Orgelkonzert am 19.02.2006 in der St. Jodokus-Kirche Bielefeld


Bielefeld, 19.02.2006

Orgelkonzert am 19.02.2006 in der St. Jodokus-Kirche Bielefeld

Die ursprünglich 1653 von der Bielefelder Orgelbaufirma Reinking erbaute Orgel wurde im Laufe der Jahrhunderte erweitert. Das heutige Orgelwerk mit 42 Registern stammt aus den Werkstätten der Fa. Kreienbrink in Osnabrück (1974).

Erweitert im Jahre 1988 von der Orgelbauwerkstatt Fischer & Krämer in Endingen a. K. Mechanische Schleifladen mit elektrischer Registertraktur, sechs Setzerkombinationen, zwei Pedalkombinationen, Pleno, Tutti, Cymbelstern; Koppeln (elektrisch) I/II, III/II, III/I, I/P, II/P, III/P.Orgelpositiv der Orgelbauwerkstatt Claus Sebastian, Geesthacht, mit der Disposition: Metallgedackt 8‘, Rohrflöte 4‘, Prinzipal 2‘ und Quinte 1 1/3‘.Orgelpositiv der Orgelbauwerkstatt Klop, Garderen, mit der Disposition: Principal 8‘, Gedackt 8‘, Rohrflöte 4‘, Oktave 2‘ und Quinte 2 2/3


Kreienbrink-Orgel, St.Jodukus, Bielefeld von 1973, überholte Reinke-Orgel von 1653

Programm:

Wofgang Amadeus Mozart (1756-1791) Fantasie in f-Moll, KV 608

Jehan Alain (1911-1940) Variations sur un theme, de Clement

Jannequin Giroloma Frescobaldi (1583-1643 Toccata nona, aus dem 2.Buch der Toccaten, Canzonen

Jehan Alain ,Deux danses a Agni Yavishta, Allegro, Pas vite

Samuel Scheidt (1587-1654) Passamezzo, 12 Variationen über einen gleichbl. Tanzbass

Max Reger (1873-1916) 1. Sonate fis-Moll, op.33, Phantasie, Intermezzo, Passacaglia

Organist: Georg Gusia, Bielefeld

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Das von Mozart, in März 1791, in seinem Todesjahr, komponierte Orgelwerk, veranlasste ihn, sich von dem vollen Klang einer großen Orgel inspizieren zu lassen, lediglich im Bass, durch Vermeidung der gesamten untersten Oktave, sich zu beschränken. Es wird angenommen, dass Mozart eine Vorahnung seines Todes besaß, um mit dieser großen Fantasie für Orgel (Orgelwalze) sich ein Denkmal setzen zu wollen. Es ist sein bedeutendste Orgelwerk (für eine Orgelwalze), das immer wieder in der Orgelliteratur zu finden ist, da es zu den größten Orgelwerken, die unmittelbar nach Bach komponiert wurde, zuzurechnen ist. Eine gekonnte Interpretation und vorzügliche Registrierung erfuhr dieses Werk durch den Organisten Gusia, es war ein Highlight des Orgel-Programms.

Moderne Orgelmusik von Jehan Alain, Variations und Deux danses a Agni, erfuhr ebenso eine gekonnte und ansprechende Wiedergabe an dieser prächtigen Kreienbrink-Orgel.

Das Orgelwerk von Samuel Scheidt, Passamezzo, war ein absoluter Höhepunkt. Hier wurde farbenprächtige Barockmusik geboten. Die zwölf Variationen über einem gleich bleibenden Tanzbass, erlaubt einen Einblick in die Klangmöglichkeiten dieser Orgel. Ob in Terzen, colorierter Discant, colorierter Bass, Imitato Violistica, 3-oder 4-Stimmen oder der Dudelsack, dies alles gelang Gusia gleichermaßen erstaunlich gut mit einer feinen Kunstfertigkeit, die Beherrschung des Orgelspiels, die Fähigkeit, diese Vorgaben des Komponisten zu erspüren und dem Hörer nahezubringen, wurde gekonnt gemeistert und interpretiert.

Die 1. Sonate fis-Moll, op.33, im Jahre 1899 von Max Reger komponiert. Reger schrieb 1900 an Rheinberger, dieses Werk ist ein neues Verbrechen gegen Harmonie und Kontrapunkte. Fernab aller Sonatentradition heißt der 1, Satz Fantasie, der formal alles offen lässt. Fugenprinzip und passacagl. Reihungen lassen hier alle Möglichkeiten zu. Der 2.-Satz harmonisch reizvoll aber musikalisch recht zerquält anhörbar. Im Schlusssatz weist die Passacaglia alle Vorzüge und Schwächen des frühen Reger auf, harmonischer Reichtum, originelle Figurationsmuster und gelegentliche Aufhebung der Harmonik lassen dieses Werk nicht gerade als ein Optimum von Reger erklingen. Trotz dieser kompositorischen Unzulänglichkeiten erklang ein modernes Werk, in dem Gusia dieses Werk der Hörerschaft nicht vorenthalten wollte und die Möglichkeiten einer Orgel für das „Moderne“ den Besuchern aufzeigen wollte, was ihm auch zufrieden stellend gelang.

Herzlicher Applaus an den Organisten, für diese ungewöhnliche Werksauswahl, bekundete trotz alledem einen nicht unzufriedenen Besucher.


Link: CD-Einspielung St.Jodukus Bielefeld bei jpc

Archiv Beitrag: Haller Bachtage klingen in der Nicolaikirche Bielefeld aus !


Bielefeld, 12.02.2006

Chorkonzert II; Sonntag 12. Februar 2006; 17:00 Uhr Altstädter Nicolai-Kirche, Bielefeld, im Rahmen der 43. „Haller Bachtage“.

Foto: Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld (Foto: Nicolaigem.)

Programm:

Johann Sebastian Bach (1685-1750) „Sanctus“ aus der „Messe h-moll“ BWV 242

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) „Lobgesang“ op. 52 Sinfonie-Kantate nach Worten der heiligen Schrift.

Ausführende: Cornelie Isenbürger, Sopran; Victoria Biehal, Sopran; Luca Martin, Tenor; Bach-Orchester Hannover; Christof Pülsch, Orgel; Bach-Chor Halle;

Leitung: KMD Martin Rieker

„Die Haller Bachtage“ 1961 von Prof. KMD Burghard Schloemann gegründet, seit 1988 leitet ihn KMD Martin Rieker. Mit der Einführung der „Haller Bach-Tage“ 1964 wuchs sein Auftrag, den jährlichen Höhepunkt bildet das „Chorkonzert II“. Hier wurden u.a. sämtliche bachschen Oratorien, Mendelssohn Bartholdys „Elias“ und „Das Buch mit sieben Siegeln“ aufgeführt.

Besucherschlangen an der Kasse vor Konzertbeginn ließen den Anfang des Konzertes etwas hinauszögern, die Kirche war randvoll besetzt, zumal das Abschlusskonzert das erste Mal in Bielefeld stattfand.


Foto: Innenansicht der Altstätter Nicolaikirche in Bielefeld

Zu Beginn ertönte das „Sanctus“ aus der „Messe h-moll“ BWV 242 von dem Massenchor (ca.100 Sänger/innen vorgetragen in einer nicht gerade berauschenden Kirchen-Akustik. Wie wohltuender würde hier ein „A-Capella-Chor“ dem Werk gerechter werden, die Artikulation des Chores verhallte in dem Kirchenschiff und war in der Gesamtausführung diesem grandiosen Werk von Bach einfach nicht gewachsen. Jammerschade, aber so manche Interpreten fallen wieder in die Praxis der Richter-Zeit zurück und müssen daraus eine Mammut-Veranstaltung kreieren.

Der nachfolgende Programmpunkt von: Felix Mendelssohn Bartholdy (1808-1847),

Lobgesang. Eine Symphonie-Kantate nach Worten der Hei ligen Schrift für Soli, Chor, Orchester und Orgel op. 52, wurde vortrefflich wiedergegeben. Mendelssohn bemühte sich in seiner Zweiten Sinfonie, die 1840 in Leipzig uraufgeführt wurde, sich von der barocken Kompositionsform loszusagen und seinen eigenen Stil zu finden. Er dachte zunächst an „eine Art von kleinerem Oratorium oder größerem Psalm“. Dann entschloss er sich zu einer ungewöhnlichen Lösung: einer „Symphonie-Kantate nach Worten der Heiligen Schrift.

Herausgekommen ist ein Kompositionsform die zwischen Beethovens Neunter und Mahlers Achter einzuordnen ist. Wohllaut und feinsinnige Lyrik, aber auch eine gewisse Unverbindlichkeit in der melodischen Form, sowie mitreißender, hymnischer Schwung, große, sich kontrapunktisch aufbauende Steigerungen enthalten dieses mitreißende Werk.

Das Bachorchester Hannover bestach durch seine Größe und sein exelentes Spiel in einer großartigen romantischen Klangwiedergabe. Die Gesangssolisten lieferten eine bravoröse Leistung; ob im Sopran-Duett oder im Solopart, mit einer einfühlsamen Stimme verstanden sie es, diese Aufführung zu bereichern.

In diesem großen Opus-Werk ist der „Massige Bachchor“ aus Halle wesentlich angebrachter anzusehen. Die Mendelssohnsche Mischung von Triumphmarsch und sensibler Klangsinnlichkeit wurde von ihnen wirklich hervorragend interpretiert und gesanglich gekonnt dargeboten, die einzelnen Stimmlagen des Chores waren hervorragend besetzt und wussten in diesem Werk makellos zu überzeugen.

KMD Martin Rieker war in diesem Programmteil ein vortrefflicher Leiter und führte das Orchester und den Chor gekonnt durch dieses große Werk. Herzlicher Applaus der Besucher dankten den Ausführenden und hoffen auf ein Wiedersehen in 2007.

Konzert der Prüflinge der Aufbaustudiengänge Kirchenmusik A und künstlerische Ausbildung, Chor- und Orchesterleitung in Herford.


Herford, 22. Januar 2006

Heute erstelle ich einen Bericht über ein Konzert der Prüflinge der Aufbaustudiengänge Kirchenmusik A und künstlerische Ausbildung, Chor- und Orchesterleitung in Herford.

Sonntag, 22. Januar 2006, 20:00 Uhr

Marienkirche Stift Berg Herford

im Rahmen der Aufbaustudiengänge Kirchenmusik A und künstlerische Ausbildung, Chor- und Orchesterleitung.

St. Marienkirche Herford (Foto: V.Hege)

Zum Programm :

Johann Sebastian Bach (1685-1750) Kantate BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen“

Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847) Kantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“

Bara Grimsdottir, Isländ.Komponistin „Eg vil lofa eina ba“ (geb. 1960)

Wolfgang Amadeus Mozart „Laurentische Litanei KV 195“ (1756-1791)

Ausführende: Jutta Potthoff (Sopran), Wolfgang Tiemann (Tenor), Dorothea Ohly (Alt), Hartmut Ernst (Bass) KMD Jörg-Neithardt (Orgel-Positiv) Kammerorchester (Konzertmeister Burghard Schmilgun) Chor der Hochschule für Kirchenmusik Herford, Leitung: Benjamin Dippel (Bach), Annette Petrick (Mendelssohn) Sonja Lehmann (Grimsdottir, Mozart) Künstlerische Gesamtleitung: Hildebrand Haake

Für das Programm zeichneten die Prüfungskanditaten in Selbstauswahl der aufgeführten Werke. Das Programmheft, mit einleitenden persönlichen Textbeiträgen über die aufgeführten Werke oblag den Prüflingen. Optimale Bedingungen für die Kandidaten erwies sich das professionelle Orchester sowie der halbprofessionelle Chor, gebildet aus Studenten und Gastsängern.

Die Gesangs-Solisten waren aus den Reihen der ehemaligen Studentenschaft verpflichtet worden. Die Prüfungsbedingungen für die A-Examinanten sind so optimal wie sie sicher lange nicht mehr sein werden. Der Alltag eines Kirchenmusikers sieht entsprechend in der rauen Wirklichkeit anders aus.



St. Marienkirche Herford, Innenansicht (Foto: V. Hege)

Das ruhige Dirigat und die Umsetzung der Kantate BWV 65 „Sie werden aus Saba alle kommen“ von Benjamin Dippel geleitet, erfuhr eine schöne Interpretation und Wiedergabe. Im Fugato des Eingangschores mit hervorragend lockeren Unter-und Mittelstimmen des Chores zeigte sich das Problem des Abends – der Konflikt zwischen dem Wunschtempo und dem des Kirchenraumklanges zu meistern – gelang ihm vortrefflich. Die Tenorarie (Satz 6) als Menuett, beginnt mit einer ungewöhnlich langen Orchesterein-leitung, die sehr schön in ihrer Klangpracht umgesetzt wurde, sowie im Dirigat und in der Interpreatation ohne Fehl und Tadel wirkte.

Die Aufführung der Kantate „Wer nur den lieben Gott lässt walten“ von Mendelssohn-Bartholdy oblag der Kandidatin Annette Petrick. Diese Kantate wurde erst 1970 wieder Entdeckt. Ihr Dirigat schien ganz auf Sicherheit abgestellt zu sein. Ihr stetiger Blick in die Noten ohne grossen Kontakt aufnehmend zum Orchester sonder nur bei den Einsätzen des Chores den Blickkontakt aufzunehmen, erwies sich als Hemmschuh, zumal sie ein großräumiges Dirigat bei einem Mezzoforte bevorzugte. Hier wird sich ihr ein Problem stellen, wenn ein Fortissiomo entsprechend umzusetzen sein wird. Hier trat das Kammerorchester als ein hilfreicher Partner im Tempi und in der Wiedergabe auf. Eine faszinierende Art des Musizierens ergab sich mit einem Chor, der sich klanglich ausgeglichen und strahlend zeigte.

Die weitere Kandidatin Sonja Lehmann suchte losgelöst vom Notentext den Kontakt zum Chor und verstellte das Pult direkt vor ihnen. Bei ihrem A-Capella Stück der isländischen Komponistin Bara Grimsdotti;r „Eg vil lofa eina ba“ erklang im Zweier- und Dreiertakt sowie wechselnden Rhytmen eine sehr moderne Werksfassung der in 1960 geborenen Komponistin. Hier überzeugte sie mit einem gekonnten Dirigat und einer glücklichen Hand in der Chorführung. Sehr gewöhnungsbedürftig diese moderne Art des Musikerklingens nach der Wiedergabe der schönen Kantaten unserer grossen Komponisten wie Bach und Mendelssohn.

Einen schweren Stand hatte sie mit ihrer „Litaniae Lauretanae de Beata Maria Virgine“ KV 195 von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Solisten wechselten ständig ihren Platz, die Musik erklang im Wechsel zwischen den Chor und den einzelnen Solopartien, Solistenpaaren oder Quartett. Und alles in so rasantem Tempo das einige herrliche Streicherfiguren einfach hinwegmusiziert wurden. Die Dirigentin hatte den Chor fest im Griff, weniger den Solotenor, der seine Tonleitern im „Regina angelorum“ nicht immer stimmlich gekonnt ablieferte.

Stimmlich zueinanderpassend waren die Gesangssolisten der Grösse des Werkes nicht immer gewachsen, eine Ausnahme bildete hier die großartige Sopranistin Jutta Potthoff. Die vier Gesangs-Solisten sowie der Chor und Orchester reagierten flexibel und elegant, aber der eigentliche Höhepunkt wurde erst im „Agnus Dei“ erzielt. Hier wurde erfrischend und klanglich von allen Musizierenden ein gekonnter Abschluss gefunden.

Trotz gelegentlicher Schwächen kann den Prüflingen ein gutes handwerkliches Können bescheinigt werden was auch in einem grossen Beifall der Zuhörer zum Ausdruck bekundet wurde. Um unseren kirchlichen musikalischen Nachwuchs braucht uns nicht bange zu werden, das nötige künstlerische Können und Rüstzeug ist vorhanden nur ein anderes Problemfeld tut sich auf, wo werden sie unterkommen und ihr Können zu vervollständigen suchen, ob der rigiden Sparpolitik in der Kirche und den unzulänglichen Verdienstmöglichkeiten dort?


Erstklassiger Interpret gab ein Orgelkonzert in der " Zionskirche Bielefeld-Bethel" im November 2005


Bielefeld-Bethel, 25.11.2005

Rezension über ein Orgelkonzert in der “ Zionskirche Bielefeld-Bethel“ im November 2005

mit dem französich-Libanesischen Star-Organisten Naji Hakim,

1998/99 wurde die Zionskirche zuletzt umfassend renoviert und wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt.


Foto: Zionskirche Bielefeld-Bethel

Sie erhielt zugleich eine große Schuke-Orgel mit drei Manualen und 45 Registern und 3.268 Pfeiffen.


Foto:
Schuke-Orgel, der Zionskirche Bielefeld-Bethel

Ein Orgel – Standort profiliert sich. So jung die Konzertreihe an der neuen Schuke – Orgel in der Zionskirche ist, so hervorragend präsentierte sie sich, als am Sonntag der liebenswürdige französisch- libanesische Star-Organist: Naji Hakim, zu einem Gastkonzert verpflichtet werden konnte.



Foto: Najim Hakin, Organist

Seit nunmehr 20 Jahren ist Naji Hakim einer der bedeutendsten Repräsentanten der großen französischen Tradition von Organisten, Komponisten und Improvisatoren. Geboren wurde er 1955 in Beirut (Libanon). Er studierte Orgel und Improvisation bei Jean Langlais und absolvierte ein Examen für Orgelunterricht am Trinity College of Music in London. Anschließend studierte er am Conservatoire National Supérieur in Paris in den Klassen von Roger Boutry, Jean-Claude Henry, Marcel Bitsch, Rolande Falcinelli, Jaques Castérède und Serge Nigg und erzielte dort sieben Erste Preise in den Kategorien Harmonielehre, Kontrapunkt, Fuge, Orgel, Improvisation, Analyse, Instrumentation und Orchestration.

Darüber hinaus erhielt er Preise bei internationalen Orgelwettbewerben in Haarlem, Beauvais, Lyon, Nürnberg, St. Albans, Straßburg und Rennes. Von 1985 bis 1993 war Naji Hakim Organist der Basilika Sacre Coeur in Paris, bevor er Olivier Messiaen als Organist der Église de la Trinité nachfolgte. Er ist sehr gefragt als Solokünstler, Improvisator und Lehrer; seine Engagements für Konzerte und Meisterklassen führen ihn rund um den Globus.

Vom Orgelwettbewerb 2005 in Bochum kommend, als Jurymitglied bestellt, gab Hakim ein grandioses Orgelkonzert auf der in 1999 neuerbauten Schuke-Orgel in der Zionskirche.

Sein Programm enthielt folgende Werke:

Naji Hakim: Le Bien-Alme (Eigenkomposition);

Naji Hakim: Salve Regina (Eigenkomposition);

J.S.Bach: Toccata und Fuge in F;

Cesar Franck: Priere;

Naji Hakim: Bach’orama-Improvisation (Eigenkomposition über Bachs-Orgelwerke);

Naji Hakim: Freie Improvisation über den Choral: „Ein feste Burg ist unser Gott“

Mit der Eigenkomposition „Le Bien-Alme“ beginnend, wurde eine mächtige neue französische Orgelmusik von Hakim an der Schuke-Orgel geboten. Nicht nur in der Interpretation, sondern auch beim Registrieren war deutlich spürbar, daß die Schuke-Orgel der Zionskirche trotz ihrer Klangkraft den interpretatorischen Ansprüchen eines an französische Kathedralenorgeln gewöhnten Organisten nicht gerecht wurde. Trotz dieser technischen Mängel wurde eine beeindruckende und virtuose Vorstellung durch einen großen Organisten geboten, der durch seine technischen und künstlerischen Fähigkeiten seines Spiels dieses Manko mehr als nur auszugleichen wusste. Eine grandiose Eigenkomposition, die er uns zu Gehör brachte; verspielt, fröhlich, leicht, bis hin zu gewaltig und das gesamte Klangreservoir der Orgel ausnutzend, bot er einen souveränen Umgang mit diesem wohl anspruchsvollsten „aller Musikinstrumente.“

Seine folgende Eigenkomposition „Salve Regina“ wurde in zarten pastellfarbenen und einer dezenten barocken Klangfülle ausgeführt. Hier konnte die Schuke-Orgel ihre barocke Klangpracht einmal ungehindert zur Geltung bringen.

In der Toccata und Fuge in F von J.S. Bach, sowie in dem Orgelstück von Cesar Franck „Priere“ gelang Hakim ein sehr ausgewogenes, wunderschön registrierendes in ein farbenprächtiges Klangbild verpackter Vortrag. Hier beherrscht Naji Hakim neben den eigenen Kompositionen selbstverständlich auch die Klassiker der Orgelmusik wie die mächtige Toccata und Fuge von Bach. Sie präsentierte er in Bielefeld mehr als nur perfekt, hier stellte sich ein absoluter Spitzenorganist vor, der seine künstlerische und ungemein virtose Art mehr als beweisen konnte.

Seine anschließende Eigenkomposition: „Bach’orama-Improvisation“, mit musikalischen Themen von J.S.Bach – wie u.a. aus der H-moll Messe; den Brandenburgischen Konzerten verpackt; – nicht allzu modern, aber in der Improvisation und der Harmonik ein unübertroffendes Orgelstück. Hier gibt sich der große Meister des Improvisierens zu erkennen, zumal sein virtuoses, künstlerisch auf hohem Niveau stehendes Spiel und seine Registrierung unübertroffen ist.

Das gleiche Kunststück gelang ihm in der freien Improvisation über den Choral: „Ein feste Burg ist unser Gott.“ Wunderschön ausnuanciert und facettiert im Thema; einmal in barocker Klangvielfalt, dann etwas moderner, aber im Klangbild entsprechend zurücknehmend, dann wiederum dem Wortlaut des Chorals entsprechend: Ein feste Burg“ mit wuchtigen Klangfarben untermauert, gelang ihm hier eine beispielhafte Interpretation- und Improvisationskunst der allersten Qualität. Hakim entwickelt hier seine ganz eigene musikalische und klangliche Sprache und formte aus dem Stegreif ein ausdrucksstarkes und geschlossenes Klanggemälde.

Die Zuhörer waren hingerissen, ob seines grandiosen Spiels, mit Standing Ovatione entließen sie diesen großartigen und liebenswürdigen Künstler in einen glückseligen Abend.

Link: Homepage von Najim Hakim, Einsicht in persönl. eingespielte Orgelwerke


Orgelkonzert des polnischen Organisten Witold Zalewski in Brig / Walls


Brig / Wallis-Schweiz, im August 2005

nach erlebnisreichen Urlaubstagen im Wallis/Schweiz, besuchte ich ein Orgelkonzert in der Kollegiumskirche Brig/Wallis.



Kollegiumskirche in Brig / Wallis-Schweiz! (Copyright: V.Hege)


Die neue Barockorgel entstand aus der schweizer Orgelwerkstatt Hans-J. Füglister, Grimisuat, im Jahre 1994. Das Gehäuse der Orgel wurde bewusst im Stil und in der Tradition alter Walliser Orgelprospekte nachgebaut. Für die klangliche Seite des Instrumentes stand die französische Orgelbaukunst Pate. Orgelklänge aus der „Periode dassique“ und der romantischen Epoche in Frankreich wurden in der Orgel vereint. Der hallige Kirchenraum tut ein weiteres dazu, französische Kathedralakustik in der Kollegiumskirche erleben zu können.


Füglister-Orgel, Kollegiumskirche Brig – Wallis – Schweiz (Copyright: V.Hege)

Durch die Disposition mit 40 Registern auf drei Manualen und Pedal (2960 Pfeiffen) wurde so eingerichtet, dass französische Orgelmusik der Romantik getreu den Registerangaben realisiert werden kann. Zur vielseitigen Verwendbarkeit wurden gegenüber dem franz. Stil einige Kompromisse eingegangen. Die Zungenpfeiffen des Pedals sind weicher und zurückhaltender in der Lautstärke, ebenso die Trompeten des Positivs. Die Register und das Positiv haben einen leichten

barocken und silberne Klangfarbe.

Das Konzert wurde durch den polnischen Organisten Witold Zalewski aus Krakau veranstaltet. Seit 1996 ist er an der Wawel-Kathredale als Organist angestellt. Gleichzeitig unterrichtet er an der Erzdiözesan- schule für Organisten und der Päpstlichen Theologischen Akademi in Krakau. Er ist Urheber und Direktor des Internationalen Festivals der Orgelmusik in Zakopane und des Festivals der Orgelmusik in Rabka Zdroj und wurde mehrmals ausgezeichnet für die Verbreitung der Orgelmusik mit Orgelwerken von Buxtehude, Bach, Mendelssohn-Bartholdy und Vierne.

Folgende Orgelkompositionen wurden zu Gehör gebracht:

Mieczyslaw Surzynski (polnischer Organist, 1866-1924) Swiety Boze op.38 (Improvisation über ein altes polnisches Kirchenlied „Heiliger Gott“)

Surzynski war Polens bedeutenster Orgelvirtuose und Komponist in den des späten 19. Jahrhunderts und frühen 20. Jahrhundertes. Witold Zalewski verstand es hier ausgezeichnet, diese schöne polnische Kirchenkomposition gekonnt registrierend und virtuos klanglich umgesetzt den Besuchern vorzuführen.

Cesar Auguste Franck (belgisch-franz. Organist, 1822-1890) Prelude, Fugue et Variation op.18

Der absolute Höhepunkt des Orgelkonzertes war die Darbietung des op. 18. Zalewski verstand es hier ausgezeichnet, die französisch romantische Orgelkomposition gekonnt an der für fanz. Orgelmusik konzipierte Füglister-Orgel umzusetzen. Grandios klangfarblich registrierend dargeboten dieses schöne Orgelstück zu Gehör zu bringen. Die dynamischen Möglichkeiten, die Eigenschaften des Einsetzens, die akkustischen Effekte in den Stimmlagen wurden hervorragend interpretiert und umgesetzt. Hier erwies er sich als großer Könner und Interpret der franz. Orgelmusik.

Felix Alexandre Guilmant (französischer Orgelkomponist (1837-1911) Orgelsonate in d-moll op.42

So wie Zalewski es in dem Orgelstück op.18 von Franck verstand erweist er sich hier ebenfals als ein hervorragender Registrator und schafft mit unauffälliger Virtuosität die für diesen Komponisten typische Atmosphäre eines warmtönigen Klanges der allerersten Güte. Ein grossartiger polnischer Organist verstand es, den zahlreichen Zuhörern die polnische und französiche Orgelmusik näher zu bringen und sie bedankten sich mit langanhaltendem Applaus.

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Disposition der Füglister-Orgel

Orgel der Kollegiumskirche in Brig

Orgelbau Hans-J. Füglister, Grimisuat ob Sion 1994


Grand-orgue I C – a‘‘‘

Montre 16‘
Montre 8‘
Flûte harmonique 8‘
Bourdon 8‘
Gambe 8‘
Prestant* 4‘
Doublette* 2‘
Fourniture* 5 rgs 22/3‘
Cornet* 5 rgs 8‘
Trompette* 8‘
Clairon 4‘

Récit expressif III C – a‘‘‘
Flûte harmonique 8‘
Viole de gambe 8‘
Voix céleste 8‘
Flûte octaviante 4‘
Octavin* 2‘
Trompette harmonique* 8‘
Basson-Hautbois 8‘
Voix humaine 8‘
Clairon harmonique* 4‘
Tremblant fort

Positif II C – a‘‘‘
Bourdon 16‘
Montre 8‘
Cor de nuit 8‘
Salicional 8‘
Prestant 4‘
Flûte 4‘
Nasard* 22/3‘
Doublette* 2‘
Tierce* 13/5‘
Plein-jeu 4 rgs* 11/3‘
Cromorne* 8‘
Trompette* 8‘
Tremblant doux

Pédale C – f‘
Flûte ouverte 32‘
Flûte 16‘
Soubasse 16‘
Basse 8‘

Octave 4‘
Bombarde* 16‘
Trompette* 8‘
*=jeux de combinaison


Koppeln:
II/I, III/I, III/II; I/P, II/P, III/P

(Angaben von Vox_07_11_2000.pdf)

Klagenfurter Dom ein Orgelkonzert des Sommerzyklus 2005 am 23.7.2005.


Klagenfurt, 23. Juli 2005

Aufgrund meiner Urlaubstage in Kärnten besuchte ich im Klagenfurter Dom ein Orgelkonzert des Sommerzyklus 2005 am 23.7.2005.


Foto: Dom in Klagenfurt / Österreich (Foto: Domgemeinde Klagenfurt)

Der Klagenfurter-Dom besitzt eine Mathis-Orgel (Schweizer Orgelbaufirma) erbaut im Jahr 1986 mit 45 Register und 9 eingebaute Zungenstimmen nach französischer Bauart.

Dom in Klagenfurt mit Sicht auf die Mathis-Orgel (Foto: Domgemeinde Klagenfurt)

Das Programm des Konzertes wurde sommerlich zusammengestellt: Organist Konstantin Reymaier, Trompete: Gerald Zaminer.

Foto: Organist: Konstantin Reymaier

Programm:

Claude Gervaise (italien.Meister um 1550) Renaissance-Tänze; Pavane, Galliarde, Branie de Bourgogne, Branle Gai, Allemande

Charles Marie Widor (franz.Meister 1844 – 1937) Aus Symphonie Nr. 5 in f – Moll, Allegro – Vivace

Arcangelo Corelli (italien.Meister 1653 – 1713) Sonate in e-Moll; Prelude – Largo, Allemande – Allegro, Sarabande – Largo, Gigue – Allegro

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) Präludium in a – Moll, BWV 551

Georg Friedrich Kauffmann (1679 – 1735) Choralvorspiele: Herr Christ, der einnig Gottssohn, Herr Gott, dich loben wir

Konstantin Reymaier (geb. 1967 österr. Organist) Improvisation über einen vom Publikum genannten Choral

Leopold Mozart (1719 – 1787) Concerto in D-Dur, Andante, Allegro

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In den einzelnen Programmpunkten entwickelte der Organist Konstantin Reymaier spezifische persönliche Empfindsamkeiten die Werke entsprechend den Komponisten und ihrer Zeitepoche künstlerisch und in der Registrierung klangfarblich umzusetzen. Hier erweist er sich als ein wahrer Könner die Orgelkomponisten der Renaissance bis zum Barock fundiert umgesetzt zu Gehör zu bringen. Grandios gelang es ihm von Charles Marie Widor die Symphonie Nr. 5 in f – Moll, Allegro – Vivace, absolut meisterlich in der Registrierung und Klangfülle diese Werk virtuos umsusetzen. Ungewöhnlich im Konzert, hierauf erfolgte langanhaltender Beifall für einen Organisten, der dieses großartige Werk vortrefflich vortagen konnte.

Ebenso ist seine Improvisationskunst über einen genannten Choral (benannt aus dem Besucherkreis, der mir leider aber entfallen ist) zu bewundern. Diese Improvisationskunst von Reymaier entspricht einer allerersten Qualität, so wie er sie vollendet vorgeführt hat. Ob feinfühlig, brutal, alle Register gezogen, oder stimmlich wieder zurückhaltend, die Umsetzung war als Grossartig zu benennen.

Hier erweist sich die Mathis-Orgel als ein herrliches Instrument, die entsprechend der Raumfülle des Domes als gekonnt erbaut und stimmlich angepasst worden ist. Hier ist ein Meister seines Faches zu bewundern.

Als nicht ganz so geglückt ist die Trompetenbegleitung in den Stücken von Arangelo Corelli zu bewerten, da die Akustik des Domes eine strahlende Trompete nicht zulässt. Nach schwachem Beginn merkte der Trompeter, Gerald Zaminer, mit welchen Tücken er zu kämpfen hat, und nahm seinen Ton entsprechend zurück, so dass das Zusammenspiel mit der Orgel feiner abgestimmt umgesetzt wurde.

Als Programmabschlusspunkt von Leopold Mozart das Concerto in D-Dur. Diese Leichtigkeit des Stückes und wiederum stimmlich und gekonnt registrierend vom Organisten Reymaier umgesetzt, entließ den Besucher beschwingt in den Sommerabend mit dem Empfinden, ein wunderbares zusammengestelltes Orgelprogramm mit einem großartigen Künstler an der Orgel erlebt zu haben.

DISPOSITION

der Mathis-Orgel im Dom zu St. Peter und Paul/Klagenfurt Baujahr: 1986

Schwellwerk: 45 Diapason 8′ 44 Gambe 8′ 55 Flûte 8′ 54 Voix célèste ab c° 8′ 43 Principal 4′ 53 Flute traversière 4′ 52 Nasard 2 2/3′ 42 Cor de nuit 2′ 51 Tierce 1 3/5′ 41 Plein jeu 5 fach 2′ 65 Basson 16′ 64 Trompette harmonique 8′ 63 Hautbois 8′ 62 Clairon 4′ 75

Tremulant Pedal: 38 Principalbaß 16′ 28 Subbaß 16′ 18 Quinte 10 2/3′ 37 Octave 8′ 27 Gedacktflöte 8′ 36 Choralbaß 4′ 26 Mixtur 4 fach 2 2/3′ 17 Posaune 16′ 16 Zink 8′

Hauptwerk: 25 Bourdon 16′ 35 Principal ab c1 doppelt 8′ 24 Flauto 8′ 14 Viola 8′ 13 Voce umana ab g° 8′ 34 Octave 4′ 23 Spitzflöte 4′ 22 Quinte 2 2/3′ 33 Octave 2′ 32 Mixtur 5 fach 2′ 31 Cymbel 3 fach 1′ 12 Cornet 5 fach ab fo 8′ 15 Trompete 8′

Rückpositiv : 58 Gedackt 8′ 48 Praestant 4′ 75 Rohrflöte 4′ 47 Octave 2′ 57 Larigot 1 1/3′ 66 Sesquialtera 2 fach 2 2/3′ + 1 3/5′ 46 Scharff 5 fach 1 1/3′ 68 Krummhorn 8′ 67 Holzregal 8′ 78 Tremulant

Spielhilfen: Koppeln: 3 RP/P , 4 SW/P, 5 HW/P, 6 SW/RP, 7 SW/HW, 8 RP/HW – als Handregister und Fußtritt Plenotritt: AN/AB – je ein Tritt – aktiviert/deaktiviert die Prinzipale de. HW und P (31-38, 26) Registertritte: Trompete 8’ und Posaune 16’ – wird über Fußtritt aktiviert/deaktiviert. Sperrventil: für das Großpedal – wird über Fußtritt aktiviert/deaktiviert (26, 17, 18, 38)

(Quelle: Domgemeinde Klagenfurt)


Empfehlenswerte DVD’s der Bach Cantata Pilgrimage 2000 von SDG-Monteverdi


Foto:
Beginn der Bach-Cantata-Pilgrimage 2000 am 23.12.1999 (1.-3.Teil) und am 27.12.1999 (4.-6. Teil) in der Herder-Kirche, Weimar, mit dem Weihnachts-Oratorium, von J.S. Bach. Im Vordergrund rechts ist der großartige belgische Oboist Marcel Ponseele zu erkennen.

Hallo,

Zum Anfang meiner Rezension und Beschreibung der Bach-Pilgrimage 2000, stelle ich empfehlenswerte DVD’s vor !

Die Einspielung des Weihnachts-Oratoriums von J.S. Bach, 1-6 Teil, von J. E. Gardiner, als DVD , im Dezember 1999 zum Anfang seiner Bach Cantata Pilgrimage, aufgenommen in der Herder Kirche zu Weimar, ist absolut empfehlenswert.

 


DVD: Weihnachtsoratorium, J.S. Bach 1 bis 6 Teil, Herder Kirche, Weimar

Rezension: Ein Hörgenuss per excellence. The English Baroque Soloists brillieren mit einem wunderschönen barocken Glanz. Über die Musikalität, das Können und berauschend schönen Stimmen des Monteverdi Choirs braucht eingentlich nicht mehr disskutiert werden. Die Gesangssolisten reihen sich in den Chor mit ein, was ein wenig ungewöhnlich erscheint, hebt dadurch aber das stimmliche Volumen.

Kritisiert wurde das hetzen des Chores durch die Bach’schen Choräle. Für mich empfand ich es nicht als unangenehm, da Gardiner ein zügiges Tempi vorgibt…. eine Geschmacksfrage eben…..

Erwähnen möchte ich noch das Blech…

Foto: Das Blech-Ensemble mit historischen Instrumenten

auf alten historischen Instrumenten…. ein absoluter Hörgenuss….. die Oboe mit dem barocken belgischen Weltstar Marcel Ponseele besetzt…sein Spiel und Klangfarbe des Instrumentes. vom Feinsten….ein Traum… ebenso die 1. Geige. mit Alison Bury besetzt,….. ein herrlicher Seh- und Hörgenuss !

Die Aufnahme- und Bildqualität kann als sehr gut bis gut bezeichnet werden. In dieser DVD kommt Gardiner selbst zu Wort und gibt eine Einführung in das Werk und seinen Proben, sowie seiner anschließenden Tour durch Sachsen und Thüringen, wo er historische Stätten von Bach aufsuchte.

Für die Bach-Freunde ein unwahrscheinlich schönes Dokument der Neuzeit mit einer herrlichen Musik und einen in den Bachwerken total beseelten und inspizierten Gardiner…. ein hervorragender Bach-Interpret der Gegenwart.

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Weimar, Dezember 1999

Zu Beginn der Pilgrimage wurde ebenfalls in der Herderkirche in Weimar die festlich prächtige Kantate zum 1. Weihnachtstag, BWV 63, „Christen ätzet diesen Tag“ aufgeführt. Diese Aufführung liegt als DVD vor. Inhaltsauszüge aus dem Booklet: Sie vermittelt einen Einblick in die intensive und unvergleichlich konzentrierte Probenarbeit. Ungewöhnlich stellt der Dirigent seine Probenarbeit dar, schonungslos auf die bestmögliche Ausführung der ihm vorschwebenen Interpretation.

 

DVD Probe von Gardiner zur Bach-Kantate: "Christen ätzet diesen Tag"

DVD Probe von Gardiner zur Bach-Kantate: "Christen ätzet diesen Tag"

Quelle: Arthaus;

Informationen und Inhalt der DVD: JOHN ELIOT GARDINER IN REHEARSAL Johann Sebastian Bach – Cantata BWV 63 Genre: Documentary Dirigent: John Eliot Gardiner Aufnahmedatum: 1999 Aufnahmeort: Various Laufzeit: 59 min Bildformat: 4:3 Soundformat: PCM Stereo Region Code: 2, 5 Veröffentlichung: 2002 Menü Sprachen PAL: D, GB, F, SP Untertitel Sprachen PAL: D, GB, F, SP Katalognummer PAL: 100 292

 

Unter dem Titel „The Bach Cantata Pilgrimage“ („Die Bach-Kantaten auf Pilgerfahrt“) stellten sich der Monteverdi Choir und die English Barock Soloists unter der Leitung von John Eliot Gardiner im Jahre 2000 ihrer bis dato größten Herausforderung: der Präsentation aller vorhandenen Kirchenkantaten von Johann Sebastian Bach zu Ehren des zweihundertfünfzigsten Todestages des Thomaskantors.

Einen Einblick in die intensive und unvergleichlich konzentrierte Probenarbeit des englischen Barockspezialisten vermittelt die vorliegende Dokumentation, in der er sich mit der musikalischen Erarbeitung der Kantate BWV 63 befasst. Ungewöhnlich offen stellt der Dirigent seine Arbeit dar, schonungslos auf die bestmögliche Ausführung der ihm vorschwebenden Interpretation bedacht.

Die Solisten: Ann Monoyion (Sopran), Sara Mingardo (Alt), Rufus Müller (Tenor) und Stephan Loges (Bass) äußern sich ebenso vorbehaltlos über ihren musikalischen Leiter und seine Probenarbeit. Dabei kommt der Einblick in das großartige Musikwerk ebenfalls nicht zu kurz. The English Baroque Soloists & Monteverdi Choir, Leitung: Sir John Eliot Gardiner

Rezension: Wünschenswert wäre es gewesen, wenn in der DVD die Kantate BWV 63 in voller Länge zu sehen und zu hören wäre.

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Eine weitere empfehlenswerte DVD im Rahmen seines 40. Pilgrimage-Konzertes:

 

DVD mit Bach-Kantaten + einer anschließenden Dokumentation durch J.E.Gardiner

DVD mit Bach-Kantaten + einer anschließenden Dokumentation durch J.E.Gardiner

DVD mit den Bach-Kantaten:

BWV 113 „Herr Jesu Christ, du höchstes Gut“; BWV 179 „Siehe zu, dass deine Gottesfurcht nicht Heuchelei sei“; BWV 199 „Mein Herze schwimmet im Blut“

Solisten: Magdalena Kozena (Sopran), William Towers (Counter-Alto), Mark Padmore (Tenor), Stephan Loges (Bass). The Monteverdi Choir, The English Baroque Soloists, Gardiner

(127 Min.) Sound:DSS4.0;Bild:WS; Besondere Beiträge als Specials: von Gardiners „Pilgrimage-Tour“ mit Aufführungsbeiträge in Weimar, Leipzig, Hamburg, Eisenach, Arnstadt, Blythburgh, Kirkwall, Iona, Köln, New York . „Fernsehregie“ Rhodri Huw Aufnahmen in 2000. Man hätte Bach zur 250. Wiederkehr seines Todesjahres wohl kaum phantasievoller feiern können als durch die Tournee, die der Monteverdi Choir und die English Baroque Soloists im Jahr 2000 mit ihrem Dirigenten John Eliot Gardiner unter dem Titel „Bach Cantata Pilgrimage“ unternahmen. Diese „Pilgerfahrt“ wurde nicht nur zur meistbeachteten Hommage an den Thomaskantor, sondern auch zu einer einzigartigen Aufführungsreihe. In Abteien, Kathedralen, Kirchen und Kapellen in ganz Europa und weit darüber hinaus brachten die Musiker im Laufe eines einzigen Jahres die überlieferten Kantatenwerk Bachs – 186 Werke – zum Vortrag.

Rezension: Diese DVD ist in der Wiedergabe von Bach-Kantaten sehr zu empfehlen zumal besetzt mit einer überragenden Sopranistin „Magdalena Kozena“ die ein sehr bewegenden und überzeugenden Gesangspart auf allerhöstem Niveau zelebriert.

 

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