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Die Haller Bach-Tage in Ostwestfalen begehen das 50-jährige Jubiläum


Liebe Bachfreunde!

50. Haller Bach-TageIn OWL (Ostwestfalen-Lippe) finden wieder vom 01.02.2013 bis zum 17.2.2013 die „Haller Bach-Tage“ statt. Gefeiert wird das 50-jährige Bestehen mit einem umfangreichen Festprogramm.

Zur Chronik:

Anfang der 1960er Jahre verschlug es Burghard Schloemann nach dem Studium der evangelischen Kirchenmusik in die ostwestfälische 7.000-Einwohner-Stadt Halle. Als Kantor der dortigen St. Johanniskirche setzte er sich zum Ziel, den „unbekannten Johann Sebastian Bach“, den Komponisten der Kirchenkantaten, bekannt zu machen. Aus der offenbar gedeihlichen Arbeit mit dem Kirchenchor heraus gründete Schloemann 1963 die Haller Bach-Tage.

Haller Bach-Tage

Vor fast 25 Jahren wurde Martin Rieker sein Nachfolger.

Aus dem Programm greife ich einmal folgende Veranstaltung gesondert heraus:

J.S. Bach – Magnificat BWV 243

Hinzu kommen Konzerte mit „German Brass„, ein Kinderkonzert mit der Bauernkantate

von J.S. Bach und ein Nachtkonzert mit dem kompletten ersten Teil des „Wohltemperierten Klaviers„.

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JUBILÄUMS-ORCHESTERKONZERT

am Mittwoch, 13. Februar 2013 um 20:00 Uhr

Aula des Kreisgymnasiums, Halle Westfalen

Johann Sebastian Bach

Ouvertüre Nr. 3 BWV 1068

Ouvertüre Nr. 4 BWV 1066

Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ BWV 51

3. Brandenburgisches Konzert BWV 1048

Ausführende :

Dorothee Mields (Sopran)

Dorothee Mields KMD (Sopran)

Dorothee Mields, Sopran

Ensemble aperto,

Leitung :

KMD Martin Rieker

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Kartenvorverkauf:

Kulturbüro der Stadt Halle (Westf.)
Ravensbergerstr. 1
33790 Halle (Westf.)
Telefon: 0 52 01 / 18 3 – 1 64
Fax (0 52 01) 183-110
e-mail: kulturbuero.halle(at)haller-bach-tage.de

In Bielefeld: Touristinformation

(nur für das Konzert in Bielefeld am 10.2.2013)

im Neuen Rathaus, Niederwall 23

Telefon: 0521 / 51 69 99

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KMD Martin Rieker

KMD Martin Rieker

beendete 1976 nach einer Ausbildung zum Orgelbauer sein Kirchenmusikstudium in Esslingen. Ab 1977 Studium an der Musikhochschule in Wien bei Michael Radulescu und Anton Heiller im Fach „Künstlerisches Orgelspiel“. 1978 übernahm er die einzige hauptamtliche Kirchenmusikerstelle in Österreich an der ev. Stadtkirche Wien 1. Seit 1988 ist er Kantor in Halle-Westfalen und künstlerischer Leiter der „Haller Bach-Tage“.

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Grüße

Volker

Niveauvolle h-Moll Messe erklang in der Altstädter Nicolai Kirche Bielefeld


Altstädter Nicolai-Kirche Bielefeld

Meine Eindrücke von der Aufführung der h-Moll Messe – BWV 232 – in der Altstädter Nicolai-Kirche Bielefeld!

Lange Schlangen vor dem Kirchenportal ließen mich an vorangegangene Aufführungen zum „Haller Bachfest“  an schlechte Erinnerungen der Einlasskontrolle „Böses“ erahnen. Aber, die Veranstalter haben dazu gelernt und es ging sehr zügig voran und betrat nach 5 Minuten Wartezeit die restlos ausverkaufte Nicolai-Kirche in Bielefeld.

Eine Überraschung beim Suchen meines Platzes – leider erhielt ich nur noch 1 Eintrittskarte im Vorverkauf – sah ich eine treue Blog-Begleiterin @Iris, sie hatte sich die Mühe gemacht und den weiten Weg mit dem Zug nach Bielefeld unternommen und tatsächlich noch eine Eintrittskarte bekommen. Die Wiedersehensfreude war groß und konnten sogar nebeneinander liegende Sitzplätze einnehmen und gemeinsam das Konzert am Sonntag genießen..!!

Ausführende: 84. Haller Bach-Tage in der Altstädter Nicolai-Kirche Bielefeld

Die Akustik der Altstädter Nicolai-Kirche erwies sich für dieses großartige Bach-Werk als gut geeignet, den Chor und das Orchester hörten wir auf unseren hinteren Plätzen recht gut.

Es ist mittlerweile Tradition geworden, dass die „Haller Bach-Tage“ in Bielefeld ihren krönenden Abschluss finden und die Konzerte voll ausgebucht sind. Das ist ein erfreulicher Nebeneffekt und sollte in Zukunft weiter Bestand haben. Am Vortag wurde bereits die h-Moll Messe von dem Bach-Chor der Johanniskantorei Halle / Westfalen in der St. Johanniskirche in Halle zu Gehör gebracht. Aufgrund einer Erkrankung der Altistin: Ute Grunewald wurde kurzfristig „Christiane Schmidt“ (Alt) für den Part verpflichtet.

Gesangs-Solisten- 84. Haller Bach-Tage Altstädter Nicolai-Kirche in Bielefeld

Warum Bach diese Kurzmesse zur vollständigen Missa tota ausbaute, ist noch nicht vollständig geklärt. Da er ab Mitte der 1730er Jahre begann, auch andere zyklische Werke mit Modellcharakter zu schaffen (Goldberg-Variationen, Weihnachtsoratorium, Die Kunst der Fuge), vermutete man, die Erweiterung könne im Zusammenhang mit diesem Bestreben stehen.

Da die umfangreiche, groß dimensionierte und reich besetzte Messekomposition Elemente des konzertanten Stils der Kantate aus Bachs Zeit aufnimmt („Missa concertata“) und im besten Fall zu kirchlichen Hochfesten in liturgischen Messfeiern verwendet werden kann, verliehen ihr die Musikliebhaber des 19. Jahrhunderts den Beinamen „Hohe Messe in h-Moll“, in Anlehnung an die Bezeichnung „Missa solemnis“. Die Tonartbezeichnung bezieht sich dabei auf den Beginn des Werkes – tatsächlich stehen nur wenige weitere Sätze in h-Moll, die meisten hingegen in anderen Tonarten (wegen der Naturtrompeten überwiegend in der Paralleltonart D-Dur).

Erstaunlich, was dieser Bach-Chor (Laien-Chor) stimmlich an Potential besitzt, im Bass leider etwas unterbesetzt war er nur sehr schwer zu hören und steigerten sich im Schlussteil zu einer großartigen Leistung.

KMD Martin Rieker

Erstaunlich, was der rührige Leiter der Haller Bach-Tage „KMD Martin Rieker“ auf die Beine stellt und zu einem befriedigen Ergebnis führt. Die h-Moll Messe ist schon ein gewaltiges Werk und benötigt dafür gut ausgebildete Chöre um das umsetzten zu können. Die Probenarbeit des Laienchores muss immens gewesen sein und führten dieses Bach-Werk gekonnt auf. Das „Ensemble aperto“ mit historischen Instrumenten besetzt gelang eine vorzügliche Aufführung, die klanglich alle Voraussetzungen erfüllten.

Als eine gravierende Fehlbesetzung entpuppte sich der mir unbekannte Hornist in dem Satz 11 für Bass-Solo: „Gloria – Quoniam tu solus sanctus“. Für diese wunderbare Bass-Arie ist ein gelungenes Horn als Begleitung unverzichtbar. Das war auch der einzigste Wehrmutstropfen in einer rundherun gelungenen Werkswiedergabe. Die Tenor-Besetzung mit „Daniel Johannsen“ war ein Volltreffer und bestach durch seine glasklare Wortartikulation und schlanken Stimmführung. Die 1. Sopranistin: „Cornelie Isenbürger“ vom hiesigen Stadt-Theater Bielefeld, überzeugte wiederum mit einem glockenreinen Sopran.

"Ensemble aperto" - "Bach-Chor" der Johanniskantorei Halle:Westf.

Umfangreicher Schluss-Applaus zeugte von einem rundum gelungenen Konzertabend und als ein würdiger Abschluss der 84, Haller Bach-Tage in Bielefeld. Auf Wiedersehen in 2012 an alter Stätte und wieder mit einem Bach-Werk? Ich bin gespannt, was uns der KMD Rieker wieder aus seiner Fundgrube präsentieren wird.

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Eine PDF-Rezension der NW Bielefeld und „Haller Kreisblatt“

Link: NW-Rezension h-Moll Messe Bielefeld

Link: Haller Kreisblatt Rezension h-Moll Messe Febr 2011

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Einführung in die  H-Moll-Messe BWV 232

Link: Einführung in das BWV 232 H-Moll-Messe

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Grüße

Volker

84. Haller Bach-Tage vom 4.2.2010 bis 13.2.2011 (Halle in Westfalen)


Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Liebe Bachfreunde!

Wieder ein Festschmaus in OWL (Ostwestfalen-Lippe) hier finden vom 04.02.2011 bis zum 13.2.2011 die 84. Haller Bach-Tage statt. Das gesamte Veranstaltungs-Programm für 2011 füge ich bei. Es sind hochkarätige Veranstaltungen dabei, u.a. findet in der Altstädter Nicolai-Kirche in Bielefeld die Schlussveranstaltung mit der

h-Moll-Messe BWV 232  von J.S. Bach statt.

Termin: Sonntag, 13. Februar 2011 um 17:00 Uhr

Bereits am 12.2.2011 wird dieses Bachwerk in der Johanniskirche in Halle-Westfalen um 17:00 Uhr aufgeführt.

Ausführende:
Cornelie Isenbürger, Sopran; Anna-Lena Rieker, 2. Sopran; Uta Grunewald, Alt; Daniel Johannsen, Tenor; Jens Hamann, Bass; Bach-Chor der Johanniskantorei Halle; Ensemble aperto; Martin Rieker, Leitung.

Kartenvorverkauf:

Kulturbüro der Stadt Halle (Westf.)
Ravensbergerstr. 1
33790 Halle (Westf.)
Telefon (0 52 01) 183-164
Fax (0 52 01) 183-110
e-mail: kulturbuero.halle(at)haller-bach-tage.de

In Bielefeld: Touristinformation im Neuen Rathaus, Niederwall 23 (nur für das Konzert am 13.2.2011 Nicolai-Kirche). Telefon: 0521 / 51 69 99

KMD Martin Rieker

KMD Martin Rieker

beendete 1976 nach einer Ausbildung zum Orgelbauer sein Kirchenmusikstudium in Esslingen. Ab 1977 Studium an der Musikhochschule in Wien bei Michael Radulescu und Anton Heiller im Fach „Künstlerisches Orgelspiel“. 1978 übernahm er die einzige hauptamtliche Kirchenmusikerstelle in Österreich an der ev. Stadtkirche Wien 1. Seit 1988 ist er Kantor in Halle-Westfalen und künstlerischer Leiter der „Haller Bach-Tage“.

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Organist Hansjörg Albrecht, Freiberg

 

Orgelkonzert

05.02.2011 20:00 Uhr 
St. Johanniskirche, Halle (Westf.)

„Goldberg-Variationen“ BWV 988

Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Aria mit 30 Veränderungen aus dem IV. Teil der Clavier-Übung
Fassung für Orgel: Hansjörg Albrecht

Aria (2 Claviere und Pedal)

30 Variationen (2 Claviere und Pedal)

Aria (2 Claviere und Pedal)

Organist: Hansjörg Albrecht,

Dirigent, Organist und Cembalist, in Freiberg/Sachsen geboren, begann seine erste musikalische Ausbildung als Mitglied des Dresdner Kreuzchores, zählt zu den vielseitigsten Musikern der jüngeren Generation. Seit der Saison 2005/06 ist er künstlerischer Leiter des Münchener Bach-Chores und Gastdirigent des Bach Collegiums München. Seit 2009 hat er die künstlerische Leitung der Hamburg Sinfonietta inne.

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Link zum Programm:

http://www.haller-bach-tage.de/index.php?mb_id=mb2&Page_ID=26&Programme_ID=8&PHPSESSID=21b545a27b09295ea00a49c4d4472de0

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Programm: Zur größeren Ansicht in die Grafik reinklicken..!!

Programm 1_ 84. Haller Bach-Tage in OWL - Ostwestfalen-Lippe

Programm 2_ 84. Haller Bach-Tage in OWL (Ostwestfalen-Lippe)

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Eine kleines Video mit KMD Martin Rieker an der Heintz-Orgel in der Johanniskirche Halle-Westf.

Die neue Orgel wurde von der Orgelbaufirma Heintz aus Schiltach auf Basis eines Entwurfs von Kirchenmusikdirektor Burkhart Goethe (Orgelbauer und Kantor) aus Schwäbisch Hall errichtet. Die Orgel ist im elsässischen Stil nach Andreas Silbermann erbaut. 34 Register, die auf 3 Manualwerke und Pedal verteilt sind, und 2.198 Pfeifen machen fast die gesamte Orgelliteratur spielbar.

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oder als Link zum Video:

https://meinhardo.files.wordpress.com/2011/02/84-haller-bachtage-halle-westfalen.mov

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Gruß

Volker