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Weltklassik am Klavier – – Bach pur!“ DENYS PROSHAYEV spielte J. S. Bach am Sonntag, 10.03.2013 in der Wandelhalle Bad Oeynhausen


Kurstadt Bad Oeynhausen in OWL (Ostwestfalen-Lippe)

                                              Kurstadt Bad Oeynhausen in OWL (Ostwestfalen-Lippe)

„Weltklassik am Klavier – Bach pur!“

DENYS PROSHAYEV spielte Johann Sebastian Bach am Sonntag, 10.03.2013 in der Wandelhalle in Bad Oeynhausen.

 

 Programm:

Präludium und Fuge BWV 885

Partita Nr. 6 BWV 830

Ouvertüre nach französischer Art BWV 831

Präludium und Fuge BWV 891

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Denys Proshayev  - Piano

         Denys Proshayev – Piano

DENYS PROSHAYEV

„Mit 14 entschloss er sich Berufsmusiker zu werden, mit 23 gewann er den Internationalen Wettbewerb für Musik der ARD und heute ist er ein weltweit gefragter Pianist. Der ukrainische Pianist Denys Proshayev hat keineswegs eine typische musikalische Entwicklung beschritten. Erst mit 9 Jahren fand er zum Klavier, doch schon mit 14 Jahren war er fest entschlossen, eine Laufbahn und Karriere als Berufsmusiker einzuschlagen. Der Erfolg hat ihm Recht gegeben. Etliche Erfolge bei nationalen und internationalen Wettbewerben folgten.; unter anderem beim Clara Haskil Wettbewerb in der Schweiz. Heute spielt D. Porshayev immer wieder als Solist mit vielen renommierten Orchestern, wie z. B. den Münchner Philharmonikern, dem Dänischen Nationalorchester und nahezu allen Sinfonieorchestern der ARD.

"Wandelhalle" in Bad Oeynhausen OWL

„Wandelhalle“ in Bad Oeynhausen OWL

Weltklassik am Klavier – Bach pur!

Clavier-Übung – ein Titel, hinter dem man eher Lehrstücke vermutet und nicht die Offenbarung eines Klangkosmos des Altmeisters des Barocks – Johann Sebastian Bach. In Band I – von gesamt 4 Bänden – versammeln sich 6 Partiten, von denen die Nr. 6 ein glanzvolles Schlusslicht bildet – harmonisch und melodisch, tänzerisch und pathetisch, sehnsuchtsvoll und leidend, neckisch und witzig – „denen Liebhabern zur Gemüths-Ergötzung verfertigt“.

In Band II veröffentlichte Bach die Ouvertüre nach französischer Art – großartig in ihrem Umfang und der freien Reihung von Tänzen, die kaum rhythmischer und tänzerischer sein könnten – ganz französisch! Umrahmt werden diese zwei Meisterwerke von 2 Präludien und Fugen aus Bachs Wohltemperierten Klavier – eine Sammlung von insgesamt 48 Paaren bestehend aus je einem Präludium und einer Fuge“ (Aus dem Programmheft)

Denys Proshayev’s Spiel war so facettenreich, dass ich nicht weiß, wie ich die vielen Höhepunkte beschreiben könnte: Es war glockenrein, glasklar, die Linien und Melodiebögen waren zum Anfassen nah. Er hat seine Zuhörer/innen mitgenommen und nicht mehr losgelassen. In der franz. Ouvertüre lief er zur Hochform auf. Mitreißend, fordernd, dann wieder schneeflockenweich und betörend bis zum leisesten Piano. Man konnte – trotz des Hustenwetters – eine Stecknadel fallen hören. Sein Publikum hat es ihm gedankt. Gedankt für dieses Stückchen Himmel auf Erden.

Lieben Gruss

Iris

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Konzert in OWL – Das Leipziger Streichquartett spielt mit der Harfenistin Hanna Rabe. – Radio-Fernsehtipps


Hallo Klassikliebhaber!

Hanna Rabe - Harfe

                       Hanna Rabe – Harfe

Ein Konzert zum krönenden Abschluss des Meisterkurses für Laien im „Gräflicher Park Hotel & Spa“ in Bad Driburg am Sonntag, den 24. Februar 2013 um 19:30 Uhr im „Gräflicher Park Hotel & Spa“ in Bad Driburg.

Fast schon zur Tradition geworden ist der Auftritt des Spitzenensembles

Leipziger Streichquartett (LSQ) im Gräflichen Park in Bad Driburg (OWL).

Stefan Arzberger 1. Violine, / Tilman Brüning 2. Violine, / Ivo Bauer – Viola, Matthias Moosdorf – Violoncello).

Dieses Mal wird das Ensemble noch ergänzt durch die mehrfach ausgezeichnete Harfinistin Hanna Rabe. Auf Einladung der Diotima Gesellschaft und der Musikgesellschaft Bad Driburg wird das auf internationalen Bühnen arbeitende Quartett auch in diesem Jahr einen Meisterkurs für Laien anbieten. Nach drei Tagen intensiver Arbeit folgt dann zum krönenden Abschluss das Konzert.

Die Bielefelderin Hanna Rabe studiert momentan Konzertexamen an der Hochschule für Musik in Detmold. Der Harfenistin Hanna Rabe ist eine besondere Ehrung zuteil geworden: Die junge Studentin der HfM Detmold aus der Klasse Prof. Godelieve Schrama ist mit dem „Märkischen Stipendium für Musik“ ausgezeichnet worden. Das mit 12.000 € dotierte Stipendium… | Erfahren Sie mehr – www.hfm-detmold.de

Das LSQ hat sich mittlerweile als „bestes deutsches Quartett“ (Gramophone) und zu den bekanntesten und vielseitigsten Ensembles profiliert. Im Oktober 2012 gewann es zum wiederholten Male den Echo-Preis als bestes Ensemble. Um an das READ Festival 01 zu erinnern, spielen dieses Mal die vier Leipziger mit der jungen Harfenistin Hanna Rabe unter anderem ein Quintett von E.T.A. Hoffmann. Was viele nicht wissen: Hoffmann war nicht nur ein Dichter, sondern auch ein Komponist der Romantik. Auch das restliche Programm steht im Zeichen seiner Zeit:

PROGRAMM

N.W. Gade Quartett über „Willkommen und Abschied” von Goethe…
Mendelssohn op.13 „Ist es wahr…?“
Robert Schumann, Streichquartett A-Dur op. 41 Nr. 3

E.T.A. Hoffmann Quintett für Harfe und Streichquartett

Franz Schubert, „Willkommen und Abschied“ D 767

MEISTERKURS FÜR LAIEN

So wie in den letzten Jahren wird das LSQ wieder für interessierte Laien einen Meisterkurs im „Gräflicher Park Hotel & Spa“ in Bad Driburg anbieten. Nähere Informationen unter www.leipzigquartet.com . 

Interessenten wenden sich bitte an:info(at)leipzigquartet.com

VORVERKAUF

Im Vorverkauf ist der Eintrittspreis 25 € (in der Kat. A) und 20 € (n der Kategorie B). Schüler haben freien Eintritt.

Der Vorverkauf findet an den bekannten Vorverkaufsstellen statt:

● Buchhandlung Saabel, Lange Str. 86, Bad Driburg, Tel. 05253 4596

● Bad Driburger Touristik GmbH, Lange Str. 140, Bad Driburg, Tel. 05253 9894-0

● Gästeservice Center im Gräflichen Park, Bad Driburg, Tel. 05253 95 23700

● Buchhandlung Halbig, Kamp 5, 33098 Paderborn, Tel.: 05251-22624

Oder schicken Sie ein Email an info(at)diotima-gesellschaft.de

oder Tel. 05253 / 9523700  

Über ein Konzert mit Hanna Rabe – Harfe, wurde ein Artikel bereits von mir verfasst. Nachstehend der Link zum Nachlesen…

Link:  https://meinhardo.wordpress.com/2010/05/02/ung-instrumentalisten-begeisterten-mit-einem-vivaldi-bach-programm-in-detmold/

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Rundfunk: BR-Klassik-PlusInterpretationen im Vergleich

Johann Sebastian Bach | Bild: picture-alliance/dpa

Samstag, 23.02.2013 
21:03 bis 22:30 Uhr

Rundfunk – BR-KLASSIK

Mehr zur Sendung

 Johann Sebastian Bach: Orgelpassacaglia c-Moll, BWV 582

Aufnahmen mit Helmut Walcha, Karl Richter, Marie-Claire Alain, Edward Power Biggs, Simon Preston, Ton Koopman und anderen
Von Matthias Keller

Johann Sebastian Bach: Passacaglia c-Moll BWV 582
Wenngleich sie kein Spätwerk ist, sondern vermutlich zwischen 1706 und 1713 entstanden, gilt sie doch bis heute als „Summa“ der Gattung Passacaglia. Deutlich wahrnehmbar ist der Einfluss der norddeutschen Schule, namentlich Dietrich Buxtehudes, den Bach kurz zuvor in Lübeck besuchte. Das acht-taktige Thema selbst wurde allem Anschein nach vom Christe: Trio en passacaille aus Messe du deuxieme ton des französischen Komponisten André Raison angeregt.
In ihrer insgesamt 21-teiligen Anlage mit einer fast viertelstündigen Spieldauer steht diese Passacaglia absolut singulär da, gekrönt durch eine Fuge (thema fugatum) mit gleich zwei Kontrasubjekten, von denen das erstere aus dem Themenverlauf selbst abgeleitet ist. So einzigartig das Werk selbst ist, so strittig ist nach wie vor der Gestaltungsansatz. Die Varianten reichen vom durchgehenden Organo pleno (Marcon) bis zur großangelegten Crescendoform (Hansjörg Albrecht). In seinem Interpretationsvergleich stellt Matthias Keller unter anderem Aufnahmen von Helmut Walcha, Karl Richter, Marie-Clair Alain, Edward Power Biggs, Simon Preston, Ton Koopman einander gegenüber.

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Bayerisches Fernsehen

Frank Peter Zimmermann

„Mein Weg zu Bach“

Frank Peter Zimmermann (Violine). | Bild: Honorarfrei lediglich für Ankündigungen und Veröffentlichungen im Zusammenhang mit obiger BR-Sendung bei Nennung: Bild: BR/Nightfrog. Andere Verwendungen nur nach entsprechender vorheriger schriftlicher Vereinbarung mit dem BR-Bildarchiv, Tel. 089 / 5900 10580, Fax 089 / 5900 10585, Mail Pressestelle.foto@br.de

Donnerstag, 21.02.2013 
23:15 bis 00:15 Uhr

Bayerisches Fernsehen

Wiederholung am Sonntag, 24.2.2013 um 10:20 Uhr

Im Jahr 1995 war Frank Peter Zimmermann im Kloster Andechs. Dort spielte der gebürtige Duisburger unter anderem Bachs beeindruckende Partita d-Moll für Violine solo.

Leitfaden ist dabei sowohl das Thema Bach, dem sich der Film von verschiedenen Seiten nähert. Im Zentrum steht ein Konzertmitschnitt mit dem Pianisten Enrico Pace aus dem Kloster Polling mit den Sonaten für Violine und Piano (BWV 1014-1019).
In einem intensiven und berührenden Interview beschreibt Frank Peter Zimmermann seine Auseinandersetzung mit Bach und seiner Musik. Und er erlaubt auch einen Blick auf den Lehrer und Vater Frank Peter Zimmermann, der mit seinem Sohn Serge eine Solo Partita von Bach einstudiert – mit ebenso viel Anspruch wie Humor.

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St. Marien in Lemgo mit einem Bach-Sonntag, im Gottesdienst erklang die Kantate BWV 19 und im Abend-Konzert Bach-Motetten


Kirche St. Marien Lemgo

Kirche St. Marien Lemgo

Des Morgens in der Kirche St. Marien, Lemgo: hochkarätige Bach-Kantate BWV 19 – des Abends: Sechs Bach-Motetten (am Sonntag 30.9.2012).

So hört sich eine Bach-Stadt an: des Morgens in der altehrwürdige Kloster-Kirche unter der Schwalbennest-Orgel erklingt die Bach-Kantate BWV 19Es erhub‘ sich ein Streit‘.
Des Abends alle ’sechs informationen-zu den Bach-Motetten auf einen Streich‘ in der Stadt-Kirche. Zur Morgenmusik stellt sich eine eine respektable Gemeinde-Kantorei mit begeisterten SängerINNEN ein. Später zum frühen Abend stolziert dann eines der besten deutschen Choresembles ‚Die Rheinische Kantorei‘ unter Leitung von Hermann Max in den Chorraum.

Ja-, ein solcher ausgewogener Bach-Tag konnte nicht ohne mich vergehen. Vom Büchermarkt in Schwalenberg kommend, verbrachte ich diesen sonnigen Herbst-Sonntag (30.10.12) in der alten Hansestadt Lemgo. In den musikfreien Stunden ‚zwischen Bach‘ gab es ja das bekannte ‚Weser-Rennaisance-Museum‚ und sonnenbeschienene Wiesen mit Äpfelbäumen, unter denen ich ausruhen konnte.

Egal-, wie die Leistungen der Chöre ausfallen. Wenn man solche anspruchsvollen Bach’schen Vokalwerke an einem Tag anbietet, dann spricht das für die Aufgeschlossenheit der Mitwirkenden und der beiden Kantoren. Man merkt es eben, dass zwei A-Kantoren in den beiden großen Kirchen Lemgo’s wirken. Außerdem sind die beiden Musikhochschulen Detmold und Herford nicht weit entfernt, so daß immer Musikstudenten und Dozenten in Lemgo herangezogen werden.

BWV 19 kenne ich gut. Daher kann ich seine ‚heiklen Einsätze‘ einschätzen und genau auf diese war ich gespannt. Das fing schon an mit dem Unisono-Einsatz des Chor-Basses im Eingangschor (1) an. Die Herren schlugen sich tapfer, allerdings verlangt der ‚Kampf Michael’s gegen den Drachen‘ besondere Stimm-Kraft der Männerstimmen. Da darf nichts nur ‚mal so gehaucht‘ und ‚angetupft‘ werden! Aber beachtenswert, dass die Kantorei von St. Marien unter Kantor Volker Jänig einen solchen turbulenten Chorsatz überhaupt wagt. Mit A.Dürr stimme ich da überein: ‚einer der monumentalsten Eröffnungschöre der Kantaten‘ (vgl.Dürr II, S.571) fordert wirklich ‚entfesselte‘, furiose Stimmgewalt.

Nach diesem einmaligem Eingangschor kommen natürlich mit dem Bass-Rezitativ und den nachfolgenden Arien besondere Anforderungen an die Solisten zu. Vor allem, so denke ich, muß die SPANNUNG erhalten bleiben. Denn: jetzt liegt der Drache am Boden. Triumphierend muß  in einem Atemzug der Bariton in seinem Seccorezitativ (2) feststellen: ‚Gottlob, der Drache liegt, der unerschaffne Michael und seiner Engel Heer haben ihn besiegt.‘ Dieser Spannungsbogen ‚Chor – Rezitativ – Arie‘ war aber total misslungen, da mangels eines Baritons der Tenorsolist das Seccorezitativ sang und dieser auch noch die Tonhöhe nicht traf, quasi einen ‚Frosch‘ im Hals hatte. So was darf nicht passieren !!!

Ein Lichtblick war dann die Altistin mit ihrer Arie (3), während dann wieder der Tenor mit der wunderschönen Engelsarie (4) dran war. Leider muss ich sagen: dieser Tenor ‚quälte‘ sich durch eine einmaliges Stück. Die Chance, den Hörern mal wirklich darzustellen, was ‚Engelsglaube‘ ausmacht, wurde vertan.
Der Schlußchoral mit seinem Trompetenglanz versöhnte mich doch dann und ich war dankbar, diesen ‚Solitär-Edelstein unter den ca.200 Bach’schen geistlichen Kantaten mal ‚life‘ gehört zu haben.

Rheinische Kantorei - Leitung Hermann Max in St. Marien Lemgo mit Bach-Motetten

Rheinische Kantorei – Leitung Hermann Max in St. Marien Lemgo mit Bach-Motetten

Am Abend ging es dann ‚professionell‘ weiter. Während Gardiner damals in Potsdam 2011 nur fünf Bach-Motetten schaffte, hielt die ‚Rheinische Kantorei‘ das gesamte Tablett der sechs Bach-Motetten mit klaren, jungen und hellen Stimmen mir hin. Es war eine Freude, in der Transparenz der Stimmen die polyphonen Linien zu erkennen und zu verfolgen (‚Komm Jesu komm‘ und ‚Fürchte dich nicht‘). In der Doppelchörigkeit warfen sich die SängerINNEN die Bälle zu. Auch in der Motette ‚Jesu meine Freude‘, die ich als Junge im Sopran selbst mal mitgesungen hatte, konnte ich ungeahnte Strukturen neu entdecken. Auch das Motiv ‚Kampf gegen den Drachen‘ kam mit ‚Trotz – trotz dem alten Drachen‘ wieder aus einer Ecke der Motette hervor. Natürlich bekam die ‚Welt‘ mal wieder ihr Fett ab und es hieß: ‚Tobe Welt und springe, ich steh‘ hier und singe.‘

Höhepunkt war dann der Abschluß mit der Motette ‚Singet, singet‘ und darin das abschließende ‚Alleluja‘ mit dem Spitzenton des Chorsoprans im zweitletzten Takt. Mir war es völlig klar, daß dieser Profi-Chor mit seinem begnadetem Leiter Hermann Max mit Eleganz und Leichtigkeit die Töne rüber brachte.

Nach beiden Konzerten dieses Lemgoer Bach-Tages stellte ich mir dann aber die für Menschen, die mit Mit-Singen und Hören Lebenssinn empfangen wollen, entscheidende Frage:

Wem soll Bach’s Musik DIENLICH sein? FÜR WEN IST DIESE MUSIK DA?

Rheinische Kantorei - Leitung Hermann Max in St. Marien Lemgo

Rheinische Kantorei – Leitung Hermann Max in St. Marien Lemgo

Für Profis und ein zahlendes Publikum? Oder für Menschen, die was Gutes selbst singen oder hören wollen. Ist Bach nur ‚von Profis da oben‘ zu erreichen, oder soll Bach weiterhin wie einst in Leipzig in den Basis-Kantoreien ‚da unten‘ beheimatet sein? Wird Bach’s Musik nur ‚geistig genossen und genial abgewickelt‘, oder wird Bach in den Herzen so vieler Laien-SängerINNEN zu einem VADEMECUM für ein zufriedenes Leben?

In vielen Kantoreien in meiner Gegend OWL fehlt der Nachwuchs. Die Generation 60 plus wird zum Träger des ausgeübten Kulturlebens. Kein jüngerer traut sich noch Bach zu singen, weil Profis es ja viel besser hinkriegen. Da gibt es einen genial interpretierten Bach, doch keine Menschen mehr, die Bach’s Chöre sich zu singen trauen. Ist das der Preis, den wir für einen bloß angehörten Super-Bach zu zahlen haben?

Nein-, mir sind Kantoreien lieber, die sich einer großen musikalischen Aufgabe stellen und mit ihren Mitteln und Stimmen Bach wiedergeben..

Es wäre wichtig, dass auch wir alle im Bach-Blog von ‚Volker’s Klassikseiten‚ uns dieser Frage stellen.

Gruß

Adamo

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PDF zum Download

Informationen zu den Bach-Motetten BWV 225-BWV 230

       Bach-Motetten

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Die Westfälische Kantorei Herford gibt am Sonntag, 6.5.2012 ein Vokal-Konzert in der Altstädter Nicolaikirche Bielefeld


Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Die Westfälische Kantorei Herford unter der Leitung von Prof. Hildebrand Haake bringt am

Sonntag, 6.5. um 20 Uhr in der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld

ihr aktuelles Programm zu Gehör, das im März auf einer Reise nach Moskau erklang.

Der Chor war dort zum hervorragend besetzten Chorfestival „Ippolitischer Frühling“ eingeladen, benannt nach der gleichnamigen Hochschule und ihrem Gründer.

Die Westfälische Kantorei singt Madrigale in verschiedenen Sprachen aus  Renaissance und Moderne sowie Spirituals in Sätzen führender amerikanischer Arrangeure. Im Mittelpunkt stehen Kompositionen der deutschen Chormusiktradition: Teile aus den „8 geistliche Gesängen“ von Max Reger sowie den 6 Geistlichen Liedern“ von Hugo Wolf. Ausserdem erklingt eines der zentralen Chorwerke Johann Sebastian Bachs: Seine doppelchörige Motette  – BWV 226 „Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf“

Das Konzert wird vom Leiter des Chores, Prof. Hildebrand Haake, moderiert.

Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte zur Deckung der Unkosten wird gebeten.

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YouTube: J.S. Bach Motette BWV 226

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P.S. Es gibt eine weitere Veranstaltung für die Nicolaikirche Bielefeld für den 6. Mai 2012 zu melden:

Bach-Kantate in der Nicolaikirche Bielefeld.

Zum „Sonntag Kantate“ am 6. Mai 2012 wird eine Bach-Kantate in der Altstädter Nicolaikirche erklingen.

Der Gottesdienst beginnt um 10.30 Uhr

und bildet einen der Höhepunkte des kirchenmusikalischen Angebots der Gemeinde in dem von der Landeskirche ausgerufenen „Jahr der Kirchenmusik“.

Zur Aufführung kommt die Kantate „Erschallet, ihr Lieder“ BWV 172.

An der Aufführung wirken Jessica Walden (Sopran), Bettina (Pieck), Markus Gruber (Tenor) und Kevin Dickmann (Bass) mit. Solisten und Chor werden von einem Kammerorchester und einem Detmolder Trompetenensemble begleitet. Die Leitung hat Carsten Briest.

Grüße Volker

Dresdner Kreuzchor besucht Ostwestfalen-Lippe


Dresdner Kreuzchor

Liebe Konzertgänger in OWL !

Zwei Konzert-Termine vom Dresdner Kreuzchor stelle ich noch einmal zur Erinnerung hier zur Verfügung.

Am 27.10.2011 um 20:00 Uhr das 1. Konzert in der St. Marienkirche Stift Berg in Herford.

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Veranstalter:

Ev.-Luth. Marien Kirchengemeinde Stift Berg
Stiftbergstraße 33
32049 Herford
fon +49 5221 9837-13

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Eine Rezension der NW zum Konzert in St. Marien Stift Berg, Herford vom 29.10.2011 nachstehend:

Link:  PDF-NW Rezension Dresdner Kreuchor in St. Marien Herford

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Altstädter Nicolaikirche Bielefeld

Der 2. Auftritt des Knabenchores aus Dresden erfolgt am 29.10.2011 um 20:oo Uhr in der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld.

Folgendes Programm kommt zur Ausführung:

Heinrich Schütz (1585 – 1672)

Singet dem Herrn ein neues Lied

SWV 35
Nr. 14 aus: Psalmen Davids, 1619 Motette für zwei vierstimmige Chöre

Giovanni Gabrieli (1557 – 1612)

Jubilate Deo

Motette für achtstimmigen Chor

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

Singet dem Herrn ein neues Lied

BWV 225
Motette für zwei vierstimmige Chöre

Orgel

Johannes Brahms (1833 – 1897)

Warum ist das Licht gegebenc

Nr. 1 aus: Zwei Motetten, op. 74 Motette für vierstimmigen Chor

Rudolf Mauersberger (1889 – 1971)

Wie liegt die Stadt so wüst

Nr. 1 aus: Zyklus Dresden, RMWV 4 Motette für vier- bis siebenstimmigen Chor

Orgel

Anton Bruckner (1824 – 1896)

Os iusti

Motette für vier- bis achtstimmigen Chor

Arnold Mendelssohn (1855 – 1933)

Herr, sei uns gnädig

Motette für vierstimmigen Chor

Melchior Vulpius (1570 – 1615)

Gloria, laus et honor

aus: Pars prima cantionum sacrarum…, Jena 1602 Motette für drei vierstimmige Chöre

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Eintrittskarten für Bielefeld:

Tickets online

Vorverkaufsstellen

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Eine weitere Rezension der NW vom 31.10.2011 von dem Konzert in der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld:

Link: PDF-Rezension NW Dresdner Kreuchor vom 31.10.2011 in Bielefeld

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Grüße

Volker

Mit dem Großmeister an der Springladen-Orgel „Gerhard Weinberger“ eine erlebnisreiche Sternstunde mit Bach-Werken


An der Springladen-Orgel in Borgentreich - Prof. Gerhard Weinberger

Liebe Bachfreunde,

am Samstag, 9. Juli 2011 spielte Prof. Weinberger an der neurestaurierten Barockorgel in Borgentreich; der größten doppelten Springladenorgel der Welt

  • Toccata und Fuge F-Dur BWV 540
  • Partita „Wenn wir in höchsten Nöten sein“ BWV Anh. 78
  • Aus der „Kunst der Fuge“ BWV 1080
  • Contrapunctus 1
  • Contrapunctus 2
  • Contrapunctus 3
  • Contrapunctus 4
  • Contrapunctus 5
  • Contrapunctus 6 a 4 in Style Francese
  • Concert d-Moll BWV 974

Nach dem Konzert d-Moll für Oboe, Streicher und Basso continuo von „Alessandro Marcello“

  • Choralbearbeitung aus den „Leipziger Chorälen“ BWV 654

          „Schmücke dich, o liebe Seele“ à 2 claviers et pédale

Barocke-Springladen-Orgel in Borgentreich Fotorechte: Joschi von Scherenberg

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So ein swingendes, traumhaftes Orgelkonzert habe ich noch nie erlebt. Schon nach den ersten Takten der F-Dur Toccata konnte ich nicht mehr ruhig auf meiner Kirchenbank sitzen bleiben. Dieses Stück war eine indirekte Aufforderung zum Tanz. Sehr ruhig und ausgeglichen die Partita „Wenn wir in höchsten Nöten sein“. Sehr schön registriert – wir haben es genossen.

„Kunst der Fuge“ Contrapunctus 1-6 wurden sehr unterschiedlich registriert und Prof Weinberger konnte die Vielfalt dieser seltenen Orgel darstellen. Einfach beeindruckend!

Das Concert d-Moll war wieder was für mich. Ich musste mir ein Taschentuch vor den Mund halten. Das Andante e spiccato war hinreißend interpretiert – das Adagio natürlich auch; und beim Presto war’s mit meiner Fassung vorbei. Es war wirklich ein „Presto“ und auf unserer harten Kirchenbank gab’s kein Halten mehr.

„Schmücke dich, o liebe Seele“ war mit dem Tremulanten im Cantus firmus gefährlich-schön registriert. Gefährlich deshalb, weil man jeden Ton ganz genau hört und die kleinste Unregelmäßigkeit genau mitbekommt. Aber unser Großmeister (so war die Plakatankündigung) hat’s mit Bravour gemeistert.

Das Schlussstück war noch mal was zum Schwelgen. Ausgerechnet beim „Gravement“ gings wild über die gesamte Tastatur. Ich habe mich nur gewundert, wie ein Mensch bei dieser Geschwindigkeit so präzise und packend spielen kann.

Ein Schokoladenstückchen gab’s für uns noch am Ausgang. Dort kam uns Prof. Weinberger mit einem riesen Blumenstrauß entgegen und wir konnten einige Sätze mit ihm wechseln. Seine Natürlichkeit und Bescheidenheit haben uns beeindruckt.

Herzl. Gruss

Iris

P.S. Eine weitere Konzert-Rezension gibt es von der „NW aus Warburg“

Unteres Foto anklicken zum Vergrößern oder die Datei aufrufen: 

Link: https://meinhardo.files.wordpress.com/2011/07/nw-rezension-organist-g-weinberger-borgentreich.png

NW-Rezension: Organist Gerhard Weinberger in Borgentreich

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Zur Biographie von Gerhard Weinberger

Zum Vorbericht: „Größte doppelte Springladen-Orgel der Welt“
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Blog-Treffen in Bückeburg und OWL mit einem Konzert in Löhne-Mennighüffen Ev. Gemeindehaus „Siemshof“


Liebe Blog-Mitglieder!

Johann Christoph Friedrich Bach

Das nächste Treffen ist für den Samstag, 11. Juni 2011 nach Bückeburg und OWL vereinbart. Dort begeben wir uns auf die Spuren des „Bückeburger Bach“ Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795) der dort 45 Jahre als
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„Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Cammer-Musicus“ am Hof  in Bückeburg
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in Diensten stand.
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Nach einer umfangreichen Besichtigungs-Tour in Bückeburg setzen wir die Fahrt am Nachmittag nach Heford zum Museum „MARTa“ fort.
Als krönender Abschluss des Tages erfolgt im Ev. Gemeindehaus Siemshof, Mennighüffen-Ostscheid, um 18 Uhr ein Konzert mit Auszügen aus Schuberts-Winterreise und von J.S. Bach die Eingangs-Arie für Alt aus der Kantate BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“  mit Flügel-Begleitung.
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Konzert am 11. Juni um 18.00 Uhr im Ev. Gemeindehaus Siemshof in Löhne-Mennighüffen

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Ev. Gemeindehaus Siemshof Löhne-Mennighüffen

Ein Treffen / eine Begegnung besonderer Art erwartet uns am 11. Juni 2011. Das J.S. Bach-Forum „Volkers Klassikseiten J. S. Bach“ http://meinhardo.wordpress.com/ war zunächst ausschließlich ein Internetforum zum Meinungsaustauschüber die Musik von Johann Sebastian Bach. Das Interesse konzentrierte sich dabei auf Aufführungen unter der Leitung von Sir John Eliot Gardiner mit seinem Monteverdi Choir und The English Baroque Soloists. Inzwischen sind die Mitglieder aus ihrer Anonymität herausgetreten. Sie treffen sich zu Konzerten während der Bachfeste in Leipzig, Köthen und Arnstadt, sowie zu Konzerten andernorts in ganz Deutschland.

Einmal im Jahr trifft man sich an einem ausgewählten Ort aus einem besonderen Interesse und Anlass. In diesem Jahr wird der Bückeburger-Bach besucht. Dazu führen die Wege aus Leipzig, Dresden, Münster, Hannover, der Schweiz, Holland, Herford, Spenge, Velbert und Löhne zunächst nach Bückeburg und dann nach Löhne-Mennighüffen bzw. Siemshof. Dort soll der Abschluss dann abends um 18.00 Uhr  im Ev. Gemeindehaus sein mit einem kleinen Konzert. Claudia von Felbert wird für uns singen und Sie sind alle ganz herzlich eingeladen, u.a. Teile aus Schuberts Winterreise im Sommer zu erleben. Aber der große Meister fehlt natürlich auch nicht: der Eingangssatz aus J. S. Bach, BWV 170 „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ wird ein wunderschöner Ausklang sein.

Besuch des Museum's "MARTa" in Herford

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Programm:

Auszüge aus Schubert’s Winterreise Arie für Alt:

Eingangs-Satz aus der Kantate BWV 170

„Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“

Ausführende:

Claudia von Felbert, MezzoSopran

Dmitri Grigoriev, Flügel-Begleitung

Eintritt: frei am Ausgang wird um eine Spende für das Konzert gebeten.

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Folgende Auszüge aus der Winterreise von Franz Schubert  werden vortragen:
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Programm:
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Franz Schubert „Die Winterreise op. 89“
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1.   „Gute Nacht“ (Fremd bin ich eingezogen) D 911,1 / Tonart: d-Moll

5.   „Der Lindenbaum“ (Am Brunnen vor dem Thore) / Tonart: D 911,5  E-Dur

7.   „Auf dem Flusse“ (Der du so lustig rauschtest) D 911,7 / Tonart: e-Moll

11. „Frühlingstraum“ (Ich träumte von bunten Blumen) D 911,11 / Tonart: A-Dur

15. „Die Krähe“ (Eine Krähe war mit mir) D 911,15 / Tonart: c-Moll

20. „Der Wegweiser“ (Was vermeid’ ich denn die Wege) D 911,20 / Tonart: g-Moll

21. „Das Wirtshaus“ (Auf einen Todtenacker) D 911,21 / Tonart: F-Dur

22. „Muth!“ (Fliegt der Schnee mir in’s Gesicht) D 911,22 / Tonart: g-Moll

24. „Der Leiermann“ (Drüben hinterm Dorfe) D 911,24 / Tonart: a-Moll

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Anmerkung zum Inhalt von Schubert’s Winterreise:

Winterreise ist ein Liederzyklus bestehend aus 24 Liedern für Singstimme und Klavier, den Franz Schubert im Herbst 1827, ein Jahr vor seinem Tod, vollendete. Der vollständige Titel des Liederzyklus lautet: Winterreise. Ein Cyclus von Liedern von Wilhelm Müller. Für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte komponiert von Franz Schubert. Op. 89.
.Der Zyklus wurde von nahezu allen bedeutenden Liedsängern (Bass, Bariton, Tenor), aber auch von Sängerinnen (Mezzosopran, Alt, Sopran) interpretiert. Das Werk gilt neben dem Zyklus „Die schöne Müllerin“ als Höhepunkt der Gattung Liederzyklus und des Kunstliedes. Es gilt sowohl technisch als auch interpretatorisch als große Herausforderung für Sänger und Pianisten. 
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Innerhalb des Zyklus lässt sich kein durchgehender Handlungsstrang erkennen. Es handelt sich eher um einzelne Eindrücke eines jungen Wanderers. Auf den 24 Stationen seines passionsgleichen Weges ist er zunächst starken Stimmungsgegensätzen von überschwänglicher Freude bis hin zu hoffnungsloser Verzweiflung ausgesetzt – von Schubert durch den häufigen Wechsel des  Tongeschlechts verdeutlicht –, bevor sich allmählich eine einheitliche, jedoch vielfältig schattierte, düstere Stimmung durchsetzt.
Im Ausklang des Zyklus trifft der Wanderer auf den Leiermann, der frierend seine Leier dreht, aber von niemandem gehört wird. Die Melodie erstarrt hier zur banalen Formel, das musikalische Leben hat sich verflüchtigt und das Gefühl scheint aus einem verloschenen Herzen entwichen zu sein – und doch gelingt Schubert in dieser Szenerie unendlicher Hoffnungslosigkeit hier eines seiner anrührendsten und gleichzeitig schlichtesten Lieder.
Mit der Frage „Willst zu meinen Liedern deine Leier dreh’n?“ endet die „Winterreise“. Manche sehen in diesem Lied die Kunst als letzte Zuflucht dargestellt, andererseits wird der Leiermann, dem der Wanderer sich anschließen will, auch als Tod gedeutet.
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Kurz-Biographien von den Mitwirkenden:

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Dmitri Grigoriev - Piano - Bild: Traum

Dmitri Grigoriev (Piano) studierte in St. Petersburg und schloss dort mit dem Orgelkonzert-Examen ab. Seit 2004 studierte er in Herford an der Hochschule für Kirchenmusik. Sein C-Studium wurde in Deutschland anerkannt und so konnte er das B- und schließlich das A-Studium beginnen. In 2010 beendete Dimitri Grigoriev sein A-Studium mit Erfolg. Er ist voraussichtlich bis Ende 2011 als Kirchen-Kantor – in Vertretung – in der Ev. Kirchen-Gemeinde Bielefeld-Sennestadt tätig.

Claudia von Felbert - Mezzosopran

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Claudia von Felbert – Mezzosopran

Wohnhaft in Velbert – hat seit 1992 als Chorsängerin im Vokalensemble Hamm-Herringen und in Ehingen/Donau unter der Leitung von Christoph Mehner mitgewirkt.

Seit 2005 erhält sie Gesangsunterricht bei Christina Michel in Essen und hat seit 2000 regelmäßige Soloauftritte bei verschiedenen Veranstaltungen.

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Ich wünsche allen Blog-Teilnehmern ein wunderbares Treffen und den Besuchern des Konzertes im Ev. Gemeindehaus Siemshof eine schöne Konzert-Stunde.

Herzliche Grüße

Volker