Schlagwort-Archive: SÄCHSISCHES BAROCKORCHESTER

Georg Philipp Telemann (1681-1767) Kantate „Wo soll ich fliehen hin“ TWV 1: 1724 – Kantate für den 22. Sonntag nach Trinitatis.

Georg Philipp Telemann (1681-1767) Kantate „Wo soll ich fliehen hin“ TWV 1: 1724 – Kantate für den 22. Sonntag nach Trinitatis.

Georg Philipp Telemann (* 14. März jul. / 24. März 1681 greg. in Magdeburg; † 25. Juni 1767 in Hamburg) war ein deutscher Komponist des Barock. Er prägte durch neue Impulse, sowohl in der Komposition als auch in der Musikanschauung, maßgeblich die Musikwelt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Georg Philipp Telemann verbrachte seine Jugendzeit ab 1697 in Hildesheim. Hier erhielt er eine maßgebliche Förderung, die seine musikalische Entwicklung entscheidend prägte.

Ab 1721 besetzte er als Cantor Johannei und Director Musices der Stadt Hamburg eines der angesehensten musikalischen Ämter Deutschlands, wenig später übernahm er die Leitung der Oper. Auch hier stand er weiterhin mit auswärtigen Höfen in Verbindung und veranstaltete für die städtische Oberschicht regelmäßige öffentliche Konzerte.

Mit einem achtmonatigen Aufenthalt in Paris 1737/38 erlangte Telemann endgültig internationalen Ruhm. Telemanns musikalischer Nachlass ist außerordentlich umfangreich und umfasst alle zu seiner Zeit üblichen Musikgattungen. Typisch für Telemann sind gesangliche Melodien, einfallsreich eingesetzte Klangfarben, vor allem im Spätwerk auch ungewöhnliche harmonische Effekte.

Die Instrumentalwerke sind oftmals stark von französischen und italienischen, gelegentlich auch folkloristischen polnischen Einflüssen geprägt. Im Zuge des gewandelten kulturgeschichtlichen Ideals wurde Telemanns Schaffen im 19. Jahrhundert kritisch betrachtet. Die systematische Erforschung des Gesamtwerks begann erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dauert aufgrund seines großen Umfangs an.



Ausführende:

Mitglieder Thomanerchor Leipzig   Sächsisches Barockorchester

Bass und Leitung: Thomaskantor Gotthold Schwarz 

—————————————-

Werbeanzeigen

J. S. Bach – Kantate BWV 33 „Allein zu dir, Herr Jesu Christ“

J. S. Bach – Kantate BWV 33 „Allein zu dir, Herr Jesu Christ“ (Thomanerchor in Stuttgart beim Musikfest 2018 )

                                  Thomanerchor Leipzig mit Thomaskantor Gotthold Schwarz

„Allein zu dir, Herr Jesu Christ“ BWV 33 J.S. Bach schrieb die Choralkantate 1724 für den 13. Sonntag nach Trinitatis und führte sie am 3. September 1724 erstmals auf. Sie beruht auf dem gleichnamigen Kirchenlied von Konrad Hubert (1540).

Die Kantate ist besetzt mit drei Gesangssolisten (Alt, Tenor und Bass), vierstimmigem Chor, zwei Oboen, zwei Violinen, Viola und Basso continuo

1. Coro: Allein zu dir, Herr Jesu Christ
2. Recitativo (Bass): Mein Gott und Richter
3. Aria (Alt): Wie furchtsam wankten meine Schritte
4. Recitativo (Tenor): Mein Gott, verwirf mich nicht
5. Aria (Tenor, Bass): Gott, der du die Liebe heißt
6. Choral: Ehr sei Gott in dem höchsten Thron

Gotthold Schwarz, der 17. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach, und der Thomanerchor Leipzig, begleitet vom Sächsischen Barockorchester: Eine ganz besondere, Leipziger »Sicht auf Bach« bereichert dieses Jahr das Musikfest Stuttgart! Im musikalischen Gepäck haben sie zwei Kantaten aus den Jahren 1724 und 1726, die von den Thomanern gerade erst an den beiden Sonntagen vor dem Musikfest im Gottesdienst der Thomaskirche aufgeführt worden sind. In ihnen geht es um die menschliche Gewissheit eines Aufgehoben-Seins in Gott (BWV 17: »Wie sich ein Vater erbarmet/über seine junge Kindlein klein«) und um die Zuversicht, dass Gott den Menschen aus allen Nöten befreien wird (BWV 33: »Ich ruf dich an, zu dem ich mein Vertrauen hab.«).

Ausführende:

STEFAN KAHLE (Countertenor)
WOLFRAM LATTKE (Tenor)
TOBIAS BERNDT (Bass)
THOMANERCHOR
SÄCHSISCHES BAROCKORCHESTER
THOMASKANTOR GOTTHOLD SCHWARZ (Dirigent)

Eine Aufnahme des SWR2 aus der Stiftskirche in Stuttgart am 5.9.2018

—————————————

————————————–