Schlagwort-Archive: BWV 36

J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den „1. Advent“


           Zum Programm: ZDF Advents-Konzert in der Fraueenkirche Dresden am 3.12.2017  um 18:00 Uhr

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Einweihung der Paulinerkiche in Leipzig!

Festgottesdienst zur Einweihung der Universitätskirche St. Pauli in Leipzig

am Sonntag, 3. Dezember 2017 um 11:00 Uhr MDR-Fernsehen!

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                                  Universitätskirche St. Pauli in Leipzig!

Seit langem erwartet, wird Anfang Dezember die Universitätskirche St. Pauli ihrer Bestimmung übergeben. Hier werden künftig die Universitätsgottesdienste gefeiert und damit wird endlich die Zeit der „Übergangslösung“ beendet. Nach der Sprengung 1968 hatte die benachbarte Nikolaikirche Asyl angeboten.

Der 2. Dezember gilt als Gründungstag der Universität und deshalb wurden die Feierlichkeiten zur Eröffnung rund um diesen Termin geplant: Nach dem Festakt am 1. Dezember und dem Bürgertag am 2. Dezember, wird am Sonntag, der in diesem Jahr zugleich der 1. Advent ist, die Leipziger Universitätskirche St. Pauli in einem Festgottesdienst geweiht. Die ie musikalische Gestaltung haben Universitätsmusikdirektor David Timm und Universitätsorganist Daniel Beilschmidt übernommen.

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Liebe Bach-Freunde/innen ! Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 03.12.2017 begehen wir den  „1. Advent“

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi. Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.

Der 1. Sonntag im Advent steht unter dem Zeichen des Evangeliums vom Einzug Jesu in Jerusalem. Vordergründig hat diese Erzählung nichts mit Advent und schon gar nicht mit dem Christfest zu tun. Wenn man aber etwas weiter darüber nachdenkt, fällt gerade in unserer Zeit auf, dass wir selbst unseren Herrn ja so begrüßen wie damals die Menschen in Jerusalem – als den Sohn Davids, den Messias – um ihn dann wenig später zu verachten und ans Kreuz zu bringen. Heute ist es wohl unser Konsumverhalten, das unseren Herrn ans Kreuz bringt. Als Anfang des Kirchenjahres wird dem 1. Advent liturgisch eine hervorgehobene Bedeutung gegeben, was sich vor allem in den Gebeten niederschlägt. Mit dem 1. Advent beginnen wir das Kirchenjahr und denken dabei besonders an den Einzug Jesu in Jerusalem. Wir begrüßen ihn als den Herrn und König dieser Welt und freuen uns darüber, dass er gekommen ist und uns befreit hat zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander.

Wochenspruch:  Siehe dein König kommt zu dir ein Gerechter und ein Helfer. (Sach 9, 9b)

Wochenlied:  “Nun komm der Heiden Heiland“ (EG 4)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV 36  – Schwingt freudig euch empor

BWV 61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland“

BWV 62  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:04 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik – Sonntag:  07:04 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate   ab ca. 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 61Nun komm, der Heiden Heiland“

Kantate zum 1. Advent.

Lydia Teuscher, Sopran; / Sebastian Kohlhepp, Tenor;

Rafael Fingerlos, Bass;

Chorus Musicus Köln;  Das Neue Orchester,

Leitung: Christoph Spering

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Auszug aus dem Programm!

Johann Sebastian Bach

BWV 61 Nun komm, der Heiden Heiland“

Kantate zum 1. Advent

Maria Cristina Kiehr, Sopran / Gerd Türk, Tenor

Manuel Walser, Bass

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen,

Leitung: Rudolf Lutz

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:04 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm!

Sendung: Sonntag 06:04 – 07:30 Uhr

Kantate: ca. ab  07:10 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“

Kantate zum 1. Advent

Sibylla Rubens, Sopran / Christoph Prégardien, Tenor

Peter Kooy, Bass

Collegium Vocale Gent / Orchester Vocale Gent 

Leitung: Philippe Herreweghe

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm!

Sonntag 06:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate – ab 07:04 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 62 Nun komm, der Heiden Heiland“

Kantate zum 1. Advent

Sarah Wegener, Sopran / Benno Schachtner, Countertenor

Sebastian Kohlhepp, Tenor;  Thomas E. Bauer, Bass

Chorus Musicus Köln;  Das Neue Orchester,

Leitung: Christoph Spering

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Georg Philipp Telemann (1681-1767)

Kantate:  „In deinem Wort und Sakrament“ 

Susanne Ryden (Sopran)  Britta Schwarz (Alt)

Sebastian Noack (Bass)

Ensemble StimmkunstEnsemble 94

Leitung: Kay Johannsen

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rbb-Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 36 Schwingt freudig euch empor“ 

Kantate am 1. Advent

Arleen Augér, Sopran;  Gabriele Schreckenbach, Alt;

Peter Schreier, Tenor;  Walter Heldwein, Bass

Gächinger Kantorei,  Bach-Collegium Stuttgart

Leitung: Helmuth Rilling

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-figaro–100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm!

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

keine Programm-Angaben vorhanden!

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Bayern-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr

Programm:  

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Player, den man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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Bayern-Klassik

Auszug aus dem Programm!

Sonntag  um 08:05 Uhr bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 36Schwingt freudig euch empor“

Kantate zum 1. Advent

Nancy Argenta, Sopran;  Petra Lang, Mezzosopran;

Anthony Rolfe Johnson, Tenor; Olaf Bär, Bariton;

The Monteverdi Choir;  The English Baroque Soloists

Leitung:  John Eliot Gardiner

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Programm:

http://www.deutschlandfunk.de/programmvorschau.281.de.html?cal:month=5&drbm:date=06.07.2016

PODCAST:
http://www.deutschlandradio.de/podcasts.226.de.html

Live-Stream:  

http://www.deutschlandfunk.de/unsere-live-streams.2396.de.html

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Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

BWV 61 Nun komm, der Heiden Heiland“

Kantate zum 1. Advent

Maria Cristina Kiehr, Sopran / Gerd Türk, Tenor

Manuel Walser, Bass

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen,

Leitung: Rudolf Lutz

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Johann Ludwig Bach (1677-1731) 

Kantate: „Mache dich auf, werde Licht“

Die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“ von Johann Ludwig Bach wurde ursprünglich für das nachweihnachtliche Fest Mariä Reinigung am 2. Februar geschrieben. Sie passt aber auch hervorragend in die Adventszeit.

Zur besseren Unterscheidung von seinem berühmten Vetter Johann Sebastian wird Johann Ludwig Bach häufig auch der „Meininger Bach“ genannt wird, weil er den größten Teil seines Lebens am Meininger Hof verbracht hat. Im Alter von 22 Jahren kam er zunächst als Chorsänger dorthin. Vier Jahre später, 1703 wurde er, der für die Kirchenmusik zuständige, Hofkantor. 1711 erfolgte schließlich die Ernennung zum Hofkapellmeister, der er bis zu seinem Tod zwanzig Jahre später auch blieb….

weiter zum Text von Domradio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate BWV 62  „Nun komm, der Heiden Heiland““

Kantate zum 1. Advent.

Weitere Angaben zum Programm werden nicht zur Verfügung gestellt!

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Videos:

Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV 36  – Schwingt freudig euch empor

BWV 61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland“

BWV 62  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

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/ YouTube: BWV 36  –     „Schwingt freudig euch empor –  (Interpret: Koopman  )

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/ YouTube: BWV 61  „Nun komm der Heiden Heiland“  (Interpret:   (Interpret: Koopman )  

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/ YouTube: BWV 62   Nun komm der Heiden Heiland“  (Interpret: Herreweghe)

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     Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Advent:

                               Link:  h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

    Künstler-Beitrag –  Link: Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

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Link: Sir J.E. Gardiner – SDG-CD’s bei Amazon:  CDs – Bach-Kantaten

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bachfest-leipzig-2013

Bachfest Leipzig 2018 – vom 08.06. bis 17.06.2018

Bachs Vorliebe für Zyklen ist für uns Grund genug, das Bachfest 2018 unter das

Motto »Zyklen«

zu stellen in – selbst- verständlich – sechs Reihen erklingen Bachs zyklische Werke bzw. werden seine

Werke zyklisch aufgeführt.

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Link:  Informationen zu den Kantaten-Zyklen:

Für weitere Informationen und Reservierungen wenden sie sich bitte an:

Bachfest Leipzig, Ticketbüro / Groß-Kundenbetreuung: Frau Peggy Reinboth,

Herr Wolfhard Henze, 04013 Leipzig, Postfach 10 13 49

Telefon: +49 341 9137 333

E-Mail: ticket@bach-leipzig.de

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Der allgemeine Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2018 

hat am: 20. November 2017 begonnen!

Bachfest-Programm als PDF  zum Download 

Flyer „Der Leipziger-Kantaten-Ring als PDF zum Download 

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Video: Thomanerchor

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

♪ Advent Cantata BWV 36, „Schwingt freudig euch empor“ (Leipzig, 1731)

Part I
i. Chorus: Schwingt freudig euch empor
ii. Choral (soprano, alto): Nun komm, der Heiden Heiland
iii. Aria (tenor): Die Liebe zieht mit sanften Schritten
iv. Chorale: Zwingt die Saiten in Cythara

Part II
v. Aria (bass): Willkommen, werter Schatz!
vi. Chorale (tenor): Der du bist dem Vater gleich
vii. Aria (soprano): Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen
viii. Chorale: Lob sei Gott dem Vater ton

Paul Bernewitz, Knabensopran; / Friedrich Praetorius, Knabensopran;

Stefan Kahle, Alt: / Christoph Genz, Tenor; / Andreas Scheibner, Bass

Thomanerchor Leipzig, / Gewandhausorchester Leipzig,

Leitung: Georg Christoph Biller

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

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Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

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J.S. Bach – Kantate BWV 36 „Schwingt freudig euch empor“

Siebter Satz (Sopranarie) aus der Kantate BWV 36
Aus der reformierten Kirche Trogen, Schweiz
Chor und Orchester der J. S. Bachstiftung St. Gallen
Rudolf Lutz – Musikalische Leitung

Solisten:
Nuria Rial – Sopran
John Holloway – Violine

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen,

Leitung: Rudolf Lutz

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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Link:  mp3 – Download 

J.S. Bach-Stiftung – 

bei 

Amazon – mit Hörproben

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DVD’s  der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

 Bezugsquelle j p c

Link:   bei   j p c

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Ich wünsche allen Besuchern eine schöne Adventszeit!

Herzliche Grüße

Volker

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J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den „1. Advent“


Liebe Bach-Freunde/innen ! Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 27.11.2016 begehen wir den  „1. Advent

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi. Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.

Der 1. Sonntag im Advent steht unter dem Zeichen des Evangeliums vom Einzug Jesu in Jerusalem. Vordergründig hat diese Erzählung nichts mit Advent und schon gar nicht mit dem Christfest zu tun. Wenn man aber etwas weiter darüber nachdenkt, fällt gerade in unserer Zeit auf, dass wir selbst unseren Herrn ja so begrüßen wie damals die Menschen in Jerusalem – als den Sohn Davids, den Messias – um ihn dann wenig später zu verachten und ans Kreuz zu bringen. Heute ist es wohl unser Konsumverhalten, das unseren Herrn ans Kreuz bringt. Als Anfang des Kirchenjahres wird dem 1. Advent liturgisch eine hervorgehobene Bedeutung gegeben, was sich vor allem in den Gebeten niederschlägt. Mit dem 1. Advent beginnen wir das Kirchenjahr und denken dabei besonders an den Einzug Jesu in Jerusalem. Wir begrüßen ihn als den Herrn und König dieser Welt und freuen uns darüber, dass er gekommen ist und uns befreit hat zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander.

Wochenspruch:  Siehe dein König kommt zu dir ein Gerechter und ein Helfer. (Sach 9, 9b)

Wochenlied:  “Nun komm der Heiden Heiland“ (EG 4)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

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Frauenkirche Dresden

Frauenkirche Dresden

ZDF – Adventskonzert in der Frauenkirche Dresden

am Sonntag, 04.12.2016 um 18 Uhr im ZDF

Eine Aufzeichnung !

Veranstalter

ZDF in Kooperation mit der Stiftung Frauenkirche Dresden

Das traditionelle Adventskonzert des ZDF in
Zusammenarbeit mit der Stiftung Frauenkirche Dresden

Das Konzert ist ausverkauft.

Felix Mendelssohn Bartholdy 

Lobgesang: »Alles, was Odem hat, lobe den Herrn«
»Lobe den Herrn, meine Seele«
»Ich harrete des Herrn«
Reformations-Sinfonie
»Ein feste Burg ist unser Gott«

Franz Schubert

»Magnificat«

Georg Friedrich Händel

Il Trionfo del Tempo e del Disinganno

Wolfgang Amadeus Mozart

Exsultate jubilate  

Johannes Eccard

»Übers Gebirge Maria geht«

Sopran:  Sonya Yoncheva & Regula Mühlemann
Dresdner Kreuzchor
Dresdner Kammerchor
Staatskapelle Dresden

Leitung Andrés Orozco-EstradaSopran Sonya Yoncheva

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Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  62  –  Nun komm, der Heiden Heiland

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R a d i o – Sender in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Bach-Kantate   ab ca. 08:00 Uhr

Bach-Kantate  BWV 36 Schwingt freudig euch empor“

Kantate zum 1. Advent

für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Nuria Rial, Sopran;  / Claude Eichenberger, Altus;

Johannes Kaleschke, Tenor; / Klaus Häger, Bass;

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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NDRkultur Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 36 “Schwingt freudig euch empor“

Paul Bernewitz, Knabensopran; / Friedrich Praetorius, Knabensopran;

Stefan Kahle, Alt: / Christoph Genz, Tenor; / Andreas Scheibner, Bass

Thomanerchor Leipzig, / Gewandhausorchester Leipzig,

Leitung: Georg Christoph Biller

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm

Etwa ab 07:05 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“

Sibylla Rubens, Sopran / Sarah Connolly, Alt /

Christoph Prégardien, Tenor / Peter Kooy, Bass /

Collegium Vocale Gent / Orchester des Collegium Vocale Gent /

Leitung: Philippe Herreweghe

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:

Sonntag 07:04 – 08:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“

Christine Schäfer (Sopran) Werner Güra (Tenor)

Gerald Finley (Bass)

Arnold Schönberg Chor / Concentus musicus Wien

Leitung: Nikolaus Harnoncourt

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SWR2

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik

Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“

Christine Schäfer (Sopran) Werner Güra (Tenor)

Gerald Finley (Bass)

Arnold Schönberg ChorConcentus musicus Wien

Leitung: Nikolaus Harnoncourt

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RBB-Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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RBB-kulturradio  

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 36 Schwingt freudig euch empor

Kantate am 1. Advent

(Ensemble und Gesangssolisten sind im Programm nicht angegeben!!)

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MDR – Kultur  

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/startseite-figaro–100.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszüge aus dem Programm:

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

 

„Ergreifet die Psalter, ihr christlichen Chöre“

Katja Fischer, Sopran; / Martin Petzold, Tenor

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Bayern-Klassik
.
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Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr
.
..
Programm:  
 

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Player,  den man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

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.Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
.
..

Sendung: Sonntag um 08:05 bis 08:35 Uhr

.

.Die Bach-Kantate:

.

Johann Sebastian Bach:

.

BWV 36 “Schwingt freudig euch empor“

Kantate am ersten Advent

Hana Blaziková, Sopran;  Robin Blaze, Countertenor;
 
 
 
 

Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Deutschlandfunk

Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Kantate: „Lasset uns ablegen die Werke der Finsternis“

Kantate zum 1. Advent für Soli, Chor und Orchester

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ Sonntag um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: Sonntag um 23:00 – 23:30 Uhr 

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

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Domradio Köln

Sendung: „Cantica“ am Sonntag   06:30 Uhr bis 07:00 Uhr

Wiederholung: um 23:00 – 23:30 Uhr

Johann Ludwig Bach (1677-1731)

Kantate: „Mache dich auf, werde Licht“

Die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“ von Johann Ludwig Bach wurde ursprünglich für das nachweihnachtliche Fest Mariä Reinigung am 2. Februar geschrieben. Sie passt aber auch hervorragend in die Adventszeit.

Zur besseren Unterscheidung von seinem berühmten Vetter Johann Sebastian wird Johann Ludwig Bach häufig auch der „Meininger Bach“ genannt wird, weil er den größten Teil seines Lebens am Meininger Hof verbracht hat. Im Alter von 22 Jahren kam er zunächst als Chorsänger dorthin. Vier Jahre später, 1703 wurde er, der für die Kirchenmusik zuständige, Hofkantor. 1711 erfolgte schließlich die Ernennung zum Hofkapellmeister, der er bis zu seinem Tod zwanzig Jahre später auch blieb.

Von Johann Ludwig Bachs Vokalwerken haben sich nur wenige erhalten, eine Messe und eine Trauermusik, elf Motetten und 22 Kantaten. Die meisten übrigens nur dank Abschriften von Johann Sebastian, der sie gerne in Leipzig aufführte. Dazu zählt auch die Kantate „Mache dich auf, werde Licht“, die eigentlich für das Fest Mariä Reinigung am 2. Februar geschrieben wurde, das heute Darstellung des Herrn heißt.

Sie passt aber auch hervorragend in die Adventszeit. Schon im ersten Satz zitiert Bach den Propheten Jesaja. Der wiederum weist mit seinen Worten nach christlicher Überzeugung auf Jesus als den Messias hin. Die Arie zitiert die ersten beiden Verse des 60. Kapitels aus Jesaja. In der Einheitsübersetzung heißt es: „Auf, werde licht, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir.“…….

weiter zum Text von Domradio

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

 http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr

Bach-Kantate

BWV 36  „Schwingt freudig euch empor“

Aufnahme der J.S. Bachstiftung St. Gallen. 

Sie erklingt in einer Aufnahme mit Chor und Orchester der J.S. Bachstiftung St. Gallen unter der Leitung von Rudolf Lutz 

Die Solisten sind:  Nuria Rial  (Sopran), Claude Eichenberger (Alt), Johannes Kaleschke (Tenor) und Klaus Häger  (Bass)

Ergänzt wird das Programm mit: Thomasorganist Ullrich Böhme drei Orgelbearbeitungen des Lutherschen Advents-Chorals „Nun komm, der Heiden Heiland“ (BWV 659, BWV 660 und BWV 661).

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Videos mit Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  62  –  Nun komm, der Heiden Heiland

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/ YouTube: BWV 36  –     Schwingt freudig euch empor –  (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV  36   „Schwingt freudig euch empor“   (Interpret: S D G )  

(Sätze eins, zwei, sieben & acht) 

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/ YouTube: BWV 61  –  Nun komm der Heiden Heiland –  (Interpret: S D G )

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/ YouTube: BWV  62   Nun komm der Heiden Heiland“  (Interpret: Herreweghe)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) 

war der zweitjüngste Sohn von J.S. Bach

 Genannt wird er als der “Bückeburger Bach.”  

Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger Bach) 1732-1795

Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)

Johann Christoph Friedrich Bach geboren am 21. Juni 1732 in Leipzig, gestorben am: 26. Januar 1795 im Fürstentum Schaumburg-Lippe in “Bückeburg” – Niedersachsen. Sein Lebenslauf begann wie der seiner Brüder: Er erhielt eine Ausbildung an der Leipziger Thomasschule sowie musikalischen Unterricht durch seinen Vater.

Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs, hielt (nach der Aussage von Nikolaus Forkel) den Halbbruder für den „stärksten Spieler“ unter den vier Brüdern, der „seines Vaters Claviercompositionen am fertigsten vorgetragen“ habe. Mit siebzehn Jahren begann Friedrich ein Jurastudium an der Leipziger Universität, brach dieses aber bald darauf, noch vor dem Tod des Vaters, wieder ab und folgte um die Jahreswende 1749/50 als gerade Achtzehnjähriger dem Ruf, als Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus am Hof in Bückeburg in Dienste zu treten.

Der aufgrund seines 45-jährigen Wirkens in der Stadt wurde Johann Christoph Friedrich Bach (auch der “Bückeburger Bach”) – genannt. Am Bückeburger Hof waren derzeit die beiden Italiener Angelo Colonna als Konzertmeister und Giovanni Battista Serini als Kapellmeister und Komponist tätig. Bach lernte hier den Stil der italienischen Oper und Kantate kennen, da in den mindestens zweimal wöchentlich stattfindenden Concerten, die in der Regel spätnachmittags gegeben wurden, vor allem Vokalmusik aufgeführt wurde. Dazu unterhielt die Hofkapelle eine Sängerin, Lucia Elisabeth Münchhausen, Tochter des Hofmusikers Ludolf Andreas Münchhausen, die durch den Unterricht des Konzertmeisters Serini in die italienische Gesangskultur eingeführt wurde, Bach wurde  1756 mit der Leitung der Hofkapelle betraut und bekam 1759 offiziell die Stelle des Hofkapellmeisters.

Der einzige Versuch Johann Christoph Friedrichs, diese Anstellung gegen eine andere einzutauschen, war seine Bewerbung als Musikdirektor in Hamburg (1767). Da die Wahl jedoch auf seinen Bruder Carl Philipp Emanuel fiel, blieb er weiterhin in Bückeburg. Unter seiner Leitung wurde die Bückeburger Hofkapelle zu einer der besten an den fürstlichen Höfen Deutschlands. Er betreute die Kapelle bis zu seinem Tod am 26. Januar 1795. Hinsichtlich seines kompositorischen Schaffens steht Johann Christoph Friedrich Bach bis heute im Schatten seiner Brüder. Während seiner 45-jährigen Beschäftigung am Bückeburger Hof schrieb er jedoch eine beachtliche Anzahl von Oratorien, Kantaten und später etliche Sinfonien und Klavierkonzerte.

Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme!”  Eine dreiteilige Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme” vom Bückeburger Bach ist erhalten geblieben und entstand im Jahr 1780 oder 1781 in Bückeburg. Es ist eine vierstimmige Motette und entwickelt sich aus dem aufsteigenden Dreiklang des “Wachet auf” eine kunstvoll-virtuos gearbeitete Introduktion. Den Hauptteil des Satzes bildet eine Choralbearbeitung nach dem Vorbild der alten thüringischen Cantus-firmus-Motette, mit der Liedmelodie im Sopran, bevor am Ende des Satzes die Introduktion in verkürzter Form noch einmal zurückkehrt. Beinahe unverändert übernimmt Johann Christoph Friedrich nun den Schlusschoral im 3.Satz aus der Kantate BWV 140 seines Vaters und führt die Schlußzeile “des sind wir froh…” in einem eigenen freien Fugato weiter, ohne jedoch die tonale Grundebene noch einmal zu verlassen.

Video  Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme” 

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Johann Christoph Bach (1642 – 1703)

Johann Christoph Bach (getauft 8. Dezember jul./ 18. Dezember 1642 greg. in Arnstadt; † 31. März 1703 in Eisenach), der älteste Sohn von Heinrich Bach, war ein deutscher Komponist. Er gilt als bedeutendster Komponist seiner Generation innerhalb der Familie Bach.

Bach war seit 1663 Organist der Schlosskapelle Arnstadt und seit 1665 an der Georgenkirche in Eisenach, wo er daneben als Cembalist der Hofkapelle wirkte. 1694 wurde er als „nothdürfftige Person“ zum Almosenvorsteheramt in Eisenach auserkoren, im gleichen Jahr bezog er eine Dienstwohnung in der sogenannten Münze.

Von Johann Christoph Bach sind nur wenige Werke überliefert, die meisten im altbachischen Archiv:


Johann Christoph Bach (1642 – 1703)

Video:  Motette: „DER GERECHTE, OB ER GLEICH“

Der Gerechte,
ob er gleich zu zeitlich stirbt,
ist er doch in der Ruhe.

Er gefällt Gott wohl
und ist ihm lieb,
und wird weggenommen
aus dem Leben unter den Sündern
und wird hingerücket,
daß die Bosheit
seinen Verstand nicht verkehre,
noch falsche Lehre
seine Seele betrübe,
ist er bald vollkommen worden,
und hat viel Jahr erfüllet.

Denn seine Seele gefällt Gott wohl.
Darum eilet er mit ihm
aus dem bösen Leben.

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Kantaten-Beschreibung von J.E. Gardiner

BWV 61  – Nun komm der Heiden Heiland

Kantaten für den 1. Advent –  

Aufführungsort: St. Maria im Kapitol, Köln am 03.12.2000

Die verschiedenen Stadien des Advents und das unterschiedliche Licht, das sie auf Jesu Menschwerdung werfen, kommen wohl am deutlichsten in Bachs früher Version von BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“ zum Ausdruck. Nach dem Schema langsam–schnell– langsam der typischen französischen Ouvertüre wechselt das eindrucksvolle Bittgebet des Eingangschors zu einer ungebärdigen Stretto-Fuge (mit der Vortragsbezeichnung ‚gai’), bei der man den Eindruck gewinnt, als verwandelten sich die kichernden Höflinge Ludwigs XIV. in ‚jedermanns’ Staunen über die bevorstehende Geburt des Erlösers, bis schließlich in einem langsamen Abschnitt noch einmal bestätigt wird, das Gott dieses Wunder geplant hat.

Der Tenor- Concertist feiert nun den ungeheuren Nutzen, den Jesu Menschwerdung der Menschheit bringt, zuerst im Rezitativ und Arioso in imitierender Verflechtung mit dem Continuo (Nr. 2) und dann in einer lyrischen Arie im 9/8-Takt, in der sich Singstimme, Continuo und hohe Streicher ineinander verweben und Jesus ersuchen, zu seiner Kirche zu kommen und ein ‚selig neues Jahr’ zu geben. Auf halbem Wege wechselt diese Kantate von den äußeren Gegebenheiten des Advents (Christi Ankunft auf Erden) zur inneren Befindlichkeit des Gläubigen (wenn Jesus durch das Sakrament in sein Herz einzieht, um dort ‚seine Wohnung’ zu nehmen). Christus steht vor der Tür und klopft an (Nr. 4). Gemessene Pizzicato-Akkorde schaffen eine geheimnisvolle und sehr anschauliche Kulisse zu Christi Wunsch, in das Haus des Gläubigen eingelassen zu werden, um dort ‚das Abendmahl mit ihm zu halten’. Bachs Schilderung der Szene in Emmaus in BWV 6 und Christi Erscheinen vor seinen Jüngern nach der Auferstehung in BWV 67, sogar das Auftauchen des Komturs in Mozarts Don Giovanni – all das kommt uns plötzlich wieder in den Sinn, doch wann immer Bach instrumentale Motive auf gewinnbringende Weise in seiner späteren Kirchenmusik verwendet hat, sie lassen sich meist auf dieses kleine zehntaktige Accompagnato für Bass als Vox Domini zurückführen.

Die wachsende Vertrautheit mit Gott, die Verinnerlichung des Wortes auf dem Weg über das Sakrament (Kanzel – Altar – Abendmahl) spiegelt Bach in einer sich allmählich verringernden Instrumentierung wider, so dass sich die bewegende Antwort des Soprans auf die Worte Jesu in Nr. 5 jetzt auf den Basso continuo beschränkt. Mit diesen sparsam eingesetzten Mitteln, der Verflechtung des sehr schlichten dreinotigen Aufstiegs des Continuos, dann der Stimme (‚Öffne dich’), die auf der zweiten Zählzeit eines 3/4- Taktes einsetzt und sich bei ‚Jesus kommt und ziehet ein’ dann zu einer 3/2-Hemiole ausdehnt, und nicht zuletzt in der glückseligen Ekstase von ‚O wie selig’ im langsameren B-Teil offenbart Bach seine Verpflichtung gegenüber jenem anderen großen Miniaturisten, seinem Großcousin Johann Christoph, demjenigen Musiker aus seiner Familie, den er als ‚tiefgründigen’ Komponisten schätzte. Die Kantate endet recht abrupt, nicht mit einer vierstimmigen Choralharmonisierung, sondern mit der letzten Strophe von Philipp Nicolais Choral ‚Wie schön leuchtet der Morgenstern’. In diesen vierzehn Takten lässt Bach die Violinen drei Oktaven hinaufklettern, um dem ‚Verlangen’ der Seele nach den Freuden in einem zukünftigen Leben und der Aussicht auf Jesu Wiederkehr am Ende der Zeit Ausdruck zu geben. Der Bezug auf die ‚Freudenkrone’ enthält in Bachs Ikonographie möglicherweise Parallelen zu der Art und Weise, wie in dem berühmten Monogramm auf dem schönen Glaskelch, der ihm Mitte der 1730er Jahre überreicht wurde, unter einer Krone seine eigenen Initialen mit ihrem Spiegelbild verflochten sind. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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                   Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Advent:

                               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

    Künstler-Beitrag –  Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

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CD für den 1. Advents-Sonntag“ 
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Cover SDG 162 Vol. 13

CD – Cover SDG 162 Vol. 13

Link: CD eins – Inhalt

BWV 36 „Schwingt freudig euch empor“

BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“ I

BWV 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“ II

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bachfest-leipzig-2013 

Bachfest Leipzig 2017 vom 09.06 – 18.06.2017 

“EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION 

Das Bachfest 2017 steht unter dem Motto ““EIN SCHÖN NEW LIED” – MUSIK UND REFORMATION

Martin Luther sah in „Frau Musica“ eine göttliche Kunst, da sie den Teufeln zuwider sei. Entsprechend stellte er die Musik in eine Reihe mit der Theologie, erhob das deutschsprachige geistliche Lied zu einem festen Bestandteil des reformatorischen Programms und hielt ließ es Eingang in den Gottesdienst finden. Häufig als „schöne newe Lieder“ betitelt, verbreitete sich das neue reformatorische Liedrepertoire rasant….

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2017 beginnt 14. Oktober 2016.

PDF Programm Bachfest Leipzig 2017

Programm zum Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video – Thomanerchor 

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Advent Cantata BWV 36, „Schwingt freudig euch empor“ (Leipzig, 1731)

Part I
i. Chorus: Schwingt freudig euch empor
ii. Choral (soprano, alto): Nun komm, der Heiden Heiland
iii. Aria (tenor): Die Liebe zieht mit sanften Schritten
iv. Chorale: Zwingt die Saiten in Cythara

Part II
v. Aria (bass): Willkommen, werter Schatz!
vi. Chorale (tenor): Der du bist dem Vater gleich
vii. Aria (soprano): Auch mit gedämpften, schwachen Stimmen
viii. Chorale: Lob sei Gott dem Vater ton

Thomaner Paul Bernewitz, soprano
Thomaner Stefan Kahle, alto
Christoph Genz, tenor
Daniel Ochoa, bass

Thomanerchor Leipzig
Gewandhausorchester
Georg Christoph Biller

Rondeau Production 2012


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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

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J.S. Bach Cantata BWV 36 “Schwingt freudig euch empor”

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung. „Schwingt freudig euch empor“

Youtube – Video: Siebter Satz (aria, soprano) aus der Kantate BWV 36 („Schwingt freudig euch empor“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.

Als Solisten wirken mit: Nuria Rial, (Sopran)

und John Holloway (Violine)

Leitung: Rudolf Lutz

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Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/shop/schwingt-freudig-euch-empor-bwv-36-dvd.html

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Video – YouTube BWV 36 – 7. Satz Arie –Nuria Rial, Sopran


Workshop zu Kantate BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“

Um uns in Adventsstimmung zu bringen führen uns in diesem Workshop Rudolf Lutz, künstlerischer Leiter der J.S. Bachstiftung, und Pastor Karl Graf durch den musikalischen und theologischen Inhalt von Bachs Kantate BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“.

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Weitere Informationen zur Bachstiftung:

unter www.bachstiftung.ch

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

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Link zur Bachstiftung St. Gallen

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s  der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

 Bezugsquelle 

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

Neu: ALL OF BACH vom 27.11..2015 

J. S. Bach – BWV 1067 Orchester-Suite No: 2 h-Moll

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J. S. Bach – BWV 1067 Orchester-Suite No: 2 h-Moll

Bildschirmfoto 2015-11-27 um 16.41.51

 Zum Anhören in das Foto oder diesen Text anklicken

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Info: J. S. Bach Kantate BWV 144Nimm, was dein ist, und gehe hin”

ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für den Sonntag Septuagesimae und führte sie erstmals am 6. Februar 1724 auf.

Bach schrieb die Kantate in seinem ersten Jahr in Leipzig für den Sonntag Septuagesimae, den dritten Sonntag vor Aschermittwoch, und führte sie am 6. Februar 1724 erstmals auf. Die vorgeschriebenen Lesungen waren 1 Kor 9,24 LUT – 1 Kor 10,5 LUT, „Wettlauf um den Sieg“, und Mt 20,1-16 LUT, das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg.

Der unbekannte Textdichter entnimmt dem Evangelium nur einen Gedanken: die Genügsamkeit ist ein Schlüsselwort seines Textes. Der Eingangschor beruht auf Vers 14 des Evangeliums. Satz 3 ist die erste Strophe von Samuel Rodigasts Choral Was Gott tut, das ist wohlgetan. Der Schlusschoral ist die erste Strophe des Liedes von Albrecht von Preußen Was mein Gott will, das g’scheh allzeit (1547)

Die Kantate ist besetzt mit drei Solisten, Sopran, Alt und Tenor, vierstimmigem Chor, zwei Oboen, Oboe d’amore, zwei Violinen, Viola und Basso continuo.

1. Coro: Nimm, was dein ist, und gehe hin
2. Aria (Alt): Murre nicht, lieber Christ
3. Choral: Was Gott tut, das ist wohlgetan
4. Recitativo (Tenor): Wo die Genügsamkeit regiert
5. Aria (Sopran, Oboe d’amore): Genügsamkeit ist ein Schatz in diesem Leben
6. Choral: Was mein Gott will, das g’scheh allzeit

Bach komponiert den extrem kurzen Bibeltext des Eingangschors als eine motettische Fuge, die von den Instrumenten colla parte gespielt wird. So erreicht er gesteigerte Aufmerksamkeit für die Worte. Der Textteil „gehe hin“ wird zuerst im langsamen Thema vorgestellt, doch dann als Kontrasubjekt zweimal in vierfachem Tempo wiederholt. Diese Textbehandlung wurde bereits 1760 von dem Berliner Musiktheoretiker Friedrich Wilhelm Marpurg bewundert: „die vortreffliche Deklamation“, die „der Componist im Hauptsatze und in einem kleinen besonderen Spiele mit dem ‚gehe hin‘ angebracht hatte“.

Bach wiederholt das lebhafte „gehe-hin“-Motiv sechzig Mal in 68 Takten. Die erste Arie hat Menuett-Charakter. In „Murre nicht, lieber Christ“ wird das Murren durch Repetition in der Begleitung hörbar gemacht. Satz 3 ist die erste Strophe eines Chorals, den Bach ein Jahr später vollständig für seine Choralkantate BWV 99 benutzte, und erneut in den 1730er Jahren für BWV 100. Sein Beginn „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ wird im folgenden Rezitativ als freies Arioso wieder aufgegriffen. Eine obligate Oboe d’amore begleitet die folgende Sopran-Arie. Statt eines da capo wird der gesamte Text in freier Variation wiederholt. Der Schlusschoral ist schlicht vierstimmig.


Video:  J. S. Bach Kantate BWV 144 “Nimm, was dein ist, und gehe hin”

ALL OF BACH BWV 144

Zum Anhören in das Foto oder diesen Text anklicken

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J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach: vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html


Info: J.S. Bach. Motette BWV 226 „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“

Der Geist hilft unser Schwachheit auf (BWV 226) ist eine doppelchörige Motette von Johann Sebastian Bach.

Im Gegensatz zu vielen anderen Bach-Werken kann der Anlass für diese Motette eindeutig angegeben werden, da ihn Bach von eigener Hand auf der Komposition vermerkt hat: 

„J. J. Motetta à doi Cori bey Beerdigung des seel. Hrn. Prof. und Rectoris Ernesti di J. S. Bach.“ 

Johann Heinrich Ernesti (1652–1729) war bis zu seinem Tod Professor Poeseos, Assessorder Philosophischen Fakultät, Senior und Decem-Vir der Universität Leipzig und Rektor der Thomasschule.

Verbreitet wird in der Bachliteratur als Datum der Gedächtnispredigt mit Aufführung der Motette der 24. Oktober 1729 angegeben. Dieses Datum der Beisetzung Ernestis resultiert aus Auseinandersetzungen zwischen städtischen und universitären Behörden. Vom Titel der Leichenpredigt ist jedoch bekannt, dass der Gedächtnisgottesdienst bereits am 20. Oktober 1729 in der Universitätskirche St. Pauli stattfand, nach anderen Angaben am 21. Oktober 1729. Letztere Angabe wird gestützt durch einen Abkündigungszettel, der im Archiv der Nikolaikirche vorhanden war.

Das 1729 komponierte Werk zählt zu den Festmusiken zu Leipziger Universitätsfeiern. Von diesen Kompositionen, die Bach im Auftrag der Universität fertigte, sind heute zwölf Werke vollständig erhalten. „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ ist eine von zwei Bach-Motetten, deren Originalmanuskripte erhalten sind.

Die Motette ist für zwei vierstimmige Chöre (SATB/SATB) angelegt. Diese werden begleitet von zwei Oboen, zwei Englischhörnern, Fagott, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Basso continuo.

Die Aufführungsdauer beträgt etwa 9 Minuten.

Der Motettentext kombiniert eine Bibelstelle des Römerbriefs (Röm 8,26–27 LUT) mit der dritten Strophe des Kirchenliedes Komm, heiliger Geist, Herre Gott (EG125), das Martin Luther 1524 geschrieben hat.

Der Geist hilft unser Schwachheit auf, denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sichs gebühret;
sondern der Geist selbst vertritt uns aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen.
Der aber die Herzen forschet, der weiß, was des Geistes Sinn sei; denn er vertritt die Heiligen nach dem, das Gott gefället.

Du heilige Brunst, süßer Trost,
Nun hilf uns, fröhlich und getrost
In deinem Dienst beständig bleiben,
Die Trübsal uns nicht abtreiben.
O Herr, durch dein Kraft uns bereit
Und stärk des Fleisches Blödigkeit,
Daß wir hie ritterlich ringen,
Durch Tod und Leben zu dir dringen.
Halleluja, halleluja.

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Video: J.S. Bach, Motette BWV 226 „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ | solistenensemble stimmkunst | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busch)

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen 1. Advent-Sonntag!
 
Herzliche Grüße
Volker
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J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den 1. Advent


Am Sonntag, 29.11.2015 um 18 Uhr ZDF-Adventliche Festmusik aus der Frauenkirche Dresden

Am Sonntag, 29.11.2015 um 18 Uhr im ZDF „Adventliche Festmusik“ aus der Frauenkirche Dresden

Liebe Bach-Freunde/innen ! Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 29.11.2015 begehen wir den  „1. Advent

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi. Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.

Der 1. Sonntag im Advent steht unter dem Zeichen des Evangeliums vom Einzug Jesu in Jerusalem. Vordergründig hat diese Erzählung nichts mit Advent und schon gar nicht mit dem Christfest zu tun. Wenn man aber etwas weiter darüber nachdenkt, fällt gerade in unserer Zeit auf, dass wir selbst unseren Herrn ja so begrüßen wie damals die Menschen in Jerusalem – als den Sohn Davids, den Messias – um ihn dann wenig später zu verachten und ans Kreuz zu bringen. Heute ist es wohl unser Konsumverhalten, das unseren Herrn ans Kreuz bringt. Als Anfang des Kirchenjahres wird dem 1. Advent liturgisch eine hervorgehobene Bedeutung gegeben, was sich vor allem in den Gebeten niederschlägt. Mit dem 1. Advent beginnen wir das Kirchenjahr und denken dabei besonders an den Einzug Jesu in Jerusalem. Wir begrüßen ihn als den Herrn und König dieser Welt und freuen uns darüber, dass er gekommen ist und uns befreit hat zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander.

Wochenspruch:  Siehe dein König kommt zu dir ein Gerechter und ein Helfer. (Sach 9, 9b)

Wochenlied:  “Nun komm der Heiden Heiland“ (EG 4)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

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Frauenkirche Dresden

Frauenkirche Dresden

ZDF – Adventskonzert in der Frauenkirche Dresden

am Sonntag, 29.11.2015 um 18 Uhr im ZDF

Eine Aufzeichnung vom Vortag !

ZDF – Adventliche Festmusik aus Dresden

Ort
Hauptraum der Frauenkirche

Veranstalter
ZDF in Kooperation mit der Stiftung Frauenkirche Dresden

Das traditionelle Adventskonzert des ZDF in
Zusammenarbeit mit der Stiftung Frauenkirche Dresden

Johann Sebastian Bach
aus dem »Weihnachtsoratorium«:
Jauchzet, frohlocket | Großer Herr, o starker König

Max Reger
Es kommt ein Schiff geladen

Carl Maria von Weber
Weihnachtslied | aus  »Missa sancta Nr. 1«: Sanctus

Engelbert Humperdinck
aus »Hänsel und Gretel«: Ouvertüre

Felix Mendelssohn Bartholdy
aus »Paulus«: Gott sei mir gnädig

Samuel Seidel
Uns ist ein Kind geboren

Samuel Kummer
Orgelimprovisation zu »Macht hoch die Tür«

Charles Gounod
Repentir

Georg Friedrich Händel
aus »Der Messias«: Tochter Zion

Sonya Yoncheva, Sopran
Luca Pisaroni, Bassbariton
Orgel Frauenkirchenorganist Samuel Kummer
Dresdner Kreuzchor
Chor der Sächsischen Staatsoper
SächsischeStaatskapelle Dresden
Musikalische Leitung Donald Runnicles

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Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  62  –  Nun komm, der Heiden Heiland

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/suche.html?medium=R&sender=3

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:. Geistliche Musik – 

Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr Johann Sebastian Bach

Bach-Kantate  BWV 62 

“Nun komm, der Heiden Heiland“

Kantate zum 1. Advent

für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Sibylla Rubens, Sopran / Sarah Connolly, Alt /

Christoph Prégardien, Tenor / Peter Kooy, Bass /

Collegium Vocale Gent / Orchester des Collegium Vocale Gent /

Leitung: Philippe Herreweghe

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NDRkultur Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 36 “Schwingt freudig euch empor“

Paul Bernewitz, Knabensopran; / Friedrich Praetorius, Knabensopran;

Stefan Kahle, Alt: / Christoph Genz, Tenor; / Andreas Scheibner, Bass

Thomanerchor Leipzig, / Gewandhausorchester Leipzig,

Leitung: Georg Christoph Biller

 

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:05 – 07:30 Uhr

Programm:

http://www.hr-online.de/website/radio/hr2/kalender3758.jsp?rubrik=3758

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm

Etwa ab 6:55 Uhr:

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 36 „Schwingt freudig euch empor“

Sibylla Rubens, Sopran / Sarah Connolly, Alt /

Christoph Prégardien, Tenor / Peter Kooy, Bass /

Collegium Vocale Gent / Orchester des Collegium Vocale Gent /

Leitung: Philippe Herreweghe

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate  BWV 36 “Schwingt freudig euch empor“

Kantate am 1. Advent

Nancy Argenta, Sopran / Petra Lang, Mezzosopran

Anthony Rolfe Johnson, Tenor / Olaf Bär, Bass

Monteverdi Choir / English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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SWR2

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm: Geistliche Musik am

Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Georg Philipp Telemann  (1681-1767)

Kantate  „In deinem Wort und Sakrament“

Susanne Ryden (Sopran) Britta Schwarz (Alt)

Sebastian Noack (Bass)

Ensemble Stimmkunst  / Ensemble 94

Leitung: Kay Johannsen

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 61 “Nun komm, der Heiden Heilandr

Kantate am 1. Advent

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:15 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro – Auszüge aus dem Programm:

 

Johann Sebastian Bach:

6:15 Uhr – Einführung zur Kantate
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06:30 Uhr Kantate
 
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Johann Sebastian Bach

BWV 36 „Schwingt freudig euch empor“ 

Paul Bernewitz, Knabensopran; / Friedrich Praetorius, Knabensopran;

Stefan Kahle, Alt: / Christoph Genz, Tenor; / Andreas Scheibner, Bass

Thomanerchor Leipzig, / Gewandhausorchester Leipzig,

Leitung: Georg Christoph Biller

 
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Bayern-Klassik
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Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr
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Programm:  
 

https://www.br-klassik.de/programm/radio/index.html

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Player,  den man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

oder

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..Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 bis 08:35 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:

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BWV 36 “Schwingt freudig euch empor“
Kantate am ersten Advent
Silke Wenzel, Sopran; Rainer Schneider-Waterberg, Countertenor;
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Videos mit Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  62  –  Nun komm, der Heiden Heiland

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/ YouTube: BWV 36  –     Schwingt freudig euch empor –  (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV  36   „Schwingt freudig euch empor“   (Interpret: S D G )  

(Sätze eins, zwei, sieben & acht) 

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/ YouTube: BWV 61  –  Nun komm der Heiden Heiland –  (Interpret: S D G )

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/ YouTube: BWV  62   Nun komm der Heiden Heiland“  (Interpret: Herreweghe)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) war der zweitjüngste Sohn von J.S. Bach

 Genannt wird er als der “Bückeburger Bach.”  

Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger Bach) 1732-1795

Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)

Johann Christoph Friedrich Bach geboren am 21. Juni 1732 in Leipzig, gestorben am: 26. Januar 1795 im Fürstentum Schaumburg-Lippe in “Bückeburg” – Niedersachsen. Sein Lebenslauf begann wie der seiner Brüder: Er erhielt eine Ausbildung an der Leipziger Thomasschule sowie musikalischen Unterricht durch seinen Vater.

Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs, hielt (nach der Aussage von Nikolaus Forkel) den Halbbruder für den „stärksten Spieler“ unter den vier Brüdern, der „seines Vaters Claviercompositionen am fertigsten vorgetragen“ habe. Mit siebzehn Jahren begann Friedrich ein Jurastudium an der Leipziger Universität, brach dieses aber bald darauf, noch vor dem Tod des Vaters, wieder ab und folgte um die Jahreswende 1749/50 als gerade Achtzehnjähriger dem Ruf, als Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus am Hof in Bückeburg in Dienste zu treten.

Der aufgrund seines 45-jährigen Wirkens in der Stadt wurde Johann Christoph Friedrich Bach (auch der “Bückeburger Bach”) – genannt. Am Bückeburger Hof waren derzeit die beiden Italiener Angelo Colonna als Konzertmeister und Giovanni Battista Serini als Kapellmeister und Komponist tätig. Bach lernte hier den Stil der italienischen Oper und Kantate kennen, da in den mindestens zweimal wöchentlich stattfindenden Concerten, die in der Regel spätnachmittags gegeben wurden, vor allem Vokalmusik aufgeführt wurde. Dazu unterhielt die Hofkapelle eine Sängerin, Lucia Elisabeth Münchhausen, Tochter des Hofmusikers Ludolf Andreas Münchhausen, die durch den Unterricht des Konzertmeisters Serini in die italienische Gesangskultur eingeführt wurde, Bach wurde  1756 mit der Leitung der Hofkapelle betraut und bekam 1759 offiziell die Stelle des Hofkapellmeisters.

Der einzige Versuch Johann Christoph Friedrichs, diese Anstellung gegen eine andere einzutauschen, war seine Bewerbung als Musikdirektor in Hamburg (1767). Da die Wahl jedoch auf seinen Bruder Carl Philipp Emanuel fiel, blieb er weiterhin in Bückeburg. Unter seiner Leitung wurde die Bückeburger Hofkapelle zu einer der besten an den fürstlichen Höfen Deutschlands. Er betreute die Kapelle bis zu seinem Tod am 26. Januar 1795. Hinsichtlich seines kompositorischen Schaffens steht Johann Christoph Friedrich Bach bis heute im Schatten seiner Brüder. Während seiner 45-jährigen Beschäftigung am Bückeburger Hof schrieb er jedoch eine beachtliche Anzahl von Oratorien, Kantaten und später etliche Sinfonien und Klavierkonzerte.

Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme!”  Eine dreiteilige Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme” vom Bückeburger Bach ist erhalten geblieben und entstand im Jahr 1780 oder 1781 in Bückeburg. Es ist eine vierstimmige Motette und entwickelt sich aus dem aufsteigenden Dreiklang des “Wachet auf” eine kunstvoll-virtuos gearbeitete Introduktion. Den Hauptteil des Satzes bildet eine Choralbearbeitung nach dem Vorbild der alten thüringischen Cantus-firmus-Motette, mit der Liedmelodie im Sopran, bevor am Ende des Satzes die Introduktion in verkürzter Form noch einmal zurückkehrt. Beinahe unverändert übernimmt Johann Christoph Friedrich nun den Schlusschoral im 3.Satz aus der Kantate BWV 140 seines Vaters und führt die Schlußzeile “des sind wir froh…” in einem eigenen freien Fugato weiter, ohne jedoch die tonale Grundebene noch einmal zu verlassen.

Video  Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme” 

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Johann Christoph Bach (1642 – 1703):
Motette: DER GERECHTE, OB ER GLEICH

Der Gerechte,
ob er gleich zu zeitlich stirbt,
ist er doch in der Ruhe.

Er gefällt Gott wohl
und ist ihm lieb,
und wird weggenommen
aus dem Leben unter den Sündern
und wird hingerücket,
daß die Bosheit
seinen Verstand nicht verkehre,
noch falsche Lehre
seine Seele betrübe,
ist er bald vollkommen worden,
und hat viel Jahr erfüllet.

Denn seine Seele gefällt Gott wohl.
Darum eilet er mit ihm
aus dem bösen Leben.

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Kantaten-Beschreibung von J.E. Gardiner

BWV 61  – Nun komm der Heiden Heiland

Kantaten für den 1. Advent –  

Aufführungsort: St. Maria im Kapitol, Köln am 03.12.2000

Die verschiedenen Stadien des Advents und das unterschiedliche Licht, das sie auf Jesu Menschwerdung werfen, kommen wohl am deutlichsten in Bachs früher Version von BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“ zum Ausdruck. Nach dem Schema langsam–schnell– langsam der typischen französischen Ouvertüre wechselt das eindrucksvolle Bittgebet des Eingangschors zu einer ungebärdigen Stretto-Fuge (mit der Vortragsbezeichnung ‚gai’), bei der man den Eindruck gewinnt, als verwandelten sich die kichernden Höflinge Ludwigs XIV. in ‚jedermanns’ Staunen über die bevorstehende Geburt des Erlösers, bis schließlich in einem langsamen Abschnitt noch einmal bestätigt wird, das Gott dieses Wunder geplant hat.

Der Tenor- Concertist feiert nun den ungeheuren Nutzen, den Jesu Menschwerdung der Menschheit bringt, zuerst im Rezitativ und Arioso in imitierender Verflechtung mit dem Continuo (Nr. 2) und dann in einer lyrischen Arie im 9/8-Takt, in der sich Singstimme, Continuo und hohe Streicher ineinander verweben und Jesus ersuchen, zu seiner Kirche zu kommen und ein ‚selig neues Jahr’ zu geben. Auf halbem Wege wechselt diese Kantate von den äußeren Gegebenheiten des Advents (Christi Ankunft auf Erden) zur inneren Befindlichkeit des Gläubigen (wenn Jesus durch das Sakrament in sein Herz einzieht, um dort ‚seine Wohnung’ zu nehmen). Christus steht vor der Tür und klopft an (Nr. 4). Gemessene Pizzicato-Akkorde schaffen eine geheimnisvolle und sehr anschauliche Kulisse zu Christi Wunsch, in das Haus des Gläubigen eingelassen zu werden, um dort ‚das Abendmahl mit ihm zu halten’. Bachs Schilderung der Szene in Emmaus in BWV 6 und Christi Erscheinen vor seinen Jüngern nach der Auferstehung in BWV 67, sogar das Auftauchen des Komturs in Mozarts Don Giovanni – all das kommt uns plötzlich wieder in den Sinn, doch wann immer Bach instrumentale Motive auf gewinnbringende Weise in seiner späteren Kirchenmusik verwendet hat, sie lassen sich meist auf dieses kleine zehntaktige Accompagnato für Bass als Vox Domini zurückführen.

Die wachsende Vertrautheit mit Gott, die Verinnerlichung des Wortes auf dem Weg über das Sakrament (Kanzel – Altar – Abendmahl) spiegelt Bach in einer sich allmählich verringernden Instrumentierung wider, so dass sich die bewegende Antwort des Soprans auf die Worte Jesu in Nr. 5 jetzt auf den Basso continuo beschränkt. Mit diesen sparsam eingesetzten Mitteln, der Verflechtung des sehr schlichten dreinotigen Aufstiegs des Continuos, dann der Stimme (‚Öffne dich’), die auf der zweiten Zählzeit eines 3/4- Taktes einsetzt und sich bei ‚Jesus kommt und ziehet ein’ dann zu einer 3/2-Hemiole ausdehnt, und nicht zuletzt in der glückseligen Ekstase von ‚O wie selig’ im langsameren B-Teil offenbart Bach seine Verpflichtung gegenüber jenem anderen großen Miniaturisten, seinem Großcousin Johann Christoph, demjenigen Musiker aus seiner Familie, den er als ‚tiefgründigen’ Komponisten schätzte. Die Kantate endet recht abrupt, nicht mit einer vierstimmigen Choralharmonisierung, sondern mit der letzten Strophe von Philipp Nicolais Choral ‚Wie schön leuchtet der Morgenstern’. In diesen vierzehn Takten lässt Bach die Violinen drei Oktaven hinaufklettern, um dem ‚Verlangen’ der Seele nach den Freuden in einem zukünftigen Leben und der Aussicht auf Jesu Wiederkehr am Ende der Zeit Ausdruck zu geben. Der Bezug auf die ‚Freudenkrone’ enthält in Bachs Ikonographie möglicherweise Parallelen zu der Art und Weise, wie in dem berühmten Monogramm auf dem schönen Glaskelch, der ihm Mitte der 1730er Jahre überreicht wurde, unter einer Krone seine eigenen Initialen mit ihrem Spiegelbild verflochten sind. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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                   Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Advent:

                               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

    Künstler-Beitrag –  Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

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CD für den 1. Advents-Sonntag“ 
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Cover SDG 162 Vol. 13

CD – Cover SDG 162 Vol. 13

Link: CD eins – Inhalt

BWV 36 „Schwingt freudig euch empor“

BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“ I

BWV 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“ II

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bachfest-leipzig-2013 

Bachfest Leipzig 2016 – vom 10.06. bis 19.06.2016

»Geheimnisse der Harmonie«

”Das Bachfest 2016steht unter dem Motto» Geheimnisse der Harmonie «

Freuen Sie sich auf prominente Interpreten:

Thomanerchor, das Gewandhausorchester, dirigiert von Riccardo Chailly,

Monteverdi Choir Leitung­ Sir John Eliot Gardiner – (Matthäuspassion BWV 244

am 16.06.2016 um 20 Uhr Thomaskirche Leipzig)

Les Arts Florissants unter William Christie, den RIAS Kammerchor und die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, dirigiert von Roger Norrington, sowie Balthasar-Neumann–Chor und – Ensemble

Christian Tetzlaff, Martin Stadtfeld und das Klenke-Quartett werden das Programm mitaußergewöhnlichen Kammermusikbeiträgen bereichern. Unter dem Motto »nichts als Meisterstücke« erklingen,besonders am »Kantatentag«, zahlreiche Kantaten aus Bachs erstem Leipziger Kantatenjahrgang in chronologischer Abfolge.

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2016 beginnt am 15. Oktober 2015.

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Programm Bachfest 2016 Download als PDF 

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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 

Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  

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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Video vom Bach-Archiv

Video – Thomanerchor Nostalgie Aufnahme von 1993

Thomanerchor Leipzig (1993) Bach, Christen ätzet diesen Tag – BWV 63.1

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der

J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:

Rudolf Lutz - Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz – Dirigent und musikalischer Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen)

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J.S. Bach Cantata BWV 36 “Schwingt freudig euch empor”

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung. „Schwingt freudig euch empor“

Youtube – Video: Siebter Satz (aria, soprano) aus der Kantate BWV 36 („Schwingt freudig euch empor“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.

Als Solisten wirken mit: Nuria Rial, (Sopran)

und John Holloway (Violine)

Leitung: Rudolf Lutz

Weitere Informationen zur Bachstiftung

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/shop/schwingt-freudig-euch-empor-bwv-36-dvd.html

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Video – YouTube BWV 36 – 7. Satz Arie –Nuria Rial, Sopran

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Link:  mp3 – Download –

J.S. Bach-Stiftung – bei 

Amazon – mit Hörproben

Link:

mp3 J.S. Bach-Stiftung

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DVD’s der Johann Sebastian Bach-Stiftung St. Gallen

neue Bezugsquelle ab sofort: –

Link:   bei   j p c

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All of Bach

(Bach-Projekt in Holland)

ALL OF BACH Hinweise - News

Neu: ALL OF BACH vom 27.11..2015 

J. S. Bach – BWV 1067 Orchester-Suite No: 2 h-Moll

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J. S. Bach – BWV 1067 Orchester-Suite No: 2 h-Moll

Bildschirmfoto 2015-11-27 um 16.41.51

 Zum Anhören in das Foto klicken

J. S. Bach Kantate BWV 144Nimm, was dein ist, und gehe hin”

ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie in Leipzig für den Sonntag Septuagesimae und führte sie erstmals am 6. Februar 1724 auf.

ALL OF BACH BWV 144

Zum Anhören in das Foto klicken

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J.S. Bach – Kantaten-Projekt in Stuttgart

Bach:vokal

BACH:vokal Stuttgart J.S. Bach-Projekt

Die Ensembles der Stiftsmusik Stuttgart führen im Zeitraum von 2011 bis 2021 unter der künstlerischen Leitung von

Stiftskantor Kay Johannsen

an jährlich vier Bach-Wochenenden (Donnerstag, Freitag & Sonntag) und in ergänzenden Sonderkonzerten das gesamte Vokalwerk von Johann Sebastian Bach auf. Die geistlichen Kantaten erklingen dabei im Zusammenhang mit ihrer ursprünglichen Bestimmung im Kirchenjahr.

Auf der Webseite zum Projekt finden Sie alle Informationen rund um Termine, Karten, Künstler:

Link: www.bach-vokal.de

Möchten Sie in den Post-Verteiler aufgenommen werden? Dann schreiben Sie uns bitte eine kurze

Mail an:  

info@stiftsmusik-stuttgart.de

Bach: vokal auf YouTube

Professionelle Qualität in Bild und Ton: Jede Woche kommt ein Chorsatz, eine Arie oder ein Choral hinzu! So können Sie mit Bach:vokal verbunden bleiben, auch wenn gerade kein Konzert ansteht.

Unter dem nachstehenden Link sind veröffentlichte Videos auf YouTube einsehbar..!!

Link:   http://www.stiftsmusik-stuttgart.de/seiten/archiv.html

J.S. Bach, Motette BWV 226 „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“ | solistenensemble stimmkunst | Stiftsbarock Stuttgart (Konzertmeisterin: Christine Busc

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen 1. Advent-Sonntag!
 
Herzliche Grüße
Volker
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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den 1. Advent


Adventsstimmung an der Nikolaikirche in Leipzig

                                                              Adventsstimmung an der Nikolaikirche in Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen ! Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 30.11.2014 begehen wir den  „1. Advent

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi. Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.

Der 1. Sonntag im Advent steht unter dem Zeichen des Evangeliums vom Einzug Jesu in Jerusalem. Vordergründig hat diese Erzählung nichts mit Advent und schon gar nicht mit dem Christfest zu tun. Wenn man aber etwas weiter darüber nachdenkt, fällt gerade in unserer Zeit auf, dass wir selbst unseren Herrn ja so begrüßen wie damals die Menschen in Jerusalem – als den Sohn Davids, den Messias – um ihn dann wenig später zu verachten und ans Kreuz zu bringen. Heute ist es wohl unser Konsumverhalten, das unseren Herrn ans Kreuz bringt. Als Anfang des Kirchenjahres wird dem 1. Advent liturgisch eine hervorgehobene Bedeutung gegeben, was sich vor allem in den Gebeten niederschlägt. Mit dem 1. Advent beginnen wir das Kirchenjahr und denken dabei besonders an den Einzug Jesu in Jerusalem. Wir begrüßen ihn als den Herrn und König dieser Welt und freuen uns darüber, dass er gekommen ist und uns befreit hat zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander.

Wochenspruch:  Siehe dein König kommt zu dir ein Gerechter und ein Helfer. (Sach 9, 9b)

Wochenlied:  “Nun komm der Heiden Heiland“ (EG 4)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

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Frauenkirche Dresden

Frauenkirche Dresden

ZDF – Adventskonzert in der Frauenkirche Dresden

am Sonntag, 30.11.2014 um 18 Uhr im ZDF

Große Künstler, vorweihnachtliche musikalische Stimmung und faszinierende Bilder von einer der schönsten Kirchen Deutschlands: Das macht seit Jahren das ZDF- Adventskonzert aus Dresden aus. Auch an diesem ersten Advent kommen Solisten von Weltrang in die Frauenkirche, um gemeinsam mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Sächsischen Staatsopernchor zu konzertieren.

Für Elina Garanca ist es nach 2008 bereits der zweite Auftritt beim Adventskonzert in der Dresdner Frauenkirche. Mittlerweile gehört die charismatische lettische Mezzosopranistin mit der unverwechselbaren Stimme, die nach der Geburt ihrer zweiten Tochter an Wärme und Leuchtkraft noch gewonnen hat, zu den begehrtesten Künstlern und den Topstars der Klassikszene.

Für den erkrankten Joseph Calleja wird Yosep Kang einspringen und damit sein Debut beim „Adventskonzert“ feiern. Der junge koreanische Tenor ist Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin und häufiger Gast an der Dresdner Semperoper, wo er in dieser Spielzeit als Sänger im „Rosenkavalier“ und als Rodolfo in „La Bohème“ zu erleben ist.

Die junge deutsche Sopranistin Christiane Karg gehört zu den vielseitigsten Sängerinnen ihrer Generation. Im Sommer 2006 debütierte sie bei den Salzburger Festspielen, 2008 wurde sie Ensemblemitglied der Frankfurter Oper, 2010 erhielt sie den begehrten „ECHO Klassik“-Preis als Nachwuchskünstlerin des Jahres. Als Opern-und Konzertsängerin ist sie seitdem international erfolgreich.

Neben der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Sächsischen Staatsopernchor wirkt auch der Kammerchor der Frauenkirche beim „Adventskonzert aus Dresden“ mit. Die musikalische Leitung hat in diesem Jahr ein Shooting-Star der Dirigentenszene, der Spanier Pablo Heras-Casado, der in seiner jungen Karriere unter anderem bereits am Pult der Berliner Philharmoniker, des Boston Symphony Orchestras und der Münchner Philharmoniker stand.

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Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  62  –  Nun komm, der Heiden Heiland

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/  

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/suche.html?medium=R&sender=3

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:. Geistliche Musik – 

Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr Johann Sebastian Bach

Bach-Kantate  BWV 61 

“Nun komm, der Heiden Heiland“

Kantate zum 1. Advent für Soli, Chor, Oboen, Streicher und Basso continuo;

Joanne Lunn, Sopran; Jan Kobow, Tenor; Dietrich Henschel, Bass;

Monteverdi Choir / Englisch Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link: 

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 36 “Schwingt freudig euch empor“

Sandrine Piau, Sopran / Bogna Bartosz, Alt

James Gilchrist, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdamer Barockorchester und Chor

Leitung.: Ton Koopman

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate  BWV 62

“Nun komm, der Heiden Heiland“

Kantate am 1. Advent

Nancy Argenta, Sopran / Petra Lang, Mezzosopran

Anthony Rolfe Johnson, Tenor / Olaf Bär, Bass

Monteverdi Choir / English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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SWR2

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm: Geistliche Musik am

Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach

Bach-Kantate  BWV 62

“Nun komm, der Heiden Heiland“

Kantate am 1. Advent

Nancy Argenta, Sopran / Petra Lang, Mezzosopran

Anthony Rolfe Johnson, Tenor / Olaf Bär, Bass

Monteverdi Choir / English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 36 “Schwingt freudig euch empor

Kantate BWV 36 zum 1. Advent

Maria Friesenhausen, Sopran / Dorothea Brinkmann, Alt

Hans-Dieter Ellenbeck, Tenor / Jakob Stämpli, Bass

Berliner Capella 

Radio-Symphonie-Orchester Berlin
heute: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin

Leitung: Peter Schwarz

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html

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mdr – figaro Auszüge aus dem Programm:
Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:
.6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
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 06:30 Uhr Kantate
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„Ergreifet die Psalter, ihr christlichen Chöre“

Martin Petzold, Tenor; / Jochen Kupfer, Bass

Leitung:  Peter Kopp
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Bayern-Klassik
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Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr
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Programm:  
..
..

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Netz herunterladen kann – zu benutzen!)

http://streams.br-online.de/br-klassik_2.m3u

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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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 .

Johann Sebastian Bach:

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BWV 36 “Schwingt freudig euch empor“

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Videos mit Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  62  –  Nun komm, der Heiden Heiland

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/ YouTube: BWV 36  –     Schwingt freudig euch empor –  (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV  36   „Schwingt freudig euch empor“   (Interpret: S D G )  

(Sätze eins, zwei, sieben & acht) 

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/ YouTube: BWV 61  –  Nun komm der Heiden Heiland –  (Interpret: S D G )

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/ YouTube: BWV  62   Nun komm der Heiden Heiland“  (Interpret: Herreweghe)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) war der zweitjüngste Sohn von J.S. Bach

 Genannt wird er als der “Bückeburger Bach.”  

Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger Bach) 1732-1795

Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)

Johann Christoph Friedrich Bach geboren am 21. Juni 1732 in Leipzig, gestorben am: 26. Januar 1795 im Fürstentum Schaumburg-Lippe in “Bückeburg” – Niedersachsen. Sein Lebenslauf begann wie der seiner Brüder: Er erhielt eine Ausbildung an der Leipziger Thomasschule sowie musikalischen Unterricht durch seinen Vater.

Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs, hielt (nach der Aussage von Nikolaus Forkel) den Halbbruder für den „stärksten Spieler“ unter den vier Brüdern, der „seines Vaters Claviercompositionen am fertigsten vorgetragen“ habe. Mit siebzehn Jahren begann Friedrich ein Jurastudium an der Leipziger Universität, brach dieses aber bald darauf, noch vor dem Tod des Vaters, wieder ab und folgte um die Jahreswende 1749/50 als gerade Achtzehnjähriger dem Ruf, als Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus am Hof in Bückeburg in Dienste zu treten.

Der aufgrund seines 45-jährigen Wirkens in der Stadt wurde Johann Christoph Friedrich Bach (auch der “Bückeburger Bach”) – genannt. Am Bückeburger Hof waren derzeit die beiden Italiener Angelo Colonna als Konzertmeister und Giovanni Battista Serini als Kapellmeister und Komponist tätig. Bach lernte hier den Stil der italienischen Oper und Kantate kennen, da in den mindestens zweimal wöchentlich stattfindenden Concerten, die in der Regel spätnachmittags gegeben wurden, vor allem Vokalmusik aufgeführt wurde. Dazu unterhielt die Hofkapelle eine Sängerin, Lucia Elisabeth Münchhausen, Tochter des Hofmusikers Ludolf Andreas Münchhausen, die durch den Unterricht des Konzertmeisters Serini in die italienische Gesangskultur eingeführt wurde, Bach wurde  1756 mit der Leitung der Hofkapelle betraut und bekam 1759 offiziell die Stelle des Hofkapellmeisters.

Der einzige Versuch Johann Christoph Friedrichs, diese Anstellung gegen eine andere einzutauschen, war seine Bewerbung als Musikdirektor in Hamburg (1767). Da die Wahl jedoch auf seinen Bruder Carl Philipp Emanuel fiel, blieb er weiterhin in Bückeburg. Unter seiner Leitung wurde die Bückeburger Hofkapelle zu einer der besten an den fürstlichen Höfen Deutschlands. Er betreute die Kapelle bis zu seinem Tod am 26. Januar 1795. Hinsichtlich seines kompositorischen Schaffens steht Johann Christoph Friedrich Bach bis heute im Schatten seiner Brüder. Während seiner 45-jährigen Beschäftigung am Bückeburger Hof schrieb er jedoch eine beachtliche Anzahl von Oratorien, Kantaten und später etliche Sinfonien und Klavierkonzerte.

Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme!”  Eine dreiteilige Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme” vom Bückeburger Bach ist erhalten geblieben und entstand im Jahr 1780 oder 1781 in Bückeburg. Es ist eine vierstimmige Motette und entwickelt sich aus dem aufsteigenden Dreiklang des “Wachet auf” eine kunstvoll-virtuos gearbeitete Introduktion. Den Hauptteil des Satzes bildet eine Choralbearbeitung nach dem Vorbild der alten thüringischen Cantus-firmus-Motette, mit der Liedmelodie im Sopran, bevor am Ende des Satzes die Introduktion in verkürzter Form noch einmal zurückkehrt. Beinahe unverändert übernimmt Johann Christoph Friedrich nun den Schlusschoral im 3.Satz aus der Kantate BWV 140 seines Vaters und führt die Schlußzeile “des sind wir froh…” in einem eigenen freien Fugato weiter, ohne jedoch die tonale Grundebene noch einmal zu verlassen.

Video  Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme” 

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Johann Christoph Friedrich Bach

„Miserere Mei Deus“
Bach Collegium Stuttgart conducted by Helmut Rilling

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Kantaten-Beschreibung von J.E. Gardiner

BWV 61  – Nun komm der Heiden Heiland

Kantaten für den 1. Advent –  

Aufführungsort: St. Maria im Kapitol, Köln am 03.12.2000

Die verschiedenen Stadien des Advents und das unterschiedliche Licht, das sie auf Jesu Menschwerdung werfen, kommen wohl am deutlichsten in Bachs früher Version von BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“ zum Ausdruck. Nach dem Schema langsam–schnell– langsam der typischen französischen Ouvertüre wechselt das eindrucksvolle Bittgebet des Eingangschors zu einer ungebärdigen Stretto-Fuge (mit der Vortragsbezeichnung ‚gai’), bei der man den Eindruck gewinnt, als verwandelten sich die kichernden Höflinge Ludwigs XIV. in ‚jedermanns’ Staunen über die bevorstehende Geburt des Erlösers, bis schließlich in einem langsamen Abschnitt noch einmal bestätigt wird, das Gott dieses Wunder geplant hat.

Der Tenor- Concertist feiert nun den ungeheuren Nutzen, den Jesu Menschwerdung der Menschheit bringt, zuerst im Rezitativ und Arioso in imitierender Verflechtung mit dem Continuo (Nr. 2) und dann in einer lyrischen Arie im 9/8-Takt, in der sich Singstimme, Continuo und hohe Streicher ineinander verweben und Jesus ersuchen, zu seiner Kirche zu kommen und ein ‚selig neues Jahr’ zu geben. Auf halbem Wege wechselt diese Kantate von den äußeren Gegebenheiten des Advents (Christi Ankunft auf Erden) zur inneren Befindlichkeit des Gläubigen (wenn Jesus durch das Sakrament in sein Herz einzieht, um dort ‚seine Wohnung’ zu nehmen). Christus steht vor der Tür und klopft an (Nr. 4). Gemessene Pizzicato-Akkorde schaffen eine geheimnisvolle und sehr anschauliche Kulisse zu Christi Wunsch, in das Haus des Gläubigen eingelassen zu werden, um dort ‚das Abendmahl mit ihm zu halten’. Bachs Schilderung der Szene in Emmaus in BWV 6 und Christi Erscheinen vor seinen Jüngern nach der Auferstehung in BWV 67, sogar das Auftauchen des Komturs in Mozarts Don Giovanni – all das kommt uns plötzlich wieder in den Sinn, doch wann immer Bach instrumentale Motive auf gewinnbringende Weise in seiner späteren Kirchenmusik verwendet hat, sie lassen sich meist auf dieses kleine zehntaktige Accompagnato für Bass als Vox Domini zurückführen.

Die wachsende Vertrautheit mit Gott, die Verinnerlichung des Wortes auf dem Weg über das Sakrament (Kanzel – Altar – Abendmahl) spiegelt Bach in einer sich allmählich verringernden Instrumentierung wider, so dass sich die bewegende Antwort des Soprans auf die Worte Jesu in Nr. 5 jetzt auf den Basso continuo beschränkt. Mit diesen sparsam eingesetzten Mitteln, der Verflechtung des sehr schlichten dreinotigen Aufstiegs des Continuos, dann der Stimme (‚Öffne dich’), die auf der zweiten Zählzeit eines 3/4- Taktes einsetzt und sich bei ‚Jesus kommt und ziehet ein’ dann zu einer 3/2-Hemiole ausdehnt, und nicht zuletzt in der glückseligen Ekstase von ‚O wie selig’ im langsameren B-Teil offenbart Bach seine Verpflichtung gegenüber jenem anderen großen Miniaturisten, seinem Großcousin Johann Christoph, demjenigen Musiker aus seiner Familie, den er als ‚tiefgründigen’ Komponisten schätzte. Die Kantate endet recht abrupt, nicht mit einer vierstimmigen Choralharmonisierung, sondern mit der letzten Strophe von Philipp Nicolais Choral ‚Wie schön leuchtet der Morgenstern’. In diesen vierzehn Takten lässt Bach die Violinen drei Oktaven hinaufklettern, um dem ‚Verlangen’ der Seele nach den Freuden in einem zukünftigen Leben und der Aussicht auf Jesu Wiederkehr am Ende der Zeit Ausdruck zu geben. Der Bezug auf die ‚Freudenkrone’ enthält in Bachs Ikonographie möglicherweise Parallelen zu der Art und Weise, wie in dem berühmten Monogramm auf dem schönen Glaskelch, der ihm Mitte der 1730er Jahre überreicht wurde, unter einer Krone seine eigenen Initialen mit ihrem Spiegelbild verflochten sind. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

    Künstler-Beitrag –                

Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

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CD für den 1. Advents-Sonntag“ 
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Cover SDG 162 Vol. 13

CD – Cover SDG 162 Vol. 13

Link: CD eins – Inhalt

BWV 36 „Schwingt freudig euch empor“

BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“ I

BWV 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“ II

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bachfest-leipzig-2013 

 Bachfest Leipzig vom 12.06. bis 21.06.2015

“So herrlich stehst du, liebe Stadt!”

Das Bachfest 2015 steht unter dem Motto “So herrlich stehst Du, liebe Stadt!”. Zum Jubiläum der Ersterwähnung Leipzigs vor 1.000 Jahren werden musikalische Werke aufgeführt, die in der sächsischen Metropole entstanden oder mit ihrem Musikleben unmittelbar verbunden sind.

Vom 12. bis 21. Juni 2015 sind namhafte Künstler und Ensembles eingeladen, darunter Philippe Herreweghe und das Collegium Vocale Gent, Masaaki Suzuki und als “Ensemble in residence” das Ensemble 1704 unter Leitung von Vaclav Luks.

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2015 beginnt am 15. Oktober 2014.

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Programm zum Download als PDF –

Programm Bachfest Leipzig 2015 

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Sitzpläne Leipzig Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche  Leipzig als  PDF zum Herunterladen 

Sitzplan der Nikolaikirche  in Leipzig als PDF zum Download   

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Tickets:

Ein través de  Ticket Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon: +49 (0) 341/91 37-3 33

Fax: +49 (0) 341/91 37-3 35

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Video – Thomanerchor Nostalgie Aufnahme von 1993

Thomanerchor Leipzig (1993) Bach, Christen ätzet diesen Tag – BWV 63.1

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” (Schweiz) –  stelle ich hier vor:
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Foto: Rudolf Lutz – Dirigent und Leiter

J.S. Bach Cantata BWV 36 “Schwingt freudig euch empor”

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung. „Schwingt freudig euch empor“

Youtube – Video: Siebter Satz (aria, soprano) aus der Kantate BWV 36 („Schwingt freudig euch empor“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.

Als Solisten wirken mit: Nuria Rial, (Sopran)

und John Holloway (Violine)

Leitung:  Rudolf Lutz

Weitere Informationen zur Bachstiftung

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-36/

Icon  PDF – Abendprogramm BWV 36 (117.4 KB)

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Video – YouTube BWV 36 – 7. Satz Arie – Nuria Rial, Sopran

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Sponsoren gesucht für diese Komposition..!!

Sicher kennst du die Kaffeekantate – BWV 211 von Johann Sebastian Bach. Aber hast du auch schon einmal von einer Weinkantate gehört? – Nein? – Gemeinsam schaffen wir ein neues Kapitel Musik!
Mehr Infos unter dem nachstehenden Link:

wemakeit.com/projects/wine-cantata-feat-j-s-bach

Video vom Projekt:

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Ein Bach-Projekt in den Niederlanden..!! 


Bach-Kantate: BWV 231

“Sei Lob und Preis mit Ehren”

Link zum Video:
http://allofbach.com/en/bwv/bwv-231/detail/

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Ich wünsche allen Besuchern einen schönen 1. Advent-Sonntag.

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Herzliche Grüße
Volker
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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den 1. Advent


 

Adventszeit in der St. Thomaskirche Leipzig

        Adventszeit in der St. Thomaskirche Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen ! Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 1.12.2013 begehen wir den  „1. Advent

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi. Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.

Der 1. Sonntag im Advent steht unter dem Zeichen des Evangeliums vom Einzug Jesu in Jerusalem. Vordergründig hat diese Erzählung nichts mit Advent und schon gar nicht mit dem Christfest zu tun. Wenn man aber etwas weiter darüber nachdenkt, fällt gerade in unserer Zeit auf, dass wir selbst unseren Herrn ja so begrüßen wie damals die Menschen in Jerusalem – als den Sohn Davids, den Messias – um ihn dann wenig später zu verachten und ans Kreuz zu bringen. Heute ist es wohl unser Konsumverhalten, das unseren Herrn ans Kreuz bringt. Als Anfang des Kirchenjahres wird dem 1. Advent liturgisch eine hervorgehobene Bedeutung gegeben, was sich vor allem in den Gebeten niederschlägt. Mit dem 1. Advent beginnen wir das Kirchenjahr und denken dabei besonders an den Einzug Jesu in Jerusalem. Wir begrüßen ihn als den Herrn und König dieser Welt und freuen uns darüber, dass er gekommen ist und uns befreit hat zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander.

Wochenspruch:  Siehe dein König kommt zu dir ein Gerechter und ein Helfer. (Sach 9, 9b)

Wochenlied:  “Nun komm der Heiden Heiland“ (EG 4)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

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Frauenkirche Dresden

Frauenkirche Dresden

ZDF – Adventskonzert in der Frauenkirche Dresden

am Sonntag, 1.12.2013 um 18 Uhr im ZDF

Seit 2000 überträgt das ZDF die Stimmung des vorweihnachtlichen Dresden direkt aus der Frauenkirche in die Fernsehzimmer der Republik. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Markus Poschner, der kurzfristig für den erkrankten Franz Welser-Möst eingesprungen ist. Auf dem Programm stehen u.a. Werke von Felix Mendelssohn Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart, Pjotr I. Tschaikowsky und Giacomo Puccini.

Solisten:

Julia Lezhneva (SOPRAN) / Joyce DiDonato (MEZZOSOPRAN)

Klaus Florian Vogt TENOR

Sächsischer Staatsopernchor /  DresdenKammerchor der Frauenkirche Dresden

Leitung: Markus Poschner

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Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  62  –  Nun komm, der Heiden Heiland

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/  

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:. Geistliche Musik – 

Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr Johann Sebastian Bach

BWV 36 “Schwingt freudig euch empor“

Kantate zum 1. Advent für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Sibylla Rubens, Sopran; Sarah Connolly, Alt;

Christoph Prégardien, Tenor; Peter Kooij, Bass;

Collegium Vocale Gent,

Leitung: Philippe Herreweghe

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NDRkultur Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 36 “Schwingt freudig euch empor“

Kantate zum 1. Advent für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Sibylla Rubens, Sopran / Sarah Connolly, Alt
Christoph Prégardien, Tenor / Peter Kooy, Bass

Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate  BWV 61 

“Nun komm, der Heiden Heiland“

Kantate zum 1. Advent für Soli, Chor, Oboen, Streicher und Basso continuo;

Joanne Lunn, Sopran; Jan Kobow, Tenor; Dietrich Henschel, Bass;

Monteverdi Choir

Englische Barocksolisten

Leitung: John Eliot Gardiner

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SWR2

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm: Geistliche Musik am

Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 140 „Wachet auf, ruft uns die Stimme“

Nuria Rial, (Sopran)
Bernhard Berchtold (Tenor)
Markus Volnert (Bass)

Chor und Orchester der Bachstiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 62 “Nun komm, der Heiden Heiland

Kantate am 1. Advent

Adele Stolte, Sopran / Gerda Schriever, Alt
Peter Schreier, Tenor / Theo Adam, Bass

Thomanerchor Leipzig / Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Erhard Mauersberger

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mdr – figaro
Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr Kantate
Programm:
mdr-figaro Live:
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mdr – figaro Auszüge aus dem Programm:
Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr
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Johann Sebastian Bach:
.6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
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06:30 Uhr Kantate
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Georg Philipp Telemann (1681 – 1767)
 
„Machet die Tore weit“

Sabine Goetz, Sopran; Andreas Pehl, Altus,

Hans-Jörg Mammel, Tenor; / Matthias Horn, Bass

Jugendkathedralchor Fulda, Domchor Fulda,

L’arpa festante

Leitung: Franz-Peter Huber

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Bayern-Klassik
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Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr
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Programm:  
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 36 “Schwingt freudig euch empor“
Kantate zum 1. Advent
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Videos mit Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  62  –  Nun komm, der Heiden Heiland

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/ YouTube: BWV 36  –     Schwingt freudig euch empor –  (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV  36   „Schwingt freudig euch empor“   (Interpret: S D G )  

(Sätze eins, zwei, sieben & acht) 

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/ YouTube: BWV 61  –  Nun komm der Heiden Heiland –  (Interpret: Harnocourt)

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/ YouTube: BWV  62   Nun komm der Heiden Heiland“  (Interpret: Herreweghe)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) war der zweitjüngste Sohn von J.S. Bach

 Genannt wird er als der “Bückeburger Bach.”  

Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger Bach) 1732-1795

Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)

Johann Christoph Friedrich Bach geboren am 21. Juni 1732 in Leipzig, gestorben am: 26. Januar 1795 im Fürstentum Schaumburg-Lippe in “Bückeburg” – Niedersachsen. Sein Lebenslauf begann wie der seiner Brüder: Er erhielt eine Ausbildung an der Leipziger Thomasschule sowie musikalischen Unterricht durch seinen Vater.

Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs, hielt (nach der Aussage von Nikolaus Forkel) den Halbbruder für den „stärksten Spieler“ unter den vier Brüdern, der „seines Vaters Claviercompositionen am fertigsten vorgetragen“ habe. Mit siebzehn Jahren begann Friedrich ein Jurastudium an der Leipziger Universität, brach dieses aber bald darauf, noch vor dem Tod des Vaters, wieder ab und folgte um die Jahreswende 1749/50 als gerade Achtzehnjähriger dem Ruf, als Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus am Hof in Bückeburg in Dienste zu treten.

Der aufgrund seines 45-jährigen Wirkens in der Stadt wurde Johann Christoph Friedrich Bach (auch der “Bückeburger Bach”) – genannt. Am Bückeburger Hof waren derzeit die beiden Italiener Angelo Colonna als Konzertmeister und Giovanni Battista Serini als Kapellmeister und Komponist tätig. Bach lernte hier den Stil der italienischen Oper und Kantate kennen, da in den mindestens zweimal wöchentlich stattfindenden Concerten, die in der Regel spätnachmittags gegeben wurden, vor allem Vokalmusik aufgeführt wurde. Dazu unterhielt die Hofkapelle eine Sängerin, Lucia Elisabeth Münchhausen, Tochter des Hofmusikers Ludolf Andreas Münchhausen, die durch den Unterricht des Konzertmeisters Serini in die italienische Gesangskultur eingeführt wurde, Bach wurde  1756 mit der Leitung der Hofkapelle betraut und bekam 1759 offiziell die Stelle des Hofkapellmeisters.

Der einzige Versuch Johann Christoph Friedrichs, diese Anstellung gegen eine andere einzutauschen, war seine Bewerbung als Musikdirektor in Hamburg (1767). Da die Wahl jedoch auf seinen Bruder Carl Philipp Emanuel fiel, blieb er weiterhin in Bückeburg. Unter seiner Leitung wurde die Bückeburger Hofkapelle zu einer der besten an den fürstlichen Höfen Deutschlands. Er betreute die Kapelle bis zu seinem Tod am 26. Januar 1795. Hinsichtlich seines kompositorischen Schaffens steht Johann Christoph Friedrich Bach bis heute im Schatten seiner Brüder. Während seiner 45-jährigen Beschäftigung am Bückeburger Hof schrieb er jedoch eine beachtliche Anzahl von Oratorien, Kantaten und später etliche Sinfonien und Klavierkonzerte.

Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme!”  Eine dreiteilige Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme” vom Bückeburger Bach ist erhalten geblieben und entstand im Jahr 1780 oder 1781 in Bückeburg. Es ist eine vierstimmige Motette und entwickelt sich aus dem aufsteigenden Dreiklang des “Wachet auf” eine kunstvoll-virtuos gearbeitete Introduktion. Den Hauptteil des Satzes bildet eine Choralbearbeitung nach dem Vorbild der alten thüringischen Cantus-firmus-Motette, mit der Liedmelodie im Sopran, bevor am Ende des Satzes die Introduktion in verkürzter Form noch einmal zurückkehrt. Beinahe unverändert übernimmt Johann Christoph Friedrich nun den Schlusschoral im 3.Satz aus der Kantate BWV 140 seines Vaters und führt die Schlußzeile “des sind wir froh…” in einem eigenen freien Fugato weiter, ohne jedoch die tonale Grundebene noch einmal zu verlassen.

Video  Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme” 

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Kantaten-Beschreibung von J.E. Gardiner

BWV 61  – Nun komm der Heiden Heiland

Kantaten für den 1. Advent –  

Aufführungsort: St. Maria im Kapitol, Köln am 03.12.2000

Die verschiedenen Stadien des Advents und das unterschiedliche Licht, das sie auf Jesu Menschwerdung werfen, kommen wohl am deutlichsten in Bachs früher Version von BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“ zum Ausdruck. Nach dem Schema langsam–schnell– langsam der typischen französischen Ouvertüre wechselt das eindrucksvolle Bittgebet des Eingangschors zu einer ungebärdigen Stretto-Fuge (mit der Vortragsbezeichnung ‚gai’), bei der man den Eindruck gewinnt, als verwandelten sich die kichernden Höflinge Ludwigs XIV. in ‚jedermanns’ Staunen über die bevorstehende Geburt des Erlösers, bis schließlich in einem langsamen Abschnitt noch einmal bestätigt wird, das Gott dieses Wunder geplant hat.

Der Tenor- Concertist feiert nun den ungeheuren Nutzen, den Jesu Menschwerdung der Menschheit bringt, zuerst im Rezitativ und Arioso in imitierender Verflechtung mit dem Continuo (Nr. 2) und dann in einer lyrischen Arie im 9/8-Takt, in der sich Singstimme, Continuo und hohe Streicher ineinander verweben und Jesus ersuchen, zu seiner Kirche zu kommen und ein ‚selig neues Jahr’ zu geben. Auf halbem Wege wechselt diese Kantate von den äußeren Gegebenheiten des Advents (Christi Ankunft auf Erden) zur inneren Befindlichkeit des Gläubigen (wenn Jesus durch das Sakrament in sein Herz einzieht, um dort ‚seine Wohnung’ zu nehmen). Christus steht vor der Tür und klopft an (Nr. 4). Gemessene Pizzicato-Akkorde schaffen eine geheimnisvolle und sehr anschauliche Kulisse zu Christi Wunsch, in das Haus des Gläubigen eingelassen zu werden, um dort ‚das Abendmahl mit ihm zu halten’. Bachs Schilderung der Szene in Emmaus in BWV 6 und Christi Erscheinen vor seinen Jüngern nach der Auferstehung in BWV 67, sogar das Auftauchen des Komturs in Mozarts Don Giovanni – all das kommt uns plötzlich wieder in den Sinn, doch wann immer Bach instrumentale Motive auf gewinnbringende Weise in seiner späteren Kirchenmusik verwendet hat, sie lassen sich meist auf dieses kleine zehntaktige Accompagnato für Bass als Vox Domini zurückführen.

Die wachsende Vertrautheit mit Gott, die Verinnerlichung des Wortes auf dem Weg über das Sakrament (Kanzel – Altar – Abendmahl) spiegelt Bach in einer sich allmählich verringernden Instrumentierung wider, so dass sich die bewegende Antwort des Soprans auf die Worte Jesu in Nr. 5 jetzt auf den Basso continuo beschränkt. Mit diesen sparsam eingesetzten Mitteln, der Verflechtung des sehr schlichten dreinotigen Aufstiegs des Continuos, dann der Stimme (‚Öffne dich’), die auf der zweiten Zählzeit eines 3/4- Taktes einsetzt und sich bei ‚Jesus kommt und ziehet ein’ dann zu einer 3/2-Hemiole ausdehnt, und nicht zuletzt in der glückseligen Ekstase von ‚O wie selig’ im langsameren B-Teil offenbart Bach seine Verpflichtung gegenüber jenem anderen großen Miniaturisten, seinem Großcousin Johann Christoph, demjenigen Musiker aus seiner Familie, den er als ‚tiefgründigen’ Komponisten schätzte. Die Kantate endet recht abrupt, nicht mit einer vierstimmigen Choralharmonisierung, sondern mit der letzten Strophe von Philipp Nicolais Choral ‚Wie schön leuchtet der Morgenstern’. In diesen vierzehn Takten lässt Bach die Violinen drei Oktaven hinaufklettern, um dem ‚Verlangen’ der Seele nach den Freuden in einem zukünftigen Leben und der Aussicht auf Jesu Wiederkehr am Ende der Zeit Ausdruck zu geben. Der Bezug auf die ‚Freudenkrone’ enthält in Bachs Ikonographie möglicherweise Parallelen zu der Art und Weise, wie in dem berühmten Monogramm auf dem schönen Glaskelch, der ihm Mitte der 1730er Jahre überreicht wurde, unter einer Krone seine eigenen Initialen mit ihrem Spiegelbild verflochten sind. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner  

    Künstler-Beitrag –                

Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

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CD für den 1. Advents-Sonntag“ 
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Cover SDG 162 Vol. 13

CD – Cover SDG 162 Vol. 13

Link: CD eins – Inhalt

BWV 36 „Schwingt freudig euch empor“

BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“ I

BWV 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“ II

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Bachfest Leipzig 2014 – “die wahre Art

 
bachfest-leipzig-2013 

Bachfest Leipzig 2014 – “die wahre Art” vom 13. Juni – 22. JUNI 2014

Das Bachfest Leipzig 2014 findet vom 13. bis 22. Juni 2014 statt und steht unter dem Motto »die wahre Art« – eine Reminiszenz an das 1753 erschienene und bedeutendste Lehr- und Studienwerk »Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen« von Carl Philipp Emanuel Bach. Das Werk des zweitältesten Bach-Sohnes bildet im Jahr seines 300. Geburtstages den inhaltlichen Schwerpunkt im Bachfest Leipzig. Seine Kompositionen erklingen im Kontext des Œuvres von Vater Johann Sebastian und seinem Taufpaten und Hamburger Amtsvorgänger Georg Philipp Telemann.

Der Ticketverkauf für das Bachfest Leipzig 2014 startet am 15. Oktober 2013.

 www.bachfestleipzig.de 

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Bach-Archiv Leipzig

Stiftung bürgerlichen Rechts

Thomaskirchhof 16 04109 Leipzig

Telefon:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax:  +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Ein musikalisches Bonbon zum Sonntag aus Leipzig !

Aufnahme vom 14. April 2013 im Sommersaal des Bach-Museums Leipzig.

Klaus Mertens, Bass-Bariton Thomas Fritzsch, Viola da gamba, Violoncello & Basse de Violon Stefan Maass, Barocklaute Michael Schönheit, Orgel, Cembalo Konzeption und Instrumentierung: Thomas Fritzsch.

Georg Philipp Telemann: Fast allgemeines Evangelisch-Musicalisches Lieder-Buch – Praeludium / GOTT des Himmels und der Erden – Mit Ernst o Menschen-Kinder – Freuet euch ihr Christen alle – Nun laßt uns gehn und treten….

Video:

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.S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:
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Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 
 
Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als  PDF zum Download  
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Kartenvorbestellungen: über Ticket-Online

oder für die Konzerte innerhalb des Bachfestes

über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig  Stiftung bürgerlichen Rechts

Thomaskirchhof 16 04109 Leipzig

Telefon: +49 (0) 341 / 91 37 – 3 33

Fax: +49 (0) 341 / 91 37 – 3 35

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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” (Schweiz) –  stelle ich hier vor:
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Foto: Rudolf Lutz – Dirigent und Leiter

J.S. Bach Cantata BWV 36 “Schwingt freudig euch empor”

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung. „Schwingt freudig euch empor“

Youtube – Video: Siebter Satz (aria, soprano) aus der Kantate BWV 36 („Schwingt freudig euch empor“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.

Als Solisten wirken mit: Nuria Rial, (Sopran)

und John Holloway (Violine)

Leitung:  Rudolf Lutz

Weitere Informationen zur Bachstiftung

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-36/

Icon  PDF – Abendprogramm BWV 36 (117.4 KB)

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Video – YouTube BWV 36 – 7. Satz Arie – Nuria Rial, Sopran

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Ich wünsche allen Besuchern eine schönen 1. Advent-Sonntag.

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Herzliche Grüße Volker

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Radio-Sendungen Videos und Kantatenbeschreibungen für den 1. Advent


Advent und Weihnachtsstimmung in der Nikolaikirche Leipzig

        Advent und Weihnachtsstimmung in der Nikolaikirche Leipzig

 Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 2.12.2012 begehen wir den  „1. Advent“

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi.

Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.

Der 1. Sonntag im Advent steht unter dem Zeichen des Evangeliums vom Einzug Jesu in Jerusalem. Vordergründig hat diese Erzählung nichts mit Advent und schon gar nicht mit dem Christfest zu tun. Wenn man aber etwas weiter darüber nachdenkt, fällt gerade in unserer Zeit auf, dass wir selbst unseren Herrn ja so begrüßen wie damals die Menschen in Jerusalem – als den Sohn Davids, den Messias – um ihn dann wenig später zu verachten und ans Kreuz zu bringen. Heute ist es wohl unser Konsumverhalten, das unseren Herrn ans Kreuz bringt.

Als Anfang des Kirchenjahres wird dem 1. Advent liturgisch eine hervorgehobene Bedeutung gegeben, was sich vor allem in den Gebeten niederschlägt. Mit dem 1. Advent beginnen wir das Kirchenjahr und denken dabei besonders an den Einzug Jesu in Jerusalem. Wir begrüßen ihn als den Herrn und König dieser Welt und freuen uns darüber, dass er gekommen ist und uns befreit hat zur Gemeinschaft mit ihm und untereinander.

Wochenspruch: 

Siehe dein König kommt zu dir ein Gerechter und ein Helfer. (Sach 9, 9b)

Wochenlied: 

“Nun komm der Heiden Heiland“ (EG 4

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

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Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  62  –  Nun komm, der Heiden Heiland

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 bis 10:00 Uhr.

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ .

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 61 “Nun komm, der Heiden Heiland“

Kantate zum 1. Advent für Soli, Chor, Oboen, Streicher und Basso continuo;

Joanne Lunn, Sopran; Jan Kobow, Tenor; Dietrich Henschel, Bass;

Monteverdi Choir
Englische Barocksolisten

Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:  http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr 

Johann Sebastian Bach:

Kantate BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“

Barbara Schlick, Sopran
Christoph Prégardien, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdamer Barockorchester und Chor

Leitung.: Ton Koopman

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 36 “Schwingt freudig euch empor”

Kantate am 1. Advent

Sibylla Rubens, Sopran
Sarah Connolly, Alt
Christoph Prégardien, Tenor
Peter Kooy, Bass
Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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SWR2

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html..

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Christoph Graupner (1683-1760)

Kantate „Wie wunderbar ist Gottes Güt“

Klaus Mertens (Bass)

Accademia Daniel (aus Israel)

…………………………………………………………………………………………………………….

rbb kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html .

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html .

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 61Nun komm, der Heiden Heiland

Kantate am 1. Advent für Soli, Chor und Orchester

Gerlinde Sämann, Sopran
Petra Nokaiová, Alt
Christoph Genz, Tenor
Jan van der Crabben, Bass

La Petite Bande

Leitung: Sigiswald Kuijken

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mdr – figaro

Sendung Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr

Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/. .

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr – figaro Auszüge aus dem Programm:

Sendung Sonntag: um 06:30 bis 07:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach:
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6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
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06:30 Uhr Kantate
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Johann Sebastian Bach

Kantate BWV 36  “Schwingt freudig euch empo”

Arleen Augér, Sopran; Peter Schreier, Tenor; Siegfried Lorenz, Bass

Thomanerchor Leipzig
Neues Bachisches Collegium

Leitung: Joachim Rotzsch 

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Bayern-Klassik
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Sendung Sonntag: 08:05 bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 36 “Schwingt freudig euch empo“

Kantate zum 1. Advent

Silke Wenzel, Sopran; Rainer Schneider-Waterberg, Countertenor;

Kobie van Rensburg, Tenor; Christian Hilz, Bass;

Heinrich-Schütz Ensemble; Monteverdi-Orchester:

Leitung: Wolfgang Kelber

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Videos mit Bach-Kantaten für den 1. Advent

BWV   36  –   Schwingt freudig euch empor

BWV   61  –  „Nun komm, der Heiden Heiland

BWV  62  –  Nun komm, der Heiden Heiland

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/ YouTube: BWV 36  –   

 Schwingt freudig euch empor –  (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV  36

  „Schwingt freudig euch empor“   (Interpret: SDG)

(Sätze eins, zwei, sieben & acht) 

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/ YouTube: BWV 61  –

 Nun komm der Heiden Heiland –  (Interpret: Harnocourt)

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/ YouTube: BWV  62 

 Nun komm der Heiden Heiland“  (Interpret: Herrewghe)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) war der zweitjüngste Sohn von 

Johann Sebastian BachGenannt wird er als der “Bückeburger Bach.”  

Johann Christoph Friedrich Bach (Bückeburger Bach) 1732-1795

Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795)

Johann Christoph Friedrich Bach geboren am 21. Juni 1732 in Leipzig, gestorben am: 26. Januar 1795 im Fürstentum Schaumburg-Lippe in “Bückeburg” – Niedersachsen. Sein Lebenslauf begann wie der seiner Brüder: Er erhielt eine Ausbildung an der Leipziger Thomasschule sowie musikalischen Unterricht durch seinen Vater.

Wilhelm Friedemann Bach, der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs, hielt (nach der Aussage von Nikolaus Forkel) den Halbbruder für den „stärksten Spieler“ unter den vier Brüdern, der „seines Vaters Claviercompositionen am fertigsten vorgetragen“ habe. Mit siebzehn Jahren begann Friedrich ein Jurastudium an der Leipziger Universität, brach dieses aber bald darauf, noch vor dem Tod des Vaters, wieder ab und folgte um die Jahreswende 1749/50 als gerade Achtzehnjähriger dem Ruf, als Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus am Hof in Bückeburg in Dienste zu treten. Der aufgrund seines 45-jährigen Wirkens in der Stadt wurde Johann Christoph Friedrich Bach (auch der “Bückeburger Bach”) – genannt.

Am Bückeburger Hof waren derzeit die beiden Italiener Angelo Colonna als Konzertmeister und Giovanni Battista Serini als Kapellmeister und Komponist tätig. Bach lernte hier den Stil der italienischen Oper und Kantate kennen, da in den mindestens zweimal wöchentlich stattfindenden Concerten, die in der Regel spätnachmittags gegeben wurden, vor allem Vokalmusik aufgeführt wurde. Dazu unterhielt die Hofkapelle eine Sängerin, Lucia Elisabeth Münchhausen, Tochter des Hofmusikers Ludolf Andreas Münchhausen, die durch den Unterricht des Konzertmeisters Serini in die italienische Gesangskultur eingeführt wurde,

Bach wurde  1756 mit der Leitung der Hofkapelle betraut und bekam 1759 offiziell die Stelle des Hofkapellmeisters. Der einzige Versuch Johann Christoph Friedrichs, diese Anstellung gegen eine andere einzutauschen, war seine Bewerbung als Musikdirektor in Hamburg (1767). Da die Wahl jedoch auf seinen Bruder Carl Philipp Emanuel fiel, blieb er weiterhin in Bückeburg. Unter seiner Leitung wurde die Bückeburger Hofkapelle zu einer der besten an den fürstlichen Höfen Deutschlands. Er betreute die Kapelle bis zu seinem Tod am 26. Januar 1795. Hinsichtlich seines kompositorischen Schaffens steht Johann Christoph Friedrich Bach bis heute im Schatten seiner Brüder. Während seiner 45-jährigen Beschäftigung am Bückeburger Hof schrieb er jedoch eine beachtliche Anzahl von Oratorien, Kantaten und später etliche Sinfonien und Klavierkonzerte.

Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme!” 

Eine dreiteilige Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme” vom Bückeburger Bach ist erhalten geblieben und entstand im Jahr 1780 oder 1781 in Bückeburg. Es ist eine vierstimmige Motette und entwickelt sich aus dem aufsteigenden Dreiklang des “Wachet auf” eine kunstvoll-virtuos gearbeitete Introduktion. Den Hauptteil des Satzes bildet eine Choralbearbeitung nach dem Vorbild der alten thüringischen Cantus-firmus-Motette, mit der Liedmelodie im Sopran, bevor am Ende des Satzes die Introduktion in verkürzter Form noch einmal zurückkehrt. Beinahe unverändert übernimmt Johann Christoph Friedrich nun den Schlusschoral im 3.Satz aus der Kantate BWV 140 seines Vaters und führt die Schlußzeile “des sind wir froh…” in einem eigenen freien Fugato weiter, ohne jedoch die tonale Grundebene noch einmal zu verlassen.

Video (Ton Koopman)

Motette: “Wachet auf, ruft uns die Stimme” 

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Kantaten-Beschreibung

zum BWV 61  – Nun komm der Heiden Heiland

Kantaten für den 1. Advent –  

Aufführungsort: St. Maria im Kapitol, Köln am 03.12.2000

Die verschiedenen Stadien des Advents und das unterschiedliche Licht, das sie auf Jesu Menschwerdung werfen, kommen wohl am deutlichsten in Bachs früher Version von

BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“

zum Ausdruck. Nach dem Schema langsam–schnell– langsam der typischen französischen Ouvertüre wechselt das eindrucksvolle Bittgebet des Eingangschors zu einer ungebärdigen Stretto-Fuge (mit der Vortragsbezeichnung ‚gai’), bei der man den Eindruck gewinnt, als verwandelten sich die kichernden Höflinge Ludwigs XIV. in ‚jedermanns’ Staunen über die bevorstehende Geburt des Erlösers, bis schließlich in einem langsamen Abschnitt noch einmal bestätigt wird, das Gott dieses Wunder geplant hat. Der Tenor- Concertist feiert nun den ungeheuren Nutzen, den Jesu Menschwerdung der Menschheit bringt, zuerst im Rezitativ und Arioso in imitierender Verflechtung mit dem Continuo (Nr. 2) und dann in einer lyrischen Arie im 9/8-Takt, in der sich Singstimme, Continuo und hohe Streicher ineinander verweben und Jesus ersuchen, zu seiner Kirche zu kommen und ein ‚selig neues Jahr’ zu geben.

Auf halbem Wege wechselt diese Kantate von den äußeren Gegebenheiten des Advents (Christi Ankunft auf Erden) zur inneren Befindlichkeit des Gläubigen (wenn Jesus durch das Sakrament in sein Herz einzieht, um dort ‚seine Wohnung’ zu nehmen). Christus steht vor der Tür und klopft an (Nr. 4). Gemessene Pizzicato-Akkorde schaffen eine geheimnisvolle und sehr anschauliche Kulisse zu Christi Wunsch, in das Haus des Gläubigen eingelassen zu werden, um dort ‚das Abendmahl mit ihm zu halten’. Bachs Schilderung der Szene in Emmaus in BWV 6 und Christi Erscheinen vor seinen Jüngern nach der Auferstehung in BWV 67, sogar das Auftauchen des Komturs in Mozarts Don Giovanni – all das kommt uns plötzlich wieder in den Sinn, doch wann immer Bach instrumentale Motive auf gewinnbringende Weise in seiner späteren Kirchenmusik verwendet hat, sie lassen sich meist auf dieses kleine zehntaktige Accompagnato für Bass als Vox Domini zurückführen.

Die wachsende Vertrautheit mit Gott, die Verinnerlichung des Wortes auf dem Weg über das Sakrament (Kanzel – Altar – Abendmahl) spiegelt Bach in einer sich allmählich verringernden Instrumentierung wider, so dass sich die bewegende Antwort des Soprans auf die Worte Jesu in Nr. 5 jetzt auf den Basso continuo beschränkt. Mit diesen sparsam eingesetzten Mitteln, der Verflechtung des sehr schlichten dreinotigen Aufstiegs des Continuos, dann der Stimme (‚Öffne dich’), die auf der zweiten Zählzeit eines 3/4- Taktes einsetzt und sich bei ‚Jesus kommt und ziehet ein’ dann zu einer 3/2-Hemiole ausdehnt, und nicht zuletzt in der glückseligen Ekstase von ‚O wie selig’ im langsameren B-Teil offenbart Bach seine Verpflichtung gegenüber jenem anderen großen Miniaturisten, seinem Großcousin Johann Christoph, demjenigen Musiker aus seiner Familie, den er als ‚tiefgründigen’ Komponisten schätzte. Die Kantate endet recht abrupt, nicht mit einer vierstimmigen Choralharmonisierung, sondern mit der letzten Strophe von Philipp Nicolais Choral ‚Wie schön leuchtet der Morgenstern’. In diesen vierzehn Takten lässt Bach die Violinen drei Oktaven hinaufklettern, um dem ‚Verlangen’ der Seele nach den Freuden in einem zukünftigen Leben und der Aussicht auf Jesu Wiederkehr am Ende der Zeit Ausdruck zu geben. Der Bezug auf die ‚Freudenkrone’ enthält in Bachs Ikonographie möglicherweise Parallelen zu der Art und Weise, wie in dem berühmten Monogramm auf dem schönen Glaskelch, der ihm Mitte der 1730er Jahre überreicht wurde, unter einer Krone seine eigenen Initialen mit ihrem Spiegelbild verflochten sind. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

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CD für den 1. Advents-Sonntag“ 
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Cover SDG 162 Vol. 13

CD – Cover SDG 162 Vol. 13

Link: CD eins – Inhalt

BWV 36 „Schwingt freudig euch empor“

BWV 61 „Nun komm der Heiden Heiland“ I

BWV 62 „Nun komm, der Heiden Heiland“ II

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bachfest-leipzig-2013 Bachfest Leipzig 2013 – “Vita Christi”

vom 14.06.2013 – 23.06.2013
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Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen:
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Weihnachts-Oratorium
Johannespassion
Oster- und Himmelfahrts-Oratorium
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fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.
Unter Leitung von:
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 (“Auferstehung und Himmelfahrt”) – mit der Rheinischen Kantorei
am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr – 
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werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem
einzigartigen Musikerlebnis.
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Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen
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von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach
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im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe, BWV 232 mit den Thomaner 
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im Abschlusskonzert am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr in der Thomaskirche Leipzig.
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Thematik Vita Christi:
Die nachstehenden Termine..!!
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr
in der Thomaskirche von J.S. Bach die Johannes-Passion” aufführen.
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Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner
in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
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BWV 249  – (Oster-Oratorium) – “Kommt eilet und laufet” und
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BWV 11   – (Himmelfahrts-Oratorium) – ”Lobet Gott in seinen Reichen.”
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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:
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Zum Download als PDF –
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S i t z p l ä n e  der Leipziger Kirchen als PDF:

Sitzplan der Thomaskirche Leipzig als PDF zum Download 
 
Sitzplan der Nikolaikirche Leipzig als PDF zum Download  
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Kartenvorbestellungen:

über Ticket-Online

oder

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig 
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:
+49 (0) 341 / 91 37 – 3 33
Fax:
+49 (0) 341 / 91 37 – 3 35
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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen” –  stelle ich hier vor:
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Foto: Rudolf Lutz Dirigent

J.S. Bach Cantata BWV 36 “Schwingt freudig euch empor”

Die DVD enthält die Filmaufnahmen der kompletten Kantate, den Einführungsworkshop sowie die Reflexion des Referenten. Zudem beinhaltet die DVD das Filmportrait der J. S. Bach-Stiftung.

„Schwingt freudig euch empor“

Youtube – Video:

Siebter Satz (aria, soprano) aus der Kantate BWV 36 („Schwingt freudig euch empor“), aufgeführt durch die J. S. Bach-Stiftung St. Gallen.

Als Solisten wirken mit:

Nuria Rial, (Sopran) und John Holloway (Violine)

Leitung: Rudolf Lutz

Weitere Informationen zur Bachstiftung

unter www.bachstiftung.ch

Die DVD mit der gesamten Kantate ist erhältlich im Shop

Link: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-36/

Icon  PDF – Abendprogramm BWV 36 (117.4 KB)

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Video – YouTube BWV 36 – 7. Satz Arie – Nuria Rial, Sopran

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Ich wünsche allen Besuchern eine schönen 1. Advent-Sonntag.

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Herzliche Grüße

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibung für den 2. Advent


Altar in der Thomaskirche Leipzig

Liebe Bach-Freunde/innen !

Nach den Veröffentlichungen einer Übersicht der BWV für Bach-Kantaten:

Link: BWV als PDF-Download im Blog 

stelle ich für jeden Sonntag im Kirchenjahr den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 04.12.2011 begehen wir den  “ 2. Advent “

Die Adventszeit als Vorbereitungszeit auf das Christfest ist erst im 4. Jahrhundert entstanden, wobei es zunächst erhebliche Unterschiede in der Dauer (von einer Woche bis zu 40 Tagen) gab. Vier Sonntage im Advent gibt es für die römische Kirche, deren Praxis die Reformation übernommen hat, seit etwa 600, der 1. Sonntag im Advent wird aber erst seit Mitte des 8. Jahrhunderts als Beginn des Kirchenjahres besonders gefeiert. Von Anfang an hatte die Adventszeit den Charakter der Bußzeit als Vorbereitung auf das Christfest, den „Geburtstag“ Jesu Christi.

Im Advent sehen wir nicht nur zurück auf die Ankunft des Herrn, wie sie uns in der Bibel als „Weihnachtsgeschichte“ überliefert ist, sondern auch voraus auf die zukünftige Ankunft des Herrn als Herrscher dieser Welt und Begründer des Neuen Jerusalem. In der Spannung zwischen beiden erfahren wir im Advent den Herrn als den, der auf uns zukommt, sich uns immer wieder neu zuwendet und uns zur Buße zur Umkehr zu ihm hin einlädt.

Der Advent eröffnet einen Kreis, der sich erst kurz zuvor mit den drei letzten Sonntagen des Kirchenjahres, die auf das zukünftige Reich schauten, geschlossen hat. Nun beginnen wir das Kirchenjahr mit dem Einzug in Jerusalem, dem Kommen Jesu in diese Welt.
Auch wenn wir das Kirchenjahr als einen Zyklus feiern, so will es uns doch wie eine Spirale auch vorwärts führen, weiter auf einem Weg, der unser Lebensweg ist. So wird uns auch der Advent als Neuanfang nicht wie eine Wiederholung, sondern wirklich wie ein neues Erlebnis in unserem Leben erscheinen.

Im Advent gewinnt das Wort Gestalt: „Ich bin das A und O der Anfang und das Ende der da ist und der da war und der da kommt der Allmächtige.“ (Offb 1, ..) Während wir uns einerseits auf die Erscheinung Gottes im Fleisch freuen, so werden wir uns doch andererseits unserer Unwürdigkeit bewußt, diesen großen Herrn zu empfangen. Darum lassen wir uns in dieser Zeit mahnen an die Taufe der Buße zur Vergebung der Sünden (Johannes der Täufer), umfassen auf unserem Weg zur Krippe das Kreuz des Herrn, das allein uns würdig macht, ihm entgegenzusehen und -zugehen. Weil wir uns um dieses Kreuzes willen auch freuen können, singen wir mit Maria in der Adventszeit das „Magnifikat“: „Meine Seele erhebt den Herrn und mein Geist freut sich Gottes meines Heilands!“ (Lk 1, 46f).

Früher fiel am 2.-4. Sonntag im Advent nicht nur das „Gloria in excelsis“, sondern auch das „Halleluja“ weg. Mit dem neuen Evangelischen Gottesdienstbuch darf nun das Halleluja auch an den 2.-4. Sonntagen im Advent gesungen werden.

Das Thema des 2. Sonntags im Advent wendet sich jetzt dem erlösenden Aspekt Gottes zu, nachdem am 1. Sonntag im Advent die Macht des Herrschers im Vordergrund stand. Der Erlöser wirkt auf vielerlei Weise – wiederum durch Macht, oder durch den Opfertod am Kreuz. Das Kommen wird aber auch als Erlösung von den Leiden dieser Welt angesehen, d.h. der Herr, wenn er kommt, wird endlich ein Ende machen mit der hiesigen Trübsal (Epistel).

Ab diesem Sonntag entfällt das „Gloria in excelsis“.

Am 2. Advent denken wir besonders an den Tag, an dem Gott diese Welt erlösen wird. Noch stehen wir in dieser Welt der Not und der Schuld, noch warten wir auf den Erlöser, der schon naht. In aller Trübsal unseres Lebens hören wir die Verheißungen, die uns mit Hoffnung erfüllen und deren Einlösung wir geduldig erwarten.

(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)———————————————————————

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Bach-Kantaten für den 2. Advent

BWV   70 a  –   Wachet ! betet ! betet ! wachet !

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„Bach-Kantate“ WDR3 – Geistliche Musik

Sonntag, 04.12.2011 von 09:05  – 10:00 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – „Geistliche Musik“ – Programmauszug:

Johann Sebastian Bach

BWV 62, „Nun komm der Heiden Heiland“  Kantate für Soli, Chor, Bläser,

Streicher und Basso continuo;

Yukari Nonoshita, Sopran; Robin Blaze, Countertenor; Makoto Sakurada, Tenor;

Peter Kooij, Bass; Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur – (Kantate)

Livestream-Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:  http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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Sonntag, 04.12.2011

08:03 Uhr bis O8:40 Uhr

NDRkultur – Kantate

08:03 – 08:40 Uhr Kantate

Geistliche Musik am 2. Sonntag im Advent

Kantate BWV 61 „Nun komm, der Heiden Heiland“

Ingrid Schmithüsen, Sopran / Makoto Sakurada, Tenor Peter Kooy, Bass
Bach Collegium Japan / Ltg.: Masaaki Suzuki

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4.12.2011

SWR2

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

8:03-8:30 Uhr
Johann Sebastian Bach:
„Nun komm, der Heiden Heiland“ BWV 61
Ingrid Schmithüsen (Sopran)
Makoto Sakurada (Tenor)
Peter Kooij (Bass)
Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki
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4.12.2011
SR2

Webradio: http://www.sr-online.de/sr2/351/

8:04-9:00 Uhr
BWV 70  ‚Wachet! betet! betet! wachet!‘,
Kantate am 26. Sonntag nach Trinitatis,
Sibylla Rubens, Sopran Bernhard Landauer, Countertenor
Christoph Prégardien, Tenor Klaus Mertens, Bass
Amsterdam Baroque Choir & Orchestra Leitung: Ton Koopman

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 4.12.2011

rbb kulturradio

Livestream http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

9:30-10:00 Uhr
BWV 36 Schwingt freudig euch empor
Hana Blaziková, Sopran
Robin Blaze, Countertenor
Satoshi Mizukoshi, Tenor
Peter Kooij, Bass
Bach Collegium Japan
Leitung: Masaaki Suzuki
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/ YouTube: BWV 70 a  –  Part 1 + 2

 Wachet ! betet ! betet ! wachet ! –  (Interpret: Harnoncourt)

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/ YouTube: BWV 70 a  –  Part 3 bis 6

 Wachet ! betet ! betet ! wachet ! –  (Interpret: Harnoncourt)

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/ YouTube: BWV  70

 Wachet ! betet ! betet ! wachet !“  (Interpret: Gardiner )

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Kantaten-Beschreibung 

zum  BWV 62 – „Nun komm der Heiden Heiland

Kantaten für den 1. Advent –  Aufführungsort: St. Maria im Kapitol, Köln

am 03.12.2000

Bachs zweite Vertonung von „Nun komm, der Heiden Heiland“  BWV 62, gerät im Vergleich zu den neuen Freuden und der vortrefflich wiedergegebenen Abfolge von Adventsstimmungen seiner Weimarer Kantate zwangsläufig ein wenig ins Hintertreffen. Doch die Unterschiede machen gerade den Reiz dieses Werkes aus: nicht nur in dem vollendeten Wohlklang des Sopran/Alt-Duetts (Nr. 5) und dem mitreißenden Schwung der einleitenden Choralfantasie, sondern auch in den beiden charaktervollen Dacapo-Arien.

Die erste, für Tenor und Streicher mit zwei verdoppelnden Oboen, basiert auf einem graziösen Passepied und fordert die Menschen dazu auf, ‚dies große Geheimnis’ zu bewundern, wenn ‚der höchste Beherrscher erscheinet der Welt’, denn mit ihm ‚werden die Schätze des Himmels entdecket’, ‚wird uns ein göttliches Manna bestellt’, und auch ‚die Keuschheit wird gar nicht beflecket’. Die zweite, ein unisono geführtes Continuo für alle Streicherstimmen (Nr. 4), mag in ihrem pompösen, kampflustigen Charakter ein wenig an Händel anklingen, aber sie wirkt auf mich eher wie eine Skizze zu ‚Großer Herr’, die mitreißende Bass-Arie im ersten Teil des Weihnachtsoratoriums, und bewundernswert ist, wie sich Bach über die konventionelle Form und Stimmung geschickt hinwegsetzt, indem er die Länge der Phrasen und Nuancen des Textes variiert.

Er war von dieser Kantate immerhin so angetan, dass er am ersten Advent 1736 wieder auf sie zurückgriff, diesmal mit einem neuen Part für violone in allen sechs Sätzen, den Anna Magdalena herausschrieb und der zweifellos den ‚großen Violone’, den die Thomasschule 1735 bei einer Auktion erworben hatte (‚ein sechzehnfüssiges bassirendes Instrument’ – wie C.P.E. Bach das Instrument beschrieb, das sein Vater gewöhnlich in Leipzig verwendete), besonders zur Geltung kommen lassen sollte. 

© John Eliot Gardiner 2009

Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch

Übersetzung: Gudrun Meier

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  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen für den 1. Advent:

               Link:    h i e r  zum Download als PDF  Gardiner   

  Künstler-Beitrag –  

              Link:   Künstler-Meinungen; Hildburg Williams Violine 

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/ YouTube: BWV  62

„Nun komm, der Heiden Heiland“   (Interpret: Gardiner)

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/ YouTube: BWV  36

  „Schwingt freudig euch empor  (Interpret:  Gardiner )

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CD für den 1. Advents-Sonntag“ 
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SDG 162 Vol. 13

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Cover:
CD’s SDG 162
Vol.13
CD – eins-———————————————————————————————————————————————————————————————————–……………………………………………………………………………………………………………………………………———————————————————————————————————————————————————-……………………………………………………………….
BWV 36 – Schwingt freudig euch empor
BWV 61 – Nun komm, der Heiden Heiland
BWV 62 – Nun komm, der Heiden Heiland

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Ich wünsche allen Besuchern eine schönen Advent-Sonntag.

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Grüße

Volker