Schlagwort-Archive: Nikolaus Harnoncourt

Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „21. Sonntag nach Trinitatis“


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Trost-Orgel Waltershausen -  (Fotorechte:  Stefan Christian Hoja) http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Waltershausenkircheorg.jpg&filetimestamp=20070409191954

                                                                                                                                                                                            Trost-Orgel Waltershausen – (Fotorechte: Stefan Christian Hoja)

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Die Trost-Orgel der Stadtkirche Waltershausen ist die größte Orgel der Bachzeit in Thüringen. Hoforgelbauer Heinrich Gottfried Trost baute an dieser Orgel von 1724 bis 1730, ohne sie jedoch selbst fertigzustellen. Eine direkte Beziehung Johann Sebastian Bachs zur Trost-Orgel ist wahrscheinlich.

Heute zählt das Instrument in jedem Fall zu den wichtigsten für das Verständnis des Bachschen Orgelwerkes. Die nahezu einmalige Anhäufung von charakteristischen Stimmen eröffnet eine enorme Welt an Tonfarben und Registriermöglichkeiten, die besonders bei den Choralbearbeitungen und Instrumentaladaptionen den Klangreichtum barocker Orgelmusik offenbart.

Weitere Information zur Trost-Orgel  >>  h i e r <<

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Video: Trost-Orgel in Waltershausen
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Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 28.10.2012 begehen wir den 21. Sonntag nach Trinitatis

Der 21. Sonntag nach Trinitatis wird von der Epistel her bestimmt. Es ist dort die Rede von der „Waffenrüstung Gottes“ – Paulus vergleicht die Instrumente des Krieges mit denen des Glaubens. Dem ist das Evangelium von der Feindesliebe entgegengestellt – es handelt sich bei diesem Text allerdings nur um die Zusammenfassung der längeren Liste aus Epheser 6. Der alttestamentliche Text scheint nicht viel mit „geistlicher Waffenrüstung“ zu tun zu haben, es sei denn, man betrachtet den Vers 7 als Hinweis auf die Waffe, mit der das jüdische Volk sich im Exil am Leben erhalten hat. Von einer Waffenrüstung zu reden – gleich ob geistlich oder nicht – trifft heute normalerweise auf Befremden. Diese Bilder gehören in eine extremistische Welt, nicht aber in die friedvolle Welt der Kirche. Dabei übersehen wir oft, dass es auch in der Kirche menschlich zugeht und auch dort Waffen benutzt werden – diese sind dann allerdings oft nicht die, von denen Paulus redet.

Die Rede Jesu von der Feindesliebe zeigt uns am 21. Sonntag nach Trinitatis, welche Waffen wir gegen unsere Feinde einsetzen können und sollen. Die Waffe der Liebe hat die Verheißung, dass Gott durch sie wirkt; darum können wir uns getrost auf sie verlassen, auch dann, wenn uns diese Waffe als wirkungslos erscheint. oder
Auch Christen benutzen Waffen, aber ihre Waffen verletzen nicht – zumindest nicht in der Regel – denn es sind geistliche Waffen, die uns sicher und fest machen und zugleich dazu dienen, Menschen, denen wir begegnen, die Liebe Gottes spürbar zu vermitteln. So rüsten wir uns in diesem Gottesdienst, um für die Herausforderungen des Alltags gewappnet zu sein.

Wochenspruch: 

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. (Röm 12, 21)

Wochenlied: 

„Ach Gott, vom Himmel sieh darein“ (EG 273)

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YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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Bach-Kantaten für den 21. Sonntag  nach  ”Trinitatis

BWV 38   – „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“
BWV 98   – „Was Gott tut, das ist wohlgetan“
BWV 109„Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben“
BWV 188„Ich habe meine Zuversicht“

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ .

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach

BWV 38 „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“

Kantate zum 21. Sonntag nach Trinitatis für Soli,

Chor, 2 Oboen, 4 Posaunen, 2 Violinen, Viola und Basso continuo;

Carolyn Sampson, Sopran; Daniel Taylor, Altus;

Mark Padmore, Tenor; Peter Kooy, Bass;

Collegium Vocale Gent,

Leitung: Philippe Herreweghe

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html .

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html .

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm: .

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 98 „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

Johannette Zomer, Sopran / Bogna Bartosz, Alt
Christoph Prégardien, Tenor / Klaus Mertens, Bass
Amsterdamer Chor /

Amsterdamer Barockorchester

Leitung: Ton Koopman

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach: 

BWV 38 „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“

Kantate zum 21. Sonntag nach Trinitatis für Soli,

Chor, 2 Oboen, 4 Posaunen, 2 Violinen, Viola und Basso continuo;

Carolyn Sampson, Sopran; Daniel Taylor, Altus;

Mark Padmore, Tenor; Peter Kooy, Bass;

Collegium Vocale Gent,

Leitung: Philippe Herreweghe

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Neuer Sender..!!

SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

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Programm: 

http://www.sr-online.de/sronline/sr2/programmvorschau/index.html

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Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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Für Klassik- und Jazzfreunde bietet SR 2 KulturRadio

ein Recherche-Werkzeug für Musikstücke an.

Bis zu drei Tage zurück reicht das neue Online-Archiv

der gespielten Titel bei SR 2 KulturRadio.

Außerdem ist die Musikliste bis zur aktuellen Stunde zu sehen.

Link: 

http://musikrecherche.sr-online.de/sr2/

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag, 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 109 „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben“

Kantate am 21. Sonntag nach Trinitatis

Paul Esswood, Countertenor
Kurt Equiluz, Tenor
Tölzer Knabenchor
Concentus musicus Wien

Leitung: Nikolaus Harnoncourt

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr .

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html .

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html .

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 188 „Ich habe meine Zuversicht

Kantate am 21. Sonntag nach Trinitatis

Rachel Nicholis, Sopran
Robin Blaze, Countertenor
Gerd Türk, Tenor
Peter Kooij, Bass
Bach Collegium Japan

Orgel und Leitung:

Masato Suzuki, (Sohn von Masaaki Suzuki)

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mdr – figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/. .

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr – figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Johann Sebastian Bach:
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6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
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800 Jahre Thomana .
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06:30 Uhr Kantate
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Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 109 – „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben“

Bettina Denner-Brückner, Alt; Martin Petzold, Tenor

Thomanerchor Leipzig

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Georg Christoph Biller 

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Ev. Gottesdienst zum Reformationstag Thomaskirche Leipzig

Ev. Gottesdienst zum Reformationstag am 31.10.2012 10 Uhr aus der Thomaskirche Leipzig

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Achtung ein weiterer Programmpunkt:

für den Reformations-Tag am Mittwoch 31.10.2012 um 10:00 Uhr

ARD-Fernsehen

FESTGOTTESDIENST
(FERNSEHGOTTESDIENST in der ARD)

Johann Sebastian Bach: 

Kantate BWV 79 „Gott, der Herr, ist Sonn und Schild“

Mittwoch, 31. Oktober 2012, 10:00 Uhr 
Leipzig, Thomaskirche

Ausführende Solisten,

THOMANERCHOR Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung:
Thomaskantor Georg Christoph Biller

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Das 800jährige Bestehen der Thomaner wird in einem festlichen Gottesdienst gefeiert, der am Reformationstag live aus der Leipziger Thomaskirche im Ersten übertragen wird.

Die Predigt hält der EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Galater 5,1-6).

Im Anschluss an den Gottesdienst Verleihung der Martin-Luther-Medaille der Evangelischen Kirche in Deutschland durch den Vorsitzenden des Rates der EKD, Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider.

Link: http://rundfunk.evangelisch.de/kirche-im-tv/ard-fernsehgottesdienst/reformationsgottesdienst-im-ersten-800-jahre-thomaner-4137

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:

BWV 188 „Ich habe meine Zuversicht“

Kantate zum 21. Sonntag nach Trinitatis

Arleen Augér, Sopran; Julia Hamari, Alt;

Aldo Baldin, Tenor; Walter Heldwein, Bass

Gächinger Kantorei Stuttgart

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

Leitung: Helmuth Rilling

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Videos mit Bach-Kantaten zum 21. Sonntag nach Trinitatis
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/ YouTube: BWV 38 –   „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“  –  (Interpret: Herreweghe)

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/ YouTube: BWV 98 –  „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ –  (Interpret: Leonhardt)
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/ YouTube: BWV 109 – „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben“ – (Interpret: Rilling)

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/ YouTube: BWV 188 –  „Ich habe meine Zuversicht“ – (Interpret: Rilling)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach sowie aus der Bach-Familie – u.a. Barock-Komponisten vor..!!

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Wilhelm Friedemann Bach (1714 – 1784) – war der älteste Sohn von Johann Sebastian Bach.

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Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

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Wilhelm Friedemann Bach (* 22. November 1710 in Weimar; † 1. Juli 1784 in Berlin) war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach. Wilhelm Friedemann war der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs. Aus seinem Geburtsort Weimar kam er 1717 mit seiner Familie nach Köthen, wo er die Lateinschule besuchte. Ab Juni 1723 besuchte er die Leipziger Thomasschule, nahm 1727 Violinunterricht bei Johann Gottlieb Graun, wurde 1729 als Jurastudent an der Universität Leipzig immatrikuliert und studierte außer den Rechten auch Philosophie und Mathematik

Wilhelm Friedemann Bach wechselte 1746-1770 nach Halle a.d. Saale zur Marktkirche Unserer Lieben Frauen. Sein Pflichtenkreis war  umfangreicher als in Dresden: zu hohen Festtagen und Sonntagen mußten die drei Hauptkirchen (Liebfrauen-, St. Ulrich-, St. Moritzkirche), an kleineren  Festtagen die Liebfrauenkirche mit Kantaten versehen werden. Ihm standen auch Stadtmusiker und ein Collegium Musicum zur Verfügung. Seine Stellung ähnelte  derjenigen seines Vaters in  Leipzig; auch den Titel „Director Musices“ führte er.

Zu Pfingsten 1746 führte er seine erste Kantata „Wer mich  liebet“ auf. Ca. 20 Kantanten sind aus dieser Zeit erhalten. Wilhelm Friedemann Bach hatte dort ausgezeichnete Schüler  herangebildet. (Johann Samuel Petri,  Friedrich Wilhelm Rust). 1764 gab er sein Amt in Halle auf. Seither lebte er ohne feste Anstellung und versuchte, durch Konzerte, Unterricht und Kompositionen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 1770 zog er nach Braunschweig, im Frühjahr 1774 nach Berlin wo er dort am 1. Juli 1784 verstarb.

Charakterlich ist Wilhelm Friedemann Bach seinem Vater, von dem er sich zeitlebens überschattet gefühlt haben muss, in mancher Hinsicht ähnlich gewesen. Als „unbequemer, widerborstiger Zeitgenosse“ geriet auch er in Konflikt mit seinen Vorgesetzten in einem Amt, das dem des Leipziger Thomaskantors durchaus ähnelte. Grundsätzlich wird über seine Rezeption neu nachzudenken sein, erst recht über seine Kirchenmusik in Halle, die im Vergleich ohne jeden Zweifel zum Innovativsten gehört, was in dieser Zeit geschrieben wurde.

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Video Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

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Kantate: „„Wohl dem, der den Herren fürchtet“
BR-WFB F 19
 

  1. Eingangs-Satz:  Chor  „„Wohl dem, der den Herren fürchtet“
    BR-WFB F 19″

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Musik und Liturgie:

Peter Wollny, Januar 2011

Als der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs am 12. Mai 1764 dem Oberpfarrer die Schlüssel zur Orgelempore der Marktkirche von Halle an der Saale zurückgab und seinen Dienst quittierte, ging in die- ser Stadt eine glanzvolle musikalische Epoche sang- und klanglos zu Ende. Seit Samuel Scheidt war die Organistenstelle stets von herausragenden Virtuosen und Komponisten bekleidet worden. Friedemann Bach hatte über Jahre hinweg mit ansehen müssen, wie die anfangs noch günstigen Bedingungen seiner Anstellung sich zunehmend verschlechterten, sodass ihm für die Verwirklichung seiner künstlerischen Ziele zuletzt offenbar kaum noch Spielraum blieb.

In seinen etwa 20 erhaltenen Kantaten und Messkompositionen gelangte der Bach-Sohn zu musikalischen Lösungen, die immer wieder aufs Neue nach Pathos und Anmut, Brillanz und Originalität, kunstreicher Mannigfaltigkeit und natürlicher Schlichtheit streben. Zwei neue CDs, beide fast ausnahmslos mit Ersteinspielungen angefüllt, dokumentieren die weithin vergessenen musikalischen Perlen und führen zu einem audiophilen Genuss.

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Von W.F. Bach Kantaten-Einspielungen 

Hörproben beim Label:  j p c 

Künstler:

Schlick, Schubert, Schreckenberger, Jochens, Rheinische Kantorei,

Das Kleine Konzert, Hermann Max

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Viele seiner Werke galten lange als verschollen. Seit den 1990er-Jahren liegen zunehmend mehr Einspielungen vor. Der Harvard-Professor Christoph Wolff trug 1999 mit seiner Entdeckung umfangreicher bis dahin verschollener Bestände des Archivs der Singakademie Berlin in Kiew zu einer Erweiterung der Anzahl der bekannten Noten Bachs bei. Im Jubiläumsjahr 2010 veröffentlichte das Bach-Archiv Leipzig eine elfbändige Gesamtdokumentation mit Unterstützung des Packard Humanities Institute in Los Altos, Kalifornien. Im selben Jahr begann eine CD-Ausgabe der vollständigen Werke des Komponisten unter Verwendung des wiederentdeckten Materials aus dem Archiv.

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Info Web-Link: http://www.wfbach.de/

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Link für SDG-CD’s – Bach-Kantaten 
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für den 20. Sonntag nach Trinitatis
und den 21. Sonntag nach Trinitatis
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Cover:  SDG 168 –  Vol. 11

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CD-Bestellung  – CDs „SDG 168 – Vol. 11″


Link:   CD  Bach-Kantaten 

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Aufführungsorte: Kantaten für den „20. Sonntag nach Trinitatis“ 

Veranstaltungsorte:

CD 1 – Cattedrale di San Lorenzo, Genua am 04. November 2000

und Basilika Santa Maria sopra Minerva, Rom  am 5. November 2000

CD 2 – Old Royal Naval College Chapel, Greenwich am 11. & 12. November 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte: Kantaten für den „20. Sonntag nach Trinitatis“

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BWV  49 “Ich geh und suche mit Verlangen“ 
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Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168 – Vol. 11 – CD  1
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BWV 162 “Ach! ich sehe, itzt, da ich zur Hochzeit gehe

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168 – Vol. 11 – CD  1

BWV 180 “Schmücke dich, o liebe Seele

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168 – Vol. 11 – CD  1

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CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für das „21. Sonntag Nach Trinitatis“ 

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BWV  38  – „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168 – Vol. 11 – CD  2

BWV 98 – „Was Gott tut, das ist wohlgetan !“

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168 – Vol. 11 – CD  2

BWV 100 – „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben ! “ 

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168- Vol. 11 – CD  2

BWV 188 – „Ich habe meine Zuversicht“ 

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168 – Vol. 11 – CD  2

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.Kantaten für den 21. Sonntag nach Trinitatis 
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Old Royal Naval College Chapel, Greenwich am 11. & 12. November 2000

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Kantaten-Beschreibung: 
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Choralkantate BWV 188 „Ich habe meine Zuversicht“,

Als letztes Werk (und das letzte, das Bach komponierte) stand BWV 188 „Ich habe meine Zuversicht“, von 1728/29, auf unserem Programm. Die einleitende Sinfonia geht auf den dritten Satz des Cembalokonzertes in d-moll BWV 1052 zurück, von dem im Autograph nur die letzten 45 Takte vorhanden sind. Robert Levin hat daher die verlorenen 248 Takte rekonstruiert, und er tat es mit dem ihm eigenen exzellenten Stilgefühl. Das Ergebnis ist eine wahre Freude. Die Eingangsarie gehört zu den gelungensten Arien, die Bach für Tenor geschrieben hat: im ‚A’-Teil, wo die Betonung auf der Hoffnung liegt, die Zuversicht erst noch erstrebt, nicht schon behauptet wird, pastoral in ihrer Stimmung; im ‚B’-Teil heftig und dramatisch.

Sie ist auch sängerfreundlich, bei Bachs Tenor-Arien eine Seltenheit. Ein langes und vorzügliches Bass-Rezitativ, mit einem Arioso im 6/8-Takt endend, trennt die beiden Arien von der Alt-Arie, vermutlich ein Instrumentalsatz für obligate Orgel, der durch eine Singstimme ergänzt wurde. Dem abschließenden Choral ‚Auf meinen lieben Gott’ liegt eine Melodie weltlichen Ursprungs zugrunde, die sich auf Venus, die Göttin der Liebe, bezieht. In Bachs Harmonisierung verströmt sie Zuversicht, Vertrauen und Kraft.

Die Old Royal Naval College Chapel bot eine der Stimmung dieser Kantaten förderliche Atmosphäre. Allerdings hatten seit Januar, als wir zuletzt hier waren, die Leute vom Arbeitsschutz ihre Hand im Spiel und unnötige bürokratische und konkrete Hindernisse geschaffen (zum Beispiel ‚Fluchtwege’, denen wir ausweichen sollten). Unsere Zuhörer waren wirklich ernsthaft interessiert, aber ach so englisch, zu zurückhaltend oder zu ehrerbietig, um irgendeine spontane Regung der Begeisterung zu zeigen – im Gegensatz zu unserem Publikum auf dem Kontinent. Ihr Applaus verhallte gleich wieder wie bei einem Ballon, dem die Luft entweicht.

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© John Eliot Gardiner 2010
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Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch
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Übersetzung: Gudrun Meier
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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“  ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum 20. Sonntag nach Trinitatis

und

21. Sonntag nach Trinitatis“

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Gardiner Reisetagebuch SDG 168  – zum Download als PDF 

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  Künstler-Beitrag:  Suzanne Flowers; Sopran  – zum Download als PDF

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..Link:  >>  Wanderausstellung  <<  – Wissenswertes vom Klangquartier Leipzig! –
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Bachfest Leipzig 2013 – „Vita Christi“
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vom 14.06.2013 – 23.06.2013
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Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen: Weihnachts-Oratorium, Johannespassion, Oster- und Himmelfahrts-Oratorium fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.
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Unter Leitung von Trevor Pinnock, – Thomas Hengelbrock, – Sir John Eliot Gardiner und
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Hermann Max  – („Auferstehung und Himmelfahrt“) – mit der Rheinischen Kantorei  u.a. mit James Gilchrist – Tenor,
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am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr – 
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werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis.
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Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen  von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe, BWV 232 mit den Thomaner und dem Freiburger-Barockorchester
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im Abschlusskonzert am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr in der Thomaskirche Leipzig.
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Die Thematik für das Bachfest 2013 wird Vita Christi sein.
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Die nachstehenden Termine..!!
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr
in der Thomaskirche von J.S. Bach die Johannes-Passion“ aufführen.
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Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner
in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
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BWV 249  – (Oster-Oratorium) – „Kommt eilet und laufet“ und
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BWV 11   – (Himmelfahrts-Oratorium) – „Lobet Gott in seinen Reichen.“
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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:
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Zum Download als PDF –  Bachfestvorschau Leipzig_2013 <<<
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Kartenvorbestellungen

für die Konzerte innerhalb des Bachfestes über das Bach-Archiv Leipzig:

Bach-Archiv Leipzig 
Stiftung bürgerlichen Rechts
Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig

Telefon:
+49 (0) 341 / 91 37 – 3 33
Fax:
+49 (0) 341 / 91 37 – 3 35
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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen“ –  stelle ich hier vor:
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

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J.S. Bach BWV 109 – „Ich glaube lieber Herr, hilf meinem Unglauben“

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Kantate BWV 109 zum 21. Sonntag nach Trinitatis für Alt und Tenor, Vokalensemble, Corno, Oboe I + II, Fagott, Streicher und Continuo.

Die Evangelienlesung des Sonntags aus Johannes 4 handelt vom königlichen Beamten, der Jesus um Heilung seines kranken Sohnes bittet.Es geht dabei um die Frage des Glaubens.Jesussagt: «Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, glaubt ihr nicht.» Der Beamte jedoch glaubt, als Jesus spricht: «Geh hin, dein Sohn lebt», und findet seinen Sohn gesund. Die Kantate schildert auf verschiedene Weise das menschliche Schwanken zwischen Glauben und Nichtglauben, Hoffnung und Zweifel.

(Textauszug: J.S. Bachstiftung St. Gallen)

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Ausführende:

Ruth Sandhoff , Alt – Bernhard Berchtold , Tenor

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Die DVD (in Deutsch, keine Untertitel) eine Filmaufnahme der kompletten Kantate, Einführungs-Workshop, Reflexion Vortrag des Redners und ein filmisches Porträt der JS Bach-Stiftung..

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Zum Shop der Bachstiftung:

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Link: http://www.bachstiftung.ch/en/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-109/

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Video – YouTube BWV 109 – (Satz 6 – Choral)

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Zum krönenden Abschluss noch für alle Gardiner-Fans ein aktuelles Video aus London..!!

Beethoven – Missa SolenmisMonteverdi ChoirOrchestre Revolutionaire et Romantique

Up the Monteverdi Ensembles!
Orchestre Révolutionnaire et Romantique at the Barbican London October 2012
Monteverdi Choir
Sir John Eliot Gardiner conductor
Lucy Crowe soprano
Jennifer Johnston mezzo-soprano
James Gilchrist tenor
Matthew Rose bass

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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag!“
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Herzliche Grüße
Volker
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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „20. Sonntag nach Trinitatis“


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800 Jahre - Thomanerchor in der Thomaskirche 2012 (c) BachArchiv Gert Mothes

800 Jahre – Thomanerchor in der Thomaskirche 2012 (c) Foto: BachArchiv – Gert Mothes

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800 Jahre Thomanerchor – Singen für Gott und die Welt.
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Die Thomaner !
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„Einmal Thomaner, immer Thomaner“, sagen die Mitglieder des Chores, ganz gleich, ob sie es gerade sind oder einmal waren. Bis sie 18 sind, leben sie für die Musik: Proben, Singen in Kirchen und Konzertsälen, Reisen in die ganze Welt.
Dazu kommen Medienauftritte und CD-Aufnahmen. Dabei sind sie aber auch „ganz normale“ Schüler, Kinder, Jugendliche. Sie spielen Fußball, tummeln sich bei Facebook, verlieben sich. Sie leben im Internat, das bei ihnen „Alumnat“ heißt, so wie es schon die Thomaner vor 800 Jahren taten, als die Thomasschule als erste öffentliche Schule Deutschlands gegründet wurde. Leben, lernen und singen, das war und ist das Konzept, bis heute. Mit Johann Sebastian Bach ist der Thomanerchor nachhaltig in die Geschichte eingegangen. Noch immer singen die Thomaner jeden Freitag, Samstag und Sonntag Motetten und Kantaten. Viele davon stammen aus der Feder des einstigen Thomaskantors Bach.
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„Er ist mein persönlicher Lieblingskomponist, um das gleich klarzustellen“, sagt der zwölfjährige Paul Vogel. Er ist einer der drei Jungen, die im Mittelpunkt des Films zum Jubiläum des Chores stehen. Mit ihnen wird der Alltag der Thomaner erlebbar: ihr Leben im sogenannten „Kasten“, der eine Welt für sich ist und nun umgebaut wird, damit er den Bedürfnissen im Heute entspricht; die Probenarbeit mit Thomaskantor Georg Christoph Biller, dem der große Name seines Vorgängers Bach nicht immer nur Ansporn und Freude war; gemeinsame Mahlzeiten, Unterricht. Der Film blickt hinter die Kulissen des Thomanerchors und zeigt, dass die Jungs nicht nur die braven „Engelsgesichter“ in Matrosenanzug und mit Krawatte, sondern auch laut, frech und fröhlich sind, dass sie gläubig sind oder auch nicht und wie alle Jugendlichen ihren persönlichen Weg suchen.
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Der Film ist eine Entdeckungsreise in Vergangenheit, Gegenwart und in eine mögliche Zukunft des Chores, der sich den Veränderungen der Zeit anpassen muss, dabei aber seine 800-jährige Tradition und die hohe Qualität des Musizierens bewahren will.
(MDR 2012.03.25)
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Video „800 Jahre Thomaner“
(Länge 43 Minuten)
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Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 21.10.2012 begehen wir den 20. Sonntag nach Trinitatis

Der 20. Sonntag nach Trinitatis widmet sich der Frage nach dem Sinn von Ordnungen. Dabei werden auch die unumstößlichen Zusagen Gottes berücksichtigt, die uns den Rahmen geben, in dem wir uns bewegen können. Vom Evangelium her klingt deutlich die Prämisse durch: Der Mensch ist nicht um des Gesetzes willen, sondern das Gesetz um des Menschen willen gemacht. 

Am 20. Sonntag nach Trinitatis hören wir das Evangelium von der Rede Jesu über die Ehe und Ehescheidung und erfahren, dass Gottes Ordnungen auch unseren persönlichen Lebensbereich durchdringen und zum Schutz allen Lebens eingesetzt sind. Diese Ordnungen werden von Jesus Christus bestätigt und erneut eingesetzt, und es ist gut, dass uns Gott auf diese Weise hilft, die Verantwortung anderen Menschen und der Kreatur gegenüber wahrzunehmen. – oder:

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An diesem Sonntag geht es um die Ordnungen Gottes und die Frage, wie wir uns zu solchen Ordnungen stellen gerade angesichts der Freiheit, in die wir durch durch Christus gestellt sind. Haben die Ordnungen, so wie sie in der Bibel dargelegt sind, überhaupt noch eine Bedeutung? Oder sollten wir sie als gute Christen gerade besonders ernst nehmen? Gibt es für uns etwa eine neue Ordnung? Diesen Fragen wollen wir heute in Lied, Wort und Gebet nachgehen. – oder:

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Um die Ordnungen Gottes geht es heute, um den Lebensrahmen, um das, was wir tun und lassen sollen. Schon immer haben diese Ordnungen in Spannung gestanden zu dem Drang des Menschen, frei zu sein und seinen Lebensrahmen selbst zu bestimmen. Wie lässt sich das Leben so gestalten, dass Freiheit und Ordnung einander ergänzen und nicht einander ausschließen? Das wollen wir heute im Hören auf Gottes Wort, im gemeinsamen Gesang und Gebet bedenken.

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Wochenspruch: 

Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott. (Micha 6, 8)

Wochenlied: 

„Wohl denen, die da wandeln“ (EG 295)

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YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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Bach-Kantaten für den 20. Sonntag  nach  ”Trinitatis

BWV   49  –  „Ich geh und suche mit Verlangen“

BWV 162 –   „Ach! ich sehe, itzt, da ich zur Hochzeit gehe“

BWV 180 –  „Schmücke dich, o liebe Seele“

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ .

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach

BWV 180 „Schmücke dich, o liebe Seele“

Kantate am 20. Sonntag nach Trinitatis

für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Hana Blaziková, Sopran; Pascal Bertin, Altus; Jan Kobow, Tenor;

Gli Angeli Geneve

Leitung: Stephan MacLeod

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html .

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html .

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm: .

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 49 „Ich geh und suche mit Verlangen“

Dorothea Röschmann, Sopran
Thomas Quasthoff, Bariton / Berliner Barock Solisten

Leitung.: Rainer Kussmaul

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach: 

BWV 180 –  „Schmücke dich, o liebe Seele“

Maria Cristina Kiehr (Sopran)
Jan Börner (Altus)
Julius Pfeifer (Tenor)
Fabrice Hayoz (Bass)

Chor und Orchester der

J.S.Bach-Stiftung St. Gallen

Leitung: Rudolf Lutz

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Das Programm – BWV 180 der J.S. Bach-Stiftung zum Download als PDF

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Link: http://www.bachstiftung.ch/media/filer_public/2011/01/13/2009_abendprogramm_bwv_180.pdf

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Neuer Sender..!!

SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

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Programm: 

http://www.sr-online.de/sr2/1356/

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Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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Für Klassik- und Jazzfreunde bietet SR 2 KulturRadio

ein Recherche-Werkzeug für Musikstücke an.

Bis zu drei Tage zurück reicht das neue Online-Archiv

der gespielten Titel bei SR 2 KulturRadio.

Außerdem ist die Musikliste bis zur aktuellen Stunde zu sehen.

Link: 

http://musikrecherche.sr-online.de/sr2/

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag, 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 162 „Ach, ich sehe, itzt, da ich zur Hochzeit gehe“

Kantate am 20. Sonntag nach Trinitatis

Barbara Schlick, Sopran
Elisabeth von Magnus, Alt
Paul Agnew, Tenor
Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra
Leitung: Ton Koopman

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr .

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html .

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html .

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 180 „Schmücke dich, o liebe Seele

Kantate am 20. Sonntag nach Trinitatis

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mdr – figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/. .

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr – figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Johann Sebastian Bach:
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6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
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800 Jahre Thomana .
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06:30 Uhr Kantate
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Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 180 – „Schmücke dich, o liebe Seele“

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:

BWV 180 „Schmücke dich, o liebe Seele“

Kantate zum 20. Sonntag nach Trinitatis,

Sophie Karthäuser, Sopran; Petra Noskaiová, Alt;

Christoph Genz, Tenor; Dominik Wörner, Bariton;

La Petite Bande:

Leitung: Sigiswald Kuijken

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Videos mit Bach-Kantaten zum 20. Sonntag nach Trinitatis
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/ YouTube: BWV 49 –   „Ich geh und suche mit Verlangen“  –  (Interpret: Rilling)

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/ YouTube: BWV 162 –  „Ach! ich sehe, itzt, da ich zur Hochzeit gehe“ –  (Interpret: Harnoncourt)
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/ YouTube: BWV 180 –  „Schmücke dich, o liebe Seele“ – (Interpret: McCreesh)

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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Video: Einführung in das BWV 180 „Schmücke dich, o liebe Seele“

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DVD hier erhältlich: http://www.bachstiftung.ch/de/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-180/

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach und aus der Bach-Familie vor..!!

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Wilhelm Friedemann Bach (1714 – 1784) – war der älteste Sohn von Johann Sebastian Bach.

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Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

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Wilhelm Friedemann Bach (* 22. November 1710 in Weimar; † 1. Juli 1784 in Berlin) war ein deutscher Komponist aus der Familie Bach. Wilhelm Friedemann war der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs. Aus seinem Geburtsort Weimar kam er 1717 mit seiner Familie nach Köthen, wo er die Lateinschule besuchte. Ab Juni 1723 besuchte er die Leipziger Thomasschule, nahm 1727 Violinunterricht bei Johann Gottlieb Graun, wurde 1729 als Jurastudent an der Universität Leipzig immatrikuliert und studierte außer den Rechten auch Philosophie und Mathematik

Wilhelm Friedemann Bach wechselte 1746-1770 nach Halle a.d. Saale zur Marktkirche Unserer Lieben Frauen. Sein Pflichtenkreis war  umfangreicher als in Dresden: zu hohen Festtagen und Sonntagen mußten die drei Hauptkirchen (Liebfrauen-, St. Ulrich-, St. Moritzkirche), an kleineren  Festtagen die Liebfrauenkirche mit Kantaten versehen werden. Ihm standen auch Stadtmusiker und ein Collegium Musicum zur Verfügung. Seine Stellung ähnelte  derjenigen seines Vaters in  Leipzig; auch den Titel „Director Musices“ führte er.

Zu Pfingsten 1746 führte er seine erste Kantata „Wer mich  liebet“ auf. Ca. 20 Kantanten sind aus dieser Zeit erhalten. Wilhelm Friedemann Bach hatte dort ausgezeichnete Schüler  herangebildet. (Johann Samuel Petri,  Friedrich Wilhelm Rust). 1764 gab er sein Amt in Halle auf. Seither lebte er ohne feste Anstellung und versuchte, durch Konzerte, Unterricht und Kompositionen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 1770 zog er nach Braunschweig, im Frühjahr 1774 nach Berlin wo er dort am 1. Juli 1784 verstarb.

Charakterlich ist Wilhelm Friedemann Bach seinem Vater, von dem er sich zeitlebens überschattet gefühlt haben muss, in mancher Hinsicht ähnlich gewesen. Als „unbequemer, widerborstiger Zeitgenosse“ geriet auch er in Konflikt mit seinen Vorgesetzten in einem Amt, das dem des Leipziger Thomaskantors durchaus ähnelte. Grundsätzlich wird über seine Rezeption neu nachzudenken sein, erst recht über seine Kirchenmusik in Halle, die im Vergleich ohne jeden Zweifel zum Innovativsten gehört, was in dieser Zeit geschrieben wurde.

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Video Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

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Himmelfahrts-Kantate: „Gott fähret auf mit Jauchzen“ F 10 

  1. Eingangs-Satz:  Chor  „Gott fähret auf mit Jauchzen“

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Musik und Liturgie:

Peter Wollny, Januar 2011

Als der älteste Sohn Johann Sebastian Bachs am 12. Mai 1764 dem Oberpfarrer die Schlüssel zur Orgelempore der Marktkirche von Halle an der Saale zurückgab und seinen Dienst quittierte, ging in die- ser Stadt eine glanzvolle musikalische Epoche sang- und klanglos zu Ende. Seit Samuel Scheidt war die Organistenstelle stets von herausragenden Virtuosen und Komponisten bekleidet worden. Friedemann Bach hatte über Jahre hinweg mit ansehen müssen, wie die anfangs noch günstigen Bedingungen seiner Anstellung sich zunehmend verschlechterten, sodass ihm für die Verwirklichung seiner künstlerischen Ziele zuletzt offenbar kaum noch Spielraum blieb.

In seinen etwa 20 erhaltenen Kantaten und Messkompositionen gelangte der Bach-Sohn zu musikalischen Lösungen, die immer wieder aufs Neue nach Pathos und Anmut, Brillanz und Originalität, kunstreicher Mannigfaltigkeit und natürlicher Schlichtheit streben. Zwei neue CDs, beide fast ausnahmslos mit Ersteinspielungen angefüllt, dokumentieren die weithin vergessenen musikalischen Perlen und führen zu einem audiophilen Genuss.

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Von W.F. Bach Kantaten-Einspielungen 

Hörproben beim Label:  j p c 

Künstler:

Schlick, Schubert, Schreckenberger, Jochens, Rheinische Kantorei,

Das Kleine Konzert, Hermann Max

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Viele seiner Werke galten lange als verschollen. Seit den 1990er-Jahren liegen zunehmend mehr Einspielungen vor. Der Harvard-Professor Christoph Wolff trug 1999 mit seiner Entdeckung umfangreicher bis dahin verschollener Bestände des Archivs der Singakademie Berlin in Kiew zu einer Erweiterung der Anzahl der bekannten Noten Bachs bei. Im Jubiläumsjahr 2010 veröffentlichte das Bach-Archiv Leipzig eine elfbändige Gesamtdokumentation mit Unterstützung des Packard Humanities Institute in Los Altos, Kalifornien. Im selben Jahr begann eine CD-Ausgabe der vollständigen Werke des Komponisten unter Verwendung des wiederentdeckten Materials aus dem Archiv.

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Info Web-Link: http://www.wfbach.de/

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Link für SDG-CD’s – Bach-Kantaten 
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für den 20. Sonntag nach Trinitatis
und den 21. Sonntag nach Trinitatis
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Cover:  SDG 168 –  Vol. 11

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CD-Bestellung  – CDs „SDG 168 – Vol. 11″


Link:   CD  Bach-Kantaten 

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Aufführungsorte: Kantaten für den „20. Sonntag nach Trinitatis“ 

Veranstaltungsorte:

CD 1 – Cattedrale di San Lorenzo, Genua am 04. November 2000

und Basilika Santa Maria sopra Minerva, Rom  am 5. November 2000

CD 2 – Old Royal Naval College Chapel, Greenwich am 11. & 12. November 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte: Kantaten für den „20. Sonntag nach Trinitatis“

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BWV  49 “Ich geh und suche mit Verlangen“ 
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Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168 – Vol. 11 – CD  1
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BWV 162 “Ach! ich sehe, itzt, da ich zur Hochzeit gehe

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168 – Vol. 11 – CD  1

BWV 180 “Schmücke dich, o liebe Seele

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168 – Vol. 11 – CD  1

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CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für das „21. Sonntag Nach Trinitatis“ 

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BWV  38  – „Aus tiefer Not schrei ich zu dir“

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168 – Vol. 11 – CD  2

BWV 98 – „Was Gott tut, das ist wohlgetan !“

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168 – Vol. 11 – CD  2

BWV 100 – „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben ! “ 

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168- Vol. 11 – CD  2

BWV 188 – „Ich habe meine Zuversicht“ 

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 168 – Vol. 11 – CD  2

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.Kantaten für den 20. Sonntag nach Trinitatis 
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Cattedrale di San Lorenzo, Genua am 04. November 2000

und Basilika Santa Maria sopra Minerva, Rom  am 5. November 2000

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Kantaten-Beschreibung: 
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Choralkantate BWV 180 „Schmücke dich, o liebe Seele“,

obwohl ihr Kopfsatz recht lang ist – einer jener im 12/8- Takt gleich einer Prozession gemessen voranschreitenden Sätze, in denen Bach so großartig ist. Hier kombiniert er verhaltene Abschnitte der Bläser (zwei Blockflöten, zwei Oboen, eine davon da caccia) mit einem Thema für die unisono geführten hohen Streicher, dann teilt er die Bläser in Paare auf, zwischen denen über einer fragmentarischen (immer noch unisono gespielten) Streicherfigur ein kreuzrhythmischer Austausch stattfindet. Die Choralfantasie, die mit einer heiteren Cantus-firmus-Melodie in den Sopranstimmen über den verzierten Gesangslinien der drei tiefen Stimmen beginnt, ist geradezu maßgeschneidert für die Seele, die sich für ihre Hochzeit herausputzt. Das Stück schildert anfangs eine Atmosphäre der Zärtlichkeit und Erwartung: das Ankleiden und den Gang zum Hochzeitsfest. Plötzlich (bei Takt 71) steigert sich die Spannung: die Braut ist angekommen (in den getragenen Streicherakkorden wird sogar ihre lange Schleppe angedeutet) – ein Verweis auf die sich in ähnlicher Weise steigernde Spannung in Wachet auf (BWV 140, Nr. 1).

Die folgende Arie für Tenor und obligate Flöte (Nr. 2), mit deutlichen Anklängen an die Badinerie aus der Orchestersuite in h-moll (BWV 1067), nur in langsamerem Tempo, lässt an eine Mittelfest-Darbietung oder einen Tanz für Einhandflöte und Trommel denken. Doch statt tanzender Mädchen kommt als Antwort auf Jesu Klopfen (in den wiederholten Achteln im Continuo zu hören) die Aufforderung: ‚Ach, öffne bald die Herzenspforte’. Diese Arie ist frisch, unbeschwert und mitreißend. Vor allem in dem Konzert in Rom inspirierte sie unsere beiden Klavieristen zu einer Darbietung spontanen Überschwangs – mit Boogierhythmen, flippigen Gegenthemen, Skalen, synkopierten Akkorden –, für mich der Stimmung des Stückes und den Gegebenheiten durchaus angemessen, aber für die ortsansässigen Stilwächter Anlass zu grimmigem Stirnrunzeln.

Die auf das Hochzeitsfest bezogene Symbolik ist auch im dritten Satz vorhanden, wo der Sopran mit einer verzierten Version der Choralmelodie, abgesetzt gegen ein sanft arpeggiertes Moto perpetuo für Cello piccolo, die Worte ausdeutet: ‚Ach, wie hungert mein Gemüte! Ach, wie pfleg ich mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürsten nach dem Trank des Lebensfürsten!’ Die zweite Arie für Sopran (Nr. 5) ist als Polonaise angelegt, unterteilt in Einheiten zu vier und sechs Takten, in denen eine der beiden Oboen und beide Blockflöten gemeinsam mit den ersten Violinen die strahlende Melodie vortragen. Was sich Bach dabei dachte, diese zauberhafte, in sich abgerundete Musik durch die Sopranstimme zu ergänzen, ist rätselhaft. Sie singt nur immer und immer wieder denselben Text (was hätte Johann Mattheson dazu wohl zu sagen gehabt?), über zwanzig Takte lang: ‚Lebens Sonne, Licht der Sinnen, Herr, der du mein Alles bist!’ Dieses Stück ist eines der wenigen Beispiele für einen Kantatensatz, den Bach offenbar wie im Schlaf komponiert hat, auf jeden Fall hat er sich um den Text wenig geschert.

Der abschließende Choral, ein Musterbeispiel seiner Art, führt alle Fäden der früheren Sätze zusammen – die Thematik des himmlischen Hochzeitsfestes, der Nahrung für die Seele und der Vereinigung mit Gott. Johann Francks eucharistischer Choral ist in Bachs vierstimmiger Harmonisierung unbeschreiblich zärtlich. So sagt Whittaker über diese Kantate: ‚Sie ist in dieser Reihe diejenige, deren Glückseligkeit ungetrübt bleibt; da gibt es keine Kriege oder Gerüchte von Kriegen, keine beunruhigenden Dämonen oder falschen Propheten, keine Seelenfolter, keine Gedanken an vergangene Sünden, keine Furcht vor dem Jenseits; die Seele gibt sich voller Verzückung ihrem Bräutigam hin, und alles andere ist vergessen.’

Es fügte sich sehr gut, dass wir diese Kantaten mit ihrer weltlichen Symbolik in zwei so farbenprächtigen italienischen Kirchen aufführten: San Lorenzo in Genua ist eine herrliche gotische Kathedrale mit Streifen in polychromem Marmor, der sie aussehen lässt wie ein heiliges Zebra. Die Mischung aus sakralen und profanen Elementen kann kaum deutlicher zutage treten als in der Basilika Santa Maria sopra Minerva in Rom, jener prächtigen gotischen Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die der Überlieferung zufolge auf den Fundamenten dreier heidnischer Tempel ruht – für Isis, Serapis und für Minerva, deren Heiligtum Pompeius der Große um 50 v. Chr. errichtete. Sie ist eine wunderbare Schatzkammer mit einer Mischung unterschiedlichster Stile. Mein besonderer Favorit ist die Grabstätte Giovanni Alberinis aus dem 15. Jahrhundert, wo auf einem schönen griechischem Sarkophag aus dem fünften vorchristlichen Jahrhundert dargestellt ist, wie Herkules mit dem nemeischen Löwen kämpft, zwei Renaissance-Engel ihm zur Seite und darüber in voller Länge die liegende Figur des Kardinals. Dieses Grabdenkmal bringt die stilistische Heterogenität dieser zauberhaften Kirche auf den Punkt.

Schätzungsweise viertausend Zuhörer fanden sich zu unserer Aufführung dreier wenig bekannter Bach-Kantaten ein. Sie saßen auf Balustraden, drängten sich in die Seitenkapellen, standen in allen drei Schiffen. Ich kam mir ein bisschen wie ein Gladiator vor, als ich mir einen Weg zum Orchester zu bahnen suchte. Die Temperatur stieg beträchtlich. Die Gegenwart so vieler Menschen, die so lange still ausharrten, so aufmerksam und voller Wertschätzung waren, überwältigte uns alle. Ich fand es erhebend und war mir ständig der einander überlagernden Schichten heidnischer und christlicher Gottesverehrung und der strahlenden Farben bewusst, die Händel so beeindruckt hatten, als er Rom besuchte. Der für Kultur aus dem Vatikan zuständige französische Kardinal saß unmittelbar hinter mir auf seinem herrlichen Thron, von Publikum umgeben. Als ich irgendwann ein paar Schritte zurücktrat, geriet ich versehentlich ein Stück näher an ihn heran, als ich wollte, doch ihn schien das nicht weiter zu stören. Mir war gesagt worden, ich würde schon merken, wenn das Konzert zu Ende sei, weil sich der Kardinal dann erheben und an mich ein paar Worte richten würde. Das tat er denn auch in gemessenem Französisch: ‚Vous avez evoqué les anges par votre musique: ils sont venus avec leur bénédiction. Merci!’ [Sie haben mit Ihrer Musik die Engel herbeigerufen. Sie sind gekommen und haben ihren Segen gegeben. Danke!’].

Hinterher fragte mich jemand, warum ich seinen Ring nicht geküsst hätte. Nun ja, was hätte darauf wohl der lutherische Pfarrer in Wittenberg erwidert? 

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© John Eliot Gardiner 2010
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Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch
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Übersetzung: Gudrun Meier
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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“  ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum 20. Sonntag nach Trinitatis

und 21. Sonntag nach Trinitati“

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Gardiner Reisetagebuch SDG 168  – zum Download als PDF 

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  Künstler-Beitrag:  Suzanne Flowers; Sopran  – zum Download als PDF

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..Link:  >>  Bach’s Spuren  <<  – Wissenswertes vom Klangquartier Leipzig! –
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Bachfest Leipzig 2013 – „Vita Christi“
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vom 14.06.2013 – 23.06.2013
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Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen: Weihnachts-Oratorium, Johannespassion, Oster- und Himmelfahrts-Oratorium fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.
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Hermann Max  – („Auferstehung und Himmelfahrt“ mit der Rheinischen Kantorei  u.a. mit James Gilchrist – Tenor,
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am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr) – 
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werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis.
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Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen  von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe, BWV 232 mit den Thomaner und dem Freiburger-Barockorchester
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im Abschlusskonzert am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr in der Thomaskirche Leipzig.
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Die Thematik für das Bachfest 2013 wird Vita Christi sein.
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Die nachstehenden Termine..!!
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr
in der Thomaskirche die „Johannes-Passion“ aufführen.
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Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner
in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
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BWV 249 „Kommt eilet und laufet“ und
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BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen.“
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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:
Link: 
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Auf  YouTube veröffentlichte Videos der
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J.S. Bach-Stiftung St. Gallen stelle ich hier vor:
Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

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Die DVD (in Deutsch, keine Untertitel) eine Filmaufnahme der kompletten Kantate, die Reflexion Vortrag von dem Sprecher und einem Film-Porträt der JS Bach-Stiftung.

„Wachet auf, ruft uns die Stimme“

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Kantate BWV 140 für den Twenty-seventh Sonntag nach Trinitatis für Sopran, Tenor und Bass, Vokalensemble, Horn, Oboe I + II, taille, Fagott , strongs und Continuo.

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Solisten
Nuria Rial, Sopran; Bernhard Berchtold, Tenor; Markus Volpert, Bass.

Zum Shop der Bachstiftung:

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Link:  http://www.bachstiftung.ch/en/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-140/

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Video – YouTube BWV 140

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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag!“
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Herzliche Grüße
Volker
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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „19. Sonntag nach Trinitatis“


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Die Wender-Orgel in der Bach-Kirche Arnstadt/Thüringen

Die Wender-Orgel in der Bach-Kirche Arnstadt/Thüringen

Die Wender-Orgel in der Bach-Kirche in Arnstadt / Thüringen.

1699 war mit dem Mühlhäuser Orgelbauer Johann Friedrich Wender der Vertrag über den Neubau einer Orgel für die Neue Kirche abgeschlossen worden. Die Inbetriebnahme war für Juni 1701 vorgesehen, doch der Bau verzögerte sich.

Johann Sebastian Bach war zweifellos über den Fortgang der Arbeiten an der Orgel durch die in Arnstadt ansässigen Verwandten informiert. Man kann davon ausgehen, dass er schon zeitig sein ernsthaftes Interesse an der neu zu besetzenden Organistenstelle angemeldet hatte. Aufgrund seiner bereits guten Fachkenntnisse im Orgelbau wurde der 18-jährige Johann Sebastian, der zu der Zeit Violinist in Weimar war, von Martin Feldhaus, er war verantwortlich für den Orgelbau und verwandt mit ihm, zur Abnahme der Orgel eingeladen.

Am 9. August 1703 erhielt J.S. Bach ohne weiteres Probespiel seine Bestallung als Organist der Neuen Kirche (heute als Bach-Kirche genannt) in Arnstadt.

Nachdem Bach am 24. April 1707 in der Freien Reichsstadt Mühlhausen / Thüringen vorgespielt hatte, trat er dort am 1. Juli 1707 an der Divi-Blasii-Kirche seinen Dienst als Organist an.

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 14.10.2012 begehen wir den 19. Sonntag nach Trinitatis

Der Der 19. Sonntag nach Trinitatis hat die ganzheitliche Heilung zum Thema. „Ganzheitlich“ ist ein Schlagwort unserer Zeit, und es wäre hilfreich, wenn eine Verbindung zum heutigen Verständnis von den Predigttexten her abgeleitet werden könnte. 

Die Erzählung von der Heilung des Gichtbrüchigen macht uns am heutigen 19. Sonntag nach Trinitatis deutlich, dass der Mensch nicht allein aus dem Leib besteht, der krank werden und sterben kann. Wenn Jesus heilt, so heilt er immer den ganzen Menschen, so dass auch die Seele wieder gesund wird oder: Krankheit zeigt uns unsere Grenzen. Sie macht uns bewusst, dass wir unseren Körper nicht unendlich belasten können. Zuletzt bereitet sie uns auch auf den Tod vor.

Insofern ist Krankheit etwas Gutes. Sie hilft uns, unsere Ziele neu zu stecken und an unsere Grenzen, die uns von Gott gesetzt sind, anzupassen. Sie gibt uns die Möglichkeit, auszuruhen und uns auf das Wesentliche zu besinnen.
Auch die Seele kann nicht unbegrenzt belastet werden. Auch sie braucht Phasen der Ruhe und Entspannung; einer hat es mal so formuliert: die Seele baumeln lassen, das ist es, was wir brauchen.
Wenn Gott sich uns mit seiner heilenden Kraft zuwendet, dann immer so, dass er beides meint, unseren Leib und unsere Seele. Das Heil, das er uns schenkt, seine Heilung ist vollkommen und lässt nichts aus.

Darum lautet der Wochenspruch, der beim Propheten Jeremia im 17. Kapitel steht:

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Wochenspruch: 

Heile du mich, Herr, so werde ich heil. Hilf du mir, so ist mir geholfen. (Jer 17, 14)

Wochenlied: 

„Nun lasst uns Gott, dem Herren, Dank sagen und ihn ehren“  (EG 320)

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YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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Bach-Kantaten für den 19. Sonntag  nach  ”Trinitatis

BWV    5  –  „Wo soll ich fliehen hin“

BWV  48 –   „Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen“

BWV  56 –  „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ .

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach

BWV 48 „Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen“

Kantate zum 19. Sonntag nach Trinitatis für Alt, Tenor, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Bernhard Landauer, Altus;  Christoph Prégardien, Tenor;

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html .

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html .

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm: .

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 56 „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“

Thomas Quasthoff, Bass-Bariton
Albrecht Mayer, Oboe
Mitglieder des RIAS-Kammerchors
Berliner Barock Solisten

Leitung.: Rainer Kussmaul

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach: 

BWV 56 –  „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“

Christian Gerhaher (Bariton)
Heinz Holliger (Oboe)
Ensemble Soluzione
Camerata Bern 

Leitung: Heinz Holliger

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Neuer Sender..!!

SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

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Programm: 

http://www.sr-online.de/sr2/1356/

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Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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Für Klassik- und Jazzfreunde bietet SR 2 KulturRadio

ein Recherche-Werkzeug für Musikstücke an.

Bis zu drei Tage zurück reicht das neue Online-Archiv

der gespielten Titel bei SR 2 KulturRadio.

Außerdem ist die Musikliste bis zur aktuellen Stunde zu sehen.

Link: 

http://musikrecherche.sr-online.de/sr2/

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag, 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 96 „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“

Kantate am 19.Sonntag nach Trinitatis
(„Kreuzstab-Kantate“)

Peter Kooy, Bass
Chor und Orchester der Chapelle Royale, Paris

Leitung: Philippe Herreweghe

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr .

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html .

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html .

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 5 „Wo soll ich fliehen hin

Kantate  am 19. Sonntag nach Trinitatis

Susanne Rydén, Sopran
Pascal Bertin, Countertenor
Gerd Türk, Tenor
Peter Kooy, Bass
Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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mdr – figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/. .

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr – figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Johann Sebastian Bach:
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6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
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800 Jahre Thomana .
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06:30 Uhr Kantate
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Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 56 – „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:

BWV 5 „Wo soll ich fliehen hin?t“

Kantate zum 19. Sonntag nach Trinitatis

Joanne Lunn, Sopran; William Towers, Countertenor;

James Gilchrist, Tenor; Peter Harvey, Bass;

Monteverdi Choir;  English Baroque Soloists:

Leitung: John Eliot Gardiner

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Videos mit Bach-Kantaten zum 19. Sonntag nach Trinitatis
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/ YouTube: BWV 5 –   „Wo soll ich fliehen hin“  –  (Interpret: Harnoncourt)

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/ YouTube: BWV 48 –  „Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen“ –  (Interpret: Koopman)
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/ YouTube: BWV 56 –  „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ – (Interpret: Koopman)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach und aus der Bach-Familie vor..!!

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Wilhelm Friedemann Bach (1714 – 1784) – war der älteste Sohn von Johann Sebastian Bach.

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Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

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Wilhelm Friedemann Bach wechselte 1746-1770 nach Halle a.d. Saale zur Marktkirche Unserer Lieben Frauen. Sein Pflichtenkreis war  umfangreicher als in Dresden: zu hohen Festtagen und Sonntagen mußten die drei Hauptkirchen (Liebfrauen-, St. Ulrich-, St. Moritzkirche), an kleineren  Festtagen die Liebfrauenkirche mit Kantaten versehen werden. Ihm standen auch Stadtmusiker und ein Collegium Musicum zur Verfügung. Seine Stellung ähnelte  derjenigen seines Vaters in  Leipzig; auch den Titel „Director Musices“ führte er. Zu Pfingsten 1746 führte er seine erste Kantata „Wer mich  liebet“ auf. Ca. 20 Kantanten sind aus dieser Zeit erhalten. Wilhelm Friedemann Bach hatte dort ausgezeichnete Schüler  herangebildet. (Johann Samuel Petri,  Friedrich Wilhelm Rust). 1764 gab er sein Amt in Halle auf. Seither lebte er ohne feste Anstellung und versuchte, durch Konzerte, Unterricht und Kompositionen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 1770 zog er nach Braunschweig, im Frühjahr 1774 nach Berlin wo er dort am 1. Juli 1784 verstarb.

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Video Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

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Kantate: „Dies ist der Tag, da Jesu Leidenskraft“ F 85 

  1. Sinfonia: Allegro maestoso
  2. Sinfonia: Andante
  3. Sinfonia: Vivace
  4. Rezitativ: Dies ist der Tag
  5. Arie: Süßer Hauch von Gottes Throne
  6. Rezitativ: Ich folge dir
  7. Arie: Entzünde mich, du Kraft der größten Liebe!
  8. Chor: Heiliger Geist in Himmel Throne

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Hörproben beim Label:  j p c 

Künstler:

Schlick, Schubert, Schreckenberger, Jochens, Rheinische Kantorei,

Das Kleine Konzert, Hermann Max

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Viele seiner Werke galten lange als verschollen. Seit den 1990er-Jahren liegen zunehmend mehr Einspielungen vor. Der Harvard-Professor Christoph Wolff trug 1999 mit seiner Entdeckung umfangreicher bis dahin verschollener Bestände des Archivs der Singakademie Berlin in Kiew zu einer Erweiterung der Anzahl der bekannten Noten Bachs bei. Im Jubiläumsjahr 2010 veröffentlichte das Bach-Archiv Leipzig eine elfbändige Gesamtdokumentation mit Unterstützung des Packard Humanities Institute in Los Altos, Kalifornien. Im selben Jahr begann eine CD-Ausgabe der vollständigen Werke des Komponisten unter Verwendung des wiederentdeckten Materials aus dem Archiv.

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Info Web-Link: http://www.wfbach.de/

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CD’s – Bach-Kantaten 
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für den  19. Sonntag nach Trinitatis und für das Reformationsfest 
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Cover:  SDG 110 –  Vol. 10

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CD-Bestellung  – CDs „SDG 110 – Vol. 10″


Link:   CD  Bach-Kantaten – 

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Aufführungsorte: Kantaten für den 19. Sonntag nach Trinitatis

und das Reformationsfest“ 

Veranstaltungsorte:

CD 1 – Erlöserkirche, Potsdam am 20. Oktober 2000

CD 2 – Schlosskirche, Wittenberg am 31. Oktober 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte: Kantaten für den „19. Sonntag nach Trinitatis“

 
BWV  5 “Wo soll ich fliehen hin“ 
Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  1
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BWV 48 “Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  1

BWV 56 “Ich will den Kreuzstab gern tragen

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  1

BWV 90 “Es reißet euch ein schrecklich Ende“  – (Für den 25. Sonntag nach Trinitatis)
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Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  1
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CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für das „Reformationsfest“ 

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BWV  79  – „Gott der Herr ist Sonn und Schild“

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  2

BWV 80 – „Ein feste Burg ist unser Gott“

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  2

BWV 192 – „Nun danket alle Gott“   (Kantate für verschiedene Bestimmungen, wahrscheinlich für das Reformationsfest ?)

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 110 – Vol. 10 – CD  2

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.Kantaten für den 19. Sonntag nach Trinitatis 
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Thomaskirche, Leipzig am 22. Oktober 2000
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Kantaten-Beschreibung: BWV 90  Es reißet euch ein schrecklich Ende“ – (Für den 25. Sonntag nach Trinitatis)
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Da Ostern in diesem Jahr (2000) spät lag, wurden uns die Sonntage nach Trinitatis knapp, an denen wir Bachs Musik für den Rest des Kirchenjahres unterbringen konnten, und wir mussten sie entsprechend aufteilen.

Die wunderbar theatralische und knappe Kantate in d-moll BWV 90 „Es reißet euch ein schrecklich Ende“, für den fünfundzwanzigsten Sonntag nach Trinitatis bestimmt, lieferte einen starken Kontrast zu der Folge von drei Kantaten, die alle g-moll verwendeten und für den neunzehnten Sonntag nach Trinitatis komponiert waren. Ihr Thema, eschatologisch ausgerichtet, ist die Polarität zwischen dem ‚schrecklich’ Ende’, das alle Sünder beim Jüngsten Gericht erwartet und in den Tenor- und Bass-Arien anschaulich dargestellt wird, und dem wohltuenden Schutz, den Gott seinen Auserwählten gewährt und der in dem abschließenden Rezitativ und Choral geschildert wird. Die Kantate beginnt mit Gift und Galle, der Tenor/Prediger prophezeit dem ‚sündlichen Verächter’ sein Schicksal, in einer wutvoll rasenden Arie, die mit ihren Tiraden (Feuerwerke von vierzehn aufeinander folgenden Zweiunddreißigsteln), beschnittenen Phrasenenden, weiten Sprüngen durch den Tonraum und spannungsvollen Pausen mitten im Wort (‚schreck… lich’) ebenso brillant und dramatisch ist wie alles bei Händel.

Bach scheint in der Tat seine gesamte Generation italienischer Opernkomponisten ins Visier zu nehmen und sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Die unermüdliche Energie seines melodischen Erfindungsreichtums und rhythmischen Schwungs ist immer darauf ausgerichtet, den Text getreu umzusetzen, und das ist ihm hier auf ebenso unnachahmliche wie erregende Weise gelungen. In dieser Hinsicht ist nur Rameau, zwei oder mehr Jahrzehnte später, ein ernsthafte Konkurrent zu Bach. Die zweite (Bass-) Arie für Trompete in B und Streicher ist in gewisser Hinsicht sogar noch eindrucksvoller, ein gruseliges Portrait des ‚rächenden Richters’, der ‚im Eifer den Leuchter des Wortes auslöschet’. In militärischer Manier schreitet der gebieterische daktylische Rhythmus voran, der in dem Augenblick besonders bedrohlich wird, wenn die Trompete im Widerstreit mit dem Arpeggio der Violinen in A-dur auf ihren tiefen Ds verharrt.

Benommen von der Intensität dieser beiden Bilder kann man leicht übersehen, auf welch gelungene und intelligente Weise der Text der zwei Rezitative vertont ist – nötigenfalls ein Beweis dafür, dass Bach seit Monteverdi der beste Komponist von Seccorezitativen war – und welch eine erstaunliche Schönheit der abschließende Choral aufweist, eine Fassung des Vaterunsers in Versform. Er wirkt wie das Dankgebet einer Gemeinde, die mit einer riesigen Naturkatastrophe – einem Orkan oder Erdbeben – gestraft worden war, und selbst nach mehrmaligem Hören merkte ich, dass mich bei der Erwähnung des ‚sel’gen Stündeleins’, wenn die Gläubigen in Gottes Gegenwart geführt werden, das plötzliche Schlingern in die erniedrigte Tonika immer noch aufschrecken ließ. 

© John Eliot Gardiner 2005

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Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch
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Übersetzung: Gudrun Meier
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Die von Sir Gardiner erwähnte Kantate BWV 90 in seinem Reisetagebuch, stelle ich als Video mit ein.

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/ YouTube: BWV 90 –  „Es reißet euch ein schrecklich Ende“ – (Interpret: Rilling)

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“  ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum 19. Sonntag nach Trinitatis und das „Reformationsfest“

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Gardiner Reisetagebuch SDG 110  – zum Download als PDF 

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  Künstler-Beitrag:  Anne Schumann, Violine  – zum Download als PDF

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..Link:  >>  Klangquartier -Bilder & Töne  <<  – Wissenswertes vom Klangquartier Leipzig! –
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Bachfest Leipzig 2013 – „Vita Christi“
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vom 14.06.2013 – 23.06.2013
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Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen: Weihnachts-Oratorium, Johannespassion, Oster- und Himmelfahrts-Oratorium fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.
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Hermann Max  – („Auferstehung und Himmelfahrt“ mit der Rheinischen Kantorei  u.a. mit James Gilchrist – Tenor,
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am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr) – 
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werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis.
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Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen  von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe, BWV 232 mit den Thomaner und dem Freiburger-Barockorchester
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im Abschlusskonzert am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr in der Thomaskirche Leipzig.
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Die Thematik für das Bachfest 2013 wird Vita Christi sein.
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Die nachstehenden Termine..!!
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr
in der Thomaskirche die „Johannes-Passion“ aufführen.
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Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner
in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
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BWV 249 „Kommt eilet und laufet“ und
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BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen.“
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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:
Link: 
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Neu veröffentlichte Videos der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen stelle ich hier vor:
Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

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Sixth movement (corale) from cantata BWV 109 „Ich glaube, lieber Herr, hilf meinem Unglauben“

I have faith, O dear Lord, help my unbelieving) for the Twenty-first Sunday after Trinity, performed by the J. S. Bach Foundation of St Gallen under Rudolf Lutz.

Further information on the Bach Foundation at http://www.bachstiftung.ch. The DVD with the complete cantata, introductory workshop and reflection lecture (in German) is available at

Link:  http://www.bachstiftung.ch/en/shop/items/j-s-bach-kantate-bwv-109/

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Video YouTube BWV 109

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800 Jahre Thomanerchor – Singen für Gott und die Welt.
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Die Thomaner !
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„Einmal Thomaner, immer Thomaner“, sagen die Mitglieder des Chores, ganz gleich, ob sie es gerade sind oder einmal waren. Bis sie 18 sind, leben sie für die Musik: Proben, Singen in Kirchen und Konzertsälen, Reisen in die ganze Welt.
Dazu kommen Medienauftritte und CD-Aufnahmen. Dabei sind sie aber auch „ganz normale“ Schüler, Kinder, Jugendliche. Sie spielen Fußball, tummeln sich bei Facebook, verlieben sich. Sie leben im Internat, das bei ihnen „Alumnat“ heißt, so wie es schon die Thomaner vor 800 Jahren taten, als die Thomasschule als erste öffentliche Schule Deutschlands gegründet wurde. Leben, lernen und singen, das war und ist das Konzept, bis heute. Mit Johann Sebastian Bach ist der Thomanerchor nachhaltig in die Geschichte eingegangen. Noch immer singen die Thomaner jeden Freitag, Samstag und Sonntag Motetten und Kantaten. Viele davon stammen aus der Feder des einstigen Thomaskantors Bach.
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„Er ist mein persönlicher Lieblingskomponist, um das gleich klarzustellen“, sagt der zwölfjährige Paul Vogel. Er ist einer der drei Jungen, die im Mittelpunkt des Films zum Jubiläum des Chores stehen. Mit ihnen wird der Alltag der Thomaner erlebbar: ihr Leben im sogenannten „Kasten“, der eine Welt für sich ist und nun umgebaut wird, damit er den Bedürfnissen im Heute entspricht; die Probenarbeit mit Thomaskantor Georg Christoph Biller, dem der große Name seines Vorgängers Bach nicht immer nur Ansporn und Freude war; gemeinsame Mahlzeiten, Unterricht. Der Film blickt hinter die Kulissen des Thomanerchors und zeigt, dass die Jungs nicht nur die braven „Engelsgesichter“ in Matrosenanzug und mit Krawatte, sondern auch laut, frech und fröhlich sind, dass sie gläubig sind oder auch nicht und wie alle Jugendlichen ihren persönlichen Weg suchen.
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Der Film ist eine Entdeckungsreise in Vergangenheit, Gegenwart und in eine mögliche Zukunft des Chores, der sich den Veränderungen der Zeit anpassen muss, dabei aber seine 800-jährige Tradition und die hohe Qualität des Musizierens bewahren will.
(MDR 2012.03.25)
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Video „800 Jahre Thomaner“
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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag!“
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Herzliche Grüße
Volker
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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „18. Sonntag nach Trinitatis“


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Die neue Woehl-Bach-Orgel in der Thomaskirche Leipzig geweiht in 2000

Die neue Woehl-Bach-Orgel in der Thomaskirche Leipzig geweiht in 200

Die WoehlBach-Orgel in der Thomaskirche in Leipig.

Die Scheibe-Orgel der zerstörten Pauliner- und Universitätskirche Leipzig wurde von J.S.Bach getestet und bekam das Gütesiegel des Thomaskantors. Auf ihr wurde optisch das Orgelprospekt fussend – die neue Woehl-Orgel der Thomaskirche nachgebaut. Eine Vorgabe für den Neubau war die von Bach bekannte Sterzing-Orgel aus der Georgenkirche in Eisenach, dass Bachs Toccaten, Präludien, Fugen, Choralvorspiele und Trios in möglichst authentischer Gestalt erklingen können und nach den Prinzipien des mitteldeutschen Orgelbaus im 18. Jahrhundert erbaut wird.

Historisches zur ehemaligen Sterzing-Orgel in der Georgen Kirche in Eisenach:

Auf Betreiben Johann Christoph Bachs kam es nach 1696 zu einem Neubau durch den aus Ohrdruf stammenden Orgelbauer Georg Christoph Sterzing. Das Ringen um den Bau und die Disposition dieser Orgel hat möglicherweise das Wissen des jungen Johann Sebastian Bach um das Wesen der Orgel sowie sein Klangideal wesentlich beeinflusst. Die 1707 fertiggestellte Sterzing-Orgel hatte 58 Stimmen.

Wie alle Leipziger-Orgeln der Bach-Zeit ist die neue Orgel im Chorton gestimmt. (465 Hz.) Als eine Besonderheit besitzt sie eine Kammerkoppel, die das ganze Werk um zwei Halbtöne nach unten transponiert.Die tiefe Kammertonstimmung (415 Hz) ermöglicht das Zusammenspiel mit barocken Streich- und Blasinstrumenten. Die Bauausführung der neuen Bachorgel lag in den Händen von der Orgelwerkstatt Gerald Woehl aus Marburg.

Zur adäquaten Wiedergabe Bach’scher Orgelwerke bedarf es in besonderer Weise der vielfältigen Einzelklangfarben, einer sensiblen, alles übermittelnden Spieltraktur und eines immer richtig reagierenden Orgelwindes. Erst durch das musikalische Ineinandergreifen dieser drei Bereiche kann Bach’sche Orgelmusik ihren vollendeten Ausdruck finden – die innige Zwiesprache zwischen der Seele und dem Geistigen. Das im Chorton gestimmte Instrument kann Bachs Orgelmusik in ihrer ganzen Monumentalität und Klangpracht erlebbar machen.

Die Bach-Orgel kann aber je nach Anforderung, zum Beispiel bei Aufführungen von Kantaten, vollständig mit ihrem ganzen Registerfundus von der Farbigkeit eines Kantatenorchesters einen ganzen Ton tiefer im Kammerton gespielt werden. Für die zukünftige Musik in der Thomaskirche werden so Möglichkeiten geschaffen, die einzigartig in der Welt sind.

(Textauszüge: Woehl-Orgelbau)

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Video von der neuen Woehl-Bach-Orgel in der Thomaskirche Leipzig

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 07.10.2012 begehen wir den 18. Sonntag nach Trinitatis

Der 18. Sonntag nach Trinitatis ist bestimmt vom Evangelium über das „höchste Gebot“, das sowohl von der Gottesliebe als auch der Nächstenliebe redet. Dies gibt uns erneut Gelegenheit, über das Verhältnis der Christen zum jüdischen Volk nachzudenken, denn dieses höchste Gebot stammt in seiner zweifachen Ausrichtung vollständig aus der jüdischen Tradition. Allerdings haben die anderen Texte nicht immer das „höchste Gebot“ im Sinn, sondern reden auch von der Nachfolge im Allgemeinen. Der alttestamentliche Text ist die Perikope mit den „10 Geboten“ Am 18. Sonntag nach Trinitatis hören wir die Antwort Jesu auf die Frage, was das höchste Gebot sei, als das Gebot, nach dem wir unser Leben ausrichten sollen. Es ist nicht leicht, diesem Gebot in jeder Situation zu folgen, und wir erfahren oft, dass wir an Gott und unserem Nächsten schuldig werden. Um so wichtiger ist für uns, dass einer dieses Gebot vollständig erfüllt hat: Jesus Christus.

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Wochenspruch: 

Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (1. Joh 5, 4c)

Wochenlied: 

„Herzlich lieb hab ich dich, o Herr“  (EG 397)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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Bach-Kantaten für den 18. Sonntag  nach  ”Trinitatis

BWV    96  –  „Herr Christ, der einge Gottessohn“

BWV  169 –   „Gott soll allein mein Herze haben“

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ .

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach

BWV 169 „Gott soll allein mein Herze haben“

Kantate zum 18. Sonntag nach Trinitatis

für Alt, obligate Orgel, 3 Oboen, Streicher und Basso continuo;

Bernarda Fink, Mezzosopran;

Freiburger Barockorchester,

Leitung: Petra Müllejans

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html .

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html .

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm: .

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 169 „Gott soll allein mein Herze haben“

Marianne Beate Kielland, Alt

Bach Vocalensemble Köln / Kölner Kammerorchester

Leitung.: Helmut Müller-Brühl

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach: 

BWV 96 –  „Herr Christ, der einge Gottessohn“

Edith Mathis (Sopran)
Trudeliese Schmidt (Alt)
Peter Schreier (Tenor)
Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton)

Münchener Bach-Chor und Orchester

Leitung: Karl Richter

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Neuer Sender..!!

SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

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Programm: 

http://www.sr-online.de/sr2/1356/

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Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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Für Klassik- und Jazzfreunde bietet SR 2 KulturRadio

ein Recherche-Werkzeug für Musikstücke an.

Bis zu drei Tage zurück reicht das neue Online-Archiv

der gespielten Titel bei SR 2 KulturRadio.

Außerdem ist die Musikliste bis zur aktuellen Stunde zu sehen.

Link: 

http://musikrecherche.sr-online.de/sr2/

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag, 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 96 „Herr Christ, der einge Gottessohn“

Kantate am 18. Sonntag nach Trinitatis,

Deborah York, Sopran
Franziska Gottwald, Alt
Paul Agnew, Tenor
Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra

Leitung: Ton Koopman

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr .

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html .

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html .

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen

Der Sopranistin Adele Stolte zum 80. Geburtstag am 12. Oktober

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mdr – figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/. .

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr – figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Johann Sebastian Bach:
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6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
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800 Jahre Thomana .
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06:30 Uhr Kantate
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Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 47 – „Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden“

Adele Stolte, Sopran; Günther Leib, Bariton

Thomanerchor Leipzig,

Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Kurt Thomas 

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:

BWV 117 „Sei Lob und Ehr‘ dem höchsten Gut“

Kantate zum Erntedank,

Mechthild Georg, Alt; Adalbert Kraus, Tenor;

Andreas Schmidt, Bass; Gächinger Kantorei Stuttgart;

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

Leitung: Helmuth Rilling

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Videos mit Bach-Kantaten zum 18. Sonntag nach Trinitatis
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/ YouTube: BWV 96 –   „Herr Christ, der einge Gottessohn“  –  (Interpret: Harnoncourt)

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/ YouTube: BWV 169 –  „Gott soll allein mein Herze haben“ –  (Interpret: Harnoncourt)
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Kantate BWV 117  für verschiedenen Bestimmungen evtl. u.a. zum Erntedankfest:

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/ YouTube: BWV 117 –  „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut“ – (Interpret: Leonhardt)

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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach und aus der Bach-Familie vor..!!

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Wilhelm Friedemann Bach (1714 – 1784) – war der älteste Sohn von Johann Sebastian Bach.

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Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

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Wilhelm Friedemann Bach wechselte 1746-1770 nach Halle a.d. Saale zur Marktkirche Unserer Lieben Frauen. Sein Pflichtenkreis war  umfangreicher als in Dresden: zu hohen Festtagen und Sonntagen mußten die drei Hauptkirchen (Liebfrauen-, St. Ulrich-, St. Moritzkirche), an kleineren  Festtagen die Liebfrauenkirche mit Kantaten versehen werden. Ihm standen auch Stadtmusiker und ein Collegium Musicum zur Verfügung. Seine Stellung ähnelte  derjenigen seines Vaters in  Leipzig; auch den Titel „Director Musices“ führte er. Zu Pfingsten 1746 führte er seine erste Kantata „Wer mich  liebet“ auf. Ca. 20 Kantanten sind aus dieser Zeit erhalten. Wilhelm Friedemann Bach hatte dort ausgezeichnete Schüler  herangebildet. (Johann Samuel Petri,  Friedrich Wilhelm Rust). 1764 gab er sein Amt in Halle auf. Seither lebte er ohne feste Anstellung und versuchte, durch Konzerte, Unterricht und Kompositionen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 1770 zog er nach Braunschweig, im Frühjahr 1774 nach Berlin wo er dort am 1. Juli 1784 verstarb.

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Video-Trailer W.F. Bach-Cantatas:

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Die DVD mit den Vokal-Werken von Wilhelm Friedemann Bach ist bei Amazon erschienen..!!

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Link:

hier   – >>> k l i c k e n <<<

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Viele seiner Werke galten lange als verschollen. Seit den 1990er-Jahren liegen zunehmend mehr Einspielungen vor. Der Harvard-Professor Christoph Wolff trug 1999 mit seiner Entdeckung umfangreicher bis dahin verschollener Bestände des Archivs der Singakademie Berlin in Kiew zu einer Erweiterung der Anzahl der bekannten Noten Bachs bei. Im Jubiläumsjahr 2010 veröffentlichte das Bach-Archiv Leipzig eine elfbändige Gesamtdokumentation mit Unterstützung des Packard Humanities Institute in Los Altos, Kalifornien. Im selben Jahr begann eine CD-Ausgabe der vollständigen Werke des Komponisten unter Verwendung des wiederentdeckten Materials aus dem Archiv.

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Info Web-Link: http://www.wfbach.de/

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CD’s – Bach-Kantaten 
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für den  17. Sonntag und 18. Sonntag nach Trinitatis
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Cover:  SDG 159 –  Vol. 9

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CD-Bestellung 


Link:   CD  Bach-Kantaten – 

SDG 159 – Vol. 9

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Aufführungsorte: Kantaten für den 17. und 18. Sonntag nach Trinitatis“ 

CD 1 – Allhelgonakyrkan, Lund am 14. Oktober 2000

CD 2 – Thomaskirche, Leipzig am 22. Oktober 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte: Kantaten für den „17. Sonntag nach Trinitatis“

 
BWV  47  “Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedrigt werden“ 
Gardiner Pilgrimage CD – SDG 159 – Vol.  9 – CD  1

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BWV 114 “Ach, lieben Christen, seid getrost

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 159 – Vol.  9 – CD  1

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BWV 148 “Bringet dem Herrn Ehre seines Namens

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 159–  Vol. 9 – CD 1

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BWV 226 Motette “Der Geist hilft unser Schwachheit auf
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Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 159–  Vol. 9 – CD 1
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CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für den „18. Sonntag nach Trinitatis“ 

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BWV  96  – „Herr Christ, der ein’ge Gottessohn“

Gardiner Pilgrimage CD 159 Vol. 9  – CD 2

BWV 116 – „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“

Gardiner Pilgrimage CD 159 Vol. 9 – CD 2

BWV 169 – „Gott soll allein mein Herze haben“

Gardiner Pilgrimage CD 159 Vol. 9 – CD 2

BWV 668 – „Vor deinen Thron tret ich hiermit“

Gardiner Pilgrimage CD 159 Vol. 9 – CD 2

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.Kantaten für den 18. Sonntag nach Trinitatis 
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Thomaskirche, Leipzig am 22. Oktober 2000
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Kantaten-Beschreibung: BWV 169  Gott soll allein mein Herze haben
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Dann folgte BWV 169 „Gott soll allein mein Herze haben“,
die letzte und, meiner Meinung nach, in sich stimmigste und schönste Arie von Bachs Kantaten für Alt solo. Wie BWV 35, sechs Wochen zuvor aufgeführt, enthält sie Sätze aus einem früheren Instrumentalkonzert, das für obligate Orgel eingerichtet wurde. Hier sind es das Präludium und die zweite Arie (Nr. 5), die ihren Ursprung in dem verloren gegangenen Werk hatten, das möglicherweise für Oboe, Flöte oder Oboe d’amore bestimmt war und das Bach später zu dem bekannten Cembalokonzert E-dur, BWV 1053 umarbeitete. (Es kann auch als echtes Orgelkonzert, das Bach für die Einweihung der neuen Silbermannorgel 1725 in der Dresdener Sophienkirche geschrieben hatte und bei dieser Gelegenheit selbst spielte, wieder aufgetaucht sein.) Die umfangreiche Sinfonia, die das Werk einleitet und drei neue, teilweise unabhängige Stimmen für Oboen enthält, gibt der Kantate zusätzliches Gewicht. Der Satz für obligate Orgel ist hier sehr viel sicherer und überzeugender als zum Beispiel in Vergnügte Ruh BWV 170. Bach-Forscher haben sich bisher noch nicht mit der Frage befasst, ob Bach für die sechs Kantaten für Solostimme, die er im Vorfeld des Advents 1726 komponierte, die Libretti selbst unter dem Aspekt ausgesucht hat, ob sie sich für eine vokalsolistische Verarbeitung eignen, in welchem Maß er in ihren Aufbau eingegriffen haben könnte oder ob ihm die Texte von den Geistlichen vorgeschrieben wurden und ihm, da sie die Frömmigkeit des einzelnen Menschen behandeln, keine andere Wahl ließen, als sie als Solowerke zu verarbeiten.
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In seiner andächtigen Klarheit und äußeren Schlichtheit dürfte das erste vokale Arioso auch den im armseligsten Büßerhemd wandelnden Pietisten in Leipzig zugesagt haben. Es beginnt mit einem Motto im Basso continuo, das dann zur Altstimme weitergereicht wird und sich wie ein Rondomotiv verhält, indem es den unterschwelligen Bezug des anonymen Librettos auf das Sonntagsevangelium umrahmt, das Gottes Liebe zum Thema hat, und in freier Umkehrung am Anfang der ersten Arie (Nr. 3) erscheint, während das verzierte Orgelobligato im Menuettrhythmus fortfährt und vorwiegend diatonisch bleibt. Eine enge Zusammenarbeit Bachs mit seinem Librettisten bei der Formulierung dieses Mottos, so meint Dürr, sei die Voraussetzung gewesen, um eine übergreifende Einheit zu schaffen, die von einem einzelnen rhetorisch abgeleiteten Gedanken (propositio) herrührt, der einen implizierten Dialog zwischen dieser Figur – dem wiederholten Textabschnitt ‚Gott soll allein mein Herze haben’ – und ihrer Ausdeutung (confirmatio) erlaube, die sie im Rezitativ erfährt. Es ist ein hervorragendes Beispiel für Bachs Geschick, den Ermahnungen zeitgenössischer Musiktheoretiker nachzukommen – so Mauritius Vogt, der dafür plädierte, den ‚Text an sich zu reißen’ (1719), damit ein textbezogener musikalischer Ausdruck erreicht werden könne, der laut Johann David Heinichen (1711) das ‚wahre Ziel der Musik’ sei. Die sanfte Stimmung beharrlicher Frömmigkeit, die auf der Beachtung des doppelten Gebotes Christi basiert, steht in äußersten Gegensatz zu der Strenge und unvergesslichen Eindringlichkeit, mit der Bach diese Gebote drei Jahre früher in Du sollt Gott, deinen Herren, lieben BWV 77 verkündet hatte.

Außerordentlich eindrucksvoll ist auch, wie Bach dem bereits vorhandenen Siciliano für Streicher (Nr. 5), dem langsamen Satz seines früheren Konzertes für Oboe oder Orgel oder Cembalo, eine völlig neue Gesangslinie hinzufügt. Mit ihrem Thema des Abschieds vom weltlichen Leben, ihrem unregelmäßigen Satzrhythmus und Reimschema gibt sie David Schulenbergs Behauptung Gewicht, der Text müsse zur Verwendung in dem vorhandenen Contrafactum eigens geschrieben oder zumindest adaptiert worden sein. Sie ist ebenso kunstfertig gestaltet und mit jeder Note ebenso gelungen wie in seinem Cembalokonzert in Wir müssen durch viel Trübsal BWV 146, dessen Grundstock er um vier neue Gesangslinien erweitert hat. Dieser ausgedehnten Zurückweisung weltlicher Versuchungen zugunsten der Liebe Gottes folgt im Rezitativ (Nr. 6) eine kurze Erinnerung an das zweite Gebot (‚Doch meint es auch dabei mit eurem Nächsten treu’), das gewissermaßen als nachträgliche Betrachtung eingeschoben ist und als Präludium dient zu einem Gebet der Gemeinde, der dritten Strophe von Luthers Choral ‚Nun bitten wir den Heiligen Geist’ (1524). 

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Zu Bachs Zeit bestimmte der lutherische Kirchenkalender mit den beiden großen Festen Ostern (beweglich) und Weihnachten (unbeweglich) über Anlage und Inhalt der Kantatensammlungen. Die Trinitatiszeit musste deutlich vier Wochen vor Weihnachten enden, so dass in einem Jahr wie 1724, als Ostern spät fiel, von den siebenundzwanzig möglichen Sonntagen nach Trinitatis vor Beginn des Tempus clausum, der ‚geschlossenen Zeit’ zwischen dem ersten Adventssonntag und Heiligabend, in der keine Kantaten oder Konzerte aufgeführt werden durften, nur fünfundzwanzig Sonntage übrig blieben.

Das bedeutete im Jahr 2000, dass wir die Kantaten, die von Bach für das Ende der Trinitatiszeit erhalten sind, irgendwo in unseren früheren Programmen unterbringen mussten.

So ergab sich bei unserem Konzert in Leipzig die Möglichkeit, die herrliche Choralkantate:

BWV 116 „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“

einzufügen, die am 26. November 1724 als letzte Kantate der Trinitatiszeit in Bachs zweitem Jahrgang aufgeführt worden war………………

(weitere Angaben dazu in Gardiners – Reisetagebuch)

© John Eliot Gardiner 2009

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Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch
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Übersetzung: Gudrun Meier
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Video vom BWV 116 „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“
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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“  ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum „17. und 18. Sonntag nach Trinitatis“

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Gardiner Reisetagebuch SDG 159  – zum Download als PDF 

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  Künstler-Beitrag:  Katharine Fuge, Sopran  – zum Download

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..Link:  >> Filme-Klangquartier <<  – Wissenswertes vom Klangquartier Leipzig! –
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Bachfest Leipzig 2013 – „Vita Christi“
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vom 14.06.2013 – 23.06.2013
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Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen: Weihnachts-Oratorium, Johannespassion, Oster- und Himmelfahrts-Oratorium fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.
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Hermann Max  – („Auferstehung und Himmelfahrt“ mit der Rheinischen Kantorei  u.a. mit James Gilchrist – Tenor,
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am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr) – 
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werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis.
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Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen  von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe, BWV 232 mit den Thomaner und dem Freiburger-Barockorchester
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im Abschlusskonzert am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr in der Thomaskirche Leipzig.
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Die Thematik für das Bachfest 2013 wird Vita Christi sein.
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Die nachstehenden Termine..!!
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr
in der Thomaskirche die „Johannes-Passion“ aufführen.
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Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner
in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
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BWV 249 „Kommt eilet und laufet“ und
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BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen.“
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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:
Link: 
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Am Sonntag, 02.9.2012 sendete das Schweizer Fernsehen (SF1)  die folgende Sendung:
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„Sternstunde Religion Mit Bach von Leipzig bis Trogen – Unterwegs mit Rudolf Lutz“
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Eine Reportage von Judith Hardegger und Christian Walther
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Wenn Rudolf Lutz Bach spielt, Bach dirigiert oder Bach erklärt, ist er in seinem Element. Der Schweizer Organist, Cembalist, Dirigent und Komponist ist der künstlerische Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen und damit die Schlüsselfigur eines gigantischen Musikprojekts. Im appenzellischen Trogen bringt er seit fünf Jahren jeden Monat mit hochkarätigen jungen Musikern eine Bachkantate zur Aufführung.

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Die geplante Gesamtaufführung des Vokalwerks von Johann Sebastian Bach wird noch weitere 20 Jahre in Anspruch nehmen. Was macht für Rudolf Lutz die Faszination von Bachs Musik aus? Wie vermittelt er sie? Und was verbindet ihn mit Bach als Person? Judith Hardegger und Christian Walther blicken in ihrem Filmbeitrag hinter die Kulissen und begleitet den Barockspezialisten und Ausnahmekünstler an verschiedene Orte seiner Tätigkeit: zu den Proben und Kantatenaufführung in Trogen, an die Hochschule für Alte Musik Basel, wo er Improvisation unterrichtet, und dorthin, wo J.S. Bach lange Zeit gewirkt hat: in die Leipziger Thomaskirche.
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Diese Sendung ist in der Mediathek von SF1 (Schweiz) im Internet weiterhin unbegrenzt aufrufbar.
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Link für das Internet – Fernsehen:
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800 Jahre Thomanerchor – Singen für Gott und die Welt.
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Die Thomaner !
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„Einmal Thomaner, immer Thomaner“, sagen die Mitglieder des Chores, ganz gleich, ob sie es gerade sind oder einmal waren. Bis sie 18 sind, leben sie für die Musik: Proben, Singen in Kirchen und Konzertsälen, Reisen in die ganze Welt.
Dazu kommen Medienauftritte und CD-Aufnahmen. Dabei sind sie aber auch „ganz normale“ Schüler, Kinder, Jugendliche. Sie spielen Fußball, tummeln sich bei Facebook, verlieben sich. Sie leben im Internat, das bei ihnen „Alumnat“ heißt, so wie es schon die Thomaner vor 800 Jahren taten, als die Thomasschule als erste öffentliche Schule Deutschlands gegründet wurde. Leben, lernen und singen, das war und ist das Konzept, bis heute. Mit Johann Sebastian Bach ist der Thomanerchor nachhaltig in die Geschichte eingegangen. Noch immer singen die Thomaner jeden Freitag, Samstag und Sonntag Motetten und Kantaten. Viele davon stammen aus der Feder des einstigen Thomaskantors Bach.
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„Er ist mein persönlicher Lieblingskomponist, um das gleich klarzustellen“, sagt der zwölfjährige Paul Vogel. Er ist einer der drei Jungen, die im Mittelpunkt des Films zum Jubiläum des Chores stehen. Mit ihnen wird der Alltag der Thomaner erlebbar: ihr Leben im sogenannten „Kasten“, der eine Welt für sich ist und nun umgebaut wird, damit er den Bedürfnissen im Heute entspricht; die Probenarbeit mit Thomaskantor Georg Christoph Biller, dem der große Name seines Vorgängers Bach nicht immer nur Ansporn und Freude war; gemeinsame Mahlzeiten, Unterricht. Der Film blickt hinter die Kulissen des Thomanerchors und zeigt, dass die Jungs nicht nur die braven „Engelsgesichter“ in Matrosenanzug und mit Krawatte, sondern auch laut, frech und fröhlich sind, dass sie gläubig sind oder auch nicht und wie alle Jugendlichen ihren persönlichen Weg suchen.
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Der Film ist eine Entdeckungsreise in Vergangenheit, Gegenwart und in eine mögliche Zukunft des Chores, der sich den Veränderungen der Zeit anpassen muss, dabei aber seine 800-jährige Tradition und die hohe Qualität des Musizierens bewahren will.
(MDR 2012.03.25)
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Video „800 Jahre Thomaner“
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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag!“
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Herzliche Grüße
Volker
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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „17. Sonntag nach Trinitatis“


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Hildebrand-Orgel in Störmthal Orgelabnahme am 2. November 1723 durch J.S.Bach

Hildebrandt-Orgel in Störmthal Orgelabnahme am 2. November 1723 durch J.S.Bach

Ev. lutherische Kirche Störmthal bei Leipzig – Hildebrandt-Orgel

Erbaut 1723, Zacharias Hildebrandt
Restauriert 2008, Hermann Eule Orgelbau

Die Zacharias-Hildebrandt-Orgel

Die Orgel zu Störmthal ist die zweite von insgesamt siebzehn Orgeln, die Hildebrandt gebaut hat. Mit ihr gelang ihm ein Meisterwerk, das von keinem geringeren als Johann Sebastian Bach geprüft und über die Maßen gelobt worden ist. Im Störmthaler Kirchenrechnungsbuch von 1723 ist vermerkt, dass die Orgel „am 2. Novembris, 1723, von dem berühmten
Fürstlich Anhaltinischen-Cöthenischen Capellmeister und Directore Music: auch Cantore zu Leipzig Herr Johann Sebastian Bach, übernommen, examinieret, probieret, auch vor tüchtig und beständig erkannt, und gerühmet worden“ ist.

J.S. Bach führte damals „bei öffentlichen Gottesdienste und Einweyhung besagter Orgel“ seine Kantate „Höchsterwünschtes Freudenfest“ BWV 194 auf.

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Die Störmthaler Hildebrandt-Orgel zählt zu den wertvollsten Orgeln Sachsens. Dies verdankt sie nicht nur dem Umstand, dass sie von Bach geprüft und eingeweiht wurde, sondern dass sie weitestgehend im Originalzustand erhalten ist wie keine andere Hildebrandt-Orgel.

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Video mit der Hildebrandt-Orgel nach der Restaurierung

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Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 30.09.2012 begehen wir den 17. Sonntag nach Trinitatis(Erntedankfest)

Der 17. Sonntag nach Trinitatis befasst sich mit dem Glauben, wobei der bedingungslose Glaube, der dann auch zum „Erfolg“ führt, im Vordergrund steht. Es werden also Geschichten aus den Evangelien erzählt, in denen der Glaube des einzelnen zu einem Wunder geführt hat. Die alttestamentlichen Texte hingegen reden von nicht so sehr vom Glauben, als vielmehr von Gottes Wirken im Leben des Volkes Israel und in Jakobs Leben. Die Episteltexte wiederum reden über den Glauben und stellen dar, wie es zum Glauben kommt bzw. wie der Glaube eine vereinende Funktion wahrnimmt. Am 17. Sonntag nach Trinitatis hören wir die Geschichte von der kanaanäischen Frau, deren Glaube Jesus zu Handeln bewegt, obgleich sie nicht zu den Schafen Israels gehört. Solcher Glaube macht uns gewiß, dass Jesus auch in unserem Leben grundlegende Veränderungen bewirkt, so dass wir dankbar seinen Namen verkündigen.

Wochenspruch: 

Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. (1. Joh 5, 4c)

Wochenlied: 

„Such, wer da will, ein ander Ziel“ (EG 346)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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Der Erntedanktag

im Herbst — traditionell am Sonntag nach Michaelis (29. September) oder am ersten Sonntag im Oktober begangen — ist einer der wenigen Anlässe, bei denen das Naturjahr unmittelbar in das Kirchenjahr hineinreicht. Die reformatorischen Kirchenordnungen hatten zunächst unterschiedliche Bestimmungen hinsichtlich des Termins getroffen: Manche verbanden den Dank für die Ernte mit Michaelis, andere legten ihn auf den Bartholomäustag (24. August), auf den Sonntag nach Ägidii (1. September) oder nach Martini (11. November). In manchen regionalen Bräuchen wirken diese älteren Termine noch nach.

Ein Video zum Erntedankfest:

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„Wir pflügen und wir streuen“ (EG 508)

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben und VELKD)

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Bach-Kantaten für den 17. Sonntag  nach  ”Trinitatis

BWV    47  –  „Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden“

BWV  114 –  „Ach, lieben Christen seid getrost“

BWV  148 – „Bringet dem Herrn Ehre seines Namens“

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ .

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach

BWV 114 „Ach, lieben Christen, seid getrost“

Kantate zum 17. Sonntag nach Trinitatis

für Soli, Chor, Bläser, Streicher und Basso continuo;

Katharine Fuge, Sopran
Robin Tyson, Countertenor
Mark Padmore, Tenor
Thomas Guthrie, Bass

Monteverdi Chor
Englische Barocksolisten

Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html .

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html .

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm: .

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 19 „Es erhub sich ein Streit“

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Edith Mathis, Sopran / Cornelia Kallisch, Alt
Hans Peter Blochwitz, Tenor
Thomas Quasthoff, Bass /

Windsbacher Knabenchor / Münchner Bachsolisten

Leitung.: Karl-Friedrich Beringer

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach: 

BWV ? „Ich danke dir, Gott“

(Musik by the Bach Family)

Maria Zedelius (Sopran) Ulla Groenewold (Alt)
David Cordier (Countertenor)
Paul Elliott (Tenor)
Michael Schopper (Bass)
Rheinische Kantorei
Musica antiqua Köln

Leitung: Reinhard Goebel

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Neuer Sender..!!

SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

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Programm: 

http://www.sr-online.de/sr2/1356/

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Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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Für Klassik- und Jazzfreunde bietet SR 2 KulturRadio

ein Recherche-Werkzeug für Musikstücke an.

Bis zu drei Tage zurück reicht das neue Online-Archiv

der gespielten Titel bei SR 2 KulturRadio.

Außerdem ist die Musikliste bis zur aktuellen Stunde zu sehen.

Link: 

http://musikrecherche.sr-online.de/sr2/

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag, 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 47 „Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden“
Kantate am 17. Sonntag nach Trinitatis

Christina Maria Rembeck, Sopran
Leandro Marziotte, Countertenor
Philippe Froeliger, Tenor
Marcus Niedermeyr, Bass

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Le Parlement de Musique
Leitung: Martin Gester

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr .

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html .

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html .

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 114 „Ach, lieben Christen, seid getrost
Kantate am 17. Sonntag nach Trinitatis

Sebastian Hennig, Sopran
René Jacobs, Altus
Kurt Equiluz, Tenor
Max van Egmond, Bass

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Knabenchor Hannover
Collegium Vocale Gent
Leonhardt Consort Amsterdam
Leitung: Gustav Leonhardt

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mdr – figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/. .

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr – figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Johann Sebastian Bach:
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6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
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800 Jahre Thomana .
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06:30 Uhr Kantate
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Kantate

Johann Schelle:

„Lobe den Herrn“

Geistliches Konzert

Leipziger Concert,

Thomanerchor  Leipzig,

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:

BWV 114 „Ach, lieben Christen, seid getrost“

Kantate zum 17. Sonntag nach Trinitatis,

Gabriele Schnaut, Sopran; Julia Hamari, Alt;

Kurt Equiluz, Tenor; Wolfgang Schöne, Bass;

Frankfurter Kantorei;

Gächinger Kantorei;

Bach-Collegium Stuttgart:

Leitung: Helmuth Rilling

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Videos mit Bach-Kantaten zum 17. Sonntag nach Trinitatis
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/ YouTube: BWV 47 –   „Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden“ –  (Interpret: Harnoncourt)

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/ YouTube: BWV 114 – „Ach, lieben Christen seid getrost“ –  (Interpret: Leusink)
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/ YouTube: BWV 148 –  „Bringet dem Herrn Ehre seines Namens“ –  (Interpret: SDG)
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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Werke

von J.S. Bach und aus der Bach-Familie vor..!!

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Wilhelm Friedemann Bach (1714 – 1784) – war der älteste Sohn von Johann Sebastian Bach.

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Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Wilhelm Friedemann Bach (1710-1784)

Pfingst-Kantate: „Dies ist der Tag“

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Wilhelm Friedemann Bach wechselte 1746-1770 nach Halle a.d. Saale zur Marktkirche Unserer Lieben Frauen. Sein Pflichtenkreis war  umfangreicher als in Dresden: zu hohen Festtagen und Sonntagen mußten die drei Hauptkirchen (Liebfrauen-, St. Ulrich-, St. Moritzkirche), an kleineren  Festtagen die Liebfrauenkirche mit Kantaten versehen werden. Ihm standen auch Stadtmusiker und ein Collegium Musicum zur Verfügung. Seine Stellung ähnelte  derjenigen seines Vaters in  Leipzig; auch den Titel „Director Musices“ führte er. Zu Pfingsten 1746 führte er seine erste Kantata „Wer mich  liebet“ auf. Ca. 20 Kantanten sind aus dieser Zeit erhalten. Wilhelm Friedemann Bach hatte dort ausgezeichnete Schüler  herangebildet. (Johann Samuel Petri,  Friedrich Wilhelm Rust). 1764 gab er sein Amt in Halle auf. Seither lebte er ohne feste Anstellung und versuchte, durch Konzerte, Unterricht und Kompositionen seinen Lebensunterhalt zu verdienen. 1770 zog er nach Braunschweig, im Frühjahr 1774 nach Berlin wo er dort am 1. Juli 1784 verstarb.

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Nähere Angaben zur Pfingst-Kantate:

Vertonung der Bibelstelle: Psalm 118, Vers 24 –

„Dies ist der Tag, den der Herr macht; laßt uns freuen und fröhlich drinnen sein!“

Vokalwerke seiner Wirkungszeit als Organist und Musikdirektor der Hallenser Marktkirche (1746–1764) zeichnen sich durch ihre expressive Kühnheit und Virtuosität aus. Der Kantate vorangestellt ist eine ebenfalls aus Bachs Hallenser Zeit stammende dreisätzige Sinfonia, die mit ihren 2 Oboen und Hörnern bestens geeignet ist, in die festliche Pfingstkantate einzustimmen. Auch als eigenes Orchesterstück ist die Sinfonia ein attraktiver Programmpunkt.

Besetzung: Soli SATB, Coro SATB, 2 Fl, 2 Ob, Fg, 2 Cor, 2 Vl, Va, Bc

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Viele seiner Werke galten lange als verschollen. Seit den 1990er-Jahren liegen zunehmend mehr Einspielungen vor. Der Harvard-Professor Christoph Wolff trug 1999 mit seiner Entdeckung umfangreicher bis dahin verschollener Bestände des Archivs der Singakademie Berlin in Kiew zu einer Erweiterung der Anzahl der bekannten Noten Bachs bei. Im Jubiläumsjahr 2010 veröffentlichte das Bach-Archiv Leipzig eine elfbändige Gesamtdokumentation mit Unterstützung des Packard Humanities Institute in Los Altos, Kalifornien. Im selben Jahr begann eine CD-Ausgabe der vollständigen Werke des Komponisten unter Verwendung des wiederentdeckten Materials aus dem Archiv.

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Info Web-Link: http://www.wfbach.de/

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Zum Kantaten-Video:

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CD’s – Bach-Kantaten 
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für den  17. Sonntag und 18. Sonntag nach Trinitatis
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Cover:  SDG 159 –  Vol. 9

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CD-Bestellung 


Link:   CD  Bach-Kantaten – 

SDG 159 – Vol. 9

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Aufführungsorte: Kantaten für den 17. und 18. Sonntag nach Trinitatis“ 

CD 1 – Allhelgonakyrkan, Lund am 14. Oktober 2000

CD 2 – Thomaskirche, Leipzig am 22. Oktober 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte: Kantaten für den „17. Sonntag nach Trinitatis“

 
BWV  47  “Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedrigt werden“ 
Gardiner Pilgrimage CD – SDG 159 – Vol.  9 – CD  1

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BWV 114 “Ach, lieben Christen, seid getrost

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 159 – Vol.  9 – CD  1

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BWV 148 “Bringet dem Herrn Ehre seines Namens

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 159–  Vol. 9 – CD 1

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BWV 226 Motette “Der Geist hilft unser Schwachheit auf
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Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 159–  Vol. 9 – CD 1
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CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für den „18. Sonntag nach Trinitatis“ 

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BWV  96  – „Herr Christ, der ein’ge Gottessohn“

Gardiner Pilgrimage CD 159 Vol. 9  – CD 2

BWV 116 – „Du Friedefürst, Herr Jesu Christ“

Gardiner Pilgrimage CD 159 Vol. 9 – CD 2

BWV 169 – „Gott soll allein mein Herze haben“

Gardiner Pilgrimage CD 159 Vol. 9 – CD 2

BWV 668 – „Vor deinen Thron tret ich hiermit“

Gardiner Pilgrimage CD 159 Vol. 9 – CD 2

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.Kantaten für den 17. Sonntag nach Trinitatis 
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Allhelgonakyrkan, Lund am 14. Oktober 2000
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Kantaten-Beschreibung: BWV 47  „Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden
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Die in sich stimmigste und schönste dieser Kantaten ist BWV 47 „Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden“, und dies ungeachtet der Tatsache, dass ihre drei Mittelsätze auf einem belanglosen Text aus einer Sammlung von Johann Friedrich Helbig stammen, der Regierungssekretär am Eisenacher Hof war. Die Reime sind manchmal so holprig, dass es kein Wunder ist, wenn Bach Texte von Helbig (im Gegensatz zu Telemann) nur einmal vertont hat. Das Werk wurde am 13. Oktober 1726 aufgeführt. Es beginnt mit einem Zitat aus dem Lukas-Evangelium, dem Spruch im zweiten Teil des Evangelientextes, mit der Jesus seine Predigt über den Stolz beschließt: ‚Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht’. Whittaker ist der Auffassung, Bach habe wenige Chöre geschrieben, die so ‚mächtig und monumental’ wie dieser Anfangssatz seien, und man wird ihn kaum widerlegen können.
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Er beginnt als beschleunigte und eine Quinte nach oben transponierte Variante des Orgelpräludiums in c-moll (BWV 546) und einem kurzen antiphonischen Austausch zwischen den Streichern und dem Oboenpaar, aber erst in Takt 186, wenn diese Variante mit Blockharmonien vom Chor vorgetragen wird, begreift man, wie sehr ihre ursprüngliche Form die natürlichen Akzente des Spruchs berücksichtigt und dass ihre Fortsetzung (durch die Oboen bei Takt 12) das Zentrum eines Fugenthemas ist, das aufsteigt, um die aufgeblasene Brust dessen zu füllen, der ‚sich selbst erhöht’, und später wieder absteigt, wenn er seine wohlverdiente Strafe erhält. Der zweite Halbsatz (der sich mit dem Demütigen befasst) fungiert als Gegenthema und schließt mit einer eigenen sanft aufsteigenden Phrase (‚wird erhöht’). Eindrucksvolle Episoden sind hier vorhanden, Umkehrungen der stimmlichen Einsätze in den doppelten Expositionen, homophone ‚Resumees’ und eine abschließende Rückkehr zu dem ausgefeilten Eingangsritornell mit zusätzlichem Chor, der noch einmal den gesamten Text wiederholt. Das mag nicht die attraktivste oder eine leicht zugängliche der Choralfugen sein, mit der Bach seine Kantaten eröffnet, doch sie gewinnt, je vertrauter man mit ihr wird, und bei der Wiederholung im zweiten Konzert hatte sie ihre beträchtliche Macht auf alle Mitwirkenden und, so hatten wir den Eindruck, auch auf die Zuhörer ausgedehnt.
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Der zweite Satz ist eine Da-capo-Arie für Sopran in d-moll mit Orgel oder, bei einer späteren Wiederaufnahme, obligater Violine, und letztere Version war es, mit ihrer äußerst kontrastreichen poetischen Lyrik im ersten und Bravour im zweiten Teil, die wir aufzuführen beschlossen. Das Thema ist ein einfacher Gegensatz zwischen christlicher Demut und teuflischem Hochmut. Es ist nicht sicher, ob Bach diese Arie bei der ersten Aufführung des Werkes 1726 einbezogen hatte. Vielleicht hatte er es versucht und dann im allerletzten Augenblick verzichtet, weil die Interpreten den hohen Ansprüchen nicht gewachsen waren. Das mag auch eine Erklärung dafür sein, warum die folgenden Sätze offensichtlich das gleiche Material verwenden. In der Tat könnte man diese Arie weglassen, und die narrative Entwicklung der Kantate bliebe trotzdem unangetastet. Doch welch ein Verlust wäre das! Der Violine ist im ersten Abschnitt eine vibrierende, wie ein Papierdrachen schwebende Figur zugewiesen, die zunächst rein dekorativ zu sein scheint, doch bei näherer Bekanntschaft die schwer zu fassenden Attribute der Demut erlangt, der sich Christen befleißigen sollen. Im B-Teil lässt Bach dann in den Staccato-Doppelgriffen der Violine die ‚Hoffart’ und den ‚Stolz’ des Teufels anklingen. Mit diesen rüden, widerborstigen gebrochenen Akkorden (v – –) scheinen wir uns plötzlich in der Nähe der Violinkonzerte Bartóks oder Chatschaturjans zu befinden. Unterdessen sitzt der Sopran in einem wütenden imitierenden Austausch mit der Basslinie gefangen (‚Gott pflegt alle die zu hassen / die den Stolz nicht fahren lassen’).

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Es ist eine lebendige und theatralische Schilderung der schlimmsten der Todsünden, und sie bietet die Garantie dafür, so möchte man meinen, dass der selbstgefällige Hörer von seinem Stuhl hochschreckt. Die Arie ist in ihrer Da-capo-Form äußerst sinnreich angelegt – der lange A-Teil legt dar, warum Demut so unabdingbar nötig sei, während die Schimpfkanonade des B-Teils das Laster des Hochmuts brandmarkt. Dann folgt zielstrebig die Rückkehr zum A-Teil, dessen Thema der ‚Demut’ auf all die selbstverleugnerischen Eigenschaften verweist, die einen guten Kammermusiker kennzeichnen. Die abschließende Endausscheidung gibt die eloquenteste Schilderung der Demut, die man sich vorstellen kann – Harmonie und Figuration in schöpferischer Symbiose. Wie sollte ein Prediger damit konkurrieren können?

Nun ja, er – besser gesagt Bach in seinem Namen – versucht es, behindert nicht durch die überwältigende Eloquenz der vorherigen Nummer, sondern durch die Banalität eines Textes, der mit den Worten beginnt: ‚Der Mensch ist Kot, Stank, Asch und Erde’. Gleichwohl ist dieses stimmgewaltige Accompagnato für Bass eines der kunstreichsten und feinsinnigsten Stücke musikalischer Moralpredigten Bachs, in einem Maße, dass man leicht über den ungeschliffenen Text hinwegsehen kann und die Sorgfalt bewundert, die er der kleinsten Veränderung im Tonfall angedeihen lässt: Das Autograph der Partitur zeigt zum Beispiel, wie er den Rhythmus des Wortes ‚Teufelsbrut’ verschärfte, um es schroffer und roher wirken zu lassen. Diesem Rezitativ folgt eine Arie in Es, in welcher derselbe Sänger, nun von obligater Violine und Oboe begleitet, um die Demut bittet, ‚dass ich nicht mein Heil verscherze wie der erste Höllenbrand’. Man bekommt den Eindruck, dass dieses wiederkehrende Ringen mit dem Stolz durch das instrumentale Duo gedämpft – gar entschärft – wird, die drei Stellen ausgenommen, wo die Instrumente seinen Abscheu vor dem Stolz teilen.

Whittaker ermahnt uns, Bach nicht übereilt zu tadeln, weil er so ‚ausfällige’ Texte vertont habe. ‚Der Kampf, den Luther gegen gewissenlose Feinde aufnahm, diente ihm selbst und seinen Anhängern als Richtschnur für den Umgang mit den widerstreitenden Kräften in ihrem eigenen Herzen, und in gleicher Weise werden die negativen Kräfte in dieser Mischung aus Gut und Böse, die in jedem von uns vorhanden sind, als feindliche Mächte behandelt, geistlicher oder weltlicher Natur.’ Aber ist das wirklich der Punkt? Was mich interessiert, ist die Wirkung, die Bachs Musik haben kann – sein Geschick, der absoluten Hässlichkeit eines Textes Herr zu werden, indem er sein musikalisches Material so gestaltet, dass es den emotionalen Inhalt (den man zwar analysieren kann, der dabei aber wie Sand zwischen den Händen zerrinnt) zum Ausdruck bringt.

Er scheint auch Nicht- Lutheraner in seinen Wirkungskreis einladen und sie zu einer teilnahmsvollen Reaktion auf die zugrunde liegende Predigt bewegen zu wollen, auf die Nuance, die seine Musik ihr gibt: dass übermäßiger Stolz unter keinerlei Umständen zu akzeptieren sei, dass Demut Würde besitze, nicht nur Wert. Hegel schrieb der Musik eine ‚gegenstandslose Innerlichkeit’ zu, Mendelssohn hingegen (der Hegel kannte) kam zu dem Schluss: ‚Die Ideen, die durch die Musik […] ausgedrückt werden, sind nicht zu vage, um in Worte übersetzt zu werden, sondern im Gegenteil zu präzise’. Bach ist Mendelssohns Auffassung, Musik könne die Kernbedeutung zum Vorschein bringen, die von Worten so häufig verschleiert wird, offensichtlich zuvorgekommen und hat ihr konkrete Gestalt gegeben.

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© John Eliot Gardiner 2009

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Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch
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Übersetzung: Gudrun Meier
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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“  ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum „17. und 18. Sonntag nach Trinitatis“

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Gardiner Reisetagebuch SDG 159  – zum Download als PDF 

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  Künstler-Beitrag:  Katharine Fuge, Sopran  – zum Download

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..Link:  >> Menschen <<  – Wissenswertes vom Klangquartier Leipzig! –
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Bachfest Leipzig 2013 – „Vita Christi“
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vom 14.06.2013 – 23.06.2013
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Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen: Weihnachts-Oratorium, Johannespassion, Oster- und Himmelfahrts-Oratorium fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.
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Hermann Max  – („Auferstehung und Himmelfahrt“ mit der Rheinischen Kantorei  u.a. mit James Gilchrist – Tenor,
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am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr) – 
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werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis.
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Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen  von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe, BWV 232 mit den Thomaner und dem Freiburger-Barockorchester
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im Abschlusskonzert am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr in der Thomaskirche Leipzig.
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Die Thematik für das Bachfest 2013 wird Vita Christi sein.
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Die nachstehenden Termine..!!
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr
in der Thomaskirche die „Johannes-Passion“ aufführen.
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Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner
in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
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BWV 249 „Kommt eilet und laufet“ und
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BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen.“
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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:
Link: 
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Am Sonntag, 02.9.2012 sendete das Schweizer Fernsehen (SF1)  die folgende Sendung:
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„Sternstunde Religion Mit Bach von Leipzig bis Trogen – Unterwegs mit Rudolf Lutz“
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Eine Reportage von Judith Hardegger und Christian Walther
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Wenn Rudolf Lutz Bach spielt, Bach dirigiert oder Bach erklärt, ist er in seinem Element. Der Schweizer Organist, Cembalist, Dirigent und Komponist ist der künstlerische Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen und damit die Schlüsselfigur eines gigantischen Musikprojekts. Im appenzellischen Trogen bringt er seit fünf Jahren jeden Monat mit hochkarätigen jungen Musikern eine Bachkantate zur Aufführung.

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Die geplante Gesamtaufführung des Vokalwerks von Johann Sebastian Bach wird noch weitere 20 Jahre in Anspruch nehmen. Was macht für Rudolf Lutz die Faszination von Bachs Musik aus? Wie vermittelt er sie? Und was verbindet ihn mit Bach als Person? Judith Hardegger und Christian Walther blicken in ihrem Filmbeitrag hinter die Kulissen und begleitet den Barockspezialisten und Ausnahmekünstler an verschiedene Orte seiner Tätigkeit: zu den Proben und Kantatenaufführung in Trogen, an die Hochschule für Alte Musik Basel, wo er Improvisation unterrichtet, und dorthin, wo J.S. Bach lange Zeit gewirkt hat: in die Leipziger Thomaskirche.
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Diese Sendung ist in der Mediathek von SF1 (Schweiz) im Internet weiterhin unbegrenzt aufrufbar.
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Link für das Internet – Fernsehen:
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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag!“
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Herzliche Grüße
Volker
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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „16. Sonntag nach Trinitatis“


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1551-53 Bau der großen Brabant-Renaissance-Orgel durch Hendrik Niehoff in Hertogenbosch 1652 Überholung und Vergrößerung der Orgel durch Friedrich Stellwagen aus Lübeck 1712-15 Umbau und Erweiterung durch Matthias Dropa 1852 Umbau durch Eduard Meyer 1922

In den Jahren von 1551-53 Bau der großen Brabant-Renaissance-Orgel durch Hendrik Niehoff in Hertogenbosch in  der Kirche St. Johannis in  Lüneburg. 1652 Überholung und Vergrößerung der Orgel durch Friedrich Stellwagen aus Lübeck 1712-15 Umbau und Erweiterung durch Matthias Dropa 1852 Umbau durch Eduard Meyer 1922.                                                                                                                                                           Während seines Aufenthaltes war  Johann.Sebastian Bach von 1700 bis 1702 im Michaeliskloster Lüneburg und erhielt an dieser Orgel höchstwahrscheinlich Unterricht durch Georg Böhm (* 2. September 1661 in Hohenkirchen (Thüringen); † 18. Mai 1733 in Lüneburg) war ein deutscher Organist und Komponist des Barock.

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 23.09.2012 begehen wir den 16. Sonntag nach Trinitatis

Der 16. Sonntag nach Trinitatis ist geprägt vom Evangelium von der Auferweckung des Lazarus. In dieser Geschichte sowie in den Epistellesungen wird deutlich, dass mit Jesus weit mehr gekommen ist als nur ein großer Prediger. Er hat das Leben in diese Welt gebracht und den Tod besiegt. Dieser Sieg wird schon durch sein Handeln auf Erden sichtbar. Am 16. Sonntag nach Trinitatis hören wir das Evangelium von der Auferweckung des Lazarus und wir staunen über die Worte Jesu. Diese Worte sprechen in keine alltägliche Situation, sondern sind Trauernden und bedrückten zugesprochen. Wir können getrost sein darüber, dass Gott alles Geschehen in userem Leben kennt und weiß, wann wir seiner besonderen tröstenden Hilfe bedürfen. Es ist gut zu wissen, dass nichts ohne seinen Willen geschieht.

Wochenspruch: 

Jesus Christus hat dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium. (2. Tim 1, 10b)

Wochenlied: 

„Was mein Gott will, gescheh allzeit“ (EG 364)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 16. Sonntag  nach  ”Trinitatis

BWV     8  –  „Liebster Gott, wenn werd ich sterben“

BWV  27  –  „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“

BWV  95  –  „Christus, der ist mein Leben“

BWV  161 – „Komm, du süße Todesstunde“

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ .

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach

BWV 27 „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“

Kantate zum 16. Sonntag nach Trinitatis

für Soli, Bläser, obligate Orgel, Streicher und Basso continuo;

Dorothee Mields, Sopran; Matthew White, Countertenor;

Hans Jörg Mammel, Tenor; Thomas Bauer, Bass;

Collegium Vocale Gent,

Leitung: Philippe Herreweghe

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html .

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html .

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm: .

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 161 „Komm, du süße Todesstunde“

Matthew White, Countertenor;
Hans Jörg Mammel, Tenor;
Chor und Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach: 

BWV 95 „Christus, der ist mein Leben“

Dorothee Mields, Sopran;
Hans Jörg Mammel, Tenor;
Thomas Bauer, Bass;
Collegium Vocale Gent
Orchester des Collegium Vocale Gent

Leitung: Philippe Herreweghe

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Neuer Sender..!!

SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

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Programm: 

http://www.sr-online.de/sr2/1356/

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Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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Für Klassik- und Jazzfreunde bietet SR 2 KulturRadio

ein Recherche-Werkzeug für Musikstücke an.

Bis zu drei Tage zurück reicht das neue Online-Archiv

der gespielten Titel bei SR 2 KulturRadio.

Außerdem ist die Musikliste bis zur aktuellen Stunde zu sehen.

Link: 

http://musikrecherche.sr-online.de/sr2/

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag, 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 27 „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“

Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis

Katharine Fuge, Sopran
Robin Tyson, Countertenor
Mark Padmore, Tenor
Thomas Guthrie, Bass

Monteverdi Chor
Englische Barocksolisten

Leitung: John Eliot Gardiner

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr .

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html .

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html .

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 8 „Liebster Gott, wenn werd ich sterben?

Kantate am 16. Sonntag nach Trinitatis

Lisa Larsson, Sopran
Annette Markert, Alt
Christoph Prégardien, Tenor
Klaus Mertens, Bass

Amsterdam Baroque Choir & Orchestra
Leitung: Ton Koopman

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mdr – figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/. .

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr – figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Johann Sebastian Bach:
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6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
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800 Jahre Thomana .
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06:30 Uhr Kantate
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Johann Sebastian Bach
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BWV 161 „Komm, du süße Todesstunde“
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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:

BWV 95 „Christus, der ist mein Leben“

Kantate zum 16. Sonntag nach Trinitatis,

Katharine Fuge, Sopran
Robin Tyson, Countertenor
Mark Padmore, Tenor
Thomas Guthrie, Bass

Monteverdi Chor
Englische Barocksolisten

Leitung: John Eliot Gardiner

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Videos mit Bach-Kantaten zum 16. Sonntag nach Trinitatis
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/ YouTube: BWV 8 –   „Liebster Gott, wenn werd ich sterben“ –  (Interpret: Herreweghe )

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/ YouTube: BWV 27 –  „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“ –  (Interpret: Harnoncourt )
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/ YouTube: BWV 95 –  „Christus, der ist mein Leben“ –  (Interpret: Rilling )
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/ YouTube: BWV 161 –  „Komm, du süße Todesstunde“ –  (Interpret: Bach-consort)
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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Instrumentalmusik, Arien, Rezitative, Duette, Kantaten etc.

aus der Bach-Familie vor..!!

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Carl Philipp Emanuel Bach  (1714 – 1788)

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Oster-Kantate Wq  244 „Gott hat den Herrn auferwecket“

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Nähere Angaben zur Oster-Kantate

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Titel: Gott hat den Herrn auferwecket
Entstehungszeit: 1756
Uraufführung: Ostern 1756
Besetzung: Solisten (STB), Chor (SATB), 2 Violinen, Viola, 2 Flöten, 2 Oboen, Fagott, 3 Trompeten, Pauken und Basso continuo
Spieldauer: ca. 27 Minuten
Opus: Wq 244: Oster-Musik für 2 Violinen, Bratsche, 2 Flöten, 2 Hoboen, 1 Fagott, 3 Trompeten, Paucken; Diskant, …

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Zum Video mit der „Oster-Kantate“ Wq 244

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CD’s – Bach-Kantaten 
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für den  15. Sonntag und 16. Sonntag nach Trinitatis
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Cover:  SDG 104 –  Vol. 8

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CD-Bestellung 


Link:   CD  Bach-Kantaten – 

SDG 104 – Vol. 8

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Aufführungsorte: Kantaten für den 15. und 16. Sonntag nach Trinitatis“ 

CD 1 – Unser Lieben Frauen, Bremen am 29. September 2000

CD 2 – Santo Domingo de Bonaval, Santiago de Compostela am 07. Oktober 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte: Kantaten für den „15. Sonntag nach Trinitatis“

 
BWV  51  “Jauchzet Gott in allen Landen“ 
Gardiner Pilgrimage CD – SDG 104 – Vol.  8 – CD  1

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BWV  99 “Was Gott tut, das ist wohlgetan

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 104 – Vol.  8 – CD  1

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BWV 100 “Was Gott tut, das ist wohlgetan II

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 104–  Vol. 8 – CD 1

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BWV 138 “Warum betrübst du dich, mein Herz
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Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 104–  Vol. 8 – CD 1
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CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für den „16. Sonntag nach Trinitatis“ 

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BWV   8  – „Liebster Gott, wann werd ich sterben?“

Gardiner Pilgrimage CD 104 Vol. 8  – CD 2

BWV 27 – „Wer weiß, wie nahe mir mien Ende?“

Gardiner Pilgrimage CD 104 Vol. 8 – CD 2

BWV 95 – „Christus, der ist mein Leben“

Gardiner Pilgrimage CD 104 Vol. 8 – CD 2

BWV 161 – „Komm, du süße Todesstunde“

Gardiner Pilgrimage CD 104 Vol. 8 – CD 2

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.Kantaten für den 16. Sonntag nach Trinitatis 
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Santo Domingo de Bonaval, Santiago de Compostela, am 07. Oktober 2000.
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Kantaten-Beschreibung: BWV 95  „Christus, der ist mein Leben
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Ich habe mich so gefreut, endlich BWV 95 „Christus, der ist mein Leben“ aufführen zu können, eine Kantate, die ich zum ersten Mal Ende der sechziger Jahre in einer Aufführung mit Karl Richter gehört hatte. Ich war damals erstaunt und staune immer noch über die ausgesprochen originelle Kombination des ‚Corno’ (das einigen Musikwissenschaftlern zufolge ‚Cornetto’ bedeuten könnte) mit Oboen. Im zweiten Teil des Anfangschors verbindet Bach diese Instrumente in einem kampflustigen Gerangel, das Luthers Paraphrase des Nunc dimittis einleitet. Jazztrompeten, hatte ich damals gedacht, und diese Passage hat tatsächlich Ähnlichkeiten mit einer Jamsession, aber in Wahrheit haben wir keine genaue Vorstellung davon, welches Instrument Bach hier gemeint hat. Wenn auf dem altertümlichen Cornetto oder Zink gespielt wird, müsste sich der Spieler, um den gewünschten Klang zu erzielen, mit zahlreichen verzwickten Doppelgriffen auseinandersetzen.

Mike Harrison war jedoch mutig genug, als alternative, wenn auch anachronistische Lösung seine deutsche Ventiltrompete in C vorzuschlagen. Es klang phantastisch. Letzten Endes ist es nicht die Form, Bauart oder Entstehungszeit des Instrumentes, die es überzeugend klingen lässt, sondern die Fertigkeit und Vorstellungskraft des Spielers, und Mike ist es gelungen, seiner Trompete einen täuschenden echten zinkenartigen Klang zu geben. Ein Schaudern durchlief in der Aufführung in Santiago sein Zwiegespräch mit den Oboen, das den letzten Kampf zwischen den Kräften des Lebens und des Todes spüren ließ, bis die Seele endlich zu ihrem ersehnten Ziel gelangte. Es erinnerte mich an den Höhepunkt von John Bunyan’s Pilgrim’s Progress, als der Christ ‚verschied und auf der anderen Seite für ihn die Trompeten erklangen’.

Man muss einfach beeindruckt sein von dieser Kantate, in der Bach auf sehr ungewöhnliche Weise vier Trauerchoräle als formstützende Pfeiler aneinanderfügt und den Gläubigen (Tenor), während dieser über seinen Tod sinniert, Mut fassen lässt. Die recht fest im christlichen Glauben verwurzelten synkopierten Dialoge zwischen paarigen Oboen und Violinen, die das Werk einleiten, strotzen vor Vitalität und ebnen den Weg zu dem ersten Choral im Dreiertakt, der bei dem Wort ‚sterben’ verlischt, die nacheinander einsetzenden Stimmen einen verminderten Septakkord aufbauen lässt, zur Ruhe kommt und sich schließlich bei den Worten ‚…ist mein Gewinn’ noch einmal voller Kraft entlädt. Den Höhepunkt bildet die Zeile ‚mit Fried und Freud ich fahr dahin’ als Bindeglied zu nächsten Choral, Luthers Paraphrase des Nunc dimittis.

Die Aussagen der beiden Choräle sind durch ein Arioso für Tenor im Dreiertakt verbunden, ‚Mit Freuden, ja, mit Herzenslust will ich von hinnen scheiden’. Diese löst sich in Abschnitte mit freiem Rhythmus auf – und hier ist Bach ausgesprochen experimentierfreudig, indem er sie mit Einfügungen aus dem synkopierten Anfangsmotiv in Schach hält. Wir gewinnen den Eindruck, es handle sich um eine Abfolge von 7/4-Takten.

Auf dem Höhepunkt singt der Tenor unbegleitet ‚Mein Sterbelied ist schon gemacht…’ – Stille – ‚…ach, dürft ich’s (von Mark Padmore mit erstaunlichem Pathos vorgetragen), ach, dürft ich’s heute singen!’. Bruchlos leitet der zwischen ‚Corno’ und Oboen erwähnte Dialog den zweiten Choral ein, Luthers überschäumendes ‚Mit Fried und Freud ich fahr dahin’. Daraufhin lässt sich der Solosopran mit dem Ruf vernehmen: ‚Nun, falsche Welt! nun hab ich weiter nichts mit dir zu tun’, der seinerseits bruchlos in eine bezaubernde bogenförmig geführte Melodie überleitet: ‚Valet will ich dir geben, du arge, falsche Welt’, und dann, auf dem Weg über ein Seccorezitativ, zu der einzigen wirklichen Arie in dieser Kantate führt, ‚Ach, schlage doch bald’, deren ‚Leichenglocken’-Pizzicati faszinierend sind.

Nach dem Konzert gab es in der Hotelbar eine bewegte Diskussion über die Bedeutung und Symbolik der ‚Leichenglocken’. Einige vertraten die Meinung, die hohen wiederholten Achtel auf der Flöte in BWV 161 (Nr. 4) und BWV 8 (Nr. 1) symbolisierten die hellen Totenglocken, die beim Begräbnis eines Kindes läuten.

Ein Mitglied aus unserem Team war überzeugt, die Musik in BWV 95 (Nr. 5) stelle ein laufendes Uhrwerk dar, der Tenor warte darauf, dass seine letzte Stunde schlage, während die Streicher das mechanische Ticken der Uhr nachahmen. Die Oboen imitieren den Mechanismus des Rades, das Schlag zwölf schleifend zum Stillstand kommt – so wie die Zeit es zu tun scheint, wenn man ungeduldig ist. Das Echo der zweiten Oboe (in Takt 4) stößt die Uhr sanft an, indem sie am Gewicht auf der Gegenseite zieht, und setzt sie damit wieder in Gang. Raffiniert und plausibel…

Man kann nicht umhin, sich die Frage zu stellen, ob nicht die lebhafte Erinnerung an einen Todesfall unlängst in der Familie bei der Komposition dieser Stücke Bach die Hand geführt habe. War es vielleicht die innere Auseinandersetzung mit dem drohenden Tod eines schwächlichen Kindes, die ihn zu dieser Folge von Kompositionen inspiriert hat, in denen es um Glauben und Vertrauen geht und die in ihrer Schlichtheit so kindhaft sind? Seine Tochter Christiane Sophia (*1723) kränkelte tatsächlich und starb am 29. Juni 1726 – ein paar Monate bevor er mit der Komposition von BWV 27 begann. 

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© John Eliot Gardiner 2004

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Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch
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Übersetzung: Gudrun Meier
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Auszug aus dem Gardiner-Reisetagebuch – über den Ausspruch: „Totenglocken“ – BWV 8 „Liebster Gott, wenn werd ich sterben“
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Die Totenglocken kehren (zumindest als Schlussfolgerung) in den lose aneinander gefügten Achtelnoten der Tenorarie (im BWV 8 Nr. 2, ) bei den Worten ‚wenn meine letzte Stunde schlä-ä-ä- ä-ä-ä-gt’ und im Pizzicato der Continuobegleitung wieder.

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1. Auf Iona haben wir die Kantate in ihrer ursprünglichen Weimarer Fassung von 1715/6 aufgeführt, in der die Streicher in C spielen, aber mit dem Stimmton A=466 (fast einen Ton höher als der übliche Leipziger Stimmton A=415); die Blockflöten haben Es mit tiefem französischen Kammerton, damit sie wie C auf dem hohen Weimarer

Chorton klingen. Da das Werk hier in Santiago Seite an Seite mit vier Leipziger Kantaten aufgeführt wurde, haben wir beschlossen, Bachs Leipziger Fassung (aus der Zeit zwischen 1937 und 1746) zu rekonstruieren und sie in D-dur mit A=415 zu spielen.

2. Obwohl Bach die Kantate bei ihrer Wiederaufführung 1746/47 einen Ton tiefer nach D transponiert hat, einen Bereich, den die Traversflöte immer noch gut bewältigen kann, waren wir der Meinung, in dieser früheren Fassung sei eine ‚sechste Flöte’ das wahrscheinlichere und geeignete Instrument – eine Blockflöte, die in D notiert ist, aber wie E klingt. 

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“  ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum „15. und 16. Sonntag nach Trinitatis“

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Gardiner Reisetagebuch SDG 104 – zum Download als PDF 

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  Künstler-Beitrag:  Mark Padmore, Tenor – zum Download

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..Link:  >> Menschen <<  – Wissenswertes vom Klangquartier Leipzig! –
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Bachfest Leipzig 2013 – „Vita Christi“
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vom 14.06.2013 – 23.06.2013
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Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen: Weihnachts-Oratorium, Johannespassion, Oster- und Himmelfahrts-Oratorium fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.
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Hermann Max  – („Auferstehung und Himmelfahrt“ mit der Rheinischen Kantorei  u.a. mit James Gilchrist – Tenor,
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am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr) – 
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werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis.
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Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen  von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe, BWV 232 mit den Thomaner und dem Freiburger-Barockorchester
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im Abschlusskonzert am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr in der Thomaskirche Leipzig.
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Die Thematik für das Bachfest 2013 wird Vita Christi sein.
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Die nachstehenden Termine..!!
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr
in der Thomaskirche die „Johannes-Passion“ aufführen.
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Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner
in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
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BWV 249 „Kommt eilet und laufet“ und
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BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen.“
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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:
Link: 
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Am Sonntag, 02.9.2012 sendete das Schweizer Fernsehen (SF1)  die folgende Sendung:
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„Sternstunde Religion Mit Bach von Leipzig bis Trogen – Unterwegs mit Rudolf Lutz“
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Eine Reportage von Judith Hardegger und Christian Walther
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Wenn Rudolf Lutz Bach spielt, Bach dirigiert oder Bach erklärt, ist er in seinem Element. Der Schweizer Organist, Cembalist, Dirigent und Komponist ist der künstlerische Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen und damit die Schlüsselfigur eines gigantischen Musikprojekts. Im appenzellischen Trogen bringt er seit fünf Jahren jeden Monat mit hochkarätigen jungen Musikern eine Bachkantate zur Aufführung.

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Die geplante Gesamtaufführung des Vokalwerks von Johann Sebastian Bach wird noch weitere 20 Jahre in Anspruch nehmen. Was macht für Rudolf Lutz die Faszination von Bachs Musik aus? Wie vermittelt er sie? Und was verbindet ihn mit Bach als Person? Judith Hardegger und Christian Walther blicken in ihrem Filmbeitrag hinter die Kulissen und begleitet den Barockspezialisten und Ausnahmekünstler an verschiedene Orte seiner Tätigkeit: zu den Proben und Kantatenaufführung in Trogen, an die Hochschule für Alte Musik Basel, wo er Improvisation unterrichtet, und dorthin, wo J.S. Bach lange Zeit gewirkt hat: in die Leipziger Thomaskirche.
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Diese Sendung ist in der Mediathek von SF1 (Schweiz) im Internet weiterhin unbegrenzt aufrufbar.
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Link für das Internet – Fernsehen:
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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag!“
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Herzliche Grüße
Volker
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Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantaten-Beschreibung für den „15. Sonntag nach Trinitatis“


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Die Dropa-Orgel in St. Michaelis Lüneburg, J.S. Bach sang in St. Michaelis im Mettenchor in den Jahren 177-1702

Die Dropa-Orgel in St. Michaelis Lüneburg. –  J.S. Bach wirkte in St. Michaelis im Mettenchor mit in den Jahren 1700-1702

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder Sehprobe und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

Am 16.09.2012 begehen wir den 15. Sonntag nach Trinitatis

Der 15. Sonntag nach Trinitatis hat „Irdische Güter“ zum Thema. Es geht ums Sorgen, die Angst um die Zukunft, um das, was morgen kommt, die Sorge um das leibliche Wohl, um das Dach über dem Kopf. Mancher Predigttext legt eine gewisse Leibfeindlichkeit nahe, etwas, das einzuüben heute gewiss nicht ganz verkehrt ist. Dabei sollte man sich allerdings davor hüten, die Gaben Gottes, von denen wir leben, zu verteufeln. Am 15. Sonntag nach Trinitatis wird unser Blick fortgelenkt von den irdischen Gütern. Sie sollen nicht unsere erste und alleinige Sorge sein. So werden wir frei zu einem Leben in der Nachfolge Jesu. oder Oft haben wir uns durch mühsame Arbeit einen Lebensstandard geschaffen, der uns ein Gefühl der Behaglichkeit und des Wohlstandes vermittelt. Diesen Lebensstandard zu erhalten, wird jedoch immer schwieriger, und Sorge um die Zukunft bestimmt unser Leben zusehends. Heute, am 15. Sonntag nach Trinitatis, werden wir durch die Lesungen daran erinnert, dass alles, was wir hier schaffen, vergänglich ist. Es ist tröstlich zu wissen, dass Gott uns nicht im Stich lassen wird, selbst wenn das, was wir haben, verloren geht.

Wochenspruch: 

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petr 5, 7)

Wochenlied: 

„Wer nur den lieben Gott läßt walten“ (EG 369)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den 15. Sonntag  nach  ”Trinitatis

BWV  51   –  „Jauchzet Gott in allen Landen“

BWV  99  –  „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

BWV 100  –  „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

BWV  138  – „Warum betrübst du dich, mein Herz“

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R a d i o – Programme mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Geistliche Musik

Sendung: 09:05 Uhr bis 10:00 Uhr.

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WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html .

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/ .

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/programDateDateSender.jsp?programmeId=3;dayOffset=0

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WDR3 – Auszüge aus dem Programm:.

Geistliche Musik – Sonntag: 09:05 bis 10:00 Uhr

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Johann Sebastian Bach

BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“

Kantate zum 15. Sonntag nach Trinitatis für Soli, Trompete, Streicher und Basso continuo;

Carolyn Sampson, Sopran;

Bach Collegium Japan,

Leitung: Masaaki Suzuki

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NDRkultur – (Kantate)

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:40 Uhr

Livestream – Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html .

Programm – Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/programmuebersichten/index.html .

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRKultur – Auszüge aus dem Programm: .

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:40 Uhr

Johann Sebastian Bach:

BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“

Ruth Ziesak, Sopran / Reinhold Friedrich, Trompete

Berliner Barock Compagney

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SWR2

Sendung: 08:03 Uhr bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html .

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszüge aus dem Programm:

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach: 

BWV 100 „Was Gott tut, das ist wohlgetan

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Malin Hartelius (Sopran)
William Towers (Countertenor)
James Gilchrist (Tenor)
Peter Harvey (Bass)

Monteverdi Chor
Englische Barocksolisten

Leitung: John Eliot Gardiner

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Johann Sebastian Bach:
„Was Gott tut, das ist wohlgetan“ BWV Anh. II 67

Gerhard Weinberger (Orgel)

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Neuer Sender..!!

SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr-online.de/sr2/1356/

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Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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Für Klassik- und Jazzfreunde bietet SR 2 KulturRadio

ein Recherche-Werkzeug für Musikstücke an.

Bis zu drei Tage zurück reicht das neue Online-Archiv

der gespielten Titel bei SR 2 KulturRadio.

Außerdem ist die Musikliste bis zur aktuellen Stunde zu sehen.

Link: 

http://musikrecherche.sr-online.de/sr2/

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszüge aus dem Programm:.

Sonntag, 08:04 – 09:00 Uhr

Bach-Kantate 

BWV 99 „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

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Kantate am 15. Sonntag nach Trinitatis, BWV 99

Yukari Nonoshita, Sopran
Makoto Sakurada, Tenor

Robin Blaze (Countertenor)
Peter Kooij (Bass)

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Bach Collegium Japan

Leitung: Masaaki Suzuki

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rbb kulturradio

Sendung: 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr .

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html .

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html .

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rbb-kulturradio – Auszüge aus dem Programm:

Sonntag von 09:30 Uhr bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 138 „Warum betrübst du dich, mein Herz

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Kantate BWV 138 am 15. Sonntag nach Trinitatis

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La Petite Bande
Leitung: Sigiswald Kuijken
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mdr – figaro

Sendung: 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Kantate

Programm:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/programm/. .

mdr-figaro Live:

http://www.mdr.de/mdr-figaro/index.html .

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mdr – figaro – Auszüge aus dem Programm:

Sendung: Sonntag: um 06:30 Uhr bis 07:00 Uhr .

Johann Sebastian Bach:
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6:25 Uhr – Einführung zur Kantate
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800 Jahre Thomana .
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06:30 Uhr Kantate
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Johann Sebastian Bach
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BWV 138 „Warum betrübst du dich, mein Herz“

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Hans-Joachim Rotzsch, Tenor

Johannes Oettel, Bass

Thomanerchor  Leipzig

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Leitung: Günther Ramin

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Bayern-Klassik
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Sendung: 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Live-Stream:  (Hier ist ein wenig Geduld gefordert bis der Player erscheint..!!)
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oder
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Bayern-Klassik – Auszüge aus dem Programm:
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Sendung: Sonntag um 08:05 Uhr bis 08:30 Uhr
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Die Bach-Kantate:
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Johann Sebastian Bach:
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BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“

Kantate zum 15. Sonntag nach Trinitatis,

Monika Frimmer, Sopran;

Neues Bachisches Collegium Musicum Leipzig

Leitung: Max Pommer

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Videos mit Bach-Kantaten zum 15. Sonntag nach Trinitatis
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/ YouTube: BWV 51 –   „Jauchzet Gott in allen Landen“ –  (Interpret: Rilling)

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/ YouTube: BWV 99 –  „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ –  (Interpret: Harnoncourt)
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/ YouTube: BWV 100 –  „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ –  (Interpret: Koopman)
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/ YouTube: BWV 138 –  „Warum betrübst du dich, mein Herz“ –  (Interpret: Herreweghe)
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In loser Reihenfolge stelle ich bemerkenswerte Instrumentalmusik, Arien, Rezitative, Duette, etc.

aus der Bach-Familie vor..!!

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Johann Christian Bach (1735-1782) auch Mailänder und Londoner-Bach genannt:
„Missa da Requiem“

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Nach seiner vielbeachteten Einspielung der Trauermusik von Johann Ludwig Bach setzt Hans-Christoph Rademann nun seine spannende Erkundung der berühmtesten aller Musikerfamilien fort.

Der »Londoner Bach«, geboren 1735, war der jüngste von Johann Sebastians Söhnen. 

19-jährig war Johann Christian Bach im Frühjahr 1755 nach Italien aufgebrochen. Die Bekanntschaft mit verschiedenen italienischen Sängerinnen soll seine Lust geweckt haben, das Land südlich der Alpen zu sehen und die dortige Opernszene kennenzulernen. Doch aus der Studienreise wurde ein Umzug: Bach blieb in Italien, seine deutsche Heimat, vom siebenjährigen Krieg erschüttert, rückte in weite Ferne, schließlich trat er zum Katholizismus über und bekam mit 25 eine erste feste Anstellung als Organist am Mailänder Dom.

Bevor er sich intensiv der Oper zuwandte, entstanden an die 30 zum allergrößten Teil lateinische geistliche Werke, deren öffentliche Aufführungen damals großes Aufsehen erregten und dem jungen deutschen Komponisten in Mailand beträchtlichen Ruhm einbrachten. Offenbar hatte Bach den Ton der Zeit getroffen, war es ihm gelungen, nicht nur die alte Kunst der Polyphonie zu beherrschen, sondern auch den moderneren Stil mit seinen aufgeladenen Affekten und der stärker in den Mittelpunkt rückenden Faszination für alles Melodische.

Johann Christian Bach steht mit seinen Werken für die spannende Zeit des Übergangs vom Barock zur Klassik, in der politische, moralische, menschliche Werte auf den Prüfstand kamen und sich auch in den Künsten revolutionäre Veränderungen vollzogen.

Johann Christian Bach findet seine Meisterschaft in einer schon damals mehr als 200 Jahre alten Kompositionstechnik, die er (wie übrigens nach ihm auch Mozart) bei dem großen italienischen Musikgelehrten Padre Giovanni Battista Martini in Bologna erlernt hatte: Das Errichten eines strengen mehrstimmigen Gebäudes über einer vorgegebenen Grundmelodie. Hier sind es die Bässe, die in langen Notenwerten den alten ambrosianischen Choral anstimmen, über dem sich die sechs höheren Stimmen mit ihrem von den Instrumenten gestützten Liniengeflecht entfalten: Ein im Endeffekt siebenstimmiger Satz von feierlicher Klangschönheit.

In die venezianische Mehrchörigkeit, die sich durch das wechselseitige Musizieren weit im Raum verteilter Sänger- und Musikergruppen definiert, verweist das Kyrie, in dem sich die Chorstimmen neu sortieren, und zwar zu zwei mit einander konzertierenden vierstimmigen Ensembles.

(Textauszüge: www.dradio.de)

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Johann Christian Bach (1735-1782)

Requiem F-Dur

1  Introitus: Requiem aeternam – Kyrie

2  Sequenz – Dies irae

3  Quantus tremor

4  Tuba mirum

5  Mors stupebit

6  Quid sum miser

7  Rex tremendae

8  Juste judex ultionis

9  Ingemisco

10  Qui Mariam absolvisti

11 Confutatis maledictis

12 Ora supplex

13 Lacrimosa

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Ausführende:

Lenneke Ruiten, Sopran,

Ruth Sandhoff, Alt,

Colin Balzer, Tenor

Thomas E. Bauer, Bass.

RIAS-Kammerchor
Akademie für Alte Musik

Leitung: Hans-Christoph Rademann

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Zum Video 

Johann Christian Bach „Requiem F-Dur“

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Video: „Auf den Spuren von Johann Sebastian Bach“

Bau der Bach-Wöhl-Orgel in der Thomaskirche Leipzig, Weihe in 2000

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CD’s – Bach-Kantaten 
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für den  15. Sonntag und 16. Sonntag nach Trinitatis
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Cover:  SDG 104 –  Vol. 8

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CD-Bestellung 


Link:   CD  Bach-Kantaten – 

SDG 104 – Vol. 8

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Aufführungsorte: Kantaten für den 15. und 16. Sonntag nach Trinitatis“ 

CD 1 – Unser Lieben Frauen, Bremen am 29. September 2000

CD 2 – Santo Domingo de Bonaval, Santiago de Compostela am 07. Oktober 2000

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CD –  e i n s  – Inhalte: Kantaten für den „15. Sonntag nach Trinitatis“

 
BWV  51  “Jauchzet Gott in allen Landen“ 
Gardiner Pilgrimage CD – SDG 104 – Vol.  8 – CD  1

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BWV  99 “Was Gott tut, das ist wohlgetan

Gardiner Pilgrimage CD – SDG 104 – Vol.  8 – CD  1

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BWV 100 “Was Gott tut, das ist wohlgetan II

Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 104–  Vol. 8 – CD 1

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BWV 138 “Warum betrübst du dich, mein Herz
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Gardiner Pilgrimage CD  – SDG 104–  Vol. 8 – CD 1
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CD –  z w e i  – Inhalte: Kantaten für den „16. Sonntag nach Trinitatis“ 

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BWV   8  – „Liebster Gott, wann werd ich sterben?“

Gardiner Pilgrimage CD 104 Vol. 8  – CD 2

BWV 27 – „Wer weiß, wie nahe mir mien Ende?“

Gardiner Pilgrimage CD 104 Vol. 8 – CD 2

BWV 95 – „Christus, der ist mein Leben“

Gardiner Pilgrimage CD 104 Vol. 8 – CD 2

BWV 161 – „Komm, du süße Todesstunde“

Gardiner Pilgrimage CD 104 Vol. 8 – CD 2

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.Kantaten für den 15. Sonntag nach Trinitatis 
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Unser Lieben Frauen, Bremen am 29. September 2000.
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Kantaten-Beschreibung: BWV 99 (100)  Was Gott tut, das ist wohlgetan
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Da im Jahr 2000 zwei Feiertage so dicht aufeinander folgten – Erzengel Michael (29. September) und der 15. Sonntag nach Trinitatis (1. Oktober) – und die Finanzlage unserer ‚Cantata-Pilgrimage’-Projektes angespannter denn je war, machten wir von dem Angebot Gebrauch, beim Musikfest Bremen zwei Konzerte aufzuführen. Die einst wohlhabende Hafenstadt Bremen war im 16. Jahrhundert Schauplatz einer langen blutigen und ausweglosen Auseinandersetzung zwischen den missgestimmten Anhängern beider Ausprägungen des Protestantismus – den Kalvinisten, die vorwiegend dem Kaufmannsstand angehörten, und den Lutheranern unter der Führung des Adels. Für uns bedeutete das Angebot, dass wir unsere beiden Konzerte an einem einzigen Ort (in der Kirche Unser Lieben Frauen) aufführen (und einspielen) und beide Programme dann in der Franziskanerabtei Neviges und – am 15. Sonntag nach Trinitatis – in der Bonner Münsterbasilika wiederholen konnten.
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Obwohl Bachs Vertonungen des Choraltextes Was Gott tut, das ist wohlgetan von Samuel Rodigast aufeinander folgende BWV- Nummern haben, liegen zwischen ihnen mindestens zehn Jahre, und ihre Unterschiede sind ebenso verblüffend wie ihre Gemeinsamkeiten (zum Beispiel die beiden Corni da caccia und Pauken in BWV 100 zusätzlich zu den Streichern mit Flöte und Oboe d’amore in BWV 99). In der früheren Fassung liefert Bach nur eine einzelne Aria (Nr. 3), für Tenor mit obligater Flöte. Sie beschreibt den bitteren Geschmack des Kreuzeskelches und weist darauf hin, dass Gott ‚dir kein tödlich Gift einschenken kann, obgleich die Süßigkeit verborgen steckt’. Chromatisch aufsteigende Noten in der Flöte wie in der Singstimme lassen den bitteren Trank schmecken (wir können fast fühlen, wie er durch die Adern rinnt) und schließlich die Labsal kosten, die Gott als ‚weiser Arzt’ gewährt. Das folgende Quintett (Nr. 5) für Sopran und Alt mit Flöte, Oboe d’amore und Continuo schildert den beschwerlichen Gang nach Golgatha. In der Aufführung wirkte es wie eine Rückkehr zu den leidvollen Themen Epiphanias und Fastenzeit – ‚des Kreuzes Bitterkeiten’ im Streit mit der Schwachheit des Fleisches. Wir spüren nicht nur das ‚unerträgliche’ Gewicht des Kreuzes, auch der eitle Sieg jener, die auf halbem Wege aufgeben, wird uns deutlich vor Augen geführt. Auf heilsame Weise predigt hier die Musik, doch zwischen den frohgemuten Ermahnungen des Anfangschores und dem abschließenden Choral ist eine bittere Pille zu schlucken.

In seiner dritten Fassung BWV 100, Was Gott tut, das ist wohlgetan II“ die 1734 in Leipzig uraufgeführt wurde, führt Bach den Text des Anfangschorals unverändert durch alle sechs Strophen, wobei es ihm gelingt, sich weder musikalisch zu wiederholen noch die Liedmelodie langweilig werden zu lassen. Wir spüren, dass sich Bach entweder mit den Fragen seiner Kritiker auseinandersetzt, warum er seine Kantaten so kompliziert gestalte und ob er sie nicht auf ein einziges theologisches

Thema beschränken könne, oder sich der neuen Herausforderung stellt, innerhalb der Einschränkungen, die ihm die Versform auferlegt, eine möglichst große Abwechslung zu bieten. Die vier Mittelsätze, die kein einziges Rezitativ enthalten, das den Fluss stören könnte, sind im höchsten Maße fesselnd und faszinierend. Auf ein Duett zwischen Alt und Tenor (Nr. 2), das einen riesigen Atem und eine sichere Beherrschung der Koloratur verlangt, folgt ein Siciliano für Sopran und obligate Flöte (Nr. 3) – mit seinen Rouladen aus vierundzwanzig Zweiunddreißigsteln je Takt sicher das anspruchsvollste aller Flötenobligati Bachs. Dann folgt nach einer munteren Bassarie, die von den gesamten Streichern mit kecken Synkopierungen begleitet wird (Nr. 4), eine herrliche Aria im 12/8-Takt für Alt und Oboe d’amore (Nr. 5) – lyrisch und trostreich. Bach beschließt die Kantate mit einer Wiederholung (Nr. 6) der Fassung, die wir zum ersten Mal am 1. Sonntag nach Trinitatis (BWV 75) aufgeführt haben, diesmal jedoch mit zusätzlichen Hörnern und Pauken.

© John Eliot Gardiner 2004
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Aus einem während der Bach Cantata Pilgrimage geschriebenen Tagebuch
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Übersetzung: Gudrun Meier
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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“  ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum „15. und 16. Sonntag nach Trinitatis“

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Gardiner Reisetagebuch SDG 104 – zum Download als PDF 

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  Künstler-Beitrag:  Mark Padmore, Tenor – zum Download

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..Link:  >> Menschen <<  – Wissenswertes vom Klangquartier Leipzig! –
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Bachfest Leipzig 2013 – „Vita Christi“
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vom 14.06.2013 – 23.06.2013
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Erstmals wagt sich ein Veranstalter daran, die theologischen, dramaturgischen und kompositionstechnischen Verbindungslinien der großen oratorischen Kompositionen Bachs in eine unmittelbare Beziehung zu setzen: Weihnachts-Oratorium, Johannespassion, Oster- und Himmelfahrts-Oratorium fügen sich zu einem inhaltlich wie musikalisch bestimmten Großprojekt zusammen.
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Hermann Max  – („Auferstehung und Himmelfahrt“ mit der Rheinischen Kantorei  u.a. mit James Gilchrist – Tenor,
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am 21.6.2013, in der Nikolaikirche, Leipzig um 20 Uhr) – 
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werden die entscheidenden Stationen der Vita Christi an diesen Konzertabenden zu einem einzigartigen Musikerlebnis.
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Umrahmt werden die Aufführungen von den Magnificat-Kompositionen  von Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach im Eröffnungs- sowie der h-Moll-Messe, BWV 232 mit den Thomaner und dem Freiburger-Barockorchester
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im Abschlusskonzert am Sonntag, 23.6.2012 um 18 Uhr in der Thomaskirche Leipzig.
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Die Thematik für das Bachfest 2013 wird Vita Christi sein.
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Die nachstehenden Termine..!!
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Sir J.E. Gardiner wird mit dem Monteverdi Choir am Donnerstag, 20.6.2013 um 20:00 Uhr
in der Thomaskirche die „Johannes-Passion“ aufführen.
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Am Samstag, 22.6.2013 um 20:00 Uhr erfolgt dann  mit Sir J.E. Gardiner
in der Nikolaikirche ein Kantatenkonzert u.a. mit den Bach-Werken:
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BWV 249 „Kommt eilet und laufet“ und
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BWV 11 „Lobet Gott in seinen Reichen.“
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Weitere Informationen zum Leipziger Bachfest 2013 nachstehend:
Link: 
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Am Sonntag, 02.9.2012 sendete das Schweizer Fernsehen (SF1)  die folgende Sendung:
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„Sternstunde Religion Mit Bach von Leipzig bis Trogen – Unterwegs mit Rudolf Lutz“
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Eine Reportage von Judith Hardegger und Christian Walther
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Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Rudolf Lutz Dirigent und Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen

Wenn Rudolf Lutz Bach spielt, Bach dirigiert oder Bach erklärt, ist er in seinem Element. Der Schweizer Organist, Cembalist, Dirigent und Komponist ist der künstlerische Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen und damit die Schlüsselfigur eines gigantischen Musikprojekts. Im appenzellischen Trogen bringt er seit fünf Jahren jeden Monat mit hochkarätigen jungen Musikern eine Bachkantate zur Aufführung.

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Die geplante Gesamtaufführung des Vokalwerks von Johann Sebastian Bach wird noch weitere 20 Jahre in Anspruch nehmen. Was macht für Rudolf Lutz die Faszination von Bachs Musik aus? Wie vermittelt er sie? Und was verbindet ihn mit Bach als Person? Judith Hardegger und Christian Walther blicken in ihrem Filmbeitrag hinter die Kulissen und begleitet den Barockspezialisten und Ausnahmekünstler an verschiedene Orte seiner Tätigkeit: zu den Proben und Kantatenaufführung in Trogen, an die Hochschule für Alte Musik Basel, wo er Improvisation unterrichtet, und dorthin, wo J.S. Bach lange Zeit gewirkt hat: in die Leipziger Thomaskirche.
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Diese Sendung ist in der Mediathek von SF1 (Schweiz) im Internet weiterhin unbegrenzt aufrufbar.
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Link für das Internet – Fernsehen:
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Ich wünsche allen einen schönen „Trinitatis-Sonntag!“
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Herzliche Grüße
Volker
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