Bericht vom – Oratorium Messias – von G.F. Händel in Halle vom 5. Juni 2009

Hallo,

hier mein Bericht vom Konzert in der „Georg-Friedrich-Händel-Halle“ in Halle a.d. Saale vom 5. Juni 2009.

Grosser Europäer G.F. Händel- HändeldenkmalFoto: Grosser Europäer das Denkmal von G.F. Händel

Haendelhalle_AussenansichtFoto: G.F.-Händel-Halle in Halle a.d. Saale (Fotorechte: Stadt Halle)

Händelgalerie vor der HändelhalleFoto: Händelgalerie vor der Händelhalle

Programm:

Georg-Friedrich-Händel-Halle

Konzert am Freitag, 05. Juni 2009, Messiah HWV 56 Oratorio by Georg Friedrich Händel

Ausführende:

Lisa Milne; Sopran soprano, Wilke te Brummelstroete; Alt alto, James Gilchrist; Tenor

Giles Underwood; Bass, Choir and Orchestra of the Academy of Ancient Music,

Leitung Conducted by: Richard Egarr

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Es ist eine langjährige Tradition, Händels bekanntestes Werk den „Messias“ zu den Händel-Festspielen von bedeutenden Interpreten in unterschiedlichen Besetzungen aufzuführen. 2009 musizieren international renommierte Solisten und The Academy of Ancient Music unter der Leitung von Richard Egarr Händels Welterfolg. Das Ensemble ist eines der ersten Originalklang-Orchester. 1973 von Christopher Hogwood gegründet, wird es seit 2006 von Richard Egarr geleitet.

Text-Auszug aus dem Programm (Händelfestspiele 2009, Halle-Saale)

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Jetzt ist schon alles wieder vorbei – ich kann`s  noch gar nicht glauben. Die Aufführung war toll. Gleich zu Anfang die glanzvollen Arien mit James Gilchrist.

James Gilchrist; Tenor in der HändelhalleFoto: James Gilchrist; Tenor – in der Händelhalle

Die Sopranistin Lisa Milne hat mir auch sehr, sehr gut gefallen. Den Namen hatte ich noch nicht gehört.

Sopranistin LisaFoto: Lisa Milne; Sopran – in der Händelhalle

Die Altistin Wilke te Brummelstroete war etwas verhalten und der Bass: Giles Underwood einfach nur beau – kam kein Glanz und Strahlen rüber. Aber ansonsten hatte das Konzert traumhaft schöne Stellen, da kullerten schon mal die Tränen. Der Chor bestand aus 22 Sängerinnen und Sängern. Sie haben ihre Sache gut gemacht. Aber wenn der Monteverdi Choir mit Gardiner da gestanden hätte … ich weiss nicht, ob ich dann so ruhig geblieben wäre.

Altsolo Wilke te BrummelstroeteFoto: Schlussapplaus in der Händelhalle

In Halle gab es vor dem Konzert  K E I N !!! Solistenblättchen. Nur eine deutsch-engl. Übersetzung. Kein Leiter angegeben, ich wusste nur, das Chr. Hogwood mal Chef des Choir and Orchestra oft Ancient Music war. Jetzt ist es R. Egarr. In der Pause bin ich unten gewesen, um irgendwas über die Solisten zu erfahren – nichts. Am Schluss bin ich wieder runter, um wenigstens irgend etwas schriftliches zu bekommen. Die Auskunft: „Wir haben vergessen, das Solistenblatt herauszugeben.“ Also hab`  ich mir die Gesamtausgabe gekauft, da stehen zwei Seiten über den Messias. Bin dann wir ein geölter Blitz zum Künstlerausgang gefegt, um J. Gilchrist noch zu erwischen. Die Künstler waren leider schon über alle Berge…..!!

Marktkirche Halle-SaaleFoto: Marktkirche in Halle a.d. Saale mit der Contius-Schuke-Orgel

Am Samstag, 6. Juni hab ich mittags noch dieses sehr feine, kleine Orgelkonzert in der Marktkirche gehört. Marktkirchenkantor Irénée Peyrot spielte am Samstags um 12.00 Uhr an der Reichel-Orgel von 1664 ein kleines Konzert mit „Orgelmusik aus sieben Jahrhunderten. Diese Sommer-Reihe hat am Sonnabend begonnen. Die historische Reichel-Orgel auf der Ostempore wurde dafür frisch gereinigt und neu intoniert. Als Spezialist für die Restaurierung alter Orgeln war mit den Arbeiten die Orgelwerkstatt Wegscheider aus Dresden beauftragt worden.

Nach dem Orgelkonzert bin dann ziemlich kaputt, aber glücklich und zufrieden nach Hause getuckert.

Noch etwas Historie zu bekannten Organisten der Markt-Kirche:

J.S. Bach bewarb sich aus Weimar im August 1712 um die freiwerdende Organistenstelle an der Marktkirche, die er dann aber nicht angetreten hat. Sein ältester Sohn Wilhelm Friedemann Bach trat dann die Organistenstelle an der Marktkirche (Unser lieben Frauen) ab 1746 bis 1764 dort an.

J.S. Bach hat die große Contius-Orgel (heute Schuke-Orgel – mit historisch erhaltenen Prospekt) in der Marktkirche im Jahr 1716 abgenommen. Händel erhielt Unterricht an der kleinen Reichel-Orgel vom Lehrer Zachow.

Grüße
Iris

P.S. Zusatz von Volker am 8.6.2009 um 19:10 h

eine Rezension der MZ dazu liegt vor:

Link:  Rezension der MZ vom 8_6_2009

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2 Gedanken zu „Bericht vom – Oratorium Messias – von G.F. Händel in Halle vom 5. Juni 2009

  1. Volker

    Hallo @Barbara,

    da hast Du ja die Nase vorn gehabt, ich hatte die letzten Tage immer nach einer Rezension in der MZ vom Oratorium „Messias“ Ausschau gehalten und nun haben sie doch einen Artikel verfasst.
    Für deine Link-Angabe herzlichen Dank, die Rezension musste ich auf der Seite der MZ erst einmal suchen, mittig in etwa kommt dann erst die Rezension vom Freitag, 5.6.2009 vom Oratorium: „Messias“ aus der Händel-Halle – aber prima verfasst.

    Der Artikel in der MZ beginnt mit:

    „Ebenfalls unter der Ägide weltlicher Mächte stand tags zuvor der „Messiah“. In der Händelhalle geriet die Aufführung zwangsläufig eher zum profanen Konzertvortrag denn zum spirituellen Ereignis. Trotzdem erwies sich die Wahl des Ortes letztlich als glücklich – nicht auszudenken, was der hundskalte Junitag der Intonation des Originalinstrumentariums angetan hätte, ganz zu schweigen von der Gesundheit der Zuhörerschaft.“

    Herzliche Grüße
    Volker

    P.S. Das habe ich ganz vergessen, dir liebe @Iris noch einmal ganz herzlichen Dank für deine tollen Eindrücke aus Halle von beiden Konzerten.

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