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Bach einmal anders empfinden – meine Eindrücke vom Weihnachtsoratorium von J.S. Bach als biblische Oper in der Herrenhäuser Kirche am 9.12.2012


Das Weihnachtsoratorium BWV 248 von J.S. Bach als biblische Oper in Hannover-Herrenhausen.

In der Einleitung wurde dazu folgender Text von der „Kantorei Herrenhausen“ veröffentlicht:

In diesem Jahr kommt Bachs musikalische Weihnachtshistorie zur Aufführung. Zwar ist es sein wohl am häufigsten aufgeführtes Oratorium. Trotzdem ist es in seiner Gesamtheit am wenigsten bekannt: Zum Jauchzen und Frohlocken der Hirten und Engel über die Geburt Jesu.

In den ersten drei Kantaten gehören nämlich auch die Bedrohungen durch König Herodes, dem „Prototyp des allgegenwärtigen Bösen“(Günter Jena) in den letzten drei Kantaten.

Gut und Böse gehören zum Gesamtkonzept des „Weihnachtsoratoriums“.

So sollen sich also die vertrauten Ereignisse um Christi Geburt herum mitten zwischen den zuschauenden Menschen unter dem eindrucksvollen

Herrenhäuser Kronleuchter (der das himmlische Jerusalem symbolisiert)

Weihnachtsstern als himmlisches Jerusalem Foto ©Marcel DomeierWeihnachtsstern als himmlisches Jerusalem Foto ©Marcel Domeier

          Weihnachtsstern als himmlisches Jerusalem Foto ©Marcel Domeier

im Kirchenraum abspielen. Zu diesem Zweck wird eigens eine Bühne errichtet, die von den Kirchenbänken eingerahmt ist. Eine scheinbar altbekannte Geschichte kann so neu angeschaut werden. Aber genau das ist der Inhalt des Weihnachtsoratoriums: durch Jesus Beistand kann der Mensch den im Schlussritornell beschworenen Anfechtungen durch Tod. Teufel, Sünde und Hölle widerstehen. Die tiefen Zusammenhänge in Bachs Weihnachtsoratorium werden zu einem eindrücklichen, Herz, Ohr und Auge bewegenden Ereignis für Besucher aller Altersschichten.

Eine mitreißende Atmosphäre

Die Herrenhäuser Kirche ist ein optimaler Raum für das szenische Oratorium. Das himmlische Jerusalem auf dem Radleuchter in der Mitte wird hier zum Weihnachtsstern und spielte eine nicht unwichtige Nebenrolle. Darunter steht eine quadratische mehrstufige Bühne in der Mitte der Kirche, die Bänke sind im Karree rundherum aufgestellt. Die Akteure, Solisten wie Choristen wissen, dass sie zu allen Seiten agieren müssen. Für die Zuschauer ergibt sich dadurch und durch den engen Kontakt zu den Sängern das Gefühl, mittendrin zu stehen, geradezu Teil des Chores zu werden. Das verstärkt bei vielen den Wunsch mitzusingen.

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Schon beim Betreten des Kirchenraumes waren in der Dunkelheit grimmig aussehende Mitwirkende auf der Bühne, die in der Mitte des Kirchenschiffes aufgebaut war, zu erkennen, die den angekündigten „Prototyp des allgegenwärtige Bösen“ erahnen ließen.

Mit Jubelfanfaren begann die Weihnachtsoper mit dem allseits bekannten Text „Jauchzet frohlocket.“ Weiß gekleidete Jungchoristinnen und ein Teil des Kirchenchores betraten singend die Vorfläche und die Hauptbühne unter dem imposanten Herrenhäuser Kronleuchter (der das himmlische Jerusalem symbolisiert).

Schunkelnd, swingend und aufmunternde Blicke an die Besucher gerichtet, erklang der beliebte Eingangschor richtungsweisend auf das kommende Geschehen. Da war pure Freude zu verspüren und ergriff die Herzen der Besucher. Das war ein gelungener Einstand der Weihnachtsoper. Es ist bekannt, dass Bach’s Werke sehr tänzerisch ausgelegt werden können und das  wurde von den Protagonisten reichlich und überzeugend genutzt. Es ist die Einmaligkeit von Bach’scher Musik dass sie in unterschiedlichen Facetten zu Gehör gebracht werden kann.

Aufgrund ihrer Erkrankung konnte die Altistin Julia Harberg (als Maria) ihre Textpassagen nur sprechen und wurde auf der Orgelempore von einer Ersatz-Altistin gesanglich vertreten. Ebenso hatte der Tenor Markus  Gruber als Evangelist mit einer Erkältung zu kämpfen und sang seinen Part mustergültig bis zum Ende durch. Friederike Weritz (Sopran) als Engel war ein Genuss ihr zuzuhören die stimmlichen Qualitäten sind bewundernswert.

Dietmar Sander (Bariton), in seiner Doppelrolle als Joseph und später als König Herodes konnte nicht nur gesanglich sondern auch durch seine schauspielerischen Leistung voll überzeugen.

Überwältigend waren die vorgetragenen Choräle. Raumfüllend erklangen sie aus der Mitte der Kirche und von den Emporen die prägend durch die jungen Stimmen eine Unterstützung erfuhren. Das war ein Genieeinfall des Regisseurs „Christoph Amrhein“ ein Hochgenuss für den Hörer.

Etwas störend waren die lauten Geräusche durch trampelnde Schritte, stampfende Füße und Bewegungen der Mitwirkenden bei den wunderschönen Arien. Hier hätte ich gerne die Musik und den Gesang mehr im Vordergrund gestellt gewusst.

Eine bewegende Szene Jesus von der Geburt i´bis nach Golgatha zum Kreuz.. Herrenhäuser Kirche WO-Oper

Eine bewegende Szene Jesus von der Geburt i´bis nach Golgatha zum Kreuz.. Herrenhäuser Kirche WO-Oper

Im Schlussritornell gab es eine sehr bewegende Szene wo die  Verbindung von der Bühne (Kronleuchter „Das himmlische Jerusalem“) mit einem Seidentuch bis hin zum Kreuz im Altarraum gezogen wurde. Das war eine sehr gelungene Symbolik von der Geburt Jesu bis zu seinem Tode am Kreuz, die eine überzeugende Aussagekraft besitzt und den Besucher zutiefst berührte.

Ein überwältigender Schlussapplaus dankte den Mitwirkenden für eine gekonnte und künstlerisch wertvolle Wiedergabe des Weihnachtsoratoriums als eine biblische Oper von J.S. Bach.

Was bleibt als Fazit?

Ein ungewöhnliches Weihnachtsoratorium von J.S. Bach, dass ich in dieser Form noch nicht erlebt habe. Die störenden Momente als Oper hatte ich bereits angemerkt. Von dem Besucher wird viel Verständnis für diese Aufführungsform abverlangt. Aber, es lohnt sich, diese Aufführungspraxis einmal hautnah miterleben zu können und sollte von allen Konzertbesuchern  wahrgenommen werden.

Die Regieeinfälle mit ihrer Aussagekraft: „Gut und Böse“ gelang sehr überzeugend in Verbindung mit der Bach’schen Musik und ist ein Pluspunkt als Weihnachtsoratorium-Oper. Trotz dieser Vorzüge hinterfrage ich: Ist es eine neue Form der jetzigen Zeit, die heraufbeschworen wird? Sollen dadurch jüngere und weitere Besucher angesprochen werden und die Kirchenmusik eine Neubelebung erfahren, dann würden beide Aufführungsformen als eine gleichberechtigte Interpretation zum Ziele führen.

Ich bin der Meinung, dass eine konzertante Aufführung dem Besucher textlich, musikalisch, sowie an geistlichen Inhalt einiges mehr anzubieten hat. J. S. Bach hat dieses Oratorium als ein geistliches Werk geschaffen und würde aus dem vorgenannten Grund diese Aufführungsform weiterhin vorziehen.

Als Oper hat das Weihnachtsoratorium durchaus seine Berechtigung wenn es in einer so großartigen Qualität dargeboten wird, wie es von der Herrenhauser Kantorei verwirklicht wurde. Mit einer großartigen Regie und fantastischen Mitwirkenden gelang das sehr überzeugend und machte den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Anschließend Foto-Impressionen von der Weihnachtsoper in der Herrenhäuser Kirche.

Zum Foto-Album in das erste Foto klicken..!!

Herzliche Grüße

Volker

Biografie Julia Doyle – Sopran


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Julia Doyle

Julia Doyle

Die Sopranistin Julia Doyle, die aus Lancaster stammt, studierte Sozial- und Politikwissenschaften sowie Gesang in Cambridge. Bevor sie sich ganz auf ihre Laufbahn als Sängerin konzentrierte, forschte sie in den USA zur sprachlichen und musikalischen Entwicklung von Kindern und war im Kulturmanagement tätig.

Als international gefragte Barock-Spezialistin musiziert Julia Doyle mit Originalklangensembles wie I Fagiolini oder dem Orchestra of the Age of Enlightenment, aber auch mit dem BBC Philharmonic, der Britten Sinfonia und dem Royal Philharmonic Orchestra. Auftritte mit John Eliot Gardiner und den English Baroque Soloists führten sie ins Amsterdamer Concertgebouw sowie zu den BBC Proms und den Festen Alter Musik im Braunschweiger Land „Soli Deo Gloria„; Roger Norrington lud sie 2006 für Aufführungen von Purcells The Fairy Queen ans Salzburger Mozarteum ein. Mit dem BBC Symphony Orchestra unter David Zinman hat Julia Doyle jüngst Lutosławskis Dwadziesci Koled (Weihnachtslieder) für CD eingespielt.

http://www.juliasoprano.moonfruit.com/#/biography/4522565115

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Doyle-Julia.htm

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Biografie Malin Hartelius – Sopran


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© Suzanne Schwiertz

© Suzanne Schwiertz

Die aus Växjö stammende Schwedin studierte am Konservatorium für Musik in Wien Stimmbildung bei Margarete Bence. Nach der Mitgliedschaft 1989/90 im Studio der Wiener Staatsoper folgten Engagements an die Wiener Staatsoper, das Theater St. Gallen und an das Züricher Opernhaus, dem sie seit 1991 als festes Ensemblemitglied verbunden ist.Seitdem debütierte sie bei den Ludwigsburger (1990) und den Schwetzinger Festspielen (1991) als Blondchen, gefolgt von den Salzburger Festspielen (1997). Weitere Debüts folgten an der Oper Frankfurt als Adina in Liebestrank (1997) sowie an der Staatsoper Unter den Linden als Sophie im Rosenkavalier (1998)

Einen großen Erfolg errang die Sängerin in der Spielzeit 1999 / 2000 mit ihrer Interpretation der Pamina in der Neuinszenierung der Zauberflöte am Opernhaus Zürich unter der Leitung von Franz Welser-Möst und Jonathan Miller.

Im Herbst 1999 folgte Malin Hartelius der Einladung der Opéra National de Paris für die Hauptpartien in Rameaus Les Indes Galantes unter der Leitung von William Christie und sang in der Saison 2000/2001 am selben Haus die Adele (Fledermaus) unter Armin Jordan.

Zu den künstlerischen Höhepunkten der folgenden Jahre zählten Konzerte unter der Leitung von John E. Gardiner im Rahmen des Bach Jahres sowie bei den Salzburger Festspielen mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Wolfgang Sawallisch und Charles Mackerras. Weiter folgten ihr Debüt als Marzelline (Fidelio) an der Bayrischen Staatsoper München unter der Leitung von Zubin Mehta sowie die weibliche Hauptpartie in Schuberts Alfonso und Estrella am Opernhaus Zürich mit Nikolaus Harnoncourt. Bei den Salzburger Festspielen 2001 war sie als Adele (Fledermaus) zu hören. Im selben Jahr sang sie erstmals die Konstanze (Entführung aus dem Serail) am Zürcher Opernhaus und ist seitdem in dieser Partie auch bei den Festspielen in Aix en Provence 2004, an der Bayerischen Staatsoper München, Hamburgischen Staatsoper und konzertant in Luzern und Amsterdam zu hören gewesen.

In den vergangenen Spielzeiten sang sie Konzerte mit der Accademia Santa Cecilia, dem Philharmonia Orchestra, London Symphony Orchestra, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, dem Tonhalle Orchester Zürich sowie dem Cleveland Orchestra. Ebenfalls kehrte sie an die Opéra Bastille (Les Indes Galantes) sowie an die Bayerische Staatsoper München als Adele (Fledermaus) und als Konstanze (Entführung aus dem Serail) zurück.

Ihre erfolgreichen Zürcher Debüts als Contessa und Fiordiligi wurden international gewürdigt. Bei den Salzburger Festspielen 2009 sang die Künstlerin das Sopransolo in Mahlers 4. Sinfonie, sowie Fiordiligi unter der Leitung von Adam Fischer. Es folgten ihr Debüt als Tatjana in Eugen Onegin in Zürich sowie Konzerte mit dem Orchestre de la Suisse Romande (Elias) in Genf und Lausanne und mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst im Wiener Musikverein (Brahms Requiem).

Höhepunkte des Jahres 2010 beinhalten Vorstellungen von Cosi fan tutte in Cleveland sowie ihr Debüt als Leila in Die Perlenfischer in Zürich. Konzerte mit der 9. Sinfonie von Beethoven, sowie ihre erste Marschallin im Frühjahr 2011 sind deutliche Zeichen für eine Facherweiterung der Sängerin, die in den Folgejahren konsequent durchgeführt wird.

Malin Hartelius wurde im Januar 2010 in Stockholm vom schwedischen König mit dem Orden für Wissenschaft und Kunst „Litteris et Artibus“ ausgezeichnet.

http://www.machreich-artists.com/kuenstlerinnen_biografie.php?id=17

http://www.biamartists.com/main_artists.php?id_artista=12&idioma=GR

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Hartelius-Malin.htm

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Pressestimmen

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[…] Die Malin Hartelius von 2010 klingt allerdings deutlich anders als die von 1997. War ihr Sopran damals ein ganz leichter, spielerischer, ja eine ideale Mozart-Stimme, geht er jetzt in eine gewichtigere Richtung. […] Jede Linie wird bei ihr musikalisch sinnvoll zu Ende geführt, Legatokunst und Phrasenbildung sind meisterhaft. […]
Frankfurter Rundschau, Oktober 2010
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Radiotipps KW 24 – 13.6.-19.6.2011


14.6.

Dkultur
20:00 – 22:30
Bachfest Leipzig
Live aus der Nikolaikirche
Johann Sebastian Bach: „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“ BWV 6
Jan Dismas Zelenka: Lamentatio I c-Moll ZWV 53 Nr. 1
Johann Sebastian Bach: „Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen“ BWV 48
ca. 21:00 Uhr Konzertpause mit Nachrichten
Johann Adolph Hasse: Laudate pueri
Johann Sebastian Bach: „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ BWV 1

Sibylla Rubens, Sopran
Ingeborg Danz, Alt
Daniel Johannsen, Tenor
Henryk Böhm, Bass
Dresdner Kammerchor
Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: Hans-Christoph Rademann

Dresdner Kammerchor mit Bach/Hasse/Zelenka

Das geistliche Werk J.S.Bachs im Kontext zur geistlichen Musik seiner Dresdner Kollegen Johann Adolph Hasse und Jan Dismas Zelenka steht in unserer Live-Übertragung am 14. Juni im Blickpunkt des Interesses. Der herausragende Dresdner Kammerchor, der in diesem Jahr auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblickt, wird zusammen mit großartigen Solisten und der Akademie für Alte Musik Berlin damit einen Beitrag zum diesjährigen Bachfest leisten.

Kantaten Johann Sebastian Bachs aus den frühen Leipziger Jahren stehen im Zentrum des Konzerts der Reihe „Soli Deo Gloria“. In der Nikolaikirche Leipzig, einer der beiden Hauptwirkungsstätten Johann Sebastian Bachs, erklingen die Kantaten BWV 1, 48 und 6 des Komponisten. Bekannt ist insbesondere die Kantate „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ BWV 1, welche Bach für den Tag Mariae Verkündigung am 25. März 1725 komponierte. Die den Endpunkt des sogenannten Choralkantatenjahrgangs markierende Komposition basiert auf der gleichnamigen Choralmelodie von Philipp Nicolai aus dem Jahr 1591. Die großzügige Besetzung mittels zweier Hörner und zweier Oboi da caccia zuzüglich des Streichapparats unterstrich seinerzeit die Festlichkeit des Aufführungsanlasses.

Ergänzt wird das Programm durch Werke Jan Dismas Zelenkas und Johann Adolf Hasses. Beide Komponisten wirkten zu Bachs Lebzeiten am Dresdner Hof. Zelenka übernahm 1710 eine Stellung als Kontrabassist und wurde später zum „Kirchen-Compositeur“ ernannt. Während der gebürtige Böhme vornehmlich Kompositionen für Gottesdienste des seit 1697 zum Katholizismus übergetretenen Hofes in Dresden schuf, galt Johann Adolf Hasse auf Grund seiner europaweit erfolgreichen Bühnenwerke zu Lebzeiten als einer der bekanntesten Komponisten. Hasse, der sich im Jahr 1733 gegen Zelenka bei der Bewerbung um das Kapellmeisteramt in Dresden erfolgreich durchzusetzen vermochte, hinterließ jedoch auch kirchenmusikalische Kompositionen. Im Konzert wird mit der zweiten Psalmvertonung „Laudate pueri“ eines dieser weniger bekannten Werke des Komponisten zu hören sein.
www.bachfest-leipzig.de

15.6.

Nordwestradio
20-22
Musikwelt
Bach-Reflexionen
Musik von, über und um Johann Sebastian Bach
Originalwerke und Bearbeitungen u. a. von Johann Sebastian Bach, John Cage,
Franz Liszt, Walter Rummel, Dmitri Schostakowitsch, Francesco Tristano

„Nicht Bach, sondern Meer sollte er heißen wegen seines unendlichen, unerschöpflichen
Reichtums an Tonkombinationen und Harmonien.“ Das sagte Ludwig van
Beethoven über seinen bewunderten Kollegen Johann Sebastian Bach. Bis heute ist
Bach eine Art Vaterfigur für viele Musiker. Seine Stücke sind eine üppig
strömende Inspirationsquelle für Komponisten und Interpreten. Das Spektrum
reicht dabei von Bach-Arrangements der großen composer pianists bis zum Jazz
und der Neuen Musik. So kombiniert der Pianist Francesco Tristano auf seiner
aktuellen CD Klavierwerke von Bach mit Stücken von John Cage und eigenen
Kompositionen  –  ein Konzept, das überrascht und überzeugt.
Am Mikrofon: Wilfried Schäper

18.6.

BBC
13-14(14-15)
Catherine Bott introduces a concert given by the Academy of Ancient Music & Richard Egarr in Salford as part of the „BBC Philharmonic presents…“ festival. The performance continues the AAM’s series of Bach Dynasty concerts and features music by various generations of the Bach family.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b011y7jz

19.6..

MDR Figaro
19:30 – 22:00
Bachfest Leipzig 2011
Zeitversetzte Übertragung des Abschlusskonzerts aus der Thomaskirche Leipzig:

Johann Sebastian Bach: Messe h-Moll BWV 232
Anna Prohaska, Sopran
Marie-Claude Chappuis, Mezzosopran
Andreas Scholl, Altus
Magnus Staveland, Tenor
Johannes Weisser, Bariton
Balthasar-Neumann-Chor, Akademie für Alte Musik Berlin
Leitung: René Jacobs

Biografie Katharine Fuge – Sopran


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Katharine Fuge, Sopran - © Marco Borggreve

© Marco Borggreve

Katharine Fuge wuchs auf der Kanalinsel Jersey auf und studierte in London Musik. Die angesehene und vielseitige Künstlerin tritt regelmäßig in bedeutenden Konzerthallen und Kathedralen sowie auf Festivals in ganz Europa sowie weltweit auf. Sie ist als Sängerin bekannt für ihre Werktreue und Empfindsamkeit mit einem besonderen Gefühl für Text und Sprache sowohl im Konzert als auch in Liederabenden.

Sie legt ihren Schwerpunkt auf die Aufführung der Musik von Johann Sebastian Bach. So trat sie in der h-moll-Messe mit den English Baroque Soloists bei den BBC Proms, in Kantaten mit dem Ricarar Consort und dem Amsterdam Baroque Orchestra sowie bei der vielbeachteten Bach Cantata Pilgrimage im Jahre 2000 unter John Eliot Gardiner, der Johannes-Passion mit Gabrieli Consort & Players ebenso wie mit Le Concert Lorrain, der Matthäus-Passion mit der Netherlands Bach Society, dem Weihnachtsoratorium mit dem Århus Symphony Orchestra sowie Jauchzet Gott in allen Landen mit der Akademie für Alte Musik Berlin auf.

Weitere Höhepunkte waren Ein Deutsches Requiem von Brahms mit dem Orchestre des Champs Elysées sowie mit dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique unter der Leitung von John Eliot Gardiner, Grieg’s Peer Gynt mit dem Kammerorchester Basel, Händel’s Athalia bei den Göttinger Händel-Festspielen, L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato mit dem Freiburger Barock Orchester und Belshazzar mit der Akademie für Alte Musik, Haydn’s Die Schöpfung bei den Tagen Alter Musik in Regensburg, die Monteverdi Vesper von 1610 mit dem Collegium Vocale Gent, Mozart’s Messe in c-moll mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, Orff ’s Carmina Burana mit dem Bach Choir, Poulenc’s Gloria mit dem Liverpool Philharmonic Orchestra und Belinda in Dido and Aeneas von Purcell in Asien.

Sie arbeitete mit Dirigenten wie Frieder Bernius, Harry Christophers, Marcus Creed, John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, David Hill, Ton Koopman, Paul McCreesh, Erik van Nevel, Roger Norrington, Philippe Pierlot, Hans-Christoph Rademann, Daniel Reuss and David Stern zusammen.

Kürzlich feierte Katharine Fuge ihr vielbeachtetes Debut bei dem Edinburgh International Festival in Haydn’s Schöpfung mit dem Scottish Chamber Orchestra unter Roger Norrington. Außerdem trat sie mit Mendelssohn’s Elias bei den Tagen Alter Musik in Regensburg mit der Akademie für Alte Musik Berlin auf. Sie wirkte bei der Welturaufführung des Requiems von Carl Rütti des Bach Choir mit.

Unter ihren CD-Veröffentlichungen befinden sich Kantatenaufnahmen von John Eliot Gardiner’s Bach Cantata Pilgrimage bei DG Archiv und SDG, ebenfalls Bach Kantaten mit Philippe Pierlot und dem Ricercar Consort für Mirare (GRAMOPHONE Editor’s Choice im September 2007), Händel’s Dixit Dominus und Vivaldi’s Gloria für Philips Classics sowie Händels Messiah mit Musica Florea Prague für Feldgen.

http://www.katharinefuge.com/

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Fuge-Katharine.htm

http://www.jamesblackmanagement.com/artists/category/sopranos/katharine-fuge/biography

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Biografie Joanne Lunn – Sopran


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 Joanne Lunne - Foto: Andrew Redpath

Foto: Andrew Redpath

Joanne Lunn (Sopran) studierte am Royal College of Music in London und gewann dort die renommierte Tagore Goldmedaille. Als Solistin konzertiert sie regelmäßig mit Ensembles wie den English Baroque Soloists, der Akademie of Ancient Music, dem Hilliard Ensemble, Philipp Herreweghes Collegium Vocale Gent, dem King’s Consort oder dem Gabrieli Consort. Auch war sie u.a. oft gehörter Gast in der „Bach Cantata Pilgrimage“ von John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir. Ihr Operndebut gab Joanne Lunn an der English National Opera in Monteverdis „L’Incoronazione di Poppea“ unter Harry Christophers. Sie sang in Venedig die Helena in Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ unter John Eliot Gardiner und wirkte in Paris und Peking in Jonathan Millers Inszenierung von Monteverdis „Orfeo“ unter der Leitung von Philip Pickett mit. Im Rahmen von oratorischen Partien von Bach, Händel und Haydn arbeitet sie mit Dirigenten wie Roger Norrington, Frieder Bernius, Mark Minkowski und Masaaki Suzuki und gastierte z.B. bei den Händelfestspielen in Göttingen und Halle, bei den Proms der BBC in London und den Salzburger Festspielen.

Ihre Discographie umfasst Vivaldi Laudate Pueri mit The King’s Consort (Hyperion), Haydn Messen mit Sir John Eliot Gardiner und dem Monteverdi Choir (Philips), John Rutter Mass of the Children mit der City of London Sinfonia unter der Leitung des Komponisten (Collegium), Sir John Eliot Gardiners Bach-Kantaten-Zyklus, der während der Bach-Cantata Pilgrimage im Jahr 2000 aufgenommen wurde (Deutsche Grammophon / Soli Deo Gloria), Bachs Oster-Oratorium mit Frieder Bernius und dem Kammerchor Stuttgart (Carus), Bach-Motetten mit dem Hilliard Ensemble (ECM) und mit dem Messias RPO mit John Rutter.

http://www.hazardchase.co.uk/artists/joanne_lunn

http://www.bach-cantatas.com/Bio/Lunn-Joanne.htm

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Pressestimmen

 […]Joanne Lunns geschmeidiger Sopran, der besonders in der Höhe glockenrein klingt und mit einer an die Stimme eines Knaben erinnernden, anrührenden Naivität (‚Qui tollis‘) besticht, evoziert geradezu das Bild der betenden Jungfrau. […]
Klassik.com, Oktober 2010

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Rezension BWV 248 Weihnachtsoratorium in der Frauenkirche Dresden


Liebe WO-Fans,

nachstehend meine Rezension zum Weihnachtsoratorium, BWV 248, in der Frauenkirche Dresden.

J.S. Bach Weihnachtsoratorium

am 18. Dezember 2009 um 20:00 Uhr

WO Frauenkirche Dresden am 18.12.2009

Zusatzkonzert wegen hoher Nachfrage.

Leitung: Ludwig Güttler

Weihnachtsoratorium, Kantaten I und II
Kantate: „Süßer Trost mein Jesus kommt“ BWV 151
Weihnachtsoratorium, Kantate V
Eingangschor Kantate I da capo

Solisten:
Barbara Christina Steude
, Sopran
Susanne Langner, Alt
Uwe Stickert, Tenor
Matthias Weichert, Bass
Sächsisches Vocalensemble
Einstudierung: Matthias Jung

Basso continuo:
Friedwart Dittmann
, Violoncello
Bernd Haubold, Kontrabass
Uwe Zimmermann, Cembalo
Friedrich Kircheis, Orgel

Virtuosi Saxoniae (Mitglieder der sächs. Staatskapelle)
Leitung Ludwig Güttler

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Es ist schon etwas Besonderes, in der Frauenkirche das WO zu hören.

Leider kommen nicht nur musikalisch-weihnachtliche Gefühle auf:

  1. Die schmalen Kirchenbänke sind rückengewöhnungsbedürftig; nach einer halben Stunde war ich steif,
  2. die Eintrittspreise sind nicht gerade zivil,
  3. wir hatten ungünstige Plätze neben einer Eingangstür – sie stand bis zum Konzertbeginn bei -17 Grad (Außentemperatur) offen;
  4. die Akustik in dieser Kuppelkirche ist unberechenbar und hat schon so manches Konzert zum Kippen gebracht.

Fast wäre die Kantate I auch gekippt. Chor und Orchester hatten Schwierigkeiten, gerade beim Eingangschor „Jauchzet, frohlocket“ sich aufeinander einzulassen. Es hat auch eine Weile gedauert, bis beide ihren Platz gefunden hatten. Die Solisten hatten es bei den akustischen Gegebenheiten sehr schwer. Standen sie links vorm Orchester waren sie nicht zu verstehen; standen sie rechts, hatten sie plötzlich großartige Stimmen. Bis ich mich richtig eingehört hatte, waren die Kantaten I und II vorbei und dann kam mein Highlight: „Süßer Trost, mein Jesus kömmt“. Bach hat diese Solokantate BWV 151 1725 für den 3. Weihnachtstag geschrieben, um seine Thomaner zu entlasten. Die Solisten  – allen voran Sopran und Tenor – liefen zur Höchstform auf; das Orchester hatte sich den Sänger/innen angepasst und auch Güttler ließ etwas Raum zur freien Gestaltung.

Die Kantate V kam viel zu schnell. Geschmunzelt haben wir, als am Ende der
5. Weihnachtskantate „Jauchzet, frohlocket … „ aus der 1. wiederholt wurde. Aber uns sollte wohl noch mal so richtig eingeheizt werden; bei inzwischen -19 Grad (Außentemperatur) keine schlechte Idee.

Herzl. WO-Weihnachtsgrüße

Iris

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DVD vom Händel Gedenkkonzert aus Halle erhältlich


Hallo,

eine DVD vom Händel-Gedenkkonzert aus Halle ist erschienen!

Cover: Händel-Gedenkkonzert aus Halle a.d.Saale

Cover: DVD Händel-Gedenkkonzert aus Halle a.d. Saale

Hallenser Madrigalisten, MDR Rundfunkchor,

Händelfestspielchor, Chor der Oper Halle,
Ulrike Fulde, Sopran, Albrecht Sack, Tenor,
Felix Plock, Bass
The English Concert,
Händelfestspielorchester Halle
Howard Arman

„Werke“
– Zadok the Priest – Coronation Anthem for George II.
– Esther – Oratorio: Sinfonia
– Te Deum for the victory of Dettingen
– Saul – Oratorio (Excerpts)
– The ways of Zion do mourn: Funeral Anthem for Queen Caroline (Excerpts)
– Jubilate for the Peace of Utrecht (Excerpts)
– O sing unto the Lord a new song: Chandos Anthem
– Israel in Egypt: Oratorio (Excerpts)

Am 14. April 2009, dem 250. Jahrestag des Todes George Friederich Händels, erwiesen zwei der weltweit führenden Barock-Orchester, und die Mitglieder von vier Chören zusammen mit dem Dirigenten und Händel-Preis Gewinner Howard Arman dem Komponist die Ehre. Sie präsentieren das Programm des historischen ersten Händel Gedenk-Konzerts von 1784, das in London in der Westminster Abbey stattfand. Diese herausragende britisch-deutsche Aufführung in der Marktkirche in Halle, in der Georg Friedrich Händel getauft wurde, ist ein absolutes Highlight des Händel Jahres 2009.

Mehr Informationen & Trailer »

Link: DVD  bei Amazon zu beziehen..!!

Gruß

Volker

Webnews

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Kantorei Herrenhausen beeindruckte mit der Brockes Passion von G.F. Händel


Hallo,

ich bin angetan von einer wunderbaren barocken Wiedergabe der „Brockes-Passion“ von Georg Friedrich Händel, die in der schönen Herrenhäuser Kirche – mit einer guten Akustik ausgestattet, von der Herrenhauser Kantorei aufgeführt wurde.

Foto: Herrenhäuser Kirche in Hannover-Herrenhausen
Foto: Herrenhäuser Kirche in Hannover-Herrenhausen (für alle Fotos gilt, Fotorechte: V. Hege)

Vorab ein wenig historisches zum Text der „Brockes Passion“:

Im Jahr 1712 erschien in Hamburg die Passionsdichtung „Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesus“ des Juristen und Ratsherrn Barthold Heinrich Brockes (1680-1747), die im selben Jahr von Reinhard Keiser vertont wurde. 1716 komponierte Georg Philipp Telemann den Text.

Anfang des 18. Jahrhunderts galt ein Libretto nach dem Muster der Brockes-Passion als modern und aktuell, ein Textbuch einer Johannes Passion dagegen rückständig. Davon zeugen auch die vielen Vertonungen der Brockes-Passion.

Der Text des Oratoriums erzählt die Geschichte von der Abendmahlseinsetzung bis zum Tod Jesu am Kreuz. Das Stück wird durch Choräle gegliedert. Es beinhaltet außerdem Rezitative, Arie, Arioso für zahlreiche Solisten, eine einleitende Sinfonie und zahlreiche Chorstücke.

Die Reise Georgs I. – (Kurfürst von Hannover und König Georg I von England ab 1714) – nach Hannover im Sommer 1716 machte Händel im großen Gefolge des Königs mit. Im zweiten Halbjahr 1716 schuf Händel eine oratorische Passion nach dem Text des Hamburger Barthold Heinrich Brockes (1680-1747). Sein Oratorium „Der für die Sünden der Welt gemarterte und sterbende Jesus.“ Die Dichtung von Brockes wurde später von vielen damals bedeutenden Komponisten vertont.

Händel schickte die Partitur 1717 seinem Freunde Johann Mattheson, der ebenfalls eine Brockes-Passion geschrieben hat, nach Hamburg. Dort führte Mattheson Händels Werk 1719 als Uraufführung im Hamburger Dom auf.

Georg Friedrich Händel
Brockes Passion

Ausführende:
Uta Kraus, Barbara Rotering, Sopran
Jean-Sébastien Stengel, Altus
Götz Phillip Körner, Steffen Wolf, Tenor
Torsten Gödde, Michael Humann, Bass

Le Concert Lorrain, Metz-Frankreich
auf historischen Instrumenten

Foto: Flyer der Herrenhauser Kantorei "Brockes Passion"
Foto: Flyer der Herrenhauser Kantorei „Brockes Passion“

Eine gut gefüllte Herrenhäuser Kirche erwartete froh gestimmt die ersten Klängen von Händels Oratorium der „Brokes Passion.“ Die einleitende „Sinfonia“ der Brockes Passion erklang in barocker Pracht durch das angereiste Ensemble aus Frankreich – Le Concert Lorrain, hier waren wahre Könner am Musizieren und spielten aus einem Guss eine großartige barocke Musik. In dieser Sinfonia lassen sich schon Vergleiche zwischen Bach und Händel ziehen, ihre Kompositionen liegen in etwas auf der gleichen Linie und entsprechen einem gleichwertigen tonalen barocken Klangempfinden ihrer Zeit.

Foto: Ensemble "Le Concert Lorrain" aus Frankreich auf historischen Instrumenten

Foto: Ensemble "Le Concert Lorrain" aus Frankreich auf historischen Instrumenten

Mit dem Eingangschor „Mich vom Stricke meiner Sünden zu entbinden“ erklang ein gewaltig besetzter Chor. Es mögen zwischen 70 bis 80 Chormitglieder gewesen sein, die eine gut fundierte Chorische Ausbildung besitzen und es entsprechen umzusetzen wussten, trotz der Größe waren die einzelnen Stimmen gut heraushörbar und ergaben in der gesamten Werkswiedergabe eine klangliche Einheit von bewundernswerter Qualität. Hier muss dem Kantor und Leiter der Kantorei Herrenhausen „Martin Ehlbeck“ Bewunderung gezollt werden, wie der diesem Mammutchor eine gepflegte Klangqualität und Gesangs-Kultur zu bilden im Stande ist, das ist schon eine außergewöhnliche Leistung, zumal es sich um einen ausgesprochen Laienchor handelt.

Foto: Kantor und Leiter der Herrenhauser Kontorei: Martin Ehlbeck"

Foto: Kantor und Leiter der Herrenhauser Kontorei: Martin Ehlbeck"

Foto: Chormitglieder der Kantorei Herrenhausen

Foto: Chormitglieder der Kantorei Herrenhausen

Die eingesetzten Gesangs-Solisten konnten allesamt in ihrem Part überzeugen – hervorheben möchte ich aus dieser Riege die Sopranistin „Uta Kraus“, (Gläubige Seelen); was für ein Stimmvolumen, oder ein in sich gekehrtes Singen sie beim Vortrag: „Die Rosen krönen sonst der rauhen Dornen Spitzen“, offenbarte, war mehr als berührend gesungen, diese Wiedergabe auf gleich hohem Niveau konnte sie auch im: „Die zarten Schläfen sind bis ans Gehirne durchlöchert und durchbohrt“, umsetzen. Ein filigranes Singen auf hohem Niveau, einfach grandios, eine Top-Gesangs-Solistin.

Foto: Von rechts: Uta Kraus; (Magd - Gläubige Seelen) Sopran, Barbara Rotering; (Tochter Zion) Sopran, Mitte, Jean-Sébastien Stengel (Judas) Altus.

Foto: Von rechts: Uta Kraus; (Magd - Gläubige Seelen) Sopran, Barbara Rotering; (Tochter Zion) Sopran, Mitte, Jean-Sébastien Stengel (Judas) Altus

Foto: Gesangs-Solisten von links: Steffen Wolf; (Evangelist) Tenor, Götz Phillip Körner; (Petrus) Tenor,  Jean-Sébastien Stengel; (Judas) Altus,  Michael Humann; (Kaiphas) Bass.Foto: Gesangs-Solisten von links: Steffen Wolf; (Evangelist) Tenor, Götz Phillip Körner; (Petrus) Tenor, Jean-Sébastien Stengel; (Judas) Altus, Michael Humann; (Kaiphas) Bass.

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Die gesamte Brockes Passion wurde gekürzt wiedergegeben, von verschiedenen Arien und Chorsätzen wurde nur ein Anfangsteil zu Gehör gebracht um die Aufführungsdauer nicht ins Uferlose ausarten zu lassen. Probleme hatte ich mit einem teilweise hanebüchenen Text, hier hilft mir die grandiose Musik von Händel das ertragen zu können. Mein persönliches Fazit zu der Brockes Passion fällt zwiespältig aus, – ( ich habe sie das erste Mal gehört..!!) – wie tiefgründiger und gehaltvoller im Text gestalten sich die Passions-Oratorien von J.S. Bach, stark vermisst habe ich die herrlichen Luther-Choräle (z.B. „O Haupt voll Blut und Wunden..“, etc.) und feinsinnigen Rezitative und Arien. Tue ich dem Komponisten Händel hier Unrecht? – denn alle Komponisten stürzten sich zu seiner Zeit auf diesen irrelevanten Text – es war eben eine Modeerscheinung der Zeit, sich von den biblischen Evangelistenworten loszusagen, was mehr als bedauerlich erscheint, hier scheint J.S. Bach als ein Bewahrer des wahren biblischen Wortes zu sein und zu bleiben mit seiner dazugehörenden überirdischen barocken Passions-Musik.

Trotz der erwähnten textlichen Mängel erklang ein bewundernswertes Passions-Oratorium von Händel, alle Aufführenden waren mit Begeisterung bei der Sache und dieser Funke zündete auch bei dem Besucher, der die Protagonisten am Ende frenetisch feierte. Es war wieder so ein Abend, der Begeisterung hervorrief aber mich doch zum Nachdenken veranlasste, was wäre gewesen, wenn der textliche Inhalt zu der grandiosen Musik ebenfalls stimmig dazu passen würde…??

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Als Ergänzung ( ab 2.4.2009) – stelle ich dem Forum Textauszüge der Brockes-Passion mit einer kurzen historischen Sichtweise – zur Verfügung:

pdf Link: brockes-passion-auszuge-der-textfassung

Beim Download des PDF ein wenig Geduld, die Speicherung erfolgt auf dem persönlichen Rechner…!!!

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Auf dem Markt gibt es nicht gerade viele Einspielungen von der Brockes-Passion von G.F. Händel, eine bemerkenswerte CD stelle ich nachstehend vor, sie ist über amazon zu erhalten.

Cover: G.G. Händel "Brockes Passion"

Cover: G.F. Händel "Brockes Passion"

Link zu amazon: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B00008US1E

Am 2, April 2009 wurde ich bei amazon mit einer weiteren Einspielung der Brockes-Passion von Händel fündig:

Cover: Brockes Passion Händel, Wenzinger, Regensburger Domsp. von 2002

Cover: Brockes Passion Händel, Wenzinger, Regensburger Domsp. von 2002

Dirigent: August Wenzinger, Regensburger Domsp. von 2002, diese Aufnahmen sind auch im mp3-Format bei amazon preisgünstiger als die CDs – erwerbbar.

Link: http://astore.amazon.de/blogdiskubach-21/detail/B00005MJ10

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31.3.2009 P.S.

Wie soeben gemeldet wird, hat „Harmonia mundi“ eine Neuveröffentlichung der Brockes-Passion von Telemann seit Mitte März 2009 veröffentlicht. Die Ausführenden sind:

Cover: Brockes Passion von Telemann

Cover: Brockes Passion von Telemann

TELEMANN. Brockes-Passion
Künstler:

Birgitte Christensen, sop.
Lydia Teuscher, sop.
Marie-Claude Chappuis, mez.sop.
Donát Havár, ten.
Daniel Behle, ten.
Johannes Weisser, bar.
RIAS Kammerchor
Akademie für Alte Musik Berlin
René Jacobs, dir.

Eine Bestellung mit Hörprobe über dem Label j p c

Hörproben bei j p c : 2 CDs

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Grüße
Volker

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