Archiv der Kategorie: J.S. Bach H-Moll Messe BWV 232

BR – Klassik “ INTERPRETATIONEN IM VERGLEICH“ – J.S. BACHS MESSE IN H-MOLL


BR – Klassik „INTERPRETATIONEN IM VERGLEICH“ J.S. BACHS MESSE IN H-MOLL

Sie ist eine der außergewöhnlichsten Vertonungen des katholischen Messtextes und eine der ganz großen Meisterleistungen der abendländischen Musikgeschichte: die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Es gibt wohl kaum ein Werk, das in der Aufführungsgeschichte sein Wesen derart verändert hat. BR-KLASSIK-Redakteur Laszlo Molnar nimmt einige Einspielungen der h-Moll-Messe unter die Lupe.

Porträt Johann Sebastian Bach | Bildquelle: picture-alliance/dpa

Bildquelle: picture-alliance/dpa

„INTERPRETATIONEN IM VERGLEICH“ VOM 5. FEBRUAR 2019 ANHÖREN

OTTO KLEMPERER MIT DEM NEW-PHILHAROMONIA ORCHESTRA UND DEM BBC CHORUS

Bis etwa in den 1960er Jahren klangen die meisten Aufführungen von Bachs h-Moll-Messe mit professionellen Musikern so, wie bei Karl Richter oder Otto Klemperer: Ein großer Chor singt, ein großes Orchester spielt. Der Dirigent strebt nach großem Ausdruck, nach Überwältigung. Die Zuhörer sollen ergriffen werden. Alles auf höchstem Niveau, die Soli werden mit Opernsängern besetzt, den Stars der Zeit – Agnes Giebel, Janet Baker, Nicolai Gedda, Hermann Prey. Im BBC Chorus hören wir Stimmen, die auch in einem Opernchor singen könnten. In einer Aufnahme von 1967 mit Otto Klemperer am Pult des New Philharomonia Orchestras klingt das so:

NIKOLAUS HARNONCOURT MIT DEN WIENER SÄNGERKNABEN UND DEM CONCENTUS MUSICUS WIEN

Eine unverändert vorbildliche Aufnahme ist die von Nikolaus Harnoncourt von 1968. Nur ein Jahr nach der Einspielung mit Otto Klemperer und doch eine ganz andere Klangwelt. Harnoncourt wollte ergründen, warum das Werk so ist, wie es ist, und wie es Bach sich vorgestellt haben könnte. Eher langsame Tempi, sorgfältigste Artikulation, eine bis ins Kleinste überwachte Aufnahme hat bis zum heutigen Tag alles aus der Partitur herausgeholt, was möglich ist. Die Aufnahme zu hören ist, wie mit einem Leuchtzeiger durch die Noten zu gehen. Alles, was hier zum Klingen kommt, Soli, Tutti, Sänger, Instrumente ist wundervoll und beseelt. Hier ist die Aufnahme von 1968 mit den Wiener Sängerknaben und dem Concentus Musicus Wien unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt.

JOHN ELIOT GARDINER MIT DEM MONTEVERDI CHOIR UND DEN ENGLISH BAROQUE SOLOISTS

Ein weiterer Protagonist der Originalklangszene macht sich in den 80er Jahren bereit: John Eliot Gardiner. Zusammen mit dem Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists hat er 1985 den Standard für die Interpretation der h-Moll-Messe als Virtuosenstück gesetzt. Wie kein anderer führt Gardiner eine Solistengruppe als Chor und lässt den Chor singen, als sei er ein Solist. Mit solch einer Besetzung unerreicht ist die emotionale Kraft, die Gardiner aus dieser Messvertonung entfesselt. Bei Gardiner hört man als Chor eine Versammlung geradezu verzückter einzelner Stimmen – hier in einer undatierten Aufführung mitzuerleben:

JOHN BUTT MIT DEN DUNEDIN CONSORT & PLAYERS

Die Messe in h-Moll ist Bachs letzte Komposition. Ihr gab der Komponist alles mit, was er an Kunst im Laufe seines Lebens als Organist, Komponist und Kapellmeister entwickelt hatte – vom strengen polyphonen Satz bis zu einer ins feinste verästelten Konzertfaktur und dem Modernsten an Arien, das es zur damaligen Zeit gab. Welche Arbeit tatsächlich darin steckt, hört man am besten in einer der radikalsten Aufführungen, die es auf Tonträger gibt: mit dem Dunedin Consort aus Edinburgh unter der Leitung von John Butt und nur zwei Sängern pro Stimme. Das hat mit einem Chor, wie er bei Klemperer zu hören war, nichts mehr zu tun. Das ist die Musik in ihrer athletischsten Gestalt. Hierhin führt der Weg, den das Verständnis von Bachs h-Moll-Messe genommen hat. Von der groß und breit daherkommenden oratorischen Chorkomposition zum durchtrainierten Stimm-Kunstwerk für eine Gruppe hochvirtuoser Solisten. Hier ist das „Sanctus“ mit den Dunedin Consort & Players unter der Leitung von John Butt zu sehen und zu hören:

PETER DIJKSTRA MIT DEM BR-CHOR UND CONCERT KÖLN

Die Aufnahme der h-Moll-Messe durch den Chor des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Peter Dijkstra, zusammen mit dem Concert Köln, aus dem Jahr 2016 scheint wie ein seltener Solitär. Denn man hört: diese Sängerinnen und Sänger arbeiten immer zusammen, sie proben Tag für Tag. Dijkstra konnte mit den Stimmgruppen an Nuancen arbeiten. Hören Sie, wie markant und kraftvoll, dabei auf das Feinste abgemischt, das Kyrie und alles Weitere mit dem BR-Chor und dem Concerto Köln unter Peter Dijkstras Leitung klingen:

Mitglieder des BR-Chors werfen Notenblätter in die Luft | Bildquelle: BR/Johannes Rodach

Bildquelle: BR/Johannes Rodach

Chor des Bayerischen Rundfunks, Concerto Köln, Peter Dijkstra
BR-Klassik (2016)

Video:

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Sendung:  „Interpretationen im Vergleich“ vom 5. Februar 2019  20.05 Uhr auf BR-KLASSIK –

Hier die ganze Sendung zum Anhören.

INTERPRETENLISTE DER SENDUNG „INTERPRETATIONEN IM VERGLEICH“ MIT BACHS H-MOLL-MESSE

Münchner Bach-Chor und Orchester, Karl Richter
Deutsche Grammophon Gesellschaft Archiv (1961)

Video: 

BBC-Chorus, New Philharmonia Orchestra, Otto Klemperer
EMI (1967)

Wiener Sängerknaben, Concentus Musicus Wien, Nikolaus Harnoncourt
Teldec (1968)

Gächinger Kantorei, Bach-Collegium Stuttgart, Helmuth Rilling
CBS (1977)

Video: 

The Bach Ensemble New York, Joshua Rifkin
Nonesuch Records (1982)

Video:  

The Monteverdi Choir, English Baroque Soloists, John Eliot Gardiner
Deutsche Grammophon Gesellschaft Archiv (1985)

Collegium Vocale Ghent, Philippe Herreweghe
Virgin Classics (1989)

Video:  

Bach-Chor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Münchner Philharmoniker, Sergiu Celibidache
EMI (1990)

Video:

Bach Collegium of Japan, Masaaki Suzuki
BIS-Records (2007)

Video:  

Dunedin Consort, Dunedin Players, John Butt
Linn-Records (2009)

Thomanerchor Leipzig, Freiburger Barockorchester, Georg Christoph Biller
DVD Accentus Music (2013)

Video: 

Chor des Bayerischen Rundfunks, Concerto Köln, Peter Dijkstra
BR-Klassik (2016)

All of Bach on December 15th 2016 at the Grote Kerk, Naarden.

Video:  

Collegium Vocale Leipzig, Merseburger Hofmusik, Michael Schönheit
Querstand (2018)

Video: 

BR-Klassik: INTERPRETATIONEN IM VERGLEICH – Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll, BWV 232


BR-Klassik: Interpretationen im Vergleich – Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll, BWV 232

Auf eine besondere Programm-Ankündigung von BR möchte ich alle Bachfreunde hinweisen.

Zum Live-Stream BR – Klassik

Sendung in BR – Klassik am 5. Februar 2019 um 20:05 Uhr bis 22:00 Uhr !

J.S. Bach

       J.S. Bach

Aufnahmen mit den Dirigenten Karl Richter, Helmuth Rilling, Joshua Rifkin, John Eliot Gardiner, Peter Dijkstra, John Butt und anderen Interpreten.

Ein Werk – zahlreiche ältere und neuere Einspielungen von großen Interpreten nebeneinander gestellt – einmal im Monat, dienstags ab 20.05 Uhr.

Die h-Moll-Messe – BWV 232 von Johann Sebastian Bach ist das Spitzenwerk der westlichen geistlichen Musik. Keine andere Messvertonung hat diesen Umfang. In keiner anderen Messvertonung werden die einzelnen Teile der katholischen Messe derart differenziert betrachtet und in Musik der verschiedensten Art gesetzt. 18 Chorsätze und neun Arien bilden zusammen das Werk, das Bach am Ende seines Lebens aus dem besten zusammenstellte, das er in seiner langen Laufbahn als einer der größten und kreativsten Musiker aller Zeiten komponiert hatte.

Die h-Moll-Messe ist daher nicht nur ein geistliches Werk. Sie ist eine Gesamtschau von allem, was auf dem Gebiet der Komposition zu Bachs Zeit möglich war; vom strengen Chorsatz im Stil der Vokalpolyphonie der Renaissance bis zur Opernarie nach dem aktuellsten Stand der Dresdner Hofoper. Bis zum heutigen Tag zieht die h-Moll-Messe Interpreten wie Zuhörer mit ihrem technischen Anspruch und ihrer vollendeten Schönheit in ihren Bann und wird weltweit als eine der größten und tiefgründigsten Schöpfungen der Musikgeschichte der westlichen Welt gewürdigt.

Der Interpretationsvergleich von Laszlo Molnar zeigt die verschiedenen Ansätze, mit denen sich Interpreten seit Beginn der 1960er Jahre der h-Moll-Messe genähert und mit welchen Mitteln sie den musikalischen Gehalt umgesetzt haben. Der Vergleich legt dar, wie sich dank der intensiven Bach-Forschung und des Aufkommens der historischen Aufführungspraxis das Verständnis von und für Bachs letzte(r) Komposition dramatisch gewandelt hat – von einem Chorwerk im Geiste der Oratorien Bachs, Händels und Mendelssohns über ein Virtuosenstück für professionelle Barock-Ensembles hin zum radikalen, kompromisslosen Stimm-Kunst-Werk, in dem auch die Chorsätze von hochqualifizierten Solisten aufgeführt werden.

Textquelle: BR-Klassik

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Eine Hiobs-Botschaft erschüttert das Bachfest der Zukunft !


Hände weg vom Bachfest … und eine dringende Bitte anlässlich Mendelssohns Todestag

„Wie weiter mit Mendelssohn und Bach?“ fragte Ende September 2016 Peter Korfmacher in der Leipziger Volkszeitung (LVZ

http://www.lvz.de/Kultur/Wie-weiter-mit-Mendelssohn-und-Bach ).

Die Frage ist berechtigt. Denn nachdem die Mendelssohn-Festtage in diesem Jahr sang- und klanglos beerdigt wurden, will man auf die Schnelle das seit 1999 jährlich stattfindende, sich erfolgreich entwickelnde Bachfest zu einem Leipziger Musikfestival umbauen.

Doch wer da an welchen Fäden zieht, bleibt sehr im Nebulösen: Bach-Archiv, Stadt Leipzig mit Oberbürgermeister und Kulturbürgermeisterin, Gewandhaus, Mendelssohn-Haus oder die gleichnamige Stiftung, designierter Gewandhauskapellmeister oder der Präsident des Bach-Archivs?

Einzig Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke äußerte sich und sieht laut LVZ „alles im Fluss“.

Dennoch werden jetzt schon Weichen gestellt, ohne dass alle Beteiligten zu Rate gezogen werden. So weiß der neue Thomaskantor Gotthold Schwarz  von nichts, aber plötzlich wurde der Kirchgemeinde St. Thomas die Information zugesteckt: das Bachfest 2018 soll nicht mehr in der Thomaskirche, sondern im Gewandhaus eröffnet werden – und auch das Abschlusskonzert mit der h-Moll-Messe sei im Gewandhaus geplant. Finden also die Versuche von 2001 und 2006 eine Neuauflage? Da wollte man Fakten schaffen und Gottesdienste, Metten und Motetten aus dem offiziellen Bachfest-Programm herausstreichen. Da sollte „Festival-Atmosphäre“ in der Thomas- und Nikolaikirche dadurch erzeugt werden, dass man mit Hilfe von bestellten Claqueuren die Dirigenten unter Beifall ans Pult treten ließ. Am liebsten hätte man auch noch den Roten Teppich zwischen Bach-Denkmal und Bach-Tür ausgerollt und Pausen für Sekt-Häppchen eingerichtet. Dieser Unsinn konnte Gott sei Dank im Keim erstickt werden. Das Bachfest – nach dem großen Erfolg im Jahr 2000 von der Stadt Leipzig zunächst ganz bewusst heruntergefahren – hat sich in den vergangenen zehn Jahren bestens entwickelt und gilt inzwischen als das Bachfest weltweit. Von behaupteter „Stagnation“ kann keine Rede sein, dafür umso mehr von Öffnung hinein in die Stadt und gewachsener Internationalität.

Mehr unter folgendem Link:  http://wolff-christian.de/haende-weg-vom-bachfest/

Herzliche Abendgrüße

Volker

News aus der Klassikszene: J.S. Bach – die h-Moll-Messe, BWV 232 ist UNESCO-Weltdokumentenerbe


Johann Sebastian Bach

die h-Moll-Messe,

BWV 232 ist UNESCO-Weltdokumentenerbe

Im Oktober 2015 hatten wir  bereits informiert, am 5. Dezember 2015 die wertvolle Partitur (zusammen mit unseren Luther-Weltdokumentenerbeschätzen) in der Öffentlichkeit präsentiert, jetzt haben wir es schwarz auf weiß: Die Urkunde der UNESCO über die Aufnahme der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach in das Weltdokumentenerbe-Register liegt vor!

UNESCO-Dokument Weltkulturerbe h-;oll Messe BWV 232 von J.S. Bach

              UNESCO-Dokument Weltkulturerbe h-Moll Messe BWV 232 von J.S. Bach

Die Originalhandschrift der h-Moll-Messe, BWV 232, ist Teil der umfassenden Sammlung von Bach-Autographen in der Staatsbibliothek zu Berlin. Sie steht vollständig digitalisiert und offen zugänglich im Internet zur Verfügung: Werkansicht h-Moll-Messe. Die UNESCO würdigt das Werk als einen „Meilenstein der Musikgeschichte in Bezug auf Satztechnik, Wort-Ton-Verhältnis sowie auf ihre ästhetisch und theologisch durchdachte musikalische Gesamtform“, das „in nuce für die Kompositionskunst Bachs in Gänze“ stehe und auch 250 Jahre nach seiner Entstehung weiterhin Einfluss auf die Welt besitze.

Die Urkunde wird künftig im Haus Unter den Linden in Berlin aufbewahrt, und zwar im Tresor direkt neben der Originalhandschrift.

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Aus diesem Anlass füge ich diesem Beitrag ein preisgekröntes Video der h-Moll Messe, BWV 232 bei. Der Interpret ist Karl Richter.

Johann Sebastian Bach „Hohe Messe in h-Moll“
Münchener Bach-Chor
Münchener Bach-Orchester
Conductor: Karl Richter

Gundula Janowitz, Sopran
Hertha Töpper, Alt
Horst Laubenthal, Tenor
Hermann Prey, Bass

Aufnahme von 1969

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Neuveröffentlichung von SDG Label-Monteverdi, J.S. Bach die Hohe Messe in h-moll – BWV 232


Liebe Gardiner-Freunde !

Eine Neuveröffentlichung vom Label-Monteverdi-SDG

SDG 722  von J.S. Bach – Hohe Messe in h-moll – BWV 232

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DEMNÄCHST
J.S. BACH –  B-MOLL-MESSE – BWV 232
SDG 722 | 2 CDs veröffentlicht: ab 13. November 2015

Jetzt vorbestellen:

http://monteverdi.org.uk/shop/albums/other-releases/b-minor-mass

The Monteverdi Choir und English Baroque Soloists sind bekannt für ihre spektakulären Aufführungen von J.S. Bachs episches Meisterwerk, die sie ausgiebig tourte.

Während ihrer Tour nach München, Frankfurt, Luzern, Aix-en-Provence und Paris Anfang 2015 gab es eine Massenpanik – sie wurde  durchgeführt, in vollen Häusern, um das Publikum zu verzaubern.

Dieses Album ist der Höhepunkt der Tour. Es wurde in einer offenen Sitzung in London aufgenommen und erfasst die besondere Atmosphäre der Konzerte.

In einem 2-CD Fallsammlung vorgestellt, es enthält 2 CDs und einer Broschüre mit Originalnoten von John Eliot Gardiner in Englisch, in Deutsch und Französisch übersetzt.

Herzliche Grüße

Volker

Mein erlebtes Bach-Festival in Leipzig vom 14.6. bis 23.6.2013


Mein Bach-Festival (14.6.-23.6.13)

Bach im Bahnhof Leipzig: BachSpiele 2013 Foto: Gert Mothes

                                       Bach im Bahnhof Leipzig: BachSpiele 2013 Foto: Gert Mothes

I. Da suchte ich nun am Freitag abend (14.6.2013) rechtzeitig zum Eröffnungskonzert vor dem Hauptportal der THOMASKIRCHE noch eine Eintrittskarte zu ergattern. War mir ganz sicher: ‚Du bekommst noch eine Karte. Jemand bietet Dir sie bestimmt an!‘ So geschah es und ich saß plötzlich im Mittelschiff!!

Das Leitmotiv des Bach-Festes sollte ja die VITA CHRISTI sein. Viele waren wohl gespannt, mit welchen Bach-Tönen jetzt gleich der Anfangspunkt zum Leben des Jesus/Christus gesetzt wird. Wo fängt die ‚vita Christi‘ an? In der Süßlichkeit von Weihnachten oder so, daß ICH SELBST zum Wach-Sein und Bereit-Sein gerufen werde. Was sangen dann die Thomaner im Eingangschor von BWV 140: ‚Macht EUCH bereit -WIR SELBST müssen ihm entgegegen gehen‘.

Wollte mir eine so treffend ausgesuchte Eröffnungs-Kantate zu solcher Bereitschaft einen SCHUB VERSETZEN? Da hatten doch die Jungfrauen/-männer ihr Lampenöl/ihre Wachsamkeit  vorschnell durch die Fixierung auf einen anvisierten Tag/Dirigenten verschleudert? Für mich umgedichtet hieß dies: ‚Verschleudere Dein Lampenöl/Deine brennende  Aufmerksamkeit nicht beim x-beliebigen Konzert/Dirigenten. BLEIBE wachsam, höre NEUE TÖNE.  Und ich fand es gut, daß so die Veranstalter mit dieser Kantate tief ansetzten und nicht nur (mir) überdrüssige HIGHLIGHTS anboten.

Eröffnungskonzert traditionell in der Thomaskirche Foto Gert Mothes

                                         Eröffnungskonzert traditionell in der Thomaskirche Foto Gert Mothes

II. Jeden Morgen gab es in verschiedenen Kirchen eine Mette mit  Bach-Kantate, dazu garniert mit geistlichen Konzerten älterer Thomaskantoren wie Schelle oder Kuhnau.  Meistens fand ich Platz in der ersten Reihe, konnte hautnah das Entstehen der Töne erleben. So hörte ich im Lauf meiner Leipziger Zeit  über 10 verschiedene Kantaten und 5 der Bach-Motetten, dargeboten von ausgezeichneten Chören und für mein Nachfragen mir zugänglichen Solisten. Zugänglich in der Weise, daß ich mir besonders eindrückliche Arien und Rezitative nochmal erklären lassen konnte. Das zweigestrichene b im Chor-Sopran-Schluß der Motette ‚Singet dem Herrn‘ (BWV 225) hatte mich schon immer fasziniert. Sodann das Pizzicato und Arpaggio (gezwickte Spielweise) in BWV86 Alt-Arie, wo ‚Dornen-stechen‘ nachgeahmt wird. Der Stimmungsumschlag von den Fischern zu den Jägern in BWV 88 Eingangsarie Bass u.a.. Schade, dss einige Kantaten zeitgleich angeboten waren. Es hätte mir Spaß und Freude gemacht, der Reihe nach und lückenlos die VITA CHRISTI in  Bach’s Kantaten-Welt zu erleben. Bach als Marathon.

III. Der Montag (17.6.) war dann als Forum-Thomanum-Tag gestaltet. Er begann mit der Mette und Kantate in der HAUSKIRCHE der Thomaner-, Lutherkirche nebenan. Den halben Tag hatte ich dann im renovierten ‚Kasten‘ verbracht, wo Führungen, kleine Konzerte im neun Probensaal und Gespräche natürlich mit Kaffee und Leipziger Schnecken verwöhnten. Plötzlich stand (- o Schreck-!)der LEBENDE Thomaskantor vor mir und auch andere Bedienstete wir Krankenschwester für die Thomaner und Hausmeister waren gesprächsbereit.

Alumnat Thomaner Hiller Str. und Sebastian Bach Str.  in Leipzig Foto: W. Adam

                         Alumnat Thomaner Hillerstr. und Sebastian-Bach-Str. in Leipzig Foto: W. Adam

IV. Ja-, und dann kam der Donnerstagabend (20.6.). Sir Gardiner’s Interpretation der Johannes-Passion sollte für mich eigentlich der Höhepunkt werden. Doch wegen des fast  lebensgefährlichen Unwetters mit umgestürzten Bäumen und Wasserstraßen blieb ich in der Tram Nr.3 stecken und erlebte hautnah und tropfnass einen ANDEREN CHORUS, diesmal aus der Matthäus-Passsion: ‚Sind BLITZE und DONNER  in WOLKEN versunken!‘

Ich war heilfroh, dass ich im Unwetter über Leipzig nicht in den ‚Blitz-feurigen Abgrund‘ reingerutscht war und genehmigte mir stattdessen im schützenden Hauptbahnhof 2 Gläser französischen Rotweins. Meine Eintrittskarte musste so verfallen.

BachFest 2013 Leipzig  J.E. Gardiner - Thomaskirche BWV 245 Johannes Passion Foto: Gert Mothes

            BachFest 2013 Leipzig J.E. Gardiner – Thomaskirche BWV 245 Johannes Passion Foto: Gert Mothes

V. Zum Abschluss des Bach-Festes hatte ich mir bewußt die Kantate zum Erntedankfest ‚Es wartet alles auf Dich‘ (BWV 187) genehmigt. Meine Bach-Ernte war nämlich trotz Verkehr und Unwetter reichlich in meinen Scheunen eingefahren und ich konnte nur noch dankbar sein. Dankbar meiner ‚Hausmutter‘ Simone, dass sie mich 10 Tage ertragen hatte, dankbar den Musikern und auch den Leipziger Garten-Parks, die mich immer mit Frische gekühlt hatten. So erlebte ich nochmals die Thomas-Kirche in ihrer eigensten Funktion als Gottesdienstraum und konnte mich von vielen Bekanntschaften verabschieden. So war vom Werkstattwochenende in Höxter ein immer gutmütiger Bass da, meine kanadischen Bekanntschaften wollten auch Abschied nehmen.

Bachfest 2013 Fahrräder mit Bachfest-Logo Foto: W. Adam

                                    Bachfest 2013 Fahrräder mit Bachfest-Logo Foto: W. Adam

Mein Fahrrad musste zwar einmal in eine Fahrradwerkstatt und erfüllte aber ansonsten treu seinen Dienst, mich immer rechtzeitig zu den verschiedenen Leipziger Kirchen zu bringen.

Leih-Fahrräder mit dem Logo BachFest 2013 Foto: Gert Mothes

Leih-Fahrräder mit dem Logo BachFest 2013 Foto: Gert Mothes

I.      VI. Als ich dann am Sonntagabend wieder zuhause war, hörte ich per livestream im Internet die H-Moll-Messe aus der Thomaskirche. Das Abschlußkonzert war also wieder WEIT WEG von mir, da-, wo ich DOCH SO NAHE dran war.

VII.  Leider muß ich sagen, daß mir die Thomaner der H-Moll-Messe trotz ganz guter digitaler Tonqualität nicht zugesagt haben. Warum? Da war keine Spannung und Dynamik in  diesen herrlichen Stimmen (GOLDKEHLCHEN nennen die Leipziger ihre Thomaner. Und hier muß ich dann doch noch ein Kompliment an Sir Gardiner’s Interpretation der beiden anderen Bach-Oratorien (Ostern+Pfingsten) vom 22.6. loswerden. Diese Dynamik und das Aufrechthalten des Spannungsbogens innerhalb der Werke war schon unübertroffen. Diese Trompeten. Auch die Solisten, wie sie aus dem Chorraum der Nikolaikirche zu ihrem Vortrag gerafft und konzentriert neben den Dirigenten traten, ließen unerhörten Ernst spüren. Im Chor selbst fand ich, wie schon öfters festgestellt, eine unmögliche Dominanz OPERNHAFTER und dazu noch ‚knödelnder‘ Männerstimmen (so auch Rezenzion in der LVZ), die mich daran denken ließ, daß Bach doch keine Opern aufführen wollte. Meiner Meinung sollten auch heute sich Interpreten an diese Sicht halten.

Abschlusskonzert mit dem Thomanerchor Foto: Gert Mothes

                             Abschlusskonzert mit dem Thomanerchor Foto: Gert Mothes

Einige Blog-Mitglieder konnten sich vor und nach der Nikolaikirche noch mitreinander austauschen. Allen EUCH einen HERZLICHEN Gruß. Jetzt schauen wir uns leider nur noch ‚digital‘ an. Aber vielleicht kommen wir mal wieder zusammen.

P.S. Wie alle bestimmt wissen, traten 2 Thomaner nach den Begrüßungsreden der Eröffnung vor den Leipziger OB und hielten eine wohlgesetzte Dankesrede, die aber dann in PROTEST umschlug:   ‚Wir haben gelernt, daß Politiker ihr Wort nicht zu halten brauchen‘. Als der OB zum ‚Schulstreit‘ nochmal Stellung nahm, gab es Buhrufe und Pfiffe in der Thomaskirche. Ich hielt den Atem an!

Ich kann nur hoffen, dass alle Beteiligten (Stadtrat, OB, Schulträger, Pfarrer, Schüler) zusammen einen für die Thomas-Grundschule guten Weg finden.

Mit herzlichem Gruß 

Wolfgang

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Video – Link:  

Die Aufzeichnung des Abschlusskonzertes können Sie hier noch einmal ansehen.

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Wieder gibt es Zweifel um die Echtheit der Gebeine von J.S. Bach in der Thomaskirche Leipzig


J.S. Bach-Grabstätte in der Thomaskirche Leipzig

Liebe Bachfreunde!

Aufgeschreckt wird der Bach-Freund über neue Zweifel an der Echtheit der Gebeine von J.S. Bach in dem Grab der Thomas Kirche in Leipzig. Wie die Mitteldeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe vom 19. Juli 2011 berichtet, Zweifel daran äußerte während eines Vortrages an der Leopoldina-Akademie der Naturforscher in Halle der international namhafte Gerichtsmediziner Walther Parson aus Innsbruck.

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Auszug aus dem Artikel der MZ:

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Hutgröße 58

Arbeitslos kann Walther Parson kaum werden. „Zwischen 1750 und 1850 waren alle berühmten Schädel auch Sammelobjekte.“ Dieses Phänomen hängt mit einer damals verbreiteten Ansicht zusammen, dass man das Wesen eines Menschen von seiner Kopfform ablesen könne. Allein Franz Joseph Gall als Begründer der Phrenologie, so der Name dieser pseudowissenschaftlichen Lehre, soll mehr als 300 Schädel besessen haben. Bach beispielsweise hatte der Überlieferung nach Hutgröße 58 und war schon deshalb eine gefragte Ausnahmeerscheinung und mögliches Sammelobjekt. Die Musiker Haydn und Mozart sind nur zwei weitere berühmte Namen, um deren Schädel sich bis heute abenteuerliche Geschichten ranken. Parson: „Insofern stellt sich fast immer die Frage nach der Echtheit.“

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Zum Gesamt-Artikel als PDF „MZ“ Mitteldeutsche Zeitung vom 19.7.2011 nachstehend:

Link:  MZ Zweifel an der Echtheit der Gebeine von J.S. Bach

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Jeder Bach-Freund wird sich seine eigenen Gedanken über diesen angeblichen Sensations-Artikel in der „MZ“ machen. Ich bleibe unvoreingenommen und nehme das einmal zur Kenntnis und äußere mich einmal später dazu. Wichtig erscheint mir, das J.S. Bach weiter lebt und seine fantastische Musik die Welt erobert hat und das war ein großes Ziel von ihm, was er so eindrucksvoll mit der h-Moll Messe, BWV 232 beweisen konnte und wollte…!!

YouTube Thomaner „Agnus Dei“ and „Dona nobis pacem“ 13:“

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Grüße

Volker

Ein berührendes Abschieds-Konzert im Konzerthaus der HfM-Detmold am 28.5.2011 mit der h-Moll-Messe von Prof. Gerhard Weinberger


Liebe Bachfreunde!

Programmheft Abschiedskonzert 28. Mai 2011 Prof. Weinberger HfM Detmold

Ein großer Bach-Interpret als Organist und Dirigent: „Professor Gerhard Weinberger“ verabschiedete sich am Samstag, 28. Mai 2011, mit einem berührenden Vokal-Konzertabend im Konzerthaus der HfM Detmold mit der h-Moll-Messe, BWV 232, von Johann Sebastian Bach.

Als Vorab-Information war in der Zeitung: LT in Detmold folgendes veröffentlicht worden:

Ein 28 Jahre langer Spagat über 600 Kilometer geht zu  Ende. Mit Applaus? Bestimmt. Vor allem aber mit großer Musik. Gerhard  Weinberger dirigiert in seinem Abschiedskonzert Bachs h-Moll-Messe.

Seit 1983 ist Gerhard Weinberger Professor für Orgel und Leiter der Abteilung Kirchenmusik an der Detmolder Hochschule für Musik – jetzt geht er in den Ruhestand. Seit 28 Jahren pendelt er zwischen Detmold und München, wo er seinen Wohnsitz behalten hat. Eine anstrengende Übung, klar – andererseits hält so ein Spagat ja auch beweglich. „Ich habe das immer als künstlerisch und menschlich bereichernd empfunden“, sagt Weinberger. 

Johann Sebastian Bach ist eine zentrale Größe im Leben des Organisten. „Für mich sind Bachs Kompositionen das Non plus ultra“, da stimmt jede Note. Seine Musik hat Größe, Drive, Innigkeit, Virtuosität“, schwärmt Gerhard Weinberger. „Gerade die h-Moll-Messe ist so ein wahnsinniges Stück.“

Konzerthaus HfM Detmold

Bereits eine halbe Stunde vor Konzert-Beginn waren die Parkplätze vor dem Konzerthaus der HfM Detmold fast vollständig belegt und galt als ein Hinweis, dass sich an diesem Abend etwas Grossartiges ereignen wird. Überragend der Zuspruch an jungen Besucher-Gruppen sowie viele Honoratioren waren in den Gängen auszumachen, die bei diesem 1. Weinberger Verabschiedungs-Konzert unbedingt ihre Referenz erweisen wollten.

Barock-Orchester und Vokal-Chor HfM Detmold

Der Besucher-Zuspuch war überragend und das Konzerthaus war fast vollständig ausverkauft. Bemerkenswert was @Wolfgang und mir sofort auffiel, das jugendliche Studenten-Barock-Orchester und der junge studentische Vokal-Chor, wann gibt es das einmal zu bestaunen. Die Einstudierung für das Studenten-Barock-Orchester lag in den Händen von der Dozentin an der HfM Detmold: Ulrike-Anima Mathé und für den Studenten-Vokal-Chor bei „Benno Schachtner“ einem ehemaligen Schüler von Prof. Gerhard Weinberger und seit 2007 sein Assistent. Benno Schachtner fungierte in dem Konzert als Gesangs-Solist in den Alt-Partien als „Altus.“

Von links die Gesangs-Solisten: Klaus Mertens (Bass) Sebastian Kohlhepp (Tenor) Benno Schachtner (Altus) Catalina Bertucci (Sopran)

Das Barock-Orchester spielte teilweise mit historischen Instrumenten und fungierte sehr selbstsicher und in einer gekonnten Interpretation des Bach’schen Werkes und wusste in ihrer barocken Klangpracht sehr zu gefallen. Der junge 39-köpfige Vokal-Chor (Studenten/innen für Sologesang) bestach durch ein stimmlich profundes Singen und war ein erhebender Genuss, diese frische Gesangs-Kunst war eine Offenbarung und entpuppte sich für die h-Moll-Messe als eine ideale Besetzung. Hierzu prägnant  die akustischen Möglichkeiten im Konzerthaus der HfM Detmold – (*Wellenfeld-Synthese, Bildung von virtueller Klangräume) – war optimal und ein beeindruckendes Erlebnis, ein kleiner Nachhall am Ende eines Satzes war unverkennbar zu bemerken. Die Gesangs-Solisten reihten sich prächtig in den großartigen Konzertabend mit ein und machten dieses 1. Abschieds-Konzert von Prof. Weinberger zu einem bezaubernden Konzert-Erlebnis für OWL (Ostwestfalen-Lippe).  Nicht endend wollender Applaus bezeugt davon, dass es eine überragende Aufführung gewesen war, die von dieser jungen Studenten-Riege so überzeugend dargeboten wurde, es war ein pures Hörvergnügen und hoffe, dass das Konzert mitgeschnitten wurde und als ein Meilenstein in der Aufführungsgeschichte der HfM Detmold auf einer CD als ein Nachklang erhalten und angeboten wird.

Mit Bedauern nimmt der Protagonist Abschied von einem großartigen Bach-Interpreten, der so schnell nicht zu ersetzten sein wird. Prof. Weinberger ist bekannt als ein bekennender Bach-Interpret und wusste durch seine Konzerte in Höxter (Closter Corveyer-Musikwochen) und in Detmold immer zu überzeugen. Weinberger setzte in seinem Bereich mit der Alten Musik Akzente und gründete 2003 an der HfM Detmold mit der Professorin: Ulrike-Anima Mathé die Barockakademie  um den Studenten eine Möglichkeit zu schaffen, die Erarbeitung der Alten Werke  in einer historisch orientierten und fundierten Aufführungspraxis kennen zu lernen die für die berufsbezogenen Zukunft des Studierenden von unschätzbaren Wert ist. Geprobt wird immer projektbezogen für zwei oder drei Konzerte im Jahr.  Prof. Mathé zuständig für das Instrumentalsolisten-Ensemble und Prof. Weinberger mit der Leitung des Vokalsolisten-Ensembles betraut ergänzten sich in harmonischer und überzeugender Weise.

Verabschiedungs-Konzert HfM Detmold Prof. Gerhard Weinberger

Wehmut komm auf, dass dieser großartige Bach-Kenner als Organist und Dirigent uns für immer verlässt, was wird uns in Zukunft für ein Nachfolger präsentiert, ich kann nur inständig hoffen, dass es ebenfalls ein Barock-Bach-Bekennender sein wird und die begonnene Arbeit im Sinne von Prof. Weinberger an der hiesigen HfM fortsetzen wird…!!

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*) Anmerkung zur Wellenfeldsynthese im Konzerthaus der HfM Detmold:

Das System umfasst 360 unabhängige Lautsprecherkanäle verteilt auf ein durchgehendes Lautsprecherarray rund um das Publikum (500 Plätze) sowie Deckenlautsprecher. Da der Saal für ein breites Repertoire genutzt wird (Kammermusik, Orchesterbesetzungen, zeitgenössische Musik, Big Band etc.) kann das System auch eine variable Raumakustik zur Verfügung stellen.

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Zur Biographie von Prof. Gerhard Weinberger

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Die Stadt, die Bach in sich trägt: ANSBACH – Bachwoche in 2011


Liebe Bachfreunde!

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die Sprache ist vom „Bachfest 2011 in Ansbach!“

Dieses „Bach-Festival“ findet vom 29. Juli bis zum 7. August 2011

in Ansbach / Mittelfranken statt.

Flyer: Bachwoche Ansbach 2011

*) Die Bachwoche Ansbach zählt zu den ältesten und renommiertesten deutschen Musikfestivals. Seit 1947 steht Johann Sebastian Bachs Wirken und Schaffen im Mittelpunkt der sommerlichen Musiktage. Bach-Freunde aus aller Welt zählen seit Jahrzehnten zu den Besuchern, vor allem aus Amerika und Japan reisen regelmäßig „eingefleischte Bachwöchner“ an. Besonders die persönliche Atmosphäre und das malerische Stadtbild der Rokokostadt Ansbach werden dabei gerühmt.

Bach-Aufführungen in der Orangerie in Ansbach

 

Bach-Aufführungen in der St. Gumbertus-Kirche Ansbach

Dirigent Karl Richter

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Vor 60 Jahren begann die Geschichte der Bachwoche in der mittelfränkischen Residenzstadt Ansbach. Den Grundstein für dieses Festival legten 1947 die Grafen von Schönborn, der Cellist Ludwig Hoelscher und Carl Weymar. Im Zweijahresrhythmus treffen sich die Bachfreunde aus dem In- und Ausland, um sich mit den Werken des Genius auseinanderzusetzen. Eigentlich gingen die musikalischen Uhren in Sachen JSB in Ansbach schon immer ein wenig anders, vor allem in den Jahren zwischen 1955 und 1965 als“ Karl Richter“ die musikalischen Geschicke lenkte und alles auf einen romantischen Nenner stimmte. Es hat in der Absicht Richters gelegen, die Bachwoche von Ansbach nach München zu verlegen, was allerdings der Verein der Bachfreunde zu verhindern wusste.

Programmauszüge kurz vorgestellt:

Bewusst ohne Motto konzipiert, finden sich gleichwohl thematische Schwerpunkte wie „Bach und Frankreich“, „Clavier-Übungen“ oder „Bachs Philosoph“. Zu den Konzerten kommen Kinder- und Jugendworkshops, die Premiere eines eigenen Bachwochen-Films und wissenschaftliche Podiumsgespräche.

Zu Beginn der Bachwoche steht diesmal nicht Musik, sondern ein Kinofilm. Der Berliner Opernregisseur und Filmemacher Stefan Zednik zeigt die Geschichte der Bachwoche von den Anfängen 1947 bis heute. In Bildern, Interviews und Musikausschnitten fließen historische und aktuelle Aufnahmen ineinander, für die Zednik auch privates, bisher unveröffentlichtes Material zur Verfügung stand. Das filmische Ergebnis ist ein stark von der Musik getragener poetischer Streifzug durch über 60 Jahre Musik- und Interpretationsgeschichte im Rahmen der Bachwoche Ansbach.

Dirigent: Hans-Christoph Rademann

An musikalischen Höhepunkten wird 2011 nicht gegeizt. Unter anderem gastieren der Countertenor Andreas Scholl mit dem Freiburger Barockorchester, der Pianist Evgeni Koroliov, das Münchner Kammerorchester und das Ensemble Resonanz. Bach-Kantaten und -Motetten bringen der Windsbacher Knabenchor und Cantus Cölln zur Aufführung. Die Uraufführung des „Ansbachischen Konzerts Nr. 2“ des Feuchtwanger Komponisten Joachim F. W. Schneider setzt die Reihe der Auftragswerke der Bachwoche fort. Den gewichtigen Schlusspunkt bildet Bachs h-Moll-Messe mit dem Dresdner Kammerchor und dem Dresdner Barockorchester unter Hans-Christoph Rademann. Und nicht zuletzt lädt eine erstmals eingerichtete Bach-Lounge mit dem Lautenisten Edin Karamzov zu ganz neuen Hörerfahrungen ein.

Leiter der J.S.Bach-Stiftung St. Gallen, Rudolf Lutz

MITTWOCH, 3. AUGUST 2011 um 11.00 UHR

ST. GUMBERTUS-KIRCHE

Der Schweizer Dirigent „Rudolf Lutz“ – (Leiter der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen-Schweiz) – ist zum vierten Mal in Folge Gast der Bachwoche. Diesmal wird der Publikumsliebling aus der Schweiz nicht improvisieren, sondern komponieren: Eine Kantate im Stile Bachs und seiner Zeit zum Ansbach-Tag! Das Publikum darf mitsingen und wird so in die Aufführung einbezogen.

Die Noten für interessierte Sängerinnen und Sänger sind spätestens zu Beginn der Bachwoche im Büro am Karlsplatz erhältlich. Bitte beachten Sie auch die Informationen im Internet (www.bachwoche.de).

Die Probe beginnt am Konzerttag, 3.8.2011 um 9.30 Uhr in der Gumbertus-Kirche. Ab 11.00 Uhr wird Rudolf Lutz in einem Gesprächskonzert in das Stück einführen, bevor es in Gänze erklingt.

St. Gumbertus-Kirche Ansbach

SONNTAG, 7. AUGUST, 18.00 UHR

ST. GUMBERTUS-KIRCHE

H-MOLL-MESSE

Johann Sebastian Bach

Messe h-Moll BWV 232

Aufführende: Sopran: Altus: Tenor: Bass:

Dorothee Mields; Damien Guillon; Daniel Johannsen; Jochen Kupfer;

Dresdner Kammerchor Dresdner Barockorchester

Leitung: Hans-Christoph Rademann

Bitte beachten Sie die Anfangszeit 18.00 UHR!

Wiederholung vom 6. August 2011.

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Eine ganz besondere Würdigung ist der Bachwoche der 300. Geburtstag von „Bachs Philosophen“ wert, dem aus Heidenheim am Hahnenkamm stammenden Philosophen, Arzt und Historiographen Lorenz Christoph Mizler (1711-1778).  Nach dem Besuch des Ansbacher Gymnasiums ging Mitzler nach Leipzig und nahm bei Bach Klavier- und Kompositionsunterricht. Beide standen in regem philosophisch-ästhetischen Austausch und manche Forscher meinen, das „Musikalische Opfer“ sowie die „Kunst der Fuge“ seien aufgrund dieser Bekanntschaft entstanden. Neben einem Mitzler-Vortrag wird es eine musikalische Landpartie in seinen Geburtsort geben, wo das renommierte Vokalensemble Singer Pur  im Heidenheimer Münster konzertiert.

Weitere Informationen über den Bach-Schüler (von 1731-1734) „Lorenz Christoph Mizler“ (1711-1778) über den Link: http://www.mizler.de/

Bach-Aufführungsstätte Orangerie Ansbach

In Zusammenarbeit mit dem Theater Ansbach werden zur Bachwoche auch szenische Bühnenproduktionen aufgeführt: „Das Bächlein“, ein Kinderstück über den jungen Johann Sebastian Bach, das bereits bei der Bachwoche 2009 Premiere hatte, und ein „musikalischer Boxkampf“, bei dem der historisch umstrittene Wettstreit zwischen Bach und dem französischen Cembalisten Machaud ausgetragen wird. Im Theater Ansbach findet auch das Jazzkonzert „Bach – ein Weg ins Licht“ mit dem Saxophonisten Mark Wyand und Band statt.

*) Textauszüge von: Bachwoche Ansbach GmbH

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Umfangreiches Informationsmaterial als PDF

nachstehend als Download:

PDF-Download: Bachwoche_Ansbach 2011_Programm

Informationen für Eintrittskarten:

Link: http://www.bachwoche.de

o d e r :

Bachwoche Ansbach GmbH

Brauhausstr. 15
91522 Ansbach

Tel.:  0981 – 15 037

E-Mail:   c.mall@bachwoche.de

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Selbstbildnis Ernst von Bandels aus dem Jahr 1822

Zur Abrundung muss geschichtliches angemerkt werden. Der Erbauer des Hermannsdenkmals in Detmold:

Ernst von Bandel“ wurde am 17. Mai 1800 im bayerischen Ansbach geboren. Er wohnte in den letzten Jahren der Bauarbeiten ständig in Detmold auf „seinem Berge“, in einem einfachen Blockhaus, der “ Bandelhütte „. Halb erblindet und von rheumatischen Beschwerden gezeichnet, erlebte er am 16. August 1875 die Einweihung. Die Ordensverleihung durch Wilhelm I. war eine späte Würdigung seiner Verdienste. Die nachhaltige Anerkennung seines Lebenswerkes blieb ihm jedoch versagt. Er starb ein Jahr nach der Denkmalenthüllung am 25.09.1876. Eine Gedenktafel als Erbauer vom Hermannsdenkmal weist an seinem Geburtshaus in Ansbach darauf hin.

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Grüße an alle Bachfreunde

Volker

Neue Reihe: Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Hörbeispielen und Kantatenbeschreibungen


Liebe Bach-Freunde!

Gemälde: "Johann Sebastian Bach" von Elias Gottlob Haußmann (1746)

Nach den Veröffentlichungen der

BWV im Blog“

– möchte ich an jedem Sonntag den Besuchern von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- und Sehprobe für den entsprechenden Sonntag im Kirchenjahr zur Verfügung stellen.

Die Quellenangaben mit Musikbeispielen auf  „YouTube“ sind schier unerschöpflich.

Eine inhaltliche Kantaten-Beschreibung von „Sir John Eliot Gardiner“ ist in seinem Reisetagebuch als PDF einsehbar und steht als Download zur Verfügung!

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Heute  am 13. Februar 2011 begehen wir den 5. Sonntag nach Epiphanias.

J.S. Bach hat für die 4 Sonntage „Epiphanias“ folgende Kantaten-Werke komponiert:

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Sonntag Epiphanias jeweils am 6. Januar:

BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen“/ Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol.  18 – CD 1

BWV 123 „Liebster Immanuel, Herzog der Frommen“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 18 – CD 1

BWV 248 „Weihnachts-Oratorium, Kantate 6″ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. DVD „Weimar Herderkirche“ (Start der Bach-Cantata-Pilgrimage im Dez. 1999)

Reisetagebuch Sir Gardiner für Weihnachten und Epiphanias Link: sdg 174_ger

Künstler Beitrag / Link: Kuenstlerbeitrag Julian Clarkson-Bass

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1. Sonntag nach Epiphanias:

BWV 32 „Liebster Jesu, mein Verlangen“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 18 – CD 2

BWV 124 „Meinen Jesum lass ich nicht“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 18 – CD 2

BWV 154 „Mein liebster Jesus ist verloren“ / Link YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 18 – CD 2

Reisetagebuch Sir Gardiner für Weihnachten und Epiphanias Link: sdg 174_ger

Künstler Beitrag / Link: Kuenstlerbeitrag Julian Clarkson-Bass

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2. Sonntag nach Epiphanias

BWV 3 „Ach Gott, wie manches Herzeleid“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 19 – CD 1

BWV 13 „Meine Seufzer, meine Tränen“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 19 – CD 1

BWV 155 „Mein Gott, wie lang, ach lange“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 19 – CD 1

Reisetagebuch Sir Gardiner für 2. und 4. Sonntag nach Epiphanias Link: sdg 115_ger

Künstler Beitrag / Link: Kuenstlerbeitrag Maya Homburger – Violine

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3. Sonntag nach Epiphanias

BWV 72 „Alles nur nach Gottes  Willen“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. DG (Deutsche Grammophon)

BWV 73 „Herr, wie du willt, so schicks mit mir“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. DG (Deutsche Grammophon)

BWV 111 „Was mein Gott will, das gscheh allzeit“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. DG (Deutsche Grammophon)

BWV 156 „Ich steh mit einem Fuß im Grabe“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. DG (Deutsche Grammophon)

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4. Sonntag nach Epiphanias

BWV 14 „Wär Gott nicht mit uns diese Zeit“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 19 – CD 2

BWV 81 „Jesus schläft, was soll ich hoffen?“ / Link: YouTube

Gardiner Pilgrimage Vol. 19 – CD 2

Reisetagebuch Sir Gardiner für 2. und 4. Sonntag nach Epiphanias Link: sdg 115_ger

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5. Sonntag nach Epiphanias

keine Kantate vorgesehen..!!

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Dirigent Karl Richter

Ein zusätzlicher Tipp:

für Karl Richter – Fans (zum 30. Todestag) BR-Klassik-Radio

Montag, 14.2.2011

Johann Sebastian Bach

Messe h-moll, BWV 232 um 19.05 Uhr

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Ich wünsche allen Bach-Freunden einen schönen Sonntag und werde diese Angaben für die folgenden Sonntage vervollständigen.

Grüße

Volker

84. Haller Bach-Tage vom 4.2.2010 bis 13.2.2011 (Halle in Westfalen)


Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Liebe Bachfreunde!

Wieder ein Festschmaus in OWL (Ostwestfalen-Lippe) hier finden vom 04.02.2011 bis zum 13.2.2011 die 84. Haller Bach-Tage statt. Das gesamte Veranstaltungs-Programm für 2011 füge ich bei. Es sind hochkarätige Veranstaltungen dabei, u.a. findet in der Altstädter Nicolai-Kirche in Bielefeld die Schlussveranstaltung mit der

h-Moll-Messe BWV 232  von J.S. Bach statt.

Termin: Sonntag, 13. Februar 2011 um 17:00 Uhr

Bereits am 12.2.2011 wird dieses Bachwerk in der Johanniskirche in Halle-Westfalen um 17:00 Uhr aufgeführt.

Ausführende:
Cornelie Isenbürger, Sopran; Anna-Lena Rieker, 2. Sopran; Uta Grunewald, Alt; Daniel Johannsen, Tenor; Jens Hamann, Bass; Bach-Chor der Johanniskantorei Halle; Ensemble aperto; Martin Rieker, Leitung.

Kartenvorverkauf:

Kulturbüro der Stadt Halle (Westf.)
Ravensbergerstr. 1
33790 Halle (Westf.)
Telefon (0 52 01) 183-164
Fax (0 52 01) 183-110
e-mail: kulturbuero.halle(at)haller-bach-tage.de

In Bielefeld: Touristinformation im Neuen Rathaus, Niederwall 23 (nur für das Konzert am 13.2.2011 Nicolai-Kirche). Telefon: 0521 / 51 69 99

KMD Martin Rieker

KMD Martin Rieker

beendete 1976 nach einer Ausbildung zum Orgelbauer sein Kirchenmusikstudium in Esslingen. Ab 1977 Studium an der Musikhochschule in Wien bei Michael Radulescu und Anton Heiller im Fach „Künstlerisches Orgelspiel“. 1978 übernahm er die einzige hauptamtliche Kirchenmusikerstelle in Österreich an der ev. Stadtkirche Wien 1. Seit 1988 ist er Kantor in Halle-Westfalen und künstlerischer Leiter der „Haller Bach-Tage“.

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Organist Hansjörg Albrecht, Freiberg

 

Orgelkonzert

05.02.2011 20:00 Uhr 
St. Johanniskirche, Halle (Westf.)

„Goldberg-Variationen“ BWV 988

Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Aria mit 30 Veränderungen aus dem IV. Teil der Clavier-Übung
Fassung für Orgel: Hansjörg Albrecht

Aria (2 Claviere und Pedal)

30 Variationen (2 Claviere und Pedal)

Aria (2 Claviere und Pedal)

Organist: Hansjörg Albrecht,

Dirigent, Organist und Cembalist, in Freiberg/Sachsen geboren, begann seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied des Dresdner Kreuzchores, zählt zu den vielseitigsten Musikern der jüngeren Generation. Seit der Saison 2005/06 ist er künstlerischer Leiter des Münchener Bach-Chores und Gastdirigent des Bach Collegiums München. Seit 2009 hat er die künstlerische Leitung der Hamburg Sinfonietta inne.

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Link zum Programm:

http://www.haller-bach-tage.de/index.php?mb_id=mb2&Page_ID=26&Programme_ID=8&PHPSESSID=21b545a27b09295ea00a49c4d4472de0

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Programm: Zur größeren Ansicht in die Grafik reinklicken..!!

Programm 1_ 84. Haller Bach-Tage in OWL - Ostwestfalen-Lippe

Programm 2_ 84. Haller Bach-Tage in OWL (Ostwestfalen-Lippe)

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Eine kleines Video mit KMD Martin Rieker an der Heintz-Orgel in der Johanniskirche Halle-Westf.

Die neue Orgel wurde von der Orgelbaufirma Heintz aus Schiltach auf Basis eines Entwurfs von Kirchenmusikdirektor Burkhart Goethe (Orgelbauer und Kantor) aus Schwäbisch Hall errichtet. Die Orgel ist im elsässischen Stil nach Andreas Silbermann erbaut. 34 Register, die auf 3 Manualwerke und Pedal verteilt sind, und 2.198 Pfeifen machen fast die gesamte Orgelliteratur spielbar.

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oder als Link zum Video:

https://meinhardo.files.wordpress.com/2011/02/84-haller-bachtage-halle-westfalen.mov

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Gruß

Volker

Radiotipps für Weihnachten 2010 u.a. BWV 248


Hallo zusammen,

Weihnachten steht vor der Tür und damit ein übervolles Radioprogramm für die nächste Woche. Ich habe mich bemüht, möglichst alle Übertragungen des Weihnachtsoratorium ausfindig zu machen, deshalb ist die Liste auch recht lang geworden. Es lohnt sich, genau hinzugucken, es sind richtige Schätze darunter. Unter anderem gibt es auch die hochgelobte neue Aufnahme von Chailly sowie eine mehrteilige Reihe von BR klassik von Wieland Schmid über das WO. BBC liefert allerdings die absoluten Höhepunkte. Neben ganz aktuellen Konzerten werden auch viele Proms-Konzerte wiederholt, so auch die Marienvesper mit Gardiner. Ansonsten habe ich das eine oder andere ungewohnte Weihnachtsprogramm mit aufgeführt. Ich denke, nicht nur ich habe die Qual der Wahl…
Ich wünsche Euch jetzt noch eine schöne letzte Adventwoche, viel Vorfreude auf gute Musik, Freude an der Musik und ein schönes friedvolles Weihnachten.
Liebe Grüße
Barbara

BBC-Zeiten sind GMT-Zeiten, wir haben GMT+1 – das nur so nebenbei.

20.12. – 24.12.2010
BBC
12-13 Uhr
Composer of the week
Bach in Köthen

21.12.2010
BBC
19-21:15 Uhr BBC-Zeiten sind GMT-Zeiten, wir haben GMT+1
Performance
Link:  http://www.bbc.co.uk/programmes/b00wh6ky

The Monteverdi Choir & Orchestra, directed by Sir John Eliot Gardiner, in a programme of Bach cantatas for Advent and Christmas.
It is now 10 years since the Bach Cantata Pilgrimage, when the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists performed all of Bach’s sacred cantatas throughout Europe. The concert from the Cadogan Hall in London celebrates that anniversary with a programme of cantatas for the festive season.

Programm:
J.S. Bach:
Cantata 61 Nun komm der Heiden Heiland
Cantata 36 Schwingt feudig euch empor
Cantata 151 Süsser Trost, mein Jesus kommt
Cantata 70 Wachet! bechet!

The Monteverdi Choir
The English Baroque Soloists
Sir John Eliot Gardiner conductor.

Deutschlandradio Kultur

21.12.2010 von 22-22:30 Uhr

“ … eine allerunterthänigste Abend Music mit Trompeten und Pauken“
Johann Sebastian Bach und die Universität Leipzig
Von Andreas Glöckner
Wie jüngste Quellenstudien belegen, sind Bachs Beziehungen zur Leipziger Universität enger, als der Forschung bislang bekannt war. Bach, der bereits 1717 die Orgel in der Universitätskirche St. Pauli geprüft und abgenommen hatte, wurde von der Alma mater auch in späteren Jahren noch als Orgelsachverständiger beauftragt. Von Amts wegen war er nur für die Kirchenmusik im „Alten [akademischen] Gottesdienst“ und zu den feierlichen Redeakten der Universität verantwortlich.
Der Thomaskantor beließ es jedoch nicht dabei: Mit den Studierenden musizierte er seit 1729 ein- bis zweimal in den Lokalitäten des Leipziger Cafetiers Gottfried Zimmermann. Für honorige Persönlichkeiten der Alma mater und Mitglieder der kursächsischen Herrscherfamilie erklangen Huldigungsmusiken, Glückwunschkantaten oder Abendserenaden unter seiner Leitung. In seinen letzten Lebensjahren war der Thomaskantor sogar am Verfahren der Stipendienvergabe für ehemalige Thomasschüler beteiligt.

DRS II (Schweiz)
21.12.2010 von 22:30 – 24:00 Uhr
«Magnificat anima mea Dominum»: Advent und Weihnachten im alten Leipzig
Werke von J. Gallus, Rothius, A. u. G. Gabrieli, Ph. Dulichius, O. Lassus, L. da Viadana, C. Merulo, Bodenschatz, J.S. Bach
Vokalensemble und Orchester der Schola Cantorum Basiliensis, Leitung: Dominique Vellard
Konzert der Freunde Alter Musik Basel vom 16. Dezember in der Martinskirche Basel

22.12.2010
DRS II (Schweiz)
von 13:45 – 15:00 Uhr
Der Meister des Meisters: Kantaten von Friedreich Willhelm Zachow dem Lehrer G. F. Händels
F. W. Zachow: Kantate „Meine Seel erhebt den Herren“
F. W. Zachow: Kantate „Lobe den Herrn, meine Seele“
A. Melani: aus: Sonata à 5 für 2 Trompeten, 2 Violinen und B.c.: Canzona, Grave und Vivace
A. Corelli: Concerto grosso fatto per la notte die natale op. 6/8
(Accademia Amsterdam und Capella Frisiae; C. Backes, Solosopran; L. Remy, Ltg. und Orgel; L’Arte del Mondo, Ltg. W. Ehrhardt)

Ö1  (Österreich)
22.12.2010 von 15-16 Uhr
Abenteuer Interpretation
mit Renate Burtscher.
„Jauchzet, frohlocket“. J. S. Bachs Weihnachtsoratorium im Vergleich der Interpretationen
BWV 248 ist ein sechsteiliges Oratorium für Soli, gemischten Chor und Orchester, die einzelnen Teile – eigentlich sechs Kantaten – wurden erstmals vom Thomanerchor in den sechs Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag 1734 und dem Epiphaniasfest 1735 in den beiden Hauptkirchen Leipzigs aufgeführt. Feierliche Eröffnungs- und Schlusschöre, die Vertonung der neutestamentlichen Weihnachtsgeschichte in den Rezitativen, eingestreute Weihnachtschoräle und Arien von Sopran, Alt, Tenor und Bass prägen das Oratorium. Die sechs Teile werden durch die Freude über die Geburt Christi verbunden.

HR2
22.12.2010 von 20-21:30 Uhr
Notenschlüssel
Bach: Drei Motetten
Aufgeschlüsselt von Paul Bartholomäi
Paul Bartholomäi stellt heute in seinem „Notenschlüssel“ drei Motetten von Johann Sebastian Bach vor: „Komm, Jesu, komm“, „Jesu, meine Freude“ und „Singet dem Herrn ein neues Lied“. Als Mozart im April 1789 auf seiner Reise nach Berlin in Leipzig Station machte, überraschte ihn der Thomanerchor mit der Aufführung der Motette „Singet dem Herrn“. Mozart war begeistert: „Das ist doch einmal etwas, woraus sich was lernen lässt“, und er nahm die Partiturabschrift mit. Der romantische Dichter E.T.A. Hoffmann, selbst ein Komponist, verglich Bachs achtstimmige Motetten mit dem „kühnen, wundervollen Bau des Straßburger Münsters mit all den phantastischen Verzierungen, die künstlich zum Ganzen verschlungen, stolz und prächtig in die Lüfte emporsteigen“. Mehr über den Zauber der Bach’schen Motetten erfahren die Hörerinnen und Hörer von Paul Bartholomäis „Notenschlüssel“.

BBC
22.12.2010 von 19-21:15 Uhr BBC-Zeiten sind GMT-Zeiten, wir haben GMT+1
Performance
Link: http://www.bbc.co.uk/programmes/b00wh725
From BBC PROMS 2010
Presented by Martin Handley
Another chance to hear Sir John Eliot Gardiner conducting the Monteverdi Choir and English Baroque Soloists in Monteverdi’s resplendent Vespers. Published 400 years ago in 1610, Monteverdi’s choral masterpiece is a glorious summation of the different styles of Venetian church music of the 1600s. Sir John Eliot Gardiner and his Monteverdi Choir make the most of the vast spaces of the Royal Albert Hall to perform the music with which they made their Proms debut in 1968.
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
The London Oratory Junior Choir & The Schola Cantorum of The Cardinal Vaughan Memorial School
His Majestys Sagbutts and Cornetts
Sir John Eliot Gardiner (conductor).

Zur Marienvesper gibt es von Gardiner auf YouTube Videos von gesamten Konzert von September 2010:

Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=548494ED4517F7D6

23.12.2010
BR klassik
18 – 19 Uhr
Gabrieli Consort; Gabrieli Players: Paul McCreesh
Michael Praetorius: Lutheranische Messe zum Weihnachtsmorgen, wie sie um 1620 stattgefunden haben könnte

WDR3
23.12.2010 – von 20:05 – 22:00 Uhr
Tage Alter Musik in Herne 2010
Polyphem
Musik im Dreißigjährigen Krieg von Heinrich Albert, Andreas Düben, Johann Erasmus Kindermann, Samuel Scheidt, Johann Hermann Schein, Heinrich Schütz und anderen
Susanne Rydén, Sopran; Stephan MacLeod, Bass; Mieneke van der Velden, Viola da gamba; Bruce Dickey, Zink; Concerto Palatino; L´Armonia Sonora, Leitung: Mieneke van der Velden und Bruce Dickey
Aufnahme aus der Kreuzkirche

BBC
23.12.2010 von 19:30-21:15 Uhr BBC-Zeiten sind GMT-Zeiten, wir haben GMT+1
Performance
Link: http://www.bbc.co.uk/programmes/b00wldpn
Presented by Martin Handley
As part of the 25th annual Christmas Festival from St John’s Smith Square, the Choir of Trinity College, Cambridge and the Orchestra of the Age of Enlightenment, directed by Stephen Layton, present a programme of Christmas music by Bach and Corelli.
Corelli Concerto Grosso op.6 no.8 in G minor, „Christmas Concerto“
Bach: Christmas Oratorio, Parts 1-3
Elin Manahan Thomas soprano
Iestyn Davies countertenor
James Gilchrist tenor
Neal Davies bass
The Choir of Trinity College, Cambridge
Orchestra of the Age of Enlightenment
Stephen Layton conductor.

24.12.2010
NDR kultur
17:30 – 19 Uhr
Weihnachtsoratorium
für Soli, Chor und Orchester BWV 248, Teile 1 – 3
von Johann Sebastian Bach
Bettina Pahn, Sopran / Iris Vermillion, Alt
Thomas Michael Allen, Tenor / Andreas Schmidt, Bass
Chor St. Michaelis / Orchester St. Michaelis
Ltg.: Christoph Schoener
Aufzeichnung vom 18. und 19.12.2010 in der
St. Michaelis-Kirche Hamburg

SWR2
24.12.2010 von 18 – 20:00 Uhr
Johann Sebastian Bach:
Weihnachtsoratorium BWV 248, 1-3-
Martin Lattke (Evangelist)
Carolyn Sampson (Sopran)
Wiebke Lehmkuhl (Alt)
Wolfram Lattke (Tenor)
Konstantin Wolff (Bass)
Dresdner Kammerchor
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Riccardo Chailly

MDR figaro
24.12.2010 von 20-22:00 Uhr
Weihnacht a-cappella mit dem Calmus Ensemble Leipzig

Gloria-Vertonung kommen ebenso zur Aufführung wie „Die Weihnachtsgeschichte“, die der Komponist Harald Banter eigens für das Calmus Ensemble geschrieben hat. Im zweiten Teil des Konzerts erklingen internationale Weihnachtslieder.

BBC
24.12.2010 von 18:45-21:15
Performance
Link: http://www.bbc.co.uk/programmes/b00wldzp
Presented by Martin Handley
As part of the 25th annual Christmas Festival from St John’s Smith Square, the Orchestra of the Age of Enlightenment and Polyphony, conducted by Stephen Layton, perform Handel’s Messiah.
Handel: Messiah
Polyphony
Orchestra of the Age of Enlightenment
Elin Manahan Thomas soprano
Iestyn Davies countertenor
James Gilchrist tenor
Neal Davies bass
Stephen Layton conductor.

25.12.2010
SWR2
von 10:30 – 12:00 Uhr
Johann Sebastian Bach:
Weihnachtsoratorium BWV 248, 4-6
Martin Lattke (Evangelist)
Carolyn Sampson (Sopran)
Wiebke Lehmkuhl (Alt)
Wolfram Lattke (Tenor)
Konstantin Wolff (Bass)
Dresdner Kammerchor
Gewandhausorchester Leipzig
Leitung: Riccardo Chailly

Deutschlandradio kultur
25.12.2010 von 15-17:00 Uhr
Interpretationen
Alle Jahre wieder …Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium
Gast: Ton Koopman
Moderation: Gerald Felber

Deutschlandradio kultur
25.12.2010 von 20-22:00 Uhr
Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 18.12.10
Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium für Soli, gemischten Chor und Orchester
BWV 248 (Kantaten I-III und VI)
Sibylla Rubens, Sopran
Rebecca Martin, Alt
Thomas Laske, Bass
Norbert Ernst, Tenor
Windsbacher Knabenchor
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Karl-Friedrich Beringer

mdr figaro
25.12.2010 von 15:15 – 17:00 Uhr
Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 (Kantaten 1-3)
Sie bestimmen, welche Aufnahme wir spielen!
„Jauchzet, frohlocket, auf preiset die Tage“ – Wer kennt ihn nicht, den Eingangschor aus Bachs Weihnachtsoratorium. Die Freude über die Geburt Jesu steht bei Johann Sebastian Bach gleich in den ersten Takten. Doch klingt sie bei jedem Chor, jedem Orchester und jedem Dirigenten anders – der eine setzt auf akzentuierte Frische, der andere auf romantisches Pathos, für wieder andere steht das historische Instrumentarium im Mittelpunkt.

Uns interessiert, welche Aufnahme des Bachschen Weihnachtsoratoriums Ihnen am besten gefällt und warum. Schreiben Sie an MDR Figaro, Kennwort: Weihnachtsoratorium, Postfach 100122 in 06140 Halle oder kontaktieren Sie uns im Internet unter

Link:  http://www.mdr.de/mdr-figaro/musik/7946312.html

HR2
25.12.2010 von 15:30 – 17:00 Uhr
Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 Kantaten 1-3
Christine Schäfer, Sopran / Bernarda Fink, Alt / Werner Güra, Tenor / Gerald Finley und Christian Gerhaher, Bass
Arnold-Schönberg-Chor
Concentus musicus Wien
Leitung: Nikolaus Harnoncourt

rbb kulturradio
25.12.2010 von 17 – 19:00 Uhr
JOHANN SEBASTIAN BACH: WEIHNACHTSORATORIUM BWV 248, 1-3
Veronika Winter, Sopran
Wiebke Lehmkuhl, Alt
Jan Kobow, Tenor
Markus Flaig, Bass
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Hermann Max

NDR kultur
25.12.2010 von 17:30 – 19:00 Uhr
Weihnachtsoratorium für Soli, Chor und Orchester BWV 248, Teile 4 – 6
von Johann Sebastian Bach
Bettina Pahn, Sopran / Iris Vermillion, Alt
Thomas Michael Allen, Tenor / Andreas Schmidt, Bass
Chor St. Michaelis / Orchester St. Michaelis
Ltg.: Christoph Schoener
Aufzeichnung vom 18. und 19.12.2010 in der
St. Michaelis-Kirche Hamburg

WDR3
25.12.2010 von 18:03 – 20:00 Uhr
Johann Sebastian Bach
Weihnachtsoratorium, BWV 248, Kantaten 1 bis 3
Johannette Zomer, Sopran; Annette Markert, Alt; Gerd Türk, Tenor; Peter Harvey, Bass; Chor und Orchester der Nederlandse Bachvereniging, Leitung: Jos van Veldhoven

26.12.2010

Bayern klassik
26.12.2010 von O8:30 – O9:00 Uhr
11:25 – 11:55
15:00 – 15:30
19:00 – 19:35
Johann Sebastian Bach:
Weihnachtsoratorium – Einführung in 4 Teilen
Von Wieland Schmid Wege zur Musik

Bayern klassik
26.12.2010 von 19:25 – 22:00 Uhr
Johann Sebastian Bach: „Weihnachtsoratorium“
Solisten: Rachel Harnisch, Sopran; Anke Vondung, Mezzosopran; Maximilian Schmitt; Tenor; Christian Immler, Bass Chor des Bayerischen Rundfunks Akademie für Alte Musik Berlin Leitung: Peter Dijkstra Aufnahme vom Dezember 2010 im Herkulessaal der Münchner Residenz

HR2
26.12.2010 von 15:30 – 17:00 Uhr
Bach: Weihnachtsoratorium BWV 248 Kantaten 4 – 6
Christine Schäfer, Sopran / Bernarda Fink, Alt / Werner Güra, Tenor / Gerald Finley und Christian Gerhaher, Bass
Arnold-Schönberg-Chor
Concentus musicus Wien
Leitung: Nikolaus Harnoncourt

rbb kulturradio
26.12.2010 von 17-19:00 Uhr
JOHANN SEBASTIAN BACH: WEIHNACHTSORATORIUM BWV 248, Kantaten 4 – 6
Veronika Winter, Sopran
Wiebke Lehmkuhl, Alt
Jan Kobow, Tenor
Markus Flaig, Bass
Rheinische Kantorei
Das Kleine Konzert
Hermann Max

Ö1
26.12.2010 von 19:30-22:00 Uhr
Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll, BWV 232, „Hohe Messe“
Concentus Musicus Wien, Dirigent: Nikolaus Harnoncourt; Arnold Schoenberg Chor; Genia Kühmeier und Elisabeth von Magnus, Sopran; Bernarda Fink, Alt; Michael Schade, Tenor; Florian Boesch, Bass (aufgenommen am 17. Oktober im Großen Musikvereinssaal in Wien). Präsentation: Bernhard Trebuch
(Übertragung in Dolby Digital 5.1 Surround Sound)

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Eine ausführliche Sir Gardiner-Dokumentation zum BWV 248 erhält man auf YouTube von der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 mit dem Beginn am 23.12.1999 aus der Herder-Kirche in Weimar.

Link: http://www.youtube.com/view_play_list?p=891E1FE87369A7E4&feature=bf-title

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MDR-Fernsehfilm am Sonntag, 31. Oktober 2010 – Luther und Bach in Mitteldeutschland


mdr-Fernsehfilm Luther und Bach in Mitteldeutschland

Das mdr-Fernsehen sendet am Reformationstag Sonntag, 31.10.2010 um 14:30 Uhr einen Fernsehfilm über Martin Luther und Johann Sebastian Bach – mit dem Titel:

„Im Irdischen das Himmlische – Luther und Bach in Mitteldeutschland“

mdr-Fernsehen 31.10,2010 14:30 bis 15:30 Uhr

+) …..Der Kirchenreformator Martin Luther machte das ähnlich, nahm bekannte Melodien und kombinierte sie mit Psalmen und Texten aus der Bibel. Eine himmlische Kunst nannte er die Musik und bis heute ist ein Gottesdienst ohne Musik unvorstellbar. Musik ist Gemeinschaft und Gefühl. Für Luther verband sie dazu noch auf wunderbare Weise das Irdische mit dem Himmlischen. Luther war so voller Überschwang, dass er meinte, wenn er kein „Theologus wäre, so möchte er am liebsten ein Musicus sein“.

J.S. Bach (1685-1750)

 

J.S. Bach führt diese Freude am Singen und der Musik weiter. Mit dem Unterschied, dass er die Melodien für die Texte neu komponierte. So, wie zum Beispiel die Johannespassion, die h-Moll-Messe, das Weihnachtsoratorium, die vielen Kantaten für die sonntäglichen Gottesdienste. In ihnen bringt er die verborgenen Bedeutungen der Bibeltexte, deren Herz, zum Klingen. Bach verfügte über eine noch heute beeindruckende Bibliothek religiöser Literatur, mit mehreren wertvollen Lutherbibeln.

mdr-Filmbiografie Martin Luther BRD-USA 2003

 

Eine Filmbiographie gibt es am Abend beim mdr über Martin Luther am Sonntag, 31.10.2010 um 21:00 Uhr.

Der junge Theologe Luther (Joseph Fiennes) brachte mit seinen Theorien die katholische Kirche ins Wanken. Seine kritische Haltung gegenüber der Auslegung der Bibel und dem Ablasshandel führten zu seiner Exkommunikation. Doch mit der Taktik, Luther als Ketzer zu ächten, hat sich die Katholische Kirche keinen Gefallen getan. Aus dem Kirchenaufstand wird ein landesweiter Aufstand der Bauern, der in einem blutigen Klassenkampf mündet.

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Wünsche allen ein schönes Wochenende

Gruß Volker

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+) Textpassagen vom mdr





Das Bachfest Leipzig findet vom 10.6.2011 bis 19.6.2011 statt


Flyer: Bachfest 2011 Leipzig

Das Bachfest Leipzig in 2011  steht unter dem Motto:

»… nach italienischem Gusto«

J.S. Bach-Denkmal Leipzig

Gekannt, bearbeitet und aufgeführt hat J.S. Bach zahlreiche Werke italienischer Meister. Die Bandbreite des Repertoires reicht von der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts (Palestrina, Frescobaldi) bis hin zu den Kompositionen seiner Zeitgenossen (Vivaldi, Porpora und Pergolesi). In vielerlei Hinsicht dienten die Sonaten, Konzerte oder Vokalwerke jener Tonsetzer Bach als Quellen der Inspiration. Sie zu imitieren, lag ihm fern, nachhaltig aber haben sie seinen Kompositionsstil beeinflusst, eine Neuorientierung im instrumentalen wie im vokalen Œuvre bewirkt.

PDF-Programm-Vorschau Bachfest Leipzig_2011

Die Programme der Leipziger Bachfeste haben stets mehrere Facetten.

Im Jahre 2011 gedenken wir der Jubiläen zweier bedeutender Musikerpersönlichkeiten: Franz Liszt, dessen 200. Geburtstag sich am 22. Oktober jährt, und Gustav Mahler, der vor 100 Jahren, am 18. Mai 1911, in Wien verstarb. Für beide Tonsetzer waren die Werke des großen Thomaskantors von wegweisender Bedeutung. Liszt, seit früher Kindheit mit Bachs Kompositionen vertraut, zählte zu den ersten Pianisten, die das »Wohltemperierte Klavier« und die »Chromatische Fantasie und Fuge« in ihr Konzertrepertoire mit einbezogen. Von Bachs Klavierwerken publizierte er kommentierte Notenausgaben; in selbstloser Weise hat er sich als Gründungsmitglied der Bach-Gesellschaft für die erste Bach-Gesamtausgabe engagiert. Aber nicht nur als Herausgeber und Interpret, sondern auch als Komponist hat ihn das Œuvre des Thomaskantors nachhaltig inspiriert.

Der Vorverkauf für das Bachfest Leipzig 2011 startet am 1. Oktober 2010

Kartenbestellungen

Karten sind in allen Ticket-Online-Vorverkaufsstellen erhältlich.

Online:-Tickets:

http://www.ticketonline.com/de/de/production/240019-Festivalpass+Bachfest+Leipzig+2011/

Außerdem können Sie telefonisch Ihre Karten buchen:

Telefonisch:
Aus Deutschland: 01805-56 20 30
(0,14 €/min. aus dem dt. Festnetz, ggf. abweichende Mobilfunktarife)
Aus dem Ausland: +49-3871-2 11 41 91

(Alle Angaben von http://www.bach-leipzig.de)

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20. Juni BACHFEST 2010 – J.E. Gardiner und J.S. Bachs H-Moll Messe in der Thomaskirche


Bachfest2010-Banner am Rathaus Leipzig

Ich empfinde die derzeitige politische, monetäre, wirtschaftliche, kulturelle und soziologische Situation in Deutschland als etwas sich zersetzendes. Von allen Seiten zerfressen und infiltrieren destruktive Kräfte die Grundpfeiler der Freiheit. Der Bundesadler ist satt und zahnlos geworden und läßt die Diffusion religiöser Gefahren, krimineller Elemente, Parallelwelten gepaart mit Werteverlust, Gleichgültigkeit und sinkendem Bildungsniveau zu. Dazu furchtbare Nachrichten über die Zerstörung unserer Lebensgrundlage. Wie kann der Einzelne den Negativ-Sog beeinflussen? Nun gut, als Johann Sebastian Bach sich 1733 an die Komposition der H-Moll-Messe begab, war ihm sicherlich wenig von heutiger, globaler Tragik bekannt, aber seine Situation war durchaus frustrierend und verbesserungswürdig. Der ständige Streit mit dem Leipziger Konsistorium, das seine Arbeit nicht würdigte und ihn ständig vor die Wand laufen liess. August der Starke war gestorben. Da kam die von staatswegen verordnete Landestrauer von 5 Monaten mit verbundenem Musizierverbot ihm gerade recht um dies als schöpferische Zäsur und Neuorientierung zu nutzen. Es entsteht eine „Missa“ von unglaublicher, anspruchsvoller Virtuosität, von spiritueller, weltraumähnlicher Tiefe. Einige Teile wurden neu komponiert, einige sind Parodien, deren musikalischer Grad von ihm warscheinlich noch nicht als gänzlich ausgeschöpft betrachtet wurde. Er wurde belohnt und bekam den Titel des königlichen Hofkompositeurs verliehen, so konnte er seinen Status in Leipzig neu beleben. Er konnte seine schöpferischen Kräfte eben richtig kanalisieren.

Schlussveranstaltung Bachfest2010 in der Thomaskirche Leipzig

Zu der H-Moll Messe von Gardiner hege ich besondere Erinnerungen, war sie doch das erste große Werk, das ich mir vom Munde abgespart und von meinem Englisch-Nachhilfe- und Hunde-Ausführ-Geld gekauft habe.

Mein Lichtstreif am Horizont: Es ist der 20. Juni 2010 , das Konzert, auf das ich mich seit einem Jahr unbändig gefreut habe, ist Wirklichkeit geworden. John Eliot Gardiner, die English Baroque Soloists und der Monteverdi Choir treten in St. Thomas, an meinem heiligsten Ort der Erde auf. Doch die Kirche verlangt Zuhörern und Akteuren einiges ab, ungefähr 2/3 der Zuhörer können am Geschehen nur eingeschränkt, 1/3 sogar ohne visuellen Kontakt, teilhaben. Dazu dann noch eine vollbesetzte Kirche, die die Akustik nicht unbedingt verbessert. Dennoch, Bach und Gardiner in der Thomaskirche, das ist die absolute Königsdisziplin.

Das Innere der Thomaskirche Foto: Werner K.

Seit der Aufnahme von 1985 hat sich einiges getan, 25 Jahre Lebenserfahrung enplus in allen Bereichen der menschlichen Existenz, gleich der Türöffner „Kyrie“ singt das Publikum (und vielleicht auch Gott selbst) schlichtweg an die Wand, so eindringlich ist diese Bitte „Herr, erbarme Dich“, aufgefangen durch das solistisch besetzte Aufspiel als  musikalischem Kniefall. Als dann der Chor Bass einsetzt, sind wir dann endgültig Teil des Ganzen und werden von diesem transzendenten Tornado mit fortgetragen. Bei „Christe eleison“ befinden wir uns dann im „Eye of the storm“, wunderbar leicht, die Solisten passen sehr gut zusammen. Das Gloria habe ich nie schneller, nie besser gehört, spätestens jetzt wird jedem klar, dass er hier eins der besten Ensembles der Welt hört. Interessanterweise weisen gerade Stücke, die ich sonst immer etwas nichtssagend fand, eine neue schwebendere, markantere Kontur auf, so auch das „Qui tollis“, das unglaublich getragen, den Spannungsbogen bis zur Explosion ausgedehnt, piano und forte viel kontrastreicher ist. Dadurch sind einige Stellen im positiven Sinne aggressiver (besonders im Bass und im Alt) und es verleiht der beabsichtigten Botschaft noch mehr Nachdruck.  Ich bin Sir John Eliot Gardiner dankbar, dass er diesmal auf den Einsatz von Countertenören verzichtet hat, die Solisten aus seinem Ensemble sind durchweg eine gute Wahl, so auch die (blutjunge) Altistin, die das „Qui sedes ad dextram patris“ der musikalischen Gardiner-Ideologie entsprechend, schlank aber mit tollem individuellem, warmen Timbre singt. Wir dürfen gespannt sein auf ihre weitere Karriere.

Bachs Exekutive Sir John Eliot Gardiner Foto: Werner K.

In der Pause meint mein Nachbar Roland: „Ich schaue immer nach links“ „Warum?“ „Ich muss sehen, ob die Grabplatte sich bewegt und der große Meister selbst applaudiert.“ Ich breche in Gelächter aus. Meiner Freundin Miriam fehlen die Worte, natürlich wegen der Musik. Der 2. Teil der Messe legt dann an Spannung, Tempo und Anspruch noch mal zu, gerade hier wird es für den Chor besonders anstrengend. „Confiteor“ und „Et expecto“ bestechen durch super herausgearbeitete Stimmgruppen, die den eher sphärischen Stücken eine neue Durchsichtigkeit geben und einen neuen Eindruck von Hell und Dunkel vermitteln.

Meister, am besten Du steigst da raus, die Akustik ist dann besser !!!! Foto: Werner K.

Wer sich nach diesem Konzert die 1985 er Aufnahme zu Gemüte geführt hat oder sie einfach noch im Ohr hat, dem ist sicher aufgefallen, dass selbst „Et ressurrexit“ noch eine Spur schneller genommen wurde, die Musik verträgt das, seine Musiker können das, ich finde sie schneller noch runder, noch tanzbarer und faszinierender. Nach diesem Feuerwerk der Auferstehung und der Lobpreisung lassen uns Bach und Gardiner noch einmal in tiefe Kontemplation fallen mit „Agnus Dei“, die Altistin singt dies im Superpianissimo und es fühlt sich an, als wenn Jesus selbst neben uns am Kreuz hinge und uns in sein Leiden mit einbezöge, um von einer Schattenseite des Lebens ein neues Tor zu einer anderen Zukunft zu durchschreiten. Das Ende bleibt offen und alle guten Geister (ich will schwer hoffen, dass ALLE dagewesen sind) lassen uns mit dem Segen „Dona nobis pacem“ entschweben. Barbara, ich hab´s auch nie schöner und gewichtiger gehört!

Der Wunsch nach Frieden ist der stets aktuellste, universellste der Menschheit, er ist nicht greifbar, aber er bedeutet auch immer ein Aufrichten und läßt nach vorn blicken, auch und gerade jetzt und immer wieder „zu unseren Zeiten“.

Ich habe nicht kontrolliert, ob die Grabplatte im Chor versucht wurde aufzuhebeln. Bach wäre stolz gewesen. Es war eine Aufführung in der eindeutig der Chor als Protagonist im Vordergrund stand, daher wurde bewusst auf starallüren-artige Solisten im Sinne des Einfügens ins Gesamtkunstwerk und in den Gesamtklang verzichtet.

Thomaskirche h-moll Messe BWV 232 "The Monteverdi Choir" Standing Ovatione..!! Fotorechte: Thaddäus Bärenkopf

Dieser Chor ist wie ein gut gerittenes Pferd mit enormem Bewegungspotenzial, das sich aufmerksam, vertrauensvoll mit weicher Verbindung an das Gebiss dehnt und taktrein, bergauf, mit der Hinterhand unter den Schwerpunkt galoppiert. Als wäre das noch nicht genug, gehts noch besser, gibt man die Zügelverbindung eine Handbreit vor- und galoppiert direkt in den Himmel zu den Sternen… (Alleine bei dieser Vorstellung mit der Musik dazu bekomme ich noch im nachhinein feuchte Augen).

Dieser 20.06. wird allen sicher noch lange in Erinnerung bleiben, es war ein ganz tolles Treffen mit allen Forianern, die extra nach Leipzig gekommen sind, Alex danke auch für das Organisieren der Generalprobe – ein echtes Erlebnis, super dass wir unsere Emotionen noch in der Restauration um die Ecke ein wenig abkühlen lassen konnten, das Highlight 2010. Seid alle herzlich gedrückt,

Claudia

Bachfest 2010 in Leipzig endete mit der h-moll Messe in der Thomaskirche, Kritik-Rezension


Abschlußkonzert mit dem Monteverdi Choir in der Thomaskirche unter Leitung von Sir J.E. Gardiner_Fotorechte: Wolfgang Zeyen

Das Bach-Fest 2010 in Leipzig endete am Sonntag, 20.6.2010 um 18:00 Uhr mit der h-moll Messe  – BWV 232  – von Johann Sebastian Bach in der ausverkauften Thomaskirche in Leipzig. Der Besucherzuspruch war mit ca. 65.000 Besuchern wieder hervorragend und entsprach den Erwartungen. „Obwohl das Bachfest einen Tag kürzer war als im vergangenen Jahr, konnten wir die Besucherzahlen stabil halten. Das ist ein hervorragendes Ergebnis, das auch durch die tiefe Akzeptanz des Festivals in der Leipziger Bevölkerung erreicht wird“, resümiert Dettloff Schwerdtfeger, Geschäftsführer des Bach-Archivs Leipzig. Der Anteil der Gäste, die aus Leipzig und Umgebung kommen, liegt bei etwa einem Viertel. Rund 9000 Besucher wurden trotz schlechten Wetters bei den kostenlosen Open-Air-Konzerten auf dem Augustusplatz gezählt. Zu „Bach im Bahnhof“ kamen rund 8000 Besucher, die sich die Aufführungen angehört, die Ausstellungen des Bach-Museums und des Schumann Vereins Leipzig angesehen haben.

Auf das Abschluss-Konzert mit der h-moll Messe von Johann Sebastian Bach in der Thomas Kirche Leipzig wird hier im Blog noch eine gesonderte Rezension in den nächsten Tagen erfolgen. Es war ein erhebendes Konzert und endete mit einem „Standing Ovation“ für Sir Gardiner, seinem Monteverdi Choir und English Baroque Soloists.

Zum Artikel der LVZ nachstehend:

Link: http://nachrichten.lvz-online.de/kultur/topthema_kultur/bachfest/65000-besucher-lauschen-bachfest-konzerten-in-leipzig/r-bachfest-a-36246.html

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Rezension-Kritik von NEUES DEUTSCHLAND

zum J.E. Gardiner-Abschluss-Konzert Thomaskirche Leipzig Messe h-moll BWV 232:

Von Werner Wolf 22.06.2010 / Feuilleton

Kraftvoller Ruf nach Gehör

Wenn man unmittelbar nach dem Erleben dieses alles überragenden Gipfelwerkes der Musik, Johann Sebastian Bachs Messe h-Moll, zumal in so kongenialer Interpretation wie mit The Monteverdi Choir und The English Baroque Soloists unter Sir John Eliot Gardiner zu schreiben beginnt, kann man nur schwärmen. Gardiner, einer der einst umstrittenen wagemutigen, experimentierfreudigen Protagonisten der historischen Aufführungspraxis, kann längst die Früchte jener Pionierarbeit ernten. In den von ihm gegründeten Ensembles wirken heute Künstler der zweiten Generation, für die das anfangs Ungewohnte, ja Umstürzlerische lebendige Musizierpraxis ist. Sie folgen Gardiner auf den kleinsten Wink. Und so kann er mit ihnen den Bachschen Kosmos vom einleitenden kraftvollen Ruf nach Gehör bis zur machtvoll gesteigerten Bitte um Frieden in all seinen Wendungen vom Zärtlichen bis zum Erhabenen in den feinsten Nuancen wie in großen Steigerungen erfüllen.

Link: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1274172873691&openMenu=1013083806110&calledPageId=1013083806110&listid=1018881578428

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Mitteldeutsche Zeitung schreibt:

Sir John bietet himmlisches Vergnügen

VON UTE VAN DER SANDEN, 21.06.10

LEIPZIG/MZ. Die jüngste, noch immer im Handel erhältliche Aufnahme der h-Moll-Messe mit John Eliot Gardiner stammt von 1985. Längst wäre eine Neueinspielung fällig, doch dafür dürften er, sein Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists schlichtweg keine Zeit haben. Quer durch Europa sind sie mit Bachs großer katholischer Messe unterwegs.

Nicht wenige Kunstkenner halten die Interpretation der britischen Originalklangpraktiker für die noch immer mit Abstand beste. Und sie teilen diese Ansicht, die von Gardiner und seine Hausensembles beim Abschlusskonzert des Leipziger Bachfests imposant manifestiert wurde, mit einer riesigen Fangemeinde. Seit Monaten war das Ereignis ausverkauft, Zuhörer saßen in fast jedem Winkel. Sie bekamen das Erhoffte: Spiritualität und Kontemplation, Kraft und Klangpracht, musikantischen Schwung und technische Perfektion – ein himmlisches Vergnügen. Vom ersten h-Moll-Akkord im „Kyrie“ an wuchs der traditionelle Abgesang des Festivals als Tonkathedrale in die Thomaskirche hinein.

Eine durchweg überzeugende, in Teilen mitreißende, bisweilen radikale Darbietung haben die Briten den Leipzigern am Sonntag hingezaubert. Sie zelebrierten einen sakralen Festakt, der mitten im Leben stand: sinnlich, schmissig, transzendent, mit atemberaubenden harmonischen Reibungen und von barocker Bodenständigkeit.

Alle Vokalsoli waren aus dem Chor besetzt, was der Homogenität des Musizierens sehr förderlich war. Wo es ging, ließ der auswendig dirigierende Maestro die Nummern attacca aufeinander folgen und unterbot damit locker die Zwei-Stunde-Marke. Die drei Trompeter leisteten sich nicht einen Kiekser, der „Cum Sancto Spiritu“-Chor fiel erst der Bass-Arie ins Wort, dann in unbeschreiblichen Jubel. Die Chöre in der Mitte des zweiten Teils fassten die Passionsgeschichte von Mariä Empfängnis bis zur Auferstehung, bevor sich das „Dona nobis pacem“ wie aus dem Nichts erhob und zur Innerlichkeit des Anfangs aufschloss.

Gewöhnungsbedürftig wirkte nur die Aussprache des lateinischen Textes mit ihrer merkwürdigen Vokalfärbung. Und Sir John? Als ihm der Jubel lang genug erschien, warf er das Handtuch lässig über die Schulter und ging. Er hinterließ nicht zuletzt die Gewissheit, dass die Interpreten der nächsten h-Moll-Messe kein leichtes Spiel haben werden.

Link: http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1274172873691&openMenu=1013083806110&calledPageId=1013083806110&listid=1018881578428

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Grüsse

Volker



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Bach’s h-moll-Messe im Kaiserdom in Königslutter


Einmal in meinem Leben…

…wollte ich mir vor 5 Jahren ein wirklich überragendes Konzert gönnen und die Musiker live erleben, deren CDs mich ständig begleiteten. Es ist nicht bei einem Mal geblieben, aber es war jedes Mal wieder so überwältigend wie beim ersten Mal – damals im März 2005 im Kaiserdom zu Königslutter. Mit Bach’s Matthäus-Passion, dem Monteverdi Choir, den English Baroque Soloists und natürlich Sir John Eliot Gardiner. Nun saß ich wieder in diesem gewaltigen romanischen Dom, der nach langen Jahren der Restaurierung in neuem bzw. alten Glanz erstrahlte und eine Atmosphäre voller Wärme und Sicherheit entstehen ließ. Wer auf dem Wege zwischen dem Ruhrpott und Berlin dort vorbei kommt, sollte unbedingt eine Pause einplanen.

Renovierter Kaiserdom-Königslutter Aussenansicht

Um es vorweg zu nehmen – es war ein beeindruckender Abend. Das Orchester in mehr oder weniger Stammbesetzung wie immer überragend, mit unendlicher Spielfreude, die Solisten inspiriert aufspielend. Was mich dabei vor allem fasziniert hat, war das „gemeinsame“ Musizieren, manchmal schon fast kammermusikalisch.

Der Chor erstaunt mich immer wieder. So viele neue Gesichter – und der Chor klingt und singt, wie es eben nur der Monteverdi Choir tut. John Eliot Gardiner scheint in dem Punkt einfach ein Magier zu sein. Auch wie er Chor und Orchester an diesem Abend mit unglaublicher Energie wirklich über alle scheinbaren Grenzen hinwegführte, war beeindruckend. Da gibt es die leisen Stellen, z.B. im „Et incarnatus est“ oder im „Crucifixus“ – ich habe noch nie einen Chor mit einer solchen Intensität leise singen hören. Man musste wirklich alle Antennen aufstellen.Es war extrem berührend. Und natürlich die lebhaften Stücke „Cum sanctu spiritu“ oder „Et resurrexit“ z.B., die mit einer solchen Energie in den Raum geschleudert wurden, dass es schier erdrückend wurde. „Laudamus te“ – Lebensfreude pur. „Quoniam tu solus sanctus“ – was für ein Groove. Das gilt eigentlich für den ganzen Abend. Bach’s Musik swingte regelrecht. Die meiste Gänsehaut hatte ich bei der Schlussfuge (Dona nobis pacem). Auch das hatte ich noch nie gehört. Ein solches Crescendo, das wirklich von der ersten Note bis ganz zum Schluss dauerte. Eine Spannung lag über der ganzen Kirche, die wirklich fühlbar war und sich erst bei den letzten Tönen, als die Musiker endlich im Fortissimo schwelgen und die Zuhörer ausatmen durften. Amen – so ist es.

Renvoierter Kaiserdom-Königslutter Innenansicht

Es war kein perfekter Abend. Gott sei Dank nicht, sonst wäre es nicht zum Aushalten gewesen. Und für mich war es auch nicht wichtig. Geblieben ist dieses Gefühl, magische Momente erlebt zu haben, ein Klingen und Schwingen in mir, das hoffentlich noch lange bleibt. Ich habe dieses Jahr schon wirklich herausragende, inspirierende Konzerte gehört und ich weiß nicht, was nocht kommt – aber das dieses der Höhepunkt des Jahres war (musikalisch natürlich nur) – da bin ich mir absolut sicher.

Sir J.E. Gardiner - h-Moll-Messe BWV 232 im Kaiserdom Königslutter-Schlussaupplaus

Freut Euch auf Leipzig, Frankfurt, Dortmund

Barbara

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Dann noch ein Radio-Tipp: an Himmelfahrt wird

am 13. Mai 2010 bei NDR-Kultur um 20 Uhr bis 22:30 Uhr eine Aufzeichnung des Konzertes vom 7. Mai 2010 aus dem Kaiserdom-Königslutter zu hören sein.
Soli Deo Gloria – Feste Alter Musik im Braunschweiger Land
Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll für Soli, Chor und Orchester BWV 232
Monteverdi Choir London mit Solisten
English Baroque Soloists / Ltg.: John Eliot Gardiner
Aufzeichnung vom 7.5.2010 im Dom Königslutter

Link: zum Livestream von NDR-Kultur im Internet

http://www.ndrkultur.de/livestream154.html

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Einführung in die  H-Moll-Messe BWV 232

Link: Einführung in das BWV 232 H-Moll-Messe

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Eine Rezension/Kritik der Braunschweiger Zeitung vom 10.5.2010 füge ich im PDF-Format bei.

PDF-Link: Rezension Braunschweiger Zeitung

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Rezensionen/Kritik  von „Frankfurter Zeitungen“ vom Konzert in der Alten Oper am 14.5.2010:

Link-Angaben:

a.) http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=2651824

b.)  http://www.op-online.de/nachrichten/kultur/musikalischer-intensivkurs-glauben-765082.html

c.)  http://www.echo-online.de/freizeit/kunstkultur/musik/Das-Allerheiligste;art641,889065

d.)  http://www.fnp.de/fnp/welt/kultur/demuetige-verbeugung-vor-dem-gewaltigen-werk_rmn01.c.7694873.de.html

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YouTube Video Gardiner + EBS-MonteverdiChoir Probe in Prag:

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zugefügt von @Volker/admin am 10. und 18.5.2010

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Radiotipps KW19


Hallo zusammen,
Himmelfahrt sendet NDR kultur ein absolutes Highlight. Auch sonst gibt es einige schöne Aufnahmen zu hören.
Viel Freude dabei
Barbara

11.5.
Ö1
19:30-21
Capella Angelica, Leitung: Wolfgang Katschner; Lautten Compagney Berlin.
Johann Sebastian Bach: „Klagt, Kinder, klagt es aller Welt“, Die Köthener Trauermusik, BWV 244 a (Rekonstruktion: Alexander Grychtolik) –
Die weltliche Urfassung der Matthäuspassion
(aufgenommen am 16. April im Heizwerk in Erfurt im Rahmen der „Thüringer Bachwochen 2010“)
(Falls einer die Erstsendung verpasst haben sollte…)

Deutschlandfunk
21-23 (dazwischen Nachrichten)
„Grundton D“ 2009 – Konzert und Denkmalschutz für die östlichen Bundesländer (1)
Johann Sebastian Bach
Aria mit 30 Veränderungen, BWV 988 „Goldberg-Variationen“
Andreas Staier, Cembalo
Aufnahme vom 3.4.10 aus dem Landschloss Zuschendorf/Sachsen

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Donnerstag, (Himmelfahrt) 13.5.2010
NDR-Kultur
20-22:30 Uhr

Zu hören per Livestream im Internet:

http://www.ndrkultur.de/livestream154.html


Soli Deo Gloria – Feste Alter Musik im Braunschweiger Land

Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll für Soli, Chor und Orchester BWV 232
Monteverdi Choir London mit Solisten
English Baroque Soloists / Ltg.: John Eliot Gardiner
Aufzeichnung vom 7.5.2010 im Dom Königslutter


„Soli Deo Gloria“ – Die Feste Alter Musik im Braunschweiger Land beginnen 2010 mit einem Wiedersehen in zweifacher Hinsicht: Sir John Eliot Gardiner ist gemeinsam mit dem Londoner Monteverdi Choir und seinen English Baroque Soloists im nach der mehrjährigen Restaurierung wieder eröffneten Kaiserdom Königslutter zu Gast und eröffnet die Saison glanzvoll mit der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. John Eliot Gardiner hat seine Veröffentlichungen der Kantaten Bachs auch bei dem Label „Soli Deo Gloria“ veröffentlicht – diese Worte hat Johann Sebastian Bach eigenhändig in einige seiner Partituren geschrieben – allein Gott zur Ehre!
Es lohnt sich!

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14.5.
BRklassik
13-14
Musik im Originalklang
English Baroque Soloists: John Eliot Gardiner
Georg Friedrich Händel: „Wassermusik“, Suite Nr. 1 F-dur;
Wolfgang Amadeus Mozart: Symphonie C-dur, KV 338
NDR
18-24

Internationale Händel-Festspiele Göttingen 2010
Georg Friedrich Händel: „Tamerlano“
Oper in 3 Akten
Tamerlano: Christopher Ainslie, Altus
Bajazet: Thomas Cooley, Tenor
Asteria: Kirsten Blaise, Sopran
Irene: Franziska Gottwald, Alt
Andronico: Clint van der Linde, Altus
Leone: Lars Arvidson, Bass
FestspielOrchester Göttingen
Ltg.: Nicholas Mcgegan
Live aus dem Deutschen Theater Historische Sujets sind in Georg Friedrich Händels Opern oft mit entfesselter Leidenschaft und fatalen Verwicklungen der handelnden Personen unter sich verbunden. Das ist in „Orlando“ so, in „Giulio Cesare“ oder „Xerxes“. Jedes Jahr wieder gibt es bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen Begegnungen auch mit seltener gespielten Händel-Opern. Der Dreiakter „Tamerlano“ gehört zweifellos zu diesen Raritäten. Und er zählt außerdem zu der Serie von Opern, die Händel in den 1720er Jahren auf Libretti von Nicola Francesco Haym schrieb. Nach ihrer Uraufführung im Oktober im King’s Theatre am Londoner Haymarket verschwand das Stück über Jahre hinweg nicht vom Londoner Spielplan und wurde von keinem Geringeren als Georg Philipp Telemann für eine Hamburger Inszenierung bereits ein Jahr nach der Uraufführung bearbeitet.
Erzählt wird in dieser Oper von dem mongolischen Heerführer Timur Lenk, auch Tamerlan genannt, der gegen den osmanischen Sultan Bayezid I. 1402 eine vernichtende Schlacht führte. Der Legende nach soll Bayezid in der Gefangenschaft Selbstmord begangen haben. Tamerlan ist alles andere als ein freundlicher Herrscher, der seinen Sieg sinnvoll zu nutzen versteht. Despotisch missbraucht er seine Macht und unterdrückt seine Mitmenschen.
Im Deutschen Theater Göttingen ist der Altus Christopher Ainslie in der Titelrolle zu erleben, der Tenor Thomas Cooley singt den Sultan. Kirsten Blaise (Asteria) und Franziska Gottwald (Irene) sind die weiblichen Hauptdarsteller. Nicholas McGegan leitet das FestspielOrchester Göttingen.

16.5.
Deutschlandfunk
3-4 (Nachtkonzert)
Nachtkonzert vom DLF
Wolfgang Amadeus Mozart
Große Messe c-moll, KV 427
Sylvia McNair, Sopran
Diana Montague, Sopran
Anthony Rolfe-Johnson, Tenor
Cornelius Hauptmann, Bass
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Leitung: John Eliot Gardiner

Konzert-Termine: Passionsmusik von J.S. Bach – im Februar – März-April 2010


Hallo Passionsmusik-Freunde,

wie bereits im vergangenen Jahr möchte ich auf Musik-Veranstaltungen aufmerksam machen, die Passions-Musik von J.S. Bach im Februar bis April 2010 – enthalten.

Hannover, Herrenhausen

J.S. Bach Markus-Passion Herrenhäuser Kirche Hannover

Samstag, 13. März, 19 Uhr

Johann Sebastian Bach

Markus-Passion
Esther Mertel, Sopran Meinhard Dollansky, Altus

Goetz Phillip Körner, Tenor      Künstlerwebsite
Jens Zumbült, Tenor         Künstlerwebsite
Dieter Goffing, Bass
Kantorei Herrenhausen
Camerata Instrumentale Hannover
Leitung: Martin Ehlbeck

Montag, 8. März, 20 Uhr Vortrag und Werkeinführung mit Klangbeispielen Referent: Martin Ehlbeck im Gemeindehaus.

Herrenhäuser Kirche - Hannover-Herrenhausen

Johann Sebastian Bachs Markus-Passion (1731) ist nur zum Teil überliefert, zu einem kleinen Teil ist sie verloren gegangen. Die großen Chorstücke am Anfang und Ende des Werkes, die 6 Arien und 14 Choräle sind überliefert. Damit sind die prägenden Musikstücke der Markus-Passion vorhanden. Bachs Vertonung des Bibeltextes vom Markusevangelium (Rezitative und dramatische Chöre) liegt dagegen nicht mehr vor. Diese Stücke werden in einer rekonstruierten Form aufgeführt.

Es hat in den vergangenen Jahren einige Versuche gegeben, Bachs Markus-Passion zu rekonstruieren. Alle diese Versuche hatten den Mangel, dass heutige Komponisten versuchten ein mehr als 275 Jahre altes Stück zu ergänzen. Es fehlte immer die historische Authentizität. Die Aufführung unserer Rekonstruktion der Markus-Passion in der Herrenhäuser Kirche verwendet dagegen zeitgenössische Ergänzungen aus der Barockzeit. Die Ergänzungen stammen von Reinhard Keiser (1674-1739) und sind seiner Markus-Passion (1707) entnommen.

Weitergehende Informationen – h i e r – klicken…!!

Kartenpreise:
Mittelschiff   21 € , nummerierte Plätze, keine Ermäßigung
Seitenschiff 16 €, unnummerierte Platze, 3€ Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte
Empore       13 €, unnummerierte Plätze, 3€ Ermäßigung für Kinder, Schüler, Auszubildende, Behinderte

Karten Online

Kartenhotline der Herrenhäuser Kirche 0171-1989 829
Laporte-Kartenshop, Karmarschstr. 32, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 363 29 29
Hannover Tourismus GmbH, Ernst-August-Platz 8, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 12345 – 111
„Kirche im Blick“, Buchhandlung an der Marktkirche, Hanns-Lilje-Platz 4/5, 30159 Hannover, Tel. 0511 – 252 68 36
Gemeindebüro der Herrenhäuser Kirche, Hegebläch 18, 30419 Hannover, Tel. 0511 – 79 32 42
Abendkasse.

Eine Rezension des Konzertes von Herrenhausen unter dem nachstehenden Link:

—  h i e r  –  klicken…!!

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Hannover – St. Thomaskirche und Markuskirche


St. Thomas-Kirche, Hannover-RicklingenMittwoch 17.02.2010
20:00 Uhr

St. Thomaskirche Hannover-Ricklingen

Konzert: Bach: Johannes-Passion BWV 245
in originaler Besetzungsstärke
Barbara Rotering (Sopran), Beat Duddeck (Altus), Achim Kleinlein (Tenor), Julian Redlin (Bass), 4 Ripieno-Sänger, Barockorchester L’Arco , Christoph Heidemann (Konzertmeister), Gesamtltg.: Kurt Pages
Eintritt: € 10,-
Aufführung dieser Art zum ersten Mal in Hannover

Auskünfte: Kirchengemeinde St. Thomas. Gemeindebüro Wallensteinstr. 32/34 30459 HannoverTelefon 0511 / 42 19 05. Telefax: 0511 / 23 44 413

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So, 28.02.2010
18:00 Uh
r
Markuskirche – Hannover-List

Markuskirche Hannover Johannespassion

Konzert: Bach: Johannes-Passion BWV 245
Anke Briegel (Sopran), Mareike Braun (Alt), Jan Kobow (Tenor), Torsten Meyer (Bass) N.N. (Bass), Hannoversche Hofkapelle, MarkusChor, Ltg.: Martin Dietterle

Kantor Martin Dietterle leitet das Konzert des MarkusChors, der im vergangenen Jahr sein 40jähriges Bestehen feiern konnte und mit über 100 SängerInnen zu den zahlenmäßig größten Chören in Hannover gehört. Die Hannoversche Hofkapelle , begleitet den Chor auf historischen Instrumenten. Jan Kobow (Tenor), Mareike Braun (Alt), Anke Briegel (Sopran), Thorsten Meier (Bass/Christus) und Dietmar Sander (Bass) übernehmen die Soloparts.

Das Konzert beginnt um 18:00 Uhr, Einlass ist ab 17:15 Uhr. Karten zum Preis von € 8,- bis € 20,- gibt es im Vorverkauf: Kirche im Blick, Buchhandlung an der Marktkirche, Tel. 0511 – 35 36 836 und bei der Buchhandlung Beek (Lister Meile;  sowie an der Abendkasse.


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Hidesheim – St. Michaeliskirche

St.Michaelis-Kirche in Hildesheim

Foto: 1000 Jahre St.Michaelis-Kirche in Hildesheim

Johann Sebastian Bach: Matthäuspassion BWV 244

am 02.04.2010 – 15.00 Uhr

Ausführende:

Gabriele Hierdeis, Sopran- Ulrike Mayer, Alt- Johann Christensson, Tenor (Evangelist und Arien)

Tijl Faveyts, Bass (Christus)- Marek Rzepka, Bass (Arien)

St. Andreas-Kantorei Hildesheim

Barockorchester L’Arco – Leitung Bernhard Römer

Preise:

25€(20)/20€(16)/15€(12)/5€

anerkannte Vorverkaufsstellen

Karten für dieses Konzert – hier

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Hamburg – St. Michaelis

Sonntag, 28.03.2010  – 18:00 Uhr

Kirche St. Michaelis Hamburg

Johann Sebastian Bach:

Matthäus Passion BWV 244

Markus Brutscher, Evangelist
Henryk Böhm, Christus
Ruth Ziesak, Sopran
Bogna Bartosz, Alt
Virgil Hartinger, Tenor
Andreas Schmidt, Bass

Chor St. Michaelis
Orchester St. Michaelis
Mitglieder der Philharmoniker Hamburg
und des NDR Sinfonieorchesters u.a.

Leitung: Christoph Schoener

Vorverkauf ab 06.02.2010

Preiskategorien: EUR  50,-  45,-  35,- 27,-  20,-  15,-  8,- bestellen

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Hamburg – St. Jacobi

Kirche St. Jacobi Hamburg

Am Karfreitag, 2.4.2010, erklingt um 18:00 h

in der Hauptkirche St. Jacobi zu Hamburg die „Johannespassion“ von J.S.Bach in der Fassung von Robert Schumann

Mitwirkende:

Eintrittskarten: 10,- bis 30,- EUR (ermäßigt: 7,- bis 20,- EUR) bei der

Online – Konzertkasse GERDES,

Rothenbaumchaussee 77, Telefon: 040 – 45 33 26, und an der Abendkasse

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Interpretationsvergleiche:

Die Tenor-Arie „Ach mein Sinn“ unter der Leitung des Bach-Kenners Karl Richter (dessen Interpretation des 2. Brandenburgischen Konzertes als Botschaft der Menschheit an Bord der Voyager-Sonden unser Sonnensystem verlassen hat) ist auf folgendem Video zu hören:
http://www.youtube.com/watch?v=drl90jD47m4

Zum Vergleich mit der Schumann-Fassung empfiehlt sich der Track 13 auf der CD, hier als Sopran-Arie:
http://www.jpc.de/jpcng/cpo/detail/-/art/Johann-Sebastian-Bach-Johannes-Passion-Bearbeitung-von-Robert-Schumann/hnum/6391959

Die Arie „Es ist vollbracht“, hier (http://www.youtube.com/watch?v=K_QAoanXntw) in historischer Aufführungspraxis unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt mit Knabenalt und Viola Da Gamba, kann man in der interessanten Schumann-Fassung zum Vergleich leider nur direkt von der CD – oder eben am Karfreitag in St. Jacobi hören. Kann man sich den Mittelteil nicht gut mit Trompeten vorstellen?

Karl Richter und Nikolaus Harnoncourt zählen übrigens zu den Lehrern Rudolf Kelbers. Man darf sicherlich auch vor diesem Hintergrund sehr gespannt darauf sein, wie er am 2.4.2010 die Johannespassion in der Romantik-Fassung von Schumann interpretieren wird.

St. Jacobi-Blog-Lektüre zur Johannes-Passion

Zum großen Chor- und Orchesterkonzert am Karfreitag, dem 2. April 2010 um 18 Uhr, führen wir das Experiment „Blog“ fort: Auch zur Johannes-Passion von J.S. Bach entsteht ein Blog mit vielen Hintergrundinformationen, der ständig aktualisiert und ergänzt wird. Schauen Sie doch mal rein:

Link: http://Johannespassion-Bach-Schumann.blogspot.com

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Essen – Philharmonie – Herreweghe, Matthäus Passion BWV 244

Philharmonie Essen-Ruhr

Freitag, 26. März 2010 um 19:00 Uhr

J.S. Bach MATTHÄUSPASSION BWV 244
Philippe Herreweghe, Dirigent


Link: Ticket-Online Preise: 34,50 € bis 74,75 €

Rezension: Matthäus Passion Herreweghe Essen-Philharmonie

Link: https://meinhardo.wordpress.com/2010/04/01/herreweghe-mit-bachs-matthaus-passion-in-der-philharmonie-essen/

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Dortmund – Konzerthaus, Franz Brüggen – Capella Amsterdam

Konzerthaus Dortmund

J.S. Bach Johannespassion BWV 245

So, 28.03.2010, 18:00 Uhr
Konzerthaus Dortmund
Brueckstr. 21

Mitwirkende: Marcus Schäfer (Evangelist), Thomas Oliemans (Jesus), Carolyn Sampson (Sopran), Michael Chance (Alt), Marcel Beekman (Tenor), Peter Kooij (Bass), Capella Amsterdam, Orchester des 18. Jahrhunderts, Frans Brüggen (Dirigent)

Link: eventim-Ticket ab 14,60 €

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Leipzig-Thomaskirche

Ostersonntag, 4. April 2010, 19:30 Uhr, Thomaskirche Leipzig

Osteroratorium BWV 249

Thomaskirche Leipzig

Wer Ostern eine Reise nach Leipzig plant, sollte auf jeden Fall ein Chorkonzert in der Thomaskirche auf die Agenda setzen. Am Ostersonntag, 4. April 2010, werden der exzellente Kammerchor Josquin des Préz und das Leipziger Barockorchester unter der Leitung von Ludwig Böhme Johann Sebastian Bachs „Osteroratorium“ und die Motette „Jesu meine Freude“ sowie von Josquin des Préz die „Missa Pange lingua“ zu Gehör bringen.

Bereits als Knabensänger in seiner Geburtsstadt Eisenach lernte Johann Sebastian Bach Kompositionen von Josquin des Préz kennen, die dort Ende des 17. Jahrhunderts noch zum gängigen kirchenmusikalischen Repertoire gehörten. Das große Interesse an der Renaissance-Musik – und besonders an den Werken Josquins – blieb bei ihm trotz konfessioneller Unterschiede lebenslang erhalten. Unter den Josquin-Kompositionen, die Bach vermutlich kannte, befand sich auch die „Missa pange lingua“. In dieser letzten Messkomposition Josquins wendet der Altmeister die so genannte „Imitationstechnik“ an: Ein Motiv wird in allen vier Stimmen gleichberechtigt zitiert und kontrapunktisch bearbeitet. Das thematische Material schöpft der Komponist aus dem gregorianischen Hymnus „Pange lingua“, dessen Gesang für die Liturgien des Gründonnerstags sowie des Fronleichnam-Festes vorgesehen ist.

Link:
TICKET/Online –  Preise: 16,20 €

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Thomaskirche Leipzig, 3. März 2010 um 20:00 Uhr

Johannes-Passion BWV 245

Johann Sebastian Bach
Capella Fidicinia

Ticket-Online Preise:

weitere Termine BWV 245 in Leipzigmit Capella Fidicina

7. März 2010 16 Uhr
Kirche Polditz

14. März 2010 16 Uhr
Stadtkirche Colditz

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Thomaskirche Leipzig,

J.S. Bach Matthäus Passion BWV 244

am 1. und 2. April 2010 jeweils um 19:00 Uhr

Ausführende:

Ute Selbig (Sopran) Britta Schwarz (Alt) Martin Petzold (Tenor – Evangelist)

Martin Lattke (Tenor – Arien) Klaus Mertens (Bass – Christus) Thomas Laske (Bass – Arien) Thomanerchor Leipzig Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Veranstalter:Gewandhaus zu Leipzig

Preise:  43/34/26/16/9 EUR zzgl. VVK-Gebühr

Ticket-Hotline: +49 341 12 70-280
Ticket-Online
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St. Nikolaikirche – Leipzig

St. Nikolaikirche Leipzig

J.S.Bach Johannespassion BWV 245

Samstag, 27. März 2010 um 17:00 Uhr

Bachchor Leipzig / Festival-Orchester Leipzig

Link:
TICKET/Online Preise: 15,53 €

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Bielefeld, Oetkerhalle

Rudolf-Oetker-Halle Bielefeld

Oratorienchor Bielefeld BWV 232 h-Moll-Messe / Plakatmotiv von Peter Flachmann

Oratorienchor-Bielefeld

am 26. März 2010 um 20:00 Uhr

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Messe h-Moll BWV 232

Ausführende:
Traudl Schmaderer, Sopran
Yvi Jänicke, Alt
Eric Laporte, Tenor
Franz Gerihsen, Bass

Oratorienchor der Stadt Bielefeld
Bielefelder Philharmoniker, Leitung: Hartmut Sturm

Eintrittspreise:
Euro 10,- / 14,- / 18,- / 22,- (Euro 3,- Ermäßigung für Erwerbslose, Schüler und Studenten
in den Preiskategorien Euro 10,- / 14,-)

Kartenverkauf:

Hallenplan Oetkerhalle

Sie bestellen online.

oder über Tourist-Information im Neuen Rathaus, Niederwall 23, Telefon (0521) 51 69 99, Neue Westfälische, Niedernstraße 21-27, Telefon (0521) 555 444, KONTicket, Jahnplatz 11, Telefon (0521) 6 61 00 im Internet: www.oratorienchor-bielefeld.de, durch Chormitglieder und an der Abendkasse

Ort: Rudolf-Oetker-Halle, Lampingstraße 16, 33615 Bielefeld

Stadtplanausschnitt

Zur Rezension der  h-moll-Messe vom Oratorienchor Bielefeld:

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Rezension h-moll-Messe Oratorienchor Bielefeld.

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Espelkamp – Thomaskirche

Thomaskirche Espelkamp Foto © by Stadt Espelkamp

Sonntag, 28. März 2010, um 17 Uhr

J.S. Bach – Matthäus-Passion BWV 244

Solisten:

Sabine Szameit, Sopran ● Eike Tiedemann, Alt Andreas Post, Tenor und Evangelist Hinrich Horn, Bass ● Albrecht Pöhl, Christus   Orchester „Opus7“  Kantoreien Lübbecke und Espelkamp

Leitung: Roger Bretthauer

Vorverkauf:

Buchhandlung Lienstädt & Schürmann,

Espelkamp, Breslauer Str.34, Tel. (05772) 6460

Veranstalterin Kirchengemeinde Espelkamp

Ansprechpartner: Roger Bretthauer

E-Mail: kantor@Martins-Kirchengemeinde.de

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Zur Rezension der Matthäus Passion in Espelkamp:

Zur Vergrößerung in das Bild klicken..!!

Rezension Espelkamp Matthäus Passion

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Weitere Konzert-Angaben in Deutschland

J.S. Bach und seine Passion-Oratorien über Online-Ticket abrufen.

Link:  Online-Ticket – weitere Bach-Konzerte

oder über die Englische Bach-Webseite:

Link: h i e r – klicken…!!

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Grüße
Volker

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J.E. Gardiner am 7. Mai 2010 in Königslutter-Eintrittskarten ab sofort erhältlich!


Hallo,

wer nach Königslutter im Kaiserdom das Gardiner-Konzert am 7. Mai 2010 um 20:00 Uhr mit der h-moll Messe von J.S. Bach – besuchen möchte, kann bereits Eintrittskarten erwerben. Die Buchung ist über einen Saalplan direkt möglich. Es gibt zwei Veranstalter, die Eintrittskarten ab  s o f o r t vergeben. Des weiteren finden Gardiner-Konzerte in 2010 mit der Messe h-Moll, BWV 242 in Dortmund, Frankfurt und Leipzig statt.

Foto: Gardiner im Kaiserdom Königslutter – bei einer Probe…

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Radio-Tipp:

Der NDR-Kultur zeichnet das Konzert von Gardiner (J.S. Bach – h-moll-Messe) in Königslutter auf und sendet es an Himmelfahrt, 13.5.2010 um 20:00 Uhr.

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Wie bekannt, cm ticket.de (Konzertbüro Reimann in Berlin) mit moderateren Eintrittspreisen – aber ohne Saalplan-Buchung:

Link: http://www.cm-ticket.de/konzert-details.php?kateg=5&k_id=426

Plätze für 85,00 € – 60,00 € – 50,00 € – 30,00 €  und 15,00 €

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Eine weitere Bezugsquelle  m i t  Saalplanbuchung aber  höheren Eintrittspreisen über regioactive.de:

Link: http://www.regioactive.de/tickets.html?id=518443

Saalplanbuchung, Plätze für  96,60 € – 69,10 € – 58,10 € – 36,10 € – und 19,70 €

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Weitere Gardiner-Konzert-Termine für 2010 steht fest,

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir gastieren

am 13 Mai 2010 in Dortmund, Reinoldikirche, mit dem BWV 242 h-Moll-Messe.

St. Reinoldi-Kirche Dortmund

Informationen bei:

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund
44122 Dortmund
Telefon 0231/50 29 996 | Fax 0231/50 28 300
info©klangvokal.de

KLANGVOKAL Musikfestival Dortmund 2010

Das Festivalprogramm 2010 wird am 11. Dezember 2009 veröffentlicht.

Link: http://www.klangvokal-dortmund.de/programm-tickets/

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Frankfurt, Alte Oper am 14. Mai 2010 Großer Saal, 20:00 Uhr

Konzerte Alte Oper in Frankfurt

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir mit dem BWV 242 h-Moll- Messe.

Link: Zur Online Ticketbestellung

Wenige Restkarten vorhanden..!!

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Leipzig, Bachfest 2010, am 20. Juni 2010, Thomaskirche um 18:00 Uhr

Thomaskirche Leipzig

Gardiner EBS und der Monteverdi Choir mit dem BWV 242 h-Moll- Messe.

Ticket-Online:

Link: http://www.ticketonline.com/de/de/eventid/709415-No+113+Abschlusskonzert+Bachfest+2010/?productionid=184600

Mit dem Stand vom 10. Januar 2010 ist das Abschlusskonzert mit J.E. Gardiner (h-Moll-Messe) für den 20.6.2010 in der Thomaskirche Leipzig restlos ausverkauft…!!

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Gruß

Volker

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