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Radiotipps für den 23.10. – 28.10.2012 – John Eliot Gardiner mit Beethoven live aus London sowie Bach und mehr


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23.10.

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Dkultur
22.00-22.30
“ … wohl ein großer Musicus
aber kein Schulmann …“
Johann Sebastian Bach als Kantor, Kapellmeister und Director musices
Von Andreas Glöckner

Mit der Übernahme des Thomaskantorats sah sich Bach vor eine Fülle neuer und ungewohnter Aufgaben gestellt. Nachdem er an den Höfen zu Weimar und Köthen mit festangestellten und professionellen Musikern zu konzertieren gewohnt war, musste er sich in Leipzig auf eine neue und mitunter instabile Aufführungssituation einstellen. Bereits nach einigen Amtsjahren hatte Bach seinen künstlerischen und praktischen Wirkungsradius sukzessive erweitert: als Leiter eines der beiden Leipziger Collegia musica, als Verleger eigener Kompositionen, durch den Verleih und Vertrieb von Aufführungsmaterialien oder Musikinstrumenten. Zudem unterrichtete er eine Vielzahl von Schülern. In späteren Jahren hat Bach in zunehmendem Maße fremde Kompositionen zur Aufführung gebracht. Infolge von Konzert- und Privatreisen oder auswärtigen Orgelprüfungen musste er sich des öfteren im Amt vertreten lassen. Dass dies mit seinen Verpflichtungen als Kantor und Lehrer der Scholae Thomanae schwer in Einklang zu bringen war und von seinen Vorgesetzten nicht vorbehaltlos gebilligt wurde, bezeugt die Bemerkung des Bürgermeisters Christian Ludwig Stieglitz bei der Wahl des Nachfolgers, Herr Bach wäre zwar „wohl ein großer Musicus aber kein Schulmann“ gewesen.

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26.10.

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Ö1
22.05-24.00
Ö1-Klassikportrait
Johann Sebastian Bach ertasten. Paul Gulda und die wohltemperierten Klaviere im Studio 3. Gestaltung: Albert Hosp
Die ursprüngliche Idee: Eine Sendung über Bachs „Wohltemperiertes Klavier“; mit live gespielten Tonbeispielen. Was daraus wurde: Ein angeregtes Treffen im Studio 3, dem einst „Kammersaal“ genannten Raum im Herzen des ORF-Funkhauses, mit dem Thema „Bach“ und einer Hommage an den Raum.

Pianist Paul Gulda wollte eigentlich nur die Akustik testen und sich für eines der zur Verfügung stehenden Klaviere entscheiden; zusammen mit dem von ihm mitzubringenden Cembalo wäre dann das Instrumentarium für die Sendung konzipiert gewesen. Guldas Begeisterung für alle drei Flügel im Studio 3 ließ jedoch eine ganz andere Ausrichtung des Sendungs-Konzeptes entstehen; und so verbrachten, im Frühjahr 2012, zwei Tontechniker, ein Aufnahmeleiter, ein Moderator und eben Paul Gulda, mehrere Stunden in „Kammersaal“, um sich vom Klang der Klaviere zu diversen Gedankenflügen über Bach inspirieren zu lassen.

Das Ergebnis gibt es in dieser Sendung zu hören: Gespräche, Erörterungen, Vermutungen, vor allem aber viel Live-Musik an drei höchst unterschiedlichen, wohl temperierten Flügeln, gespielt von einem profilierten, einfallsreichen, musikantischen und unprätentiösen Künstler. Albert Hosp hörte zu, blätterte um und griff manchmal ein …

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28.10.

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BBC
14 – 16 (15-16 MEZ)
Beethoven – Missa Solemnis
Lucy Crowe (soprano)
Jennifer Johnston (mezzo-soprano)
James Gilchrist (tenor)
Matthew Rose (bass)
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Monteverdi Choir
conductor John Eliot Gardiner

Duration: 2 hours
First broadcast: Sunday 28 October 2012
Presented by Martin Handley

Sir John Eliot Gardiner conducts his Monteverdi Choir in Beethoven’s Missa Solemnis, for the first time in 10 years, recorded at the Barbican Hall, London.
„From the heart-may it in turn go to the heart!“ wrote Beethoven on the score of his Missa Solemnis. Composed in order to inspire devotion in performers and audiences alike, it is one of his grandest, most challenging works. The wonderfully expressive music reflects the text of the Catholic mass, and many contrasting styles, with influences from renaissance polyphony to baroque and classical masses, can be heard. The result is a monumental, moving piece.

Die Sendung ist 7 Tage nach der Erstausstrahlung zu hören:
http://www.bbc.co.uk/programmes/b01nj7f5
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Radio- und TV-Tipps für die KW9 2011


4.3.2011

rbb kulturradio
18:00-18:50
Alte Musik
Dietrich Buxtehude: Motetten und Kammermusik

The Amsterdam Baroque Orchestra & Choir
Vorausschauend  auf das Buxtehude-Jahr 2007 – der Komponist starb am 9. Mai 1707 – begann Ton Koopman 2005 das Projekt Dieterich Buxtehude: Opera Omnia, eine Einspielung aller Kompositionen des Lübecker Organisten: Orgelund Cembalowerke, geistliche Kantaten und Kammermusik. Das 13. und wahrscheinlich vorletzte Album der Reihe präsentiert Triosonaten, die lediglich als Manuskript auf uns gekommen sind. Während seine Bach-Einspielungen bisweilen nach Pflichterfüllung klingen, gelingt Koopman als Organist, Cembalist und Dirigent hier der Beweis, dass man Buxtehude nicht zum Bach-Vorläufer degradieren darf.

5.3.2011

Deutschlandfunk
10-11
Klassik, Pop et cetera
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlf_klassikpop/1371959/

Am Mikrofon: Der Dirigent Sir John Eliot Gardiner

Im Bachjahr 2000 begann der englische Dirigent Sir John Eliot Gardiner seine „Cantata Pilgrimage“, eine Pilgerreise zu sämtlichen geistlichen Kantaten Johann Sebastian Bachs: Er trat mit dem von ihm gegründeten Monteverdi Choir und den English Baroque Soloists in ganz Europa auf und spielte die Kantaten für sein eigenes Plattenlabel ein. -Barockmusik auf Originalinstrumenten, damit ist der Name Sir John Eliot Gardiner heute vor allem verbunden. Aber seine stilistische Bandbreite reicht viel weiter.

Mit dem ebenfalls von ihm ins Leben gerufenen Orchestre Révolutionnaire et Romantique widmet er sich Werken des 19. Jahrhunderts. Seit seinem Operndebüt mit Mozarts „Zauberflöte“ im Jahr 1969 kehrt er auch immer wieder in den Operngraben zurück.

Gardiner wurde mit Preisen geradezu überhäuft, 1998 schlug die englische Königin ihn sogar zum Ritter. Sir John will nicht nur in der Musik zu den Wurzeln zurück, als Ausgleich zu seiner künstlerischen Tätigkeit besitzt er einen Öko-Bauernhof in der Grafschaft Dorset.

TV

März – ZDF Theaterkanal

Ludwig van Beethoven: Missa Solemnis

John Eliot Gardiner dirigiert das NDR-Sinfonieorchester Schleswig-Holstein

„Von Herzen – möge es wieder zu Herzen gehen“, so überschrieb Beethoven in der Originalpartitur das einleitende Kyrie. Die „Missa solemnis“ wurde zu Beethovens ganz persönlichem Gottesbekenntnis.

Zunächst nur gedacht für den liturgischen Gebrauch bei der Ernennung seines Schülers Erzherzog Rudolf zum Bischof von Olmütz, weitete sich die Dimension des Werkes in den fünf Jahren, die letztlich bis zur Fertigstellung vergingen, immer mehr aus und es entstand das grandiose Opus.

Mitwirkende:
Luba Orgonasova (Sopran)
Catherine Robbin (Mezzosopran)
Anthony Rolfe Johnson (Tenor)
Alastair Miles (Bass)
NDR-Chor
Monteverdi Choir London
NDR-Sinfonieorchester

Musikalische Leitung: John Eliot Gardiner

Sendetermine:
05., 10., 15. und 27.03.2011 jeweils um 09:00 Uhr
01., 13., 18. und 23.03.2011 jeweils um 14:00 Uhr

3Sat Übertragung mit Elīna Garanča Beethoven Missa Solemnis – Sonntag 14.Februar 2010 um 20 Uhr


Hallo Konzertfreunde!

Eine Live-Übertragung von 3Sat aus der Dresdener-Semperoper – zum Gedenken an die Zerstörung der Stadt am 13/14. Febr. 1945.

Dirigent Christian Thielemann und Elina Garanca-Mezzosopran

Die Veranstaltungen in der Semperoper gehören zu den bewegenden Momenten im kulturellen Jahreskreislauf und auch diesmal steht ein faszinierendes Ereignis auf dem Programm, das deutschlandweit von 3Sat im Fernsehen übertragen wird.

Christian Thielemann dirigiert von Ludwig van Beethoven die „Messe D-Dur  op.123“ – Missa Solemnis, es singt die Mezzo-Sopranistin „Elīna Garanča“.

Die Live Übertragung erfolgt am Sonntag, 14. Februar 2010 in 3Sat ab 20 Uhr.

Gruß Iris