Schlagwort-Archive: HOFKAPELLE ‚funkelnd und von Esprit sprühend: Auferstanden als BACH-COLLEKTIV

Bach Festtage 2016 in Köthen. Mein „Abend-Tagebuch“ in 4 Viertelkapiteln. Mein „Abend-Tagebuch“ meine letzte freie Seite!


Bach Festtage 2016 in Köthen. Mein ‚Abend-Tagebuch‘ 

Jetzt schlage ich DIE LETZTE FREIE SEITE meines ‚ABEND-Tagebuchs‘ auf:

Morgens Sonntagsgottesdienst in der Jakobskirche-, dann Gesprächs-Konzert über die 6 Cello Sonaten. Und endlich Volker Hagedorn mit seinem Buch über ‚Bach’s Welt. Viel gemütlich war dann es in dem angrenzenden Marstall-Gebäude. Wegen der Regenschauer wurden viele Veranstaltungen dahinein verlegt.

Dann hörte ich noch im noblen Bach-Saal einem Musiktheater zu. Danach am Nachmittag:

Abschied mit Konzerten für 2 Cembali von dem BACH KOLLEKTIV-, der wiederauferstandenen Köthener HOFKAPELLE-, dazu wunderbare Violinkonzerte.

Und nicht zu vergessen-, meine Gastgeberin: Ich bin dankbar, daß ich vier Nächte ein gutes Bett gefunden hatte. Auf meinen Wunsch gab es immer morgens für mich frischen angemachten Quark und Tomaten.

img_5023 img_5026 img_5024 img_5019 img_5015

Doch-, jetzt muss ich doch noch meinen BACHKÜLLER loswerden. Er hatte mich, nachdem ich dieses CÖTHENER BACHHEFT Nr.12/2004 gelesen hatte, immer wieder bedrückt.

‚PEINLICH FÜR EINEN REICHSFÜRSTEN LEOPOLD! –

Die Reisekasse war leer-, So was kam im Hause des Klein-Fürsten zwar immer mal vor, aber jetzt betrifft dieser ‚Notstand ‚ auch Bach selbst. Leopold A. von Anhalt-Cöthen mußte bereits früher als geplant mit seinem Hofstaat- und HOFKAPELLMEISTER aus Carlsbad abreisen. (Ungefähr Mitte Juni 1720). Bach hat also seine Maria Barbara NOCH LEBENDIG ANGETROFFEN. So erstöberte es ein seriöser Bachforscher (vgl.Köthener Bachhefte Nr.12/2004). Am 7.Juli 1720 wurde Maria Barbara begraben. Bach muss also beim Begräbnis dabei gewesen sein !!!

Bach ließ sich einige Monate später von seinen Fürsten und Freund Leopold A. von dem vorgeschriebenen ‚Witwer-Trauerjahr befreien und heiratete die ihm vom Zerbster Hof schon bekannte ‚SINGJUNGFER‘ Anna Magdalena Wilke. Derer beider Tochter, die dann geboren wurde, war (oder durfte ?) nicht in der Kirche getauft werden.

Damit entfallen alle romantischen Vorstellungen von einem Bach, der aus CARLSBAD kommend nur noch am GRAB seiner Frau Abschied nehmen konnte.

(Zusammenfassung eines Aufsatzes von Günther Hoppe in den Köthener Bachheften)

Und damit schließe ich mein ‚Abend-Tagebuch‘

Adamo

 

Bach Festtage 2016 in Köthen. Mein „Abend-Tagebuch“ in 4 Viertelkapiteln. Mein „Abend-Tagebuch“: Kapitel I


Bach Festtage 2016 in Köthen. Mein ‚Abend-Tagebuch‘ in 4 Viertelkapiteln. Mein „Abend-Tagebuch“: Kapitel I

Kapitel I: DIE KÖTHENER HOFKAPELLE

Ist sie wieder auferstanden? Die LEGENDÄRE KÖTHENER HOFKAPELLE-, vom Fürsten Leopold August von Anhalt-Köthen gefördert und vom besten Kapellmeister geführt, den es in diesen Zeiten gab:

Bach-Denkmal in Köthen

                                                       Bach-Denkmal in Köthen

JOHANN SEBASTIAN BACH.

J.S. Bach, von Leopold A. abgeworben in Weimar. Der, ausgehend von Veit Bach, in einer 200 Jahre zurückreichenden Musikerfamilie, also genetisch vorbelastet, hier in Köthen mit genialen Instrumental-Konzerten explodierende knapp 30jährige Bach. Noch verheiratet mit der ihm in Dornheim angetrauten Maria Barbara-, seine begabten Bach-Söhne wurden in diesem kleinen Residenzstädchen geboren.

ANDERE HOFKAPELLEN, wie die preußische in Berlin wurden EINGESPART. Frühere Arbeitgeber des jungen Bach, wie die Fürsten von Weimar oder die mit Religionsstreitigkeiten beschäftigten Pfarrer in Mühlhausen wollten den jungen Bach loswerden. Aber Leopold A. von Sachsen-Anhalt machte mit der Anstellung und freundschaftlichen Förderung von Bach in den mitteldeutschen Kleinstaaten seiner Zeit Furore. Und heute urteilen Bach-Experten: dies war die glücklichste Zeit in Bach’s kompositorischem Schaffen. Zwar ist ihm hier in Köthen seine erste Ehefrau weggestorben. Doch schon wenige Monate später heiratet er eine begabte, 19.jährige Kollegin. Eine SINGJUNGFER.
(Zur SINGJUNGFER folgt in meinem Abend-Tagebuch Kap.IV noch ein ‚Bach-Knüller‘ !!!)

Zuvor aber schon angemerkt: Maria Barbara Bach, geb.Bach (1.Frau) und Anna Magdalena Bach, geb.Wilke (2.Frau) verbergen für mich in ihrer Beziehung zum ‚ MANN BACH‘ noch ein Geheimnis. Näheres nach dem Vortrag von Volker Hagedorn, Autor eines aufsehenerregendem neuen Bach Buch ‚Die Welt Bach’s.‘

Heute abend in der lutherischen Kirche St.Agnes erschien die HOFKAPELLE ‚funkelnd und von Esprit sprühend‘:

Auferstanden als BACH-COLLEKTIV

Eine gute Nacht

wünscht Adamo

Anmerkungen:

-Viertelkapiteln sind ‚ganz kleine Kapitel‘
– Veit Bach gest.1619 in Wechmar (Ururgrossvater)
-17.10.1707 Trauung in Dornheim mit Maria Barbara Bach (Cousine 2.Grades)
-dann nur 365 Tage im Kirchendienst in Mühlhausen.
-seit 1708 Bach am Hof in Sachsen-Weimar
-dann 1717 – 1723 Bach in Köthen, ca.6.7.1720 stirbt Maria Barbara.
– wenige Monate später Hochzeit mit Anna Magdalena Wilke
-dann Umzug und bitteres Ende in Leipzig.

—————————————————————

MDR-Video-Bericht aus Köthen

Link:  http://www.mdr.de/mediathek/mdr-videos/b/video-43944.html

————————————————————