetzt keine großen Chöre mit zu seiner großartigen Matthäus-Passion. Mit gut zwei Dutzend Sängerinnen und Sängern, die alle eine Solistenqualität besitzen, gelang ihm eine überzeugende Aufführung der Matthäus-Passion. Bereits 1920 ging Arnold Schering davon aus, dass Bach in der Regel mit zwölf Sängern auskommen musste. Doch erst die Alte-Musik-Bewegung verfolgte diesen Ansatz. Spätestens seit Philippe Herreweghes erster Einspielung von 1985 ist solch eine reduzierte Chorgröße von 12 bis 20 Sängern die Regel geworden.

Wohltuend ist anzumerken, dass die großartigen Alt-Arien von einer wunderbaren Altistin: Helena Rasker, vorgetragen wurden, so gelang die Alt-Arie Nr. 39 „Erbarme dich“ zu einem unvergesslichen Erlebnis. Es wurde überwiegend auf einen Counter-Tenor verzichtet.

Als ein bewundernswerter Bass ist Norman D. Patzke, zu benennen. Seine gesungenen Jesus-Passagen waren traumhaft anzuhören.

Das Orchester Les Musiciens du Louvre war in allen Belangen ein vortrefflicher Klangkörper mit historischen Instrumenten. Die Passagen mit dem Continuo und Viola da gamba im 2. Teil der Matthäus-Passion wurden zu einem Höhepunkt in der Wiedergabe. Selten habe ich so fundierte und zu Herzen gehende Musik vernommen wie in dieser Aufführung. Die ganze Wiedergabe ergab einen intimen Charakter und bezog den Besucher so einvernehmlich in die Aufführung mit ein.

Ausführende:

Laure Barras, soprano / Maïlys de Villoutreys, soprano / Helena Rasker, contralt /

Owen Willetts, contratenor / Paul Schweinester, tenor / Norman D. Patzke, baix /

Anicio Zorzi Giustiniani, tenor / Thomas Dolié, baríton / Orchester Les Musiciens du Louvre

Conductor: Marc Minkowski, /

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Ein Kurz-Video von dem Konzert füge ich bei. Zu hören ist der Schluss-Choral aus der Matthäus-Passion BWV 244:

„Wir setzen uns mit Tränen nieder Und rufen dir im Grabe zu: Ruhe sanfte, sanfte Ruh!“ 


Language: English

Marc Minkowski and Les Musiciens du Louvre – performed in the Palau de la Musica Catalana“ by J.S. Bach the St. Matthew Passion BWV 244!

By now it has become common knowledge that this great Passion Oratorio by J.S. Bach is performed in a small vocal lineup. Marc Minkowski did not bring big choirs to his great St. Matthew Passion. With a good two dozen singers, all of whom have a soloist quality, he managed a convincing performance of the St. Matthew Passion. Already in 1920, Arnold Schering assumed that Bach usually had to live with twelve singers. But it was only the early music movement that pursued this approach. Ever since Philippe Herreweghe’s first recording of 1985, such a reduced choir size of 12 to 20 singers has become the rule.

It is pleasing to note that the magnificent alto arias were performed by a wonderful contralto: Helena Rasker, so the alto aria no. 39 „Have mercy“ was an unforgettable experience. It was mainly dispensed with a counter-tenor.

As an admirable bass is Norman D. Patzke to name. His sung Jesus Passages were a dream to listen to.

The orchestra Les Musiciens du Louvre was in all respects an excellent orchestra with historical instruments. The passages with the continuo and viola da gamba in the second part of the St. Matthew Passion became a highlight in the performance. Rarely have I heard such well-founded and heartfelt music as in this performance. The whole rendering gave an intimate character and involved the visitor in a consensual way in the performance.

Laure Barras, soprano / Maïlys de Villoutreys, soprano / Helena Rasker, contralt /

Owen Willetts, contratenor / Paul Schweinester, tenor / Norman D. Patzke, baix /

Anicio Zorzi Giustiniani, tenor / Thomas Dolié, baríton / Orchester Les Musiciens du Louvre

Conductor: Marc Minkowski, /

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I enclose a short video of the concert. The final chorale from the St. Matthew Passion BWV 244 can be heard:

„Wir setzen uns mit Tränen nieder Und rufen dir im Grabe zu: Ruhe sanfte, sanfte Ruh!“ 

(„We settle down with tears And call you in the grave: Rest gentle, gentle rest!“)

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Rezension der Matthäus-Passion von Gründonnerstag aus der Thomaskirche Leipzig von der LVZ


Rezension der Matthäus-Passion von Gründonnerstag aus der Thomaskirche Leipzig von der LVZ
Matthäus-Passion in der Thomaskirche In der Ruhe liegt die Dramatik
Der Thomanerchor und das Gewandhausorchester führten am Gründonnerstag und am Karfreitag in der Thomaskirche  J.S. Bachs Matthäus-Passion BWV 244 auf.
Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz in der Thomaskirche.

Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Leitung von Thomaskantor Gotthold Schwarz in der Thomaskirche.

Leipzig. „Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen“ – wie ein gewaltiges Portal wirkt der im Zwölfachteltakt federnde Doppelchor zu Beginn. Ein Portal, durch das die Gemeinde einzieht in ein Werk, das zu den größten Hervorbringungen menschlichen Geistes zählt. Und dass dieser Beginn jedem Hörer vertraut erscheinen kann, auch wenn er ihn noch nie zuvor gehört hat, liegt unter anderem am Puls des ihm zugrundeliegenden Herzschlags.

Thomaskantor Gotthold Schwarz dirigiert den monumentalen Eingangschor recht gravitätisch. Alle Phrasen wirken noch wie auf Schilder gemalt, jedes Wort der Wechselrede – „Wen? Wie? Was? Wohin?“ – klingt überbetont. Erst im Verlaufe der drei Stunden wird sich Schwarz von dieser Gangart verabschieden. Dann schlägt das Herz allein, ganz ohne Schrittmacher. Als der Schlusschor mit den Worten „Höchst vergnügt schlummern da die Augen ein“ verklingt, wird damit dem innigen Wunsch so manchen Zuhörers der aus allen Nähten platzenden Thomaskirche entsprochen worden sein: Eine gewisse Erschöpfung hat sich am Ende unter allen Beteiligten breitgemacht.

Bachs Varietas, die unendliche Vielfalt der Gattungen, Formen, Besetzungen zwischen dem gewaltigen Eingangs- und dem erhabenen Schlusschor, vermag Gotthold Schwarz an diesem Gründonnerstagabend nicht in allen Dimensionen mit musikalischer Logik zu verklammern. Vieles bleibt – für sich genommen – Stückwerk, wenn auch ein zum Teil überwältigend schönes.

Zwischen Bibelworten, dem eindringlichen Bericht über Christi Leiden nach dem Evangelisten Matthäus, Zitaten aus dem Hohelied Salomonis und Kirchenlied-Strophen aus zeitgenössischen Gesangbüchern bleibt zeitweise auf der Strecke, was die Matthäus-Passion im Ganzen darstellt: ein großes, kathartisches Menschheitsdrama.

Gewiss, die Dramatik der Passion hat musikimmanent zu bleiben, sie erwächst aus der Wucht der musikalischen Ausgestaltung des Wortes. Für die ist an diesem Abend zuvorderst Tenor Jörg Dürmüller zuständig. Die umfangreiche Evangelistenpartie gestaltet er mit nie ermüdender Strahlkraft sowie beeindruckender Flexibilität des Ausdrucksreichtums. Die Textverständlichkeit bleibt bis in die letzte Silbe auch da gewahrt, wo sich die Worte dicht drängen.

Das lässt sich vom Anke Vondungs vibratofreudigem Alt zunächst nur bedingt behaupten. Ihre Arie „Buß und Reu“ verströmt noch nicht die Wärme eines zerknirschten Sünderherzens, im zweiten Teil findet sie aber zumal bei der berühmten Arie „Erbarme dich, mein Gott“ zu körperlos schwebender Anmut. Wie sie hier ihre Stimmfarbe immer dunkler, erdiger, inniger werden lässt, das berührt. Gebettet wird sie hier von den großartigen Streichern (Soloviolinen: Andreas Buschatz und Julius Bekesch), die beinahe romantisch strömen und strahlen. Auch der Holzbläsersatz streichelt zart und weich die gläubige Seele (herausragend an der Flöte: Katalin Stefula).

Von den Thomanern hätte man sich bei den Turbae-Einwürfen des wütenden Mobs mehr dramatische Schlagkraft und schneidende Schärfe gewünscht, in den Chorälen hingegen etwas mehr Innigkeit statt Einheitslautstärke. Gleichwohl zum Glanzstück gerät das Nummernpaar 61 und 62: „Aber Jesus schriee abermals laut, und verschied.“ In aller Ruhe und ohne jede Geziertheit verkündet Jörg Dürmüller die Todesnachricht. Dann folgt Innehalten, ein Moment nur, gerade genug, um die Welt still stehen zu lassen, dann der Choral „Wenn ich einmal soll scheiden“. Wie aus einer anderen Welt schimmert er zart und tröstlich herüber ins scheinbar ausweglose Diesseits: Der Tod, er ist nicht das Ende, so die Botschaft der Passionsgeschichte, sondern Neuanfang………

Zum ganzen Artikel nachstehend:

http://www.lvz.de/Nachrichten/Kultur/Kultur-Regional/In-der-Ruhe-liegt-die-Dramatik

Mein Abendtagebuch – J.S. Bach-Festival Arnstadt 16.3.-19.3.18


Mein Abendtagebuch – J.S. Bach-Festival Arnstadt 16.3.-19.3.18

I. Freitag abend (16.3.)

Durchquerte der junge Heißsporn-, J.S. Bach mit 18 Jahren 1703 in Arnstadt angestellt, eigentlich mal auf dem Fahrrad mit seiner Liebsten Maria Barbara durch die Stadt? Wäre ein schönes Bild gewesen-, die zwei! Gab es um 1700 schon Fahrräder? Ich fürchte, eher nein.

                                                      Mein neues klappbares Fahrrad

Ich probiere bei diesem kleineren Bach-Festival mal mein neues Faltrad aus. Heute fuhr es noch im sonnigen Winter mit mir durch Braunschweig, jetzt steht es‚ zusammen gefaltet‘ im DB-IC.  Arnstadt empfängt uns im Schneegestöber. War wohl nichts mit Pedalo-Erkundungen.

Mich hatte am abend weniger die Eröffnung des Bach-Festival in der Bach-Kirche interessiert. Eher fing mich der GENIUS LOCI ein und ich besuchte die drei Kirchen von Arnstadt und die Stadt-Bibliothek im Prinzenhaus.

Mir kommt gerade das Bach‘sche. ‚Backtrog, – Stockfisch – Spinnrad‘-Lied ‚Quodlibet‘ in den Sinn. Dieses etwas ‚schlüpfrige Lied‘ sang die Großfamilie im Arnstädter Wirtshaus, jeder der ‚Bache‘ erweiterte in volkstümlicher Manier die Strophen. ‚…..was sein das für große Schlösser‘ (BWV 524) in ein: ‚Wie es beliebt‘.

II. Samstag abend (17.3)

Fotos vom Bachfest Arnstadt 2018 der Friedhof mit Mitgliedern der Bache, das Bachdenkmal und Flöten-Konzert mit Cembalo und Viola da Gamba im feinen Rathaus-Saal! Am 17.3.2018. Zur Vergrößerung der Ansicht in das Foto klicken..!!

Mein Weg führt mich am Alten Friedhof vorbei. In Arnstadt kamen allein 17 Bachezur Welt. Viele sind hier auf dem Alten Friedhof begraben. Mittags zuerst ein kleines, intimes Flöten-Konzert mit Cembalo und Viola da Gamba im feinen Rathaus-Saal. Dann um die Ecke Orgelkonzert in der Bachkirche mit Buxtehude Orgelstücken.

Der Arnstädter ‚Wilde Bach‘, im Denkmal vor dem Rathaus als der heute, weltberühmte Lümmel Basti‘ (so der als Kutscher kostümierte Stadtführer) dargestellt, wanderte 1705 zu Dietrich Buxtehude nach Lübeck. Er lernte dort 4 Monate lang rasante Orgel-Passacaglien. Hatte aber nur 4 Wochen vom Stadt-Regiment Arnstadt Urlaub bekommen. Unerhört !!

Szenenwechsel: Eine kleine schön verschneite Waldwanderung (ca 3 km) führte mich nachmittags durch das Ried-Stadttor

                                                   Ried-Stadttor Arnstadt (Thüringen)

zum Walpurgis Kloster. Grundriss-Mauern bezeugen hier einen ganz frühen mittelalterlichen Konvent. Wer Walpurgis hört, denkt natürlich gleich an die ‚Walpurgisnacht’ (1.Mai). Dann wird hier heute burschikos gefeiert.

Dann abends für mich der Höhepunkt des Festivals: Die Johannes-Passion BWV 245

                                                               Bach-Kirche Arnstadt

Die Aufführung hat mir insgesamt gefallen. Die Deklamation des (zu großen) Chores war beachtenswert. Nur ein Beispiel: Chor ‚Wir haben ein Gesetz … konsequente Betonung auf Gesetz-, also etwas Festes, stupid nicht zu Hinterfragendes und beim chorischen ‚Bist du nicht seiner Jünger einer …‘ hörte man wirklich die Zahl 12 des ‚Bist du’.

                      Impressionen aus der Bach-Kirche in Arnstadt Johannes – Passion BWV 245

Zum Solistenquintett habe ich viel zu sagen. Evangelist deutlich, überlegt im Text und klar, Sopran freudig und hell, Alt souverän, markant und konzentriert. Die junge Altistin (Anna-Luise Oppelt vonBach by bike‘) hat mit ihrer reifen, das Tonspektrum einer Altistin treffend und vollständig abdeckenden Qualität gewiss eine große Gesangskarriere vor sich.

Und dann der Christus (Bass). Hoheitsvoll und über den Dingen stehend sollte (!!!) er sich in der Johannes-Passion darstellen. Einige Beispiele in den Christus-Worten: ‚Mein Reich ist nicht von dieser Welt …‘, oder ‚meine Diener würden darob kämpfen‘, oder ,Du sagst, ich bin ein König’, oder ‚ meine Macht ist von oben‘.

                                                    Bach-Kirche Arnstadt Johannes Passion

Dieser Christus sang aber zu ‚zerbrechlich’, zu aspiriert, zu schwach. Gerade im Gegenüber zu dem machtbewussten volltönenden Pilatus (auch Bass), zeigte sich dies Missverhältnis. Pilatus singt: …‘ das ich Macht habe, dich zu kreuzigen und Macht habe, dich loszugeben. Doch Christus zeigt eine Macht ohne Konturen. Sorry! Aber, das muss zur Ehrenrettung betont werden. Seine Arien und Arioso waren in Ordnung.

Die Passion schloss mit dem ergreifenden Choral: ‚Ach Herr, lass dein lieb Engelein. ….‘ Wunderbar, wie der Chor das Crescendo wachsen lies: ….alsdann vom Tod errette mich …. das war ‚Hoffnung pur‘.

Ausführende:
Daniela Gerstenmeyer (Sopran)
Anna-Luise Oppelt (Alt)
Stephan Scherpe (Tenor)
Ralf Grobe (Bass)
Bachchor Arnstadt und Suhler Kantorei
capella arnestati
Jörg Reddin (Leitung)

Ort:
Johann-Sebastian-Bach-Kirche Arnstadt

                                                       Bachkirche Arnstadt Johannes Passion, Schluss-Applaus!

Und jetzt schlafe ich mit guten Gedanken ein. Dieser Schnee-Tag in Stadt, Wald und Kirche hat sich gelohnt.

Grüße

adamo