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Radiotipp 29. April 2013 – 4. Mai 2013 – John Eliot Gardiner beim NDR und auf „Pilgerreise“


 

29.4.13

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NDR kultur
20.05 – 22.00
John Eliot Gardiner zum 70. Geburtstag
Maria-João Pires, Klavier
Robert Schumann: Klavierkonzert a-Moll op. 54
Manfred-Ouvertüre op. 115
Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 97 – Rheinische –
Aufzeichnung vom 21. November 1992 in der Laeiszhalle Hamburg
Eigentlich kommt John Eliot Gardiner ja aus der Alten Musik-Szene und gehört damit jenem Kreis von Musikern an, die mit kriminalistischem Scharfblick der Frage nachhängen, wie die kargen Notentexte der alten Meister eigentlich gemeint gewesen sein und wie sie geklungen haben könnten. Inzwischen haben sich die Vertreter der „historisch informierten“ Aufführungspraxis längst auch der klassischen und romantischen Musik zugewandt, oft mit verblüffenden Ergebnissen. „Selbst heute noch umgibt ein Gespinst aus Legende, Meinungsstreit und Missverständnis Schumanns große Orchesterwerke“, meint Gardiner. Er habe sich deshalb zum Ziel gesetzt, ein paar weitverbreitete Vorurteile zu entkräften, zum Beispiel die Behauptung, Schumann sei ein begabter Dilettant gewesen. Nach Gardiners Überzeugung weisen Schumanns Orchesterwerke nämlich, allen Vorurteilen zum Trotz, „einen Reichtum an Fantasie und eine bestürzende poetische Schönheit auf, die sich deutlich von der lyrischen Unmittelbarkeit eines Beethoven oder Schubert unterscheiden.“

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4.5.13

HR2
20.05 – 23.00
„A Cappella Pilgrimage“ mit dem Monteverdi Choir
Leitung: John Eliot Gardiner
Werke von Thomas Tallis und William Byrd sowie ihren Zeitgenossen in Flandern, Frankreich und Italien
(Aufnahme vom 18. Juni 2012 aus der Christ Church in Spitalfields, London)
Im kommenden Jahr kann der Monteverdi Choir sein fünfzigjähriges Bestehen feiern. John Eliot Gardiner gründete ihn noch als Student in Cambridge im Jahr 1964 und entwickelte ihn mit zahllosen Konzertauftritten und Schallplatten- und CD-Aufnahmen zu einem der vielseitigsten und renommiertesten Chöre weltweit. Nach dem Bach-Pilgerweg im Jahr 2000, als der Monteverdi-Choir das gesamte Kantatenwerk des Komponisten in mehr als sechzig Kirchen in ganz Europa präsentierte, beschreitet der Chor zu seinem fünfzigjährigen Jubiläum einen weiteren musikalischen Pilgerweg mit englischer a-cappella-Musik des 16. und 17. Jahrhunderts. Ausgangspunkt für diese Konzertreihe war bereits im vergangenen Jahr der Auftritt in der Londoner Spitalfields-Kirche mit wunderbaren polyfonen Chorwerken unter anderem der englischen Renaissance-Komponisten Thomas Tallis (1505-1585) und Willam Byrd (1543-1623). hr2-kultur sendet dieses Konzert heute Abend.

Radiotipp 22. – 28. April 2013 – Noch einmal: Happy Birthday John Eliot Gardiner


Noch einmal graben die verschiedenen Rundfunksender Aufnahmen mit John Eliot Gardiner aus Anlass seines 70. Geburtstages aus. Dazu übertragt die BBC live das Geburtstagskonzert von John Eliot Gardiner mit dem London Symphony Orchestra und Werken von Strawinsky aus London.
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22.4.13

rbb kulturradio
18.05 – 19.00
Alte Musik
Johann Sebastian Bach zu Besuch im Elsass
Auszüge aus der neuen Gesamteinspielung der Orgelwerke auf Instrumenten von Andreas und Johann Andreas Silbermann mit Ewald Kooiman, Ute Gremmel-Geuchen, Gerhard Gnamm und Bernhard Klapprott.

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NDR kultur
20.05 – 22.00
John Eliot Gardiner zum 70. Geburtstag
Benjamin Britten: War Requiem op. 66
Luba Orgonasova, Sopran
Anthony Rolfe Johnson, Tenor
Boje Skovhus, Bariton / Jürgen Lamke, Orgel
Monteverdi Choir / Tölzer Knabenchor
NDR Chor
Aufzeichnung vom 23. August 1992 in der St. Marien-Kirche Lübeck
Unter dem Decknamen „Unternehmen Mondscheinsonate“ flogen deutsche Bomberverbände am 14. November 1940 einen schweren Luftangriff auf Coventry. Im Verlauf eines rücksichtslosen Flächenbombardements, das die Wehrmachtsleitung von nun an zynisch „coventrieren“ nennen sollte, wurden große Teile der Stadt zerstört, darunter die mittelalterliche St. Michael‟s Cathedral. 22 Jahre später, am 30. Mai 1962, wurde in der wiedererbauten Kathedrale das War Requiem von Benjamin Britten uraufgeführt, ein Ereignis, an das John Eliot Gardiner 30 Jahre danach beim Abschlusskonzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals mit dieser Aufführung des Werks erinnern wollte.

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23.4.13

BR klassik
19.05 – 21.15
Zum 70. Geburtstag des Dirigenten John Eliot Gardiner (IV)
Wolfgang Amadeus Mozart: „La clemenza di Tito“
Opera seria in zwei Akten
In italienischer Sprache
Tito – Anthony Rolfe Johnson
Vitellia – Julia Varady
Servilia – Sylvia McNair
Sesto – Anne Sofie von Otter
Annio – Catherine Robbin
Publio – Cornelius Hauptmann
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists
Aufnahme von 1990

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Ö1
19.30 – 21.00
Alte Musik – neu interpretiert
präsentiert von Bernhard Trebuch.
Sir John Eliot Gardiner zum 70. Geburtstag.
English Baroque Soloists, Dirigent: Sir John Eliot Gardiner; Monteverdi Choir.
„Bach-Marathon“
Johann Sebastian Bach:
a) Singet dem Herrn ein neues Lied, Kantate BWV 225;
b) Christ lag in Todesbanden, Kantate BWV 4
(aufgenommen am 1. April in der Royal Albert Hall in London)

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25.4.13

BBC Radio3
19.30 – 22.00 (bei uns: 20.30 – 23.00 und die nächsten 7 Tage)
Gardiner conducts Stravinsky’s ‚Apollon musagete‘ & ‚Oedipus Rex‘ in London
Stravinsky: Apollon musagete
8.05pm: Interval – Interval music
8.25pm: Part 2
Stravinsky: Oedipus Rex
Jennifer Johnston (mezzo-soprano…Jocaste)
Stuart Skelton (tenor…Oedipus)
Gidon Saks (bass-baritone…Creon)
tbc (Narrator)
Gentlemen of the Monteverdi Choir
London Symphony Orchestra
conductor John Eliot Gardiner.
Live from the Barbican Hall, London
Presented by Martin Handley

In a special concert for his 70th birthday, Sir John Eliot Gardiner conducts two works by Stravinsky on ancient Greek subjects. The ballet Apollon musagète (Apollo, Leader of the Muses) focuses on Apollo’s role as the patron of music and poetry, and is written in an elegant and restrained neo-Classical style. Sergei Diaghilev, enamoured by the score’s classical beauty, described it as ‚music not of this world, but from somewhere above‘. Oedipus Rex, based on Sophocles‘ tragedy, is an extremely powerful and original work for the theatre or concert hall, but Stravinsky by contrast, described it as an assemblage of ‚whatever came to hand‘, from the sounds of Baroque oratorio and Italian opera to Wagner’s music dramas.
http://www.bbc.co.uk/programmes/b01ryx2h

Radiotipp 15. – 21. April 2013 – Happy Birthday John Eliot Gardiner und Thüringer Bachwochen


Der 70. Geburtstag von John Eliot Gardiner am 20. April lässt in dieser Woche so ziemlich jeden deutschen Klassiksender tief in die Archivkiste greifen. Dabei kommen Auszüge aus vielen seiner CD-Aufnahmen und einige wenige Konzertmitschnitte zum Vorschein. Als „Abwechslung“ bietet sich eine Aufnahme von den Thüringer Bachwochen an.
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15.4.2013

NDR
20.05 – 22.00

John Eliot Gardiner zum 70. Geburtstag
Robert Schumann: „Das Paradies und die Peri“ für Solostimmen, Chor und Orchester op. 50
Barbara Bonney und Dorothea Röschmann, Sopran
Eirian James, Mezzosopran / Petra Lang, Alt
Christoph Prégardien und Michael Schade, Tenor
Olaf Bär, Bariton / Cornelius Hauptmann, Bass
RIAS-Kammerchor / NDR Chor
Aufzeichnung vom 27. Februar 1993 in der Musikhalle Hamburg

Der junge Schumann hat lange geschwankt, ob er zum Schriftsteller oder zum Musiker berufen sei. Aufgewachsen ist er jedenfalls in einer Welt der Bücher. In seiner Geburtsstadt Zwickau hatten sein Vater und Onkel kurz vor seiner Geburt die Verlagsbuchhandlung „Gebrüder Schumann“ gegründet, die den ganzen Lesestoff des Bildungsbürgertums im handlichen Taschenbuchformat herausgab. Für den jungen Schumann erschloss sich auf diese Weise auch die Welt des Mittelalters und des Orients. Sein weltliches Oratorium „Das Paradies und die Peri“, das Anfang der 1840er Jahre entstand und zunächst „Dichtung“ hieß, geht auf einen Stoff des irischen Dichters Thomas Moore zurück: das Orient-Epos „Lalla Rookh“, das 1822 im Verlag seines Vaters in deutscher Übersetzung erschien. Es handelt von einer Fee, die man im Persischen Peri nannte. Sie ist das Kind eines gefallenen Engels und einer Sterblichen und war aufgrund dieser Herkunft vom Paradies zunächst ausgeschlossen. Einlass kann sie nur erlangen, wenn sie eine überzeugende Opfergabe bringt. Nach mehreren Anläufen erreicht sie ihr Ziel mit den Tränen eines reuigen Verbrechers, der vom Anblick eines betenden Knaben gerührt wurde.

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16.4.2013

Dkultur
20.03 – 22.00

Thüringer Bachwochen
Schlosskirche Meiningen
Aufzeichnung vom 7.4.13

Johann Ludwig Bach
Kantate „Ja, mir hast Du Arbeit gemacht“
Kantate „Die mit Tränen säen“

ca. 20:50 Uhr Konzertpause mit Nachrichten

Johann Sebastian Bach
Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“ BWV 12
Kantate „Aus der Tiefen rufe ich, Herr, zu Dir“ BWV 131

Ensemble Akadêmia
Leitung: Françoise Lasserre

Nicht alles Gute muss in Frankreich aus der Metropole Paris kommen: Im kleinen Städtchen Epernay in der Champagne sitzt das Ensemble ‚Akadêmia‘.

Unter seiner Leiterin Françoise Lasserre hat es sich in den letzten Jahren einen exzellenten Ruf als Spezialensemble für Renaissance- und Barockmusik erworben – im vokalen wie im instrumentalen Bereich. Und das nicht nur in Frankreich, sondern inzwischen in ganz Europa. Einem „asketischen“ und zugleich „jubilierenden“ Ideal folgen die Sänger und Musiker dabei und dem unbedingten Ziel der Werktreue wie der „Treue zu sich selbst“ als im 21. Jahrhundert lebende Künstler. So gehören die großen Werke der Epoche von Johann Sebastian Bach, Heinrich Schütz oder Claudio Monteverdi genauso zum Repertoire von Akadêmia wie auch viele vergessene Perlen aus der Barockzeit, die sie in enger Kooperation mit Musikwissenschaftlern aus dem Dornröschenschlaf erweckt haben.

Zum Beispiel der ‚Orfeo‘ des Monteverdi-Zeitgenossen Stefano Landi. Akadêmia ist deshalb prädestiniert, dem wichtigsten Thüringer Alte-Musik-Festival, den Bachwochen, einen neuen Auftrittsort zu erschließen: die Schlosskirche zu Meiningen. Erstmals programmieren die Thüringer Bachwochen in der berühmten Theaterstadt am südlichen Rand des Freistaats ein Konzert, und natürlich bleibt das Repertoire dieses Abends auf die Familie Bach beschränkt – allerdings im weiteren Sinne: Zwei Kantaten des sogenannten Meininger Bach Johann Ludwig treffen hier auf zwei gleichartige sakrale Stücke des Thomaskantors. Mit einfachen Worten ist der Verwandtschaftsgrad der beiden Musiker nicht zu beschreiben. Historisch eindeutig belegt ist jedoch, dass Johann Sebastian Bach den verwandten Kollegen und Zeitgenossen, der Hofkapellmeister in Meiningen war, geschätzt hat.

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17.4.2013

Ö1
19.30 – 21.00

Sir John Eliot Gardiner zum 70. Geburtstag.
Emmanuel Chabrier: Ouvertüre zur Oper „Gwendoline“
Joseph Haydn: Symphonie C-Dur Hob. I/90 (aufgenommen am 21. November 1999 im Großen Musikvereinssaal Wien)
Emmanuel Chabrier: Larghetto für Horn und Orchester (Ronald Janezic, Horn; aufgenommen im März 1995)
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 (aufgenommen im November 1997 im Großen Musikvereinssaal Wien)
Emmanuel Chabrier: Habanera für Orchester
Francis Poulenc: 2. Satz aus dem Quartett für Klavier und Bläserquintett (James Levine, Klavier; Ensemble Wien Berlin). Präsentation: Stefanie Maderthaner

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18.4.2013

Ö1
19.30 – 21.00

Universell im „Originalklang“: John Eliot Gardiner dirigiert (zum 70. Geburtstag)
Der seit 1964 bestehende Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists, maßstabsetzend bei Musik von Bach und Händel bis Brahms, sind John Eliot Gardiners Werk – und das „Orchestre Révolutionnaire et Romantique“, mit dem er Musik zwischen Beethoven und Berlioz so aufregend „neu“ klingen lassen kann.

Früher als Kollegen aus der „Originalklang“-Szene hat sich Gardiner, „Sir John“, aus dem Barock-Refugium hinausgewagt, zu „klassischen“ Symphonieorchestern, in Opernhäuser. (Seine damalige Plattenfirma war nahe daran, ihn zu einem zweiten Karajan aufzubauen – fast wäre es gelungen.) Heute sind es eine Bernarda Fink, ein Mark Padmore, eine Miah Persson, mit denen John Eliot Gardiner bei seinen Projekten zusammenarbeitet; Legion sind seine CDs mit Barbara Bonney, Sylvia McNair, Michael Chance, Anthony Rolfe Johnson – und Anne Sofie von Otter, die mit ihm Mozart-Opern und Songs von Kurt Weill gesungen hat. Nur Nikolaus Harnoncourt ist Ähnliches gelungen wie Sir John: zu Monteverdi, Bruckner und Léhar jeweils Eigenes zu sagen.

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20.4.2013

SRF2 (Schweiz)
16.03 – 17.00

Große Interpretationen
John Eliot Gardiner – zum 70. Geburtstag des grossen Pioniers

NDR kultur
18.30 – 19.00

John Eliot Gardiner zum 70. Geburtstag
Johann Sebastian Bach: Brandenburgisches
Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050
Kati Debretzeni, Violine / Rachel Beckett, Flöte
Malcom Proud, Cembalo
English Baroque Soloists / Ltg.: John Eliot Gardiner

NDR kultur
20.05 – 22.00

Prisma Musik
Thema: John Eliot Gardiner zum 70. Geburtstag
Eine Sendung von Margarete Zander
John Eliot Gardiner, der von 1991 bis 1994 als Nachfolger von Günter Wand Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters gewesen ist, wurde vor 70 Jahren im englischen Dorset geboren. Obwohl er in einer musikalischen Familie aufwuchs, wandte er sich in Cambridge zunächst nicht der Musik zu sondern philologischen und historischen Studien, die er auch abschloss. Das vielfältige musikalische Leben an der Universität bot ihm trotzdem reichlich Gelegenheit, sich musikalisch zu betätigen. Noch während er Geschichte, Arabistik und mittelalterliches Spanisch studierte, war er Sekretär der King’s College Music Society. Bald darauf gründete er den inzwischen weltbekannten Monteverdi-Chor und begann sich intensiv mit der Musik des venezianischen Meisters zu beschäftigen. Nach einem zusätzlichen Musikstudium am King’s College studierte Gardiner noch weitere zwei Jahre bei Nadja Boulanger in Paris. Aus dem von ihm gegründeten Monteverdi Orchestra gingen später The English Baroque Soloists hervor, und als Gardiner 1990 auch noch das Orchestre Révolutionaire et Romantique ins Leben rief, war er bereits einer der gefragtesten Gast- und Operndirigenten seiner Generation, der am Pult des Concertgebouw Orchesters Amsterdam oder der Wiener Philharmoniker sein breitgefächertes Repertoire unter Beweis stellen konnte.

NDR kultur
22.05 – 24.00

Variationen zum Thema
Aufnahmen mit John Eliot Gardiner
Claudio Monteverdi: Magnificat a 6
Ann Monoyios und Marinella Pennicchi, Sopran
Mark Tucker und Nigel Robson, Tenor
Bryn Terfel und Alastair Miles, Bass
The Monteverdi Choir
The London Oratory Junior Choir
The English Baroque Soloists
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 9 C-Dur D 944
Wiener Philharmoniker
Leoš Janáček: Taras Bulba, Rhapsodie für Orchester
NDR Sinfonieorchester

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17.4.2013

BR klassik
Zum 70. Geburtstag des Dirigenten John Eliot Gardiner

Großbritannien ist eine der Geburtsstätten der Originalklang-Bewegung, und eine ihrer Gallionsfiguren feiert am 20. April seinen 70. Geburtstag: Sir John Eliot Gardiner. In seiner universalen Bedeutung als Ensemblegründer, Musikologe und Dirigent sind Gardiners Verdienste um die historische Aufführungspraxis gar nicht hoch genug zu schätzen, von seinen wegweisenden Erkenntnissen profitieren auch renommierte Symphonieorchester und Opernhäuser. Von Monteverdi ausgehend, hat sich Gardiner bis weit ins 19. und 20. Jahrhundert vorgearbeitet, Operetten entstaubt und sogar Uraufführungen geleitet. Zahlreiche Entdeckungen und Neueditionen sind seinem unermüdlichen Forschergeist zu verdanken. Gardiners bahnbrechende Beethoven-, Schumann- und Berlioz-Interpretationen am Pult seines Orchestre Révolutionnaire et Romantique präsentiert die Symphonische Matinée am Sonntag (10.05). Zuvor ist die entsprechende Bach-Kantate (8.05) aus Gardiners spektakulärer Gesamtaufnahme zu hören, die im Rahmen seiner europaweiten Pilgerreise zum Bach-Jahr 2000 aus Live-Mitschnitten entstand und bei Gardiners eigenem Label „Soli Deo Gloria“ veröffentlicht wurde. Der Opernabend am Dienstag (19.05) schließlich würdigt den herausragenden Operndirigenten Gardiner – mit einer hochkarätig besetzten Einspielung von Mozarts später Seria „La clemenza di Tito“.

Teil 1:
8.05 – 8.45

„Wir müssen durch viel Trübsal in das Reich Gottes eingehen“, Kantate zum Sonntag Jubilate, BWV 146 (Brigitte Geller, Sopran; William Towers, Countertenor; Mark Padmore, Tenor; Julian Clarkson, Bass; Monteverdi Choir; English Baroque Soloists)

Teil 2:
8.45 – 9.00

Georg Friedrich Händel: „Alcina“, Ballettmusik (English Baroque Soloists)

Teil 3:
10.05 – 11.55

Henry Purcell: „Come ye sons of art away“ (Felicity Lott, Sopran; Charles Brett, John Williams, Countertenor; Thomas Allen, Bass; Monteverdi Choir; Equale Brass Ensemble; Monteverdi Orchestra);
Robert Schumann: Konzertstück, op. 86 (Susan Dent, Roger Montgomery, Gavin Edwards, Robert Maskell, Horn; Orchestre Révolutionnaire et Romantique);
Hector Berlioz: „Tristia“, op. 18 (Monteverdi Choir; Orchestre Révolutionnaire et Romantique);
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll (Orchestre Révolutionnaire et Romantique);
Emmanuel Chabrier: „España“ (Wiener Philharmoniker)

SRF2
21.00 – 0.00

Happy birthday, John Eliot Gardiner! Am 20. April feiert der Dirigent seinen 70. Geburtstag.
Ludwig van Beethoven: Missa solemnis D-Dur op. 123
Lucy Crowe, Sopran
Jennifer Johnston, Mezzosopran
James Gilchrist, Tenor
Matthew Rose, Bass
Monteverdi Choir
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Ltg. John Eliot Gardiner
Konzert vom 28.10.12, Royal Festival Hall, London

Radiotipp April 2013 – John Eliot Gardiner und der NDR


Meine Radiozeitung für die nächste Woche ist noch nicht da. Deshalb gibt es hier erst einmal den Hinweis auf eine weitere Sendung von NDR kultur anlässlich des 70. Geburtstages von John Eliot Gardiner mit Aufnahmen aus dem NDR-Archivs. .

8.4.2013

NDR
20.05 – 22.00

John Eliot Gardiner zum 70. Geburtstag
Gustav Holst:
Die Planeten, Suite für großes Orchester op. 32
Felix Mendelssohn Bartholdy:
Sinfonie Nr. 5 D-Dur op. 107 – Reformations-Sinfonie –
Aufzeichnung vom 30. Juni 1991 im Lübecker Dom

Für das Eröffnungskonzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals von 1991 kombinierte John Eliot Gardiner Werke zweier Komponisten, die eine besondere Rolle in der Musikgeschichte seiner englischen Heimat spielen: die Orchestersuite „Die Planeten“, mit der Gustav Holst berühmt geworden war, ein englischer Komponist mit lettischen und schwedischen Wurzeln, und eine Sinfonie Felix Mendelssohn Bartholdys, der zehnmal nach England reiste, um dort Konzerte zu geben. Insgesamt verbrachte er zwei Jahre seines kurzen Lebens auf der Insel. „Ich kann die letzten Tage in London die glücklichsten und reichsten nennen, die ich da genossen habe“, schreibt er am 29. November 1829 aus Calais an seinen Vater Abraham nach Berlin. Die Schottische Sinfonie gehörte zur musikalischen Ausbeute dieser Reise. In dieser Zeit entstand aber auch die Reformations-Sinfonie, die Felix Mendelssohn Bartholdy 1832 in Berlin zur Uraufführung brachte.

Radiotipps 14.5. – 17.5.2012




14.5.

NDR kultur
20:05 Uhr – 22:00 Uhr

NDR Sinfonieorchester
Oratorien

Solisten:
Barbara Bonney und Dorothea Röschmann, Sopran
Eirian James, Mezzosopran / Petra Lang, Alt
Christoph Prégardien und Michael Schade, Tenor
Olaf Bär, Bariton / Cornelius Hauptmann, Bass
Wolfgang Knauer, Erzähler
NDR Chor
Dirigent: John Eliot Gardiner

Robert Schumann: Das Paradies und die Peri, weltliches Oratorium für Soli, Chor und Orchester op. 50
Aufzeichnung vom 26.2.1993 in der Laeiszhalle Hamburg

Was Robert Schumann an Thomas Moores Dichtung „Das Paradies und die Peri“ fesselte, ist der Reichtum an Stimmungen und an Gefühlsüberschwang, der die Handlung um die sündige, um Erlösung ringende Peri einhüllt. Sündig geworden und aus dem Paradies gewiesen, steht Peri vor Edens Tor, voll Sehnsucht um Rückkehr bittend. Liebe, Reue, Erlösung – drei zentrale Themenkreise der Romantik sind hier angesprochen. Dreimal schweift Peri durch die Welt – nach Indien, Ägypten und Syrien, und bietet dar, was sie findet, zweimal vergebens: den letzten Blutstropfen eines sterbenden Freiheitshelden und den letzten Seufzer eines Mädchens, das freiwillig dem von der Pest dahingerafften Geliebten folgt. Erst die Reuetränen eines lasterhaften Menschen, der in einem betenden Knaben sein einstiges Ebenbild entdeckt, verschaffen der Peri erneut Zugang zum Paradies.

Robert Schumann war sich der Originalität und des Wertes seiner an Einfällen schier überquellenden Komposition sicher. Der jahrzehntelang andauernde Erfolg seiner Peri-Vertonung hat ihm recht gegeben.

John Eliot Gardiner hat das weltliche Oratorium im Februar 1993 mit exzellenten Solisten in Hamburgs Laeiszhalle zur Aufführung gebracht.


17.5.

HR2
20:05 Uhr – 21:30 Uhr

Das Ensemble „Europa Galante“ spielt Bach
Leitung: Fabio Biondi

1. Orchestersuite C-Dur BWV 1066
3. Orchestersuite D-Dur BWV 1068
2. Orchestersuite h-Moll BWV 1067
4. Orchestersuite D-Dur BWV 1069
(Aufnahme vom 4. April 2011 im Palau de la Música Catalana in Barcelona)

Die vier Orchestersuiten von Johann Sebastian Bach sind, anders als die sechs Brandenburgischen Konzerte, kein zusammenhängender Zyklus. Auch über die Entstehungszeit und die Entstehungsbedingungen, die Auftraggeber und die Anlässe für die einzelnen Werke besteht bis heute keine Klarheit. Als musikalisches Vorbild gelten die Ouvertüren Jean-Baptiste Lullys. Der französische Hofkomponist von Ludwig XIV. hatte sie seinen Balletten vorangestellt. So sind es auch Tanzformen wie Courante, Sarabande oder Gigue, auch Bourée, Gavotte und Menuett, aus denen Bachs Orchestersuiten bestehen. Ob er drei von ihnen für den Hof von Weimar oder von Köthen schrieb, wo er von 1708 bis 1717 bzw. 1717 bis 1723 Hofkomponist war, wissen wir nicht. Bekannt hingegen ist, dass er alle vier Suiten gern mit dem Leipziger Collegium Musicum im Zimmermannschen Kaffeehaus aufführte. Auch heute noch gehören die vier Orchestersuiten, auch Ouvertüren genannt, mit ihrer Virtuosität, konzertanten Eleganz und ihrem zum Teil festlichen Glanz zu den beliebtesten weltlichen Orchesterwerken Bachs.

„Europa Galante“, das von Fabio Biondi gegründete und nach wie vor geleitete Ensemble, gilt als eines der führenden italienischen Barockorchester.

hr2-kultur sendet die Aufnahme des Konzerts vom 4. April 2011 im Palau de la Música Catalana in Barcelona.



 

Radiotipps 8.9. – 11.9.2011


8.9.

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Ö1

10:05-11:35
Alte Musik im Konzert.
Chor und Orchester des Bach Collegiums Japan, Leitung und Orgel: Masaaki Suzuki;
Hana Blaziková, Sopran;
Robin Blaze, Countertenor;
Gerd Türk, Tenor;
Peter Kooij, Bass.

Dietrich Buxtehude: Präludium G-Dur, BuxWV 149

Johann Gottfried Walther: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr, LV 95

Johann Sebastian Bach:
a) Ich liebe den Höchsten von ganzem Gemüte, Kantate, BWV 174;
b) Ich lebe, mein Herze, zu deinem Ergötzen, Kantate, BWV 145;
c) Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust, Kantate, BWV 170;
d) Man singet mit Freuden vom Sieg, Kantate, BWV 149

(aufgenommen am 10. Februar im Takemitsu Memorial in Tokio). Präsentation: Bernhard Trebuch)

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9.9.

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Dieses Konzert wird auch am 24.9.11 von Ö1 gesendet. Das sollte dann eine deutlich bessere Sendequalität haben als BBC.

BBC-PROMS
7:30pm-9:00 + 9:20-10:45pm (bei uns eine Stunde später)

BBC PROMS 2011
Live from the Royal Albert Hall, London
Presented by Martin Handley

A rare chance to hear Weber’s opera Der Freischutz, one of the cornerstones of German Romantic opera, reimagined by Berlioz for audiences at the Paris Opera. As originally composed, the work has spoken dialogue in German but, for the Paris production of 1841, Berlioz – a huge fan of Weber – replaced the dialogue with recitatives as well as adding the ballet expected by French audiences at the time.

Sir John Eliot Gardiner conducts, and tenor Andrew Kennedy as the forester-hero, Max, and the Belgian soprano Sophie Karthauser as his beloved Agathe lead the international cast in this dramatic tale of romance and magic.

Weber: Der Freischütz (French Version, 1841) (Acts 1 & 2)

Andrew Kennedy (Max)
Sophie Karthäuser (Agathe)
Gidon Saks (Kaspar)
Virginie Pochon (Ännchen)
Matthew Brook (Kuno)
Luc Bertin-Hugault (A Hermit)
Christian Pelissier (Zamiel)
Samuel Evans (Kilian)
Robert Davies (Ottokar)
Monteverdi Choir
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Sir John Eliot Gardiner (conductor).

http://www.bbc.co.uk/proms/whats-on/2011/september-09/84

auch auf Radio2 Polen
20.30 – 23.30 
Letni Festiwal Muzyczny – transmisja z Londynu
Festiwal BBC Proms w londyńskiej Royal Albert Hall (Prom 73)

BBC
21-21:20
PROMS PLUS INTRO

Conductor Sir John Eliot Gardiner talks to Tom Service about tonight’s performance of Der Freischütz by Weber in the version reimagined for French audiences by Berlioz. This work is rarely performed and is regarded as the corner-stone of German Romantic opera. Recorded earlier this evening at the Royal College of Music, London.

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11.9.

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BR-klassik

13:40-14:00
Das Stichwort: „John Eliot Gardiner“ *

Georg Friedrich Händel: „Solomon“, Chor aus dem 2. Akt
Monteverdi Choir;
English Baroque Soloists:
John Eliot Gardiner

* Als Podcast verfügbar

DRS II
13:45-15:00
Concerto

Liebesglück und Liebestod. John Eliot Gardiner dirigert Mahler, Zemlinsky, Dvorak und Brahms

Gustav Mahler: 5 Rückert-Lieder
Antonin Dvorak: Sinfonische Variationen op. 78
Alexander Zemlinsky: 6 Maeterlinck-Lieder op. 13
Johannes Brahms: Aus den Ungarischen Tänzen

Anne Sofie von Otter, Mezzosopran;
NDR-Sinfonieorchester;
Ltg. John Eliot Gardiner