Einmal über den Tellerrand der „Klassik“ schauen – Max Raabe und sein Palast Orchester

Hallo,

heute möchte ich mit meinem Bericht einmal über den „Tellerrand der Klassik“ schauen aus Anlass des Auftritts von Max Raabe – (studierter Opern-Bariton) – mit seinem Palast Orchester in der Stadthalle Bielefeld.

Max Raabe in der Stadthalle Bielefeld

Max Raabe in Aktion

Max Raabe war mit seinem Palast Orchester in der Stadthalle Bielefeld und ich hatte eine Karte geschenkt bekommen.

Erst wollte ich gar nicht, dann dachte ich: das überlebst Du egal wie. Es war sooooo… schön! Ich hätte nie gedacht, dass ich auf solche Klänge abfahren würde. Bis ins kleinste Detail stimmte wirklich alles. Sein Orchester war einfach genial – wenn alle zwölf Musiker ihre Glöckchen einsetzten und ihren Jokus machten, sind mir vor Lachen die Tränen runtergelaufen. Am Schönsten war die 2. Zugabe: „Mein kleines Saxophon muss schlafen gehen – träum auch du“. Ein Musiker/inn nach dem/der anderen hörte auf zu spielen und verschwand mit seinem Instrument hinter der Bühne – einsam und allein blieb eine D-Trompete, die einen traumhaften Abschied blies.

Raabe hat mir mit seiner minimalistischen Sprache ausgesprochen gut gefallen, soviel versteckter Witz, soviel Charme habe ich selten erlebt. Ihr seht, ich bin immer noch ganz hin und weg. Jederzeit wieder Max Raabe sehen und hören……

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In der Sendung 3nach9 von Radio Bremen am 15. Januar 2010,

sang Max Raabe den Titel „Weißt Du was Du kannst“, begleitet wurde er dabei am Klavier von Christoph Israel.

Zur Sendung "3nach9 RB mit Max Raabe"

Zur Sendung von 3nach9 in das obige Foto klicken..!!

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PDF-Rezension der NW, Link: NW-Rezension Max Raabe Bielefeld

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Schönes Wochenende
Iris

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3 Gedanken zu „Einmal über den Tellerrand der „Klassik“ schauen – Max Raabe und sein Palast Orchester

  1. muriel

    Hallo Iris,

    schön, dass es im Leben ab und an solche positiven Überraschungen gibt. Ich staune auch über das, was mir manchmal gegen alle Erwartungen gut gefällt. Aber ehrlich, so richtig bist Du auch diesmal nicht über den „Tellerrand der Klasssik“ hinaus gelangt. Zumindest der Gag mit der Verabschiedung der Musiker ist hoch klassisch: Franz Joseph Haydn!

    Liebe Grüße
    muriel

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  2. Iris

    Hallo, Muriel,
    bei Papa Haydn weiss ich nicht genau wo die Glocken „läuten“. Klär` mich mal auf. Ich vermute, irgendein knausriger Mäzen hat das zu spielende Stück nicht ganz gezahlt und die Musiker haben deshalb ganz einfach nacheinander aufgehört zu spielen.
    Herzl. Gruss
    Iris

    Antworten
  3. Barbara

    Liebe Iris,
    das ist die nette Geschichte von der Abschiedssinfonie. Der gute Fürst fand kein Ende bei seinem Sommeraufenthalt weit weg von Eisenstadt. So gab ihm Haydn muskalisch zu verstehen, dass die Musiker nach Monaten endlich heim zu ihren Familien wollten. So hörte ein Musiker nach dem anderen auf zu muszieren, löschte sein Licht und verließ das Podium. Der Fürst verstand und flugs ging es heim zu Weib und Herd.
    LG Barbara

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