Schlagwort-Archive: The English Baroque Soloists

Neuveröffentlichung von SDG Label-Monteverdi, J.S. Bach die Hohe Messe in h-moll – BWV 232


Liebe Gardiner-Freunde !

Eine Neuveröffentlichung vom Label-Monteverdi-SDG

SDG 722  von J.S. Bach – Hohe Messe in h-moll – BWV 232

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DEMNÄCHST
J.S. BACH –  B-MOLL-MESSE – BWV 232
SDG 722 | 2 CDs veröffentlicht: ab 13. November 2015

Jetzt vorbestellen:

http://monteverdi.org.uk/shop/albums/other-releases/b-minor-mass

The Monteverdi Choir und English Baroque Soloists sind bekannt für ihre spektakulären Aufführungen von J.S. Bachs episches Meisterwerk, die sie ausgiebig tourte.

Während ihrer Tour nach München, Frankfurt, Luzern, Aix-en-Provence und Paris Anfang 2015 gab es eine Massenpanik – sie wurde  durchgeführt, in vollen Häusern, um das Publikum zu verzaubern.

Dieses Album ist der Höhepunkt der Tour. Es wurde in einer offenen Sitzung in London aufgenommen und erfasst die besondere Atmosphäre der Konzerte.

In einem 2-CD Fallsammlung vorgestellt, es enthält 2 CDs und einer Broschüre mit Originalnoten von John Eliot Gardiner in Englisch, in Deutsch und Französisch übersetzt.

Herzliche Grüße

Volker

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Die zweite Etappe des Kölner Teils “Bach Marathon” – Die Johannes-Passion von J.E. Gardiner in der Philharmonie Köln


J.E. Gardiner - Johannes-Passion BWV 245 in der Philharmonie Köln (Bildrechte: Leen Roetman).

   J.E. Gardiner – Johannes-Passion BWV 245 in der Philharmonie Köln (Bildrechte: Leen Roetman).

Hallo zusammen,

nachdem ich die Johannes-Passion nun schon vier Mal mit John Eliot Gardiner erlebt habe, hatte ich ein schönes Konzert am Karfreitag, 29. März 2013 in der Philharmonie Köln, aber nicht viele neue Interpretationsansätze erwartet. Zumal die vorigen Versionen sich eigentlich immer glichen. Und doch: Gardiner scheint das Werk völlig neu durchdacht zu haben.

Programm - Johannes-Passion BWV 245 in der Philharmonie Köln (Bildrechte: Leen Roetman).

Programm – Johannes-Passion BWV 245 in der Philharmonie Köln (Bildrechte: Leen Roetman).

In der ausverkauften Kölner Philharmonie gab es eine  Johannes-Passion, BWV 245 zu hören, die derart filigran durchdacht und musiziert wurde, dass man immer wieder dachte, die Welt müsse kurz still stehen bleiben. Und das meine ich nicht als eine der üblichen Gardiner-Fan-Superlativen.

J.E. Gardiner - Johannes-Passion BWV 245 in der Philharmonie Köln (Bildrechte: Leen Roetman).

               J.E. Gardiner – Johannes-Passion BWV 245 in der Philharmonie Köln (Bildrechte: Leen Roetman).

War man bisher gewohnt, dass der Eingangschor dramatisch laut und eindringlich den Herrn anrief, ihn manchmal regelrecht anbrüllte, ließ Gardiner nun feierlich und ehrfürchtig „rufen“. Immer wieder reduzierte er deutlich das Volumen und erzielte schon nach wenigen Takten, dass man auch als geübter Konzertbesucher (auch als Gardiner-Kenner) dachte, dass jetzt mal etwas ganz Neues kommt. Der Monteverdi Choir brillierte hier und im gesamten Werk durch selbst für den Monteverdi Choir selten gestochen scharfe Artikulation und besonders in den Chorälen immer wieder durch unerwartete kleine Absetzer, die den Text plastisch in den Vordergrund rückten. Am Ende des Eingangschors war man bisher gewöhnt, dass Chor und Orchester alles geben. Diesmal kamen die Schlusstakte in einem Piano daher, dass den Raum durch Ausdruck, nicht durch Lautstärke einnahm. Die kleine Atempause zwischen den zwei letzten Worten „herrlich“ und „ist“ mit einem zurückhaltenden brutal-sanft-dramatisch-harmonischen Schlussakkord ließ hörbar allen etwa 2000 Zuhörern den Atem stillstehen.

Der Evangelist Andrew Tortise sang seine Rolle im Gegensatz zu dem bisher als Evangelist omnipräsenten Mark Padmore recht sportlich, was erstaunlicherweise aber weder auf Kosten von Tiefgang, noch auf Kosten von Stimmästhetik ging. Im Gegenteil hat Gardiner mit dieser Wahl wieder einmal bewiesen, dass er es versteht, auch seinen eigenen Interpretationen hin und wieder mal gehörig den Staub auszuschütteln. Was um Himmels Willen keine Kritik an Mark Padmores Evangelist sein soll. Der hat seinen Stern im Bach-Himmel sicher.

Auch die Tenor-Arien sang Andrew Tortise absolut überzeugend. Seine Stimme werden wir nun sicher des Öfteren hören. Gut so.

Zu Peter Harvey (Bass-Pilatus, Arien) – braucht man nicht viel zu schreiben. Egal, was er singt, er macht routiniert das Beste draus. Ebenso Dietrich Henschel (Bass), der als Jesus als Einziger auf der Bühne im dunklen Anzug erschien und nicht im Frack. Im Gegensatz zu vorigen Aufführungen sang diesmal auch „Jesus“ im Chor mit.

The Monteverdi Choir mit der Johannes Passion in der Philharmonie Köln (Fotorechte: Leen Roetman)

 Monteverdi Choir und English Baroque Soloists in der Philharmonie Köln  am 29.3.2013 (Fotorechte: Leen Roetman)

Hannah Morrison sang ihre Sopranarien mit der in Gardiners Bach nicht mehr wegzudenkenden kristallklaren schlanken Stimme, die wir so oder so ähnlich auch von anderen Sopranistinnen kennen. Vielleicht legt sie in künftigen Konzerten noch etwas an Ausdruck nach.

Meg Bragle (Alt) – verwundert mich immer wieder. Wenn sie einsetzt, habe ich immer Angst, dass sie mit ihrer leisen Stimme untergeht, wenn das Orchester etwas Anderes als Pianissimo spielt. Komischerweise denke ich das aber eben nur, wenn sie einsetzt. Und wenn ich mich hinterher daran erinnere, wie ich das bemerkte. Dazwischen singt sie so enorm hingebungsvoll, so dass man gebannt lauscht.

Was gibt es noch „Neues“? Gardiner hat dem Basso Continuo wieder eine Stelle mehr zugestanden. Anstatt eines Tastenspielers, der ständig zwischen Cembalo und Orgel pendelt, versahen nun Howard Moody und James Johnstone ihren Vollzeitdienst an der Orgel bzw. am Cembalo. Was mich persönlich freute, weil das Cembalo in einigen Passagen einfach noch mehr Dramatik auszudrücken vermag.

Aus dem „Ruhet wohl“ hat der Boss das Tempo auch noch rausgenommen und beim Orchester das Volumen. Dafür wurde mächtig an Ausdruck zugelegt. Phasenweise schwebt der Klang förmlich schwerelos durch den Raum. Würde er den Chorus auf zwanzig Minuten dehnen – ich bin mir nicht sicher, ob das jemand merken würde, so fesselnd wirkte das.

Inzwischen ist es eines von Gardiners Markenzeichen, größere Werke nach oben hin abzuwinken und sodann die Hände sehr langsam sinken zu lassen. Meistens kapiert das Publikum denn Sinn dahinter nicht und klatscht schnell drauflos, weil man ja auch schon an den Stau im Parkhaus denkt. Nicht so diesmal das sonst eher weniger sensible Publikum der Kölner Philharmonie. Selbst als Gardiners Hände dann unten sind, herrscht gebannte Totenstille, bis er mit er einem Kopfnicken und Grinsen Richtung Kati Debretzeni  (Konzertmeisterin) – vermutlich andeutet, dass es diesmal geklappt hat.

Der Applaus kracht herein und nach etwa 15 Sekunden steht die gesamte Philharmonie. Das hab ich da noch nie erlebt.

Schöne Ostern!

Martin

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P. S.

Herzlichen Dank an Leen Roetman, der uns die Bilder zur Verfügung gestellt hat..!!

Auf BBC Radio 3 läuft zur Zeit der Bach-Marathon..!!

Bach-Marathon

You-Tube-Video

Johannes-Passion von Sir John Eliot Gardiner:

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Radiotipps Ostern 2013 – John Eliot Gardiner auf allen Kanälen


John Eliot Gardiner feiert im April seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass gibt es diverse Sendungen, die das Leben und das Werk Gardiners würdigen. Neben den Sendungen der BBC gibt es auch von deutschen Sendern einiges zu hören. Den Anfang machen WDR3 mit einem Portrait und NDR kultur mit der ersten von mehreren Übertragungen von Konzerten, die während seiner Zeit als Chefdirigent beim NDR Sinfonieorchester entstanden sind. Wobei das Konzert, das am Montag gesendet wird, vor der Zeit Gardiners beim NDR entstanden ist, als er kurzfristig für den erkrankten Günter Wand eingesprungen war. Für mich persönlich war dies die erste Begegnung mit Gardiner. Es gab nichts Vernünfiges im Fernsehen, so blieb ich bei der Konzertübertragung aus Lübeck hängen und der große Bügelstapel, der eigentlich der Grund für das Anschalten des Fernsehers war, war nach dem Konzert noch genauso hoch wie vorher, so sehr hatten mich die ersten Takte von Händels Feuerwerkmusik umgehauen. Weitere Sendungen werden im Laufe des Monats sicher folgen. Ich werde sie wochenweise in den Radiotipps vorstellen.

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30.3.

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TV BBC TWO
20.00 – 21.30 (bei uns 21.00 – 22.30)
Bach: A Passionate Life
John Eliot Gardiner goes in search of Bach the man and the musician.

The famous portrait of Bach portrays a grumpy 62-year-old man in a wig and formal coat, yet his greatest works were composed 20 years earlier in an almost unrivalled blaze of creativity.
We reveal a complex and passionate artist; a warm and convivial family man at the same time a rebellious spirit struggling with the hierarchies of state and church who wrote timeless music that is today known world-wide. Gardiner undertakes a ‚Bach Tour‘ of Germany, and sifts the relatively few clues we have – some newly-found.
Most of all, he uses the music to reveal the real Bach.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b01rrgg6

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1.4.

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BBC
Bachs Marathon live
http://www.bbc.co.uk/programmes/b01rl300
http://www.bbc.co.uk/programmes/b01rl302
http://www.bbc.co.uk/programmes/b01rrg9n
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The Baroque Spring Season concludes with an afternoon and evening of music by J S Bach live from Sir John Eliot Gardiner’s Bach Marathon at the Royal Albert Hall in London. John Eliot celebrates his 70th birthday this month and over nine hours he conducts his own Monteverdi Choir and English Baroque Soloists and introduces leading performers in Bach chamber and solo works. Threaded through the day are interviews and round-table discussions with specialists, including American writer Paul Elie, pianist and scholar Robert Levin, neuroscientist Raymond Tallis, and psychologist Tamar Pincus.
Presented by Catherine Bott and Tom Service.
John Eliot recalls that he grew up literally „under the Cantor’s gaze“, since the most important portrait of Bach (by EG Haussmann, 1748) hung in his parents‘ house during his childhood, having been entrusted to them for safekeeping by a refugee fleeing from Nazi Germany during the Second World War. His fascination with the music of the great composer dates from those years when he learnt by heart the treble parts of all Bach’s motets, and then went on to conduct them for the first time in his teens. It has developed throughout his life, often marking milestones in his career, most notably when he celebrated the new Millennium with the epic Bach Cantata Pilgrimage.
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1.00: Motet: Singet dem Herrn ein neues Lied (BWV 225)
Monteverdi Choir
Musicians from the English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner (conductor)
To open this special Easter celebration, Bach’s joyous, dance-infused double-choir Motet.
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1.20: John Eliot introduces the day from the stage of the Royal Albert Hall.
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1.45: Cello Suite No 6 (BWV 1012)

Alban Gerhardt (cello)
Alban Gerhardt plays one of the best-known compositions ever written for cello.
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2.10: Bach Heroes I: John Eliot introduces a favourite performance of Bach
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2.30: The Goldberg Variations (BWV 988)

Joanna MacGregor (piano)
Innovative musician Joanna MacGregor interprets one of Bach’s most brilliantly deep keyboard works.
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3.45: John Eliot revisits his recording of Bach’s Brandenburg Concertos
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4.10: The distinguished organist and scholar, Stephen Farr
surveys some of the organs of Bach’s own time in search of the elusive ‚Bach Organ.‘ Can this be found in the imposing instruments of North Germany, once the pride of the cities of the Hanseatic League, or maybe in the more modestly scaled instruments of Thuringia’s parish churches.
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4.40: Christ lag in Todesbanden (BWV 4), Cantata for Easter Day
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner, conductor
joined by the audience in the final Chorale
John Eliot leads the Monteverdi Choir, the English Baroque Soloists and the Royal Albert Hall audience in this early cantata which is remarkable for its extreme emotional intensity.
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5.05: Bach Heroes II: John Eliot introduces a favourite performance of Bach
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5.25: Partita No 2 in D minor (BWV 1004)

Viktoria Mullova, violin
Known the world over as a violinist of exceptional versatility, Viktoria Mullova takes on Bach’s Partita including the Chaconne – a high-wire balancing act of musicality and technique.
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6.15: Organ Recital: John Butt, organ
Fantasia and Fugue in G minor (BWV 542)
Orgelbüchlein – chorale preludes for Passiontide and Easter:
Christus, der uns selig mach (BWV 620)
O Mensch, bewein dein Sünde gross (BWV 622)
Christ lag in Todesbanden (BWV 625)
Jesus Christus, unser Heiland (BWV 626)
Heut triumphieret Gottes Sohn (BWV 630)
Sonata 5 in C for two keyboards and pedals (BWV 529)
Prelude and Fugue in Eb ‚St Anne‘ (BWV 552)
Organist and Bach specialist John Butt displays the grandeur and versatility of the Royal Albert Hall’s mighty instrument.
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7.15: Bach Heroes III: John Eliot introduces a favourite performance of Bach
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7.35: Discovering Music: Stephen Johnson explores Bach’s B Minor Mass.

Stephen Johnson looks at how Bach, a devout Lutheran, set about producing a Latin mass in the Catholic tradition at the end of his life, and unpacks some of the many musical clues to its meaning.
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8.00: Mass in B Minor (BWV 232)
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner (conductor)
John Eliot conducts one of musical history’s towering masterworks.
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10.00 Bach Heroes IV: John Eliot introduces a favourite performance of Bach
Sir John Eliot Gardiner reflects, „Several of the big moments in my life seem to be linked in some way with the music of Bach, and 2013 is no exception. The enormous appeal of his music today extends to an astonishing variety of people from all walks of life. To spend a whole day in the company of distinguished fellow musicians, writers and scientists to perform, discuss and enjoy the music of this supreme composer whose music lights our lives more than 300 years after his death, is absolutely the best birthday present I could wish for.“.
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Andere Sendungen zu John Eliot Gardiners 70. Geburtstag, auch am 1.4.13:

WDR3 – 256
18:05 – 20:00

Vesper spezial
Porträt – Der Dirigent John Eliot Gardiner
Am 20. April feiert der englische Dirigent John Eliot Gardiner seinen 70. Geburtstag. Im Gespräch mit Richard Lorber gibt er Auskunft über seine künstlerischen Anschauungen und berichtet über seine wichtigen musikalischen Projekte.
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NDR
20.05 – 22.00

John Eliot Gardiner zum 70. Geburtstag
Georg Friedrich Händel:
Feuerwerksmusik, Suite HWV 351
Ralph Vaughan Williams:
Fantasie über ein Thema von Thomas Tallis
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61
Aufzeichnung vom 25. Juni 1989 im Lübecker Dom
Als John Eliot Gardiner 1991 die Nachfolge von Günter Wand als Chef des NDR Sinfonieorchesters antrat, galt er in der Musikwelt vor allem Spezialist für die historische Aufführungspraxis. Der renommierte Rundfunkklangkörper bot ihm die Möglichkeit, sich als Musiker mit einem universellen Anspruch zu präsentieren, und seine Konzerte zeugten deshalb nicht selten von dem Bestreben, einen großen musikhistorischen Zeitraum zu umspannen. So auch beim Eröffnungskonzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals von 1989, das mit einem Werk des Engländers Ralph Vaughan Williams aus dem Jahre 1910 über eine Melodie des Renaissance-Komponisten Thomas Tallis und der berühmten Feuerwerksmusik von dem Barockmeister Händel auch die zweite Sinfonie des Romantikers Schumann setzte und damit einen Bogen aus dem 16. ins 20. Jahrhundert schlug.

Weihnachts- und Neujahrsgrüße 2012 – für die Besucher „Volkers Klassikseiten J.S. Bach“


Thomaskirche Leipzig im Winter Fotorechte: © StadtBild Deutschland

                                                        „Thomaskirche Leipzig im Winter“          (Fotorechte: © StadtBild Deutschland)

Ich wünsche allen Lesern ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest

und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2013.

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Zur Einstimmung auf das Weihnachtsfest 2012 hinterlege ich ein Video von J. S. Bach mit dem

BWV 248 Weihnachtsoratorium Kantaten 1 bis 6 – aufgeführt am 23. und 27.12.1999 in der

Herderkirche in Weimar von:

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Herzliche Weihnachtsgrüße

Volker

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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „6. Sonntag nach Trinitatis“


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The Monteverdi Choir, London

The Monteverdi Choir, London

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:

 Link: Bach-Kantaten im Kirchenjahr als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 15.07.2012 

begehen wir den

6. Sonntag   nach Trinitatis

Der 6. Sonntag nach Trinitatis konzentriert sich diesmal auf die Taufe als dem Beginn eines neuen Lebens. In diesem Zusammenhang wird auch der Gedanke eines „lebenslangen Bundes“ aufgenommen. Der 6. und der 7. Sonntag nach Trinitatis könnten auch als „Sakramentssonntage“ bezeichnet werden, denn an ihnen wird der Taufe und des Abendmahls in seiner Bedeutung für das Leben des Christen gedacht. Am 6. Sonntag nach Trinitatis hören wir von der Taufe, dass wir durch sie zu Gottes Volk hinzuberufen sind. Die Taufe läßt uns teilhaben an dem Tod und der Auferstehung Jesu, und so haben wir auch Teil an dem wunderbaren Licht, das mit Jesus in diese Welt leuchtet.

Wochenspruch: 

So spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein. (Jes 43, 1)

Wochenlied: 

Ich bin getauft auf deinen Namen (EG 200)

Musikvideo zum Wochenlied von Miguel-Pascal Schaar

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 6. Sonntag  nach  ”Trinitatis

BWV 9  –     Es ist das Heil uns kommen her

BWV 170Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust

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Bach-Kantate 

WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

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Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

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Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0.

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 228 „Fürchte dich nicht, ich bin bei dir“
Motette für 2 vierstimmige Chöre und Basso continuo
Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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Johann Christoph Bach 

Fürchte dich nicht, denn ich hab dich erlöset
Motette für 5 Stimmen und Basso continuo
Monteverdi Choir London / English Baroque Soloists

Leitung: Sir John Eliot Gardiner

Georg Böhm 

Präludium und Fuge C-dur für Orgel
Friedhelm Flamme an der Creutzburg-Orgel 
von St. Cyriakus in Duderstadt 

Johann Sebastian Bach

BWV 9 „Es ist das Heil uns kommen her“
Kantate zum 6. Sonntag nach Trinitatis
für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo
Sandrine Piau, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
James Gilchrist, Tenor
Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir and Orchestra

Leitung: Ton Koopman

Joseph Haydn 

Missa brevis F-dur
für 2 Soprane, gemischten Chor, Streicher und Orgel
Julie Liston und Ann Hoyt, Sopran
Choir of Trinity Church, Wall Street
REBEL Baroque Orchestra

Leitung: Owen Burdick

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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.NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“
Andreas Scholl, Altus / NDR Radiophilharmonie

Ltg.: Martin Haselböck

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

.Johann Sebastian Bach:

.BWV 170 „Vergnügte Ruh‘, beliebte Seelenlust“

Bernarda Fink (Mezzosopran)
Freiburger Barockorchester

Leitung: Petra Müllejans

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

.Bach-

Johann Sebastian Bach

BWV 170 „Vergnügte Ruh‘, beliebte Seelenlust“

Kantate am 6. Sonntag nach Trinitatis
Magdalena Kozena, Mezzosopran
Musica Antiqua Köln

Leitung: Reinhard Goebel


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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

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06:30 Uhr Kantate

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Johann Sebastian Bach

BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“

Anke Vondung, Alt
Gewandhausorchester Leipzig,

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:39 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 170 „Vergnügte Ruh‘, beliebte Seelenlust“

Kantate zum 6. Sonntag nach Trinitatis,

Robin Blaze, Countertenor;

Bach Collegium Japan:

Leitung: Mazaaki Suzuki

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Sonstige Konzerte im Rundfunk

Dkultur am Sonntag, 15. Juli 2012

20.03 – 22.00 Uhr 

ca. 21.20 Konzertpause
mit Nachrichten

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Deutschlandradio Kultur

im Internet:

Allgemein http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/konzert/

Programm http://www.dradio.de/dkultur/vorschau/

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Festspiele
Mecklenburg-Vorpommern
Theater Stralsund
Aufzeichnung vom 15.7.12

Alfred Schnittke
Konzert zu Dritt‹ für Violine,
Viola, Violoncello
und Streichorchester

Béla Bartók
Divertimento für Streicher

ca. 21.00 Konzertpause
mit Nachrichten

Wolfgang Amadeus
Mozart
Sinfonia Concertante Es-Dur
für Violine, Viola und Orchester
KV 364
Veronika Eberle, Violine
Antoine Tamestit, Viola
Julian Steckel, Violoncello
Münchener Kammerorchester
Leitung: Christoph Poppen

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Videos mit Bach-Kantaten zum 6. Sonntag nach Trinitatis
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BWV      9  –     Es ist das Heil uns kommen her
BWV 170  –     Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust
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/ YouTube: BWV 9 –  Es ist das Heil uns kommen her   –  (Interpret: Leonhardt )

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/ YouTube: BWV 170 –  Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust  ”   –  (Interpret: SDG )
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/ YouTube: Kuhnau/Bach (Trauer-Motette) –  Der Gerechte kommt um”   –  (Interpret: SDG)
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In loser Reihenfolge stelle ich ergreifende Instrumentalmusik, Arien, Rezitative, Duette, etc.

aus Bach-Kantaten vor..!!

In dieser Woche wurde im Internet viel über die Kantate zu Mariae Reinigung – BWV 82 „Ich habe genug“ der Satz 3 (Schlummer-Arie) „Schlummert ein, ihr matten Augen“ besprochen. Dieser dritte Satz zählt zu den beliebtesten Schöpfungen Bach’s die durch ihren Erfindungsreichtum und ihre Ausdrucksfülle dem Hörer sehr zu Herzen geht.

YouTube Video – BWV 82 – Satz 3

Live recording
Martin Cooke, Bariton

Eine Einspielung gibt es von der DGG mit Peter Harvey, die mir besonders gut gefällt in ihrer Ausdrucksstärke und gesanglichen Interpretation.

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Peter Harvey:

Video Satz 3 BWV 82 (Schlummer-Arie)

Link zum Video:   ?media=311254

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CDs – Bach-Kantaten:  für den  6. und 7. Sonntag nach Trinitatis“    

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Cover:  SDG 156 –  Vol. 4

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CD-Bestellung  zum  Link:   CD  Bach-Kantaten – SDG 156 – Vol. 4

Aufführungsorte:

Kantaten für den „6. und 7. Sonntag nach Trinitatis“ 

St. Gumbertus, Ansbach am 30. Juli 2000

St. Mary’s Haddington am 5. und 6.  August 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte:

Kantaten für den „6. Sonntag nach Trinitatis“ 

BWV 9 – Es ist das Heil uns kommen her   

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4 

BWV 170 – Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust  

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4

Kuhnau / Bach (attrib.)  – Der Gerechte kommt um

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4

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CD –  z w e i  – Inhalte:

Kantaten für den „7. Sonntag nach Trinitatis“ 

BWV 107 – Was willst du dich betrüben    

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4 

BWV 186 – Ärgre dich, o Seele, nicht

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4

BWV 187 – Es wartet alles auf dich

Gardiner Pilgrimage CD 156 Vol. 4

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Kantaten für den 6. Sonntag nach Trinitatis 

St. Gumbertus, Ansbach am 30. Juli 2000

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Kantaten-Beschreibung: BWV 170 Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ 

Der Wechsel von der zauberhaften schottischen Insel Iona, wo einige von uns aus Anlass des 250. Todestages Bachs aufgetreten waren, auf direktem Wege nach Ansbach in Franken war zwangsläufig unangenehm krass. Für die Feier in der alten Iona Abbey hatten wir ein Programm zusammengestellt, das einige der intimsten und bewegendsten Stücke enthielt und das wir an einem milden Sonnentag aufführten, mit den Schreien der Seemöwen und dem Blöken der Schafe im Hintergrund. Unser Programm für die Bach-Woche in Ansbach enthielt, neben der Wiederholung der Kantate Aus der Tiefen vom vergangenen Wochenende in Mühlhausen und zwei Motetten, die beiden Kantaten Bachs, die für den Sechsten Sonntag nach Trinitatis erhalten sind: BWV 170 Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust, eine Kantate für Alt und obligate Orgel, Oboe d’amore und Streicher, und BWV 9 „Es ist das Heil uns kommen her“, eine Choralkantate aus der Zeit um 1732.

BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ ist die erste der beiden Solokantanten für Alt, die Bach im Sommer 1726 auf fünfzehn Jahre vorher veröffentlichte Texte des Darmstädter Hofbibliothekars Georg Christian Lehms schrieb. In diesem Jahr hatte Bach offenbar einen hervorragenden Sänger zur Verfügung, vielleicht Carl Gotthelf Gerlach, der damals an der Universität studierte und unter Johann Kuhnau bei den Thomanern gesungen hatte, und war begierig, aus seinem Talent einen möglichst großen Nutzen zu ziehen. Oberflächlich gesehen vertonte Bach einen kernigen, wenn auch ausgesprochen altmodischen, an barocker Symbolik reichen Text zu einer Zeit, als der galante Stil in Mode kam und sich sogar schon auf seine eigene Kirchenmusik auszuwirken begann. Faszinierend ist, auf welche Weise es ihm gelingt, aus diesen völlig konträren Ausdrucksformen eine überzeugende Synthese zu schaffen.

Die Anfangsarie ist reines Entzücken, ein warmer, üppiger Tanz im 6/8-Takt in D-dur. Man fühlt förmlich Bachs liebevolles Lächeln über dieser Musik schweben, die uns den Weg zur ‚Himmelseintracht’ weist. Eine jener unbeschreiblich schönen Melodien des Komponisten, die sich in unserem Hörgedächtnis einnisten, sie braucht einen ganzen Takt, um in Gang zu kommen, doch sobald das geschafft ist, erweckt sie den Anschein, als würde sie nie aufhören können (sie ist zwar nur acht Takte lang, wirkt jedoch endlos). Doch erhält diese ausladende, der Oboe d’amore und der ersten Violine anvertraute Melodie ihre Schönheit und heitere pastorale Stimmung erst durch ihr harmonisches Gerüst. Die sanft plätschernden Achtel in den tiefen Streichern werden zu Dreiergruppen verschleift und erinnern an das ‚Bogenvibrato’ oder was die Franzosen balancement nannten, während die abwärts gerichtete Basslinie klingt, als deute sich hier ein Ostinato an – mit anderen Worten der Beginn eines Musters, das sich schleifenartig wiederholen wird. Nun ja, es kommt tatsächlich wieder, aber nicht konsequent oder so, dass es in irgendeiner Weise vorhersagbar wäre. Mit Lehms’ Text vor Augen sucht Bach nach Möglichkeiten, wie er als Lebensziel den Frieden der Seele herausarbeiten kann, und nach Mustern, die ihm gestatten, hin und wieder auf die Sünde und die Schwäche des Fleisches zu verweisen.

Lehms, ein wortgewaltiger und leidenschaftlicher Verseschmied, kommt schon von Nr. 2 an (einem Rezitativ) richtig in Fahrt, wo er das Tagesevangelium (aus der Bergpredigt in Matthäus 5, 20–26) und die Epistel (Paulus an die Römer, 6, 3–11) paraphrasiert und zusammenfasst. Demnach, erklärt er, sei die Welt ein ‚Sündenhaus’, deren Mund ‚voller Ottergift’ den unschuldigen Nächsten als Dummkopf und Narr beschimpfe. Bach liefert erwartungsgemäß die entsprechenden deklamatorischen Gesten und Ausdrucksnuancen und wechselt bei dieser Gelegenheit zu der entfernten Tonart fis-moll. In dieser Welt, in der das Unterste zuoberst gekehrt ist, folgt nun eine ungewöhnliche, recht umfangreiche Arie in A-dur, die für eine zweimanualige obligate Orgel vorgesehen ist. Allerdings haben wir, wie es Bach offenbar bei der Uraufführung der Kantate gehandhabt hatte, zwei Orgeln verwendet, eine für jedes Manual, die eine im Chorton notiert, die andere im Kammerton. Diesen Stimmen fügt Bach in der mittleren Lage nur eine Linie mit unisono geführten Violinen und Bratschen hinzu. Dieser besonderen, ‚Bassettchen’ genannten Verfahrensweise sind wir in diesem Jahr schon verschiedentlich immer dann begegnet, wenn Bach der Meinung ist, eine besondere Stimmung müsse geschaffen werden, und auf die übliche Stütze durch den Basso continuo verzichtet. Er verwendet sie symbolisch mit Bezug auf Jesus (der keine ‚Stütze’ braucht), der die Gläubigen vor den Folgen der Sünde beschützt (wie in der Sopran-Arie ‚Aus Liebe’ in der Matthäus- Passion), und, am anderen Ende, auf die Menschen, die immer wieder in Sünde verfallen, wie in jener wunderbaren Sopran-Arie ‚Wir zittern und wanken’ aus BWV 105, oder (so wie hier) bezogen auf die ‚verkehrten Herzen’, die (im wahrsten Sinne des Wortes) den Boden unter den Füßen verloren haben, weil sie sich von Gott abwenden.

Die Arie ist aus der Warte eines passiven Zeugen aufgezeichnet, der sieht, wie die rückfälligen Sünder ‚mit rechten Satansränken’ Gottes Strafgericht verlachen und ‚sich nur an Rach und Hass erfreun’, und das Unbehagen des Sängers auf seinem Beobachtungsposten ist im zerklüfteten Rhythmus der Bassettchen-Linie zu spüren. Bach weicht an zwei Stellen von der chromatischen, fugierten Verflechtung der beiden Orgellinien ab und liefert stattdessen einen schnelleren, diatonischen Austausch zwischen den Stimmen, der so angelegt ist, dass er im A- Teil mit der in Lehms’ Text erwähnten ‚Rach und Hass’ und im B-Teil mit den Worten ‚frech verlacht’ zur Deckung gelangt. Mir als Nicht- Organisten erscheint das alles ein wenig merkwürdig und unpersönlich. Ich könnte mir vorstellen, dass diese Arie, mit wendigeren, klagender klingenden Instrumenten gespielt, wie zum Beispiel den Unisono-Violinen in ‚Et incarnatus’ der h-moll-Messe, mehr zu Herzen gehen würde.

Offensichtlich war Bach knapp mit der Zeit, nachdem er beschlossen hatte, dieses Werk am 28. Juli 1726 mit der Kantate seines Meiningener Cousins Johann Ludwig (Ich will meinen Geist in euch geben) zu koppeln; diese wurde vor der Predigt aufgeführt, und Vergnügte Ruh während der Verteilung des Abendmahls. Mir erscheint die Orgel als Soloinstrument in der stolz einherschreitenden Da-Capo- Arie in D-dur (Nr. 5), die das Werk beschließt, sinnvoller eingesetzt, wenngleich auch dies eine Entscheidung gewesen sein mag, die in letzter Minute unter Zeitdruck zustande kam und Bach nötigte, das Orgelsolo selbst zu spielen. Ursprünglich mochte er für diesen Satz ein melodisches Blasinstrument vorgesehen haben – vielleicht eine Oboe d’amore –, und dann, als er Vergnügte Ruh in seinen letzten Jahren, um 1746/47, wieder aufführte, wählte er für diesem Satz sicher eine obligate Flöte, was die in der Uraufführung verwendete zweite Orgel entbehrlich machte. Das erklärt, warum sein ältester Sohn, Wilhelm Friedemann, 1750 in Halle unbedingt die erste Arie wieder aufführen wollte, nicht jedoch den restlichen Teil der Kantate. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum „6. und 7. Sonntag nach Trinitatis“

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                   Gardiner Reisetagebuch SDG 156 zum Download als PDF

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  Künstler-Beitrag:  Maya Homburger  – Violine, zum Download  als PDF 

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……………..Link:  >> Wissenswertes vom  – Klangquartier Leipzig <<
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Bachfest Leipzig 2013 – „Vita Christi“
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vom 14.06.2013 – 23.06.2013 
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Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen: Weihnachts-Oratorium, Johannespassion, Oster- und Himmelfahrts-Oratorium fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen. Unter Leitung von Trevor Pinnock, Thomas Hengelbrock und Sir John Eliot Gardiner werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an insgesamt drei Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis.
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Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen  von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe im Abschlusskonzert.
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Die Thematik für das Bachfest 2013 wird Vita Christi sein.
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 in der Thomaskirche die „Johannes-Passion“ aufführen.
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Am Samstag, 22.6.2013 erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
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BWV 249 „Kommt eilet und laufet“ und BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen.“
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Weitere Informationen nachstehend:
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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag !“
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Herzliche Grüße
Volker
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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Feiertag: “Himmelfahrt”


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Nikolaikirche Leipzig zu Himmelfahrt erklingt das BWV 11 Himmelfahrts-Oratorium

Nikolaikirche Leipzig zu Himmelfahrt erklingt das BWV 11 „Himmelfahrts-Oratorium“

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Feiertag und Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag/Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 17.05.2012 begehen wir den Feiertag: „Himmelfahrt“

Das Fest Christi Himmelfahrt ist als selbständiges Fest erst im 4. Jahrhundert bezeugt, wurde aber schnell zu einem Fest von großem Ansehen, an dem Prozessionen begangen wurden und die Himmelfahrt durch Hochziehen einer Christusfigur veranschaulicht wurde. Später trat noch eine Vigil hinzu und endlich auch eine Oktav.

Die protestantische Kirche übernahm dieses Fest und behielt teilweise die bildliche Darstellung der Himmelfahrt bei. Erst in der Aufklärung wurde das Fest regelrecht gefährdet, aber es kam höchstens zu Verlegungen auf den Sonntag Exaudi, nicht aber zur Abschaffung des Festtages. Das Wort Jesu: “Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott” (Joh 20, 17) ist nun verwirklicht. Er, der Auferstandene, erfüllt mit seiner Herrschaft Himmel und Erde, er umspannt alles Sichtbare und Unsichtbare.

Christi Himmelfahrt ist das Fest der Thronbesteigung Christi. Er tritt seine Herrschaft an zur rechten Hand Gottes, ist einerseits mitten in seiner Kirche, der er sich in Brot und Wein gibt, und andererseits kann er nicht mit der Größe des Weltalls erfaßt werden. Der Tag wird aber erst vollständig mit der Verheißung in Apg 1, 11: “Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.” – Wir sehen nicht hinter dem fortgehenden Jesus her, sondern können und sollen dem kommenden Jesus entgegensehen!

Im Gottesdienst wird die Osterkerze, die Zeichen für die Gegenwart des Auferstandenen unter den Menschen ist, nach der Verlesung der Himmelfahrtsgeschichte gelöscht. Die Jünger verharren ängstlich und unwissend über das Kommende in ihren Behausungen. Sie warten auf den ihnen verheißenen Geist; diese Erwartung wird auch in den Gebeten dieses Tages und des kommenden Sonntags Exaudi ausgesprochen. Noch 10 Tage dauert es, bis diese Erwartung erfüllt wird. Der Feiertag Christi Himmelfahrt ist die Thronbesteigung Jesu und damit ein äußerst großartiges Fest.

Wochenspruch:  Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, will ich alle zu mir ziehen. (Joh 12, 32)

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den Feiertag / Sonntag: „Himmelfahrt“

BWV    11 – “Lobet Gott in seinen Reichen” (Himmelfahrts-Oratorium)

BWV   37 – “Wer da gläubet und getauft wird” /

BWV   43 – “Gott fähret auf mit Jauchzen”

BWV 128 – “Auf Christi Himmelfahrt allein”

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.Radio-Sendungen „Bach-Kantate“

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Im Radio Live: „Bach-Kantate“

WDR3 – Geistliche Musik

Himmelfahrt – Donnerstag, 17.05.2012

von 09:05  – 10:00 Uhr

Livestream-Link: http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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Programm-Auszüget WDR3 für  09:05  – 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Gott fähret auf mit Jauchzen, BWV 43,

Kantate zu Christi Himmelfahrt

für Soli, Chor und Orchester;

Johannette Zomer, Sopran; Bogna Bartosz, Alt; Christoph Prégardien, Tenor;

Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir;

Amsterdam Baroque Orchestra,

Leitung: Ton Koopman

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

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Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

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Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm:

.Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

Gott fähret auf mit Jauchzen, Kantate BWV 43
Barbara Schlick, Sopran / Catherine Patriasz, Alt
Christoph Prégardien, Tenor / Peter Kooy, Bass
Collegium Vocale Gent /

Ltg.: Philippe Herreweghe


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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

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Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach:

„Gott fähret auf mit Jauchzen“ BWV 43
Barbara Schlick (Sopran)
Catherine Patriasz (Alt)
Christoph Prégardien (Tenor)
Peter Kooy (Bass)
Chor und Orchester des Collegium Vocale
Leitung: Philippe Herreweghe

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

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Programm:  http://www.kulturradio.de/programm/index.html

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Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 11 am Feste der

Himmelfahrt (Himmelfahrtsoratorium)
Nancy Argenta, Sopran
Michael Chance, Countertenor
Anthony Rolfe Johnson, Tenor
Stephen Varcoe, Bass

Monteverdi Choir, London
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner 

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mdr-figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

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Kantate

Programm:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/.

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mdr-figaro Live: http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr-figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Kantate

Johann Sebastian Bach:

6:25 Uhr – Einführung zur Kantate

800 Jahre Thomana

06:30 Uhr Kantate

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Johann Sebastian Bach:

„Auf Christi Himmelfahrt allein“ BWV 128

Thomanerchor Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 43 

Arleen Augér, Sopran; Julia Hamari, Alt,

Lutz-Michael Harder, Tenor;

Philippe Huttenlocher, Bass;

Gächinger Kantorei;

Bach-Collegium Stuttgart:

Leitung: Helmuth Rilling

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Videos mit Bach-Kantaten zum Feiertag – ”Himmelfahrt”

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/ YouTube: BWV 11 – „Lobet Gott in seinen Reichen“ 

Himmelfahrts-Oratorium  – (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 37 – „Wer da gläubet und getauft wird“ (Interpret: Harnoncourt)

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/ YouTube: BWV 43 – „Gott fähret auf mit Jauchzen” / (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 128 – „Auf Christ Himmelfahrt allein” / (Interpret: Leonhardt)

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Kantaten-Beschreibung von Sir Gardiner

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen:   – entfällt für Himmelfahrt !

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  Künstler-Beitrag: – entfällt für Himmelfahrt !

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CD – Link: Bach-Kantaten:

Cover DG-Archiv 463 583-2 (1993:99)

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Fantastische Einspielungen auf dieser CD von Sir J.E. Gardiner zu “Himmelfahrt !“
CD’s – DG – Archiv 463 583-2 (von 1993/99)
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BWV 11 – BWV  37  –  BWV 43 – BWV 123

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Fernsehtipp für Himmelfahrt:

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WDR-Fernsehen

Donnerstag, den 17. Mai 2012, 10:00 – 10:29 Uhr

Johann Sebastian Bach:

„Himmelfahrtsoratorium BWV 11″

Aufzeichnung aus dem Altenberger Dom

WDR-Fernsehen (Internet-Fernsehen kostenlos mit Zattoo: )

Link: http://zattoo.com/ 

Programm WDR-Fernsehen:

http://www.wdr.de/programmvorschau/object4Broadcast.jsp?broadcastId=3963420

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen Himmelfahrtstag !

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Grüße

Volker

Himmelfahrtskantaten in London, St. Giles, am Donnerstag, 10.05.2012 mit dem Monteverdi Choir, den English Baroque Solists Leitung: Sir J. E. Gardiner


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Aufführungsstätte: St. Giles Cripplegate, London

Aufführungsstätte: St. Giles Cripplegate, London

Eine Himmelfahrt mit Wiederkehr !

Himmelfahrtskantaten in London, St. Giles, am Donnerstag, 10.05.2012

mit dem

Monteverdi Choir,

den English Baroque Solists

Leitung: Sir J. E. Gardiner

St. Giles Cripplegate, London

Solisten:
Lenneke Ruiten Sopran
Meg Bragle Mezzosopran
Andrew Tortise Tenor
Dietrich Henschel Baß

Im ersten Konzert um 18.30 h kamen zur Aufführung:

Auf Christi Himmelfahrt allein BWV 128 uraufgeführt: 10. Mai 1725
Wer da gläubet und getauft wird BWV 37 18. Mai 1724
Lobet Gott in seinen Reichen BWV 11 19. Mai 1735

Innerhalb von 11 Jahren, von Mai 1724 bis Mai 1735,  hat J. S. Bach die Himmelfahrtskantaten und das Himmelfahrtoratorium geschrieben und aufgeführt. Es sind großartige Werke, die einen alles Irdische vergessen lassen und mitnehmen in schwindelerregende Höhen.

Dazu diese erstklassige Besetzung: Die English Baroque Soloists sind einfach nicht zu toppen. Es war ein einziges Swingen und Jazzen, teilweise auch Rocken. Allen voran Prof. Niesemann an seiner Oboe. Zauberei, Magie! Für mich war er das absolute Highlight. Ich habe mich nach den beiden Konzerten bei ihm bedankt. Er schien ganz überrascht, hatte wohl selbst gar nicht gemerkt, wie großartig er gespielt hat.

Der Chor war in ausgezeichneter Form, die Solisten brillant und der Sir einfach genial. Er hat uns alle mitgerissen. In einer kleinen, launigen Rede während einer kurzen Umbauphase hat er sich in beiden Konzerten bei allen für die geleistete Unterstützung bedankt. Selbst aus Afrika, China oder Australien waren Spenden gekommen, um die Lücke in der Reihe der CDs der BachCantataPilgrimage zu schließen. Die Finanzierung für diese Aufnahme wurde erst durch eine gewaltige Spendenaktion möglich. Während der Pilgrimage im Jahr 2000 konnten nur die Himmelfahrtskantaten wegen eines technischen Defektes nicht live aufgenommen werden. Das wurde jetzt in London nachgeholt.

Sir Gardiner - First Tutti for our Ascension Cantata concerts

Sir Gardiner – First Tutti for our Ascension Cantata concerts… (Fotorechte: Soli Deo Gloria, England)

Im zweiten Konzert um 20.30 h waren die Musiker/innen, Sänger/innen und Solisten außer Rand und Band, schmetterten, posaunten und jubelten.

Auf Christi Himmelfahrt allein BWV 128 (Wiederholung) s. o.
Gott fähret auf mit Jauchzen BWV 43 30. Mai 1726
Lobet Gott in seinen Reichen BWV 11 (Whlg. und Krönung) s. o.

Die absolute Krönung für mich war das BWV 11 Himmelfahrtsoratorium „Lobet Gott in seinen Reichen“.

Alle Erdenschwere schien aufgehoben. Das Frohlocken der Instrumente und der Jubel des Chores haben mir ganz persönlich ein Stückchen Himmel auf Erden gezeigt.

Der Applaus am Ende dieses Konzertes wollte kein Ende nehmen. Auch nach der obligatorischen Zugabe konnte ich mich nur schwer vom Ort des Geschehens lösen.

Ich möchte die einzelnen Kantaten und das Oratorium nicht kommentieren. Das können andere besser. Ich möchte Euch einfach nur an meiner Freude teilhaben lassen; Freude darüber, dass ich diese beiden außerordentlichen Konzerte live erleben konnte, dass meine Gesundheit mitgespielt hat und ich um mich herum immer nette Menschen hatte, die mir meine Fragen beantwortet und weitergeholfen haben.

Einen Wehrmutstropfen habe ich allerdings zu verzeichnen: Meine Kamera hat in London kurzerhand ihren Geist aufgegeben, so dass ich trotz aller Bemühungen vom Konzert und den Örtlichkeiten kein einziges Bild machen konnte. Für mich habe ich mit den Augen fotografiert, seht`s mir nach.

Herzlichen Gruss

Iris