Einen „Kantaten-Ring“ mit 33 Bach-Kantaten gab es beim diesjährigen Bachfest Leipzig zu hören!

Einen „Kantaten-Ring“ mit 33 Bach-Kantaten gab es beim diesjährigen Bachfest Leipzig zu hören!

Renommierte Bach-Interpreten wie John Eliot Gardiner, Ton Koopman oder Dorothee Mields haben ihn dargeboten. MDR KULTUR-Musikexperte Claus Fischer hat als bekennender Bachfan den Selbstversuch gewagt und den „Kantaten-Ring“ besucht. 27 Kantaten hat er geschafft, doch er hatte einen triftigen Grund für die Verkürzung. Als Leipziger besucht Fischer so oft die Thomaner-Konzerte, dass er auf deren Aufführungen beim „Kantaten-Ring“ der Kondition zuliebe verzichtete.

33 Bach-Kantaten gab es beim diesjährigen Bachfest Leipzig als Konzert-Marathon zu hören. Das Ganze nannte sich „Kantaten-Ring“, in Anlehnung an Richard Wagners „Ring des Nibelungen“. Die renommiertesten Bach-Interpreten der Welt haben dafür in der Thomas- und der Nikolaikirche gesungen und musiziert.

Komponiert hat Bach insgesamt weit mehr als 33 Kantaten, erhalten blieben etwa 200. Beim Bachfest führte man mit 33 Kantaten also nur einen kleinen Teil auf. Die Auswahl der Werke erfolgte hochkarätig: durch Michael Maul, Intendant des Bachfestes; den britischen Dirigenten und Präsidenten des Bach-Archivs, Sir John Eliot Gardiner sowie Bach-Archiv-Direktor Peter Wollny. Jeder hat die in seinen Augen wichtigsten Kantaten aufgeschrieben. Und das Erstaunliche: 15 Kantaten, also fast die Hälfte, hatten alle drei auf ihrer Liste. Nach einem Abgleich einigte man sich auf 33. Da eine Kantate zwischen 20 und 30 Minuten dauert, ergibt sich für den Leipziger „Kantaten-Ring“ eine stattliche Gesamtmusizierzeit von ca. 14 Stunden. Diese wurde auf zehn Konzerte verteilt.

Man könnte erwartet, dass die Kantaten ziemlich ähnlich klingen, das stimmt bei Bach aber überhaupt nicht. Dieser Werkskosmos ist, um mal ein Bild zu gebrauchen, wie ein Meer, in dem man immer wieder auf eine Insel stößt, voll von überraschender Vegetation. Da gibt es Französische Ouvertüren in die ein Choral hineingewoben ist, da gibt es die schönsten Liebesduette der Musikgeschichte, wobei es um die Liebe der gläubigen Seele zu Christus geht. Außerdem Sturmgebraus und Feuerflammen-Arien, wie man sie auch aus Barockopern von Händel kennt und festliche Chöre mit Pauken und Trompeten.

                                         Universitätsgottesdienst in St. Pauli Leipzig

Angeordnet waren die „Ring-Kantaten“ nach dem Lauf des Kirchenjahres, für das Bach seine Kantaten ja komponiert hat, immer zu den Evangelientexten, die der Pfarrer vortrug. Schön war, dass diese Texte auf die Bach sich bezieht, alle von den heutigen Geistlichen von St. Thomas und St. Nikolai vorgelesen wurden.

Es gab beim „Kantaten-Ring“ zahlreiche besondere Momente, so dass man sie gar nicht aufzählen kann. Die herrlichen Kontraste, die John Eliot Gardiner mit Chor und Orchester hörbar gemacht hat, das war sehr emotionsgeladen, etwa beim Eingangschor der Kantate „Es erhub sich ein Streit“ zum Michaelisfest. Bei Ton Koopman gab es berückende Momente in den Chorälen, er hat sehr organisch musiziert, am Pulsschlag ausgerichtet. Bei Hans-Christoph Rademann und der Gaechinger Cantorey waren die Chorpassagen großartig, das hatte CD-Qualität. Dazu die wunderbaren Solostimmen bei allen Ensembles. Der Bass Klaus Mertens in der Kantate „Ich habe genug“ oder die Sopranistin Dorothee Mields mit herrlichen Arien…..

Weiter zum ganzen Artikel:

https://www.mdr.de/kultur/kantaten-ring-beim-bachfest-leipzig-im-selbstversuch-100.html

Ein Beitrag von Claus Fischer, MDR KULTUR-Musikexperte

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Video: J.S. Bach BWV 226 Motette „Der Geist hilft unser Schwachheit auf“

Leipziger Vokalkollektiv – Junges Sächsisches Bachensemble Live im Gottesdienst der Universitätskirche St. Pauli am Sonntag, 10.6.2018 zum Bachfest 2018 in Leipzig.

Leitung: Konrad Schöbel


Ein weiterer fundierter Bericht über den Kantaten-Ring

in der FAZ.NET – Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Kommet zuhauf: Mit seinem „Kantaten-Ring“ zieht das Bachfest Leipzig ein Massenpublikum an und kann dieses auch begeistern.

„Die internationale Gemeinde von Johann Sebastian Bach ist nur mit der Richard Wagners zu vergleichen: an bedingungsloser Hingabe sowieso – und neuerdings auch an Kondition und Durchhaltevermögen. Wagner persönlich wäre wohl blass (und neidisch?) geworden, wenn er erlebt hätte, was sich dieser Tage im fußläufigen Umkreis seiner Leipziger Geburtsstätte beim dortigen Bachfest ab- (und nebenbei als „Kantaten-Ring“ auch auf sein Musikepos an-)spielte…“

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Impressionen vom Bachfest Leipzig 2018 – Kantaten-Ring Nr. 9 – Ton Koopman – Thomaskirche am 10.6.2018

Impressionen mit Videos vom Bachfest Leipzig 2018 – Kantaten-Ring Nr. 9 – Ton Koopman – Thomaskirche am Sonntag, 10.6.2018

Den Sonntagnachmittag am 10. Juni 2018 gestaltete wiederum mit höchster Bach-Kompetenz in der Thomaskirche mit dem Kantaten-Ring Nr. 9 als seinen Abschluss: Ton Koopmann mit Bachs Kantaten zum 16. Sonntag nach Trinitatis – wie folgt:

„Komm, du süße Todesstunde“ (BWV 161)

„Komm, du süße Todesstunde“, BWV 161, ist eine Kantate von Johann Sebastian Bach. Sie wurde in Weimar vermutlich für den 6. Oktober 1715 (16. Sonntag nach Trinitatis) sowie für Mariä Lichtmess komponiert. Eine erneute Aufführung fand vermutlich am 16. September 1725 in Leipzig statt.

Ausführende:

Martha Bosch (Sopran), Maarten Engeltjes (Countertenor),

Tilman Lichdi (Tenor), Klaus Mertens (Bass),

Amsterdamer Barockorchester und Chor

Leitung: Ton Koopmann

Liebster Gott, wenn werd ich sterben (BWV 8)

„Liebster Gott, wenn werd ich sterben?“ (BWV 8) ist eine Choralkantate auf den 16. Sonntag nach Trinitatis von Johann Sebastian Bach. Sie wurde am 24. September 1724 uraufgeführt.

„Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“ (BWV 27)  

„Wer weiß, wie nahe mir mein Ende?“ (BWV 27) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1726 in Leipzig für den 16. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 6. Oktober 1726 erstmals auf.

„Christus, der ist mein Leben“ (BWV 95)

„Christus, der ist mein Leben“ (BWV 95) ist eine Kirchen-Kantate von Johann Sebastian Bach. Er komponierte sie 1723 in Leipzig für den 16. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 12. September 1723 erstmals auf.

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Foto-Impressionen von dieser Veranstaltung in der Thomaskirche:

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Eine Zugabe von Ton Koopman beendete den Kantaten-Ring Nr. 9 in der Thomaskirche Leipzig! Es war ein gelungener Kantaten-Abend der die Aufführenden mit einem frenetischen Beifall in den Sonntagabend entließ!

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Rezensionen vom Kantaten-Ring zum Bachfest Leipzig 2018

Rezensionen vom Kantaten-Ring zum Bachfest Leipzig 2018

Liebe Bach-Freunde!

Hier gibt es großartige Artikel über den Kantaten-Ring vom Bachfest Leipzig 2018 zu lesen:

https://klassik-begeistert.de/kantaten-ring-2018-bachfest-leipzig/

Ich wünsche viel Vergnügen beim Lesen!

Herzliche Grüße
Volker

J.S. Bach – Kantate BWV 19 „Es erhub sich ein Streit“ Ausschnitte!

J.S. Bach – Kantate BWV 19 „Es erhub sich ein Streit“ J.E. Gardiner, Monteverdi Choir

Sonntag 10.06.2018 – Bachfest Leipzig 2018
No 50 Kantaten-Ring 10
Nikolaikirche Leipzig 20:00 Uhr
 J. S. Bach: „Es erhub sich ein Streit“, BWV 19Ausschnitte vom Bachfest Leipzig
Julia Doyle (Sopran), Hana Blažíková (Sopran),
Reginald Mobley (Altus), Peter Harvey (Bass),
Monteverdi Choir, English Baroque Soloists,
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Es war ein fantastischer Kantatenabend den ich nie vergessen werde.  Leipzig Du bist wunderbar mit deinen fantastischen Bach-Interpreten..!!

GLORIA SEI DIR GESUNGEN!

Dieses Video zeigt, wie der Ring der Kantaten am Sonntagabend, 10.6.2018  nach 18 Stunden Musik in Bachs St. Nikolaus Kirche endete. Viele Besucher erzählten uns später, dass es der emotionalste Moment in ihrem Konzertleben war. Und tatsächlich: Musiker und Besucher hatten Tränen in den Augen, als die letzten Takte von „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ verblassten.

Bach scheint Menschen wie kein anderer zu vereinen. Danke an alle gesegneten Ringreisenden und all diese wunderbaren Musiker – Monteverdi Chor & Orchester, John Eliot Gardiner, Hans-Christoph Rademann, Gaechinger Kantorei, Ton Koopman, Amsterdamer Barockorchester & Chor, Masaaki Suzuki, Bach Collegium Japan, Thomaskantor Gotthold Schwarz, Thomanerchor Leipzig, David Timm und der Leipziger Universitätschor – für die Teilnahme an dieser herausragenden Veranstaltung!

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Eröffnungs-Konzert Bachfest Leipzig 2018 am Freitag 8.6.2018 in der Thomaskirche!

Eröffnungs-Konzert Bachfest Leipzig 2018 am Freitag 8.6.2018 in der Thomaskirche!

Eröffnungskonzert-Bachfest 2018 Leipzig Freitag 08.06.2018 » 17:00 Uhr Thomaskirche Leipzig

Johann Sebastian Bach (1675-1750) Toccata und Fuge d-Moll“ BWV 565

Johann Hermann Schein (1586-1630) „Herr Gott, dich loben wir(Te Deum laudamus)

J. S. Bach: Messe F-Dur, BWV 233

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) „Verleih uns Frieden gnädiglich“, MWV A11

Motetten aus dem Israelsbrünnlein von J. H. Schein und aus der Geistlichen Chormusik von Heinrich Schütz (1585-1672).

Vor genau 400 Jahren – im Jahre 1618 – komponierte der Leipziger Thomaskantor Johann Hermann Schein eines seiner prächtigsten geistlichen Konzerte, das 24-stimmige deutsche Te Deum »Herr Gott, dich loben wir«. Anlass für diese opulente Festmusik war die Hochzeit von Dorothea Sophia Möstel, der Tochter des amtierenden Bürgermeisters. Ein reichliches Jahrhundert später stellte Johann Sebastian Bach in Leipzig seine F-Dur-Messe zusammen und nutzte dabei das musikalische Material aus etlichen seiner Kantaten. In dem wiederum 100 Jahre später entstandenen Choralkonzert »Verleih uns Frieden gnädiglich« von Felix Mendelssohn Bartholdy spiegelt sich die große Bach-Verbundenheit des Komponisten wider.


Ausführende:

Thomasorganist Ullrich Böhme,

Gerlinde Sämann (Sopran), Anja Binkenstein (Sopran), Stefan Kahle (Alt),

Markus Brutscher (Tenor), Robert Pohlers (Tenor), Gun-Wook Lee (Bass),

Thomanerchor Leipzig, Gewandhausorchester Leipzig,

Stefan Altner (Orgel und Continuo-Orgel), Leitung: Thomaskantor Gotthold Schwarz

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