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SILVESTER-Konzert mit dem CALMUS-Ensemble, Leipzig in der Marienkirche in Minden


THE SOUND OF LOVE

Marienkirche, Minden

  Marienkirche, Minden

Wenn das Jahr 2013 so weitergeht, wie 2012 aufgehört hat, habe ich zumindest 364 Tage nichts  zu mäkeln und zu frotzeln.

In St. Marien in Minden hat das Calmus-Ensemble aus Leipzig am 31.12.12 sein Jahres- Abschlusskonzert gegeben. Die Fünf haben ihre Sache großartig gemacht. Die ehemalige „Boygroup“ wird seit 2001 von  einem strahlenden Sopran angeführt und die Zahl der Fans steigt ständig. In Minden war die nicht gerade kleine Marienkirche restlos ausverkauft. Zehn Minuten nach Einlass gab`s so gut wie keine Plätze mehr.

Programm

Heinrich Schütz (1585-1672) Also hat Gott die Welt geliebt
aus: Geistliche Chormusik 1648
Johann Sebastian Bach (1685-1750) Dir, dir, Jehova, will ich singen
aus: Schemellis Liederbuch
Alles, was Odem hat, lobe den Herrn
aus: Singet dem Herrn ein neues lied, BWV 225
Bist du bei mir
aus: Notenbüchlein für Anna-Magdalena Bach,
(arr: Ludwig Böhme)
Hugo Distler (1908-1942) Singet dem Herrn ein neues Lied
op, 12/1, aus: Geistliche Chormusik
Henry Purcell (1659-1695) If Music be the Food of Love
(arr: Sebastian Krause)Hush no more
If Love’s a Sweet Passion
aus: The Fairy Queen und Timon of Athens
Johannes Brahms (1833-1897) Waldesnacht
o süßer Mai
Fahr wohl
Harald Banter (*1930) Abendharmonie
Drei Jazz-Balladen nach Gedichten
von Charles Baudelaire
komponiert für Calmus 2011
Seal Kiss from a rose (arr: Joe Roesler)
Elton John Your song (arr: Mia .. Makaroff)
Eric Idle Always look on the bright side of life
(arr: Matthias Becker)
Manu Chao Bongo bong (arr: Sebastian Krause)
Calmus-Ensemble

             Calmus-Ensemble

Die Calmus-Leute haben mit einem wunderschönen, besinnlichen Teil begonnen, der tief berührte. „Bist Du bei mir“ in einem wunderschönen Arrangement von L. Böhme ging zu Herzen.
Der Schemelli-Schlager: Dir, dir Jehova, will ich singen“ war von seiner Fröhlichkeit, Leichtigkeit und ansteckenden Freude nicht zu toppen. H. Schütz und H. Distler H. Purcell und Harald Banter wurden ebenfalls hervorragend interpretiert.Das letzte Drittel des Konzerts war speziell auf Silvester zugeschnitten; teilweise herrlicher Nonsense, der bei uns einen Lachanfall nach dem anderen auslöste. Das große Thema des Konzerts war Liebe. Zur Liebe gehört ja auch der Tod. Also kam irgendwann die Frage aus dem Calmus-Ensemble: Was machen wir denn, wenn der Tod bei uns anklopft? Stille bei den Zuhörern. „Wir pfeifen ihm eins“! Und die Gruppe begann zu pfeifen. Es dauerte keine halbe Minute, da pfiffen Zuhörer/innen aus der ehrwürdigen Marienkirche laut mit. „Always look at the bright side of life“ wurde in die Praxis umgesetzt. Die fünf Solisten waren eine Freude und J. Roesler, der Bassist der Gruppe, war mit seiner „32-Fuss-Stimme“ der Resonanzboden, auf dem sich alle sicher fühlten.

Euch allen ein frohes, gesundes Neues Jahr!
Herzl. Gruss Iris und Karl-Heinz

Festkonzert zur Wiedereinweihung am 23.11.2012 Abtei Marienmünster an der Orgel: Prof. Gerhard Weinberger


Restauration abgeschlossen Patroclus-Möller-Orgel in Marienmünster

  Restauration abgeschlossen an der Johann Patroclus Möller-Orgel in Marienmünster

Das Programm:

Programm Marienmünster

Es war ein Ohrenschmaus. Prof. Gerhard Weinberger hat im wahrsten Sinne des Wortes die Orgel vorgeführt. Vom leisesten Piano bis zum vollen Pleno konnten wir in dieser barocken Welt schwelgen.

Organist Prof. Gerhard Weinberger

Organist Prof. Gerhard Weinberger

Es war beeindruckend, wie Prof. Weinberger durch Registrierung aus J. S. Bachs Concerto G-Dur ein atonales, futuristisches Gebilde baute. Einige Zuhörer drehten sich entsetzt um, verzogen die Mienen: das konnte doch kein Bach mehr sein. Aber sie wurden entschädigt durch das brillant vorgetragene Präludium und Fuge in D. In diesen Stücken hat Weinberger noch einmal den vollen Klang dieser Orgel zeigen können.

Ich war am meisten von dem „Duetto für zwei Flöten“ (C. Ph. E. Bach) beeindruckt. Mit einer Leichtigkeit und Brillanz brachte Prof. Weinberger die Flöten zum Klingen. Das war schon nicht mehr irdisch. Ich fühlte mich an die Himmelsleiter in der Kirche von Annaberg-Buchholz erinnert, wo Engel lachend auf dieser Himmelsleiter rauf und runter purzelten. Von mir aus könnte jede Woche so eine wundervolle Wiedereinweihung stattfinden.

Lieben Gruß Iris

P.S.

Nähere Angaben zur Restaurierung der Johann Patroclus Möller-Orgel in der Abtei Marienmünster gibt es als PDF zum Download.

Link:    Johann-Patroclus-Möller-Orgel restauriert

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Eröffnung des Klosterfestivals 2012 am Sa. 28.07. in der Abtei Marienmünster


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Konzertfestival Klosterregion 2012 in OWL

Konzertfestival Klosterregion 2012 in OWL

Es war alles ein bisschen anders, als wir uns vorgestellt hatten. Der Hinweg war mühsam: Baustellen und Staus; und als wir dann endlich gegen 19.00 h vor der Abteikirche standen, war diese geschlossen. Sie blieb es auch bis 22.00 h – dann sollte „In Licht und Klang“ ein Hörspiel zur Geschichte des Ortes gegeben werden.

Abtei Marienmünster bei Höxter (OWL)

Abtei Marienmünster bei Höxter (OWL)

Das eigentliche Konzert mit dem Thüringischen akademischen Singkreis www.task.de

fand also nicht in der Klosterkirche sondern in einer „Kloster-Scheune“ statt. Bis wir uns auf dem riesigen Gelände zurechtgefunden hatten – keine Ausschilderungen, alles nur für Einheimische, zogen auch schon die Sängerinnen und Sänger ein. Wir waren skeptisch,

wurden aber reich entschädigt mit:

Roland de Lassus – Tristis est anima mea

(1532-1594)

Hans-Leo Hassler – Ad Dominum cum tribularer
(1564-1612)

Roland de Lassus aus: Lagrimae die San Pietro
Nr. XXI Vide homo

Johann Sebastian Bach – Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn
(1685-1750)

Johann Michael Bach – Halt, was Du hast
(1648-1694)

Zwischenmusik

Johannes Brahms

Vom heiligen Märtyrer Emmerano, Bischoffen zu Regenspurg

Täublein weiß

Fünf Gesänge op. 104 (1888)

1. Nachtwache I (Rückert, F.)
2. Nachtwache II (Rückert, F.)
3. Letztes Glück (Kalbeck, M.)
4. Verlorene Jugend (Wenzig, J.)
5. Im Herbst (Groth, K.)

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Ehemalige Dreschtenne jetzt als Konzertsaal "Abtei Marienmünster"

Ehemalige Dreschtenne jetzt als Konzertsaal „Abtei Marienmünster“

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Die Scheunenakustik war phänomenal.  Eine alte Scheune war liebevoll als Konzertsaal ausgerichtet worden. In ihr finden inzwischen auch Cd-Aufnahmen statt, weil die Akustik besser ist, als in der Abteikirche.

Der Chor (ca. 60 Personen) unter seinem Dirigenten Jörg Genslein sang phantastisch. Wir waren beeindruckt von der Fülle der Ausdruckskraft. Vom leisesten Piano bis zum stärksten Fortissimo hat dieser Chor Bravouröses geleistet.

Beeindruckt und für mich wie aus einer anderen Welt war von J. M. Bach „Halt, was Du hast“. Vier Solisten stellten sich in der Mitte des Raumes auf und sangen den Vers:

„Halt was Du hast, dass niemand deine Krone nehme,

Und sei getreu bis in den Tod, so wirst Du empfahen ein herrliches Reich

Und eine schöne Krone von der Hand des Herren“.

Der Chor wiederholte immer und immer wieder: „Halt was Du hast“.

Einfach ergreifend. Danach gab`s den ersten stehenden Applaus.

Der Thüringische Akademische Singkreis

Der Thüringische Akademische Singkreis

Überrascht hat uns auch die Zwischenmusik. Der Chor musste eine kleine Pause einlegen, eine der Sopranistinnen setzte sich an den frisch restaurierten Steinway und spielte richtig keck und frech aus dem „Wohltemperierten Klavier Teil II“ das 1. Präludium und Fuge in C. Der Applaus ging ins Trampeln über; wir waren schlichtweg begeistert.

Auch im 2. Teil des Konzertes behielt der Chor sein sehr hohes Niveau – und kam nach dem Schlussapplaus um eine Zugabe nicht herum.

Wir haben uns dann auf den Heimweg gemacht – ohne „In Licht und Klang“ noch in der Abteikirche weiterzumachen. Das Konzert war so schön, dass wir kein zweites Highlight brauchten.

Auf die anderen Stücke möchte ich jetzt nicht weiter eingehen. Kommt doch einfach am Freitagabend um 21.00 h ins Herforder Münster; dort singt TASK wieder  – und wir fahren wieder hin.

Herzlichen Gruss

Iris und Karl-Heinz

Reisebericht vom Bachfest Leipzig vom 07.06. -14.06.2012 Teil I und Teil II


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Bachfest 2012 Leipzig

Bachfest 2012 Leipzig

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Kaum in unserer Ferienwohnung in Leipzig angekommen, mussten wir schon wieder los. Koffer blieben unausgepackt; wir durften ja die Übertragung des Eröffnungskonzertes aus der Thomaskirche auf einer Riesen-Leinwand am Marktplatz nicht verpassen und am Abend waren noch die Wandelkonzerte dran.

Wandelkonzerte am Eröffnungsabend des Bachfestes 07.06.2012

Im Specks Hof – Hansahaus sang das Vokalensemble Six Ajoutés.

Vokalensemble Six Ajoutés, Foto: Dirk Knofe

Vokalensemble Six Ajoutés, Foto: Dirk Knofe

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In der Mädler-Passage spielte das Zelenka Trio eine Sonata 5 in F-Dur.

In der Mädler Passage spielte das Zelenka Trio, Foto: Dirk Knofe

In der Mädler Passage spielte das Zelenka Trio, Foto: Dirk Knofe

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Es waren vier Wandelkonzerte, von jeweils ca. ½ Stunde Dauer. Das begeisterte Publikum wanderte (wandelte) dann zum Nächsten. Herrliche Musik, ganz junge Künstler/innen; alle Stipendiaten von der Yeduhi-Menuhin-Stiftung. Wir brauchen uns um Nachwuchs wirklich keine Sorgen zu machen. In Leipzig war er von morgens bis abends in Hülle und Fülle präsent.

Irgendwann konnten wir nicht mehr; ab in die Ferienwohnung. Kofferauspacken war nicht drin – zu müde.

Am 08.06.2012

ging`s gleich morgens um 9.30 h mit der ersten Mette in der Thomaskirche los. Wieder kein Kofferauspacken; nach „Schnuppern“ im Bachmuseum, Thomaskaffee, Bacharchiv und Innenstadt kam um 18.00 h die Motette in der Thomaskirche. Leitung hatte Ludwig Böhme (er singt im Calmus-Ensemble Bass-Bariton) und hat das mit seinem noch relativ jungen Chor ausgezeichnet gemacht.

Abends kam dann der 1. dicke Hammer:

Matthäus-Passion mit Masaaki Suzuki; der nachmittags im Rathaus die Bachmedaille verliehen bekommen hatte.

Die beiden Chöre waren sehr durchsichtig; wurden im Eingangschor von Solisten des Tölzer Knabenchores unterstützt. Suzuki hat diesen Teil spitzenmäßig dirigiert. Einiges war für uns im Laufe des Konzertes sehr gewöhnungsbedürftig – teilweise schleppende Tempi dann wiederum bei Chorälen ein absolut wildes Tempo. Für kühle Nordeuropäer etwas schwierig. Nach drei Stunden MP waren wir fertig wie die Matschbrötchen und sind nur noch nach Hause geschlichen.

Kofferauspacken wieder nix.

Am 09.06.2012

morgens wieder die obligatorische Mette – die musikalische Ausgestaltung war immer beachtlich – die relativ kurzen Ansprachen der Ortspfarrer/in ebenfalls.

Dann natürlich wieder die Motette und abends ging`s in Konzert:

Ton Koopmann mit dem Amsterdamer Barockorchester und Dorothee Mields, die drei Solokantaten gesungen hat, waren für uns der absolute Höhepunkt des Bachfestes.

„Jauchzet Gott in allen Landen“ (BWV 51), „Mein Herze schwimmt im Blute“ (BWV 199), und „Weichet nur, betrübte Schatten“ (BWV 202). Ein ausgelassener Koopmann, eine sprühende, funkelnde Sopranistin (vor allem bei BWV 51 und BWV 202), ein einfühlsames Barockorchester haben uns in eine andere Welt entführt.

Am Schluss gab es 20 Min. stehende Ovationen – wir waren außer Rand und Band, keiner wollte gehen. Auch nach den Zugaben sind wir sitzen geblieben und wären sicherlich auch die ganze Nacht geblieben. Aber irgendwann mussten wir dann doch die Nikolaikirche verlassen und im Fussballgetümmel untertauchen.

An diesem Abend war an Kofferauspacken nicht zu denken.

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YouTube BWV 202 „Weichet nur, betrübte Schatten“ von Concerto Amsterdam

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Teil II

Am 10.06.2012

Sonntagmorgen der obligatorische Gottesdienstbesuch in der Thomaskirche. Wieder wunderschöne Musik, dargeboten von ganz jungen Musikern/Innen. Unsere Allerwertesten  wiesen schon Schwielen auf – soviel Kirchenbänke „drücken“ ist doch ungewohnt.

Über Mittag ging`s dann in die Leipziger Altstadt und um 18.00 h ins Gewandhaus.

„Kunst der Fuge“ mit der Sinfonietta Leipzig unter Stefan Asbury. Die einfachen Fugen, die Umkehrfugen, die mehrthemigen Fugen, die Spiegelfugen und Canons wurden so vielschichtig, einfühlsam aber auch packend dargestellt, dass uns der Atem stockte. Obwohl wir „Die Kunst der Fuge“ alle kennen, ist der abrupte Abbruch in der Schlussfuge, das „Aus“ jedes Mal so endgültig, dass es mich mit Angst und Schrecken erfüllt.

Nach diesem Konzert haben wir erst einmal eine Pause eingelegt.

Am 11. 06.2012

sind wir zu Freunden nach Zwickau gefahren. Andächtig haben wir vorm Schumann-Haus und Schumann-Denkmal gestanden und uns gewundert, dass die Zwickauer ebenfalls vom 07.-17.06.2012 (genau in der Zeit des Bachfestes in Leipzig) ihr Schumannfest organisiert haben. Aber so etwas müssen wir nicht verstehen.

Am 12.06.2012

haben wir uns wieder ins Leipziger Getümmel begeben und gleich zweimal die harten Stühle in der Peterskirche ausprobiert: morgens zur Mette und abends zu den Leipziger Universitätsmusiken. Diese Kaffeehauskonzerte erfreuten sich schon zu Bachs Zeiten größter Beliebtheit. Diese Dramma per Musica wurden zu bestimmten Anlässen komponiert. Ehrentage bekannter Persönlichkeiten, Huldigungsmusiken für Könige usw. Bei der Kantate „Preise dein Glücke, gesegnetes Sachsen“ war`s vom Text her fasst um unsere Fassung geschehen. Ich zitiere:

„Ja, ja, Gott ist uns noch mit seiner Hülfe nah

Und schützt Augustens Thron.

Er macht, dass der gesamte Norden

Durch seine Königswahl befriedigt worden.

…. Das macht, ihm ist es eine Lust,

der Untertanen Brust

durch Liebe mehr denn Zwang zu binden“.

 

Karl-Heinz`jeder 2. Satz ist bis heute: „Preise Dein Glücke gesegnetes Sachsen“ und meine stereotype Antwort: „bin ich froh, dass ich im real existierenden Kapitalismus groß geworden bin und solche Schmarren nicht mitmachen musste“. Dafür habe ich in der Schule noch zu DDR-Zeiten gelernt: „Händchen falten, Köpfchen senken, eine Minute an Väterchen Stalin denken“. Fehlte dann die passende Musik dazu.

Am 13.06.2012

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Evangelisch reformierte Kirche Leipzig

Evangelisch reformierte Kirche in Leipzig, Konzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen mit dem Programm: „Thomas-Kantoren“

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für uns der letzte Leipzigtag, war noch mal ein richtiger Höhepunkt.

Am frühen Abend das Treffen mit Claudia, Rüdiger, Alex, Volker und Rita und dann das sagenhafte „Abschluss-Konzert der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen.“ Nach einer rasanten Einführung in die Zeit der Thomaskantoren Bach, Moritz Hauptmann (1792-1868) und Johann Schelle (1648 – 1701; Vor-vorgänger J. S. Bachs) lieferten die Schweizer, sprich Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung unter Leitung von Rudolf Lutz ein beeindruckendes Konzert.

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Vokal-Ensemble & Orchester der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen; Leitung: Rudolf Lutz

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Wir waren ganz benommen und haben an dem Abend zusammen noch lange erzählt und geschwärmt.

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YouTube BWV 7 „Christ unser Herr zum Jordan kam“  (Interpret: Sir Gardiner)

(Diese Kantate wurde von der J.S. Bach-Stiftung am 13.6.2012 mit aufgeführt!)

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Jetzt hör` ich auf – Volker, Claudia und Co. wollen bestimmt auch noch ihren Kommentar abgeben.

Am 14. 06. ging`s morgens Richtung Löhne. Kofferpacken brauchten wir nicht – wir hatten ja nicht ausgepackt.

Lieben Gruss

Iris und Karl-Heinz

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Im nächsten Jahr findet das Bachfest vom 14.6. – 23.06.2013 statt:

 Thomanerchor Leipzig, G. Ch. Biller

The English Baroque SoloistsSir J. E. Gardiner

The Monteverdi ChoirGewandhausorchester

Helsinki Baroque Orechstra – Reinhard Goebel

Kammerchor Stuttgart – Frieder Bernius

Rheinische Kantorei – Hermann Max

Freiburger Barockorchester – Ensemble in residence

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Unsere Ferienwohnung hab` ich schon reserviert, der Kartenvorverkauf  beginnt im Oktober 2012.

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Himmelfahrtskantaten in London, St. Giles, am Donnerstag, 10.05.2012 mit dem Monteverdi Choir, den English Baroque Solists Leitung: Sir J. E. Gardiner


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Aufführungsstätte: St. Giles Cripplegate, London

Aufführungsstätte: St. Giles Cripplegate, London

Eine Himmelfahrt mit Wiederkehr !

Himmelfahrtskantaten in London, St. Giles, am Donnerstag, 10.05.2012

mit dem

Monteverdi Choir,

den English Baroque Solists

Leitung: Sir J. E. Gardiner

St. Giles Cripplegate, London

Solisten:
Lenneke Ruiten Sopran
Meg Bragle Mezzosopran
Andrew Tortise Tenor
Dietrich Henschel Baß

Im ersten Konzert um 18.30 h kamen zur Aufführung:

Auf Christi Himmelfahrt allein BWV 128 uraufgeführt: 10. Mai 1725
Wer da gläubet und getauft wird BWV 37 18. Mai 1724
Lobet Gott in seinen Reichen BWV 11 19. Mai 1735

Innerhalb von 11 Jahren, von Mai 1724 bis Mai 1735,  hat J. S. Bach die Himmelfahrtskantaten und das Himmelfahrtoratorium geschrieben und aufgeführt. Es sind großartige Werke, die einen alles Irdische vergessen lassen und mitnehmen in schwindelerregende Höhen.

Dazu diese erstklassige Besetzung: Die English Baroque Soloists sind einfach nicht zu toppen. Es war ein einziges Swingen und Jazzen, teilweise auch Rocken. Allen voran Prof. Niesemann an seiner Oboe. Zauberei, Magie! Für mich war er das absolute Highlight. Ich habe mich nach den beiden Konzerten bei ihm bedankt. Er schien ganz überrascht, hatte wohl selbst gar nicht gemerkt, wie großartig er gespielt hat.

Der Chor war in ausgezeichneter Form, die Solisten brillant und der Sir einfach genial. Er hat uns alle mitgerissen. In einer kleinen, launigen Rede während einer kurzen Umbauphase hat er sich in beiden Konzerten bei allen für die geleistete Unterstützung bedankt. Selbst aus Afrika, China oder Australien waren Spenden gekommen, um die Lücke in der Reihe der CDs der BachCantataPilgrimage zu schließen. Die Finanzierung für diese Aufnahme wurde erst durch eine gewaltige Spendenaktion möglich. Während der Pilgrimage im Jahr 2000 konnten nur die Himmelfahrtskantaten wegen eines technischen Defektes nicht live aufgenommen werden. Das wurde jetzt in London nachgeholt.

Sir Gardiner - First Tutti for our Ascension Cantata concerts

Sir Gardiner – First Tutti for our Ascension Cantata concerts… (Fotorechte: Soli Deo Gloria, England)

Im zweiten Konzert um 20.30 h waren die Musiker/innen, Sänger/innen und Solisten außer Rand und Band, schmetterten, posaunten und jubelten.

Auf Christi Himmelfahrt allein BWV 128 (Wiederholung) s. o.
Gott fähret auf mit Jauchzen BWV 43 30. Mai 1726
Lobet Gott in seinen Reichen BWV 11 (Whlg. und Krönung) s. o.

Die absolute Krönung für mich war das BWV 11 Himmelfahrtsoratorium „Lobet Gott in seinen Reichen“.

Alle Erdenschwere schien aufgehoben. Das Frohlocken der Instrumente und der Jubel des Chores haben mir ganz persönlich ein Stückchen Himmel auf Erden gezeigt.

Der Applaus am Ende dieses Konzertes wollte kein Ende nehmen. Auch nach der obligatorischen Zugabe konnte ich mich nur schwer vom Ort des Geschehens lösen.

Ich möchte die einzelnen Kantaten und das Oratorium nicht kommentieren. Das können andere besser. Ich möchte Euch einfach nur an meiner Freude teilhaben lassen; Freude darüber, dass ich diese beiden außerordentlichen Konzerte live erleben konnte, dass meine Gesundheit mitgespielt hat und ich um mich herum immer nette Menschen hatte, die mir meine Fragen beantwortet und weitergeholfen haben.

Einen Wehrmutstropfen habe ich allerdings zu verzeichnen: Meine Kamera hat in London kurzerhand ihren Geist aufgegeben, so dass ich trotz aller Bemühungen vom Konzert und den Örtlichkeiten kein einziges Bild machen konnte. Für mich habe ich mit den Augen fotografiert, seht`s mir nach.

Herzlichen Gruss

Iris

Unser Besuch des Bachfestes 2012 in Arnstadt mit dem Konzert Lautten Compagney und Calmus Ensemble


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Liebe Bachfreunde/innen!

Ein Bericht von unserem Konzert-Besuch des Eröffnungskonzertes beim Bach-Festivals-Arnstadt 2012

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Bachfestival Arnstadt

Veranstaltung

Titel: Bacharcades Lautten Compagney & Calmus Ensemble

am Freitag, 16.03.2012  Beginn: 19.30 Uhr  in der Johann Sebastian Kirche.

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Bachkirche in Arnstadt

Bachkirche in Arnstadt

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Eröffnungskonzert des Bach-Festivals-Arnstadt 2012

Bach-Arkaden bestehend aus sechs Chorälen und einer Motette

Künstler:

Lautten Compagney (Echo Klassik-Preisträger)
Calmus Ensemble (Echo Klassik-Preisträger)

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Zwei Ensembles treffen sich in musikalischen Arkaden bestehend aus Bach’s Chorälen und kommunizieren dort mit den Werken eines zeitlosen Giganten.

Diese Programmidee bezieht sich auf einen zentralen und ganz kontinuierlich entstandenen Teil im Werk des Johann Sebastian Bach. Dabei handelt es sich um seine Choralsätze, denen wir im Bachschen Werk – aber im übertragenen Sinne auch für unser Verständnis als Musiker heut – die Bedeutung von Arkaden beimessen. Bach selbst hat sich für seine Choräle der Tradition bedient, indem er zum großen Teil aus der Zeit der Reformation stammende und auf Martin Luther zurückgehende Choräle als Vorlagen verwendete. Bach-Arkaden bedeuten für uns Halt und Festigkeit sowie Bodenständigkeit, die ein ganzes Gewölbe tragen können. Arkaden bieten aber auch Zwischenraum und Freiheit zur eigenen Gestaltung.

In diesem Zwischenraum entwickeln wir unseren kreativen Beitrag, der aus verschiedenen Werken von Bach, seinen Vorfahren und seinen Zeitgenossen bestehen wird.

 Die Lautten Compagney feierte 2009 ihr 25-jähriges Bestehen. Sie zählt heute zu den renommiertesten deutschen Barockensembles und musiziert in diversen kammermusikalischen Besetzungen bis hin zum barocken Opernorchester. Ihr Repertoire umfasst ein breites Spektrum an Werken des 16. – 18. Jahrhunderts.

Mit Konzerten und Opernaufführungen gastiert das Ensemble bei namhaften Festivals und Veranstaltern in ganz Deutschland und im Ausland und überrascht dabei immer wieder durch originelle Programmgestaltung und Neu-Entdeckungen unbekannter Werke.

Beachtung fand die CD „Timeless“ mit Kompositionen von Merula und Glass für die LAUTTEN COMPAGNEY mit dem ECHO Klassik 2010 in der Kategorie „Bestes Ensemble – Alte Musik“ ausgezeichnet wurde.

 Calmus Ensemble eine Vokalgruppe aus der Bachstadt Leipzig, diesem Hort musikalischer Talente und Ideen, hat sich in den letzten Jahren ganz nach oben gearbeitet. 1999 waren die Sänger mit ihrem neugegründeten Ensemble zum ersten Mal an die Öffentlichkeit gegangen, und sie hatten Erfolg: Fonoforum begrüßte sie gar als neuen Stern am a-cappella-Himmel.

Nach einiger Zeit als reine Boy Group trat ein Sopran an die Spitze, einige Zeit danach wurde die Sechser-Besetzung auf fünf reduziert. 2009 feierten sie ihr zehnjähriges Jubiläum mit einem großen Festkonzert im Gewandhaus zu Leipzig!

Zu diesem Anlaß paßt es natürlich ganz besonders gut, daß die Sänger vor kurzem mit einem „ECHO“ in der Sparte „Klassik ohne Grenzen“ für eine CD mit Deutschen Volksliedern ausgezeichnet wurden. Das ist aber beileibe nicht ihr erster Preis, denn im Laufe der Jahre haben sie eine ganze Anzahl internationaler Wettbewerbe gewonnen. 2010 gaben sie ihr Debüt in der Carnegie Hall in New York.

Programm

Choral

Nun lob mein Seel den Herren
Guillaume Dufay Ecclesiae militantis
Choral Ach wie flüchtig, ach wie nichtig
Emmanuel Sejourne Sun
Arvo Pärt Fratres
Choral Komm süßer Tod
Johann Sebastian Bach Weinen, Klagen Sorgen, Zagen; BWV 12
Henry Purcell When I`m laid
Choral Komm, o Tod du Schlafes Bruder
Choral Wachet auf
Bernd Franke And why
Choral Jesu meine Freude
Tarquino Merula Chiaconna – Su la cetra
Choral In dir ist Freude

Die Arnstädter haben Mut bewiesen, mit zwei so jungen Ensembles das „ehrwürdige“ Festival zu eröffnen. Die Bachchoräle erfuhren eine Wandlung, die Heiterkeit und Fröhlichkeit ausstrahlte. Es war beeindruckend heiter, wenn die Sänger/in summten, schnalzten, wippten, klopften –und abwechselnd Antje Lipferts strahlender Sopran oder einer der Sänger als Leitfaden durch den Irrgarten führten.

Die Künstler haben so hervorragend hier eine kleine Fuge, dort ein kleines Präludium eingebaut und frei improvisiert. Mit ihren Einfällen haben sie das Publikum angesteckt, mitgenommen und nicht mehr losgelassen. Beeindruckt hat uns das „Wachet auf, ruft uns die Stimme (BWV 645). Die Sängerin und Sänger hatten sich an verschiedenen Stellen der Kirche postiert, der Choral wurde im Wechsel von den Stimmen gesungen, und wie bei einer Prozession durch die Kirche bis zum Altar getragen: „Gloria sei Dir gesungen (SDG).“

Bei der Strophe „Weicht ihr Trauergeister“ aus dem Choral „Jesu meine Freude“ hat die Freude durch das volksliedhafte „fallalalala“ aus dem Lied „An hellen Tagen“ die Trauergeister wirklich und wahrhaftig vertrieben.

Die Lautten-Compayney war die geborene Begleitung. Alles Vollblutmusiker, großartige Künstler. Der Flötist (er hatte ca. 20 verschieden Flöten) war der reinste Schlangenbeschschwörer und der Tamburinspieler (spielte auch Xylophon und andere Schlaginstrumente) tänzelte mit seinem Instrument um die Gruppe herum, als ob er alle in Trance versetzen wollte. Der Leiter der Lautten-Companey spielte hervorragend Theorbe und die beiden Damen des Orchesters (Viola da Gamba und Saxophon, Klarinette, Querflöte u.a.) haben sich auch nicht die Butter vom Brot nehmen lassen

Während der Pause hatte ich Gelegenheit mit Böhme (Bariton) zu reden. Sein Fazit: „Wir haben gar nicht viel verändert, wir haben nur unserer Fantasie und der Musik freien Lauf gelassen.“

Mit stehenden Ovationen haben wir uns bedankt und bekamen auch noch eine Zugabe mit folgender Erklärung: irgendwie werden Sie in diesem Stück auch Bach erkennen. Zumindest die Klavierspieler unter ihnen haben es alle üben müssen (Menuett G-Dur, BWV Anhang 114). Ich hab`s erkannt – aber erst ziemlich spät.

In diesem Sinne – bis zum nächsten Bachfest in Leipzig –

Herzl. Gruss

Iris und Kalla, Elli und Irmgard

Meisterkonzert-Bericht vom Sonntag, 29.01.2012 – Auferstehungskirche Arnsberg


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Auferstehungskirche Arnsberg

Ein Bericht vom  Meisterkonzert in der Auferstehungskirche Arnsberg. 

Wir hatten am Sonntag, 20-01-2012 ein sagenhaftes Konzert in Arnsberg in der Auferstehungskirche. Valery Oistrach – ein Enkel von David Oistrach – war an einer sagenhaften Guarneri Violine von 1751 und hat u.a. die Chaconne (BWV 1004) so sagenhaft, berückend schön, so ausdrucksvoll, so genial gespielt, dass ich das Luftholen vergessen habe.

Am Cembalo (histroische Kopie nach Grimaldi 1721) saß Prof. Grosser. Er ist gebürtiger Arnsberger und ist heute als Dirigent, Organist, Pianist und Cembalist weltweit anerkannt. Ein sehr virtuoses Spiel voller Einfälle, voller Freude und Enthusiasmus brachte er uns – aber auch große Zurückhaltung wenn er V. Oistrach begleitete. Seine Frau war der gute Geist der Beiden. Sie blätterte die Noten um, nahm ihm beim Spielen die Brille ab, wenn er`s vergessen hatte und kümmerte sich um sein künstliches Herz. Er trägt es in einem kleinen schwarzen Beutel über der Schulter. Sein eigenes Herz ist zu schwach. Jedes mal, wenn er sich ans Cembalo setzte, nahm sie sein „Herz in die Hand“, wenn er anschließend aufstand, um sich beim Publikum für den Applaus zu bedanken, hängte sie es ihm wieder um. Nicht nur die Musik war ergreifend, sondern auch seine völlig selbstverständliche Art mit zwei Herzen zu leben.

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Programm:

Händel, Sonate D-Dur, op. 1 Nr. 13

Händel, Suite Nr. XIV, G-Dur

Bach, Chaconne (BWV 1004)

Bach, Sonate h-moll (BWV 1014)

Bach, Sonate G-Dur (BWV 1021)

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Als das Programm vorüber war konnten wir uns nicht trennen. Keiner stand auf – ich glaube, uns war der Himmel ein Stückchen näher gekommen – alle blieben und warteten. Zwei Zugaben bekamen wir noch, dann mussten wir irgendwann schweren/leichten Herzens die Kirche verlassen.

Ich bin immer noch nicht ganz auf der Erde angekommen.

Grüsse

Iris