Archiv der Kategorie: Werkeinführungen Klassische Musik

J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “15. Sonntag nach Trinitatis”

J. S. Bach-Kantaten zum Sonntag im Kirchenjahr mit Videos, Rundfunk-Sendungen und Kantaten-Beschreibung für den “15. Sonntag nach Trinitatis”

                 Bachfest Leipzig 2018 –  Nikolaikirche Monteverdi Choir EBS Leitung J.E. Gardiner  – 
                                                      Bach-Kantaten-Ring. Foto: Gerd Mothes

Liebe Bach-Freunde/innen !

Eine Übersicht der Bach-Kantaten zum aktuellen Sonntag im Kirchenjahr steht zum Download bereit:  

Link:  Bach-Kantaten im Kirchenjahr – als PDF-Download

Weiterhin stelle ich für jeden Sonntag / Feiertag im Kirchenjahr für die Besucher von

„Volkers Klassikseiten J.S. Bach“

eine Hör- oder SehprobeRadio-Programme mit Bach-Kantaten und eine „Bach-Kantaten-Beschreibung“ für den entsprechenden Sonntag-Feiertag im Kirchenjahr zur Verfügung.

 Am 09.09.2018 begehen wir den 15. Sonntag nach „Trinitatis

Der 15. Sonntag nach Trinitatis hat „Irdische Güter“ zum Thema. Es geht ums Sorgen, die Angst um die Zukunft, um das, was morgen kommt, die Sorge um das leibliche Wohl, um das Dach über dem Kopf. Mancher Predigttext legt eine gewisse Leibfeindlichkeit nahe, etwas, das einzuüben heute gewiss nicht ganz verkehrt ist. Dabei sollte man sich allerdings davor hüten, die Gaben Gottes, von denen wir leben, zu verteufeln.

Am 15. Sonntag nach Trinitatis wird unser Blick fortgelenkt von den irdischen Gütern. Sie sollen nicht unsere erste und alleinige Sorge sein. So werden wir frei zu einem Leben in der Nachfolge Jesu.oder
Oft haben wir uns durch mühsame Arbeit einen Lebensstandard geschaffen, der uns ein Gefühl der Behaglichkeit und des Wohlstandes vermittelt. Diesen Lebensstandard zu erhalten, wird jedoch immer schwieriger, und Sorge um die Zukunft bestimmt unser Leben zusehends. Heute, am 15. Sonntag nach Trinitatis, werden wir durch die Lesungen daran erinnert, dass alles, was wir hier schaffen, vergänglich ist. Es ist tröstlich zu wissen, dass Gott uns nicht im Stich lassen wird, selbst wenn das, was wir haben, verloren geht.

Wochenspruch:  

Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch. (1. Petr 5, 7) 

Wochenlied:

„Wer nur den lieben Gott läßt walten“ (EG 369)

YouTube – Musikvideo zum Wochenlied

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(Textauszüge: ©  Martin Senftleben)

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Bach-Kantaten für den “15. Sonntag nach Trinitatis

BWV 51   –  Jauchzet Gott in allen Landen

BWV 99  –  Was Gott tut, das ist wohlgetan

BWV 138  – Warum betrübst du dich, mein Herz

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R a d i o – Sendungen in Deutschland mit Bach-Kantaten:

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WDR3 – Klassik

Sendung: 07:05 bis 08:30 Uhr

WDR3 – Livestream-Link: 

http://www.wdr.de/wdrlive/wdrplayer/wdr3player.html

Allgemein-Link: 

http://www.wdr.de/radio/wdr3/

Programm: Link: 

http://www.wdr.de/programmvorschau/wdr3/uebersicht/

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WDR3 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik – Sonntag:  07:05 bis 08:30 Uhr

Johann Sebastian Bach 

Bach-Kantate ca. ab 08:00 Uhr

BWV 99  “Was Gott tut, das ist wohlgetan“

Kantate zum 15. Sonntag nach Trinitatis

Malin Hartelius, Sopran; William Towers, Altus;

James Gilchrist, Tenor; Peter Harvey, Bass;

Monteverdi Choir, English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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NDRkultur

Sonntag: 08:03 – 08:40 Uhr

Livestream –Link:  

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/livestream243.html

Programm-Link:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/index.html

Archiv zum Nachhören:

http://www.ndr.de/ndrkultur/programm/zum_nachhoeren/ndr2234.html

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NDRkultur – Kantate

Sendung Sonntag: 08:03 – 08:40Uhr 

Johann Sebastian Bach

Auszug aus dem Programm!

BWV 99 “Was Gott tut, das ist wohlgetan

Kantate zum 15. Sonntag nach Trinitatis

Lisa Larsson, Sopran / Annette Markert, Alt

Christoph Prégardien, Tenor / Klaus Mertens, Bass

Amsterdamer Barockchor und -orchester

Leitung: Ton Koopman

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HR2 – Kultur

Sendung: 06:04 – 07:30 Uhr

Programm:

https://www.hr2.de/index.html

Livestream:

http://www.hr-online.de/website/static/streaming_popup/mp3streamer.jsp?client=hr2

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HR2 – Kultur

Geistliche Musik – Auszug aus dem Programm!

Sendung: Sonntag 06:04 – 07:30 Uhr

Kantate: ca. ab  07:10 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 138 “Warum betrübst du dich, mein Herz“

Kantate zum 15. Sonntag nach Trinitatis

Midori Suzuki, Sopran / Makoto Sakurada, Tenor

Peter Kooij, Bass

Bach Collegium Japan:

Leitung: Masaaki Suzuki

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio)

Programm: 

http://www.sr.de/sr/sr2//station106~week.html;jsessionid=BB206B8BE43558076CF9D56CD9C9D460

Webradio:  

http://www.sr-online.de/sr2/351/5305.html

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SR2-Radio Saarbrücken (Klassik-Radio) 

Auszug aus dem Programm!

Sonntag 06:04 – 08:00 Uhr

Bach-Kantate

Johann Sebastian Bach 

Bach-Kantate ab ca. 07:04 Uhr

BWV 99  “Was Gott tut, das ist wohlgetan“

Kantate zum 15. Sonntag nach Trinitatis

Malin Hartelius, Sopran; William Towers, Altus;

James Gilchrist, Tenor; Peter Harvey, Bass;

Monteverdi Choir, English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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SWR2 (Kulturradio)

Sendung: 08:03 bis 08:30 Uhr

Programm: 

http://www.swr.de/swr2/programm/-/id=661104/1rcmvqp/index.html

Webradio:  

http://www.swr.de/swr2/-/id=7576/nid=7576/did=1586900/pv=mplayer/10idhq8/index.html

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SWR2 – Auszug aus dem Programm!

Geistliche Musik am Sonntag um 08:03 bis 08:30 Uhr

SWR2 – Kantate

Johann Sebastian Bach

BWV 100 „Was Gott tut, das ist wohlgetan“

Kantate für eine möglicherweise Hochzeit !

Edith Mathis (Sopran)  Julia Hamari (Alt)

Peter Schreier (Tenor)  Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton)

Münchener Bach-Chor und Münchener Bach-Orchester

Leitung: Karl Richter

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rbb Kulturradio

Sendung Sonntag: 09:30 bis 10:00 Uhr

Programm:

http://www.kulturradio.de/programm/index.html

Livestream 

http://www.kulturradio.de/livestream/index.html

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rbb-kulturradio  

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag von 09:30 bis 10:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 138 Warum betrübst du dich, mein Herz

Kantate am 15. Sonntag nach Trinitatis

Deborah York, Sopran  Ingeborg Danz, Alt

Mark Padmore, Tenor  Peter Kooij, Bass

Collegium Vocale

Leitung: Philippe Herreweghe

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MDR – Kultur

Sendung:  Sonntag: 06:30 bis 07:00 Uhr 

Programm:

https://www.mdr.de/kultur/radio/index.html

MDR-Kultur Live:

http://www.mdr.de/kultur/radio-tv/radio/index.html

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MDR – Kultur  

Auszug aus dem Programm!

Sendezeit: Sonntag um 06:30 bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 51 “Jauchzet Gitt in allen Landen

Kantate für den 15. Sonntag nach Trinitatis

Malin Hartelius, Sopran; Niklas Eklund, Trompete

Monteverdi Choir, English Baroque Soloists

Leitung: John Eliot Gardiner

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BR-Klassik

Sendung Sonntag: 08:05 bis 09:00 Uhr

Programm:  

Live-Stream:

(Es ist zu empfehlen, den  VLC Media Playerden man kostenlos aus dem Internet herunterladen kann – zu benutzen!)

oder

http://www.br.de/radio/br-klassik/index.html

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BR-Klassik

Auszug aus dem Programm!

Sonntag  um  08:05 Uhr bis 09:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 51 „Jauchzet Gott in allen Landen“

Kantate am 15. Sonntag nach Trinitatis

Carolyn Sampson, Sopran;

Bach Collegium Japan:

Leitung: Masaaki Suzuki

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Deutschlandfunk

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Programm:

http://www.deutschlandfunk.de/programmvorschau.281.de.html?drbm:date=09.09.2018

PODCAST:
http://www.deutschlandradio.de/podcasts.226.de.html

Live-Stream:  

http://www.deutschlandfunk.de/unsere-live-streams.2396.de.html

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Deutschlandfunk

Auszug aus dem Programm!

Sendung Sonntag: 06:10 Uhr bis 07:00 Uhr

Johann Sebastian Bach

BWV 99  “Was Gott tut, das ist wohlgetan“

Kantate zum 15. Sonntag nach Trinitatis

Julia Neumann, Sopran;  Claude Eichenberger, Alt;

Johannes Kaleschke, Tenor; Fabrice Hayoz, Bass;

Chor und Orchester der J. S. Bach-Stiftung St. Gallen,

Leitung: Rudolf Lutz

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Domradio Köln

Sendung: Musica

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Programm:

http://www.domradio.de/radio/programmschema

Web-Radio:

http://www.domradio.de/web-radio

Link zur Sendung Musica:

https://www.domradio.de/radio/sendungen/domradio-musica

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Domradio Köln

Sendung: Musica“  

Sonntag um 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr

Zum Ausklang der Sonn- und Feiertage der besondere Klang. Platz für klassische und geistliche Musik im DOMRADIO.

Hermann Max über Vertonungen zum „Jüngsten Gericht“

Musik als Spiegel der Gesellschaft

„Überleben“ im mehrfachen Sinne ist das Motto beim Festival „Alte Musik Knechtsteden“. Festivalgründer Max erklärt, wie schon im 17. Jahrhundert Komponisten den Menschen den Spiegel vorhielten.

Immer im Herbst ist auf dem Gelände des Klosters Knechsteden bei Dormagen das renommierte Festival Alte Musik Knechtsteden eine Woche zu Gast.

Der Gründer und künstlerischer Leiter Hermann Max spricht im Interview über das Motto in diesem Jahr und was im Auftaktkonzert Beethovens berühmte Sinfonie Nr. 5 mit dem eher unbekannten Oratorium über das Jüngste Gericht von Joseph Eybler (1765-1846) verbindet.

Das Auftaktkonzert ist am 22. September 2018 um 20 Uhr im Kloster Knechtsteden.

Außerdem in der Sendung:

Die „ultimative“ Messvertonung: „Missa ultima“ in g von Johann Adolph Hasse (1699-1783)…..

Link zur Sendung:  https://www.domradio.de/radio/sendungen/domradio-musica/hermann-max-ueber-vertonungen-zum-juengsten-gericht

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sendung:  Sonntag Bach-Kantate 

Die Sonntagskantaten des Thomaskantors gespielt und erklärt.

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Tages-Programm:

http://www.erf.de/radio/erf-plus/tagesprogramm/4167?reset=1

Livestream:

http://www.erf.de/livestream?radio=erfplus

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ERF – Plus  (Evang. – Rundfunksender)

Sonntag, 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr

Bach-Kantate

Kantate BWV 138  „Warum betrübst du dich, mein Herz“ “

Kantate zum 15. Sonntag nach Trinitatis!

Zu dieser Sendung liegen aktuell keine weiteren Informationen vor.

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Videos: 

mit Bach-Kantaten für den 15. Sonntag nach Trinitatis

BWV 51  –  Jauchzet Gott in allen Landen

BWV 99 – Was Gott tut, das ist wohlgetan

BWV 138  – Warum betrübst du dich, mein Herz

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/ YouTube: BW 51 –  Jauchzet Gott in allen Landen“ (Interpret: Diethard Hellmann )

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/YouTube: BWV 99 –  Was Gott tut, das ist wohlgetan – (Interpret: Bachstiftung St.Gallen)

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/YouTube: BWV 138  –  Warum betrübst du dich, mein Herz(Interpret: Sigiswald Kuijken)

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Video:  Außerhalb des liturgischen Sonntags:

J.S. Bach Cantata BWV 100Was Gott tut, das ist wohlgetan“ 

(Kantate zu einer Hochzeit?)

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Kantaten-Beschreibungen von „Sir John Eliot Gardiner“ 

ist als PDF-Download nachstehend hinterlegt !

  Sir Gardiners Kantaten-Beschreibungen zum 15. Sonntag nach Trinitatis

                   Gardiner Reisetagebuch SDG 104   zum Download als PDF


CD’s vom Label monteverdi.uk J.E. Gardiner!

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Bachfest Leipzig vom 14. – 23. Juni 2019

zum Programm als PDF

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Video vom Thomanerchor

Johann Sebastian Bach (1685-1750) ♪ Cantata BWV 23, „Du wahrer Gott und Davids Sohn“

 i. Duet aria (soprano, alto): Du wahrer Gott und Davids Sohn

ii. Recitative (tenor): Ach! gehe nicht vorüber

iii. Chorus: Aller Augen warten, Herr

iv. Chorale: Christe, du Lamm Gottes

Thomaner Johannes Hildebrandt, soprano  Thomaner Jakob Feyer, soprano

Thomaner Jakob Wetzig, alto  Thomaner Henrik Weimann, alto

Tobias Hunger, tenor  Gotthold Schwarz, bass

Thomanerchor Leipzig   Gewandhausorchester Leipzig

Leitung: Thomaskantor Georg Christoph Biller

Rondeau Production 2014

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Ich wünsche allen Besuchern ein schönes Wochenende!

Herzliche Grüße 

Volker

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Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Vesperae solennes de confessore KV 339

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) Vesperae solennes de confessore KV 339

                Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Wolfgang Amadeus Mozart, mit vollständigem Taufnamen: Joannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart * 27. Jänner 1756 in Salzburg, Fürsterzbistum Salzburg, † 5. Dezember 1791 in Wien, Erzherzogtum Österreich, war ein Salzburger Musiker und Komponist der Wiener Klassik. Sein umfangreiches Werk genießt weltweite Popularität und gehört zum Bedeutendsten im Repertoire klassischer Musik. Er selbst nannte sich meist Wolfgang Amadé Mozart.

Zum Werk: „Vesperae solennes de confessore KV 339

Die Vesperae solennes de Confessore KV 339 wurden 1780 von Wolfgang Amadeus Mozart komponiert. Sie folgen der katholischen Liturgie für eine Vesper und umfassen sechs Sätze, darunter fünf Psalmen aus dem Alten Testament und das Magnificat aus dem Lukasevangelium. Der Name de Confessore weist darauf hin, dass die Vesperae für den liturgischen Festtag eines heiligen Bekenners, z. B. eines heiligen Bischofs, verfasst wurden, solennes bedeutet „feierlich“ und weist auf eine Orchesterbesetzung mit Pauken und Trompeten hin.

                                                   Kölner Kammerchor und Collegium Cartusianum

Die Vesperae sind für Solisten (Sopran, Alt, Tenor und Bass), vierstimmigen Chor, 2 Trompeten, Pauken, 3 Posaunen, 2 Violinen und Generalbass (Violoncello, Kontrabass, Fagott und Orgel) komponiert. Besonders bemerkenswert ist die Sopranarie in Laudate Dominum. Alle Sätze enden mit der Doxologie Gloria Patri.

Die Sätze sind:

1. Dixit (Psalm 110 (109)
2. Confitebor (Psalm 111 (110) VULGATA – Vers)
3. Beatus vir (Psalm 112 (111) VULGATA)
4. Laudate pueri (Psalm 113 (112) VULGATA)
5. Laudate Dominum (Psalm 117 (116) VULGATA)
6. Magnificat (Lukas 1,46-55 VULGATA)

Mozart komponierte das Werk während seiner Tätigkeit als Hofkomponist für den Erzbischof von Salzburg Hieronymus von Colloredo.

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Ausführende:

Cornelia Samuelis (Sopran) Ursula Eittinger (Alt)
Benoît Haller (Tenor) Markus Flaig (Bass)
Kölner Kammerchor / Collegium Cartusianum /
Dirigent: Peter Neumann

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Antonio Vivaldi (1678-1741) – Motette „Lauda Jerusalem – Psalm 147“ – RV 609

Antonio Vivaldi (1678-1741) – Motette „Lauda Jerusalem – Psalm 147“ – RV 609

Antonio Lucio Vivaldi (* 4. März 1678 in Venedig; † 28. Juli 1741 in Wien) war ein venezianischer Komponist und Violinist des Barocks.

                                             Antonio Vivaldi (1678-1741)

Antonio Vivaldi hat auf den Text von Psalm 147 Bezug genommen.

Der Psalm 147 ist Bestandteil des Psuke desimra aus dem jüdischen Morgengebet und wird dabei täglich rezitiert. Im christlichen Stundengebet ist Psalm 147 Bestandteil der Laudes am Freitag der zweiten und vierten Woche. Der Psalm 147 wurde vielfach vertont von verschiedenen Barock-Komponisten.

                                Dirigent: Claudio Astronio

Erst in jüngsten Jahren findet auch Antonio Vivaldis umfangreiches geistliches Werk wieder Beachtung. Häufig findet sich hier der gleiche schwungvolle, virtuose Stil und eine ähnliche Experimentierfreudigkeit wie in seinen Solokonzerten.

Vivaldi war nicht nur in Norditalien sehr einflussreich, sondern auch im deutschen Raum. Johann Georg Pisendel verbreitete nach seiner Italienreise Vivaldis Techniken am Dresdner Hof. Johann Sebastian Bachs Stil machte unter dem Einfluss Vivaldis eine tiefgreifende Weiterentwicklung durch; unter anderem transkribierte Bach mehrere Konzerte für Cembalo und für Orgel.

                                                                  BOZEN BAROQUE ORCHESTRA 

Das BOZEN BAROQUE ORCHESTRA wurde 2006 vom Dirigenten Claudio Astronio gegründet. In der internationalen Szene seit 1996 hieß die Gruppe früher „Harmonices Mundi“. Die Mitglieder des Orchesters mit Sitz in Bozen leben in Norditalien und spielen regelmäßig in den führenden europäischen Ensembles für Alte Musik. Bekannt für sein innovatives und bahnbrechendes Programm, führt das BBO die selten gespielten Motetten für Doppelchor und Orchester von Antonio Vivaldi auf.

Ausführende:

Susanne Ryden und Gemma Bertagnolli, Sopran
Bozen Baroque Orchestra / Harmonices Mundi
Bozen Baroque Choir

Dirigent: Claudio Astronio


Jelenia_G._Church_ascending Kopie

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J.S. Bach BWV 232 „h-moll Messe“ Herbert Blomstedt von 2005 aus der Thomaskirche Leipzig

J.S. Bach BWV 232 „h-moll Messe“ Herbert Blomstedt von 2005 aus der Thomaskirche Leipzig

Die h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach, BWV 232, ist eine der bedeutendsten geistlichen Kompositionen. Es handelt sich um J.S. Bachs letztes großes Vokalwerk und seine einzige Komposition, der das vollständige Ordinarium des lateinischen Messetextes zugrunde liegt.

                                          Dirigent Herbert Blomstedt  –  (Foto: Gert Mothes)

Gelegentlich wird sie infolge einer Zuschreibung der Romantik auch Hohe Messe in h-Moll genannt. Dem Typus nach handelt es sich um eine Missa solemnis, die aus 18 Chorsätzen und 9 Arien besteht. Bach komponierte 1733 zunächst eine Missa aus Kyrie und Gloria. Gegen Ende seines Lebens stellte er die übrigen Sätze aus Bearbeitungen früher komponierter Sätze, überwiegend aus seinen Kantaten, und neuen Kompositionen zusammen. Das Manuskript von 1748/1749 gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe.

Die hohe Wertschätzung der Messe spiegelt sich seit dem 19. Jahrhundert in zahlreichen superlativischen Beschreibungen und der Bezeichnung als „Hohe Messe“ wider. Der Bach-Biograph Philipp Spitta urteilte 1880: „Von Bachs Compositionen könnte alles verloren gehen, die H moll-Messe allein würde bis in unabsehbare Zeit von diesem Künstler zeugen, wie mit der Kraft einer göttlichen Offenbarung.“

Im Gegensatz zu anderen Vokalwerken Bachs, den Kantaten, Oratorien und Passionen, die nach seinem Tod für fast 100 Jahre weitgehend in Vergessenheit gerieten, stand die h-Moll-Messe in hohem Ansehen und genoss einen legendären Ruf. Der Musikwissenschaftler Friedrich Blume hielt sie für „eines der eindrucksvollsten Zeugnisse, das die Geschichte kennt, für jenen überkonfessionellen und gesamteuropäischen Geist, der die Musik am Ausgang des Barockzeitalters durchdrungen hat“. Heute gehört die etwa zweistündige, anspruchsvolle Messe zum Standard-Repertoire professioneller Chöre und wird von den großen Bachwerken weltweit am häufigsten aufgeführt.

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Video:  Zum Starten in das Foto oder diesen Text anklicken !

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J.S. Bach BWV 232 „h-moll Messe“ mit Herbert Blomstedt

„Nichts, was J.S. Bach geschrieben hat, ist so umfassend wie die h-moll-Messe – nicht einmal die großen Passionen.“ – In diesen Worten spürt man eine besondere Beziehung Herbert Blomstedts zu Bachs Monumentalwerk. Eine Live-Aufnahme vom Bachfest Leipzig am 8. Mai 2005 aus der Thomaskirche Leipzig.

Mit seiner „Missa tota“ – einer voll durchkomponierten fünfsätzigen Messe gemäß dem katholischen Ritus, abweichend von der im protestantischen Raum verwendeten Kurzform – beschäftigte sich J.S. Bach fast 30 Jahre lang; das „Et incarnatus est“ aus dem „Credo“- Abschnitt wurde zu seiner letzten vollendeten Komposition. So erscheint die h-moll-Messe als klingendes Vermächtnis, über das Herbert Blomstedt in einem Gespräch mit der Journalistin Julia Spinola bewundernd sagte: „Schon der Reichtum an Formen ist erstaunlich und der innere Reichtum ist es umso mehr.“

Ausführende:

Ruth Ziesak, Sopran;  Anna Larsson, Alt

Christoph Genz, Tenor Dietrich Henschel, Bass

Gewandhaus-Orchester Leipzig  &  Gewandhaus-Kammerchor Leipzig

Dirigent: Herbert Blomstedt

Eine Live-Aufnahme vom Bachfest Leipzig am 8. Mai 2005 aus der Thomaskirche Leipzig.

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ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk BWV 572 „Fantasie in G-Dur“ – Pièce d’Orgue!

ALL OF BACH veröffentlicht das Orgelwerk BWV 572 „Fantasie in G-Dur“ – Pièce d’Orgue!

                                                        Evangelische St. Katharinenkirche Hamburg

JOS VAN VELDHOVENS 10 LIEBLINGSARBEITEN

Diese Woche BWV 572 „Veni, vidi, vici“

Eine Hommage an „unseren“ Jos van Veldhoven: Jeden Freitag eines der 10 Lieblingswerke von Jos van Veldhoven, der nach 35 Jahren als künstlerischer Leiter die Niederländische Bachgesellschaft verlässt.

Jos van Veldhoven über sein Lieblings-Orgelwerk Fantasia in G-Dur, BWV 572: „Welchen besseren Performer könnte man sich für diese majestätische Fantasie wünschen als Leo van Doeselaar? Und er spielt die wunderbare neue Bach-Orgel der St. Katharinenkirche Hamburg, die gebaut wurde von dem holländischen Orgelbauer Flentrop. Die alte Orgel, auf der Bach 1720 gespielt hat, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Hören Sie nur auf die glorreiche Auferstehung! “

                     St. Katharinenkirche in Hamburg – Restaurierung: Orgelbauer Flentrop in 2013.

Diese majestätische Übung im französischen Stil entstand vor 1717. In dieser Zeit kopierte Johann Sebastian Bach das Livre d’Orgue von 1700 durch den französischen Organisten und Komponisten Nicolas de Grigny, der den französischen Stil beherrschen wollte. Die Art und Weise, wie er diesen Stil in der Pièce d’Orgue prägte, ist gleichermaßen bewundernswert und schillernd. Ganz im Stil, werden die drei Sätze nacheinander Très virtement, Gravement und Lentement genannt, aber sie geben dem Stück nur den Anschein, als seien es drei Teile. Sie sind auch nicht alle so französisch, wie Sie vielleicht erwarten.

Tatsächlich dreht sich das Stück um den überwältigenden Zentralsatz, der mit allen erledigten Stopps (Grand Plein Jeu) gespielt werden soll, wie es in ähnlichen Stücken von französischen Organisten üblich war. Ihm geht ein kurzes, nervös klingendes Vorspiel voraus, dem eine fast neurotische Coda folgt. Zusammen könnten die drei Sätze ebenso gut als freie Fantasie interpretiert werden, und eine der Versionen des Stücks hat unter diesem Titel tatsächlich überlebt.

Die Pièce d’Orgue ist in Bachs Oeuvre einzigartig. Obwohl es sich um eine Übung im französischen Stil handelt, könnte sie durchaus mit dem im Herbst 1717 in Dresden stattfindenden Klavierwettbewerb in Verbindung stehen, in dem Bach sich gegen den eingebildeten französischen Virtuosen Louis Marchand (1669-1732) durchsetzen sollte zu dieser Zeit durch Deutschland reisen. Der Wettbewerb fand jedoch nie statt, da der französische Keyboard-Zauberer gehört haben soll, dass Bach sich darauf vorbereitet hat und in Eile auf den Fersen war.

Also fuhr J.S. Bach fort, einem perplexen Publikum eine Soloperformance zu geben. Es gibt keine Details darüber, was er aufgeführt hat, aber J.S. Bachs Nachruf bezieht sich auf ein Improvisationsduell und nennt einen Salon als Ort. Das Cembalo wäre daher eine wahrscheinlichere Waffe des Kampfes als das Organ. Aber ist es wirklich so undenkbar, dass Bach in Vorbereitung auf seinen Showdown einen französischen „Tribut“ an seinen Gegner komponiert hat? Auf jeden Fall kann es keinen Zweifel geben, wenn Marchand dieses Stück tatsächlich gehört hätte, hätte es ihm Angst gemacht.

Video:  Zum Start in das Foto oder diesen Text anklicken!

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BWV 572

TITEL
Fantasie in G-Dur

BEINAME
Pièce d’Orgue

GENRE
Orgelarbeit

JAHR
Vor 1717

STADT (J.S. Bach in Weimar)
Weimar

Besondere Hinweise
Bach überarbeitete das Stück in Leipzig.

VERÖFFENTLICHUNGSDATUM
18. Dezember 2015

AUFNAHMEDATUM
21. Oktober 2014

LAGE
St. Katharinenkirche in Hamburg

ORGANIST
Leo van Doeselaar

ORGAN
Verschiedene Erbauer zw. dem 15. und 19. Jahrh. Restaurierung: Orgelbauer Flentrop in 2013.

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Ich wünsche allen viel Freude mit dem BWV 572!

Herzliche Grüße

Karin

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Ludwig van Beethoven (1770-1827) – Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61 – Sergey Khachatryan (Violine)

Ludwig van Beethoven (1770-1827) – Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61 – Sergey Khachatryan (Violine)

Ludwig van Beethoven (1770–1827) Gemälde von Joseph Karl Stieler von 1820.

Ludwig van Beethoven (getauft 17. Dezember 1770 in Bonn, Kurköln; † 26. März 1827 in Wien, Kaisertum Österreich) war ein deutscher Komponist und Pianist. Er führte die Wiener Klassik zu ihrer höchsten Entwicklung und bereitete der Musik der Romantik den Weg.

Zu Beginn seiner musikalischen Karriere machte sich Beethoven zunächst als Klaviervirtuose einen Namen. Zu seinen Stärken gehörte das freie Improvisieren und Fantasieren auf dem Instrument. Nach dem Umzug von Bonn nach Wien führte ihn sein Talent bald in die höchsten gesellschaftlichen Kreise der habsburgischen Metropole.

Mit der Verschlechterung seines Gehörs konzentrierte sich Beethoven mehr und mehr aufs Komponieren. Während andere Komponisten ihre Werke oft schnell zu Papier brachten, rang Beethoven um jede Note. Immer wieder wurde nachgearbeitet und verbessert. Aus seinem umfangreichen konzertanten Werk stechen insbesondere seine neun Sinfonien hervor. Daneben schuf er u. a. fünf Klavierkonzerte, ein Violinkonzert, mehrere Ouvertüren, die Oper Fidelio, die Missa solemnis sowie eine Vielzahl kammermusikalischer Werke. Beethoven ist seinem Anspruch, ein bleibendes musikalisches Werk für die Nachwelt zu hinterlassen, gerecht geworden. Seine Popularität ist ungebrochen, und heute gehört er zu den meistgespielten Komponisten der Welt.

Lorenzo Viotti und Sergey Khachatryan mit der Camerata Salzburg bei den Salzburger Festspielen

Die Salzburger Festspiele sind seit jeher nicht nur der Treffpunkt der prägendsten Künstler ihres Fachs, sondern bieten auch ein Forum für solche, die es werden wollen und können.

Mit gerade mal 25 Jahren gewann der Dirigent Lorenzo Viotti den Young Conductors Award bei den Salzburger Festspielen. „Ich konnte mit der Camerata Salzburg vom ersten Moment weg eine spezielle Beziehung erleben“, so Viotti über das Orchester, das die Wettbewerbsteilnehmer dirigieren dürfen. Der gebürtige Schweizer tritt in die Fußstapfen seines Vaters Marcello Viotti und zählt zu den talentiertesten Dirigenten seiner Generation.

Nach Debüts u. a. beim Königlichen Concertgebouw-Orchester, bei den Wiener Symphonikern und beim Verbier Festival Chamber Orchestra kehrt er als Gastdirigent zur Camerata Salzburg zurück. Auf dem Programm steht Beethovens Violinkonzert D-Dur op. 61. Gemeinsam mit dem technisch exzellenten und erzählerisch begabten Geiger Sergey Khachatryan aus Armenien, schlüpfen Orchester, Dirigent und Solist – getreu der Partitur des Violinkonzerts – dramaturgisch gekonnt in wechselseitige Hauptrollen.

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Beethoven komponierte das Werk für den befreundeten Geigenvirtuosen Franz Clement (1780–1842), der es am 23. Dezember 1806 in einem seiner Konzerte im Theater an der Wien zur Uraufführung

Anfänglich hatte das einzige Violinkonzert Beethovens genau deswegen Schwierigkeiten beim Publikum: Für zu wenig exponiert und virtuos befand man die Rolle des Solisten, für zu stark den symphonischen Charakter des Orchesters. Erst 1844, 17 Jahre nach Beethovens Tod, kam es zu einem Durchbruch, als der damals 12-jährige Joseph Joachim das Konzert als Solist zur Neuaufführung brachte, mit einem Londoner Orchester unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy. Seither gehört es zu den wichtigsten Werken der Konzertliteratur für Violine.

Ausführende:

Sergey Khachatryan (Violine)
Camerata Salzburg
Musikalische Leitung: Lorenzo Viotti

Salzburger Festspiele 2017
Aus dem Großen Saal der Stiftung Mozarteum

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Ergänzungen von All OF BACH zum BWV 151 – Kantate „Süßer Trost, mein Jesus kömmt“ – alte Veröffentlichung vom 22.12.2017

Ergänzungen von All OF BACH zum BWV 151 – Kantate „Süßer Trost, mein Jesus kömmt“ – alte Veröffentlichung vom 22.12.2017

JOS VAN VELDHOVENS 10 LIEBLINGSARBEITEN

                                                          Jos van Veldhoven (Holländischer Dirigent)

Diese Woche BWV 151 – Klein und voller Wunder

Eine Hommage an „unseren“ Jos van Veldhoven: Jeden Freitag eines der 10 Lieblingswerke von Jos van Veldhoven, der nach 35 Jahren als künstlerischer Leiter die Niederländische Bachgesellschaft verlässt.

Jos van Veldhoven über seine Lieblingskantate „Süßer Trost, mein Jesus kömmt“BWV 151 „In dieser, kleinen ‚Kantate für den dritten Weihnachtstag hört man eine der bewegendsten Arien, die Bach je geschrieben hat. Der Sopran und die Flöte singen Sie ein Wiegenlied für das zerbrechliche Kind in der Krippe. Und wer könnte es besser für uns singen als Maria Keohane (Sopran)? “

Diese Weihnachtskantate dreht sich um Verwunderung und Demut. In einer der schönsten Arien, die Bach je geschrieben hat, bringt die Sopranistin das zerbrechliche Kind in der Krippe zum Staunen. Es beginnt mit einem Wiegenlied, begleitet von einer Flöte, die von Oboe d’amore und Streichern getragen wird. Die Atmosphäre erinnert an die Pastorale im zweiten Satz des Weihnachtsoratoriums. Im mittleren Teil der Arie ändert sich die Stimmung zu einer Freude, und die Taktung geht vom 12/8 zum 4/4.

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Die Intimität dieser Kantate wird durch die Tatsache verstärkt, dass der gesamte Text in der ersten Person geschrieben ist und dass es bis auf den abschließenden Choral keinen vierteiligen Gesang gibt. Für jeden der Solisten gibt es jedoch ein Rezitativ oder eine Arie. Das Alt ist eine schöne Beschreibung der Kontraste in der Geschichte der Geburt: die Armut Jesu bringt uns Reichtum und seine Demut bringt uns die Erlösung. Bach illustriert dies mit unlogischen Sprüngen, Chromatik und Seufzern. Selbst der abschließende Choral ist gedämpft.

Nachstehend geht es zum Original-Beitrag vom 22.12.2017

ALL OF BACH veröffentlicht die Kantate – BWV 151 „Süßer Trost, mein Jesus kömmt“

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„Ich wünsche allen viel Freude mit der Kantate BWV 151

Herzliche Grüße

Karin

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