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Neue Reihe: Leipziger Thomas-Kantoren vor und nach J.S. Bach – Sebastian Knüpfer (1633 bis 1676)


Die ehemalige Thomasschule an der Thomaskirche Leipzig

Liebe Bach-Freunde(innen) !

Es sollte in einem Bach-Blog unbedingt einen Thread geben: „Leipziger Thomas-Kantoren“ vor und nach den Lebensjahren von J.S. Bach.

Beginnen möchte ich heute mit dem Thomas-Kantor:

Sebastian Knüpfer (1633 bis 1676)

Als Thomaskantor war Sebastian Knüpfer (1633 bis 1676) einer der Amtsvorgänger J.S. Bach’s. Er stammte aus dem böhmischen Asch, war der Sohn eines Kantors und Organisten, und besuchte zunächst das Gymnasium in Regensburg.
Nach Leipzig ging er, um an der Universität zu studieren. Doch nicht die Philosophie sollte seinen Lebensweg prägen: 1657 wurde Knüpfer zum Thomaskantor berufen. 1663 erschien eine Sammlung mit Madrigalen und Kanzonetten im Druck; die meisten Werke Knüpfers aber sind lediglich in Abschriften überliefert.
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Sebastian Knüpfer (auch Knüpffer)
getauft am 6. (oder 7.)September 1633 in Asch (böhmisches Vogtland, später Böhmen); † 10. Oktober 1676 in Leipzig) war ein deutscher Komponist und Kirchenmusiker. Der Sohn des Ascher Kantors und Organisten Thomas Knüpfer erhielt die erste Ausbildung bei seinem Vater.
Es ist überliefert, dass er bereits mit zehn Jahren in seinem Heimatort den Organistendienst versah. Von 1646 bis 1654 besuchte er das Gymnasium in Regensburg, wo zu seinen wichtigsten Lehrern der dortige Ephorus Balthasar Balduin, der Sohn Friedrich Balduins wurde. Später ging nach Leipzig, wo er unter anderem unter Johann Adam Scherzer Philosophie studierte. Hier konnte er 1657 mit Unterstützung Johann Philippis die Nachfolge Tobias Michaels im Amt des Thomaskantors der Thomasschule antreten.
Um Knüpfer bildete sich ein Kreis angesehener Musiker (u. a. der Nikolaikantor Elias Nathusius, die Thomasorganisten Gerhard Preisenden und Jakob Weckmann und der Arzt Johann Kaspar Horn), der Leipzig den Ruf eines bedeutenden Musikzentrums einbrachte. In der Laudatio zum Tode Knüpfers hieß es: „Die Wahl Knüpfers gereichte dem Musikleben Leipzigs zum Heile und dem Thomaskantorat zum Segen.“ Neben seiner musikalischen Tätigkeit machte er sich auch als Philologe einen guten Namen. 1658 heiratete er Maria Sabina Hagen, mit welcher er drei Söhne und zwei Töchter hatte.In Asch wurde 1925 ein Platz nach ihm benannt.

Die meisten Werke Knüpfers sind nie gedruckt worden. Er schrieb Motetten, Geistliche Konzerte, Kantaten und Messen. Er komponierte für die Kaiserkrönung Leopolds I. 1658 und für den Aachener Frieden von 1668. 1663 erschien eine Sammlung von Madrigalen und Kanzonetten im Druck.

(Quelle: Wikipedia)

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Bei Recherchen fand ich ein bemerkenswertes YouTube-Video von Sebastian Knüpfer “ und möchte das Vokal-Werk vorstellen:
Text: 
„Wenn mein Stündlein vorhanden ist, und ich soll hinfahren meine Straße so g’leit du mich, Herr Jesus Christ, mit Hülff‘ mich nicht verlasse; mein‘ Seel‘ an meinem letzten End, befehl ich dir in deine Händt; du wollst sie wohl bewahren.“

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Die Thomaskantoren zu Leipzig:
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… | Thidericus (um 1295) | … | Johannes Steffani de Orba (1436–1443) | Thomas Ranstete (1443–1444) | Peter Seehausen (um 1460) | Martin Klotzsch (um 1470) | Johannes Fabri de Forchheym (um 1472) | Ludwig Götze (ab 1480) | Gregor Weßnig (1482–1488) | Heinrich Höfler (1488–1490) | Nikolaus Zölner (um 1494) | Johannes Conradi (um 1508) | Johann Scharnagel (um 1513) | Georg Rhau (1518–1520) | Johannes Galliculus (1520–1525) | Valerian Hüffeler (1526–1530) | Johann Hermann (1531–1536) | Wolfgang Jünger (1536–1539) | Johannes Bruckner (1539–1540) | Ulrich Lange (1540–1549) | Wolfgang Figulus (1549–1551) | Melchior Heger (1553–1564) | Valentin Otto (1564–1594) | Sethus Calvisius (1594–1615) | Johann Hermann Schein (1615–1630) | Tobias Michael (1631–1657) | Sebastian Knüpfer (1657–1676) | Johann Schelle (1677–1701) | Johann Kuhnau (1701–1722) | Johann Sebastian Bach (1723–1750) | Johann Gottlob Harrer (1750–1755) |Johann Friedrich Doles (1756–1789) | Johann Adam Hiller (1789–1801) | August Eberhard Müller (1801–1810) | Johann Gottfried Schicht (1810–1823) | Christian Theodor Weinlig (1823–1842) |Moritz Hauptmann (1842–1868) | Ernst Friedrich Richter (1868–1879) | Wilhelm Rust (1880–1892) | Gustav Schreck (1893–1918) | Karl Straube (1918–1939) | Günther Ramin (1939–1956) | Kurt Thomas (1957–1960) | Erhard Mauersberger (1961–1972) | Hans-Joachim Rotzsch (1972–1991) | Georg Christoph Biller (seit 1992)

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Grüße

Volker