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Kirchenmusik Bergkirchen (OWL) Eröffnung der Reihe „Musik für Spaziergänger“ am 6.3.2016 um 16:30 Uhr


Kirchenmusik Bergkirchen (OWL) Eröffnung der Reihe „Musik für Spaziergänger“ 2016

Am Sonntag,, wird um 16.30 Uhr die Reihe „Musik für Spaziergänger“ 2016 mit einem Konzert für Querflöte und Marimbaphon in der Kirche zu Bergkirchen eröffnet.

Zu Gast sind die ungarischen Musiker Anita Farkas, Querflöte und Miklós Vitkóczy, Marimbaphon (großes Xylophon mit 5 2/3 Oktaven Tonumfang und 3 m Länge). Anita Farkas schloss ihr Studium 2011 an der Hochschule für Musik Detmold mit dem Konzertexamen ab. Hier lernte die junge, vielfach preisgekrönte Ungarin auch ihren Duo-Partner Miklós Vitkóczy kennen, der in der Klasse von Professor Prommel Schlagzeug studiert. Unter dem Titel „Tango trifft Neue Musik“ sind südamerikanische und klassische Werke von Josh Gottry „Foundations“, Bela Bartok „6 Rumänische Volkstänze“, Astor Piazzolla „Histoire du Tango“, Carl Philipp Emanuel Bach Sonate a-moll, Alfred Schnittke „Suite in Old Style“ und von Ney Rosauro „Two pieces for flute and Marimba“ zu hören.

Der Titel des Programms verspricht ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis. Die international bekannten Musiker spielen Werke, die in die temperamentvolle, rhythmische und leidenschaftliche Welt der Musik entführen. Der sanfte, tiefe Klang des Marimbaphons trifft hier auf den brillanten, eleganten Ton der Querflöte; eine faszinierende und wunderschöne Klangmischung.

Anstelle von Eintrittskarten wird eine Kollekte gesammelt.

Ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen im Gemeindehaus.

Weitere Informationen erhält man unter:

www.bergkirchen.net, E-Mail: musik@bergkirchen.net

Anita Farkas 2Anita Farkas gehört zweifellos zu den herausragenden Flötistinnen ihrer Generation. Fachjournalisten bescheinigen der jungen, vielfach preisgekrönten Ungarin „enorme Virtuosität und Klangvielfalt“.Anita Farkas wurde in Budapest in eine Musikerfamilie hineingeboren und siedelte schon im Kindesalter mit ihren Eltern in die Türkei um. Dort studierte sie am Konservatorium der Anadolu Universität und anschließend an der Musikakademie. Im Jahr 2004 wechselte sie in die Flötenklasse von Prof. János Bálint an die Hochschule für Musik Detmold, wo sie 2008 ihr Studium mit dem künstlerischen Diplom abschloss. 2012 legte sie ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ab.

Anita Farkas erspielte sich bereits während ihres Studiums in der Türkei den 1. Preis beim Anadolu Universitätswettbewerb in der Solowertung. 2008 bekam sie beim 4. Internationalen Flötenwettbewerb in Krakau einen 2. Preis (der 1. Preis wurde nicht vergeben), ein Jahr später wurde sie mit dem 1. Preis des DAAD-Wettbewerbs ausgezeichnet. Ebenfalls 2009 ehrte sie der deutsche Richard-Wagner-Verband mit einem Stipendium und 2011 wurde ihr der GWK-Förderpreis Musik der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit zugesprochen.

Die Flötistin konzertiert vielfach als Solistin mit internationalen Orchestern, u.a. spielte sie mit dem Mahler Chamber Orchestra (MCO), den Dortmunder Philharmonikern, dem Sinfonieorchester Münster, der Budapester Staatsoper, dem BM Duna Sinfonieorchester, Ungarn, dem Wroclaw Chamber Orchestra, Polen, dem Bratislava Kammerorchester und dem Prager Symphonieorchester. Bei zahlreichen CD-Produktionen, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen wirkte sie als Solistin und Orchestermusikerin mit. Konzertauftritte führten sie durch Deutschland, Frankreich, Italien, Ungarn, Polen, Schweiz, Türkei, USA, Chile, Peru und Taiwan.

Anita Farkas spielt seit 2008 mit dem Gitarristen Juan Carlos Arancibia im Arie Duo und im Duo Lumière mit der Harfenistin Jasmin-Isabel Kühne. Im Herbst 2010 zeichnete der Westdeutsche Rundfunk das Arie Duo in seinen „Open Auditions“ aus. Seine erste CD „Café“, die das Magazin des Bundes Deutscher Zupfmusiker als „absolut hörenswert“ empfahl, legte das Arie Duo 2012 vor. 2013 gewann es den 3. Preis beim Gerhard-Vogt-Wettbewerb  „Gitarre plus 1“ und den 2. Preis beim Leopold Bellan Kammermusikwettbewerb in Paris. Zum Duo Lumière schlossen sich Jasmin-Isabel Kühne und Anita Farkas 2013 zusammen. Seitdem konzertieren die beiden deutschlandweit.

Anita Farkas unterrichtet seit mehreren Jahren in Deutschland und ist seit 2013 Jurorin beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Sie gibt Meisterkurse u.a beim Beigang International Music Festival in Taiwan, in Chile und Peru. Seit 2015 spielt die junge Künstlerin mit dem One Earth Orchestra.

Miklos Vitkoczy 1Miklós Vitkóczi ist 1991 in Budapest (Ungarn) geboren. Mit dem Schlagzeugspiel begann er im Alter von 12 Jahren. Er nahm an diversen Wettbewerben Ungarns erfolgreich teil, und gewann beim nationalen Wettbewerb ungarischer Musikschulen den 1. Preis. Auf einer gemeinsamen Konzerttournee im Jahre 2008 nach China und Indonesien im Vienna Symphony Orchestra konnte er an der Seite seines ehemaligen Lehrers wertvolle Orchestererfahrungen sammeln.

2010 wurde Miklós Vitkóczy für herausragende musikalische Leistungen mit der Ferenc Farkas-Auszeichnung der gleichnamigen Musikschule besonders geehrt. Mit den Donauer Symphonikern (Ungarn) spielte er 2011 das Marimba Solokonzert von Ney Rosauro. 2010 begann Miklós Vitkóczy sein Bachelor Studium an der Hochschule für Musik Detmold in der Klasse von Herrn Prof. Prommel. Nach erfolgreichem Abschluss setzt er nun sein Masterstudium fort. Neben solistischen Aktivitäten konzertiert er mit verschiedenen Kammermusik-Ensembles und namhaften deutschen Orchestern wie der Musica Assoluta, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Philharmonie Südwestfahlen und dem Detmolder Kammerorchester. 2012 gründete Miklós Vitkóczi mit der Flötistin Anita Farkas ein Duo.

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Kirchenmusik Bergkirchen (OWL) Die „Winterreise“ von Franz Schubert am 7.2.2016


Konzert, Kirche in Bergkirchen (Lippe) am Sonntag, 07.02.2016 um 16:30 Uhr

Am Sonntag, 7. Februar 2016, enden die Winterkonzerte in der Kirche zu Bergkirchen um 16.30 Uhr mit der Winterreise von Franz Schubert. Zu Gast sind dann der Professor der Hochschule für Kirchenmusik Halle Christopher Jung (Bariton) und der Professor der Musikhochschule Detmold Piotr Oczkowski (Klavier). Die Winterreise ist einer der bekanntesten Liederzyklen der Romantik und wurde von nahezu allen bedeutenden Liedsängern (Bass, Bariton, Tenor), aber auch von Sängerinnen (Mezzosopran, Alt, Sopran) interpretiert.

Anstelle von Eintrittskarten wird eine Kollekte gesammelt.

Weitere Informationen erhält man unter:

www.bergkirchen.net, E-Mail: musik@bergkirchen.net

Die Texte der Winterreise stammen von Wilhelm Müller (1794–1827). Müller kam aus Dessau und verkehrte im schwäbischen Dichterkreis um Ludwig Uhland, Justinus Kerner, Wilhelm Hauff und Gustav Schwab. Franz Schubert fühlte sich von den Texten unmittelbar angesprochen und vertonte sie im Todesjahr Wilhelm Müllers. Die ersten 12 Gedichte verarbeitete er, laut Autograph, im Februar 1827. Diese wurden dann am 24. Januar 1828 von dem Wiener Verleger Tobias Haslinger veröffentlicht. Wahrscheinlich im Spätsommer 1827 stieß Schubert dann auf die restlichen 12 Gedichte, die er nun auch vertonte. Diese wurden erst sechs Wochen nach Schuberts Tod, am 31. Dezember 1828 veröffentlicht. Schubert und Müller sind sich nie persönlich begegnet. Ob dieser noch vor seinem Tode 1827 von Schuberts Vertonungen erfuhr, ist unklar.

„Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus“ – mit diesen Versen beginnt die „Winterreise“, mit dem Schubert eine Darstellung des existentiellen Schmerzes des Menschen gelang. Im Verlauf des Zyklus wird der Hörer immer mehr zum Begleiter des Wanderers, der zentralen Figur der Winterreise. Dieser hat nach einem Liebeserlebnis, das bereits vor Beginn des Zyklus abgeschlossen ist, Liebe und Geborgenheit bewusst und aus eigener Entscheidung hinter sich gelassen und zieht ohne Ziel und Hoffnung hinaus in die Winternacht. Das Werk Müllers kann auch als politische Lieddichtung begriffen werden, in der er seine von den Fürsten enttäuschte und verratene Vaterlandsliebe; d. h. die Hoffnung auf Freiheit, Liberalismus, und Nationalstaat; thematisiert.

Innerhalb des Zyklus lässt sich kein durchgehender Handlungsstrang erkennen. Es handelt sich eher um einzelne Eindrücke eines jungen Wanderers. Auf den 24 Stationen seines passionsgleichen Weges ist er zunächst starken Stimmungsgegensätzen von überschwänglicher Freude bis hin zu hoffnungsloser Verzweiflung ausgesetzt – von Schubert durch den häufigen Wechsel des Tongeschlechts verdeutlicht –, bevor sich allmählich eine einheitliche, jedoch vielfältig schattierte, düstere Stimmung durchsetzt.

Im Ausklang des Zyklus trifft der Wanderer auf den Leiermann, der frierend seine Leier dreht, aber von niemandem gehört wird. Die Melodie erstarrt hier zur banalen Formel, das musikalische Leben hat sich verflüchtigt und das Gefühl scheint aus einem verloschenen Herzen entwichen zu sein – und doch gelingt Schubert in dieser Szenerie unendlicher Hoffnungslosigkeit hier eines seiner anrührendsten und gleichzeitig schlichtesten Lieder.

Mit der Frage „Willst zu meinen Liedern deine Leier dreh’n?“ endet die „Winterreise“. Manche sehen in diesem Lied die Kunst als letzte Zuflucht dargestellt, andererseits wird der Leiermann, dem der Wanderer sich anschließen will, auch als Tod gedeutet.

Jung (Bariton) & Oczkowski (Piano)

Jung (Bariton) & Oczkowski (Piano)

Biographie: Bariton Christopher Jung

Der Bariton Christopher Jung begann früh mit seiner musikalischen Ausbildung. Er spielte als Kind Viola und war mehrfach Preisträger bei Jugend musiziert. Mit 10 Jahren wurde er als Knabensopran von E.L Schmid unterrichtet und übernahm bald solistische Aufgaben u.a. am Mannheimer Nationaltheater unter Donald Runnicles. Nach dem Stimmwechsel und einem 1. Preis als Bariton beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert studierte er zunächst Medizin, bevor er von 1993 bis 1998 an den Musikhochschulen Berlin und Leipzig bei Prof. Helga Forner ein Gesangsstudium und ein Gesangspädagogikstudium mit Auszeichnung absolvierte. Im Jahr 2000 folgte das Konzertexamen  ebenfalls mit Auszeichnung. Parallel dazu wurde er in den Meisterklassen von Dietrich Fischer-Dieskau und Aribert Reimann unterrichtet. Er besuchte Meisterkurse bei Hans Hotter, Walter Berry, Werner Hollweg, Claudia Eder und Hartmut Höll.

Nach mehreren Auszeichnungen und Preisen (u.a. Deutsche Schubertgesellschaft, Suder-Lied-Wettbewerb) gab der Bariton sein Operndebüt in der Rolle des Papageno in Mozarts Zauberflöte am Mittelsächsischen Theater Freiberg. Seither führen ihn zahlreiche Engagements an renommierte Bühnen im In- und Ausland u.a. zum Theaterfest nach Delphi (Griechenland), mit einer “Winterreise” nach Indien, zum MDR Musiksommer, zu den Semanas musicales nach Chile nach Venezuela und Kuba, den Dresdner Musikfestspielen, dem Bachfest Leipzig, dem Kunstfest Weimar, an die Komische Oper Berlin, an die Oper Leipzig, an das Opernhaus Halle und gemeinsam mit Graham Johnson an die Kölner Philharmonie. In der Opernwelt 2000 wurde er für seine Interpretation des „Hans Sachs“ von A. Lortzing als „Bester Nachwuchssänger“ nominiert.

Er unterrichtet als Professor an der Hochschule für Kirchenmusik Halle (Saale) und an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Zahlreiche Rundfunk und CD Aufzeichnungen dokumentieren sein bisheriges Schaffen.

Biographie: Pianist: Piotr Oczkowski

Pianist: Piotr Oczkowski entstammt einer Musikerfamilie und wurde in Krakau, Polen, geboren. Im Alter von sechs Jahren emigriert er nach Maracaibo, Venezuela. Eine größere Gruppe polnischer Musiker wird zur Gründung des Symphonischen Orchesters Maracaibo von der venezolanischen Regierung angestellt, darunter auch die Eltern. Seinen ersten Klavierunterricht erhält er mit acht Jahren bei der Konzertpianistin Elzbieta Sobkowicz, die auch mit übersiedelte. Schon mit 11 Jahren debütierte er als Solist mit Joseph Haydns D-Dur Klavierkonzert mit dem Symphonischen Orchester Maracaibo. Bald darauf folgten Aufnahmen im venezolanischen Rundfunk und Fernsehen als auch weitere Auftritte mit diversen venezolanischen Orchestern. Mit 15 Jahren ging Oczkowski nach Bloomington, USA, als „Special Student“ an die Indiana University und wurde in die Klavierklasse des chilenischen Pianisten und Komponisten Alfonso Montesino aufgenommen. In Bloomington legte er sein High-School-Diplom ab. Im Alter von 17 Jahren kam er mit einem Stipendium des DAAD Bonn nach Deutschland und beginnt ein Hochschulstudium an der Nordwestdeutschen Musikhochschule in Detmold bei Prof. Friedrich Wilhelm Schnurr. Dort absolvierte er 1990 seine Reifeprüfung im Fach Klavier.

Seine Ausbildung setzte er als Stipendiat des venezolanischen Kultusministeriums CONAC mit einem Aufbaustudium am Richard-Strauss-Konservatorium, München, bei dem russischen Pianisten Vadim Suchanov fort. Er nahm an den internationalen Meisterkursen mit dem russischen Professor Dimitri Bashkirov am Mozarteum Salzburg und dem Ruhr-Klavierfestival in Recklinghausen teil. Sein weiterer musikalischer Weg führte ihn zu Prof. Elgin Roth, Hamburg und zu Prof. Dr. Marco Antonio de Almeida, der ihn zur Aufnahme des Studiums im Fach „Musikpädagogik und Aufführungspraxis“ an der Martin-Luther-Universität Halle/Saale führte. Dieses Studium schloß Oczkowski im Herbst 2000 mit Auszeichnung ab.

1995 nahm er an den „Polnischen Kulturtagen in Bayern“ mit mehreren Konzerten teil. 1999 spielte er das Eröffnungskonzert des Festivals „Von Chopin bis Penderecki“ im Prinzregententheater München. Im Mai 2000 absolvierte er die von der Schmidt-Bank organisierte Konzerttournee „Musik in der Bank“ durch Bayern und Sachsen. Weitere Konzerte fanden in der Meistersingerhalle Nürnberg, in der Musikhalle Hamburg, in „Jameos del Agua“ auf Lanzarote und in Sao Paulo, Brasilien statt. 2005 und 2006 nahm er am Festival de Música de Londrina in Brasilien als Pianist und Dozent teil. Auch 2007 ist seine Teilnahme vorgesehen.

Oczkowski spielte als Solist mit dem Warren Symphony Orchestra, Detroit, USA, dem Orquesta Sinfónica de Maracaibo, Venezuela, dem Orquesta Filarmónica de Venezuela, dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode, der Westsächsischen Philharmonie und dem Philharmonischen Staatsorchester Halle. Neben seiner pianistischen Karriere ist er auch in seiner pädagogischen Arbeit sehr produktiv: 1998 wurde er Lehrbeauftragter an der Martin-Luther-Universität, Halle/Saale im Fach Korepetition und Liedbegleitung. Seit November 2000 war er dort als Dozent für das Hauptfach Klavier und Liedgestaltung tätig. Im Oktober 2006 übernahm er eine Professur als Leiter des Hochbegabtenzentrums an der Hochschule für Musik Detmold.

Pianist: Piotr Oczkowski ist Preisträger folgender Wettbewerbe:

1983 Indianapolis Concert Competition, Indiana, USA

1983 Grand Rapids International Piano Competition, Michigan, USA

1989 I. Nationaler Chopin-Wettbewerb in Caracas, Venezuela

1991 VIII. Lateinamerikanischer Klavierwettbewerb „Teresa Carreño“, Caracas, Venezuela

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