Eine Dirigentengeneration der 30-Jährigen drängt an die Pulte der besten Orchester

Hallo,

auch das ist ein Thema der Zukunft, junge Dirigenten erobern die Orchester der Welt. Uns in OWL sehr gut bekannt ist der ehemalige Leiter der „Nordwestdeutschen Philharmonie, Herford“ der 31. jährige Lette Andris Nelsons“ der für Furore gesorgt hat. Heute Chefdirigent des City of Birmingham Symphony Orchestra. Eine Generation der gläubigen Individualisten: bodenständig, ehrgeizig, fleißig, neugierig – und demütig.

Der 31-jährige Lette Andris Nelsons ehemals an der NWD Herford angestellt (Foto: DIE ZEIT)

Cornelius Meister aus Hannover ist 29 Jahre alt und wird von September an das Wiener Radio-Symphonieorchester leiten (Foto: DIE ZEIT)

Weitere Namen drängen sich auf und mischen die Dirigentenwelt mit ihrem unbekümmerten Stil auf.

Die Namen:

Großbritanien – Daniel Harding, USA -Alan Gilbert, Kanada – Yannick Nézet-Séguin, Estland – Anu Tali, Finnland – Susanna Mälkki, England – Robin Ticciati, Ossetien – Tugan Sokhiev, Deutschland – Cornelius Meister aus Hannover, Argentinien – Gustavo Dudamel, Lettland – Andris Nelsons.

Dirigentin Susanna Mälkki (40) aus Finnland (Foto: DIE ZEIT)

Schweizer Dirigent Simon Gaudenz

Simon Gaudenz gewann im Februar 2009 mit dem Deutschen Dirigentenpreis die höchstdotierte Auszeichnung für Dirigenten in Europa. Als international gefragter Gastdirigent dirigiert er zahlreiche renommierte Klangkörper, darunter das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das Orchestre National de France, das Tonhalle-Orchester Zürich, die Russische National-Philharmonie, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Sinfonieorchester Basel, die Philharmonischen Orchester von Monte Carlo, Lyon, Luxembourg und Strasbourg, das Konzerthausorchester Berlin, die Düsseldorfer, Nürnberger, Bremer und Stuttgarter Philharmoniker, das Beethoven Orchester Bonn, das Tiroler Sinfonieorchester und weitere.

Seine Konzerttätigkeit führte ihn nach Herford:

am Sonntag, 7. Februar 2010 in die St. Marienkirche Stift Berg zum Stifterkonzert der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford mit folgendem Programm:

Schubert Symphonie Nr. 5
Mozart Symphonie Nr. 40

Er leitete die Nordwestdeutsche Philharmonie Herford im Stifter-Konzert in der St. Marienkirche Herford. Hier erlebten wir einen jungen dynamischen und aufgeweckten Jung-Dirigenten, der souverän das Orchester leitete. Gaudenz verfügt über Kompetenz und weiß sie zu vermitteln. Sein Dirigat erinnert mich ein wenig an Barenboim in seinen Bewegungsabläufen. Er hat Charme und seine Ausstrahlung wirkte sich auf das Orchester aus. Er ist ein hoffnungsvolles Talent unter den Jung-Dirigenten und hat das Zeug, ein ganz Großer seiner Gilde zu werden.

————————————

Hier die Rezension der NW vom 9.2.2010

Stifter-Konzert der NWD in der St. Marienkirche Herford

Zur Vergrößerung in den Artikel klicken..!!

———————————————————–

Eine Vorstellung dieser jungen Garde von Dirigenten erfolgte in der Zeitung „DIE ZEIT“ und möchte damit unser allgemeines Wissen zu vertiefen helfen. Klickt den nebenstehenden Artikel in DER ZEIT an und ihr werdet mit dieser Klassik-Neuheit betraut werden.

Link: http://www.zeit.de/kultur/2010-01/junge-dirigenten

Schönen Sonntag und Gruß

Volker


Diese Seite zu Mister Wong hinzufügen


Werbeanzeigen

9 Gedanken zu „Eine Dirigentengeneration der 30-Jährigen drängt an die Pulte der besten Orchester

  1. Alex

    Von den Genannten kenne ich leider nur Daniel Harding mit einer sehr guten Brahms-Eispielung. Das Junge Anerkennung finden, ist aber keine Neuigkeit. Karajan war zu Karrierebeginn reichliche 20. Daniel Barenboim hat auch sehr früh angefangen. Und gut so! Die besten Aufnahmen sind meiner Beobachtung nach meist in der Frühzeit der Künstler entstanden, gilt auch für Instrumentalisten. Da mag der ewig jugendliche Gardiner eine rühmliche Ausnahme darstellen 🙂

    Antworten
  2. Volker

    Hallo Alex,

    ich hatte meinen Bericht am Sonntag verfasst und war anschließend mit meiner Frau in dem Stifter-Konzert der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford. Das war ein fantastisches Konzert mit einem Werk von Schubert und Mozart. Da muuste ich meinen Beitrag umgehend ergänzen mit diesem dynamischen Jung-Dirigenten aus der Schweiz: Simon Gaudenz.
    Ihn hatte die Nordwestdeutsche Philharmonie zu einigen Konzerten eingeladen. Nun waren wir Zeuge eines Konzertes, das alle begeistert hat. Seine Interpretation der Klassiker konnte nicht großartiger umgesetzt werden, das Orchester war in Höchstform und hatten mit Simon Gaudenz einen Glücksgriff getan. Das er in 2009 den Dirigenten-Nachwuchswettbewerb in Deutschland gewonnen hatte, erfuhr ich erst während des Konzertes. Er wirkte auf mich als ein hoffnungsvolles Talent, der seinen Weg zu einem Großen der Dirigenten-Gilde finden wird.

    Schön ist es, wenn man selber einmal solche Nachwuchskünstler live in einem Konzert erleben kann.

    Grüße
    Volker

    Antworten
  3. Martin

    Hallo zusammen,

    es gibt einen, der hier nicht erwähnt ist, zumindest aber denen bekannt ist, die 2008 in Köthen dabei waren: Matthew Halls. Er hat diese brillianten Cembalo-Partien der Brandenburgischen Konzerte gespielt, die auch auf der entsprechenden CD zu hören sind.
    Wie eigentlich alle, der unter Gardiner auftretenden Künstler hat er auch eine eigene sehr beachtliche Biografie. Und seit 2007 ist er Dirigent und künstlerischer Leiter des Retrospect Ensembles (www.retrospectensemble.com).

    Das Retrospect Ensemble setzt sich im Wesentlichen aus den Musikern zusammen, die in den meisten führenden englischen Ensembles auftreten.

    Die Formation geht aus dem Kings Consort hervor, das nach der unrühmlichen zwangsweisen Aufführungspause von Robert King nun eben von dessen Stellvertreter, Matthew Halls, weitergeführt wird. Da Robert King Inhaber der Namensrechte ist, war eine Umbenennung des Ensembles nötig.

    Eine besondere Situation entsteht nun, da Robert King in diesem Frühjahr selbst wieder mit dem Kings Consort (mit der Matthäuspassion) auf Tour gehen wird.
    Es wird also zwei Ensembles geben, die die gleiche Geschichte für sich beanspruchen und aufgrund der freischaffenden Tätigkeit der Mitglieder eben auch etliche Musiker „teilen“.

    Schöne Grüsse,
    Martin

    Antworten
  4. Volker

    Hallo Martin,

    danke für deine spektakulären Zusatz-Infomationen zu Matthew Halls, der als Cembalo-Spieler in den Brandenburgischen Konzerten beim Bachfest 2008 in Köthen so brillierte. Ich kann mich noch im Spiegelsaal an sein fantastisches Spiel erinnern, das war Einmalig.

    Du und alle anderen werden in seiner Fotogalerie noch so manch andere Gardiner-Getreue entdecken können, mir sind zwei Instrumentalisten sofort aufgefallen, ob ihr sie entdecken könnt? Diese Instrumentalist waren auch in Köthen im Bachsaal am Abend zu hören und einmal letztes Jahr in Arnstadt im Magdalena Consort anwesend.

    Link: http://www.retrospectensemble.com/gallery.html

    dabei in das erste Foto klicken, dann erscheint ein Pfeil rechts auf weitere Fotos. Bin einmal gespannt, ob sie erkannt werden.

    Schönes Wochenende und Gruß
    Volker

    Antworten
  5. Martin

    Hallo Volker,

    genau genommen sind es mindestens drei bekannte Gesichter:

    Matthew Truscott – Violine
    Jane Rogers – Viola
    Neil Brough – Trompete

    Schöne Grüsse und ebenfalls ein schönes Wochenende,
    Martin

    Antworten
  6. Volker

    Hallo Martin,

    genau, Jane Rogers habe ich auf den ersten Blick nicht erkannt, Matthew Truscott in Köthen und Arnstadt und mein Lieblings-Star-Trompeter: natürlich Neil Brough, der ist nicht zu übersehen. Danke für dein Statement.
    Gruß
    Volker

    Antworten
  7. Pingback: Ein Jung-Star als Dirigent gibt sein Debüt bei den Festspielen Bayreuth « Volkers Klassikseiten J.S. Bach

  8. Pingback: News vom 06.02.2012 aus der Klassikszene « Volkers Klassikseiten J.S. Bach

  9. Pingback: Ob wir Richard Wagner lieben oder hassen: Sein Genie kann niemand leugnen. | Volkers Klassikseiten J.S. Bach

Kommentar verfassen