Archiv der Kategorie: Klassik-News

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ – wird mit dem letzten Sonntag im Kirchenjahr 2018 eingestellt!

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“ wird mit dem letzten Sonntag im Kirchenjahr 2018 eingestellt!

Liebe Blog-Besucher-innen von „Volkers Klassikseiten J.S. Bach!

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich dazu entschlossen, mein Blog:

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

für immer zu schließen. Viele Gründe haben mich dazu gezwungen, weil es im Internet sehr schwer geworden ist, seine Klassikseite – ohne in Gefahr zu raten eine Urheberrechtsverletzung zu begehen, noch aufrecht erhalten zu können. Ebenso ist der finanzielle Aufwand sehr hoch geworden, um alle technischen Möglichkeiten des Internet nutzen zu können.

Die Resonanz ist ebenfalls in den letzten Jahren anhand von abgegebenen Kommentaren sehr dürftig geworden und die ehemalige Klassikgemeinschaft hat sich in Wohlgefallen aufgelöst. Es ist sehr tragisch für mich, diese meine so geliebte Klassikseite für alle Zeit schließen zu müssen.

Es war in den Anfangsjahren eine wunderbare Gemeinschaft, die sich angeregt über Sir J.E. Gardiner und seiner Bach-Pilgrimage 2000 ausgetauscht hat. Viele freundschaftliche Begegnungen und gemeinsame Konzertbesuche waren ein Highlight und haben unser Leben bereichern können. Das alles wird es in Zukunft nicht mehr geben und bedaure es zu tiefst, diesen Schritt gehen zu müssen.

Ich wünsche Allen weiterhin alles Gute und und grüße euch aus der Ferne mit lieben Bach-Grüßen!

Herzlichst Volker

 

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J.S. Bach – Kantate BWV 140 „Wachet auf ruft uns die Stimme“ Kantate für den 27. Sonntag nach Trinitatis!

 J.S. Bach – Kantate BWV 140 „Wachet auf ruft uns die Stimme“ Kantate für den 27. Sonntag nach Trinitatis!

„Wachet auf, ruft uns die Stimme“ (BWV 140) ist eine der bekanntesten Kantaten Johann Sebastian Bachs. Das Werk basiert auf dem bekannten gleichnamigen Choral von Philipp Nicolai aus dem Jahre 1599. Diese Choralkantate wurde für den im Kirchenjahr nur selten vorkommenden 27. Sonntag nach Trinitatis komponiert. Uraufführung war am 25. November 1731.

                                      Thomanerchor mit Thomaskantor Hans-Joachim Rotzsch

Der unbekannte Textdichter übernahm alle drei Strophen des Chorals wörtlich für die Sätze 1, 4 und 7; dazwischen fügte er frei gedichtete Rezitative und Arien ein, die auf biblische Motive des Hohelieds Salomons zurückgreifen. Grundgedanke des Textes ist die bildliche Gleichsetzung der Verbindung zwischen Jesus und der menschlichen Seele mit einer Hochzeit. Wie bei antiken orientalischen Hochzeiten der Bräutigam anscheinend zu einem nicht genau festgesetzten Zeitpunkt erschien, dann aber ein ordentliches Fest erwartete, so soll die Seele ständig bereit sein, Gott zu begegnen.

1. (Chor) – Choral: Wachet auf, ruft uns die Stimme

2. (Tenor) – Rezitativ: Er kommt, der Bräutgam kommt

3. (Sopran) – Bass) Arie: Wenn kömmst du, mein Heil?

4. (Tenor) – Choral: Zion hört die Wächter singen

5. (Bass)- Rezitativ: So geh herein zu mir

6. (Sopran, Bass) – Arie: Mein Freund ist mein! Und ich bin sein!

7. (Chor) – Choral: Gloria sei dir gesungen

Besetzung:

Erzähler (Tenor)

Die Seele (Sopran)

Jesus (Bass)

Chor (SATB)

Orchester mit 2 Oboen, Taille (Partiturbezeichnung der Oboe da caccia), Horn (als Melodieverstärkung), Violino piccolo, 2 Violinen, Bratsche, Basso continuo

Ausführende:

Arleen Augér  (Sopran)  Peter Schreier, (Tenor)

Siegfried Lorenz  (Bass)

Thomanerchor Leipzig

Neues Bachisches Collegium Musicum Leipzig

Leitung: Thomaskantor Hans-Joachim Rotzsch

Aufnahme von 1981 aus der Paul-Gerhardt-Kirche in Leipzig!

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Die Paul-Gerhardt-Kirche in Leipzig hat durch ihre Bauweise – Holzfußboden auf Balkenlage, Holztonne – eine ausgezeichnete Akustik. Deswegen ist sie zu DDR-Zeiten eines der drei Kirchengebäude gewesen, in denen die Plattenfirma „Amiga klassische Musik aufgenommen hat.

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ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk: BWV 565 „Toccata und Fuge in d-Moll“

ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk: BWV 565 „Toccata und Fuge in d-Moll“

„BACHS WELTBERÜHMTE JUGEND“

             Die Orgel in der St. Martins Kirche, Groningen Holland. Im Foto: Organist Leo van Doeselaar

Es gibt keine Komposition von Johann Sebastian Bach, die in unserer Zeit so häufig und für so unterschiedliche Zwecke wie die Toccata und Fuge in d-Moll, BWV 565, wiederverwendet wurde.

Von Disneys Fantasia bis zum Phantom der Oper sorgte der Beginn dieser Komposition für unvergessliche Momente. Das Geheimnis Ein heftiger, mit einem sogenannten Mordent-Akzent versehener erster Ton, mit dem folgenden aufregenden kurzen Stille-Moment und dann dieser überwältigenden absteigenden Tonfolge (oder Variationen darauf, wie bei Pirates of the Caribbean). Bachs eigene Partitur wird leider nicht aufgegeben, was zu vielen Spekulationen über die Ursprünge dieser wilden, originellen und eigentlich kleinen „Bach-ähnlichen“ Komposition geführt hat.

Es wäre viel zu klären, ob diese Toccata und Fuge in Bachs jüngeren Jahren in Arnstadt liegen könnte. Der Orgel fehlte ein 16-Fuß-Register auf der Klaviatur, das Bach zu Oktaven verdoppeln konnte, um den donnernden Effekt dieser Eröffnungsmaßnahmen fortzusetzen. Oktav-Doppel sind in Bachs späteren Orgelwerken nirgends zu sehen. Nach der Gewalt der „improvisierten“ Toccata klingt die straff gerichtete Fuge mit ihrer fortlaufenden Reihe schneller Töne nicht weniger heftig. Vielleicht schämte sich Bach später für seinen unhöflich jugendlichen „Keyboard-Stil“, wie sein Biograph Johann Nikolaus Forkel (1749-1818) nannte, und ließ das Werk weiter links liegen. Viele andere frühe Orgelwerke sind definitiv verloren gegangen. Glücklicherweise ist diese „Jugendsünde“ von Bach dank des Kopisten Johannes Ringk (1717-1778) für die Nachwelt erhalten geblieben.

Die Toccata ist wie das Vorspiel eine unstrukturierte Form, in der der Keyboarder seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Während Johann Gottfried Walther (1684-1748) in seinem Musikalischen Lexikon von 1732 das Vorspiel kurz ein Vorspiel nennt, bezeichnet er die Toccata als ein langes Stück, in dem sich beide Hände mit der Passagenarbeit abwechseln, unabhängig davon, ob sie von langen Pedaltönen begleitet werden. Diese ausgeprägte Freiheit der Toccata hängt mit dem seit dem 17. Jahrhundert in Norddeutschland beliebten Stylus phantasticus zusammen. Dieser erratische Kompositionsstil, der aus Südeuropa stammte, wird von demselben Walther als „frei von Zwang“ beschrieben. Es ist daher bemerkenswert, dass sowohl die Toccata als auch der Auftakt oft ein Paar bilden, wobei die Fuge strengen Kompositionsregeln unterliegt. Teilweise, weil die Fuge ihr thematisches Material aus dem vorherigen Teil bezieht, wird die Struktur in ihrer Gesamtheit angewendet.

BWV 565 Toccata und Fuge in d-Moll

GENRE
Orgelarbeit

STADT Arnstadt

AUTOGRAPH
Undatierte Kopie von Johannes Ringk (1717-1778), Preussischer Kulturbesitz

SPEZIAL
Diese Arbeit kann eine Adaption eines verlorenen Violinstücks sein.

PUBLIKATIONSDATUM
2. Mai 2014

AUFNAHMEDATUM
8. Oktober 2013

STANDORT
Martinikerk, Groningen

ORGEL
Leo van Doeselaar

Schnittger-Orgel von 1692  Martinikerk in Groningen (Holland)

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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 565

Herzliche Grüße

Karin

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In der St. Marienkirche Stift Berg in Herford – feierte die Westfälische Kantorei ihr 70-jähriges Bestehen mit einem bewegenden Konzert !

In der St. Marienkirche Stift Berg in Herford – feierte die Westfälische Kantorei ihr 70-jähriges Bestehen mit einem bewegenden Konzert !

Doppelkonzert: In St. Marien feiern die Westfälische Kantorei ihr 70-jähriges Bestehen und Johannes Vetter seinen Einstand als Organist der Stiftskirche St. Marien, Herford. Ein künstlerischer Abenteuerparcours führt zu barocken Meistern.


Herford. Mit einem Doppelkonzert feiern die Westfälische Kantorei ihr 70-jähriges Bestehen und Johannes Vetter seinen Einstand als Organist der Marienkirche auf dem Stiftberg, in HerfordFrühe Gedichte aus Ossip Mandelstams erstem Gedichtband „Der Stein“ bildeten das Rückgrat des Programms „Es kommen härtere Tage“, das Johannes Vetter für den ersten Teil des Abends entwickelt hatte. Texte die den Zuhörer aufrütteln und gleichzeitig aufs Glatteis führten.

Der zweite Teil des Doppelkonzert war dem siebzigjährigen Jubiläum der Westfälischen Kantorei gewidmet unter der Leitung von Hildebrand Haake,. Das von Wilhelm Ehmann in 1948 gegründete Ensemble, wird seit 1987 von Hildebrand Haake geleitet und setzt sich aus Studierenden der Hochschule für Kirchenmusik Herford, ihren Absolventen sowie Sänger mit professioneller Erfahrung zusammen……

Hier gibt es den ganzen Artikel der NW

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Das traditionelle Adventskonzert des ZDF aus der Frauenkirche in Dresden – Sendetermin: 02. Dezember 2018 um 18:00 Uhr

Das traditionelle Adventskonzert des ZDF aus der Frauenkirche in Dresden – Sendetermin: 02. Dezember 2018 um 18:00 Uhr

               Adventskonzert 2018 aus Dresden – Sendetermin im ZDF am 02.12.2018 um 18 Uhr

Adventliche Festmusik aus Dresden

Datum
Sa, 1. Dezember 2018, 18:00 Uhr Öffentliche Veranstaltung !

Die Veranstaltung ist ausverkauft.

Ort
Hauptraum der Frauenkirche Dresden

Veranstalter
Stiftung Frauenkirche Dresden

Das traditionelle Adventskonzert des ZDF in Zusammenarbeit mit der Stiftung Frauenkirche Dresden unterstützt von der Commerzbank

Programm:

Felix Mendelssohn Bartholdy
Trompeten-Ouvertüre C-Dur, op. 101

Max Reger
Mariä Wiegenlied, op. 56, Nr. 52

Gabriel Fauré
Cantique de Jean Racine, op.11

Wolfgang Amadeus Mozart
Adagio
aus dem Violinkonzert Nr. 3, G-Dur, KV 216

Felix Mendelssohn Bartholdy
»Höre, Israel« und »Fürchte dich nicht«
aus dem Oratorium »Elias«

Engelbert Humperdinck

Abendsegen und Traumpantomime
aus der Oper »Hänsel und Gretel«

Gioachino Rossini

»Cum sancto spiritu«
aus der Messe »Petite messe solenelle«

Mitwirkende:

Sopran Hanna-Elisabeth Müller
Mezzosopran Stephanka Pucalkova
Violine Daniel Hope

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden
Leitung: Lorenzo Viotti

Fernseh-Sendetermin: 1. Sonntag im Advent, am 02. Dezember 2018, um 18 Uhr, im ZDF

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Das Bach-Archiv Leipzig eröffnet mit einem wunderbaren Trailer den Erwerb der Eintrittskarten für das Bachfest 2019

Das Bach-Archiv Leipzig eröffnet mit einem wunderbaren Trailer den Erwerb der Eintrittskarten für das Bachfest 2019

                                                                 BACHFEST LEIPZIG 2019

Ein erster Vorgeschmack auf das Bachfest 2019. Kristian Bezuidenhout, Ton Koopman, Nuria Rial, Lionel Meunier, Thomaskantor Gotthold Schwarz und der Bachfest-Künstlerische Leiter Michael Maul sprechen über das Aufführen von Bach beim Bachfest 2019 in Leipzig.

Bachfest Leipzig 2019: »Hof-Compositeur Bach« / »Bach – Court Compositeur« (Trailer)

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TICKETS on sale NOW:
www.bachfestleipzig.de/en/bachfest

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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 989 „Aria variata alla maniera italiana a-Moll“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 989 „Aria variata alla maniera italiana a-Moll“

Dämonen in den Fingern
Die Läufe in Variante 9 sind genauso wie die am Ende von Pasquinis toccata.

                                                                 Bartolotti-Haus, Amsterdam

Einer der größten italienischen Keyboarder an Johann Sebastian Bach´s Tagen war Bernardo Pasquini (1637-1710), der weit über die Grenzen Italiens bekannt war. Zum Beispiel schrieb ein Medizinstudent in Leiden im Jahr 1698 einen aufgeregten Brief an einen schottischen Freund in Rom über „dieses große Weltwunder (dh Pasquini), der so schnell spielen kann, dass er scheinbar Dämonen in den Fingern hat“ (ut haberet diabolum in digitis). Die Amsterdamer Musikverlegerin Estienne Roger – deren Laden nur zehn Minuten zu Fuß vom Bartolotti-Haus, entfernt war, in dem diese Aufnahme gemacht wurde – veröffentlichte 1699 eine Ausgabe von Toccates & suites für das Messegelände Pasquini, Poglietti & Gaspard Kerle.

                                                                   Lars Ulrik Mortensen (Cembalo)

Pasquinis Musik wurde auch in Deutschland verbreitet. Zu dieser Zeit lebte und arbeitete J.S. Bach in Weimar, wo er viel italienische Musik studierte und kopierte. Es war die Zeit, als Bach Vivaldis Konzerte für Orgel und Cembalo arrangierte, zum Beispiel BWV 592 und 593. Bach sammelte außerdem leidenschaftlich italienische Cembalo-Musik, kopierte Girolamo Alessandro Frescobaldi`s Fiori musicali und eine Toccata und Passacaglia von Pasquini. Vielleicht gehörte das vorgenannte Buch von Toccates & suites zu den italienischen Werken, die sein Arbeitgeber Johann Ernst von Sachsen-Weimar aus den Niederlanden mitgebracht hatte. In der Aria variata alla maniera italiana, BWV 989, verwendete Bach jedenfalls den gleichen Erfindungsreichtum und die gleiche Virtuosität. Die geschickten Parallelverläufe in Variante 9 sind zum Beispiel genau die, die am Ende von Pasquinis toccata stehen. Schließlich konnte Bach auch so spielen, als hätte er Dämonen in den Fingern.

BWV 989

TITEL
Aria variata alla maniera italiana

JAHR
vor 1714

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
16. November 2018

AUFNAHMEDATUM
14. Oktober 2017

STANDORT
Bartolotti-Haus, Amsterdam

Cembalo
Lars Ulrik Mortensen

CEMBALO
tba


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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 989

Herzliche Grüße 

Karin

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