Johann Sebastian Bach wurde in 2008 in Weimar rehabilitiert

Rehabilitation J.S. Bach in Weimar

Nach fast 300 Jahren wurde „Johann Sebastian Bach“ in Weimar – dokumentarisch im Film festgehalten –  rehabilitiert..!!

Die erste BACH BIENNALE WEIMAR 2008 war eine unmissverständliche Liebeserklärung: J.S. Bach wurde in Weimar „rehabilitiert“, seine Entlassung aus Weimar anno 1717 „in angezeigter Ungnade“ wurde urkundlich offiziell annulliert durch Michael Prinz von Sachsen Weimar Eisenach als direkten Nachkommen von J.S. Bach’s damaligem Dienstherrn.

Zum » FESTIVAL FILM 2008

den nachstehenden Link anklicken:

http://bachbiennale.itsrv.de/html/pages/flv_video_bachbie08.html

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7 Gedanken zu „Johann Sebastian Bach wurde in 2008 in Weimar rehabilitiert

  1. Alexander

    Klärt mich mal auf – ist das ein Scherz oder ernst gemeint? Sieht fast nach Letzterem aus, ich meine, Galilei ist diese Lächerlichkeit ja auch widerfahren. Help!!! Alex

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    1. yo

      Hallo Alexander!
      Kein Scherz sondern kalkulierter Geschäftssinn. Das Thema Bach bringt mittlerweile mehr Touristen nach Weimar als Goethe, Schiller und Herder zusammen. Ich war anläßlich der MDR-Reihe „Bach und seine Städte“ dort, brechend voll, sie hätten doppelt soviel Eintrittskarten für die sogenannte Herderkirche verkaufen können. Da fällt es einem Bürgermeister leicht, den „Prinzen“ zu bitten, die Taten seines Urahns zu „annullieren“.

      Neues Thema seit Kurzem: Weimar soll wie z.B. Eisenach jetzt auch ein Bachhaus bekommen. Vom ehemaligen Wohnhaus steht zwar nur noch der Keller, aber Geld spielt keine Rolle. Prof.Dr. Blobel, Nobelpreisträger und Mitinitiator beim Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche, ist mit von der Partie. Er hatte seinerzeit sein Nobel-Preisgeld gespendet.
      yo

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  2. Iris Budde

    Hallo, zusammen,
    ich lach`mich schlapp – hat Bach so etwas nötig? Zum Glück hat es keine 300 Jahre gedauert, bis seine Musik wiederentdeckt wurde. Yo, Du hast recht: was außerordentlicher Geschäftssinn so alles möglich macht.
    Herzl. Gruss
    Iris

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  3. Claudia

    Andererseits ist es doch klasse, dass 1. zu hören, dass Geld keine Rolle spielt 2. die Aktionen großen Zulauf finden.
    Die Aktion mit der späten Annulierung ist schon ziemlich abgefahren, aber da muss man erst mal drauf kommen! Da finde ich die Beweihräucherungs-Sitzungen von unserer Innung 1000x furchtbarer.
    Der Klassikmarkt ernährt schliesslich auch einige Leute und auch dort ist man immer wieder auf der Suche nach neuen Strategien und da ist sicherlich auch mal ein Griff daneben mitbei.
    Außerdem überlegt doch mal was die Pop-Künstler sich so alles einfallen lassen um den Umsatz zu steigern. Wer weiss, vllt. war der Tod von Michael Jackson auch nur ne Marketing-Aktion…
    Euch allen einen kühlen Abend,
    Claudia

    Antworten
  4. Alexander

    Ich finde es arrogant, dass sich da jemand wieder drüber stellt. Wenn man sich die Pose ankündigt, in der das verkündet wurde. In guter Tradition ist sich der Prinz natürlich zu schade, sich da selbst hinzustellen – er lässt verlesen. Alex

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  5. Volker

    Nach der Wiedervereinigung 1990 hatte seine Hoheit Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach etwas dagegegen seine Besitztümer dem Land Thüringen zu überlassen:

    Prinz Michael von Sachsen-Weimar-Eisenach hatte es weniger auf natürliche Ressourcen abgesehen: Vielmehr interessierten seine Hoheit einmalige Kulturgüter in Weimar und Eisenach oder deren Wert in bar. Es ging um Güter im Wert von schätzungsweise 500 Millionen Euro. Die wollte Seine Hoheit sogar abtransportieren lassen, sollte er nicht ausgezahlt werden. Die fürstliche Hand griff nach der Anna-Amalia-Bibliothek, nach den einzigartigen Handschriften Goethes und nach der Sammlung der Wartburg.
    Selbst auf die sterblichen Überreste des Geheimrats in der Fürstengruft hätte es der Prinz abgesehen.
    Jetzt endlich die Einigung: Thüringen zahlt 15,5 Millionen Euro in mehreren Raten und muss dafür neben Wald auch Kunstgegenstände verkaufen. Laut Kulturstaatssekretär Aretz ist aber sichergestellt, dass es sich nicht um Kunstschätze handelt, die zum Thüringer Kulturgut gehören, sondern um Depotbestände die innerhalb Deutschlands verkauft werden sollen.

    Da bin ich schon mehr als verwundert, dass er als Nachfahre des Hauses von „Sachsen-Weimar-Eisenach“ eine Rehabilitierung von J.S. Bach so ohne weiteres zugestimmt hat, Geld scheint wohl deswegen nicht an die Hoheit geflossen zu sein, oder…?

    @Yo, hat es bereits angemerkt:
    Vision für ein „Neues Bachhaus Weimar“ am authentischen Ort, wer an dieser Broschüre Interesse besitzt, kann es sich als PDF runterladen.

    Link: http://www.bachhausweimar.de/files/vision_bachhaus.pdf

    Schönen Sommerabend allen
    Volker

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  6. Adamo

    Hallo zusammen!

    Natürlich-, Bach hat das nicht nötig. Es mag auch ein Werbegag sein, dass eine Kulturstadt seinen bisher vernachlässigten Sohn entdeckt und in einer PR-Aktion rehabilitiert.

    Bach hat das alles nicht nötig-, aber m.Mg. haben es Bach-Freunde in aller Welt nötig, endlich in Weimar, dass fast 19 Jahre Bach’s junger Familie Domizil war, eine Bach-Gedenkstätte zu finden. Ich habe eine solche jedenfalls bei meinen Besuchen immer schmerzlich vermisst!!

    Bach hatte in Weimar für sein Werk entscheidende Jahre verbracht. Bauliche Gegebenheiten seiner Zeit sind wenige vorhanden, aber dafür geistig-sinnliche Eindrücke , die sich mit Weimar verbinden.

    Ich brauch mich also nicht totzulachen, wenn ich in Weimar an Bach denke und was handfestes vom Bach-Erbe ‚begehen‘ will.

    Gerade die jüngsten Bach-Entdeckungen in Weimar und die lebendige benachbarte Musikhochschule zeigen doch, wie spannend Bach-Forschung und Bach-Pflege in Weimar sich ungeachtet des klassischen Gegenpols von Goethe, Schillerer & Co. behaupten.

    Es ist also dringend Zeit, dass Weimar sich als ‚echte‘ Bach-Stadt einreiht in die Bach-Pflege.

    Eisenach hat ein ‚Unechtes Bach-Geburtshaus‘ zu bieten-, Weimar ein echtes Bach-Fundament. Mag auch nur Bach’s Biervorrat dort gelagert worden sein, als Ausgangspunkt zum Aufbau einer Bach-Vision ist doch Bach’s Lager-Keller kein schlechter Ort.

    Diesen aufzubauen, braucht Bach auch nicht von einem Prinzen rehabilitiert werden. Von so einer lächerlichen Geste lasse ich mich jedenfalls nicht täuschen, sondern freue mich darauf, dass die Vision Realität werden kann.

    Gruß

    @Wolfgang

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