Archiv der Kategorie: Aktuelles zum Thema: J.S. Bach

ARTE-Film – Bach, eine deutsche Passion – STADT LAND KUNST !

ARTE-Film – Bach, eine deutsche Passion – STADT LAND KUNST !

Auf ARTE ist ein neuer Film über Johann Sebastian Bach veröffentlicht worden. Dieser Film ist in der ARTE-Mediathek verfügbar von 12/10/2018 bis 12/10/2020.

Mitten in Deutschland liegt der majestätische Thüringer Wald. In dieser Landschaft, Wiege des Protestantismus, kam Johann Sebastian Bach zur Welt. Die Musik des genialen Komponisten verkörpert die Qualen seiner deutschen Heimat im 18. Jahrhundert und das Aufkommen der Barockzeit.

Michael Maul (Intendant des Bachfestes Leipzig.)

BACH AND MAUL IN JAIL – AND BEYOND Fortsetzung unserer kleinen Reihe zu Bach auf ARTE. Danke an den großartigen Regisseur Heinz Cadera, mit dem ich nun zum ersten Mal auch die – angebliche – Gefängniszelle Bachs in Weimar besuchen konnte, und an The-New-Arnstadt-Bach Jörg Reddin für’s mitmachen. Hat wieder viel Spaß gemacht, und ich hoffe, die Bilder machen (noch mehr) Lust auf das Bachland zwischen Eisenach und Leipzig!


 

Language English

ARTE has released a new film about Johann Sebastian Bach. This film is available in the ARTE library from 12/10/2018 to 12/10/2020.

In the middle of Germany lies the majestic Thuringian Forest. In this landscape, cradle of Protestantism, Johann Sebastian Bach was born. The music of the ingenious composer embodies the torments of his German homeland in the 18th century and the advent of the Baroque era.

Michael Maul (Director of Bachfest Leipzig)

BACH AND MAUL IN JAIL – AND BEYOND Continuation of our small series to Bach on ARTE. Thanks to the great director Heinz Cadera, with whom I was able to visit the – alleged – prison cell of Bach in Weimar for the first time, and join Jörg Reddin for the-New-Arnstadt-Bach. Have fun again, and I hope the pictures make (even more) feel like the Bachland between Eisenach and Leipzig!

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Eine J.S. Bach-Piano-Lehrstunde gab es im Palau de la Musica Catalana in Barcelona!

Eine J.S. Bach-Piano-Lehrstunde gab es im Palau de la Musica Catalana in Barcelona !

                   András Schiff im Palau de la Musica Catalana Barcelona am 4.10.2018

Zu Gast war András Schiff und tätigte einmal folgende Aussage:

„Eigentlich machen wir Pianisten heute alles falsch.“ Sagt er. Und nimmt sich selbst dabei nicht aus. Bach, Schubert oder Mozart immer bloss auf den – zugegebenermassen herrlich tönenden – Steinway-Flügeln zu spielen, ebne das klangliche Potenzial dieser Musik entschieden ein. Andererseits seien die meisten historischen Tasteninstrumente leider ungeeignet, unsere gross dimensionierten Konzertsäle zu füllen. Es ist ein Dilemma, in das sich der Pianist András Schiff sehenden Auges, aber mit der ihm eigenen Aufrichtigkeit hineinbegeben hat. Schiff hat in den vergangenen Jahren eine wachsende Lust am Musizieren auf historischen Instrumenten entwickelt.

Zum Anfang erklang das Italienisches Konzert in F-Dur, BWV 971

Beim «Italienischen Konzert» BWV 971 konnte man sich gleich zu Beginn selbst einen Höreindruck von der Problematik machen, die András Schiff so offen anspricht. Der erste Satz mit seiner für Bach eher untypischen Vollgriffigkeit und bewusst ausgestellten Bravour tönt auf dem modernen Instrument zwangsläufig sehr direkt, manchmal fast wie eine Ahnung von frühem Beethoven, jedenfalls merklich weniger spielerisch als etwa auf einem Cembalo.

Dann aber, im Mittelsatz, ereignet sich das erste von vielen kleinen Wundern. Schiff transzendiert hier das Neben- und Gegeneinander von Solostimme und ostinater Begleitung in ein inniges Gebet, bei dem die rechte Hand wie losgelöst im Gesang über der Basslinie schwebt. Dieses Kunststück, bei dem sich der Klavierklang plötzlich ins Immaterielle, ja Unirdische lichtet, wiederholt Schiff später vor allem im zweiten Teil, bei den in jeder Hinsicht überwältigenden «Goldberg-Variationen».

Vor der Pause erklang die Ouverture h-Moll BWV 831.

Das pianistisch anspruchsvolle Werk gelingt technisch wie musikalisch ungemein eindrucksvoll.

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Erleuchtete Interpretation der Goldberg-Variationen BWV 988

Wie abgeklärt und schwerelos wirkt dagegen dann die Wiedergabe der «Goldberg-Variationen» BWV 988. András Schiff zelebriert das gut 85-minütige Stück als ein pianistisches Hochamt; er erinnert mit seiner unerhört feinsinnig und nuanciertes Spiel auf die 30 Variationen zulaufenden Wiedergabe vielmehr daran, dass dieses Gipfelwerk der Klavierliteratur einst zur Erbauung, um nicht zu sagen: zur Unterhaltung geschrieben wurde.

Tatsächlich klingt die Musik bei Schiff, der keinerlei technische Probleme zu kennen scheint, kurzweilig und tiefsinnig zugleich. Und auch das leidige Thema «Bach auf dem Klavier» ist – ein weiteres Paradox dieser buchstäblich erleuchteten Interpretation – einen Moment lang unerheblich. Denn hier klingt einfach alles stimmig und fantastisch.

Zu früh einsetzender Schluss-Applaus zerstörte ein wenig das Gehörte und dem Pianisten gefiel es ebenso wenig, was durch sein Kopfschütteln erkennbar war. Schade, dass dieser kleine Wehrmutstropfen ein geniales Bach-Konzert ein wenig eingetrübt hat.


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J.S. Bach & Antonio Vivaldi – Concertos for flute & strings

J.S. Bach & Antonio Vivaldi – Concertos for flute & strings!

                              J.S. Bach

Johann Sebastian Bach (Rufname Sebastian, * 21. März jul./ 31. März 1685 greg. in Eisenach; † 28. Juli 1750 in Leipzig) war ein deutscher Komponist, Kantor sowie Orgel- und Cembalovirtuose des Barock.

In seiner Hauptschaffensperiode war er Thomaskantor zu Leipzig. Er ist der prominenteste Vertreter der Musikerfamilie Bach und gilt heute als einer der bekanntesten und bedeutendsten Musiker überhaupt. Insbesondere von Berufsmusikern wird er oft als der größte Komponist der Musikgeschichte angesehen. Seine Werke beeinflussten nachfolgende Komponistengenerationen und inspirierten Musikschaffende zu zahllosen Bearbeitungen.

Johann Sebastian Bachs Stil machte unter dem Einfluss Vivaldis eine tiefgreifende Weiterentwicklung durch; unter anderem transkribierte Bach mehrere Konzerte für Cembalo und für Orgel.

                            Antonio Vivaldi

Antonio Lucio Vivaldi (* 4. März 1678 in Venedig; † 28. Juli 1741 in Wien) war ein venezianischer Komponist und Violinist des Barocks.

Vivaldi brachte das Solokonzert als eine Hauptform des Hochbarock auf, und er verhalf dreisätzigen Werken zum Durchbruch. In den schnellen Ecksätzen setzte er erstmals systematisch die Ritornell-Form ein, in der das Orchester eine musikalische Passage mehrmals wiederholt und sich abwechselt mit solistischen Abschnitten, die einen freieren, mehr episodischen Charakter haben und modulierende Passagen enthalten. Seine langsamen Mittelsätze sind gekennzeichnet durch Kantilenen des Soloinstruments.

Daneben dokumentieren rund 55 Ripienokonzerte (Konzerte ohne Solisten) und rund 21 Kammerkonzerte (Konzerte für Solisten ohne Orchester) ein intensives Experimentieren mit der Konzertform.

Die Instrumental-Werke:

Antonio Vivaldi: Concerto for strings & continuo in C major, RV 114
J.S. Bach: Italian Concerto, BWV 971
Antonio Vivaldi: Concerto for Strings in G minor, RV 157
Antonio VivaldiJ.S. Bach: Concerto in g minor RV 316 – BWV 975
J.S. Bach: Concerto for two Violins in D minor, BWV 1043
Anonio Vivaldi: Concerto for flautino in C major RV 443

                                          Anna Fusek (flute) and Capella Anna play Bach & Vivaldi

Ausführende:

Anna Fusek: flute

Capella Anna Conducted by Anna Fusek

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                             Video: J.S. Bach & Antonio Vivaldi – Concertos for flute & strings

 

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J.S. Bach BWV 232 „h-moll Messe“ Herbert Blomstedt von 2005 aus der Thomaskirche Leipzig

J.S. Bach BWV 232 „h-moll Messe“ Herbert Blomstedt von 2005 aus der Thomaskirche Leipzig

Die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach, BWV 232, ist eine der bedeutendsten geistlichen Kompositionen. Es handelt sich um J.S. Bachs letztes großes Vokalwerk und seine einzige Komposition, der das vollständige Ordinarium des lateinischen Messetextes zugrunde liegt.

                                          Dirigent Herbert Blomstedt  –  (Foto: Gert Mothes)

Gelegentlich wird sie infolge einer Zuschreibung der Romantik auch Hohe Messe in h-Moll genannt. Dem Typus nach handelt es sich um eine Missa solemnis, die aus 18 Chorsätzen und 9 Arien besteht. Bach komponierte 1733 zunächst eine Missa aus Kyrie und Gloria. Gegen Ende seines Lebens stellte er die übrigen Sätze aus Bearbeitungen früher komponierter Sätze, überwiegend aus seinen Kantaten, und neuen Kompositionen zusammen. Das Manuskript von 1748/1749 gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Die hohe Wertschätzung der Messe spiegelt sich seit dem 19. Jahrhundert in zahlreichen superlativischen Beschreibungen und der Bezeichnung als „Hohe Messe“ wider. Der Bach-Biograph Philipp Spitta urteilte 1880: „Von Bachs Compositionen könnte alles verloren gehen, die H moll-Messe allein würde bis in unabsehbare Zeit von diesem Künstler zeugen, wie mit der Kraft einer göttlichen Offenbarung.“

Im Gegensatz zu anderen Vokalwerken Bachs, den Kantaten, Oratorien und Passionen, die nach seinem Tod für fast 100 Jahre weitgehend in Vergessenheit gerieten, stand die h-Moll-Messe in hohem Ansehen und genoss einen legendären Ruf. Der Musikwissenschaftler Friedrich Blume hielt sie für „eines der eindrucksvollsten Zeugnisse, das die Geschichte kennt, für jenen überkonfessionellen und gesamteuropäischen Geist, der die Musik am Ausgang des Barockzeitalters durchdrungen hat“. Heute gehört die etwa zweistündige, anspruchsvolle Messe zum Standard-Repertoire professioneller Chöre und wird von den großen Bachwerken weltweit am häufigsten aufgeführt.

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J.S. Bach BWV 232 „h-moll Messe“ mit Herbert Blomstedt

„Nichts, was J.S. Bach geschrieben hat, ist so umfassend wie die h-moll-Messe – nicht einmal die großen Passionen.“ – In diesen Worten spürt man eine besondere Beziehung Herbert Blomstedts zu Bachs Monumentalwerk. Eine Live-Aufnahme vom Bachfest Leipzig am 8. Mai 2005 aus der Thomaskirche Leipzig.

Mit seiner „Missa tota“ – einer voll durchkomponierten fünfsätzigen Messe gemäß dem katholischen Ritus, abweichend von der im protestantischen Raum verwendeten Kurzform – beschäftigte sich J.S. Bach fast 30 Jahre lang; das „Et incarnatus est“ aus dem „Credo“- Abschnitt wurde zu seiner letzten vollendeten Komposition. So erscheint die h-moll-Messe als klingendes Vermächtnis, über das Herbert Blomstedt in einem Gespräch mit der Journalistin Julia Spinola bewundernd sagte: „Schon der Reichtum an Formen ist erstaunlich und der innere Reichtum ist es umso mehr.“

Ausführende:

Ruth Ziesak, Sopran;  Anna Larsson, Alt

Christoph Genz, Tenor Dietrich Henschel, Bass

Gewandhaus-Orchester Leipzig  &  Gewandhaus-Kammerchor Leipzig

Dirigent: Herbert Blomstedt

Eine Live-Aufnahme vom Bachfest Leipzig am 8. Mai 2005 aus der Thomaskirche Leipzig.

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Die Thüringer Bachwochen mit Termine in 2018 und veröffentlicht Trailer-Videos von den Festwochen! 

Die Thüringer Bachwochen mit Termine in 2018 und veröffentlicht Trailer-Videos von den Festwochen! 

Zum fünften Mal lädt Helmuth Rilling, der legendäre Bach-Interpret und -Vermittler, junge Musiker aus aller Welt nach Weimar, um an authentischem Ort Bachs Kantaten zu studieren und aufzuführen.

Das große Finale sind die beiden Abschlusskonzerte, am 10.08.2018 in Leipzig und am 11.08.2018 in Eisenach.

Das Programm des zweiten Abschlusskonzertes wird sein:

Johann Sebastian Bach Kantaten
„Herr, gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht“ | BWV 105
„Du Hirte Israel, höre“ | BWV 104
„Wir müssen durch viel Trübsal” | BWV 146

Weitere Angaben zu dem Projekt unter dem nachstehenden Link:

http://www.thueringer-bachwochen.de/de/academy/


The 5th Weimar Bach Cantata Academy is ready to start.

Only two more weeks until 63 young, talented and ambitious musicians from 18 countries come to Weimar to study with Helmuth Rilling and seven coaches the secrets of Bach’s cantatas. Seven unique concerts will follow!

But who are these young fellows who just love music, traveling and J.S. Bach?
Starting today we will begin a series of introductions to get to know each other. Everyday, all the way up until the Bach Cantata starts, we will introduce to you the ladies and gents of the upcoming Bach Cantata Academy with personal and fascinating facts… it’s about life, about the beginning of the love to music and about inspiring souls.

Join us on the journey of the 5th Weimar Bach Cantata Academy – 29 July – 11 August 2018.

Say hello to Krista Costin (USA), Jared Swope (USA) and Kyron Basu (CAN)

More information about the project at the following link:

http://www.thueringer-bachwochen.de/de/academy/

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The 5th Weimar Bach Cantata Academy starts in only two weeks, on 29 July, with 63 young and talented musicians. Over two weeks they will study and perform Bachs cantatas with the great Bach expert Helmuth Rilling!

Look back to 2017 and be excited for 2018’s concerts!

Tickets and information are available at:   www.thueringer-bachwochen.de

THÜRINGER BACHWOCHEN – der Festivaltrailer

Ein Film von Marius Böttcher mit Eindrücken von Konzerten der Thüringer Bachwochen 2018, u.a. mit Asya Fateyeva, Alexey Stadler, Chad Lawson, Jordi Savall, Hans-Christoph Rademann, der Gaechinger Cantorey der Internationale Bachakademie Stuttgart, Il Gardellino, Tobias Berndt, Silvius von Kessel, der Deutschen Hofmusik und den Basler Madrigalisten, gedreht in der Bachkirche Arnstadt, im Erfurter Dom, auf der Leuchtenburg, bei FRANZ MEHLHOSE und im Zughafen Erfurt sowie in der Stadtkirche St. Michael in Jena.

Video:  

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Weimarer Bachkantaten-Akademie 2017 | Abschlusskonzert Eisenach

Aufzeichnung aus der Georgenkirche Eisenach, 18. August 2017

Johann Sebastian Bach: Kantaten
„Christen, ätzet diesen Tag“ BWV 63
„Sie werden aus nach Saba kommen“ BWV 65
„Lobet Gott in seinen Reichen“ BWV 11

Julia Sophie Wagner – Sopran
Lidia Vinyes Curtis – Alt
Nicholas Phan – Tenor
Tobias Berndt – Bariton

Chor und Orchester der Weimarer Bachkantaten-Akademie
Kathy Saltzman Romey – Einstudierung Chor
Lorenzo Ghirlanda – Einstudierung Orchester

Helmuth Rilling – Leitung

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In August 2015 the great Bach interpreter and promoter, Helmuth Rilling, invited young musicians from across the world to come to Germany to study and perform Bach’s cantatas in their authentic location in Weimar. 63 musicians from 18 countries were chosen from countless applicants who evolved in the shortest time into an excellent choir and orchestra with immense enthusiasm and great musical talent.

This documentation by director Tilo Krause shows impressions of the Academy as well as of concerts in the historic Bach places in Muehlhausen, Arnstadt and Eisenach. A project of the Thuringia Bach Festival in collaboration with the Liszt University of Music Weimar, made possible by the generous support of the Friends of Helmuth Rilling association. Copyright: Freundeskreis Helmuth Rilling – Friends of Helmuth Rilling e.V., Tilo Krause, Thueringer Bachwochen e.V.

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