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ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1064 – „Konzert für drei Cembali in C-Dur“

ALL OF BACH veröffentlicht das BWV 1064 – „Konzert für drei Cembali in C-Dur“

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BACHS INTERESSANTES KONZERT

Mit diesem Konzert machte Bach auf sich und seine Söhne aufmerksam.

Das Konzert in C-Dur BWV 1064 für drei Cembali ist Bachs interessantestes Konzert, meint der Cembalist Lars Ulrik Mortensen. „Es ist so ein reichhaltiges Stück, dass ich ewig daran arbeiten kann. Es ist mehr integriert und enthält mehr Konversation als jedes von Bachs anderen Konzerten. “ Die Cembalisten operieren fast immer als Ganzes, spielen sogar große Teile in einer Hand oder sogar in beiden.

Kurze Solo-Passagen dienen eher als Effekt. Erst in der Schlussbewegung ist Raum für wahre Soli: erste Arpeggien, wie im Brandenburgischen Konzert Nr. 5, dann eine kontinuierliche Basslinie mit jumpy Begleitung und schließlich einige dramatische Chromatik in der ersten Tastatur. Eine Rückkehr der frivolen Triolen bringt diese virtuose Party zu einem eher abrupten Ende. Es ist bemerkenswert, dass es im ersten und dritten Satz kein Continuo gibt; nur eine „nackte“ Basslinie – was eigentlich ziemlich modern ist.

Aufführungsmaterial für Vater und Söhne

Wie fast alle anderen Klavierkonzerte J.S. Bach´s entstand dieses Konzert nicht als Tasteninstrument, sondern war ursprünglich als Konzert für drei Violinen gedacht. Vorurteile gegen das Arrangieren ignorieren die Tatsache, dass Bach absichtlich neue Versionen existierender Musik geschaffen hat.

Dieses Konzert entstand wahrscheinlich in den 1740er Jahren im Zimmermannschen Kaffeehaus, wo das Leipziger Collegium Musicum viele musikalische Stars der Zeit zu Konzerten auf höchstem Niveau zusammenführte. Alle Augen waren auf Bach gerichtet, als er das Collegium neben seiner Kantorei in der Thomaskirche zweimal für einige Jahre leitete. Und er wusste auch, dass ein umwerfendes Konzert für drei Cembali positive Aufmerksamkeit auf sich und seine zwei Söhne, Carl Philipp Emanuel und Wilhelm Friedemann, lenken würde, die noch nicht ganz zuhause waren. Da sein Alter ihn daran hinderte, so viel Geige zu spielen, konnte Bachs Keyboard-Karriere einen Schub bekommen.

BWV
1064

TITEL
Konzert für drei Cembali in C-Dur

GENRE
Orchesterwerk (Konzert)

JAHR
um 1735-1745

STADT
Leipzig

Besondere Hinweise
Wahrscheinlich ein Arrangement eines Konzerts für 3 Violinen (BWV 1064R)

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
22. Juni 2018

AUFNAHMEDATUM
15. Oktober 2017

Aufführungsort:
Muziekgebouw aan ‚t IJ, Amsterdam

Leitung:
Lars Ulrik Mortensen

Cembalisten:
Siebe Henstra, Menno van Delft, Lars Ulrik Mortensen

VIOLINE 1
Shunske Sato

VIOLINE 2
Anneke van der Haaften

VIOLA
Deirdre Dowling

CELLO
Lucia Swarts

KONTRABASS
James Munro

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Language: English

BACH’S MOST INTERESTING CONCERTO

Bach attracted attention to himself and his sons with this concerto.

The Concert in C major for three harpsichords is Bach’s most interesting concerto, thinks harpsichordist Lars Ulrik Mortensen. “It’s such a rich piece that I can work on it for ages. It’s more integrated and contains more conversation than any of Bach’s other concertos”. The harpsichordists nearly always operate as a whole, even playing large parts the same in one hand or even both. Brief solo passages serve more as an effect. It is only in the closing movement that there is scope for true solos: first arpeggios, like in the ‘Brandenburg’ concerto no. 5, then a continuous bass line with jumpy accompaniment, and finally some dramatic chromaticism in the first keyboard. A return of the frivolous triplets brings this virtuoso party to a rather abrupt end. It is remarkable that there is no continuo in the first and third movement; only a ‘bare’ bass line – which is actually quite modern.

Performance material for father and sons

ike nearly all of Bach’s other keyboard concertos, this concerto did not originate as a keyboard work, but was probably originally intended as a concerto for three violins. Prejudices against arranging ignore the fact that Bach deliberately created new versions of existing music. This concerto was probably created in the 1740’s to be played at the Zimmermannsches Kaffeehaus, where the Leipziger Collegium Musicum brought together many musical stars of the day to play concerts of the very highest standard. All eyes were on Bach when he twice led the Collegium for a few years, alongside his cantorship at St Thomas Church. And he also knew that a dazzling concerto for three harpsichords would attract positive attention to himself and his two sons, Carl Philipp Emanuel and Wilhelm Friedemann, who had not quite left home yet. As his age was preventing him from playing so much violin, Bach’s keyboard career could do with a boost.

BWV
1064

TITLE
Concerto for three harpsichords in C major

GENRE
orchestral work (concerto)

YEAR
around 1735-1745

CITY
Leipzig

SPECIAL NOTES
Probably an arrangement of a concerto for 3 violins (BWV 1064R)

RELEASE DATE
22 June 2018

RECORDING DATE
15 October 2017

LOCATION
Muziekgebouw aan ‚t IJ, Amsterdam

DIRECTION
Lars Ulrik Mortensen

HAPRSICHORDISTS
Siebe Henstra, Menno van Delft, Lars Ulrik Mortensen

VIOLIN 1
Shunske Sato

VIOLIN 2
Anneke van der Haaften

VIOLA
Deirdre Dowling

CELLO
Lucia Swarts

DOUBLE BASS
James Munro

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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 1064

I wish you a lot of fun with the BWV 1064

Herzliche Grüße / Best regards

Karin

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Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) Bückeburger Bach – „MISERE MEI DEUS“ – Psalm 50 (51) Für Soli Chor und Streicher!

Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) Bückeburger Bach – „MISERE MEI DEUS“ – Psalm 50 (51) Für Soli Chor und Streicher!


Johann Christoph Friedrich Bach (* 21. Juni 1732 in Leipzig; † 26. Januar 1795 in Bückeburg) war ein deutscher Musiker und Komponist aus der Familie Bach und dritter der vier komponierenden Bachsöhne. Zur Kennzeichnung wird er häufig „der Bückeburger Bach“ genannt.

Johann Christoph Friedrich Bachs Lebenslauf begann wie der seiner Brüder: Er erhielt eine Ausbildung an der Leipziger Thomasschule sowie musikalischen Unterricht durch seinen Vater. Wilhelm Friedemann Bach, (1710-1784) der älteste Sohn von Johann Sebastian Bach, (1685-1750) hielt (nach der Aussage von Nikolaus Forkel (1749-1819) den Halbbruder für den „stärksten Spieler“ unter den vier Brüdern, der „seines Vaters Claviercompositionen am fertigsten vorgetragen“ habe.

Mit siebzehn Jahren begann Friedrich ein Jurastudium an der Leipziger Universität, brach dieses aber bald darauf, noch vor dem Tod des Vaters, wieder ab und folgte um die Jahreswende 1749/50 als gerade Achtzehnjähriger dem Ruf, als „Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus“ am Hof in Bückeburg in Dienste zu treten. Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe, der 1748 seinem Vater als Regent des kleinen Territoriums gefolgt war, hatte sich von der königlichen Hofmusik am Hofe Friedrichs II. in Potsdam stark beeindruckt gezeigt und feste Pläne gefasst, in seiner Residenz diesem Vorbild nachzueifern.

Am Bückeburger Hof waren derzeit die beiden Italiener Giovanni Battista Serini als Leiter der Hofkapelle und Angelo Colonna als Hofkomponist tätig.Bach lernte durch sie den Stil der italienischen Oper und Kantate kennen, da in den mindestens zweimal wöchentlich stattfindenden „Concerten“, die in der Regel spätnachmittags gegeben wurden, vor allem Vokalmusik aufgeführt wurde. Dazu unterhielt die Hofkapelle eine Sängerin, Lucia Elisabeth Münchhausen, Tochter des Hofmusikers Ludolf Andreas Münchhausen, die durch den Unterricht des Konzertmeisters Serini in die italienische Gesangskultur eingeführt wurde.

Bach erhielt zu Beginn des Jahres 1750 die Stelle eines Hofmusikers in Bückeburg, wo er sich wohl den Stil der am Hof gespielten Musik aneignen konnte. Datierte Kompositionen dieser Zeit aus seiner Hand sind bisher nicht überliefert.

Am 8. Januar 1755 heiratete Bach die Hofsängerin Münchhausen, die beiden Italiener verließen 1756 mit Beginn des Siebenjährigen Krieges den Hof, und Bach übernahm nun deren Aufgaben. Neben der Leitung der Konzerte hatte er für die Anschaffung und Komposition neuer Musik zu sorgen. Auf Betreiben des Grafen nahm er dazu auch Kontakt mit Musikern anderer Adelshöfe auf, um Notenmaterial zu erbitten – Graf Wilhelm hatte den Ehrgeiz, in seiner Musikbibliothek den neuesten Entwicklungen des Musikgeschmacks zu folgen.

1759 wurde Wilhelm Friedrich Ernst Bach, (1759-1845) der älteste Sohn von insgesamt acht Kindern des Paares, geboren, dessen Patenschaft der Graf auf Bachs Bitte hin übernahm. Wilhelm Friedrich Ernst Bach, (1759-1845) war der letzte Musiker in der direkten Nachkommenschaft von  Johann Sebastian Bach. Als 1767 Georg Philipp Telemann (1681-1767) in Hamburg starb, unternahm Johann Christoph Friedrich Bach seinen einzigen belegten Versuch, seine Stellung in Bückeburg gegen eine bessere zu tauschen, und bewarb sich als Musikdirektor in Hamburg; bei der Vergabe der Stelle wurde ihm jedoch sein älterer und bekannterer Halbbruder Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) vorgezogen.

Dies führte aber nicht zu einer Trübung der brüderlichen Beziehungen, sondern es entwickelte sich ein eher verstärkter Kontakt und Austausch von Anregungen und Kompositionen.Von Oktober 1757 bis April 1758, in der Zeit des Siebenjährigen Kriegs, hatte sich der Graf mit einigen Mitgliedern des Hofes, darunter Bach, auf seinen Sitz in Nienstedten an der Elbe zurückgezogen. In dieser Zeit bewarb sich Bach erfolgreich als Organist an der evangelischen Hauptkirche in Altona. Graf Wilhelm erlaubte ihm jedoch nicht, diese Stelle anzutreten, ernannte ihn aber am 18. Februar 1759 offiziell zum Konzertmeister.

Für Johann Christoph Friedrich Bach begann nun eine intensive Schaffensphase. Neben vielen Kammermusikwerken und Klaviermusik komponierte er um 1769 seine ersten Oratorien Die Pilgrime auf Golgatha (Text: Justus Friedrich Wilhelm Zachariae) und Der Tod Jesu in der zweiten Textfassung von Karl Wilhelm Ramler (1760), dessen Erstfassung schon Carl Heinrich Graun (1704-1759) ( im Jahr 1755) und Telemann (1756) erfolgreich vertont hatten. Ebenfalls aus der Zeit vor 1770 stammen die ersten zehn seiner insgesamt zwanzig Sinfonien; zehn weitere entstanden in einer späteren Phase zwischen 1792 und 1794.

Am 26. Januar 1795 starb Johann Christoph Friedrich Bach „an einem hefftigen Brust-Fieber“ in Bückeburg, wo er am 31. Januar auf dem Jetenburger Friedhof in Bückeburg begraben wurde. Dort wurde 1803 auch Bachs Witwe beigesetzt. Sein Sohn Wilhelm Friedrich Ernst Bach führte die Komponistentradition in der Familie fort.

Johann Christoph Friedrich Bach schrieb Oratorien und Opern, insgesamt zwanzig Sinfonien (davon 12 verschollen), acht Klavierkonzerte, daneben Kammermusik und geistliche Lieder.

Die Rezeption seines musikalischen Werks erreichte bisher nicht die Bedeutung der seiner Brüder. Dieser Eindruck mag mit der unvollkommenen Überlieferung und unklaren Quellenlage seiner Kompositionen zusammenhängen.

Ausführende:

Sopran: Ibolya Verebics
Alt: Christel Borchers
Tenor: Uwe Hellmann
Bass: Daniel Lichtli

Gächinger Kantorei Stuttgart
Bach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling
Aufnahme von 1988
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Language: English

Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) Bückeburg Bach – „MISERE MEI DEUS“ Psalm 50 (51) For soli choir and strings!

Johann Christoph Friedrich Bach (born June 21, 1732 in Leipzig, † January 26, 1795 in Bückeburg) was a German musician and composer from the Bach family and third of the four composing Bach sons. For labeling it is often called „the Bückeburger brook“.

Johann Christoph Friedrich Bach’s CV began like that of his brothers: He received training at the Leipzig Thomas School and musical instruction by his father. Wilhelm Friedemann Bach, (1710-1784), the eldest son of Johann Sebastian Bach, (1685-1750) – (according to the statement of Nikolaus Forkel 1749-1819) half brother for the „strongest player“ among the four brothers, who had „finished his father’s pianoforte compositions the most finished“.

At the age of seventeen, Frederick began studying law at the University of Leipzig, but broke it soon afterwards, even before the death of his father, and at the turn of the year 1749/50, at the age of eighteen, he was called „Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus „To enter the court in Bückeburg. Wilhelm Graf zu Schaumburg-Lippe, who had succeeded his father as regent of the small territory in 1748, had been greatly impressed by the royal court music at the court of Frederick II in Potsdam and had made firm plans to emulate his model in his residence.

At the Bückeburger Hof, the two Italians Giovanni Battista Serini were currently the court composers and Angelo Colonna was the court composer. Through her, she became acquainted with the style of Italian opera and cantata, as a rule in the „Concerts“ held at least twice a week especially in the late afternoon, especially vocal music was performed. For this purpose, the court band entertained a singer, Lucia Elisabeth Münchhausen, daughter of the court musician Ludolf Andreas Münchhausen, which was introduced to the Italian vocal culture by the lessons of the concertmaster Serini.

At the beginning of the year 1750 Bach received the post of court musician in Bückeburg, where he was able to acquire the style of music played at the court. Dated compositions of this time from his hand are not yet known.

On January 8, 1755 Bach married the court singer Münchhausen, the two Italians left the court in 1756 with the beginning of the Seven Years‘ War, and Bach now took over their duties. In addition to directing the concerts, he had to provide for the acquisition and composition of new music. At the behest of the count, he also made contact with musicians from other aristocratic courtyards to solicit music – Graf Wilhelm had the ambition to follow in his music library the latest developments in musical taste.

Wilhelm Friedrich Ernst Bach, (1759-1845), the eldest son of a total of eight children of the couple, was born in 1759, whose sponsorship the count took over at Bach’s request. Wilhelm Friedrich Ernst Bach, (1759-1845), was the last musician in the direct descendants of Johann Sebastian Bach. When Georg Philipp Telemann (1681-1767)  died in Hamburg in 1767, Johann Christoph Friedrich Bach undertook his only proven attempt to change his position in Bückeburg for a better one, and applied as Music Director in Hamburg; in the award of the job, however, his older and better-known half-brother Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788) was preferred to him.

However, this did not lead to a clouding of fraternal relations, but instead a more intensive contact and exchange of ideas and compositions developed. From October 1757 to April 1758, during the Seven Years‘ War, the count had with some members of the court, including Bach, retired to his seat in Nienstedten on the Elbe. During this time, Bach successfully applied as an organist at the Protestant church in Altona. Count Wilhelm did not allow him to take this position, but appointed him on 18 February 1759 officially concertmaster.

For Johann Christoph Friedrich Bach now began an intensive creative phase. In addition to many chamber music works and piano music he composed around 1769 his first oratorios The Pilgrim on Golgotha ​​(text: Justus Friedrich Wilhelm Zachariae) and The Death of Jesus in the second text version of Karl Wilhelm Ramler (1760), whose first version was already Carl Heinrich Graun (1704-1759) ( in the year 1755)  and Telemann (1756) had successfully set to music. Also from the time before 1770 are the first ten of his twenty symphonies; ten others were created in a later phase between 1792 and 1794.

On January 26, 1795, Johann Christoph Friedrich Bach died of „a sickening chest fever“ in Bückeburg, where he was buried on January 31 at the Jetenburger cemetery in Bückeburg. There Bach’s widow was buried in 1803. His son Wilhelm Friedrich Ernst Bach continued the composer tradition in the family.

Johann Christoph Friedrich Bach wrote oratorios and operas, a total of twenty symphonies (12 of them lost), eight piano concertos, chamber music and sacred songs.

The reception of his musical work has not yet reached the significance of his brothers. This impression may be connected with the imperfect tradition and unclear sources of his compositions.

Performed by:

Soprano: Ibolya Verebics
Old: Christel Borchers
Tenor: Uwe Hellmann
Bass: Daniel Lichtli

Gächinger Kantorei Stuttgart
Bach Collegium Stuttgart

Conductor: Helmuth Rilling
Recording from 1988
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Alte Musik und junge Stimmen beim Festival in Roggenburg (Bayern)

ROGGENBURG
Diademus: Alte Musik und junge Stimmen beim Festival in Roggenburg!

Das Roggenburger Festival trumpft bei seiner zweiten Auflage mit renommierten Künstlern auf

– wie dem Tölzer Knabenchor. Warum Organisator Benno Schachtner trotzdem bangen muss. 

Von Marcus Golling

      Benno Schachtner (Countertenor)

Derzeit braucht Benno Schachtner  abends öfters ein Gläschen Wein – zum Runterkommen. 

„Es ist eine aufregende Zeit“, sagt der Intendant der Festivals für Alte Musik im

Kloster Roggenburg.

                                                                Kloster Roggenburg (Bayern)

„Ich bin guter Dinge, aber es ist jedes Mal wieder ein Kampf.“ Nach der erfolgreichen Premiere

im vergangenen Jahr soll das Festival dieses Jahr noch mehr bieten – und möglichst noch mehr

Besucher anziehen. Der Blick auf das mittlerweile fertiggestellte Programm zeigt, dass das

klappen könnte. Um beim Wein zu bleiben: Es könnte ein guter Jahrgang werden.

 

Nachdem schon vor einigen Wochen einige Details durchsickerten, ist das Aufgebot mittlerweile

komplett, der Vorverkauf hat begonnen. Über allem steht das Motto „Zukunftsmusik“ – was bei

einer Veranstaltung mit Schwerpunkt auf dem 17. und 18. Jahrhundert widersinnig klingt. Aber

tatsächlich geht es in der Musik dieser Epoche oft um Visionen einer besseren Zukunft. Zum

Start des Festivals, das nach sich andeutenden rechtlichen Problemen dieses Jahr nicht mehr

„Fr:ame“ sondern „Diademus“ als Überschrift hat,tritt am Sonntag, 27. August, 16 Uhr, der

Tölzer Knabenchor in der Klosterkirche auf – ein Ensemble, das Stammgast bei internationalen

Großveranstaltungen ist. „Für mich ist das ein Muss, so etwas jetzt zu machen“, sagt der

gebürtige Illertisser und jetzige Neu-Ulmer Schachtner. Das Festival müsse den nächsten Schritt

machen. Und dazu gehörten eben auch prominente Namen. Der Tölzer Knabenchor präsentiert

unter der Leitung von Prof. Gerhard Weinberger Musik von Händel, Mozart und Vivaldi.

      Prof. Gerhard Weinberger (Dirigent und Organist)

Das Finale des Festivals bestreitet wiederum ein renommiertes Ensemble:

Das Händelfestspielorchester Halle führt zusammen mit dem Diademus Vocalisten – dem 2016

gegründeten Festivalchor – und Solisten in der Klosterkirche Magnificat-Vertonungen von

Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach auf (Samstag, 9. September, 19 Uhr).

Schachtner, der das Konzert dirigiert, verspricht sich viel von dieser Kombination von Vater und

Sohn. „Das Publikum wird den Unterschied von Barock und Frühklassik gut hören können“,

verspricht er. „Carl Philipp Emanuel Bach fetzt sogar noch mehr.“…


Diademus: Alte Musik und junge Stimmen beim Festival in Roggenburg – weiter lesen auf…….

Augsburger-Allgemeine: http://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Diademus-Alte-Musik-und-junge-Stimmen-beim-Festival-in-Roggenburg-id41673506.html


Video: DIADEMUS

Das Festival 2016

www.diademus.de

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Herzliche Grüße

Volker

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News vom Bach-Archiv Leipzig. Zwei neue Bilder aus der Bach-Familie erstanden, Bach-Archiv auf YouTube

Zwei neue Bilder aus der Bach-Familie

Die Stiftung Bach-Archiv Leipzig hat ihre Sammlung um wichtige Zeitdokumente zur Musikerfamilie erweitert. Das Archiv teilte mit, zwei bedeutende Bach-Bilder seien hinzugekommen. Es handelt sich demnach um ein Pastellbildnis aus der Hand Johann Philipp Bach (1752-1846). Es zeigt Carl Philipp Emmanuel Bach. Das zweite Werk ist ein zuvor unbekanntes Aquarell des Landschaftsmalers Johann Sebastian Bach der Jüngere (1748-1778).

Das Bach-Archiv Leipzig entstand 1950 anlässlich des 200. Todestages Johann Sebastian Bachs und versteht sich nach eigenen Angaben als musikalisches Kompetenzzentrum an dessen Hauptwirkungsort. Ziel ist es, Leben und Wirken des Komponisten und der Musikerfamilie Bach zu erforschen und deren kulturelles Erbe zu bewahren. Zum Archiv gehört ein Museum, das im vergangenen Jahr mehr als 48.000 Besucher anlockte.

Pastellbildnis aus der Hand Johann Philipp Bachs (1752–1846)

Pastellbildnis aus der Hand von Johann Philipp Bach.
Es zeigt Carl Philipp Emmanuel Bach.

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Bach Channel des Bach-Archivs Leipzig geht online

Ab sofort können Videomitschnitte ausgewählter Veranstaltungen im barocken Sommersaal des Bach-Museums Leipzig in einem neu eingerichteten Bach Channel abgerufen werden. Eine Kooperation mit der Hochschule Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) ermöglicht die online-Dokumentation von Konzertveranstaltungen, wissenschaftlichen Konferenzen, Buchvorstellungen und Gesprächsreihen. Studenten des Fachbereichs Medien der HTWK zeichnen sowohl für die Aufnahme als auch für die Nachbearbeitung der Beiträge verantwortlich, die vom hochschuleigenen Fernsehsender »floid TV« produziert werden.

Die Videoclips werden regelmäßig gestreamt und ermöglichen so der internationalen Bachgemeinde eine Teilhabe an den vielfältigen Angeboten vor Ort in Leipzig.

Das BachArchiv auf YouTbe

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Ein neu konzipiertes Bach-Werke-Verzeichnis soll in 2015 erscheinen.

Das durch die Fülle der Neuerkenntnisse und fortlaufende Ergänzung schwer verständliche System der Benennung von Frühfassungen und Varianten einzelner Werke wird auch im Hinblick auf die Nutzbarkeit digitaler Medien von einem alphabetischen auf ein rein numerisches System (in chronologischer Reihenfolge) umgestellt. Der inzwischen durch zahlreiche Verschiebungen unübersichtlich gewordene Anhang wird ebenfalls komplett überarbeitet.

(Textangaben: Bach-Archiv Leipzig)

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Grüße

Volker

Aktueller Radiotipp für Samstag, 22.12.2012 – DeutschlandRadio-Kultur „Lange Nacht“ über die Bach-Söhne

Für alle Bach-Liebhaber kurzfristig genannte Radio-Tipps für 22.12.2012 – 23.12.12

Radio-Sendungen mit „Klassischer Musik“

„Ganz der Vater – und doch ganz anders“

Lange Nacht auf Deutschlandradio Kultur

Am Samstag, 22. Dezember 2012 ab 01:05 Uhr sendet DeutschlandRadio Kultur eine „Lange Nacht“ über die Bach-Söhne.

Unter dem Titel „Ganz der Vater – und doch ganz anders“ widmen sich Ulrich Kahmann und Dennis Hopp der vortrefflichen Musik und den völlig unterschiedlichen Lebenswegen der komponierenden Söhne von Johann Sebastian Bach:

Wilhelm Friedemann – der geniale Einzelgänger

Carl Philipp Emanuel – der empfindsame Visionär

Johann Christoph Friedrichder Stille im Lande

Johann Christian – der galante Star

… und bilden die Quintessenz eines musikalischen Jahrhunderts.

Autor der Sendung: Ulrich Kahmann, zusammen mit Dennis Hopp (Musikauswahl).

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Zur Sendung von DeutschlandRadio-Kultur:

Zu hören ist die Sendung Online im Live-Stream auf

Link:  http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=3&stream=3&/

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Weitere Radio-Tipps:

Samstag, 22.12.2012

BR-Klassik um 19.05Uhr – 20-25 Uhr

Antonio Cartellieri: „La celebre natività del redentore“

Weihnachtsoratorium
Solisten: Katerina Beranova, Sopran; Andreas Karasiak, Ray M. Wade, Tenor; Alexander Marco-Buhrmester, Bariton
Chorus Musicus Köln
Das Neue Orchester
Leitung: Christoph Spering

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Sonntag, 23.12.2012

NDR um 11.00 Uhr – 13.00 Uhr

Musikfest Bremen 2012

Magnificat – Lobgesänge Marias

Johann Kuhnau: Magnificat

Jan Dismas Zelenka: Magnificat in D / Magnificat in C

Carl Philipp Emanuel Bach:

Magnificat D-Dur Wq 215

Joanne Lunn und Hannah Morrison, Sopran

Margot Oitzinger, Alt / Makoto Sakurada, Tenor

Dominik Wörner, Bass / Bach Collegium Japan

Ltg.: Masaaki Suzuki

Aufzeichnung vom 3. September in der Stiftskirche

St. Mauritius und St. Viktor in Bassum

Masaaki Suzuki ist der Spiritus rector des Arp-Schnitger-Festivals, einem Festival im Festival beim Musikfest Bremen, das 2012 vom 1. bis 22. September in Bremen und der nordwestdeutschen Region stattgefunden hat. Ziel des Arp-Schnitger-Festivals, dem auch ein Orgelwettbewerb angeschlossen ist, ist es, das reiche Erbe an Instrumenten des niederländisch-deutschen Orgelbauers der Barockzeit zu präsentieren, die Restaurierungen historischer Instrumente zu fördern und darauf hinzuarbeiten, dass die erhaltenen Instrumente in Kürze zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt werden.

Masaaki Suzuki ist aber auch der Leiter des Bach Collegiums Japan, mit dem er am 3. September 2012 in der Stiftskirche St. Mauritius und St. Viktor in Bassum drei Magnificat-Kompositionen zur Aufführungen brachte. Das Magnificat als musikalischer Ausdruck der Marienverehrung hat unter anderem den aus dem Erzgebirge stammenden Frühbarockkomponisten Johann Kuhnau und Carl Philipp Emanuel Bach zu eigenen Werken animiert. Mit den beiden Sopranistinnen Joanne Lunn und Hannah Morrison, der Altistin Margot Oitzinger und dem Tenor Makoto Sakurada kam neben den beiden genannten Magnificatvertonungen auch das Magnificat in D des böhmischen, in Sachsen dann zu großem Ruhm gelangten Komponisten Jan Dismas Zelenka zur Aufführung.

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DRS II (Schweiz) am 23.12.2012

16.03 Uhr -18.00 Uhr

Parlando

Von der ewigen Jugend einer Stimme

Für eine, die nie plante, das Singen professionell zu betreiben, tut sie es schon ganz schön lang, über vierzig Jahre.

Und dafür, dass ihre Sopranstimme nie eine „grosse“, sprich: saalfüllende war, hat sie eine beispiellos grosse Karriere gemacht. Generationen sind mit dem Zauber der Stimme von Emma Kirkby aufgewachsen. Nachfolgenden Gesangsgenerationenen war und ist die Britin Vorbild mit ihrem reinen, unangestrengt natürlichen Sopran. Wie sich Emma Kirkby, mittlerweile im Herbst ihres Lebens, die Jugend ihrer Stimme erhalten hat? Treffen mit einer Ikone der Alten Musik.

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BR-klassik am 23.12.2012

19.05 Uhr – 21.00 Uhr

„Bach und seine Erben“

Weihnachtskonzert des Chors des Bayerischen Rundfunks „Bach und seine Erben“

Solisten: Katja Stuber, Sopran; Marie-Claude Chappuis, Mezzosopran; Martin Mitterrutzner, Tenor; Christian Immler, Bariton
Münchner Rundfunkorchester
Leitung: Florian Helgath

Johann Sebastian Bach: „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, BWV 140;

Sven-David Standström:

Magnificat, mit vier Einlagesätzen aus dem Bach-Magnificat, BWV 243 a;

Felix Mendelssohn Bartholdy: „Sprüche“, op. 79, Nr. 1 und 5; „Mein Herz erhebet Gott, den Herrn“, op. 69, Nr. 3;

Johann Sebastian Bach: „Gloria in excelsis Deo“, BWV 191

Aufnahme vom 15. Dezember 2012 im Münchner Prinzregententheater

Weihnachtliche Chormusik mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks
Zum Ausklang des Advent und vorausblickend auf den Heiligen Abend, präsentiert sich der Chor des Bayerischen Rundfunks in seinem zweiten Abonnementkonzert mit Werken rund um das marianische „Magnificat“. So erklingen unter dem Motto „Bach und seine Erben“ gleich mehrere Magnificat-Vertonungen, unter anderem von Felix Mendelssohn Bartholdy („Mein Herz erhebet Gott, den Herrn“) und dem zeitgenössischen Komponisten Sven-David Sandström. Das Programm wird ergänzt durch Bachs Weihnachtskantate „Gloria in excelsis Deo“ BWV 191, den Eingangschor „Wachet auf, ruft uns die
Stimme“ aus der gleichnamigen Kantate BWV 140 und zwei Sätze aus den „Sechs Sprüchen für achtstimmigen Chor“, op. 79 von Felix Mendelssohn Bartholdy. Der Chor des Bayerischen Rundfunks und das Münchner Rundfunkorchester werden dirigiert von Florian Helgath. Die Solopartien singen Katja Stuber (Sopran), Marie-Claude Chappuis (Mezzosopran), Martin Mitterrutzner (Tenor) und Christian Immler (Bariton). Der Mitschnitt dieses Konzerts entstand am 15. Dezember 2012 im Münchner Prinzregententheater.

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