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Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den Sonntag: Palmarum/Palmsonntag


J.S. Bach-Büste im Schloss Köthen

Liebe Bach-Freunde !

Nach den Veröffentlichungen der BWV als PDF-Download im Blog stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung. Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  “YouTube“ sind sehr ergiebig.

Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung zum BWV 182 von „Sir John Eliot Gardiner“ ist im Beitrag hinterlegt!

Am 17. April 2011 begehen wir den Sonntag „Palmarum / Palmsonntag“

Der Name des Sonntags Palmarum leitet sich ab von dem Brauch, den König oder Feldherrn bei seinem Einzug in die Stadt Palmzweige schwingend und jubelnd zu begrüßen. Dieser Brauch wurde auch geübt, als Jesus in Jerusalem einzog. Allerdings erwartete man in ihm einen anderen König, nicht den, der sich am Kreuz offenbaren würde.
Der Sonntag Palmarum bedenkt den Einzug Jesu in Jerusalem. Zu diesem Zeitpunkt wird er noch als König gefeiert, wenig später wenden sich alle von ihm, selbst seine Jünger. Das Thema stellt uns als Gemeinde vor die Frage, wie wir diesen König heute empfangen. Wenden wir uns auch wieder von ihm ab, sobald die Stimmung der Menge umschlägt? Ist unsere Begeisterung nur eine Eintagsfliege? Sind wir treu? Können wir treuer sein als die Jünger? Ist nicht unser Christsein oft auch schon sehr ähnlich dem der Pharisäer und Schriftgelehrten, die letztlch Jesus verdammten? Diese Fragen gilt es zu bedenken.

Am Sonntag Palmarum hören wir die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem. Er wurde von der Menge jubelnd begrüßt, sie schwangen Palmzweige und sangen ihm Psalmen. Aber wir wissen auch, dass Jesus erst durch das Kreuz zum König wurde, aber nun zum König über alle Gewalten und Mächte. Da er gehorsam ward bis zum Tod, empfangen wir durch ihn das Leben und freuen uns, einem solchen Herrn und König zu dienen, der sein Leben für die Seinen hingibt.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Für  den Sonntag  “Palmarum / Palmsonntag“ 

J.S. Bach – Kantate BWV 182 – „Himmelskönig sei willkommen“

Kantate für Soli, Chor und Orchester, BWV 182 (Palmsonntag oder zum Fest Mariä Verkündigung)

Gardiner Pilgrimage CD Vol.  21 – CD 2 

SDG 118 Vol.21

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Im Radio Live: „Bach-Kantate“

WDR3

Sonntag, 17.04.2011 von 09:05  – 10:oo Uhr

Live-Stream: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.asx

oder: http://www.wdr.de/wdrlive/media/wdr3.m3u

Himmelskönig, sei willkommen, BWV 182, Kantate zum Palmsonntag für Alt, Tenor, Bass, Chor, Flöte, Streicher und Basso continuo; Kai Wessel, Altus; Christoph Prégardien, Tenor; Klaus Mertens, Bass;

Amsterdam Baroque Choir and Orchestra, Leitung: Ton Koopman

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/ YouTube: BWV 182 „Himmelskönig sei willkommen

1. Sonata
2. Coro: Himmelskönig, sei willkommen
3. Coro: So lasset uns gehen in Salem der Freuden

American Bach Soloists
Christine Brandes, soprano
Judith Malafronte, alto
Jeffrey Thomas, tenor
James Weaver, bass

Aldo Abreu, recorder
Katherine Kyme, violin
Lisa Weiss, violin
Anthony Martin, viola
George Thomson, viola
Sarah Freiberg, cello
Steven Lehning, violone
Michael Eagan, archlute
John Butt, organ

Jeffrey Thomas, Music Director

 

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Dazu ein Auszug aus Sir J.E. Gardiner’s Reisetagebuch „Palmsonntag“

zum BWV 182

……. Der Prince stellte sich pünktlich ein, und wir begrüßten ihn mit Thomas Arnes Arrangement für das Drury Lane Theatre von God Save the King (1745), das nicht in der üblichen schwerfälligen, trübsinnigen Manier gespielt wurde, sondern als luftiger, leichtfüßiger Passepied.

Das Stück war ein passendes Präludium zu der eleganten Sonate, mit der

Bach BWV 182 „Himmelskönig, sei willkommen“

eröffnet, das 1714 komponiert wurde, als Palmsonntag und Mariä Verkündigung zusammenfielen. Die Sonate wirkt wie die Miniaturausgabe einer französischen Ouvertüre, Solovioline und Blockflöte dialogisieren mit einer Pizzicato-Begleitung, die ein wenig an Jesu Eselritt nach Jerusalem erinnert. In dem magischen Augenblick, wenn die Streicher zum ersten Mal wieder coll’arco spielen und der Ton aufschwillt, spürt man noch einmal, was für eine Offenbarung die Begegnung mit der Musik seiner Zeitgenossen – Corelli, Vivaldi u.a. – für Bach gewesen sein muss.

Ein madrigalähnliches Willkommenslied für Chor (Nr. 2) – und, wie ich finde, eine idiomatische Verwendung von concertisten und ripienisten, wenn die Streicher und die Blockflöte einsetzen – deutet auf eine wachsende Menge hin, die sich einstellt, um Christus als Gottes Vertreterauf Erden willkommen zu heißen. Selten ist Bach auf eine so frische Weise unbeschwert. Die kammermusikähnlichen Proportionen des Werkes, seine Fröhlichkeit und Unbekümmertheit schienen für das Gebäude wie geschaffen. Nur ein Rezitativ ist vorhanden (Nr. 3), und es ähnelt eher einem Arioso, dafür gibt es drei aufeinander folgende und im Charakter gegensätzliche Arien, in der die Leidenszeit, die Christus bevorsteht, als Quelle geistlicher Inspiration behandelt wird, vom Bass (Nr. 4) und Tenor (Nr. 6), die Christus direkt ansprechen, vom Alt (Nr. 5), der alle Christen aufruft, den Heiland in der Weise zu begrüßen, wie es im Evangelium berichtet wird: ‚Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg. Die anderen hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg’.

Bach setzt in dieser langsamen und ausgedehnten Dacapo-Arie (mit geringfügig schnellerem B-Teil), deren sich windende, absteigende Phrasen andeuten, wie sich die Zweige neigen und die Menschen vor dem Heiland niederknien, eine einzelne Blockflöte gegen das Alt-Solo. Auf mich wirkte das wie eine musikalische Pietà, die Alt-Marienfigur, die den Heiland in ihren Armen wiegt – und wir fanden in der Nordwestecke der Kirche tatsächlich eine Pietà der englischen Bildhauerkunst. Die Tenor-Arie, von einer regen, zuweilen gequälten Continuolinie unterlegt (cis-moll in dieser transponierten Leipziger Fassung!) verweist auf eine Stimmung zu einem späteren Zeitpunkt während der Passion. Immer wieder abrupter Stillstand und Neubeginn – diese Abfolge deutet an, wie Jesus unter der Last des Kreuzes stolpert, während ihm seine Jünger auf dem langen Weg ‚durch Wohl und Weh’ nicht folgen können.

Die Kantate endet mit zwei Chören, der erste eine motettenähnliche Choralfantasie, die um Vulpius’ schöne Melodie (1609) des für Palmsonntag bestimmten Liedes gebaut ist, der zweite ein munterer Chortanz, der auf direktem Wege einer heiteren Oper dieser Zeit hätte entnommen sein können (und auch im Ersten Akt von TschaikowskysEugen Onegin nicht völlig fehl am Platze gewesen wäre). Dieser Tanz verlangt die Ausgeglichenheit eines Trapezkünstlers im Verbund mit der Agilität eines Madrigalgymnasten – und ist einfach faszinierend. In einer Kirche, die bis auf den letzten Platz mit einem so bunt gemischten Publikum besetzt war – der Prince of Wales, seine Stallmeister, sein Leibwächter, die Mimen seiner House-Party, Bach-‚Pilger’ aus London und Oxford, sogar jemand aus Japan –, spürte man noch mehr als sonst das Geheimnis einer Live-Aufführung von Bachs Musik, die offensichtlich Interpret wie Hörer gleichermaßen Nahrung gibt. Die erhebende Stimmung war zu fühlen.

© John Eliot Gardiner 2006

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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Wünsche allen Besuchern einen schönen Palmsonntag!

Grüße Volker

Sir Gardiner sein Label – Soli Deo Gloria – hat fehlende Bach-Kantaten-Einspielungen innerhalb der – Bach Cantata Series – wie kann ich sie vervollständigen


Nach dem erfolgreichen Ende und Veröffentlichung der letzten CD-Alben der  „Bach Cantata Series“ konnte mein Abgleich mit dem beigefügten Flyer vom Label: Soli Deo Gloria – welches in der letzten CD-Sendung mit enthalten war, meine Recherche auf eine  Vollständigkeit der „Bach-Kantaten –  für das Kirchenjahr“ mit den veröffentlichten CD’s von der „Bach-Cantata-Pilgrimage 2000-Tour“ – vorgenommen werden.

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Bach Cantata Series

THE BACH CANTATA PILGRIMAGE RECORDINGS

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SDG101 SDG104 SDG107 SDG110 SDG113 SDG115 SDG118
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SDG121 SDG124 SDG127 SDG128 SDG131 SDG134 SDG137
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SDG138 SDG141 SDG144 SDG147 SDG150 SDG153 SDG156
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SDG159 SDG162 SDG165 SDG168 SDG171 SDG174

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Die „Bach Cantata Series“ beinhalten 165 Bach-Kantaten für das Kirchenjahr – die innerhalb der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000-Tour im Bachjahr 2000 vom Label: Soli Deo Gloria mit 27 CD-Alben veröffentlicht wurden.

Dazu wurden im Kalenderjahr 2000 (Bachjahr 2000) von der DG (Deutsche Grammophon) – vier CD’s mit 14 Bach-Kantaten für das Kirchenjahr in ihrer Eigenregie veröffentlicht und verkauft. Es handelt sich um die fehlenden BWV 72, 73, 82, 83, 94, 105, 111, 113, 125, 156, 168, 179, 199 und BWV 200, die aus rechtlichen Gründen vom Label: Soli Deo Gloria – nicht verkauft werden durften. Diese vier CD’s der DG führe ich nachstehend zur Ansicht auf.

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Diese fehlenden „Bach-Kantaten“ – für das Kirchenjahr – können zur Vervollständigung als Einspielung mit – Sir Gardiner – EBS und dem Monteverdi Choir von der DG – (Deutsche Grammophon) – nachstehend erworben werden:

Link:  – h i e r  klicken..!!

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Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 - mit dem BWV 72 - 73 - 111 - 156

 

 

Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 -mit dem BWV 82 - 83 - 125 - 200

 

 

Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 -mit dem BWV 94 - 105 - 168

 

 

Cover: CD der DG vom Bachjahr 2000 mit dem BWV 113- 179 - 199

 

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Von Johann Sebastian Bach sind nach heutigem Kenntnisstand um die 200 Kantaten bekannt. Von diesen „Kantaten zum Kirchenjahr“ werden von den Fachleuten sechs Kantaten J.S. Bach n i c h t zugeordnet. Laut Alfred Dürr in seinen Kantatenbeschreibungen auf Seite 1003, scheiden folgenden BWV für das Kirchenjahr in der Zuordnung zu J.S. Bach aus und wurden dementsprechend vom Label: Soli Deo Gloria und der DG im Bachjahr 2000 nicht veröffentlicht:

BWV 15 „Denn du wirst meine Seele nicht in der Hölle lassen“ (Komponist: Johann Ludwig Bach)

BWV 53 „Schlage doch gewünschte Stunde „(Trauerfeier) (Komponist Georg Melchior Hoffmann)

BWV 141 „Das ist je gewisslich wahr“ (Komponist: Georg Philipp Telemann)

BWV 142 „Uns ist ein Kind geboren“ (Komponist: Johann Kuhnau)

BWV 160 „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt“ (Komponist: Georg Philipp Telemann)

BWV 189 „Meine Seele rühmt und preist“ (Komponist Georg Melchior Hoffmann)

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Die nachstehenden zwölf Kantaten sind keinem Sonn- oder Feiertag im Kirchenjahr zuzuordnen, es handelt sich um weltliche Kantaten – aus Anlass eines Ratswechsels, Trauung, oder Trauerfeier. Diese BWV wurden ebenfalls vom Label: Soli Deo Gloria und der DG im Bachjahr 2000 nicht veröffentlicht:

BWV 29Wir danken dir, Gott, wir danken dir“ (Ratswahl)

BWV 69 „Lobet den Herrn, meine Seele“ (Ratswechsel)

BWV 71 „Gott ist mein König“ (Ratswechsel zu Mühlhausen 1708) *)

BWV 106 „Gottes Zeit ist die allerbeste Zeit (Actus tragicus) (Trauerfeier)

BWV 119 „Preise, Jerusalem, den Herrn“ (Ratswechsel)

BWV 120 „Gott, man lobet dich in der Stille“ (Ratswechsel)

BWV 157Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn“ (Trauerfeier evtl. zu Mariae Reinigung)

BWV 193 „Ihr Tore zu Zion“  (weltliche Kantate, Ratswechsel)

BWV 195 „Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen“ (Trauung)

BWV 196 „Der Herr denket an uns“ (Trauung)

BWV 197 „Gott ist unsre Zuversicht“ (Trauung)

BWV 198 „Laß, Fürstin, laß noch einen Strahl“ (Trauer-Ode für Kurfürstin Christiane Eberhardine, Gemahlin Augusts des Starken, die am 5.9.1727 verstarb)

*) Das BWV 71 „Gott ist mein König“ zur Ratswahl in Mühlhausen 1708 wurde von Sir J.E. Gardiner im Bachjahr 2000 aus besonderem Anlass seines Besuches dort in der Divi Blasii Kirche mit aufgeführt und auf seiner SDG-CD Vol. 3 mit veröffentlicht..!!

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Somit müsste  nach meinen oben genannten Angaben und meiner Recherche folgende „Bach-Kantate zum Kirchenjahr“ zur Vervollständigung von dem Bach-Freund noch zusätzlich erworben werden:

BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen“ (Himmelfahrtsoratorium)

Diese Kantate wurde im Bachjahr 2000 weder vom Label: Soli Deo Gloria, noch von der DG – (Deutsche Grammophon) –  eingespielt.

Diese CD ist im Oktober 1993 in London –  u.a. mit dem Himmelfahrtsoratorium, BWV 11 – von der DG mit Sir Gardiner – EBS und dem Monteverdi Choir – eingespielt und veröffentlicht worden.

 

Cover: CD von der DG eingespielt im Oktober 1993 in London u.a. mit dem BWV 11 "Himmelfahrtsoratorium" und BWV 37-43-128 Ausführende: Sir Gardiner-EBS-Monteverdi Choir

 

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Diese CD mit dem BWV 11 (Himmelfahrtsoratorium) kann ebenfalls nachstehend erworben werden.

Link: – h i e r – klicken..!!

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Fazit:

Meine Bewunderung gilt allen Beteiligten der Bach-Cantata-Pilgerreise im Kalenderjahr 2000.  Sir John Eliot Gardiner war ein hervorragender Bach-Kenner, genialer Leiter und Bach-Interpret der Extraklasse – die mit einem bewundernswerten barocken Sound auftretenden English Baroque Soloists sind als ein Orchester der Spitzenklasse zu erwähnen – der nicht zu toppende Monteverdi Choir  war die Krönung während dieser unvergleichlichen Pilgerreise. Die zur Pilgertour verpflichteten Gesangs-Solisten konnten zur allgemeinen homogenen Ensemble-Leistung mit ihrem Gesangs-Können überzeugen. Sie alle haben etwas Außergewöhnliches vollbracht, was bisher von keinem Ensemble in dieser Form unternommen worden ist. In einem Kalenderjahr (im Bachjahr 2000) haben sie fast vollständig sämtliche „Bach-Kantaten im Kirchenjahr“ in Europa und Übersee zur Aufführung gebracht und als einen Mittschnitt auf CD veröffentlicht.

 

Leiter: Sir John Eliot Gardiner - EBS und Monteverdi Choir

 

Wie wurde das alles mit Bravour gemeistert: Instrumentalisten-Gesangs-Solisten terminlich zu verpflichten, die Terminhetze, lange Anreisen, kaum Zeit zum Proben, die örtlichen Akustischen Probleme in den Griff zu bekommen, und und…!!

Umso erstaunlicher, was von dieser Bach-Pilger-Tour an hervorragenden Bach-Kantaten als Ergebnis veröffentlicht wurde. Ich verneige mich ehrfurchtsvoll vor diesem Spitzen-Ensemble und ihrem genialen Leiter: „Sir John Eliot Gardiner“, der diese Idee für das Bachjahr 2000 in sich trug und trotz aller Schwierigkeiten so souverän meisterte. Mir wird ganz schwermütig ums Herz, dass nun alles Vollbracht worden ist und die Bach-Pilgerreise mit der letzten CD-Veröffentlichung ein Ende gefunden hat. Es waren für mich immer spannende Momente, wenn die neue SDG-Bach-CD von der „Bach-Pilgertour 2000“ per Post auf meinem Tisch lag und ich mich mit dieser wunderbaren Bach-Musik vom Alltag entrücken lassen konnte.

Für jeden Kantaten-Liebhaber sind die Ausführungen von Sir John Eliot Gardiner – veröffentlicht in seinem Reisetagebuch zur Bach-Cantata Pilgerreise – von so hoher und gehaltvoller Qualität, so dass sie ein hilfreiches Instrumentarium bedeuten, sich mit den textlichen Ausführungen zu befassen. Zu jeder Bach-Kantate, die im Bachjahr 2000 aufgeführt wurde, sind die gemachten Aussagen als Anschauungsunterricht von unschätzbarem Wert. Hier wird aus erster und genialer Quelle etwas zu dem Werk ausgesagt, das sehr in die Tiefe geht und nicht nur die musikalische Sichtweise darlegt, sondern auch die textlichen und historischen Gründe wunderbar ausdeutet. Ebenso sind die Meinungsaussagen der Künstler und Solisten zur Bach-Cantata-Pilgrimage zu nennen. Hier kommen die Beteiligten zu Wort und sehen die Werke aus ihrer Sicht und beschreiben sehr anschaulich die Bach-Pilgertour 2000.

Nachstehend der Link zum Cantatafinder, wo das Reisetagebuch und die Künstlerbeiträge pro Album  einsehbar sind.

Link zum Cantatafinder

Soli Deo Gloria, vielen Dank für eure Bemühung und der wunderbaren J.S. Bach-Musik und den wörtlichen Ausführungen in dem Reisetagebuch und in den Künstlerbeiträgen, die ihr so meisterlich uns zu kredenzen wusstet. Ich werde es vermissen, wenn keine neue Bach-CD von Euch mehr ankommen wird, aber –  ich habe ja das „SDG-CD-Bach-Archiv“, damit werde ich mich immer wieder an den schönen Bach-Kantaten erfreuen können und das ist ein Glücksfall, der meine Wehmütigkeit in Grenzen halten wird..!!

Herzliche Bach-Grüße

Volker